Ich bitte von moralisierenden Beiträgen hinsichtlich des Zwangs- bzw.
vormilitärischen Charakters der Lager zu verkneifen ;-)
WIMRE konnte man in den großen Ferien von der 4. bis zur 7. Klasse ins
Ferienlager fahren. Genaueres nachzulesen müßte in den Teilnehmerheft,
das jeder besaß und in dem vor allem die medizinischen Daten und
Untersuchungsergebnisse eingetragen waren, möglich sein. Vielleicht
findet sich meines ja wieder an.
Grundsätzlich verteilten sich die 8 Wochen Sommerferien auf 2 Wochen
Ferienspiele an der Schule, 2 Wochen Urlaub mit den Eltern und 2 Wochen
Ferienlager, der Rest war Gammel.
Ich war 3 Wochen im Ferienlager Eckertsberga, sicher einigen bekannt
durch die dortige Burg bzw. den Jugendwerkhof <s>, je 2 Wochen in
Haferfeld (bei Gernrode) und 2x2 Wochen in Pretsch,
Ja, es war das Pretsch bei Halle/S., mit der Hundeschule und den
Schnuppertüchern für "Oppositionelle".
Irgendwie verging die Zeit im Ferienlager immer mit Spielen, basteln,
Ausflüge und Gute-Nacht-Küßchen der Betreuerinen, meist
Pädagogikstudentinnen.
In so richtig in Erinnerung geblieben ist mir nur die Prügelei mit
"Dorf"kindern aus Eckertsberga, die uns auf Lagerwache "überfallen"
hatten. Leider kam unsere Verstärkung zu spät und die anschließende
Falle lief ins Leere. Aber Eckertsberga war generell die Ausnahme: das
erstemal im Ferienlager, gleich 3 Wochen und Besuche der Eltern am
Wochenende.
In Haferfeld war ein alter Arbeiterveteran Lagerleiter und sein
Stellvertreter war ein junger, dynamischer Politmensch. Es war sehr
trockenes Wetter und wir Kinder rangen dem Lagerleiter das Versprechen
ab, wenn es noch heute Abend regnet, dann dürfen wir in Badehose im
Regen herumspringen. Es regnete und wir sprangen .... etwa 5 min bis und
der Politmensch und wieder reingetrieben hatte. Der Lagerleiter wurde
mit Vorwürfen: Erkältungen, Verletzungsgefahr und Unverantwortlich
bedrängt :-(
Ich kann nicht sagen, daß ich mit übertriebener Freude in Ferienlager
gefahren bin, es gehörte nur irgendwie dazu. Lagerfeuerromantik lernte
ich auch erst später kennen. Eines blieb aber immer, bis zur NVA gleich:
Die Meoklub-Filmvorführungen und der furchtbare Tee.
Vielleicht fällt noch jemanden was zu Thema
Veith
--
So, wie Deutschland heute geeint ist, wird Europa bald eins sein.
(Gerhard Schröder, 03.10.2003)
http://TV.ddr-luftwaffe.de
> Grundsätzlich
Nein. Man konnte auch die ganzen 8 Wochen lang gammeln ohne das jemand
etwas dazu gesagt hätte.
> verteilten sich die 8 Wochen Sommerferien auf 2 Wochen
> Ferienspiele an der Schule,
Die Ferienspiele gab es in allen Schulferien und allen Ferientagen für
die Schüler der unteren Klassenstufen. Der Hintergrund ist die
Vollbeschäftigung und das nicht alle Eltern wollten, daß ihre Kinder den
ganzen Tag ohne Kontrolle zu Hause rumhängen.
> 2 Wochen Urlaub mit den Eltern und 2 Wochen
> Ferienlager,
Das hing alles von den Möglichkeiten der Eltern ab, ob und wielange sie
Urlaub (Ferienplatz etc) bekommen hatten. Ebenso hing die Länge, Ort und
überhaupt des Ferienlagers von den Möglichkeiten des Betriebes ab. Beim
Betrieb meiner Mutter war ich z.B. nie im Ferienlager weil die einfach
nicht genügend Plätze hatten.
Bye Kai
> On 23.11.2003 16:19, Peter Veith wrote:
> > Grundsätzlich
>
> Nein. Man konnte auch die ganzen 8 Wochen lang gammeln ohne das jemand
> etwas dazu gesagt hätte.
nun, ich wollte nur schreiben, wie es bei mir war.
Die beworbene DDR-Enzyklopädie schreibt etliche Seiten über die
"Feriengestaltung", u.a.: "Für die Aufgaben der F. stellt die DDR jedes
Jahr erhebliche finanzielle Mittel bereit. Im Jahr 1981 wurden rd. 300
Mill. Mark .... zur Verfügung gestellt, wovon der größte Teil - rd. 200
Mill. Mark - in die Einrichtung der Ferienlager fließt. Die gesamten
Mittel betrugen 1981 100 Mill. Mark mehr als noch 1971."
"In den großen Sommerferien Juli/August 1982 waren in der DDR von
insgesamt ca. 2,3 Mill. Schülern der Klassen 1-12 rd. 2 Mill.
durchschnittlich 3 Wochen »unterwegs«, davon in Ferienlagern allein rd.
1,3 Mill. Kinder; in Ferieneinrichtungen des FDGB verbrachten rd.
600.000 Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern zusammen die Ferien. Der
Rest der Schüler verbrachte seine Ferien zu Hause im Rahmen der
Veranstaltungen und Einrichtungen der örtlichen F."
"Schwerpunkt der Ferienlager sind die Betriebsferienlager, wovon 1981
insgesamt 5.000 mit ca. 900.000 Plätzen zur Verfügung standen. Die Lager
liegen zumeist in landschaftlich reizvollen Gegenden. Für den Unterhalt
kommen die Großbetriebe auf."
"Ein 3wöchiger Aufenthalt in einem Betriebsferienlager kostet die Eltern
pro Kind je nach Zahl der Kinder zwischen 6 und 12 Mark."
Peter Veith wrote:
> Hi folks,
[...]
> Grundsätzlich verteilten sich die 8 Wochen Sommerferien auf 2 Wochen
> Ferienspiele an der Schule, 2 Wochen Urlaub mit den Eltern und 2
> Wochen Ferienlager,
> der Rest war Gammel.
Oder es wurde zu Beginn der Ferien 14 Tage in einem Betrieb gearbeitet
um obiges mit zu finanzieren. Ab einem gewissen Alter natürlich.
:-)
BU
>"Schwerpunkt der Ferienlager sind die Betriebsferienlager, wovon 1981
>insgesamt 5.000 mit ca. 900.000 Plätzen zur Verfügung standen. Die Lager
>liegen zumeist in landschaftlich reizvollen Gegenden. Für den Unterhalt
>kommen die Großbetriebe auf."
Hilfsweise wurden auch geeignete Internate beschlagnahmt ;-), soweit die durch-
führende Einrichtung dazu berechtigt war.
Ich war von 1963 bis 1968 im Ferienlager-Alter:
1963 - altes Internat Seefahrtsschule Wustrow *
1964 - Reichsbahn-Ferienlager Proßnitz (Rügen) **
1965 - dito **
1966 - neues Internat Seefahrtsschule Wustrow **/***
1967 - Internat Ing.-Schule Eisenbahn Gotha ***/****
1968 - Austausch VR Ungarn - Parad *****
Gruppen: fein säuberlich getrennt nach Jungen/Mädchen - die ersten Jahre fand
ich das o.k Betreuer: Meist Pädagogik-Studenten, das war prima. Gearscht war
man, wenn man einen aus dem Betrieb abbekam, der auch noch meinen Vater kannte
und gleich hinterher über Missetaten ausgefragt wurde.
Veranstalter war das Min. f. Verkehrswesen. Soweit ich weiß, gab es teilweise
Altersbegrenzungen, d.h. Prosnitz für die Kleinen, Gotha für die Großen.
Bei beiden Eltern mitzufahren, hat imo nicht geklappt, da gab es eine Regel.
Der Vorschlag für den Auslandsaustausch ging nach Alter und Anzahl der
Ferienlager-Teilnahmen. Mit 14 war damals Schluß, da wurden die Ferien sowieso
zum Jobben gebraucht.
Ergänzung: Irgendwann kamen dann auch die Sommerlager für Pionier- und
FDJ-Funktionäre der Schulen (wobei da imo die Ansprüche an die Funktion nicht so
hoch waren) und die Lager für Arbeit und Erholung in Mode.
MfG
Norbert
Ich war in:
Günserode (heißt das so)
Angermünde
Mittelherwigsdorf (Dort malte ich Louis Corvalan für die Wandzeitung)
2x in der Pionierrepublik W.P. in den internationalen Sommerlagern.
(Die gingen allerdings mit Vorbereitungskurs 5 Wochen.)
BGE
Ferienarbeit war normal.Ab Klasse 8.
Von meiner 3 wöchigen Maloche in der zentralen Schlosserei des PCK
Schwedt konnte ich mir meine ersten Kopfhörer kaufen.
Es gab so zwischen 120 und 150 Mark für 3 Wochen 43,3/4 h Arbeit.
Und wir wurden als 14- 16 jährige nicht geschont.
Wärmetauscher entrosten. Gewindeteile nachschneiden.
Ein Gag war den Leuten Graphit in die Arbeitsschuhe zu streuen.
Der Hals war abends schwarz.
usw.
BGE
> Kann sich noch jemand an seine Ferienlageraufenthalte
> erinnern?
Ich war zweimal in Trittelwitz. Das ist ein kleines Nest bei Demmin.
Natur pur.
Vergangenes Jahr im Oktober habe ich dort zusammen mit meiner Cousine
noch einmal Urlaub gemacht. Ihre wichtigsten Jugenderlebnisse hängen
alle irgendwie mit diesem Ferienlager in Trittelwitz zusammen. Erst
war sie als Schulkind jedes Jahr dort und später als Helfer.
Da hier so viele Mecklenburger mitlesen: Kennt sich jemand mit den
Strömungsverhältnissen in der Peene aus? In meiner Heimat fließen
Flüsse gewöhnlich von der Quelle zur Mündung. In Mecklenburg dagegen
fließt anscheinend nicht nur die Zeit rückwärts, sondern auch die
Flüsse zur Quelle. Jedenfalls durfte ich ein solches Wunder der
Schöpfung erfahren, als ich auf der Peene paddeln wollte. Als
erfahrener Entdeckungsreisender plante ich die Tour so, dass ich die
erste Hälfte des Tages gegen die Strömung fahren und in der zweiten
Hälfte mit der Strömung zurückkehren würde. Trittelwitz liegt zwischen
Kummerower See und Demmin am rechten Ufer des Flusses (was auf
Mecklenburgisch wahrscheinlich bedeutet: am linken Ufer). Auf der
Landkarte befinden sich die Quellen der Peene jenseits des Kummerower
Sees, dann fließt sie scheinbar durch diesen hindurch, an Demmin und
Anklam vorbei, und mündet dann mit dem Peenestrom in die Ostsee.
Scheinbar! Denn als ich am Ufer stand, fiel mir auf, dass die Peene
nicht aus dem Kummerower See in Richtung Demmin fließt, sondern von
Demmin aus in den Kummerower See hinein! Wie lässt sich dieses
Phänomen erklären? Oder war das nur ein besonders perfider Trick der
Mecklenburger, um das verdutzde Gesicht eines Sachsen zu sehen?
Herzliche Grüße
Dirk
> Ich bitte von moralisierenden Beiträgen hinsichtlich des Zwangs-
> bzw. vormilitärischen Charakters der Lager zu verkneifen ;-)
Na gut, aber gerade der letzte Punkt ist meine bleibende
Erinnerung an das erste Ferienlager (Sommer '69 als
Zehnjähriger).
Irgendwie hatte die Gruppe damals (im Ferienlager Trassenheide der
Uni Jena, auf Usedom) zuviel Krawall gemacht und trotz Ermahnung
der Erzieherin nicht aufgehört.
Als Strafe mussten wir alle bei Dunkelheit heraus treten, im
Laufschritt zig-mal eine lange Freitreppe herauf und herunter
rennen (das war echtes Training, bis zur Erschöpfung), dann zwei
Stunden forcierten Nachtmarsch durchs Gelände (der Frau hinterher
traben, die eine wirklich gute Kondition hatte, sicher
Sportlehrerin oder was Ähnliches). Die Nachtruhe wurde um diese
Zeit gekürzt, danach gab's bis zur Abreise keine Klagen mehr.
Die militärische Parallele dazu war, 10 Jahre später, die
nächtliche Zwangsrunde um den Kleinen Jasmunder Bodden. (Anlass:
meine Kompanie wurde vom OvD beim Empfang schwedischer Sender im
Fernsehraum erwischt, in Prora ging das manchmal).
Auch noch: die Ferienlagergruppe war altersmäßig gemischt, und die
"EK-Bewegung" stand der, die ich beim Militär erlebt habe, kaum
nach. Kinder waren nicht nur heute grausam miteinander...
Wen der Antransport ("Reise" konnte man kaum sagen) interessiert:
ein endlos langer Zug aus dreiachsigen Rekowagen, die maximal 90
km/h fahren durften, fuhr von Saalfeld nach Stralsund. In Züssow
wurden wir in die unmodernisierte Variante (offene Plattformen,
Dampflok davor) gesteckt, die dann bis Trassenheide (mit Fußweg
in Wolgast) benutzt wurde. Der Pendel Zinnowitz - Peenemünde
bestand aus zwei rot-weißen Triebwagenanhängern (Altbau) mit V 23
(zweiachsiger Rangierdiesel) davor.
--
Grüße, Thomas (Mail-Reply: ir...@tom-wedekind.de)
Ferienlager war bei mir immer drei Wochen. Ja ich mußte auch.
Ab der 8. Klasse wurde dann das Ferienlager vom "Arbeitslager" ;-)
abgelöst, dh freiwillige Hilfsarbeit in einem Betrieb um das
Taschengeld deutlich aufzubessern, 300,- bis 500,- Ostmarken waren da
steuerfrei schon drin. Hatte zudem den heilsamen pädagogischen
Nebeneffekt, in der Schule bessere Noten zu bekommen, um nicht so in
der Produktion zu enden. Wäre heutzutage auch sehr zu empfehlen.
Erinnerungen: Lagerdisko (enge Begegnungen mit dem weiblichen
Geschlecht!), sadistische Neptunfeste, Nachtmarsch, Vesper mit Tee und
Kuchen, Briefchen in die Mädchenbaracke, Taschenlampenkult,
Nachtwächteraustricksen, erste Zigaretten probieren ohje,
Briefeschreiben nach Hause, Freßpakete.
Gute-Nacht-Küßchen von hübschen Padagogikstudentinnen als
Betreuerinnen.
Einer der Betreuer war immer komplett in Levis gekleidet, totaler
Neid; na zumindest dieses frühkindliche Trauma konnte ich später
kompensieren.
Ansonsten gab es ja viele Lagererlebnisse in einer DDR-Jugend:
(ZV-Lager meist nur für Mädchen), GST-Lager (grässlicher Verein mit
beschxxxenen Klamotten; ich glaube jeden September war der Ostharz ein
einziges paramilitärisches Camp), Trainingslager uva.
cu Peter
> Ergänzung: Irgendwann kamen dann auch die Sommerlager für Pionier- und
> FDJ-Funktionäre der Schulen (wobei da imo die Ansprüche an die Funktion nicht so
> hoch waren) und die Lager für Arbeit und Erholung in Mode.
Ich dreh das mal ganz frech um: Meines hiess "Lager für Erholung und
Arbeit". Wobei "Lager" an sich ja total hässlich klingt. ;) Es war
wirklich mehr Erholung als Arbeit, aber echt gut bezahlt. :) Wenn ich
mich recht erinnere gab es für die 17 Tage Aufenthalt 250 Mark (weiß
ich aber auch nicht mehr genau, können auch 400 gewesen sein, ich
bekam jedenfalls für 2 Sommerferienjobs je 400 Mark, einer davon war
Malern in der Charité).
Tagesablauf Montag bis Freitag (Samstag und Sonntag war frei):
6:00 Wecken
6:30-7:00 Frühstück
7:00-9:00 Arbeiten
9:00-9:30 2. Frühstück
9:30-12:00 oder 12:30 Arbeiten (Uhrzeit weiß ich nicht mehr genau,
aber ich denke eher letzteres, weil 12:00 die Ferienlagerkinder
gegessen haben)
12:30 Mittag
ab 13:00 Freizeit zur freien Verfügung, d. h. wir konnten eigentlich
tun und lassen, was wir wollten. Baden, in die Stadt gehen, in den
Wald wandern ;) ... OK, die Abmeldung, wohin wir gehen, war Pflicht.
22:00 Nachtruhe
Simona
> in AGs - 1986 die ganze Zeit in einer, 1988 die erste Hälfte in einer,
> die andere Hälfte in einer anderen. 1986 war ich bei der AG
> Wasserschutzpolizei, 1988 bei der Feuerwehr (die zweite hab ich
> vergessen).
Stimmt, jetzt fällt mir das mit den AGs auch ein. Ich war mal bei den
"Jungen Brandstiftern^^^^schutzhelfern". Da haben wir mit einem
Feuerlöscher (mittels einer Pumpe wurde Wasser aus ihm gedrückt) ein
extra gelegtes Feuer "bekämpft". Wir waren richtig stolz drauf.
> Da hier so viele Mecklenburger mitlesen: Kennt sich jemand mit den
> Strömungsverhältnissen in der Peene aus? In meiner Heimat fließen
> Flüsse gewöhnlich von der Quelle zur Mündung. In Mecklenburg dagegen
> fließt anscheinend nicht nur die Zeit rückwärts, sondern auch die
> Flüsse zur Quelle. Jedenfalls durfte ich ein solches Wunder der
> Schöpfung erfahren, als ich auf der Peene paddeln wollte.
Die Peene hat nicht sehr viel Gefälle, so das deine Beobachtung nicht
von der Hand zuweisen ist.
> Als
> erfahrener Entdeckungsreisender plante ich die Tour so, dass ich die
> erste Hälfte des Tages gegen die Strömung fahren und in der zweiten
> Hälfte mit der Strömung zurückkehren würde. Trittelwitz liegt zwischen
> Kummerower See und Demmin am rechten Ufer des Flusses (was auf
> Mecklenburgisch wahrscheinlich bedeutet: am linken Ufer). Auf der
> Landkarte befinden sich die Quellen der Peene jenseits des Kummerower
> Sees, dann fließt sie scheinbar durch diesen hindurch, an Demmin und
> Anklam vorbei, und mündet dann mit dem Peenestrom in die Ostsee.
> Scheinbar!
Weil da kommt noch etwas anderes dazu und das heißt Oder.
> Denn als ich am Ufer stand, fiel mir auf, dass die Peene
> nicht aus dem Kummerower See in Richtung Demmin fließt, sondern von
> Demmin aus in den Kummerower See hinein! Wie lässt sich dieses
> Phänomen erklären?
Wie gesagt, das Gefälle ist ab dem Kummerower See eher gering. Das liegt
daran, daß es früher mal einen Seitenarm der Oder gab der vom Haff
entgegengesetzt über den heutigen Verlauf der Peene in die Trebel (die
hat ein ähnliches Problem), bei Tribsees und Bad Sülze rüber in die
Recknitz und dann in die Ostsee mündete. Dieses bestätigten auch Bilder
aus dem Weltall über den Grundwasserstand während des letzten großen
Oderhochwassers. Warum aber die Oder diesen Seitenarm aufgab ist mir
nicht bekannt.
An diesem Seitenarm vermutet man übrigens auch die versunkene Stadt
Vineta von der man annimmt, daß sie bei Barth im Bodden liegt. Man kennt
einen alten Handelsplatz bei Rerik und einen auf Rügen und weiß, daß die
Handelsplätze an der Ostseeküste im Abstand einer Tagestour der
damaligen Boote waren und das das die Entfernung von 2 Tagen ist. Die
Mitte davon ist genau bei Barth.
Bye Kai
> Stimmt, jetzt fällt mir das mit den AGs auch ein. Ich war mal bei den
> "Jungen Brandstiftern^^^^schutzhelfern". Da haben wir mit einem
> Feuerlöscher (mittels einer Pumpe wurde Wasser aus ihm gedrückt) ein
> extra gelegtes Feuer "bekämpft". Wir waren richtig stolz drauf.
Der "Feuerlöscher" war nicht zufälligerweise eine Kübelspritze?
--
Gruss Uwe
--------- cut here with a very sharp knife ---------
Uwe Naumann eMail: uwe[at]vieledinge[dot]de
Web: http://www.vieledinge.de http://www.swllog.de
> Hi folks,
> ich möchte nach soviel Klassenkampf in den letzten Tagen auch etwas
> Folklore bieten: Kann sich noch jemand an seine Ferienlageraufenthalte
> erinnern?
Ja klar. War eine riesige Zeit, an die ich mich sehr gern erinnere.
> Ich bitte von moralisierenden Beiträgen hinsichtlich des Zwangs- bzw.
> vormilitärischen Charakters der Lager zu verkneifen ;-)
Gab es in meinem Ferienlager gar nicht. Ich schwöre. Pionierehrenwort.
Bei uns gab es nur den obligatorischen Begrüßungsapell,
Ernst-Thälmann-Gedenkapell, Abschlussapell. Das mitgebrachte Halstuch
oder FDJ-Hemd legte man sich ganz zwanglos um. ;) Zum Abschlussapell
bekamen die jeweils ordentlichste [1] Mädchen- und Jungengruppe (falls
die Gruppen mal gemischt waren die ordentlichsten 2 Gruppen) Bücher.
> WIMRE konnte man in den großen Ferien von der 4. bis zur 7. Klasse ins
> Ferienlager fahren.
War wohl unterschiedlich. Bei mir 1. bis 8. Klasse. In den
Winterferien 3 Durchgänge a 1 Woche (oder waren es 2 a 10 Tage, weiß
nicht mehr), in den Sommerferien 3 Durchgänge a 17 Tage. Später kam
für die "Großen" (9. und 10. Klasse) noch das "Lager für Erholung und
Arbeit" hinzu, das zu einem Sommerferienlagerdurchgang parallel
durchgeführt wurde. Eingeführt wurde das in dem Betrieb meines Opas
1986. Ich konnte genau in diesem Jahr leider nicht fahren, da mein Opa
das zu spät erfuhr und alle Plätze schon belegt waren. :( Dafür durfte
ich dann 1 Jahr später fahren.
> Genaueres nachzulesen müßte in den Teilnehmerheft,
> das jeder besaß und in dem vor allem die medizinischen Daten und
> Untersuchungsergebnisse eingetragen waren, möglich sein. Vielleicht
> findet sich meines ja wieder an.
Ich bin mir sicher, dass ich meins noch hab, bin bloss zu faul zu
suchen. ;)
> Grundsätzlich verteilten sich die 8 Wochen Sommerferien auf 2 Wochen
> Ferienspiele an der Schule, 2 Wochen Urlaub mit den Eltern und 2 Wochen
> Ferienlager, der Rest war Gammel.
Zu Ferienlager siehe weiter oben. Den Rest der Ferien habe ich
gegammelt (ab 8. Klasse auch 3 Wochen gearbeitet), da mit mir leider
niemand in Urlaub fahren konnte (ich wuchs bei meinen Großeltern auf).
> Ich war 3 Wochen im Ferienlager Eckertsberga, sicher einigen bekannt
> durch die dortige Burg bzw. den Jugendwerkhof <s>, je 2 Wochen in
> Haferfeld (bei Gernrode) und 2x2 Wochen in Pretsch,
Ausser nach der 2.Klasse (Retgendorf) war ich immer in Wuppgarten.[2]
Liebevoll auch Wuppi genannt. ;) Jeden Sommer und 1x auch im Winter.
> Irgendwie verging die Zeit im Ferienlager immer mit Spielen, basteln,
> Ausflüge und Gute-Nacht-Küßchen der Betreuerinen, meist
> Pädagogikstudentinnen.
Alles Arbeiterinnen und Arbeiter aus dem Betrieb meines Opas.
Ansonsten bestimmten wir Kinder das Programm. Nach vielen
Unterhaltungen mit etlichen anderen, scheint das nicht ganz konform
gewesen zu sein, wie die Ihre Berichte dann allerdings geschrieben
haben, ist mir auch heute noch egal. ;)
[Ferienlagererinnerungen]
Der Lagerleiter war bei uns immer der Gleiche. Oft auch der
Bademeister und die Erzieher. Wir Kinder kannten uns im Normalfall
auch alle schon (wir verabredeten uns immer schon in welchem Durchgang
wir im nächsten Jahr fahren). Es war ein ziemlich kleines Ferienlager.
Zugelassen für 48 Kinder je Durchgang (24 Mädchen, 24 Jungen). Es gab
Fussballturniere gegen die Nachbarferienlager, baden, baden, baden ...
Zeltlager für 3 Tage, bei denen auch kleinere Aufgaben zu erfüllen
waren (Pflanzenbestimmung und so Kram). Frühsport wurde beim
Begrüßungsapell vom Lagerleiter so angekündigt: "Wer mag steht 6:30
mit Sportzeug draussen.". Naja, da braucht man nicht lange überlegen,
wieviele draussen standen. ;) Am ersten Tag gab es die obligatorische
Läusekontrolle. Als ich dann nach der 10. Klasse zum wirklich
allerletzten Mal mitfuhr, "fuhrwerkte" der Lagerleiter eine halbe
Stunde mit den Worten "Ich finde eine Laus! Ich finde sie!" auf meinem
Kopf rum. Er konnte es nicht fassen, dass ich noch nie Läuse hatte.
Ich sollte in seiner Lagerleiterzeit auch das einzigste Kind bleiben,
das niemals Läuse hatte, alle anderen hatten mindestens 1x. :)
Also ich für meinen Teil erinnere mich gern an diese Zeit, dort war es
wirklich toll.
Zur Wende wurde das Ferienlager als erstes vom Betrieb abgeschafft
(wenig später dann auch der Betrieb, Kugelfischer hat da ganze Arbeit
geleistet ;)). Ich war ein paar Jahre später (mein Sohn konnte auf
jeden Fall schon laufen) mal mit meinen Männern dort und es bot sich
ein Bild der Verwüstung. Fenster eingeschlagen, alles was noch in den
Räumen war, wurde wahllos im Gelände verstreut. Die Bungalows für die
Urlauber standen wenn überhaupt nur noch teilweise. Aber das
allerwitzigste war: Wir trafen dort jemanden aus meiner
Fereinlagerzeit, der mit seinen Kumpels dort ne Grillparty
veranstaltete. Just diesen Sommer, bin ich wieder mit meinem Mann hin
gefahren und konnte Veränderungen wahrnehmen. Das Wohnhaus wurde
komplett saniert, vom Speisesaal mit Küche wurde die Küche weggerissen
und der Speisesaal saniert, das Haus für die Ferienlagerkinder ist
nach wie vor zerstört. Die "Bungalows" sind entsorgt. Mal schauen wie
es weiter geht. Das scheint jetzt dem Forstamt zu gehören. Die ehemals
zugehörige Badestelle zum Ferienlager ist überhaupt nicht mehr
begehbar (grossräumig eingezäunt).
Simona
[1] aufgeräumte Schränke, ordentlich gemachte Betten ...
[2] Wer nicht gurgeln mag: Das ist bei Lychen am Zenssee und
Platkowsee. Die Pension die da über Gurgel gefunden wird, war eines
der Nachbarferienlager, wenn ich mich recht erinnere, international.
>>in AGs - 1986 die ganze Zeit in einer, 1988 die erste Hälfte in einer,
>>die andere Hälfte in einer anderen. 1986 war ich bei der AG
>>Wasserschutzpolizei, 1988 bei der Feuerwehr (die zweite hab ich
>>vergessen).
>
> Stimmt, jetzt fällt mir das mit den AGs auch ein. Ich war mal bei den
> "Jungen Brandstiftern^^^^schutzhelfern".
Ja, dort waren die Schlimmsten versammelt.
> Da haben wir mit einem
> Feuerlöscher (mittels einer Pumpe wurde Wasser aus ihm gedrückt) ein
> extra gelegtes Feuer "bekämpft". Wir waren richtig stolz drauf.
In Bad Doberan war auch in Schüler in der AG "Junge Feuerwehr". Als er
nun in der 10. Klasse angekommen immer noch keinen Brand löschen konnte,
setzte er kurzerhand das Gebäude der Schulspeisung in Brand (das war ein
erst wenige Jahre zuvor umgebautes ehemaliges Gebäude des Klosters; die
Ruine kann man heute noch gegenüber des Kornhauses sehen). Im
Dachgeschoß war auch sinnigerweise ein Lager vom VEB Pharmaziebedarf, wo
die aufgekauften Kräuter gelagert wurden. Sowas brennt schließlich wie
Zunder. Er hat aber noch solange mit dem Feuer gewartet bis die
Mitarbeiterinnen mit ihrer Frauentagsfeier zu Ende waren.
Es kann natürlich auch sein das er den Brand nur deshalb gelegt hat weil
ihm das Essen der Vitakotz^H^Hst (so hieß der Schulspeisungsbetrieb)
nicht geschmeckt hat.
Bye Kai
> Vielleicht fällt noch jemanden was zu Thema
>
Hä?
Interessant waren auch die Nächte in den Schlafbaracken der Vorpubertären:
Stichwort Bettnässer,Schlafwandler,Schniedelwutz-Zeiger ,-Anfasser
und -Anfassenlasser.
Einer hatte einen so groß wie ein Fingerhut!(allerdings auch so eine Nase
- Nase est omen - ),den er gerne zeigte.Was aus dem wohl geworden sein wird?
Dem Typen,meine ich.
Schlafgewandelt bin ich selbst einmal wissentlich.
War natürlich blöd,als ich als einziges Landei einer Truppe von Stadtjungs
erklären
sollte,weshalb ich nächtens in deren Bettennähe herumgeisterte. Wirre
Monologe
gabs wohl auch.
Und wenn ich an die wunderschönen 16 - 17 jährigen Betreuermädels in
Badeanzügen
denke - wir damals so um die 12 - 13 Jahre alt. Uff,da könnte man noch heute
ganz weich?
werden!
An gleichaltrige Mädchen kann ich mich überhaupt nicht entsinnen.
Gab es getrennte Lager für Jungs ,Mädels und die dritte Fraktion?
Scheiß Alzheimer aber auch.
Oder hatte die DDR die Coeducation gerade wieder mal als kapitalistisch
verteufelt?
(Das könnte dem Peterchen so passen,hier eine unpolitische Folkloreschnulze
anzuleiern.
Wo bleibt denn da der Klassenstandpunkt? Oder gabs für den auch Ferien?)
Ansonsten: Danke Peter für das Thema, - sehr angenehm in den Erinnerungen zu
kramen.
Klick Auf Micha
Thomas Wedekind schrieb:
>
> Peter Veith wrote:
>
> > Ich bitte von moralisierenden Beiträgen hinsichtlich des Zwangs-
> > bzw. vormilitärischen Charakters der Lager zu verkneifen ;-)
>
> Na gut, aber gerade der letzte Punkt ist meine bleibende
> Erinnerung an das erste Ferienlager (Sommer '69 als
> Zehnjähriger).
>
> Irgendwie hatte die Gruppe damals (im Ferienlager Trassenheide der
> Uni Jena, auf Usedom) zuviel Krawall gemacht und trotz Ermahnung
> der Erzieherin nicht aufgehört.
>
> Als Strafe mussten wir alle bei Dunkelheit heraus treten, im
> Laufschritt zig-mal eine lange Freitreppe herauf und herunter
> rennen (das war echtes Training, bis zur Erschöpfung), dann zwei
> Stunden forcierten Nachtmarsch durchs Gelände (der Frau hinterher
> traben, die eine wirklich gute Kondition hatte, sicher
> Sportlehrerin oder was Ähnliches). Die Nachtruhe wurde um diese
> Zeit gekürzt, danach gab's bis zur Abreise keine Klagen mehr.
>
Hi, wer sagt es denn. Ziel erreicht. Du sagst es selbst:...danach gab's
bis zur Abreise keine Klagen mehr.
Ursache und Wirkung! .:))
Sig, auch Ferienlager mit an die 50 Lehrerkindern(!) in Eisenberg/Thür
"verwaltet".
>Ferienarbeit war normal.Ab Klasse 8.
>Von meiner 3 wöchigen Maloche in der zentralen Schlosserei des PCK
>Schwedt konnte ich mir meine ersten Kopfhörer kaufen.
>Es gab so zwischen 120 und 150 Mark für 3 Wochen 43,3/4 h Arbeit.
>Und wir wurden als 14- 16 jährige nicht geschont.
>Wärmetauscher entrosten. Gewindeteile nachschneiden.
Wann war das? Bei uns waren (Zeitschiene 1969-71) 100 Mark pro Woche
erstrebenswert, die gab es im DEFA-Kopierwerk im Transport (Salzsäcke,
Filmschachteln usw. bewegen). Kam man ran, wenn man sich zeitig genug kümmerte.
Bei Technische Gase in Niederschöneweide war es noch besser, da waren
CO2-Flaschen zu kontrollieren und instandzusetzen. Den Job gabs nur per
Beziehung.
MfG
Norbert
>Wen der Antransport ("Reise" konnte man kaum sagen) interessiert:
>ein endlos langer Zug aus dreiachsigen Rekowagen, die maximal 90
>km/h fahren durften, fuhr von Saalfeld nach Stralsund. In Züssow
>wurden wir in die unmodernisierte Variante (offene Plattformen,
>Dampflok davor) gesteckt, die dann bis Trassenheide (mit Fußweg
>in Wolgast) benutzt wurde. Der Pendel Zinnowitz - Peenemünde
>bestand aus zwei rot-weißen Triebwagenanhängern (Altbau) mit V 23
>(zweiachsiger Rangierdiesel) davor.
Prosnitz wurde noch per Kleinbahn angesteuert, d.h. Sonderzug von Berlin nach
Altefähr, dann mit der Kleinbahn von Altefähr nach Gustow, und das letzte Stück
per Pendelbus. Die Kleinbahnstrecke gibts heute nicht dort mehr, war imo
Altefähr - Putbus.
MfG
Norbert
>Ansonsten gab es ja viele Lagererlebnisse in einer DDR-Jugend:
>(ZV-Lager meist nur für Mädchen), GST-Lager (grässlicher Verein mit
>beschxxxenen Klamotten; ich glaube jeden September war der Ostharz ein
>einziges paramilitärisches Camp), Trainingslager uva.
Ich bin als Lehrling zweimal ins Berliner FDJ-Sommerlager am Hölzernen See
mitgefahren (1973 und 74). Erstmal gabs dafür eine Freistellung, und das
Programm war auch nicht schlecht. Viel Kultur (Kino, Bands, Disco) und Sport,
Baden zu fast jeder Tages- und Nachtzeit, gut verpackte Politik (z. B. ein
China-Film, der öffentlich nie gezeigt wurde, relativ offene Diskussionen mit
Bezirks-Funktionären, Fragestunden mit Promis usw.). Der Geist der
Weltfestspiele wirkte irgendwie nach.
Unterkunft, Essen usw. paßte, es war auch normalerweise genügend Bier da, die
Tagesabläufe wurden liberal gehandhabt. Und seeehr wichtig: Viele hübsche Mädels
passenden Alters (fast alle aus Berlin, was schon gut war für die Zeit danach).
MfG
Norbert
> Sig, auch Ferienlager mit an die 50 Lehrerkindern(!) in Eisenberg/Thür
> "verwaltet".
Na bei Lehrerkindern dürfte doch alles voll krass korrrekt geflutscht sein.
Da hatzte ja `n Lenz.
Was macht eigentlich der Zachenkarl?
Klick Auf Micha
>> Denn als ich am Ufer stand, fiel mir auf, dass die Peene
>> nicht aus dem Kummerower See in Richtung Demmin fließt, sondern von
>> Demmin aus in den Kummerower See hinein! Wie lässt sich dieses
>> Phänomen erklären?
>
> Wie gesagt, das Gefälle ist ab dem Kummerower See eher gering. Das liegt
> daran, daß es früher mal einen Seitenarm der Oder gab der vom Haff
> entgegengesetzt über den heutigen Verlauf der Peene in die Trebel (die
> hat ein ähnliches Problem), bei Tribsees und Bad Sülze rüber in die
> Recknitz und dann in die Ostsee mündete.
Danke! Damit weiß ich nun schon einmal, woher die entgegengesetzte
Strömung kommt. Nun bleibt noch eine Frage ungeklärt: Das Stück
zwischen Kummerower See und Demmin liegt ja jenseits der Trebel. Aber
auch dort fließt der Fluss rückwärts in den Kummerower See hinein. Wo
bleibt das ganze Wasser? Der See läuft ja nicht über.
Im "Atlas für Motortouristik der Deutschen Demokratischen Republik"
aus dem Jahre 1974, EVP 17,00 M (wir sind noch on-topic), habe ich nur
eine mögliche Wasserverbindung gefunden: Bei Granzow, südlich von
Gnoien, ist ein Rinnsal eingezeichnet, das den Quellsee der nördlichen
Peene mit dem Bach Warbel verbindet, welcher wiederum in die Trebel
mündet, die zur Ostsee führt. Ist es tatsächlich so, dass die
Wassermassen der zurückgestauten Peene durch dieses Rinnsal abfließen?
Ich merke gerade: Mecklenburg ist hochinteressant für dilettierende
Geografen.
Herzliche Grüße
Dirk
> Danke! Damit weiß ich nun schon einmal, woher die entgegengesetzte
> Strömung kommt. Nun bleibt noch eine Frage ungeklärt: Das Stück
> zwischen Kummerower See und Demmin liegt ja jenseits der Trebel.
Die Höhe auf Flußniveau ändert sich aber nicht dramatisch westlich von
Demmin.
> Aber
> auch dort fließt der Fluss rückwärts in den Kummerower See hinein. Wo
> bleibt das ganze Wasser? Der See läuft ja nicht über.
Der See ist groß und soviel Wasser will da auch nicht abfließen.
Irgendwann kommt es schonmal bis zur Ostsee. ;-)
> Im "Atlas für Motortouristik der Deutschen Demokratischen Republik"
> aus dem Jahre 1974, EVP 17,00 M (wir sind noch on-topic), habe ich nur
> eine mögliche Wasserverbindung gefunden: Bei Granzow, südlich von
> Gnoien, ist ein Rinnsal eingezeichnet, das den Quellsee der nördlichen
> Peene mit dem Bach Warbel verbindet, welcher wiederum in die Trebel
hier meinst du die Recknitz.
> mündet, die zur Ostsee führt. Ist es tatsächlich so, dass die
> Wassermassen der zurückgestauten Peene durch dieses Rinnsal abfließen?
Wenn dann war es allenfalls ein weiterer Nebenarm der Oder in dem von
mir genannten Zusammenhang. Die Peene sollte man IMHO in diesem
Zusammenhang nicht überbewerten.
Die Warnow hatte früher auch mehrere Mündungen und nicht nur die heutige
bei Warnemünde. Auf der Karte sieht man von Schwaan ausgehend ein
kleines Bächlein das bei Bölkow, Stäbelow, Parkentin, Bartenshagen
langgeht und dann in den Conventer See mündet. AFAIR haben die Doberaner
Mönche dafür gesorgt das diese Mündung um 1500irgendwas in Schwann
abgeriegelt wurde, weil es davon noch einen Nebenarm gab der über
Doberan und Hinterbollhagen bei Kühlungsborn in die Ostsee mündete und
somit genau an ihrem Kloster vorbei führte.
> Ich merke gerade: Mecklenburg ist hochinteressant für dilettierende
> Geografen.
ACK
Bye Kai
> "Siegfried Tränkner" <dl0...@t-online.de>
> > Sig, auch Ferienlager mit an die 50 Lehrerkindern(!) in Eisenberg/Thür
> > "verwaltet".
> Na bei Lehrerkindern dürfte doch alles voll krass korrrekt geflutscht sein.
> Da hatzte ja `n Lenz.
Ha! Micha, da muß ich Dir jetzt leider die Kompetenz absprechen.
Merke: "Des Lehrers Kinder, des Pastors Vieh, gedeihen selten oder nie!"
Und das ist nichts als die Wahrheit ...
Peter
--
"Der Westen hat, und das ist ein so alter Trick, die Moral eingeführt, um
über Politik nicht reden zu müssen." (ronald m. schernikau)
http://DDR-LUFTWAFFE.de
Veith schrieb:
>
> Michael Hunger wrote:
>
> > "Siegfried Tränkner" <dl0...@t-online.de>
> > > Sig, auch Ferienlager mit an die 50 Lehrerkindern(!) in Eisenberg/Thür
> > > "verwaltet".
>
> > Na bei Lehrerkindern dürfte doch alles voll krass korrrekt geflutscht sein.
> > Da hatzte ja `n Lenz.
>
> Ha! Micha, da muß ich Dir jetzt leider die Kompetenz absprechen.
>
> Merke: "Des Lehrers Kinder, des Pastors Vieh, gedeihen selten oder nie!"
> Und das ist nichts als die Wahrheit ...
Hi, ich sehe, auch Peter ist auf dem Laufenden, hatte seine Mail nur
nicht gelesen, denn sonst hätte ich mir meinen Kommentar ersparen
können.
Ich glaube aber, Micha wußte schon wo es langgeht, hi.
Sig
Michael Hunger schrieb:
>
> "Siegfried Tränkner" <dl0...@t-online.de>
>
> > Sig, auch Ferienlager mit an die 50 Lehrerkindern(!) in Eisenberg/Thür
> > "verwaltet".
>
> Na bei Lehrerkindern dürfte doch alles voll krass korrrekt geflutscht sein.
> Da hatzte ja `n Lenz.
Das denkst DU, denn " Lehrers Kinder, Pastors Vieh, gedeihen selten aber
nie. " -:))
Naja, in den ersten Abenden durchgegriffen, dann fluschte das wirklich.
Ab und zu trifft man noch einige, oje, die haben nun auch schon Kinder.
>
> Was macht eigentlich der Zachenkarl?
Der weilt schon lange nicht mehr auf dieser Welt.
Mein Kommentar zu meinem Kinderferienlager später...
Grüsse, Sig
>> Wie gesagt, das Gefälle ist ab dem Kummerower See eher gering. Das
>> liegt daran, daß es früher mal einen Seitenarm der Oder gab der vom
>> Haff entgegengesetzt über den heutigen Verlauf der Peene in die
>> Trebel (die hat ein ähnliches Problem), bei Tribsees und Bad Sülze
>> rüber in die Recknitz und dann in die Ostsee mündete.
>
> Danke! Damit weiß ich nun schon einmal, woher die entgegengesetzte
> Strömung kommt. Nun bleibt noch eine Frage ungeklärt: Das Stück
> zwischen Kummerower See und Demmin liegt ja jenseits der Trebel. Aber
> auch dort fließt der Fluss rückwärts in den Kummerower See hinein. Wo
> bleibt das ganze Wasser? Der See läuft ja nicht über.
Na ja, ganz so als durchgehende rückwärtige Strömung kann man das nicht
sehen.
Die Peene hat zwischen Aalbude (Ausgang Kummerower See) und Anklam
kurz vor dem Peenestrom 2(!)cm Gefälle. Wenn nun auf den Peenestrom der
Wind auflandig bläst, treibt er Wasser rückwärts über den Strom in das
Oderhaff.
Logischerweise ist da auch die Peene mitbetroffen und diese kleine
"Flutwelle" erzeugt den Eindruck des zurückfließenden Wassers.
Es fließt gelegentlich auch andersherum :)
Dieser Rückstau ist auch die Ursache für die Peenehochwasser, das
letzte im vorigen Frühjahr. Das Wasser kann einfach nicht schnell genug
weg und fließt in die Wiesen bzw es wird aus dem Peenestrom zurück in
die Peene gedrückt.
Der Einfluß der Grundwasserströme ist lt. der Aussage meines Vaters
eher marginal, der sollte es eigentlich wissen, er hat fast 20J ahre in
Demmin in der Meliorationsgenossenschaft "Demminer Gewässer" als
Bauleiter gearbeitet und sich mit Deichen und Gräben rings um Demmin
beschäftigt.
> Im "Atlas für Motortouristik der Deutschen Demokratischen Republik"
> aus dem Jahre 1974, EVP 17,00 M (wir sind noch on-topic), habe ich
> nur eine mögliche Wasserverbindung gefunden: Bei Granzow, südlich von
> Gnoien, ist ein Rinnsal eingezeichnet, das den Quellsee der
> nördlichen Peene mit dem Bach Warbel verbindet, welcher wiederum in
> die Trebel mündet, die zur Ostsee führt. Ist es tatsächlich so, dass
> die Wassermassen der zurückgestauten Peene durch dieses Rinnsal
> abfließen?
<räusper> Die Trebel führt aber auch nach Demmin und mündet dort in die
Peene...
Wenn ich mich recht erinnere, kann man im gesamten Gebiet
Westpeene/Trebel/Recknitz nicht von eindeutigen Fließrichtungen
sprechen, die Höhenunterschiede sind einfach zu gering. Die Warbel
selbst bildet nämlich auch eine Verbindung zwichen Trebel und Darguner
Klostersee und von dort wieder in die Peene.
Vater spricht bei solchen Debatten immer vom "Peenedelta".
Frank
--
> Ich habe Zone Alarm in Hintergrund mitlaufen, das ist fuer mich
> Pflicht.
ich habe eine Schüssel Weihwasser neben der Tastatur stehen. Das
hilft genauso. [Jürgen Schmadlak in <u67uq9...@news.schmadlak.net>]
>> Kann sich noch jemand an seine Ferienlageraufenthalte
>> erinnern?
>
> Ich war zweimal in Trittelwitz. Das ist ein kleines Nest bei Demmin.
> Natur pur.
Unsere Schule hatte ihr Schwimmlager in Verchen...
Warst du vor oder nachdem die Biber die Peeneniederung als neue Heimat
gefunden haben dort?
Danach wurde es gelegentlich etwas schwierig, in die Wiesen zu kommen,
weniger aus biberbautechnischen Gründen, sondern mehr aus
Naturschutzmäßigen.
Frank
--
"Etwas unheimliches geht vor sich-also muß eine Frau dahinterstecken."
[Al Bundy]
>> Ich war zweimal in Trittelwitz. Das ist ein kleines Nest bei Demmin.
>> Natur pur.
>
> Unsere Schule hatte ihr Schwimmlager in Verchen...
> Warst du vor oder nachdem die Biber die Peeneniederung als neue Heimat
> gefunden haben dort?
> Danach wurde es gelegentlich etwas schwierig, in die Wiesen zu kommen,
> weniger aus biberbautechnischen Gründen, sondern mehr aus
> Naturschutzmäßigen.
Damals habe ich das nicht bewusst wahrgenommen. Im vergangenen Jahr
war das Gebiet um das ehemalige Ferienlager herum (Richtung Klenz)
aber problemlos begehbar. Ich vermute, du meinst das große Sumpfgebiet
westlich von Trittelwitz. Das war damals nicht unser Revier.
Herzliche Grüße
Dirk
>> Im "Atlas für Motortouristik der Deutschen Demokratischen Republik"
>> aus dem Jahre 1974, EVP 17,00 M (wir sind noch on-topic), habe ich
>> nur eine mögliche Wasserverbindung gefunden: Bei Granzow, südlich von
>> Gnoien, ist ein Rinnsal eingezeichnet, das den Quellsee der
>> nördlichen Peene mit dem Bach Warbel verbindet, welcher wiederum in
>> die Trebel mündet, die zur Ostsee führt. Ist es tatsächlich so, dass
>> die Wassermassen der zurückgestauten Peene durch dieses Rinnsal
>> abfließen?
>
> <räusper> Die Trebel führt aber auch nach Demmin und mündet dort in die
> Peene...
Ja, das bemerkte schon Kai Garlipp. Also: Peene, "Rinnsal" bei
Granzow, Warbel, Trebel, Kanal(?) zur Recknitz, Recknitz, Ostsee.
> Wenn ich mich recht erinnere, kann man im gesamten Gebiet
> Westpeene/Trebel/Recknitz nicht von eindeutigen Fließrichtungen
> sprechen, die Höhenunterschiede sind einfach zu gering.
Es könnte also sein, dass die Fließrichtung von Zeit zu Zeit wechselt.
Als ich vergangenes Jahr eine Woche dort war, floss die Peene immer
mit _merklicher_ Strömung von Demmin aus in den Kummerower See hinein.
Deshalb fragte ich mich: Warum läuft der Kummerower See nicht über und
überflutet die Gipfel der Mecklenburgischen Schweiz?
Herzliche Grüße
Dirk
>>Wenn ich mich recht erinnere, kann man im gesamten Gebiet
>>Westpeene/Trebel/Recknitz nicht von eindeutigen Fließrichtungen
>>sprechen, die Höhenunterschiede sind einfach zu gering.
>
> Es könnte also sein, dass die Fließrichtung von Zeit zu Zeit wechselt.
Ja. Und wenn "man" ein bischen mit dem Wasserstand der Ostsee und der
Höhe des Erdboden spielt, dürfte man relativ einfach ein anderes
Flußverhalten bezüglich dauerhafter Fließrichtung und Abflußort erhalten.
> Als ich vergangenes Jahr eine Woche dort war, floss die Peene immer
> mit _merklicher_ Strömung von Demmin aus in den Kummerower See hinein.
> Deshalb fragte ich mich: Warum läuft der Kummerower See nicht über und
> überflutet die Gipfel der Mecklenburgischen Schweiz?
Es gibt dort keine großen Zuflüsse. Die Peene hat nicht soviel Wasser
wie die Elbe (wenn sie denn mal wieder Wasser hat). Es gibt kein Gebirge
im Unterlauf besonders viele Niederschläge fallen oder es eine große
Schneeschmelze im Frühjahr gibt. Und wenn der Wind sich dreht fließt
auch das Wasser wieder ab in Richtung Haff.
Bye Kai
> WIMRE konnte man in den großen Ferien von der 4. bis zur 7. Klasse
Das mag für Trentrale Pionierlagen gegolten haben, bei Betriebsferienlagern
(mMn der häufigere Fall) waren die Grenzen nicht so starr.
> ins
> Ferienlager fahren. Genaueres nachzulesen müßte in den Teilnehmerheft,
> das jeder besaß
Das galt mMn auch nur für ZPL, nicht für Betriebsferienlager, jedenfalls
nicht zwingend.
Matthias
--
Die englischen Nadeln lassen sich durch das feinste Nadelöhr
ziehen. Prof. Galletti
** Wer zum Kuckuck ist Galletti? => http://www.galletti.de/ **
## Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Adresse löschen ##
> Ferienlager war bei mir immer drei Wochen.
Das war aber nicht typisch. Typisch waren drei Belegungen, und
dreimal drei Wochen passen nicht in acht Wochen Sommerferien.
> Vielleicht fällt noch jemanden was zu Thema
Die erste und letzte Nacht wird durchgemacht (d. h. 24 Uhr überstehen).
Gelegentlich zweier Schullandaufenthalte meines Sohnes habe ich
festgestellt, dass heute noch abends im Bett die gleichen Witze
erzählt werden wie vor 30 Jahren.
Ca 74-76.
100 Mark pro Woche gabs garantiert nicht.
ich konnte grad den Kopfhörer bezahlen.
Allerdings ohnen Schichten.
Dann später hab ich nochmal auf dem gesamten Gelände
Schieber ausgegraben. Für die Feuerwehr. Zur Wartung.
Mit der Schaufel bis 2 mtr tief.
BGE
>Norbert Möller wrote:
>>
>> Wann war das? Bei uns waren (Zeitschiene 1969-71) 100 Mark pro Woche
>> erstrebenswert, die gab es im DEFA-Kopierwerk im Transport (Salzsäcke,
>> Filmschachteln usw. bewegen). Kam man ran, wenn man sich zeitig genug kümmerte.
>
>Ca 74-76.
>100 Mark pro Woche gabs garantiert nicht.
>ich konnte grad den Kopfhörer bezahlen.
Meine Erinnerung sollte stimmen. Vergleichbar: Jungfacharbeiter Bahn
1. FA-Lohngruppe _netto_ ca. 500/530 M je Monat in Berlin. Wir arbeiteten in der
regulären Transport/Hofkolonne. Waren das in Schwedt spezielle
Schülerarbeitsplätze?
MfG
Norbert
Korrigiere mich: die ganz überwiegende Mehrheit waren drei
Wochen-Durchgänge, zwei Wochen waren nur was für Muttersöhnchen und
Vatis Liebling.
cu Peter
Die sorglose DDR-Kindheit kann mir niemand nehmen, niemals! Da sei auf
alle Markenklamotten dreimal geschxxxxx!
> > Als Strafe mussten wir alle bei Dunkelheit heraus treten, im
> > Laufschritt zig-mal eine lange Freitreppe herauf und herunter
> > rennen (das war echtes Training, bis zur Erschöpfung), dann zwei
> > Stunden forcierten Nachtmarsch durchs Gelände (der Frau hinterher
> > traben, die eine wirklich gute Kondition hatte, sicher
> > Sportlehrerin oder was Ähnliches). Die Nachtruhe wurde um diese
> > Zeit gekürzt, danach gab's bis zur Abreise keine Klagen mehr.
>
> Hi, wer sagt es denn. Ziel erreicht. Du sagst es selbst:...danach gab's
> bis zur Abreise keine Klagen mehr.
> Ursache und Wirkung! .:))
So'n Blödsinn hab ich mir als Ferienlager-Ltr. verkniffen.
> Sig, auch Ferienlager mit an die 50 Lehrerkindern(!) in Eisenberg/Thür
> "verwaltet".
Was heißt verwaltet? Wirtschaftsleitung? Meine Wirtschaftsleiterin kam
später wegen Unterschleifen ins Feste Haus. Ich hatte im Lager über
120 Kinder - nach drei Wochen war ich dann nervlich ziemlich
strapaziert, wozu allerdings auch die Gruppenltr. einen wesentlichen
Beitrag leisteten - FR
> Ferienlager war bei mir immer drei Wochen. Ja ich mußte auch.
>
> Ab der 8. Klasse wurde dann das Ferienlager vom "Arbeitslager" ;-)
> abgelöst, dh freiwillige Hilfsarbeit in einem Betrieb um das
> Taschengeld deutlich aufzubessern, 300,- bis 500,- Ostmarken waren da
> steuerfrei schon drin. Hatte zudem den heilsamen pädagogischen
> Nebeneffekt, in der Schule bessere Noten zu bekommen, um nicht so in
> der Produktion zu enden. Wäre heutzutage auch sehr zu empfehlen.
>
> Erinnerungen: Lagerdisko (enge Begegnungen mit dem weiblichen
> Geschlecht!), sadistische Neptunfeste, Nachtmarsch, Vesper mit Tee und
> Kuchen, Briefchen in die Mädchenbaracke, Taschenlampenkult,
> Nachtwächteraustricksen, erste Zigaretten probieren ohje,
> Briefeschreiben nach Hause, Freßpakete.
Was denn, keine Nachtwanderung? Ich war mal Gruppenltr. in einem Lager
auf Rügen, da ging die Nachtwanderung am Strand entlang (Schnapsidee
des Lagerleiters - das Betreten des Strandes war wg. Grenzgebiet in
der Dunkelheit verboten). Leider hielten die Gören zwei
aufmunitionierte Grenzer für das üblicherweise auftretende Gespenst
und bewarfen die mit allerhandlei. Das hätte Böse enden könne, blieb
aber folgenlos.
> Gute-Nacht-Küßchen von hübschen Padagogikstudentinnen als
> Betreuerinnen.
Na, also sowas! Kenne ich nicht, auch nicht aus dem Lager der Evangel.
Kirche in Zinnowitz auf Usedom, wo ich als Kind war. Wie man seinem
Buche "Von Möpsen und Menschen" entnehmen kann, war auch Loriot mal in
diesem Lager - FR
> > Ferienlager war bei mir immer drei Wochen.
>
> Das war aber nicht typisch. Typisch waren drei Belegungen, und
> dreimal drei Wochen passen nicht in acht Wochen Sommerferien.
Doch, irgendwie ging das. Bei uns hieß das nicht Belegung sondern
Durchgänge und deren hatten wir dreie pro Sommer. Unglücklicherweise
hatte ich immer den, in den Thälmanns Geburtstag fiel. Da mußte beim
Morgenappell, den ich nicht jeden Tag abhielt, was passendes gesagt
werden. Zunächst bemängelte ich die selbst meinen liberalen Ansprüchen
noch immer nicht genügende Disseplin und gab das Wort der
Pionierleiterin, die dann irgendwelchen Blödsinn stammelte - FR
> > Stimmt, jetzt fällt mir das mit den AGs auch ein. Ich war mal bei den
> > "Jungen Brandstiftern^^^^schutzhelfern". Da haben wir mit einem
> > Feuerlöscher (mittels einer Pumpe wurde Wasser aus ihm gedrückt) ein
> > extra gelegtes Feuer "bekämpft". Wir waren richtig stolz drauf.
>
> Der "Feuerlöscher" war nicht zufälligerweise eine Kübelspritze?
Jenau. Die Dinger standen bei uns überall rum und wurden von meinen
Gruppenltrn. und anderem Personal schwer mißbräuchlich dazu benutzt,
sich gegenseitig zu netzen - FR
Florian Ritter schrieb:
>
> Siegfried Tränkner <dl0...@t-online.de> wrote in message news:<3FC179A6...@t-online.de>...
>
> > > Als Strafe mussten wir alle bei Dunkelheit heraus treten, im
> > > Laufschritt zig-mal eine lange Freitreppe herauf und herunter
> > > rennen (das war echtes Training, bis zur Erschöpfung), dann zwei
> > > Stunden forcierten Nachtmarsch durchs Gelände (der Frau hinterher
> > > traben, die eine wirklich gute Kondition hatte, sicher
> > > Sportlehrerin oder was Ähnliches). Die Nachtruhe wurde um diese
> > > Zeit gekürzt, danach gab's bis zur Abreise keine Klagen mehr.
Das hier habe ich nicht verbrochen!
> >
> > Hi, wer sagt es denn. Ziel erreicht. Du sagst es selbst:...danach gab's
> > bis zur Abreise keine Klagen mehr.
> > Ursache und Wirkung! .:))
>
> So'n Blödsinn hab ich mir als Ferienlager-Ltr. verkniffen.
Irrtum, der 1. Abschnitt war nicht von mir, bitte richtig lesen und
nicht sinnentstellend kürzen!
>
> > Sig, auch Ferienlager mit an die 50 Lehrerkindern(!) in Eisenberg/Thür
> > "verwaltet".
>
> Was heißt verwaltet?
Nee, alles, wir waren nur zu zweit. Verwaltet stand in Gänsefüßchen.
> Wirtschaftsleitung? Meine Wirtschaftsleiterin kam
> später wegen Unterschleifen ins Feste Haus. Ich hatte im Lager über
> 120 Kinder - nach drei Wochen war ich dann nervlich ziemlich
> strapaziert, wozu allerdings auch die Gruppenltr. einen wesentlichen
> Beitrag leisteten - FR
Du scheinst in deinem Leben auch schon alles gemacht zu haben, würde
mich nicht wundern, wenn du auch auf dem Mond gewesen wärest, hi.
Sig
Peter Veith schrieb:
> Hi folks,
> ich möchte nach soviel Klassenkampf in den letzten Tagen auch etwas
> Folklore bieten: Kann sich noch jemand an seine Ferienlageraufenthalte
> erinnern?
>
> Ich bitte von moralisierenden Beiträgen hinsichtlich des Zwangs- bzw.
> vormilitärischen Charakters der Lager zu verkneifen ;-)
>
Laesst sich im Folgenden nicht ganz vermeiden ;-)
Nachdem bereits einiges ueber die "klassischen" Betriebsferienlager/ZPL
berichtet wurde, moechte ich einige spezielle Arten Ferienlager nicht
unerwaehnt lassen.
Da ich in der Schule ein gewisses Interesse fuer Mathematik zeigte, und das
in userem Kreis nicht unerkannt blieb, wurde ich gefragt; ob ich denn im
Sommer in ein Mathelager fahren wolle.
Das war dann 1974 oder 1975, in Osterfeld bei Zeitz. Der Lagerleiter war
uebrigens ein Herr Dietrich Franke; Dirk - vielleicht sagt Dir der Name
etwas. Er war wohl damals auch Leiter der Kreisstation der Jungen
Naturforscher und Techniker (sowas gab's damals...)
Der Begriff Mathelager war etwas irrefuehrend. Eigentlich war es ein
Touristenlager. Wir waren in einer Schule untergebracht. Es gab gemischte
Maedchen- und Jungengruppen, alle aus der gleichen Klassenstufe (natuerlich
nicht in denselben Zimmern untergebracht ;-). Neben dem Leiter wurde das
Lager von "Veteranen" angelitten - solche, die in frueheren Jahren im Lager
waren, und von denen Herr Franke ueberzeugt war, dass sie in der Lage seien,
uns denselben Grad an Spass und Freude zu organisieren, den sie selbst
erfahren hatten. Und - zumindest in meinem Jahrgang - gelang das auch.
Da es sich um ein Mathelager handelte, spielte natuerlich die Mathematik
eine wichtige Rolle. So knobelten wir an manchen Vormittagen gemeinsam an
mathematischen Problemen. Einen Mathematikwettbewerb gab es auch. Dort
Sieger werden konnte indes nur jemand, der in der Lage war, einstellige
Zahlen zu addieren, zu multiplizieren, zu subtrahieren ... allerdings 100
(??) Aufgaben in einem Tempo diktiert (mit zwei einminuetigen Pausen), das
normalem fluessigen Vorlesen entspricht... und Abgeben 1 Minute nach
"Diktat"ende.
Wir lernten morsen, Verschluesselungtechniken, mit Karte und Kompass
umgehen, Orientierung im Gelaende, ... alles was Touristen (keine Touris
wohlgemerkt...) so brauchen.
Jeweils 4...5 Kinder (Jungen und Maedchen gemischt) bildeten kleine Gruppen,
die natuerlich auch wetteiferten: in der "Mathematik", natuerlich auch im
Sport, in der Touristik (welche Gruppe findet die meisten Verstecke auf
einer Nachtwanderung mit Karte und Kompass?).
Selbstverstaendlich waren wir Kinder - bis aufs Essenzubereiten, und das
Einkaufen - fuer alles selber verantwortlich. Was auch hiess, dass - neben
dem "Pflichtprogramm" - wir zusammen mit den Helfern festlegten, was am
Folgetag gemacht wurde.
Natuerlich gehoerten auch bei uns Dinge wie Letzte Nacht, Bergfest,
Neptunfest, ... aber auch ein Gedenkappell an einem nahegelegenen Denkmal
fuer die Insassen einer Aussenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald zum
Programm.
Mir selber, und soweit ich das beobachten konnte, auch den anderen
Teilnehmern machte das Ganze riesengrossen Spass.
Der Preis fuer die Teilnahme lag wohl so um die 15-20 M pro Kind fuer drei
Wochen.
Eine andere Art Ferienlager waren die "klassischen" Spezialistenlager. So
verbrachte ich einmal 3 Wochen im Sommer in der damaligen
Ingenieurhoch(?)schule in Koethen bei Halle. Dieses Mathelager wurde vom Rat
des Bezirkes fuer Teilnehmer an Matheolypiaden organisiert. Wenn ich mich
recht erinnere, betrug der Teilnahmebeitrag exakt Null Mark.
Im Gegensatz zum obenbeschriebenen Mathelager ging es hier ein wenig
ernsthafter zu. Die Vormittage gehoerten Vorlesungen ueber ausgewaehlte
mathematische Themen, gehalten von Mathematikdozenten, oder Assistenten an
Hochschulen im Bezirk Halle. Natuerlich gab es auch hier die Gelegenheit,
das Diskutierte und Erlernte in einer Lagermathematikolympiade anzuwenden.
Die Nachmittage standen den Schuelern frei, es gab aber immer
Ansprechpartner, die von solchen Gruppen konsultiert werden konnten, die
sich oft spontan bildeten, um irgenein kniffliges Problem zu diskutieren,
oder eine Idee zu entwickeln, die einem von uns im Laufe der
Vormittagsvorlesungen gekommen war. Ein reichhaltiges Umrahmungsprogramm
enthielt solche Dinge wie eine Exkursion nach Woerlitz, den Besuch des
Bauhauses in Dessau, natuerlich auch den obligatorischen Hallebesuch mit
Konzert in der Marktkirche (???), und und und...
Natuerlich stand es uns frei, die Einrichtungen der Hochschule zu nutzen,
wie Tuernhalle, Sportplatz, Klubraeume,...
Diese Art Ferienlager zu geniessen war natuerlich nicht jedermanns Sache...
Mir aber hat's grossen Spass gemacht.
Wahrend dieses Mathelager der allgemeinen Foerderung von interessierten und
begaben Schuelern diente, und der Spass- und Spielfaktor mindestens
gleichgut wegkam, gab es dann noch die recht zielgerichteten
Vorbereitungslager auf Mathematikolympiaden.
In Halle wurde jedes Jahr in den Winterferien eines fuer den Zeitraum von
einer Woche durchgefuehrt. Die Teilnehmer wurden an Hand der Ergebnisse der
jedes Jahr im Februar stattfindenden Bezirksmatheolympiade ausgewaehlt.
Erklaertes Ziel dieser Lager war die Vorbereitung der Schueler im Bezirk
Halle auf die regelmaessig in der Woche vor Ostern stattfindende
DDR-Mathematikolympiade (in meiner aktiven Olympiadezeit war die immer in
der damaligen Jugendhochschule am Bogensee bei Berlin).
Entsprechend diesem Ziel waren hier sowohl die Vormittage als auch die
Nachmittage mit mathematischem Training angefuellt. Vorlesungen, Diskussion
von Aufgabenserien, Analyse von typischen Problemstellungen, Durchsprechen
der Aufgaben - und der Loesungen - von Matheolympiaden vergangener Jahre...
Freizeit fand hier praktisch nur abends statt.
Wir wohnten in Studentenwohnheimen, die waehrend der Messepause unbelegt
blieben.
Auch diese Art Ferienlager kostete meine Eltern exakt 0 M (Die Reise nach
Halle wurde vom Kreis bezahlt).
Wer sich fuer den Kaderkreis internationaler Olympiaden (IMO) qualifizierte,
hatte ein vergleichbares System (ein einwoechiges Lager waehrend der
Schulzeit, ein zweiwoechiges unmittelbar vor der Olympiade - was dann oft
schon in die Sommerferien fiel) mit entsprechend gesteigerter Intensitaet zu
absolvieren
Zum Schluss sei noch erwaehnt, dass es eine weitere spezielle Kategorie
Ferienlager gab, die mit der Kategorie ZPL zu tun hat: Aufenthalte in der
Pionierrepublik am Werbellinsee.
Falls es Interesse an Eindruecken geben sollte, so vielleicht spaeter
einmal. Dieser Artikel ist auch so schon viel zu lang...
Gruss,
Frank.
hast Du eigentlich den
Kompetenzabsprechungsvollzugsgenehmigungsgestattungsgenehmigungsüberprüfungs
arbeiterundbauerninspektionsschein?
Wehe,wenn nicht.
Ich hab nämlich den Potenzabsprechungsschein..
>
> ....., des Pastors Vieh, gedeihen selten oder nie!"
Wie ist das denn gemeint?
Die Schäflein?
Ja abber,abber,abber weiß das denn der Pabst,Luther,Schorlemmer,Ratzinger
und wie sie alle heißen?
Ja dann hätte die Partei,die Partei ja mal recht gehabt!
Die Welt ist voller Rätsel.
Klick Auf Micha
Übrigens: nebenan bei den Tabakpfeifen schreiben sie immer,was sie gerade
für Drogen einpfeifen,
(MB Flake sowieso..,Old Scotch blablabla....,Mozart
Köchelverzeichnis Nr.173 453...)
Finde ich ganz niedlich,gemütlich,familiär,bildlich.
Bei Dir denke ich bei manchen Beiträgen,jetzt hat er wieder
seine Brechees an...heute hat er den
Stahlhelm umgeschnallt,und aufgemumpelt.
Beim Ferienlagerthema hast Du da Deine alten Seppelhosen an?
Niedlich - die Vorstellung.
Es lebe die Sepplhosenluftwaffe,vorwärts immer,rückwärts
nimmer!
Keine Ahnung.
Ich kann mich dunkel an eine A5 Arbeitsvertrag erinnern.
Eine Lohngruppe stand da WIMRE nicht drauf.
Nur ein fester Betrag.
Die Arbeitsplätze waren nicht besonders spezifiziert.
Man war "Mädchen für alles" ein Stift im 1 Lehrhalbjahr im
klassischen Sinne. Werkstatt fegen und og. Hilfsarbeiten
usw. Die eigentliche Arbeit in der Schlosserei war
noch schwerer Die Wärmetauscher vom Rost zerfressen hatten
Riesendimensionen 10mtr lang 3 mtr im Durchmesser und größer
Diese scharfgratigen Behälter mit einer Drahtbürste zu
entrosten war dreckigste Knochenarbeit.
Auch Gerüstschellen aus der Schwefelanlage putzen und gängigmachen
war Schwerstarbeit. Waren die doch halb zerfressen und die Gewinde
mit Chemikalien zugesetzt.
BGE
on Sun, 23 Nov 2003 22:26:33 +0100, Thomas Wedekind <m...@privacy.net>
wrote:
>In Züssow
>wurden wir in die unmodernisierte Variante (offene Plattformen,
>Dampflok davor) gesteckt, die dann bis Trassenheide (mit Fußweg
>in Wolgast) benutzt wurde. Der Pendel Zinnowitz - Peenemünde
>bestand aus zwei rot-weißen Triebwagenanhängern (Altbau) mit V 23
>(zweiachsiger Rangierdiesel) davor.
Cool! Wenn ich das noch erlebt hätte!
Ich bin zweimal (1977 + 78) mit einem _Ferienlagersonderzug_ Rostock -
Karl-Marx-Stadt gefahren, einmal über Magdeburg/Leipzig, einmal WIMRE
die extravagante Route über westlichen Berliner Außenring - Jüterbog -
Riesa oder so.
Gruß,
Pat"alles ist relativ"rick
Aber sicher.
Übrigens war in Prerow ein ganz spezielles Lager - ich glaube, es war
das zentrale Internationallager.
Muß mal Mitschüler befragen.
> Dieser Artikel ist auch so schon viel zu lang...
Nein.
UG
Sind wir endlich angekommen,
fahriafahriaoh
wird man schon in Empfang genommen:
fahriafahriaoh
Mit nem Teller Nudelsuppe...
Was ist eigentlich aus dem Ferienlagerliedgut geworden?
Ich habe eigentlich viele gute Erinnerungen an die Lager, an Polit fällt mir
nur der Thälmann-Geburtstag ein.
Ansonsten waren wir in Thüringen, viel Wandern, Baden im lagereigenen Pool
und natürlich Nachtwanderung, Kino und Disco.
Zur 70er Show haben die damals aktuellen Hits viele Erinnerungen geweckt.
Mit 14 durfte ich in die Slowakei, wurde mit meinem tschechischen Wörterbuch
fast verprügelt...
Ferienarbeit als Rettungsschwimmer und später dadurch auch als Betreuer im
Ferienlager bis '91 mit Auslöse, extra-Prämie und weitergezahltem
Schichtzuschlag.
Wir hatten in München ein Geschäftsessen, unser Partner hatte seine
ostdeutsche Frau mit; wir haben uns unterhalten, als hätten wir 10 Jahre auf
der gleichen Schulbank gesessen. Das Thema Ferienlager war unerschöpflich,
wir hätten nur noch singen können. Er kam sich sicher vor, als wäre er eben
mit nem UFO gelandet. Wir wussten mehr über die Jugenderlebnisse seiner
Frau, als er. Das Geschäft kam trotzdem zustande.
Gruß
*Andreas
> Es könnte also sein, dass die Fließrichtung von Zeit zu Zeit wechselt.
> Als ich vergangenes Jahr eine Woche dort war, floss die Peene immer
> mit _merklicher_ Strömung von Demmin aus in den Kummerower See hinein.
> Deshalb fragte ich mich: Warum läuft der Kummerower See nicht über und
> überflutet die Gipfel der Mecklenburgischen Schweiz?
Soooviel Wasser gibts ja nu auch nicht ;-)
Ich hab nochmal nachgefragt, das, was du als Strömung aka
Wasserbewegung gesehen hast war lediglich eine Oberflächenströmung, vom
Wind oder einem auflandigen Wind an der Mündung induziert.
Am Besten ist es, wenn du dir das Gewässersystem von Malchin bis Anklam
als _stehendes_ Gewässer vorstellst, so ungefähr wie ein verästelter,
großer See.
Frank
--
Sachdienliche Hinweise zur Ergreifung des Täters nimmt jede Dienststelle
der Deutschen Volkspolizei entgegen.
> Damals habe ich das nicht bewusst wahrgenommen. Im vergangenen Jahr
> war das Gebiet um das ehemalige Ferienlager herum (Richtung Klenz)
> aber problemlos begehbar. Ich vermute, du meinst das große Sumpfgebiet
> westlich von Trittelwitz. Das war damals nicht unser Revier.
Yep, das Bibergebiet liegt westlich von Trittelwitz, beiderseitig der
Peene bis nach Upost und Klützerhof.
Für Nichtortskundige schwer passierbar ;-)
Frank
>> Vielleicht fällt noch jemanden was zu Thema
>
> Die erste und letzte Nacht wird durchgemacht (d. h. 24 Uhr überstehen).
In Verchen gibts eine Klosterruine, die war sehr beliebter
Aufenthaltsort für eine Mutprobe in der letzten Lagernacht.
> Gelegentlich zweier Schullandaufenthalte meines Sohnes habe ich
> festgestellt, dass heute noch abends im Bett die gleichen Witze
> erzählt werden wie vor 30 Jahren.
Tja, die heutige Jugend ;-)
Frank
--
Die Einführung der Logik in deutschen Beamtenstuben ist längst überfällig.
(aus dem Parteiprogramm der MDP 1929)
Andreas Möhwald wrote:
[...]
> Was ist eigentlich aus dem Ferienlagerliedgut geworden?
> Ich habe eigentlich viele gute Erinnerungen an die Lager, an Polit
> fällt mir nur der Thälmann-Geburtstag ein.
> Ansonsten waren wir in Thüringen, viel Wandern, Baden im lagereigenen
> Pool
>Pool
Kennt noch jemand das Wellenbad in "CFK Schwarza", das war doch klasse!
mfg
BU
> Gelegentlich zweier Schullandaufenthalte meines Sohnes habe ich
> festgestellt, dass heute noch abends im Bett die gleichen Witze
> erzählt werden wie vor 30 Jahren.
Vielleicht die gleichen wie vor 40 Jahren?
Kannst Du Beispiele bringen?
Bei uns (Zeitschiene Ende Fünfziger bis Mitte Sechziger) gab es die
Standards wie:
" Was hängt an der Wand,sieht grün aus und bellt?"
Klick Auf Micha
*Korrigier*
An andere als zwei Wochen-Durchgänge, ob Ferienlager, GST, oder
LafüAE, kann ich mich nicht erinnern.
Zeitschiene: Eingeschult: 1976, abgeschlossen 1986; Lehre von 86 bis
88 (GST).
Wirst lachen, kenne ich. Durfte man da auch ohne "Beziehungen"[1]
rein?
Wir sind jedenfalls immer ins Freibad auf der Großen Wiese. Aus
welchen Gründen auch immer.
[1] Meint in diesem Kontext: Verwandte oder Bekannte, die
Betrübsangehörige waren.
Nur zur Illustration und ergänzung mal das, was der Schulatlas
dazu hergibt (hatte mich schon vor 30 Jahren darüber gewundert):
<http://www.ilmferien.de/fliessr.JPG>
Quelle: Atlas der Erdkunde für die 6. bis 11. Klasse, Gotha 1989
> Kannst Du Beispiele bringen?
Oje, ich und meine schlechtes Witzegedächtnis. bei mir fällt
der Groschen meistens erst, wenn den Witz einer erzählt. Ich
versuch wenigstens mal, zwei Genres anzudeuten:
- jede Menge Lehrer-und-Fritzchen-Witze ("Da liegt der Griebel!",
Herzschrittmacher ...)
- Treffen sich ein Russe, ein Amerikaner und ein Deutscher (...) und
unterhalten sich, den den höchsten/besten/fleißigsten Wasweißich hat
> Mit 14 durfte ich in die Slowakei, wurde mit meinem tschechischen Wörterbuch
> fast verprügelt...
Dabei ist Slowakisch näher an Tschechisch als Obersorbisch an
Niedersorbisch ...
Boris Gerlach schrieb:
> Peter Veith wrote:
>
>>Hi folks,
>>ich möchte nach soviel Klassenkampf in den letzten Tagen auch etwas
>>Folklore bieten: Kann sich noch jemand an seine Ferienlageraufenthalte
>>erinnern?
>
>
> Ich war in:
>
> Günserode (heißt das so)
> Angermünde
> Mittelherwigsdorf (Dort malte ich Louis Corvalan für die Wandzeitung)
> 2x in der Pionierrepublik W.P. in den internationalen Sommerlagern.
> (Die gingen allerdings mit Vorbereitungskurs 5 Wochen.)
>
> BGE
Pionierrepublik W.P. ich auch kenne---Aufenthalt dort im jahre 1957--für
insgesamt 10 Wochen---mit einen Pionierorchester----hatten immer
Auftritte ohne Ende und ganz wenig Schule----das war nicht
schlecht---habt ihr dort auch Schokolade aus dem "Westen" erhalten???
Kann mich erinnern wir haben jeden Tag eine halbe Tafel
"Karina-Schokolade" erhalten.
Gundi
> > >> Wann war das? Bei uns waren (Zeitschiene 1969-71) 100 Mark pro Woche
> > >> erstrebenswert, die gab es im DEFA-Kopierwerk im Transport (Salzsäcke,
> > >> Filmschachteln usw. bewegen). Kam man ran, wenn man sich zeitig genug > > > >> kümmerte.
> > >
> > >Ca 74-76.
> > >100 Mark pro Woche gabs garantiert nicht.
> > >ich konnte grad den Kopfhörer bezahlen.
> >
> > Meine Erinnerung sollte stimmen. Vergleichbar: Jungfacharbeiter Bahn 1. FA-> > Lohngruppe _netto_ ca. 500/530 M je Monat in Berlin. Wir arbeiteten in der
> > regulären Transport/Hofkolonne. Waren das in Schwedt spezielle
> > Schülerarbeitsplätze?
>
> Keine Ahnung.
> Ich kann mich dunkel an eine A5 Arbeitsvertrag erinnern.
> Eine Lohngruppe stand da WIMRE nicht drauf.
> Nur ein fester Betrag.
Ich bekam als Aushilfskellner 25 Emm pro Schicht; daher kann das mit
den 100 pro Woche schon hinkommen.
Das fest angestellte Servierpersonal bekam übrigens weniger als 25,-
pro Schicht, was schon böses Blut machte. Allerdings waren die
Herrschaften sehr gewieft im Bescheißen und machten dadurch und durch
Trinkgeld, das im Osten großzügig gegeben wurde, um die 100 Emm
"Staub" pro Schicht.
> Man war "Mädchen für alles" ein Stift im 1 Lehrhalbjahr im
> klassischen Sinne. Werkstatt fegen und og. Hilfsarbeiten
> usw. Die eigentliche Arbeit in der Schlosserei war
> noch schwerer Die Wärmetauscher vom Rost zerfressen hatten
Aussen Kraftwerk?
> Auch Gerüstschellen aus der Schwefelanlage putzen und gängigmachen
> war Schwerstarbeit.
Schwefelanlage? Du meinst die Hydrieranlage (bei der u.a. der im Rohöl
enthaltene Schwefel zu Schwefelwasserstoff umgesetzt und dadurch
weitgehend entfernt wurde)? FR
> > > > Als Strafe mussten wir alle bei Dunkelheit heraus treten, im
> > > > Laufschritt zig-mal eine lange Freitreppe herauf und herunter
> > > > rennen (das war echtes Training, bis zur Erschöpfung), dann zwei
> > > > Stunden forcierten Nachtmarsch durchs Gelände (der Frau hinterher
> > > > traben, die eine wirklich gute Kondition hatte, sicher
> > > > Sportlehrerin oder was Ähnliches). Die Nachtruhe wurde um diese
> > > > Zeit gekürzt, danach gab's bis zur Abreise keine Klagen mehr.
>
> Das hier habe ich nicht verbrochen!
Ha'ck det jesacht?
> > > Sig, auch Ferienlager mit an die 50 Lehrerkindern(!) in Eisenberg/Thür
> > > "verwaltet".
> >
> > Was heißt verwaltet?
>
> Nee, alles, wir waren nur zu zweit. Verwaltet stand in Gänsefüßchen.
Fuffßich Kinner und nur ßwei Erwaxene? 'sch gloob's glei...
> > Wirtschaftsleitung? Meine Wirtschaftsleiterin kam
> > später wegen Unterschleifen ins Feste Haus. Ich hatte im Lager über
> > 120 Kinder - nach drei Wochen war ich dann nervlich ziemlich
> > strapaziert, wozu allerdings auch die Gruppenltr. einen wesentlichen
> > Beitrag leisteten
>
> Du scheinst in deinem Leben auch schon alles gemacht zu haben, würde
> mich nicht wundern, wenn du auch auf dem Mond gewesen wärest, hi.
Mer tut, was mer kann. Was heißt "hi"? Zu einem bekannte
Großschriftsteller sprach im Zug ein schlesischer Landmann: "Wu hi".
Artig antwortete der also Angesprochene: "Arno Schmidt". Es war aber,
wie sich dann herausstellte, eine Frage und sollte "Wohin?" heißen -
FR
>> Kannst Du Beispiele bringen?
> - jede Menge Lehrer-und-Fritzchen-Witze ("Da liegt der Griebel!",
> Herzschrittmacher ...)
Fritzchen soll ein Gedicht schreiben. Als der Lehrer danach
fragt trägt er vor:
"Unsere Katze hat Junge
fünfe an der Zahl.
Vier ham weiße Pfoten
und eins ist hinten kahl."
"Gut" sagt der Lehrer "doch es soll auch eine politische Aussage haben."
Am nächsten Tag hat Fritzchen ein neues Gedicht.
"Unsere Katze hat Junge
fünfe an der Zahl.
Vier sind Kommunisten
und eins ist liberal."
Der Lehrer freut sich. Eines Tages kommt der Schuldirektor
herein, und der Lehrer will mit seinem besten Schüler
glänzen. "Fritzchen, sag' uns mal dein Gedicht auf!"
"Unsere Katze hat Junge
fünfe an der Zahl.
Viere sind im Westen
und eins ist nicht normal."
> - Treffen sich ein Russe, ein Amerikaner und ein Deutscher (...) und
> unterhalten sich, den den höchsten/besten/fleißigsten Wasweißich hat
Leonid Breshnew, Jimmy Carter und Erich Honecker treffen
sich beim heiligen Petrus. Nachdem jeder sein Sündenregister
aufgezählt hat bekommt jeder ein Auto in dem Wert, wie ehrlich
er war. Breshnew einen Tschaika, Carter einen Lincoln und Honecker
einen Trabant. Die zwei Dicken düsen los, Honecker knattert
hinterher. Nach eine Weile machen sie Pause und warten auf
Honni. Der kommt nach einer Stunde um die Ecke und lacht aus
vollem Halse. "Was lachst du so?" fragen Breshnew und Carter.
Als Honni wieder Luft kriegt: "Ich habe eben, hihi, den Schnitzler
aufm Handwagen gesehen!"
Ronald.
--
Buchhalter -und das sind die IP-Registrierstellen- sind noch nie die Quelle
für Innovationen. Ihre lineare und statische Betrachtungsweise der Welt
verhindert Beschleunigung und die Übernahme neuer Technologien.
Latif Ladid, Leiter des IPv6-Forums
L: Aber vorige Woche ging das Gedicht doch noch ganz anders!
F: Ja, da waren die Katzen ja auch noch blind ...
MfG
Jörg
Florian Ritter schrieb:
> > > > Sig, auch Ferienlager mit an die 50 Lehrerkindern(!) in Eisenberg/Thür
> > > > "verwaltet".
> > >
> > > Was heißt verwaltet?
> >
> > Nee, alles, wir waren nur zu zweit. Verwaltet stand in Gänsefüßchen.
>
> Fuffßich Kinner und nur ßwei Erwaxene? 'sch gloob's glei...
Versehen der Gewerkschaftsleitung Unterricht und Erziehung, weitere zwei
Erwachsene wären plötzlich erkrankt, als Ersatz trafen wir auf zwei
Erziehungshelferinnen (16 und 17 Jahre alt). Das wir auf die noch mit
aufpassen mußten, stand auf einem ganz anderen Blatte.
Der Tag hatte wirklich 24 h, und ich habe noch Fotos, kann es also
belegen. Naja, dass Schwimmbad in Eisenberg war wirkliche Spitze und das
dortige Hausmeisterehepaar an der Schule auch.
> Mer tut, was mer kann. Was heißt "hi"?
"Hi": Entschuldige, blöde Angewohnheit von mir. Ist eine
Telegraphieabkürzung aus dem Amateurfunk und bedeutet soviel wie Lachen
oder Freude.
> Zu einem bekannte Großschriftsteller sprach im Zug ein schlesischer Landmann: "Wu hi".
> Artig antwortete der also Angesprochene: "Arno Schmidt". Es war aber,
> wie sich dann herausstellte, eine Frage und sollte "Wohin?" heißen -
Grüsse
Sig
Dreiklang oder Neue Zeit oder Centra?
Aha, dann warst Du das also.
> > noch schwerer Die Wärmetauscher vom Rost zerfressen hatten
>
> Aussen Kraftwerk?
Yep.
>
> > Auch Gerüstschellen aus der Schwefelanlage putzen und gängigmachen
> > war Schwerstarbeit.
>
> Schwefelanlage? Du meinst die Hydrieranlage (bei der u.a. der im Rohöl
> enthaltene Schwefel zu Schwefelwasserstoff umgesetzt und dadurch
> weitgehend entfernt wurde)?
Jo.
diese war immer eingerüstet, und alle 1/2 Jahre mußte das Gerüst
gewechselt werden. Und dann durften wir als Ferienarbeiter die Schellen
gängig machen.
BGE
[Witze]
Ich auch.
F: Warum wollte Honecker die DDR überdachen?
A: Damit die Leute nicht durchs Ozonloch abhaun.
F: Warum setzte sich Honecker manchmal nackt auf die Mauer?
A: Damit die im Westen sehen, daß auch wir Fleisch und Eier haben.
Tätää tätää tätää.
BGE
On Wed, 26 Nov 2003 03:17:22 +0000, René wrote:
> Bernd Ullrich wrote:
>> Kennt noch jemand das Wellenbad in "CFK Schwarza", das war doch klasse!
>
> Wirst lachen, kenne ich. Durfte man da auch ohne "Beziehungen"[1] rein?
Imho erst ab irgendwann in den 80ern... Da reichte dann eine Begleitung,
die eine "Badekarte" hatte.
Leider ist das zwischenzeitlich als technisches Denkmal geltende Bad um
die Jahrtausendwende zusammen mit dem Viskosefaserbetrieb dem Erdboden
gleich gemacht worden. Ursprünglich sollte es an anderer Stelle
(zumindestens teilweise) wieder aufgebaut werden, daraus ist wohl aber
nichts geworden.
> Wir sind jedenfalls immer ins Freibad auf der Großen Wiese. Aus welchen
> Gründen auch immer.
Das Wasser im "Plastebecken" war wegen dessen Konstruktion wärmer *g*.
Außerdem hatte damals der einbeinige (!) Bademeister den Laden so gut im
Griff, daß trotz der Wassersparauflagen die Becken immer sehr sauber
waren (die Wasserbecken waren immer so gefüllt, daß der Dreck über den
Rand schwappte und über die Fußrinne ablief).
> [1] Meint in diesem Kontext: Verwandte oder Bekannte, die
> Betrübsangehörige waren.
siehe oben.
Hoch Heidecksburg!
Heinz-Ulrich
--
Extra Linux non vita est!
Was? Idioten. Aber einen Klotz von Spasssssbad hinstellen und ruinös
betreiben.
>> Wir sind jedenfalls immer ins Freibad auf der Großen Wiese. Aus
>> welchen Gründen auch immer.
>
> Das Wasser im "Plastebecken" war wegen dessen Konstruktion wärmer
*g*.
Eh? Bitte das großgeschriebene G in "Großer Wiese" beachten. Ich
meinte das Freibad im/am Heine-Park, etwa 3 Fußminuten vom (Achtung,
Herr Ritter!) Denkmal für die Gefallenen des Rudolstädter Senioren
Convent.
> Hoch Heidecksburg!
Ich arbeitete einstens als Übersetzer/Eingeborener Führer für einen
Herren aus New Orleans, der in Rudolstadt die Wurzeln dieses Marsches
zu ergründen suchte. War aber nach der Wende, deucht mir.
Heinz-Ulrich Griehl wrote:
René wrote:
>> Bernd Ullrich wrote:
>>> Kennt noch jemand das Wellenbad in "CFK Schwarza", das war doch
>>> klasse!
>> Wirst lachen, kenne ich. Durfte man da auch ohne "Beziehungen"[1]
>> rein?
> Imho erst ab irgendwann in den 80ern... Da reichte dann eine
> Begleitung, die eine "Badekarte" hatte.
Wir waren damals vom Ferienlager gruppenweise dorthin gefahren. Nach
"dunkler Erinnerung" einmal pro Woche.
BU
> > > > > Sig, auch Ferienlager mit an die 50 Lehrerkindern(!) in Eisenberg/Thür
> > > > > "verwaltet".
> > > >
> > > > Was heißt verwaltet?
> > >
> > > Nee, alles, wir waren nur zu zweit. Verwaltet stand in Gänsefüßchen.
> >
> > Fuffßich Kinner und nur ßwei Erwaxene? 'sch gloob's glei...
>
> Versehen der Gewerkschaftsleitung Unterricht und Erziehung, weitere zwei
> Erwachsene wären plötzlich erkrankt, als Ersatz trafen wir auf zwei
> Erziehungshelferinnen (16 und 17 Jahre alt). Das wir auf die noch mit
> aufpassen mußten, stand auf einem ganz anderen Blatte.
Wem sachste dis. Die kleinsten Jungen und Mädchengruppen fuhren mit
ihren Gruppenleitern nach Dresden und wie ich hinterher erfuhr, hatten
die beiden sich dorten einen bunten Tag gemacht und hatten die Gören
alleine rumstromern lassen. Gottseidank nix passiert. Auch von
Durchfallepidemien & schwereren Verletzungen bin ich verschont
geblieben. Aber irgendewas passiert ja ümmer.
> Der Tag hatte wirklich 24 h, und ich habe noch Fotos, kann es also
> belegen. Naja, dass Schwimmbad in Eisenberg war wirkliche Spitze und das
> dortige Hausmeisterehepaar an der Schule auch.
Ihr wart also in einer Schule untergebracht und wurdet dort auch
verpflegt?
Um solche Sachen mußte ich mich nicht kümmern, dafür gab's eine
Wirtschaftsleiterin (die später innen Kahn kam) mit x hemustrunkenen
Werktätigen. Übrigens habe ich von den Küchenweibern gelernt, daß man
Weißwein mit Kaffeesahne trinken kann ('s war im Arzjebirch) - FR
> >> Wir sind jedenfalls immer ins Freibad auf der Großen Wiese. Aus
> >> welchen Gründen auch immer.
> >
> > Das Wasser im "Plastebecken" war wegen dessen Konstruktion wärmer
> *g*.
>
> Eh? Bitte das großgeschriebene G in "Großer Wiese" beachten. Ich
> meinte das Freibad im/am Heine-Park, etwa 3 Fußminuten vom (Achtung,
> Herr Ritter!) Denkmal für die Gefallenen des Rudolstädter Senioren
> Convent.
Irjendewie komme ich hier nich so janz mit. Is die Rede von Schwarza
oder von Rudolstadt? Und dann wurde behauptet, daß im CFK Viskose-,
also Celluloseregenerat-Fasern hergestellt wurden. Meinem
Kenntnisstande nach wurden dort aber Spinnstoffe aus vollsynthet.
Material produziert. Viskosefaser-Werk mMn in Premnitz ("Vistra - Das
weiße Gold Deutschlands").
Recte: des Convents.
Kinder, warum macht Ihr es einem immer so schwer? Ich fasses nich.
> > Hoch Heidecksburg!
>
> Ich arbeitete einstens als Übersetzer/Eingeborener Führer für einen
> Herren aus New Orleans, der in Rudolstadt die Wurzeln dieses Marsches
> zu ergründen suchte.
Und, hat er's ergründet? FR
> 100 Mark pro Woche gabs garantiert nicht.
Bei uns damals schon. War allerdings 84-86. Eine volle Woche inner
Gärtnerei. Gärtertypische Arbeiten waren da aber eher selten. Auch mehr
so die ungeliebten Sachen wie tonnenweise Kohle schaufeln, Steine
schleppen für irgendwelche Umbauten, etc.
--
Gruss Uwe
--------- cut here with a very sharp knife ---------
Uwe Naumann eMail: uwe[at]vieledinge[dot]de
Web: http://www.vieledinge.de http://www.swllog.de
> > Ich bekam als Aushilfskellner 25 Emm pro Schicht; daher kann das mit
> > den 100 pro Woche schon hinkommen.
>
> Dreiklang oder Neue Zeit oder Centra?
Weder noch: Ratskeller Greifswald zu Greifswald in Pommern.
> Aha, dann warst Du das also.
Nee, das war der schwule Siggi (vormals Sprengmeister bei die Marine):
Überm rechten Unterarm eine angeschmuddelte Serviette, den Kopf in der
linken Hand, linken Ellbogen auf die Große Krupp-National-Kasse
gestützt. Motto: "Ich hab mein Revier im Griff".
> > > Auch Gerüstschellen aus der Schwefelanlage putzen und gängigmachen
> > > war Schwerstarbeit.
> >
> > Schwefelanlage? Du meinst die Hydrieranlage (bei der u.a. der im Rohöl
> > enthaltene Schwefel zu Schwefelwasserstoff umgesetzt und dadurch
> > weitgehend entfernt wurde)?
>
> Jo.
> diese war immer eingerüstet, und alle 1/2 Jahre mußte das Gerüst
> gewechselt werden. Und dann durften wir als Ferienarbeiter die Schellen
> gängig machen.
Ein junger Mensch bei gesellschaftlich nützlicher Arbeit - welch
stolzer Anblick.
Der absolute Hammer an Irrsinn im PCK war ja die Anlage, die Eiweiß
aus Diesel-Kraftstoff produzieren sollte. Weißt Du noch, wie die hieß?
D 2? Da haben die wirklich bis nach der Wende dran rumgewerkelt und 's
nie hinbekommen. Deutsche Kühe fraßen das produzierte Zeug nicht,
algerische merkwürdigerweise schon. Und gar niemand traute sich, dem
Wahn ein Ende zu setzen. Ich hab in den 90ern noch die Trümmer der
Anlage, als sie ab-, äh, rückgebaut wurde, besichtigen dürfen.
Gigantisch, was da verjubelt worden war - FR
Irgendwas haut mit deinen Erinnerungen nicht hin. Thälmann hatte am 16.
April Geburtstag! Welcher Ferienlager-Durchgang soll denn das gewesen
sein?
--
Bernd
> Irgendwas haut mit deinen Erinnerungen nicht hin. Thälmann hatte am 16.
> April Geburtstag! Welcher Ferienlager-Durchgang soll denn das gewesen
> sein?
Der dritte: 18. August (ist allerdings der Todestag).
> Der absolute Hammer an Irrsinn im PCK war ja die Anlage, die Eiweiß
> aus Diesel-Kraftstoff produzieren sollte. Weißt Du noch, wie die hieß?
> D 2?
Das Endprodukt ist IIRC Fermosin-Futterhefe.
> Da haben die wirklich bis nach der Wende dran rumgewerkelt und 's
> nie hinbekommen. Deutsche Kühe fraßen das produzierte Zeug nicht,
> algerische merkwürdigerweise schon.
An Schweine und Mastgeflügel wurde es vermüttert. Allerdings mit der
Einschränkung, daß diese Tiere oder Teile davon nicht in den Export in
das NSW gehen durften (die Schweine die das Zeugs bekamen hatten deshalb
ein Loch im Ohr).
Bye Kai
Uwe Naumann wrote:
> Boris Gerlach tippte:
>> 100 Mark pro Woche gabs garantiert nicht.
> Bei uns damals schon. War allerdings 84-86.
In den 60ern gabs bei mir IMO 1,5 M pro Stunde.
BU
Florian Ritter schrieb:
> Ihr wart also in einer Schule untergebracht und wurdet dort auch
> verpflegt?
Ja genau, die hatten dort eine Schülküche. Es gab auch eine große
Nachtwanderung in den Thüringer Wäldern. Eine Fahrt nach Jena ins
Planetarium und Ärger in Buchenwald, weil einer unserer Schüler im
Krematorium eine dumme Bemerkung machte. Fiel uns auf die Füße, von
wegen nicht richtiger Einstimmung und so. Naja, ich habe halt gekontert
und gemeint, dass man von Kindern nicht in jedem Falle nun Betroffenheit
erwarten könnte...
> Um solche Sachen mußte ich mich nicht kümmern, dafür gab's eine
> Wirtschaftsleiterin (die später innen Kahn kam) mit x hemustrunkenen
> Werktätigen. Übrigens habe ich von den Küchenweibern gelernt, daß man
> Weißwein mit Kaffeesahne trinken kann ('s war im Arzjebirch)
Die Variante ist mir nicht bekannt. Ich kenne nur die, starken Kaffee
mit Zitronensaft bei Kopfschmerzen bzw. dann andere stärkere
Alkoholitäten rein.
Grüsse
Sig
Schwarza ist ein Ortsteil von Rudolstadt. Das Konzept ist bekannt?
> Und dann wurde behauptet, daß im CFK Viskose-,
> also Celluloseregenerat-Fasern hergestellt wurden. Meinem
> Kenntnisstande nach wurden dort aber Spinnstoffe aus vollsynthet.
> Material produziert. Viskosefaser-Werk mMn in Premnitz ("Vistra -
Das
> weiße Gold Deutschlands").
Weiß der Fuchs, der hat nen längeren Schwanz, wenn auch nicht aus
Celluloseregenerat.
> Recte: des Convents.
Lass dich nicht erwischen, wenn du mit Hammer und Siche^WMeisel die
Inschrift ausbesserst, gelle.
> Kinder, warum macht Ihr es einem immer so schwer? Ich fasses nich.
Gotta keep ya on yer toes.
>>> Hoch Heidecksburg!
>>
>> Ich arbeitete einstens als Übersetzer/Eingeborener Führer für einen
>> Herren aus New Orleans, der in Rudolstadt die Wurzeln dieses
Marsches
>> zu ergründen suchte.
>
> Und, hat er's ergründet? FR
Er hat. Herzer und alles, und das Schloss, etc. Hmmm, "Andrew
Irgendwas", vom Verlag Program Notes Press, in Nyorlinns; ist ja
eigentlich gleich um die Ecke.
Wusstest du, daß "Hoch Heidecksburg" heute noch die Nationalhymne
irgendeines karibischen Inselstaates ist?
> Wusstest du, daß "Hoch Heidecksburg" heute noch die Nationalhymne
> irgendeines karibischen Inselstaates ist?
Biste sicher, dass de da nüsch verwexlst?
Kann ich mir nich vorstelln. Welches Land solln das sein?
Nee, bin ich mir nicht.
> Kann ich mir nich vorstelln.
*Hüstel* Wir sind hier in da_F_ddr, da wird auch gerne behauptet, daß
die Quarzuhr, die LCD, und der Mikrochip DDR-Produkte sind ;)
(Ja, die Zeitschiene "Herzer" ist mir bekannt)
> Welches Land solln das sein?
Das Demokratische Volksfürstentum von Süd-Acadien.
>mit x hemustrunkenen
>Werktätigen
Was ich als nichtsahnender Wessi noch nie die Gelegenheit zu fragen
hatte: Was war "Hemus"?
Irndwas Alloholisches, soviel ist klar, und meistens ist davon die
Rede, wenn die Leute heftig gezecht haben, aber ein bißchen genauer
wüsste ich es doch gern.
Gruß
Gerald
--
Die DDR wird kein bißchen schöner, wenn man einen Mißstand in der BRD benennt
> Was ich als nichtsahnender Wessi noch nie die Gelegenheit zu fragen
> hatte: Was war "Hemus"?
Was *ist* Hemus! Geh mal zu einem Weinhändler, der Importe aus den
Volksdemokratien führt. Oder lies Loest, "Es geht seinen Gang" (könnte
Dich auch sonst interessieren).
On Thu, 27 Nov 2003 06:37:59 +0000, René wrote:
> Heinz-Ulrich Griehl wrote:
>> Leider ist das zwischenzeitlich als technisches Denkmal geltende Bad
>> um die Jahrtausendwende zusammen mit dem Viskosefaserbetrieb dem
>> Erdboden gleich gemacht worden.
>
> Was? Idioten. Aber einen Klotz von Spasssssbad hinstellen und ruinös
> betreiben.
Wahrscheinlich gab's dafür Fördermittel. Ansonsten ist ja die
Abrißbirne bis jetzt an Rudolstadt ziemlich vorbeigeschwungen, wenn man
mal von verschiedenen Flächen im ehemaligen Chemiefaserkombinat, dem
Bahnhof Schwarza (wegen der Umgehungsstraße nach Saalfeld wurde das
Empfangsgebäude abgerissen) und in Rudolstadt selbst von der
Schillerschule und dem Quartier, auf dem das Gasthaus "Zum Ritter" (a.k.a.
"Pumpe") und das Filmtheater "Aktivist" standen, absieht.
>>> Wir sind jedenfalls immer ins Freibad auf der Großen Wiese. Aus
>>> welchen Gründen auch immer.
>>
>> Das Wasser im "Plastebecken" war wegen dessen Konstruktion wärmer
> *g*.
>
> Eh? Bitte das großgeschriebene G in "Großer Wiese" beachten. Ich
> meinte das Freibad im/am Heine-Park, etwa 3 Fußminuten vom (Achtung,
> Herr Ritter!) Denkmal für die Gefallenen des Rudolstädter Senioren
> Convent.
Ja, wir meinen das selbe Freibad, neben dem Sportplatz der SG "Einheit"
Rudolstadt, aus Richtung Stadt ein paar Schritte hinter der
Elisabeth-Brücke. Zusätzlich zu dem ursprünglichen Betonbecken gleich am
Eingang wurde (wann genau fällt mir im Augenblick nicht ein,
möglicherweise so um den 25. Jahrestag der DDR) ein zweites gebaut. Das
hatte schräge Wände, weswegen sich das Wasser schneller erwärmte und
war mit Plastefolie ausgekleidet (daher der Name). Es lag insgesamt etwas
höher als das alte Becken.
>> Hoch Heidecksburg!
>
> Ich arbeitete einstens als Übersetzer/Eingeborener Führer für einen
> Herren aus New Orleans, der in Rudolstadt die Wurzeln dieses Marsches zu
> ergründen suchte. War aber nach der Wende, deucht mir.
Ich erinnere mich nur noch daran, daß das Musikhaus "Brömel" kurz nach
der Wende eine Schallplatte mit selbigem Musikstück im Schaufenster hatte.
Man liest sich...
On Thu, 27 Nov 2003 02:46:43 -0800, Florian Ritter wrote:
> "René" <garbageju...@hotmail.com> wrote in message
> news:<bZgxb.12913$P%1.115...@newssvr28.news.prodigy.com>...
>
>> >> Wir sind jedenfalls immer ins Freibad auf der Großen Wiese. Aus
>> >> welchen Gründen auch immer.
>> >
>> > Das Wasser im "Plastebecken" war wegen dessen Konstruktion wärmer
>> *g*.
>>
>> Eh? Bitte das großgeschriebene G in "Großer Wiese" beachten. Ich
>> meinte das Freibad im/am Heine-Park, etwa 3 Fußminuten vom (Achtung,
>> Herr Ritter!) Denkmal für die Gefallenen des Rudolstädter Senioren
>> Convent.
>
> Irjendewie komme ich hier nich so janz mit. Is die Rede von Schwarza
> oder von Rudolstadt? Und dann wurde behauptet, daß im CFK Viskose-,
> also Celluloseregenerat-Fasern hergestellt wurden. Meinem Kenntnisstande
> nach wurden dort aber Spinnstoffe aus vollsynthet. Material produziert.
> Viskosefaser-Werk mMn in Premnitz ("Vistra - Das weiße Gold
> Deutschlands").
Iss doch allet nich so schwer: Irgendwann im vorigen Jahrhundert ist
Schwarza nach Rudolstadt eingemeindet worden. Und ja, in Schwarza wurde
von Beginn an Viskosefaser produziert (deswegen hieß die Firma zu
Urzeiten "Thüringische Zellwolle-AG", nach der Wende "Thüringische Faser
AG"), später stellte man dann unter anderem Dederon-Seide und "Beflockte
Bahnenware" her, ein seinerzeit (warum ist mir heute noch unverständlich)
nicht nur in der dortigen Gegend *extremst* begehrter Fußbodenbelag.
Genaueres zur Produktionsstruktur des Chemiefaserkombinates "Wilhelm
Pieck" Schwarza müßte ich erst ausgraben.
Bezogen auf das Originalthema wird's jetzt aber OT.
> [...]
Man liest sich.
> Irgendwann im vorigen Jahrhundert ist
> Schwarza nach Rudolstadt eingemeindet worden.
1950.
Welcher Bhf. Schwarza? Der an der Zellwolle oder der nach Blankenburg?
> am Eingang wurde (wann genau fällt mir im Augenblick nicht ein,
> möglicherweise so um den 25. Jahrestag der DDR) ein zweites gebaut.
> Das hatte schräge Wände, weswegen sich das Wasser schneller erwärmte
> und war mit Plastefolie ausgekleidet (daher der Name). Es lag
insgesamt
> etwas höher als das alte Becken.
Ach so, jenes. Kannte ich nur, hmmm, eigentlich nur als "das tiefe".
Wollmer hoch ins tiefe? Sozialistischer Surrealismus :-)
>Was *ist* Hemus! Geh mal zu einem Weinhändler, der Importe aus den
>Volksdemokratien führt. Oder lies Loest, "Es geht seinen Gang" (könnte
>Dich auch sonst interessieren).
Bin gerade mittendrin. Er hat eben seine Frau verlassen und ist wieder
zur Mutter gezogen (Nix verraten!). Hemus wird getrunken, aber was das
ist, steht bisher nicht im Buch.
>
> Nee, das war der schwule Siggi (vormals Sprengmeister bei die Marine):
> Überm rechten Unterarm eine angeschmuddelte Serviette, den Kopf in der
> linken Hand, linken Ellbogen auf die Große Krupp-National-Kasse
> gestützt. Motto: "Ich hab mein Revier im Griff".
Siggi hatte Berlinverbot und bediente im Nowo. (Nowopolozk)
Er war berühmt dafür, daß er alles wörtlich nahm.
Bring ma eehn Eimer Pomm Fritz.
Denn hat er die eimerweise auf dem Tisch ausgeleert.
Man wat ham, wia jelacht im grauen Osten.
BGE
>
> Ein junger Mensch bei gesellschaftlich nützlicher Arbeit - welch
> stolzer Anblick.
Jenau. Möcht ick jerne mal eehm Wessiknaben zumuten.
>
> Der absolute Hammer an Irrsinn im PCK war ja die Anlage, die Eiweiß
> aus Diesel-Kraftstoff produzieren sollte. Weißt Du noch, wie die hieß?
K6 (G6)???
> D 2? Da haben die wirklich bis nach der Wende dran rumgewerkelt und 's
> nie hinbekommen. Deutsche Kühe fraßen das produzierte Zeug nicht,
> algerische merkwürdigerweise schon. Und gar niemand traute sich, dem
> Wahn ein Ende zu setzen. Ich hab in den 90ern noch die Trümmer der
> Anlage, als sie ab-, äh, rückgebaut wurde, besichtigen dürfen.
> Gigantisch, was da verjubelt worden war - FR
De Bardei hat immer recht.
BGE
>Hemus wird getrunken, aber was das
> ist, steht bisher nicht im Buch.
einer von diesen fast untrinkbar süßen bulgarischen Weißweinen
WIMRE
MfG uwe
On Thu, 27 Nov 2003 18:11:18 +0000, René wrote:
> Heinz-Ulrich Griehl wrote:
>> Wahrscheinlich gab's dafür Fördermittel. Ansonsten ist ja die
>> Abrißbirne bis jetzt an Rudolstadt ziemlich vorbeigeschwungen, wenn
>> man mal von verschiedenen Flächen im ehemaligen Chemiefaserkombinat,
>> dem Bahnhof Schwarza (wegen der Umgehungsstraße nach Saalfeld wurde
>> das Empfangsgebäude abgerissen)
>
> Welcher Bhf. Schwarza? Der an der Zellwolle oder der nach Blankenburg?
Der an der Zellwolle. Der andere ist "Haltepunkt Schwarza-West". Diese
Bahnlinie wird aber bis Bad Blankenburg nicht mehr bedient, sie ist, wenn
ich es richtig gesehen habe, zumindestens in Bad Blankenburg (der
Bahnübergang an der F^HB88, aus Richtung Rudolstadt hinter dem ehemaligen
Transportgummiwerk) abgebaut worden. Zwischen Saalfeld und Rottenbach und
weiter bis mindestens nach Obstfelderschmiede kann man aber (noch) die
Bahn benutzen...
>
>> am Eingang wurde (wann genau fällt mir im Augenblick nicht ein,
>> möglicherweise so um den 25. Jahrestag der DDR) ein zweites gebaut.
>> Das hatte schräge Wände, weswegen sich das Wasser schneller erwärmte
>> und war mit Plastefolie ausgekleidet (daher der Name). Es lag
> insgesamt
>> etwas höher als das alte Becken.
>
> Ach so, jenes. Kannte ich nur, hmmm, eigentlich nur als "das tiefe".
> Wollmer hoch ins tiefe? Sozialistischer Surrealismus :-)
*g*
Man liest sich.
Also, wie Uwe schon sagte, ein lieblicher Weißwein aus Bulgarien. Weiß auch
nicht, warum er einen gewissen Kultstatus hatte. Er war süß, aber WIMRE
nicht so süß wie Kadarka oder Klostergeflüster oder Goldberyll (Brrr!).
Benannt ist nach dem Balkangebirge, das in der Antike Hemus hieß.
Hab grad mal nach dem Zeugs gegurgelt, er scheint tatsächlich nicht mehr im
Handel zu sein (im Unterschied zum Klostergflüster, echtem und nachgeahmtem
Kadarka oder den ungarischen Marken aus der Lindenblättrige-Reihe).
Im Rückblick das Angenehmste scheint mir Erlauer Stierblut und Cabernet
gewesen zu sein. Elbe- und Unstrutweine laufen außer Konkurrenz.
Kennt ihr eigentlich die legendäre Elbweingeschichte von (WIMRE) Werner
Schneyder?
Matthias
--
Die Hottentotten haben ein so gutes Gesicht, daß sie ein Pferd
drei Stunden weit trappeln hören. Prof. Galletti
Daß es sich um eine bulgar. Kreszenz handelte, wußte ich nicht, habe
das Zeug nie probiert. Aber Kultstatus? In was für Kreisen verkehrstu?
"Unsere hemustrunkenen Werktätigen" kommen übrigens in Loests "Viertem
Zensor" vor, allerdings in einem zitierten Schreiben eines anderen
Awtors, könnt Schreier sind, hab itz nachzusehen der Muße nich.
> Er war süß, aber WIMRE nicht so süß wie Kadarka
Hatte der nicht den Zusatz "Rosentaler"? Schmeckte wie verdünnter und
nachgezuckerter Rotwein.
> oder Klostergeflüster oder Goldberyll (Brrr!).
Diese sind mir nun gar kein Begriff. Hieorts gibt's einen französ.
Subbormarcht "Intermarché", da hat's lauter balkanes. Weine, u.a.
Gamza und Cotnari.
> Hab grad mal nach dem Zeugs gegurgelt, er scheint tatsächlich nicht mehr im
> Handel zu sein
Hab ich auch nach '89 nirgends mehr gesehen. Erstaunt hat mich
übrigens der hohe Anteil bulgar. Weine im englischen Einzelhandel.
Aber der Angelsachse ist ja viewl gewohnt. Einmal müssen wir wohl
noch, einmal noch gegen Engeland.
> ungarischen Marken aus der Lindenblättrige-Reihe).
Wieso Reihe? Ich kenne nur _einen_ Lindenblättrigen, einen durchaus
trinkbaren trockenen Weißwein; gab's in Gwd. im Theater-Café und
gibt's heute bei Intermarché.
> Elbe- und Unstrutweine laufen außer Konkurrenz.
Bilde ich mir das nur ein oder waren die früher wirklich besser? Meine
Eltern hatten immer einen Müller-Turgau von der Unstrut, der war nicht
trocken sondern sauer. Insonderheit Besucher von jenseits des
Antlantiks verweigerten nach dem ersten Schlucke die weitere Einnahme.
> Kennt ihr eigentlich die legendäre Elbweingeschichte von (WIMRE) Werner
> Schneyder?
Nö, wer und was is dat? FR
> > Irgendwas haut mit deinen Erinnerungen nicht hin. Thälmann hatte am 16.
> > April Geburtstag! Welcher Ferienlager-Durchgang soll denn das gewesen
> > sein?
>
> Der dritte: 18. August (ist allerdings der Todestag).
Na also, wenn man nachfragt kommt's doch - FR
> > Der absolute Hammer an Irrsinn im PCK war ja die Anlage, die Eiweiß
> > aus Diesel-Kraftstoff produzieren sollte. Weißt Du noch, wie die hieß?
> > D 2?
>
> Das Endprodukt ist IIRC Fermosin-Futterhefe.
Mensch, wie die Anlage hieß.
> > Da haben die wirklich bis nach der Wende dran rumgewerkelt und 's
> > nie hinbekommen. Deutsche Kühe fraßen das produzierte Zeug nicht,
> > algerische merkwürdigerweise schon.
>
> An Schweine und Mastgeflügel wurde es vermüttert.
Paß ma getz haarscharf auf, dis ich Dir nich vermüttern tue, ja - FR
> > Irjendewie komme ich hier nich so janz mit. Is die Rede von Schwarza
> > oder von Rudolstadt?
>
> Schwarza ist ein Ortsteil von Rudolstadt. Das Konzept ist bekannt?
Kannst mir ma anne Pupe schmatzen.
> > Und dann wurde behauptet, daß im CFK Viskose-, also Celluloseregenerat-
> > Fasern hergestellt wurden. Meinem Kenntnisstande nach wurden dort aber
> > Spinnstoffe aus vollsynthet. Material produziert. Viskosefaser-Werk mMn in > > Premnitz ("Vistra - Das weiße Gold Deutschlands").
>
> Weiß der Fuchs, der hat nen längeren Schwanz, wenn auch nicht aus
> Celluloseregenerat.
Was also wurde in Schwarza hergestellt? Dederon?
> > Recte: des Convents.
>
> Lass dich nicht erwischen, wenn du mit Hammer und Siche^WMeisel die
> Inschrift ausbesserst, gelle.
Dunkel ist Deiner Rede Sinn. Du wiß mir doch woll nich insinuieren,
daß es dort falsch dran steht. Cave!
Wiewohl ich mit RSC nix zu tun habe, kann ich mich doch erinnern, daß
nach der Wende Geld für die Instandsetzung des Ehrenmals gesammelt
wurde, da es ziemlich verjammelt war.
> > Kinder, warum macht Ihr es einem immer so schwer? Ich fasses nich.
>
> Gotta keep ya on yer toes.
Ich mach gleich mit, Herrschaften! Paßt bloß auf, Sportsfreunde!
> >>> Hoch Heidecksburg!
> >>
> >> Ich arbeitete einstens als Übersetzer/Eingeborener Führer für einen
> >> Herren aus New Orleans, der in Rudolstadt die Wurzeln dieses Marsches
> >> zu ergründen suchte.
> >
> > Und, hat er's ergründet?
>
> Er hat. Herzer und alles
Who the hell is Herzer. Und alles?
> und das Schloss
Viel zu groß für das Nest. Es gammelt ümmer noch vor sich hin.
> Wusstest du, daß "Hoch Heidecksburg" heute noch die Nationalhymne
> irgendeines karibischen Inselstaates ist?
Nö. Aber was sind nu die Wuchzeln? Du machst es einem sehr, sehr
schwer - FR
on Wed, 26 Nov 2003 08:22:47 +0100, Matthias Opatz
<spam-c...@onlinehome.de> wrote:
>Andreas Möhwald schrieb:
>
>> Mit 14 durfte ich in die Slowakei, wurde mit meinem tschechischen Wörterbuch
>> fast verprügelt...
>
>Dabei ist Slowakisch näher an Tschechisch als Obersorbisch an
>Niedersorbisch ...
<pst, hoffentlich lesen keine _Serbokroaten_ mit>oder Serbisch an
Kroatisch, die ja nun sowas von _identisch_ sind, vom verwendeten
Alphabet mal abgesehen</>
Patrick
> <pst, hoffentlich lesen keine _Serbokroaten_ mit>oder Serbisch an
> Kroatisch, die ja nun sowas von _identisch_ sind, vom verwendeten
> Alphabet mal abgesehen</>
ACK
<pst, hoffentlich lesen keine NATO-Krieger mit> Die Sorben sind die
Überreste der Serben (Slawen) in Deutschland. Es gibt im sorbischen nir
ein Wort für Sorbe und Serbe und das ist "Serb".</>
Srbija-Serbien, Srbin-Serbe, Srpkinja-Serbin, srpski-serbisch. Kommt
ursprunglich von srp, die Sichel.
Pe"CCCC"ter
--
"Der Westen hat, und das ist ein so alter Trick, die Moral eingeführt, um
über Politik nicht reden zu müssen." (ronald m. schernikau)
http://DDR-LUFTWAFFE.de
Ungesund sehr ungesund ;-)
Falk