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Neurologie

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Torsten Kraemer

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Jun 23, 2007, 7:47:47 AM6/23/07
to
Hallo Freunde !

Gerade die Naturheilkunde hat sich neben
der Homöopathie bei vielen etabliert.
Gerade neurologische Probleme kommen
in der modernen Medizin zu kurz.
Woran liegt das ? Warum hat die Psychiatrie
so einen schlechten Ruf ? Liegt das an
Bleuler, Jung und Freud ?
Wie können Angstkrankheiten und Depres-
sionen optimal behandelt werden ?
Was führt zur Verbesserung von Lähmungen ?

Torsten


Thomas Decker

unread,
Jun 23, 2007, 9:03:49 AM6/23/07
to
Hallo Torsten,

Torsten Kraemer schrieb:

> Gerade die Naturheilkunde hat sich neben
> der Homöopathie bei vielen etabliert.
> Gerade neurologische Probleme kommen
> in der modernen Medizin zu kurz.
> Woran liegt das ?

Stimmt das überhaupt, dass neurologische Probleme zu kurz kommen?

> Warum hat die Psychiatrie
> so einen schlechten Ruf ? Liegt das an
> Bleuler, Jung und Freud ?

Ich denke nicht. Die Psychiatrie hat aus mehreren Gründen keinen guten
Ruf. Zum einen werden dort schwere psychische Krankheiten behandelt, die
selber schon stigmatisiert sind. Zum anderen gibt es im Zusammenhang mit
Psychiatrie immer wieder zu dramatischen Übergriffen, Entmündigungen,
Zwangseinweisungen usw. Berechtigt oder nicht, es sind Übergriffe, die
einen manchmal daran zweifeln lassen, ob wir wirklich in einem
Rechtsstaat leben.

> Wie können Angstkrankheiten und Depres-
> sionen optimal behandelt werden ?

Psychotherapie: Hypnose, NLP, Verhaltenstherapie ... Einige schwören
auch auf Psychopharmaka, aber das sollte man sich schon gut überlegen,
da die Gefahr der Abhängigkeit nicht zu verachten ist, auch wenn die
Mittel in den letzten zehn Jahren erheblich besser geworden sind.

> Was führt zur Verbesserung von Lähmungen ?

Das hängt wohl sehr stark davon ab, welche Ursache die Lähmungen haben
und um was für eine Art von Lähmung es sich handelt.

Gruß,
Thomas

Otto

unread,
Jun 23, 2007, 9:22:18 AM6/23/07
to
Hallo Torsten,
On 23 Jun., 13:47, "Torsten Kraemer"

<Torsten.Joerg.Krae...@web.de> wrote:
>
> Gerade die Naturheilkunde hat sich neben
> der Homoeopathie bei vielen etabliert.

> Gerade neurologische Probleme kommen
> in der modernen Medizin zu kurz.
> Woran liegt das ? Warum hat die Psychiatrie
> so einen schlechten Ruf ? Liegt das an
> Bleuler, Jung und Freud ?

Nein, im Gegenteil. Die Arbeitsweise von Freud hat man zum grossen
Teil verlassen. Ueberhaupt kennt heute kaum noch jemand die
Moeglichkeiten der klassischen Allgemeinmedizin. Statt dessen verteilt
man heute hauptsaechlich Chemotherapeutika wie am Fliessband. Es sind
vor allem die graesslichen Nebenwirkungen dieser Arzneistoffe, welche
die Psychiater so unbeliebt machen. Mir haben sie mit einem
Antidepressivum ein Uebergewicht von 40 - 50 kg beschert, dagegen
wiederum staerkere Blutdrucksenker und Antidiabetika und obendrauf
noch eine Magenpille, damit nicht alles wieder herauskommt und mich
mit allem allein gelassen.

Zum anderen hat die Zahl der psychiatrischen Erkrankungen seit Freud
drastisch zugenommen. Das haengt wohl mit der Industriealisierung
(Umwelt, Ernaehrungs- und Lebensweise) zusammen. Man wuerde heute mit
Freud's Arbeitsweise allein zeitlich nicht mehr auskommen

> Wie koennen Angstkrankheiten und Depressionen optimal behandelt werden?

in leichteren bis mittleren Faellen nichtmedikamentoes, z.B. mit
Ausdauersport und Licht. Gegen Angst hilft Ueben unter fachkundiger
Anleitung. Goethe ist gegen seine Hoehenangst bewusst auf hohe Tuerme
geklettert.

> Was fuehrt zur Verbesserung von Laehmungen ?

Physiotherapie, Ueben, nach Schlaganfall auch Blutentzug. Ansonsten
spezifische Methoden (z.B. Akupunktur), falls man einen Ansatzpunkt
findet.

Schoenen Gruss
Otto


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Otto

unread,
Jun 23, 2007, 12:21:36 PM6/23/07
to
On 23 Jun., 16:42, Winfried <w-buechsenschu...@web.de> wrote:

Psychische Abhaengigkeit kann bei allen Therapieformen, auch > bei
Alternativtherapien, auftreten. Vermutlich sind so einige >
Alternativtherapeuten auch gar nicht so unfroh darueber, wird ihnen >
dadurch doch eine dauerhafte Einnahmequelle garantiert.

Welche Mittel sollen denn das sein, Roland? Nenne doch mal ein
einziges. Die Aerzte haben es heute, in Zeiten des Aerztemangels
(viele Aerzte fluechten vor der BRD-Misere ins Ausland) nicht mehr
noetig, die Patienten abhaengig zu machen. Lass dich mal von
Reinhilde updaten.

> Winfried Buechsenschuetz

Viele herzliche Gruesse ins Saarland
Otto
--
Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht. Josua 1,5

Klaus Bärbel

unread,
Jun 24, 2007, 1:14:16 PM6/24/07
to
Winfried schrieb:

>
> [..]Allerdings werden in der
> Belletristik und in Fernsehsendungen fast immer nur schwere Fälle
> gezeigt - häufig mit einer völlig unrealistischen Darstellung. Selbst
> in einem längeren Artikel des "Spiegel" über psychiatrische
> Krankenhäuser fand man es vor längerer Zeit angezeigt, als erstes ein
> Foto von Zwangsfixiermitteln zu zeigen. Diese Dinge sind sicher in
> jeder Psychiatrie vorrätig, werden aber nur höchst selten angewandt -
> und wenn, dann wohl meist nur, um Patienten mit sehr auffälliger
> Motorik vor sich selbst zu schützen. Die allermeisten Patienten werden
> Fixierung kaum miterleben, geschweige denn an sich selbst erleben.

Es würde mich interessieren, worauf sich Deine Ansicht begründet.

mW ist Fixierung eine gängige Praxis und natürlich hat fast jeder, der
eine Zeitlang in der "Geschlossenen" verbracht hat, diese Methode der
Ruhigstellung miterlebt / bzw. bei entsprechendem Verhalten selbst
genossen. Patienten mit "sehr auffälliger Motorik" sind ohnehin selten.
Die Fixierung ist der mechanische Teil der sedierenden Behandlung und
wird genauso angewendet wie die Medikamention mit Psychopharmaka.

grüsse
k-b

Otto

unread,
Jun 24, 2007, 2:26:23 PM6/24/07
to
On 24 Jun., 19:14, Klaus B?rbel <dee_...@arcor.de> wrote:
>
> mW ist Fixierung eine gaengige Praxis und natuerlich hat fast jeder, der > eine Zeitlang in der "Geschlossenen" verbracht hat, diese Methode der > Ruhigstellung miterlebt / bzw. bei entsprechendem Verhalten selbst > genossen.

Die Fixierung ist hauptsaechlich eine Massnahme der Krankenpflege. Mit
Naturheilkunde - Schulmedizin - Psychiatrie hat das nicht viel zu tun.
Mich haben die Krankenschwestern auf der Intensivstation mal
"fixiert", als ich im Koma mit aufgeschlitzter Luftroehre die
Intratrachealkanuele gern entfernt haette ...

Gruss
Otto
--
Auf der Strasse gehoert und in der naechsten Gasse schon ausgeplaudert
ein Verschleudern der Gesittung ist das. KOnfuzius

Rainer

unread,
Jun 24, 2007, 9:12:41 PM6/24/07
to
Hallo Torsten,


"Torsten Kraemer" <Torsten.Jo...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:f5j305$18k$01$5...@news.t-online.com...


> Hallo Freunde !
>
> Gerade die Naturheilkunde hat sich neben
> der Homöopathie bei vielen etabliert.
> Gerade neurologische Probleme kommen
> in der modernen Medizin zu kurz.

Es würde mich interessieren, wo Du das her hast.


> Woran liegt das ? Warum hat die Psychiatrie
> so einen schlechten Ruf ? Liegt das an
> Bleuler, Jung und Freud ?
> Wie können Angstkrankheiten und Depres-
> sionen optimal behandelt werden ?
> Was führt zur Verbesserung von Lähmungen ?
>

Könnte es sein, dass Du hier das Fachgebiet Neurologie mit dem Fachgebiet
Psychiatrie verwechselst?

Rainer


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Klaus Bärbel

unread,
Jun 25, 2007, 3:40:55 AM6/25/07
to

Winfried schrieb:

>> Diese Dinge sind sicher in
>> jeder Psychiatrie vorrätig, werden aber nur höchst selten angewandt -
>> und wenn, dann wohl meist nur, um Patienten mit sehr auffälliger
>> Motorik vor sich selbst zu schützen. Die allermeisten Patienten werden
>> Fixierung kaum miterleben, geschweige denn an sich selbst erleben.

Wenn wir mal in der richtigen Chronologie bleiben, hast Du zuerst obige
Behauptung ebenfalls ohne Begründung aufgestellt. mein Widersrpruch
begründet sich vor allem auf eigene Erfahrungen. Daher meine Bitte an
Dich, doch zu begründen wie Du zu Deiner Ansicht gelangst.


grüsse
k-b

>

Klaus Bärbel

unread,
Jun 25, 2007, 4:39:19 AM6/25/07
to
Winfried schrieb:

> X-No-archive: Yes


>
>
>>Die Fixierung ist der mechanische Teil der sedierenden Behandlung
>
>

> Wie schon gesagt: "Sedierende Behandlung" wird keineswegs bei allen
> Patienten angewandt, vermutlich nur bei einem geringen Teil. Welchen
> Sinn sollte "sedierende Behandlung" z.B. bei Angststörungen und
> Depressionen haben?

Aha, vermutlich..


>
>
>>und
>>wird genauso angewendet wie die Medikamention mit Psychopharmaka.
>
>

> ... womit du "Medikation mit Psychopharmaka" mal so eben der
> "sedierenden Behandlung" gleichsetzt. Tut mir leid, aber wenn du mit
> solchen Kenntnissen Urteile über psych. Behandlung abgeben willst,
> dann bewegst du dich auf sehr dünnem Eis. Keineswegs alle
> Psychopharmaka sind Sedativa - im Gegenteil, es sind auch etliche
> Mittel dabei, die z.B. bei Antriebsschwäche angewandt werden.
> Abgesehen davon, dürfte das Verhältnis Fixierungen zu Anwendungen von
> Sedativa keineswegs so hoch sein wie du behauptest.

'genauso angewendet' ist nicht gleichbedeutend mit 'genauso _häufig_
angewendet'

Ja, ich habe polemisiert. Das liegt aber auch daran, dass ich Deine
Friede-Freue-Eierkuchen-Ansichten leider nicht teilen kann. Ich kenne
mehrere Personen, die wegen Angstzuständen und Depressionen psychatrisch
behandelt wurden, leider ohne Erfolg. Behandelt wurde mit
Psychopharmaka, ein bißchen basteln und Beaufsichtigung. Ein Freund von
mir hat mittlerweile durch die jahrelange Medikamentengabe fast jeden
freien Willen verloren, er ist nicht mehr wiederzuerkennen. Er bekommt
eindeutig zuviel Psychopharmaka, ist stark abhängig davon.


Erfahrungen der Psychatrie-Betroffenen
http://www.antipsychiatrieverlag.de/artikel/trialog/unaufloesbar.htm

>
> Im übrigen: ganz geschickte Rhetorik. Im ersten Satz ist noch von "mW"
> die Rede, danach folgen nicht weiter begründete Tatsachenbehauptungen.
> Ganz zum Schluß werden dann alle Psychopharmaka unter Sedativa
> subsummiert. Leider kann man Argumente nicht durch geschickte Rhetorik
> und Tatsachenverdrehung ersetzen.
>

Danke für die Blumen ..

> Winfried Büchsenschütz
>

grüsse
k-b

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Otto

unread,
Jun 25, 2007, 5:44:59 AM6/25/07
to
Hallo Torsten,

> Gerade die Naturheilkunde hat sich neben > der Homoeopathie bei vielen etabliert.

Ja das ist richtig. Die L3ute stimmen mit den Fuessen ab. Das betrifft
aber die gegenwaertig etablierte Schulmedizin im allgemeinen. Dieser
Chemo-Wahn im 5-10-Minutentakt geht den Leuten auf den Nerv. Jetzt
streiken die Herrschaften auch noch zu Lasten der Kranken Kranken und
fluechten ins Ausland, wo sie sich ein bequemeres Leben erhoffen.

> Gerade neurologische Probleme kommen
> in der modernen Medizin zu kurz.
> Woran liegt das ? Warum hat die Psychiatrie
> so einen schlechten Ruf ?

Entweder hat die Psychiatrie aufgeholt oder die anderen Fachgebiete
haben nachgelassen. Die graesslichen Nebenwirkungen der Drogen sind
bei allen Chemo-Aerzten vergleichbar. Moeglicherweise erhoffen sich
die Leute vom Psychiater eine besonders verstaendnisvolle und
liebevolle Behandlung. Da werden sie allerdings meistens enttaeuscht.

In den USA soll das mal eine Modeerscheinung gewesen sein, zum
Psychiater zu gehen und damit zu prahlen. Das kann man naus deutscher
Sicht nicht nachempfinden. Wer zum Psychiater geht, gilt bei uns als
verrueckt. Weil Neurologe und Psychiater meistens eine Person sind,
sagt man deshalb besser, man geht zum Neurologen ;-)

Gruss
Otto
--

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Rainer

unread,
Jun 25, 2007, 6:27:36 PM6/25/07
to
Hallo Brigitte, Hallo Reinhard,

"Otto" <OttoHa...@aol.com> schrieb im Newsbeitrag
news:1182764699.0...@n2g2000hse.googlegroups.com...

Weil Neurologe und Psychiater meistens eine Person sind,
> sagt man deshalb besser, man geht zum Neurologen ;-)
>

Das ist faktisch falsch. Der Nervenarzt alter Prägung, der noch beide
Gebiete in sich vereinigte, ist ein Auslaufmodell.

Rainer


Otto

unread,
Jun 25, 2007, 11:33:15 PM6/25/07
to
On 26 Jun., 00:27, "Rainer" <raine...@t-online.de> wrote:
> Hallo Brigitte, Hallo Reinhard,
>
> "Otto" <OttoHauser...@aol.com> schrieb im Newsbeitragnews:1182764699.0...@n2g2000hse.googlegroups.com...

Otto

unread,
Jun 25, 2007, 11:50:16 PM6/25/07
to
On 26 Jun., 00:27, "Rainer" <raine...@t-online.de> wrote:

> > sagt man deshalb besser, man geht zum Neurologen ;-)
>

> Das ist faktisch falsch. Der Nervenarzt alter Praegung, der noch beide


> Gebiete in sich vereinigte, ist ein Auslaufmodell.
>
> Rainer

Wie willst du denn die alten "auslaufen" lassen? Machst du dazu einen
grossen Aderlass? Ich stelle mir dabei ein Schwein vor, dass im
Schlachthof am Haken haengt und auslaeuft. Bisher sind das jedenfalls
Fachaerzte fuer Neurologie und Psychiatrie. Davon kann man sich mit
einem Blick ins Branchen-Telefonbuch ?berzeugen. Erstaunlich, dass du
das nicht weisst. Kann sein, dass man keine neuen mehr ernennt. Die
Hautaerzte will man ja auch "auslaufen" lassen. Deshalb gibt es aber
das Fachgebiet weiterhin. Das hast du sicher falsch verstanden.
--
Der edle Mensch hat die Tugend im Sinn, der niedrig Gesinnte Besitz,
der edle Mensch hat die Satzungen im Sinn, der niedrig Gesinnte
Verguenstigungen. Konfuzius

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wegzeiger

unread,
Jun 26, 2007, 3:56:26 AM6/26/07
to
Winfried wrote:
> X-No-archive: Yes

>
>
> On 26 Jun., 05:50, Otto <OttoHauser...@aol.com> wrote:
>
>> Bisher sind das jedenfalls
>> Fachaerzte fuer Neurologie und Psychiatrie. Davon kann man sich mit
>> einem Blick ins Branchen-Telefonbuch ?berzeugen. Erstaunlich, dass du
>> das nicht weisst. Kann sein, dass man keine neuen mehr ernennt.
>
> Der übliche Otto-Schwachsinn. Erstens wird man nicht zum Facharzt
> "ernannt", sondern erwirbt sich die entsprechende Qualifikation durch
> eine entsprechende fachärztliche Ausbildung, i.d.R. als Assistenzarzt
> an einer Uniklinik oder einem akademischen Lehrkrankenhaus. Es gibt
> Ärzte, die beide Facharztausbildungen absolvieren, es gibt welche, die
> nur eine absolvieren. Bei Neurologie und Psychatrie halte ich es für
> denkbar, daß Teile der einen Ausbildung auf die andere angerechnet
> werden
>
> (geht z.B. aus einem Forumsbeitrag hervor: "Ich möchte Facharzt
> Neurologie machen, bin momentan in der Psychiatrie tätig und brauche
> noch ein Jahr Neurologie (muß nicht volle Weiterbildung sein)",
> http://www.aerzteblatt.de/v4/foren/beitrag.asp?id=59690)
>
> und es daher naheliegt, beide Qualifikationen zu erwerben. Zwingend
> ist das aber nicht. Daß es (möglicherweise) mittlerweile nicht mehr
> soviele Ärzte gibt, die beide Qualifikationen erwerben, liegt mit
> Sicherheit nicht daran, daß man "keine neuen mehr ernennt", sondern
> eher daran, daß vielen Ärzten eine Facharztausbildung reicht.
> Schließlich ist eine solche nicht gerade hervorragend besoldet und
> dauert einige Jahre.
>
> Winfried Büchsenschütz


Leve lüttje Büxenschieter,

zunächst einmal frage ich mich, weshalb du das hier oben geschrieben hast -
nebst deinen sonstigen Verlautbarungen hier. Denn erstens schreibst du in
der Regel nur das, was die meisten hier ohnehin schon wissen; zweitens ist
dein albernes Herumsgesabbere mit "Otto" nun wahrlich kein Zeichen
überlegener Intelligenz.

Zudem scheint dein Gedächtnis immer schlechter zu werden: Mehrfach habe ich
nachgefragt, wann die von dir androhte Klage gegen mich denn nun endlich
hier eintrudelt - bisher ergab das noch keine Reaktion! Du hast dich doch
nicht etwa zu sehr aufgeplustert?

Je länger ich hier mitlese, um so mehr erkenne ich jene, die wohl nur wegen
gewisser innerer Abweichungen es für nötig ansehen, sich hier zu
artikulieren, um sich so (scheinbar) Gehör zu verschaffen. Wer jedoch
innerlich ausgefüllt ist, denkt daran überhaupt nicht - und beschränkt sich
nur auf wirklich hilfreiche Antworten, die so verfasst sind, dass sie andere
nicht verletzen.

Beste Grüße aus Ostfriesland - und lache doch mal wieder, nimm dich nicht so
wichtig!

Hermann
-wegzeiger-

--
"wegzeiger" ist nicht nur ein nick - siehe www.die-wegbeschreibung.de


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wegzeiger

unread,
Jun 26, 2007, 9:56:30 AM6/26/07
to
Winfried wrote:
> X-No-archive: Yes

>
>
> On 26 Jun., 09:56, "wegzeiger" <wegzei...@onlinehome.de> wrote:
>
>> Je länger ich hier mitlese, um so mehr erkenne ich
>
> d.h., ich, Wegzeiger, Guru usw.

>
>> jene, die wohl nur wegen
>> gewisser innerer Abweichungen es für nötig ansehen, sich hier zu
>> artikulieren, um sich so (scheinbar) Gehör zu verschaffen. Wer jedoch
>> innerlich ausgefüllt ist, denkt daran überhaupt nicht - und
>> beschränkt sich nur auf wirklich hilfreiche Antworten, die so
>> verfasst sind, dass sie andere nicht verletzen.
>
> Dann frage ich mich, warum du hier postet. Hast du schon jemals eine
> "wirklich hilfreiche Antwort" gegeben, hast du niemals jemand anderen
> verletzt?
>
> Übrigens, hast du schon mal darüber nachgedacht, warum dir bei meinem
> (keineswegs sehr seltenen) Nachnamen ausgerechnet Assoziationen
> einfallen, die mit analen Verrichtungen zu tun haben? In gewisser
> Beziehung scheint deine Selbsterkenntnis in einem recht frühen Stadium
> steckengeblieben zu sein.
>
> Vielleicht gehst du aber auch davon aus, daß deine Postings wenigstens
> für dich und deine Portokasse hilfreich sein werden, fehlt doch
> niemals der Verweis auf:
>
>> www.die-wegbeschreibung.net
>
> wo unser Wegzeiger in aller Bescheidenheit darlegt, warum er glaubt,
> die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.
>
> Winfried Büchsenschütz

.....womit du wieder einmal der eigentlichen Frage nach deiner
Glaubwürdigkeit ausgewichen bist. NA TOLL!

Und natürlich war es überhaupt nicht dein Neid, der mit dir durchgegangen
ist? Du kannst dir wirklich nicht einmal einen solchen Hinweis verkneifen -
und erreichst damit mal wieder genau etwas, was diesen Neid nochmals
anstachelt, indem ich gegenposte.

Otto

unread,
Jun 26, 2007, 11:53:44 AM6/26/07
to
On 26 Jun., 07:57, Winfried <w-buechsenschu...@web.de> wrote:
<gaehn>
Du langweilst, Roland. Hast du nichts anderes zu bieten?

Gruss
ins Saarland
Otto

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Thomas Decker

unread,
Jun 28, 2007, 2:04:22 AM6/28/07
to
Elcaro Nosille schrieb:
> Thomas Decker schrieb:
>
>> Psychotherapie: Hypnose, NLP, Verhaltenstherapie ... Einige schwören
>> auch auf Psychopharmaka, aber das sollte man sich schon gut überlegen,
>> da die Gefahr der Abhängigkeit nicht zu verachten ist, auch wenn die
>> Mittel in den letzten zehn Jahren erheblich besser geworden sind.
>
> Äh, außer Benzodiazepinen machen Psychopharmaka nicht abhängig.

Und was ist mit der psychischen Abhängigkeit?

Thomas Decker

unread,
Jun 28, 2007, 2:13:03 AM6/28/07
to
Elcaro Nosille schrieb:
> Winfried schrieb:

>
>>> Die Fixierung ist der mechanische Teil der sedierenden Behandlung
>
>> Wie schon gesagt: "Sedierende Behandlung" wird keineswegs bei allen
>> Patienten angewandt, vermutlich nur bei einem geringen Teil. Welchen
>> Sinn sollte "sedierende Behandlung" z.B. bei Angststörungen und
>> Depressionen haben?
>
> Bei Panikstörung und generalisierter Angststörung macht die Sedierung
> Sinn weil sie angstlösend wirkt, auch wenn es bessere Medis für diese
> Erkrankungen gibt.

Die Angst vor der Angst. Das ist genau das, was die Psychiatrie für mich
so unsympathisch macht. Abweichendes Verhalten und abweichendes Erleben
wird mit Pillen und Spritzen unterdrückt, anstatt die
Entwicklungschancen zu sehen, die durch die Krise möglich werden. Angst-
und Pankistörungen lassen sich auch ganz ohne Medikamente sehr gut und
nachhaltig therapieren. Stattdessen werden die Patienten von den
Medikamenten abhängig gemacht, da das eigentliche Problem durch sie
nicht gelöst, sondern nur unterdrückt wird.

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Thomas Decker

unread,
Jun 28, 2007, 6:31:34 AM6/28/07
to
Winfried schrieb:
> X-No-archive: Yes

>
> On 28 Jun., 08:13, Thomas Decker <wulmz-...@yahoo.de> wrote:
>
>> Angst-
>> und Pankistörungen lassen sich auch ganz ohne Medikamente sehr gut und
>> nachhaltig therapieren. Stattdessen werden die Patienten von den
>> Medikamenten abhängig gemacht, da das eigentliche Problem durch sie
>> nicht gelöst, sondern nur unterdrückt wird.
>
> Das erzähl mal Patienten (ich kenne welche), an denen Psychologen und
> niedergelassene Psychiater jahrelang rumgedoktert haben - mit allen
> möglichen Therapieansätzen, und die mit richtiger Medikation ihre
> Angststörungen weitgehend losgeworden sind.

Natürlich gibt es diese Fälle (auch). Und man wäre ja auch sehr naiv,
wenn man nicht die gesamte Bandbreite seiner medizinischen und
therapeutischen Möglichkeiten nutzen würde. Ich würde es auch tun.
In meine Praxis kommen ja auch Menschen, die jahrelang in
Verhaltenstherapie waren und völlig verzweifelt sind, dass das alles
nichts gebracht hat. Und siehe da, eine andere Methode bringt's dann
doch. Ich bin sogar durchaus der Ansicht, dass eine Psychotherapie
manchmal erst dann begonnen werden kann, wenn der Patient durch
entsprechende Medikamente in der Lage ist, therapiert zu werden. Das
kann - ganz krass - damit anfangen, dass er am Anfang gar nicht erst
sein Haus verlassen kann, um zur Therapie zu kommen o.Ä.

> Sicher ist es so, daß in vielen Fällen irgendwelche Probleme
> angstauslösend sind. Nur möchte ich bezweifeln, daß es den Psychologen
> und Psychotherapeuten in allen Fällen gelingt, diese Probleme zu
> lösen.

Nicht jede Therapieform ist für jeden Fall geeignet. Und dass in manchen
Fällen nur noch der Griff zum Pilldöschen hilft, kann ich mir durchaus
vorstellen.

> Abgesehen davon, daß es etliche Psychologen gibt, die selbst
> einen Berg von Problemen mit sich rumschleppen (auch da kenne ich
> einige), die sie seltsamerweise nicht gelöst bekommen - andererseits
> aber ihren Patienten erzählen, alle Probleme ließen sich
> wegtherapieren.

Nun, DAS kann natürlich auch einfach eine positive Suggestion sein, die
der Therapeut gezielt einsetzt, um den Selbstheilungswillen und die
Motivation des Klienten zu steigern.
Ob der Therapeut seine eigenen Probleme in den Griff bekommt, ist nicht
ausschlaggebend, finde ich, denn auch ein Onkologe kann ja durchaus
Menschen vom Krebs heilen, wenn er selber Krebs hat. "Arzt, heile dich
selbst!" heißt es dann immer, und die Frage nach der Glaubwürdigkeit
seiner Therapie wird gestellt. Das finde ich, geschieht oft zu Unrecht,
denn du weißt ja, dass man die Probleme von anderen viel einfacher
analysieren kann als die eigenen.

Was ich ein bemängele und was meines Erachtens auch zum schlechten Ruf
der Psychiatrie beiträgt (die in ihrem Extrem bestimmt auch nicht immer
gerechtfertigt ist), ist dass in der Medizin der Zustand der Krankheit
nicht toleriert und ausgehalten wird. Man ist zu schnell mit Pille und
dem Messer bei der Hand, anstatt die Krankheit auch hin und wieder als
das zu sehen, was sie oft ist, nämlich eine Chance zur
Weiterentwicklung, als notwendiges Zwischenstadium einer positiven
Transformation. Den Unterschied zwischen tatsächlich somatischer
Krankheit und einer "spirituellen Krise" (wenn man so will) erkennen die
meisten nicht. Und in letzterem Fall bräuchte es tatsächlich nur einer
Anleitung zum Umgang mit der Krise und nicht einer Betäubung der
körperlichen Symptome bzw. eines Eingriffs in den Hirnstoffwechsel.

Gruß,
Thomas

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Thomas Decker

unread,
Jun 28, 2007, 7:10:59 AM6/28/07
to
Winfried schrieb:

>> Nicht jede Therapieform ist für jeden Fall geeignet. Und dass in manchen
>> Fällen nur noch der Griff zum Pilldöschen hilft, kann ich mir durchaus
>> vorstellen.
>
> Das hört sich ja schon etwas anderes an als deine frühere Behauptung.

Ja, und das ist auch gut so. :)

>> Nun, DAS kann natürlich auch einfach eine positive Suggestion sein, die
>> der Therapeut gezielt einsetzt, um den Selbstheilungswillen und die
>> Motivation des Klienten zu steigern.
>

> Die Probleme der mir bekannten Ps. hab ich nicht als deren Klient
> kennengelernt, sondern als Bekannter. Wie will eine Psychologin Eltern
> mit Erziehungsproblemen helfen, die ihren eigenen Sohn so erzogen hat,
> daß er im Alter von 18 Jahren noch nicht mal alleine einkaufen gehen
> kann, sondern von Mami begleitet werden muß? Es gibt da noch etliche
> Beispiele mehr.

Solche Fälle gibt es natürlich. Da spielt dann auch noch das Klischee
eine Rolle, dass die Psychologen vor allem deswegen Psychologen sind,
weil sie sich selber (an ihren Klienten) therapieren wollen. All das
gibt es, aber verallgemeinern kann man das wohl nicht. Ich kenne auch
Psychotherapeuten, die nicht nur in ihrem Fach sehr gut und erfolgreich
arbeiten, sondern auch noch reife und heitere Menschen sind, indes wir
ja alle unser Sackerl zu tragen haben. Warum sollte man das
Psychotherapeuten nicht auch zugestehen.

> Da gibt es aber schon noch Unterschiede. Ein Arzt wird schnell
> erkennen, ob er ein organisches Problem lösen kann oder nicht, während
> Psychologen häufig davon ausgehen, daß sie mit ihrer Therapie auf
> jeden Fall helfen können.

Ich kenne das jetzt aber ganz genau umgekehrt. Bzw. ich kenne beide
Richtungen, Ärzte, die ohne Ende an einem Patienten herumdoktern ohne
ihm helfen zu können, anstatt ihn AUCH in die Psychotherapie zu
schicken, wo ihm geholfen werden kann. Und ich kenne Psychotherapeuten,
die Klienten ablehnen und an einen Psychiater oder Neurologen ihres
Vertrauens verweisen, wenn sie sehen, dass da anders nichts zu machen ist.

> Abgesehen davon, ist die Interaktion
> zwischen Arzt für org. Probleme und Patient wohl anders als die
> zwischen Ps. und Patient. Bei letzterer kann ich mir kaum vorstellen,
> daß eigene Probleme da nicht einfließen.

Auch da habe ich mindestens einen Fall aus meiner Praxis, der das genaue
Gegenteil belegt, wo ein Ärztin aufgrund ihrer eigenen Disposition bei
ihrer Patientin (die sich daraufhin u.a. an mich gewandt hat) eine
vollkommen falsche Diagnose gestellt hat. Niemand ist eben unfehlbar.

> Wenn die Therapeuten eine solche geben könnten, wäre es schön.
> Allerdings hab ich es auch schon mal miterlebt, daß eine Bekannte
> längere Zeit "psychosomatisch" behandelt wurde nach dem Motto "mer
> gucket hier net nur uff de Körper, mer gucket auch auf die
> Seel" (diesen Dialektspruch werde ich nie vergessen). Sogar leichte
> Kost (bei unklaren Bauchschmerzen) und Ultraschalluntersuchung (Gerät
> und Spezialist waren im Haus) wurde ihr verweigert, damit sich "die
> Symptome nicht verfestigen". Diagnose in einer Uniklinik lange Zeit
> später war Leberzyste mit Verdacht auf Fuchsbandwurm.

Wie gesagt, dazu gehört schon auch ein bisschen Weisheit, das
unterscheiden zu können. Wer nun weiser ist, kann ich natürlich auch
nicht sagen. ;) Solche Fälle zeigen, dass man's mit der
Psychologisiererei auch schnell mal übertreiben kann. (Hab ich gerade
etwa "man" gesagt? Oh Gott.)

Ich sehe nur, dass momentan in der Medizin eher zuviel auf der
körperlichen Seite gemacht wird und die psychische Komponente zu wenig
Beachtung findet. Beides ist sicher falsch, wie dein Fall mit der
Leberzyste eindringlich zeigt.
Wenn wir aber zurück zur Psychiatrie kommen, zeigt sich, dass besonders
hier eigentlich mehr Wert auf die seelischen Gründe für die Erkrankung
gelegt werden könnte, was - wie das Klischee und mein Vorurteil sagt -
wohl zu wenig getan wird. Und daher, um auf die ursprüngliche Frage des
OPs zurück zu kommen, hat die Psychiatrie auch ihren schlechten Ruf.
Hoffentlich zu Unrecht.

Gruß,
Thomas

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Otto

unread,
Jun 28, 2007, 12:03:03 PM6/28/07
to
On 28 Jun., 00:12, Elcaro Nosille <Elcaro.Nosi...@mailinator.com>
wrote:
> Otto schrieb:
>
Es sind > > vor allem die graesslichen Nebenwirkungen dieser
Arzneistoffe, > > welche die Psychiater so unbeliebt machen.

> AEh, und Du hast den Doc nicht angesprochen, dass er dir was ver-> schreibt was keine derartige Nebenwirkung hat?

Doch, doch. Da hatte ich aber schon dieses Problem.

> > Zum anderen hat die Zahl der psychiatrischen Erkrankungen seit > > Freud drastisch zugenommen.
>
> Ja? Hast Du Belege dafuer?

So dolle interessiert es mich nicht. Ich werde mich mal erkundigen.
Ich denke dabei an Rauschgifte, Alkohol, Bournout, Kriegsfolgen,
Alter, Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen, bzw. ihre
psychosomatischen Ursachen und an das hier:

http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/haut.html
"Hauterkrankungen aus psychosomatischer Sicht kann man in drei Gruppen
unterteilen:

1. Hauterkrankungen, bei denen psychosomatische Aspekte (= seelische
Probleme aeussern sich koerperlich) eine Rolle spielen =
psychosomatische Hauterkrankungen. Beispiele: Atopische Dermatitis
(Neurodermitis), Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte),
Kontaktdermatitis, Akne vulgaris, periorale Dermatitis, Urtikaria,
ferner Lichen ruber, Vitiligo, die Kollagenosen (Sklerodermie, Lupus
erythematodes usw.) und einige Haar-Erkrankungen (siehe das Kapitel
Haar und seelische Stoerung).

2. Hauterkrankungen, die auf ein psychiatrisches Leiden zurueckgehen.
Beispiele: somatoforme Stoerungen (Befindlichkeitsstoerungen,
hypochondrische Aspekte), Pruritus sine materia, dermatologische
Wahnsyndrome (z.B. Dermatozoenwahn - s. dieser) sowie die
vorgetaeuschten Stoerungen (Artefaktkrankheiten der Haut).

3. Hauterkrankungen, die auf keine seelischen oder psychosomatischen
Ursachen zurueckgehen, die aber entsprechende Folgen nach sich ziehen
(somatopsychische Hauterkrankungen, d.h. zuerst das Haut-Leiden und
dann seine seelischen und psychosozialen Konsequenzen)."

"Kein psychiatrischer bzw. psychologischer Fachbegriff hat in den
letzten Jahrzehnten fuer so viel Aufsehen und Diskussionsstoff gesorgt
wie die Neurosen - auch in der Allgemeinheit. Die Literatur, selbst
die populaermedizinische ist unuebersehbar geworden. Kein "Seelenarzt"
oder Psychologe hat einen solchen Bekanntheitsgrad erreicht wie die
Vaeter der Psychoanalyse, allen voran Professor Dr. Sigmund Freud und
seine Schueler, die spaeter eigene Schulen bzw. psychotherapeutische
Konzepte entwickelten und entsprechende Institute gruendeten.

Inzwischen aber gibt es einen Umbruch: Sowohl die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit ihrer Internationalen
Klassifikation psychischer Stoerungen (ICD-10) als auch die
Psychiatrische Amerikanische Vereinigung (APA) mit ihrem
Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Stoerungen (DSM-
IV) ruecken von den ueberkommenen Neurose-Konzepten ab bzw. haben
zumindest den Begriff "Neurose" weitgehend bis voellig aus ihrem
Lehrstoff gestrichen".
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/neurosen.html

Mit anderen Worten: Sie haben es einfach umdefiniert und haben diese
Sorgen jetzt nicht mehr. Vielleicht laesst sich die Neurose nicht gut
mit Pillen am Fliessband behandeln?

Bei vielen anderen psychiatrischen Erkrankungen wird es wohl auch
Rueckgang geben oder gleich geblieben sein. Gleichmaessig fuer die
gesamte Psychiatrie meinte ich das nicht.

> > Das haengt wohl mit der Industriealisierung (Umwelt, Ernaehrungs-
> > und Lebensweise) zusammen. Man wuerde heute mit Freud's Arbeitsweise allein zeitlich nicht mehr auskommen.

> Mit Freuds Arbeitsweise ist man schon damals nicht weit gekommen.

Ich meinte die Couch und so... So gemuetlich geht es heute nicht mehr
zu. Ungemuetlicher ist es in vielen Bereichen der Medizin geworden.

>Ich habe aktuell eine Affaere mit einer Frau die eine fuer mich nicht
> klar definierbare Stoerung hat, aber ich kann viele Aspekte davon
> erklaeren.

Da waerst du bei Nietzsche auch ganz gut aufgehoben, z.B.:
"Das Glueck des Mannes heisst: Ich will. Das Glueck des Weibes heisst:
Er will."

Heute scheint man vieles mit den Molekuelen erklaeren zu wollen.
Pillen lassen sich am Fliessband leichter verabreichen als Gedanken.
Vielleicht geht das auf Virchows Irrtum mit der Lokalpathologie
zurueck.

Gruss
Otto


Thomas Decker

unread,
Jun 28, 2007, 12:13:11 PM6/28/07
to
Elcaro Nosille schrieb:

> Was ist denn nach deiner Ansicht z.B. das eigentliche Problem einer
> generalisierten Angststörung?

Wie ich schon in einem anderen Posting hier schrieb, halte ich es für
naiv _nur_ auf eine Therapie zu setzen, wenn man das Problem auch von
verschiedenen Seiten aus angehen kann. Dann sollte man das auch genauso
tun, wie du sagst. Ich habe aber an Phobien und periodisch auftretende
(nicht anhaltende) - auch frei flottierende - Angststörungen sowie
Pankikattacken gedacht. Damit hatte ich auch ohne jedes Medikament
bereits sehr gute Erfolge. :)

Gruß,
Thomas

Thomas Decker

unread,
Jun 28, 2007, 12:20:23 PM6/28/07
to
Elcaro Nosille schrieb:
> Thomas Decker schrieb:
>
>>> Äh, außer Benzodiazepinen machen Psychopharmaka nicht abhängig.
>
>> Und was ist mit der psychischen Abhängigkeit?
>
> Die gibt es so nicht wie immer behauptet, also nicht wie bei Stof-
> fen wie Kokanin z.B.. D.h. die Leute leiden mit dem Zeug halt u.U.
> an Nebenwirkungen (ist aber bei einigen Wirkstoffgruppen nur gering
> ausgeprägt) und ohne halt an der Krankheit. Das Problem ist also die
> Krankheit und nicht das Medikament, d.h. die Leute nehmen es hin mit
> Nebenwirkungen zu leben statt mit der Krankheit weil diese geringer
> ausgeprägt sind. Die Leute kehren also u.U. zum Medikament zurück
> nicht weil das Mekament so toll, sondern die Krankheit so beschis-
> sen ist.

Stattdessen sollten sie lieber auch mal ne gute Therapie versuchen.
Schon möglich, das nicht der erstbeste Therapeut auch gleich die
passende Methode an der Hand hat, aber es ist IMHO besser, seine
Krankheit irgendwann in Gesundheit zu transformieren, anstatt einen
lebenslangen Stellungskrieg mit Psychopharmaka auf sich zu nehmen.
OK, das ist nur meine Meinung. Wer es einfach und schnell haben möchte,
dem ist eventuell auch mit Pillen geholfen. Meiner Erfahrung nach sind
die Klienten, die mich zu Rate ziehen, aber _ALLE_ sehr unzufrieden mit
den ganzen Nebenwirkungen.
Aber nochmal: Es ist natürlich ein Segen, dass es diese Medikamente
gibt, wenn man von einer Krankheit heimgesucht wird, die ganz klar
organischen Ursprungs ist oder die einen für weitere Therapieansätze
untauglich macht.

Gruß,
Thomas

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wegzeiger

unread,
Jun 28, 2007, 1:57:46 PM6/28/07
to
Winfried wrote:
> X-No-archive: Yes
>
> On 28 Jun., 08:13, Thomas Decker <wulmz-...@yahoo.de> wrote:
>
>> Angst-
>> und Pankistörungen lassen sich auch ganz ohne Medikamente sehr gut
>> und nachhaltig therapieren. Stattdessen werden die Patienten von den
>> Medikamenten abhängig gemacht, da das eigentliche Problem durch sie
>> nicht gelöst, sondern nur unterdrückt wird.
>
> Das erzähl mal Patienten (ich kenne welche), an denen Psychologen und
> niedergelassene Psychiater jahrelang rumgedoktert haben - mit allen
> möglichen Therapieansätzen, und die mit richtiger Medikation ihre
> Angststörungen weitgehend losgeworden sind.
>
> Sicher ist es so, daß in vielen Fällen irgendwelche Probleme
> angstauslösend sind. Nur möchte ich bezweifeln, daß es den Psychologen
> und Psychotherapeuten in allen Fällen gelingt, diese Probleme zu
> lösen. Abgesehen davon, daß es etliche Psychologen gibt, die selbst

> einen Berg von Problemen mit sich rumschleppen (auch da kenne ich
> einige), die sie seltsamerweise nicht gelöst bekommen - andererseits
> aber ihren Patienten erzählen, alle Probleme ließen sich
> wegtherapieren.
>
> Winfried Büchsenschütz


Moin, lüttje Büxenschieter,

es ist altbekannt, dass insbesondere Menschen mit psychischen Problemen
entsprechende Berufe ergreifen, weil sie glauben, sich selbst zu therapieren
erlenen. Von nichts kommt nichts - eine starke Motivation bringt solches
hervor. Das habe ich bei mir gesehen mit der Erstellung meiner Schrift -
auch sie kam aus einer ähnlichen starken Motivation hervor, wennngleich mit
andeen Vorzeichen. Denn ich gebe meine eigenen Erfahrungen wieder, wie auch
solche von Anwendern / -innen aus der Anfangszeit. Die Schrift ist also sehr
wirklichkeitsbezogen. Im Gegensatz zu vielen Therapeuten, die du erwähnst,
habe ich meine Kalamitäten gesundheitlicher Art überwunden, weswegen meine
Hinweise ja auch so gut nachvollziehbar sind.

Da nur ein erlebter Fall nicht repräsentativ ist, kann ich zu deinen obigen
Angaben wenig sagen. Fakt ist indes, dass es dem Berühren eines
Ameisenhaufens gleichkommt, wenn man diese Dinge erwähnt - so viele
Reaktionen kommen dann. Und das sind auffallend mehr, als zu anderen Themen.

Thomas Decker

unread,
Jun 29, 2007, 4:14:46 AM6/29/07
to
Elcaro Nosille schrieb:
> Thomas Decker schrieb:
>
>> Stattdessen sollten sie lieber auch mal ne gute Therapie versuchen.
>
> Die Therapie kann Medikamente nicht ersetzen und bei Psychosen spielt
> die nur eine begleitende Rolle und heilt so gut wie garnicht, d.h. sie
> lindert nur. Bei Persönlichkeitsstörungen (das sind i.d.R. Entwicklungs
> -basierte Beziehungs-Störungen) spielt hingegen die Psychotherapie die
> erste Geige.

Nun, jetzt sind wir schon bei den Psychosen ... So weit wollte ich nicht
gehen, und da stimme ich dir größtenteils zu. Aber auch hier gibt es
Beispiele, dass Erkrankungen, die als Psychose eingestuft werden müssen,
anders als mit Psychopharmka behandelt werden konnten. Ich erinnere an
John Weir Perry, der in der von ihm gegründeten Einrichtung Diabasis
Patienten mit ersten psychotischen Schüben ermuntert hat, ihre
Erfahrungen ohne dämpfende Medikamente durchzuarbeiten.

Gruß,
Thomas

Thomas Decker

unread,
Jun 29, 2007, 4:17:07 AM6/29/07
to
wegzeiger schrieb:

> es ist altbekannt, dass insbesondere Menschen mit psychischen Problemen
> entsprechende Berufe ergreifen, weil sie glauben, sich selbst zu therapieren
> erlenen.

Das ist nicht altbekannt, das ist ein dümmliches Klischee. Genauso, dass
Feuerwehrmänner kleine Pyromanen sind und das Polizisten zu feige sind,
ihre kriminelle Energie auszuleben und Kritiker verhinderte
Schriftsteller seien.

wegzeiger

unread,
Jun 29, 2007, 4:59:52 AM6/29/07
to


Meine Beobachtungen in meinem Umfeld - sowohl im In- wie im Ausland -
widersprechen deiner These. Zudem gab es einige Fachleute, die mir das
bereits vor 25 Jahren, als ich meine Schrift begann, bestätigt und sogar
teilweise belegt haben. Nun magst du argumentieren, dieses Aussage hätte
wenig Wert, weil sie nicht (mehr) zu belegen ist, gleichwohl sind solche
Fakten für mich unumstößlich.

Thomas Decker

unread,
Jun 29, 2007, 5:14:30 AM6/29/07
to
wegzeiger schrieb:

Demnach ist auch unumstößlich, dass du als Wegzeiger am wenigsten weißt,
wo es lang geht ... was du im Übrigen immer wieder nachdrücklich unter
Beweis stellst. Oder bist du von dieser Regel ausgenommen? Dein blinder
Fleck ist so groß wie ein Fußballfeld.

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Peter Wittwer

unread,
Jun 29, 2007, 4:26:33 PM6/29/07
to
"Elcaro Nosille" schrieb:

> Das glaub ich dir nicht.

"Wegzeiger" sind Menschen, die nur selbstreferenzierend denken können: Weils
für sie logisch ist, muss die Welt so sein. Ein Zustand, der vor der
Aufklärung als normal galt, und heute immer noch normal ist, weil viele
immer noch so denken. Die übliche kleine Hybris der Gernegroßen.

Immer nur mit hochrotem Kopf heiße Luft produzieren, weil sie mit ihrer
Sterblichkeit nicht klarkommen und sich darum intensiv einreden müssen, sie
hätten was von diesem Leben verstanden. Dabei gäbe es doch tatsächlichg
etwas, wenn auch nicht viel, was wirklich zu verstehen wäre.

"Wegzeiger" kapieren noch nicht einmal, dass das, was sie fordern (z.B.
einen menschlichen Umgang miteinander) im krassen Gegensatz zu dem steht,
wie sie selber handeln (z.B. Poster hier permanent als Hosenscheißer zu
bezeichnen).

Naja, unfreiwillige Clowns halt, die uns die Beschränkung des Denkens
vorführen, an dem wir alle leiden, aber zu ihnen im Gegensatz nicht stolz
darauf sind, und vor allem bewusst.

Gruß,
Peter


die fchen

unread,
Jun 30, 2007, 5:20:19 AM6/30/07
to
In article <f63ptp$n2c$03$1...@news.t-online.com>,
"Peter Wittwer" <peter....@t-online.de> wrote:

Wieso hacken hier eigentlich alle immer auf dem Wegzeiger herum ?

Der Mann ist talentiert.
Er hat Karisma, tolle Ausstrahlung, und die notwendige Verbissenheit, 25
Jahre an einem vollkommen sinn und wertfreien Machwerk zu arbeiten.

Er hat ausserdem alles was ein guter Kult-Starter benoetigt :
die notwendige Egoman-Ausstattung, eine gehoerige Portion wichtiger
Paranoia, und besitzt die Faehigkeit x-beliebigen Worten und Begriffen
einen einen tieferen, neuen und eigenen, Sinn zu verleihen.

Wenn wir alle ihn unterstuetzen, wird sich schon bald die Spreu vom
Weizen trennen, und wir koennen erfahren und erleben wer sich auf
Wegzeigers Lebensweg-Konstruktion einlaesst, und warum.

Sowas ist nicht nur wichtig, sondern auch sehr interessant.

Alle grossen Profeten haben einmal klein angefangen.

mfG

f

--
it's just about music :
neues Download und so...
http://www.freimanns-music.biz/

die fchen

unread,
Jun 30, 2007, 5:46:14 AM6/30/07
to
In article <f62f1r$shd$1...@svr7.m-online.net>,
Thomas Decker <wulm...@yahoo.de> wrote:

> Elcaro Nosille schrieb:
> > Thomas Decker schrieb:
> >
> >> Stattdessen sollten sie lieber auch mal ne gute Therapie versuchen.
> >
> > Die Therapie kann Medikamente nicht ersetzen und bei Psychosen spielt
> > die nur eine begleitende Rolle und heilt so gut wie garnicht, d.h. sie
> > lindert nur. Bei Persönlichkeitsstörungen (das sind i.d.R. Entwicklungs
> > -basierte Beziehungs-Störungen) spielt hingegen die Psychotherapie die
> > erste Geige.
>
> Nun, jetzt sind wir schon bei den Psychosen ... So weit wollte ich nicht
> gehen, und da stimme ich dir größtenteils zu.

Jaja, Empfindlichkeiten werden wohl auch durch die Entwiklung etabliert
- aber warum entwickeln sich bei manchen Menschen diese Empfindlichkeiten
in Psychosen, also Stoerungen des Hirnstoff-Wechsels... ?

Und woran erkennst du, ob es sich bei deinem Patienten um einen
Psychotiker (oder nicht-psychotiker) handelt ?

> Aber auch hier gibt es
> Beispiele, dass Erkrankungen, die als Psychose eingestuft werden müssen,
> anders als mit Psychopharmka behandelt werden konnten.

Das liegt dann wohl kaum an den Psychopharmaka, sondern einfach an einer
falschen Diagnose. Und jetzt erklaer doch bitte mal, anhand welcher
Kriterien oder Symptome du zwischen einer akuten Verstimmung und einem
psychotischen, depressiven oder manischen Schub unterscheidest.

Das ist naemlich insoweit wichtig, als dass dir Dein Proband locker mal
abhandenkommen kann, wenn du den Zustand falsch einschaetzt. Z.B. durch
Wilkinson oder Ibu, oder durch ein entsprechend hohes Gebaeude.

Darueber hinaus , waere ja ein Patient hinsichtlich "psychologischer"
Therapie nicht eingeschraenkt, wenn er die entsprechenden Medikamente
nimmt. Im nachhinein zu behaupten, diese waere nicht noetig gewesen,
weil deine Therapie bei deinem Probanden angeschlagen hat, ist Unsinn.

Und so sehe ich das, dass man sich von einem Facharzt gut und gerne an
einen Psychotherapeuten verweisen lassen kann, um die Krankheit zu
bekaempfen.

Man sollte jedoch nicht zu einem Psychotherapeuten, oder gar einem
Naturheils-Psychologen oder Astropsychologischem Berater gehen, wenn man
merkt, dass etwas mit dem eigenen Denken und Empfinden nicht stimmt.
Denn diese Leute besitzen einfach keine Kompetenz, die Notwendigkeit
oder Nicht-Notwendigkeit einer Mittel-Therapie korrekt einzuschaetzen.
Darueber hinaus sind sie meistenz furchtbar ueberheblich, und gruenden
ihre Medizin mehrheitlich auf die These des "Mind over Matter", dem
gravierensten Irrtum der Medizingeschichte.

> Ich erinnere an
> John Weir Perry, der in der von ihm gegründeten Einrichtung Diabasis
> Patienten mit ersten psychotischen Schüben ermuntert hat, ihre
> Erfahrungen ohne dämpfende Medikamente durchzuarbeiten.

Da kann man mal sehen, aus was fuer einer Zeit und Umgebung du dir deine
Informationen holst : Daempfen und Ruhigstellen sind laengst keine
vorrangigen Therapien mehr - und haben auch nichts mit moderner
Psychopharmaka zu tun. Allerings gehoert das "Beschwichtigen" und
Manipulieren der Erinnerungen wohl immernoch zu aller esoterischen und
pseudo-wissenschaftlichen Medizin dazu, weil dies allein den "Wirkstoff"
solcher "Medizin" darstellt.

> Gruß,
> Thomas

Peter Wittwer

unread,
Jun 30, 2007, 12:11:38 PM6/30/07
to
He, Freimann,

"die fchen" schrieb

Mach mir die Anneliese nich kaputt.

> Wieso hacken hier eigentlich alle immer auf dem Wegzeiger herum ?

Naja, wie es hier so ausschaut ist er einer, der furchtbar erregt wird, wenn
ein Anderer das tut, was er selber macht. Er beisst sich quasi dauernd
wirrtuel selber. Douglas Adams hat diese Situation hübsch geschildert.

> Der Mann ist talentiert.

Zum Selbstbetrug. Nagut. Wer ist das nicht?

> Er hat Karisma, tolle Ausstrahlung, und die notwendige Verbissenheit, 25
> Jahre an einem vollkommen sinn und wertfreien Machwerk zu arbeiten.

Man muss auch Opfer bringen.

> Er hat ausserdem alles was ein guter Kult-Starter benoetigt :
> die notwendige Egoman-Ausstattung, eine gehoerige Portion wichtiger
> Paranoia, und besitzt die Faehigkeit x-beliebigen Worten und Begriffen
> einen einen tieferen, neuen und eigenen, Sinn zu verleihen.

Wegzeiger ist Dieter Bohlen? Daran habe ich noch gar nicht gedacht.

> Wenn wir alle ihn unterstuetzen, wird sich schon bald die Spreu vom
> Weizen trennen, und wir koennen erfahren und erleben wer sich auf
> Wegzeigers Lebensweg-Konstruktion einlaesst, und warum.

Blödheit wird ja auch durch die Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft
getragen.

> Sowas ist nicht nur wichtig, sondern auch sehr interessant.

Jaja! Wegzeiger sind die Leuchttürme der Gesellschaft. Sie stellen sich
immer dorthin, wo sie meinen, gebraucht zuwerden. Wer darauf hin als
Schiffer ein Wrack produziert, muss sich dann zurecht anhören, dass
Leuchttürme am Land stehen, und damit nicht für das Meer verantwortlich sein
können.

> Alle grossen Profeten haben einmal klein angefangen.

Als Angsthasen. Genau.

p

> --
> it's just about music :
> neues Download und so...
> http://www.freimanns-music.biz/

--
"Die Wahrscheinlichkeit, eine 6 zu würfeln ist 1/6.
Bei 6 Versuchen macht das 6x1/6 = 6/6 = 1
Mit 1 bezeichnet man die Wahrscheinlichkeit für ein sicheres Ereignis.
Das musst du aber nicht verstehen, Bub. "Otto"


Otto

unread,
Jun 30, 2007, 2:49:50 PM6/30/07
to
On 29 Jun., 12:23, Winfried <w-buechsenschu...@web.de> wrote:

Und wenn du weiter an ihm
> rummeckerst, wirst du von ihm noch feierlich in meine
> "Adjutanten"schar aufgenommen.
>
> Winfried Buechsenschuetz

Du hast eine nAdjutantensxchar? <grien>
Viele Gruesse
ins Saarland
Otto
--
Der edle Mensch hat die Tugend im Sinn, der niedrig Gesinnte Besitz,
der edle Mensch hat die Satzungen im Sinn, der niedrig Gesinnte
Verguenstigungen. Konfuzius

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die fchen

unread,
Jul 1, 2007, 3:20:24 AM7/1/07
to
In article <f65vbq$hln$01$1...@news.t-online.com>,
"Peter Wittwer" <peter....@t-online.de> wrote:

> He, Freimann,
>
> "die fchen" schrieb
>
> Mach mir die Anneliese nich kaputt.
>
> > Wieso hacken hier eigentlich alle immer auf dem Wegzeiger herum ?
>
> Naja, wie es hier so ausschaut ist er einer, der furchtbar erregt wird, wenn
> ein Anderer das tut, was er selber macht. Er beisst sich quasi dauernd
> wirrtuel selber. Douglas Adams hat diese Situation hübsch geschildert.

Die Forschungen von D.Adams sind unvollstaendig.
Ausserdem kann jeder der will das wirken der Spiritualitaet quasi direkt
beobachten, in der Betrachtung eines Hundes der seinen eigenen Schwanz
jagt.

>
> > Der Mann ist talentiert.
>
> Zum Selbstbetrug. Nagut. Wer ist das nicht?

Ich finde Anneliese denkt da um die Haelfte zu kurz.

> > Er hat Karisma, tolle Ausstrahlung, und die notwendige Verbissenheit, 25
> > Jahre an einem vollkommen sinn und wertfreien Machwerk zu arbeiten.
>
> Man muss auch Opfer bringen.

So ist der Lauf der Welt - darueber sind sich alle einig.
Aber Wem ? Oder Was ?

> > Er hat ausserdem alles was ein guter Kult-Starter benoetigt :
> > die notwendige Egoman-Ausstattung, eine gehoerige Portion wichtiger
> > Paranoia, und besitzt die Faehigkeit x-beliebigen Worten und Begriffen
> > einen einen tieferen, neuen und eigenen, Sinn zu verleihen.
>
> Wegzeiger ist Dieter Bohlen? Daran habe ich noch gar nicht gedacht.

Wegzeiger ist Alleht, Alleht is Ahinz.
Dieter Bohlen ist nur Dieter Bohlen, so dumm ist er nicht!

> > Wenn wir alle ihn unterstuetzen, wird sich schon bald die Spreu vom
> > Weizen trennen, und wir koennen erfahren und erleben wer sich auf
> > Wegzeigers Lebensweg-Konstruktion einlaesst, und warum.
>
> Blödheit wird ja auch durch die Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft
> getragen.

Man koennte allerdings auch sagen, dass die leistungsfaehigkeit einer
merkantilen Gesellschaft in direktem Zusammenhang zur Bloedheit der
Gesellschafter steht.

> > Sowas ist nicht nur wichtig, sondern auch sehr interessant.
>
> Jaja! Wegzeiger sind die Leuchttürme der Gesellschaft. Sie stellen sich
> immer dorthin, wo sie meinen, gebraucht zuwerden. Wer darauf hin als
> Schiffer ein Wrack produziert, muss sich dann zurecht anhören, dass
> Leuchttürme am Land stehen, und damit nicht für das Meer verantwortlich sein
> können.

Da agt schon die Bibbel etwas anderes : Am Anfang war Gerede, und das
Gerede schwebte ueber den Wassern.

> > Alle grossen Profeten haben einmal klein angefangen.
>
> Als Angsthasen. Genau.

Das ist oft nur List, genau so wie die Selbstdarstellung als verfolgte
Minderheit.

tschaui

f

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