Hallo Martin,
endlich fragt mal einer. Entsprechende Antworten würden mich auch interessieren.
Dirk
Nun, das hört sich nicht gerade gut an.
Gruß
Martin
> Nun, das hört sich nicht gerade gut an.
So? Und warum? Weil die NG kein Selbstzweck ist?
Wenn Du Diskussionsbedarf hast, bist Du hiermit aufgerufen, Dein
Anliegen zu formulieren.
Wenn es allerdings um pure Unterhaltung jenseits jeglichen Inhaltes
geht, bist Du in Webforen oder plapper-Chats besser aufgehoben.
Bezüglich des Knüpfens von Kontakten wäre www.gayromeo.com meine
Empfehlung.
Gruß Martin
--
Intoleranz wird hier nicht toleriert!
> Martin Gogolin <martin....@email.de> schrieb
>> gibt es noch andrere Groups für Gays, vorzugsweise in Deutsch?
>> Bin ein Newbie was posten im Usenet angeht. Habe bis jetzt nur
>> diese gefunden, der rest war eh für die Katz. Alles nur Spam
>> o.ä.
>
> Tja, mittlerweile sind es wohl eher die Webforen und Webchats,
> die den Bedürfnissen und Gewohnheiten der schwulen
> Internetnutzer entsprechen.
Wachsen die denn?
Merkwürdig finde ich die Tendenz, auch online "keine Szenetypen" zu
fordern. Zu deutsch heißt das ja: Ich bevorzuge Menschen, die ihre
Bekanntschaften online suchen und im Übrigen zu Hause sitzen; wer
sich lieber live unterhält, ist ein Szenetyp und damit unerwünscht.
Schrecklich, auch wenn ich mal davon ausgehe, daß das nicht jeder
völlig durchdacht hat, der das schreibt.
> Früher(tm) fanden hier mal politische Diskussionen statt oder es
> wurden Coming-Out-Erfahrungen und -Empfehlungen ausgetauscht,
> aber für beides braucht es erst Anstöße (zB. Fragen) und dann
> Gesprächsbereitschaft.
Ich fand das Gesprächsklima hier nicht sehr offen. Wenn man den
schwullesbischen Selbsthilfe-Mainstream mal hinterfragte, wurde man
schnell angefeindet. Und dann kamen diese elenden Missionare noch
dazu.
CU
--
Lars P. Wolschner lars.wo...@nexgo.de
Bernardstraße 11b lars.wo...@gmx.de
D-63067 Offenbach am Main
Fon & Fax: +49 69 80068670 Mobil: +49 163 8122462 (eplus)
Hallo Martin,
zugegeben, habe mich beim ersten durchlesen ein wenig untergewürgt gefühlt,
ja fast missverstanden. Aber es wurde mir schnell klar, was Du eigentlich
meinst. Auf jeden Fall liest es sich so, als ob Du schon viele Erfahrungen
hier sammeln konntest.
Nein, ich möchte keine Kontakte knüpfen. Aus gayromeo & co mache ich mir
nichts. Diese, sagen wir mal Unterhaltungsmedien sprechen mich persönlich
nicht an. Gut, wohl jeder hat seine Erfahrungen damit machen können. Mein
Ding ist es nicht.
Hätte schon Lust über gewisse Themen zu diskutieren. Meinungsaustausch ist
mir persönlich in der Richtung wichtig, dass man Erfahrungen, Empfindungen,
Kritik, persönliche Geschichten und Probleme usw. mit Mitmenschen austauscht
und dazu ungezwungen Ernst genommen wird.
Was ich für noch wichtiger halte ist, dass ich persönlich erstmal eine
Brücke aufschlagen muss um mich mitteilen zu wollen, können. Einfach die
Lage checken.
In diesem Sinne,
Martin
Hallo Martin,
> zugegeben, habe mich beim ersten durchlesen ein wenig
> untergewürgt gefühlt, ja fast missverstanden. Aber es wurde
> mir schnell klar, was Du eigentlich meinst.
Zweimal lesen und auch noch reflektieren, das ist für einen Newbie
allerhand. Der Gros der sich um Usenet tummelnden Schreiberlinge
steigt leider nie dahinter. Insofern hast Du gute Aussichten, Dir das
großartige Medium Usenet in einer gewinnbringenden Weise nutzbar zu
machen. (vor allem auch jenseits dieser Gruppe)
> Auf jeden Fall liest es sich so, als ob Du schon viele Erfahrungen
> hier sammeln konntest.
Nun, weniger hier in dieser NG als im Usenet allgemein, das ist sicher
richtig.
Was diese Newsgroup betrifft, ist es mehr als schade, sie wurde
systematisch durch charakterschwache Dummköpfe zerstört.
Damit meine ich nicht die christlich-fundamentalistischen Tiefflieger,
die ihre degenerierten Idologien hier auskipp(t)en, sondern jene, die
sich davon provozieren ließen, es nicht fertig brachten, ihr
armseliges Ego zu zügeln, sich genötigt sahen, in gutmenschlicher
Empörung den Versuch zu unternehmen, ihrerseits Betonköpfe belehren
zu wollen.
Das Resultat ist/war, dass es praktisch nur noch fruchtlose
Meta-Diskussionen mit Trollen gab.
Wenn so praktisch die gesamte Aufmerksamkeit der Gruppe gebunden ist,
bleibt für echte Disussion kaum noch Raum, sie wird damit für Lurker
und Schreiberlinge nervig und uninteressant, der Traffic stirbt aus.
Im Ergebnis haben die Trolle genau das erreicht, was sie erreichen
wollten. Eigentlich weiß jeder Beteiligte genau, worum es geht.
Trotzdem ist es offenbar nicht möglich, dem Einhalt zu gebieten.
Bezeichnend übrigens, dass die Trolle sofort verschwunden sind, wenn
das Zerstörungswerk vollendet ist.
Exakt so hat es sich dieser Gruppe in der letzten Zeit abgespielt, den
Regulars ist die Lust, zum Leben der NG etwas beizusteuern, gründlich
vergangen, völlig verständlich, wer hat schon Lust, gegen Windmühlen
zu kämpfen und seine kostbare Freizeit/Aufmerksamkeit zu opfern.
Dabei ist gezielte Ignoranz doch etwas Feines, sie kostet wenig und
kann höchst wirkungsvoll sein.
> Nein, ich möchte keine Kontakte knüpfen. Aus gayromeo & co mache
> ich mir nichts. Diese, sagen wir mal Unterhaltungsmedien sprechen
> mich persönlich nicht an.
Nun, mich spricht auch weniger das Medium als vielmehr die Masse der
sich dort tummelnden Jungs an. Hier in Berlin kann man diese Plattform
durchaus gewinnbringend als Mittel zum Zweck einsetzen, daran ist
nichts zweitrangiges. Für mich ist weder Gayromeo noch das Usenet
Unterhaltung als solche.
> Hätte schon Lust über gewisse Themen zu diskutieren. Meinungsaustausch ist
> mir persönlich in der Richtung wichtig, dass man Erfahrungen, Empfindungen,
> Kritik, persönliche Geschichten und Probleme usw. mit Mitmenschen austauscht
Ohne Zweifel.
> und dazu ungezwungen Ernst genommen wird.
... was unausweichlich der Fall ist, sofern der Inhalt über die bloße
Behauptung einer Meinung (=absolute Irrelevanz) hinausgeht. Durch
Begründung, Bezug und Kontext gewinnt ein Beitrag an Substanz und
steigert so die Wahrscheinlichkeit auf einen fruchtbaren Disput
erheblich.
> Was ich für noch wichtiger halte ist, dass ich persönlich erstmal eine
> Brücke aufschlagen muss um mich mitteilen zu wollen, können.
> Einfach die Lage checken.
Na dann hoffe ich, zu diesbezüglichem Verständnis etwas beigetragen zu
haben.
> > Tja, mittlerweile sind es wohl eher die Webforen und Webchats,
> > die den Bedürfnissen und Gewohnheiten der schwulen
> > Internetnutzer entsprechen.
>
> Wachsen die denn?
Quantitativ? Sicher.
Wobei ich mich erst einmal frage, welcher Art denn die typischen
"Bedürfnisse und Gewohnheiten der schwulen Internetnutzer" sind.
Meine Bedürfnisse im Zusammenhang mit 'schwul' sind zunächst einmal
ganz klar sexueller Natur. Daher wundere ich mich über die Gestaltung
der schwulen Internet/Subkultur-Landschaft in keiner Weise.
Sämtliche andere Dinge, die mich als soziall und kulturell
eingebundenen Menschen ausmachen, sind nicht notwendigerweise und
zwanghaft mit sexueller Orientierung verknüpft und bedürfen daher
keiner 'Einnischung', womit sie aus dem Gesichtskreis des auf das
Prädikat 'schwul' fixierten Beobachters geraten.
Dieser Zusammenhang ist ebenso fundamental wie trivial und wird von
den Düsköppen, die weinerlich die fortschreitende 'Versexung' der
schwulen Subkultur beklagen mit penetranter Betriebsblindheit
übersehen.
> Merkwürdig finde ich die Tendenz, auch online "keine Szenetypen" zu
> fordern. Zu deutsch heißt das ja: Ich bevorzuge Menschen, die ihre
> Bekanntschaften online suchen und im Übrigen zu Hause sitzen; wer
> sich lieber live unterhält, ist ein Szenetyp und damit unerwünscht.
Über die Definition des Begriffs 'Szenetyp' gibt es vermutlich mehr
Ansichten wie Benutzer desselben.
Bin ich als (mittlerweile leider nur noch) gelegentlicher Partygänger
ein 'Szenetyp'? Nein? Auch nicht wenn es dabei um's Kitkat geht?....
In meinen Augen disqualifiziert sich jeder, der mit impliziter
Geringschätzung und gekräuselten Lippen von 'Szenetyp' faselt, von
selbst und ist meiner Aufmkersamkeit per Definition nicht würdig.
Es sollte mich wundern, wenn Du das nicht sehr ähnlich sähest.
> Ich fand das Gesprächsklima hier nicht sehr offen. Wenn man den
> schwullesbischen Selbsthilfe-Mainstream mal hinterfragte, wurde man
> schnell angefeindet.
Offenes Gesprächsklima ist synonym zu garantiertem Konsens?
Ich staune.
Dass Dich einiges berechtigt stört mag ich nicht bezweifeln, mich
ärgert beispielsweise die allgemeine unqualifizierte Abschätzigkeit
gegenüber technoiden Strömungen (->Musik), was aber nicht heißt,
dass es kein offenes Gesprächsklima gibt.
Maßgebend für letzteres ist nach meinem Verständnis der Wille und
die Möglichkeit zur Diskussion, beides ist hier gegeben.
Überdies.... der Ton und die Musik, Du weißt schon......
> Und dann kamen diese elenden Missionare noch dazu.
Bitte, wer?
> "Lars P. Wolschner" <lars.wo...@nexgo.de> wrote:
>>> Tja, mittlerweile sind es wohl eher die Webforen und
>>> Webchats, die den Bedürfnissen und Gewohnheiten der schwulen
>>> Internetnutzer entsprechen.
>>
>> Wachsen die denn?
>
> Quantitativ? Sicher.
Sicher? Ich habe davon schon lange nichts mehr gehört und Wachstum
ist ja im Internet-Business schon lange nicht mehr
selbstverständlich.
> Wobei ich mich erst einmal frage, welcher Art denn die typischen
> "Bedürfnisse und Gewohnheiten der schwulen Internetnutzer" sind.
> Meine Bedürfnisse im Zusammenhang mit 'schwul' sind zunächst
> einmal ganz klar sexueller Natur. Daher wundere ich mich über
> die Gestaltung der schwulen Internet/Subkultur-Landschaft in
> keiner Weise.
Ich empfinde die Kneipenszene nicht so besonders auf das Sexuelle
ausgerichtet, teilweise ist schon gar kein Unterschied mehr zu
allen anderen Lokalen auszumachen. Die Internet-Angebote haben sich
dagegen verstärkt auf Sex eingestellt, wohl auch, weil der Nutzer
dabei privat und für sich allein ist.
>> Merkwürdig finde ich die Tendenz, auch online "keine
>> Szenetypen" zu fordern. Zu deutsch heißt das ja: Ich bevorzuge
>> Menschen, die ihre Bekanntschaften online suchen und im Übrigen
>> zu Hause sitzen; wer sich lieber live unterhält, ist ein
>> Szenetyp und damit unerwünscht.
>
> Über die Definition des Begriffs 'Szenetyp' gibt es vermutlich
> mehr Ansichten wie Benutzer desselben.
Ich meine schon, daß das wenigstens als "regelmäßiger Szenegänger"
zu lesen ist. Viele mögen sich dazu noch "sucht häufig Sexpartner
in der Szene" denken, was es zwar sehr einengt, aber nichts an
meinem obigen Absatz ändert. Genaugenommen verstärkt es ihn noch,
denn den Sexpartner sollte man sich eher noch genauer ansehen als
jemanden, mit dem man sich "nur" gelegentlich unterhalten will.
> Bin ich als (mittlerweile leider nur noch) gelegentlicher
> Partygänger ein 'Szenetyp'? Nein? Auch nicht wenn es dabei um's
> Kitkat geht?....
Der Unterschied zwischen einer Party und dem Aufenthalt in einer
schönen Bar oder doch wenigstens an einem Ort, an dem interessante
Leute zu treffen sind, wird beispielsweise gern verwischt.
>> Ich fand das Gesprächsklima hier nicht sehr offen. Wenn man den
>> schwullesbischen Selbsthilfe-Mainstream mal hinterfragte, wurde
>> man schnell angefeindet.
>
> Offenes Gesprächsklima ist synonym zu garantiertem Konsens?
> Ich staune.
Ich schrieb nichts von Konsens oder Dissens, sondern von
Anfeindung.
> Überdies.... der Ton und die Musik, Du weißt schon......
Nö, ich weiß nicht; aber Deine Gleichsetzung von Dissens und
Anfeindung ist schon ziemlich - äh - oberflächlich. Du unterstellst
mir damit, mit abweichenden Meinungen nicht leben zu können oder zu
wollen - da könnte ich Dir Den Spruch vom Ton und der Musik also
selbst entgegenhalten.
>> Und dann kamen diese elenden Missionare noch dazu.
>
> Bitte, wer?
Die Leute, die hier christlich und in einem Fall auch politisch
missionieren wollten, können Dir doch schwerlich entgangen sein,
selbst wenn Du ihre Artikel maschinell filterst.