> Eigentlich ist das ja mit dem ".west-berlin" 'n bisschen egozentrisch,
> oder?!
Warum? West-Berlin war doch einfach einzigartig :-)
--
Erwerbsregel 131: Wenn es Profit bringt, verkaufe deine Mutter
> Naja, da hast du schon Recht (der alten Zeiten hinterhertrauernd ;-) )
> aber man muss alte Zeiten auch loslassen können, und sich den neuen
> Problemen und Schönheiten dieser Stadt widmen.
nun, wenn ich tauschen könnte, welches Berlin ich nehmen würde, hätte ich
wohl arge Entscheidungsprobleme ,-)
> Und da hat sich doch eine NG wie de.alt.folklore.west-berlin etwas
> überholt.
Nee, überhaubt nicht. Schau dir doch die spannenden Threads an, zB Lenne-
Dreieck :-)
--
Erwerbsregel 37: Eine verlorene Reputation kannst du immer zurückkaufen
> Deswegen sollte aus de.soc.geschichte schleunigst
> de.soc.aktuelles werden.
de.sci.aktuelles? *g*
> Und aus de.alt.folklore.usenet sollte de.alt.folklore.sms
> werden, denn das Usenet ist auch vollkommen überholt, heute
> schreibt doch jeder SMS!
SMS ist doch nicht mehr aktuell genug ;-9
--
Erwerbsregel 126: Eine Lüge ist gar keine; es ist nur die Wahrheit
von einem anderen Blickwinkel aus gesehen
Wolfgang Schwanke wrote:
> de.alt.folklore.west-berlin
>
> Zwischen Luftbruecke und Mauerfall.
>
> Diese Gruppe ist zum Austausch von Erinnerungen an die gute alte Zeit
> gedacht, als Westberlin noch eine Insel im Roten Meer war. On topic ist
> alles, was mit Westberlin, seinen Eigenarten und seinem Verhältnis zur DDR
> und zur BRD zu tun hat. Nicht erwünscht sind politische
> Grundsatzdiskussionen; diese sind in den entsprechenden Politik-Gruppen
> besser untergebracht.
>
> Nur mal so zur Erinnerung. Anm. von mir: Man beachte bitte den letzten Satz
> --
Deine Benutzung von stalinistischen Kampfvokabeln wie "Westberlin"
(zusammengeschrieben,
berlin kleingeschrieben) und Bääääörrdehh reizt natürlich schon, hier mal
so richtig politisch zu werden.
Dominik Tebarth
Berlin-Neukölln
Ouhauerha, seit wann war Ost-Berlin ein konstitutiver Bestandteil
der DDR ? Das verneine ich als West-Berliner entschieden und recht-
fertige somit die Einrichtung von de.alt.folklore.ost-berlin ! ;-)
Gruß Wolfgang
de.alt.folklore.pankow muß das heißen.
--
Thomas Heuving
Wenn dann bitte:
de.alt.folklore.pankow.prenzlauer-berg.weißensee
Guido
> Ouhauerha, seit wann war Ost-Berlin ein konstitutiver Bestandteil
> der DDR ? Das verneine ich als West-Berliner entschieden und recht-
> fertige somit die Einrichtung von de.alt.folklore.ost-berlin ! ;-)
Dann doch lieber daf.gesamt-berlin ;-)
--
Erwerbsregel 152: Frag nicht, was du mit deinem Profit machen kannst;
frag, was du für deinen Profit machen kannst
Genau! Schon der Gruppenname paßt überhaupt nicht. Das korrekte
de.alt.folklore.berlin-west fand jedoch keine Mehrheit.
Mit dem in diesem Thread aufgekommenen Vorschlag eines
de.alt.folklore.gesamt-berlin verbinde ich die "Geschichten aus dem
alten Berlin" als Hörspielreihe von Ewald Wenck im RIAS.
Thorsten
(19, 12, 20)
Thorsten Kuehnemann wrote:
> Mit dem in diesem Thread aufgekommenen Vorschlag eines
> de.alt.folklore.gesamt-berlin verbinde ich die "Geschichten aus dem
> alten Berlin" als Hörspielreihe von Ewald Wenck im RIAS.
Auch von oder 'nur' mit? Spontan hätte ich auf Kurt 'Kutte kennt sich
aus' Pomplun als Autor getippt .. eine Suche im Netz findet allerdings:
Fechner, Hans
Der Spreehanns, Geschichten aus dem alten Berlin
Neue Ausgabe eingeleitet von Kurt Pomplun
Mit zahlreichen Textillustrationen und Abbildungen
Rembrandt, Berlin 1967 Neuauflage 156 OLwd.O.U. kl-8°
DM 18,00
(http://ourworld.compuserve.com/homepages/vullriede/Humor.htm)
Wobei mir der Name Hans Fechner gar nix sagt.
Grüße,
Thomas
[...]
> Fechner, Hans
> Der Spreehanns, Geschichten aus dem alten Berlin
> Neue Ausgabe eingeleitet von Kurt Pomplun
[...]
> Wobei mir der Name Hans Fechner gar nix sagt.
Mit zwei n muss man den Hanns schreiben, um was zu finden. Erschienen
ist das schon 1911, damals mit dem Untertitel 'Eine Jugendgeschichte aus
dem vorigen Jahrhundert'.
Erzählen tut er darin von seiner Jugend am Fehrbelliner Platz in den
70er Jahren des nunmehr vorvorigen Jahrhunderts. Auf
http://www.wilmersdorf-geschichte.de/show.pl?file=geschichte&lang=de
gibt's einen Ausschnitt und weil der sehr nett ist und hier ja wirklich
wenig los ist, kopiere ich ihn hier hin. Punkt. :-)
<zitat>
Unser zukünftiges Königreich lag an der Grunewaldseite der wundervollen,
mit mächtigen, hohen alten Pappeln bestandenen Landstraße, die die
Verbindung zwischen Wilmersdorf und Charlottenburg herstellte und heute
Brandenburgische Straße heißt. Das große Stück märkischen Sandbodens war
mit einer hübschen Anzahl von Sauerkirschenbäumen bestanden, die im
ersten Jahre unseres Besitzes einen ganz riesigen Ertrag dieser
vorzüglichen Einmachfrüchte lieferten. Körbeweise wurden die dankbaren
Früchte in die Stadt geschleppt, welche Arbeit uns allerdings nicht
immer besonders beglückte, da die Entfernung bis zur nächsten gangbaren
Straße etwa dreiviertel Stunden betrug und man meist bis dahin durch
knöcheltiefen Sand waten oder über Feld- und Wiesenwege wandern mußte.
</zitat>
Hmmm .. angenommen mit der Stadt ist Berlin gemeint, welche mag wohl die
'nächste gangbare Straße' gewesen sein?
Mit Ewald Wenck und Kutte hat das dann aber -außer dem Sujet- erst mal
nichts weiter zu tun.
Grüße,
Thomas
Thomas Weiner schrieb:
> <zitat>
> Unser zukünftiges Königreich lag an der Grunewaldseite der wundervollen,
> mit mächtigen, hohen alten Pappeln bestandenen Landstraße, die die
> Verbindung zwischen Wilmersdorf und Charlottenburg herstellte und heute
> Brandenburgische Straße heißt. Das große Stück märkischen Sandbodens war
> mit einer hübschen Anzahl von Sauerkirschenbäumen bestanden, die im
> ersten Jahre unseres Besitzes einen ganz riesigen Ertrag dieser
> vorzüglichen Einmachfrüchte lieferten. Körbeweise wurden die dankbaren
> Früchte in die Stadt geschleppt, welche Arbeit uns allerdings nicht
> immer besonders beglückte, da die Entfernung bis zur nächsten gangbaren
> Straße etwa dreiviertel Stunden betrug und man meist bis dahin durch
> knöcheltiefen Sand waten oder über Feld- und Wiesenwege wandern mußte.
>
> </zitat>
>
> Hmmm .. angenommen mit der Stadt ist Berlin gemeint, welche mag wohl die
> 'nächste gangbare Straße' gewesen sein?
Ich könnte mir vorstellen, dass es die Potsdamer war (in der
Verlängerung - nach heutigem Namen - Hauptstraße).
--
Dr. Christian E. Naundorf alias CEN
"Manche Menschen meinen, Lechts und Rinks könne man nicht
velwechsern. Werch ein Illtum." (E. Jandl)
>
> Thomas Weiner schrieb:
>
>
>><zitat>
[um 1870 werden körbeweise Sauerkirschen vom Fehrbelliner Platz in die Stadt geschafft]
>></zitat>
>>
>>Hmmm .. angenommen mit der Stadt ist Berlin gemeint, welche mag wohl die
>>'nächste gangbare Straße' gewesen sein?
>>
>
> Ich könnte mir vorstellen, dass es die Potsdamer war (in der
> Verlängerung - nach heutigem Namen - Hauptstraße).
Ja, das klingt plausibel .. eine andere fällt mir auch nicht ein .. es
sei denn, es wäre damals schon einigermaßen bequem von Charlottenburg
aus zum und quer durch den Tiergarten gegangen.
Jetzt rächt es sich, dass ich in der Grundschule Heimatkunde so tot
langweilig fand - da kam das bestimmt mal vor.
Grüße,
Thomas
Habe doch tatsächlich am Sonntag am Eichborndamm E. Alt-Wittenau in
einem Schaukasten der CDU (!) ein Wahlplakat gesehen, wo 1. kräftig
gegen die PDS gewettert wurde, 2. die Schreibweise "Westberlin"
zu lesen war und zwar in keinem Zusammenhang zu 1.
Empört ! - Wolfgang ;-)
> > >Wann gibts denn de.alt.folklore.ost-berlin?
> >
> > Na jipt doch daf.ddr.
>
> Ouhauerha, seit wann war Ost-Berlin ein konstitutiver Bestandteil
> der DDR ? Das verneine ich als West-Berliner entschieden und recht-
> fertige somit die Einrichtung von de.alt.folklore.ost-berlin ! ;-)
Mit dem Berlin-Abkommen wurde die Drei-Staaten-Theorie anerkannt.
Das Viermächteabkommen, ein Musterbeispiel an diplomatischer
Formulierungskunst, erkannte weder diese noch irgendeine andere Theorie
über den Status Berlins und Deutschlands an, sondern befasste sich nur
mit der Absicherung bzw. Verbesserung der Situation West-Berlins.
MfG
Holger
>Mit dem Berlin-Abkommen wurde die Drei-Staaten-Theorie anerkannt.
Wer hat dir denn das erzählt?
Die Dokumente wurden in einem Akt diplomatischer Vernunft bewusst so
abgefasst, dass jede der beteiligten Parteien ihre
Statusinterpretation als nicht verletzt ansehen konnte.
Gruß
Gerald
> >Mit dem Berlin-Abkommen wurde die Drei-Staaten-Theorie anerkannt.
>
> Wer hat dir denn das erzählt?
> Die Dokumente wurden in einem Akt diplomatischer Vernunft bewusst so
> abgefasst, dass jede der beteiligten Parteien ihre
> Statusinterpretation als nicht verletzt ansehen konnte.
OK, hast wohl recht.
In unserem Geschi-Buch hieß es "faktisch anerkannt".
West-Berlin als gesonderte politische Einheit, also nicht als Teil der
BRD, wurde ja auch anerkannt.