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Zollkontrolle

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Matthias Warken

unread,
Feb 28, 2004, 6:32:55 PM2/28/04
to
Moinsen!

Zunächst wollte ich mal Hallo sagen, da ich zwar schon geraume Zeit
mitlese, aber nocht nicht großartig was gepostet habe, wenn überhaupt...

Nun zu einer Geschichte, die ich gehört habe, die aber verdächtig nach
UL klingt:
Eine Freundin meiner Freundin berichetete mir, einer ihrer Bekannten sei
ins Ausland verreist. Soweit ich mich erinnere war es die Chweiz.
Knackpunkt war, daß der gute Mann keinen Perso oder Pass dabei hatte. Da
er nicht kontrolliert wurde, störte das bei der Einreise zunächst recht
wenig. Hingegen auf der Rückreise, wo dies dann der Fall war, schon.
Naja. Er verbrachte dann einige Zeit auf dem Zollamt, machte Angaben,
wer er sei und pipapo. Für die Überprüfung seiner Angaben benötigten die
Beamten mehrere Stunden. Schließlich meinten sie, sie hätten alles
bestätigt gefunden und er könne Einreisen. Allerdings solle er doch mal
in der Unibibiliothek vorbeischauen und seine überfälligen Bücher
zurückgeben...

Für mich klingt das recht unglaubwürdig, daß der heutige Bürger schon so
gläsern sein soll, daß der Zoll oder auch irgendwer Zugriff auf die
ausgeliehenen Bücher in der Unibib haben soll. Was geschieht denn
überhaupt, wenn man ohne Ausweis 'draußen' ist und wieder 'rein' will?

Meinungen? Kommentare?

Grüße
Matthias

--
Enten legen ihre Eier in aller Stille. Hühner gackern wie verrückt. Und
die ganze Welt ißt Hühnereier. - Fields, William Claude

Thomas Waberzeck

unread,
Feb 28, 2004, 7:40:41 PM2/28/04
to
Matthias Warken, mwa...@students.uni-mainz.de wrote:
> Für mich klingt das recht unglaubwürdig, daß der heutige Bürger schon so
> gläsern sein soll, daß der Zoll oder auch irgendwer Zugriff auf die
> ausgeliehenen Bücher in der Unibib haben soll. Was geschieht denn
> überhaupt, wenn man ohne Ausweis 'draußen' ist und wieder 'rein' will?

UL: Erste Anlaufstelle ist das Einwohnermeldeamt - nicht die Uni. Selbst
wenn die aus irgendwelchen Gründen bei der Uni nachgefragt haben sollten -
normalerweise ist die Bibliothek organisatorisch unabhäng von der
Hochschule.

Selbst passiert:
1.
Mein Ausweis wurde Irland geklaut. Also bin ich dort zur Polizei gegangen,
hab mir das bestätigen lassen und bin mir diesem Schriebs nach FFM
geflogen. Im Flughafen in FFM steht ein Mann in Grün (BGS?) und will
Ausweise sehen. Entwerder wollte oder konnte er den Schriebs nicht
durchlesen und gab sich mit einer Erklärung zufrieden.

2.
Eine Gruppe Studis kämpft sich durch das Unterholz von Tchechien kommend
über die Grenze. Promt kommen 2 Grenzer vorbei und fragen ob alle Ausweise
dabei haben. Das gemeinschaftliche "ja" reichte offenbar - sehen wollten
sie keinen.


--
Achtung: - mails ohne "news" im Betreff werden ungelesen gelöscht. -
Danke Swen.

Volker Gringmuth

unread,
Feb 29, 2004, 1:43:47 AM2/29/04
to
Thomas Waberzeck (wabe...@ich-will-net.de) wrote:

> Mein Ausweis wurde Irland geklaut.

Ach du Schreck. Und was hat Irland dann gemacht, so ganz ohne Deinen
Ausweis? <scnr>

> Eine Gruppe Studis kämpft sich durch das Unterholz von Tchechien
> kommend über die Grenze. Promt kommen 2 Grenzer vorbei und fragen
> ob alle Ausweise dabei haben. Das gemeinschaftliche "ja" reichte
> offenbar - sehen wollten sie keinen.

Das ist doch nur menschenfreundlich :)

Solche Geschichten, wo Zöllner oder andere Überwachungsbeauftragte mal
ihren "netten Tag" haben, hab ich schon mehrere gehört. Weiß aber
nicht, was davon zu halten ist :)


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"...für sich alleine ist das Instrument schon recht einseitig" - "Eigentlich ist
es sogar extrem vielsaitig." (J.Haensch und W.Krietsch in drmm über die Harfe)

Matthias Warken

unread,
Feb 29, 2004, 5:01:05 AM2/29/04
to
Am 29.02.2004 01:40 schrieb Thomas Waberzeck:
> Matthias Warken, mwa...@students.uni-mainz.de wrote:
>> Für mich klingt das recht unglaubwürdig, daß der heutige Bürger schon so
>> gläsern sein soll, daß der Zoll oder auch irgendwer Zugriff auf die
>> ausgeliehenen Bücher in der Unibib haben soll. Was geschieht denn
>> überhaupt, wenn man ohne Ausweis 'draußen' ist und wieder 'rein' will?
>
> UL: Erste Anlaufstelle ist das Einwohnermeldeamt - nicht die Uni. Selbst
> wenn die aus irgendwelchen Gründen bei der Uni nachgefragt haben sollten -
> normalerweise ist die Bibliothek organisatorisch unabhäng von der
> Hochschule.

Ja, schon klar. Die Frage ist aber doch, ob die prinzipiell an solche
Daten rankommen können oder nicht. Ich kann mit kaum vorstellen, daß die
Daten der Unibib überhaupt per Netz irgendwem zugänglich gemacht sind.
Was sollte das bringen? Wenn sowas der Fall wäre, würde das wirklich für
eine hohe Gläsernheit des Bürgers sprechen...

> Selbst passiert:


> 2.
> Eine Gruppe Studis kämpft sich durch das Unterholz von Tchechien kommend
> über die Grenze.

Das ist dann aber heer die Ausnahme, als die Regel. Habe vor ein paar
Tagen noch fast ne halbe Stunde gewartet, bis sie an der
tschechisch-deutschen Grenze warten müssen, bis die endlich alle
Ausweise der Leute in meinem Reisebus kontrolliert hatten. Da viel mir
übrigens diese Geschichte wieder ein und uih beschloss, hier mal
nachzufragen :-)

Grüße
Matthias

--
Mallorcas Strände werden in den nächsten Jahren verschwinden weil der
Meeresspiegel steigt! Viele deutsche Touristen waren zuerst geschockt
sagten aber: Na dann kotzen wir halt demnächst direkt ins Wasser! - Elmi

Walter Janné

unread,
Feb 29, 2004, 5:59:40 AM2/29/04
to
Matthias Warken schrieb:

>Ich kann mit kaum vorstellen, daß die
>Daten der Unibib überhaupt per Netz irgendwem zugänglich gemacht sind.
>Was sollte das bringen?

Wenn Du Dich z.B. für Bücher mit folgenden Themen interessierst und das
kommt raus, wären u.U. verschiedene Organisationen aus Ländern mit
paranoiden Verfolgungstraumata an _Dir_ interessiert:

1. Sprengstoff leicht gemacht
2. Elektronik für Fortgeschrittene
3. Flugzeugnavigation

SCNR

Walter
--
Die 11 besten Gründe, Österreicher zu sein:
3. Auf Fernreisen hat keiner Vorurteile gegen dich,
weil noch nie jemand etwas von dem Land gehört hat
aus dem du kommst.

Mike Kesler

unread,
Feb 29, 2004, 6:18:07 AM2/29/04
to

Moin,

"Volker Gringmuth" schrieb:


>
> Solche Geschichten, wo Zöllner oder andere
Überwachungsbeauftragte
> mal ihren "netten Tag" haben, hab ich schon mehrere gehört. Weiß
> aber nicht, was davon zu halten ist :)

Nicht unbedingt was zum Thema "netter Tag", aber durchaus zum
Thema
"Zollbeamte und deren Arbeitsweise":

Ich als US-Staatsbürger war letztes Jahr wieder mal in den USA.
Bei
der Einreise an der Grenzkontrolle in Atlanta:

(Anm.d.Red.: Zum besseren Verständnis für des englischen nicht
mächtige Leser ins deutsche übersetzt).

Zoll: Guten Tag Herr Kesler, wo möchten Sie denn hin?
Ich : Nach Oklahoma, meine Eltern und meinen Bruder besuchen.
Zoll: Warum das denn?
Ich : Öhm, weil ich die schon länger nicht gesehen habe und mein
Bruder heiratet.
Zoll: Und warum leben Sie in Deutschland und nicht in der USA?
Ich : ...? Weil ich dort arbeite und lebe und Freunde habe und
so!?
Zoll: Aha. Und warum wollen Sie dann jetzt in die USA, wenns doch
in Deutschland so schön ist?
Ich : Hallo? Weil ich amerikaner bin und gerne meine Familie
besuchen würde?
Zoll: Ja warum wollen Sie denn gerade _jetzt_ Ihre Familie
besuchen?
Ich : ?!?

Ging noch ungefähr 10 Minuten so weiter, die Fragen wiederholten
sich ein paarmal und ich durfte dann schlussendlich einreisen.

2 Wochen später, an der Grenzkontrolle nach Europa in Paris. Ich
bin aus dem Flugzeug ausgestiegen und laufe gemütlich auf die
Kabine zu, in der ein sehr motiviert aussehender Grenzer sitzt,
der
seinen Kopf entspannt auf seinem rechten Arm aufstützt. Ich stehe
vor ihm, uns trennt eine Glasscheibe. Er guggt mich an:

Zoll: *gähn* Passport...
Ich : *Pass rauskram und noch nicht aufgeklappt hab*
Zoll: Merci... *mich durchwinkt*
Ich : Öhm, merci!
Zoll: *gähn*

Mi"Vollbart, vielleicht hats damit was zu tun"ke


Mike Kesler

unread,
Feb 29, 2004, 6:21:25 AM2/29/04
to
Moin,

"Volker Gringmuth" schrieb:


>
> Solche Geschichten, wo Zöllner oder andere
> Überwachungsbeauftragte mal ihren "netten Tag" haben, hab
> ich schon mehrere gehört. Weiß aber nicht, was davon zu halten
> ist :)

Nicht unbedingt was zum Thema "netter Tag", aber durchaus zum

Steve Völler

unread,
Feb 29, 2004, 6:29:08 AM2/29/04
to

> Nicht unbedingt was zum Thema "netter Tag", aber durchaus zum
> Thema "Zollbeamte und deren Arbeitsweise":
Da paßt auch das dazu:
<http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/16711/1.html>


Steve

--

http://www.voenger.de - Das unabhängige Black Metal WebZine
http://www.wehrmut.de - Etwas persönliches...

Peter Bruells

unread,
Feb 29, 2004, 6:35:07 AM2/29/04
to
"Mike Kesler" <ne...@blackmike.de> writes:

> Moin,
>
> "Volker Gringmuth" schrieb:
> >
> > Solche Geschichten, wo Zöllner oder andere
> > Überwachungsbeauftragte mal ihren "netten Tag" haben, hab
> > ich schon mehrere gehört. Weiß aber nicht, was davon zu halten
> > ist :)
>
> Nicht unbedingt was zum Thema "netter Tag", aber durchaus zum
> Thema "Zollbeamte und deren Arbeitsweise":
>
> Ich als US-Staatsbürger war letztes Jahr wieder mal in den USA.
> Bei der Einreise an der Grenzkontrolle in Atlanta:

....


>
> Ging noch ungefähr 10 Minuten so weiter, die Fragen wiederholten
> sich ein paarmal und ich durfte dann schlussendlich einreisen.
>
> 2 Wochen später, an der Grenzkontrolle nach Europa in Paris. Ich
> bin aus dem Flugzeug ausgestiegen und laufe gemütlich auf die
> Kabine zu, in der ein sehr motiviert aussehender Grenzer sitzt,
> der seinen Kopf entspannt auf seinem rechten Arm aufstützt. Ich
> stehe vor ihm, uns trennt eine Glasscheibe. Er guggt mich an:
>
> Zoll: *gähn* Passport...
> Ich : *Pass rauskram und noch nicht aufgeklappt hab*
> Zoll: Merci... *mich durchwinkt*
> Ich : Öhm, merci!
> Zoll: *gähn*
>
> Mi"Vollbart, vielleicht hats damit was zu tun"ke


Klar.. ganz offensichtlich ein Terrorist...

lutz feustel

unread,
Feb 29, 2004, 6:54:12 AM2/29/04
to
"Mike Kesler" <ne...@blackmike.de> wrote:

>Mi"Vollbart, vielleicht hats damit was zu tun"ke
>

Mir ist das Gegnteil passiert. Erste Einreise in die USA, maechtig
Schiss vorm IO, der winkt mich ran, fragt woher ich komme.
"Germany"
"I know, wich part?"
Er hatte Verwande in Bayern (wo sonst) und war ueberaus freundlich.
Aber ich hatte ja auch keinen Bart. :)

Lutz
--

Wuerde Dieter Bohlen mit Nachnamen nicht Bohlen
sondern Oben heissen, waere er an allem Schuld.

Walter Janné

unread,
Feb 29, 2004, 7:58:25 AM2/29/04
to
Mike Kesler schrieb:

>Ich als US-Staatsbürger war letztes Jahr wieder mal in den USA.
>Bei der Einreise an der Grenzkontrolle in Atlanta:

Interessant, daß sowas sogar Dir als Bürger der USA passiert.

Ist zwar schon ein paar Jahre her, aber als ich einreisen wollte und man
mir recht unhöflich hochnotpeinliche Fragen zu Einreise, Aufenthalt und
meiner finanziellen Mittel stellte, wurde der Ton und die Abfertigung
schlagartig besser um nicht zu sagen "servil", als ich erwähnte, daß der
Freund, den ich besuchen wolte, eine Professorenstelle in Yale innehat.
Ob das was damit zu tun hatte?

Walter
--
The first cut is the deepest.

Mike Kesler

unread,
Feb 29, 2004, 8:27:13 AM2/29/04
to
Hi,

"Thorsten Bremer" schrieb:
> Haetten die denn Dir (immerhin als Staatsbuerger der USA) die
> Einreise in Deine Heimat ueberhaupt irgendwie verweigern
> duerfen/koennen?

Keine Ahnung. Imho nicht, aber sie hätten mich halt bei irgendwie
begründetem Verdacht - genau so wie jeden anderen Bürger oder
Nichtbürger auch - verhaften können und für n Tage ohne Anwalt
oder Kontakt zur Aussenwelt festhalten können.

DDR^H^H^HUSA und ihr Schutz vor dem Feind halt...

> Musst Du Dir die gleichen Schikanen gefallen lassen wie die
> Touris?

Scheinbar schon...

Gruss, Mike


Markus Becker

unread,
Feb 29, 2004, 2:17:09 PM2/29/04
to
Hallo!

Mike Kesler <ne...@blackmike.de> wrote:

[...]

> Keine Ahnung. Imho nicht, aber sie hätten mich halt bei irgendwie
> begründetem Verdacht - genau so wie jeden anderen Bürger oder
> Nichtbürger auch - verhaften können und für n Tage ohne Anwalt
> oder Kontakt zur Aussenwelt festhalten können.

Warum nur einen Tag?

Viele Grüße,
Markus

Frank Spreer

unread,
Feb 29, 2004, 2:36:45 PM2/29/04
to
Markus Becker schrieb am 29 Feb 2004

>> Keine Ahnung. Imho nicht, aber sie hätten mich halt bei irgendwie
>> begründetem Verdacht - genau so wie jeden anderen Bürger oder
>> Nichtbürger auch - verhaften können und für n Tage ohne Anwalt
>> oder Kontakt zur Aussenwelt festhalten können.
>
> Warum nur einen Tag?

n Element der natürlichen Zahlen zwische 0 und Unendlich

scnr & hth
Frank
--
Fachbegriffe der Informatik - Einfach erklärt
56: Mail Order
russisches Roulette (Kristian Köhntopp)

Daniel Weigelt

unread,
Feb 29, 2004, 3:42:04 PM2/29/04
to
Thomas Waberzeck schrieb:

>2.
>Eine Gruppe Studis kämpft sich durch das Unterholz von Tchechien kommend
>über die Grenze. Promt kommen 2 Grenzer vorbei und fragen ob alle Ausweise
>dabei haben. Das gemeinschaftliche "ja" reichte offenbar - sehen wollten
>sie keinen.

Na wenn wir schon bei Grenzerlebnissen sind:

Ich bin mal über die Grenze nach Tscheschien (Hrensko) rüber mit einer
Art Handwagen voll mit Büchern von Marx & Engels und anderen soz.
Klassikern. Und keiner hat mich kontrolliert. Das hat mich schon
geärgert, weil ich hätte so gerne das Gesicht des Grenzers gesehen. :)

mfG

Daniel

--
"IcH fInDe AuCh, dAsS eS nIcHt So WiChTig IsT, eInEn TeXt In KoRrEcKtEr
gRoSs- Und KlEiNsChReIbUnG zU vErFaSsEn, Da DiEs DeR LeSbArKeIt KaUm
AbBrUcH tUt..." (2001073190EF...@kromm-at-home.de)
begin hp.vbs.txt da...@nurfuerspam.de http://www.idiosynkrasie.de/ end

Oliver Jennrich

unread,
Feb 29, 2004, 5:13:30 PM2/29/04
to
* Walter Jann writes:

> Mike Kesler schrieb:
>> Ich als US-Staatsbürger war letztes Jahr wieder mal in den USA.
>> Bei der Einreise an der Grenzkontrolle in Atlanta:

> Interessant, daß sowas sogar Dir als Bürger der USA passiert.

Vor Gott und der INS sind alle gleich.

> Ist zwar schon ein paar Jahre her, aber als ich einreisen wollte und man
> mir recht unhöflich hochnotpeinliche Fragen zu Einreise, Aufenthalt und
> meiner finanziellen Mittel stellte, wurde der Ton und die Abfertigung
> schlagartig besser um nicht zu sagen "servil", als ich erwähnte, daß der
> Freund, den ich besuchen wolte, eine Professorenstelle in Yale innehat.
> Ob das was damit zu tun hatte?

Nein, nichts. Erstens kann das jeder behaupten, zweitens interessiert
es die Jungs und Mädels nur dann, wenn die eine
Schwester/Bruder/Sohn/Tochter/Bruder der Schwägering der Nachbarin
haben die auch in Yale studiert und der Dienst gerade so langweilig
ist, daß ein Schwätzchen möglich ist.

Die üblichen Fragen, woher, bis wann, und warum sind offenbar
vorgeschrieben und dienen dazu festzustellen, ob der Delinquent sich
wenigstens noch daran erinnert, was er auf dem Visa Waiver geschrieben
hat. Das "What kind of business?" (welches mich stets reizt "None of
yours!" zu antworten - aber man hat ja durchaus besseres zu tun als
die nächsten 8 Stunden in der "secondary immigration" abzuhängen)
kommt nicht jedesmal - zu meinem allergrößten Erstaunen war letztens
schon nach den ersten drei Fragen Schluß...

--
Es gibt Leute, die betrachten angesichts der Größe des Universums jede
Es-Gibt-Aussage als beinahe logisch wahr.
Florian Weimer in dafu am 7.3.2001

Oliver Jennrich

unread,
Feb 29, 2004, 5:14:47 PM2/29/04
to
* Mike Kesler writes:

> Hi,
> "Thorsten Bremer" schrieb:
>> Haetten die denn Dir (immerhin als Staatsbuerger der USA) die
>> Einreise in Deine Heimat ueberhaupt irgendwie verweigern
>> duerfen/koennen?

> Keine Ahnung. Imho nicht,

Soweit ich weiß schon - auch US-Bürger haben *kein* gesetzlich
garantiertes Recht auf Einreise (anders als z.B. Deutsche in
Deutschland).

Mike Kesler

unread,
Feb 29, 2004, 5:31:48 PM2/29/04
to
Hi,

"Oliver Jennrich" schrieb:


> >> Haetten die denn Dir (immerhin als Staatsbuerger der USA)
> >> die Einreise in Deine Heimat ueberhaupt irgendwie
> >> verweigern duerfen/koennen?
>

> Soweit ich weiß schon - auch US-Bürger haben *kein*
> gesetzlich garantiertes Recht auf Einreise (anders als z.B.
> Deutsche in Deutschland).

aha, wieder was gelernt. Ich frag mich grad, wie das dann bei
Leuten ausschauen würde, die keine zweite Staatsbürgerschaft
haben. Werden die dann auf ne Nussschale gesetzt und dürfen
hoffen, dass sie in dem Land Asyl bekommen, an dessen Küste
sie treiben?

Gruss, Mike


Peter Bruells

unread,
Feb 29, 2004, 5:35:19 PM2/29/04
to
Gerald Gruner <gera...@yahoo.de> writes:

> Hallo Thorsten Bremer, am 29 Feb 2004 schriebst du:


>
> > Haetten die denn Dir (immerhin als Staatsbuerger der USA) die Einreise
> > in Deine Heimat ueberhaupt irgendwie verweigern duerfen/koennen?
>

> Nein, eigentlich nicht.
> Sie können dich aber um die nächste Ecke führen, dich bitte, kurz vor
> einer Wand stehen zu bleiben und *Peng*.
> Äh, sorry, das gilt erst ab nächstes Jahr. :-(
> Heute kannst du nur ohne Anwalt und ohne Rechte festgehalten werden,
> z.B. in Guantanamo Bay. Terrorismusparanoia heben alle Grundrechte
> auf.

Hmmm.. Ich hab es nicht mehr so vollständig verfolgt, aber sind gelten
die amerikansichen Bürgerrechte nicht mehr außer Landes?

Peter Bruells

unread,
Feb 29, 2004, 5:38:00 PM2/29/04
to
Oliver Jennrich <oliver....@gmx.net> writes:

> * Mike Kesler writes:
>
> > Hi,
> > "Thorsten Bremer" schrieb:
> >> Haetten die denn Dir (immerhin als Staatsbuerger der USA) die
> >> Einreise in Deine Heimat ueberhaupt irgendwie verweigern
> >> duerfen/koennen?
>
> > Keine Ahnung. Imho nicht,
>
> Soweit ich weiß schon - auch US-Bürger haben *kein* gesetzlich
> garantiertes Recht auf Einreise (anders als z.B. Deutsche in
> Deutschland).


Warum eigentlich? Wegen der der fehlenden garantierten Freizügigkeit?

Oliver Jennrich

unread,
Feb 29, 2004, 5:58:10 PM2/29/04
to
* Peter Bruells writes:

Keine Ahnung. Ich vermute, daß ohnehin nur wenige Länder der
Freizügigkeit Verfassungsrang einräumen. Aber ich schrieb mit Bedacht
"so weit ich weiß"...

Oliver Jennrich

unread,
Feb 29, 2004, 5:59:56 PM2/29/04
to
* Mike Kesler writes:

Rein pragmatisch wird es vermutlich so ablaufen, daß man die
entsprechenden Leute einfach verhaftet und ggfls. dorthin
zurückbringt, wo sie herkommen. Nicht anders macht es ja
z.B. Deutschland auch mit Asylsuchenden aus "sicheren Drittländern".

Vielleicht sollte sich mal ein Vielflieger erbarmen und einen
INS-Menschen fragen ;-)

bbb.tyan

unread,
Feb 29, 2004, 6:13:48 PM2/29/04
to
Daniel Weigelt wrote:

> Na wenn wir schon bei Grenzerlebnissen sind:

ich hatte mal nen liveact in polen.
die party ansich war ok, nur die organisation leider nicht und
so mussten wir mit einem reisebus zurueck.

ich und 2 djs. 1 dj hatte einen polierten, silbernen plattenkoffer
mit einem RADIOAKTIV-zeichen drauf.

es kam, was kommen musste..

Volker Gringmuth

unread,
Feb 29, 2004, 6:46:10 PM2/29/04
to
Martin Schmidt (ikar...@gmx.net) wrote:

>> Soweit ich weiß schon - auch US-Bürger haben *kein* gesetzlich
>> garantiertes Recht auf Einreise (anders als z.B. Deutsche in
>> Deutschland).
>

> Also wenn ein Deutscher nach Deutschland einreisen will, *muss* er
> reingelassen werden?

Nein, sondern wenn ein Deutscher /in/ Deutschland einreisen will.
Sonst hätte es ja "Deutsche nach Deutschland" heißen müssen.


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Auf den 'Strom'-Abrechnungen steht nun aber immer dick und fett: "Ihr Stromver-
brauch'. Er war gerade am überlegen ob er sein EVU deshalb mal anscheissen soll-
te: 'Ihr habt allen Strom zurückbekommen'... (Christoph Hensel in dsie)

Volker Gringmuth

unread,
Feb 29, 2004, 6:47:31 PM2/29/04
to
Martin Schmidt (ikar...@gmx.net) wrote:

>> ich und 2 djs. 1 dj hatte einen polierten, silbernen plattenkoffer
>> mit einem RADIOAKTIV-zeichen drauf.
>>
>> es kam, was kommen musste..
>

> Der Koffer wurde auf dem Meeresgrund gesprengt?

s/dem/den/


v'watwechis,iswech'G

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten.
Wer nicht fragt, bleibt es für immer. (chinesisches Sprichwort)

Daniel Leidert

unread,
Feb 29, 2004, 7:17:28 PM2/29/04
to
Matthias Warken schrieb:

[..]


> Nun zu einer Geschichte, die ich gehört habe, die aber verdächtig nach
> UL klingt:
> Eine Freundin meiner Freundin berichetete mir, einer ihrer Bekannten sei
> ins Ausland verreist. Soweit ich mich erinnere war es die Chweiz.
> Knackpunkt war, daß der gute Mann keinen Perso oder Pass dabei hatte. Da
> er nicht kontrolliert wurde, störte das bei der Einreise zunächst recht
> wenig. Hingegen auf der Rückreise, wo dies dann der Fall war, schon.
> Naja. Er verbrachte dann einige Zeit auf dem Zollamt, machte Angaben,
> wer er sei und pipapo. Für die Überprüfung seiner Angaben benötigten die
> Beamten mehrere Stunden. Schließlich meinten sie, sie hätten alles
> bestätigt gefunden und er könne Einreisen. Allerdings solle er doch mal
> in der Unibibiliothek vorbeischauen und seine überfälligen Bücher
> zurückgeben...
>
> Für mich klingt das recht unglaubwürdig, daß der heutige Bürger schon so
> gläsern sein soll, daß der Zoll oder auch irgendwer Zugriff auf die
> ausgeliehenen Bücher in der Unibib haben soll.

Vielleicht hatte derjenige ja seinen Bibliotheksausweis mit. Schon möglich,
dass der Zoll damit auch die zuständige Bibliothek angerufen hat (AFAIK
wird bei den meisten Bibliotheken eine Kopie des Personalausweises für den
Bibo-Ausweis hinterlegt). Und bei Mahngebüren oder überfälligen Büchern
hält man sich nicht so arg an das Datenschutzgesetz (zählt meistens unter
Freundlichkeit der Bibo-Bediensteten :-). Kann, muss aber keine UL sein.

> Was geschieht denn
> überhaupt, wenn man ohne Ausweis 'draußen' ist und wieder 'rein' will?

Personalienfeststellung. Was die dafür genau machen, könnte ich mal bei
einem Freund, der für den BGS arbeitet, erfragen. Bisher habe ich nur die
Situation erlebt: Ausweis abgelaufen. Der Kommilitone durfte dann für ca.
eine halbe Stunde mit auf die dortige Wachstation. Nach Zahlung von
(damals) 30DM konnten wir wieder nach good old Germany einreisen.

> Meinungen? Kommentare?

Durchaus möglich. Hat IMO aber nicht viel mit dem gläsernen Menschen zu
tun.

MfG Daniel
--
Usenet-FAQ http://www.afaik.de/usenet/faq/ & http://got.to/quote

Dieter Bruegmann

unread,
Feb 29, 2004, 11:33:15 PM2/29/04
to
.oO(Volker Gringmuth / Mon, 01 Mar 2004 00:47:31 +0100)

> Martin Schmidt (ikar...@gmx.net) wrote:
>
>>> ich und 2 djs. 1 dj hatte einen polierten, silbernen plattenkoffer
>>> mit einem RADIOAKTIV-zeichen drauf.
>>>
>>> es kam, was kommen musste..
>>
>> Der Koffer wurde auf dem Meeresgrund gesprengt?
>
> s/dem/den/

Wenn er schon gesprengt worden ist, dann wohl in eine ruhige, erdnahe
Umlaufbahn.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://www.bruhaha.de
Der Rest deines Postings ist wirr,so dass ich ihn gelöscht habe! Nicht
böse sein. Ich habe nichts gegen dich, aber gegen deine Nebulosen!
[Hannelore Brigic, dswc, 15.3.2003]

Daniel Weigelt

unread,
Mar 1, 2004, 12:46:23 AM3/1/04
to
Martin Schmidt schrieb:

>> weil ich hätte so gerne das Gesicht des Grenzers gesehen. :)
>

>Des tschechischen oder des deutschen? ;-)

Beide, weil genau genommen habe ich dir Grenze in beide Richtungen mit
meinem Gepäck gequert.

Volker Gringmuth

unread,
Mar 1, 2004, 1:30:59 AM3/1/04
to
Martin Schmidt (ikar...@gmx.net) wrote:

>>> Also wenn ein Deutscher nach Deutschland einreisen will, *muss*
>>> er reingelassen werden?
>>
>> Nein, sondern wenn ein Deutscher /in/ Deutschland einreisen will.
>> Sonst hätte es ja "Deutsche nach Deutschland" heißen müssen.
>

> Mag an meiner Erkältung liegen, aber irgendwie sehe ich momentan
> nicht den Unterschied.

Wenn er /in/ Deutschland einreisen will (bspw. von Hohenlimburg nach
Hagen), muß er nach Art. 11 Abs. 1 GG dort grundsätzlich reingelassen
werden.


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Ich bin dafür. Ja, sogar dagegen" (Lech Walesa)

Volker Gringmuth

unread,
Mar 1, 2004, 1:10:02 AM3/1/04
to
Dieter Bruegmann (dieter.b...@nurfuerspam.de) wrote:

>>>> es kam, was kommen musste..
>>>
>>> Der Koffer wurde auf dem Meeresgrund gesprengt?
>>
>> s/dem/den/
>
> Wenn er schon gesprengt worden ist, dann wohl in eine ruhige, erdnahe
> Umlaufbahn.

Da war die Mir auch mal. Und jetzt?


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Alle Menschen werden als Originale geboren.
Die meisten sterben als Kopien.

Frank Hucklenbroich

unread,
Mar 1, 2004, 3:01:09 AM3/1/04
to
On Mon, 01 Mar 2004 00:13:48 +0100, bbb.tyan wrote:

> ich und 2 djs. 1 dj hatte einen polierten, silbernen plattenkoffer
> mit einem RADIOAKTIV-zeichen drauf.
>
> es kam, was kommen musste..

Der Kontaktmann vom BND hat den Koffer gegen eine Aktentasche voller Geld
eingetauscht?

Grüße,

Frank

bbb.tyan

unread,
Mar 1, 2004, 3:47:31 AM3/1/04
to
Frank Hucklenbroich wrote:

> > es kam, was kommen musste..
>
> Der Kontaktmann vom BND hat den Koffer gegen eine Aktentasche voller Geld
> eingetauscht?

kennst du den spruch, von demjenigen, der zuviel wusste?

christine lohr

unread,
Mar 1, 2004, 3:50:59 AM3/1/04
to
Moin!

Matthias Warken schrieb:
>
> Ja, schon klar. Die Frage ist aber doch, ob die prinzipiell an solche
> Daten rankommen können oder nicht. Ich kann mit kaum vorstellen, daß die
> Daten der Unibib überhaupt per Netz irgendwem zugänglich gemacht sind.
> Was sollte das bringen? Wenn sowas der Fall wäre, würde das wirklich für
> eine hohe Gläsernheit des Bürgers sprechen...

An meiner FH-Bib konnte ich über das Internet abfragen, bis wann meine
Ausleihzeiten gingen und ob Vorbestellungen schon geliefert waren!

Also steht da ein Server im Netz und kann von außen abgefragt werden.
Natürlich hatte ich eine eigene Kennung. Aber da gibt es bestimmt einen
Masteraccount...

Ciao Christine

Peter Bruells

unread,
Mar 1, 2004, 5:57:22 AM3/1/04
to
"Martin Schmidt" <ikar...@gmx.net> writes:

> Volker Gringmuth wrote:
>
> > Wenn er /in/ Deutschland einreisen will (bspw. von Hohenlimburg nach
> > Hagen), muß er nach Art. 11 Abs. 1 GG dort grundsätzlich reingelassen
> > werden.
>

> "Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet."

....

> Aber zurück zum Thema: darf einem Deutschen die Einreise verweigert
> werden?

Wenn man vor dem Grenzer steht, hat man doch schon Bundesgebiet
betreten.

Selbst wenn man ihn an der Stelle nicht mehr haben will, kann man es
ihm dann wohl kaum verbieten, einen anderen Ort des Bundesgebietes
aufzusuchen.

Peter Bruells

unread,
Mar 1, 2004, 6:09:11 AM3/1/04
to
"Martin Schmidt" <ikar...@gmx.net> writes:

> Peter Bruells wrote:
>
> > Wenn man vor dem Grenzer steht, hat man doch schon Bundesgebiet
> > betreten.
> >
> > Selbst wenn man ihn an der Stelle nicht mehr haben will, kann man es
> > ihm dann wohl kaum verbieten, einen anderen Ort des Bundesgebietes
> > aufzusuchen.
>

> Das mag im Falle der Ankunft mit Flugzeug oder Schiff gelten, aber auf
> dem Landweg? Befindet man sich da auch schon auf Bundesgebiet, wenn man
> vor dem Grenzer steht?

Im Normalfall schon. Grenzbebauung ist doch durchs Baurechr arg
eingeschränkt. :)

christine lohr

unread,
Mar 1, 2004, 7:03:50 AM3/1/04
to
Moin!

Martin Schmidt schrieb:

> Aber zurück zum Thema: darf einem Deutschen die Einreise verweigert
> werden?

IMHO wenn er beweisen kann, dass er wirklich Deutscher ist, dann nicht.
Und wirklich beweisen kann er es erstmal nur durch einen Perso oder
Reisepaß!

Ciao christine

--
Sex ist die Reibfläche, an der wir versuchen,
das Feuer der Liebe zu entzünden.
G.Uhlenbrock

Malte Rogacki

unread,
Mar 1, 2004, 8:27:11 AM3/1/04
to
Martin Schmidt <ikar...@gmx.net> wrote:

> Aber zurück zum Thema: darf einem Deutschen die Einreise verweigert
> werden?

So weit ich weiß, nicht.

Als ich Anfang der 90er Jahre auf Island war, lief mein Paß gerade
während dieser Zeit ab. Auf der Botschaft wurde mir dann erklärt, daß
jeder Deutsche (im Sinne des Grundgesetzes Art. 116) das Recht habe, in
Deutschland zu leben, ergo auch nach Deutschland einzureisen und daß
auch ein abgelaufener Paß ein hervorragendes Mittel sei, dieses Recht
durchzusetzen. Also kein Problem.

Lars Janssen

unread,
Mar 1, 2004, 8:33:02 AM3/1/04
to
bbb.tyan wrote:

Er kannte ihn.

Gruss,
La*rauchenderColt*rs

christine lohr

unread,
Mar 1, 2004, 8:47:36 AM3/1/04
to
Moin!

Malte Rogacki schrieb:

abgelaufener Paß != überhaupt kein Paß!

Ciao Christine

Frank Hucklenbroich

unread,
Mar 1, 2004, 11:20:44 AM3/1/04
to

....carrier lost...

Matthias Esken

unread,
Mar 1, 2004, 11:31:15 AM3/1/04
to
Volker Gringmuth <eink...@gmx.net> schrieb:

> Dieter Bruegmann (dieter.b...@nurfuerspam.de) wrote:
>
>> Wenn er schon gesprengt worden ist, dann wohl in eine ruhige, erdnahe
>> Umlaufbahn.
>
> Da war die Mir auch mal. Und jetzt?

Jetzt ist sie tiefergelegt.

Gruß,
Matthias

Juergen Ernst Guenther

unread,
Mar 1, 2004, 12:08:15 PM3/1/04
to
lutz feustel <usene...@nurfuerspam.de> wrote:

>
>>Mi"Vollbart, vielleicht hats damit was zu tun"ke

> Mir ist das Gegnteil passiert. Erste Einreise in die USA, maechtig
> Schiss vorm IO, der winkt mich ran, fragt woher ich komme.
> "Germany"
> "I know, wich part?"
> Er hatte Verwande in Bayern (wo sonst) und war ueberaus freundlich.
> Aber ich hatte ja auch keinen Bart. :)

Vielleicht war das Personal angehalten, Kinder nicht unnötig
zu erschrecken.

.m.


--
Juergen Ernst Guenther
Wenn im Mittelalter jemand gefoltert wurde, war er tolerant.
-- G. Polt zur eigentlichen Bedeutung des Wortes.

Tor-Einar Jarnbjo

unread,
Mar 1, 2004, 12:12:37 PM3/1/04
to
"Martin Schmidt" <ikar...@gmx.net> wrote in news:c1v5ch$1m9v7p$1@ID-
3854.news.uni-berlin.de:

> Das mag im Falle der Ankunft mit Flugzeug oder Schiff gelten, ..

Auch in den Fällen nicht unbedingt.

Es gibt schon Lokalitäten, die zwar nach der Landkarte zur Deutschland
gehören, aber rechtlich doch ein Bisschen anders gestellt sind als das
restliche Hoheitsgebiet. Dazu gehören Flughäfen und Seehäfen (z.B.
Transitreisende auf deutschen Flughafen sind wohl formell gesehen nicht
eigereist?) und ausländische Vertretungen wie Botschaften, Konsulate und
die Wohnungen deren Mitarbeiter.

Gruß, Tor

Dieter Bruegmann

unread,
Mar 1, 2004, 12:20:11 PM3/1/04
to
.oO(Volker Gringmuth / Mon, 01 Mar 2004 07:10:02 +0100)

>>>>> es kam, was kommen musste..
>>>>
>>>> Der Koffer wurde auf dem Meeresgrund gesprengt?
>>>
>>> s/dem/den/
>>
>> Wenn er schon gesprengt worden ist, dann wohl in eine ruhige, erdnahe
>> Umlaufbahn.
>
> Da war die Mir auch mal. Und jetzt?

"Und landet weich?" - "Sportlich!"

Gerald Gruner

unread,
Mar 1, 2004, 2:40:54 PM3/1/04
to
Hallo Peter Bruells, am 29 Feb 2004 schriebst du:

> Hmmm.. Ich hab es nicht mehr so vollständig verfolgt, aber sind
> gelten die amerikansichen Bürgerrechte nicht mehr außer Landes?

Noch gelten sie (möglicherweise), aber wenn die Hardliner so weiter
machen und die paranoide Angst vor Terroristmus weiter schüren und
ausnutzen, würde ich dafür nicht mehr allzu lange die Hand ins Feuer
legen. Freiheitsrechte werden systematisch immer weiter gestrichen.

Einen kleinen Vorgeschmack kannst du beim Lesen eines Geschichtsbuchs
im Kapitel "McCarthy Aera" spüren. Und das war nur gewöhnliche
Paranoia. Da haben keine Terroristen Flugzeuge ins WTC geflogen und
die Amerikaner zum ersten mal _im eigenen Land_(!) angegriffen.
Davor war Krieg immer weit weg und etwas, wo man Truppen hin
schickte...

MfG
Gerald

--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Thomas Waberzeck

unread,
Mar 1, 2004, 3:08:07 PM3/1/04
to
Peter Bruells, p...@ecce-terram.de wrote

> Wenn man vor dem Grenzer steht, hat man doch schon Bundesgebiet
> betreten.

Sofern dazwischen keine Grenze ist schon.

SCNR

Thomas

--
Achtung: - mails ohne "news" im Betreff werden ungelesen gelöscht. -
Danke Swen.

Peter Bruells

unread,
Mar 1, 2004, 3:31:27 PM3/1/04
to
Dieter Bruegmann <dieter.b...@nurfuerspam.de> writes:

> .oO(Volker Gringmuth / Mon, 01 Mar 2004 07:10:02 +0100)

> > Da war die Mir auch mal. Und jetzt?


>
> "Und landet weich?" - "Sportlich!"

ACH!

Volker Gringmuth

unread,
Mar 1, 2004, 3:33:35 PM3/1/04
to
christine lohr (el...@gmx.de) wrote:

>> Aber zurück zum Thema: darf einem Deutschen die Einreise
>> verweigert werden?
>
> IMHO wenn er beweisen kann, dass er wirklich Deutscher ist, dann
> nicht. Und wirklich beweisen kann er es erstmal nur durch einen
> Perso oder Reisepaß!

Oder dadurch, daß er morgens um halb fünf an einer ansonsten føllig
vereinsamten Fußgängerampel den Drücker betätigt und auf Grün wartet.


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Wellen sind auch Teilchen und Teilchen sind auch Wellen. Ausnahmen gibt es beim
Bäcker, wo Donauwellen nicht als Donauteilchen gelten und Puddingteilchen nie
als Puddingwellen verkauft würden." (Frank Feger in de.sci.astronomie)

Dieter Bruegmann

unread,
Mar 1, 2004, 4:15:12 PM3/1/04
to
.oO(Peter Bruells / 01 Mar 2004 21:31:27 +0100)

>> .oO(Volker Gringmuth / Mon, 01 Mar 2004 07:10:02 +0100)
>
>>> Da war die Mir auch mal. Und jetzt?
>>
>> "Und landet weich?" - "Sportlich!"
>
> ACH!

"Wenn da draußen ganze Kontinente unbewohnbar werden..."

Daniel Weigelt

unread,
Mar 1, 2004, 5:05:24 PM3/1/04
to
Martin Schmidt schrieb:

>> Beide, weil genau genommen habe ich dir Grenze in beide Richtungen
>> mit meinem Gepäck gequert.
>

>Gab's noch andere Gründe außer Provokation der Beamten? ;-p

Ja, billig Zigaretten kaufen (nicht für mich).

Nun, ich hatte sie in Grenznähe abgeholt und die Nähe gleich
ausgenutzt.

Johannes Möckel

unread,
Mar 1, 2004, 5:35:40 PM3/1/04
to
Cornell Binder <co...@dafhs.org> tippte:

>> Oder dadurch, daß er morgens um halb fünf an einer ansonsten føllig
>> vereinsamten Fußgängerampel den Drücker betätigt und auf Grün wartet.

> Da sind so Momente, wo man am eigenen Leib erleben kann, wie
> radikal doch der Schweizer werden kann. Unglaublich das.

Das hat mit Radikalität nix zu tun. Das ist einfach nur ein
Problem mit der Signalverarbeitungsgeschwindigkeit.

Joe
--
Qualitätssicherung ist, wenn $x Leute sagen: Dienst $y geht nicht
[Collin Blinn]

Volker Gringmuth

unread,
Mar 2, 2004, 2:13:24 AM3/2/04
to
Dieter Bruegmann (dieter.b...@nurfuerspam.de) wrote:

>>>> Da war die Mir auch mal. Und jetzt?
>>>
>>> "Und landet weich?" - "Sportlich!"
>>
>> ACH!
>
> "Wenn da draußen ganze Kontinente unbewohnbar werden..."

Nicht /eng/, Frau Berger - /kom-pakt!/


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Du bist verwirrt. Bitte geh in eine Microsoft-Gruppe und laß Dir dort von ande-
ren Verwirrten erklären, daß Deine Software gut, Ihre Bedienung idiotensicher
und die Welt schlecht ist." (RSS in dcsmm an einen OE-User)

Dieter Bruegmann

unread,
Mar 2, 2004, 10:13:20 AM3/2/04
to
.oO(Volker Gringmuth - 1.3.2004/21:33)

> christine lohr (el...@gmx.de) wrote:
>
>>> Aber zurück zum Thema: darf einem Deutschen die Einreise
>>> verweigert werden?
>>
>> IMHO wenn er beweisen kann, dass er wirklich Deutscher ist, dann
>> nicht. Und wirklich beweisen kann er es erstmal nur durch einen
>> Perso oder Reisepaß!
>
> Oder dadurch, daß er morgens um halb fünf an einer ansonsten føllig
> vereinsamten Fußgängerampel den Drücker betätigt und auf Grün wartet.

Oder wenn er bei Rot geht und sich dann selbst anzeigt.

Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (b. Berlin) http://www.bruhaha.de
in telekabel.software.multimedia.bilder sind 2 bilder von meinem
drucker die sich öffnen wenn ich ausdrucken will
[Raffael "Tuvok" Segovia, oesterreich.tuvok, 29.6.2003]

Dieter Bruegmann

unread,
Mar 2, 2004, 10:13:19 AM3/2/04
to
.oO(Volker Gringmuth - 2.3.2004/08:13)

>>>>> Da war die Mir auch mal. Und jetzt?
>>>>
>>>> "Und landet weich?" - "Sportlich!"
>>>
>>> ACH!
>>
>> "Wenn da draußen ganze Kontinente unbewohnbar werden..."
>
> Nicht /eng/, Frau Berger - /kom-pakt!/

Es genügt eine Tagesration. Sie... äh... /zirkuliert/.

Da Didi
--

Gerald Gruner

unread,
Mar 2, 2004, 5:56:36 PM3/2/04
to
Hallo Ralf Kusmierz, am 2 Mar 2004 schriebst du:

> begin quoting, Gerald Gruner schrieb:
^^^^^^^^^^^^^^ :-(
Eigentlich ist das ein Zeichen, dass man keine Antworten wünscht.


> > Da haben keine Terroristen Flugzeuge ins WTC geflogen und
> > die Amerikaner zum ersten mal _im eigenen Land_(!) angegriffen.
> > Davor war Krieg immer weit weg und etwas, wo man Truppen hin
> > schickte...
>

> Wie? Washington niederbrennen zählt nicht? (So kurz vor der
> Jahrhundertwende[1].)
>
> [1] 18./19. Jhdt.

Ich bezweifle irgendwie, dass heute noch jemand lebt, der das erlebt
oder zumindest aus erster Hand erzählt bekommen hat.

Für die gegenwärtige Generation Amerikaner ist bzw. war Krieg etwas
"weit entferntes", fast irreales, wo man seine Armee hin schickt und
wovon man nicht persönlich betroffen ist. Nicht umsonst sieht er in
US-TV fast wie ein Telespiel aus...

Paul Schmitz-Josten

unread,
Mar 3, 2004, 1:29:39 PM3/3/04
to
Volker Gringmuth in <c1s57i.3...@h1.einklich.net>:

>Solche Geschichten, wo Zöllner oder andere Überwachungsbeauftragte mal
>ihren "netten Tag" haben, hab ich schon mehrere gehört. Weiß aber
>nicht, was davon zu halten ist :)

Höre diese:
Ich fuhr ca. 1976 mit dem Mopped (CB125) von M nach B, durch den Transit in
Hirschberg/Rudolfstein, von dem die Berliner nur Schauermärchen erzählten
(ich hatte ein B-Kennzeichen). Da musste man die Papiere vorne an einem
Häuschen bei grimmigen DDR-Grenzern abgeben und dann ca. 5 Wagenlängen (1)
lang warten, bis man sie am nächsten Häuschen geprüft und mit
Transitstempel versehen wieder zurückbekam.

Ich kannte das Spiel schon, nur diesmal regnete es in Strömen
- trotz Regenkombi nicht wirklich prickelnd!

Erstaunen Nr. 1, als der Grenzer vorne sagte, ich dürfe vorfahren:
die zweite Station war überdacht!

Nun, dachte ich, dann warte ich die 5 Wagenlängen halt wenigstens im
Trockenen ab.

Erstaunen Nr. 2 überkam mich, als ich nach 2 PKWs schon rangewunken wurde:
Die haben mich tatsächlich in der Schlange vorgezogen!

.
.
.

und man konnte mit (manchen von) denen auch Späße machen:
Einmal wurde ich, allein Motorrad fahrend, nach mitfahrenden Kindern
gefragt und antwortete "Vielleicht in den Packtaschen?" - <doppelgrins> und
weitergewunken...

Ciao,

Paul

(1) eine Wagenlänge ca. gleich einer Grenzer-Kaffeetassen-Leerung
(subjektiv)

Severin Glaeser

unread,
Mar 3, 2004, 2:43:54 PM3/3/04
to
Frank Spreer <my_spa...@lycos.de> schrieb:

>>> Keine Ahnung. Imho nicht, aber sie hätten mich halt bei irgendwie
>>> begründetem Verdacht - genau so wie jeden anderen Bürger oder
>>> Nichtbürger auch - verhaften können und für n Tage ohne Anwalt
>>> oder Kontakt zur Aussenwelt festhalten können.
>>
>> Warum nur einen Tag?
>
>n Element der natürlichen Zahlen zwische 0 und Unendlich

Inklusive einen Urlaub auf Kuba.

-Severin Glaeser-

Uwe Hercksen

unread,
Mar 4, 2004, 8:12:22 AM3/4/04
to

Gerald Gruner schrieb:

> Davor war Krieg immer weit weg und etwas, wo man Truppen hin
> schickte...

Hallo,

hmm, und wo fand der Krieg zwischen Nord- und Südstaaten statt?

Bye

lutz feustel

unread,
Mar 4, 2004, 10:15:07 AM3/4/04
to
Uwe Hercksen <herc...@mew.uni-erlangen.de> wrote:

>hmm, und wo fand der Krieg zwischen Nord- und Südstaaten statt?
>

Komisch. genau dieser Krieg uebt auf die Amerikaner eine eigenartige
Anziehungskraft aus. Egal ob am Computer um Gettysburg gekaempft wird
oder 1000 Statisten die Schlacht nachstellen, es hat den Anschein als
waere das was ganz besonderes fuer sie. Boah ey, Krieg im eigenen
Land!

Lutz
--
"Bei der Produktion des Spiels wurden keine Kuehe verletzt!"
(Call of Duty)

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