Das PARALEXX Archive

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Das PARALEXX Archive


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Das PARALEXX Archive


Das PARALEXX Archive
« on: April 16, 2017, 03:03:37 PM »
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« Last Edit: April 16, 2017, 03:13:35 PM by Thymian »

Voll der Genuß!

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Re: Das PARALEXX Archive
« Reply #1 on: April 16, 2017, 03:16:10 PM »


umfassende Hintergrundinformationen aus Alternativ- und Paramedizin
Hauptseite | Unsere Ziele | Kritiker leben gefährlich | Special Editions
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zurück zu nutzlosen, fragwürdigen oder gefährlichen Mittel oder alle
Methoden von A bis Z

Coenzym Q10

Aus den USA kommend und in Kreisen der orthomolekularen Medizin immer
wieder lauthals propagiert, besteht seit einigen Jahren der Trend,
Coenzym Q10 zu sich zu nehmen. Es wird behauptet, ein Mangel an Coenzym
Q10 sei Hauptursache für Arteriosklerose. Besonders betont wird die
angebliche Wichtigkeit einer Q10-Nahrungsergänzung von Anbietern
einschlägiger Q10-Pillen.

In der Tat ist Coenzym Q10 ist ein wichtiges Molekül, das für die
Energieproduktion in den Mitochondrien, den 'Kraftwerken' unserer Zelle,
verantwortlich ist. Wäre aber an den Behauptungen der Vitaminszene etwas
dran, müsste man bei Patienten, deren Herzkranzgefäße Arteriosklerose
aufweisen, erniedrigte Q10-Serumspiegel im Vergleich zu Gefäßgesunden
fin- den.

Van de Vijer et al. (1999) gingen dieser Frage in einem niederländischen
Ernährungsinstitut bei 71 schwer arteriosklerosekranken Männern nach,
deren Q10-Spiegel mit den Werten von 69 gesunden Männern verglichen
wurde. Zwischen den Kranken (0.86 a 0.04 Microgramm/l) und den Gesunden
(0.83 a 0.04 Microgramm/l) gab es keinen signifikanten Unterschied. Die
Autoren folgerten aus ihrem Ergebnis, dass die Q10-Plasmakonzentration
keine Rolle hinsichtlich des koronaren Arterioskleroserisikos spielt.
Man kann sich deshalb das Geld für solche Wundermittel sparen.


van de Vijver LP, Weber C, Kardinaal AF, Grobbee DE, Princen HM, van
Poppel G: Plasma coenzyme Q10 concentrations are not decreased in male
patients with coronary atherosclerosis. Free Radic Res, 30, 165-172,

Voll der Genuß!

Jr. Member

Posts: 156

Re: Das PARALEXX Archive
« Reply #2 on: April 16, 2017, 08:07:58 PM »

umfassende Hintergrundinformationen aus Alternativ- und Paramedizin
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| Bestellung
SPECIAL EDITION: Bioresonanz unter der Lupe

Tipps und Tricks
allgemeine Hintergrundinformation

fragwürdige, unwirksame, gefährliche
Diagnose- und Therapiesysteme

was ist Alternativmedizin?

nutzlose, fragwürdige, gefährliche Mittel

dubiose Mittel gegen Krebs

fragwürdige Diagnose- und Therapiesysteme

therapeutische Denkwelten und -systeme

Geschichte der Alternativmedizin Paramedizin
naturheilkundliche und ganzheitliche
Therapien mit seriösem Hintergrund

was ist Paramedizin?

wie findet man gute Informationen?

welche Mittel sind nutzbringend?

woran erkennt man einen seriösen Therapeuten?

ist natürliche Medizin automatisch harmlos?

wo liegt die Grenze der Selbstbehandlung?

Alle Methoden von A bis Z

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R |
S | T | U | V | W | X | Y | Z


Die Übersicht.

Jr. Member

Posts: 156

Re: Das PARALEXX Archive
« Reply #3 on: April 16, 2017, 08:10:49 PM »


umfassende Hintergrundinformationen aus Alternativ- und Paramedizin
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Fragwürdige Diagnose- und Therapiesysteme

Die folgende Aufstellung diverser Diagnose- und Therapiesysteme ist eine
Auswahl besonders gefährlicher oder nutzloser Verfahren bzw.
Heilslehren. Oftmals spielen Psychosekten oder sektenähnlich operierende
Vereinigungen eine entscheidende Rolle bei der Distribution solcher
Systeme. Wir raten explizit davon ab, sich diesen Verfahren hinzugeben,
denn die ihnen zugrundeliegenden Heilslehren sind häufig
Sektenideologien oder auf Führerkulten aufgebaute Irrlehren.

Es handelt sich im einzelnen um:
Algenprodukte mit Gehalt an Aphanizomenon Flos Aquae-(A.f.a.)-Algen,
Bruno Gröning Heilung,
Colloidales Silber,
Di Bella Multitheapie gegen Krebs,
Familien-Stellen/Clanning nach Hellinger,
Fiat Lux (Uriella),
Fünf Tibeter,
Hulda Clarks Zapper,
Instinktotherapie und Metapsychologie nach Guy-Claude Burger,
Lichtnahrung nach Jasmuheen (Ellen Greves),
Neue Medizin nach Ryke Geerd Hamer,
Sehtraining nach Bates und Gollub/Selby,
Simonton-Training gegen Krebs,
Therapeutic Touch/Touch of Healing,
Ur-Medizin nach Franz Konz und

Jr. Member

Posts: 583

Das PARALEXX Archive: Kritiker leben gefährlich
« Reply #4 on: April 17, 2017, 11:12:21 AM »

umfassende Hintergrundinformationen aus Alternativ- und Paramedizin
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Kritiker leben gefährlich

Wer den mafiös anmutenden Paramedizinbetrieb in Frage stellt, bezahlt
dafür im Einzelfall teuer. Der einschlägige Markt ist milliardenschwer
und heiß umkämpft. Es dominieren große, teilweise international
operierende Netzwerke. Zum Nachteil des Patienten fischen auch etliche
lokal und national strukturierte Organisationen im Trüben. Nicht selten
gibt es unter diesen Gruppen Preis- und Marktabsprachen und häufig
werden Produkte eines Netzwerkes nach erfolgreichem Verkauf an das
nächste Netzwerk zur dortigen Vermarktung weitergereicht.

In der Szene spielen nicht nur Psychosekten (bestimmte
Buddhisten-Szenen, Maharishi-Ayurveda, Mun-Sekte, Harekrishna, Fiat
Lux/Uriella) oder diverse kirchliche Sekten eine Rolle. Sektenähnlich
operierende Netzwerke wie die Anhänger der Neuen Medizin des Ryke Geerd
Hamer, der Ur-Medizin des Franz Konz oder der pädophilen
Instinktotherapieszene um Guy-Claude Burger sind in ganz Europa hoch
aktiv. In Deutschland tot geglaubte US-Psychosekten wie Scientology sind
in den Bereichen HIV-, Impf- oder Ritalin-Kritik unter diversen
Deckmäntelchen (z.B. Reiki, Bioresonanz, Megavitamindosen,
Drogenberatung, Lebensberatung, Esoterik) quicklebendig.

Besonders bedrohlich sind leise operierende Psychogruppen wie die
machtorientierten Anthroposophen in Deutschland, der Schweiz, Österreich
und Frankreich sowie die starke Szene der mittelalterlich ausgerichteten
Homöopathen in Deutschland und Großbritannien. Es gibt zwischen diesen
Szenen viele Schnittstellen zu rechtsnationalen, faschistoid und
menschenverachtend ausgerichteten Gruppierungen, die ihr eigenes
Süppchen in diesem Bereich zu kochen versuchen. Eingerahmt wird die
Szene durch kriminell operierende Firmen und Strukturvertriebe, die
innerhalb und außerhalb der EU bzw. auf dem Weltmarkt auch unter Nutzung
des Internets ständig versuchen, neue Wundermittel zu verkaufen. Häufig
nutzen diese Firmen die Ungereimtheiten des nationalen Lebensmittel- und
Arzneimittelrechts aus. In Europa dominiert derzeit die Tendenz,
fragwürdige Mittel, die in den USA bereits wieder auf dem absteigenden
Ast sind oder von der dortigen Gesundheitsbehörde vom Markt gezogen
wurden, unter neuem Deckmäntelchen in Europa zu plazieren. Dauerte dies
früher viele Jahre, bis ein neuer Trend aus den USA oder Fernost nach
Europa schwappte, sind es u.a. dank des Internets nur noch Monate.

Wer sich im Minenfeld der Arzneimittel und Therapiemethoden aus dem
Bereich der Naturheilkunde, Para- und Alternativmedizin bewegt, handelt
sich schnell Ärger ein. Kritisiert man fragwürdige Wunderheiler oder
Sektenmethoden, wird man von diesen Gruppierungen schnell angegriffen.
Nimmt man sich fragwürdige Arzneimittel zur Brust, wird man von den
entsprechenden Herstellern attackiert. Informiert man über wirksame
Methoden, die eventuell besser und billiger als etablierte Heilmittel in
Europa sind, verdirbt man es sich mit der Pharmabranche, deren fest
gefügtes Machtsystem aus Interessengruppen und Lobbyarbeit gestört
werden kann. Dass sich in der Pharmabranche auch unlautere Firmen
tummeln, die mit sektenähnlichem Marketing arbeiten, verkompliziert die
Lage zusätzlich.

Dem Verbraucher entgeht dieser Tanz hinter den Kulissen häufig, weil
diese Informationen kaum den Weg in die Massenmedien finden. Kritische
TV- oder Boulevardjournalisten halten sich in diesem Spannungsfeld nicht
lange, weil sie gezielt weggemobbt werden und sei es dadurch, dass den
Presseorganen bei kritischer Berichterstattung notwendige Werbeaufträge
entzogen werden. Einflussnahme auf die öffentliche Meinung bzw. deren
Manipulation durch einschlägige Quacksalber- und Firmennetzwerke sowohl
in Deutschland als auch in Europa sind üblich und für den Verbraucher im
Einzelfall kaum erkennbar. Der Moloch ist kaum überblickbar, denn er
besteht aus informellen Netzwerken und Interessengruppen, die
untereinander zusätzlich sich gegenseitig tolerierende Allianzen auf
Zeit eingehen. Dies führt zu einem Gesamtsystem, das am Ende durch
Milliardengewinne in der Lage ist, sowohl die öffentliche Meinung im
eigenen Sinne zu beeinflussen als auch kritische Personen über Jahre
hinweg gezielt zu verleumden oder mit juristischen Tricks mundtot zu
machen. Staatliche Institutionen, vor allem in Deutschland, Österreich
und der Schweiz, stehen diesem Treiben häufig desinteressiert gegenüber.
Eine der Hauptursachen mag der Umstand sein, dass mit Quacksalberei viel
Geld verdient wird und dadurch Steuern kräftig fließen. Wer die Szene
genau im Blick hat, erkennt schnell, dass politische Parteien jeder
Colour tief in das Quacksalbersystem verstrickt sind. Man erkennt dies
an jenen Politikern, die auf einschlägigen Veranstaltung hochrangiger
Quacksalberfirmen hoch dotierte Reden halten oder sich durch gefällige
Geleitworte in einschlägigen Publikationen in den jeweiligen Kreisen
beliebt zu machen versuchen.

Schlampiges Lebensmittel-, Arznei- und Medizinprodukterecht

Wenn in einem als Lebensmittel verkauften Wundermittel in Deutschland
eine giftige Substanz vorhanden ist, für die bisher kein Grenzwert
existiert oder noch keine staatlich anerkannte lebensmittelrechtliche
Laborprüfmethode vorhanden ist, kann der Anpreiser des Mittels kritische
Publikationen niederzuklagen versuchen mit der Begründung, dass
entsprechende offizielle Richtwerte und Prüfmethoden fehlen würden.
Selbst wenn diese Richtwerte vorhanden sind, droht die Gefahr, dass man
nicht einmal auf eine unterschwellige Belastung hinweisen darf. Auch
dann nicht, wenn Indizien oder Fallberichte von Patienten existieren,
die zeigen, dass der angeblich so sichere Grenzwert in Wahrheit viel zu
niedrig angesetzt wurde.

Nach geltendem dt. Arzneimittelrecht ist der Verkauf von homöopathischen
Arzneimitteln ohne Wirksamkeitsnachweis legal. Obwohl im
Heilmittelwerbegesetz die Bewerbung von Aussagen ohne deren
Wirksamkeitsnachweis untersagt ist - und somit die Werbung für
homöopathische Arzneimittel in Laienkreisen (z.B. zum Zwecke der
Gewichtsreduktion) verboten wäre - entschieden dt. Gerichte dahingehend,
dass diese Werbung legal sei. Und zwar gerade deshalb, weil der
Gesetzgeber keinen Wirksamkeitsnachweis für solche Mittel vorgegeben
hat. Hätte es sich um ein normales Arzneimittel gehandelt, wäre das
Produkt vom Markt gezogen worden.

Frischzellen, die in vielen Ländern der Erde wegen ihrer massiven
Nebenwirkungen verboten sind, werden in Deutschland munter verkauft.
Zwar wurde in einer halbherzigen Aktion durch den deutschen
Bundesgesetzgeber die Herstellung durch die Frischzellenverordnung
untersagt, jedoch hob das Bundesverfassungsgericht dieses Verbot im Jahr
2000 wieder auf. Grund war der Umstand, dass der Bundesgesetzgeber nur
den Verkehr (Verkauf, Handel, Wettbewerb) von Fertigarzneimitteln regeln
darf, nicht aber die auf den einzelnen Patienten abgestimmten
Arzneimittel. Hier hätten nur die Bundesländer die Rechtshoheit. Diese
hätten die unnütze Methode untersagen können, haben es aber bis heute
nicht getan. Im Gegenteil, es deutet sich sogar an, dass im
Arzneimittelgesetz im November 2002 ein Sonderpasus eingefügt wird, der
die Herstellung der Frischzellen erlauben könnte. So weit reicht der
Einfluss der einschlägigen Lobbys in Deutschland.

Das aktuell in Deutschland geltende Medizinprodukterecht schützt
ebensowenig vor Quacksalberei. Die Medizingeräteverordnung, welche
Medizinprodukte (z.B. chirurgisches Operationsbesteck, Diagnose- und
Therapiegeräte) in vier Gerätegruppen aufteilte, wurde durch das
Medizinproduktegesetz (MPG) und die Medizinprodukteverordnung (MPV)
ersetzt. Man teile nun die Geräte entsprechend ihres Risikopotentials in
vier Klassen (I, IIA, IIb, III) ein. Die Sache hat nur einen Haken: der
Hersteller selbst nimmt diese Einstufung. Klasse I (z.B. chirurgisches
Operationsbesteck) ist harmlos, aber ab Klasse IIA müssen Betreiber und
Anwender der Produkte mit einem erhöhten Gefährdungspotential rechnen.
Da viele Quacksalbergeräte (z.B. Bioresonanz
) keinerlei Wirkungen haben, aber an eine Stromquelle (Steckdose)
angeschlossen werden, werden sie per Definition zum 'aktiven
Medizinprodukt' und damit zum Klasse IIA-Gerät. Die Anmeldung und
Vermarktungserlaubnis geschieht nach einer EU-Richtlinie (MMD 93/42/EWG
Anhang V), die aber keinen Wirksamkeitsnachweis erfordert. Hier ist
lediglich die Herstellungsqualität und Betriebssicherheit nachzuweisen.
Ist der Betrieb nach DIN ISO 9000 zertifiziert, steht dem Verkauf der
Quacksalberei auf legalem Wege nichts entgegen. Die deutschen
Überwachungsbehörden sind hier geknebelt, denn sie dürfen nur dann ein
Gerät vom Markt ziehen, wenn dieses selbst so gefährlich ist, dass es
Schaden anrichten könnte. Aber auch dann gelten diese Maßnahmen maximal
ein halbes Jahr. Wenn jedoch eine Quacksalberfirma sich brav hat
lizensieren lassen und ein technisch ungefährliches, medizinisch aber
völlig unwirksames Gerät verkauft, kann dies niemand stoppen. Auf diese
Art haben in den letzten Jahren viele europäische, aber vor allem
deutsche Quacksalberfirmen erfolgreich ein pseudoseriöses Tarnmäntelchen
für ihre Wundergeräte mit europäischer und deutscher gesetzgeberischer
Hilfe erhalten, ohne dass darüber die Massenmedien auch nur ansatzweise
berichtet hätten. Dem Arzt und dem Patienten wird gleichermaßen eine
medizinische Wirksamkeit vorgegaukelt, denn beide lassen sich durch den
Umstand, dass sie einem 'Medizinprodukt' gegenübersetzen, leicht von
dessen angeblicher Wirksamkeit überzeugen.

Das Presserecht als Totengräber der Meinungsfreiheit

Das Presserecht verhilft in letzter Konsequenz demjenigen, der ohne
Hinweise auf Quellen lügt und betrügt, zu taktischen Vorteilen gegenüber
jenen, die unter Verwendung nachprüfbarer Quellen Warnungen verbreiten.
Das Presserecht unterteilt nämlich nach 'inneren und äußeren Tatsachen'.
Von der Presse wird verlangt, in höchstmöglichem Maße beide
Tatsachenbereiche kongruent zu behandeln (OLG Köln in AfP 1984, S.56).
Tatsachen sind juristisch definiert als bestehende oder vergangene
Sachverhalte, Begebenheiten, Vorgänge, Verhältnisse oder Zustände (RGSt
56, S.231). Äußere Tatsachen sind dabei sinnlich wahrnehmbar, innere
Tatsachen hingegen sind Motive oder Absichten des Handelns (BGH in MDR
1951, S.404, RGSt 55, S.133). Zwar ist das Recht auf freie
Meinungsäußerung weitgehend im Grundgesetz geschützt, jedoch findet es
seine Grenze in der Verbreitung 'bewusst unrichtiger
Tatsachenbehauptungen' (BVerfGE 12, S.113 und 51, S.8).

Für den juristischen Laien ist das ein logischer Denkansatz, denn auf
diese Weise wird das Verbreiten von Lügen nicht gestattet. In Wahrheit
hat aber jeder das Recht, Unsinn zu verbreiten, so lange dabei
strafrechtliche Bestimmungen (z.B. Volksverhetzung) nicht tangiert
werden. 'Unrichtige Tatsachenbehauptungen' werden erst dann relevant,
wenn die Aussagen mit Quellen belegt werden. Und genau hier liegt das

Während ein Quacksalber in fragwürdigen Studien mit unlauteren Mitteln
scheinbare Wirkungen unglaubhafter Heilweisen belegen darf, können
Kritiker, die auf einzelne Schwachpunkte dieser Ausführungen mit
Quellenangabe konkret hinweisen, alleine schon deshalb juristisch
angegriffen werden, weil sie die Quelle des Quacksalbers nicht
vollumfänglich zitieren. Wer würde aber solche, mit faktischem Unfug
vollgestopften kritischen Publikationen in dieser schnelllebigen Zeit
überhaupt noch lesen?

Wer meint, ein Richter würde sich in einem Prozesse die Mühe machen,
zwischen äußeren und inneren Tatsachen zu differenzieren, irrt gewaltig.
Gerade bei Einstweiligen Verfügungsverfahren urteilen Richter
oberflächlich und gelegentlich sachlich falsch. Hier gewinnt nicht
selten der aggressiv argumentierende Quacksalber die erste juristische
Runde, während der Kritiker zunächst den Kürzeren zieht. Selbst wenn der
Kritiker nach vielen Jahren und zehntausenden Euros Recht bekommen
sollte: der Quacksalber hat bis dahin den Markt in aller Ruhe abgezockt.
Er braucht dafür nur 3-5 Jahre und etwa ebenso lange ziehen sich
einschlägige Gerichtsprozesse hin. Unter diesen Spielregeln ist ein
vorbeugender Verbraucherschutz faktisch unmöglich geworden und diese
Situation wird durch Gerichtsentscheidungen immer schlimmer!

Datenschutz- und Persönlichkeitsrecht schützt Kriminelle

Geistheiler, auf deren kriminelle Vorgeschichte hingewiesen wird, können
erfolgreich eine Publikation dieser Informationen verhindern. Dies
selbst dann, wenn ihre Vorgeschichte in zeitlichem Zusammenhang mit
aktuellen kriminellen Handlungen steht. Ursächlich für dieses Verhalten
ist der Umstand, dass dt. Gerichte oft dazu tendieren, straffälligen
Wunderheilern stets eine Resozialisierungschance zu unterstellen, auch
wenn offensichtlich ist, dass diese nicht genutzt wird.

Vor diesem Hintergrund kann beispielsweise über die kriminelle
Vergangenheit des Erfinders der 'Instinktotherapie' (man solle alles
essen, was einem schmeckt) und der 'Metapsychoanalyse' (man solle Kinder
dadurch geistig befreien, dass man sie sexuell missbrauche) in
Deutschland über längere Zeitspannen hinweg einfach nicht berichtet
werden. Der Herr wurde in der Schweiz mehrfach einschlägig wegen
sexuellen Missbrauchs von Kindern zu insgesamt 4 Jahren Haft verurteilt
und im Jahr 2001 in Paris nochmals einschlägig zu 15 Jahren Haft.
Trotzdem ist nur eine zeitnahe Berichterstattung zulässig und würde man
in Deutschland in 2-3 Jahren auf dessen Verurteilung hinweisen, wäre
allein dies ein mögliches justiziables Delikt. Das
Persönlichkeitsschutzrecht hat hier höheren Stellenwert als der Schutz
der Öffentlichkeit vor solchen Tätern. Justizia ist hier nicht nur
blind, sie erzwingt quasi die Pflicht zum Vergessen. In einer
Gesellschaft, in der Information ein entscheidendes Kriterium zur
Selbstbestimmung des Einzelnen geworden ist, schädigt diese
mittelalterliche Juristerei den Verbraucher und tragen zu seiner
Irreführung durch Unterlassung aktiv bei.

(Gesundheits-)politiker schützten Quacksalber und helfen der Szene

Es gibt viele Beispiele, dass hochrangige deutsche Politiker und
Funktionäre fragwürdige Methoden propagieren oder deren Vertreter
So sitzt die ehemalige niedersächsische Umweltministerin und
Greenpeace-Mitbegründerin Monika Griefahn (SPD) in der Jury des
alternativen Nobelpreiskomittees, das u.a. dem griechischen Homöopathen
George Vithoulkas 1996 den Preis in Anerkennung seiner Leistungen im
Bereich der Homöopathie verlieh. Dass dieser niemals auch nur den Hauch
eines Wirksamkeitsnachweises seiner Quacksalberei lieferte,
interessierte die Jury ebensowenig wie der Umstand, dass der Grieche
seinen Arzttitel in einer dubiosen Homoöpathenschule im Indien der
1960iger Jahre erwarb. Eine seriöse Ausgebildung an einer medizinischen
Universität hat Vithoulkas nie durchlaufen.
Die ehemalige grüne Gesundheitsministerin Andrea Fischer, die vor
einiger Zeit wegen des BSE-Skandals zurück trat, hatte gleich bei ihrem
Amtsantritt nichts besseres zu tun, als sich positiv über die
Homöopathie in einem Buch des Zentralverbandes der Ärzte für
Naturheilkunde zu äußeren. Einer ihrer hochrangigen Mitarbeiter war in
ihrer Amtszeit Hauptlobbyist für die Anthroposophenszene im
Der unter der Kohl-Regierung tätige FDP-Wirtschaftsminister Möllemann
versuchte während seiner Amtszeit, dem mittlerweile in Spanien wirkenden
Geistheiler Drevermann die Erlangung des dt. Heilpraktikerstatus zu
erleichtern, nachdem dieser bei der amtsärztlichen Überprüfung kläglich
gescheitert war. Möllemann brachte sich im Bundeswahlkampf 2002 als
möglichen Gesundheitsminister ins Spiel. Der verstorbene deutsche
Bundespräsident Carl Carstens (CDU) war Ende der 1970iger gemeinsam mit
seiner heute noch aktiven Ehefrau Dr. med. Veronika Carstens durch
persönliche Gespräche mit hochrangigen Mitarbeitern des damaligen
Gesundheitsministeriums daran beteiligt, zu verhindern, dass das
EU-Arzneimittelrecht auf Homöopathika und Mistelprodukte ausgeweitet
Auch nach dem Amtswechsel im Gesundheitsministerium der
SPD-B90/Grünen-Bundesregierung (Ulla Schmidt folgte Andrea Fischer im
Amte) blieb alles wie gehabt. Bereits am 9. Mai 2000 bezog die rechte
Hand Frau Schmidts, die Bundestagsabgeordnete Gudrun Schalch-Walch
(SPD), Gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Partei, eindeutig
Sie gab zu, dass die BRD seit 1965 durch die EU bedrängt wurde, das
Arzneimittelrecht dem EU-Standard endlich anzupassen. Die
Nachzulassungsverfahren von Altarzneimitteln und fragwürdigen Mitteln
hätte bereits 1990 abgeschlossen sein müssen und die politisch gewollte
Hinausschiebung der Restverkaufszeit für fragwürdige Arzneimittel wurde
erst auf Druck der EU vom 31.12.2004 auf den 31.12.1999 zurückgenommen,
was dann wiederum durch eine AMG-Novelle auf das Jahresende 2002
hinausgeschoben wurde. 13 Jahre lang hat die BRD versucht, EU-Recht zu
umgehen und Reformen zu blockieren, bis die EU-Kommission ein
Vertragsverletzungsverfahren iniziierte und mit einem täglichen
Erzwingungsgeld von 0.5 Mio. Euro drohte. Frau Schalch-Walch bot hier
Auswege an. Sie schrieb an die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion:
'Längerfristig können wir den Anhängern der besonderen
Therapierichtungen allerdings die Perspektive vermitteln, dass die
phytopharmazeutischen und anthroposophischen Präparate, die jetzt wegen
des fehlenden Nachweises ihrer therapeutischen Wirksamkeit ihre
Verkehrsfähigkeit verlieren, als 'Gesundheitspflegemittel' wieder zur
Verfügung stehen'. So erhalten des Kaisers neue Kleider neue Namen. Dies
ist in Deutschland politisch gewollt und mit dieser tradierten Haltung
wurde die BRD zur Quacksalbernation Nummer 1 in Europa.

Altmittel, deren Wirkungslosigkeit offensichtlich ist, werden in der BRD
trotzdem nicht vom Markt genommen. Politisch umgeht man das EU-Recht in
Deutschland dadurch, dass man juristische Spiegelfechtereien durchführt.
Festgestellte Mängel im Nachzulassungsverfahren werden nicht durch
Beanstandungen (die den Verkauf vor deren Lösung untersagen würden),
sondern nur durch Auflagen behoben. Auflagen können aber nach der
Inverkehrbringung behoben werden und führen nicht zum Einstellen des
Vertriebs. Man geht also politisch gewollt den Weg, ein fragwürdiges
Produkt beim Endkunden 'reifen' zu lassen.

Homöopathika hat man besonders vor Wettbewerb und Wirksamkeitsnachweisen
politisch geschützt, indem "wir eine Übergangsregelung ins Gesetz
eingebracht haben, die es den Herstellern gestattet, innerhalb von sechs
Monaten den Antrag zu stellen, ihre 'Haustechnik' in das offizielle
Arzneibuch (Homöopathischer Teil) aufzunehmen. Die betreffenden
Präparate können auf Grund unseres Änderungsvorschlages am Markt
bleiben" . Damit meinte MdB Schalch-Walch im Jahre 2002, dass man als
Anbieter homöopathischer Mittel nur die Herstellung des eigenen Mittels
veröffentlichen muss, um es problemlos verkaufen zu dürfen. Ob es wirkt
(oder schadet), muss weder bewiesen noch ausgeschlossen werden.

Es ist erschreckend, festzustellen, dass die Äußerungen der
Bundestagsabgeordneten Schalch-Walch (SPD) auf der Homepage des Zentrums
zur Dokumentation für Naturheilverfahren e.V.
zu finden sind. Es handelt sich dabei um einen Verein, der für diverse
fragwürdige Quacksalbermethoden auf politischer Ebene seit vielen Jahren
in Lobbytätigkeit aktiv ist und von Homöopathen-, Anthroposophen- und
Quacksalberfirmen unterstützt wird. Man findet dort ein Sammelsurium
zwischen vernünftigen Methoden aus der klassischen Naturheilkunde (z.B.
Kneipp) bis hin zu Verfahren, die von Scientologen plaziert wurden (z.B.

Bis heute ist es dem Gesetzgeber gleichgültig, dass Arzneimittel auf
Mistelbasis ohne Rezept und ohne Wirksamkeitsnachweis als Mittel gegen
Krebs verkauft werden, obwohl in der medizinischen Fachliteratur seit
über einem Jahrzehnt bekannt ist, dass diese Produkte viele Krebsarten
sogar fördern können (!) und bisher keine einzige seriöse Studie einen
therapeutischen Nutzen der Produkte nachgewiesen hat.

Besonders widerwärtig an dieser Situation ist, dass es im Ausland eine
ganze Reihe nutzbringender Naturheilmittel gibt, die im Gegensatz zu so
manchem primitiven Heilmittel aus der deutschen 'Naturheilkunde'
wirklich wirksam und gut verträglich ist. Gerade diese Arzneien oder
Lebensmittel werden aber durch die gleichen gesetzlichen Regularien
blockiert, die Quacksalbern Tür und Tor öffnen. Deutschland ist so
strukturiert, dass es Innovationen aus dem Ausland gezielt abbremst,
während es eigene Quacksalbereien schützt, die es nach außen verkaufen
will. Dem deutschen Verbraucher wird ständig das hohe Lied der
Arzneimittel- und Lebensmittelsicherheit vorgesungen und zwar von jenen
politischen Vertretern, die genau das Gegenteil tun: nämlich die
fragwürdigen und unbewiesenen Heilmittel auf dem gesundheitlichen Rücken
des Verbrauchers reifen zu lassen.

Dubiose Firmen klagen Kritiker nieder

Sobald man ein fragwürdiges Produkt oder eine Firma namentlich nennt,
besteht in Deutschland seitens dieses Anbieters Klagefähigkeit gegenüber
dem Kritiker. Es ist so weit gekommen, dass sich Anbieter besonders
fragwürdiger Wundermittel Wortmarken von wissenschaftlichen Abkürzungen
schützen lassen, um bei deren Erwähnung klagen zu können. Der Trick
dabei ist, so zu tun, als sei mit der wissenschaftlichen Abkürzung die
geschützte Wortmarke gemeint. Damit wird der Kritiker vor dem Richter in
die Lage bugsiert, zu beweisen, dass seine Aussage auf das konkrete
Produkt des Anbieters bezogen sei. Dies kann der völlig Überraschte in
der Regel nicht, weil dieses Produkt nicht gemeint war. Es gibt
Gerichte, die Äußerungen über solche Produkte in einstweiligen
Verfügungsverfahren untersagen, so dass mit diesem vorläufigen Urteil
faktisch ein Persilschein für den Produktanbieter ausgestellt wird. Noch
weitaus schlimmer ist, dass in Gesetzeskommentaren seit der Mitte der
1980iger Jahre die Tendenz zu erkennen ist, dass jede
Person/Firma/Institution, die sich von einer Äußerung Dritter betroffen
fühlt, bereits klageberechtigt ist. Man hat also auch in Deutschland
bereits US-amerikanische Verhältnisse mit dem Unterschied, dass die
Schadensersatzsummen in Europa noch geringer sind. Diese Pervertierung
des juristischen Systems trägt dazu bei, dass kritische Stimmen aus der
deutschen Öffentlichkeit nahezu verschwunden sind und die
Quacksalberszene triumphieren kann. Wie man erkennen kann, ist dabei die
politische Szene in Deutschland aktiv oder zumindest durch Unterlassung

Anonymität ist zwingend - hohe Informationsqualität deshalb auch!

Eine kritische Meinung fundiert zu vertreten, ist in der Naturheilkunde,
der Para- und Alternativmedizin sehr gefährlich geworden. Sie sollten
deshalb nicht mit der Nase rümpfen, wenn Sie auf diesem Server kein
Impressum finden und kein Autor konkret benannt wird. Haben Sie bitte
Verständnis dafür, dass man weder in Europa noch in Deutschland über die
Hintergründe fragwürdiger Quacksalbermethoden offen und belegbar
publizieren kann.

Paralex wird Ihnen nach bestem Wissen und Gewissen recherchierte
Informationen bereit stellen, um Sie als Patienten und Verbraucher vor
fragwürdigen Methoden aus dem Bereich der Quacksalberei zu bewahren. Wir
werden die Spreu vom Weizen trennen und Ihnen keines von beidem

Dabei sagt Paralexx noch nicht einmal etwas über die Nazimethoden der
Suchmaschinenbetreiber. 2010 hatten die Suchmaschinen wie Google und die
globalen Terroristen wie Facebook noch nicht die Machtbasis, die sie
heute haben. Aber sie waren schon sehr nahe dran. Es war schon damals
abzusehen, was geschieht und was in der Zukunft kommen würde. Aber die
Bevölkerung schläft den Schlaf des Idioten. Und die Politik bereichert
sich ungeniert.

Ich bin gespannt, ob Erdogan ein Referendum zur Übernahme von Google und
Facebook machen wird...

« Last Edit: April 17, 2017, 11:14:04 AM by Omegafant »
Docking action in progress.
Keiner da / no-one here / zero personne ici!
Automatic freezer control activated.
Docking action in progress.



Homöopathie ist nichts als Hütchenspielerbetrug und organisierte Kriminalität
http://ariplex.com/folia/archives/565.htm http://ariplex.com/folia/archives/570.htm
http://ariplex.com/folia/archives/585.htm http://ariplex.com/folia/archives/643.htm
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