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Neonazifirmen?

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Uli Altona

unread,
Jun 17, 2002, 5:25:54 PM6/17/02
to
Hallo,
ich weiß nicht, on dieses Thema hier schon mal zur Sprache kam, weiß nur,
dass folgende Gerüchte seit vielen Jahren in meinem Bekanntenkreis
kursieren. Ohne Beleg, wie es Gerüchte so an sich haben:
Stimmt es, dass der Apfelsafthersteller "Becker" (beckers bester) ziemlich
weit rechts außen steht?
Stimmt es, dass der Pantoffelhersteller "Birkenstock" ebendort zu finden
ist?

Ich hielt das alles für übl(ich)e Gerüchte, bis ich vor kurzem wieder daran
erinnert wurde: In dem Kino-Spot gegen rechte Gewalt (Familie beim
Abendbrot, alles brennt, niemand will es wahrnehmen) wird "beckers bester"
getrunken. Erkannt habe ich es nicht, aber ich würde mich nicht wundern, wen
die Leute auch Birkenstock-Schlappen tragen würden.

Weiß da jemand was?

Ciao

Uli


Carsten Kosthorst

unread,
Jun 17, 2002, 6:46:08 PM6/17/02
to
Uli Altona schrieb:

> ich weiß nicht, on dieses Thema hier schon mal zur Sprache kam, weiß nur,
> dass folgende Gerüchte seit vielen Jahren in meinem Bekanntenkreis
> kursieren. Ohne Beleg, wie es Gerüchte so an sich haben:
> Stimmt es, dass der Apfelsafthersteller "Becker" (beckers bester) ziemlich
> weit rechts außen steht?

Was genau heisst "rechts außen" stehen? Die Besitzer sind rechts? Die
Mitarbeiter? Die Firmenphilosphie? Arbeiten dort nur Weiße (BTW, wie ist
eigentlich der politisch korrekte Ausdruck für "Weiße"?).

> Stimmt es, dass der Pantoffelhersteller "Birkenstock" ebendort zu finden
> ist?

Ich habe ähnliches vor Jahren gehört, dort sollen aber Birkenstock, DEA
sowie die Vertreiberfirma von "Tai Ginseng" (gibt's das noch?) Eigentum
div. Sekten sein.

Was ich allerdings als weniger unwahrscheinlich empfinde als das
Alt-/Neonazis in irgendwelchen großen Firmen/Konzernen ihre Finger im
Spiel haben.

Stichwort Windows 2000 und Scientology:

http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/newsticker/data/cp-03.12.99-000/default.shtml&words=Scientology

und div. andere Hits in der Heise-News-Suche.

Gruß,

Carsten

Markus Fridrich

unread,
Jun 18, 2002, 2:49:26 AM6/18/02
to

"Carsten Kosthorst" <Carsten....@uni-muenster.de> schrieb im
Newsbeitrag news:3D0E66B0...@uni-muenster.de...
Uli Altona schrieb:

>Was genau heisst "rechts außen" stehen? Die Besitzer sind rechts? Die
>Mitarbeiter? Die Firmenphilosphie? Arbeiten dort nur Weiße (BTW, wie ist
>eigentlich der politisch korrekte Ausdruck für "Weiße"?).

führen wir mal den Begriff Native-Europeans ein....

Markus

Frank Hirsch

unread,
Jun 18, 2002, 3:19:11 AM6/18/02
to
In <aelk5c$ju$02$1...@news.t-online.com> "Uli Altona" <uli.a...@labaqs.de> writes:

>Hallo,
>ich weiß nicht, on dieses Thema hier schon mal zur Sprache kam, weiß nur,
>dass folgende Gerüchte seit vielen Jahren in meinem Bekanntenkreis
>kursieren. Ohne Beleg, wie es Gerüchte so an sich haben:
>Stimmt es, dass der Apfelsafthersteller "Becker" (beckers bester) ziemlich
>weit rechts außen steht?
>Stimmt es, dass der Pantoffelhersteller "Birkenstock" ebendort zu finden
>ist?

>[...]
>Weiß da jemand was?

Zu Birkenstock weiss ich nur, dass die Ende der 80er/Anfang 90er ab und an
eine rechte Gruppierung in der Nähe Ihres Hauptsitzes unterstützt haben.
Auch deren Sicherheitsdienst rekutrierte sich damals aus Lebewesen dieser
Gruppen. (Sah schon lustig aus, wenn so obenrum-kurzrasierte in schwarz
auf die Sandalen aufpassten.)

Betriebsrat war zu der Zeit auch nicht erwünscht. Deshalb wurde die Firma
in viele kleine Unterfirmen gesplittet, die dann zu wenig für einen BR
waren. Wer aufmuckte, hatte mit Repressalien zu rechen. (In Form von
keine Zulagen oder in dem Blechschuppen unsortierte Sandalen nach Paaren
gleicher Größe zu durchsuchen....)

Siehe auch:
http://www.gassenschmidt.de/birktaz1.htm
http://www.berlinonline.de/wissen/berliner_zeitung/archiv/1996/1223/wirtschaft/0024/
http://www.mathematik.uni-ulm.de/germnews/1995/03/301900.html


Das Gerücht zu becker's besten kann ich nicht ganz nachvollziehen, da
die z.B. die Studie 'Rechtsextremistische Organisationen und Einstellungen
im Ländervergleich' der Uni Göttingen unterstützen.


FH

Hucklenbroich01

unread,
Jun 18, 2002, 3:34:36 AM6/18/02
to
>(BTW, wie is=
>t
>eigentlich der politisch korrekte Ausdruck f=FCr "Wei=DFe"?).


In den US of A: "Caucasians"!

Also Kaukasier...

Grüße,

Frank

Xaver Langbeen

unread,
Jun 18, 2002, 3:45:58 AM6/18/02
to
"Uli Altona" <uli.a...@labaqs.de> wrote in message news:<aelk5c$ju$02$1...@news.t-online.com>...

> Stimmt es, dass der Apfelsafthersteller "Becker" (beckers bester) ziemlich
> weit rechts außen steht?
> Stimmt es, dass der Pantoffelhersteller "Birkenstock" ebendort zu finden
> ist?

Dem alten Herrn Birkenstock wird man sicher keine sozialistische
Gesinnung vorwerfen können, seine Art der Unternehmensführung ist mit
"patriarchalisch" noch sehr wohlwollend beschrieben. Mit dem subject
hat das aber nicht im geringsten zu tun, obwohl ich nicht ausschließen
kann, dass manche seiner Ex-Mitarbeiter ihn vielleicht auf diese Weise
verunglimpfen möchten.

XL

André Kelpe

unread,
Jun 18, 2002, 4:08:18 AM6/18/02
to
Sepp Neuper Ochse...@t-online.de wrote

> Und du solltest schleunigst mit diesem Unsinn aufhören.
> Real existierende Firmen mit der schwerstmöglichen Anschuldigung
> überziehen, die man sich in Deutschland überhaupt vorstellen kann ....
> Haben denn manche Leute hier überhaupt kein Hirn?

Ähm, mit der Einstellung kann man die NG hier ja gleich dicht machen. Er hat
doch nur nach Gerüchten bzw. UL gefragt, und das ist doch wohl massig
ontopic, oder nicht?

André

Lothar Frings

unread,
Jun 18, 2002, 4:32:03 AM6/18/02
to
Sepp Neuper <Ochse...@t-online.de> wollte wissen:


>Und du solltest schleunigst mit diesem Unsinn aufhören.
>Real existierende Firmen mit der schwerstmöglichen Anschuldigung
>überziehen, die man sich in Deutschland überhaupt vorstellen kann ....
>Haben denn manche Leute hier überhaupt kein Hirn?


Hat ganz den Anschein.

--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Uli Altona

unread,
Jun 18, 2002, 6:24:41 AM6/18/02
to
"Sepp Neuper" <Ochse...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aem3h5$utm$07$6...@news.t-online.com...
> "Uli Altona" <uli.a...@labaqs.de> schrieb:
>
> Ja, sowas kam hier schon mal zur Sprache.

> Und du solltest schleunigst mit diesem Unsinn aufhören.
> Real existierende Firmen mit der schwerstmöglichen Anschuldigung
> überziehen, die man sich in Deutschland überhaupt vorstellen kann ....
> Haben denn manche Leute hier überhaupt kein Hirn?

Ich könnte jetzt sagen, dass die schwerstmögliche Anschuldigung, die man
sich nach etlichen evolutionären Jahren überhaupt vorstellen kann, die der
Hirnlosigkeit ist. Naja, egal. Ich weiß, dass meine Frage sicher nicht ganz
ohne ist, weil auch die unschuldige Nachfrage nach einem Gerücht eben dieses
multiplizieren kann.
Mir ist nicht daran gelegen, hier Anschuldigungen auszusprechen, sondern
dachte lediglich, dies hier sei der rechte Kreis, um solche Dinge mal zu
erörtern.
Die Alternative wäre ja, nicht darüber zu sprechen. Das kann's doch aber
auch nicht sein, oder? Das gab's schon mal.

Uli

"Sepp Neuper" <Ochse...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aem3h5$utm$07$6...@news.t-online.com...
> "Uli Altona" <uli.a...@labaqs.de> schrieb:


>
> >Hallo,
> >ich weiß nicht, on dieses Thema hier schon mal zur Sprache kam, weiß nur,
> >dass folgende Gerüchte seit vielen Jahren in meinem Bekanntenkreis

> >kursieren. Ohne Beleg .....
>
> Ja, sowas kam hier schon mal zur Sprache.

Horst N. Plotz

unread,
Jun 18, 2002, 6:45:31 AM6/18/02
to
>>Was genau heisst "rechts außen" stehen? Die Besitzer sind rechts?
Die
>>Mitarbeiter? Die Firmenphilosphie? Arbeiten dort nur Weiße (BTW, wie
ist
>>eigentlich der politisch korrekte Ausdruck für "Weiße"?).
>
>führen wir mal den Begriff Native-Europeans ein....

pigment-challenged?

Gruss
Horscht


Volker Gringmuth

unread,
Jun 18, 2002, 6:59:28 AM6/18/02
to
Carsten Kosthorst (Carsten....@uni-muenster.de) wrote:

> (BTW, wie ist eigentlich der politisch korrekte Ausdruck für
> "Weiße"?).

Hautpigmentiv Benachteiligte.


vG, auch so einer

Jakob Krieger

unread,
Jun 17, 2002, 8:00:00 PM6/17/02
to
(Markus Fridrich 18.06.02)


>> (BTW, wie ist eigentlich der politisch korrekte Ausdruck für
>> "Weiße"?).

> führen wir mal den Begriff Native-Europeans ein....

Klasse. Ist hiermit in meinen Sprachgebrauch aufgenommen.


JK

Lothar Frings

unread,
Jun 18, 2002, 8:19:51 AM6/18/02
to
"Markus Fridrich" <scamm...@tratsch.org> tat kund:


Bei den Amis müßte der pc-Ausdruck eigentlich
"European Americans" sein, analog zu "African Americans".

Andi Auburger

unread,
Jun 18, 2002, 9:06:42 AM6/18/02
to
Carsten Kosthorst schrieb:

> Was genau heisst "rechts außen" stehen? Die Besitzer sind rechts? Die
> Mitarbeiter? Die Firmenphilosphie? Arbeiten dort nur Weiße (BTW, wie ist
> eigentlich der politisch korrekte Ausdruck für "Weiße"?).
In Deutsch-Süd-West (Ähm laut Neusprech: Namibia) hat sich für diese
Volksgruppe der Ausdruck "noncoloured people" eingebürgert.
(Man könnt ja auch "pigmentmässig Zukurzgekommene" sagen).
SCNR

Andi
--
"Der Automat ist nicht krank. Er ist unglücklich. Ihm fehlt
blaues Licht. Blaues Licht macht glücklich"
Ralph Angenendt in de.org.ccc zum Thema Bluescreen

Pether Hubert

unread,
Jun 18, 2002, 10:14:28 AM6/18/02
to
Lothar Frings <da_l...@lycos.de> writes:
>>> Arbeiten dort nur Weiße (BTW, wie ist eigentlich der politisch
>>> korrekte Ausdruck für "Weiße"?).
>> führen wir mal den Begriff Native-Europeans ein....
> Bei den Amis müßte der pc-Ausdruck eigentlich "European Americans"
> sein, analog zu "African Americans".

Das bezieht sich aber doch nur auf in Amerika lebende Weiße, oder?
Hier in Europa müßte man die dann als "European Europeans" bezeichnen.

Ciao,

Pether
--
Neue Kunden sind wie Blutegel mit rasierklingenscharfen Zähnen; sie
können harmlos sein, doch manchmal beißen sie zurück.
(Erwerbsregel 203)

Thomas Hühn

unread,
Jun 18, 2002, 10:38:30 AM6/18/02
to
Also sprach Sepp Neuper <Ochse...@t-online.de>:

> Ich sags ja: Kein Hirn.
> Verstehst du einen gelesenen Text nicht? Ergeben für dich
> die gleichen Worte einen anderen Sinn, als für mich?
> Das kann doch alles nicht wahr sein ......

Ach Sepp, du hast dich doch in dang gerade erst zum Deppen
gemacht. Langsam muß es doch wehtun.

Umweltfreundliche Entsorgung nach dag° vorgenommen.

Thomas

Joerg Paulsen

unread,
Jun 18, 2002, 10:56:23 AM6/18/02
to
Guten Morgen!

"Andi Auburger" schrieb:


> In Deutsch-Süd-West (Ähm laut Neusprech: Namibia)

Das hat nix mit "Neusprech" zu tun, das Land heisst seit 84 Jahren nicht
mehr so.

Gruss
Joerg


Hubert Pfenninger

unread,
Jun 18, 2002, 12:41:02 PM6/18/02
to
Lothar Frings <da_l...@lycos.de> schrieb:

>> "Carsten Kosthorst" <Carsten....@uni-muenster.de> schrieb


>>> (BTW, wie ist eigentlich der politisch korrekte Ausdruck für
>>> "Weiße"?).

> Bei den Amis müßte der pc-Ausdruck eigentlich


> "European Americans" sein, analog zu "African Americans".

Nö, ich kenne als absolutly political correct für pigmentgestörte mit
runden Augen und grossen Nasen 'Caucasians'.


Hubert
--
x

Gunter Kuhnle

unread,
Jun 18, 2002, 2:19:44 PM6/18/02
to
* Cornell Binder <co...@dafhs.org> wrote:
>> Bei den Amis müßte der pc-Ausdruck eigentlich
>> "European Americans" sein, analog zu "African Americans".
>Haben die Amis dafür nicht "Caucasians"?

Ich hatte mal auf ein paar Frageboegen fuer irgendwelche
Aemter im UK 'white caucasian' stehen (allerdings weiss
ich nicht, ob es auch 'non-white' caucasians gibt).

Btw: hat man Fragen nach 'ethnicity' oder 'race' eigentlich
inzwischen auch in Deutschland oder anderen europaeischen Staaten
als Standardfrage in Selbstauskunftsboegen?

Gruss Gunter

Carsten Kreft

unread,
Jun 18, 2002, 2:19:00 PM6/18/02
to

> >Mir ist nicht daran gelegen, hier Anschuldigungen auszusprechen, sondern
> >dachte lediglich, dies hier sei der rechte Kreis, um solche Dinge mal zu
> >erörtern.
>
> Für Verleumdungen ist *nirgends* der richtige Kreis.

Wenn es denn eine Verleumdung gewesen wäre. War es aber nicht. Also aus.

> >Die Alternative wäre ja, nicht darüber zu sprechen. Das kann's doch aber
> >auch nicht sein, oder? Das gab's schon mal.
>

> [ ] Du kennst dich mit dem deutschen Strafrecht aus.
> Lies mal §186 StGB und §187 StGB

Er hat es nicht als Tatsache verbreitet, er hat gefragt, ob an solchen
Gerüchten was dran ist.
Also bitte, lass das Kleinkarierte.


Gunter Kuhnle

unread,
Jun 18, 2002, 2:22:25 PM6/18/02
to
* Jens Krokaski <JensKr...@gmx.de> wrote:
>Also du Intelligenzbehinderter (wie man in den Wald hineinschreit...)

Intellektuell herausgefordert, bitte.

Gruss Gunter

Thomas Hühn

unread,
Jun 18, 2002, 2:25:44 PM6/18/02
to
Also sprach Sepp Neuper <Ochse...@t-online.de>:

> >Mir ist nicht daran gelegen, hier Anschuldigungen auszusprechen, sondern


> >dachte lediglich, dies hier sei der rechte Kreis, um solche Dinge mal zu
> >erörtern.
>

> Für Verleumdungen ist *nirgends* der richtige Kreis.

Er hat niemanden verleumdet. Er hat gefragt, ob an einer Behauptung, die
offenbar aufgestellt wurde, etwas dran ist. Wenn etwas dran wäre, sollte
man es aussprechen (dürfen). Wenn nichts dran ist, hat er den Grundstein
gelegt, diese Behauptung zu widerlegen.

Thomas

Uli Altona

unread,
Jun 18, 2002, 3:09:57 PM6/18/02
to
Hi Sepp,
nun reicht es mir aber wirklich: Ich habe nicht verleumdet, sondern
versucht, eine mögliche Verleumdung zu hinterfragen. Dass du gleich mit dem
StGB wedelst, finde ich einerseits gut (Einsatz für unseren Rechtsstaat, der
Verleumdungen nicht haben will), andererseits und in diesem speziellen Fall
etwas lächerlich.
Durch diesen Thread bin ich ein wenig schlauer geworden und weiß nun, den
Gerüchten einiges hinzuzufügen. Wenns nach dir ginge, wäre ich genauso
schlau wie vorher.
Im übrigen glaub ich, dass deine Maulkorbwünsche (Urban Legends vs.
Verleumdung) wenig Chancen haben werden. Oft regulieren sich die NGs doch
selbst - gleich einem demoskopischen Regelkreis. Und - im Gegensatz zu dir -
lese ich hier viele kluge und interessante Beiträge.

Ciao
Uli


"Sepp Neuper" <Ochse...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag

news:aenr16$p3d$04$5...@news.t-online.com...
> "Uli Altona" <uli.a...@labaqs.de> schrieb:


>
> >Mir ist nicht daran gelegen, hier Anschuldigungen auszusprechen, sondern
> >dachte lediglich, dies hier sei der rechte Kreis, um solche Dinge mal zu
> >erörtern.
>

> Für Verleumdungen ist *nirgends* der richtige Kreis.
>

> >Die Alternative wäre ja, nicht darüber zu sprechen. Das kann's doch aber
> >auch nicht sein, oder? Das gab's schon mal.
>

> [ ] Du kennst dich mit dem deutschen Strafrecht aus.
> Lies mal §186 StGB und §187 StGB
>

> bye, Sepp
>
> PS.: Man sollte mal überlegen, einen Hinweis in die FAQ mit aufzu-
> nehmen, daß Verleumdung und üble Nachrede nichts mit Urban Legends
> zu tun haben.


Daniel 'Carnifex' Overlöper

unread,
Jun 18, 2002, 3:47:14 PM6/18/02
to
On Tue, 18 Jun 200, Carsten Kosthorst wrote:

>> Stimmt es, dass der Pantoffelhersteller "Birkenstock" ebendort zu finden
>> ist?
>
>Ich habe ähnliches vor Jahren gehört, dort sollen aber Birkenstock, DEA
>sowie die Vertreiberfirma von "Tai Ginseng" (gibt's das noch?) Eigentum
>div. Sekten sein.

Das mit Birkenstock hab ich auch schon oft gehört. Allerdings nicht in
Verbindung mit dem Rest, von DEA hab ich mal im Zusammenhang mit den
Illuminati gehört (wg dem Symbol, die Anzahl der Streifen war ne
Verschwörungszahl, und dann wurde das irgendwie alles hergeleitet über
die Ölkonzerne, Rockefeller und dann auf die B'na Brith (iirc - und
garantiert falsch geschrieben)
--
Daniel Overlöper | Carnifex | carn...@boss-net.de

Wer nichts weiß, muss alles glauben. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Patrick Dardar

unread,
Jun 18, 2002, 8:32:27 AM6/18/02
to
Hucklenbroich01 wrote:
> In den US of A: "Caucasians"!
> Also Kaukasier...

Das habe ich auch schon oft gehört, versteh es aber nicht.
Warum Caucasians?

Da gefällt mir das "pigment challenged native europeans" besser ;)

Pa

--
50 Funny Things to Do in an Elevator
30. Ask each passenger getting on if you can push
the button for them.

Gerhard Lenerz

unread,
Jun 18, 2002, 5:47:51 PM6/18/02
to
On Tue, 18 Jun 2002 23:02:20 +0200, Sepp Neuper wrote:
> Okay, schimpf über mich, wenn es dir dann besser geht, aber laß dafür
> einfach zukünftig die Finger von so einem Schmarrn. Hm?

Prima Idee! Vor lauter vorauseilendem Gehorsam hören wir einfach auf
zu fragen.


Gerhard

Matthias Warkus

unread,
Jun 18, 2002, 7:26:48 AM6/18/02
to
It was the 18 Jun 2002 09:19:11 +0200...
...and Frank Hirsch <hirschm...@hotmail.com> wrote:
[Birkenstock]

> Betriebsrat war zu der Zeit auch nicht erwünscht. Deshalb wurde die Firma
> in viele kleine Unterfirmen gesplittet, die dann zu wenig für einen BR
> waren. Wer aufmuckte, hatte mit Repressalien zu rechen. (In Form von
> keine Zulagen oder in dem Blechschuppen unsortierte Sandalen nach Paaren
> gleicher Größe zu durchsuchen....)

Die Leute, die versuchten, irgendwie gewerkschaftlich tätig zu werden,
wurden zu einer Unterfirma namens `DeP' abgestellt (für "Durchführung
einfacher Produktion"). Dreimal dürft ihr Raten, wie die
halboffizielle Bezeichnung für die dort Angestellten schnell lautete.

mawa
--
Wenn im Glase friert das Bier,
Steht der Winter vor der Tür.

Hubert Pfenninger

unread,
Jun 18, 2002, 5:46:46 PM6/18/02
to
Patrick Dardar <da...@egalwaat.lu> schrieb:

>> In den US of A: "Caucasians"!

> Das habe ich auch schon oft gehört, versteh es aber nicht.
> Warum Caucasians?

Was besseres hab' ich nicht gefunden:
http://web.phil-fak.uni-duesseldorf.de/~wdl/Gen-Stammbaum.pdf

Zum Ausgleich:
http://www.zeit.de/1999/18/199918_meiner_neu.html
http://www.dartmouth.edu/~hist32/History/White.htm

> Da gefällt mir das "pigment challenged native europeans" besser ;)

Hmm ... nur Rotblonde mit durch Gendefekt verursachter chronischer
Hautverbrennung 1. Grades sind Europäer? Sowas kann sich nur ein
Engländer ausgedacht haben, mir ist die Definiton zu eng ;)


Hubert
--
x

Sebastian Hoffmann

unread,
Jun 18, 2002, 6:30:50 PM6/18/02
to
Sepp Neuper <Ochse...@t-online.de> schrieb:

>>Hi Sepp,
>>nun reicht es mir aber wirklich: Ich habe nicht verleumdet, sondern
>>versucht, eine mögliche Verleumdung zu hinterfragen. Dass du gleich mit dem

>>StGB wedelst, finde ich .......
>
>Jetzt komm mal wieder runter.

Gilt wohl eher für dich. Ulis Reaktion ist absolut verständlich.

>Offenbar hast du (und einige andere hier) gar nicht verstanden, was
>ich eigentlich will.
>Es geht mir nicht darum dich fertig zu machen. Im Gegenteil.
>Ich will dich vor einer Dummheit bewahren.
>Überleg doch mal: Was ist, wenn jemand von diesen Firmen hier
>mitliest?

Was soll dann sein? Sie freuen sich vielleicht, daß es nach diesem
Thread ein paar Leute weniger gibt, die diesen Unsinn glauben.

>Wenn es diesen Firmen langsam reicht, weil immer und immer
>wieder mal so ein Scheiß über sie geschrieben wird?

Vermutlich ist das so. Aber in diesem Thread hat niemand, auch Uli
nicht, irgendwelchen Scheiß über diese Firmen geschrieben. Eher im
Gegenteil.
In dem von dir selbst zitierten StGB-Artikel steht: "Wer in Beziehung
auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, ...". Bist
du nicht in der Lage, den Unterschied zwischen einer Behauptung und
einer Frage zu erkennen?

>Du hast sogar eine Telefonnummer im Header stehen. Ist es ein müßiger
>Usenetartikel wert, deswegen eine Klage zu riskieren? Nein.

Es wird zu keiner Klage kommen, da die meisten Leute keine so seltsame
Rechtsauffassung haben wie du.

>Okay, schimpf über mich, wenn es dir dann besser geht, aber laß dafür
>einfach zukünftig die Finger von so einem Schmarrn. Hm?

Nein! Es handelt sich hier um eine weitverbreitete UL und diese Gruppe
ist u.a. dafür da, über den Wahrheitsgehalt von ULs zu diskutieren.
Was liegt wohl eher im Interesse der betroffenen Firmen? Das diese
Gerüchte munter weiter verbreitet werden, oder das sie hier klar
widerlegt werden?

Volker Gringmuth

unread,
Jun 18, 2002, 6:37:26 PM6/18/02
to
Sepp Neuper (Ochse...@t-online.de) wrote:

> Überleg doch mal: Was ist, wenn jemand von diesen Firmen hier
> mitliest?

Dann soll er auf die ernst gemeinte Frage "ist da was dran?" eine
Verneinung posten. Ganz einfach.

> Wenn es diesen Firmen langsam reicht, weil immer und immer
> wieder mal so ein Scheiß über sie geschrieben wird?

Ähm... der OP hat etwas gefragt, nicht etwas behauptet. Das ist ja wohl
ein Unterschied.


vG

--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de

Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr sieht sie
wie eine Klugheit aus. (Voltaire)

Volker Gringmuth

unread,
Jun 18, 2002, 6:35:05 PM6/18/02
to
Sepp Neuper (Ochse...@t-online.de) wrote:

> Für Verleumdungen ist *nirgends* der richtige Kreis.

de.alt.flame existiert.


vG, scnr

--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de

"Mit JavaScript kannst Du auch Zähne putzen und Kühe melken, sofern Du eine
scriptfähige Kuh mit eingebauter Zahnbürste hast." (Georg Maaß in dclj)

Matthias Warkus

unread,
Jun 18, 2002, 6:48:55 PM6/18/02
to
It was the Tue, 18 Jun 2002 23:02:19 +0200...
...and Sepp Neuper <Ochse...@t-online.de> wrote:
> Ich zitiere dir mal den §186, vielleicht wird dir dann einiges klarer:
[...]
> Der Umstand, daß er (Uli) das Ganze in Frageform gestellt hat, ändert
> daran nichts. Sein Text ist dazu befähigt, die genannten Firmen herab-
> zuwürdigen. Das alleine ist das Entscheidende.

Dann verklag ihn doch verdammt noch mal, wenn du so anal bist, dass du
das Ganze unbedingt formaljuristisch überprüft haben musst. Ich hoffe,
du zahlst dich an dem Verfahren so arm, dass man dir den Netzzugang
abklemmt.

mawa
--
In the 1960's Soviet and American tanks faced each other there, gun
barrel to gun barrel at a range of several feet. In the 1990's
Checkpoint Charlie had become a traffic hazard, and its new home is in
a museum. -- General Colin Powell

Joerg Paulsen

unread,
Jun 18, 2002, 8:17:54 PM6/18/02
to
Hallo!

"Sepp Neuper" schrieb:
> .... Sein Text ist dazu befähigt, die genannten Firmen herab-


> zuwürdigen. Das alleine ist das Entscheidende.

Bill Gates ist ein *rschl*ch! Bill Gates ist ein *rschl*ch!
Jehova! Jehova!
So! Wat machste nu?

SCNR
Joerg


Ralf Huels

unread,
Jun 18, 2002, 3:22:04 PM6/18/02
to
Carsten Kosthorst <Carsten....@uni-muenster.de> schrieb:

> Was genau heisst "rechts außen" stehen? Die Besitzer sind rechts? Die
> Mitarbeiter? Die Firmenphilosphie? Arbeiten dort nur Weiße (BTW, wie ist

> eigentlich der politisch korrekte Ausdruck für "Weiße"?).

Die 'merkins sagen "caucasian" dazu.

HTH.
Tschüß,
Ralf

--
Ralf Hüls | The only way to get rid of a
spa...@strg-alt-entf.org | temptation is to yield to it.
|
http://www.teleute.ping.de/ | Oscar Wilde

bbb.tyan

unread,
Jun 18, 2002, 10:33:30 PM6/18/02
to
Sepp Neuper wrote:

[sepp ist ein berufsbetroffener]

Christian Berger

unread,
Jun 19, 2002, 1:32:37 AM6/19/02
to
Lieber Sepp,

>Allein eine unprovozierte Verbindung zwischen Nazitum und einer
>Firma herzustellen genügt doch bereits, egal ob als Frage oder UL oder
>Gerücht formuliert.
>Welche wichtige Veranlassung gabs denn, diese Frage zu erörtern?

Ich habe einen neuen Thread für dich gefunden.
In <3d104695...@news.23annuitcoeptis5.org> fragt Joe Saccone ob
Juden grundsätzlich steuerbefreit seien. Nach deiner Rechtsauffassung
dürfte eine derartige Frage einen eklatanten Fall von Volksverhetzung
darstellen. Da Volksverhetzung kein Antragsdelikt wie Beleidigung ist,
reicht eigentlich nur eine Anzeige, und der Staatsanwalt muß gegen Joe
vorgehen. Das ist doch befriedigender als so ne kleine Beleidigung,
oder?

Für alle: Ironiedetektoren auf volle Leistung.

Christian


--
no logo

Christian Berger

unread,
Jun 19, 2002, 1:23:24 AM6/19/02
to
Mahlzeit,

>Und woher weißt Du, daß es ein solches Gerücht überhaupt gibt?
>Wenn Dir jemand ein Gerücht erzählt, woher willst Du sicherstellen,
>daß der Erzähler nicht der erste ist, der dieses "Gerücht" überhaupt
>erzählt hat?
>Und weiter: Wenn ich sage "Ich habe gehört, das Jim Müller ein
>Arschloch wäre", glaubst Du, das ist dann *keine* Beleidigung?

in der Formulierung würde ich daran schon zweifeln, wenn ich aber
sage: "Mir wurde gesagt das Jim Müller sei ein Arschloch, jetzt will
ich mich mal selber überzeugen", lässt sich das ganz sicher nicht
sauber unter § 186 subsumieren. Du solltest die Formulierung des § 186
nochmal genau lesen. Das Behaupten von Tatsachen und die Frage nach
dem Wahrheitsgehalt einer Behauptung ist ein ziemlicher Unterschied.

Grüße, Christian


--
no logo

Christian Berger

unread,
Jun 19, 2002, 1:27:08 AM6/19/02
to
>Und warum werde ich dann *hier* angeflamet? :-)

Weil du es verdient hast.

Chris

--
no logo

Lothar Frings

unread,
Jun 19, 2002, 2:33:09 AM6/19/02
to
Cornell Binder <co...@dafhs.org> wollte wissen:
>Lothar Frings <da_l...@lycos.de> tat schreiben tun:

>>>
>>>>Was genau heisst "rechts außen" stehen? Die Besitzer sind rechts? Die
>>>>Mitarbeiter? Die Firmenphilosphie? Arbeiten dort nur Weiße (BTW, wie ist
>>>>eigentlich der politisch korrekte Ausdruck für "Weiße"?).
>>>
>>>führen wir mal den Begriff Native-Europeans ein....
>>
>> Bei den Amis müßte der pc-Ausdruck eigentlich
>> "European Americans" sein, analog zu "African Americans".
>
>Haben die Amis dafür nicht "Caucasians"?


Haaallooo! Aufwachen! Das ist bekaaa-haaant!
Welchen Teil von "müßte eigentlich" verstehst du nicht?

--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

Lothar Frings

unread,
Jun 19, 2002, 2:47:08 AM6/19/02
to
Sepp Neuper <Ochse...@t-online.de> tat kund:


>Von dem Spruch: "Es bleibt immer etwas hängen" hast Du noch
>nie was gehört, oder?


Nee. In welchem Paragraphen steht das?

Xaver Langbeen

unread,
Jun 19, 2002, 3:46:07 AM6/19/02
to
"Uli Altona" <uli.a...@labaqs.de> wrote in message news:<aen1pj$n2s$07$1...@news.t-online.com>...

> dachte lediglich, dies hier sei der rechte Kreis,

^^^^^^
Jetzt wird auch schon dafu-l unterwandert...
Nur gut, dass der Verfassungsschutz mitliest (weiß ich zuversichtlich
von der Nichte meines Schwippschwagers, die es vom Bruder ihres
Frisörs erfahren hat).

Voll OnT,
XL

Sebastian Sproesser

unread,
Jun 19, 2002, 4:22:58 AM6/19/02
to
"Joerg Paulsen" <dr.m...@worldonline.de> meinte:

Ganz einfach:
*steinwerf*

> SCNR
> Joerg

SCNR²,
Sebastian
heimfluppend
--
Die Top 100 Dinge, die ich als Böser Weltherrscher beachten werde (Nr. 50)

Meine Hauptcomputer werden ein Betriebssystem haben, daß inkompatibel mit
den gängigen IBM- und Macintosh-Powerbooks ist.

Volker Gringmuth

unread,
Jun 19, 2002, 5:19:02 AM6/19/02
to
Joerg Paulsen (dr.m...@worldonline.de) wrote:

> Bill Gates ist ein *rschl*ch! Bill Gates ist ein *rschl*ch!

So? Was erschlich er sich denn?


vG, Tatsachen pryfend

--
Volker Gringmuth http://www.volker-gringmuth.de

Erziehung ist die organisierte Verteidigung
der Erwachsenen gegen die Jugend. (Mark Twain)

Joerg Paulsen

unread,
Jun 19, 2002, 7:13:06 AM6/19/02
to
Moin!

"Volker Gringmuth" schrieb:
> Ich schrieb:


> > Bill Gates ist ein *rschl*ch! Bill Gates ist ein *rschl*ch!
> So? Was erschlich er sich denn?

Heisst es "das Erschlich" oder "der Erschlich"?

Gruss
Joerg


Sebastian Hoffmann

unread,
Jun 19, 2002, 7:18:35 AM6/19/02
to
Sepp Neuper <Ochse...@t-online.de> schrieb:

>>Was soll dann sein? Sie freuen sich vielleicht, daß es nach diesem
>>Thread ein paar Leute weniger gibt, die diesen Unsinn glauben.
>

>Von dem Spruch: "Es bleibt immer etwas hängen" hast Du noch
>nie was gehört, oder?

Das Gerücht existert doch bereits. Abgesehen davon ging es
hauptsächlich um die rechtliche Frage.

>>Vermutlich ist das so. Aber in diesem Thread hat niemand, auch Uli
>>nicht, irgendwelchen Scheiß über diese Firmen geschrieben. Eher im
>>Gegenteil.
>

>Allein eine unprovozierte Verbindung zwischen Nazitum und einer
>Firma herzustellen genügt doch bereits, egal ob als Frage oder UL oder
>Gerücht formuliert.

Zeige mir bitte die entsprechende Stelle im StGB. Der von dir zitierte
Paragraph gibt das jedenfalls nicht her. Dort wird ganz klar von
"Behauptung" gesprochen.

>Welche wichtige Veranlassung gabs denn, diese Frage zu erörtern?

Die Antwort wurde dir schon mehrmals gegeben. Unter anderem hast du
sie direkt dahinter zitiert:

>>Nein! Es handelt sich hier um eine weitverbreitete UL und diese Gruppe
>>ist u.a. dafür da, über den Wahrheitsgehalt von ULs zu diskutieren.
>>Was liegt wohl eher im Interesse der betroffenen Firmen? Das diese
>>Gerüchte munter weiter verbreitet werden, oder das sie hier klar
>>widerlegt werden?
>

>Diese Gerüchte werden doch gerade erst durch solche Sachen hier
>weiterverbreitet. Wenn keiner mehr fragen würde "Hey, stimmt es, daß",
>dann gäbe es auch keine Gerüchte mehr.

Unsinn! Gerüchte verbreiten sich durch "Wußtest du schon, daß...".
Abgesehen davon könnte man mit deinem Argument ja gleich die ganze
Gruppe zumachen.

>Ist das alles wirklich so schwer nachzuvollziehen?

Ja, ist es! Ich kann deine Meinung nicht im geringsten nachvollziehen.
Und offenbar bin ich da nicht der Einzige.

Klaus Fabritius

unread,
Jun 19, 2002, 1:37:59 PM6/19/02
to
Cornell Binder <co...@dafhs.org> wrote:
>
> Haben die Amis dafür nicht "Caucasians"?

BTW: "Kaukasier", ich habe mich heute mal mit ein paar Russen (Gross-,
Weiss- und Kleinrussen) über "Caucasians", bzw. die Verwendung dieses
Begriffes unterhalten. Die machten erstmal grosse ungläubige Augen und
waren dann ziemlich belustigt, daß man sich selber derart abschätzig
benennt. Man riet mir, sollte ich mal in Russland oä. sein, dort
möglichst niemanden "Kaukasier" zu nennen. Auch keinen, auf den diese
Bezeichnung sachlich zutrifft.

Ich habe nicht wirklich verstanden, warum das denn eine Beleidigung
darstellt, vor allem weil die Leute die dort leben, also Armenier,
Georgier und so, überhaupt nicht negativ angesehen werden. So wie
"Ostfriese" war es nicht, es fehlte die humoristische Komponente.


-kfk

--
7.9.2039. "Simtepp" ist ein Computer, der Schwachsin simuliert um unbehelligt
zu bleiben. Im gleichen Aufwaschen habe ich auch erfahren, was "Desimul" be-
deutet. Ganz einfach: das ist einer, der so tut, als ob er gar nicht so taete,
als ob er defekt waere... Stanislaw Lem, Der futurologische Kongress, 1972

Gerhard Lenerz

unread,
Jun 19, 2002, 1:54:57 PM6/19/02
to

"die Erschlich".

Gerhard

Frank Spreer

unread,
Jun 19, 2002, 5:59:26 PM6/19/02
to
Klaus Fabritius schrieb am 19 Jun 2002

[Kaukasier]


> Ich habe nicht wirklich verstanden, warum das denn eine Beleidigung
> darstellt, vor allem weil die Leute die dort leben, also Armenier,
> Georgier und so, überhaupt nicht negativ angesehen werden. So wie
> "Ostfriese" war es nicht, es fehlte die humoristische Komponente.

Eben weil es Georgier, Armenier oder Abchasier sind, und nicht als
Sammelbegriff "Kaukasier".
Das ist eine der Gegenden, wo man die Kleinststaaterei neu entdeckt :(

Frank
--
Sigfile aus technischen Gruenden geschlossen

Christian Rentrop

unread,
Jun 19, 2002, 6:05:07 PM6/19/02
to
Nene, die hiessen dann European-American Europeans.

Klaro?

Gruß, Christian
--

*Autor für http://www.zyn.de - Gnade bringt uns nicht weiter!*
*"Der einzige Tyrann, den ich in dieser Welt anerkenne, ist die leise innere
Stimme." - Mahatma Gandhi (1869-1948)*


Christian Rentrop

unread,
Jun 19, 2002, 6:15:54 PM6/19/02
to
In Deutschland gibt es nur die Frage nach Staatsbürgerschaft.

Wer sich mit Recht auskennt: Jus natalis (Geburtsrecht) bzw. Jus sanguinis
(Blutrecht) kommen hier zum Ausdruck.

In Deutschland gilt letzteres, egal, wo Du von Deutschen Eltern geboren
bist, Du gilst als Deutscher bzw: Wenn Du in Deutschland geboren bist, bist
Du noch lange kein deutscher Staatsbürger. Deshalb haben wir hier perfekt
integrierte Türken, die auch in 4. Generation noch Türken sind, aber dafür
nen paar komische sogenannte "Russlanddeutsche", die beim Grenzübertritt
erstmal einen deutschen Pass bekommen haben.

Anders das Jus Sanguinis: Bist Du irgendwo geboren, bist Du Staatsbürger.
Dieser Grundsatz ist Hauptsächlich in Einwanderungsländern wie den USA oder
Australien oder in Kolonialstaaten wie Grossbritannien oder Frankreich zu
finden. Deshalb versuchen ja auch immer alle Wirtschaftsflüchtlinge, in eins
dieser Länder zu kommen, denn spätestens, wenn Ihre Kinder dort geboren
sind, sind die Amis, Briten oder Franzosen (zumindest theoretisch).

Deshalb ist klar, daß die Briten kein Interesse an der Staatsbürgerschaft
haben, da Ihre Ethnien nicht von der Staatsbürgerschaft abhängen, daher wird
nach "Race" gefragt, um das statistisch erheben zu können.

Schreib mal auf nen deutsches Formular die Frage nach der "Rasse", da gibts
aber Radau!

Insgesamt erkennt man in den beiden Systemen zwei völlig verschiedene Ideale
von Staat und Ethnie.

Hucklenbroich01

unread,
Jun 20, 2002, 2:40:17 AM6/20/02
to
>Man riet mir, sollte ich mal in Russland oä. sein, dort
>möglichst niemanden "Kaukasier" zu nennen. Auch keinen, auf den diese
>Bezeichnung sachlich zutrifft.


Ich denke mal, daß die Russen die Kaukasier (=Menschen aus der Kaukasusregion)
als "wilde Bergvölker" ansehen und entsprechend verachten. Immerhin haben sich
die meisten Kaukasusstaaten nach dem Zusammenbruch der UdSSR von Russland
abgespalten, was deren Beliebtheit unter "echten" Russen nicht unbedingt
erhöhen dürfte. Und wenn die Kaukasier dann auch noch Moslems sein sollten, ist
es mit den Sympathien ganz dahin.
Immerhin ist der Kaukasus eine recht "wilde" Region, im Vergleich zu Moskau und
St. Petersburg, und das ist den Russen dann schon suspekt.

Viele Grüße,

Frank

Hucklenbroich01

unread,
Jun 20, 2002, 2:46:08 AM6/20/02
to

>Anders das Jus Sanguinis: Bist Du irgendwo >geboren, bist Du Staatsbürger.

Ja, in einigen Ländern reicht es sogar, während einer Zwischenlandung auf dem
örtl. Flughafen geboren zu werden, um die Staatsbürgerschaft zu bekommen.
Brasilien z.B. IIRC.


>Deshalb ist klar, daß die Briten kein Interesse an der Staatsbürgerschaft
>haben, da Ihre Ethnien nicht von der Staatsbürgerschaft abhängen, daher wird
>nach "Race" gefragt, um das statistisch erheben zu können.

Erklärt sich wohl auch aus der Geschichte: Eine so große Kolonialmacht wie
Britannien brauchte halt immer Nachschub an Soldaten, um seine Kolonien zu
sichern. So war man froh um jeden Einwanderer.
Noch heute ist man im UK relativ freigiebig (im Vergleich zu Deutschland) mit
Visa für Menschen aus Ex-Kolonien, also Indien, Pakistan, Jamaica, etc, weshalb
man das UK auch ungern in den Schengen-Verbund einlassen würde.

Grüße,

Frank

Joerg Paulsen

unread,
Jun 20, 2002, 3:36:53 AM6/20/02
to
Moin!

"Hucklenbroich01" schrieb:


> Immerhin ist der Kaukasus eine recht "wilde" Region, im Vergleich zu

Moskau...

Sicher?

SCNR
Joerg


Hucklenbroich01

unread,
Jun 20, 2002, 4:59:49 AM6/20/02
to
>> Immerhin ist der Kaukasus eine recht "wilde" Region, im Vergleich zu
>Moskau...
>
>Sicher?

Vielleicht nicht, was die Kriminalitätsrate angeht, aber meines Wissens nach
herrscht in vielen Kaukasusstaaten noch die alte Klanmentalität, mit
Kriegsherren und Mafia und Jahrhundertealten Blutsfehden.

Ich habe mal ein paar Jahre für eine deutsche Firma gearbeitet, die nach
Russland exportiert hat und auch Büros dort unterhalten hat, und der gängige
Tenor unter Deutschen und Russen war, daß man im Kaukasus keine Geschäfte
machen könne, weil es einfach zu gefährlich sei und Schutzgelderpressungen,
Entführungen u.s.w. dort an der Tagesordnung seien. In den Muslimischen Staaten
kommt die "Nahöstliche Mentalität" dazu (nicht meine Aussage, sondern die der
Russen), mit denen der "normale" Russe sehr wenig am Hut hat, und in der
Nicht-Muslime, speziell im geschäftlichen Bereich, eher ausgegrenzt werden.

Im Gegensatz zur Russischen Föderation fehlt in den meisten dieser Staaten auch
ein halbwegs funktionierendes Polizei/Milizwesen, so daß man im Ernstfall kaum
Schutz zu erwarten hat. Und besonders Demokratisch geht's dort auch nicht zu.
Krassestes Beispiel ist Dagestan (gehört das eigentlich noch zum Kaukasus), wo
nach Zusammenbruch der UdSSR quasi Anarchie herrscht.

Kleiner Auszug aus den Infos vom AA:

>Sicherheitshinweise
>
>Unverändert gültig seit: 28.05.02
>
>Das Auswärtige Amt rät warnt aufgrund von >kriegerischen Gefechten,
Entführungsfällen >und Gewaltkriminalität vor Reisen in die >nordkaukasischen
Gebiete Dagestan, >Inguschetien und Nord-Ossetien. Auch von >Reisen in die
russischen >Kaukasus-Republiken Kabardino-Balkarien >und
Karatschajewo-Tscherkessien wird >abgeraten.

>Attentate, Bombenanschläge und >Geiselnahmen sind in den genannten >Regionen
nach wie vor an der >Tagesordnung.

Ich glaube, das ist schon 'ne Spur härter als Moskau.

Grüße,

Frank

Malte Rogacki

unread,
Jun 20, 2002, 6:33:23 AM6/20/02
to
Christian Rentrop <cr...@gmx.de> wrote:

> In Deutschland gibt es nur die Frage nach Staatsbürgerschaft.

Nicht nur.

[...]

> Deshalb ist klar, daß die Briten kein Interesse an der Staatsbürgerschaft
> haben, da Ihre Ethnien nicht von der Staatsbürgerschaft abhängen, daher wird
> nach "Race" gefragt, um das statistisch erheben zu können.
>
> Schreib mal auf nen deutsches Formular die Frage nach der "Rasse", da gibts
> aber Radau!

Deshalb wird dann alternativ nach "Nationalität" gefragt. Zumindest
möchte das mein Brötchengeber (Hochschule) von seinen Studenten wissen.

Patrick Dardar

unread,
Jun 19, 2002, 12:02:27 PM6/19/02
to
Gunter Kuhnle wrote:
> Btw: hat man Fragen nach 'ethnicity' oder 'race' eigentlich
> inzwischen auch in Deutschland oder anderen europaeischen Staaten
> als Standardfrage in Selbstauskunftsboegen?

Ist mir bis jetzt noch nie aufgefallen und ich hoffe, dass es so auch
bleiben wird. Solch eine Frage hat da auch nichts zu suchen.

Pa

--
50 Funny Things to Do in an Elevator
15. On the highest floor, hold the door open and demand
that it stay open until you hear the penny you dropped
down the shaft go "plink" at the bottom.

Patrick Dardar

unread,
Jun 19, 2002, 12:03:55 PM6/19/02
to
Andi Auburger wrote:
> In Deutsch-Süd-West (Ähm laut Neusprech: Namibi)

Die haben das Saarland umbenannt? ;)

Pa

--
"Hauptsache, es fallen tote Vögel vom Himmel ;)
(schade, dass man sich selbst nicht siggen kann)" --
"Kann man doch."
[Patrick Dardar und Wolfgang Mederle in dafk]

Hucklenbroich01

unread,
Jun 20, 2002, 8:00:26 AM6/20/02
to
>Malte Rogacki <ga...@gacki.sax.de> tat schreiben tun:

>>
>> Deshalb wird dann alternativ nach "Nationalität" gefragt. Zumindest
>> möchte das mein Brötchengeber (Hochschule) von seinen Studenten wissen.

..das hängt aber mit der Versicherung zusammen: Wenn Dein Arbeitgeber Dich
anmeldet, MUSS er Deine Nationalität angeben, für Sozialversicherung,
Krankenversicherung, Finanzamt, etc.

Damit Du z.B. die in Deutschland gezahlten Sozialversicherungsbeiträge (für
spätere Rentenansprüche) in Dein Heimatland "mitnehmen" kannst, falls Du später
woanders (außerhalb von Deutschland) lebst. Geht nicht bei allen Ländern, ist
aber z.B. innerhalb der EU möglich, soviel ich weiß.

Davon abgesehen gibt es für bestimmte Länder Quoten bzw. ist eine
Arbeitserlaubnis nötig, damit Dein Brötchengeber Dich einstellen kann,
zumindest bei vielen Nicht-EU Staaten.

Mit "Rasse" hat das nichts zu tun.

In den USA hingegen gibt es z.B. an einigen Schulen Stipendien, die nur
bestimmten Ethnien zu gute kommen (z.B. um Minderheiten zu fördern), und da
macht die Frage nach "Ethnics" schon Sinn...

Grüße,

Frank


Malte Rogacki

unread,
Jun 20, 2002, 8:09:41 AM6/20/02
to
Hucklenbroich01 <hucklen...@aol.com> wrote:

> >Malte Rogacki <ga...@gacki.sax.de> tat schreiben tun:
> >>
> >> Deshalb wird dann alternativ nach "Nationalität" gefragt. Zumindest
> >> möchte das mein Brötchengeber (Hochschule) von seinen Studenten wissen.
>
> ..das hängt aber mit der Versicherung zusammen: Wenn Dein Arbeitgeber Dich
> anmeldet, MUSS er Deine Nationalität angeben, für Sozialversicherung,
> Krankenversicherung, Finanzamt, etc.
>
> Damit Du z.B. die in Deutschland gezahlten Sozialversicherungsbeiträge
> (für spätere Rentenansprüche) in Dein Heimatland "mitnehmen" kannst, falls
> Du später woanders (außerhalb von Deutschland) lebst. Geht nicht bei allen
> Ländern, ist aber z.B. innerhalb der EU möglich, soviel ich weiß.

Weswegen man ja sowohl "Staatsangehörigkeit" als auch "Nationalität"
angibt. Nach meinem Verständnis würde sich das von Dir geschriebene auf
die Staatsangehörigkeit beziehen, nicht auf die Nationalität.

> Davon abgesehen gibt es für bestimmte Länder Quoten bzw. ist eine
> Arbeitserlaubnis nötig, damit Dein Brötchengeber Dich einstellen kann,
> zumindest bei vielen Nicht-EU Staaten.
>
> Mit "Rasse" hat das nichts zu tun.

Mit Staaten allerdings auch nicht unbedingt. Nationalität: kurdisch z.B.

Man sollte nicht vergessen, daß es in Europa (und auch in Deutschland)
Nationen bzw. Völker gibt, die keinen "eigenen" Staat besitzen.

> In den USA hingegen gibt es z.B. an einigen Schulen Stipendien, die nur
> bestimmten Ethnien zu gute kommen (z.B. um Minderheiten zu fördern), und da
> macht die Frage nach "Ethnics" schon Sinn...

Oder eben halt zu statistischen Zwecken.

Klaus Fabritius

unread,
Jun 20, 2002, 8:58:49 AM6/20/02
to
hucklen...@aol.com (Hucklenbroich01) wrote:

/me:


>> Man riet mir, sollte ich mal in Russland oä. sein, dort
>> möglichst niemanden "Kaukasier" zu nennen. Auch keinen, auf den diese
>> Bezeichnung sachlich zutrifft.

> Ich denke mal, daß die Russen die Kaukasier (=Menschen aus der Kaukasusregion)
> als "wilde Bergvölker" ansehen und entsprechend verachten.

Wie ich schon schrieb, gegen Georgier oder Armenier haben sie eigentlich
nichts, das seien nette Leute. Ich muß vielleicht noch erwähnen, daß die
Russen mit denen ich Kontakt habe, allesamt sehr gebildete und
vorurteilsfreie Leute sind. Das Hauptinteresse bei diesem Gespräch lag
in der Reflektion über gängige Vorurteile.

> Immerhin haben sich
> die meisten Kaukasusstaaten nach dem Zusammenbruch der UdSSR von Russland
> abgespalten, was deren Beliebtheit unter "echten" Russen nicht unbedingt
> erhöhen dürfte.

Naja, die abgespaltenen Weiss- oder Kleinrussen (die mir bekannten
zumindest) empfinden "Kaukasier" auch als abschätzig.

> Und wenn die Kaukasier dann auch noch Moslems sein sollten, ist
> es mit den Sympathien ganz dahin.

Das ist allerdings wahr, Moslems seien "Schwarze" und die
allerschlimmsten seien die Tschetschenen. Letzteres war dann auch nicht
mehr diskussionsfähig.

> Immerhin ist der Kaukasus eine recht "wilde" Region, im Vergleich zu Moskau und
> St. Petersburg, und das ist den Russen dann schon suspekt.

Kasachen und Kirgisen wären auch "wild". Ich denke es ist wohl so, daß
man die /Sammelbezeichnung/ (<aer5s...@transterra.Spreer-OL.de>) nicht
mag. Bayern, Österreicher, Schweizer und Südtiroler als "Alpener" in
einen Topf zu werfen wäre auch nicht gerade pc. Denkt man sich dann noch
ein wenig sowjetische Politik hinzu, die sich bekanntlich für nationale
Eigenheiten eher weniger interessierte, hat man vielleicht eine ganz
gute Erklärung beisammen.

Hucklenbroich01

unread,
Jun 20, 2002, 10:21:59 AM6/20/02
to
>Weswegen man ja sowohl "Staatsangehörigkeit" als auch "Nationalität"
>angibt. Nach meinem Verständnis würde sich das von Dir geschriebene auf
>die Staatsangehörigkeit beziehen, nicht auf die Nationalität.

Uups, ich hatte die Begriffe jetzt synonym verwendet. Man gibt natürlich die
Staatsangehörigkeit an. Wo muß man denn beides angeben? Im Zweifel war in dem
Formular der Uni mit "Nationalität" doch sicher "Staatsangehörigkeit" gemeint ?

>Man sollte nicht vergessen, daß es in Europa (und auch in Deutschland)
>Nationen bzw. Völker gibt, die keinen >"eigenen" Staat besitzen.

Welche Nationen gibt es denn innerhalb Deutschlands? Völker gibt's viele (je
nach Definition), aber Nationen? Meiner Auffassung nach ist eine Nation das
gleiche wie ein Staat, aber ich will da jetzt nicht Haarspalten.

Klar sind Basken und Kurden eigenständige Völker, aber Nationen oder Staaten
sind sie eben nicht, zumindest werden sie als solche vom überwiegenden Teil der
Staatengemeinschaft nicht anerkannt.

Ich glaube aber, daß im überwiegenden Sprachgebrauch "Staatsangehörigkeit" und
"Nationalität" in Formularen bzw. im Behördendeutsch synonym verwendet werden.
Im Personalausweis steht z.B: "Staatsangehörigkeit / Nationality /
Nationalitee: Deutsch"

Viele Grüße,

Frank

Gunter Kuhnle

unread,
Jun 20, 2002, 10:33:32 AM6/20/02
to
* Christian Rentrop <cr...@gmx.de> wrote:
>In Deutschland gibt es nur die Frage nach Staatsbürgerschaft.

Wobei die Frage nach der 'ethnicity' manchmal durchaus sinnvoll waere,
z.B. fuer Statistiken im Gesundheitsbereich oder zur Identifikation.

>Schreib mal auf nen deutsches Formular die Frage nach der "Rasse", da gibts
>aber Radau!
>
>Insgesamt erkennt man in den beiden Systemen zwei völlig verschiedene Ideale
>von Staat und Ethnie.

Schon, aber dennoch hat die Ethnie in bestimmten Bereichen, gerade
z.B. Medizin, aber auch soziale Daten, eine gewisse
Daseinsberechtigung.

Gruss Gunter

Gunter Kuhnle

unread,
Jun 20, 2002, 10:36:43 AM6/20/02
to
* Hucklenbroich01 <hucklen...@aol.com> wrote:
>>Deshalb ist klar, daß die Briten kein Interesse an der Staatsbürgerschaft
>>haben, da Ihre Ethnien nicht von der Staatsbürgerschaft abhängen, daher wird
>>nach "Race" gefragt, um das statistisch erheben zu können.
>Erklärt sich wohl auch aus der Geschichte: Eine so große Kolonialmacht wie
>Britannien brauchte halt immer Nachschub an Soldaten, um seine Kolonien zu
>sichern. So war man froh um jeden Einwanderer.
>Noch heute ist man im UK relativ freigiebig (im Vergleich zu Deutschland) mit
>Visa für Menschen aus Ex-Kolonien, also Indien, Pakistan, Jamaica, etc, weshalb
>man das UK auch ungern in den Schengen-Verbund einlassen würde.

Allerdings ist man da auch nicht mehr so grosszuegig wie frueher, und
es gibt - IIRC - sogar seit den 70er Jahren Praemien fuer Briten aus
Kolonialgebieten, wenn sie wieder zurueckgehen.

Allerdings haben sowohl Frankreich als auch das UK nicht nur Freude
mit denjenigen, die aus den ehemaligen Kolonien in das Mutterland
gekommen sind, da es da auch immer wieder zu Spannungen
verschiedenster Arten kommt. Ich moechte mir auch lieber nicht
vorstellen, was in manchen Gegenden geschehen wird, wenn es zu einem
richtigen Krieg zwischen Indien und Pakistan kommt.

Aber Deutschland hat in dieser Hinsicht natuerlich auch nicht das
Problem, ueber lange Zeit grosse Kolonien besessen zu haben ... den
Platz an der Sonne gab es ja nur sehr kurz.

Gruss Gunter

Gunter Kuhnle

unread,
Jun 20, 2002, 10:40:06 AM6/20/02
to
* Hucklenbroich01 <hucklen...@aol.com> wrote:
>Uups, ich hatte die Begriffe jetzt synonym verwendet. Man gibt natürlich die
>Staatsangehörigkeit an. Wo muß man denn beides angeben? Im Zweifel war in dem
>Formular der Uni mit "Nationalität" doch sicher "Staatsangehörigkeit" gemeint ?

In meinem Reisepass steht Staatsangehoerigkeit/Nationality/Nationalite
- waere die Staatsbuergerschaft nicht eher die 'Citizenship'?

Gruss Gunter

Hucklenbroich01

unread,
Jun 20, 2002, 10:54:51 AM6/20/02
to
>
>In meinem Reisepass steht Staatsangehoerigkeit/Nationality/Nationalite
>- waere die Staatsbuergerschaft nicht eher die 'Citizenship'?

Ja, wahrscheinlich.
"Citizens" sind aber auch "Bürger" von Städten, etc.

Ich wollte halt nur sagen, daß es auf deutsch "Staatsangehörigkeit" heißt, und
gleich dahinter auf englisch "Nationality", was unzweifelhaft "Nationalität"
ist. Also meines Erachtens sind die Begriffe im Behördendeutsch synonym.

Viele Grüße,

Frank

Malte Rogacki

unread,
Jun 20, 2002, 11:09:29 AM6/20/02
to
Hucklenbroich01 <hucklen...@aol.com> wrote:

> >Weswegen man ja sowohl "Staatsangehörigkeit" als auch "Nationalität"
> >angibt. Nach meinem Verständnis würde sich das von Dir geschriebene auf
> >die Staatsangehörigkeit beziehen, nicht auf die Nationalität.
>
> Uups, ich hatte die Begriffe jetzt synonym verwendet. Man gibt natürlich die
> Staatsangehörigkeit an. Wo muß man denn beides angeben?

Wie gesagt, an meiner Hochschule. Wobei ich nicht weiß, inwieweit diese
Angabe evtl. freiwillig ist.

> Im Zweifel war in dem Formular der Uni mit "Nationalität" doch sicher
> "Staatsangehörigkeit" gemeint?

Es würde wohl wenig Sinn ergeben, auf einem Formular unmittelbar
hintereinander zweimal quasi dieselbe Information abzufordern, oder?

> >Man sollte nicht vergessen, daß es in Europa (und auch in Deutschland)
> >Nationen bzw. Völker gibt, die keinen >"eigenen" Staat besitzen.
>
> Welche Nationen gibt es denn innerhalb Deutschlands? Völker gibt's viele (je
> nach Definition), aber Nationen? Meiner Auffassung nach ist eine Nation das
> gleiche wie ein Staat, aber ich will da jetzt nicht Haarspalten.

In Bautzen gibt es z.B. sowohl die "Stiftung für das sorbische Volk" als
auch das "Sorbische Nationalensemble". Letzteres wäre wohl schwer
denkbar, wenn es denn keine sorbische Nation gäbe.

Ich denke mal, daß das ein etwas diffiziles Begriffsproblem (und
Definitionsproblem) ist. Wir haben hier Dinge wie eine "Innendefinition"
und eine "Außendefinition". Sprich: Eine Gruppe kann sich selbst als
Volk oder auch als Nation definieren; aber dieser Definition muß nicht
notwendigerweise von anderen gefolgt werden.

> Klar sind Basken und Kurden eigenständige Völker, aber Nationen oder
> Staaten sind sie eben nicht, zumindest werden sie als solche vom
> überwiegenden Teil der Staatengemeinschaft nicht anerkannt.

Staat und Nation scheinen mir nun eben nicht deckungsgleich zu sein. Das
Verwirrende ist, daß alle diese Begriffe (Volk, Nation, Staat) mit
wechselnden Bedeutungen gebraucht werden.

> Ich glaube aber, daß im überwiegenden Sprachgebrauch "Staatsangehörigkeit"
> und "Nationalität" in Formularen bzw. im Behördendeutsch synonym verwendet
> werden. Im Personalausweis steht z.B: "Staatsangehörigkeit / Nationality /
> Nationalitee: Deutsch"

Im überwiegenden Sprachgebrauch mag das so sein; nur gibt es eben
offenbar Bereiche, in denen das nicht so ist.

Gunter Kuhnle

unread,
Jun 20, 2002, 11:15:04 AM6/20/02
to
* Patrick Dardar <da...@egalwaat.lu> wrote:
>> Btw: hat man Fragen nach 'ethnicity' oder 'race' eigentlich
>> inzwischen auch in Deutschland oder anderen europaeischen Staaten
>> als Standardfrage in Selbstauskunftsboegen?
>Ist mir bis jetzt noch nie aufgefallen und ich hoffe, dass es so auch
>bleiben wird. Solch eine Frage hat da auch nichts zu suchen.

Warum? Willst Du auch nicht angeben ob Du maennlich oder weiblich
bist?

Gruss Gunter

Gunter Kuhnle

unread,
Jun 20, 2002, 11:43:38 AM6/20/02
to
* Jens Haug <jens.nos...@loop.de> wrote:
>> Wobei die Frage nach der 'ethnicity' manchmal durchaus sinnvoll waere,
>> z.B. fuer Statistiken im Gesundheitsbereich
>Wie das?

In London gibt es Plakate, wonach Schwarze haeufiger an Nierenleiden
erkranken und daher entsprechende Spender gesucht werden. Ich bin nun
kein Fachman in Organtransplantation und Nierenleiden, aber ich kann
mir durchaus vorstellen, dass es hier Zusammenhaenge gibt, die u.a.
auch mit der 'ethnicity' zusammenhaengen, ebenso wie z.B.
Blutgruppenverteilungen etc (was z.B. die Vorratshaltung beeinflussen
koennte).

Gruss Gunter

Pether Hubert

unread,
Jun 20, 2002, 12:11:32 PM6/20/02
to
ga...@gacki.sax.de (Malte Rogacki) writes:
> In Bautzen gibt es z.B. sowohl die "Stiftung für das sorbische Volk"
> als auch das "Sorbische Nationalensemble". Letzteres wäre wohl
> schwer denkbar, wenn es denn keine sorbische Nation gäbe.

Das bedeutet nicht, daß die sorbische Nation existiert. Sonst könnte
man ja auch aus der Existenz der "Arminia Bielefeld" (die ich selbst
schon hab spielen sehen) Schlüsse ziehen, die bekanntermaßen völlig
falsch sind.

Ciao,

Pether
--
Vertrauen versetzt Berge von Inventar. (Erwerbsregel 104)

Matthias Esken

unread,
Jun 18, 2002, 11:25:49 AM6/18/02
to
"Uli Altona" <uli.a...@labaqs.de> schrieb:

> Stimmt es, dass der Pantoffelhersteller "Birkenstock" ebendort zu finden
> ist?

Birckenstock ist zumindest von der Geschäftsführung her gar nie nicht
alternativ sondern brutalst kapitalistisch. Um einen Betriebsrat zu
verhindern wurden da schon Abteilungen als eigenständige Betriebe
ausgelagert.

Gruß,
Matthias

Joerg Paulsen

unread,
Jun 20, 2002, 2:40:43 PM6/20/02
to
Moin!

"Matthias Esken" schrieb:
[was ueber Birkenstock]

Pst, lass das nicht den Sepp höhren/lesen. ;-)

SCNR
Joerg


Matthias Warkus

unread,
Jun 20, 2002, 2:08:06 PM6/20/02
to
It was the 20 Jun 2002 14:33:32 GMT...

...and Gunter Kuhnle <gun...@elnhuk.org> wrote:
> >In Deutschland gibt es nur die Frage nach Staatsbürgerschaft.
>
> Wobei die Frage nach der 'ethnicity' manchmal durchaus sinnvoll waere,
> z.B. fuer Statistiken im Gesundheitsbereich oder zur Identifikation.

In der kompletten Asylverwaltung werden Nationalität und Ethnie immer
in einem Atemzug genannt. Beliebte Kombinationen sind z.B.
"jugoslawisch/serbisch" oder "jugoslawisch (Kosovo) / Roma".

mawa,
sich noch gut an die unleserlichen Faxe von der Ausländerbehörde erinnernd
--
HELP PREVENT UNNECESSARY DEATH #1:
Should you find something soggy dangling from your mouth when
regaining consciousness after coughing explosively, don't panic.
These are your lungs. Inhale sharply to suck them back in.

Matthias Warkus

unread,
Jun 20, 2002, 2:09:42 PM6/20/02
to
It was the Thu, 20 Jun 2002 14:09:41 +0200...

...and Malte Rogacki <ga...@gacki.sax.de> wrote:
> Mit Staaten allerdings auch nicht unbedingt. Nationalität: kurdisch z.B.

Deshalb die Trennung Staatsangehörigkeit / Ethnie auf den Formularen
der Ausländerverwaltung. In diesem Falle dann "türkisch / kurdisch"
oder "irakisch / kurdisch".

mawa

Matthias Esken

unread,
Jun 20, 2002, 5:54:40 PM6/20/02
to
"Joerg Paulsen" <dr.m...@worldonline.de> schrieb:

> "Matthias Esken" schrieb:
> [was ueber Birkenstock]
>
> Pst, lass das nicht den Sepp höhren/lesen. ;-)

Ach, der ist gar nicht so schlimm wie er scheint bzw. wie man ihn macht.

Gruß,
Matthias

André Schneider

unread,
Jun 21, 2002, 2:00:01 AM6/21/02
to
Cornell Binder <co...@dafhs.org> schrieb:

> "Brauchtumspflege" würde ich nicht mit Nationalität
> gleichsetzen. Ich habe zwar noch nie explizit danach
> gefragt, doch es wäre mir bestimmt aufgefallen, wenn
> hier irgendwo im Unfeld jemand "sorbisch" als
> Nationalität in irgendwelchen Formularen stehen hätte.

Wenn es ein Formular gibt wo du Deutsch reinschreiben würdest,
schreibt ein Sorbe eben Sorbisch rein.
Dann gibt es im Norden noch ein paar Dänen und der Rest ist dann
Deutsch.
Sorbisch ist eine Nationalität auch wenn es keine eigenständige
Nation Sorben gibt.
Mit Brauchtum hat das bei den Sorben nix zu tun, die sind da
wesentlich "militanter" und nehmen ihren Nationalstolz schon ziemlich
ernst.
--
Ciao
André
http://andre-schneider.net < Foren zur XI420 und zu sageKHK
http://saitenkatalog.de < Saiten für alle Instrumente

Hucklenbroich01

unread,
Jun 21, 2002, 2:08:35 AM6/21/02
to
>> Wobei die Frage nach der 'ethnicity' manchmal durchaus sinnvoll waere,
>> z.B. fuer Statistiken im Gesundheitsbereich
>
>Wie das?

Es gibt z.B. gewisse Erbkrankheiten, die überwiegend bei Schwarzen bzw. Asiaten
oder Weißen auftreten.
Bei Schwarzen z.B. Sichelzellenanämie, eine spezielle Art der Blutarmut.
Schwangere Frauen Afro-Karibischer Herkunft werden im UK daraufhin getestet,
Weiße und Asiaten nicht.
Oder bei Asiaten gibt es z.B. häufiger Allergien gegen Milcheiweiß.

Viele Grüße,

Frank

Hucklenbroich01

unread,
Jun 21, 2002, 2:14:00 AM6/21/02
to
>In Bautzen gibt es z.B. sowohl die "Stiftung für das sorbische Volk" als
>auch das "Sorbische Nationalensemble". Letzteres wäre wohl schwer
>denkbar, wenn es denn keine sorbische Nation gäbe.

>. Wir haben hier Dinge wie eine "Innendefinition"


>und eine "Außendefinition". Sprich: Eine Gruppe kann sich selbst als
>Volk oder auch als Nation definieren; aber dieser Definition muß nicht
>notwendigerweise von anderen gefolgt werden.

D'accord!
In der "Innendefinition" gibts das mit Sicherheit bei vielen Völkern, die
eigene Nationen proklamieren, aber eben kein anerkannter Staat sind (im Sinne
der UNO).

Aber Du hast schon recht, die Begriffe werden oft uneinheitlich vermischt.

Viele Grüße,

Frank

André Schneider

unread,
Jun 21, 2002, 2:30:01 AM6/21/02
to
hucklen...@aol.com (Hucklenbroich01) schrieb:

> Oder bei Asiaten gibt es z.B. häufiger Allergien gegen
> Milcheiweiß.

Haben diese Laktoseunverträglichkeit nicht alle Asiaten, Schwarze und
American Natives (also Indianer, sorry)?

Hucklenbroich01

unread,
Jun 21, 2002, 3:44:15 AM6/21/02
to
>Um einen Betriebsrat zu
>verhindern wurden da schon Abteilungen als eigenständige Betriebe
>ausgelagert.
>

...was aber bei sehr, sehr vielen großen Firmen Gang und gebe ist. Außerdem
haben kleine Betriebe den Vorteil (für den Betrieb, weil's Geld spart), daß die
Anforderungen an die Publizität (?) der Bilanz niederiger sind.

Ab einer bestimmten Betriebsgröße (hängt u.a. vom Umsatz ab) müssen mehr
interne Zahlen veröffentlicht werden, und das machen die Betriebe nicht so
gern.

Deshalb würde ich ein Unternehmen aber nicht in die rechte Ecke Stellen.
"Harter" Kapitalismus und Nazitum sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe,
und wer als großer Global Player auf dem Weltmarkt agieren will, der kann sich
nationalistisches Gesumsel gar nicht erlauben.

Viele Grüße,

Frank

Patrick Dardar

unread,
Jun 20, 2002, 3:44:04 PM6/20/02
to
Gunter Kuhnle wrote:
>>> Btw: hat man Fragen nach 'ethnicity' oder 'race' eigentlich
>>> inzwischen auch in Deutschland oder anderen europaeischen Staaten
>>> als Standardfrage in Selbstauskunftsboegen?
>> Ist mir bis jetzt noch nie aufgefallen und ich hoffe, dass es so auch
>> bleiben wird. Solch eine Frage hat da auch nichts zu suchen.
> Warum? Willst Du auch nicht angeben ob Du maennlich oder weiblich
> bist?

Ja, aber wieso das denn? DAS ist doch was gaaanz anderes, denn...

...moment, eigentlich ja auch, aber nein, oder doch? nein, ach...

...hmm, da muss ich mir was ganz Gescheites überlegen...

Ich habs! Wenn du dich bei McDonalds bewirbst, müssen die doch wissen,
ob du einen Rock oder eine Hose tragen wirst. Nach Rasse wird dort doch
wohl nicht gefragt?

Pa ;)

--
50 Funny Things to Do in an Elevator

30. Ask each passenger getting on if you can push
the button for them.

Hucklenbroich01

unread,
Jun 21, 2002, 3:50:14 AM6/21/02
to
>> Bei Schwarzen z.B. Sichelzellenanämie,
>
>Ich dachte, das wäre nur bei einzelnen afrikanischen Völkern so häufig,
>nicht aber bei Schwarzen allgemein.
>

Mag sein, aber frag mal einen in England lebenden Schwarzen, von welchem
afrikanischen Volk er abstammt. Das wird er in den meisten Fällen gar nicht
wissen können, da die schwarzen Briten zum größten Teil nachfahren der
afrikanischen Sklaven sind, die in die Karibik verschleppt wurden und sich ein
paar hundert Jahre später in Großbritannien niedergelassen haben.
Als nationale Identität wird dann auch "Carribean" gesehen, und nicht Ghana
oder Nigeria oder Benin...
Außerdem dürfte sich das in der Karibik und auch im UK und den USA im Laufe der
Jahrhunderte so vermischt haben, daß es kaum noch "reine" Nachfahren
irgendwelcher Stämme und Völker gibt.

In Afrika schon, aber nicht in Amerika oder UK. Und weil man eben lieber auf
Nummer sicher geht, testet man alle Schwarzen auf diese Krankheit.

Viele Grüße,

Frank

André Schneider

unread,
Jun 21, 2002, 4:30:01 AM6/21/02
to
Cornell Binder <co...@dafhs.org> schrieb:

>> Mit Brauchtum hat das bei den Sorben nix zu tun, die sind da
>> wesentlich "militanter" und nehmen ihren Nationalstolz schon
>> ziemlich ernst.
>

> Du hast die " gesehen? Ansonsten kann ich von Militanz hier
> nichts spüren. Es gab nur eine Irritation als auf einmal
> ein Konkurrenzverband zur Domowina gegründet werden sollte.
> Das war's aber auch schon.

"Militant" sollte nix Negatives sein, ist nur eine Floskel für
jemanden der eine Sache mit einem bestimmten Nachdruck verfolgt.
Deshalb auch die Gänsefüßchen.
Nicht dass jetzt der Zentralrat der Sorben....!? ;-)

> Darüber, daß "das Sorbische" ausstirbt, brauchen wir wohl
> nicht zu reden. Es gibt zwar jede Menge Unterstützung des
> Landes Brandenburg ( was Sachsen macht, weiß ich nicht )
> aber das Hilft trotzdem alles nicht, wenn sich die Jugend
> nicht weiter dafür interessiert.

Zumindest die Sprache wird wohl nicht mehr lange existieren, das
Brauchtum verschwindet sicher nicht so schnell.

> Die Sorben verschwinden nicht wirklich. Gewissen Traditionen
> werden auch weiterhin am Leben erhalten und auch von Nicht-
> Sorben übernommen. Doch verkommt sowas eben immer mehr zu
> "Brauchtumspflege" als das eine Minderheit echt überlebt.

Das Ostereierbemalen war doch eine sorbische Erfindung, oder UL?
(Und damit wieder OnT)

BTW: Habe mal das Subject geändert, ist mittlerweile schon etwas weit
weg vom Thema.

Axel Werner

unread,
Jun 21, 2002, 4:39:04 AM6/21/02
to
Moin Frank,

Kürzlich verlautbarte
hucklen...@aol.com (Hucklenbroich01)
<20020621020835...@mb-ca.aol.com>:
>...


>Weiße und Asiaten nicht.
>Oder bei Asiaten gibt es z.B. häufiger Allergien gegen Milcheiweiß.

>...

Du meinst wahrscheinlich die Laktoseintoleranz. Das ist weltweit eher
der Normalzustand, weil mit dem Verlassen des Säuglingsalters die
Laktaseproduktion abnimmt.
Wir Hellhäutigen sind eher die Ausnahme, weil bei vielen von uns noch
Laktase produziert wird, was die Milch für uns verträglich macht.

Deswegen gab's immer wieder Probleme, wenn aus wohlgemeinter
Hilfsbereitschaft Milchpulver in Entwicklungsländer geschickt wurde.


Eine kleine Literaturempfehlung zum Thema wäre:

Marvin Harris
Wohlgeschmack und Widerwillen
Die Rätsel der Nahrungstabus
Verlag:Klett-Cotta

Gruß

Axel

Patrick Dardar

unread,
Jun 21, 2002, 7:53:52 AM6/21/02
to
Hucklenbroich01 wrote:
> In den USA hingegen gibt es z.B. an einigen Schulen Stipendien, die
> nur bestimmten Ethnien zu gute kommen (z.B. um Minderheiten zu
> fördern), und da macht die Frage nach "Ethnics" schon Sinn...

Das ist für mich eine Art von Rassismus, da eine "Rasse" der anderen
bevorzugt wird, ob das jetzt eine Minderheit ist, ist egal.

Wenn jeder gleich ist, soll auch jeder gleich sein.
(hmm, klingt irgendwie nicht so toll formuliert ;) )

Pa

--
50 Funny Things to Do in an Elevator

28. Burp, and then say "mmmm...tasty!"

Malte Rogacki

unread,
Jun 21, 2002, 12:57:29 PM6/21/02
to
Cornell Binder <co...@dafhs.org> wrote:

> Malte Rogacki <ga...@gacki.sax.de> tat schreiben tun:


> >
> > In Bautzen gibt es z.B. sowohl die "Stiftung für das sorbische Volk" als
> > auch das "Sorbische Nationalensemble". Letzteres wäre wohl schwer
> > denkbar, wenn es denn keine sorbische Nation gäbe.
>

> "Brauchtumspflege" würde ich nicht mit Nationalität
> gleichsetzen. Ich habe zwar noch nie explizit danach
> gefragt, doch es wäre mir bestimmt aufgefallen, wenn
> hier irgendwo im Unfeld jemand "sorbisch" als
> Nationalität in irgendwelchen Formularen stehen hätte.
>

> Das reizt mich regelrecht da mal nachzuhaken.

Heute mal nachgefragt: Der Betreffende erklärte, daß die Sorben sich in
der Tat als eigene Nationalität, nicht aber als eigene Nation
verstünden.

Malte Rogacki

unread,
Jun 21, 2002, 12:57:30 PM6/21/02
to
Cornell Binder <co...@dafhs.org> wrote:

[...]

> > Mit Brauchtum hat das bei den Sorben nix zu tun, die sind da
> > wesentlich "militanter" und nehmen ihren Nationalstolz schon ziemlich
> > ernst.
>

> Du hast die " gesehen? Ansonsten kann ich von Militanz hier
> nichts spüren. Es gab nur eine Irritation als auf einmal
> ein Konkurrenzverband zur Domowina gegründet werden sollte.
> Das war's aber auch schon.

Nun, ich habe mit jemandem zusammengearbeitet, der in jüngeren Jahren
(nach eigener Auskunft) als "sorbischer Nationalist" gegolten hatte.

> Darüber, daß "das Sorbische" ausstirbt, brauchen wir wohl
> nicht zu reden. Es gibt zwar jede Menge Unterstützung des
> Landes Brandenburg ( was Sachsen macht, weiß ich nicht )
> aber das Hilft trotzdem alles nicht, wenn sich die Jugend
> nicht weiter dafür interessiert.

Das ist aber regional stark unterschiedlich (Niederlausitz/Oberlausitz).
Wenn ich das richtig einschätze, ist das Obersorbische weitaus weniger
"vom Aussterben bedroht" als das Niedersorbische. Zumindest in der
Oberlausitz habe ich ziemlich ausgeprägtes sorbisches Bewußtsein
kennengelernt, ohne daß das nun unbedingt mit "sorbischem Brauchtum" im
herkömmlichen Sinne einhergehen müßte.

> Die Sorben verschwinden nicht wirklich. Gewissen Traditionen
> werden auch weiterhin am Leben erhalten und auch von Nicht-
> Sorben übernommen. Doch verkommt sowas eben immer mehr zu
> "Brauchtumspflege" als das eine Minderheit echt überlebt.

Die Traditionen und Überlieferungen sind doch nur ein Teil der Medaille;
darüber hinaus gibt es aber wesentlich mehr, angefangen von Zeitungen
über Rundfunk bis zu Theater, Musik usw. Und untereinander sprechen die
Sorben schon sorbisch, auch die Jugend.

Andreas Ferber

unread,
Jun 21, 2002, 1:43:21 PM6/21/02
to
* Patrick Dardar <da...@egalwaat.lu> schrieb:

>
> Ich habs! Wenn du dich bei McDonalds bewirbst, müssen die doch wissen,
> ob du einen Rock oder eine Hose tragen wirst. Nach Rasse wird dort doch
> wohl nicht gefragt?

Schotten?

Andreas
--
Andreas Ferber - dev/consulting GmbH - Bielefeld, FRG
---------------------------------------------------------
+49 521 1365800 - a...@devcon.net - www.devcon.net

Klaus Fabritius

unread,
Jun 22, 2002, 4:22:30 AM6/22/02
to
Jens Haug <jens.nos...@loop.de> wrote:
> Juergen Nieveler wrote:
>
>> Germanien ist groß - bist Du Westfale, Rheinländer, Sachse,
>> Emsländer...?
>
> Keine Ahnung. Irgend ein Mischling wahrscheinlich.

;-)

> BTW, AFAIK kommt der germanische Begriff "Volk" einfach von "folgen",
> also zum Volk gehörte jeder, der halt mitmachte, egal von wo er kam.

Der Herkunft des Begriffes "Volk" kenne ich leider nicht, aber die
"Großzügigkeit" bzgl. wer zum Stamm gehört ist bei den Germanen in den
Wanderungszeiten durchaus gegeben. Man spricht unter Historikern
deswegen ungern von Stämmen oder Völkern, sondern eher von "gentilen
Verbänden oder Gruppen".

Die langobardische /fara/ zB. war eine Fahrtgemeinschaft, wer mitwollte,
kam halt mit. Die Goten Theoderichs d.G. bestanden aus locker einem
Dutzend verschiedenster "Völker" u.a. auch Römern: eine
Interessensgemeinschaft. Wer mitmachte, war einer von ihnen. Ein
durchaus symphatische Sichtweise.


-kfk

--
7.9.2039. "Simtepp" ist ein Computer, der Schwachsin simuliert um unbehelligt
zu bleiben. Im gleichen Aufwaschen habe ich auch erfahren, was "Desimul" be-
deutet. Ganz einfach: das ist einer, der so tut, als ob er gar nicht so taete,
als ob er defekt waere... Stanislaw Lem, Der futurologische Kongress, 1972

Gerald Gruner

unread,
Jun 22, 2002, 9:46:45 AM6/22/02
to
Am 18 Jun 2002 schrieb Carsten Kosthorst:

> BTW, wie ist eigentlich der politisch korrekte Ausdruck für "Weiße"?

Farblich Herausgeforderte...

SCNR

MfG
Gerald

--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Marco Gietz

unread,
Jun 22, 2002, 12:19:58 PM6/22/02
to

Patrick Dardar <da...@egalwaat.lu> schrieb:

> > In den USA hingegen gibt es z.B. an einigen Schulen Stipendien, die
> > nur bestimmten Ethnien zu gute kommen (z.B. um Minderheiten zu
> > fördern), und da macht die Frage nach "Ethnics" schon Sinn...
>
> Das ist für mich eine Art von Rassismus, da eine "Rasse" der anderen
> bevorzugt wird, ob das jetzt eine Minderheit ist, ist egal.
>

Ist dasselbe wie mit der Frauenquote, die, wenn sie streng durchgeführt
wird, eben gerade geschlechterdiskriminierend ist, weil ein Mann gar
keine Chance auf die Stelle hat, bis die Quote erreicht ist.

Gruß
Marco


Marco Gietz

unread,
Jun 22, 2002, 12:24:49 PM6/22/02
to

Hucklenbroich01 <hucklen...@aol.com> schrieb:

>
> Deshalb würde ich ein Unternehmen aber nicht in die rechte Ecke
Stellen.
> "Harter" Kapitalismus und Nazitum sind zwei völlig verschiedene Paar
Schuhe,


Sogar in gewisser Weise gegensätzlich. Die Nazis nannten sich nämlich
nicht nur National_sozialisten_, sondern waren es auch. Sie brachten
z.B. große Fortschritte in der betrieblichen Mitbestimmung, der
Birkenstock nach dem, was hier bisher geschrieben wurde, gerade entgehen
will.

Gruß
MArco


Joerg Paulsen

unread,
Jun 22, 2002, 3:57:34 PM6/22/02
to
Moin, Moin!

"Marco Gietz" schrieb:


> Sogar in gewisser Weise gegensätzlich. Die Nazis nannten sich nämlich
> nicht nur National_sozialisten_, sondern waren es auch. Sie brachten

> z.B. große Fortschritte in der betrieblichen Mitbestimmung ...

Ach ja? Wollte der deutsche Arbeiter die Aufruestung? Wann, wie und wo
konnte wer mit bestimmen? Durften deutsche Arbeiter juedischen Glaubens auch
mitbestimmen?

Fragen ueber Fragen
Joerg


Jakob Krieger

unread,
Jun 22, 2002, 8:00:00 PM6/22/02
to
(Marco Gietz 22.06.02)


> ... Die Nazis nannten sich


> nämlich nicht nur National_sozialisten_, sondern waren es auch.
> Sie brachten z.B. große Fortschritte in der betrieblichen
> Mitbestimmung, der Birkenstock nach dem, was hier bisher
> geschrieben wurde, gerade entgehen will.

Schwachsinn. Wer hat die diesen Quatsch erzählt?

Deren 'Mitbestimmung' sah so aus, dass gleichgeschaltete
Parteikader in den Betrieben als 'Arbeitervertreter' auftraten
und dort 'mitbestimmten', was ihnen von oben aufgetragen wurde.

Im Gegenteil: Im III. Reich wurden die Gewerkschaften verboten,
deren Funktionäre ins KZ gesperrt, und statt Geld für Arbeit
wurde Zwangsarbeit institutionalisiert. Und zu guter Letzt
wurden die KdF-Ansparkonnten für das Arbeiterauto auch noch
beschlagnahmt.


So, und jetzt bist du dran und kannst mir die Fortschritte
in der betrieblichen Mitbestimmung mal nennen, wenn du kannst.


JK

Marco Gietz

unread,
Jun 23, 2002, 4:26:41 AM6/23/02
to

Jakob Krieger <j...@dashdotcom.de> schrieb:

>
> Schwachsinn. Wer hat die diesen Quatsch erzählt?

Mein Arbeitsrechtsprofessor. Glaubte ich zumindest, kann aber auch sein,
dass ich irgend etwas falsch mitbekommen habe.

>
> Deren 'Mitbestimmung' sah so aus, dass gleichgeschaltete
> Parteikader in den Betrieben als 'Arbeitervertreter' auftraten
> und dort 'mitbestimmten', was ihnen von oben aufgetragen wurde.
>
> Im Gegenteil: Im III. Reich wurden die Gewerkschaften verboten,
> deren Funktionäre ins KZ gesperrt, und statt Geld für Arbeit
> wurde Zwangsarbeit institutionalisiert. Und zu guter Letzt
> wurden die KdF-Ansparkonnten für das Arbeiterauto auch noch
> beschlagnahmt.
>

Aber der Unterschied zwischen Gewerkschaften und betrieblicher
Mitbestimmung ist schon klar, ja?

>
> So, und jetzt bist du dran und kannst mir die Fortschritte
> in der betrieblichen Mitbestimmung mal nennen, wenn du kannst.
>

Nee, kann ich nicht, zumindest so früh am Morgen (ich finde, für Sonntag
ist es wirklich früh). Deshalb gebe ich mich geschlagen.

Gruß
Marco


Matthias Warkus

unread,
Jun 23, 2002, 5:17:35 AM6/23/02
to
It was the Sat, 22 Jun 2002 18:24:49 +0200...

...and Marco Gietz <Marco...@web.de> wrote:
> Sogar in gewisser Weise gegensätzlich. Die Nazis nannten sich nämlich
> nicht nur National_sozialisten_, sondern waren es auch. Sie brachten
> z.B. große Fortschritte in der betrieblichen Mitbestimmung, der
> Birkenstock nach dem, was hier bisher geschrieben wurde, gerade entgehen
> will.

An dieser Stelle möchte ich mich jeden Kommentars enthalten und
einfach ganz vorsichtig nachfragen, welcher Art denn diese
Fortschritte waren.

mawa
--
In times of crisis you can always depend on that lass to reveal hidden
depths of indifference.

-- Andy Capp

Jakob Krieger

unread,
Jun 22, 2002, 8:00:00 PM6/22/02
to
(Marco Gietz 23.06.02)


>> Schwachsinn. Wer hat die diesen Quatsch erzählt?

> Mein Arbeitsrechtsprofessor.

Oh, oh.

> Glaubte ich zumindest, kann aber auch sein, dass ich irgend
> etwas falsch mitbekommen habe.

Na, ich will hier jetzt keine Schlammschlacht a la Politik-NG
lostreten, aber die Aussage ist schon mehr als bedenklich.


>> Deren 'Mitbestimmung' sah so aus, dass gleichgeschaltete
>> Parteikader in den Betrieben als 'Arbeitervertreter' auftraten
>> und dort 'mitbestimmten', was ihnen von oben aufgetragen wurde.
>>
>> Im Gegenteil: Im III. Reich wurden die Gewerkschaften verboten,
>> deren Funktionäre ins KZ gesperrt, und statt Geld für Arbeit
>> wurde Zwangsarbeit institutionalisiert. Und zu guter Letzt
>> wurden die KdF-Ansparkonnten für das Arbeiterauto auch noch
>> beschlagnahmt.

> Aber der Unterschied zwischen Gewerkschaften und betrieblicher
> Mitbestimmung ist schon klar, ja?

Schon. Dennoch gehört das Thema 'Gewerkschaften' zum Thema
'betriebliche Mitbestimmung' dazu.

Das Gewerkschaftsverbot war *ein* Schritt der Gleichschaltung.

Und die Konzentration der Schlüsselindustrien im III. Reich tat
ein Übriges, den industriellen Bereich dem Führerhauptquartier
möglichst unmittelbar zu unterstellen (gerade in Hinblick auf
Hochrüstung und Kriegsvorbereitung). Wirkliche Mitbestimmung
der Belegschaft wäre diesen Zielen doch sehr gegenläufig gewesen,
kannst du dieser Logik zustimmen?

Und genau deshalb wurden die Arbeitervertreter aus dem
gewerkschaftlichen Bereich durch Kader-Marionetten der NSDAP
ersetzt.


>> So, und jetzt bist du dran und kannst mir die Fortschritte
>> in der betrieblichen Mitbestimmung mal nennen, wenn du kannst.
>>
> Nee, kann ich nicht, zumindest so früh am Morgen (ich finde, für
> Sonntag ist es wirklich früh). Deshalb gebe ich mich geschlagen.

Für Sonntag ist jede Tageszeit früh ;o)


JK

Tilman Heckel

unread,
Jun 23, 2002, 4:03:08 PM6/23/02
to
Patrick Dardar <da...@egalwaat.lu> wrote:

> Wenn jeder gleich ist, soll auch jeder gleich sein.
> (hmm, klingt irgendwie nicht so toll formuliert ;) )

Irgendwo mal sinngemäß gelesen:
Gleichberechtigung bedeutet nicht einfach, dass jeder Kirschen pflücken
darf, sondern, dass der Zwerg eine Leiter kriegt.

Gruß
Til

--
Pisces (Feb. 19 - March 20): As long as people continue to ignore the
lessons of history, there's always a chance that you will one day find
love.

Ralph A. Schmid, DG5MEC

unread,
Jun 24, 2002, 3:30:20 AM6/24/02
to
"Marco Gietz" <Marco...@web.de> wrote:

>
>Jakob Krieger <j...@dashdotcom.de> schrieb:
>>
>> Schwachsinn. Wer hat die diesen Quatsch erzählt?
>
>Mein Arbeitsrechtsprofessor. Glaubte ich zumindest, kann aber auch sein,
>dass ich irgend etwas falsch mitbekommen habe.

Hmmm...das, was man sich unvorbelastet unter Nationalsozialismus
vorstellt (also rein nach der Bedeutung des Wortes) muß gar nicht mal
sooo schlecht sein...nur war das damals kein NAtionalsozialismus, sie
haben es nur so genannt...

regards - Ralph

--

Want to get in touch? http://www.dg5mec.de/whereisralph.txt

Hucklenbroich01

unread,
Jun 24, 2002, 5:34:01 AM6/24/02
to
>nicht nur National_sozialisten_, sondern waren es auch. Sie brachten
>z.B. große Fortschritte in der betrieblichen Mitbestimmung, der
>Birkenstock nach dem, was hier bisher geschrieben wurde, gerade entgehen
>will.
>

Daß es den Nazis um Mitbestimmung ging, daran habe ich Zweifel. Es sei denn die
Arbeiter waren Deutsche und der Fabrikant Jude, dann war das sicher ein schöner
Vorwand zur Enteignung.

Außerdem haben die Nazis viele wichtige Firmen verstaatlicht, was sicher nicht
im Interesse der Kapitalisten ist, und da hast Du mit dem "Sozialismus" schon
recht.

Aber Mitbestimmung in Betrieben, die im Krieg nachweislich Zwangsarbeiter
eingesetzt haben?

Grüße, Frank

Pether Hubert

unread,
Jun 24, 2002, 9:34:23 AM6/24/02
to
hucklen...@aol.com (Hucklenbroich01) writes:
> Es sei denn die Arbeiter waren Deutsche und der Fabrikant Jude,

Waren denn die Juden keine Deutschen?

Ciao,

Pether
--
Das wunderschönste an einem Baum ist, was Du mit ihm machst, nachdem
Du ihn gefällt hast. (Erwerbsregel 77)

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