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Rock Hard - Klare Worte von Götz Kühnemund

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Sebastian Hirschmann

unread,
Jul 29, 2001, 7:25:52 AM7/29/01
to
Hallo!

Hat zufällig jemand die neueste Ausgabe vom Rock Hard gelesen?

War schon das Vorwort zur letzten Ausgabe ein echtes Glanzstück in
puncto Stellung beziehen, so ist diese Ausgabe hoffentlich der
Wachrüttler, an alle, die es nicht einsehen wollten.

Mich würde eure Meinung dazu interessieren.

MfG

Seppl

--
Den reißenden Fluß nennt jeder gewalttätig.
Das Flußbett, das ihn einengt, nennt keiner gewalttätig.

Alexander Hempel

unread,
Jul 29, 2001, 8:33:09 AM7/29/01
to
Sebastian Hirschmann wrote:
>
> Hallo!
>
> Hat zufällig jemand die neueste Ausgabe vom Rock Hard gelesen?
>
> War schon das Vorwort zur letzten Ausgabe ein echtes Glanzstück in
> puncto Stellung beziehen, so ist diese Ausgabe hoffentlich der
> Wachrüttler, an alle, die es nicht einsehen wollten.
>
> Mich würde eure Meinung dazu interessieren.

Das RH versteht es schon seit einiger Zeit ziemlich gut, aktuelle Themen
so für sich auszuschlachten, daß sie selbst total toll dastehen, obwohl
sie eigentlich gar nicht wirklich was gemacht haben. Das
Gegen-Rechts-Festival kann man ihnen zwar hoch anrechnen, es kommt aber
leider etwas spät.

Mein Problem ist, daß ich dem Großteil der RH-Redaktion und allen voran
Götz Kühnemund nicht so weit traue, wie ich gegen den Wind spucken kann.
Deswegen sehe ich auch dieses plötzliche Engagement gegen Rechts etwas
kritisch.

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß es nie genug ehrliches
Engagement gegen diese Auswüchse geben kann. Leider ist ein Großteil der
Szeen schon so abgestumpft, daß es sie wenn überhaupt, dann nur am Rande
interessiert, mit welchem Gesocks sie ihre Vorlieben teilen.

Grüsse


--
der alex

'peace means to reload a gun...'
(coroner)

Marc Lanzendorf

unread,
Jul 29, 2001, 10:21:15 AM7/29/01
to

Sebastian Hirschmann <Seb...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9k0rrv$17s$06$2...@news.t-online.com...

> Hallo!
>
> Hat zufällig jemand die neueste Ausgabe vom Rock Hard gelesen?

Nein, leider nicht.

> War schon das Vorwort zur letzten Ausgabe ein echtes Glanzstück in
> puncto Stellung beziehen, so ist diese Ausgabe hoffentlich der
> Wachrüttler, an alle, die es nicht einsehen wollten.

Um was ging´s denn?

Gruss,
Marc


Sebastian Hirschmann

unread,
Jul 29, 2001, 11:50:31 AM7/29/01
to
"Marc Lanzendorf" <Blu...@gmx.de> hatte folgende Mitteilung
<9k164a$1v5d4$1...@ID-49521.news.dfncis.de> zu machen:


>Nein, leider nicht.

Oh. Bedauerlich. Solltest Du nachholen ;-)

>Um was ging´s denn?

Um die Diskussion, die auch wir hier kürzlich hatten. Die zunehmende
Rechtsradikalisierung der Metalszene und das geradezu scheuklappenhafte
Ignorieren, das ein großer Teil der selben betreibt.

Götz hat u.a. ziemlich deutlich darauf hingewiesen, daß es uns alle
angeht, daß nicht Faschos auf unseren Konzerten den Ton angeben dürfen
und daß niemand die Augen verschließen darf.

>Gruss,
> Marc

Sebastian Hirschmann

unread,
Jul 29, 2001, 11:52:52 AM7/29/01
to
Alexander Hempel <ne...@nova-online.de> hatte folgende Mitteilung
<3B640285...@nova-online.de> zu machen:

>Das RH versteht es schon seit einiger Zeit ziemlich gut, aktuelle
>Themen so für sich auszuschlachten, daß sie selbst total toll
>dastehen, obwohl sie eigentlich gar nicht wirklich was gemacht
>haben. Das Gegen-Rechts-Festival kann man ihnen zwar hoch anrechnen,
>es kommt aber leider etwas spät.

Kommt es wirklich zu spät? Kann irgendwas, was gegen diese Pest
arbeitet, zu spät kommen?

>Mein Problem ist, daß ich dem Großteil der RH-Redaktion und allen
>voran Götz Kühnemund nicht so weit traue, wie ich gegen den Wind
>spucken kann. Deswegen sehe ich auch dieses plötzliche Engagement
>gegen Rechts etwas kritisch.

Erklär mir das bitte genauer, da komm ich nicht mit.

>Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß es nie genug ehrliches
>Engagement gegen diese Auswüchse geben kann. Leider ist ein Großteil
>der Szeen schon so abgestumpft, daß es sie wenn überhaupt, dann nur
>am Rande interessiert, mit welchem Gesocks sie ihre Vorlieben
>teilen.

Ja. Das hast Du Recht und genau da liegt auch das Problem. Aber AFAIK
hat das RH mit ihrem Rock&Politikspecial irgendwann aus der Jahresmitte
2000, das immerhin um die 12 Seiten umfasste, eines der deutlichsten
Statements der Musikzeitschriften zu diesem Thema abgegeben.


>Grüsse

John Strieder

unread,
Jul 29, 2001, 4:52:59 PM7/29/01
to
Hallo, Sebastian,

Sebastian Hirschmann schrieb:


>War schon das Vorwort zur letzten Ausgabe ein echtes Glanzstück in
>puncto Stellung beziehen, so ist diese Ausgabe hoffentlich der
>Wachrüttler, an alle, die es nicht einsehen wollten.

Worum geht´s denn? Etwas Positives oder Negatives den RH betreffend?

Fragt sich

John Strieder

--
"Kultur ist für mich ein Mittel zur Weltrettung und wird boomen,
wenn die Spaßgesellschaft ausgehaucht hat - also bald"
(Else Buschheuer)

Sebastian Hirschmann

unread,
Jul 29, 2001, 7:38:30 PM7/29/01
to
John Strieder <jstried...@compuserve.de> hatte folgende Mitteilung
<3B6477AB...@compuserve.de> zu machen:

>Hallo, Sebastian,

Hallo John.

>Worum geht´s denn? Etwas Positives oder Negatives den RH betreffend?

Nein, etwas ernsthaftes.

Die zunehmnde Rechtsradikalisierung in der Metalszene, gerade auch in
der Black Metal Szene und die Tatsache, daß viele Fans, Bands,
Managements etc. nichts dagegen tun, sondern viel eher so tun, als
ginge sie das alles nichts an. Außerdem natürlich die
Scheuklappenmentalität der selben, die zeigt, daß es einigen Leuten
wirklich egal ist, mit was für Suppenhühnern sie ihre Musik teilen.

>Fragt sich

Fragen ist unnötig. Ich bin eigentlich ursprünglich bewußt nicht näher
auf das Vorwort eingegangen, weil ich es nur mit Leuten diskutieren
wollte, die es gelesen haben, um nicht den Sinn der Aussage zu
verändern oder etwas falsch zu interpretieren.

>John Strieder

Bis dann

Martin Boroske

unread,
Jul 31, 2001, 11:26:07 AM7/31/01
to
Alexander Hempel <ne...@nova-online.de> writes:

> > Mich würde eure Meinung dazu interessieren.
>
> Das RH versteht es schon seit einiger Zeit ziemlich gut, aktuelle Themen
> so für sich auszuschlachten, daß sie selbst total toll dastehen, obwohl
> sie eigentlich gar nicht wirklich was gemacht haben.

Da wuerde ich nicht so sehen. Vor 10 Jahren jedenfalls hatte das RH
den gleichen Tenor und auch wenn ich das Mag jahrelang nicht gelesen
habe kann ich mir kaum vorstellen, dass sie zwischenzeitlich Werbung
fuer die NPD gemacht haben

> Mein Problem ist, daß ich dem Großteil der RH-Redaktion und allen voran
> Götz Kühnemund nicht so weit traue, wie ich gegen den Wind spucken kann.
> Deswegen sehe ich auch dieses plötzliche Engagement gegen Rechts etwas
> kritisch.

Kannst Du Dein Misstrauen etwas genauer erlaeutern (ist wahrscheinlich
nicht nur auf deren Politik gemuenzt). Ansonsten ist dieses Engagement
nicht wirklich "ploetzlich" (s.o.).

So long

Mar"Gut dass wir drueber gesprochen haben"tin
--
God is real - unless declared integer.

Martin Boroske Martin....@stud.uni-hannover.de

Kai Degen

unread,
Aug 4, 2001, 12:48:35 PM8/4/01
to

"Sebastian Hirschmann" <Seb...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag news:9k0rrv$17s$06$2...@news.t-online.com...

> Hallo!
>
> Hat zufällig jemand die neueste Ausgabe vom Rock Hard gelesen?
>
> War schon das Vorwort zur letzten Ausgabe ein echtes Glanzstück in
> puncto Stellung beziehen, so ist diese Ausgabe hoffentlich der
> Wachrüttler, an alle, die es nicht einsehen wollten.
>
> Mich würde eure Meinung dazu interessieren.

Hallo zusammen!

Egal für oder gegen wen ein politisches Statement gedacht
ist - Politik hat in Metal nix zu suchen. Metal ist fun und
Metal ist Agressionsventil. Dabei sollte es bleiben.

Grüße, Kai

Erik Hüther

unread,
Aug 4, 2001, 1:39:17 PM8/4/01
to
"Kai Degen" <degen...@t-online.de> schrieb:

>Egal für oder gegen wen ein politisches Statement gedacht
>ist - Politik hat in Metal nix zu suchen. Metal ist fun und
>Metal ist Agressionsventil. Dabei sollte es bleiben.

Ebent. Aber genau deswegen hamm Nazis im Metal nix verloren. Solange
sie die Klappe halten und sich friedlich verhalten, hab ich nix gegen
solche Spacken, aber sobald einer anfängt, doofe Parolen zu grölen oder
schlimmeres, isses vorbei. Und andere verhauen aus niederen
Beweggründen geht schon gar nicht.

Gruß Erik

--
Trink Ur-Pils bei der Senderwahl,
Dann ist Dir der Empfang egal.
http://www.Ostertaler.de
http://www.AntrumNequam.de -- The wörst bänd in the wörld

N3Cro (Matthias Wagner)

unread,
Aug 4, 2001, 2:16:49 PM8/4/01
to
Erik Hüther schrieb:

>Ebent. Aber genau deswegen hamm Nazis im Metal nix verloren. Solange
>sie die Klappe halten und sich friedlich verhalten, hab ich nix gegen
>solche Spacken, aber sobald einer anfängt, doofe Parolen zu grölen oder
>schlimmeres, isses vorbei. Und andere verhauen aus niederen
>Beweggründen geht schon gar nicht.

Selbst andernfalls sprech' _ich_ einem Produkt, das zur Verbreitung
geschaffen wird, jegliche unpolitische Haltung ab.

Nec

Gunnar Schuster

unread,
Aug 4, 2001, 2:52:37 PM8/4/01
to
"Kai Degen" <degen...@t-online.de> schrieb:

> Egal für oder gegen wen ein politisches Statement gedacht
> ist - Politik hat in Metal nix zu suchen. Metal ist fun und
> Metal ist Agressionsventil. Dabei sollte es bleiben.

Schön und gut, aber "fun" ist eben mit diesen rechten Säcken
an Bord nicht mehr möglich, denn dazu gehört "leben und leben
lassen". Ich habe jedenfalls keinen Bock, in Zukunft auf
Konzerten womoglich auf meine "unarische" Frisur angesprochen
zu werden. Und was Aggressionsventil angeht: Die Aggreissionen
wenden sich ja oft genug auch gegen Diskrimnierung, Unter-
drückung und Rassismus (da fällt mir jetzt z.B. Sepultura ein).
Verträgt sich IMHO einfach nicht mit faschistischem Gedanken-
gut. Ein Minimum an Politik muß in einer Gesellschaft einfach
sein, wenn man miteinander auskommen will.

Bye
Gunnar


N3Cro (Matthias Wagner)

unread,
Aug 4, 2001, 3:08:04 PM8/4/01
to
Gunnar Schuster schrieb:
>"Kai Degen" <degen...@t-online.de> schrieb:

Jop, grad' metal ist hochpolitisch, weil den Individualismus
forcierend, weil GEGEN Unterdrueckung gesungen wird, Aggressionen
dagegen aufgebaut wird.
100% Ack

Daniel Weber

unread,
Aug 4, 2001, 6:00:22 PM8/4/01
to
Gunnar Schuster schrieb:

>
> Schön und gut, aber "fun" ist eben mit diesen rechten Säcken
> an Bord nicht mehr möglich, denn dazu gehört "leben und leben
> lassen". Ich habe jedenfalls keinen Bock, in Zukunft auf
> Konzerten womoglich auf meine "unarische" Frisur angesprochen
> zu werden. Und was Aggressionsventil angeht: Die Aggreissionen
> wenden sich ja oft genug auch gegen Diskrimnierung, Unter-
> drückung und Rassismus (da fällt mir jetzt z.B. Sepultura ein).
> Verträgt sich IMHO einfach nicht mit faschistischem Gedanken-
> gut. Ein Minimum an Politik muß in einer Gesellschaft einfach
> sein, wenn man miteinander auskommen will.

ebend, ich finde dass gerade in den Metal sehr viel Politik gehört, wie
Necro schon so schön gesagt hat. Metal fördert den Individualisten, er
fördert das Denken. Wenn ich mir diese ganzen Kiddies anschaue, die sich
um nichts und niemanden kümmern, als darum, woher sie am schnellsten
wieder Dope herkriegen und sich ihren besch...enen Gangstarap anhören,
wirds mir schlecht. Hört euch doch mal die gesamten Charts an...
Generation Fun... das ich nicht lache, was soll der Müll? Verdammt, auf
dieser Welt gibt es soviel verdammte Probleme und Idioten, allen voran
Nazipack und religiöse Fanatiker, denen die Würde eines Menschen
herzlich egal ist und gerade diese Musik, die Texte und das
Aggressionspotential, das in ihr steckt, hilft zumindest mir dabei
klarer darüber zu denken.
Gerade in der Musik ist Politik sehr wichtig, weil man mit ihr sehr
viele Menschen erreichen kann und weil sie schwerer zu kontrollieren
(und zu indizieren) ist, als die Medien. Ausserdem hat man die
Möglichkeit, sich mehrere Meinungen anzuhören und ist nicht auf den
Einheitsbrei von Tageszeitungen und Nachrichten angewiesen (was als
reine Infoquelle natürlich wichtig ist, Meinungen sollte man sich
allerdings nicht nur von einer einzigen vorplappern lassen, sondern
selbst bilden).
Ausserdem ist es doch so, dass die Jugend sich mehr und mehr selbst
erziehen muss, da es mehr und mehr "Scheidungskinder" bzw. "uneheliche"
Kinder gibt, die tagsüber alleine sind, morgens zur Schule gehen,
mittags sich vor den Rechner bzw. die PSX setzen, eine Bong nach der
anderen rauchen. Da soll mal einer ein Gefühl für die Welt und für das
Miteinander bekommen. Und wenn abends dann die Eltern von der Arbeit
kommen, sind diese logischerweise auch zu fertig, um sich noch mit den
plagenden Kindern auseinanderzusetzen und ihnen wichtige Werte
mitzugeben. In dieser Situation ist es einfach wichtig, dass Medien und
Musik diesen Part übernehmen.

Soweit mal meine Meinung...
ivh werd immer so philosophisch, wenn ich was getrunken hab... tztz

greetz
Daniel

np: Fear Factory - Self Bias Resistor

John Strieder

unread,
Aug 4, 2001, 8:29:13 PM8/4/01
to
Hallo, Erik,

verzeih, wenn ich da anderer Meinung bin, oder dich falsch
verstanden habe.

Kai degen schrieb:


>>Egal für oder gegen wen ein politisches Statement gedacht
>>ist - Politik hat in Metal nix zu suchen. Metal ist fun und
>>Metal ist Agressionsventil. Dabei sollte es bleiben.

Zu dem, was Kai schrieb kann ich nur sagen - das ist einfach nur dumm.

Erik Hüther schrieb:


>Ebent. Aber genau deswegen hamm Nazis im Metal nix verloren. Solange
>sie die Klappe halten und sich friedlich verhalten, hab ich nix gegen
>solche Spacken,

Dir macht es also nichts aus, wenn neben dir eine Person mitrockt,
welche Nazisymbole auf der Jacken trägt??? Das kann doch wohl nicht
wahr sein! Der würde von mir eine schallende Ohrfeige bekommen!

Abgesehen davon sind es ja weniger (aber natürlich auch) die Schläger
und Gröhltypen, die Sorgen bereiten sollten, sondern jene, welche im
stillen ihr braunes Süppchen köcheln (und im Stillen die Jungend von
morgen "indoktrinieren").


Bei den Prüglern weiss man, wo der Feind ist, kann dagegen vorgehen.
Aber dem netten Mann von Nebenan sieht man es nicht an.


Abgesehen davon will ich nicht glauben, das Techno besser ist als
Metal. Denn das wäre es nämlich, wenn Politik beim Metal keine Rolle
spielen würde.

Um noch eine Predigt bezügl. ``Metal als Angriff auf die verlogene
"Sitte und Moral" nicht nur der USA´´ abzuhalten, bin ich nun zu müde.

Aber auch das ist politisch.

Viele Grüsse

Alexander Hempel

unread,
Aug 6, 2001, 1:58:45 AM8/6/01
to
Kai Degen wrote:
>
>
> Egal für oder gegen wen ein politisches Statement gedacht
> ist - Politik hat in Metal nix zu suchen. Metal ist fun und
> Metal ist Agressionsventil. Dabei sollte es bleiben.

Blödsinn. Musik war schon immer zu einem Gutteil politisch, und auch der
Metal wird seit Ewigkeiten auch zur Verbreitung politischer Botschaften
genutzt. Natürlich nicht flach und offensichtlich, aber lies Dir doch
nur als kleines, unrepräsentatives Beispiel mal diverse Texte von
Kreator oder Metal Church (zu Mike Howes Zeiten) durch - wenn das nicht
politisch ist?

Außerdem verbreiten gerade die extremen Randgruppen vieles ihrer miesen
Politptopaganda über die Musik, über Konzerte und Interviews (was für
mich direkt mit der Musik zu tun hat) - warum sollte man sich das bieten
lassen, nur weil man den Metal für unpolitisch hält?

Marco Grau

unread,
Aug 6, 2001, 1:57:01 AM8/6/01
to
On Sat, 4 Aug 2001 18:48:35 +0200, "Kai Degen"
<degen...@t-online.de> wrote:

>Egal für oder gegen wen ein politisches Statement gedacht
>ist - Politik hat in Metal nix zu suchen. Metal ist fun und
>Metal ist Agressionsventil. Dabei sollte es bleiben.

Denke mal da stehste ganz schön Einsam mit der Meinung da.
Metal und Politik haben sehr viel miteinander zutun.
Napalm Death setzen sich stark gegen Rechts ein, bei Iron Maiden gibt
es kaume inen Song der kein politischen Inhalt hat.

Es grüßt Marco

Alexander Hempel

unread,
Aug 6, 2001, 2:12:19 AM8/6/01
to
Hallo Sebastian, hallo Martin,

mein Versuch der Ereklärung kommt hoffentlich verzeihlich spät.

Natürlich hat das RH nie Werbung für die NPD gemacht, das war auch gar
nicht der Tenor meiner Aussage. Ich sage auch nicht, dass das Engagement
zu spät kommt - aber gerade im Zusammenhang mit der Black-Metal-Szene
kommt es in dieser konkreten Form eben reichlich spät, denn die
Unterwanderung der Szene durch Faschos ist schon seit ein paar Jahren im
Gange.

Mein allgemeines Misstrauen gegen das RH ist sicher nicht gegen ihre
generelle politische Einstellung gerichtet, sondern eher gegen die Art,
wie bestimmte Themen behandelt werden. In Sachen Black Metal hätte ich
mir z.B. einen konstanten Gegenpol gewünscht, nicht erst jetzt das
Geschrei, wenn das Kind schon längstim Brunnen ist. Die rechtsextremen
Umtriebe gerade in der Szene sind ja nun wahrlich nichts neues, und der
Faschismus fängt für mich da an, wo immer wieder die gleichen
Anti-Christentum-Messages gedroschen werden (solche Bands fanden
regelmässig im Krach von der Basis unkommentiertes Forum). Wie heisst es
immer? Wehret den Anfängen...

P.S.: Nicht, dass das Christentum kritiklos wäre. Aber 'kill all
christians' ist nun mal keine Kritik...

Erik Hüther

unread,
Aug 6, 2001, 3:21:12 PM8/6/01
to
John Strieder <jstried...@compuserve.de> schrieb:

>>Ebent. Aber genau deswegen hamm Nazis im Metal nix verloren. Solange
>>sie die Klappe halten und sich friedlich verhalten, hab ich nix gegen
>>solche Spacken,
>
>Dir macht es also nichts aus, wenn neben dir eine Person mitrockt,
>welche Nazisymbole auf der Jacken trägt??? Das kann doch wohl nicht
>wahr sein! Der würde von mir eine schallende Ohrfeige bekommen!

Nunja, da hab ich wohl mißverständlich ausgedrückt. Symbole auf der
Jacke sind natürlich auch provokant, allerdings: solange der Depp sich
friedlich verhält, tu ich's auch. Würd ich ihn zuerst hauen, stell ich
mich auf eine Stufe oder gar niedriger als solche Idioten.
Und Klappe aufreissen oder gar handgreiflich werden ist dann ein Grund,
solchen Typen aufs Maul zu hauen oder vielleicht mal der Security
Bescheid zu geben, wenn der Typ viel größer oder viel mehr ist als ich.
Im Idealfall finden sich auch ein paar Leute, die zusammen dem Typ
Bescheid stoßen, aber das ist eher die Ausnahme. Die meisten gucken
lieber weg...

Gruß Erik

--
Fliegt Dir ein Kasten Ur-Pils an die Hoden,
Liegst Du auch nüchtern schnell am Boden.

Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 8, 2001, 10:28:44 AM8/8/01
to
"Kai Degen" <degen...@t-online.de> hatte folgende Mitteilung
<9kh8rq$lu8$01$1...@news.t-online.com> zu machen:

>Hallo zusammen!

Auch Hallo.

>Egal für oder gegen wen ein politisches Statement gedacht
>ist - Politik hat in Metal nix zu suchen. Metal ist fun und
>Metal ist Agressionsventil. Dabei sollte es bleiben.

Wie paßt das zusammen? Fun & Aggression? Du erwartest hoffentlich
nicht, daß ich jemanden mit einer solchen Ansicht ernst nehme, oder?

Wenn Faschos Dich auf einem Manowar, Kreator oder Sodom-Konzert
ungestraft zusammenkicken können, weil sie plötzlich in der Mehrheit
sind, dann sind Faschos auch DEIN Problem, und damit das Problem aller,
die der Meinung sind, Politik hat im Metal nichts zu suchen. So einfach
darf man es sich nicht machen. Das Problem geht uns alle an, weil es
anfängt in unserer Szene und in unserer Musik eine wachsende Rolle zu
spielen.

>Grüße, Kai

Kind regards

Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 8, 2001, 10:30:56 AM8/8/01
to
Erik Hüther <nu...@ostertaler.de> hatte folgende Mitteilung
<Xns90F5D9...@ostertaler.de> zu machen:

>Die meisten gucken lieber weg...

Sic! Und das leider immer und überall und das ist das eigentliche
Probleme. Das stillschweigende Tolerieren. Das hat auch zu jenen
berühmt-berüchtigten 12 Jahren geführt...

>Gruß Erik

Auch Gruß

Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 8, 2001, 10:36:41 AM8/8/01
to
Alexander Hempel <ne...@nova-online.de> hatte folgende Mitteilung
<3B6E3543...@nova-online.de> zu machen:

>Hallo Sebastian, hallo Martin,

Hallo Alex,

>mein Versuch der Ereklärung kommt hoffentlich verzeihlich spät.

Kein Thema ;-)

>Natürlich hat das RH nie Werbung für die NPD gemacht, das war auch
>gar nicht der Tenor meiner Aussage. Ich sage auch nicht, dass das
>Engagement zu spät kommt - aber gerade im Zusammenhang mit der
>Black-Metal-Szene kommt es in dieser konkreten Form eben reichlich
>spät, denn die Unterwanderung der Szene durch Faschos ist schon seit
>ein paar Jahren im Gange.

Aber IIRC war gerade das RH fleißig mit Boykotts - wenigstens offen
faschistischer Bands - beschäftigt.

>Mein allgemeines Misstrauen gegen das RH ist sicher nicht gegen ihre
>generelle politische Einstellung gerichtet, sondern eher gegen die
>Art, wie bestimmte Themen behandelt werden. In Sachen Black Metal
>hätte ich mir z.B. einen konstanten Gegenpol gewünscht, nicht erst
>jetzt das Geschrei, wenn das Kind schon längstim Brunnen ist. Die
>rechtsextremen Umtriebe gerade in der Szene sind ja nun wahrlich
>nichts neues, und der Faschismus fängt für mich da an, wo immer
>wieder die gleichen Anti-Christentum-Messages gedroschen werden
>(solche Bands fanden regelmässig im Krach von der Basis
>unkommentiertes Forum). Wie heisst es immer? Wehret den Anfängen...

Eindeutig. Von dem Standpunkt habe ich es bisher noch nicht deutlich
genug gesehen. Vermutlich hatte ich da auch einen Aussetzer. Aber wie
gesagt, die Frage ist bei diesen Anti-Christentum-Bands, wo packt man
an und wo nicht, wenn man selbst atheistisch veranlagt ist...

>P.S.: Nicht, dass das Christentum kritiklos wäre. Aber 'kill all
>christians' ist nun mal keine Kritik...

100% ACK ;-)

>Grüsse

Bis dann

Kai Degen

unread,
Aug 8, 2001, 12:36:38 PM8/8/01
to

"Kai Degen" <degen...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag news:9kh8rq$lu8$01$1...@news.t-online.com...

Wobei ich ergänzen möchte: Gegen Gesellschaftskritik habe ich
in Metal nichts einzuwenden. Aber Parteipolitik, auch rechts-
extreme, hat in Metal nichts zu suchen.

Der Grad zwischen Politik und Gesellschaftskritik ist dünn.

Er wird um so dünner, je mehr die tägliche Politik versucht,
sich in Probleme einzumischen, die sozialer Natur waren -
sind - und bleiben.

Dann mutiert Gesellschaftskritik zur unerträglichen Politik.

Wer jedoch Parteipolitik in Metal verpackt (wie gesagt auch
rechtsextreme), sollte sich meiner Meinung nach überlegen,
doch lieber Punk (oder wie sich das rechte Gegenstück dazu
nennt, keine Ahnung) zu machen.

Ich erinnere mich an Konzerte Ende der 80er, Anfang der 90er,
da waren _alle_ Besucher einfach nur eine große Familie, egal
welche Embleme sie auf der Jacke hatten, vereint im Sound.

Gemeinschaftliches Motto: Wir sind Heavies und bangen vereint
gegen das Spießerpack.

_Ganz_ klar: Rechte Aggressionen auf Metal-Konzerten gehören
verhindert. Aber daß es wieder so wird, wie Ende der 80er,
da muß ich zugegebenermaßen meine Resignation kundtun.

Grüße, Kai


Nina Westib

unread,
Aug 9, 2001, 6:52:52 AM8/9/01
to

> >Hallo zusammen!
>
> Auch Hallo.

Von mir auch.

> >Egal für oder gegen wen ein politisches Statement gedacht
> >ist - Politik hat in Metal nix zu suchen. Metal ist fun und
> >Metal ist Agressionsventil. Dabei sollte es bleiben.
>
> Wie paßt das zusammen? Fun & Aggression? Du erwartest hoffentlich
> nicht, daß ich jemanden mit einer solchen Ansicht ernst nehme, oder?

Ernst nehmen sollte man ihn schon, auch oder gerade weil diese Ansicht
ziemlich -man entschuldige mich- verpeilt ist. Das hieße also, dass für ihn
Fun = Agression ist. Und Ventil....Wie wirst man denn beim Metal hören seine
Aggressionen los? Indem man auf Konzerten erstmal jemanden
zusammenschlägt???

> Wenn Faschos Dich auf einem Manowar, Kreator oder Sodom-Konzert
> ungestraft zusammenkicken können, weil sie plötzlich in der Mehrheit
> sind, dann sind Faschos auch DEIN Problem, und damit das Problem aller,
> die der Meinung sind, Politik hat im Metal nichts zu suchen. So einfach
> darf man es sich nicht machen. Das Problem geht uns alle an, weil es
> anfängt in unserer Szene und in unserer Musik eine wachsende Rolle zu
> spielen.

Ich finde, Rechte haben _nirgendwo_ was zu suchen. Leider ist es ja wirklich
so, dass die Rechte Szene bei uns Fuß zu fassen scheint. Warum eigentich???
Naja, vielleicht sind sie ja auch der Ansicht Fun & Aggressionsventil sind
beim Metal leicht zu finden (werd ich jetzt fies?). Und was Musik und
Politik angeht kann man das bestimmt so einfach nicht trennen. Man schaue
sich nur die Diskussion an, die hier letztens wegen der rechten Band am
laufen war. Auch Musik und Politik. In dem Sinne

Bis denn
Nina


Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 9, 2001, 9:33:48 AM8/9/01
to
"Kai Degen" <degen...@t-online.de> hatte folgende Mitteilung
<9krpi4$s86$03$1...@news.t-online.com> zu machen:

>Wobei ich ergänzen möchte: Gegen Gesellschaftskritik habe ich
>in Metal nichts einzuwenden. Aber Parteipolitik, auch rechts-
>extreme, hat in Metal nichts zu suchen.

Das ist eine sehr schwierige Aussage und in Deinem nächsten Statement
belegst Du auch gleich, warum.

>Der Grad zwischen Politik und Gesellschaftskritik ist dünn.

So ist es.

>Er wird um so dünner, je mehr die tägliche Politik versucht,
>sich in Probleme einzumischen, die sozialer Natur waren -
>sind - und bleiben.

Wieso willst Du das eigentlich trennen? Politik in einer Demokratie
stellt die Arbeit vom Volk gewählter Vertreter im Sinne des Volkes dar,
d.h. Arbeit, die alle Probleme des Volkes betrifft, auch und vor allem
sozialer Natur, oder gehören Massenarbeitslosigkeit, sinkender
Lebensstandard u.ä. nicht zu den Aufgabenbereichen der Politik, sondern
nur das Verabschieden von Gesetzen und Verordnungen?

>Dann mutiert Gesellschaftskritik zur unerträglichen Politik.

Das lasse ich mal einfach so stehen. Der Spruch ist - sorry - zu hohl,
um wahr zu sein. Politik ist eigentlich immer unerträglich, weil sie in
95% der Fälle nur hohles Phrasendreschen und Kluge-Reden-Führen ist,
nicht das handeln.

>Wer jedoch Parteipolitik in Metal verpackt (wie gesagt auch
>rechtsextreme), sollte sich meiner Meinung nach überlegen,
>doch lieber Punk (oder wie sich das rechte Gegenstück dazu
>nennt, keine Ahnung) zu machen.

Von Parteipolitik will man auch in diesen Genres nichts wissen, glaub
mir das ruhig.

>Ich erinnere mich an Konzerte Ende der 80er, Anfang der 90er,
>da waren _alle_ Besucher einfach nur eine große Familie, egal
>welche Embleme sie auf der Jacke hatten, vereint im Sound.

Also friedlich mit jemandem bangen, der am Tag zuvor vielleicht einen
Molli auf das Asylantenheim Mölln oder Rostock geschmissen hat, nur
weil er heute auf dem gleichen Konzert wie Du ist?

>Gemeinschaftliches Motto: Wir sind Heavies und bangen vereint
>gegen das Spießerpack.

Spießer sind also für Dich das schlimmere Problem als Leute, die sich
anmaßen zu entscheiden, wer lebenswert ist und wer nicht? Ich habe
wirklich langsam Angst um unsere Szene, nimms mir nicht übel.

>_Ganz_ klar: Rechte Aggressionen auf Metal-Konzerten gehören
>verhindert. Aber daß es wieder so wird, wie Ende der 80er,
>da muß ich zugegebenermaßen meine Resignation kundtun.

Den letzten Satz versteh ich nicht. Vielleicht erklärst Du ihn mir bei
Gelegenheit mal...

>Grüße, Kai

Auch Grüße

Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 9, 2001, 9:38:16 AM8/9/01
to
"Nina Westib" <Mond...@gmx.de> hatte folgende Mitteilung
<9ktqec$6rsrv$1...@ID-46417.news.dfncis.de> zu machen:

>Von mir auch.

Hallali.

>Ernst nehmen sollte man ihn schon, auch oder gerade weil diese
>Ansicht ziemlich -man entschuldige mich- verpeilt ist.

Ist entschuldigt, ich sehe das i.Ü. genau so.

>Das hieße
>also, dass für ihn Fun = Agression ist. Und Ventil....Wie wirst man
>denn beim Metal hören seine Aggressionen los? Indem man auf
>Konzerten erstmal jemanden zusammenschlägt???

Das ist ein Punkt, der mir auch keine Ruhe läßt. Das eine, oder das
andere. Aber beides?

>Ich finde, Rechte haben _nirgendwo_ was zu suchen. Leider ist es ja
>wirklich so, dass die Rechte Szene bei uns Fuß zu fassen scheint.

Zwei Punkte, in denen ich Dir voll und ganz zustimmen kann.


>Warum eigentich???

Weil viele sowohl aus dem neutralen" Lager die Ansicht unseres Kollegen
Kai teilen, daß der "Kampf" gegen Spießer und die gemeinsame
Begeisterung für eine Band wichtiger sind, als die Tatsache, daß der
Typ ohne Haare und mit den weißgeschnürten Rangers neben einem gestern
noch einen 32jährigen farbigen Familienvater totgetreten hat.

>Naja, vielleicht sind sie ja auch der Ansicht Fun
>& Aggressionsventil sind beim Metal leicht zu finden (werd ich jetzt
>fies?).

Kann gut sein, aber dann bin ichs auch, weil das eine Einschätzung ist,
die ich nicht mal so abwegig finde.

>Und was Musik und Politik angeht kann man das bestimmt so
>einfach nicht trennen. Man schaue sich nur die Diskussion an, die
>hier letztens wegen der rechten Band am laufen war.

100% ACK dafür. Wer glaubt, hier trennen zu können, macht sichs zu
einfach.

>Bis denn
>Nina

Bis bald

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 9, 2001, 10:28:27 AM8/9/01
to
Nina Westib schrieb:

> > Wie paßt das zusammen? Fun & Aggression? Du erwartest hoffentlich
> > nicht, daß ich jemanden mit einer solchen Ansicht ernst nehme, oder?
> Ernst nehmen sollte man ihn schon, auch oder gerade weil diese Ansicht
> ziemlich -man entschuldige mich- verpeilt ist. Das hieße also, dass für ihn
> Fun = Agression ist. Und Ventil....Wie wirst man denn beim Metal hören seine
> Aggressionen los? Indem man auf Konzerten erstmal jemanden
> zusammenschlägt???

Nein, aber die Musik ist doch extrem aggressiv. Auf diese Weise kann man seinen
Aggressionen eben gerade rauslassen, _ohne_ jemanden zu verprügeln. Das dürfte
er gemeint haben.

--
Die besten Grüße
Meister Jens


Jens Bernsdorf

unread,
Aug 9, 2001, 10:32:29 AM8/9/01
to
Nina Westib schrieb:

> Ich finde, Rechte haben _nirgendwo_ was zu suchen.

Dazu möcht ich auch noch was sagen.
Diese ständige Hetze gegen "Rechte" ist ja unerträglich, geradezu faschistisch
(ja!). Wenn jemand etwas gegen RechtsEXTREME hat, ist das ja okay (dann aber
bitte genauso gegen Linksextreme). Aber ganz normale Rechte - das sind
CDU/CSU-Wähler, und denen wird wohl kaum jemand ernsthaft die demokratische
Legitimation absprechen wollen. Außer Sebastian.

Nina Westib

unread,
Aug 9, 2001, 10:45:56 AM8/9/01
to
Hallo!

> Nein, aber die Musik ist doch extrem aggressiv. Auf diese Weise kann man
seinen
> Aggressionen eben gerade rauslassen, _ohne_ jemanden zu verprügeln. Das
dürfte
> er gemeint haben.

IMO ist Metal _nicht_ aggressiv. Keine Musik ist wirklich aggressiv. Sie
verleitet höchstens jemanden dazu. Genausogut kann ich mir aber auch
Cannibal Corpse anhören, ohne dabei die Wände hochzugehen. Und um nochmal
drauf zurückzukommen, wie reagierst du dich denn dann ab? Einfach beim
zuhören? Das fände ich doch mehr als seltsam. Machst du dann einen Dauerlauf
in deinem Zimmer? Das kannst du doch auch einfacher haben.

Bis denn
Nina


Gunnar Schuster

unread,
Aug 9, 2001, 10:52:13 AM8/9/01
to
"Nina Westib" <Mond...@gmx.de> schrieb:

> Wie wirst man denn beim Metal hören seine
> Aggressionen los? Indem man auf Konzerten erstmal jemanden
> zusammenschlägt???

Och, das mit dem Abbau von Aggressionen kann ich schon nachvoll-
ziehen. Ein gescheites Konzert ist nichts anderes als eine nette
Sportstunde: Richtig mitgehen, Schweiß lassen, Spaß haben, und
am Ende angenehm erschöpft aus der Halle torkeln.

Das klappt aber nur, wenn sich alle über das vorgehen einig sind.
Ich mache z.B. Karate - wenn da während des Trainigs plötzlich
jemand auf die Idee käme, seinen Nachbarn dumm anzumachen oder
zu verprügeln, wäre das seine letzte Stunde (also, Trainingsstun-
de meine ich ;-) gewesen.

Viele Dummnüsse verwechseln IHMO den Aggressionsabbau mit
Aggressionsaufbau - also quasi Konzert-Hooligans. Diese Leute
sollten jedoch nicht versuchen, ihre Aggressionen auf diese
Weise loszuwerden, sondern sich lieber um eine Thearpie bemühen.
(Jaja, ich weiß, Judas Priest: "it stimulates, regenerates, it's
therapeutic healing)...

> Ich finde, Rechte haben _nirgendwo_ was zu suchen. Leider ist es ja wirklich
> so, dass die Rechte Szene bei uns Fuß zu fassen scheint. Warum eigentich???

Das ist 'ne gute Frage, früher (ächz, bin ich schon so alt oder
was?) hätte sich ein rechter doch nie in die Nähe von Metal ge-
traut - das waren doch Langhaarige! Im Zuge dieses ganzen Black
Metal-Gedöns (oha, jetzt mache ich mir glaub ich gerade Feinde)
und einiger extremer "buhu, wir sind so finster, wir töten
Christen und opfern Satan unseren Pudel"-Bands scheint sich aber
für Faschos ein Einstieg in "unsere" Szene ergeben zu haben. Nur
zur Erläuterung: Ich habe nichts gegen Black Metal. Aber an dessen
äußeren Rändern gedeihen Weltanschauungen, die nicht wirklich
weit von faschistischen Gedanken entfernt sind. Einige Bands
kokettieren damit ja sogar.

Nazitum als letzte mögliche Provokation in einer toleranten Ge-
sellschaft? Scheint so. Dann wird es Zeit, den pubertären Geba-
ren dieser Mikrohirne die Plattform zu entziehen.

Bye
Gunnar


Gunnar Schuster

unread,
Aug 9, 2001, 10:39:03 AM8/9/01
to
"Kai Degen" <degen...@t-online.de> schrieb:

> Ich erinnere mich an Konzerte Ende der 80er, Anfang der 90er,
> da waren _alle_ Besucher einfach nur eine große Familie, egal
> welche Embleme sie auf der Jacke hatten, vereint im Sound.

Ja, *seufz*, die gute alte Zeit ;-) Mein Schlüsselerlebnis hatte
ich zu diesem Thema, als mich mal 2 schätzungsweise 15jährige
Black-Metal-Hörer (waren jedenfalls so gewandet und guckten auch
ganz furchtbar "pöhse") dumm wegen meiner Iron-Maiden-Aufnäher
angemacht haben. So nach dem Motto "die sind doch nur was für
Weicheier, wir sind die richtig harten". Bäh.

Die Zeit von Toleranz und friedlichem Miteinander scheit schon
eine ganze Weile vorüber zu sein... Die dummen Faschos sind da
IMHO leider nur eine Nebenerscheinung in einer Atmosphäre von
zunehmendem Schubladendenken. Früher war man halt gesellschaft-
licher Outlaw, wenn man lange Haare hatte. Heute muß man als
"harter Bursche" offenbar schon Friedhöfe schänden, Kirchen an-
zünden oder Ausländer zu Tode treten. Es ist zum kotzen :-(

Bye
Gunnar


Martin Boroske

unread,
Aug 9, 2001, 1:51:08 PM8/9/01
to
"Nina Westib" <Mond...@gmx.de> writes:


> wie reagierst du dich denn dann ab? Einfach beim zuhören? Das fände
> ich doch mehr als seltsam. Machst du dann einen Dauerlauf in deinem
> Zimmer? Das kannst du doch auch einfacher haben.

Hallo? Wir reden ueber Metal.

Luftgitarre spielen latuernich!

So long

Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 9, 2001, 2:05:36 PM8/9/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> hatte folgende Mitteilung
<3B729EFD...@nefkom.net> zu machen:

>Dazu möcht ich auch noch was sagen.

Laß es doch bitte.

>Diese ständige Hetze gegen "Rechte" ist ja unerträglich, geradezu
>faschistisch (ja!). Wenn jemand etwas gegen RechtsEXTREME hat, ist
>das ja okay (dann aber bitte genauso gegen Linksextreme). Aber ganz
>normale Rechte - das sind CDU/CSU-Wähler, und denen wird wohl kaum
>jemand ernsthaft die demokratische Legitimation absprechen wollen.

CDU-Wähler sind keine Rechten, das sind Demokratisch-Konservative.

>Außer Sebastian.

Nein, auch ich nicht. Ob Du's glaubst, oder nicht, aber ich _bin_ CSU-
Wähler und stolz drauf!! Ich glaube fest daran, daß im Vergleich zu
dem, was uns andere Parteien einbrocken würden, die CSU das kleinste
Übel für Bayern ist. Die sorgen wenigstens dafür, daß wir die meisten
Probleme (Stichwort Drogenproblematik etc.) ganz gut in den Griff
bekommen.

Realistisch muß man der CSU allerdings dann doch die demokratische
Legitimation absprechen, schließlich verstoßen sie gegen das
bundesstaatliche Prinzip, in dem sie gegen die Anordnung von ganz oben
verstoßen, gleichgeschlechtliche Ehen zweigeschlechtlichen Ehen
gleichzustellen.

Desweiteren forderte IIRC die NPD Herrn Peter Gauweiler, seines
Zeichens CSU-Mitglied, wegen seiner Aussagen anläßlich der
Wehrmachtsausstellung 1997 zum Übertritt auf.

Denk darüber mal nach!

Sebastian, der schon bereut, sein Killfile geleert und vom Namen
Bernsdorf befreit zu haben.

Stefan Tumczak

unread,
Aug 9, 2001, 1:22:16 PM8/9/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> wrote:

> Dazu möcht ich auch noch was sagen.
> Diese ständige Hetze gegen "Rechte" ist ja unerträglich, geradezu faschistisch
> (ja!). Wenn jemand etwas gegen RechtsEXTREME hat, ist das ja okay (dann aber
> bitte genauso gegen Linksextreme). Aber ganz normale Rechte - das sind
> CDU/CSU-Wähler, und denen wird wohl kaum jemand ernsthaft die demokratische
> Legitimation absprechen wollen. Außer Sebastian.

Also ich denke jetzt einfach mal, wenn wir hier von Rechten reden ist
jene radikale Glatzenfration gemeint. So verstehe ich es aus den
Auesserungen von Sebastian und Nina. In so weit gebe ich den beiden
recht. Ansonsten gilt das fuer mich aber fuer jeden der einen auf
radikalen Schlaeger macht, nur das mich das rechte Gedankengut (das
extreme) absolut ankotzt. Ich denke das gerade dieses Gedankengut nix
im Metal zu suchen ahbe und habe es auch so verastanden, das es eben
um genau das bisher ging.

CU,
Stefan


--
"Auch auf dem finsteren Weg, auf dem es nichts gibt, kann man zu zweit
vielleicht etwas schoenes entdecken, wie den Mond dort oben am Himmel"
(Aus: Neon genesis Evangelion, Manga Band 3)
Mail to: eva...@web.de. nicht mehr tum...@t-online.de

Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 9, 2001, 2:48:08 PM8/9/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> hatte folgende Mitteilung
<3B729EFD...@nefkom.net> zu machen:

>Dazu möcht ich auch noch was sagen.

Und wozu soll das gut sein?

>Diese ständige Hetze gegen "Rechte" ist ja unerträglich, geradezu
>faschistisch (ja!).

Jau. Und gibts damit ein Problem? Jemand, der anderen die Berechtigung
abspricht, zu leben, darf wohl keine Toleranz erwarten, oder? Du
Heuchler.

>Wenn jemand etwas gegen RechtsEXTREME hat, ist
>das ja okay

Ah so? Jetzt plötzlich, ja? Weshalb dann Dein dauerndes
Querulantengeposte?

>(dann aber bitte genauso gegen Linksextreme).

Die aktuelle Problematik in good ol' Germany stellt (seit bald 10
Jahren) nun mal RECHTSextremismus dar, und nicht Linksextremismus. Die
letzten wirklich Schlagzeilen machenden Linksextremen Gewalttaten
dürften Anno 96 Chaostage/Hannover gewesen sein. Merkst Du was?
Wahrscheinlich nicht, deshalb erklär ichs Dir: Rechtsextremismus ist
das Problem, Linksextremismus ist auch _ein_ Problem, aber nicht so
akkut.

>Aber ganz normale Rechte - das sind CDU/CSU-Wähler,

Ganz normale Rechte sind CDU/CSU-Wähler? Genau, sicher. CDU-Wähler sind
konservative Demokraten, SPD-Wähler sind liberale Demokraten, FDP-
Wähler sind Wirtschaftsliberale und ansonsten konservative Demokraten.
Damit wäre das demokratische Spektrum abgedeckt. Dann kommen die
Grünen, als Öko-Faschisten, die PDS als Linksfaschisten, die
Reps/NPD/DVU mit Rechs-Konservativ bzw. Rechtsextrem.


>und denen wird wohl kaum jemand ernsthaft die demokratische
>Legitimation absprechen wollen.

Nein.
Peter Gauweiler wurde anno 97 wegen seiner Frisur von der NPD zum
Übertritt aufgefordert, nicht etwa wegen seiner eindeutig
rechtsextremen Aussagen bezüglich der Wehrmachtsausstellung in München.
Die CSU verstößt nicht etwa gegen das demokratische Prinzip und Artikel
31 des Grundgesetzes (Vorrang des Bundesrechts), indem sie als einziges
Bundesland die Homo-Ehe nicht anerkennen.
Das sind nur zwei Beispiele in denen Deine angebliche demokratisch-
legitimen "normalen Rechten" ihre Legitimation eigentlich verwirkt
haben.
Aber Du merkst trotz allem nichts, oder?


>Außer Sebastian.

Dieses Statement veranlasst mich, ernsthaft zu bereuen, Deinen Namen
wieder aus dem Killfile gelöscht zu haben. Egal. Ist ja nur ein Klick.
Aber mich interessiert schon noch, was Du dieses Mal für tolle
Argumente hast.

>Meister Jens

Meister der Heuchelei?

Sepp, der sich ehrlich fragt...

Kai Degen

unread,
Aug 9, 2001, 2:54:15 PM8/9/01
to

"Gunnar Schuster" <Gunnar....@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag news:9ku8nd$7ko$01$1...@news.t-online.com...

Danke, du sprichst mir aus der Seele.

Grüße, Kai


Kai Degen

unread,
Aug 9, 2001, 2:57:59 PM8/9/01
to

"Erik Hüther" <nu...@ostertaler.de> schrieb

>Ebent. Aber genau deswegen hamm Nazis im Metal nix verloren. Solange
>sie die Klappe halten und sich friedlich verhalten, hab ich nix gegen

>solche Spacken, aber sobald einer anfängt, doofe Parolen zu grölen oder
>schlimmeres, isses vorbei. Und andere verhauen aus niederen
>Beweggründen geht schon gar nicht.

Danke, endlich mal jemand der kapiert was ich meine.

Leute, zu viel Bangen macht Hirnzellen putt ;)

Grüße, Kai


Kai Degen

unread,
Aug 9, 2001, 2:59:35 PM8/9/01
to

"Nina Westib" <Mond...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag news:9ktqec$6rsrv$1...@ID-46417.news.dfncis.de...

>
> > >Hallo zusammen!
> >
> > Auch Hallo.
>
> Von mir auch.
>
> > >Egal für oder gegen wen ein politisches Statement gedacht
> > >ist - Politik hat in Metal nix zu suchen. Metal ist fun und
> > >Metal ist Agressionsventil. Dabei sollte es bleiben.
> >
> > Wie paßt das zusammen? Fun & Aggression? Du erwartest hoffentlich
> > nicht, daß ich jemanden mit einer solchen Ansicht ernst nehme, oder?
>
> Ernst nehmen sollte man ihn schon, auch oder gerade weil diese Ansicht
> ziemlich -man entschuldige mich- verpeilt ist. Das hieße also, dass für ihn
> Fun = Agression ist. Und Ventil....Wie wirst man denn beim Metal hören seine
> Aggressionen los? Indem man auf Konzerten erstmal jemanden
> zusammenschlägt???

Unfung. Wenn ich total geladen bin und zieh mir ne
runde Obituary rein, werde ich voll friedlich.

Grüße, Kai

Nina Westib

unread,
Aug 9, 2001, 4:11:51 PM8/9/01
to
Hi!

> Also ich denke jetzt einfach mal, wenn wir hier von Rechten reden ist
> jene radikale Glatzenfration gemeint. So verstehe ich es aus den
> Auesserungen von Sebastian und Nina. In so weit gebe ich den beiden
> recht. Ansonsten gilt das fuer mich aber fuer jeden der einen auf
> radikalen Schlaeger macht, nur das mich das rechte Gedankengut (das
> extreme) absolut ankotzt. Ich denke das gerade dieses Gedankengut nix
> im Metal zu suchen ahbe und habe es auch so verastanden, das es eben
> um genau das bisher ging.

Danke Stefan, dass du das so siehst. Genauso hab ich es nämlich auch
verstanden.

Ciao
Nina


Nina Westib

unread,
Aug 9, 2001, 4:20:56 PM8/9/01
to
Hi!

> Och, das mit dem Abbau von Aggressionen kann ich schon nachvoll-
> ziehen. Ein gescheites Konzert ist nichts anderes als eine nette
> Sportstunde: Richtig mitgehen, Schweiß lassen, Spaß haben, und
> am Ende angenehm erschöpft aus der Halle torkeln.

Klar, dass sehe ich ein, mir geht es ja ganz genauso, nur baue ich doch
dabei keine Aggressionen ab. Dafür geh ich doch auf kein Konzert. Ich meine,
um Aggressionen abzubauen, muss ich doch mit einer gewissen aggressiven
Grundstimmung dahin gehen. Und eigentlich passt das bei mir zumindest nicht
ganz. Ich freu mich immer auf Konzerte, hab dabei Spaß Musik zuhören,
zusammen mit Leuten, die ähnlich denken. Aber das ist doch von Aggressionen
weit entfernt. Oder??

> Das klappt aber nur, wenn sich alle über das vorgehen einig sind.
> Ich mache z.B. Karate - wenn da während des Trainigs plötzlich
> jemand auf die Idee käme, seinen Nachbarn dumm anzumachen oder
> zu verprügeln, wäre das seine letzte Stunde (also, Trainingsstun-
> de meine ich ;-) gewesen.

ACK

> Viele Dummnüsse verwechseln IHMO den Aggressionsabbau mit
> Aggressionsaufbau - also quasi Konzert-Hooligans. Diese Leute
> sollten jedoch nicht versuchen, ihre Aggressionen auf diese
> Weise loszuwerden, sondern sich lieber um eine Thearpie bemühen.
> (Jaja, ich weiß, Judas Priest: "it stimulates, regenerates, it's
> therapeutic healing)...

Genau das meinte ich.

> Nazitum als letzte mögliche Provokation in einer toleranten Ge-
> sellschaft? Scheint so. Dann wird es Zeit, den pubertären Geba-
> ren dieser Mikrohirne die Plattform zu entziehen.

Stimmt. Ich gehör selbst noch zur Jugend *g* und kann deshalb mit Fug und
Recht behaupten, wer gerade als Jugendlicher aus solch einem Grund den Nazis
und ihren Überzeugungen anhängt, hat irgendwie ´ne Schraube locker (nicht,
dass andere, die so handeln, nicht ebenso wären). Toleranz ist gut und
schön, aber irgendwo hört´s bei mir auch auf. Man kann doch nicht immer nur
weggucken.

In diesem Sinne
Ciao
Nina


Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 9, 2001, 5:03:04 PM8/9/01
to
"Nina Westib" <Mond...@gmx.de> hatte folgende Mitteilung
<9kurcv$6kqe1$4...@ID-46417.news.dfncis.de> zu machen:

>Toleranz ist gut und schön, aber irgendwo hört´s bei mir
>auch auf. Man kann doch nicht immer nur weggucken.

Amen, Schwester, daß ist das, was ich schon zur letzten Diskussion
beitragen wollte. Genau das ist der Punkt. Irgendwann muß man mal was
unternehmen, anstatt immer nur den Kopf einzuziehen oder über die alten
Zeiten zu philosophieren.

Ich sigge ja normalerweise keine Sprüche aus den Newsgroups, aber der
bringts auf den Punkt. Darf ich das haben?

>In diesem Sinne
>Ciao
>Nina

Bis demnächst

Sepp

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 9, 2001, 10:58:22 AM8/9/01
to
Nina Westib schrieb:

> > Nein, aber die Musik ist doch extrem aggressiv. Auf diese Weise kann man
> seinen
> > Aggressionen eben gerade rauslassen, _ohne_ jemanden zu verprügeln. Das
> dürfte
> > er gemeint haben.
> IMO ist Metal _nicht_ aggressiv. Keine Musik ist wirklich aggressiv.

Also bitte. Allein die Splatter-Texte, die manche draufhaben, dann der schnelle,
harte Rhythmus...


> Sie verleitet höchstens jemanden dazu. Genausogut kann ich mir aber auch
> Cannibal Corpse anhören, ohne dabei die Wände hochzugehen. Und um nochmal
> drauf zurückzukommen, wie reagierst du dich denn dann ab? Einfach beim
> zuhören?

Klar. Bissle Headbangen und so.


> Das fände ich doch mehr als seltsam. Machst du dann einen Dauerlauf
> in deinem Zimmer? Das kannst du doch auch einfacher haben.

Einen Dauerlauf mach ich weder in meinem Zimmer noch draußen :-)

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 9, 2001, 5:52:21 PM8/9/01
to
Stefan Tumczak schrieb:

> > Diese ständige Hetze gegen "Rechte" ist ja unerträglich, geradezu faschistisch
> > (ja!). Wenn jemand etwas gegen RechtsEXTREME hat, ist das ja okay (dann aber
> > bitte genauso gegen Linksextreme). Aber ganz normale Rechte - das sind
> > CDU/CSU-Wähler, und denen wird wohl kaum jemand ernsthaft die demokratische
> > Legitimation absprechen wollen. Außer Sebastian.
> Also ich denke jetzt einfach mal, wenn wir hier von Rechten reden ist
> jene radikale Glatzenfration gemeint.

Warum schreiben "wir" das dann nicht auch so?


> Ansonsten gilt das fuer mich aber fuer jeden der einen auf
> radikalen Schlaeger macht, nur das mich das rechte Gedankengut (das

Bei einem Schläger ist es mir echt egal, warum er prügelt. Ob er rechts ist, ob er
links ist, ob er meine Kohle will, ob ihm meine Nase nicht paßt, oder ob er meint,
"Iron Fist" sei eine Aufforderung.


> extreme) absolut ankotzt. Ich denke das gerade dieses Gedankengut nix
> im Metal zu suchen ahbe und habe es auch so verastanden, das es eben
> um genau das bisher ging.

Aber warum hat rechtsextremes Gedankengut im Metal Deiner Meinung nach nichts zu
suchen, wohl aber linksextremes?

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 9, 2001, 6:00:12 PM8/9/01
to
Sebastian Hirschmann schrieb:

> >Dazu möcht ich auch noch was sagen.
> Und wozu soll das gut sein?

Freie Meinungsäußerung? Ach richtig, man darf hierzulande ja nur die
"richtige" Meinung frei äußern.


> >Diese ständige Hetze gegen "Rechte" ist ja unerträglich, geradezu
> >faschistisch (ja!).
> Jau. Und gibts damit ein Problem? Jemand, der anderen die Berechtigung
> abspricht, zu leben, darf wohl keine Toleranz erwarten, oder? Du
> Heuchler.

Und jemand, der die Toleranz hochhält, wird wohl auch andere Meinungen
tolerieren können, oder? Den Heuchler geb ich Dir zurück.


> >Wenn jemand etwas gegen RechtsEXTREME hat, ist
> >das ja okay
> Ah so? Jetzt plötzlich, ja? Weshalb dann Dein dauerndes
> Querulantengeposte?

Ich habe NIE etwas positives über Rechtsextreme gesagt.


> >(dann aber bitte genauso gegen Linksextreme).
> Die aktuelle Problematik in good ol' Germany stellt (seit bald 10
> Jahren) nun mal RECHTSextremismus dar, und nicht Linksextremismus. Die
> letzten wirklich Schlagzeilen machenden Linksextremen Gewalttaten
> dürften Anno 96 Chaostage/Hannover gewesen sein. Merkst Du was?

Merkst Du eigentlich was? Wenn die Regierung von links kommt, sind die Rechten
das Problem, wenn die Regierung von rechts kommt, eben die Linken.


> Wahrscheinlich nicht, deshalb erklär ichs Dir: Rechtsextremismus ist
> das Problem, Linksextremismus ist auch _ein_ Problem, aber nicht so
> akkut.

Hab ich eigentlich etwas anderes geschrieben? Lies erstmal, bevor Du hier
spackst.


> >und denen wird wohl kaum jemand ernsthaft die demokratische
> >Legitimation absprechen wollen.
> Nein.
> Peter Gauweiler wurde anno 97 wegen seiner Frisur von der NPD zum
> Übertritt aufgefordert, nicht etwa wegen seiner eindeutig
> rechtsextremen Aussagen bezüglich der Wehrmachtsausstellung in München.

Mann! MANN!
Schon herrlich, wie Du meine Worte verdrehst. Machst Du das eigentlich
absichtlich, oder geht das bei Dir schon automatisch?


> Die CSU verstößt nicht etwa gegen das demokratische Prinzip und Artikel
> 31 des Grundgesetzes (Vorrang des Bundesrechts), indem sie als einziges
> Bundesland die Homo-Ehe nicht anerkennen.

Glatte Lüge.


> Das sind nur zwei Beispiele in denen Deine angebliche demokratisch-
> legitimen "normalen Rechten" ihre Legitimation eigentlich verwirkt
> haben.
> Aber Du merkst trotz allem nichts, oder?

> >Außer Sebastian.

> Dieses Statement veranlasst mich, ernsthaft zu bereuen, Deinen Namen
> wieder aus dem Killfile gelöscht zu haben.

Was du eben geschrieben hast, gibt mir doch vollkommen recht. Du bestreitest
die demokratische Legitimation der CSU.


> Egal. Ist ja nur ein Klick.
> Aber mich interessiert schon noch, was Du dieses Mal für tolle
> Argumente hast.

Mach nur weiter mit Deinem Killfile. Früher haben sie Bücher verbrannt, heute
ist es nur ein Klick.
Aber vermutlich merkst Du es wirklich nicht.

Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 9, 2001, 6:44:39 PM8/9/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> hatte folgende Mitteilung
<3B7307EB...@nefkom.net> zu machen:

>Früher haben sie Bücher
>verbrannt, heute ist es nur ein Klick.
>Aber vermutlich merkst Du es wirklich nicht.

Lieber Jens. Ich verweise Dich an dieser Stelle auf Godwin's Law und
habe jetzt endgültig die Nase voll von Deiner selbstauferlegten "Rächer
der armen, armen Rechten(OHNE "EXTREMEN")"-Märtyrer-Rolle.

*Plonk*

MfG

Sepp

--
Weißt Du, wie die Hölle wirklich ist? Dort findest Du kein Flammenmeer
oder Ketten aus Eisen, aber Du entfernst Dich von Gottes Angesicht und
sein Wort erreicht Dich nicht mehr.
[Luzifer, God's Army]

Erik Hüther

unread,
Aug 9, 2001, 9:36:55 PM8/9/01
to
"Nina Westib" <Mond...@gmx.de> schrieb:

>>Nein, aber die Musik ist doch extrem aggressiv. Auf diese Weise
>>kann man seinen Aggressionen eben gerade rauslassen, _ohne_
>>jemanden zu verprügeln. Das dürfte er gemeint haben.
>
>IMO ist Metal _nicht_ aggressiv.

Sodele, dann will ich dann doch mal meine Senf dazugeben.
Also, was mich aggressiv _macht_, ist alles, was auf Sendern wie RPR2
oder SWR4 kommt, desweiteren so allerschlimmstes Chartsgeschrummel wie
die Backstreet-Buuwe oder titney Spears etc.
Damit ich dieses Aggressionspotential wieder abbauen kann, hör ich dann
gern mal ein wenig lauter ein wenig Metal, vorzugweise härteren Stoff
wie Slayer oder Machine Head, mittlerweile auch mal Black Metal (Nocte
Obducta ;-)) ), das mag zwar für ne halbe Stunde den Nachbar ein wenig
nerven, aber mich beruhigt das ungemein, dazu noch ein wenig die Rübe
gschüttelt und gegen den Schrank gepogt :-) und gut iss.

Das ist meine Art von Aggressionsventil...

Gruß Erik

--
Ach, Pascal! Bist ada! Warum trinkst wieder soviel Algol? Fängst ja
schon an zu lispeln... (M. Warkus in dtj)
http://www.Ostertaler.de
http://www.AntrumNequam.de -- The wörst bänd in the wörld

Erik Hüther

unread,
Aug 9, 2001, 9:38:42 PM8/9/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> schrieb:

>>Also ich denke jetzt einfach mal, wenn wir hier von Rechten reden
>>ist jene radikale Glatzenfration gemeint.
>
>Warum schreiben "wir" das dann nicht auch so?

Wortverdreher. Man kann auch alles falsch verstehen wollen. Studierst
Du zufällig Jura?

diesmal ohne Gruß

Erik

--
War doesn't determine who's right,
war determines who's left.

Erik Hüther

unread,
Aug 9, 2001, 9:41:31 PM8/9/01
to
Seb...@gmx.de (Sebastian Hirschmann) schrieb:

>die PDS als Linksfaschisten

Dagegen möcht ich dann Einspruch erheben, denn auch wenn ich die
Aktivitäten der kommunistischen Plattform nicht gutheißen kann, so ist
die ganze Partei mittlerweile doch recht demokratisch und IMO
regierungsfähig geworden.

Aber da das hier OffT ist, fup2me...

Gruß Erik

--
Das dünnste Buch der Welt, #13:
"Zu empfehlende Microsoftprogramme"

Erik Hüther

unread,
Aug 9, 2001, 9:44:59 PM8/9/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> schrieb:

>Mach nur weiter mit Deinem Killfile. Früher haben sie Bücher
>verbrannt, heute ist es nur ein Klick.

auch wenn es Dir schwerfällt, das zu begreifen: der Vergleich hinkt,.
auch schon vor Bücherverbrennungen und Zensur stand es jedem frei,
Bücher und Schriften, die einem mißfielen, nicht zu lesen.

Erik

--
Trinkst Du Becks auf Segelschiffen,
Darfst Du nicht auf die Segel schiffen!

Erik Hüther

unread,
Aug 9, 2001, 9:56:02 PM8/9/01
to
"Nina Westib" <Mond...@gmx.de> schrieb:

>Toleranz ist gut und
>schön, aber irgendwo hört´s bei mir auch auf. Man kann doch nicht
>immer nur weggucken.

Keine toleranz der Intoleranz.
Und zum Aggressionsaufbau/abbau auf Konzertern:
Bei mir ist es so, daß ich mich, falls ich mal schlecht drauf bin,
durch laute Musik, optimalerweise selbst gemacht mit ner Band, am
besten abregen kann.
Falls das nicht geht, hau ich auch in extremen Fällen mal ein paar
wertloserere Gegenstände zu Klump, aber daß ich anderen Menschen aufs
Maul haue, kam noch nich vor. Jedenfalls nicht aus diesen Gründen...[1]

Und was die Rechten auf Konzerten anbelangt: da kann ich mich auch nur
wiederholen, solange die Kerle friedlich sind (das schließt verbale
Äußerungen mit ein bzw. aus), bin ich auch friedlich, denn wenn ich die
verhauen würde, nur weil die so aussehen, dann bin ich kein Deut besser
als die, im Gegenteil.
Und Reden hilft bei solchem Pack eh nix, die Erfahrung musst ich leider
oft genug machen...
Übrigens, was bisher vernachlässigt wurde: weibliche Nazis. Diese sind
zwar weniger gealttätig, aber nichtdestotrotz gefährlich, indem sie
z.B. ihre eher harmlosen Freunde anstacheln oder einfach nur allgemein
die Stimmung vermiesen. Solche gibt's auch in größerer Zahl als man
zunächst annehmen sollte...

nachdenklicher Gruß

Erik

--
Standesgemäß sterben, #8:
Den Elektriker trifft der Schlag.

Erik Hüther

unread,
Aug 9, 2001, 9:57:08 PM8/9/01
to
"Kai Degen" <degen...@t-online.de> schrieb:

>Unfung. Wenn ich total geladen bin und zieh mir ne
>runde Obituary rein, werde ich voll friedlich.
>

ack, auch wenn der Musikgeschmack leicht variiert. :-)

Gruß Erik

--
Murphy war ein Optimist

Erik Hüther

unread,
Aug 9, 2001, 10:23:46 PM8/9/01
to
Ich vergaß die Fußnote:

>Jedenfalls nicht aus diesen Gründen...[1]

Ähja, aus anderen Gründen eigentlich auch noch nicht... Wobei das
Potential doch schon manchmal recht hoch war, grade im Angesicht von
rechten oder anderen provokanten Idioten.
Meist konnten diese Konflikte dann doch verhindert werden, da die
Rechten dann doch in der Minderheit waren und abzogen.

Richtig Kloppe in so'nem Fall gab's erst einmal...[1]

Gruß Erik

[1] und bevor mich hier jemand flahsc versteht: ich bin absolut nicht
auf gealt aus, auch wenn das hier vielleicht ab und an den Eindruck
erwecken mag.
Manchmal kann es aber gegenüber den rechten Idioten auch ganz nützlich
sein, wenn man in "Ihrer Sprache" spricht und genau so provokant
auftritt...
In dem einen Fall war's übrigens absolut unvorhersehbar, als so ein
Futzi meinte, mir ganz ohne Grund die Fresse polieren zu müssen.

--
Standesgemäß sterben, #13:
Der Beamte entschläft sanft.

N3Cro

unread,
Aug 10, 2001, 3:35:58 AM8/10/01
to
Sebastian Hirschmann schrieb:

[snip]


>Dann kommen die
>Grünen, als Öko-Faschisten, die PDS als Linksfaschisten

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

[snip]

das unterstrichene mag ich gern begruendet haben. Bitte.

Nec

--
F'Up 2 Poster

Nina Westib

unread,
Aug 10, 2001, 6:09:03 AM8/10/01
to

> >Toleranz ist gut und schön, aber irgendwo hört´s bei mir
> >auch auf. Man kann doch nicht immer nur weggucken.
>
> Amen, Schwester, daß ist das, was ich schon zur letzten Diskussion
> beitragen wollte. Genau das ist der Punkt. Irgendwann muß man mal was
> unternehmen, anstatt immer nur den Kopf einzuziehen oder über die alten
> Zeiten zu philosophieren.

Das denk ich auch.

> Ich sigge ja normalerweise keine Sprüche aus den Newsgroups, aber der
> bringts auf den Punkt. Darf ich das haben?

Klar, warum nicht?

Ciao
Nina


Nina Westib

unread,
Aug 10, 2001, 6:13:38 AM8/10/01
to
Hallo!

>Keine toleranz der Intoleranz.
>Und zum Aggressionsaufbau/abbau auf Konzertern:
>Bei mir ist es so, daß ich mich, falls ich mal schlecht drauf bin,
>durch laute Musik, optimalerweise selbst gemacht mit ner Band, am
>besten abregen kann.

Spielst du in einer Band (bin neugierig)?

>Falls das nicht geht, hau ich auch in extremen Fällen mal ein paar
>wertloserere Gegenstände zu Klump, aber daß ich anderen Menschen aufs
>Maul haue, kam noch nich vor. Jedenfalls nicht aus diesen Gründen...[1]

So sollte es ja auch sein. Besser so als anders (kann mir auch mal
passieren).

>Und was die Rechten auf Konzerten anbelangt: da kann ich mich auch nur
>wiederholen, solange die Kerle friedlich sind (das schließt verbale
>Äußerungen mit ein bzw. aus), bin ich auch friedlich, denn wenn ich die
>verhauen würde, nur weil die so aussehen, dann bin ich kein Deut besser
>als die, im Gegenteil.

Stimmt auch, nur leider gibt´s wenige, die friedlich dabei bleiben.

>Und Reden hilft bei solchem Pack eh nix, die Erfahrung musst ich leider
>oft genug machen...

Wahrscheinlich weil ihre Argumentation einfach zu viele Lücken aufweist....

>Übrigens, was bisher vernachlässigt wurde: weibliche Nazis. Diese sind
>zwar weniger gealttätig, aber nichtdestotrotz gefährlich, indem sie
>z.B. ihre eher harmlosen Freunde anstacheln oder einfach nur allgemein
>die Stimmung vermiesen. Solche gibt's auch in größerer Zahl als man
>zunächst annehmen sollte...

Ich glaube, alle Nazis sind in irgendeinerweise gefährlich. Aber IMO hast du
recht, man sollte die Frauen dabei auch nicht vernachlässigen.

mfg
Nina


N3Cro

unread,
Aug 10, 2001, 6:54:00 AM8/10/01
to
Nina Westib schrieb:

>>Und was die Rechten auf Konzerten anbelangt: da kann ich mich auch nur
>>wiederholen, solange die Kerle friedlich sind (das schließt verbale
>>Äußerungen mit ein bzw. aus), bin ich auch friedlich, denn wenn ich die
>>verhauen würde, nur weil die so aussehen, dann bin ich kein Deut besser
>>als die, im Gegenteil.
>
>Stimmt auch, nur leider gibt´s wenige, die friedlich dabei bleiben.

Wobei sich die Frage stellt ob man nicht hier schon zumindest
versuchen sollte, eine Diskussion anzufangen. Meiner Meinung nach hat
authoritaeres Gedankengut nichts mit Metal zu tun, ich frag' mich dann
schon ob betreffende Personen einfach nicht wissen, WAS sie mit ihrer
Kleidung (bzw. Symbolen. Stiefel hab ich auch) ausdruecken, oder ob
sie einfach provozieren wollen?

>>Und Reden hilft bei solchem Pack eh nix, die Erfahrung musst ich leider
>>oft genug machen...
>Wahrscheinlich weil ihre Argumentation einfach zu viele Lücken aufweist....

Ausserdem packens recht schnell die Stahlkappen aus. Kann aber sein
das das nur bei mir so war.

>>Übrigens, was bisher vernachlässigt wurde: weibliche Nazis. Diese sind
>>zwar weniger gealttätig, aber nichtdestotrotz gefährlich, indem sie
>>z.B. ihre eher harmlosen Freunde anstacheln oder einfach nur allgemein
>>die Stimmung vermiesen. Solche gibt's auch in größerer Zahl als man
>>zunächst annehmen sollte...
>
>Ich glaube, alle Nazis sind in irgendeinerweise gefährlich. Aber IMO hast du
>recht, man sollte die Frauen dabei auch nicht vernachlässigen.

Hierzu kann ich vielleicht was sagen, wir haben in der Schule eine
Neonazi, Diskussion sinnlos. Abgesehen davon das sie (als Individuum,
wohlgemerkt) eher geistig schwach ist, faellt das bei ihr kaum auf,
wird auch noch als gut empfunden (warum auch immer).

Das Problem beginnt, wenn durch sie ploetzlich das gesamte Gedankengut
akzeptiert oder uebernommen wird (weil sie gut aussieht bspw.. Oder,
weil sie staendig ihre gepircten Brustwarzen herzeigen will. Was weiß
ich).

Nec

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 10, 2001, 5:29:32 AM8/10/01
to
Erik Hüther schrieb:

> >>Also ich denke jetzt einfach mal, wenn wir hier von Rechten reden
> >>ist jene radikale Glatzenfration gemeint.
> >Warum schreiben "wir" das dann nicht auch so?
> Wortverdreher. Man kann auch alles falsch verstehen wollen.

Nein, das ist genau die Art von Verallgemeinerung, die den Glatzen vorgeworfen
wird: DIE Ausländer, DIE Juden, ...

> Studierst Du zufällig Jura?

<g>

> diesmal ohne Gruß

Oh! Hab ich getroffen?

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 10, 2001, 5:30:42 AM8/10/01
to
Sebastian Hirschmann schrieb:

> >Früher haben sie Bücher
> >verbrannt, heute ist es nur ein Klick.
> >Aber vermutlich merkst Du es wirklich nicht.
> Lieber Jens. Ich verweise Dich an dieser Stelle auf Godwin's Law und
> habe jetzt endgültig die Nase voll von Deiner selbstauferlegten "Rächer
> der armen, armen Rechten(OHNE "EXTREMEN")"-Märtyrer-Rolle.
> *Plonk*

Na super. Argumente hast Du wohl keine mehr?

Nebenbei: Den Plonk glaub ich Dir nicht. Ich bin absolut sicher, daß Du das
hier liest. Nur - zugeben kannst Du das jetzt natürlich nicht mehr. Schade,
was?

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 10, 2001, 5:33:22 AM8/10/01
to
Erik Hüther schrieb:

> >Mach nur weiter mit Deinem Killfile. Früher haben sie Bücher
> >verbrannt, heute ist es nur ein Klick.
> auch wenn es Dir schwerfällt, das zu begreifen: der Vergleich hinkt,.
> auch schon vor Bücherverbrennungen und Zensur stand es jedem frei,
> Bücher und Schriften, die einem mißfielen, nicht zu lesen.

Insofern mag der Vergleich hinken, da geb ich Dir recht.
Aber: Sich vor einer mit Argumenten geführten Diskussion zu drücken, indem man
den Diskussionspartner (Hier wohl besser: -gegner) schlicht und einfach
ignoriert, geht durchaus in die Richtung, Werke von bestimmten Künstlern als
"entartet" zu bezeichnen und zu vernichten, nur weil sie eine Hakennase haben.

Erik Hüther

unread,
Aug 10, 2001, 8:38:38 AM8/10/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> schrieb:

>>>>Also ich denke jetzt einfach mal, wenn wir hier von Rechten
>>>>reden ist jene radikale Glatzenfration gemeint. Warum schreiben
>>>>"wir" das dann nicht auch so?
>>Wortverdreher. Man kann auch alles falsch verstehen wollen.
>
>Nein, das ist genau die Art von Verallgemeinerung, die den Glatzen
>vorgeworfen wird: DIE Ausländer, DIE Juden, ...

Na, wenn wir unbedingt so korinthenkackend sein müssen:
<haarespalt>
Du verallgemeinerst ja auch DIE glatzen!
</haarespalt>
Im übrigen: für mich war in der ganzen Diskussion klar, daß damit
kahlgeschorene Halbidioten mit Springerstiefeln und Bomberjacken
gemeint waren, und nicht die rechten und konservativen Spießer, die an
den Stammtischen sitzen und "Politik" machen.
Und bei den Glatzen ist IMO die Verallgemeinerung wirklich zulässig,
ich hab da noch keinen kennengelernt, der nicht
-gewaltbereit (es sei denn, er war zu klein/feige)
-stumpfsinnig, was politische, ethische und moralische Werte angeht
-und auch ansonsten nicht besonders schlau.

Nun, da mag es mit Sicherheit auch Ausnahmen geben, aber in der Regel
sind solche Typen genauso drauf.

so, ich hoffe damit wären jetzt wenigstens mal die Begriffe geklärt.
:-)

Erik

--
Man kann auch saufen, ohne Spaß zu haben. (A. Kästner in dtj)

Erik Hüther

unread,
Aug 10, 2001, 8:48:17 AM8/10/01
to
"Nina Westib" <Mond...@gmx.de> schrieb:

>Hallo!

Tach auch!


>
>>Keine toleranz der Intoleranz.
>>Und zum Aggressionsaufbau/abbau auf Konzertern:
>>Bei mir ist es so, daß ich mich, falls ich mal schlecht drauf bin,
>>durch laute Musik, optimalerweise selbst gemacht mit ner Band, am
>>besten abregen kann.
>
>Spielst du in einer Band (bin neugierig)?

Ja, einmal in so'ner Punk/Metal-(Cover)band (wenn die untere URL in
meiner Sig anklickst, kommst Du auf die Homepage), und zum anderen
neuerdings wohl auch bei Nocte Obducta, bei beiden Bands spiel ich
Bass, in der Coverband sing ich auch ab und an.


>
>>Falls das nicht geht, hau ich auch in extremen Fällen mal ein paar
>>wertloserere Gegenstände zu Klump, aber daß ich anderen Menschen
>>aufs Maul haue, kam noch nich vor. Jedenfalls nicht aus diesen
>>Gründen...[1]
>
>So sollte es ja auch sein. Besser so als anders (kann mir auch mal
>passieren).

Solang's nur Sachen sind, ist's nicht so schlimm, die kann man meist
ersetzen, allerdings sollten es dann auch eigene Sachen sein, anderer
Leute Eigentum beschädigen ist nämlich auch nicht grade die feine
englische Art. :-)


>
>>Und was die Rechten auf Konzerten anbelangt: da kann ich mich auch
>>nur wiederholen, solange die Kerle friedlich sind (das schließt
>>verbale Äußerungen mit ein bzw. aus), bin ich auch friedlich, denn
>>wenn ich die verhauen würde, nur weil die so aussehen, dann bin ich
>>kein Deut besser als die, im Gegenteil.
>
>Stimmt auch, nur leider gibt´s wenige, die friedlich dabei bleiben.

Jo, das stümpt schon, zumindest die Glatzen. Aber die erkennt man ja
gleich, viel schlimmer find ich da die Bikerhooligans. Aber die sind ja
langsam eh am Aussterben, und außerdem bleiben die meist unter sich zum
hauen, von daher find ich die doch nicht so schlimm. ;-)


>
>>Und Reden hilft bei solchem Pack eh nix, die Erfahrung musst ich
>>leider oft genug machen...
>
>Wahrscheinlich weil ihre Argumentation einfach zu viele Lücken
>aufweist....

Wenn man überhaupt von Argumenten reden kann, die meisten versuchen's
gar nicht erst und leihern nur stumpf irgendwelche Parolen runter. Oder
sagen gar nüscht...


>
>>Übrigens, was bisher vernachlässigt wurde: weibliche Nazis. Diese
>>sind zwar weniger gealttätig, aber nichtdestotrotz gefährlich,
>>indem sie z.B. ihre eher harmlosen Freunde anstacheln oder einfach
>>nur allgemein die Stimmung vermiesen. Solche gibt's auch in
>>größerer Zahl als man zunächst annehmen sollte...
>
>Ich glaube, alle Nazis sind in irgendeinerweise gefährlich. Aber
>IMO hast du recht, man sollte die Frauen dabei auch nicht
>vernachlässigen.

Wie Necro bereits schrieb, gefährlich vor allem auch dadurch, daß sie
womöglich für ne breitere akkzeptanz bei der Masse sorgen.
Was ich aber meinte, daß Nazis sich gerne mal prügeln um ihre
Männlichkeit zu beweisen, und vor Frauen dann halt noch viel mehr.
Ich hab auch schon erlebt, daß ich mich friedlich mit so'nem
Glatzenkopp unterhalten hab (aber eher die Ausnahme, mit den meisten
kann man nicht reden), seine Freundin wohl aber was gegen mein T-Shirt
mit Hammer und Sichel hatte und solange stänkerte, daß der Typ doch
noch fast gewalttätig wurde.

Gruß Erik

--
And now for something completely differnt...

Erik Hüther

unread,
Aug 10, 2001, 8:50:24 AM8/10/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> schrieb:

>Aber: Sich vor einer mit Argumenten geführten Diskussion zu
>drücken, indem man den Diskussionspartner (Hier wohl besser:
>-gegner) schlicht und einfach ignoriert, geht durchaus in die
>Richtung, Werke von bestimmten Künstlern als "entartet" zu
>bezeichnen und zu vernichten, nur weil sie eine Hakennase haben.

Ich seh das allenfalls als unhöflich an, wenn man seinen
Diskussionspartner ignoriert.
Aber es steht jedem frei, zu diskutieren mit wem er will. Oder auch
nicht will.
Du kannst doch niemanden zur Diskussion zwingen.

Gruß Erik

--
"Musik kann nicht objektiv gut oder schlecht sein, weil es dafür keine
Normen gibt; für politische Ideologien gibt es die jedoch." (M.Warkus
in drmm) http://www.Ostertaler.de

Oliver Schwerk

unread,
Aug 10, 2001, 8:46:21 AM8/10/01
to
> >Und was die Rechten auf Konzerten anbelangt: da kann ich mich auch nur
> >wiederholen, solange die Kerle friedlich sind (das schließt verbale
> >Äußerungen mit ein bzw. aus), bin ich auch friedlich, denn wenn ich die
> >verhauen würde, nur weil die so aussehen, dann bin ich kein Deut besser
> >als die, im Gegenteil.

Aber ist nicht genau das Unterwanderung? Sie machen nicht so viel Ärger dass
man sie angreifen oder outen könnte, und wenn sie irgendwann genügend viele
sind, ist es eh zu spät. Ich sah mal einen bericht über Juzes im osten, wo
genau das berichtet wurde: Rechte überwiegen das Publikum, die anderen
trauen sich irgendwann nicht mehr rein, weil "ja nur Rechte da sind". Das
war aber auch dort nicht immer so.
Dem steht natürlich entgegen, dass wir besser sein wollen als die und nicht
Menschen diskriminieren, nur wiel sie eine Glatze und Springers anhaben.

> >Und Reden hilft bei solchem Pack eh nix, die Erfahrung musst ich leider
> >oft genug machen...

Sehe ich auch so.

> Wahrscheinlich weil ihre Argumentation einfach zu viele Lücken
aufweist....

Nein, weil der Begriff "Argumentation" hier nicht angewendet werden kann.
Der setzt nämlich eine logische Linie voraus, die ich bis jetzt bei keinem
dieser Typen feststellen konnte. Das ist eher ein plumpes herauskotzen von
pauschalisierenden Schlagwörtern.

Ich sehe das Problem auch stark bei den Bands: Wenn eine Band ihr Publikum
durch gewaltverherrlichende Darstellungen "unterhalten" will, ist es auch
kein Wunder, dass der braune Mob das geil findet und hingeht. Also, mir
reicht die Musik ...

schwerkowsky


Erik Hüther

unread,
Aug 10, 2001, 9:11:42 AM8/10/01
to
"Oliver Schwerk" <o...@flexis.de> schrieb:

["friedliche" Glatzen auf Konzerten]

>Aber ist nicht genau das Unterwanderung? Sie machen nicht so viel
>Ärger dass man sie angreifen oder outen könnte, und wenn sie
>irgendwann genügend viele sind, ist es eh zu spät. Ich sah mal
>einen bericht über Juzes im osten, wo genau das berichtet wurde:
>Rechte überwiegen das Publikum, die anderen trauen sich irgendwann
>nicht mehr rein, weil "ja nur Rechte da sind". Das war aber auch

Ja, das ist in der Tat ein Problem. Wenn man jetzt aber anfangen würde,
und z.B. sagen würde, daß Leute, die so aussehen wie die Standard-
Glatze, nicht reindürfen, dann wäre das Diskriminierung.
Tja, für das Problem fällt mir leider keine Lösung ein... Allerdings
beruhigt es mich zu sehen, daß in der ländlichen Gegend, aus der ich
komme, die Glatzenzahl wieder stark rückläufig ist, nachdem sie vor
vier oder fünf Jahren sprunghaft angestiegen ist.
Damals war auf jedem Kirchweihfest _vor_ dem Zelt/der Kneipe plötzlich
ein Pulk Nazis, die einfach nur finster dort rumstanden und partout
keinen Spaß haben wollten.

>dort nicht immer so. Dem steht natürlich entgegen, dass wir besser
>sein wollen als die und nicht Menschen diskriminieren, nur wiel sie
>eine Glatze und Springers anhaben.

Ja, eben... Hat jemand einen Vorschlag?

Gruß Erik

--
Diese Nachricht besteht zu 100% aus wiederverwerteten Bits.
Ungeöffnet mindestens haltbar bis: (siehe Rückseite)

Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 10, 2001, 9:50:33 AM8/10/01
to
Erik Hüther <nu...@ostertaler.de> hatte folgende Mitteilung
<Xns90F9951...@ostertaler.de> zu machen:


>Im übrigen: für mich war in der ganzen Diskussion klar, daß damit
>kahlgeschorene Halbidioten mit Springerstiefeln und Bomberjacken
>gemeint waren, und nicht die rechten und konservativen Spießer, die
>an den Stammtischen sitzen und "Politik" machen.

Sic. Das dürfte eigentlich allen vernunftbegabten Mitlesern klargewesen
sein.

>Und bei den Glatzen ist IMO die Verallgemeinerung wirklich zulässig,
>ich hab da noch keinen kennengelernt, der nicht
>-gewaltbereit (es sei denn, er war zu klein/feige)

100% ACK.

>-stumpfsinnig, was politische, ethische und moralische Werte angeht

100% ACK.

>-und auch ansonsten nicht besonders schlau.

100% ACK.

>Nun, da mag es mit Sicherheit auch Ausnahmen geben, aber in der
>Regel sind solche Typen genauso drauf.

Ich glaube nicht mal, daß es da Ausnahmen gibt. Die, die mehr auf dem
Kasten haben, haben andere Positionen innerhalb der "Partei" inne, als
"Kanonenfutter".

>so, ich hoffe damit wären jetzt wenigstens mal die Begriffe geklärt.
>:-)

Wie gesagt, allen vernunftbegabten Mitlesern dürfte der Unterschied
klar gewesen sein.

>Erik

Gruß

Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 10, 2001, 9:48:34 AM8/10/01
to
Erik Hüther <nu...@ostertaler.de> hatte folgende Mitteilung
<Xns90F9971...@ostertaler.de> zu machen:

>Ich seh das allenfalls als unhöflich an, wenn man seinen
>Diskussionspartner ignoriert.

Wenn man mich mit "Menschen" gleichstellt, die insgesamt weit über 10
Millionen andere Menschen massakriert, ermordet und generalstabsmäßig
vernichtet haben, dann bin ich nicht bereit mit der betreffenden
"Person" weiter zu diskutieren. Das ist eine Frage der persönlichen
Ehre, nicht der Höflichkeit.

>Du kannst doch niemanden zur Diskussion zwingen.

Das wäre Faschismus.

>Gruß Erik

Erik Hüther

unread,
Aug 10, 2001, 9:57:54 AM8/10/01
to
Seb...@gmx.de (Sebastian Hirschmann) schrieb:

>>Du kannst doch niemanden zur Diskussion zwingen.
>
>Das wäre Faschismus.

Nein, Sozialpädagogik.

SCNR

Erik

--
Dichtheit und Wartung liegen oft nahe beieinander.

Erik Hüther

unread,
Aug 10, 2001, 9:58:45 AM8/10/01
to
Seb...@gmx.de (Sebastian Hirschmann) schrieb:

>>Ich seh das allenfalls als unhöflich an, wenn man seinen
>>Diskussionspartner ignoriert.
>
>Wenn man mich mit "Menschen" gleichstellt, die insgesamt weit über
>10 Millionen andere Menschen massakriert, ermordet und
>generalstabsmäßig vernichtet haben, dann bin ich nicht bereit mit
>der betreffenden "Person" weiter zu diskutieren. Das ist eine Frage
>der persönlichen Ehre, nicht der Höflichkeit.

Deswegen schrieb ich ja auch "allenfalls"...

Gruß Erik

--
Standesgemäß sterben, #6:
Der Turner verREcKt.

Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 10, 2001, 11:05:52 AM8/10/01
to
Erik Hüther <nu...@ostertaler.de> hatte folgende Mitteilung
<Xns90F9A2A...@ostertaler.de> zu machen:

>Deswegen schrieb ich ja auch "allenfalls"...

Das hab ich übersehen und "ebenfalls" gelesen. Sorry dafür!

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 10, 2001, 11:25:27 AM8/10/01
to
Erik Hüther schrieb:

> >>Wortverdreher. Man kann auch alles falsch verstehen wollen.
> >Nein, das ist genau die Art von Verallgemeinerung, die den Glatzen
> >vorgeworfen wird: DIE Ausländer, DIE Juden, ...
> Na, wenn wir unbedingt so korinthenkackend sein müssen:
> <haarespalt>
> Du verallgemeinerst ja auch DIE glatzen!
> </haarespalt>

Also, wenn wir schon beim Haarespalten sind: Nicht ICH verallgemeinere,
sondern behaupte, daß Ihr alle DEN Glatzen das vorwerft :-)
Allerdings muß ich zugeben, daß ich mich dieser Verallgemeinerung durchaus
anschließe :-)


> Im übrigen: für mich war in der ganzen Diskussion klar, daß damit
> kahlgeschorene Halbidioten mit Springerstiefeln und Bomberjacken
> gemeint waren, und nicht die rechten und konservativen Spießer, die an
> den Stammtischen sitzen und "Politik" machen.

Schon klar. Mir stößt das trotzdem auf. Denn ich sehe mich politisch durchaus
rechts von der Mitte, von daher habe ich etwas dagegen, wenn auf DIE Rechten
eingedroschen wird. Schließlich gehöre ich dann auch dazu, und zu den Extremen
laß ich mich nun wirklich nicht zählen.


> Und bei den Glatzen ist IMO die Verallgemeinerung wirklich zulässig,
> ich hab da noch keinen kennengelernt, der nicht
> -gewaltbereit (es sei denn, er war zu klein/feige)
> -stumpfsinnig, was politische, ethische und moralische Werte angeht
> -und auch ansonsten nicht besonders schlau.

Nun gut, aber wie viele Glatzen hast Du denn näher kennengelernt, hm? :-)

Ganz nebenbei: Die "Skinheads" waren früher links. Nur sind dann die Neonazis
auch auf die Idee gekommen, sich den Kopf zu rasieren, und dabei weit mehr
(negativ) aufgefallen, so daß inzwischen allgemein Glatze = rechtsradikal
gleichgesetzt wird.

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 10, 2001, 11:26:49 AM8/10/01
to
Erik Hüther schrieb:

> >Aber: Sich vor einer mit Argumenten geführten Diskussion zu
> >drücken, indem man den Diskussionspartner (Hier wohl besser:
> >-gegner) schlicht und einfach ignoriert, geht durchaus in die
> >Richtung, Werke von bestimmten Künstlern als "entartet" zu
> >bezeichnen und zu vernichten, nur weil sie eine Hakennase haben.
> Ich seh das allenfalls als unhöflich an, wenn man seinen
> Diskussionspartner ignoriert.
> Aber es steht jedem frei, zu diskutieren mit wem er will. Oder auch
> nicht will.
> Du kannst doch niemanden zur Diskussion zwingen.

Das nicht. Ich kann ihn aber für einen Trottel halten, wenn er mich einerseits
Heuchler nennt, andererseits aber auf meine Argumente nicht eingeht und sich
der Diskussion auf derartige Weise entzieht.

Stefan Tumczak

unread,
Aug 10, 2001, 12:35:02 PM8/10/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> wrote:

> Warum schreiben "wir" das dann nicht auch so?

Weil hier scheinbar jedem ausser dir klar war, was gemeint war.

> Bei einem Schläger ist es mir echt egal, warum er prügelt. Ob er rechts ist, ob er
> links ist, ob er meine Kohle will, ob ihm meine Nase nicht paßt, oder ob er meint,
> "Iron Fist" sei eine Aufforderung.

Nichts anderes habe ich gesagt, ich habe es nur in soweit erweitert,
indem ich gesagt habe, das das rechte Gedankengut ihmo besonders
schlimm ist. Ausserdem sind nun mal fast alle Schlaeger denen man hier
begegnet rechts, Glatzen, oder wie du sie sonst nennen willst.

> Aber warum hat rechtsextremes Gedankengut im Metal Deiner Meinung nach nichts zu
> suchen, wohl aber linksextremes?

DAS habe ich nicht gesagt, ich finde nur rechtsextremes Gedankengut
gefaehrlicher. Das ist alles was ich sagen wollte damit. Allerdings
hast du das Worte verdrehen echt gut drauf, Respekt!

CU,
Stefan

--
"Auch auf dem finsteren Weg, auf dem es nichts gibt, kann man zu zweit
vielleicht etwas schoenes entdecken, wie den Mond dort oben am Himmel"
(Aus: Neon genesis Evangelion, Manga Band 3)
Mail to: eva...@web.de. nicht mehr tum...@t-online.de

Stefan Tumczak

unread,
Aug 10, 2001, 12:43:48 PM8/10/01
to
Erik Hüther <nu...@ostertaler.de> wrote:
> Übrigens, was bisher vernachlässigt wurde: weibliche Nazis. Diese sind
> zwar weniger gealttätig, aber nichtdestotrotz gefährlich, indem sie
> z.B. ihre eher harmlosen Freunde anstacheln oder einfach nur allgemein
> die Stimmung vermiesen. Solche gibt's auch in größerer Zahl als man
> zunächst annehmen sollte...

Oh ja, die sind ihmo gut um dich in schwierigkeiten zu bringen. Weil
du glauben auch noch an das Gedankengut. Hatte mal das Zweifelhafte
vergnuegen mit einer gerade mal 13 Jaehrigen auf ner Feier reden zu
duerfen. Das fing dann schon so an: Sie nahm meine Hand, sah drauf und
grinste dann breit: "Ah, Arisches Blut, mit dir rede ich. Im Gegensatz
zu den Zecken da drueben" Mit den Zecken waren unsere anderen
Metalhoerer gemeint, die auch gerne toten Hosen hoeren und was gegen
rechte haben. Mit mir hatte sie bis dahin noch nicht gerdet, sonst
waere ich wohl ebenfalls eine Zecke fuer sie gewesen. Danach war mir
die Feier (uebrigens meine iegne Geburtstagsfeier) echt vermiest.
Hoffe es versteht jemand, worauf ich hinaus will.

Sebastian Hirschmann

unread,
Aug 10, 2001, 4:11:08 PM8/10/01
to
Stefan Tumczak <eva...@web.de> hatte folgende Mitteilung
<mf21l9...@nathan.bestan.de> zu machen:

>Allerdings
>hast du das Worte verdrehen echt gut drauf, Respekt!

Mein Reden. Ein weiteres Argument, warum ich mit ihm nicht mehr
diskutiere.

>CU,
> Stefan

John Strieder

unread,
Aug 11, 2001, 3:55:03 AM8/11/01
to
Jens Bernsdorf schrieb:

>Nun gut, aber wie viele Glatzen hast Du denn näher kennengelernt, hm? :-)
>
>Ganz nebenbei: Die "Skinheads" waren früher links. Nur sind dann die
>Neonazis auch auf die Idee gekommen, sich den Kopf zu rasieren,
>und dabei weit mehr (negativ) aufgefallen, so daß inzwischen allgemein
>Glatze = rechtsradikal gleichgesetzt wird.

Das wissen wir doch alle. Englische Arbeiterbewegung und so.

Ich weiss gar nicht, was Du willst. Gegen die CDU wettert hier kein
Mensch (auch wenn ich Typen wie Meyer und aus-März-er verabscheue).
Ich denke, jeder, der hier zu diesem Thema schreibt, genau weiss,
wer und was gemeint ist.

Also höre auf für Toleranz für Neonazis zu werben.

Gruss

John Strieder

John Strieder

unread,
Aug 11, 2001, 3:59:49 AM8/11/01
to
Hallo, Nina.

Nina Westib schrieb:
>>Nein, aber die Musik ist doch extrem aggressiv. Auf diese Weise kann
>>man seinen Aggressionen eben gerade rauslassen, _ohne_ jemanden zu
>>verprügeln. Das dürfte er gemeint haben.
>
>IMO ist Metal _nicht_ aggressiv. Keine Musik ist wirklich aggressiv.

Doch doch, aber manchmal würde ich es eher als "brutal" ansehen.

>Sie verleitet höchstens jemanden dazu.

Das glaube ich nicht. Höchstens die Klänge einer Mundharmonika
lassen mich aggressiv werden, und gewaltbereit gegen die Mundharmonika
spielende Person weden ;-)

Bei "Chartzeugs" hingegen wird mir übel...

>Genausogut kann ich mir aber auch Cannibal Corpse anhören, ohne dabei
>die Wände hochzugehen. Und um nochmal drauf zurückzukommen,
>wie reagierst du dich denn dann ab? Einfach beim zuhören?
>Das fände ich doch mehr als seltsam.

Na ja, eigentlich schon. Egal, ob ich Klassik oder Metal höre, es
steigert das wohlbefinden. Und es gibt durchaus klassische Musik, die
brutal oder aggressiv ist. Aber eben nur sehr wenig, und darum höre ich
immer noch Meshuggah, Cannibal Corpse, Slayer und Consorten sehr gerne.

Ich vermute, das ist ähnlich wie beim Computerspielen. Da drückt man/
frau ja auch nur auf Strg, Alt und den Cursortasten herum, ohne
irgendeine grosse Kraft einzusetzen (wie beim Holzhacken, z.B.).

Das ist einfach eine innerlich Sache. Wenn ich wütend bin, lege ich
einfach eines der beiden Drecksau-Platten ein, und schon sehe ich
alles wesentlich milder.

Darum möchte ich betonen: Metal macht nicht aggressiv, im Gegenteil.

Und Leute, die irgendwelche kriminellen, gewalttätigen, oder gar
mörderische Dinge tun, und dann z.B. Slayer die Schuld geben,
machen das nur, um sich herauszureden. Diese Leute waren vorher
schon gestört, nicht erst durch die Musik. Da kann man/frau
ja genauso Inspektor Columbo verbieten, weil da raffinierteste
Mordmethoden aufgezeigt werden.


Wie hörst Du denn Musik?


>Machst du dann einen Dauerlauf in deinem Zimmer?

Oh, ich weiss nicht, vielleicht ist das zu peinlich, das zu erzählen,
aber beim Musik hören gehe ich immer auf und ab. Aber ich kenne andere
Klassik-Hörer, die das auch machen. Wie das bei Metallern ist, weiss ich
nicht, hier wurden schon antworten gegeben (Luftgitarre, Bangen). Na ja,
leichtes Kopfnicken ist bei mir auch schon mal drin. Aber das ist bei
mir nichts Metal-Spezifisches, bei klassischer Musik mache ich genau das
gleiche.


Viele Grüsse

John Strieder

N3Cro

unread,
Aug 11, 2001, 4:31:32 AM8/11/01
to
John Strieder schrieb:
>Nina Westib schrieb:

>>>Nein, aber die Musik ist doch extrem aggressiv. Auf diese Weise kann
>>>man seinen Aggressionen eben gerade rauslassen, _ohne_ jemanden zu
>>>verprügeln. Das dürfte er gemeint haben.
>>IMO ist Metal _nicht_ aggressiv. Keine Musik ist wirklich aggressiv.
>
>Doch doch, aber manchmal würde ich es eher als "brutal" ansehen.

Wortklauberisch:
ag g res siv: angreifend, angriffslustig

Inwiefern kann Musik angreifen? ;)

Aber egal.

IMO kann Musik auch aggressiv wirken, aber das faellt (wie vieles)
einfach unter "Hart" ;)



>>Sie verleitet höchstens jemanden dazu.
>Das glaube ich nicht. Höchstens die Klänge einer Mundharmonika
>lassen mich aggressiv werden, und gewaltbereit gegen die Mundharmonika
>spielende Person weden ;-)

Tze *Mundharmonikawiederwegpack*

Aber die Theorien, Musik, Filme, etc, steigern die Gewaltbereitschaft
ist aeusserst alt, obwohl Studien und Aussagen von Musikhoerern (etc)
staendig gegenteiliges behaupten.

>Bei "Chartzeugs" hingegen wird mir übel...

Jop.

>>Genausogut kann ich mir aber auch Cannibal Corpse anhören, ohne dabei
>>die Wände hochzugehen. Und um nochmal drauf zurückzukommen,
>>wie reagierst du dich denn dann ab? Einfach beim zuhören?
>>Das fände ich doch mehr als seltsam.

>Na ja, eigentlich schon. Egal, ob ich Klassik oder Metal höre, es
>steigert das wohlbefinden. Und es gibt durchaus klassische Musik, die
>brutal oder aggressiv ist. Aber eben nur sehr wenig, und darum höre ich
>immer noch Meshuggah, Cannibal Corpse, Slayer und Consorten sehr gerne.

Das tolle an Klassik ist, das sie Stimmung nicht mit moeglichst viel
Verzerrung oder schnellen Beats erzeugt, sondern einzig mit anderen
Melodien und Tonarten.

>Ich vermute, das ist ähnlich wie beim Computerspielen. Da drückt man/
>frau ja auch nur auf Strg, Alt und den Cursortasten herum, ohne
>irgendeine grosse Kraft einzusetzen (wie beim Holzhacken, z.B.).

Beim Holzhacken reagier ich mich aber weit besser ab ;)
Das mag' aber dran liegen das ein 3DShooter einfach keinerlei
Interesse in mir weckt.

>Das ist einfach eine innerlich Sache. Wenn ich wütend bin, lege ich
>einfach eines der beiden Drecksau-Platten ein, und schon sehe ich
>alles wesentlich milder.

ergo Beethoven, Vader, Hypocrisy, Napalm Death, ...

>Darum möchte ich betonen: Metal macht nicht aggressiv, im Gegenteil.

ACK

>Und Leute, die irgendwelche kriminellen, gewalttätigen, oder gar
>mörderische Dinge tun, und dann z.B. Slayer die Schuld geben,
>machen das nur, um sich herauszureden. Diese Leute waren vorher
>schon gestört, nicht erst durch die Musik. Da kann man/frau
>ja genauso Inspektor Columbo verbieten, weil da raffinierteste
>Mordmethoden aufgezeigt werden.

So ganz wuerde ich das nicht sehen. Wenn eine Person psychisch labil
IST, kann durchaus (genauso in Columbo) eine gezeigte (sei es per
Ton/Bild/Schrift) Toetungsmethode beeinflussen und dann bei einer
etwaigen Tat verwendet werden. Auch kann ich mir durchaus vorstellen,
das ein Kind, das weitgehend ohne moralische, etc, Erziehung aufwuchs,
dafuer mit Splatterfilmen, die Probleme hinter Massenmord (zB) einfach
nicht kennt (woher auch) und daher nix schlimmes dabei saehe, jemanden
zu toeten. Aber dann wuerd' ich das Problem an der Wurzel packen und
versuchen, Erziehung und Entwicklung des Kindes auf ein gewisses Level
zu bringen.

>Wie hörst Du denn Musik?

Ich war zwar nicht gefragt, aber bei Klassik sitz ich in einem sessel
(dem selben wie jetzt ;) und lass mich von den Boxen bestrahlen, meist
zurueckgelehnt, oder, bei brachialerer, duesterer Klassik, geh' ich
auf und ab oder steh mitten im Raum ;)

Bei Metal ... hm, je nach Intensitaet des hoerens mach ich, was ich zu
tun hab', bang rum oder steh oder sitz wieder mitten im Zimmer.

>>Machst du dann einen Dauerlauf in deinem Zimmer?

>Oh, ich weiss nicht, vielleicht ist das zu peinlich, das zu erzählen,
>aber beim Musik hören gehe ich immer auf und ab. Aber ich kenne andere
>Klassik-Hörer, die das auch machen. Wie das bei Metallern ist, weiss ich
>nicht, hier wurden schon antworten gegeben (Luftgitarre, Bangen). Na ja,
>leichtes Kopfnicken ist bei mir auch schon mal drin. Aber das ist bei
>mir nichts Metal-Spezifisches, bei klassischer Musik mache ich genau das
>gleiche.

Siehe oben ;)

Bangen ist halt bei Klassik, des fehlenden Rhythmusinstrumentes wegen,
schwer.


Nec

Nina Westib

unread,
Aug 11, 2001, 4:35:40 AM8/11/01
to
> >IMO ist Metal _nicht_ aggressiv. Keine Musik ist wirklich aggressiv.
>
> Doch doch, aber manchmal würde ich es eher als "brutal" ansehen.

So meinte ich das.

> >Sie verleitet höchstens jemanden dazu.
>
> Das glaube ich nicht. Höchstens die Klänge einer Mundharmonika
> lassen mich aggressiv werden, und gewaltbereit gegen die Mundharmonika
> spielende Person weden ;-)

Es kommt eben immer auf den jeweiligen Geschmack an. Wenn ich meiner Mutter
(und die ist ziemlich tolerant, absoluter JBO-Fan und hört sogar manchmal
die Forgotten Tales von BG) Children of Bodom vorsetze, kriegt sie die
Krise. Andererseits, wenn du nach einer Feier morgens um halb 9 von "Aber
bitte mit Sahne" geweckt wirst, dann ist bei mir auch wieder Schluss.

> Bei "Chartzeugs" hingegen wird mir übel...

Mir auch, vor allem bei diesem unsäglichen Technokram...

> >Genausogut kann ich mir aber auch Cannibal Corpse anhören, ohne dabei
> >die Wände hochzugehen. Und um nochmal drauf zurückzukommen,
> >wie reagierst du dich denn dann ab? Einfach beim zuhören?
> >Das fände ich doch mehr als seltsam.
>
> Na ja, eigentlich schon. Egal, ob ich Klassik oder Metal höre, es
> steigert das wohlbefinden. Und es gibt durchaus klassische Musik, die
> brutal oder aggressiv ist. Aber eben nur sehr wenig, und darum höre ich
> immer noch Meshuggah, Cannibal Corpse, Slayer und Consorten sehr gerne.

Ich fühl mich auch immer besser, wenn ich Musik höre. Aber das ist jawohl
ein Grund, aus dem viele Leute Musik hören. Mit, ich sag mal "extremeren"
Bands wie Slayer etc. kann ich nur selten wirklich was anfangen, mir fehlt
die Melodie dabei. Aber das ist eben Geschmackssache.

> Ich vermute, das ist ähnlich wie beim Computerspielen. Da drückt man/
> frau ja auch nur auf Strg, Alt und den Cursortasten herum, ohne
> irgendeine grosse Kraft einzusetzen (wie beim Holzhacken, z.B.).

Das ist wohl war. Eine Runde Unreal und mir geht´s wieder gut *g*.

> Das ist einfach eine innerlich Sache. Wenn ich wütend bin, lege ich
> einfach eines der beiden Drecksau-Platten ein, und schon sehe ich
> alles wesentlich milder.

In Ordnung, vielleicht können wir uns darauf einigen, jeder wird seine
Aggressionen anders los, manche beim Musik hören, manche beim Computer
spielen und manche noch ganz anders.

> Darum möchte ich betonen: Metal macht nicht aggressiv, im Gegenteil.

Das unterstreiche ich auch nochmal. Wer sowas behauptet, hat sich im
Normalfall gar nicht richtig mit Metal auseinander gesetzt. Für mich klingt
das viel zu sehr nach Vorurteilen von Leuten, für die Metal und seine Hörer
sowieso "böse" sind.s

> Und Leute, die irgendwelche kriminellen, gewalttätigen, oder gar
> mörderische Dinge tun, und dann z.B. Slayer die Schuld geben,
> machen das nur, um sich herauszureden. Diese Leute waren vorher
> schon gestört, nicht erst durch die Musik. Da kann man/frau
> ja genauso Inspektor Columbo verbieten, weil da raffinierteste
> Mordmethoden aufgezeigt werden.

ACK

> Wie hörst Du denn Musik?

Kommt immer drauf an. Manchmal einfach nur als Hintergrund für andere Sachen
z. B. lesen oder so, aber das werden ja die meisten so machen. Oft ist es ja
auch wirklich so, dass man Musik hört, die stimmungsmäßig passt. Dummerweise
ist es dann trotzdem nicht immer so, dass es einem dabei besser geht. Ich
glaub, wenn ich schon wütend wäre und dann noch Slayer anmachen würde, käm
ich mit so einem Hals aus meinem Zimmer *g*

> Oh, ich weiss nicht, vielleicht ist das zu peinlich, das zu erzählen,
> aber beim Musik hören gehe ich immer auf und ab. Aber ich kenne andere
> Klassik-Hörer, die das auch machen.

Nö, warum sollte das peinlich sein??

>Wie das bei Metallern ist, weiss ich
> nicht, hier wurden schon antworten gegeben (Luftgitarre, Bangen). Na ja,
> leichtes Kopfnicken ist bei mir auch schon mal drin. Aber das ist bei
> mir nichts Metal-Spezifisches, bei klassischer Musik mache ich genau das
> gleiche.

Gut, also könnte man sagen, man baut überflüssige Energie beim Musik hören
ab *g*.

Ciao
Nina


Nina Westib

unread,
Aug 11, 2001, 4:41:48 AM8/11/01
to
Hi Jens!

> Das nicht. Ich kann ihn aber für einen Trottel halten, wenn er mich
einerseits
> Heuchler nennt, andererseits aber auf meine Argumente nicht eingeht und
sich
> der Diskussion auf derartige Weise entzieht.

Also ich weiß nicht, wie es den anderen geht, aber der Ton hier gefällt mir
langsam nicht mehr. Wir kennen jetzt deinen Standpunkt (wie den von den
anderen und mir auch), aber auf Beleidigungsniveau muss man sich ja nicht
unbedingt herablassen. Und jetzt komm mir nicht, Sebastian hätte damit
angefangen, jeder von uns hat einen Teil dazu beigetragen.
Ich hab nichts gegen vernünftige Diskussionen, aber es wird mir langsam doch
ein bißchen kindisch. Wenn er nicht mehr mit dir reden will, ist das sein
gutes Recht und ich finde nicht, dass du eins hast, dich in derartiger Weise
darüber aufzuregen. Naja, aber jeden das seine.

Gruß
´Nina


Oliver Brakmann

unread,
Aug 10, 2001, 12:45:02 PM8/10/01
to
"Erik Hüther" schrieb...

> aber mich beruhigt das ungemein, dazu noch ein wenig die Rübe
> gschüttelt und gegen den Schrank gepogt :-) und gut iss.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ *lol*

Und? Hast Du ihn schonmal umgehauen?

> Das ist meine Art von Aggressionsventil...

Full ACK!

Ciao,
Oliver


Jens Bernsdorf

unread,
Aug 11, 2001, 4:21:34 AM8/11/01
to
John Strieder schrieb:

> Ich weiss gar nicht, was Du willst. Gegen die CDU wettert hier kein
> Mensch (auch wenn ich Typen wie Meyer und aus-März-er verabscheue).

Aber sicher. Gerade Sebastian.

> Ich denke, jeder, der hier zu diesem Thema schreibt, genau weiss,
> wer und was gemeint ist.

Ich fürchte, genau das ist nicht der Fall. Und: Was spricht gegen eine klare
und eindeutige Sprache?


> Also höre auf für Toleranz für Neonazis zu werben.

Warum? Toleranz kann man nur gegenüber etwas/jemandem walten lassen, den man
gerade NICHT akzeptiert. Alle tun hier wahnsinnig tolerant, dabei "tolerieren"
sie nur ihre eigene Meinung.

Stefan Tumczak

unread,
Aug 11, 2001, 6:54:10 AM8/11/01
to
Nina Westib <Mond...@gmx.de> wrote:

Moin!

> Danke Stefan, dass du das so siehst. Genauso hab ich es nämlich auch
> verstanden.

Na, wir als Jugend muessen uns doch verstehen und zusammenhalten ^_^!

Sebastian Berndt

unread,
Aug 10, 2001, 4:02:36 PM8/10/01
to
Jens Bernsdorf schrieb:

>
> Ich kann ihn aber für einen Trottel halten, wenn er mich einerseits
> Heuchler nennt, andererseits aber auf meine Argumente nicht eingeht
> und sich der Diskussion auf derartige Weise entzieht.

na, so richtig argumentativ war das nun wirklich nicht mehr. Irgendwie
seid ihr beiden echt die Antipoden dieser NG - aber wie so üblich hängt
ihr euch an Nebensächlichkeiten auf. Wenn ich das richtig verfolgt habe,
sind sich hier alle einig, daß Metal nicht mit Neonationalsozialismus
zusammenpasst, seien dessen Vertreter jetzt Glatzen oder gut integrierte
Funktionäre gewisser Parteien (die nicht im Bundestag sitzen). Woran Du
Dich aufgehängt hast, war, daß immer von "den Rechten" geredet wurde,
wobei Du die Gefahr gesehen hast, daß Du plötzlich darunter fallen
könntest (was übrigens einer Erklärung bedarf, da ich Dich mal nicht
gerade als paranoid einschätze; hast Du mal irgendwelche schlechten
Erfahrungen gemacht?!), was aber wohl niemand anderes hier ernsthaft
meinte. Daß Du dafür geplonkt wurdest, war zwar nicht besonders höflich
aber dem gelegentlichen Überreagieren von SeHi durchaus entsprechend und
damit zu erwarten - also bist Du nicht ganz unschuldig daran; immerhin
solltest Du ihn langsam kennen.
So, nachdem das jetzt geklärt ist, können wir doch wieder über Musik
diskutieren, oder?

Seb.

NP: Iced Earth - When the Night Falls
--
http://home.foni.net/~barnie
http://www.WoIstMeinGeld.de/invtrack.php3?linked=438&typ=usenet

Video meliora proboque - deteriora sequor


Sebastian Berndt

unread,
Aug 10, 2001, 4:20:19 PM8/10/01
to
N3Cro schrieb:
> Das Problem beginnt, wenn durch sie ploetzlich das gesamte Gedankengut
> akzeptiert oder uebernommen wird (weil sie gut aussieht bspw.. Oder,
> weil sie staendig ihre gepircten Brustwarzen herzeigen will. Was weiß
> ich).

Aah, die Frau hat also nur ein Problem mit ihrem Selbstbewußtsein...
Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man ja wenigstens noch drüber
lachen... :-(
Aber kann es sein, daß die meisten Neonazis aus ähnlichen Gründen
Neonazis sind?

Seb.

NP: Iced Earth - Prophecy

Stefan Tumczak

unread,
Aug 11, 2001, 3:38:11 PM8/11/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> wrote:

>> Ich weiss gar nicht, was Du willst. Gegen die CDU wettert hier kein
>> Mensch (auch wenn ich Typen wie Meyer und aus-März-er verabscheue).

> Aber sicher. Gerade Sebastian.

Nein, Sebastian hat doch selbst gesagt, er ist CDU Waehler!


> Warum? Toleranz kann man nur gegenüber etwas/jemandem walten lassen, den man
> gerade NICHT akzeptiert. Alle tun hier wahnsinnig tolerant, dabei "tolerieren"
> sie nur ihre eigene Meinung.

Nein, sagen wir eher so: "Wir tolerieren die Leute nicht, die etwas
gegen unsere Freie Meinung haben!" Das ist das Problem. Jeder der hier
lange Haare hat, hat direkt 5 Glatzen/rechtsradikale/wie du sie sonst
nennst am Hals, die einem direkt an die Waesche wollen. Wie soll man
denen gegenueber wirklich tolerant sein?

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 12, 2001, 4:04:01 AM8/12/01
to
Stefan Tumczak schrieb:

> >> Ich weiss gar nicht, was Du willst. Gegen die CDU wettert hier kein
> >> Mensch (auch wenn ich Typen wie Meyer und aus-März-er verabscheue).
> > Aber sicher. Gerade Sebastian.
> Nein, Sebastian hat doch selbst gesagt, er ist CDU Waehler!

Bitte???

Erstens kann er gar nicht CDU wählen, weil er aus Nürnebrg kommt, wenn ich ihn
richtig verstanden habe. Zweitens wäre das doch höchst überraschend.


> > Warum? Toleranz kann man nur gegenüber etwas/jemandem walten lassen, den man
> > gerade NICHT akzeptiert. Alle tun hier wahnsinnig tolerant, dabei "tolerieren"
> > sie nur ihre eigene Meinung.
> Nein, sagen wir eher so: "Wir tolerieren die Leute nicht, die etwas
> gegen unsere Freie Meinung haben!" Das ist das Problem.

Ich bezweifle, daß die wirklich etwas gegen unsere freie Meinung haben. Die wollen
halt ein "ausländerfreies Deutschland". Das heißt noch lange nicht, daß sie voll und
ganz hinter der Ideologie des Dritten Reichs stehen. Ein Teil von ihnen tut das
sicher, aber eben nur ein Teil.


> Jeder der hier
> lange Haare hat, hat direkt 5 Glatzen/rechtsradikale/wie du sie sonst
> nennst am Hals, die einem direkt an die Waesche wollen. Wie soll man
> denen gegenueber wirklich tolerant sein?

Also, ich habe keine Glatzen am Hals. Gut, ich hab auch keine langen Haare und bin
froh, wenn ich in 10 Jahren überhaupt noch welche hab <seufz>.
Ich meine, es ist schon klar, daß Gewalt nicht toleriert werden kann, ebenso wenig
wie Aufrufe zur Gewalt. Aber dumme Sprüche... meine Güte.

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 12, 2001, 4:11:48 AM8/12/01
to
Sebastian Berndt schrieb:

> Wenn ich das richtig verfolgt habe,
> sind sich hier alle einig, daß Metal nicht mit Neonationalsozialismus
> zusammenpasst,

Jein.
Ich bin auch der Ansicht, daß Metal und Politik nicht unbedingt zusammenpassen
- schon allein, weil man in einem 4-Minuten-Song einfach keine fundierten
Aussagen unterbringen kann. Schon von daher geht da nicht wesentlich mehr rein
als "Glatzen raus", "Deutschland den Deutschen", "Fuck me Jesus" oder
wasweißich.
Da solche Texte aber nunmal vorkommen - das mag man nun gutheißen oder nicht,
ich will da niemandem Vorschriften machen - ist nicht einzusehen, warum die
Politik im Metal nur aus einer Richtung kommen sollte. Der Hörer kann sich
dann ja entscheiden, was davon er hören mag. Ich persönlich mag nichts davon.


> Dich aufgehängt hast, war, daß immer von "den Rechten" geredet wurde,
> wobei Du die Gefahr gesehen hast, daß Du plötzlich darunter fallen
> könntest (was übrigens einer Erklärung bedarf, da ich Dich mal nicht
> gerade als paranoid einschätze; hast Du mal irgendwelche schlechten
> Erfahrungen gemacht?!),

Nun, als ich mich als ödp-Wähler geoutet habe, wurde ich immerhin mal Öko-Nazi
genannt.
Davon geht zwar die Welt nicht unter, aber als Nazi sehe ich mich ja nun nicht
gerade.


> So, nachdem das jetzt geklärt ist, können wir doch wieder über Musik
> diskutieren, oder?

Das ist doch mal ein sinnvoller Vorschlag hier!

Erik Hüther

unread,
Aug 12, 2001, 1:45:06 PM8/12/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> schrieb:

[Glatzenklischees]


>Nun gut, aber wie viele Glatzen hast Du denn näher kennengelernt,
>hm? :-)

Genug. Bei uns im Dorf gab's (gibt's) etliche, in den Nachbardörfern
ebenso. Und wenn man sich da mit "normalen" Leuten auf ner Kirmes oder
so unterhält, dann ist fast automatisch immer irgendwo so'n Glatzkopp
im Dunstkreis und versucht mitzulabern.


>
>Ganz nebenbei: Die "Skinheads" waren früher links. Nur sind dann
>die Neonazis auch auf die Idee gekommen, sich den Kopf zu rasieren,
>und dabei weit mehr (negativ) aufgefallen, so daß inzwischen
>allgemein Glatze = rechtsradikal gleichgesetzt wird.

Das war mir bekannt.

Gruß Erik

--
Johannes Rau zum Vorschlag, Fußballstadien nach Frauen zu benennen:
Wie soll das denn dann heißen? Ernst-Kuzorra-seine-Frau-ihr-Stadion?

Erik Hüther

unread,
Aug 12, 2001, 1:49:31 PM8/12/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> schrieb:

>Ich bezweifle, daß die wirklich etwas gegen unsere freie Meinung
>haben. Die wollen
>halt ein "ausländerfreies Deutschland". Das heißt noch lange nicht,
>daß sie voll und
>ganz hinter der Ideologie des Dritten Reichs stehen. Ein Teil von
>ihnen tut das sicher, aber eben nur ein Teil.

Also ab hier geht mir echt die Hutschnur hoch. "ach die hamm doch agr
nix gegen uns, und das sind doch alles liebe Menschen, dumm nur, daß
sie alle Ausländer und linken Zecken weghaben wollen, aber naja, man
muß halt denen gegenüber tolerant sein".

So verstehe ich Deine Aussage. Bitte sag, daß ich Dich falsch
verstanden habe.

Erik

--
"Opera is when a guy gets stabbed in the back and,
instead of bleeding, he sings." - Ed Gardner

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 12, 2001, 2:58:55 PM8/12/01
to
Erik Hüther schrieb:

> So verstehe ich Deine Aussage. Bitte sag, daß ich Dich falsch
> verstanden habe.

Das hast Du allerdings. Nochmaliges Lesen hilft vielleicht weiter.

John Strieder

unread,
Aug 13, 2001, 3:59:52 AM8/13/01
to
Jens Bernsdorf schrieb:

>>So verstehe ich Deine Aussage. Bitte sag, daß ich Dich falsch
>>verstanden habe.
>
>Das hast Du allerdings. Nochmaliges Lesen hilft vielleicht weiter.

Ich will nicht mehr. Hätte ich ein Killfile,
täte ich hier vielleicht ein Plonk anbringen.

Gute Nacht.

John Strieder

Mirko Schenk

unread,
Aug 13, 2001, 7:18:10 AM8/13/01
to
"Nina Westib" <Mond...@gmx.de> wrote:

>> Doch doch, aber manchmal würde ich es eher als "brutal" ansehen.
>So meinte ich das.

*g*
Wozu die Wortklauberei, wenn eh alle wissen, was gemeint ist? ;)

>Es kommt eben immer auf den jeweiligen Geschmack an. Wenn ich meiner
>Mutter (und die ist ziemlich tolerant, absoluter JBO-Fan und hört
>sogar manchmal die Forgotten Tales von BG) Children of Bodom
>vorsetze, kriegt sie die Krise. Andererseits, wenn du nach einer
>Feier morgens um halb 9 von "Aber bitte mit Sahne" geweckt wirst,
>dann ist bei mir auch wieder Schluss.

Auch bei der Sodom-Version? ;) (oder war das Onkel Tom solo?)
Aber eigentlich ist's doch ganz klar, dass einen etwas nervt, was man
nicht mag. Das ist ja nicht nur bei Musik so. Bei Seifenopern oder VC++
möchte ich auch öfters mal im Doom-Aufzug zu den Verantwortlichen... ;)

>> Bei "Chartzeugs" hingegen wird mir übel...
>Mir auch, vor allem bei diesem unsäglichen Technokram...

Oh ja... Und dann wird man sogar nicht mal auf J.B.O.-Alben damit
verschont (z.B. Bumms Bumms Bumms - da hilft auch 'ne leise Gitarren-
Spur nix mehr)... :-(

>Ich fühl mich auch immer besser, wenn ich Musik höre.

Das kommt wohl auf die Musik an... (s.o.)

>Aber das ist jawohl ein Grund, aus dem viele Leute Musik hören. Mit,
>ich sag mal "extremeren" Bands wie Slayer etc. kann ich nur selten
>wirklich was anfangen, mir fehlt die Melodie dabei.

Hm, Slayer find' ich noch OK, die haben wenigstens halbwegs melodische
Riffs. Aber mit diesen ganzen "ich foltere eine Saite bis zum Reißen
und brülle dazu"-Bands kann ich auch nichts anfangen...

>Aber das ist eben Geschmackssache.

Jepp.

>Das ist wohl war. Eine Runde Unreal und mir geht´s wieder gut *g*.

Jaja, aber wenn du aus dem Zimmer gehst, schielst du erstmal vorsichtig
um die Ecke, oder wie? ;-)

>In Ordnung, vielleicht können wir uns darauf einigen, jeder wird
>seine Aggressionen anders los, manche beim Musik hören, manche beim
>Computer spielen und manche noch ganz anders.

Problematisch wird's halt bei den Leuten, die ihre Aggressionen eben
nicht so los werden können oder wollen, sondern bei anderen Menschen
oder Tieren ausleben...

>> Darum möchte ich betonen: Metal macht nicht aggressiv, im
>> Gegenteil.

Hm, so ganz würde ich das jetzt auch nicht unterschreiben...
Metal macht nicht *zwangsläufig* aggressiv, aber er kann natürlich
aufstachelnd wirken - so wie du z.B. weiter unten zu Slayer geschrieben
hast. Anderes Beispiel: Bei manchen Liedern muß ich ganz gewaltig
aufpassen, nicht mit 100 Sachen durch den Ort zu rasen (allerdings
hör ich mir die deswegen eh nur auf der Autobahn oder wenn ich müde bin
an)...
Wenn ich mich als Skin auf 'ne Schlägerei vorbereiten würde, würde ich
ganz sicher auch nicht Balladen anhören... Da ist "aggresive" (von mir
aus auch "böse", etc.) Musik eben "passender". Und genau mit dieser
Assosation haben einige Leute Probleme (genauso bei Splatterfilmen,
Ballerspielen, usw.). Dass die Musik *Auswirkung* und nicht *Ursache*
der Aggressionen ist, kapieren die halt nicht (oder wollen es nicht)...

>Das unterstreiche ich auch nochmal. Wer sowas behauptet, hat sich im
>Normalfall gar nicht richtig mit Metal auseinander gesetzt. Für mich
>klingt das viel zu sehr nach Vorurteilen von Leuten, für die Metal
>und seine Hörer sowieso "böse" sind.

Nunja, an den Klischees sind leider auch so einige Bands und deren Fans
schuld. Ich kenne auch ein paar Exemplare, die der festen Überzeugung
sind, dass man als "echter Metaller" an mindestens 4 Tagen pro Woche
sturzbesoffen sein muß, und von jedem Konzert mit blauen Flecken
zurückkommen muß (und natürlich auch ausgeteilt hat)...

>> Wie hörst Du denn Musik?
>Kommt immer drauf an. Manchmal einfach nur als Hintergrund für
>andere Sachen z. B. lesen oder so, aber das werden ja die meisten so
>machen. Oft ist es ja auch wirklich so, dass man Musik hört, die
>stimmungsmäßig passt.

Genau das ist der Punkt...
Wer aggressiv drauf ist, wird sich wohl kaum ruhige Musik anhören. Ich
werde dann jedenfalls noch genervter. Allerdings ist Slayer oder sowas
dann für mich auch nicht das Richtige, das ist dann schon wieder zu
aufstachelnd...

> Dummerweise ist es dann trotzdem nicht immer
>so, dass es einem dabei besser geht. Ich glaub, wenn ich schon
>wütend wäre und dann noch Slayer anmachen würde, käm ich mit so
>einem Hals aus meinem Zimmer *g*

Schon - aber "klassischer Metal" wie Maiden, Manowar oder Majesty wirkt
da bei mir z.B. recht gut, um die Aggression in gute Laune
umzuwandeln...

>> Oh, ich weiss nicht, vielleicht ist das zu peinlich, das zu
>> erzählen, aber beim Musik hören gehe ich immer auf und ab. Aber
>> ich kenne andere Klassik-Hörer, die das auch machen.
>Nö, warum sollte das peinlich sein??

Gibt's da irgendwelche peinlichen Details??? ;-)

>Gut, also könnte man sagen, man baut überflüssige Energie beim Musik
>hören ab *g*.

Genau. :)
Aber man kann sie eben auch anstauen... :(

Ciao,
Mirko

Erik Hüther

unread,
Aug 13, 2001, 7:42:14 AM8/13/01
to
John Strieder <jstried...@compuserve.de> schrieb:

>Ich will nicht mehr. Hätte ich ein Killfile,
>täte ich hier vielleicht ein Plonk anbringen.

Du hast zwar kein Killfile, kannst mit Netscape aber trotzdem filtern.
Bearbeiten --> Nachrichtenfilter und da dann die Mailadresse rein und
ab gehter der Peter.

Ich selbst hab dann mal meinen Score adjusted...

Gruß Erik

--
Wenn der Bauer schneller rennt, hinter ihm der CASTOR brennt.

Stefan Tumczak

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Aug 13, 2001, 7:12:15 AM8/13/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> wrote:

> Das hast Du allerdings. Nochmaliges Lesen hilft vielleicht weiter.

Ich habe es jetzt oft genug gelesen und ich verstehe immer noch
daraus, das wir tolerant sein sollen, auch wenn wir bei jeder
Gelegenheit von denen auf Fresse bekommen. Bitte erklaer mal Eindeutig
was du eigentlich meinst.

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 13, 2001, 11:23:29 AM8/13/01
to
Stefan Tumczak schrieb:

> > Das hast Du allerdings. Nochmaliges Lesen hilft vielleicht weiter.
> Ich habe es jetzt oft genug gelesen und ich verstehe immer noch
> daraus, das wir tolerant sein sollen, auch wenn wir bei jeder
> Gelegenheit von denen auf Fresse bekommen. Bitte erklaer mal Eindeutig
> was du eigentlich meinst.

Also, ich bin der Letzte, der für Toleranz eintritt, wo auch immer.

Ich bin lediglich dafür, daß - auch - diejenigen ihre Meinung äußern dürfen,
die rechtsaußen stehen, ebenso wie die Linksaußen, solange alles in einem
gewissen Rahmen bleibt (also insbesondere keine Gewaltaufrufe etc.). Wenn
einer meint, als Deutscher sei er besser als ein wasauchimmer - bitte, wenn er
glücklich damit ist. Wenn ein anderer meint, er müßte sich schämen für das,
was seine Großeltern (vielleicht nicht) angestellt haben - ist mir genauso
recht.

Ist es jetzt klar geworden?

Erik Hüther

unread,
Aug 13, 2001, 12:08:40 PM8/13/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> schrieb:

>Ich bin lediglich dafür, daß - auch - diejenigen ihre Meinung
>äußern dürfen, die rechtsaußen stehen,

Nun, dann hab ich Dich doch richtig verstanden. Solange einer nur mit
denen sympathisiert, die die Ausländer verprügeln und die
Judenvergasung supertoll findet, selber aber nix macht, solange ist das
freie Meinungsäußerung, weil er ruft ja nicht zur gewalt auf.
Mein Guter, leider geht das für mich schon arg in Richtung
Diskriminierung, und da iss nix mehr mit frei Meinungsäußerung.

Ich kann nur wiederholen: keine Toleranz der Intoleranz!
(das gilt natürlich genauso für Linksaußen, allerdings kommt die gefahr
derzeit eher von rechts, deswegen lassen wir das der Einfachheit halber
mal außen vor).

Erik

--
Standesgemäß sterben, #19:
Der Gemüsebauer schaut sich die Radieschen von unten an.

John Strieder

unread,
Aug 13, 2001, 6:27:55 PM8/13/01
to
Hallo, Erik,

Erik Hüther schrieb:


>Du hast zwar kein Killfile, kannst mit Netscape aber trotzdem filtern.
>Bearbeiten --> Nachrichtenfilter und da dann die Mailadresse rein und
>ab gehter der Peter.
>
>Ich selbst hab dann mal meinen Score adjusted...

Danke für den Hinweis, aber mir sind diese Filter nicht ganz geheuer.
Ich weiss ja, wie der Knabe heisst. Vielleicht sollte jemand mal seine
Mutti anrufen, so dass sie ihm die Tastatur wegnimmt!

Viele Grüsse

John Strieder

--
"Kultur ist für mich ein Mittel zur Weltrettung und wird boomen,
wenn die Spaßgesellschaft ausgehaucht hat - also bald"
(Else Buschheuer)

Jens Bernsdorf

unread,
Aug 14, 2001, 3:25:11 AM8/14/01
to
Erik Hüther schrieb:

> >Ich bin lediglich dafür, daß - auch - diejenigen ihre Meinung
> >äußern dürfen, die rechtsaußen stehen,
> Nun, dann hab ich Dich doch richtig verstanden. Solange einer nur mit
> denen sympathisiert, die die Ausländer verprügeln und die
> Judenvergasung supertoll findet,

Du interpretierst etwas in meine Worte, was überhaupt nicht da steht.

Hendrik Weimer

unread,
Aug 21, 2001, 4:46:14 PM8/21/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> writes:

Wer ist bitte dann 'rechtsaussen'?

Tschuess,
Hendrik

--
NP: Gamma Ray - Heavy Metal Mania

Hendrik Weimer

unread,
Aug 21, 2001, 4:44:59 PM8/21/01
to
Jens Bernsdorf <j...@nefkom.net> writes:

> Ich bezweifle, daß die wirklich etwas gegen unsere freie Meinung
> haben. Die wollen halt ein "ausländerfreies Deutschland". Das heißt
> noch lange nicht, daß sie voll und ganz hinter der Ideologie des
> Dritten Reichs stehen. Ein Teil von ihnen tut das sicher, aber eben
> nur ein Teil.

Darum geht es ja auch nur am Rande. Wenn Du aber vor diesen Leuten die
freie Meinung vertrittst, dass ein auslaenderfreies Deutschland nicht
so toll waere, kriegst Du eben auch Stress mit denen. Also haben diese
Leute sehr wohl etwas gegen die freie Meinung.

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