Die Bezirksstadt hatte einen Segelflugplatz - konnte man da eigentlich
einfach so mitmachen und kostete das was extra?
Die Ehrenamtlichen erhielten als Betreuer einen Satz von 7 oder 7,50 M
pro Stunde.
Zwei oder drei Nachmittage in der Woche hatte man da zu tun.
KP
> Was gab es da eigentlich alles?
Ich war mal ein halbes Jahr in "Atomphysik". Die Lehrerin hatte sogar
eine kleine Nebelkammer, aber an Konkretes kann ich mich nicht erinnern.
T."Lang lebe die Atomkraft!"M.
> Was gab es da eigentlich alles?
> Hierzulande hatten wir
> Junge Historiker - Ortsgeschichte, Schulmuseum, Ausgrabungen mit dem
> Ortspfleger unter Ägide der benachbarten Museen
> Junge Funker und Radioclub unter GST-Fahne
> Chor
> Diverse Sportgemeinschaften
> Malerei / Zeichenzirkel, wie genau das hieß, weiss ich nicht
> und das in einem 1400 EW-Dörfli.
AG Junge Sanitäter, AG Schützen (Sportschießen), AG Marxismus-Leninismus.
Ich war bei dem ersteren Verein, erinnere mich durchaus gerne an eine
Ausfahrt nach Frankfurt/Oder. Haben damals in einem Klassenzimmer in
einer Schule ziemlich im Stadtzentrum übernachtet.
Desweiteren gab es dort eine Milchbar in der "Hauptstraße" in der
Innenstadt und so einen netten "Sport-Flip", eine Art eiskalte
Fruchtmilch mit Schaum.
Bezahlt habe ich damals AFAIK nichts dafür.
--
Mfg
TG.
www.youtube.com/donaukind74
www.cfc-fanpage.de
...
"Donauquell, dein Aderlass,
wo Trost und Leid zerfließen.
Nichts gutes liegt verborgen, nass
in deinen feuchten Wiesen." (Till Lindemann)
Ich war in Literatur, Nadelarbeit, Geschickte Haende und Wehrerziehund
oder Wehrkunde.
--------------------------------------
> Junge Funker und Radioclub unter GST-Fahne
9Q90, 9Q90,hier 9Q93, habe Spruch, bitte kommen ... ;-)
hanna.
> Ich war in Literatur, Nadelarbeit, Geschickte Haende und Wehrerziehund
> oder Wehrkunde.
Nadelarbeit und Wehrunterricht waren IMHO nicht außerschulisch, sondern
normale Schulfächer.
Alles andere hatte ein AG davor, also neben den schon genannten
AGen Junge Sanitäter und Historiker gab es bei uns noch die AG
Elektronik und Astronomie. Obwohl außerschulisch fand das Ganze
natürlich in den Räumen der Schule statt und die Lehrer waren da die
AG-Leiter.
Die anderen AGen Schiffs- bzw. Flugmodellbau etc. fanden in den
Stationen "Junger Techniker und Naturforscher" unter GST-Leitung statt.
Grüsse
Frank
9PUR hört, bitte kommen ...
Frank
Nänänä. So ja nu nich.
-.-. / --.-/---../-----//-.././/-../--/...--/.--/--.//-.-//
Mal sehen, wers rauskriegt.
KP
Die Hochschule für Verkehrswesen Dresden hatte eine AG Elektronik
für Schüler. Da konnte man einfach hingehen und mitmachen.
Ronald.
--
Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die,
daß Arbeit wie Gnade vergeben wird.
Es ist wie im Kriege: Wer die Butter hat, wird frech.
Kurt Tucholsky
Wehrunterricht ja, stimmt; hatten wir aber auch extra noch als AG.
Nadelarbeit bin ich mir fast sicher, daß ich das nicht als normales
Schulfach hatte.
Pioniereisenbahner waren nicht nur Schaffner, außer Lokführer und
Bahnhofsleiter haben die alles gemacht. Oder willst Du Dich hier mit
Gunter und mir anlegen? Da wagst Du Dich aber auf recht dünnes Eis. Und
nein, nicht der Schaffner hebt den Stab, sondern die Aufsicht.
MfG, André
--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
http://www.boincstats.com/signature/user_1323769.gif
cq80 de dm3wg k
Du haust da jetzt etwas durcheinander das da oben war GST-
Funk, das lief so bei um die 36MHz und was du hier anbringst
ist Amateurfunk.
Ich habe das auch mal probiert, als die Wende kam war ich
SWL (Y61-08-M) und kurz vor der AFU-Lizenzprüfung aber da
dann hier CB-Funk zugelassen war habe ich das ganze AFU-Zeug
sein gelassen.
Ich wollte damals unbedingt Kurzwelle machen aber dafür mußte
man CW können und in das dit da dit dit konnte ich mich nie
richtig reindenken.
Frank
Hochachtungsvollen Respekt
hanna.
Die AG Junge Funker und der Radioclub liefen unter GST. Ein privater
Amateurfunker brauchte die GST offiziell eigentlich nicht, war aber
oft auf sie angewiesen, wegen Weiterbildung und versenden der QSL-
Karten. So konnte man sich bei der GST zum Empfangs- und Sendeamateur
ausbilden lassen. Ein Empfangsamateur (SWLer) konnte für eine gewisse
Zeit auf Phonie arbeiten, musste aber dann eine Hörerprüfung mit 40
Morsezeichen pro Minute machen. War man fleissig, hatte man bald das
doppelte und dreifache der Geschwindigkeit drauf, das brauchte man
aber auch im internationalen Funkverkehr.
Ein Sendeamateur war entweder privater Nutzer und bekam eine DM2-
Nummer oder er war Mitbenutzer einer GST- oder anderen Station
(Betriebssportgruppen zB.) und benutzte das Rufzeichen seiner
Clubstation (DM3). Die Amateurfunkbänder lagen bei 80, 40, 20, 15
(10?) m und ein paar UKW-Frequenzen.
Bei den Jungen Funkern lernte man also neben der Morserei viel über
Technik, Elektronik usw. Zu meiner Zeit waren noch die Radioröhren
aktuell, Halbleitertechnik kam erst allmählich.
KP
Nur was so in der Erinnerung hängen geblieben ist:
AG Basteln, handwerkliches Basteln mit Schere + Papier
und Holz und Werkzeug wie im Werkunterricht.
AG Elektronik, hier wurden Geschicklichkeitsspiele genaut
mit irgendwelchen Zählwerken zum Punktezählen, teilweise
auch mit Halbeitern.
AG Fotozirkel, hier konnte man seine privaten Fotos in der
Dunkelkammer selber Entwickeln und Belichten. Es gab
"Aufträge" bei Schulapellen, 1.Mai und ähnlichen Ereignissen
zu fotografieren, es wurden Fotoausstellungen u.A. auch
in Berlin besucht.
AG Schach, man lernte gewisse Eröffnungen und trickreiche
Züge und fuhr in Nachbarorte zu Turnieren.
AG Junge Touristen, Orientierung im Gelände nach Karte
und Kompass.
Neben diesen AG gabs in der Unterstufe (1.-4.Kl.) auch
Pioniernachmittage. Hier wurde und von jeweils einem der
Eltern der Schüler etwas Erzählt über die berufliche
Arbeit, Erlebnisse und Technik bei der NVA, oder es
wurden Bastelnachmittage organisiert.
z.B. in der Herbstzeit mit Kastanien, Eicheln und Draht
irgendwelche Tiere oder Dinge gebaut.
W.
Hat das wirklich jemand von den Schülern interessiert?
Mit Sicherheit (!!!) wollte sich da ein Schuldirektor oder
Stabü-Lehrer "nach Oben" eine goldene Nase verdienen mit
der Idee.
Wenn ich da drüber weiter nachdenke, wird mir richtig
schlecht! Man erinnert sich, wie die Scheisse früher lief,
nur weil irgendein aufstrebendes Ar***loch seine Nase
vergolden wollte.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Teilnahme dann einigen
Schülern auferlegt wurde.
Entweder, weil sie in diesem Fach schlechte Noten hatten,
oder die 110%igen Eltern hier einfluss nahmen/nehmen mussten.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass von der Schule
ausgehend (wegen mangelndem Interesse) auf "solche Eltern",
eingewirkt wurde, sie mögen doch ihren Kindern die Teilnahme
nahelegen, damit die Schule "nach Oben" die Durchführung
der AG melden kann.
W.
So sehe ich das auch. :-D
Im Ernst, solche AGs, mit denen sich welche profilieren
wollten, gabs wohl überall. Eine AG M/L gabs an meiner
Schule nicht, das wäre wohl nichts geworden. Aber der
Schulchor war so ein Fall. Der Musiklehrer, er wollte
eigentlich Opernsänger werden, wollte den besten und
tollsten Kinderchor gleich nach dem Kreuzchor haben.
Der triezte die Schüler ordentlich und hats immer
mal übertrieben, indem er z.B. seine Unzufriedenheit
mit dem Chor in die Schulnoten einfließen ließ. Das
gab dann richtig Ärger, und der Chor verschwand bald
wieder. Aus heutiger Sicht muß man ihm jedoch zugute
halten, daß er die Kinder nicht verhauen hat.
DM-Rufzeichen und P2000-Röhre? Von welcher Zeit reden wir hier?
Meinen ersten Empfänger für 80m baute ich in einer AG in der 8.
Klasse. Das war 1984 und der nannte sich Pionier-V, war ein
Doppelsuper mit Transistoren. Lief nicht mal schlecht bei
günstigen Bedingungen bekam man ganz Europa rein.
Wann wurden eigentlich die Rufzeichen von DM auf Y umgestellt?
Frank
> Wann wurden eigentlich die Rufzeichen von DM auf Y umgestellt?
Ab 01.01.1980.
http://www.qslonline.de/hk/eigen/historie.htm
KP
Jupp, Frank.
Das Klubstationsrufzeichen DM3WG war das Rufzeichen
von Martin Selber.
Martin Selber, der eigendlich Martin Merbt heisst, war einer der
besten
Kinderbuchautoren der frühen DDR, der Romane aber auch Bastelbücher
schrieb.
Frank, google bitte einmal.
Wir reden hier von der Zeit der frühen DDR, also aus den 50 iger und
60iger
Jahren. Dort wurde, Deutschland lag ja noch in Trümmern, ebend
mit vorhandenen Materialien, also mit Wehrmachtstechnik gebastelt.
Ich stamme aus einer Techniker,- und Wissenschaftlerfamilie.
Mein Grossvater hatte eine gute technische Bibliothek, in
der auch die bewussten Bücher vorhanden waren, auch "Hans Dominik",
und einen riesigen Boden, auf dem sich neben einer gut eingerichteten
Radiowerkstatt kistenweise Wehrmachtsbauteile häuften.
Und da bastelt man eben, war das ein Erlebnis mit 15 Lenzen ...
Ich habe mich in den 80iger Jahren sonst natürlich auch mit
Superbau (Radiobasteln) und Computerbasteln und Mikroelektronik
beschäftigt.
hanna.
Sein eigenes Stationsrufzeichen war DM2APG. Er war als Funk-Ausbilder
aber auch Leiter der Clubstation DM3WG, da saß dann die ganze Horde
dran.
KP
Ja, Martins Ausstrahlung hat sogar bis in die
80iger Jahre gewirkt.
Denn seine Bücher und sein erstkassiger Charakter beeinflussten
nicht nur meinen Berufswunsch.
Aha danke, da habe ich mich mit AFU noch nicht beschäftigt.
Frank
> Oh, mann, mit Spulen, Draht und Morsetaste!! ;-O
...von Martin Selber.
Das einzige Buch in meinem Leben, welches ich jemals verborgt
habe, noch zu Schulzeiten.
Es ist auch das einzige Buch, was ich nie zurückbekommen habe.
Ich vermisses es heute noch!
W.
Das Original ist schwer zu kriegen. Allerdings hat der Funk Verlag
Dessau ein Reprint der drei Bände unter dem Titel "3 in 1" aufgelegt.
Vielleicht ist da noch was zu bekommen. Die Ausgabe ist sehr schön.
KP
__________________
www.funkverlag.de
> Timo Görner schrieb:
>> AG Marxismus-Leninismus
> Ist das das, wovon der eine oder andere Wessi annimmt, dass da alle
> Kinder hingehen mussten? Mir ist nicht eine solche AG bekannt gewesen.
Alle mußten nicht hin, Pflicht war es für den welcher in jeder Klasse ab
der 9. bei uns an der Schule "delegiert", "überzeugt", "verpflichtet"
wurde. Nenn es wie Du willst. ;-)
D. h. es war pro Klasse halt 1, in der Regel der halt entsprechend
linientreu war - auch das gab es durchaus - oder halt in Fächern wie
Geschichte sehr gut war. AFAIK setzte man sich 1x die Woche halt
zusammen in einer Art Zirkel, diskutierte die Marxschen Sprüche und ging
so nach einer halben Stunde wieder auseinander.
--
Mfg
TG.
www.youtube.com/donaukind74
www.cfc-fanpage.de
...
"Donauquell, dein Aderlass,
wo Trost und Leid zerfließen.
Nichts gutes liegt verborgen, nass
in deinen feuchten Wiesen." (Till Lindemann)
> "Timo Görner" schrieb...
>> ... AG Marxismus-Leninismus.
> Hat das wirklich jemand von den Schülern interessiert?
> Mit Sicherheit (!!!) wollte sich da ein Schuldirektor oder
> Stabü-Lehrer "nach Oben" eine goldene Nase verdienen mit
> der Idee.
...
> eingewirkt wurde, sie mögen doch ihren Kindern die Teilnahme
> nahelegen, damit die Schule "nach Oben" die Durchführung
> der AG melden kann.
Siehe meine Antwort zuvor.
In vielen Schulen wurden die Schüler fast genötigt,an irgendwelchen AGs
teilzunehmen. Und wenns keine Schuleigenen AGs gab,dann halt auch
welche,die zum örtlichen "Pionierhaus" gehörten. Alternativ konnte es
auch die Mitgliedschaft in irgendeinem Sportverein sein,Hauptsache man
machte irgendwas.
Ich war damals Mitglied in einer Computer-AG und hämmerte auf einem
Robotron KC85/3 rum. 1,75Mhz, 32kbyte RAM, Datenspeicherung auf
Audiokassette :-) Damals verhältnismäßig moderne Technik,heute hat jedes
Handy mehr Rechenpower. Und weil man als Schüler mit 2h/Woche nicht
ausgelastet ist, war ich auch noch Mitglied in einem Kegelverein. Doch
leider wurde mit dem Ende der DDR auch der Kegelverein liquidiert,da die
Kegelbahn in einer umgesetzten ehemaligen KZ-Barracke untergebracht war
und die KZ-Gedenkstätte gerne das Gebäude wiederhaben wollte.
Besonders bleibt mir beim Thema AGs und Sportgemeinschaften das
regelmäßige Gezanke im Sinn, im Namen welchen Vereins man denn bei der
jährlichen 1.Mai-Demo mitläuft. Nicht nur AG und Sportverein hätten
einen gerne dabeigehabt, auch die Schule wollte nicht auf einen
verzichten. Im Grunde genommen war aber jeder Verantwortliche
zufrieden,wenn er wusste,daß man überhaupt mitmarschiert...egal wo.
Meist konnte ich mich aus privaten Gründen generell um diese
Pflichtveranstaltung drücken..und wenn das mal nicht klappte,hab ich die
3 "Institutionen" öfters mal gegeneinander ausgespielt. Sprich: Die
Schule dachte,ich laufe im Sportverein mit, der Sportverein glaubte,daß
ich für die Computer-AG mitlaufe und die Computer-AG dachte,ich tu's für
die Schule. Im Endeffekt war ich nur 1x zur Selbstbeweihräucherung der
Politkasper..äh...zur 1.Mai-Demo.
naja die Dresdener erinnere ich hiermit offiziell an DM3ML
Gunter (der nur über google schreibt weil er bis Dienstag in Dresden
zum Lehrgang ist.
( Mal sehen obs villeicht auch ein leergang wird :) )
Und bezuglich der Pioniereisenbahn.
Da war dieses Jahr 60 jähriges Jubileum.
aber einig in dresden wohnende waren nciht da .:(
mfg
gk
... auf der Sonne. Bei uns auf der Erde ist das Uran bald alle.
--
CU Christoph Maercker.
> > T."Lang lebe die Atomkraft!"M.
>
> ... auf der Sonne. Bei uns auf der Erde ist das Uran bald alle.
Laut meinen Informationen [1] ist die Atomkraft die Option der
Zukunft. Daß es mit der Kohle so nicht weitergehen kann, sieht man
schon an diesem finsteren Schwarz, dem gefährlichen Feuer und dem
Rauch obenraus. Gezeiten hatten wir nicht, also was bleibt noch?
T.M.
[1] http://lh6.ggpht.com/_duy6DpWfQdU/R_d-g3wrnsI/AAAAAAAAAQ8/HnqpP4irgec/az1.jpg
P.S.: Warum haben diese Knallerbsen ein Gezeitenkraftwerk dargestellt?
Hatte die DDR etwa irgendwer in Europa im Jahre 74 ein
Gezeitenkraftwerk? Warum haben die nicht ein Wasserkraftwerk
abgedruckt?
Wenn die Partei festlegt, dass es in der Ostsee Gezeiten gibt, dann
gibts Gezeiten. Oder glaubst du, die Ostsee hatte zu DDR-Zeiten keinen
festen Klassenstandpunkt?
KP
_______________________
Ohne Gott und Sonnenschein
fahren wir die Ernte ein.
>Torsten Mueller wrote:
>> T."Lang lebe die Atomkraft!"M.
>
>... auf der Sonne. Bei uns auf der Erde ist das Uran bald alle.
Ach, hat es den Peak Uranium schon überschritten?
Gruß Uwe
--
Die Sicherheiten des Westens - Gewerkschaftsfürsorge,
Flächentarif, lineare Arbeitsbiographien, Sesshaftigkeit -
sind im Osten längst der Einzelkämpfer-Anthropologie gewichen.
Christoph Dieckmann === http://www.sicherheitslampe.de ===
> Die AG Junge Funker und der Radioclub liefen unter GST. Ein privater
> Amateurfunker brauchte die GST offiziell eigentlich nicht, war aber
> oft auf sie angewiesen, wegen Weiterbildung und versenden der QSL-
> Karten. So konnte man sich bei der GST zum Empfangs- und Sendeamateur
> ausbilden lassen.
Hmm, ich fürchte, Du siehst das ein wenig zu locker.
Fakt ist: die Mitgliedschaft in der GST war für die Erlangung und den
Besitz einer AFU-Genehmigung *zwingend* erforderlich.
Ich zitiere hierzu mal die "Anordnung über den Amateurfunkdienst" vom
28.02.1986:
§ 2 Absatz 4:
"... Die Ausbildung von Bürgern der Deutschen Demokratischen Repulik zu
Funkamateuren sowie die organisatorische Zusammenfassung und Betreuung
der Funkamateure obliegt der Gesellschaft für Sport und Technik."
§ 4 Absatz 1:
"Anträge von Bürgern der Deutschen Demokratischen Republik auf Erteilung
von Genehmigungen sind über die Gesellschaft für Sport und Technik bei
der zuständigen Bezirksdirektion der Deutschen Post zu stellen."
Und ganz knackig der
§ 13 Erlöschen von Genehmigungen
(1) Die Genehmigungen erlöschen (...) bei
a) (...)
b) Ausscheiden des Funkamateurs aus der Gesellschaft für Sport und Technik,
c) (...)
bye - Torsten
Es gibt Prognosen, die von einem schnelleren Ende der Uranvorkommen
ausgehen als das Erdöl knapp wird. Wenn jetzt weltweit noch etliche AKWs
gebaut werden, ist das ziemlich wahrscheinlich.
--
CU Christoph Maercker.
Stimmt, die Manager von RWE, E.on & Co. leben noch in den 1960er Jahren.
In dieser Hinsicht sind sie den Genossen, die uns dereinst regiert
haben, sehr ähnlich.
> Daß es mit der Kohle so nicht weitergehen kann, sieht man
> schon an diesem finsteren Schwarz, dem gefährlichen Feuer und dem
> Rauch obenraus. Gezeiten hatten wir nicht, also was bleibt noch?
Gute Frage, warum man es in der DDR nicht mal fertig gebracht hat,
simple Windmühlen zu bauen. Oder hat es irgendwo ein WKA gegeben? Mir
ist nur die Miniversion eines Ökofreaks bekannt.
> [1] http://lh6.ggpht.com/_duy6DpWfQdU/R_d-g3wrnsI/AAAAAAAAAQ8/HnqpP4irgec/az1.jpg
Manchmal bereue ich, dass ich die Schwarte in den 1980ern dem
Rumpelmännchen verkauft (geschenkt?) habe. Es gibt wenige Werke, die
kommunistisch-technokratisches Denken deutlicher dokumentieren.
> P.S.: Warum haben diese Knallerbsen ein Gezeitenkraftwerk dargestellt?
> Hatte die DDR etwa irgendwer in Europa im Jahre 74 ein
> Gezeitenkraftwerk? Warum haben die nicht ein Wasserkraftwerk
> abgedruckt?
Hatten die Russen evtl. ein Versuchskraftwerk?
--
CU Christoph Maercker.
> Fakt ist: die Mitgliedschaft in der GST war für die Erlangung und den
> Besitz einer AFU-Genehmigung *zwingend* erforderlich.
> ...
> (1) Die Genehmigungen erlöschen (...) bei
> a) (...)
> b) Ausscheiden des Funkamateurs aus der Gesellschaft für Sport und Technik,
> c) (...)
Ja, danke, das ist interessant und war mir nicht mehr gegenwärtig. Nun
müsste man noch rausbekommen, seit wann das so rigoros gehandhabt
wurde. Wobei: Man war da eben drin, in der GST. Das war man ja auch in
der DSF, die nur zum Beitragskassieren und Solimarken-Verkauf diente.
Ich habe nie eine aktive DSF-Arbeit irgendwo erlebt.
KP
>
> P.S.: Warum haben diese Knallerbsen ein Gezeitenkraftwerk dargestellt?
> Hatte die DDR etwa irgendwer in Europa im Jahre 74 ein
> Gezeitenkraftwerk?
Irgendwer schon, die Franzosen z.B. Umschau-Zuschauer durften dieses
bewundern.
> Warum haben die nicht ein Wasserkraftwerk
> abgedruckt?
Auf der nächsten Seite vielleicht? Ich kann mich an Beispielrechnungen
für die Stromkosten aus Wasserkraft/Kohle/Atomkraft erinnern.
Das stand schon in der ersten Verordnung von 1953 drin.
>> > T."Lang lebe die Atomkraft!"M.
>> ... auf der Sonne. Bei uns auf der Erde ist das Uran bald alle.
> Laut meinen Informationen [1] ist die Atomkraft die Option der
> Zukunft. Daß es mit der Kohle so nicht weitergehen kann, sieht man
> schon an diesem finsteren Schwarz, dem gefährlichen Feuer und dem
> Rauch obenraus. Gezeiten hatten wir nicht, also was bleibt noch?
Außerdem wird auf dem Gebiet der ehemaligen DDR immer noch Uran gewonnen.
Yellow Cake machen mittlerweile andere, aber der Ausgangsstoff wird immer
noch schön mit ausgespült.
Wieder wat von Vaddern gelernt,
S¹
--
„Jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz seyn
könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört,
stolz zu seyn.“ - Arthur Schopenhauer
Es gibt alle möglichen Prognosen zu verschiedenen Dingen. I.d.R. ist
es so, daß sie nicht eintreffen.
Laut der ROHSA-Studie verfügt allein Sachsen(!) über C1+C2-Vorräte von
fast 4000 t, dazu kommen Ressourcen von nochmal 27-30000 t. Die
Weltproduktion lag 2007 bei 49000 t.
IOW: wir könnten den Energiebedarf der BRD allein aus Kernkraft auf
absehbare Zeit decken.
Nach dem Krieg wurden auf dem Gebiet der späteren DDR durchaus Windkraftanlagen
gebaut (u.a. im späteren Dieselmotorenwerk in Rostock). Das wurde dann aber
wieder aufgegeben, vermutlich weil einfach die Leistung dieser Anlagen nicht
groß genug war (und auch die fossilen Energieträger zur Stromerzeugung wieder
zur Verfügung standen).
Andererseits muß man auch die Technologie zum Bau und Betrieb von
Windkraftanlagen beherrschen und das war auch in den umliegenden europäischen
Ländern in den 70er und 80er Jahren nicht der Fall (in den USA gab es damals
u.a. in Kalifornien schon größere Windparks). Wenn man dann mit dem Stand 0
anfängt (wie auch in Westdeutschland in den 80er Jahren) braucht man ca. 10-15
Jahre bis man die gröbsten Fehler dabei ausgemerzt hat. Und die DDR hätte
vielleicht noch länger gebraucht.
>> P.S.: Warum haben diese Knallerbsen ein Gezeitenkraftwerk dargestellt?
>> Hatte die DDR etwa irgendwer in Europa im Jahre 74 ein
>> Gezeitenkraftwerk? Warum haben die nicht ein Wasserkraftwerk
>> abgedruckt?
>
> Hatten die Russen evtl. ein Versuchskraftwerk?
lt. Wikipedia gab es dort ab 1968 eine Versuchsanlage an der Barentsee (400 kW;
2006 mit einer weiteren Turbine auf 1,6 oder 1,7 MW erweitert).
Bye Kai
nur wen an keine Kreislaufwirtschaft betreibt.
gk
--
Wichtige Mail an bastler100atarcorde
> Die Bezirksstadt hatte einen Segelflugplatz - konnte man da
> eigentlich einfach so mitmachen und kostete das was extra?
GST kostete Mitgliedsbeitrag, aber der war für Schüler und Studenten
"Peanuts" (wie man es seit der Ära Ackermann nennen würde). Ich
glaube, 50 Pfennige pro Monat. Damit war sowohl die Versicherung als
auch der Rest abgedeckt -- vermutlich war dieser Teil der GST die
sinnvollste Verwendung von Mitteln aus dem Militärhaushalt, die man je
irgendwo erlebt hat. ;-)
--
cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL
http://www.sax.de/~joerg/ NIC: JW11-RIPE
Never trust an operating system you don't have sources for. ;-)