> Das geht �brigens auch andersrum: auf der CD von Charlie Parker - The
> Complete Legendary Rockland Palace Concert von 1952 findet man einen
> Titel, der, wie man erst viel sp�ter entdeckte, von zwei Menschen,
> unabh�ngig voneinander und nat�rlich aus zwei verschiedenen Positionen,
> aus dem Publikum heraus aufgenommen worden war.
Und wie kam der Titel dann auf die Platte, wenn man nicht mal wu�te, wer ihn
aufgenommen hatte?
> Es muss einen immensen
> Aufwand gemacht haben, diesen Titel in so etwas wie Stereofonie zu
> verwandeln, da das ja noch mit analogen Ger�ten aufgenommen wurde, die
> nie 100%ig synchron laufen. Abgesehen davon wundere ich mich sowieso,
> wie man gleich zwei der damals doch noch recht unhandlichen Ger�te in
> ein Konzert schleppen und damit unerkannt aufnehmen konnte. :-)
Unerkannt? Bootlegs auf offiziellen Alben und erst hinterher gemerkt, woher
die Aufnahme kam, die man da auf die Platte hatte pressen lassen ... das
leite ich gleich mal an die Erkennungsabteilung weiter.
vG
--
It takes a village to raise a child. (Afrikanisches Sprichwort)
-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin f�r jeden: <http://debian.org/> --
> Joerg Walther wrote:
[...]
>> wie man gleich zwei der damals doch noch recht unhandlichen Ger�te in
>> ein Konzert schleppen und damit unerkannt aufnehmen konnte. :-)
>
> Unerkannt? Bootlegs auf offiziellen Alben und erst hinterher gemerkt, woher
> die Aufnahme kam, die man da auf die Platte hatte pressen lassen ... das
> leite ich gleich mal an die Erkennungsabteilung weiter.
Keine Ahnung, ob davon eine Platte gepresst wurde, aber ich habe
Anfang der 70er das Pink-Floyd-Konzert im Sportpalast miterlebt. Ich
stand eine Weile neben einem Typen, der ganz ungeniert ein Stativ mit
2 Mikrofonen (MD421) aufgestellt hatte und auf einem Uher Report
mitschnitt.
Alles zusammen doch ein recht schweres und sperriges Geraffel.
Da Didi
--
Dieter Br�gmann, Spandau (bei Berlin) http://bruhaha.de
Dies ist kein Test!
>> Das geht �brigens auch andersrum: auf der CD von Charlie Parker - The
>> Complete Legendary Rockland Palace Concert von 1952 findet man einen
>> Titel, der, wie man erst viel sp�ter entdeckte, von zwei Menschen,
>> unabh�ngig voneinander und nat�rlich aus zwei verschiedenen Positionen,
>> aus dem Publikum heraus aufgenommen worden war.
>Und wie kam der Titel dann auf die Platte, wenn man nicht mal wu�te, wer ihn
>aufgenommen hatte?
Bootlegger/Trader geben das von einem zum anderen weiter. Gerade Charlie
Parker ist dann auch so gut erforscht und durch Diskographien
erschlossen, dass es irgendwann mal auffiel, dass es zwei Versionen
gibt. Wie ich inzwischen wei�, ist die eine Version von Parkers
damaliger Frau, der er kurz vorher zum Geburtstag ein Tonband geschenkt
hatte. Die andere Version ist von einem Unbekannten.
>
>> Es muss einen immensen
>> Aufwand gemacht haben, diesen Titel in so etwas wie Stereofonie zu
>> verwandeln, da das ja noch mit analogen Ger�ten aufgenommen wurde, die
>> nie 100%ig synchron laufen. Abgesehen davon wundere ich mich sowieso,
>> wie man gleich zwei der damals doch noch recht unhandlichen Ger�te in
>> ein Konzert schleppen und damit unerkannt aufnehmen konnte. :-)
>
>Unerkannt? Bootlegs auf offiziellen Alben und erst hinterher gemerkt, woher
>die Aufnahme kam, die man da auf die Platte hatte pressen lassen ... das
>leite ich gleich mal an die Erkennungsabteilung weiter.
Kannste gerne machen, afaik ist in den USA das Copyright nach 50 Jahren
erloschen, Parker starb 1955. :-)
�brigens ist ein nicht kleiner Teil der Parker-Aufnahmen nur durch
Bootlegger �berhaupt erst erstanden - gl�cklicherweise. Googel mal nach
Dean Benedetti. :-)
- j -
--
Mail address is valid for a limited time only.
And now for something completely different...
>> das leite ich gleich mal an die Erkennungsabteilung weiter.
>
> es fehlt: "der Schwager eines Arbeitskollegen aus meiner ehemaligen Firma"
> - also keine UL
Kein notwendiges Kriterium. Ich kenne zwei Leute pers�nlich, die bei der
Honigglasgeschichte anwesend waren.
> Kein notwendiges Kriterium. Ich kenne zwei Leute pers�nlich, die bei der
> Honigglasgeschichte anwesend waren.
>
Ah, Deine Mutter und der Honigtyp?
Neinnein, ich war der Kassierer.
vG
--
"Man k�nnte ihn h�chstens fragen, was das f�r eine bl�de Idee war,
am Rand des Haifischbeckens Nasenbluten zu kriegen."
(David Kastrup �ber einen Anf�ngerthread in de.rec.musik.machen)
Aha, dann weiß ich jetzt endlich, warum die Beschallung bei den von mir
zuletzt besuchten Konzerten so grottenschlecht war: Die wollen damit genau
so einem Treiben einen Riegel vorschieben (bisher hatte ich immer den
Verdacht, dass der Mensch am Mischpult grundsätzlich taub oder betrunken
ist. Oder beides)!
jbe
> Dieter Bruegmann wrote:
.oO(Meine Güte, von wann stammt denn dieses Posting?)
Manchmal hat man die Hallen auch gleich mit einer schlechten Akustik
gebaut, wie z.B. dir nicht mehr existente Eissporthalle neben der
Deutschlandhalle. Da habe ich ein inhaltlich ganz fantastisches
Konzert von Bob Marley miterlebt, das den schlechten Sound vergessen
ließ.
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
NP: NDR Info - Logo - Das Wissenschaftsmagazin - 13.08.2010 - Logo - D
Mein Favorit für schlechte Akkustik ist die Westfalenhalle in Dortmund
(Halle 1). Dort hatte ich vor einigen Jahren das zweifelhafte Vergnügen,
Elton John live erleben zu dürfen. Beim ersten Song habe ich gedacht:
"Wenn ich der wäre, würde ich den Sound-Mann erschießen." Ab dem dritten
Song war ich sicher, daß er das bereits getan hatte. Als die Musik nach
der Pause wieder anfing, habe ich gedacht, mir platzt der Schädel, und
ich habe meinen Freunden gesagt, daß ich draußen auf sie warte. Als die
Feuerschutztür zum Wandelgang sich hinter mir geschlossen hatte, war der
Sound einigermaßen annehmbar und ich habe dem Rest des Konzertes mit
einigem Vergnügen vor der Türe gelauscht.
--
...und tschuess!
Michael
E-mail: M.Otte...@sailor.ping.de
Das ging mir mal so bei einem Kraftwerk-Konzert im Metropol. Da war
der Ton dermaßen perfekt ausgesteuert, daß selbst die höchsten Töne
mit großen Schalldruck ankamen. Mir tat das weh, so daß ich mich
hinter eine Säule verzog. Dadurch hatte ich zwar einen erträglichen
Ton, aber keinen Blick mehr auf die Bühne - dort standen ja nur die
"Roboter". Aber ich mußte auch auf die Video-Einspielungen verzichten.
Dann hätte ich mir zuhause auch gleich eine Platte auflegen können...
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://didispandau.de
Der Hamster, das einzig wahre Nutztier neben der Maus.
(Daniel Zimmermann in hamster.de.talk)
War das das berühmte Konzert "Kraftwerk unplugged"?
> Da war
> der Ton dermaßen perfekt ausgesteuert, daß selbst die höchsten Töne
> mit großen Schalldruck ankamen. Mir tat das weh, so daß ich mich
> hinter eine Säule verzog. Dadurch hatte ich zwar einen erträglichen
> Ton, aber keinen Blick mehr auf die Bühne - dort standen ja nur die
> "Roboter". Aber ich mußte auch auf die Video-Einspielungen verzichten.
> Dann hätte ich mir zuhause auch gleich eine Platte auflegen können...
>
> Da Didi
--
...und tschuess!
Mich "kleiner Scherz" ael
E-mail: M.Otte...@sailor.ping.de
> [...]
> Aha, dann weiß ich jetzt endlich, warum die Beschallung bei den
> von mir zuletzt besuchten Konzerten so grottenschlecht war: Die
> wollen damit genau so einem Treiben einen Riegel vorschieben
> (bisher hatte ich immer den Verdacht, dass der Mensch am
> Mischpult grundsätzlich taub oder betrunken ist. Oder beides)!
Beides natürlich. Wenn du jeden Tag das Elend mitansehen müsstest, das
manchmal als "Musik" bezeichnet wird, dann würden dir auch nur noch
Drogen helfen. Taubheit ist eine Berufskrankheit - oder sogar
Einstellungsvoraussetzungen. Denn anscheinend kennen Tontechniker nur
eine Lautstärke: Maximum. Oder besser noch lauter.
Und drittens: Ich habe in der Münchener Olymiahallen schräg hinter dem
Mischpult gestanden und gesehen, dass derjenige "Minesweeper" (oder
ähnliches) gespielt hat und dann natürlich manche Einsätze verschlafen
hat. Jedenfalls schreckte er immer mal wieder hoch und wurde dann
recht hektisch.
Der Ton war auch nur so lala...
MfG
Gerald
--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.
> Denn anscheinend kennen Tontechniker nur
> eine Lautstärke: Maximum. Oder besser noch lauter.
Du zielst auf die Falschen. Wenn der Veranstalter sagt: "110 dB auf allen
Plätzen, oder ihr kriegt 20 Prozent weniger Kohle und nächstes Jahr macht
den Job ein anderer", das überlegste dir in der Branche aber gut.
vG
--
"Man könnte ihn höchstens fragen, was das für eine blöde Idee war,
am Rand des Haifischbeckens Nasenbluten zu kriegen."
(David Kastrup über einen Anfängerthread in de.rec.musik.machen)
-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin für jeden: <http://debian.org/> --
>> Wenn der Veranstalter sagt: "110 dB auf allen
>> Plätzen, oder ihr kriegt 20 Prozent weniger Kohle und nächstes Jahr
>> macht den Job ein anderer",
>
> Warum machen die das?
Warum macht Deine Software meine Umlaute kaputt? ;-) Spaß beiseite: Das mußt
Du sie schon selbst fragen. Aber sie sind diejenigen, die bestimmen, wie es
zu klingen hat - und auch, wie laut es zu sein hat.
Eine der häufigsten Fragen, die man als Tonmensch zu hören bekommt,
nämlich "Muß das so laut sein?", kann man ehrlich nur mit "leider ja"
beantworten.
> Und warum kommen die dafür nicht ins Konzentrationslager?
Ich weiß nicht, ob Du es schon mitbekommen hast oder noch verdrängst, aber
das Gelichter, das alle Menschen, die nicht dem eigenen Gusto entsprechen,
dort entsorgt, ist in Deutschland gottseidank seit 65 Jahren nicht mehr an
der Macht.
Meiner Meinung nach können die so viel Krach machen, wie sie wollen. Ich muß
da ja nicht hingehen, und wenn ich doch hin will, hab ich meine Hearsafes
dabei. 16 dB leiser ist es meist sehr angenehm.
vG
--
Diese Nachricht wurde mit freundlicher Unterstützung eines freilaufenden
Pinguins erstellt und ist garantiert frei von Microsoft-Viren.
> Gerald Gruner wrote:
>
> > Denn anscheinend kennen Tontechniker nur
> > eine Lautstärke: Maximum. Oder besser noch lauter.
>
> Du zielst auf die Falschen. Wenn der Veranstalter sagt: "110 dB
> auf allen Plätzen, oder ihr kriegt 20 Prozent weniger Kohle und
> nächstes Jahr macht den Job ein anderer", das überlegste dir in
> der Branche aber gut.
Du magst Recht haben. Der Tontechniker ist da nicht der Verursacher,
sondern der Veranstalter (bei größeren Veranstaltungen) oder der DJ
bzw. die Band selbst.
IMHO ist bei denen die Ansicht "lauter=besser" sehr weit verbreitet.
(Das mag auch an grassierenden Hörschäden durch ebendiese Lautstärke
liegen. Unter 100 dB hören sie nichts und das Klirren der
übersteuerten Anlage auch nicht. ;->)
> (Das mag auch an grassierenden Hörschäden durch ebendiese Lautstärke
> liegen. Unter 100 dB hören sie nichts und das Klirren der
> übersteuerten Anlage auch nicht. ;->)
Übrinx produziert auch das Außenohr einen Klirrfaktor, der bei höheren
Schalldrücken deutlich wird - da kann die Anlage so gut sein, wie sie will.
Ich war schon in Verunstaltungen, wo ich meine Gehörgänge klirren hörte. Da
bin ich meist aber sehr schnell wieder raus, ich will mit meinen Ohren ja
noch Geld verdienen. Bei 110 dBSPL sind 100% Prozent Lärmdosis nach ca. 20
Sekunden erreicht, d.h. die Belastung des Gehörs ist physiologisch-
theoretisch dann ebenso stark wie nach 8 Stunden mit 80 dBSPL.
vG
--
It takes a village to raise a child. (Afrikanisches Sprichwort)
-- <http://einklich.net> -- Ein Pinguin für jeden: <http://debian.org/> --
> Dieter Bruegmann wrote (15.08.2009 16:26):
>> [...]
Das ist ja mal clever: man antwortet erst über ein Jahr später,
weil dann kann man auch gleich noch darüber diskutieren, ob das
OP und dessen Autor überhaupt real waren, oder doch nur eine UL.
So geht hier auf einfache Weise nie der Gesprächsstoff aus! :-)
mike
> Mein Favorit für schlechte Akkustik ist die Westfalenhalle in Dortmund
> (Halle 1). Dort hatte ich vor einigen Jahren das zweifelhafte Vergnügen,
> Elton John live erleben zu dürfen.
Vielleicht lag das einfach daran, daß Elton an dem Abend einen schlechten
"Akkustik" verwendete? Dann wird er muffig, der Elton, das weiß mann ja.
Ich darf Dir jedenfalls als Zeitzeuge versichern, daß 1980 bei Pink Ployd
in der Westfalenhalle die Wände gewackelt haben und der Bär los war -- die
benutzten damals nämlich Kraftstrom aus der Dose. Und aattelschlepperweise
PA von einer Qualität, daß des Publikum, wenn David Gilmour seinen rechten
Daumen zum Einsatz brachte, gute drei Sandimeter über dem Boden schwebte
und auch ohne geeichtes Tonbestimmungsgerät sofort erkannte, daß das nie
im Leben ein hohes C war -- und genau /so/ muß ein geiler Sound klingen!
mike
Live unplugged open air. Freitag, 04.01.1985, 21:00 (Einlass 18:00),
Müngersdorfer Stadion. Vorprogramm u.a.: LL Cool J, Coolio, Kool Savas.
Haibe
--
Offizielles Mitglied der Killfiles von:
Wolfgang Gerber, Ralf Gunkel, Walter Sparbier
'tschuldigung, habe die Gruppe das erste mal abgerufen und nicht aufs Datum
geachtet... (habe aber beim Lesen der Beiträge viel gelacht, was viel
wichtiger war).
jbe
Kein Problem, war ja auch nicht böse gemeint. ;-) Willkommen!
mike
> Ralf . K u s m i e r z wrote:
> > Und warum kommen die dafür nicht ins Konzentrationslager?
>
> Ich weiß nicht, ob Du es schon mitbekommen hast oder noch verdrängst, aber
> das Gelichter, das alle Menschen, die nicht dem eigenen Gusto entsprechen,
> dort entsorgt, ist in Deutschland gottseidank seit 65 Jahren nicht mehr an
> der Macht.
Stimmt, das heutige Gelichter bringt solche Menschen
gleich im Heimatland um.