Am Tue, 8 Jan 2019 09:27:46 +0000 (UTC) schrieb Peter Blancke:
> Am 2019-01-07, Frank Hucklenbroich <
Hucklen...@aol.com> schrieb:
>
>> 5,0 Gigahertz? Kann mein NDR-525G leider nicht.
>
> Recte: NRD-525G.
So sollte es heißen, hab mich vertippt.
> Fa. JRC baute feine Technik, aber was moechte man noch mit KW? Da
> ist so gut wie alles tot.
Leider richtig. Habe meinen Anfang der 90er erstanden, da war da noch so
richtig viel los, nicht nur Radiosender, sondern auch Utility. Ich hatte
einen (sauteren) Wetterfax-Decoder als Modul an meinem 286er PC 8eigentlich
für den Seefunk gebaut), damit konnte man z.B. die Wetterkarten des dwd im
Faxformat dekodieren und ausdrucken, die sendeten auf Längstwelle.
Theoretisch hätte ich damit sogar Pressefotos der dpa ampfangen können, in
Farbe, die auch auf Längstwelle unverschlüsselt unterwegs waren, die
sendeten dann das Foto nacheinander in den drei Grundfarben, die ein
pressetaugliches Farbbild ergaben. Das dauerte natürlich ewig, also
mindestens 40 Minuten für ein Bild. Dafür hatte ich mein Equipment aber ein
paar Monate zu spät beisammen, da lief die dpa schon nur noch über Satellit
(und es wäre selbstredend nicht legal gewesen, und per Satellit war es auch
schon verschlüsselt). Es gab ein paar Funkamateure, die Bilder im TV-Modus
über Kurzwelle übertragen haben, auch in Farbe, damit konnte man die
Funktion immerhin schon mal testen, das lief meistens Sonntags Abends.
Und Wetterfax aus dem Ausland kam auch bisweilen rein, da gab es (jetzt
passt es wieder halbwegs zur Gruppe) einen Sender in Russland, der z.B. den
Seewetterbericht aus Murmansk sendeten, mit der Position der Eisberge. Die
hatten eine sehr typische Fax-Signatur, das war weniger ein Krächzen, wie
bei westlichen Sendern, sondern eher so ein Heulen. Kamen aber in den
Abendstunden regelmäßig rein (mit meiner Ausrüstung).
Einen Testsender der US-Navy hatte ich auch mal empfangen, mit einem
Wetterfax-Testbild.
Zu der Zeit gab es die sehr guten Bücher aus dem Klingenfuss-Verlag, da kam
jährlich ein Buch "Wetterfax" heraus mit den Frequenzen und Sendeplänen,
sofern bekannt. Ein ziemlicher Wälzer, der IIRC stolze 40 DM gekostet hat.
In Zeiten des Internet scheint das natürlich völlig nerdig, aber ich fand
das damals in höchstem Maße faszinierend, habe viel Kurzwelle gehört,
Empfangsberichte geschickt und QSL-Katen gesammelt. So knapp 100
Radioländer dürfte ich zusammen haben. Ist aber seit langem nicht mehr
interessant.
Wenn ich jetzt Radio Northern Territory aus dem australischen Busch hören
will, geht das über Webradio (mache ich aber nicht). Damals war das noch
spannend spät Abends auf IIRC 2315 kHz, Grenzwelle zwischem MW und KW.
Grüße,
Frank