der Freund der Schwester eines Kollegen von mir hat kürzlich erzählt, dass
die Friedhöfe Probleme hätten, alte Gräber umzugraben weil die Leichen nicht
mehr (auf jeden Fall viel langsamer) verwesen würden, da wir heutzutage mit
fast jedem Nahrungsmittel Konservierungsstoffe aufnähmen und diese dann
unseren Körper (auch nach seinem Tod) konservieren würden. UL, oder nicht?
Gabriel
Wo sollten die Konservierungsmittel (meistens org. Substanzen) sich denn
ansammeln? In der Leber? Auserdem müssen viele Koservierungsmittel in einem
ganz bestimmten Prozeß zugesetzt werden, um überhaupt zu "funktionieren".
Ergo: Ich kann's mir nicht vorstellen.
Das ist soweit richtig.
> da wir heutzutage mit
> fast jedem Nahrungsmittel Konservierungsstoffe aufnähmen und diese dann
> unseren Körper (auch nach seinem Tod) konservieren würden. UL, oder nicht?
Wobei dies aber ins Reich der Legende zu verweisen ist. Wenn du soviel
Konservierungsstoffe im Körper hättest, würdest du das merken ;-)
Der Grund ist ein anderer: Die Verwesung in Bodentiefen, in denen Tote
üblicherweise bestattet werden, findet grösstenteils durch die Darmflora
statt, die der Tote noch in sich trägt, Insekten, Würmer oder
Mikroorganismen aus dem Boden spielen da nur eine untergeordnete Rolle.
Die Darmflora braucht eine gewisse Temperatur für ihre Tätigkeit, die
sie normalerweise auch selbst erzeugt (so um die 30 Grad Celsius).
Viele Friedhöfe liegen aber auf sehr schlechten Böden (Staunässe, Lehm),
einfach aus dem profanen Grund, daß man diese Böden für nichts anderes
gebrauchen konnte. Dadurch werden die Leichen zu stark gekühlt, und die
Verwesung soweit verlangsamt, daß Fette ausgeschwemmt werden und sich
unter der Haut des Toten ein sogenannter Fettpanzer bildet, der nur sehr
schlecht verwest.
Das Ergebnis ist dann eine sogenannte Wachsleiche, die äusserlich noch
fast unverwest erscheint.
Wenn ein Grab ausgehoben wird und man dabei auf soeine Wachsleiche
stösst (auf vielen Friedhöfen wohl fast schon die Regel), so wird sie je
nach Friedhof entweder an Ort und Stelle tiefergelegt und der nächste
Tote kommt oben drauf, oder sie wird in ein anonymes Massengrab
verbracht.
Früher war das Problem nicht so gravierend, da Gräber damals noch nicht
so tief wie heute waren.
Als Gegenmassnahmen existieren AFAIK mehrere Ansätze, die letztenendes
alle darauf abzielen, die Feuchtigkeit von der Leiche fernzuhalten, z.B.
indem der gesamte Sarg in eine Art Plastikbeutel (der sich nach einiger
Zeit auch zersetzt) verpackt wird (der vor dem Begräbnis in der Grube
ausgelegt wird und vor dem Schliessen des Grabes verschlossen wird, du
brauchst also nicht nach eingeschweissten Särgen Ausschau zu halten ;-).
Andreas
References:
http://www.zvw.de/aktuell/1998/09/01/news3.htm
--
Andreas Ferber - dev/consulting GmbH - Bielefeld, FRG
---------------------------------------------------------
+49 521 1365800 - a...@devcon.net - www.devcon.net
> On 10 Nov 2001 01:03:10 GMT, afe...@techfak.uni-bielefeld.de (Andreas
> Ferber) wrote:
>
>> indem der gesamte Sarg in eine Art Plastikbeutel (der sich nach
>> einiger Zeit auch zersetzt) verpackt wird (der vor dem Begräbnis in
>> der Grube ausgelegt wird und vor dem Schliessen des Grabes
>> verschlossen wird, du
>
> Aber da erstickt man doch!
Nein, dagegen sind Tote resistent. Ich habe allerdings auch mal
gehört, dass Tote generell nicht mehr krank werden können -- ist da
was dran?
--
http://www.tobiasnissen.de .:. ICQ# 83989160 .:. ma...@tobiasnissen.de
> >> indem der gesamte Sarg in eine Art Plastikbeutel verpackt wird
> > Aber da erstickt man doch!
> Nein, dagegen sind Tote resistent. Ich habe allerdings auch mal
> gehört, dass Tote generell nicht mehr krank werden können -- ist da
> was dran?
doch, sie koennen wuermer baerkommen.
aber dieser plastikbeutel ist eine logische massnahme.
wir erinnern uns an all die im sarg erwachenden?
sack druebaer, problem bearseitigt.
Keine Ahnung, DDT und Parfüm lagert sich doch auch in den Meerestieren ab.
> Auserdem müssen viele Koservierungsmittel in einem
> ganz bestimmten Prozeß zugesetzt werden, um überhaupt zu "funktionieren".
*interesse weck* Wie funktioniert denn dieser Prozess?
Gabriel
Was wird eigentlich normalerweise als Konservierungsmittel verwendet? Also
was ist in meinem Essen, wenn "Konservierungsmittel" auf der Verpackung
steht?
> [Ausführliche Erklärung von Wachsleichen]
Danke.
Gabriel
Das hängt davon ab. Nicht jedes Konservierungsmittel ist für alles
gleichermassen geeignet.
Auf jeden Fall muss es als Lebensmittelzusatz zugelassen sein, das sind
z.B. die auf
http://www.oph.rwth-aachen.de/ag/netzwerk/information/enummern.html
aufgeführten.
Andreas
Das minimiert aber die Zahl der lebendig Begrabenen dramatisch. Eine
praktische Nebenwirkung.
Gerhard
--
http://sgistuff.g-lenerz.de
Latest additions: [11/09] slrn 0.9.7.3 newsreader binaries for IRIX
versions 5.3 and 6.2(+)
[11/04] Added screenshots from early IRIX versions
Andreas Ferber schrieb:
> Viele Friedhöfe liegen aber auf sehr schlechten Böden (Staunässe, Lehm),
> einfach aus dem profanen Grund, daß man diese Böden für nichts anderes
> gebrauchen konnte.
Der Wiener Zentralfriedhof liegt jedoch in der Simmeringer Heide, einer
sehr fruchtbaren Gegend.
Die Lößdecke hat dort eine Mächtigkeit von über 4 Metern. Dadurch ist
auch in den feuchtesten Jahren (bis zu 1200mm NS im Pannon)
gewährleistet, daß kein Eintrag ins Grundwasser erfolgt.
Auch Staunässe ist ein untrügliches Zeichen für eine
wasserundurchlässige Schicht => keine Verschmutzung des Grundwassers.
Weitaus wichtiger als das schnelle Verrotten von Leichen ist das
Sauberhalten des Grundwassers.
Richard
> Weitaus wichtiger als das schnelle Verrotten von Leichen ist das
> Sauberhalten des Grundwassers.
Wie, können so ein paar Leichen die Qualität des Grundwassers merklich
beeinträchtigen oder ist das eher eine Frage des Ekels?
Gregor
Dazu eine lokale UL: in unserem Nachbarort wird Mineralwasser
hergestellt, das im Volksmund dann und wann den Beinamen
"Friedhofswasser" hat, da es angeblich unter dem Friedhof durchfließt.
-fn-
Das heisst aber nicht, daß der Boden auf dem Friedhof nicht (aus welchen
Gründen auch immer) schlechter als der drumherum sein kann ;-) (das soll
aber /kein/ Einspruch gegen deine Aussage sein ;-)
> Die Lößdecke hat dort eine Mächtigkeit von über 4 Metern. Dadurch ist
> auch in den feuchtesten Jahren (bis zu 1200mm NS im Pannon)
> gewährleistet, daß kein Eintrag ins Grundwasser erfolgt.
>
> Auch Staunässe ist ein untrügliches Zeichen für eine
> wasserundurchlässige Schicht => keine Verschmutzung des Grundwassers.
>
> Weitaus wichtiger als das schnelle Verrotten von Leichen ist das
> Sauberhalten des Grundwassers.
Grundwasserschutz ist aber eher eine recht neumodische Erfindung, viele
Friedhöfe werden bereits angelegt worden sein, lange bevor man
angefangen hat, sich darum grössere Gedanken zu machen.
Ich wüsste auch nicht, welche übermässige Gefährdung von einer Leiche
ausgehen sollte. Das Grundwasser wird ja auch nicht dadurch verseucht,
daß der eine oder andere Tierkadaver irgendwo rumliegt.
Natürlich ist es weniger empfehlenswert, seine Toten im Dorfbrunnen zu
bestatten, und genauso wird auch niemand (schon aus praktischen Gründen)
seine Toten in einer grundwasserführenden Schicht vergraben.
Die Probleme z.B. mit den BSE-Rindern in England traten IMHO deswegen
auf, weil dort (im Gegensatz zu einem Friedhof) /riesige/ Mengen Fleisch
auf einem Haufen verbuddelt wurden, die dann vermutlich auch nicht mehr
normal verwest sind, sondern angefangen haben zu faulen (ja, das ist ein
Unterschied, Fäulnis wird durch Fäulnisbakterien hervorgerufen, während
Verwesung ähnlich normalen Verdauungsprozessen ist).
Bleibt noch die relativ starke Belastung von menschlichen Leichen mit
Schwermetallen (da der Mensch am Ende der Nahrungskette steht). AFAIK
bleiben diese aber im Boden an Ort und Stelle (weswegen Friedhofsböden
in der Tat stark damit belastet sind), und werden nicht ins Grundwasser
eingeschwemmt.
Andreas
<http://www.rechtsmedizin.uni-mainz.de/Remedneu/patho/forenspatho.htm>
"Was ist Leichengift?
Es gibt kein Leichengift. Nach Eintritt des Todes kommt es allerdings zu
einer Besiedlung des Leichnams mit Bakterien. Ein Teil dieser Bakterien
ist für den Menschen gefährlich, weil sie Krankheiten hervorrufen
können, ein anderer Teil produziert Gifte (Toxine), die schwere, unter
Umständen auch tödliche Vergiftungen hervorrufen können. Die bakterielle
Zersetzung des Leichnams ist längere Zeit nach dem Tode als Grünfäule
der Haut zu erkennen."
<http://ac16.uni-paderborn.de/lehrveranstaltungen/_aac/klausur/ws00_1/kl
ausur.html>
"Cadaverin, H2N-(CH2)5-NH2, (von lat. cadaver = Leiche) ist eine
sirupöse, rauchende, unangenehm richende Flüssigkeit. Chemisch gesehen
handelt es sich um 1,5-Pentandiamin. Die Substanz wurde erstmals von
Brieger 1885 aus Produkten der Leichenfäulnis isoliert. Cadaverin ist
ein biogenes Amin, das durch die bakterielle Decarboxylierung der
Aminosäure L-Lysin entsteht."
Hinzu kommen die Krankheitserreger, an denen die Personen verstorben
sind.
Im früheren Zeiten wurden Brunnen mit Tierkadavern vergiftet.
--
Gotta love those peeps trying to take
a photo of the eclipse with flash....
(Rapunzel Syndrome in uk.tech.broadcast)
Schwermetalle udn fettlösliche Stoffe lagern sich v.a. im Menschlichen
Organismus ab, aber die meisten Konservierungsmittel werden schnell wieder
ausgeschieden. Solche, die im Körper verbleiben können sind meist nur in
sehr kleinen Mengen erlaubt und werden nicht sehr oft verwendet.
>> Auserdem müssen viele Koservierungsmittel in einem
>> ganz bestimmten Prozeß zugesetzt werden, um überhaupt zu "funktionieren".
>
>*interesse weck* Wie funktioniert denn dieser Prozess?
Kein bestimmter. Zum Beispiel Kaliumnitrit (E249) beim Pökeln. Bestreust du
deine Wurst damit oder isst du's, wirkt's nicht. Es muss eingepökelt werden,
damit es anständig konserviert.
Oder Kohlendioxid-Schutzatmosphäre - die entweicht aus der Packung noch vor
dem Essen. Sie muss in einer luftdichten Verpackung zugesetzt wwerden, um zu
konservieren.
- Andrea.
Man muss nur bedenken, wie groß der Wr. Zentralfriedhof ist (halb so
groß wie Zürich ;-)).
Er wurde sicher nicht gedankenlos auf einem der fruchtbarsten Böden
Wiens angelegt. Sicher spielt aber auch die Bearbeitbarkeit eine Rolle,
da in sandigem Lehm leichter Löcher gegraben werden können als auf
felsigem Rohboden.
>
> Grundwasserschutz ist aber eher eine recht neumodische Erfindung, viele
> Friedhöfe werden bereits angelegt worden sein, lange bevor man
> angefangen hat, sich darum grössere Gedanken zu machen.
>
> Ich wüsste auch nicht, welche übermässige Gefährdung von einer Leiche
> ausgehen sollte. Das Grundwasser wird ja auch nicht dadurch verseucht,
> daß der eine oder andere Tierkadaver irgendwo rumliegt.
Ich dachte halt, dass es ziemlich viele Seuchen gab, die ganze
Landstriche geleert haben. Schon recht früh wird der Bevölkerung
aufgefallen sein, dass es nicht ratsam ist, eine Pestgrube neben dem
Dorfbrunnen anzulegen. Da das Wissen um den Grundwasserschutz noch nicht
sehr fortgeschritten war, kam es aber auch zu vielen Fehlplanungen.
Gerade in städtischen Bereichen musste man sich schon bald mit
Krankheiten herumschlagen und die Beseitigung der Opfer war ein nicht zu
unterschätzendes Problem.
Im ländlichen Bereich wurden Friedhöfe aber auch häufig direkt neben der
Dorfkapelle angelegt, ob hier die Qualität der Böden eine Rolle spielte,
mag ich bezweifeln. Wichtiger wird sicher eine exponierte Lage gewesen
sein (Die aber zumeist eh schlechtere Böden hatte).
Richard
>wir erinnern uns an all die im sarg erwachenden?
Hm, 2,50 Meter unter der Erde oder so? Gibt es da noch Handies, die
Empfang haben? :o)
Tschuess, Tim.
--
Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet
wird, wie das Verbrechen am Menschen.
(Leonardo da Vinci, ital. Universalgenie, 1452-1519)
Die ist wohl nicht wirklich lokal. In meinem alten Heimatkaff wurde
exakt das gleiche über die Brauerei des nächsten Ortes erzählt. Das Bier
hat wahrscheinlich aber 'einfach so' schlecht geschmeckt und tut es
immer noch :)
Gruss, Ralf
--
He paused and maneuvered his thoughts. It was like watching
oil tankers doing three-point turns in the English Channel.
[Douglas Adams, "So long, and thanks for all the fish"]
>[...] die Friedhöfe Probleme hätten, alte Gräber umzugraben weil die Leichen nicht
>mehr (auf jeden Fall viel langsamer) verwesen würden, da wir heutzutage mit
>fast jedem Nahrungsmittel Konservierungsstoffe aufnähmen und diese dann
>unseren Körper (auch nach seinem Tod) konservieren würden. UL, oder nicht?
>
>Gabriel
Hi, Gabriel!
Jeder Friedhof hat seine Ecke, in der Leichen auch nach 10 Jahren kaum
versehrt sind. Frag nur mal die älteren Pfarrer oder Pastoren...
Die Nahrungsaufnahme hat damit nichts zu tun.
fiwo
>Richard Sokal <so...@vet.at> tat schreiben tun:
>>
>> Weitaus wichtiger als das schnelle Verrotten von Leichen ist das
>> Sauberhalten des Grundwassers.
>
>Das muß ich doch mal gleich die Frage stellen, in welcher
>Art und Weise verrottende Leichen, denn das Grundwasser
>verschmutzen können? Keime von Kranken?
Hast Du schon mal eine Leiche gerochen, so eine halbverrottete? Also,
_das_ möchte ich nicht unbedingt aus dem Wasserhahn kommen wissen :)
>CoBi
regards - Ralph
--
Ralph A. Schmid http://www.dg5mec.de ICQ 18806064
Tel./SMS +49-171-3631223 Fax +49-171-3668085
Tel./SMS +8816-31417989 and +423-768-3631
Eine ähnliche Story gibt es zu einem Ulmer Bier (Namen entfallen), daß
(mir zumindest) nicht schmeckt.
>
>-fn-
> Hast Du schon mal eine Leiche gerochen, so eine halbverrottete? Also,
> _das_ möchte ich nicht unbedingt aus dem Wasserhahn kommen wissen :)
Weichei. Da kommt dann nen Löffel Kaffee mehr in den Filter und dann
passt das schon.
Nils
--
"2001: Drogen haben Marcel gekennzeichnet. Er blickt finster, hat dunkle
Augenringe, Piercings an Kinn, Nase und Augenbraue"
BLÖD-Zeitung vom 15.10.2001
http://www.sozialethisch-desorientiert.de
On Sun, 11 Nov 2001 20:00:22 +0100, use...@bounce.de (Jörg Marx)
wrote:
>Gregor Kluger <klu...@topsurf.com> wrote:
["Was ist Leichengift?]
Ich habe mal im Radio gehört, daß auch die mehr und mehr in Menschen
reingebauten Ersatzteile Probleme bereiten können. Krematorien müssen
(mussten?) auch mit teuren Filtern nachgerüstet werden, da zu viele
gefährliche Gifte in die Athmosphäre gelangen.
Viele Grüße,
Markus
>Krematorien müssen
>(mussten?) auch mit teuren Filtern nachgerüstet werden, da zu viele
>gefährliche Gifte in die Athmosphäre gelangen.
Das ist so richtig. Gemeint sind hier Schwermetalle und im besonderen
Quecksilber aus Amalgamzahnfüllungen.
Christian
--
Lass Dir kein X für ein U vormachen...
sei auf der Hxt!
Interresant. Fast das gleiche gilt für Hoepfnerbier (es wird
"Leichenwasser" genannt), da die Brauerei in Karlsruhe direkt neben dem
Hauptfriedhof ist. :)
Aber das würde ich eher unter die Kategorie 'Spitzname' als 'UL'
stecken.
Jan
--
>root, god... What is difference?
God is more forgiving. [Dave Aronson in a.s.r.]
Dito Fiege-Pils aus Bochum.
Tschüß,
Ralf
--
Ralf Hüls | The only way to get rid of a
spa...@strg-alt-entf.org | temptation is to yield to it.
|
http://www.teleute.ping.de/ | Oscar Wilde
> Interresant. Fast das gleiche gilt für Hoepfnerbier (es wird
> "Leichenwasser" genannt), da die Brauerei in Karlsruhe direkt neben dem
> Hauptfriedhof ist. :)
Binding und Henninger in Frankfurt liegen unterhalb des Südfriedhofs.
Neue Theorie: Alle Brauereien beziehen ihr Wasser vom jeweiligen
Friedhof!
Sevo
Würde erklären wieso mir kein Bier schmeckt...
Sebastian
--
Dieser Artikel ging an folgende Newsgroups: de.alt.folklore.urban-legends
Er wurde am Dienstag, dem 13. November im Jahre des Herrn 2001 verfaßt.
>> Krematorien müssen
>> (mussten?) auch mit teuren Filtern nachgerüstet werden, da zu viele
>> gefährliche Gifte in die Athmosphäre gelangen.
> Das ist so richtig. Gemeint sind hier Schwermetalle und im besonderen
> Quecksilber aus Amalgamzahnfüllungen.
In F müssen zumindest Plastikimplantate vor der Krematori^WVerbrennung
wieder entfernt werden. Metall darf AFAIK drinbleiben...
>>>> Krematorien müssen (mussten?) auch mit teuren Filtern nachgerüstet
>>>> werden, da zu viele gefährliche Gifte in die Athmosphäre gelangen.
>>> Das ist so richtig. Gemeint sind hier Schwermetalle und im
>>> besonderen Quecksilber aus Amalgamzahnfüllungen.
>> In F müssen zumindest Plastikimplantate vor der
>> Krematori^WVerbrennung wieder entfernt werden. Metall darf AFAIK
>> drinbleiben...
> Nur um des besseren Verständnisses willen:
> F = Frankreich oder F = Frankfurt?
Ja.
Sebastian, refgrerf
- --
Jan Weseler <gehenn...@gmx.de> wrote:
> Interresant. Fast das gleiche gilt für Hoepfnerbier (es wird
> "Leichenwasser" genannt), da die Brauerei in Karlsruhe direkt neben dem
> Hauptfriedhof ist. :)
Wobei es viele schlechtere Biere gibt, als z.B. ein Hoepfner-Kräusen.
Patrick
--
Alles läßt sich solange verbessern, bis es endlich nicht mehr funktioniert.
*zustimmendnick*
Chris
--
no logo
Stimmt vielleicht für sizilianische Friedhöfe, weil der Beton (besonders im
Fußbereich) einfach nicht verrotten will. Aber bekommen Beton-Fuß-Leichen
nicht eigentlich Seebestattung ?
Daß Konservierungsstoffe in der Nahrung irgendeinen Einfluß auf die
Verwesung haben sollten, kann ich mir nicht vorstellen. Eher schon
Umweltfaktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit, etc.
Viele Grüße, Hook
Ich habe sowas ähnliches schon mal gehört: Da ging es um Leute die an
Krebs gestorben waren und vor ihrem Tod noch mit einer Chemotherapie
behandelt worden waren. Durch die ganzen Medikamente soll der
Verwesungsprozeß stark verlangsamt oder ganz verhindert worden sein, so
daß Totengräber beim Ausheben von neuen Gräbern immer häufiger auf kaum
oder garnicht verweste Leichen stoßen. Wie man sich vorstellen kann, ist
das für die nicht gerade ein erfreulicher Anblick.
Gruß,
Oliver
--
Ham Radio Station DL1YOV: http://www.qsl.net/dl1yov
Magst du was aus dem Nähkästchen posten?
Gespannten Lesens,
Andrea.
Frankreich.
Ja, und *besonders* solche "mit Silikon aufgepeppten Körperteile" sind
damit gemeint. Wobei das eben AFAIK nur fürs Krematorium gilt.
Sebastian
--
Dieser Artikel ging an folgende Newsgroups: de.alt.folklore.urban-legends
Er wurde am Donnerstag, dem 15. November im Jahre des Herrn 2001 verfaßt.
Andrea Thorn schrieb:
> Magst du was aus dem Nähkästchen posten?
> Gespannten Lesens,
>
> Andrea.
Abgesehn davon, daß da eigentlich nix weiter nennenswertes passiert ist,
wäre das wohl zu arg OT.
:-( oder :-) je nachdem
Gruß
Jörg
>>>> In F müssen zumindest Plastikimplantate vor der
>>>> Krematori^WVerbrennung wieder entfernt werden. Metall darf AFAIK
>>>> drinbleiben...
>>> Fallen darunter auch mit Silikon aufgepeppte Körperteile?
> (...)
>> Ja, und *besonders* solche "mit Silikon aufgepeppten Körperteile" sind
>> damit gemeint. Wobei das eben AFAIK nur fürs Krematorium gilt.
> Ich wuerde ja eigentlich vermuten, daß Kunststoffe ziemlich gut zu
> verbrennen sind, jedenfalls die halogenfreien. Besser zumindest, als
> menschliche Körper.
Gut ja. Aber weniger umweltfreundlich. Vor allem sehen verschmorte
Plastikklumpen in einem Aschehäufchen irgendwie... seltsam aus.
Metallteile werden ja rausgesiebt...
> Woher hast Du die Info?
Hab einen Bericht drüber gesehen, IIRC auf den Öff-Rechtl.
Sebastian
--
Dieser Artikel ging an folgende Newsgroups: de.alt.folklore.urban-legends
Er wurde am Freitag, dem 16. November im Jahre des Herrn 2001 verfaßt.
Sebastian Posner schrieb:
> Gut ja. Aber weniger umweltfreundlich. Vor allem sehen verschmorte
> Plastikklumpen in einem Aschehäufchen irgendwie... seltsam aus.
> Metallteile werden ja rausgesiebt...
Die Hitze in einem Krematorium müßte eigentlich hoch genug sein, daß keine
Plastikklumpen über bleiben. Außerdem dachte ich immer, die Franzosen nehmen
es nicht so genau mit dem Umweltschutz ;-)
Gruß Jörg
> Die Hitze in einem Krematorium müßte eigentlich hoch genug sein, daß keine
> Plastikklumpen über bleiben.
Silikonoxid == Kieselerde. Und die ist nicht gerade leicht zu
verdampfen. Da müßte man die Toten schon in einem kräftigen Lichtbogen
entsorgen, um das Problem auch nur vom Rost an die Ofenwand zu
verlagern...
Sevo
On Fri, 16 Nov 2001 14:52:40 +0100, Sevo Stille <se...@radiox.de>
wrote:
Eine interessante Vorstellung: "Also ich laß mich ja verbrennen, wenn
ich tot bin!" - "Nun, ich laß mich verdampfen!"
Schmunzelnde Grüße,
markus
> Ich habe hier in Kiel mal als Gärtner auf einem Friedhof gejobt, daher weiß
> ich, was "Pietät" in Deutschland bedeutet.
Live-Aussage: "Mist, der liegt im Weg! Mach'den mal mit dem Spaten
durch, dann lässt der sich besser wegräumen."
Gruß,
Matthias
Wenn man beruflich mit sowas zu tun hat, dann geht man damit ein
bisschen anders um als es der Rest der Bevölkerung tut. Dazu reicht mir
schon meine Erfahrung als Zivi im Krankenhaus (Pflegedienst).
Und die Totenruhe ist zu dem Zeitpunkt, wenn das Grab wiederverwendet
wird, bereits vorbei.
Andreas
--
Andreas Ferber - dev/consulting GmbH - Bielefeld, FRG
---------------------------------------------------------
+49 521 1365800 - a...@devcon.net - www.devcon.net
Zwar etwas unappetitlich, aber letzlich unververmeidbar.
Mich stören da mehr die amtlich berufenen Grabsteinrüttler, die an den
Steinen solange zerren, bis die Hinterbliebenen eine Aufforderung zur
Wiederherstellung der Standsicherheit bekommen können.
Selbstverständlich muß das mit einer Firma erledigt werden um den
hehren deutschen Normen zu genügen. Leider ist das keine UL.
Peter Gleissner
>Peter Gleissner <Pitt.Gl...@t-online.de> schrieb:
>
>>>Live-Aussage: "Mist, der liegt im Weg! Mach'den mal mit dem Spaten
>>>durch, dann lässt der sich besser wegräumen."
>
>>Zwar etwas unappetitlich, aber letzlich unververmeidbar.
>>Mich stören da mehr die amtlich berufenen Grabsteinrüttler, die an den
>>Steinen solange zerren, bis die Hinterbliebenen eine Aufforderung zur
>>Wiederherstellung der Standsicherheit bekommen können.
>
>Wasmeinst Du in diesem Falle eigentlich mit "amtlich"?
>Das Rütteln an Grabsteinen wäre nicht nur eine Schweinerei, um
>damit die Leute abzuzocken, sondern auch eine Straftat nach §304 StGB.
Das sind die Bediensteten der Friedhofsverwaltung selber. Ich ahne ja
die Absicht, ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, (wer möchte
schon vom umstürzenden Grabstein erschlagen werden?) aber man kann
dabei die Sache auch übertreiben.
>Auch das Durchtrennen eines Leichnams mit dem Spaten wäre nach
>§168 StGB mit Strafe belegt.
>Arbeiten auf einem Friedhof sind eben doch etwas anderes, als auf
>einer x-beliebigen Straßenbaustelle. Wenn man dies nicht mit der
>nötigen Pietät durchführen kann, dann haben diejenigen dort nichts
>verloren und gehören ersetzt.
>
Das sehe ich auch so, nur: Wer soll denn solche Übergriffe verfolgen?
Sepp Neuper wrote:
> Auch das Durchtrennen eines Leichnams mit dem Spaten wäre nach
> §168 StGB mit Strafe belegt.
Glaube ich nicht.
§ 168 Störung der Totenruhe
(1) Wer unbefugt aus dem Gewahrsam des Berechtigten den Körper oder
Teile des Körpers eines verstorbenen Menschen, eine tote Leibesfrucht,
Teile einer solchen oder die Asche eines verstorbenen Menschen wegnimmt
oder wer daran beschimpfenden Unfug verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis
zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Aufbahrungsstätte, Beisetzungsstätte
oder öffentliche Totengedenkstätte zerstört oder beschädigt oder wer dort
beschimpfenden Unfug verübt.
(3) Der Versuch ist strafbar.
Das Umgraben von Gräbern, die aufgelassen wurden, durch das
Personal des Friedhofs ist IMHO
1. nicht unbefugt,
2. keine Wegnahme "aus dem Gewahrsam des Berechtigten",
3. keine Störung der Totenruhe und
4. schon erst recht kein "beschimpfender Unfug".
> Arbeiten auf einem Friedhof sind eben doch etwas anderes, als auf
> einer x-beliebigen Straßenbaustelle. Wenn man dies nicht mit der
> nötigen Pietät durchführen kann, dann haben diejenigen dort nichts
> verloren und gehören ersetzt.
Wenn 30 (?) Jahre nach der Bestattung noch jemand nach Pietät
ruft, soll er eben die Grabstelle weiter bezahlen. Ansonsten
sind die Knochen im Boden ein ganz normales Entsorgungsproblem.
Wollte man das mit der "nötigen Pietät" angehen, gäbe es mehr
Friedhöfe als Äcker hierzulande.
Liebe Grüße,
Erik.
--
"Die Zentralheizung meiner Eltern gibt weniger Wärme, hat aber
mehr Rechenleistung."
-- Michael Olbricht in d.a.s.r. über seine MicroVAX
Sepp Neuper wrote:
> Erik Meltzer <er...@ermel.org> schrieb:
> >3. keine Störung der Totenruhe
>
> Das Zerstückeln von Leichen?
Der §168 gibt das nicht her. Abs. 1 sagt ausdrücklich
"unbefugt"; ein Friedhofsgärtner mit dem Auftrag, eine
aufgelassene Grabstelle zu beseitigen, ist nicht unbefugt.
IANAL, aber so les ich das.
> Jedenfalls kann bei uns niemand, egal ob staatlich, städtisch oder
> privat, ohne Wissen und Genehmigung der Angehörigen in deren
> Gräbern nach gutdünken rumwühlen.
Wenn die Angehörigen nach 30 Jahren den Schrieb erhalten,
daß das Grab nun aufgelassen werden soll, es sei denn,
sie zahlen, dann würd ich das schon als Wissen und auch
implizite Genehmigung ansehen. (Bei uns ist dieser Tage
so ein Schrieb eingetrudelt; kann also sein, daß meine
Uroma demnächst einen Spaten in den Bauch bekommt.
Stört aber keinen bei uns in der Familie. Und das ist
auch gut so.)
> Praktisch alle Gräber sind seit Jahren und Jahrzehnten (Jahrhunderte
> wäre etwas übertrieben) in "Familienbesitz" und werden es auch in
> Zukunft bleiben. Da können solche Zustände wie oben beschrieben gar
> nicht vorkommen.
> Naja, wir hier leben allerdings auf dem Lande. Vielleicht ist es in
> Großstädten etwas anders.
Vermutlich. Man bedenke, wieviel Friedhofsfläche die
sonst bräuchten.
Liebe Grüße,
Erik.
--
"Glaube ist nun mal das Gegenteil von Wissen. Die Kirche zum Beispiel
glaubt ja, Maria sei schwanger und Jungfrau gewesen. Die Wissenschaft
weiß, daß Maria den Josef furchtbar übers Ohr gehauen hat."
-- Dieter Nuhr
Also ersteinmal, nach 30 Jahren ist üblicherweise nicht mehr viel von Oma
über. Die in diesem Faden besprochenen Fettwachsleichen mögen aus dem einen
oder anderen Grund in den letzten Jahren zugenommen haben, sie stellen aber
immer noch die Minderheit dar.
Üblicherweise werden Knochen und Sargschaniere beim Aushub an die Seite
gelegt und hinterher wieder ein Stück tiefer im selben Grab verbuddelt.
Sollte tatsächlich mal eine Fettwachsleiche auftauchen, ist das IMHO immer
noch so selten, daß der Buddelnde sicherlich die Friedhofsleitung
verständigen würde. Die Leiche wird dann auf dem Feld für anonyme
Bestattungen vergraben. (zumindest hier in Kiel).
Niemand hackt wie blöde mit einem Spaten auf einer Leiche rum, das ist
völliger Quatsch, hat rein gar nichts mit der routinemäßigen Arbeit von
Friedhofsbediensteten zu tun und ich hatte das hier auch mehr als Scherz
aufgefasst.
Und ja, es würde mindestens unter "Unfug" fallen, wenn das jemand täte. IMHO
ist grundsätzlich niemand "befugt", eine Leiche mit einem Spaten zu
zerhacken. Mit Arbeitserleichterung hat das nix zu tun, es muß ja so oder so
das ganze Grab ausgehoben werden.
schönen Gruß
Jörg
> Auch das Durchtrennen eines Leichnams mit dem Spaten wäre nach
> §168 StGB mit Strafe belegt.
"Wer unbefugt...". Die betreffenden waren aber offenbar befugt.
>> Interresant. Fast das gleiche gilt für Hoepfnerbier (es wird
>> "Leichenwasser" genannt), da die Brauerei in Karlsruhe direkt neben dem
>> Hauptfriedhof ist. :)
>
>Wobei es viele schlechtere Biere gibt, als z.B. ein Hoepfner-Kräusen.
Vielleicht liegt es ja gerade an dieser besonderen 'Würze'...
Jan
--
,--, , , ,-, | ASCII ,-. For an Usenet in
/ / /__ _____ |/ __ ___ |RIBBON \ / ," ASCII
,-/- / //_//_ /_/ Y /_/ / ` |CAMPAIGN X `---------.
|_/o /_,_//____//___/|_/___/ | / \ ,"
> * Sepp Neuper <Ochse...@t-online.de> schrieb:
>
>> Auch das Durchtrennen eines Leichnams mit dem Spaten wäre nach
>> §168 StGB mit Strafe belegt.
>
> "Wer unbefugt...". Die betreffenden waren aber offenbar befugt.
Exakt. Man brauchte Platz für das nächste Familienmitglied.
Gruß,
Matthias