http://www.pr-inside.com/de/heilpraktiker-erfindet-arzneien-und-r108906.htm
[*QUOTE*]
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51-jähriger Heilpraktiker muss für dreieinhalb Jahre hinter
Gitter Heilpraktiker erfindet Arzneien und hinterzieht
Steuern
Heilpraktiker erfindet Arzneien und hinterzieht Steuern Šddp
(PR-inside.com 30.04.2007 16:48:22) - Weil er durch den
Verkauf von selbst erfundenen Medikamente zwischen 1998
und 2003 rund eine Million Euro Steuern hinterzogen hat,
muss ein 51-jähriger Heilpraktiker für dreieinhalb Jahre
hinter Gitter. Das Landgericht Münster verurteilte am
Montag den Angeklagten aus Ibbenbüren wegen des Vertriebs
von gefälschten Arzneimitteln und Steuerhinterziehung in
sechs Fällen.
Münster/Ibbenbüren (ddp-nrw). Weil er durch den Verkauf
von selbst erfundenen Medikamente zwischen 1998 und 2003
rund eine Million Euro Steuern hinterzogen hat, muss ein
51-jähriger Heilpraktiker für dreieinhalb Jahre hinter
Gitter. Das Landgericht Münster verurteilte am Montag den
Angeklagten aus Ibbenbüren wegen des Vertriebs von
gefälschten Arzneimitteln und Steuerhinterziehung in sechs
Fällen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine vierjährige
Haftstrafe gefordert. Der Mann hatte im Rahmen einer von
ihm selbst erarbeiteten Krebstherapie Schmerzmittel
zubereitet, bei denen es sich um eine Mischung
verschiedener apothekenpflichtiger Tabletten handelte.
Diese hergestellten Substanzen bezeichnete der Beschuldigte
wider besseres Wissen als "Nahrungsergänzungsmittel", um
somit die behördlichen Vorschriften zu umgehen. Das
Geschäft florierte, vor allem Krebskranke machten sich auf
den Weg nach Ibbenbüren. Einen großen Teil der Einnahmen
verschwieg der Angeklagte gegenüber dem Finanzamt. Gegen
die 41 Jahre alte Ehefrau, die die Bücher führte, verhängte
das Gericht wegen Beihilfe eine Freiheitsstrafe von
eineinhalb Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.
(c)(ddp)
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[*/QUOTE*]
Was lernen wir daraus? Antwort: Krebskranke zu bescheissen
ist nicht steuerfrei!
Krebskranke zu bescheissen ist dagegen überhaupt kein
Problem, auch kein juristisches. Und überhaupt, "die
Kranken haben es ja selbst gewollt." So ist es auch kein
Wunder, daß jemand wie Ryke Geerd Hamer und dessen
Mordshelfer mehr als 130 Menschen grausam haben sterben
lassen - und Hamer und seine Helfer noch immer auf freiem
Fuß sind...
Bitte um Entschuldigung, wenn die Sprache hier etwas derber
wird, aber ich muß mich wirklich extrem zusammenreißen,
daß ich aus Rücksicht auf die empfindlichen Festplatten des
Servers nicht die adäquate Sprache benutze...
Zitat aus
http://www.sekteninfo-bayern.de/machenschaften_eines_heilpraktikers.htm
[*QUOTE*]
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Lambert Michels, Vorsitzender Richter der Zwölften Großen
Strafkammer, richtete sich in der Urteilsbegründung auch
an das Gesundheitsamt. Dortige Beschwerden seien der Anfang
gewesen. "Sie wollten ihm ‚das Handwerk legen‘", zitierte
er Zeugen, "haben aber bemerkenswert wenig unternommen."
Auch das Finanzamt fand Erwähnung: Trotz zweier
Betriebsprüfungen habe der Heilpraktiker seine
Steuerhinterziehungen fortsetzen können.
Die Schuld am fast 15-monatigen Verfahren mit 37
Prozesstagen, weswegen die Haftstrafe laut Michels sogar
drei Monate niedriger ausfiel, liege auch beim Angeklagten,
sagte Michels. Zwar habe das Gericht wegen eines weiteren
Verfahrens wenig Zeit gehabt. Aber es liege auch daran,
dass der Angeklagte Unterlagen verschwinden ließ. Das späte
Geständnis wertete das Gericht für die Angeklagten. Auch,
weil die Klärung des Sachverhalts überaus schwierig gewesen
sei.
Diesen Punkt bezog er offensichtlich auf die Zeugen.
Ungewöhnlich viele von diesen seien mit Anwalt erschienen.
"Das ist das personifizierte schlechte Gewissen", sagte
Michels. Darin bezog er ausdrücklich auch zahlreiche
Angestellte des Angeklagten ein, die regelmäßig die
Aussage verweigerten. Deren Geschichten seien abgesprochen
gewesen, allerdings nicht so gut, dass man es nicht merke.
Die Staatsanwaltschaft solle daraus ihre Konsequenzen
ziehen. Michels: "Die haben uns auf gut Deutsch belogen."
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[*/QUOTE*]
Ein weiteres Zitat, aus dem "Spiegel":
http://www.sekteninfo-bayern.de/machenschaften_eines_heilpraktikers.htm
[*QUOTE*]
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Deutschland
d e r S p i e g e l - Ausgabe 09 / 2 0 0 6 - Seite 54
Rosenkranz und Eichenrinde
Krebskranken galt er als letzte Hoffnung:
Nun steht ein fundamentalistisch-katholischer Wunderheiler
vor Gericht – auch wegen Verstoßes gegen das
Arzneimittelgesetz.
Dank einer Behandlung, die „dem göttlichen Willen
entspricht“, versprach der Ibbenbürener Heilpraktiker
Jürgen Richter wahre Wunder:
Sogar Tumoren würden verkleinert, ja Krebs geheilt.
Schließlich entfalte nur das Beste aus Himmel und Erde in
den von ihm entwickelten Mitteln seine heilende Wirkung.
Bei einer Hausdurchsuchung wollen die Ermittler auf die
geheime Rezeptur gestoßen sein: unter anderem eine Hand
voll Eichenrinde und -blätter, 100 Gramm Kochsalz, *ein
Klumpen Hunde- oder Hühnerkot*, alles angerührt mit einem
Liter Wasser und zwei Litern Alkohol. Ebenso wichtig war,
bei der Einnahme „zu Ehren der Jungfrau“ den Rosenkranz zu
beten.
Inzwischen saß der strenggläubige Katholik mit „enger
Anbindung an die Sakramente der Kirche“ (Eigenwerbung) in
Untersuchungshaft. Denn mit dem Hokuspokus verdiente
Richter offenbar so viel Geld, dass die Finanzbehörden
aufmerksam wurden – weil er es mit keiner irdischen Instanz
teilen wollte. Sie gehen von mindestens 2,6 Millionen Euro
Steuerschuld aus. Und so setzte die Staatsanwaltschaft
Münster mit der Inhaftierung dem Treiben des Wunderheilers
vorerst ein Ende.
[...]
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[*/QUOTE*]
"Hunde- oder Hühnerkot"... Das Wort bescheissen darf man
wörtlich nehmen.
Und nun sind die Kranken auch noch von der Justiz
beschissen worden...
On 2 Mai, 12:06, Winfried <w-buechsenschu...@web.de> wrote:
> X-No-archive: Yes
>
> > Sogar Tumoren würden verkleinert, ja Krebs geheilt.
>snip>
Homoeopathisch behandelt man keine Krankheiten, sondern immer kranken
Menschen. Hast du denn das immer noch nicht kapiert in deiner
hinterbayrischen Einoede? Hundekot ist kein Krebsheilmittel und gilt
auch in der Homoeopathie nicht als solches.
--
Wer den ganzen Tag mit anderen zusammen in Gruppen verbringt, in
seinen Reden keine vernuenftigen Themen beruehrt und es liebt, seinen
Geisteswitz auf Kleinigkeiten zu verschwenden, der wird schwerlich
Grosses leisten. Konfuzius
Er langweilt sich in seiner hinterbayrischen Kate, der Hausbub.
--
Wer den ganzen Tag mit anderen zusammen in Gruppen verbringt, in
seinen Reden keine vernuenftigen Themen ber?hrt und es liebt, seinen
Genau! und deswegen versucht er auch hier wieder seine tausendfach
aufgstellten Thesen wieder einmal loszuwerden. So bekommt man jeden Thread
kaputt - und das genau ist der Zweck der Übung.
Hermann
-wegzeiger-
--
"wegzeiger" ist nicht nur ein nick - siehe www.die-wegbeschreibung.de
Aehmm - warum sollte Winfried den Thread des OP "kaputt machen" wollen?
Denkst zu "Zeiger" <grien(c)otto> eigentlich bevor Du "zeigst" (wohin
auch immer) über die Semantik Deiner Postings mal ne' Sekunde nach?
Hat das "Otto" <grien(c)otto> eigentlich inzwischen (s)eine neue
mathematische Theorie vorgestellt, um seine revolutionäre "Neue
germanische Stochastik" Hieb- und Stichfest zu präsentieren?
Nein? Dachte ich mir.
Karl
Das ist Bloedsinn. Diese Gruppe ist von interessierten Kreisen in
jahrelanger Kleinarbeit so demoliert worden, dass hier nicht mehr
ueber Naturheilkunde diskutiert wird. Es gibt also auch nichts zum
Zustimmen.
> Dass du dich immer vehement wehrst, wenn mal was gegen die Hom. gesagt > wird, wundert mich auch weiter nicht, sind doch deine weisen Sprueche > auch auf Werbeseiten von hom. arbeitenden Heilpraktikern zu finden - > und empfehlen rein zufaellig den Gang zu einem Heilpraktiker oder > Homoeopathen.
Das ist wiederum Bloedsinn. Jede Art von Werbung verfehlt hier ihr
Ziel, da diese Gruppe aus den oben genannten Gruenden kaum gelesen
wird. Statt dessen werden die Interessenten in moderierte Foren des
Internet gelotst. Dort findet allerdings neben der erwuenschten
Information mehr oder weniger aufdringlich Werbung statt.
> Winfried Buechsenschuetz
---
Wer den ganzen Tag mit anderen zusammen in Gruppen verbringt, in
seinen Reden keine vernuenftigen Themen beruehrt und es liebt, seinen
> ---
> Wer den ganzen Tag mit anderen zusammen in Gruppen verbringt, in
> seinen Reden keine vernuenftigen Themen beruehrt und es liebt, seinen
> Geisteswitz auf Kleinigkeiten zu verschwenden, der wird schwerlich
> Grosses leisten. Konfuzius
Nun mag Konfuzius den Andren gern schelten. Zu "Grösserem" als zum Aufseher
der Kornspeicher hat er es nun auch nicht gebracht und manche kluge Frau hat
ihn in seiner Pingeligkeit mit den Riten gar kräftig gescholten, hat
dereinst Konfuzius doch als oft recht Bürokratisch kleinlich gegolten -
und auch ziemlich dumm mit dem Himmel und dem Kaiser drumherum sich das
alles so im Geiste ausgedacht. Zu Recht hat man ihn verlacht!.
Der kleine Beamtensohn war sicher auch kein Anwärter auf den
geist`gen Thron aber klug schwatzen, das konnt' er schon!
> Und das Beste an Patienten ist immer noch das Geld.
<snip>
Dir muss es ja sehr schlecht gehen in deiner saarlaendischen Lehmkate.
Alles kostet Geld, sogar medizinische Leistungen! <schluchz> Dieses
Gejammer faellt langsam auf.
>Da macht auch unser Wegzeigerchen keine Ausnahme, schlägt er
>doch immer gleich vor, ihm einen Geldschein (d.h. mind. 5EUR) für
>seine enormen Portoauslagen zuzuschicken (könnte man doch aufgrund
>seiner von ihm selbst herausgestellten Bescheidenheit erwarten, sich
>mit Briefmarken zufriedenzugeben), oder ihn wenigstens an dem
>ersparten Kippengeld oder Mehrverdienst teilhaben zu lassen.
Hat ein dummer Mensch ihn erst nach dem "Weg" gefragt, nimmt er die Kohle
ganz unverzagt:
So schreibt das Friesich Füchslein auf seiner Homepage ganz unverdrossen:
>Wer kann und mag, kann sich an meinen Hoffnungen orientieren. Auch diese
>habe ich in die Information hineingeschrieben. Falls Sie es geschafft
>haben, sich das Rauchen abzugewöhnen, wäre das in einer Woche oder zwei
>Wochen gesparte Geld doch ein mögliches Maß?
Nun rechnet manch kluges Weib das Päckle zu 4 Euro gar und die Woch` zu 7
Tagen klar, macht der Kerl sie glatt für 2 Wochen um 56,-- Euro rar.
Da fehlt mir als kluges Weib für den Kerl, der da so dreist nach dem Euro
fragt doch das rechte Wort, so schmeiss ich seine Homepage und seinen "Rat"
in den virtuellen Abort und dies ist sicher der rechte Ort.
> > Dir muss es ja sehr schlecht gehen in deiner saarlaendischen Lehmkate. > > Alles kostet Geld, sogar medizinische Leistungen! <schluchz>
>
<snip>
> Stundenssetze von 80 bis 100EUR, wie > sie bei Heilpraktikern ueblich >sind, allerdings noch harmlos.
Mir sind nur Stundensaetze von 20 bis 50 Euro bei Heilpraktikern
bekannt. Woher beziehst du denn dein kuemmerliches Halbwissen?
>So manch > einer der poehsen, poehsen Schulmediziner haette sicher auch gerne die > Mioeglichkeit, so zulangen zu koennen.
Das kann ich mir vorstellen, dass du gierig danach lechzt. Die poehsen
Schulmediziner, wie du sie nennst, haben andere Methoden: Sie
verkuerzen beispelsweise die Behandlungszeit gewaltsam und verlagern
aerztliche Taetigkeiten auf ihr "Personal". Ausserdem streiken sie zu
Lasten der Kranken und fluechten massenweise ins Ausland oder
wenigstens einige Kilometer weiter oder einige Etagen h?her, wohin
ihre Rollstuhl-fahrenden Kranken nicht folgen koennen
>
> Und dann ist noch die Frage, auf welche Weise den Patienten das Geld
> aus der Tasche gelockt wird.
Die Antwort ist nicht zu uebersehen, Rolandchen. Schau mal in die
Apothekerzeitungen oder ins Aerzte-Bloed.
> Da sind wir ja gluecklich wieder bei der > Marktschreiertradition der mittelalterlichen Quacksalber angelangt.
Das hast du sehr gut erkannt, Rolandchen. Nieder mit den
marktschreierisch-mittelalterlichen Aerzte-Bloed-Quacksalbern!
> Warum ist dies eigentlich fast das einzige, was die heutigen
> Quacksalber von der traditionellen mitteleuropaeischen Medizin
> uebernommen haben?
Das weiss ich leider nicht, Roland. Ich bin nicht in dieser Szene
taetig. Ich dachte, du wuerdest hierzulande die taditionelle
chinesische Huehner- und Kaesef?rbung einfuehren und vertreten
wollen?
>Ist sie doch seit Jahrtausenden bewaehrt und hat > damit der Hom. mindestens um den Faktor 10 Bewaehrungszeit voraus.
>
> Winfried Buechsenschuetz
Wenn du als Experte fuer traditionelle chinesische
Lebensmittelfaerbemethoden das sagst... ? <grien>
Viele liebe Gruesse
nach Hinterbayern
--
Das Gute missfaellt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind. Nietzsche
> > Ausserdem streiken sie zu > > Lasten der Kranken und fluechten massenweise ins Ausland oder > > wenigstens einige Kilometer weiter oder einige Etagen hoeher, wohin > > ihre Rollstuhl-fahrenden Kranken nicht folgen koennen
>
> Dafuer gibts ja sicher massenweise Belege, gell Otto?
Rolandchen, dadurch ist die gegenwaertige Aerzteknappheit entstanden.
Bei dir da hinter Bayern gehen die Uhren wirklich ganz anders <grien>
> Du kannst mir sicher einige Werbeseiten von Schulmedizinern zeigen.
Och, die sind meistens ganz schuechtern. Ich meinte ihre Chemo-
Quacksalb-Firmen, Zeitschriften, B?cher, Kuren usw. Neuerdings geht
immer ein Monitor-f?llendes Fenster auf und behauptet, ich h?tte
zufaellig einen BMW gewonnen. Ich muesste hier schon einen
Riesenfuhrpark haben. . Mit solcher daemlichen Werbung finanzieren
sich die "Hochschulmediziner" anscheinend ihre Homepages.
--
Ach, reines Glueck geniesst doch nie, wer zahlen soll und weiss nicht
wie. Wilhelm Busch
"Cap. 98. Koth.
Der Koth der Weidekuh, frisch aufgelegt, lindert die durch Wunden ent-
standenen Entzuendungen; er wird in Blaetter eingeschlagen, ueber
heisser
Asche erwaermt und so aufgelegt; auch besaenftigt ein solcher Umschlag
die
brennenden Ischiasschmerzen. Mit Essig als Kataplasma oeffnet er Ver-
haertungen, Skropheln und Druesenverhaertungen an den Weichen. Ganz
besonders bringt der Mist des Ochsen, als Raeucherung angewandt, die
vorgefallene Gebaermutter wieder zurueck. Sein Rauch vertreibt auch
die
Muecken. Die Ziegenkuettel, am besten die von Bergziegen, vertreiben,
mit Wein getrunken, die Gelbsucht, mit Gewuerz genommen befoerdern sie
die Menstruation und treiben den Foetus aus; trocken fein zerrieben
und mit
Weihrauch als Zaepfchen eingelegt halten sie den Fluss der Frauen
zurueck,
stellen mit Essig auch die anderen Blutfluesse. Gebrannt und mit Essig
oder
Sauerhonig eingerieben heilen sie die Fuchskrankheit, mit Schmalz
umge-
schlagen helfen sie bei Podagra. Mit Essig oder Wein gekocht werden
sie gegen Schlangenbisse, gegen kriechende Geschwuere, roseartige Ent-
zuendungen und Druesen aufgelegt. Auch bei Ischias werden sie gebrannt
mit Nutzen auf folgende Art angewandt: Auf die Mitte zwischen dem
Daumen und der Vertiefung, welche an die Handwurzel grenzt, lege zu-
naechst in Oel getauchte Wolle, dann einzeln die Kuettel aus dem
Feuer,
bis das Gefuehl durch den Arm zum Hueftgelenk kommt und Linderung
eintritt; dieses nennt man das arabische Brennen. Der Schafmist mit
Essig als Umschlag heilt Epinyktiden, Hautauswuechse, Feigwarzen und
fein gestielte Warzen und, in Rosensalbe aufgenommen, Brandwunden.
Der trockene Mist des Wildschweins, mit Wasser oder Wein getrunken,
hemmt den Blutauswurf und lindert chronisches Seitenstechen, mit Essig
getrunken, Reissen und Kraempfe, in Rosensalbe aufgenommen heilt er
Verrenkungen. Der Mist vom Esel und Pferde, roh wie auch gebrannt
mit Essig gemischt, stellt den Blutsturz; der von grasweidenden
Heerden,
trocken, mit Wein zu Schleim gemacht und getrunken, hilft
ausgezeichnet
gegen Skorpionstiche; der von Tauben wird vortheilhaft mit
ungeroesteten
Gerstenmehl gemischt, weil er mehr waermt und brennt; mit Essig
vortheilt
er die Druesen, mit Honig, Leinsamen und Oel angerieben reisst er die
Kar-
bunkeln auf, heilt auch Feuerbrandwunden. Der Mist der Henne bewirkt
dasselbe, nur schwaecher; specifisch wirksam ist er aber gegen
toedtlichen
Pilze und Kolikschmerzen, wenn er mit Essig oder Wein genommen wird.
Vom Storchduenger glaubt man, dass er, mit Wasser getrunken, den Epi-
leptikern helfe. Der Geiermist soll als Raeucherung den Embryo
toedten.
Der Maeuseduenger heilt, mit Essig eingerieben, die Fuchskrankheit,
mit
Weihrauch und Honigwein treibt er den Stein ans. Der Maeusedreck,
den Kindern als Zaepfchen beigebracht, reizt den Leib zum Abfuehren.
Der Hundedreck, in den Hundstagen getrocknet und mit Wasser oder
Wein genommen, stellt den Bauch. Der frische Menschenkoth als Um-
schlag bewahrt die Wunden vor Entzuendung und verklebt sie zugleich,
trocken aber mit Wein eingestrichen soll er bei
Schlundmuskelentzuendung
helfen. Der Abgang des Landkrokodils dient bei den Frauen dazu, dem
Gesichte schoene Farbe und Glanz zu geben; am besten ist der ganz
weisse
und leicht zerreibliche, der leicht ist wie Staerkemehl schnell im
Wasser
zergeht und saeuerlich und nach Hefe riecht. Sie verfaelschen ihn,
indem
sie Staare mit Reis fuettern und den Abgang, welcher aehnlich
aussieht,
verkaufen. Noch Andere feuchten Amylum oder kimolische Erde an und
faerben es [mit Ochsenzunge], treiben es zu kleinen Straengen durch
ein
enges Sieb, trocknen es und verkaufen es statt jenes als Wuermchen-
waare. [Wir finden unter den geheimen, widerwaertigen Mitteln, dass
der
Koth des Menschen wie auch des Hundes mit Honig gemischt in den
Hals gelegt bei Entzuendung der Schlundmuskeln helfe.]
Cap. 99. Urin.
Der Menschenurin, der eigene getrunken, hilft gegen den Biss der
Viper,
gegen toedtliche Gifte und gegen beginnende Wassersucht, gegen den
Biss
des Meerigels, des Meerskorpions und Meerdrachen, wenn er darauf ge-
gossen wird, der Urin des Hundes gegen den Biss des wuethenden Hundes
als Aufguss; mit Natron ist er ein Schmiermittel bei Aussatz und
Jucken;
der alte entfernt noch besser boesen Grind, Schorf, Kraetze und
naessenden
Ausschlag; fressende Geschwuere, auch an den Schamtheilen haelt er
auf.
Als Injection macht er bei eiterfluessigen Ohren trocken, wenn er in
der
Schale des Granatapfels gekocht wird, wirft auch die in den Ohren be-
findlichen Wuermer heraus. Der Urin eines unschuldigen Knaben
geschluerft
hilft gegen Orthopnoee; mit Honig in einem Kupfergefaesse gekocht
bringt
er Narben, Leukome und Verdunkelungen (der Augen) weg. Es wird auch
aus ihm und Kupfererz eine fuer Gold geeignete Loethsubstanz bereitet.
Der
Absatz des Harns beseitigt, eingerieben, roseartige Entzuendungen.
Mit
(Lawsonien-) Kyprossalbe erhitzt und als Zaepfchen eingelegt
besaenftigt
er Schmerzen der Gebaermutter, lindert Gebaermutterkraempfe, glaettet
die
Augenlider und reinigt die Wunden im Auge. Der Stierharn, mit Myrrhe
verrieben und eingetroepfelt, lindert Ohrenschmerzen. Der Schweineurin
hat dieselbe Kraft; specifisch ist ihm aber eigen, Blasensteine zu
zerstoeren
und auszuscheiden. Der Ziegenharn, mit Spikenard taeglich in der
Menge
von 2 Bechern mit Wasser getrunken, soll das unter dem Fleische
gebildete
Wasser abfuehren und den Bauch loesen, eingetroepfelt auch Ohrenleiden
hei-
len, der vom Esel aber Nierenleidende gesund machen". (Dioskurides)
Otto