Re: DT64, was Re: Palast der Republik, 31.01.1980

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Ulrich Onken

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Apr 13, 2020, 8:20:30 AM4/13/20
to
Am 13.04.2020 um 12:57 schrieb wolfgang sch:
> Wolf gang P u f f e <rem...@gmx.com> wrote
> in news:r71cus$sub$1...@dont-email.me:
>
>> Am 13.04.2020 um 10:40 schrieb wolfgang sch:
>>> Wolf gang P u f f e <rem...@gmx.com> wrote
>>> in news:r714es$cuc$1...@dont-email.me:
>>>
>>>> Der Mitschnitt, nur die Infos des Radiomoderators:
>>>> http://www.server-alpha.de/diverses/mitschnitt-ddr-radio-dt64-80er-jahre
>>>> -vorstellung-album-jarre-zoolook.mp3
>>>
>>> Der Jingle :D Aus welcher Sendung war das?
>>>
>>
>> Keine Ahnung wie die Sendung hieß.
>> Das war ein Mitschnitt aus einer nächtlichen Sendung.
>> Man hört "Hallo und DT auf UKW"
>> Wie ich hier lese, war "Hallo" eine Sendung auf Stimme der DDR und
>> fusionierte mit Jugendradio DT64 (vom Berliner Rundfunk), welches
>> dann eigenständig sendete.
>> http://www.radio-geschichte-dt64.de/091007.html
>> Auch hier wird davon gesprochen:
>> https://www.youtube.com/watch?v=Dufgfy-JX6Q
>> Und hier ist die Geschichte zu DT64:
>> https://www.meindt64.de/chronik/
>
> Ja so ähnlich. "Hallo das Jugendjournal" war ursprünglich eine Sendung
> auf Radio DDR, "DT64" war eine Sendung im Berliner Rundfunk. Es war also
> ursprünglich kein eigener Sender.

"Hallo das Jugendjournal" lief nicht auf Radio DDR, sondern über Stimme
der DDR, und zwar abends nach 19 Uhr. Ich habe die Sendung damals
manchmal in NRW auf 97.4 MHz vom Sender Brocken gehört. DT64 lief
tatsächlich im Berliner Rundfunk, 16 bis 19 Uhr (Brocken 91.5 MHz).

Grüsse
Uli

Wolf gang P u f f e

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Apr 13, 2020, 2:31:27 PM4/13/20
to
Am 13.04.2020 um 20:21 schrieb Andreas Kohlbach:
>
> Ich lebte in den 1970ern und 1980ern in Niedersachsen nahe der DDR
> Grenze, und konnte Stimme der DDR und andere "feindliche" Sender direkt
> über UKW empfangen.

Wer weiß was du gehört hast. "WIR" hatten nur freundliche Sender. ;-)

Paul

unread,
Apr 13, 2020, 5:14:15 PM4/13/20
to
Am 13.04.2020 um 22:39 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Mon, 13 Apr 2020 18:44:01 -0000 (UTC), wolfgang sch wrote:
>>
>> Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net> wrote
>> in news:87eesrq...@usenet.ankman.de:
>>> Wow, der Sender Brocken in Niedersachsen ließ sich bis nach NRW hören?

Der Brocken liegt nicht in Niedersachsen, sondern in Sachsen-Anhalt.
>>
>> Sachsen-Anhalt. Laut fmscan.org ist die 97,4 vom Brocken dort mit 36 dB
>> empfangbar. Wenn man günstig wohnt und eine gute Antenne hat ...
>>
>> Meine Mutter wohnte in den 1950er Jahren in Bielefeld und hat immer
>> erzählt, ein Kollege wohnte günstig am Osthang des Teutoburger Walds,
>> wodurch er das DDR-Fernsehen (damals ja nur 1 Programm) empfangen konnte
>> und Dienstags immer vom Montags-Spielfilm erzählte.
>
> Aber der Sender auf dem Brocken hat AFAIK nie DDR-Programme
> übertragen. Bielefeld muss dann DDR Programme von einem Turm in der DDR
> selbst empfangen haben.
>
Der Brocken befand sich in der DDR, Du meinst eventuell den Sender
Torfhaus, der befindet sich in Niedersachsen, und der liegt ein ganzes
Stück tiefer. Man kann dem vom Brocken aus quasi von oben auf die
Antenne spucken. Nicht wirklich, aber man kann ihn sehen.

Paule

--
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Ulrich Onken

unread,
Apr 13, 2020, 5:37:57 PM4/13/20
to
Am 13.04.2020 um 20:21 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Mon, 13 Apr 2020 14:20:27 +0200, Ulrich Onken wrote:
>>
> Wow, der Sender Brocken in Niedersachsen ließ sich bis nach NRW hören?

Das funktionierte in Münster (Westfalen), jedenfalls am Fenster meiner
Studentenbude in einem der oberen Stockwerke eines Mietshauses, das nach
Osten hin ziemlich freie Sicht hatte. Natürlich nur in Mono, aber
alternative Angebote von WDR und NDR waren so dünn gesät, dass ich gerne
mal reingehört habe.
>
> Ich lebte in den 1970ern und 1980ern in Niedersachsen nahe der DDR
> Grenze, und konnte Stimme der DDR und andere "feindliche" Sender direkt
> über UKW empfangen. Ich fand einige Musiksendungen besser, als die
> einfältigen Schlager, die vom NDR damals gespielt wurden. Die Situation
> hatte sich für mich erst 1984 verbessert, als nicht öffentliche
> Radiosender, wie FFN, erträgliche Titel spielten. Meist aus den USA oder
> dem Vereinigtem Königreich. Dann hatte ich nicht weiter DDR-Radio gehört.

Ich war und bin eigentlich immer neugierig auf Musik jenseits des
Mainstreams. Naja, das waren auch die Zeiten von "Rock in" und
"Schwingungen" mit Winfrid Trenkler beim WDR. Schade dass es so etwas
höchstens noch im Internet, aber nicht mehr drahtlos gibt.

Grüsse
Uli

Torsten Mueller

unread,
Apr 14, 2020, 12:39:53 AM4/14/20
to
Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net> schrieb:

>>> Ich lebte in den 1970ern und 1980ern in Niedersachsen nahe der DDR
>>> Grenze, und konnte Stimme der DDR und andere "feindliche" Sender
>>> direkt über UKW empfangen.
>>
>> Wer weiß was du gehört hast. "WIR" hatten nur freundliche Sender. ;-)
>
> Für Westdeutschland galt die DDR als potentieller Feind bis zu ihrer
> Auflösung 1989.

Dabei war sie doch Inland!

T.M.

Martin Ebert

unread,
Apr 14, 2020, 10:08:01 AM4/14/20
to
Am 14.04.20 um 15:38 schrieb Andreas Kohlbach:

>>> Wow, der Sender Brocken in Niedersachsen ließ sich bis nach NRW hören?

> Vermutlich habe ich die Sendeleistung unterschätzt.

Und die Höhe des Brocken ...

Um das nochmal zu sortieren: Der Brocken als höchster Berg des
Harzes gehörte zur DDR, war dort aber Sperrgebiet. Die Lage [¹]
machte und macht ihn zu einem ausgezeichneten Senderstandort.
Selbstverständlich wurden DDR-UKW-Programme abgestrahlt.
Zur Reichweite in Zeiten des Kalten Kriegs:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Sendeanlagen_auf_dem_Brocken#Reichweite>

Torfhaus lag in der BRD, damit auch der gleichnamige Sender.
Da der Standort im Schatten des Brockens liegt, konnte die
DDR nur teilweise erreicht werden.
Zur Reichweite in Zeiten des Kalten Kriegs:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Torfhaus#Rundfunk-Sendemast>

[¹] Nördlichstes deutsches Mittelgebirge, Brocken 1141m,
höchste Erhebung Norddeutschlands und Teilen West- und
Mitteldeutschlands.

BTW: Die genannte Straße bei Torfhaus: April 1990, Trabant,
2. Gang, Tempo 40, riesige blaue Abgasfahne ... das war ich.
Ich gestehe.

Mt

Peter Veith

unread,
Apr 14, 2020, 11:09:01 AM4/14/20
to
Am 14.04.2020 um 16:07 schrieb Martin Ebert:

> Am 14.04.20 um 15:38 schrieb Andreas Kohlbach:
>>>> Wow, der Sender Brocken in Niedersachsen ließ sich bis nach NRW hören?
>> Vermutlich habe ich die Sendeleistung unterschätzt.
>
> Und die Höhe des Brocken ...
>
> Selbstverständlich wurden DDR-UKW-Programme abgestrahlt. (...)
> Zur Reichweite in Zeiten des Kalten Kriegs:
> <https://de.wikipedia.org/wiki/Sendeanlagen_auf_dem_Brocken#Reichweite>
>
> Torfhaus lag in der BRD, damit auch der gleichnamige Sender. (...)
> Zur Reichweite in Zeiten des Kalten Kriegs:
> <https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Torfhaus#Rundfunk-Sendemast>

Neben der zivilen gab es naheliegend viel militärische /
nachrichtendienstliche Nutzung, von allen Seiten.

Auch wenn Wikipedia dazu etwas einsilbig zu sein scheint, die USA gab es
auch noch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bocksberg_(Harz)#Sendeanlagen

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de

Lars Gebauer

unread,
Apr 14, 2020, 1:55:16 PM4/14/20
to
Am 14.04.2020 um 19:46 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Tue, 14 Apr 2020 16:07:58 +0200, Martin Ebert wrote:
>> BTW: Die genannte Straße bei Torfhaus: April 1990, Trabant,
>> 2. Gang, Tempo 40, riesige blaue Abgasfahne ... das war ich.
>> Ich gestehe.
>
> Keine Ahnung, wie viel Gänge der Trabant hatte. Vielleicht konnte im
> Vierten 80 KM/H erreicht werden. ;-)

Der schnellste Trabant der DDR schaffte immerhin 186 km/h. Auf der
ebenen Geraden. ;)

--
„Die Stoiker sagen: Haltet Einkehr in euch selbst, dort werdet ihr eure
Ruhe finden. Und das ist nicht wahr. Die anderen sagen: Geht nach
draußen und sucht das Glück, und das ist nicht wahr: Die Krankheiten
kommen.“ --Blaise Pascal, Fragment 118

Wolf gang P u f f e

unread,
Apr 14, 2020, 6:45:59 PM4/14/20
to
Am 14.04.2020 um 15:19 schrieb Andreas Kohlbach:
> Ja, Du hast Recht, ich bezog mich auf Torfhaus. Die DDR war über der BRD
> im Harz. ;-)
>
> Die Straße runter von Torfhaus war steil. Ich meine mich zu erinnern,
> dass ein Radfahrer mit über 100 Km/H von einem Blitzer der Polizei
> registriert wurde.

Also ich bin vom Brocken nach Schierke auch schon mehrmals
runtergebrettert(*), die Straße natürlich.
Aber mit 100km/h, nee, ich hätte ich da eingesch...
Leider habe ich mein GPS-Log nicht mehr von den Touren, aber
bei 60 rüttelt der Lenker schon gewaltig.

(*) vorher natürlich erst hochgehechelt mit 200. (Puls, nicht km/h) ;-)

W.


Wolf gang P u f f e

unread,
Apr 14, 2020, 7:15:32 PM4/14/20
to
Am 14.04.2020 um 15:38 schrieb Andreas Kohlbach:
>
> Vermutlich habe ich die Sendeleistung unterschätzt. Hier in Kanada kann
> ich auch Stationen von Burlington in den USA per UKW empfangen. Die
> Station ist rund 385 Kilometer von hier entfernt.

Bei freier Sicht und hohen Antennen sollte es gar kein Problem sein.

Die Raumstation MIR in 385-393km Höhe konnte man in den 90ern mit
mit einer kleinen Stabantenne empfangen. Die hatten dort oben eine
automatische, digitale Amateurfunk-Station (Packet-Radio) laufen,
die mit nur 5 Watt sendete.
Mit ebenso nur 5 Watt konnte man vom Balkon selbst ein Signal zur
Station senden, was dann quittiert wurde.

Rundfunksender arbeiteten in damaligen Zeiten mit 5-stelligen(!) Watt,
um weit über die Landesgrenze und in bergiger Landschaft empfangbar zu
sein. Beispiel RIAS, Sender Hof, mit 20kW damals.
https://de.wikipedia.org/wiki/RIAS-Sender_Hof

Das nur mal, um die Verhältnisse von UKW-Leistung und Entfernungen
abschätzen zu können.

W.

Martin Ebert

unread,
Apr 15, 2020, 11:53:52 AM4/15/20
to
Am 14.04.20 um 19:46 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Tue, 14 Apr 2020 16:07:58 +0200, Martin Ebert wrote:

>> BTW: Die genannte Straße bei Torfhaus: April 1990, Trabant, 2.
>> Gang, Tempo 40, riesige blaue Abgasfahne ... das war ich. Ich
>> gestehe.

> Keine Ahnung, wie viel Gänge der Trabant hatte.

Vier. Allerdings war das ein Zweitakter, da ist das Kräftediagram
anders.

> Vielleicht konnte im Vierten 80 KM/H erreicht werden. ;-)

Normale Trabant 100 - 105. Allerdings bei Vollgas, da dröhnte
es richtig.

Mt

Martin Ebert

unread,
Apr 15, 2020, 12:17:07 PM4/15/20
to
Am 15.04.20 um 01:15 schrieb Wolf gang P u f f e:

> Rundfunksender arbeiteten in damaligen Zeiten mit 5-stelligen(!) Watt,

Wir sind noch bei UKW?

Die großen Sender West- wie Ostberlins sendeten alle mit
IMHO 100 kW.

Mt

Lars Gebauer

unread,
Apr 15, 2020, 2:31:59 PM4/15/20
to
Am 15.04.2020 um 20:22 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Wed, 15 Apr 2020 17:53:50 +0200, Martin Ebert wrote:
>> Normale Trabant 100 - 105. Allerdings bei Vollgas, da dröhnte
>> es richtig.
>
> IIRC hatte ich in den 80ern eine Sendung der Westdeutschen Sendung
> Telemotor (oder eine ähnlichen Sendung) gesehen. Wenn die PKWs testen,
> wurde auch die Beschleunigung von 0 auf 100 Km/H getestet. Beim Trabi
> fiel dieses Ergebnis aus, weil er keine 100 Km/H erreichte.

Huh? - Wie Martin schrieb: Das machte nicht wirklich Spaß - aber 100
schaffte der. Oft so bis knapp 110.

Martin Ebert

unread,
Apr 15, 2020, 8:34:39 PM4/15/20
to
Am 15.04.20 um 20:22 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Wed, 15 Apr 2020 17:53:50 +0200, Martin Ebert wrote:
>> Am 14.04.20 um 19:46 schrieb Andreas Kohlbach:

>>> Vielleicht konnte im Vierten 80 KM/H erreicht werden. ;-)

>> Normale Trabant 100 - 105. Allerdings bei Vollgas, da dröhnte
>> es richtig.

> IIRC hatte ich in den 80ern eine Sendung der Westdeutschen Sendung

Feindsender.

Aber ich habe die wage Erinnerung, diese Sendung auch gesehen
zu haben. Ich meine aber, dass es der Trabi nach 20 oder 30
Sekunden auch geschafft habe?

Der Clou der Sache "Zweitakter" war aber, dass man wegen der
anderen Kennlinie an der Ampel (bis ca. 45 km/h) jeden Vier-
takter stehen lies. Vorausgesetzt man konnte schalten.

Mt

Martin Ebert

unread,
Apr 15, 2020, 8:39:38 PM4/15/20
to
Am 15.04.20 um 21:43 schrieb wolfgang sch:
> Martin Ebert <mx...@gmx.net> wrote:

>> Die großen Sender West- wie Ostberlins sendeten alle mit
>> IMHO 100 kW.

> Ohne nachzusehen:

Finde auf die Schnelle mal ne Quelle :(

> - RIAS 1/2 je 50 kW

RIAS2 mit 100 kW von Britz. Auch SFB2 mit 100 kW.
Aber frag mich mal nach der Quelle ...

Eher beweise ich Dir das Fernkabel, welches das Sendesignal
durch die DDR nach Hof schaffte ... aber das hatten wir schon
mal.

Mt

Wolf gang P u f f e

unread,
Apr 16, 2020, 3:59:30 AM4/16/20
to
Am 16.04.2020 um 02:34 schrieb Martin Ebert:
> Am 15.04.20 um 20:22 schrieb Andreas Kohlbach:
>> On Wed, 15 Apr 2020 17:53:50 +0200, Martin Ebert wrote:
>>> Am 14.04.20 um 19:46 schrieb Andreas Kohlbach:
>
>>>> Vielleicht konnte im Vierten 80 KM/H erreicht werden. ;-)
>
>>> Normale Trabant 100 - 105. Allerdings bei Vollgas, da dröhnte
>>> es richtig.
>
>> IIRC hatte ich in den 80ern eine Sendung der Westdeutschen Sendung
>
> Feindsender.
>
> Aber ich habe die wage Erinnerung, diese Sendung auch gesehen
> zu haben. Ich meine aber, dass es der Trabi nach 20 oder 30
> Sekunden auch geschafft habe?

So auch meine (unbelegbare) dunkle Erinnerung.
Den großen Sieg hatte die Pappe aber wohl bei irgendeinem einem Elchtest
"heimgeholt". (nach der Wende?)

W.

Wolf gang P u f f e

unread,
Apr 16, 2020, 4:02:20 AM4/16/20
to
Ach das ja nur war Ausenseiter-Spitzenreiter:
https://www.youtube.com/watch?v=fUnX2q1EBk8

Wolf gang P u f f e

unread,
Apr 16, 2020, 4:07:51 AM4/16/20
to

Wolf gang P u f f e

unread,
Apr 16, 2020, 4:08:38 AM4/16/20
to
Ups, es gab noch einen Test?
https://www.youtube.com/watch?v=4xjhEvTYAqk

Wolf gang P u f f e

unread,
Apr 16, 2020, 4:31:27 AM4/16/20
to
Am 15.04.2020 um 18:17 schrieb Martin Ebert:
> Am 15.04.20 um 01:15 schrieb Wolf gang P u f f e:
>
>> Rundfunksender arbeiteten in damaligen Zeiten mit 5-stelligen(!) Watt,
>
> Wir sind noch bei UKW?

Ja, nur um UKW geht es.
Und ob da 385km Entfernung des Hörers etwas besonderes sind.

>
> Die großen Sender West- wie Ostberlins sendeten alle mit
> IMHO 100 kW.

Ok, zur Kenntnis genommen, dans mein 20kW-Beispiel eher ein kleiner
Sender war.
Da, wie ich oben irgendwo schrieb 390km mit 5 Watt und freier Sicht zur
Raumstation MIR funktionierten, sollte mit entsprechend hohen Antennen
Sende- und Empfangsseitig bei 100kW(!) auch was gehen.

W.

Ronald Konschak

unread,
Apr 16, 2020, 6:27:02 AM4/16/20
to
Chr. Maercker <Zwei...@gmx-topmail.de> schrieb:

> Höhere Leistungen bis 2.000 kW kenne ich nur im MW- und SW-Bereich. Aber
> diese Stromfresser sind meines Wissens inzwischen komplett abgeschaltet.

Nix komplett. Hier nur die Megawatt-Klasse:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Solt
https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Ov%C4%8De_Pole
https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Roumoules
https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Solec_Kujawski
https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Beidweiler
https://de.wikipedia.org/wiki/Langwellensender_Tipaza

Ronald.
--
Wer mit der Pistole auf die Vergangenheit schießt,
dem wird die Zukunft mit einer Kanone antworten.

Russisches Sprichwort

Martin Elbe

unread,
Apr 16, 2020, 7:25:05 AM4/16/20
to
Am 16.04.20 um 11:03 schrieb Chr. Maercker:
> BTW: Hat der NDR-Sender
> Torfhaus heute immer noch so große Reichweite? "Nötig" wäre sie ja nicht
> mehr ...

Dürfte sich verringert haben. Die Masthöhe des Antennenmastes wurde
inzwischen heruntergesetzt. Auf dem Torfhaus hat eine ziemliche Bebauung
stattgefunden, u.a. eine Großgastronomie ("Bavaria Alm"). Und da gab es
Befürchtungen, daß sich im Winter bei Sturm Eisbrocken von den
Masthaltepardunen lösen könnten und Passanten träfen. Deshalb musste der
Mast verkürzt werden.

Torsten Mueller

unread,
Apr 16, 2020, 8:17:45 AM4/16/20
to
"Chr. Maercker" <Zwei...@gmx-topmail.de> schrieb:

> Auf Langwelle bringt mein Rx nur noch Grundrauschen/-prasseln.

Ich hab hier [TM] auf LW noch zwei Franzosen, ganztägig. OK, die Grenze
ist nur 40km weg.

MW ist hingegen tagsüber komplett stumm. Gibt's in D noch einen einzigen
MW-Sender [1]? Gegen Abend hab ich auf MW paar Tschechen, Ungarn usw.

T.M.

[1] Früher ... hab ich in CH ja regelmäßig MDR-Info und DLF empfangen,
sogar im Auto während der Fahrt.

Paul

unread,
Apr 16, 2020, 9:46:11 AM4/16/20
to
Am 16.04.2020 um 15:30 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Thu, 16 Apr 2020 02:39:36 +0200, Martin Ebert wrote:
>>
>> Eher beweise ich Dir das Fernkabel, welches das Sendesignal
>> durch die DDR nach Hof schaffte ... aber das hatten wir schon
>> mal.
>
> Fernkabel?
>
> Ich habe gelesen, dass die DDR alle Leitungen zur BRD kappte. So war
> Westberlin von Telefonverbindungen zu Westdeutschland abgeschnitten.

Das ist so nicht korrekt. Die West-Aliierten und die Bundesrepublik
befürchteten das die Sovjets oder die DDR die Kabel kappen könnten. Und
darum hat man...
> Man
> hatte dann einen Richtfunk von Torfhaus nach Berlin erstellt. Die
> Antennen mussten extrem genau ausgerichtet werden. Bei großem Wind
> schwangen die Masten hin und her und verhinderten eine Verbindung. Zudem
> konnten nur wenige Telefonverbindungen zur gleichen Zeit etabliert
> werden.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Torfhaus#Richtfunk-Antennentr%C3%A4ger

Paul

unread,
Apr 16, 2020, 2:25:18 PM4/16/20
to
Am 16.04.2020 um 17:03 schrieb wolfgang sch:
> Paul <Pirat_Paul...@gmx.invalid>
> wrote in news:r79nj3$80a$1...@news.albasani.net:
>
>>> Ich habe gelesen, dass die DDR alle Leitungen zur BRD kappte. So war
>>> Westberlin von Telefonverbindungen zu Westdeutschland abgeschnitten.
>>
>> Das ist so nicht korrekt. Die West-Aliierten und die Bundesrepublik
>> befürchteten das die Sovjets oder die DDR die Kabel kappen könnten. Und
>> darum hat man...
>
> Der Osten hat aber laut vielen Quellen die direkten Telefonverbindungen
> zwischen West- und Ost-Berlin und AFAIK auch zwischen West-Berlin und
> Umland gekappt.
>
> http://www.geschichte-doku.de/deutsch-deutscher-alltag/themen/?a=post

Ja, ist ja auch ein anderes Thema.
>
> Sie wurden erst im Zuge des Viermächteabkommens nach 1971 wieder
> eingerichtet.
>
>
Ja stimmt, man konnte von Berlin (West) nach Berlin Hauptstadt der DDR
problemlos anrufen, andersrum aber nicht. Ersteres war ein Ortsgespräch,
letzteres ein internationales Ferngespräch.

Ulrich Onken

unread,
Apr 16, 2020, 3:19:09 PM4/16/20
to
Am 16.04.2020 um 14:34 schrieb Chr. Maercker:
> Torsten Mueller wrote:
>> Ich hab hier [TM] auf LW noch zwei Franzosen, ganztägig. OK, die Grenze
>> ist nur 40km weg.
>
> Droitwich soll von der Insel nach wie vor auf 200 kHz senden. War früher
> schwach, aber regelmäßig hierzugegend hörbar, heute nix mehr.

Seit den 80er Jahren auf 198 statt 200 kHz, aber weiterhin mit 500 kW,
so lange die Technik mit den Röhren für die Senderendstufe noch
durchhält:
https://www.theguardian.com/media/2011/oct/09/bbc-radio4-long-wave-goodbye

Grüsse
Uli

Martin Ebert

unread,
Apr 16, 2020, 3:52:26 PM4/16/20
to
Am 16.04.20 um 17:03 schrieb wolfgang sch:

> Der Osten hat aber laut vielen Quellen die direkten Telefonverbindungen
> zwischen West- und Ost-Berlin und AFAIK auch zwischen West-Berlin und
> Umland gekappt.

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wir reden hier
über Alliiertes Recht. 1945 haben sich die Amerikaner einen
Teil der Fernkabeltrasse 4 gegriffen und selbst betrieben.
Die DDR selbst hatte da genau gar nichts zu melden, sie konnte
höchstens mal sehr freundlich bei der UdSSR nachfragen. Diese
wiederum winkte regelmäßig ab, wenn Alliiertes Recht betroffen
war.

Die fragliche Fernkabeltrasse (über Lutherstadt Wittenberg) war
bis zur Wiedervereinigung in amerikanischen Betrieb, unter
anderem als Zuspieler des RIAS-Sendesignals nach Hof.

Mt

Paul

unread,
Apr 16, 2020, 4:54:20 PM4/16/20
to
Am 16.04.2020 um 21:33 schrieb wolfgang sch:
> Paul <Pirat_Paul...@gmx.invalid> wrote
> in news:r7a7ud$5d0$1...@news.albasani.net:
>
>>> Sie wurden erst im Zuge des Viermächteabkommens nach 1971 wieder
>>> eingerichtet.
>>>
>>>
>> Ja stimmt, man konnte von Berlin (West) nach Berlin Hauptstadt der DDR
>> problemlos anrufen, andersrum aber nicht. Ersteres war ein Ortsgespräch,
>
> Nur fast, es war etwas schlechter: 6 Minuten für 23 Pfg. Gleichzeitig
> galt innerhalb West-Berlins 23 Pfennig für unendlich lang, und in den
> meisten Ortsnetzen Westdeutschlands 23 Pfennig für 8 Minuten.
>
>> letzteres ein internationales Ferngespräch.
>
> Der Unterschied war aber nur tariflich, nicht technisch. Es ging in
> beiden Richtungen über dieselben (knappen) Leitungen.

Jain! Es waren theoretisch die selben knappen Leitungen, praktisch war
aber vom Osten aus der Zugang zusätzlich beschränkt, teils technisch
bedingt, teils politisch.

> Die Tarife
> gestalteten die beiden Postverwaltungen für ihr jeweiliges Gebiet nach
> politischen Vorgaben, und die waren natürlich im Westen die Betonung
> der Einheit der Stadt, im Osten die Betonung dass BlnW fernes Ausland
> sei.
>
Das hatte ich als allgemein bekannt vorausgesetzt.

Gunter Kühne

unread,
Apr 17, 2020, 12:08:08 AM4/17/20
to
Am 16.04.20 um 22:54 schrieb Paul:
> Am 16.04.2020 um 21:33 schrieb wolfgang sch:
>> Paul <Pirat_Paul...@gmx.invalid> wrote
>> in news:r7a7ud$5d0$1...@news.albasani.net:
>>
>>>> Sie wurden erst im Zuge des Viermächteabkommens nach 1971 wieder
>>>> eingerichtet.
>>>>
>>>>
>>> Ja stimmt, man konnte von Berlin (West) nach Berlin Hauptstadt der DDR
>>> problemlos anrufen, andersrum aber nicht. Ersteres war ein Ortsgespräch,
>>
>> Nur fast, es war etwas schlechter: 6 Minuten für 23 Pfg. Gleichzeitig
>> galt innerhalb West-Berlins 23 Pfennig für unendlich lang, und in den
>> meisten Ortsnetzen Westdeutschlands 23 Pfennig für 8 Minuten.
>>
>>> letzteres ein internationales Ferngespräch.
>>
>> Der Unterschied war aber nur tariflich, nicht technisch. Es ging in
>> beiden Richtungen über dieselben (knappen) Leitungen.
>
> Jain! Es waren theoretisch die selben knappen Leitungen, praktisch war
> aber vom Osten aus der Zugang zusätzlich beschränkt, teils technisch
> bedingt, teils politisch.
mehr politisch.
Man hätte nur die Stecker bei den GWs ziehen müssen.
Aber O.K. das war in der gesammten DDR so.
nur BRD war gesperrt.
GB Frankreich und auch AT konntest du durchwählen. Z.B. Klagenfurt 1973 :)


>> Die Tarife
>> gestalteten die beiden Postverwaltungen für ihr jeweiliges Gebiet nach
>> politischen Vorgaben, und die waren natürlich im Westen die Betonung
>> der Einheit der Stadt, im Osten die Betonung dass BlnW fernes Ausland
>> sei.
>>
> Das hatte ich als allgemein bekannt vorausgesetzt.
>
> Paule
>


--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.

Gunter Kühne

unread,
Apr 17, 2020, 12:09:18 AM4/17/20
to
Am 16.04.20 um 21:52 schrieb Martin Ebert:
War das nicht die alte Tubenleitung der RP??

Ronald Konschak

unread,
Apr 17, 2020, 1:27:02 AM4/17/20
to
Chr. Maercker <Zwei...@gmx-topmail.de> schrieb:
> Ronald Konschak wrote:
>> Nix komplett. Hier nur die Megawatt-Klasse:
>
> Langwelle.
> Zu hören ist im Raum Magdeburg (so gut wie) keiner davon. Auf Langwelle
> bringt mein Rx nur noch Grundrauschen/-prasseln. Nicht mal DCF77 ist
> noch hörbar, obwohl er von zwei Uhren empfangen wird, lt. deren eigener
> Anzeige sogar gut. Der Rx (Lowe HF-150) bringt nicht mal mit BFO ein
> Trägersignal in Lautsprecher bzw. Kopfhörer, nicht mal mit Langdraht im
> Garten.

Dann ist da was faul. Die genannten Sender höre ich hier
allesamt, den ungarischen sogar auf dem Küchenradio. Ich
betreibe hier einen SunSDR2¹ an einer Aktivantenne ALA1530LN².
Die Antenne ist am Balkon montiert, rundherum sind Häuser,
also eher suboptimal. Polskie Radio auf Langwelle geht hier
den ganzen Tag über, sogar auf einer Zimmerantenne. Nachts
wirds natürlich richtig gut, dann bekomme ich auf LW 270 kHz
Česky Rozhlas aus Topolná trotz "nur" 50 kW in Ortssender-
Qualität. DCF77 kommt hier mit -93 dB, das aber auch nur,
weil die Antenne gerade quer zum Sender steht. Vielleicht
sollte Dein Empfänger mal zur Durchsicht, falls notwendig,
habe ich eine Kontaktadresse.

Ronald.

¹ https://eesdr.com/en/products-en/transceivers-en/sunsdr2-en
² https://www.wellbrook.uk.com/loopantennas/Loop_Antennas/ALA1530LN

Ronald Konschak

unread,
Apr 17, 2020, 1:27:02 AM4/17/20
to
Torsten Mueller <muel...@runbox.com> schrieb:
>
> MW ist hingegen tagsüber komplett stumm. Gibt's in D noch einen einzigen
> MW-Sender [1]? Gegen Abend hab ich auf MW paar Tschechen, Ungarn usw.

Ne, das ist nun vorbei. Als DRM nicht den durchschlagenden
Erfolg hatte, hat man sich auf DAB(+) auf UKW verlegt. Nachdem
das aber ein dichteres Sendernetz erfordert, kostet das Geld.
Unterläßt man den DAB+-Ausbau, spart man Geld, und damit kann
man beim Wähler hausieren gehen.

Martin Elbe

unread,
Apr 17, 2020, 3:16:35 AM4/17/20
to
Am 16.04.20 um 14:17 schrieb Torsten Mueller:
> Ich hab hier [TM] auf LW noch zwei Franzosen, ganztägig. OK, die Grenze
> ist nur 40km weg.

Falsches Tempus. Hatte! Erst vor ein paar Tagen hat auch Radio Monte
Carlo seinen Langwellensender auf 216 kHz abgeschaltet. Erste
Abschaltung war der französische Rundfunk auf 162 kHz, der Sender läuft
jetzt ohne Programm mit reduzierter Leistung und überträgt Zeitsignale,
ähnlich wie DCF77.

Dann kam das Aus für Europe 1 auf 183 kHz, jetzt Monte Carlo. Bleibt
abzuwarten, wann Luxemburg der 234 kHz den Stecker zieht.

Und in Schweden freut sich ein junges Mädchen…

> MW ist hingegen tagsüber komplett stumm. Gibt's in D noch einen einzigen
> MW-Sender [1]? Gegen Abend hab ich auf MW paar Tschechen, Ungarn usw.

Nein, alles weg.

Ronald Konschak

unread,
Apr 17, 2020, 3:47:00 AM4/17/20
to
Chr. Maercker <Zwei...@gmx-topmail.de> schrieb:
>> der Brocken dazwischen liegt.
>
> Mir war der Faktor vor der Summe ind der Fausformel für die
> UKW-Ausbreitung entfallen. Hab deshalb online danach gesucht und nur
> hier entdeckt, Seite 29:
> <https://www.segeln.co.at/media/pdf/GMDSS-Skript19.pdf>
>
> Dort ist der Faktor 2.2 angegeben. Mir ist zwar ein etwas höherer Wert
> in Erinnerung, aber mit dem dort genannten kämen etwa 2.2*(30+10)~90km
> raus.

Dort soll das Ergebnis ja auch in Nautischen Meilen heruskommen.

> Die Online-Suche ergab einen zweiten aussichtsreichen Treffer,
> interessant für beide beteiligten Newsgroups:
> <https://www.scribd.com/document/371073096/399-Karl-rothammel-antennenbuch>
> Der Download setzt leider Facebook oder G**gl-Account voraus. Das
> papierne Original hatte ich zu DDR-Zeiten. Falls jemand Zugang hat,
> könnte er/sie evtl. überprüfen, ob Rothammel seinerzeit den gleichen
> Faktor verwendet hat.

Rothammel sagt: d[km] = 4,12 (√h₁[m] + √h₂[m])

d - sichere Reichweite
h₁ - Höhe des Senders über NN
h₂ - Höhe des Empfängers über NN

Wolf gang P u f f e

unread,
Apr 17, 2020, 4:24:12 AM4/17/20
to
"Ja Sluschajo" mit einem Tecsun PL-880.
https://funktechnik-dathe.de/PL-880-Tecsun-DSP-SSB-Kurzwellen-Weltempfaenger-100KHz-30MHz
Tagsüber bleit der Spaß im Störnebel des Wohngebietes auf der Strecke.
Auf LW ist da nur bei 198 und 225 und auf MW bei 639 und 954 was zu
hören.
Aber nachts ist mehr los und der Störnebel ist dann auch deutlich
niedriger. Dank SSB-Demodulation und div. Filterbreiteneinstellungen
kann man mit dem Radio auch die Funkamateure auf LW und KW hören.
Bis DCF77 runter komme ich zwar nicht, aber die anderen DCF-Sender
ab bei ca. 130+140kHz höre ich hier immer sehr klar.
https://de.wikipedia.org/wiki/DCF_(Rufzeichen)
Auf Kurzwelle sind teilweise Sender nur zu bestimmten Uhrzeiten, oder
gar nur an bestimmten Tagen aktiv.
Berühmtes Beispiel: https://www.darc.de/nachrichten/radio-darc/

W.

Wolf gang P u f f e

unread,
Apr 17, 2020, 4:39:18 AM4/17/20
to
Am 16.04.2020 um 16:54 schrieb wolfgang sch:
> "Chr. Maercker" <Zwei...@gmx-topmail.de>
> wrote in news:r7971t$7nl$1...@news.albasani.net:
>
>> NDR II vom Sender Torfhaus (800m über NN)
>> war (mit Yagis und mind. 8 Elementen) bis weit hinter Leipzig zu
>> empfangen.
>
> Das sind 140 km, so erstaunlich ist das gar nicht, abgesehen davon dass
> der Brocken dazwischen liegt. Bayern 3 vom Ochsenkopf war (ist
> wahrscheinlich noch) auch noch bis in den Leipziger Raum hörbar. Ich

So sah der Ochsenkopf 2008 beim Tag der offenen Tür von innen aus:
http://www.server-alpha.de/ochsenkopf/
Vollkommen unspektakulär ist B3 nur ein Einschub in einem Wandschrank,
benachbart von Einschüben der Sender B1 bis B5.

> hab mal auf den Nordfriesischen Inseln (Schleswig-Holstein) britische
> UKW-Sender reinbekommen. Leider nicht reproduzierbar, müssen wohl
> günstige Bedingungen gewesen sein.
>

Ich hatte in den 80ern hier RAI (Radio Italien) auf UKW, sowie auch den
Südfunk Stuttgart schon gehört.
Als im Radio dieses Überreichweitenphenomen auftauchte, kurbelte ich
auch am TV-Gerät die Bänder durch und sah plötzlich einen Sender aus
Spanien.

W.

Ronald Konschak

unread,
Apr 17, 2020, 5:04:53 AM4/17/20
to
Wolf gang P u f f e <rem...@gmx.com> schrieb:
> Am 17.04.2020 um 07:03 schrieb Ronald Konschak:
>
> "Ja Sluschajo" mit einem Tecsun PL-880.
> https://funktechnik-dathe.de/PL-880-Tecsun-DSP-SSB-Kurzwellen-Weltempfaenger-100KHz-30MHz
> Tagsüber bleit der Spaß im Störnebel des Wohngebietes auf der Strecke.

Hör mir auf mit Störungen. Ich habe hier seit ein paar Monaten
eine, die macht von 130 bis 2000 kHz alles dicht. Ich habe eine
Störungsmeldung gemacht, der Funkmessdienst war auch hier. Man
hat festgestellt, dass es sich um einen DSL-Router handelt.
Nun will man wenigstens die Afu-Bänder rausnotchen. Rundfunk
genießt ja keinen Schutz mehr. :-(

> Auf LW ist da nur bei 198 und 225 und auf MW bei 639 und 954 was zu
> hören.

Die tschechischen und polnischen Sender werden uns wohl
noch eine Weile treu bleiben. Country Radio CZ und Radio
Dechovka verkündeten sogar voller Stolz die (Wieder-)
Inbetriebnahme von MW-Sendern.

> Berühmtes Beispiel: https://www.darc.de/nachrichten/radio-darc/

Das war die beste Idee des DARC der letzten 20 Jahre.

Ronald.

Frank Möller

unread,
Apr 17, 2020, 10:03:03 AM4/17/20
to
Chr. Maercker schrieb:
> wolfgang sch wrote:

>> Mnja, die Sache ist dass eine Sichtweite von 385 km bedeutet, dass
>> entweder Sender oder Empfänger sich in einer Höhe von 10 km befinden.

> Erstaunlich ist, dass Stabantennen ausreichten. Dipol mit Reflektor
> hätte ich schon als Minimum erwartet.

>> Der Widerspruch löst sich auf, wenn man berücksichtigt dass die
>> Lehrbuch- Ansicht dass UKW sich quasi-optisch ausbreite, so nicht
>> stimmt. UKW-Wellen breiten sich nicht nur geradlinig aus, sondern
>> folgen in begrenztem Ausmaß der Erdkrümmung wegen des Effekts der
>> Wellenbeugung.

> Deshalb ja "quasi". ;-)
> Aber selbst das ist fraglich: NDR II vom Sender Torfhaus (800m über NN)
> war (mit Yagis und mind. 8 Elementen) bis weit hinter Leipzig zu
> empfangen. Die bekannte Faustformel mit den zwei Wurzeln gibt das beim
> besten Willen nicht her, noch dazu wenn mann bedenkt, dass sich Torfhaus
> in Richtung Osten im Schatten des Brockens befindet! Selbst nach dieser
> groben Mathematik wäre die Reichweite des Sender bei "quasi-optischer"
> Ausbreitung maximal bis Halle gegeben, also gut 50km weniger.

Die "Großwetterlage" spielt auch eine Rolle. Gewisse breitflächige
Wolkengebilde können UKW-Wellen (teilweise) reflektieren. So konnte ich in
Abhängigkeit der Wetterlage am Südfenster meiner Küche im 4. Stock in
Connewitz mit meiner "Stern Elite" mit Stabantenne (und ggf. angefrickeltem
Alu-Streifen) ab und zu schon mal den "Zündfunk" in Bayern 2 hören. Der kam
dann zwar immer noch reichlich verrauscht aus Hof, aber er kam eben dann
überhaupt rein.

Mit "wuchtiger" Leistung wurde ja nur Bayern 3 gesendet. Den habe ich auch
auf der Nordseite meiner Wohnung und auch immer bekommen. Da schwankte nur
das Rauschverhalten.

[F'up2 de.alt.folklore.ddr]

--

Ulrich Onken

unread,
Apr 17, 2020, 11:30:18 AM4/17/20
to
Da sind allerdings zwei unterschiedliche Ausbreitungsmechanismen für die
Überreichweiten verantwortlich:

Über der Nordsee gibt besonders im Sommer und Herbst Inversionsschichten
(kalte Luftschicht am Boden bzw. über dem Meer), die die Funkwellen
wenige hundert km weit leiten können. Das Phänomen solcher "Ducts" lässt
sich als über die Luftschichten in der Troposphäre erklären, nur einige
Hundert Meter Höhe. Solche Ducts gibt es bei ruhiger Hochdruckwetterlage
teils tagelang, auch über der norddeutschen Tiefebene oder am Oberrhein
und am besten in den frühen Morgenstunden.

Der Empfang italienischer oder spanischer Sender nördlich der Alpen
gelingt eigentlich nur im Sommer tagsüber und abends wegen sporadischer
E-Schichten in der Ionosphäre, um 100 km über dem Boden. Die hohe
Sonneneinstrahlung ist dafür verantwortlich. Dieses Phänomen tritt viel
unregelmässiger auf und reicht nur bis zu Frequenzen hinauf bis etwa 150
MHz. Das betrifft auch das UKW-Rundfunkband, aber seit der Umstellung
des Fernsehens auf DVB-T nicht mehr TV-Signale, weil man die tiefen
Frequenzbänder verlassen hat. Die Reichweiten von Sporadik-E liegen
zwischen etwa 1000 und 2000 km, also viel mehr als bei den Ducts.

Weitere Details: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberreichweite

Viele Grüsse
Uli

Paul

unread,
Apr 17, 2020, 11:59:12 AM4/17/20
to
Am 17.04.2020 um 16:58 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Thu, 16 Apr 2020 20:25:17 +0200, Paul wrote:
>>
>> Am 16.04.2020 um 17:03 schrieb wolfgang sch:
>>> Paul <Pirat_Paul...@gmx.invalid>
>>> wrote in news:r79nj3$80a$1...@news.albasani.net:
>>>
>>>>> Ich habe gelesen, dass die DDR alle Leitungen zur BRD kappte. So war
>>>>> Westberlin von Telefonverbindungen zu Westdeutschland abgeschnitten.
>>>>
>>>> Das ist so nicht korrekt. Die West-Aliierten und die Bundesrepublik
>>>> befürchteten das die Sovjets oder die DDR die Kabel kappen könnten. Und
>>>> darum hat man...
>>>
>>> Der Osten hat aber laut vielen Quellen die direkten Telefonverbindungen
>>> zwischen West- und Ost-Berlin und AFAIK auch zwischen West-Berlin und
>>> Umland gekappt.
>>>
>>> http://www.geschichte-doku.de/deutsch-deutscher-alltag/themen/?a=post
>>
>> Ja, ist ja auch ein anderes Thema.
>
> Das war das, worauf ich hinaus wollte.
>
>>> Sie wurden erst im Zuge des Viermächteabkommens nach 1971 wieder
>>> eingerichtet.
>>>
>>>
>> Ja stimmt, man konnte von Berlin (West) nach Berlin Hauptstadt der DDR
>> problemlos anrufen, andersrum aber nicht. Ersteres war ein
>> Ortsgespräch, letzteres ein internationales Ferngespräch.
>
> Wie kann Letzteres ein Ferngespräch sein, wenn es gar nicht gehen sollte?
>
Ab 72 ging es, wenn auch nur stark limitiert. Erst mit Anmeldung beim
Amt, später dann im Selbstwählverfahren. Und es ging eben nicht
problemlos, man musste eine freie Leitung erwischen.

Martin Ebert

unread,
Apr 17, 2020, 1:10:13 PM4/17/20
to
Am 17.04.20 um 06:09 schrieb Gunter Kühne:
> Am 16.04.20 um 21:52 schrieb Martin Ebert:

>> Die fragliche Fernkabeltrasse (über Lutherstadt Wittenberg) war
>> bis zur Wiedervereinigung in amerikanischen Betrieb, unter
>> anderem als Zuspieler des RIAS-Sendesignals nach Hof.

> War das nicht die alte Tubenleitung der RP??

Ursprünglich auf alle Fälle. Mitte der 1980er Jahre wurde ein
Teil der Fernkabel der Fk-Gruppe 4 auf PCM umgestellt, das lief
dann über die ÜSt-2 Wittenberg. Was ich nicht weiß: Ob da das
RIAS-Signal mit umgestellt wurde.

Ich vermute das aber: Es ist gut vorstellbar, dass da ein
Kompensationsgeschäft lief: Ihr (BRD) baut und liefert uns
das mal, wir (DDR) nehmen dann auch das RIAS-Signal mit auf
die digitale Strecke.

Mt

Peter Veith

unread,
Apr 17, 2020, 4:21:13 PM4/17/20
to
Am 17.04.2020 um 11:04 schrieb Ronald Konschak:

> Wolf gang P u f f e schrieb:
>> Berühmtes Beispiel: https://www.darc.de/nachrichten/radio-darc/
>
> Das war die beste Idee des DARC der letzten 20 Jahre.

Nun ja, die traditionellen Rundsprüche auf 2m und die anschließenden
Bestätigungen peppen die sonstigen Relais-Runden doch etwas aus.

Veith
--
In der DDR waren die Grenzen auch zu, aber wenigstens die Kneipen offen.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.de

Martin Ebert

unread,
Apr 17, 2020, 8:12:44 PM4/17/20
to
Am 17.04.20 um 12:18 schrieb Chr. Maercker:
> Ronald Konschak wrote:
> [Fausformel für UKW-Ausbreitung]
>>> <https://www.segeln.co.at/media/pdf/GMDSS-Skript19.pdf>
>>> Dort ist der Faktor 2.2 angegeben.
>> Dort soll das Ergebnis ja auch in Nautischen Meilen heruskommen.

> Ah ja, sorry, das ist ein Seefahrer-Handbuch. Das hieße knapp doppelte
> Reichweite, also 150..160 km. Dann wäre wirklich bis hinter Leipzig Empfang.

Diese Größenordnung kommt auch bei der Rothammel-Formel raus.

Real ging es aber schon etwas weiter: Standort Lutherstadt
Wittenberg: Alle Berliner Sender, auch AFN und BFBS, dazu
Torfhaus und Harz-West. Ochsenkopf war minimal wacklig, Hoher
Meißner und Hof waren deutlich wetterabhängig.

Mt

Martin Ebert

unread,
Apr 18, 2020, 9:24:07 PM4/18/20
to
Am 18.04.20 um 13:05 schrieb Andreas Kohlbach:

> Heute geht es über die Paketvermittlung. Eine
> Leitung wird von mehreren Anrufern gemeinsam genutzt. Es gibt seit dem
> kein Besetztzeichen mehr nach der Wahl einer 0.

Da empfehle ich Silvesterurlaub auf Usedom. Sowohl auf Nestnetz
als auch Handy läufst Du kurz nach Mitternacht auf gassenbesetzt.

Die Priorisierung von bestimmten Behördenanschlüssen bei Kat-Alarm
kommt doch nicht von ungefähr.

Mt

Chr. Maercker

unread,
May 20, 2020, 10:38:18 AM5/20/20
to
Martin Ebert wrote:
> Am 14.04.20 um 19:46 schrieb Andreas Kohlbach:
>> Keine Ahnung, wie viel Gänge der Trabant hatte.
>
> Vier. Allerdings war das ein Zweitakter, da ist das Kräftediagram
> anders.

Der vierte Gang war oberhalb 50 km/h dran.

>> Vielleicht konnte im Vierten 80 KM/H erreicht werden. ;-)

> Normale Trabant 100 - 105. Allerdings bei Vollgas, da dröhnte
> es richtig.

Bei 105 hatte mein damaliger Trabi auf der Autobahn einen
Motoraussetzer: Urplötzlich endete das Gedröhn und beängstigende Ruhe
breitete sich aus. Nach kurzem Halt ließ sich der Motor neu starten als
ob nix gewesen wäre. Vermutlich ein Effekt der Zündung mit dem
elektromechanischen Unterbrecher.

--


CU Chr. Maercker.

Bernhard Grill

unread,
May 20, 2020, 3:53:54 PM5/20/20
to
Am 20.05.2020 um 16:38 schrieb Chr. Maercker:

> Bei 105 hatte mein damaliger Trabi auf der Autobahn einen
> Motoraussetzer: Urplötzlich endete das Gedröhn und beängstigende Ruhe
> breitete sich aus. Nach kurzem Halt ließ sich der Motor neu starten als
> ob nix gewesen wäre. Vermutlich ein Effekt der Zündung mit dem
> elektromechanischen Unterbrecher.
>

Kolbenklemmer?

Gruß B.

--
Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig
dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
(Mohandas Karamchand Gandhi)

Chr. Maercker

unread,
May 20, 2020, 5:04:10 PM5/20/20
to
Bernhard Grill wrote:
> Kolbenklemmer?

Kühlt der zweifelsohne kleine Trabi-Motor binnen weniger Minuten so weit
ab, dass er anschließend wieder einwandfrei läuft? Und passiert so was
nicht öfter, falls die Ursache für Kolbenklemmer unterschiedliche
thermische Ausdehnung von Zylinder und Kolben ist?


CU CM.

Bernd Ullrich

unread,
May 20, 2020, 5:44:35 PM5/20/20
to
Am 20.05.2020 um 21:53 schrieb Bernhard Grill:
> Am 20.05.2020 um 16:38 schrieb Chr. Maercker:
>
>> Bei 105 hatte mein damaliger Trabi auf der Autobahn einen
>> Motoraussetzer: Urplötzlich endete das Gedröhn und beängstigende Ruhe
>> breitete sich aus. Nach kurzem Halt ließ sich der Motor neu starten als
>> ob nix gewesen wäre. Vermutlich ein Effekt der Zündung mit dem
>> elektromechanischen Unterbrecher.


> Kolbenklemmer?

Da wird ein Kabel locker gewesen sein. Bei sowas konnten tolle Effekte
auftreten.

BU

Wolf gang P u f f e

unread,
May 20, 2020, 8:00:40 PM5/20/20
to
Am 20.05.2020 um 16:38 schrieb Chr. Maercker:
>
> Bei 105 hatte mein damaliger Trabi auf der Autobahn einen
> Motoraussetzer: Urplötzlich endete das Gedröhn und beängstigende Ruhe
> breitete sich aus. Nach kurzem Halt ließ sich der Motor neu starten als
> ob nix gewesen wäre. Vermutlich ein Effekt der Zündung mit dem
> elektromechanischen Unterbrecher.
>

Ähnliches habe ich mit Ford und Audi erlebt.
Der Ford hatte einen elektronischen Unterbrecher, ein Magnet und eine
Spule mit 4poligem Kern. Wenn der Magnet an einem der Kernzacken vorbei
ging, steuerte das den elektronischen Unterbrecher.
Die Spule hatte irgendwann einen Haarriss, der bei Erwärmung öffnete
und dann ging nichts mehr, bis alles abgekühlt war.
Das war extrem Scheiße im Stadtverkehr, wo es an Fahrtwind mangelte.
X mal kam der Abschleppdienst und in der Werkstadt ging plötzlich alles
wieder.

Beim Audi (Zündung mit Hallgeber gesteuert) ging auf der Autobahn bei
ca. 130 einfach der Motor aus. Mitten auf einer Brücke.
Da ich diese Situationen nun schon kannte, konnte ich durch sofortiges
Auskuppeln die Karre wenigstens noch über die Brücke kullern lassen bis
endlich rechts Platz war, um von der Fahrbahn weg zu kommen.
Hier war der Fehler permanent und die Werkstadt musste nicht Wochenlang
suchen.

W.

Chr. Maercker

unread,
May 25, 2020, 6:37:10 AM5/25/20
to
wolfgang sch wrote:
> Der Osten hat aber laut vielen Quellen die direkten Telefonverbindungen
> zwischen West- und Ost-Berlin und AFAIK auch zwischen West-Berlin und
> Umland gekappt.

Juni 1953? Seit dieser Zeit hatte die DDR einem ehem. Kollegen zufolge
auch jene chaotische Fernvermittlung, wo von jedem Ortsnetz andere
Vorwahlnummern galten. Das muss man ersma hinkriegen! ;-)
Außerdem wurden der gleichen Quelle zufolge 1953 auch diverse
Direktverbindungen im Inland gekappt, z.B. konnte man anschließend nicht
mehr via Reichsbahn-Netz telefonieren. Im Juni 53 sollen einige Leute
diese Möglichkeit genutzt haben.

> http://www.geschichte-doku.de/deutsch-deutscher-alltag/themen/?a=post

Hybsche Seite. Wer durfte einklich damals solche Dienstmarken verwenden,
von denen dort eine abgebildet ist.



--


CU Chr. Maercker.

Gunter Kühne

unread,
May 25, 2020, 6:56:04 AM5/25/20
to
Am 25.05.20 um 12:37 schrieb Chr. Maercker:
> wolfgang sch wrote:
>> Der Osten hat aber laut vielen Quellen die direkten Telefonverbindungen
>> zwischen West- und Ost-Berlin und AFAIK auch zwischen West-Berlin und
>> Umland gekappt.
>
> Juni 1953? Seit dieser Zeit hatte die DDR einem ehem. Kollegen zufolge
> auch jene chaotische Fernvermittlung, wo von jedem Ortsnetz andere
> Vorwahlnummern galten. Das muss man ersma hinkriegen! ;-)

Nö das ist in dezentralen Vermittlungsystemen die rein
Elektromeschanisch funktionieren normal.
Übrigens zu der Zeit auch in der BRD.

> Außerdem wurden der gleichen Quelle zufolge 1953 auch diverse
> Direktverbindungen im Inland gekappt, z.B. konnte man anschließend nicht
> mehr via Reichsbahn-Netz telefonieren.
Das durfte man eigentlich nie.
Außer man eindeckte die Lücken in der Schaltung.
Das Reichsbahnsystem hieß übrigens BASA.
Dort waren Fernwahlen noch völlig anders als beim Postsystem.
Aber die Energie hatte ja auch ein DDR weites Sytem was ähnlich der BASA
funktionierte.
Im Übrigen gabs in der DDR noch mehr solche Inselsysteme.
Manche eben nur Regional.
Im Juni 53 sollen einige Leute
> diese Möglichkeit genutzt haben.
#
Wie genau??

>> http://www.geschichte-doku.de/deutsch-deutscher-alltag/themen/?a=post
>
> Hybsche Seite. Wer durfte einklich damals solche Dienstmarken verwenden,
> von denen dort eine abgebildet ist.

Zu Meiner Zeit, 1978, waren die nicht mehr Gültig und in der DV auch
nicht mehr erwähnt.
MFg
GK

Chr. Maercker

unread,
May 26, 2020, 5:54:18 AM5/26/20
to
Gunter Kühne wrote:
[Fernvermittlung, wo von jedem Ortsnetz andere Vorwahlnummern galten]

> Nö das ist in dezentralen Vermittlungsystemen die rein
> Elektromeschanisch funktionieren normal.

Einklich hat das weniger mit der Technologie zu tun als mit der Logik
bzw. Organisation von Vermittlungsnetzen. Und da erscheint mir ein
System mit ein Ortsnetz = eine Vorwahl entschieden am einfachsten.

> Übrigens zu der Zeit auch in der BRD.

Nur nicht bis 1989. ;-)

>> Außerdem wurden der gleichen Quelle zufolge 1953 auch diverse
>> Direktverbindungen im Inland gekappt, z.B. konnte man anschließend nicht
>> mehr via Reichsbahn-Netz telefonieren.
> Das durfte man eigentlich nie.

Erlaubt war es wahrscheinlich nicht und es erforderte Insiderwissen,
welches vorzugsweise Staatsapparatschiks, Bahner und Postleute hatten.

> Außer man eindeckte die Lücken in der Schaltung.
> Das Reichsbahnsystem hieß übrigens BASA.

Mein Kollege sprach von "Eisenbahnnetz".

> Dort waren Fernwahlen noch völlig anders als beim Postsystem.
> Aber die Energie hatte ja auch ein DDR weites Sytem was ähnlich der BASA
> funktionierte.
> Im Übrigen gabs in der DDR noch mehr solche Inselsysteme.

ACK, das Reichsbahnnetz war nur eins davon. Das hatte der Kollege
angedeutet und behauptet vor 1953 hätte es diverse Übergänge gegeben.

>>  Im Juni 53 sollen einige Leute
>> diese Möglichkeit genutzt haben.

> Wie genau??

Das wird mein ehem. Kollege wohl auch nicht en detail gewusst haben. Zu
vermuten ist, dass via Bahnnetz Fernverbindungen aufrechterhalten
wurden, die im Postnetz vom Staatsapparat entweder gekappt oder
zumindest abgehört wurden.

>>> http://www.geschichte-doku.de/deutsch-deutscher-alltag/themen/?a=post
>>
>> Hybsche Seite. Wer durfte einklich damals solche Dienstmarken verwenden,
>> von denen dort eine abgebildet ist.

> Zu Meiner Zeit, 1978, waren die nicht mehr Gültig und in der DV auch
> nicht mehr erwähnt.

ACK, die können nur bis max. Mitte 1960er im Umlauf gewesen sein.
Kurierdienste gab es aber später noch.

--


CU Chr. Maercker.

Martin Ebert

unread,
May 28, 2020, 10:18:10 AM5/28/20
to
Am 25.05.20 um 12:37 schrieb Chr. Maercker:

> Juni 1953? Seit dieser Zeit hatte die DDR einem ehem. Kollegen zufolge
> auch jene chaotische Fernvermittlung, wo von jedem Ortsnetz andere
> Vorwahlnummern galten. Das muss man ersma hinkriegen! ;-)

Das war ein stinknormales gassenbasiertes Selbstwählfernnetz.
Zu einem wirklichen automatisierten Netz hat es nie gereicht.

> Außerdem wurden der gleichen Quelle zufolge 1953 auch diverse
> Direktverbindungen im Inland gekappt, z.B. konnte man anschließend nicht
> mehr via Reichsbahn-Netz telefonieren.

Ähmm, doch. Es gab immer Übergänge vom BASA in andere Netze und
auch andere Länder.

Im Übrigen waren wir Weltmeister an Netzen: Neben dem allgemeinen
Netz das R-Netz (wie: Regierungsnetz), das Armeenetz, das S1,
locker 15 Industrienetze (Energiewirtschaft, Chemie usw).

Mt
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