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Bauernumwandlung

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Volker Gringmuth

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Oct 18, 2009, 7:18:03 AM10/18/09
to

Tach,

kurze Frage: Wenn ein Bauer umgewandelt wurde, darf der Gegner dann im
folgenden Halbzug die umgewandelte Figur schlagen - z.B. mit einem Turm,
der die Grundlinie "bewacht"?

Ein junger Freund, mit dem ich ab und zu spiele, sagt, in der Schach-AG der
Schule sei ein sofortiges Schlagen verboten. In den offiziellen Regeln fand
ich jedoch nichts dergleichen.

Andererseits wird (als Beispiel f�r eine Unterverwandlung) gern Belgrad 1964
aufgef�hrt, z.B.
<http://de.wikibooks.org/wiki/Schach:_CHAP2#Die_Bauernumwandlung> - verl��t
sich Schwarz hier darauf, da� Wei� seinen Turm nicht mit Ta1xh1 Sg3xh1
verlieren m�chte? Oder d�rfte Wei� den eingewandelten Springer tats�chlich
nicht sofort schlagen? Zum Matt f�hrt er ja nicht ...


vG

--
"Du weisst, da� du eine Sprache nicht kennst,
wenn sie nach ROT13 immer noch aussieht wie ROT13."
(Christian Wetzel in de.alt.arnooo)
-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin f�r jeden: <http://debian.org/> --

Gerald Fix

unread,
Oct 18, 2009, 9:46:32 AM10/18/09
to
On Sun, 18 Oct 2009 13:18:03 +0200, Volker Gringmuth
<vgrin...@gmx.net> wrote:

>kurze Frage: Wenn ein Bauer umgewandelt wurde, darf der Gegner dann im
>folgenden Halbzug die umgewandelte Figur schlagen - z.B. mit einem Turm,
>der die Grundlinie "bewacht"?

Ja.

>Ein junger Freund, mit dem ich ab und zu spiele, sagt, in der Schach-AG der
>Schule sei ein sofortiges Schlagen verboten. In den offiziellen Regeln fand
>ich jedoch nichts dergleichen.
>
>Andererseits wird (als Beispiel f�r eine Unterverwandlung) gern Belgrad 1964
>aufgef�hrt, z.B.
><http://de.wikibooks.org/wiki/Schach:_CHAP2#Die_Bauernumwandlung> - verl��t
>sich Schwarz hier darauf, da� Wei� seinen Turm nicht mit Ta1xh1 Sg3xh1
>verlieren m�chte? Oder d�rfte Wei� den eingewandelten Springer tats�chlich
>nicht sofort schlagen? Zum Matt f�hrt er ja nicht ...

Fritz8 kann sich nicht recht entscheiden, ob (bei
Damenverwandlung) Df6+ oder direktes Th1: besser sei. Er
tendiert leicht zu Df6+ und sieht Wei� ca. 1,4 Bauerneinheiten
vorne.

Die Unterverwandlung bringt Wei� - laut Fritz8 - nur 1,2 BE in
Vorteil. Vielleicht hat Ivkov den starken Kg1 einfach �bersehen.

Jedenfalls ist die Stellung hochkompliziert und eignet sich als
Lehrbeispiel nur daf�r, dass man bei der Verwandlung auch
Figuren einsetzen darf, die noch in voller Anzahl auf dem Brett
sind. Beim Gold-Cup in Meran habe ich mal gesehen, wie ein
Spieler derart genervt war, dass sein Gegner eine hoffnungslose
Stellung nicht aufgab, dass er seine drei oder vier Mehrbauern
in Damen umwandelte - und patt setzte.

__
Viele Gr��e
Gerald Fix

Volker Gringmuth

unread,
Oct 18, 2009, 9:54:06 AM10/18/09
to
Gerald Fix wrote:

> dass sein Gegner eine hoffnungslose
> Stellung nicht aufgab, dass er seine drei oder vier Mehrbauern
> in Damen umwandelte - und patt setzte.

Danach hat sich aber einer in den Allerwertesten gebissen :))


vG

--
Diese Nachricht wurde mit freundlicher Unterst�tzung eines freilaufenden
Pinguins erstellt und ist garantiert frei von Microsoft-Viren.

Gerald Fix

unread,
Oct 18, 2009, 9:56:45 AM10/18/09
to
On Sun, 18 Oct 2009 15:54:06 +0200, Volker Gringmuth
<vgrin...@gmx.net> wrote:

>Gerald Fix wrote:
>
>> dass sein Gegner eine hoffnungslose
>> Stellung nicht aufgab, dass er seine drei oder vier Mehrbauern
>> in Damen umwandelte - und patt setzte.
>
>Danach hat sich aber einer in den Allerwertesten gebissen :))

Der �rger �ber sich selbst ist meistens der �rger, den man am
schlechtesten verstecken kann.

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