Dennoch sieht es insgesamt an der deutschen Mudfront wohl anders
aus. Auch wenn ich von Unitopia keine genauen Zahlen habe, habe
ich doch beim gelegentlichen Betrachten der wer-liste den starken
Eindruck, dass die Spielerzahlen dort erheblich geringer sind als vor
ein paar Jahren. Kleinere Muds scheinen gar ganz auszusterben.
Das koennen wir so nicht wollen. Allerdings habe ich ein wenig das
Gefuehl, dass die meisten Betroffenen dieser Entwicklung mehr oder
weniger gleichgueltig oder hilflos gegenueberstehen oder sie erst gar
nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Vielleicht taeusche ich mich in
dieser Hinsicht und in einzelnen Muds wird das Thema intern durchaus
angegangen. Aber ich denke: Wenn wir ein gemeinsames Problem
haben, sollten wir es auch gemeinsam in Angriff nehmen und unsere
Kraefte besser buendeln.
Konkurrenzdenken a la 'Welches ist das beste Mud' und 'Wir haben aber
zwei Spieler mehr als ihr' bringt uns nicht voran, es fuehrt hoechstens
dazu, dass wir uns die Spieler gegenseitig abwerben, die eh schon
mudden.
Die eigentliche Konkurrenz sind sind die kommerziellen Grafik-Spiele,
und gegen die muessen wir uns abgrenzen und unsere Nische finden.
Wenn wir selbst davon ueberzeugt sind, dass mudden antiquiert ist und
die Zukunft in WOW liegt, dann kann es nicht funktionieren. Ich glaube
das auch nicht. Wenn es so waere, warum sind wir dann nicht laengst
alle dort?
Ich moechte gern die Spieler und insbesondere die Admins aller
deutschen Muds zu einem Gedankenaustausch darueber einladen,
wie wir die Zukunft von Muds in Deutschland langfristig sichern und
gestalten koennen. Dazu fallen mir folgende Fragestellungen ein:
1. Wie Unterscheiden sich Muds von anderen Online-Angeboten, und
welche Vorteile haben sie? (Wir sollten da etwas mehr Selbstbewusst-
sein entwickeln, immerhin bieten die etablierten Muds ihren Spielern
inzwischen qualitativ und quantitativ wirklich viel.)
2. Welche Zielgruppen wollen wir ansprechen und wie koennen wir sie
erreichen? (Im Internet sind Millionen von deutschsprachigen Leuten
unterwegs. Selbst wenn nur ein kleiner Bruchteil von ihnen Spass an
Muds haette, haetten wir keine Nachwuchssorgen mehr. Problem:
Die Leute kennen keine Muds, und wie sollten sie auch?)
3. Wie koennen Leute, die neu einsteigen wollen, besser unterstuetzt
werden? (Der durchschnittliche Internetnutzer kann gerade mal links auf
Webseiten anklicken. Hier waere vielleicht ein betreutes Gaestebuch
oder ein Hilfe-Forum auf www.mud.de nuetzlich? Die Seite ist insgesamt
eher was fuer Insider und nicht gerade hilfreich beim 'Einfangen'
neuer Kundschaft :)
Ein weiteres Nachwuchsproblem sehe ich auch bei den Wizards. Ich weiss
nicht, welche Erfahrungen ihr da gemacht habt, aber zumindest bei uns
haben immer mehr Spieler immer weniger Programmierkenntnisse. Das
erfordert mehr Anstrengungen bei der Ausbildung, wenn die Leute dann
programmieren wollen. Vielleicht waere auch in der Richtung mal ein
Erfahrungsaustausch gut.
In der Hoffnung auf zahlreiche Rueckmeldungen,
Christiane (T'Phei@FF)
Kommt drauf an, also mal rein subjektiv zusammengereimt:
MUDs sind z.b. wirklich fantastisch fantasievoll ausstaffierte
Chatraeume. ;-)
Als Spielumgebung unschlagbar komplex und detailreich, was allerdings
auch Leute ausschliesst, die 'schnell zum Ziel kommen' wollen.
MUDs sprechen Leute an, die lieber Lesen als Filme schauen, oder
zumindest ersteres ebenso gern tun. Da sehe ich auch einen Ansatz fuer
Punkt zwei (unten).
Und damit sind sie auch mindestens so anregend fuer die Fantasie wie
Buecher, wohingegen grafische Spiele eher die Fantasie blockieren und
abstumpfen. (imo)
> (Wir sollten da etwas mehr Selbstbewusst-
> sein entwickeln, immerhin bieten die etablierten Muds ihren Spielern
> inzwischen qualitativ und quantitativ wirklich viel.)
Ja, nicht zuletzt weil da jahrelang dran entwickelt wurde stellen sie
ein Potenzial dar, das einen gewissen Wert beinhaltet. Und das Ganze
gibts auch noch fuer lau... Also Argumente Pro-MUD sollten sich genug
finden lassen. Fragt sich nur, wo man sie am besten platziert.
> 2. Welche Zielgruppen wollen wir ansprechen und wie koennen wir sie
> erreichen? (Im Internet sind Millionen von deutschsprachigen Leuten
> unterwegs. Selbst wenn nur ein kleiner Bruchteil von ihnen Spass an
> Muds haette, haetten wir keine Nachwuchssorgen mehr. Problem:
> Die Leute kennen keine Muds, und wie sollten sie auch?)
Mein Vorschlag: Dort wo sich Leute mit o.g. Vorlieben finden.
Bibliotheken z.b. oder genrespezifische Webforen/Blogs (Sci-Fi-Fans ->
FinalFrontier, HdR-Fans -> $Fantasymud etc).
Gynite@FF
> Und das ist auch der Knackpunkt: wie will man die MUDs überzeugen,
> die zufrieden sind?
Na ich wuerde sagen, wer zufrieden ist, dem muss nicht geholfen werden,
insofern braucht uns das nicht zu kuemmern, oder? :) Der familiaere
Charakter ist ja durchaus ein Pluspunkt, der erhalten bleiben soll, und
ich glaube auch nicht, dass irgendwas, was wir tun, nun so reinschlagen
wird, dass nun ploetzlich tausende Leute das Mudden anfangen ...
Mir schwebt lediglich vor, die Leute, die an mehr Zusammenarbeit oder
Austausch zwischen den Muds interessiert sind, mal zusammenzubringen.
> Spieler. Au ja, wohin? :-)
Das ist ein Punkt, der zu klaeren waere ... :) Dieser Ort hier ist
offenbar nicht besonders geeignet. Hier liest laengst nicht jeder
Mudder
mit, und die, die es tun, tun es meist in groesseren Zeitabstaenden.
Und von denen, die es lesen, kenne ich durchaus welche, die nichts
posten, weil es ihnen zu umstaendlich ist oder weil sie keine Lust
darauf haben, schraeg angeschaut zu werden, wenn sie ihren RL-Namen
nicht preisgeben wollen.
Da ein Thread sich hier auch schon mal ueber Monate hinziehen kann,
ist es auch nicht unbedingt hilfreich, wenn Leute ihre Postings nach
ein paar Tagen schon wieder loeschen lassen :)
Alternativen?
Vielleicht waere ja sogar mal ein RL-Workshop nett?
> Viele Spieler rotieren sowieso zwischen den MUDs hin und her.
Genau. Deshalb ist jeder neue Mudder, egal wo, ein Gewinn fuer alle.
Davon ab beschraenkt sich die Rotation doch sehr auf Spieler. Ich
muss zugeben, dass ich spontan kaum den Namen eines aktiven Admins
eines anderen Muds wuesste, und die history von D-Adm vom kompletten
letzten Jahr passt auf eine Bildschirmseite...
An positiven Eigenschaften von Muds wurde nun schon einiges genannt.
Bleibt zu klaeren, wie man diese Botschaft an die potenziellen neuen
Spieler bringt. Einige gute Ansaetze gibts ja schon. Ich moechte
nicht im Detail darauf eingehen, da ich gern erstmal mehr
Rueckmeldungen haette, um zu sehen, wer sich denn uerberhaupt an
der Diskussion beteiligen bzw. sich irgendwie einbringen moechte.
(Gern auch ueber email oder ueber andere Kanaele)
Auf das Thema mud und Schule moechte ich allerdings noch kurz
eingehen. Da ich selbst Lehrerin bin, habe ich mir schon haeufiger
Gedanken darueber gemacht, ob und wie man muds in den Unterricht
einbeziehen koennte. Bisher ueberwiegen da jedoch die Bedenken.
Grund 1: Wenn ich mir den ueberwiegenden Teil meiner Schueler
so anschaue, sind das genau die Leute, die ich _nicht_ im mud
haben will :) Erziehungsarbeit habe ich in meinem Job genug und
brauche das nicht auch noch in der Freizeit.
Grund 2: Wie den meisten von uns klar sein duerfte, haben muds ein
nicht zu unterschaetzendes Suchtpotenzial. Wer erwachsen ist, muss
selbst wissen was er tut und selbst entscheiden, wie viel Zeit
im Internet er sich leisten kann. Aber ich moechte nicht die
Verantwortung dafuer uebernehmen, dass Jugendliche ihren Abschluss
versemmeln, weil sie die halbe Nacht im mud rumhaengen. Ich
vergraule zwar niemanden, nur weil er minderjaehrig ist, aber
ich wuerde in dieser 'Zielgruppe' auch keine explizite Werbung
machen wollen.
Christiane (Tphei@FF)
> Grund 2: Wie den meisten von uns klar sein duerfte, haben muds ein
> nicht zu unterschaetzendes Suchtpotenzial. Wer erwachsen ist, muss
> selbst wissen was er tut und selbst entscheiden, wie viel Zeit im
> Internet er sich leisten kann. Aber ich moechte nicht die
> Verantwortung dafuer uebernehmen, dass Jugendliche ihren Abschluss
> versemmeln, weil sie die halbe Nacht im mud rumhaengen. Ich vergraule
> zwar niemanden, nur weil er minderjaehrig ist, aber ich wuerde in
> dieser 'Zielgruppe' auch keine explizite Werbung machen wollen.
FullACK.
Wenn ich mir gewisse Spezialisten bei uns im Computerpool ansehe, die
_deutlich_ vor mir anfingen und nichtmal ihr Vordiplom haben...und die
sind _deutlich_ über 18.
Hynek@FF
Wenn man den Fokus nur auf das Spielen in (etablierten) MUDs richtet,
ok. Aber das 'Konzept' MUD/MUSH/MU* bietet eigentlich noch viel mehr.
Z.B. waeren rein 'edukative' MUDs denkbar, entweder als Testfeld fuer
soziale Interaktion, oder als spielerische Umgebung fuer erste Schritte
im Programmieren, oder um Kommunikation in Fremdsprachen zu ueben. MUDs
werden leider (zu unrecht) immer nur auf 'Rollenspiel' reduziert oder
oft noch schlimmer, als 'Metzelspiel'. ;-)
So ein MUD koennte beispielsweise auch nur im Intranet einer Schule
betrieben werden und nicht 24/7 online bleiben muessen (gegen
Sucht-Tendenzen), aber es wuede die Schueler mit dem Interface und
Handling eines MUDs vertraut machen.
Mein persoenlicher Einstieg in diesen Teil der Online-Welt fuehrte btw
ueber ein Buch: Sherry Turkle "Life on the Screen" auf deutsch: "Leben
im Netz - Identitaet in Zeiten des Internet'
Gynite@FF
Wenn er abends ins Internet geht/gehen kann, dann findet er auch
allerhand anderes Angebot mit (teilw. erheblichen) Suchtfaktor, und
wenns einfach nur ein anderes Multiplayer-Gezocke a la WoW od. CS ist.
> ... im Endeffekt wäre es sicher am sinnvollsten, schon den Schülern
> beizubringen, mit der Sucht umzugehen. Nur: Wie?
Faellt imo in die selbe Kategorie wie der Umgang mit Drogen (auch / vor
allem legalen), TV-Konsum und wenn mans extrem sehen will auch solche
Sachen wie uebermaessiger Fast-Food-Konsum, Handy-Downloads u.ae. Die
Welt ist heuer voller Suchtpotenzial und die, die darin aufwachsen
muessen, koennen sich eigentlich nur aussuchen, von _was_ sie letztlich
abhaengig werden wollen/sollen und wovon lieber nicht. Das ist eine
wirklich grosse Herausforderung insgesamt fuer alle Lehr- und
Erziehungskraefte (vor allem auch weil man ja mit gutem Bsp. vorangehen
sollte. ;-) ) und in diesem, groesseren Zusammenhang stufe ich die
Gefahr, die vom MUD ausgeht, eher als gering und kalkulierbar ein,
erst recht wenn sie in einem Bildungkontext eingebettet vermittelt
wird.
Gynite@FF
Heute haben es die Spiele nach langer Verzoegerungszeit endlich mal
geschafft, ihre verschlafene Zeit im Internetsektor aufzuholen;
das dies nun ein langsames Ende von Muds bedeutet, glaube ich kaum.
Es gibt auch heute noch Buecher. Soll man kaum glauben,
ganz ohne HD-Ready-Schildchen, Fernbedienung und 17:9 Diagonale kommen
sie daher, und erfreuen sich auch heute noch grosser Beliebtheit.
Sicher muessen nun heute etablierte Muds etwas umdenken.
Es gibt heute nunmal grafisch weitreichende, und vielleicht auch
sehr detaillierte Rollenspiele, die "Multi-User" tauglich sind.
Vorallem letzterer Bereich kann nun nicht mehr von Muds allein
dominiert werden.
Ich bitte bei all der momentanen Resignation aber auch zu
bedenken, dass heute das Internet nach wie vor ununterbrochen
waechst. Es kommen immer mehr Menschen mit dem Medium
Internet in Kontakt. Ich sehe dies als eine Chance fuer Muds, keinen
Niedergang.
Es werden immer Menschen in Muds spielen, ebenso wie viele andere
Buecher lesen statt sich die neueste Spielekonsole zu besorgen, oder
sich das Fernsehprogramm zu Gemuete zu fuehren.
Wir befinden uns im Wandel. Die Zeiten als Muds hauptsaechlich von
Studenten benutzt wurden sind vorbei. Vielmehr muss die Mud-Riege
ihre Qualitaeten erkennen und erweitern.
Xpaccsx@Avalon
--
Mathias Krueger xpa...@gmx.net
GPG-Key 1024D/0xF4AA8460
Key fingerprint: 35DC 34B7 0C34 8676 9E22
9AEE B177 E5B3 F4AA 8460
Ich wuerde es als Nebeneffekt der Entwicklung eines 'grafischen
Internet' eher ansehen. MUDs teilen da das gleiche Schicksal wie das
USENET oder das was man 'frueher' unter ftp und email verstand. HTML
und Multimedia haben da mit zunehmender Bandbreite den reinen Text (mit
seinen spezifischen Vorteilen) arg an den Rand gedraengt. Wer sich
heute seinen Zugang zu Computer und Internet sucht, dessen Weg fuehrt
wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit ueber Windows und womoeglich noch
AOL. Emails sind da Standardmaessig bunt, wenn sie nicht sogar schon
Toene spuken oder aehnliches mitbringen, das 'Internet' besteht
eigentlich nur aus dem WWW mit seinen HTML-Seiten und die Industrie hat
kaum ein Interesse, daran etwas zu aendern oder die Kunden mit etwas
Hintergrund(lagen)wissen zu versorgen. Gibt es auf einem
Standard-Windows eigentlich noch ein simples Telnet oder ist das schon
ganz unter den Tisch gefallen?
> Heute haben es die Spiele nach langer Verzoegerungszeit endlich mal
> geschafft, ihre verschlafene Zeit im Internetsektor aufzuholen;
> das dies nun ein langsames Ende von Muds bedeutet, glaube ich kaum.
Das ist imo mehr ein Verdienst der billig verfuegbaren Bandbreite. In
frueheren Modem-Zeiten war Grafik schlicht nicht moeglich bzw ein
enormer Frustfaktor. Da musste man entweder lesen wollen oder drauf
verzichten. ;-)
> Es gibt auch heute noch Buecher. Soll man kaum glauben,
> ganz ohne HD-Ready-Schildchen, Fernbedienung und 17:9 Diagonale kommen
> sie daher, und erfreuen sich auch heute noch grosser Beliebtheit.
> Sicher muessen nun heute etablierte Muds etwas umdenken.
...
> Ich bitte bei all der momentanen Resignation aber auch zu
> bedenken, dass heute das Internet nach wie vor ununterbrochen
> waechst. Es kommen immer mehr Menschen mit dem Medium
> Internet in Kontakt. Ich sehe dies als eine Chance fuer Muds, keinen
> Niedergang.
Es wurde ja auch nicht bezweifelt, dass es ein gewisses Potenzial an
Interessierten gibt. Nur kommen die nicht zwangslaeufig auf das
Phaenomen MUD, wenn sie ins Internet gehen. Eigentlich mehr aus Zufall
oder weil sie jemanden kennen, der das macht und es dann auch mal
versuchen. Da MUDs eben keine kommerzielle Lobby haben, kuemmert sich
auch niemand darum, sie der (potenziell interessierten) Allgemeinheit
bekannt zu machen.
> Es werden immer Menschen in Muds spielen, ebenso wie viele andere
> Buecher lesen statt sich die neueste Spielekonsole zu besorgen, oder
> sich das Fernsehprogramm zu Gemuete zu fuehren.
Ich hoffe ja insgeheim, dass die Leute die Vorzuege von reinem Text im
Netz (wieder)entdecken, sprich auch in anderen Bereichen wie smtp und
auf Websites.
> Wir befinden uns im Wandel. Die Zeiten als Muds hauptsaechlich von
> Studenten benutzt wurden sind vorbei. Vielmehr muss die Mud-Riege
> ihre Qualitaeten erkennen und erweitern.
Was meinst du denn konkret damit, ihre Qualitaeten erkennen und
erweitern?
Gynite@FF
Ich denke, dass ist Ansichtssache. Ich kann nicht pauschal bestätigen.
Das heute nur noch selten Emails versendet werden, oder dass es
kaum mehr FTP-Downloads gibt, glaube ich nicht.
Ich verstehe nicht, wie Du bei Windows und AOL darauf schließen
kannst, dass diese User nun Internet "Anders" benutzen?
>Emails sind da Standardmaessig bunt, wenn sie nicht sogar schon
> Toene spuken
Finde ich eine an sich gute Sache, wenn wenigstens X.509/Openpgp
im gleichem maß vorangetrieben werden würden. Allerdings steht
dies wohl auf einem anderem Blatt.
oder aehnliches mitbringen, das 'Internet' besteht
> eigentlich nur aus dem WWW mit seinen HTML-Seiten und die Industrie hat
> kaum ein Interesse, daran etwas zu aendern oder die Kunden mit etwas
> Hintergrund(lagen)wissen zu versorgen. Gibt es auf einem
> Standard-Windows eigentlich noch ein simples Telnet oder ist das schon
> ganz unter den Tisch gefallen?
>
Auch Telnet steht noch in Windows zur Verfügung.
>> Heute haben es die Spiele nach langer Verzoegerungszeit endlich mal
>> geschafft, ihre verschlafene Zeit im Internetsektor aufzuholen;
>> das dies nun ein langsames Ende von Muds bedeutet, glaube ich kaum.
>
> Das ist imo mehr ein Verdienst der billig verfuegbaren Bandbreite. In
> frueheren Modem-Zeiten war Grafik schlicht nicht moeglich bzw ein
> enormer Frustfaktor. Da musste man entweder lesen wollen oder drauf
> verzichten. ;-)
>
Dass allein Bandbreite ausschlaggebend für den heutigen Boom an
Grafischen RPG's ist, möchte ich anzweifeln. Selbst mit altertümlichen
Modems gingen schon vor 10 Jahren One-Man-Shooter auf Ballerturen.
Und überhaupt, ich selbst habe DSL seid 1999, also vor 7 Jahren.
>> Es gibt auch heute noch Buecher. Soll man kaum glauben,
>> ganz ohne HD-Ready-Schildchen, Fernbedienung und 17:9 Diagonale kommen
>> sie daher, und erfreuen sich auch heute noch grosser Beliebtheit.
>> Sicher muessen nun heute etablierte Muds etwas umdenken.
> ....
>> Ich bitte bei all der momentanen Resignation aber auch zu
>> bedenken, dass heute das Internet nach wie vor ununterbrochen
>> waechst. Es kommen immer mehr Menschen mit dem Medium
>> Internet in Kontakt. Ich sehe dies als eine Chance fuer Muds, keinen
>> Niedergang.
>
> Es wurde ja auch nicht bezweifelt, dass es ein gewisses Potenzial an
> Interessierten gibt. Nur kommen die nicht zwangslaeufig auf das
> Phaenomen MUD, wenn sie ins Internet gehen. Eigentlich mehr aus Zufall
> oder weil sie jemanden kennen, der das macht und es dann auch mal
> versuchen. Da MUDs eben keine kommerzielle Lobby haben, kuemmert sich
> auch niemand darum, sie der (potenziell interessierten) Allgemeinheit
> bekannt zu machen.
IRC/Newsgroups haben auch keine Kommerzielle Lobby. Selbst die heute
noch sehr neuen Blogs haben in ihrem Ursprung keinen Kommerz erfahren.
Dennoch sind diese Dienste Aktiv in Benutzung. Ich glaube, dass einige
Dienste "Gepuscht" wurden, wirklich auswirken auf ihre Akzeptanz sollte
das allerdings wenig.
>
>> Es werden immer Menschen in Muds spielen, ebenso wie viele andere
>> Buecher lesen statt sich die neueste Spielekonsole zu besorgen, oder
>> sich das Fernsehprogramm zu Gemuete zu fuehren.
>
> Ich hoffe ja insgeheim, dass die Leute die Vorzuege von reinem Text im
> Netz (wieder)entdecken, sprich auch in anderen Bereichen wie smtp und
> auf Websites.
>
>> Wir befinden uns im Wandel. Die Zeiten als Muds hauptsaechlich von
>> Studenten benutzt wurden sind vorbei. Vielmehr muss die Mud-Riege
>> ihre Qualitaeten erkennen und erweitern.
>
> Was meinst du denn konkret damit, ihre Qualitaeten erkennen und
> erweitern?
Ich meine damit, dass Muds insgesamt den bisher bekannten Weg weiterfahren.
Detailreichtum, Interaktion der Charakter wie zum Beispiel
Gruppen-Quests, Übersichtliche Einsteigerhilfen.
Die Qualitäten, die Muds gegenüber WOW zum Bleistift haben,
sind die zumeist enorm größere und durch jahrelanger Reife
Detailreich erschaffene Welten.
Auch seih anzumerken, dass Muds in der Regel viel mehr sind,
wie das Blanke Spiel, und deren Spiel ziele. Nämlich eine Virtuelle
Welt, in der man völlig ungebunden und Streßfrei Leben kann.
Hast Du schon einmal ein Kartenspiel in WOW gesehen?
Ich gebe Dir recht, dass ein wenig Werbung für Muds gut tuen würde.
Viele Leute, die ich Treffe, haben schon von Muds einmal gehört, und
dies als alte Erinnerung abgetan, und waren sogar erstaunt, dass es
diese Medium-Art überhaupt noch gibt.
Ich denke, dass dieses Beschriebene Verfahren, naemlich einen kleinen
Mud-Client auf mud.de zur Verfügung zu stellen, der die wichtigsten
Deutschen Muds als Links/Buttons vorinstalliert hat, wirklich vielen
Leuten helfen würde, den Einstieg zu finden.
> Ich meine damit, dass Muds insgesamt den bisher bekannten Weg weiterfahren.
> Detailreichtum, Interaktion der Charakter wie zum Beispiel
> Gruppen-Quests, Übersichtliche Einsteigerhilfen.
> Die Qualitäten, die Muds gegenüber WOW zum Bleistift haben,
> sind die zumeist enorm größere und durch jahrelanger Reife
> Detailreich erschaffene Welten.
Sicher. Keines der massiv graphischen Rollenspiele ist
ueber Jahre oder gar mehr als ein Jahrzehnt hinweg
entstanden.
> Auch sei anzumerken, dass Muds in der Regel viel mehr sind,
> wie das Blanke Spiel, und deren Spiel ziele. Nämlich eine Virtuelle
> Welt, in der man völlig ungebunden und Streßfrei Leben kann.
> Hast Du schon einmal ein Kartenspiel in WOW gesehen?
Es gibt einen Bereich, in dem Muds gegenueber graphischen
Onlinespielen praktisch unschlagbar sind: sie sind barrierefrei.
Ok, ich habe kein Braille-Terminal und stelle mir Metzeln darauf
aehnlich anstrengend vor wie Mudden mit dem Zaurus, aber es
geht immerhin.
> Ich gebe Dir recht, dass ein wenig Werbung für Muds gut tuen würde.
> Viele Leute, die ich Treffe, haben schon von Muds einmal gehört, und
> dies als alte Erinnerung abgetan, und waren sogar erstaunt, dass es
> diese Medium-Art überhaupt noch gibt.
Ich denke, man sollte vielleicht versuchen, etwas mehr fuer die
Publicity fuer Muds zu tun. Dazu koennte gehoeren, Informationen
ueber Muds, ihre Jubilaeen (Wann sind es wo 15 Jahre, 10 haben
ja schon etliche auf dem Buckel) etc. in die Online-Magazine
(heise vor allem, aber nicht nur) und eventuell auch Print-
organe oder sogar Rundfunk und TV zu lancieren.
Risiko sind dann allerdings stressige Newbie-Schuebe. Ich denke
da u.a. an Nightfall und Cincinnati, mit FF und Fuerth war da
doch auch mal was ..
Ein Wort noch zu dieser Gruppe: Ich denke, Mudnamen werden
hier schon toleriert. Wenn die Mudder die Gruppe nicht so
sehr brachliegen liessen, haette man das laengst in die
Charta schreiben koennen.
regards, es
> Das Problem der MUDs ist: Telnet ist deutlich zu unkomfortabel, zMUD muß
> er registriert werden (und kostet dann auch noch). Andere Clients für
> Windows kenne ich nicht. (Ok, ich bin auch kein Windows-Nutzer)
Och, da gibt es einige, siehe z.B. http://bl.mud.at/anfaenger/mudclients.php
> Ich beobachte, daß die MUD-Libs immer komplexer werden, und es immer
> weniger Leute gibt, die sich darin *wirklich* auskennen. Vielleicht wäre
> es eine Überlegung, mal die unterschiedlichen "Stämme" wieder
> zusammenzulegen. Dabei müßte man dann aber wieder ein sehr großes Maß an
> Flexibilität walten lassen, damit beliebige MUD-Eigenheiten wieder
> eingebaut werden können. (Beispiel: Avalon basiert deutlich auf
> Unitopia, hat aber neben den Zauberpunkten und den Lebenspunkten noch
> zusätzlich Aktionspunkte eingebaut.)
Ich glaube weder, dass das (mit vernünftigem Aufwand) machbar noch dass es
sinnvoll wäre. Allein bei LP existieren ja schon im deutschen Sprachraum
mind. 3 unterschiedliche Zweige, "unfertige" Libs wie die RoleMUD (die
schon von einigen Konzepten her ziemlich anders ist) nicht berücksichtigt.
Ich wüsste jetzt auf Anhieb nicht, wie ich z.B. die RoleMUD und die MG-Lib
unter einen Hut bringen sollte, außer den ganzen Code auf einen großen
Haufen zusammenzuwerfen und beide Konzepte anzubieten - das Ergebnis wäre
vermutlich ziemlich undurchsichtig und schwer zu warten...
Vor allem denke ich aber, dass der Aufwand umsonst wäre. Die verschiedenen
Zweige haben sich ja nicht aus Jux und Tollerei entwickelt, sondern weil
verschiedene Leute verschiedene Ansichten über MUDLibs haben - warum sollte
das in Zukunft auf einmal anders sein? Es wäre IMHO also absehbar, dass
sich über kurz oder lang wieder verschiedene Zweige etablieren.
Die Energie dafür sollte lieber ins "Marketing" gesteckt werden :-)
--
cu mail: invi...@xover.mud.at
Invisible@Beutelland www: http://invisible.priv.at
The choices we make, not the chances we take, determine our destiny.
>> Spieler. Au ja, wohin? :-)
> Das ist ein Punkt, der zu klaeren waere ... :) Dieser Ort hier ist
> offenbar nicht besonders geeignet. Hier liest laengst nicht jeder
> Mudder
> mit, und die, die es tun, tun es meist in groesseren Zeitabstaenden.
Weil es gerade en vogue ist: Wiki?
> vergraule zwar niemanden, nur weil er minderjaehrig ist, aber
> ich wuerde in dieser 'Zielgruppe' auch keine explizite Werbung
> machen wollen.
...der Grat zwischen "viele Spieler" und "Kindergarten" ist ein schmaler...
man beachte z.B. die aktuellen Diskussionen in WoW.
>Joseph Feldner wrote:
>
>> Das Problem der MUDs ist: Telnet ist deutlich zu unkomfortabel, zMUD muß
>> er registriert werden (und kostet dann auch noch). Andere Clients für
>> Windows kenne ich nicht. (Ok, ich bin auch kein Windows-Nutzer)
>
>Och, da gibt es einige, siehe z.B. http://bl.mud.at/anfaenger/mudclients.php
SimpleMU ist mir übrigens kürzlich sehr positiv aufgefallen.
Komfortabel, aber nicht überladen.
Patrick Borer
Ich meinte mehr den Einzug der Grafik in die jeweiligen Bereiche. Also
sprich HTML in Emails z.b., obwohl das so nie vorgesehen war und - imo
- dort auch nichts zu suchen hat. Nebeneffekt: Sowas wie Ascii-Art
verschwindet immer mehr aus dem Medium, waehrend sich ToFu zum Standard
etabliert. Kurz es verschwindet ein gutes Stueck Netz-Kultur. Aber das
ist reine Ansichtssache halt. Ich benutze z.b. Pine als Mailer und der
stutzt mir das HTML-Zeugs schon zurecht. Nur das die Mails um das
X-Fache aufgeblaeht sind nervt noch.
> Ich verstehe nicht, wie Du bei Windows und AOL darauf schließen
> kannst, dass diese User nun Internet "Anders" benutzen?
Sie benutzen es im Rahmen ihrer Moeglichkeiten etwas 'slutty' imo, weil
sie heutzutage eben gewohnt sind, 'aus dem Vollen schoepfen' zu
koennen, weder auf Bandbreite noch auf einheitliche
Lesbarkeit/Darstellung achten zu muessen. Ransetzen und losklicken,
alles geht 'spielend leicht'...
> >Emails sind da Standardmaessig bunt, wenn sie nicht sogar schon
> > Toene spuken
> Finde ich eine an sich gute Sache, wenn wenigstens X.509/Openpgp
> im gleichem maß vorangetrieben werden würden. Allerdings steht
> dies wohl auf einem anderem Blatt.
Ja. :-) Ich finde es btw _keine_ gutes Sache. Aber egal.
> > Was meinst du denn konkret damit, ihre Qualitaeten erkennen und
> > erweitern?
> Ich meine damit, dass Muds insgesamt den bisher bekannten Weg weiterfahren.
> Detailreichtum, Interaktion der Charakter wie zum Beispiel
> Gruppen-Quests, Übersichtliche Einsteigerhilfen.
> Die Qualitäten, die Muds gegenüber WOW zum Bleistift haben,
> sind die zumeist enorm größere und durch jahrelanger Reife
> Detailreich erschaffene Welten.
Zweifellos, genau das gilt es potenziellen Interessenten zu vermitteln.
> Auch seih anzumerken, dass Muds in der Regel viel mehr sind,
> wie das Blanke Spiel, und deren Spiel ziele. Nämlich eine Virtuelle
> Welt, in der man völlig ungebunden und Streßfrei Leben kann.
> Hast Du schon einmal ein Kartenspiel in WOW gesehen?
Ich kenne WoW eigentlich nur aus diversen Artikeln. Ich wuerde mir
dafuer kein Windows-Programm installieren wollen. (Und erst recht kein
kostenpflichtiges ;-) )
> Ich gebe Dir recht, dass ein wenig Werbung für Muds gut tuen würde.
> Viele Leute, die ich Treffe, haben schon von Muds einmal gehört, und
> dies als alte Erinnerung abgetan, und waren sogar erstaunt, dass es
> diese Medium-Art überhaupt noch gibt.
Das ist der Punkt, um den es hier eigentlich geht.
> Ich denke, dass dieses Beschriebene Verfahren, naemlich einen kleinen
> Mud-Client auf mud.de zur Verfügung zu stellen, der die wichtigsten
> Deutschen Muds als Links/Buttons vorinstalliert hat, wirklich vielen
> Leuten helfen würde, den Einstieg zu finden.
Klingt gut ja, wenn sie denn schonmal zu mud.de gefunden haben.
Gynite@FF
Wir haben im FF einige Mudder, die unter diesen Bedingungen spielen und
ja, es ist ein ganz klarer Vorteil der MUDs. Die Braille-Zeile ist da
noch nichtmal so das Interface der Wahl, wie ich von einem dieser
Spieler mal erfahren habe, sondern eher der 'Screenreader'. Also das
funktioniert wohl recht gut ueber Sprach Ein- und Ausgabe. MUDseitig
kann man dann auch noch einiges dafuer tun, z.b. ein Tool das
unnoetigen scroll eleminiert zur Verfuegung stellen und z.b.
alternative Textbeschreibungen fuer Ascii-Grafiken ausgeben lassen.
Gynite@FF
> Ok, ich habe kein Braille-Terminal und stelle mir Metzeln darauf
> aehnlich anstrengend vor wie Mudden mit dem Zaurus, aber es
> geht immerhin.
Mudden vom Zaurus hat durchaus Vorteile. Alleine schon der WAF (women's
acceptence factor) vom Zaurus macht die kleine Tastatur wieder wett :)
felix
--
GPG/PGP: D9AC74D0 / 076E 1E87 3E05 1C7F B1A0 8A48 0D31 9BD3 D9AC 74D0
http://hazardous.org/~fkr - f...@hazardous.org - fkr@silc|irc - FKR-RIPE
https://www.bytemine.net/ - bytemine - BSD based Hosting/Solutions/Ideas
> Es gibt einen Bereich, in dem Muds gegenueber graphischen
> Onlinespielen praktisch unschlagbar sind: sie sind barrierefrei.
Allerdings. Als ich vor gut vier Jahren die MUDs entdeckt habe, war das
für mich eine Offenbarung. :-)
> Ok, ich habe kein Braille-Terminal und stelle mir Metzeln darauf
> aehnlich anstrengend vor wie Mudden mit dem Zaurus,
Ist es auch. Forschen ist damit schon extrem stressig und Metzeln kann
man gleich vergessen. Aber es gibt ja noch die Sprachausgabe. wenn man
die schnell genug einstellt, ist man kaum langsamer als ein Sehender.
Gruß,
Henning
Am Dienstag, 14. Februar schrieb Gynite@FF:
> Wir haben im FF einige Mudder, die unter diesen Bedingungen spielen und
> ja, es ist ein ganz klarer Vorteil der MUDs. Die Braille-Zeile ist da
> noch nichtmal so das Interface der Wahl, wie ich von einem dieser
> Spieler mal erfahren habe, sondern eher der 'Screenreader'.
Einen Screenreader braucht man ohnehin, da er die Ausgabeinformationen
entsprechend aufbereitet und per Sprachausgabe oder Braillezeile
präsentiert, z. B. Vorlesen der aktuellen Zeile, der vorigen Zeile, des
Bildschirms ab Cursorposition, des ganzen Bildschirms, usw.
Das Problem ist, daß diese Navigiererei gerade beim Metzeln ziemlich
bremst, mit der Braillezeile jedoch nicht anders möglich ist, da ja
immer nur 40 bzw. 80 Zeichen auf einmal präsentiert werden können.
Am schnellsten ist man, wenn man den Screenreader so einstellt, daß
"neuer" Text automatisch von der sprachausgabe vorgelesen wird. Um beim
Metzeln nicht trotzdem ins Hintertreffen zu geraten, stellt man die
Sprechgeschwindigkeit so schnell ein, daß man die Sprachausgabe gerade
noch versteht. Ja, ist gewöhnungsbedürftig, aber es funktioniert. :-)
> Also das funktioniert wohl recht gut ueber Sprach Ein- und Ausgabe.
Spracheingabe? Das stelle ich mir erst anstrengend vor.
> MUDseitig kann man dann auch noch einiges dafuer tun, z.b. ein Tool
> das unnoetigen scroll eleminiert zur Verfuegung stellen und z.b.
> alternative Textbeschreibungen fuer Ascii-Grafiken ausgeben lassen.
Was die Ascii-Grafiken angeht, hat sich in der letzten Zeit ja einiges
getan. Mindestens Avalon und MG haben mittlerweile ein Ascii-Flag.
Finde ich genial, vor Allem für die questrelevanten Sachen.
Henning
Auch, und ich koennte noch mehr Gruende aufzaehlen, aber im Endeffekt
liegt es nicht daran. Auch in FF kann man beobachten das es eigentlich
so gut wie keine wirklichen Neulinge mehr gibt, sondern eher Leute die
wieder anfangen oder schon andere Muds kennen.
Das wirkliche Problem ist ja eigentlich die Spielerzahl, sondern die
Neuzugaenge, ich denke alle Muds haben aehnliche Probleme mal wieder eine
etwas groessere Menge neuer Spieler zu kriegen.
>> Das koennen wir so nicht wollen. Allerdings habe ich ein wenig das
>> Gefuehl, dass die meisten Betroffenen dieser Entwicklung mehr oder
>> weniger gleichgueltig oder hilflos gegenueberstehen oder sie erst gar
>> nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Vielleicht taeusche ich mich in
>
> Das kommt wohl ganz auf das MUD darauf an. Manche MUDs finden es vielleicht
> sogar schön, wenn es etwas familiärer zugeht, andere weniger, viele wollen
> das Problem nicht sehen oder es einfach nicht angehen oder haben keine
> Ideen dafür.
>
> Und das ist auch der Knackpunkt: wie will man die MUDs überzeugen, die
> zufrieden sind? Geht schlecht bis gar nicht, und schon deswegen ist es
> schwer, da eine einheitliche Linie zu finden fürchte ich.
Man muss ja nicht unbedingt alle Muds ins Boot holen, aber es wird schon
einige geben die die fehlenden Neuzugaenge mit Sorge sehen. Schliesslich
werden Muds ueber Jahre hinweg mit viel Liebe gebaut und ein jeder der
etwas dazu beigetragen hat wird das wohl ungern sterben sehen.
Nach der aktuellen Entwicklung wird das zwar nicht so schnell kommen, langsam
aber sicher hat man zuviel Inventar an Spielern und zu wenig neue Leute.
Dadurch geht in meinen Augen ein wenig der Elan beim Mudden verloren, das
entdecken und das ausforschen, da die alten Spieler vieles schon kennen
und/oder einordnen koennen.
>> Konkurrenzdenken a la 'Welches ist das beste Mud' und 'Wir haben aber
>> zwei Spieler mehr als ihr' bringt uns nicht voran, es fuehrt hoechstens
>> dazu, dass wir uns die Spieler gegenseitig abwerben, die eh schon
>> mudden.
>
> Viele Spieler rotieren sowieso zwischen den MUDs hin und her.
Kann ich bestaetigen, ich bin in c. 2,5 Muds.
>> Die eigentliche Konkurrenz sind sind die kommerziellen Grafik-Spiele,
>> und gegen die muessen wir uns abgrenzen und unsere Nische finden.
>
> Naja... nicht direkt. Das mag für ein Shard gelten, aber ein MUD hat seit
> jeher eine andere Zielgruppe alleine deswegen, weil es textbasiert ist.
> MMORPGs sind eine folgerichtige Weiterentwicklung der MUDs, getragen von
> der Weiterentwicklung der Technik, aber mit denen in Konkurrenz treten zu
> wollen scheint mir vermessen.
Naja, ich denke die Muds koennten eine Alternative fuer die Spieler sein,
die entweder ein wenig mehr Fantasie walten lassen wollen als alles
vorgefertigt zu sehen, die gerne mitmachen wuerden (als Goetter/Qs/Adlige/
was auch immer) und vor allem die Leute, die von den vielen .. nunja..
dummen Kiddies in den MMORPGs genervt sind.
(Anekdoten wie:
LOLOLOLOLOLOL
WTB your Mom ^^ roflololol
und aehnliches kennt wahrscheinlich jeder der schonmal ein MMORPG
gespielt hat.)
Ich kenne einige die davon genervt sind, das koennte auch eine Spielergruppe
sein die zumindest teilweise auf Muds umschwenken koennten, ich kenne
zumindest kein Mud wo solche sinnfreien Aeusserungen ein Problem waeren.
>> 1. Wie Unterscheiden sich Muds von anderen Online-Angeboten, und
>> welche Vorteile haben sie? (Wir sollten da etwas mehr Selbstbewusst-
>> sein entwickeln, immerhin bieten die etablierten Muds ihren Spielern
>> inzwischen qualitativ und quantitativ wirklich viel.)
>
> Klar: textbasiert, relativ stabile und kleine Spielergruppe.
Moeglichkeit selber kreativ im Spiel taetig zu sein, ich denke das
kann auch eine grosse Motivation sein.
RL-Treffen, es spielt sich einfach besser wenn man Gesichter zu den
Mudnamen zuordnen kann.
>> 2. Welche Zielgruppen wollen wir ansprechen und wie koennen wir sie
>> erreichen? (Im Internet sind Millionen von deutschsprachigen Leuten
>> unterwegs. Selbst wenn nur ein kleiner Bruchteil von ihnen Spass an
>> Muds haette, haetten wir keine Nachwuchssorgen mehr. Problem:
>> Die Leute kennen keine Muds, und wie sollten sie auch?)
>
> Gute Homepage und Werbung durch mud.de vermutlich. Ohne gute Werbung ist man
> alleine auf Mund-zu-Mund-Propaganda angewiesen. Mud.de ist momentan
> uninteressant. Letzte Neuigkeit vom 16. März 2003, wir haben 2006 - da faßt
> sich jeder nur an den Kopf.
Ja, ein Portal was aktuell ist waere wirklich gut, ich habe ueber mud.de
auch zu "meinen" Muds gefunden, allerdings war das 2000 noch ein wenig
besser gewartet.
>> Ein weiteres Nachwuchsproblem sehe ich auch bei den Wizards. Ich weiss
>> nicht, welche Erfahrungen ihr da gemacht habt, aber zumindest bei uns
>> haben immer mehr Spieler immer weniger Programmierkenntnisse. Das
>> erfordert mehr Anstrengungen bei der Ausbildung, wenn die Leute dann
>> programmieren wollen. Vielleicht waere auch in der Richtung mal ein
>> Erfahrungsaustausch gut.
>
> Wer es lernen will, der lernt es auch. Wer nicht, der nicht. Man sollte
> seine Anforderungen nicht zu niedrig setzen und es ist von MUD zu MUD
> unterschiedlich, was da nun Wiz werden will.
Naja, aber wenn jemand hochmotiviert ist, aber von programmieren nichts
versteht, dann sollte man ihm schon einen gewissen Grundschatz an
programmieren vermitteln. Wenn solche Leute aber ueberhand nehmen, dann
werden auch die Wizards ueberfordert, den wen sollte man zurueckweisen
mit welcher Begruendung? Ich kenne einige Wizards, die von Programmieren
an sich eigentlich keine Ahnung haben, aber wunderbare Sachen fuers Mud
gebaut haben.
> In Unitopia kann man sich seine Gesellen aussuchen, weil es genügend
> Nachwuchs gibt, in anderen MUDs, die nicht viel kleiner sind, muß man froh
> sein, wenn innerhalb eines Quartals überhaupt einer Wiz wird.
Naja, in Unitopia ist auch ein gewisser Durchgangsverkehr bei den Wizards,
die dann wieder Spieler werden oder Spielerzweities haben. In Muds wo es
entweder Wizard oder Spieler heisst und die Wizards auch nach den Richtlinien
keine Spieler mehr werden duerfen gibt es natuerlich nicht so viele.
Ich kenne Muds sowohl mit dem einen als auch dem anderen System, und in beiden
entwickelt sich neues und schoenes, also denke ich nicht das ein System dem
anderen wirklich ueberlegen ist.
> Gruß,
>
> Marc
Marcus
(Vimes@FF, Spacelord@Unitopia)
Und Blinde verstehen ein _gewaltiges_ Lesetempo noch, bei dem
unsereines nur noch mit den Ohren schlackert. Ich war letztes Jahr
bei einer entsprechenden Vorführung dabei - das erste was die
Referentin machen musste, war ihren Screenreader langsamer zu
stellen, damit das Publikum überhaupt mitkriegt, dass da Deutsch
gesprochen wird. Alles verstanden haben wir trotzdem nicht.
Gruß,
Mark
--
Deutsche Gesetze im WWW: http://www.rechtliches.de
>> Auch, und ich koennte noch mehr Gruende aufzaehlen, aber im Endeffekt
>> liegt es nicht daran. Auch in FF kann man beobachten das es eigentlich
>> so gut wie keine wirklichen Neulinge mehr gibt, sondern eher Leute die
>> wieder anfangen oder schon andere Muds kennen.
> Ich kann dir sofort aus Uni vier Neulinge nennen, die da das erste Mal zu
> mudden anfingen 2005 und es bis heute mehr oder weniger gibt. Eine Clique,
> die da zusammen anfing.
Hast Du wirklich nicht den Eindruck, dass deutlich weniger neue
Spieler in den Muds sind? Ich finde, dass in den Muds, in denen
man mit rwho/wer Spieler und HLP (Seher oder wie immer) unterscheiden
kann, die Zahl der Spieler deutlich abgesackt ist (einige weisen das
auch in den Statistiken aus), und darunter wohl noch viele Xtis sind.
>> Das wirkliche Problem ist ja eigentlich die Spielerzahl, sondern die
>> Neuzugaenge, ich denke alle Muds haben aehnliche Probleme mal wieder eine
>> etwas groessere Menge neuer Spieler zu kriegen.
> Nein, das ist kein Problem, vielmehr, wie mit solchen Leuten umgegangen
> wird.
> Wenn jemand das erste Mal wirklich in Uni einloggt, die Brüllerei geht hoch
> her und der auch sofort gefragt wird, ob er Zweitie ist und einen negativen
> Gesamteindruck bekommt - was schnell gehen kann - sieht man den einmal und
> nie wieder.
Hmm. Ich kann das in Uni jetzt nicht so beurteilen, aber das mit
der Bruellerei oder irgendwelchen daemlichen Zweitiverdaechtigungen
gab es doch in Uni schon immer. Wenn deswegen jeder gegangen waere,
haettet Ihr nie Spieler gekriegt :).
In gewissen anderen grossen Muds, die frueher fuer ihren ruppigen
Ton gegenueber Newbies beruechtigt und noch stolz darauf *g* waren,
wird mittlerweile sehr viel Wert auf Anfaengerhilfe gelegt. Aber auch
dort kommen weniger als frueher.
Mein Eindruck ist eher, dass die Muds irgendwo in einer vergessenen
Ecke des Cyberspace existieren. Und ich denke, dass, wenn man das
aendern will, PR-Arbeit noetig ist.
Und da sehe ich das Problem, das schon bei der Beteiligung an
dieser Newsgroup anfaengt, denn auch die ist ein Stueck Oeffent-
lichkeit, das auch von Nichtmuddern wahrgenommen wird. Im
Unterschied zu rec.mud.*, wo zumindest frueher (lange nicht
mehr reingeschaut) die groesseren englischsprachigen Muds
schon mal Reklame gemacht, ueber Neueroeffnungen bis hin zu
neuen Quests informiert haben, hat sich hier vergleichbares
nie getan. Ich sehe da auch ein Stueck Oeffentlichkeitsscheu.
..
>> Nach der aktuellen Entwicklung wird das zwar nicht so schnell kommen,
>> langsam aber sicher hat man zuviel Inventar an Spielern und zu wenig neue
>> Leute. Dadurch geht in meinen Augen ein wenig der Elan beim Mudden
>> verloren, das entdecken und das ausforschen, da die alten Spieler vieles
>> schon kennen und/oder einordnen koennen.
> Das Problem der alten, gelangweilten Spielerschaft gibts doch überall.
Weiss ich nicht. Ich hatte in einigen Muds den Eindruck, dass eher
das Schwergewicht der Aktivitaet auf den HLP (oder Sehern) liegt.
Das ist anders als in den Neunzigern, als die Muds ueberwiegend
durch Spieler gepraegt waren und die HLP die Ausnahme bildeten.
Entsprechend sind viele Muds auch entscheidend durch ihre HLP-
Gebiete gepraegt, Morgengrauen zum Beispiel oder Silberland.
[ .. Kiddieproblem ..]
Gab es natuerlich auch mal in Muds, wenn auch nie so krass.
>> Ich kenne einige die davon genervt sind, das koennte auch eine
>> Spielergruppe sein die zumindest teilweise auf Muds umschwenken koennten,
>> ich kenne zumindest kein Mud wo solche sinnfreien Aeusserungen ein Problem
>> waeren.
> Möglich, nur wie werden die dann darauf aufmerksam? Das ist der springende
> Punkt.
Das ist eben die Sache mit dieser gewissen Introvertiertheit der
Mudszene. Sie muesste sich da praesentieren, wo auch Browserspiele,
MMORPGs und so weiter informieren, in entsprechenden Portalen und
Foren und was es da gibt. Und ueberhaupt in der Oeffentlichkeit.
Und auch hier.
[ Rest sag ich mal nix zu ]
regards, es
> Und da sehe ich das Problem, das schon bei der Beteiligung an
> dieser Newsgroup anfaengt, denn auch die ist ein Stueck Oeffent-
> lichkeit, das auch von Nichtmuddern wahrgenommen wird. Im
> Unterschied zu rec.mud.*, wo zumindest frueher (lange nicht
> mehr reingeschaut) die groesseren englischsprachigen Muds
> schon mal Reklame gemacht, ueber Neueroeffnungen bis hin zu
> neuen Quests informiert haben, hat sich hier vergleichbares
> nie getan. Ich sehe da auch ein Stueck Oeffentlichkeitsscheu.
rec.games.mud.{admin,announce,lp,misc} ist ziemlich tot - einige Muds
wie Frontier haben immer noch ihre regelmaessigen Autoposts, aber
ansonsten gibt es praktisch keine Diskussion mehr.
Dies liegt aber auch zum Teil daran, dass Usenet als Diskussionsmedium
ausstirbt - Leute kennen halt nur noch Webforen und haben Angst vor
allem anderen.
--
Lars Duening; lars at bearnip dot com
> Joseph Feldner wrote:
>
> > Naja, die Energie könnte man auch in die Wartung der vorhandenen Libs
> > stecken. Nur beobachte ich, daß wirklich gute Kenner der MUDlibs immer
> > weniger werden. Was aber tut man, wenn es eines Tages nur noch drei
> > Leute für drei MUDlibs gibt?
>
> Das Zeug ist doch alles mehr oder weniger dokumentiert, es hält keiner einen
> davon ab, sofern man Zugang hat, sich darin beliebig tief einzuarbeiten.
Diese Einarbeitungszeit ist unproduktiv, und je komplexer die Libs,
desto laenger wird fuer die Einarbeitung benoetigt. Irgendwann ist dann
ein Punkt erreicht, wo die Leute ausbrennen bevor sie sich auch nur
annnaehernd in der Lib auskennen.
Zudem ist Libentwicklung ein eher undankbares Geschaeft.
Die moeglichen Ansatzpunkte hierzu sind:
1. www.mud.de
Hier gibt es mehrere Dinge zu tun:
Zunaechst die Ergaenzung der Seite um einen Bereich
fuer potenzielle neue Spieler. Ich wuerde mir folgende Inhalte
vorstellen: Was ist ueberhaupt ein Mud und wer steckt dahinter?
Wie finde ich das richtige Mud fuer mich? Konkrete Einstiegshilfe
ggf. inclusive client-Angebot (Wie melde ich mich an, wie finde
ich mich zurecht, wie bekomme ich Hilfe im Mud selbst, an wen
wende ich mich bei Problemen). Hier darf eine gesunde Portion
positive Eigendarstellung / Werbung mit rein, d.h. die Vorteile,
die wir bereits gesammelt haben, sollen deutlich gemacht und
die Leser zum Ausprobieren animiert werden.
Inhalt dazu wuerde ich wohl schreiben und kann dazu demnaechst
mal einen Entwurf vorstellen. Bleibt die Frage, wer es einbaut.
Ich habe Hate mal angeschrieben und hoffe, dass er sich hier
oder bei mir meldet, um Fragen der weiteren Betreuung der Seite
zu klaeren.
Weiterhin scheint mir www.mud.de die richtige Anlaufstelle, um
Ansprechpartner fuer diverse Fragen im Zusammenhang mit muds zu
finden. Dazu gehoeren Sachen wie
- Ich moechte gern mal ein Mud ausprobieren, welches wuerdet ihr
mir empfehlen?
- Ich habe technische Probleme beim Zugang
- Ich will ein eigenes Mud gruenden
- Ich will eine Umfrage fuer eine wissenschaftliche Arbeit machen
- Ich bin Mutter/Vater eines Mudders und moechte mich Informieren,
was mein Kind da eigentlich treibt
Hier braeuchte man entweder eine Liste von Ansprechpartnern, oder
eine Art Forum, wo Leute ihre Fragen loswerden koennen, und
natuerlich ein paar Mudder, die sich bereit erklaeren, diese
Anfragen regelmaessig zu beantworten.
Dann muesste auf der Seite so einiges entruempelt werden. Das
Impressum ist z.B. unbrauchbar, mails an webm...@mud.de kommen
nicht an, andere links fuehren auch irgendwie ins Leere. Die
Liste mit Presseberichten ueber Muds ist im Grunde eine gute Idee,
ist aber eher kontraproduktiv, wenn sie nicht aktuell gehalten
wird. Aehnlich ist es mit der Mailing-Liste. Hier muesste man
ueberlegen, ob so etwas in dieser Form ueberhaupt noch gebraucht
wird, oder ob man andere Instanzen zur Kontaktpflege zwischen
den Muds einrichten sollte (siehe unten).
2. Webforen
Information ueber muds in Sci-Fi und Fantasy-Foren scheint mir
ein guter Weg zu sein.
> Sie muesste sich da praesentieren, wo auch Browserspiele,
> MMORPGs und so weiter informieren, in entsprechenden Portalen und
> Foren und was es da gibt.
Und was gibt es da? :)
Also todo zu diesem Punt waere zunaechst mal:
Konkrete Liste mit geeigneten Adressen/Kontakten erstellen. Wer
von euch da geeignete Foren kennt, moege sie mal aufzaehlen ... :)
Praktisch waere es natuerlich, wenn man bei einer Werbeaktion
gleich auf das neugestaltete www.mud.de verweisen koennte ... :)
3. Presse
> Informationen ueber Muds, ihre Jubilaeen (Wann sind es wo
> 15 Jahre, 10 haben ja schon etliche auf dem Buckel) etc. in
> die Online-Magazine (heise vor allem, aber nicht nur) und
> eventuell auch Printorgane oder sogar Rundfunk und TV zu
> lancieren.
Ok. Da habe ich nun gar keine Vorstellung, wie man sowas am
besten anfaengt. Hat irgendwer entsprechende Kontakte oder
Erfahrung mit sowas? Anlaesse wie 15 jaehriges Bestehen sind
dieses Jahr wohl nicht mehr gegeben, wenn ein Anlass gebraucht
wird, muessten wir wohl einen schaffen. Vielleicht sowas wie
eine Woche der offenen Tuer? :)
4. Uni / Bibliotheken / Internetcafes
Klassische Zielgruppe der Muds sind lange Zeit Studenten der
Naturwissenschaften gewesen. Frage ist: Wie erreicht man sie?
Rechenzentren und Computerpools von Universitaeten duerften
Werbemassnahmen von Muds eher ablehnend gegenueberstehen, da es
nicht in ihrem Interesse ist, wenn die Benutzer ihre Ressourcen
zum Mudden benutzen.
Zum Stichpunkt Bibliotheken faellt mir auch nichts konkretes
ein. Zwar sind Muds sowas wie interaktive Buecher und passen
daher irgendwie schon in das Spektrum von Bibliotheken, aber
wie konkret da eine Zusammenarbeit aussehen koennte, kann ich
mir nicht so recht vorstellen. Vielleicht kann Patrick als
Bibliotheks-Experte dazu was sagen.
Sonst wuerden mir noch Internetcafes als Ansprechpartner
einfallen, die ja ein Interesse daran haben, ihre Kundschaft
laengerfristig zu binden, was Muds ja leisten koennen.
PR-Beauftragte
Es waere am besten, wenn die oben aufgefuehrten Massnahmen keine
Eintagsfliegen blieben und sich regelmaessig Leute um PR-Fragen
kuemmern wuerden. Ich wuerde es deshalb gut finden, wenn jedes
Mud ein oder zwei Leute quasi als PR-Beauftragte und Ansprech-
Partner benennen wuerde, die sich dieser Aufgabe auch langfristig
ein wenig annehmen.
Christiane (T'phei@FF)
> 3. Presse
> Erfahrung mit sowas? Anlaesse wie 15 jaehriges Bestehen sind
> dieses Jahr wohl nicht mehr gegeben, wenn ein Anlass gebraucht
10 Jahre Silberland wäre heuer. Das SL hat soweit ich das mitgekriegt hab
auch vor sich diesbezüglich auf der Vienna Fantasy Gaming Convention zu
präsentieren: http://www.silberland.at/10jahre/fancon.php
> Sonst wuerden mir noch Internetcafes als Ansprechpartner
> einfallen, die ja ein Interesse daran haben, ihre Kundschaft
> laengerfristig zu binden, was Muds ja leisten koennen.
Vor allem weil man dazu im Gegensatz zu MMORPGs nicht immer die neuesten
Rechner braucht wäre vielleicht eine Idee, dass Internetcafes hier eigene
Bereiche mit den leistungsschwächeren Rechnern anbieten könnten (nicht nur
zum Mudden sondern auch für andere "einfache" Tätigkeiten).
>> Klassische Zielgruppe der Muds sind lange Zeit Studenten der
>> Naturwissenschaften gewesen. Frage ist: Wie erreicht man sie?
>> Rechenzentren und Computerpools von Universitaeten duerften
>> Werbemassnahmen von Muds eher ablehnend gegenueberstehen, da es nicht
>> in ihrem Interesse ist, wenn die Benutzer ihre Ressourcen zum Mudden
>> benutzen.
> Telnet selber als Protokoll verbraucht ja wenig Bandbreite. Es kann
> sein, dass die RZs ablehnend gegenüberstehen wegen der Tatsache, dass
> man da spielt, aber man kann es ja auch mitlaufen lassen. An der
> Bandbreite alleine, die ein Mudder verursacht, geht kein Rechenzentrum
> kaputt.
Das Problem ist eher, dass Pools nur eine endliche Anzahl an Rechnern
besitzen. Wenn die wenigen dann von Muddern besetzt werden, ist das auch
unter der restlichen Studentenschaft nicht besonders gern gesehen.
> Das Problem ist eher, dass Pools nur eine endliche Anzahl an Rechnern
> besitzen. Wenn die wenigen dann von Muddern besetzt werden, ist das auch
> unter der restlichen Studentenschaft nicht besonders gern gesehen.
In der Oldenburger Informatik (ARBI) sind in den seltensten Faellen
alle Rechner belegt. Die meisten Studis hauen sich eher um die
Arbeitsplaetze wo sie ihr eigenes Notebook ans Kabel haengen koennen.
Platz zum mudden findet man da auf jeden Fall :)
>> Das Problem ist eher, dass Pools nur eine endliche Anzahl an Rechnern
>> besitzen. Wenn die wenigen dann von Muddern besetzt werden, ist das
>> auch unter der restlichen Studentenschaft nicht besonders gern
>> gesehen.
> In der Oldenburger Informatik (ARBI) sind in den seltensten Faellen
> alle Rechner belegt. Die meisten Studis hauen sich eher um die
> Arbeitsplaetze wo sie ihr eigenes Notebook ans Kabel haengen koennen.
Kabel? Wie altmodisch. ;) Wir haben in Potsdam WLAN, allerdings waren
die interessanten Pools trotzdem meist gut gefüllt. Wie's derzeit
aussieht weiss ich nicht, in den ZEIK-Pools musste man früher jedenfalls
Schlange stehen.
grds. sind dieses ja schon perfekte Verhältnisse. Leider gibt es an den
meisten Hochschulen eine Benutzerordnung zur Nutzung der DV. Dort lautet
dann ein Absatz...:
Die Infrastruktur der Hochschule und die angebotenen Dienste sind
ausschliesslich zum Zwecke der Forschung und Lehre zu nutzen.... ;-)
Mit grinsenden Grüßen
Andreas
Christiane (T'Phei@FF)
> Die Infrastruktur der Hochschule und die angebotenen Dienste sind
> ausschliesslich zum Zwecke der Forschung und Lehre zu nutzen.... ;-)
heheh, und fast bin ich vor Lachem vom Stuhl gefallen =)
Zeig mir mal einen Pool in dem das konsequent durchgezogen wird bzw.
einen Pool wo einem das mudden uebel genommen wird.
In dem von mir referenzierten Pool handelt es sich uebrigens auch um
einen reinen Unix-Pool. Vielleicht hat man dort auch prinzipiell mehr
Verstaendniss fuer Anwendungen wie das mudden....
>> Das Problem ist eher, dass Pools nur eine endliche Anzahl an Rechnern
>> besitzen. Wenn die wenigen dann von Muddern besetzt werden, ist das
>> auch unter der restlichen Studentenschaft nicht besonders gern
>> gesehen.
> Jein, man kann ja das MUD auch nur so "nebenbei" laufen lassen, so daß
> es nicht wirklich auffällt. Kommt sicherlich auch darauf an, wie
> clever derjenige es anstellt.
Auja, mal "nebenbei" den Abo kloppen gehen. :P
> spielt, aber man kann es ja auch mitlaufen lassen. An der Bandbreite
> alleine, die ein Mudder verursacht, geht kein Rechenzentrum kaputt.
Das nicht, eher an den blockierten Rechnern, die u.U. andere für
studienrelevante Arbeiten benötigen.
>> spielt, aber man kann es ja auch mitlaufen lassen. An der Bandbreite
>> alleine, die ein Mudder verursacht, geht kein Rechenzentrum kaputt.
> Das nicht, eher an den blockierten Rechnern, die u.U. andere für
> studienrelevante Arbeiten benötigen.
*verwundert*
ist es an Unis wirklich so eng in den Rechnerraeumen?
>>> spielt, aber man kann es ja auch mitlaufen lassen. An der Bandbreite
>>> alleine, die ein Mudder verursacht, geht kein Rechenzentrum kaputt.
>> Das nicht, eher an den blockierten Rechnern, die u.U. andere für
>> studienrelevante Arbeiten benötigen.
> *verwundert*
> ist es an Unis wirklich so eng in den Rechnerraeumen?
Ja.
Steffen
Steffen
> Stephan 'Invisible' Weinberger <we...@sbox.tugraz.at> wrote:
>
>>> spielt, aber man kann es ja auch mitlaufen lassen. An der Bandbreite
>>> alleine, die ein Mudder verursacht, geht kein Rechenzentrum kaputt.
>> Das nicht, eher an den blockierten Rechnern, die u.U. andere für
>> studienrelevante Arbeiten benötigen.
>
> *verwundert*
> ist es an Unis wirklich so eng in den Rechnerraeumen?
Teils teils...
An "meiner" TU-Graz konnte es schon mal recht eng werden, vor allem wenn
gerade einige Sachen abzugeben waren. An anderen Tagen war in einzelnen
Rechnerräumen auch mal gar nichts los während es sich in der Nähe
bestimmter Fakultäten nur mehr staute (z.B. waren die Räume mit Plottern
vor den Abgabeterminen der Architekten und Maschinenbauer für den Rest der
Welt meist unbenutzbar, während die Räume in der Nähe der
Informatikfakultät eben nur zum Abgabeschluss der großen Programmierübungen
voll waren).
Als Mudder sollte man also zumindest örtlich flexibel sein, denn dass die
Leute die den Rechner wirklich *brauchen* Vorrang gegenüber einem *Spiel*
haben sollte ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.
Jein. Bei den Informatikern lange nicht mehr. Die RZs die ich da kenne
verstauben in den Hauptmuddereizeiten (also ausserhalb der
Vorlesungszeit ;)), weil die meisten Studenten einen Laptop oder eine
gute Netzanbindung zu Hause haben.
Damit fällt auch ein Gutteil Nachwuchsförderung der Marke "Hey, was
machst du da eigentlich." flach.
Krischan
Ja, und zwar bei grafischen MUDs nichtmal unbedingt die Bezahlbarkeit
der Bandbreite - sehr viel mehr Daten als eine Raumbeschreibung ist der
BSX-Polygonsatz nicht - sondern die des Aufwands für die "Maler".
Leute, die gute Räume beschreiben können sind selten. Leute die gut
zeichnen können auch. Leute die beides können sind geradezu mit der Lupe
zu suchen.
Sprich, wenn ich in meiner Freizeit aus Spass eine schöne Gegend
beschrieb, musste ich mir aufgrund eigener grafischer Inkompetenz noch
jemanden suchen der es freiwillig malte. Das klappt nicht wirklich.
Krischan
> Jein. Bei den Informatikern lange nicht mehr. Die RZs die ich da kenne
> verstauben in den Hauptmuddereizeiten (also ausserhalb der
> Vorlesungszeit ;)), weil die meisten Studenten einen Laptop oder eine
> gute Netzanbindung zu Hause haben.
eben. Das ist das Bild das ich aus der Oldenburger Informatik kenne.
(abgesehen von den ersten drei Wochen zu Beginn jeden Wintersemesters =)
(...)
>Zum Stichpunkt Bibliotheken faellt mir auch nichts konkretes
>ein. Zwar sind Muds sowas wie interaktive Buecher und passen
>daher irgendwie schon in das Spektrum von Bibliotheken, aber
>wie konkret da eine Zusammenarbeit aussehen koennte, kann ich
>mir nicht so recht vorstellen. Vielleicht kann Patrick als
>Bibliotheks-Experte dazu was sagen.
Nicht viel. Bibliotheken haben jedenfalls kaum ein Interesse an
stundenlang von Muddern belegten Internet-Arbeitsplaetzen. Ich koennte
mir hoechstens vorstellen, Bibliotheken dazu zu bewegen, MUDs fuer die
Nachwelt zu archivieren. Im Jahre 1999 schrieb ich dazu in dieser
Gruppe:
:Viel zu selten werden meines Erachtens MUDs und ihre Bestandteile als
:Kunstwerke betrachtet - und entsprechend wenig denkt man darueber
:nach, ob es nicht wichtig waere, Vorkehrungen zu treffen, diese Kunst,
:gleich einem Gemaelde oder - naheliegender - einem Buch, der
:'Nachwelt' zu erhalten.
:In einem MUD steckt so viel Kreativitaet so vieler Leute, dass es ein
:Jammer waere, ginge eines bei seiner Einstellung - ich gehe davon aus,
:dass MUDs nicht gerade jahrhundertelang existieren werden, aber wer
:weiss... - einfach verloren. Eine schoen geschriebene Quest muss an
:Wert einer gelungenen Erzaehlung ihres Genres in nichts nachstehen.
:Und diese Erzaehlung wird gewiss fuer die naechsten paar Jahrhunderte
:in Bibliotheken archiviert - doch das Schicksal der Quest ist so
:ungewiss wie das ihres MUDs bzw. noch weitaus ungewisser, da sie ja
:jederzeit 'abgehaengt' werden kann...
:Es waere daher sehr wuenschenswert, wuerden sich die
:Nationalbibliotheken (z.B. Die Deutsche Bibliothek in Frankfurt und
:Leipzig, die bestrebt ist, alles in deutscher Sprache Erschienene zu
:sammeln und gerade angefangen hat, davon zu reden, auch das WWW zu
:beruecksichtigen) auch um vollstaendige Sicherheitskopien von MUDs
:bemuehen, auf dass man in einem Museum der Zukunft dieselben auf
:antiker Hardware (es wird, nebenbei, auch noch viel zu wenig auf die
:Archivierung von Hardware geachtet, so kann Software unbrauchbar
:werden und der Forschung verlorengehen...) feierlich vorfuehren kann
:und somit an der Literatur des spaeten 20. Jahrhunderts Interessierte
:auch von dieser exotischen Form mehr denn nostalgisch verklaerte
:Berichte von Mummelgreisen mitbekommen werden...
:Aber von sich aus wird in diesen Bibliotheken wohl keiner auf die Idee
:kommen, vielleicht sollte man denen die Kopien einfach kuehn, mit
:einigen Erlaeuterungen und dem Hinweis, dass es sich um Literatur
:handle, schicken, Literatur weist eine pflichtbewusste Bibliothek (mit
:dem Auftrag, die eines Landes, Bundeslandes oder einer Stadt zu
:sammeln) nicht so schnell ab...
Patrick Borer
> Nur mal so aus zwei Satzungen von zwei Trägervereinen im Auszug. Wenn
> sich das man nicht mit der Benutzungsordnung zur Nutzung der DV deckt...
Das Problem ist die Frage in welche Studienrichtung du dich bemuehst.
Bspw. im Rahmen der Rechtswissenschaften wird man dich teeren und federn
aber sicherlich nicht an ein Terminal lassen an das andere vielleicht
Juris nutzen wollen... ;-) zumindest waren so meine Erfahrungen an der
Uni. Es mag aber sein, dass sich hier die Situation geaendert hat. Wobei
hierdurch auch der Aspekt des Neugierigmachen komplett wegfällt.
Browsergames sind da schon eher bekannter als ein Mud, dass ja auch noch
durch besonders schwer zugängliche, da wenig bekannte, Techniken genutzt
wird.
Früher war es an der Uni Pflicht seine Mails per pine zu lesen. Heute
hat nahezu jede Uni eine Webmailoberfläche. So haben immer weniger
Studenten überhaupt eine Ahnung, was Telnet ist. Nun kann man durchaus
fragen, ob noch immer Studenten als Zielgruppe für Muds herhalten
sollen, oder ob man nicht vielleicht eine andere Gruppe von Menschen mit
viel Zeit an dieses Medium heranführen sollte.
Es gab angeblich mal ein Projekt im Rahmen einer Schule wo Teile der
römischen Geschichte in ein Mud eingespielt werden sollten. Allerdings
befürchte ich, dass dieser Ansatz (Verknüpfung Schule und Spiel) relativ
schnell im Sande verlaufen ist.
Daher stellt sich auch wiederum die Frage, ob Muds reine
Unterhaltungsmedien sind oder auch einen "hoeheren" Zweck haben. Man
koennte sicherlich in Muds auch Seminare zur Sozialkompetenz oder andere
bedeutende Dinge machen. Allein die Vorstellung ein Assessment Center
durch eine überwachte Mudsitzung abzuhalten haette einen ganz eigenen
Charme und wäre sicherlich als Projekt in der Psychologie, Soziologie
oder wo auch immer gerne angenommen.
Die Frage ist nun aber, ob man durch solche Überlegungen Muds wirklich
künstlich oder gar langfristig am Leben erhalten könnte.
Ich denke auch, dass die Überarbeitung von www.mud.de sinnvoll sein
kann, aber auch die einzelnen Muds selbst sollten passende Seiten haben.
Wenn ich mir allerdings die Diskussion bei Wikipedia ansehe wenn es um
Muds geht frage ich mich manchmal auch, ob es sich hierbei um ein
Miteinander der Muds oder ein gegeneinander nach aussen getragen wird.
Mit nachdenklichen Grüßen
Andreas
Weitere Hinweise ueber D-Chat, sich an einer Neugestaltung von
www.mud.de zu beteiligen, werde ich mir wohl auch sparen, nachdem
die Reaktionen beim letzten Mal so ungefaehr von 'Wie, ich soll
dafuer extra ins Usenet gehen' bis zu 'Mailingliste oder Forum
brauchen wir nicht, das haben wir bisher nie gebraucht.' reichten.
Ich habe mit Hate inzwischen ein paar Mails ausgetauscht und werde
ihm im Laufe der Woche oder spaetestens naechste Woche einen ersten
Textentwurf fuer eine Ergaenzung zu www.mud.de schicken. Ich denke,
ich werde das dann hier auch mal posten. Wer von euch moechte,
kann gern mitarbeiten, besonders fuer technischere Sachen
(Vor- und Nachteile einzelner clients und wo man sie bekommt oder
einen einfachen client zum runterladen bzw. Ansprechpartner fuer
mails von Leuten mit technischen Problemen) braeuchte ich noch
Unterstuetzung. Ernsthafte Angebote bitte per FF-mudpost an Tphei
oder per email an obige Adresse.
Ich wuerde gern auch die Mudnews wiederbeleben. Das macht aber nur
Sinn, wenn da viel mehr News ueber moeglichst viele verschiedene
Muds reinkommen. Man koennte dort regelmaessig ueber neue Sachen
berichten (neu angeschlossene Gebiete, neue Quests, Gilden, Rassen...)
oder Treffen ankuendigen, auf Jubilaeen hinweisen, Mitarbeiter
fuer sein Mud suchen, kleine Muds kurz vorstellen und so weiter.
Das kann allerdings nicht einer allein tun, es erfordert input von
moeglichst vielen Zutraegern, sonst wird jeder zweite Artikel dort
ueber FF berichten ... :)
Besucher der Seite koennen dann gleich einen Eindruck gewinnen,
welche Muds wirklich aktiv sind. Wer es wichtig findet, dass sein
mud sich in dieser Sache engagiert, sollte seinen Admins mal etwas
Dampf machen :)
Noch etwas zum Thema Studenten: Ich denke, die Zielgruppe Studenten
der Naturwissenschaften ist nach wie vor wichtig, weil sich aus
dieser Gruppe am ehesten Programmierer rekrutieren lassen bzw. die
Leute zumindest grundlegende Erfahrungen im Programmieren mitbringen.
Wir sollten deshalb diese Richtung auch weiterverfolgen. Das einzig
konkrete, was mir dazu bisher eingefallen ist, ist allerdings
wirklich, die mudder selbst zu aktivieren. Vielleicht kann man
sowas wie Handzettel zum Runterladen und Ausdrucken entwerfen, die
dann dort, wo es erlaubt ist (schwarzes Brett, Mensa, Wohnheim?)
aufgehaengt werden koennten?
Die hoeheren Zwecke gehoerten zumindest in frueheren Zeiten mit
zum Selbstverstaendnis von Muds. In den meisten Vereinssatzungen
steht jedenfalls als Vereinsziel noch allerlei von Bildungsarbeit
und Seminaren und so drin. Wirklich ernsthaft verfolgt hat das
aber zumindest in den letzten Jahren keiner mehr, oder taeusch ich
mich?
Christiane (Tphei@FF)
Du verwechselst "Admin" mit "Öffentlichkeitsverantwortlicher". Eine Mail
ist schnell geschrieben. Ebenso schnell hat Zook (ein Admin) in der
MG-Zeitung von diesem Thread berichtet (delegiert).
Generell wird sowas in MG von Einzelpersonen auch diskutiert oder im
Verein thematisiert. Siehe:
http://mg.mud.de/verein/texte/protokoll2005.shtml
TOP 9, Verschiedenes.
> Weitere Hinweise ueber D-Chat, sich an einer Neugestaltung von
> www.mud.de zu beteiligen, werde ich mir wohl auch sparen, nachdem
> die Reaktionen beim letzten Mal so ungefaehr von 'Wie, ich soll
> dafuer extra ins Usenet gehen' bis zu 'Mailingliste oder Forum
> brauchen wir nicht, das haben wir bisher nie gebraucht.' reichten.
Das klingt ein wenig beleidigt, dass dir trotz deines Ziels auch Wind
ins Gesicht schlägt.
Ja, ein zusätzliches Forum kostet zusätzlich Zeit. Das heißt, du
müsstest im Zweifelsfall die dezentral liegenden Informationen (von
D-Chat und Homepages) für uns faule Säcke sammeln und organisieren.
> Ich habe mit Hate inzwischen ein paar Mails ausgetauscht und werde
> ihm im Laufe der Woche oder spaetestens naechste Woche einen ersten
> Textentwurf fuer eine Ergaenzung zu www.mud.de schicken.
Schön.
> Ich denke,
> ich werde das dann hier auch mal posten. Wer von euch moechte,
> kann gern mitarbeiten, besonders fuer technischere Sachen
> (Vor- und Nachteile einzelner clients und wo man sie bekommt oder
> einen einfachen client zum runterladen bzw. Ansprechpartner fuer
> mails von Leuten mit technischen Problemen) braeuchte ich noch
> Unterstuetzung.
zB:
http://sourceforge.net/projects/tf-macros
> Ich wuerde gern auch die Mudnews wiederbeleben. Das macht aber nur
> Sinn, wenn da viel mehr News ueber moeglichst viele verschiedene
> Muds reinkommen. Man koennte dort regelmaessig ueber neue Sachen
> berichten (neu angeschlossene Gebiete, neue Quests, Gilden, Rassen...)
> oder Treffen ankuendigen, auf Jubilaeen hinweisen, Mitarbeiter
> fuer sein Mud suchen, kleine Muds kurz vorstellen und so weiter.
> Das kann allerdings nicht einer allein tun, es erfordert input von
> moeglichst vielen Zutraegern, sonst wird jeder zweite Artikel dort
> ueber FF berichten ... :)
Das sind alles Nachrichten, die ich recht langweilig finde (neue <xxx>)
oder wofür diese NG da ist (Rekrutierung für neue MUDs).
In den MUDs in denen ich aktiv bin, werden Neuanschlüsse in den
entsprechenden Zeitungsrubriken bekanntgegeben, die teils über WWW
zugreifbar sind.
Vielleicht kann man Homepagegestalter zu RSS-Feeds dieser Rubriken
überreden, je mehr Automatisierung, desto besser.
> Wer es wichtig findet, dass sein
> mud sich in dieser Sache engagiert, sollte seinen Admins mal etwas
> Dampf machen :)
Siehe ganz oben. Prinzipiell gilt: Selbst ist der Spieler. Anders
gesagt: Findest du eine Aufgabe, die es wert ist, melde dich beim
Admin/der Gemeinschaft wegen Absegnung und mach es selbst.
> In den meisten Vereinssatzungen
> steht jedenfalls als Vereinsziel noch allerlei von Bildungsarbeit
> und Seminaren und so drin. Wirklich ernsthaft verfolgt hat das
> aber zumindest in den letzten Jahren keiner mehr, oder taeusch ich
> mich?
Das bezieht sich in MG zumeist auf libspezifische oder konzeptuelle
Weiterbildung. Auf den Morgengrauen-Parties findet sowas immer noch mit
Unterstützung des Vereins statt, ist aber wenig mit Dokumentation
hinterlegt.
Krischan
> Ebenso schnell hat Zook (ein Admin) in der
> MG-Zeitung von diesem Thread berichtet (delegiert).
Ja, Zook hat es netterweise weitergeleitet, weil ich mich so auf
Anhieb nicht mehr mit eurer Zeitung zurechtfand. Das meinte ich
mit angesprochen. (Trotz eurer merkwuerdigen Syntax bin ich gerade
noch so in der Lage, im MG einen Spieler von einem Gott zu
unterscheiden :)
> Das klingt ein wenig beleidigt, dass dir trotz deines Ziels auch Wind
> ins Gesicht schlägt.
Ich war nicht beleidigt, nur veraergert ... :) Vermutlich zu Unrecht,
denn ich weiss ja selbst aus eigener Erfahrung, wie schnell man auf
Ideen oder Vorschlaege von Leuten, die man nicht kennt und daher
nicht einschaetzen kann, erstmal mit Misstrauen reagiert. Ich habe
nichts gegen konstruktive Kritik, im Gegenteil. Ich will das hier auch
nicht weiter vertiefen, da es zur eigentlichen Sache nichts beitraegt.
Das Ergebnis ist jedenfalls positiv, da sich doch ein paar 'faule
Saecke' aufgerafft haben, zumindest mal hallo zu sagen :)
> Findest du eine Aufgabe, die es wert ist, melde dich beim
> Admin/der Gemeinschaft wegen Absegnung und mach es selbst.
Klingt exakt wie das, was ich unseren Spielern auch immer sage,
wenn sie mit wilden Ideen ankommen. Allerdings gibts hier einen
wichtigen Unterschied: Es geht hier um eure eigenen Interessen.
Ihr koennt sie vertreten oder auch nicht.
Ich glaube nicht, dass ich in dieser Sache den Segen von irgend
jemandem brauche. Es waere mir lieb, eine moeglichst breite Basis
zu finden und mal ein bisschen Gemeinschaftssinn zu wecken. Aber
wenn nicht, werde ich eben das tun, naemlich es selbst und nach
meinen eigenen Vorstellungen machen.
Christiane (Tphei@FF)
> Ich habe mit Hate inzwischen ein paar Mails ausgetauscht und werde
> ihm im Laufe der Woche oder spaetestens naechste Woche einen ersten
> Textentwurf fuer eine Ergaenzung zu www.mud.de schicken. Ich denke,
> ich werde das dann hier auch mal posten. Wer von euch moechte,
> kann gern mitarbeiten, besonders fuer technischere Sachen
> (Vor- und Nachteile einzelner clients und wo man sie bekommt oder
> einen einfachen client zum runterladen bzw. Ansprechpartner fuer
> mails von Leuten mit technischen Problemen) braeuchte ich noch
> Unterstuetzung. Ernsthafte Angebote bitte per FF-mudpost an Tphei
> oder per email an obige Adresse.
Ich würde schon mitarbeiten, wenn sich dies halbwegs unumständlich
bewerkstelligen lässt. Läuft hinter www.mud.de irgendein CMS? Wenn nein,
dann wäre jetzt wohl ein geeigneter Zeitpunkt ein solches einzuführen...
Alternativ könnt man natürlich auch gleich ein Wiki mit sehr eingeschränkten
Schreibrechten als CMS "missbrauchen", ist vielleicht einfacher aufzusetzen
bietet aber halt nicht so viel Flexibilität wie Foren, Gästebücher, etc.
(wobei ich ich die Meinung teile, dass ein Forum vielleicht nicht 100%
sinnvoll ist, da es die "Aktivität" ja wieder aus den MUDs herausverlagert
- eine Art FAQ sollte es aber wohl auf www.mud.de geben).
Die News dort wiederzubeleben waere zwar erst der zweite Schritt
nach der Ergaenzung/Ueberarbeitung der Texte in Richtung FAQ fuer
Neuspieler, aber da wir gerade bei dem Thema sind, dazu nochmal
einige Erlaeuterungen:
Ich sehe da vier Moeglichkeiten:
1. Wir nehmen es wieder auf und machen es so, wie es bisher war,
d.h. es werden dort gelegentlich neue Muds vorgestellt. Problem:
neue Muds gibt es nicht so oft, es wird also nur sporadisch mal
alle paar Monate oder gar Jahre irgendetwas neues dort auftauchen.
Das macht nicht unbedingt einen guten Eindruck auf Leute, die dort
aus Neugier mal reinschauen, und es birgt die Gefahr, dass es
dann schnell wieder vergessen und nicht weiter gepflegt wird.
2. Wir schmeissen es ganz raus. Dann sparen wir uns eine Menge
Arbeit und Kopfzerbrechen, aber dann tut sich halt gar nichts
auf der Seite, das Leute animieren koennte, auch ein zweites oder
drittes Mal dort reinzuschauen.
3. Wir reaktivieren die News und sorgen dafuer, dass dort
regelmaessig mindestens zweimal im Monat auch was erscheint.
Dabei reichen kurze Meldungen von ein paar Zeilen aus. Natuerlich
haben die Muds intern eigene Institutionen, um Treffen oder neue
Gebiete bekannt zu machen. Und es mag durchaus passieren, dass
nicht alle Leute alles interessiert, was dort dann steht. Fuer
jemanden, der in seinem Stammmud fest eingebunden ist und der
nicht ueber seinen Tellerrand hinausschauen mag, ist es sicher
langweilig, ob irgendwo anders eine Quest angeschlossen wird.
Darum geht es aber auch nicht. Der Sinn ist
- Wechselspielern oder inaktiven Spielern einen Anreiz zu
geben, mal wieder vorbeizuschauen
- potenziellen neuen Spielern einen Eindruck zu vermitteln, das
muds lebendig und aktiv sind
- die Leute, die es eben doch interessiert, darueber auf dem
laufenden zu halten, was sich in anderen Muds so tut
- neuen Muds ein Forum zu bieten, sich und ihr Konzept
vorzustellen
Ich bin bereit, mich da zu engagieren und Sachen zu schreiben,
wenn ich den entsprechenden Input bekomme, vorzugsweise in
einem Team. Ich waere auch noch bereit, mal Leute in kleineren
Muds anzusprechen und sie auf das Angebot aufmerksam zu machen,
sich dort zu praesentieren. Ich werde aber nicht irgendwem
hinterherlaufen und 'die dezentral liegenden Informationen
von D-Chat und Homepages sammeln und organisieren'. Wer mag,
kann input liefern. Wer meint, dass sein Mud das nicht braucht,
kann es auch lassen und wird dann eben seltener erwaehnt. Ich
habe was anderes zu tun als die Arbeit aller faulen Saecke
dieses Universums mitzumachen :)
Ob eine automatisierte Weiterleitung ohne Sichtung und
redaktionelle Aufbereitung sinnvoll ist, weiss ich nicht, da
muesste man wohl mal konkret schauen, was dafuer in Frage
kaeme.
4. Wer eine bessere Idee hat, moege diese hier kundtun, muss
dann aber auch bereit sein, es umzusetzen.
Bisher stehen auf meiner privaten Liste potenzieller
Mitarbeiter / Helfer / Interessenten fuer eine
Arbeitsgruppe neue-webseite/PR-Fragen ein Admin aus
Uni, Invisible (BL), ein paar Leute auf FF, die Unterstuetzung
in unterschiedlicher Form angeboten haben, und logischerweise
Hate (MG) als Inhaber von www.mud.de.
Wer noch? :)
Christiane (Tphei@FF)
> 1. Wir nehmen es wieder auf und machen es so, wie es bisher war,
> d.h. es werden dort gelegentlich neue Muds vorgestellt. Problem:
> neue Muds gibt es nicht so oft, es wird also nur sporadisch mal
> alle paar Monate oder gar Jahre irgendetwas neues dort auftauchen.
> Das macht nicht unbedingt einen guten Eindruck auf Leute, die dort
> aus Neugier mal reinschauen, und es birgt die Gefahr, dass es
> dann schnell wieder vergessen und nicht weiter gepflegt wird.
Nun, es muss ja nicht immer gleich ein komplettes neues MUD sein. Auch über
größere Neuerungen innerhalb bestehender MUDs kann man ja durchaus
berichten.
> 2. Wir schmeissen es ganz raus. Dann sparen wir uns eine Menge
> Arbeit und Kopfzerbrechen, aber dann tut sich halt gar nichts
> auf der Seite, das Leute animieren koennte, auch ein zweites oder
> drittes Mal dort reinzuschauen.
Dann wäre www.mud.de halt wirklich nur ein "Verteiler-Portal", das selbst
nichts zu sagen hat und praktisch nur auf die einzelnen MUD-Seiten
weiterverweist.
> 3. Wir reaktivieren die News und sorgen dafuer, dass dort
[...]
> - potenziellen neuen Spielern einen Eindruck zu vermitteln, das
> muds lebendig und aktiv sind
Das dürfte wohl das wichtigste sein. Wenn man - wie derzeit - gleich auf der
Startseite mit mehrere Jahre alten Einträgen begrüßt wird hat man halt
gleich den Eindruck, dass die Sache tot ist und schaut sich nicht weiter
auf www.mud.de um, geschweige denn, dass man irgendeinen Link dort
ausprobiert (da man automagisch davon ausgeht, dass die eh auch alle tot
sind).
> - neuen Muds ein Forum zu bieten, sich und ihr Konzept
> vorzustellen
Zumindest für potentielle neue Spieler. Die technische Seite würde ich
weiterhin hier in der Newsgroup halten, da sowas a) hier IMHO besser
diskutiert werden kann und b) Neulinge durch allzuviel technischen
Hintergrung IMHO leicht abgeschreckt werden.
> sich dort zu praesentieren. Ich werde aber nicht irgendwem
> hinterherlaufen und 'die dezentral liegenden Informationen
> von D-Chat und Homepages sammeln und organisieren'.
Das sollte es IMHO auch gar nicht sein. Die Infos die derzeit dezentral auf
den Homepages liegen sind dort ja auch ganz gut aufgehoben, da sie sich
eben explizit auf die einzelnen MUDs beziehen... www.mud.de ist schon eine
ebene höher angesiedelt.
btw.: was spricht eigentlich dagegen, d-chat dort zu archivieren (ev. nur
die letzten paar Tage) bzw. vielleicht sogar live anzuzeigen. Wäre ein
weiterer "Aktivitätsbeweis".
> Wer mag,
> kann input liefern. Wer meint, dass sein Mud das nicht braucht,
> kann es auch lassen und wird dann eben seltener erwaehnt. Ich
> habe was anderes zu tun als die Arbeit aller faulen Saecke
> dieses Universums mitzumachen :)
Ja, das größte Problem wird - wie du sagst - sicher sein, von den einzelnen
MUDs auf dem Laufenden gehalten zu werden, sei es über Neuerungen, Treffen,
Parties, etc.
> Ob eine automatisierte Weiterleitung ohne Sichtung und
> redaktionelle Aufbereitung sinnvoll ist, weiss ich nicht, da
> muesste man wohl mal konkret schauen, was dafuer in Frage
> kaeme.
Man könnte zumindest mit einem CMS dass diese Funktion unterstützt (und da
gibt es ja einige) jedem MUD einen Account geben, mit dem die Leute selbst
Artikel verfassen können, die dann jedoch erst von Dir oder einem anderen
"Redakteur" freigeschaltet werden müssen. Dies sollte halt möglichst rasch
(Optimum <1 Tag) geschehen, würde dem Redakteur aber dafür die Tipparbeit
abnehmen.
Ähnlich könnte die Sache bei den Artikeln/Links zu den einzelnen
MUD-Homepages passieren, hier könnten die MUDs wohl auch gleich mit
entsprechenden Rechten ausgestattet werden, ihren Artikel direkt online zu
stellen.
Scheint mir ein sehr wichtiger Punkt.
Da war letzhin ein neuer Spieler ziemlich verbluefft.
"Hey, da hat es ja wirklich Leute die das spielen?!" - diese Erkenntnis
sollte moeglichst rasch auf der Webseite rueberkommen ohne telnet (das
Unbekannte) zu bemuehen.
> btw.: was spricht eigentlich dagegen, d-chat dort zu archivieren (ev. nur
> die letzten paar Tage) bzw. vielleicht sogar live anzuzeigen. Wäre ein
> weiterer "Aktivitätsbeweis".
Ich hoere nicht oft auf d-chat, mein Eindruck ist dass dort eher
Computerthemen diskutiert werden. Das kann man anderswo auch.
Was ich genial faende, waere bei jedem MUD gleich nebendran:
"Im Moment sind 19 Spieler eingeloggt". Oder zumindest eine aktuelle
Angabe wieviele Spieler etwa zu erwarten sind.
Gruss,
Martin (Spieler in Avalon)
Und ziemlich oft geht es gar nicht um den genialen Code, sondern die
geniale Idee eine Geschichte aufzubauen. Den technischen Schnickschnack
können dann auch andere addieren.
Krischan
> Stephan 'Invisible' Weinberger wrote:
>
>> Das dürfte wohl das wichtigste sein. Wenn man - wie derzeit - gleich auf
>> der Startseite mit mehrere Jahre alten Einträgen begrüßt wird hat man
>> halt gleich den Eindruck, dass die Sache tot ist und schaut sich nicht
>> weiter auf www.mud.de um, geschweige denn, dass man irgendeinen Link dort
>> ausprobiert (da man automagisch davon ausgeht, dass die eh auch alle tot
>> sind).
>
> Es gibt durchaus Links in der Mudliste, die mausetot sind. Beispiel:
> Aurora oder auch Silicon Dream. Da geht die Homepage nicht, Telnet sowieso
> nicht, es dürfte schon jahrelang nicht mehr am Netz sein, eigentlich
> gehört es von der Liste ersatzlos gestrichen.
Tja, da macht es TMC recht gut: Die pingen regelmäßig mal und schreiben ind
er Liste hin, wann das MUD zum letzten mal erreichbar war.
Ich schätze mal, dass nach mehreren erfolglosen versuchen auch mal ein Admin
benachrichtigt wird um sich die Sache anzusehen und den Eintrag ggfs. zu
streichen.
Also ich würde mich bereiterklären, auf meinem Server unter der
domain: mudder.info ein WIki bereitzustellen, in dem ihr Euch alle nach
eigenem Gutdünken von mir aus auch innerhalb eines redaktionellen
Rahmens zu den Themen, die für die Vorstellung der deutschen
Mudlandschaft wichtig wären auslassen könnt. All Eure Ideen, die ihr
für die Zukunft der deutschen Muds habt und haben werdet, könnt ihr
dort strukturiert ablegen.
Ich sehe das mit der redaktionellen Kontrolle nicht als problematisch
an. Bei Wikipedia hat sich der offene Charakter ja auch bewährt.
Soweit erstmal
Emails bitte an m...@mesirii.de.
Gruss Mesi@MG (nein das MG ist nicht die schweigende Masse).
P.S: auf dem Server läuft auch tinyfugue.de (jaja, das muss ich auch
nochmal auf einen aktuellen Stand bringen, wer sich daran beteiligen
möchte, bitteschön :).
Gestatten? Medieninformatiker im Studium.
Einer der Vorteile der MUD's den Ihr nennt ist der geringe Bandbreitenbedarf
und die Tatsache, das MUD's nur Text benötigen.
Ebenfalls sucht Ihr nach einer Möglichkeit, MUD's "der jungen Generation"
schmackhaft zu machen.
MUD's sollen "In" sein, sich wieder verbreiten.
Ihr habt aber ( ich bin jetzt derzeit bei Beitrag 38 von 75 ) bislang auch
einige Punkte mit Ausnahme des Vorteiles für Sehbehinderte völlig
vergessen:
Die technischen Anforderungen.
Wieviel CPU-Leistung braucht ein Mud? Wenig!
Wieviel Speicherplatz braucht ein Mud-Client? Wenig!
Wo ist Bandbreite auch jetzt noch teuer? Mobilfunk!
Wo ist Datenvolumen auch jetzt noch teuer? Mobilfunk!
Welche Geräte boomen wie verrückt? Mobiltelefone!
Welche Geräte erfüllen die technischen Mindestanforderungen so gerade?
Mobiltelefone!
Wofür sucht die Industrie wie bekloppt Inhalte, die zum Konsum verlocken?
Mobiltelefone!
Leider bin ich schwerpunktmässig Hardware-Interface-Designer, und kann nicht
programmieren, aber als zweiter Schwerpunkt meines Studiums habe ich
Problemlösungsstrategien gewählt.
Eine Lösung, wie Ihr Werbung, Sponsoren, neue Mitglieder und das alles in
Mengen und langfristig erhalten könnt, ist, wenn Ihr jemanden findet, der
einen MUD-Client für Mobiltelefone , z.B. auf Java-Basis, entwirft, und
diesen dann an Jamba & Co verhökert. Die Idee ist einfach: Jamba verdient
am Verkauf des Programmes, und da es im Netz "Bergeweise Content" gibt,
werden die sabbern wie Notgeile, um das Ding in die Finger zu bekommen.
Merke: Ein graphisch einfacherer, funktionaler Client kann dann ja ein Jahr
später als OpenSource im Netz veröffentlicht werden, sobald die Welle ins
Rollen gekommen ist... =)
Die Netzbetreiber werden sich auch um das Ding schlagen - wollen sie doch
ihre Datendienste unter die Leute bringen - und da wir bei GPRS nur für
Volumen Zahlen, sind MUD's sehr, sehr günstig - überlegt mal wie lange man
mudden kann, wenn der Megabyte 5 Euro kostet....
Und die Kids? Meine Güte! Wer Geld für ein Handylogo oder einen Klingelton
ausgibt, wird doch wohl "WoW fürs Handy" ebenfalls haben wollen - und dann
auch benutzen.
Kritisch ist die Umsetzung der Texteingabe - andererseits tackern die Kids
mit T9 schneller als ich mit 4-Finger-Suchsystem.
Weitere Fragen an meine Uni-Adresse (quitex beim TZI in Deutschland) oder
hier im Forum...
--
Sincerely
Ruediger
> Eine Lösung, wie Ihr Werbung, Sponsoren, neue Mitglieder und das alles in
> Mengen und langfristig erhalten könnt, ist, wenn Ihr jemanden findet, der
> einen MUD-Client für Mobiltelefone , z.B. auf Java-Basis, entwirft, und
> diesen dann an Jamba & Co verhökert. Die Idee ist einfach: Jamba verdient
> am Verkauf des Programmes, und da es im Netz "Bergeweise Content" gibt,
> werden die sabbern wie Notgeile, um das Ding in die Finger zu bekommen.
> Merke: Ein graphisch einfacherer, funktionaler Client kann dann ja ein Jahr
> später als OpenSource im Netz veröffentlicht werden, sobald die Welle ins
> Rollen gekommen ist... =)
> Die Netzbetreiber werden sich auch um das Ding schlagen - wollen sie doch
> ihre Datendienste unter die Leute bringen - und da wir bei GPRS nur für
> Volumen Zahlen, sind MUD's sehr, sehr günstig - überlegt mal wie lange man
> mudden kann, wenn der Megabyte 5 Euro kostet....
> Und die Kids? Meine Güte! Wer Geld für ein Handylogo oder einen Klingelton
> ausgibt, wird doch wohl "WoW fürs Handy" ebenfalls haben wollen - und dann
> auch benutzen.
Das ist ja ganz schrecklich was du hier beschreibst.
--
PGP: 0x661AB571
> Das ist ja ganz schrecklich was du hier beschreibst.
Du erkennst das Potential nicht. Exklusive Klingeltöne als Questbelohnung...
.. Handylogos nicht zu vergessen! Pokale, diamantbesetzte
Schwerter, Urkunden könnten so verliehen werden.