Nachdem ich nun fast drei Wochen meine Wohnung nur zum Einkaufen verlassen
habe und auch kaum andere Menschen gesehen habe (ich steckte mitten in der
Vorbereitung auf eine Prüfung), kommt mir der Anruf von einem Kommilitonen
(nennen wir ihn Andreas) gerade recht. Er fragt, ob wir nicht mein neues
PC-Spiel (Formel 1 Grand Prix 2 mit den 97er Autos) spielen wollten, da ihm
das Lernen aus dem Hals hängt. Endlich ein Grund, nicht zu lernen!
Nachdem wir einige Zeit gespielt haben, fragt er, ob wir noch ein Bier
zusammen trinken würden, auch hier sage ich begeistert zu. Also sind wir in
das "Café Waschsalon" gegangen, haben uns einen freien Tisch gesucht (war
schon schwer, da es bereits 2100 Uhr war). Zwei Weizen später bin ich an
der Reihe, neue zu bestellen. Da aber leider kein Kellner in dem Getümmel
zu sehen ist, gehe ich direkt an die Theke. Auch hier ist es voll, also muß
ich mich zwischen zwei bildhübsche Frauen drängen, um an die Theke zu
kommen. Nach kurzer Zeit beginnt die eine (nennen wir sie Nicola und andere
Sandra), sich mit mir zu unterhalten (lang lebe die Emanzipation).
Da ich mich immer gerne in der Gesellschaft von gutaussehenden und witzigen
Frauen aufhalte, gebe ich Andreas Zeichen, daß er doch zu uns kommen solle,
was er auch macht. Es sieht ganz gut aus, denn Sandra scheint sich als
"Opfer ihrer Wünsche" Andreas ausgesucht zu haben, während Nicola sich mir
zuwendet. Einige Minuten wechseln wir belanglose Sätze, doch plötzlich
spüre ich eine Hand an meinem Hintern. Zuerst denke ich, daß es der
(anscheinend schwule) Mann neben mir ist, der mich schon eine Weile
angeflirtet hat, doch dann sehe ich, daß die Hand Nicola gehört, die ihren
Barhocker verlassen und sich neben mich gestellt hat.
Es fängt an spannend zu werden! Als ich meinen Arm um sie lege, fragt sie
mich, ob ich ihren Po zu groß finde, also beginne ich, ihre Rückseite zu
untersuchen. Bei der Gelegenheit stelle ich fest, daß sie unter der Bluse,
die sie über irhem hautenen Minirock trägt, nichts anhat und daß ihr
Hintern auf gar keinen Fall zu groß ist, was ich ihr auch sage. Darauf
antwortet sie mir, daß sie sich gerade von ihrem Freund getrennt hat, der
immer über ihren Po gelästert hat, sie deswegen schon fast Komplexe
bekommen hat.
Da ich nicht gerne stehe, nutze ich die Chance und setze mich auf den nun
frei gewordenen Barhocker und Nicola stellt sich zwischen meine Beine,
immer darauf bedacht, daß ich ihre Rückseite weiter streicheln kann und
beginnt, mich ebenfalls zu streicheln. So stehen wir nun einige Zeit und
sehen uns tief in die Augen. Das scheint ihr aber zu wenig zu sein, denn
sie fragt mich, ob ich denn immer so schüchtern bin. Auf meine Antwort, daß
ich die Situation nicht durch eine unbedachte Handlung zerstören will,
antwortet sie, daß ich genau dieses schaffen würde, wenn ich sie nicht
sofort küsse. Das lasse ich mir natürlich nicht zwei Mal sagen, und wir
versinken in einen tiefen und langen Zungenkuß.
Als wir uns wieder getrennt haben, schaue ich zu den anderen, die
allerdings eher gelangweilt nebeneinander stehen. Also lassen wir erste
einmal von einander und wenden uns den anderen beiden zu, um mit ihnen zu
trinken und "Dünnes" zu reden. Nach einigen Minuten beugt sich Nicola zu
mir und sagt mir, daß ich in drei Minuten auf die Damentoilette kommen
soll. Dann verläßt sie uns, um auf die Toilette zu gehen. Ich unterhalte
mich noch einige Zeit mit Sandra und Andreas, gehe dann ebenfalls "um ein
wenig Bier wegzubringen" in Richtung Toiletten.
Zuerst komme ich mir etwas merkwürdig vor, einfach auf die Damentoilette zu
gehen, weil ich so etwas noch nie gemacht habe, aber ich nehme meinen
gesamten Mut zusammen und öffne die Tür. Wie zu erwarten war, stehen gerade
zwei Frauen vor dem Spiegel und sehen mich mit diesem "ach, schon klar, was
Du willst" - Blick an. Dann sagt die eine, daß die Frau mit der schwarzen
Bluse in der letzten Toilette ist, zwinkert mir wissend zu und wünscht mir
viel Spaß. Also mache ich mich auf den Weg und schon geht auch die Tür auf.
Nicola steht voll angezogen in der Tür und befiehlt mir, noch vor der Tür
mein Hemd auszuziehen. Dann soll ich meine Hose öffnen.
Die beiden Mädels, die eigentlich schon im Begriff zu gehen waren, bleiben
mit offenem Mund stehen und sehen mir zu, wie ich auf der Damentoilette
strippe. Inzwischen (drei halbe Liter Weizenbier helfen ganz schön) bin
auch etwas mutiger geworden, denn zuerst sage ich Nicola, daß sie
gefälligst auch etwas zeigen solle, als sie dann ihre Bluse öffnet, steige
ich aus meiner Hose. Ein Glück, daß ich heute morgen in einem Anfall von
erotischer Stimmung einen String angezogen habe...
Als ich ohne Hose (und mit einer Erektion, die, wenn sie in freier Wildbahn
gesehen wird, Gefahr läuft, geschossen und ausgestopft zu werden) vor ihr
stehe, schiebt sie ihren Rock hoch und zeigt mir, daß sie keinen Slip
anhat. Außerdem hat sie ihren Busch zu einem schmalen Streifen rasiert
(juhu, finde ich besonders schön). Die beiden Frauen am Waschbecken stehen
mit offenem Mund da und sehen mir zu, wie ich in die Toilette gehe. Ich
wünsche den beiden noch einen schönen Abend und schließe die Tür.
Jetzt lasse ich meine Hose auf den Boden fallen und gehe vor Nicola auf die
Knie, um ihren Busch mit einem Kuß zu gegrüßen. Das scheint ihr zu
gefallen, denn im selben Moment beginnt sie, leise zu stöhnen, meinen Kopf
festzuhalten und bittet mich, nicht aufzuhören. Doch genau das mache ich,
weil ich es eigentlich nicht mag, Befehle zu bekommen. Ich stehe auf und
sage ihr, daß sie sofort auf die Knie gehen und mich lecken soll, da ich
sonst gehen würde. Der Gedanke, daß ich sie allein lassen könnte, scheint
ihr nicht zu gefallen, denn sie folgt meinem Befehl ohne mit der Wimper zu
zucken.
Ich lehne mich an den Spülkasten und Nicola beginnt, meinen Schwanz zu
küssen, zuerst nur die Eichel, doch dann schiebt sie die Vorhaut zurück und
nimmt ihn so tief wie möglich in den Mund. Nachdem sie einige Male meinen
Schwanz ganz tief in ihrem Mund hatte, nimmt sie ihn wieder heraus und
leckt einmal an ihm lang, bis sie an den Eiern angekommen ist, um diese mit
ihrer weichen Zunge zu verwöhnen, dann nimmt sie ihn wieder ganz und
beginnt, mich mit ihrem Mund zu ficken, wobei sie mich parallel mit der
rechten Hand wichst und mit der linken meine Rosette streichelt.
Plötzlich hört sie auf, steht auf, steckt sich zwei Finger der rechten Hand
in ihre Muschi, streichelt mit der anderen den Kitzler und sieht mir dabei
tief in die Augen. Dann nimmt sie ihre Hände von ihrer Muschi, leckt ihre
rechte Hand und hält mir die Linke hin, damit ich ihren Saft von den
Fingern lecken kann. Danach geht sie wieder vor mir in die Knie und
verwöhnt mich weiter. Als ich kurz davor bin zu kommen, sage ich ihr, daß
ich in ihrer Muschi kommen will, aber sie sagt, daß ich beim ersten Mal in
ihren Mund spritzen soll, und macht weiter bis ich komme. Sie schluckt
allerdings nicht alles, sondern nimmt ihn nach den ersten beiden Schüssen
aus ihrem Mund und wichst mich, bis ich den Rest auf ihren Brüsten
verspritze.
Jetzt läßt sie meinen Schwanz los, greift sich mit der rechten Hand
zwischen die Beine und beginnt, ihren Kitzler in schnellen Bewegungen zu
massieren, während sie mit der linken meinen Saft auf ihren Titten
verreibt. Nur wenige Augenblicke später ist sie dann auch soweit, und sie
kommt mit einem spitzen Schrei. Dann später beginnt sie, mich anzuziehen,
sitzt dabei noch immer mit offener Bluse und entblößter Muschi vor mir. Als
ich angezogen bin, richtet sie ihre Klamotten und wir gehen zu Sandra
zurück. Ich lasse mir allerdings noch ein wenig Zeit, damit es nicht ganz
so auffällig ist....
to be continued....
>Es fängt an spannend zu werden! Als ich meinen Arm um sie lege, fragt sie
>mich, ob ich ihren Po zu groß finde, also beginne ich, ihre Rückseite zu
>untersuchen. Bei der Gelegenheit stelle ich fest, daß sie unter der Bluse,
>die sie über irhem hautenen Minirock trägt, nichts anhat und daß ihr
>Hintern auf gar keinen Fall zu groß ist, was ich ihr auch sage. Darauf
>antwortet sie mir, daß sie sich gerade von ihrem Freund getrennt hat, der
>immer über ihren Po gelästert hat, sie deswegen schon fast Komplexe
>bekommen hat.
Es scheint, als sei es schoen gewesen...
Ich hoffe, du vergisst nicht, dass Frank, der Verfasser dieses
Stueckes, ein Dichter ist. Und Dichter luegen bekanntlich wie
gedruckt, wenn sie sich dabei nur wohlfuehlen. Wenn du also anmerkst,
dass es schoen gewesen scheine, so meinst Du gewiss, dass franks
Traum schoen gewesen scheine. Liege ich richtig? Aber was rede ich
hier ueber Dinge, die wir beide wissen. Ausserdem naemlich moechte
ich, mit Deiner Erlaubnis, noch eine Bemerkung zu Deiner Dichtung
tun. Und zwar zu Deinem mit "Gefuehle" ueberschriebenen Text. Du bist
ein Gefuehlsdichter, das merkt man gleich, und auch ohne den Titel.
Und wenn Du nun dem Leser Einblick in Dein Innerstes gewaehrst, wie
du es in deinem Text tust, so ist es Absicht. Liege ich richtig? Ja!
Und wenn dies das Thema ist, so moechte ich gewissermassen als
Leidensgenosse, wiederum mit Deiner Erlaubnis, eine scharfe Kritik
ueben. Hoere, Freund, Ich bin 35 Jahre alt, zwei Jahre aelter also
als Du, und ich habe vor etwa acht Jahren zum letzten male einen Kuss
geschmeckt. Der suesse Duft, die sanfte Beruehrung wohnen noch heute
in allen meinen Sinnen. Du beschreibst also Empfindungen, die keiner
so gut kennt und nachvollziehen kann wie ich. Stimmst Du mir zu? Gut!
Worauf ich aber nun hinaus will ist, dass wir ein Gefuehl in uns
tragen und eine Stimme besitzen es zu sprechen. Gefuehl und Stimme!
Wir haben also mehr als andre, wir sind beschenkt, begnadet. Stimmst
Du mir zu? Was aber ist das fuer eine Art, frage ich Dich, wenn Du
mit Geschenken nur Dich selber zierest, nur Dein eignes Leid mit
Deinen Worten schmueckst und linderst ? Das ist nicht gut, sage ich!
Das ist nicht Dichters Art, wenn Du meine Meinung hoeren willst.
Gefuehl und Stimme sind mir, sind dir gegeben, die Sorgen der Welt
ganz ganz vorsichtig in Worte zu fassen. Den andren Mut machen, das
ist unsre Bestimmung! Gefuehl und Stimme! Merke es wohl und merke,
dass wir Diener sind; Diener, die ihren eignen Kummer zur Grundlage
nicht aber zum Ziele ihrer Dichtung machen duerfen.
Was also ist zu tun? Setze Dich hin, mit Deinem Gespuer fuer zarte
Empfindungen (was wahrhaft nicht viele besitzen. Du traegst ein hohes
Gut spazieren. Ist dir das bewusst? Ist es Dir?) setze dich also hin
und beobachte. Beobachte, was die andren tun. Denke nie ueber deine
Einsamkeit nach! Grueble an der Einsamkeit anderer! Leide nicht unter
den eigenen Traenen, leide um die Traenen andrer, und du wirst
gluecklicher werden denn je, und du wirst Dichtung erschaffen
koennen, die Dir das Herz ersprudeln laesst, dass Du toll werden
magst. Hast du mich verstanden, Kollege? Voran, voran! Es gibt viel
zu tun. Die Welt ist voller Traenen, der Dichter gibt es nicht viele
mehr. Da darf man es sich nicht erlauben, einen von uns muessig und
traurig sitzen zu sehen. Wir, Piccolo, haben keine Zeit, uns selbst
zu bedauern. Wir muessen etwas schaffen. Schaffe, doch schaffe MIT
deinem Herzen, nicht FUER Dein Herz. Das ist des Dichters hohe und
traurige Bestimmung. Hast Du mich verstanden?
Zuletzt verneige ich mich hoeflich, hoffend, Du kannst mir die
strengen Worte vergeben. Ich bin ein aufbrausender Mensch, doch bin
ich es nur, wenn ich sehe, wei ein Talent hockt und um seiner selbst
Willen weint. Auf auf, Herz! Fasse Mut! Sei kuehn! Aber sei auch
zaeh. Der Proben sind reichlich und der Dornen Zahl am Wege ist
nirgends notiert.
Ich wuensche Dir Glueck und freue mich, wenn Du einen weiteren
Gedankenaustausch mit mir fuer sinnvoll erachtest.
Viele Gruesse,
Marc Fey.
--
<fe...@studm.hrz.uni-siegen.de>
Ich finde es Klasse, dass Du so reagierst. Deine Texte haben so einen
abgehobenen Stil, dass ich immer denke, Du willst die Leute nur
verarschen. Solltest Du´s aber so meinen, wie Du schreibst, kann ich
nur sagen (sorry, sorry): Du hast ne Meise.
Aber beides waere mir recht. Ich mag Verarschungen genausogern wie
kleine Meisen.
Aber meine Provokationen der letzten Tage hast Du gut abgeblockt. Ich
entschuldige mich erst mal dafuer, war bloss n Test. Jeder andere
haette erst mal die grosse Schweige abgezogen, aber Du hast mich
wahrscheinlich durchschaut.
"Marc Fey" <fe...@studm.hrz.uni-siegen.de> wrote:
>Verehrter Piccolo,
Hallo, verehrter Marc Fey,
>Ich hoffe, du vergisst nicht, dass Frank, der Verfasser dieses
>Stueckes, ein Dichter ist. Und Dichter luegen bekanntlich wie
>gedruckt,
Dichter? Naja, vielleicht.
> Du bist
>ein Gefuehlsdichter, das merkt man gleich, und auch ohne den Titel.
>Und wenn Du nun dem Leser Einblick in Dein Innerstes gewaehrst, wie
>du es in deinem Text tust, so ist es Absicht. Liege ich richtig? Ja!
Ja? Ja!
Sicher schreibe ich mir, wenn ich denn mal was schreibe, die Seele aus
dem Leib, aber das tun alle. Du sicher auch. Ich habe noch kein gutes
Buch gelesen, in dem ich nicht den Mensch hinter dem Autor sehen
konnte. Ausnahmen sind vielleicht die kommerziellen
Groschenheft-Autoren, die sind aber nicht gut. Die lese ich aber schon
lange nicht mehr. Vielleicht sind sie ja inzwischen besser geworden?
Hast Du da Erfahrungen? ;)
>Und wenn dies das Thema ist, so moechte ich gewissermassen als
>Leidensgenosse, wiederum mit Deiner Erlaubnis, eine scharfe Kritik
>ueben. Hoere, Freund, Ich bin 35 Jahre alt, zwei Jahre aelter also
>als Du, und ich habe vor etwa acht Jahren zum letzten male einen Kuss
>geschmeckt.
Das ist bitter!!
Ich habe wenigstens zwei Kinder, die mir immer mal einen
draufschmatzen.
Das, was jetzt noch kam, war mir zu hoch, ich spreche und lese lieber
normale Saetze, okay?
>Was also ist zu tun? Setze Dich hin, mit Deinem Gespuer fuer zarte
>Empfindungen (was wahrhaft nicht viele besitzen. Du traegst ein hohes
>Gut spazieren. Ist dir das bewusst? Ist es Dir?) setze dich also hin
>und beobachte. Beobachte, was die andren tun. Denke nie ueber deine
>Einsamkeit nach! Grueble an der Einsamkeit anderer! Leide nicht unter
>den eigenen Traenen, leide um die Traenen andrer, und du wirst
>gluecklicher werden denn je, und du wirst Dichtung erschaffen
>koennen, die Dir das Herz ersprudeln laesst, dass Du toll werden
>magst. Hast du mich verstanden, Kollege?
Jaja, haettest einfach sagen sollen, dass wir uns ein Bier schnappen,
oder zwei, und zusammen quatschen.
(Es tut mir leid, aber ich habe immer das gefuehl, Du willst mich
verarschen. Nagut, Du weisst ja, dass ich auch kleine Meisen mag. Ich
wuerde nur gern wissen, woran ich bin, mein sehr geehrter Marc Fey.)
>Zuletzt verneige ich mich hoeflich, hoffend, Du kannst mir die
>strengen Worte vergeben. Ich bin ein aufbrausender Mensch,
Und Du meinst, ich nicht? Guck Dir mal meine letzten Mails an, oder
wuensch Dir was von mir, ich kann noch BESSER.
>Ich wuensche Dir Glueck und freue mich, wenn Du einen weiteren
>Gedankenaustausch mit mir fuer sinnvoll erachtest.
Das ist jetzt ne Sache, die ich unbedingt weiterfuehren moechte! Alles
klar?
Ob ich Dich tatsaechlich durchschaut habe, da bin ich mir noch gar
nicht so sicher. Ueber mich will ich Dir darum auch nicht viel
verraten. Allein folgendes: Ich bin kein Germanistiker und ich bin
nicht fuenfunddreissig. Warum sollst Du weniger Raetsel zu raten
haben als ich? Aber das haelt fit, und so bleiben wir beide in der
richtigen Form. Ich habe eine Reihe Vermutungen ueber Dich
angestellt, und ich bin mir nach wie vor nicht ganz einig. Aber das
ist ja das Spiel, dass offenbar hierher gehoert. Ich wuerde also, wie
Du siehst, auch gerne wissen, woran ich bin. Ich werde es mit der
Zeit erfahren. Tja, und Dir bleibt auch nichts uebrig, als
herumzuraetseln. Aber ich will Dir noch einen Gedanken mitteilen, der
mir im Kopf spuckt. Ich hatte Dich von Anfang an auf Grund der 'o's
in Deinem Namen als Mann gedacht. In Deinen Texten fand ich nun ein
wenig eine Frau. Du siehst also, dass ich noch nicht viel weiss.
Nicht einmal Dein Geschlecht. Wenn das auch unwichtig sein mag, ich
bin ein schlichter Mensch und grueble gern ueber das Naheliegende.
Und zu meiner Kenntnis um Geschichten. Ich glaube, da wirst Du viel
nicht von mir halten. Ich mag tatsaechlich Dramen wie etwa "Don
Carlos" von Schiller oder Theaterstuecke wie "Die Himmelfahrt der
Galgentoni" von Kisch. Plunder also, den Du vielleicht germanistisch
nennst. Geschmacksache eben. Ich habe frueher diese Sinclair-Reihe
gelesen, hing dann ein Weilchen bei King und habe es dann an den
Nagel gehaengt. Ach, in der Kindheit habe ich Enid Blyton (wie immer
sie sich auch schreibt) gelesen die Kinder-Konsalika. Und was das
Bier betrifft. Ich moechte mit manch einem hier gerne ein Bier
trinken. Ich hoffe, eines Tages werden wir uns alle einmal begegnen.
Ich wuerde gerne an jedem einmal riechen. Aber Du scheinst mir auch
recht weit weg zu wohnen. Ich komme aus Siegen, wenn Du's kennst. Und
du sagtest Du waerest ein Ossi. Ach, weit weg ist der Osten. Ich war
eine Weile wegen eines Maedchens oft in Leipzig. Eine schoene Stadt
uebrigens, und wenn ich meine miese Studiererei einmal abgeschlossen
habe dann will ich entweder in Prag oder in Leipzig ein paar Jahre
wohnen. Kennst Du Leipzig? Zuletzt noch ein kleines Kompliment. Deine
Sicht auf mein Gedicht war so schlicht wie richtig.
Ich gruesse Dich,
Marc Fey.
--
<fe...@studm.hrz.uni-siegen.de>
"Wenn dich die Wahrheit juckt, kratz dich mit einer Luege!"
(P.Rabenhof)
Ich haette es beinahe vergessen, obwohl ich den Gedanken tatsaechlich
im Kopf trage, seit ich die dazugehoerende Nachricht gelesen. Hast Du
denn schon einmal einen Krieg erlebt? Ich frage es nicht im Ernst und
nicht im Spass. Ich frage vorerst aus purer Neugierde.
Fuer heute nacht letzter Gruss,
Marc.
>Nochmal hallo Picollo,
>Ich haette es beinahe vergessen, obwohl ich den Gedanken tatsaechlich
>im Kopf trage, seit ich die dazugehoerende Nachricht gelesen. Hast Du
>denn schon einmal einen Krieg erlebt? Ich frage es nicht im Ernst und
>nicht im Spass. Ich frage vorerst aus purer Neugierde.
Das ist das einzige Thema, wo Du mich treffen kannst, wenn Du denn
hinterher noch willst. Ich habe, und ich mache drei Kreuze und klopf
tausendmal auf Holz, noch keinen Krieg erlebt. Ich will auch keinen
erleben. Man hat mich 1 1/2 Jahre in eine Armee gesteckt, das wollte
ich auch nicht, aber ich hatte keine vernuenftige Alternative als zu
resignieren und abzustumpfen (Ossi: Kriegsdienstverweigerer gingen in
den Knast, das wollte ich auch nicht.)
Unser Kompaniechef hat mal zu mir gesagt: "Sie sind doch intelligent.
Sie spielen Schach, ich seh das, warum stellen Sie sich nur so dumm?"
Die Antwort hatte er sich in seinem ersten Satz schon selber gegeben.
Er hats aber nie wirklich begriffen.
Ja, ich hab mich bloed gestellt, ich wusste einfach nicht, was ich
sonst machen sollte.
Gestern lief "Schindlers Liste" im TV, ich habs da zum zweiten Mal
gesehen. Und ich musste wieder weinen, weil mir die Episode mit dem
Maedchen im roten Mantel so nahe geht. Ich hatte vorher das Buch
gelesen, na da war ich staendig am Traenchen wischen, ein Buch ist
eben viel intensiver.
Ich war heute mit den Kids auf einem Ostermarkt, und als ich sie aufs
Klo ausgefuehrt hab, sassen da ein paar 16-jaehrige , die haben den
Film ausgewertet, so ungefaehr: "Die Weiber mussten sich da alle
ausziehen, hast Du die Titten gesehen..."
Meine Frau hats gar nicht mitgekriegt, war wieder mal nur mit sich
beschaeftigt...
Und ich haette am liebsten den 16-jaehrigen Glatzkopf genommen und in
die Kloschuessel gesteckt,
DAS ist Krieg, ich brauche keinen physischen Krieg, mit all den Toten
und Zerstueckelten, es ist immer Krieg, Krieg in den Koepfen, ich
koennte jetzt eigentlich sagen, dass ich doch im Krieg war, oder immer
noch bin.
Ja, Marc Fey, jetzt bring mal ein Zitat aus dem Neunzehnten
Jahrhundert, als Kriege noch mit ein paar hundert Toten endeten,
vergleiche mal mit Hitlers Maschine....
(Obwohl es eigentlich egal ist, ob es hundert Opfer gibt, oder Hundert
Millionen, das Leid ist immer dasselbe, der rote Mantel geht mir nicht
aus dem Sinn, das arme Kind versteckt sich unterm Bett, die naechste
Szene kommt, aber sie fanden es trotzdem.)
Aber vielleicht hast Du in Deinem unerschoepflichen Repertoire einen
Mutmacher?
Befrag mich aber bitte nie wieder zum Krieg (es sei denn, du willst
das vertiefen, dann aber ueber eMail), ansonsten denk daran, dass mich
der rote Mantel zum Weinen bringt. Und an den roten MANTEL denke ich
immer, wenn ich an Krieg erinnert werde.
Jetzt aber, Mut, schreib was dazu, aber bitte, BITTE, verschon mich
mit Deinem Eichendorff-oder-sonstwas-Quatsch, es sei denn, es troestet
mich.
Marc Fey,
mein lieber Freund,
War das jetzt Antwort genug?
Du wolltest mich doch kennenlernen.
Verreiss mich (HEUTE MAL NICHT).
Morgen darfst Du wieder.
Schoene Nacht noch.
>Lieber Picollo,
>Ob ich Dich tatsaechlich durchschaut habe, da bin ich mir noch gar
>nicht so sicher. Ueber mich will ich Dir darum auch nicht viel
>verraten. Allein folgendes: Ich bin kein Germanistiker und ich bin
>nicht fuenfunddreissig.
Du bist Anfang oder mitte zwanzig.
Wer mit mir ueber Krieg quatschen will, sollte mindestens dreissig
sein -oder einen gesunden Intellekt haben -
Wenn eins davon zutrifft, heisse ich Dich willkommen.
Ich mag keine Raetsel, die ich nicht selber stelle.
Du solltest Dich outen.
>Aber ich will Dir noch einen Gedanken mitteilen, der
>mir im Kopf spuckt.
Spuckt mein Freund? Aehh
>Ich hatte Dich von Anfang an auf Grund der 'o's
>in Deinem Namen als Mann gedacht. In Deinen Texten fand ich nun ein
>wenig eine Frau. Du siehst also, dass ich noch nicht viel weiss.
Eine Frau waere nie so aggressiv, es sei denn, sie ist ne Hure. Willst
Du mich als Hure bezeichnen?
>Nicht einmal Dein Geschlecht. Wenn das auch unwichtig sein mag, ich
>bin ein schlichter Mensch und grueble gern ueber das Naheliegende.
Marc, :) ich bin keine Hure, krieg Dich mal wieder ein,
Frauen koennen doch keine Computer bedienen, sie habe keine Lust dazu.
>Und zu meiner Kenntnis um Geschichten. Ich glaube, da wirst Du viel
>nicht von mir halten. Ich mag tatsaechlich Dramen wie etwa "Don
>Carlos" von Schiller oder Theaterstuecke wie "Die Himmelfahrt der
>Galgentoni" von Kisch. Plunder also, den Du vielleicht germanistisch
>nennst. Geschmacksache eben. Ich habe frueher diese Sinclair-Reihe
>gelesen, hing dann ein Weilchen bei King und habe es dann an den
>Nagel gehaengt. Ach, in der Kindheit habe ich Enid Blyton (wie immer
>sie sich auch schreibt) gelesen die Kinder-Konsalika. Und was das
>Bier betrifft. Ich moechte mit manch einem hier gerne ein Bier
>trinken. Ich hoffe, eines Tages werden wir uns alle einmal begegnen.
Die muessen nicht alle kommen, Hauptsache Du bist da, ich hab immer
ein Bier parat.
>Ich wuerde gerne an jedem einmal riechen.
Also, wenn Du mal meinen Schwager gerochen hast, vergehts Dir,riech
lieber mal meine Schwaegerin.
Klasse.
Es mag auch friedliche Huren geben, und gewiss auch agressive Frauen.
Aber lassen wir das. Du bist ein Mann, deine Schwaegerin riecht
vorzueglich, dein Schwager nicht, ich bin Ende zwanzig (28), stinke
zuweilen auch beachtlich, und bin um die Soldaterei herumgekommen.
Na, so lernt man sich doch kennen.
Und das Bier: Da hast Du etwas gesagt, worauf ich herumreiten werde.
Ich reise gern und, wenn mein Gold es erlaubt, viel; und manchmal
habe ich sogar die Zeit dazu. Ich war lange nicht mehr im Osten. Es
wird also mal wieder Zeit, und Du waerest mir eine willkommene
Gelegenheit. Solltest Du das nicht so ernst gemeint haben, lade mich
einfach zu einem Stueck Kuchen ein. Dann bist du mich los. Kuchen mag
ich nicht (das ist uebrigens einer meiner Komplexe).
Aber ich weiss nicht. Du bittest, dass ich Dich endlich mal nicht
verreissen soll. Ich habe doch noch gar nichts gemacht ausser einer
kleinen Poebelei. Allerdings, wenn Du willst (und wenn Du die Texte
ernst gemeint hast) schaue ich sie mir gerne mal an. Wir sind ja
jetzt (ich bin etwas ueberrumpelt) offenbar Freunde. Allerdings
noergle ich an Deiner Schreiberey nur dann herum, wenn Du auch meine
betrachtest (und natuerlich fein lobst, das ist klar). Ich warte
naemlich zu meinen Geschichten bisher auch noch ein bisschen auf
Kritik. "Niemals" kannst Du dir uebrigens sparen. da habe ich schon
Toene zu gekriegt, die ich erst einmal ueberdenken muss.
Und Schindlers Liste. da sagst Du was. Ich habe den Film damals in
Leipzig gesehen. Ich habe echt fast geheult. (Nur, weil ich ein
eitler Mann bin, eben dann doch nicht) Das rote Kleid. Du hast ja so
recht. Und dieser Spielberg hat es raus, wie man das Volk zum Heulen
bringt. Aber ich denke insgesamt schon ein bisschen anders ueber
diesen Film. Die Maedchen in den Gaskammern hatten wirklich schoene
Brueste. Zu schoen. Bei Spielberg faengt an, was bei Copullas Dracula
endet. Das Grauen als schoen schauriger Sagenstoff. Lasse vierhundert
Jahre vergehen, dann ist Hitler ein dramatisches Monster. So leid es
mir um Dein Gefuehl fuer den Film tut, aber Spielberg hat es, glaube
ich, ernst nicht gemeint. Er ist das typisches Bild von einem
egoistischen Kuenstler, der vor Aesthetizismus platzt. Im Grunde
stimme ich ihm, was die Umsetzung betrifft, zu. Man muss den
Menschen, wenn man etwas sagen will, so dass er es nicht vergisst,
am Herzen packen. Da alleine wirkt's. (Wobei das nun tatsaechlich in
eine private Mailerey gehoert. Schreibe mir also, ob das etwas wird,
obwohl ich nun weder ueber einen gesunden Intellekt noch ueber eine
Sammlung von dreissig Jahren verfuege.
Und Peter Hoeg kenne ich tatsaechlich nicht. Aber ich werde mal
schauen, ob ich etwas von ihm finde, sobald ich wieder Geld und Zeit
dazu habe.
Gruss,
Marc Fey.
> Ich war heute mit den Kids auf einem Ostermarkt, und als ich sie aufs
> Klo ausgefuehrt hab, sassen da ein paar 16-jaehrige , die haben den
> Film ausgewertet, so ungefaehr: "Die Weiber mussten sich da alle
> ausziehen, hast Du die Titten gesehen..."
> Meine Frau hats gar nicht mitgekriegt, war wieder mal nur mit sich
> beschaeftigt...
> Und ich haette am liebsten den 16-jaehrigen Glatzkopf genommen und in
> die Kloschuessel gesteckt,
Warum?
Pubertäres Geprahle bzw. Schutzsuche hinter markigen Worten ist das
normalste der Welt. Hattest Du in dem Alter das Rüstzeug für so ein Thema?
Ich nicht.
Freue Dich daran, daß der Glatzkopf Schindlers Liste gesehen hat und nicht
eines der anderen Programme.
Freue Dich daran, daß er einen Glatzkopf hat, wenn es denn ein eine Form
des Protestes ist. Das ist mehr Hoffnung als beim Faconschnittträger,
obwohl mir die mit den bunten Haaren eigentlich besser gefallen; wenn auch
längst nicht alle.
Thorsten
> >Nicht einmal Dein Geschlecht. Wenn das auch unwichtig sein mag, ich
> >bin ein schlichter Mensch und grueble gern ueber das Naheliegende.
> Marc, :) ich bin keine Hure, krieg Dich mal wieder ein,
> Frauen koennen doch keine Computer bedienen, sie habe keine Lust dazu.
Wir sind alle Huren.
Nur die meisten wissen es nicht.
Thorsten
"Marc Fey" <fe...@studm.hrz.uni-siegen.de> wrote:
>Lieber Picollo,
>hing dann ein Weilchen bei King
King hat fuer mich zwei gute Sachen geschrieben:
1. "Shining"
Das war das erste, was ich von ihm gelesen habe.
Mittlerweile ist es Geschichte, sogar Filmgeschichte, obwohl ich sagen
muss, es gibt keinen einzigen verfilmten King, der dem Buch gerecht
wird.
2. "Das Spiel"
Hier hat er meiner Meinung nach mal was neues ausprobiert. Da kommen
zwar immer noch die schaurigen Monster seiner anderen Werke vor, die
mich immer so amuesiert laecheln lassen, weil sie so irreal sind,
aber!, ups, wer sich hier bis zur Pointe vorliest, wird mit wirklichen
Monstern belohnt.
Na und der Plot, dass sie da voelligt nackt und mit Handschellen ans
Bett gefesselt daliegt, waehrend der Mann am Herzanfall verbrutzelt,
ist GENIAL.
Ich lese schon lange nichts mehr von King, der klaut einem nur die
Zeit.
tod...@edition.bonbit.org (Thorsten Korsch) wrote:
>Hiho!
>> Ich war heute mit den Kids auf einem Ostermarkt, und als ich sie aufs
>> Klo ausgefuehrt hab, sassen da ein paar 16-jaehrige , die haben den
>> Film ausgewertet, so ungefaehr: "Die Weiber mussten sich da alle
>> ausziehen, hast Du die Titten gesehen..."
>> Meine Frau hats gar nicht mitgekriegt, war wieder mal nur mit sich
>> beschaeftigt...
>> Und ich haette am liebsten den 16-jaehrigen Glatzkopf genommen und in
>> die Kloschuessel gesteckt,
>Warum?
>Pubertäres Geprahle bzw. Schutzsuche hinter markigen Worten ist das
>normalste der Welt. Hattest Du in dem Alter das Rüstzeug für so ein Thema?
Echt betroffen: Ich glaube, Nein.
Vielleicht sollte ich nicht immer mit meinem Alter kokettieren.
Du hast da jetzt was gesagt, was mich wirklich zum Nachdenken anregt.
Ich habe naemlich selber Kinder, nein noch keine sechzehnjaehrigen
Glatzkoepfe, mehr so suesse unschuldige Kids.
Sorry, ich schreib heut nix mehr dazu, DAS Thema will gut ueberdacht
sein.
Aber Danke! fuer die Anregung.
>Freue Dich daran, daß der Glatzkopf Schindlers Liste gesehen hat und nicht
>eines der anderen Programme.
Du hast recht!
Wie kommt es nur, dass Du das so schnell auf den Punkt bringen
konntest? Du musst ein Genie sein.
Ich werde sehr gruendlich darueber nachdenken.
Du kannst mir auch mailen.
"Frank" <hasse...@metronet.de> wrote:
>Die Personen und Gegebenheiten sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit
>lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht vom Autor
>beabsichtigt. Die Geschichte darf Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
>in keiner Weise überlassen oder zugänglich gemacht werden. Der Autor
>übernimmt dafür keinerlei Verantwortung!
JEDER kann Dein Posting hier lesen, meinst Du, irgendwelche Eltern
kontrollieren, was die Kids hier lesen?
Aber deins war nicht so schlimm.
Lies lieber mal BUK´s "Lustmolch", kann sich jedes Kind in der Bibo
ausleihen!
Ohne Kommentar.