Wie wurden die 50er Jahrgänge in der DDR eingeschult?
Da unsere Freunde jetzt so auf die 50 lostrappeln, müßte man das wissen,
damit man niemanden älter macht bei der Gratulation.
Konkret sind wir ja in eine Seminargruppe gegangen: Wenn da ein Junge im
August 1953 geboren wurde, konnte er bei 1,5 jahren NVA im September 1974
das Studium beginnen.
Ist nun jeman von den Kommilitonen im Mai geboren, wurde er dann mit dem
Augustler zusammen eingeschult in der Regel ? Es soll ja auch
Ausnahmeregelungen auf Antrag der Eltern gegeben haben ?!
Könnte also unser Freund, der jetzt bald Geburtstag hat, nicht erst 1954
geboren sein?
Waren eigentlich die Sticheinschulungstage In BRD und DDR identisch? Also
ich dachte immer, wer im mai geboren ist in Ossiland ist der Jüngste, die
Junikinder kommen ein Jahr später in "Margots Mühle"
Mein Ehegesponst ist Augustkind, unser Sohn im mai geboren...also wir kommen
nicht weiter!
Danke für schnelle Antwort, denn der Ehrentag unseres Freundes kommt
angerast....oder es ist eben ein normaler Geburtstag.
Mit sächsischen Grüßen
Jutta
> Wie wurden die 50er Jahrgänge in der DDR eingeschult?
<snip>
> Ist nun jeman von den Kommilitonen im Mai geboren, wurde er dann mit
> dem Augustler zusammen eingeschult in der Regel ? Es soll ja auch
> Ausnahmeregelungen auf Antrag der Eltern gegeben haben ?!
<snap>
Also, spätestens ab den 60ern gab es den Stichtag 31.05. Wer bis dahin
seinen 6. Geburtstag gefeiert hatte, wurde zum 01.09. eingeschult. Es
gab auf Antrag der Eltern "Übergangsfristen" für die ersten Juni-Wochen.
Ein Augustller wird mit ziemlicher Sicherheit erst das Jahr darauf
eingeschult worden sein, mithin nach seinem 7. Geburtstag.
AFAIR
Veith
--
Strukturen, Geschichte(n) & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Das kann ich bestätigen; als am 1.5.1966 [Internationaler Kampf- und
Feiertag der Arbeiterklasse :-) ] geborener war ich der jüngste in meiner
Klasse.
Gruß Weigl
on Fri, 16 May 2003 07:27:56 +0200, "Peter Veith" <ve...@snafu.de>
wrote:
>"Jutta Schadock" schrieb:
>
>> Wie wurden die 50er Jahrgänge in der DDR eingeschult?
><snip>
>> Ist nun jeman von den Kommilitonen im Mai geboren, wurde er dann mit
>> dem Augustler zusammen eingeschult in der Regel ? Es soll ja auch
>> Ausnahmeregelungen auf Antrag der Eltern gegeben haben ?!
><snap>
>
>Also, spätestens ab den 60ern gab es den Stichtag 31.05. Wer bis dahin
>seinen 6. Geburtstag gefeiert hatte, wurde zum 01.09. eingeschult. Es
>gab auf Antrag der Eltern "Übergangsfristen" für die ersten Juni-Wochen.
>
>Ein Augustller wird mit ziemlicher Sicherheit erst das Jahr darauf
>eingeschult worden sein, mithin nach seinem 7. Geburtstag.
AFAIK wurde der Stichtag irgendwann vom 31.7. auf den 31. 5. verlegt
(60er Jahre mag sein). Mein Vater, eingeschult 1946, Geburtstag Ende
Juli, war immer der Klassenjüngste, wie er sagt.
Die o. g. Ausnahmeregelungen würden mich auch mal interessieren. War
es in der DDR auch so _verhältnismäßig_ einfach wie heute möglich,
seine Kinder entgegen dem Stichtag zumindest ein Jahr früher oder
später einschulen zu lassen? (Heute kenne ich mehrere, aus DDR-Zeiten
kann ich mich an solche Fälle nicht erinnern, zumindest in "meinen"
Klassen nicht; insbesondere für ältere Schüler gab es andere Gründe:
Sitzenbleiben, Krankheit...)
Gruß,
Patrick
> Peter Veith wrote:
> >Also, spätestens ab den 60ern gab es den Stichtag 31.05. Wer bis dahin
> >seinen 6. Geburtstag gefeiert hatte, wurde zum 01.09. eingeschult. Es
> >gab auf Antrag der Eltern "Übergangsfristen" für die ersten Juni-Wochen.
> Die o. g. Ausnahmeregelungen würden mich auch mal interessieren. War
> es in der DDR auch so _verhältnismäßig_ einfach wie heute möglich,
> seine Kinder entgegen dem Stichtag zumindest ein Jahr früher oder
> später einschulen zu lassen?
Also, ich lag über den Stichtag und bin dennoch im gleichen Jahr (mit 6)
eingeschult worden. Meine Eltern schilderten mir das dahingehend, daß sie
"einen Zettel" mit diesen "Antrag" bei der Schulleiterin abgegeben hätten
und das war's.
Ich könnte mir vorstellen, daß das Ergebnis der ärztlichen
Vor-Einschulungs-Untersuchung, die vorhandene Klassenstärke sowie die
Persönlichkeit der Schulleiterin bzw. des Kreisschulrats eine Rolle
gespielt hat.
Zudem darf nicht vergessen werden, daß es in der DDR kein so
formalistisches Recht, wie in der BRD gab. <Modus Martin E.>Die Eltern
waren auf die Gnade der Schulleiterin angewiesen</Modus Martin E.>
Peter
--
http://DDR-LUFTWAFFE.de
>Waren eigentlich die Sticheinschulungstage In BRD und DDR identisch?
Sie waren schon innerhalb der BRD nicht identisch, da der
Schuljahresbeginn und die Einschulungsregeln von Bundesland zu
Bundesland differieren. Bis Anfang der Siebziger war diese Differenz
auch noch größer als heute. Da endete das Schuljahr in NRW schon an
Ostern, in Bayern dagegen Anfang August, - wenn ich mich recht
erinnere.
Gruß
Gerald
Faszinierend, was fuer Aussagen du hier versuchst uns unterzujubeln.
*verwundert*
Gehört bei mir zum stehenden Repertoire und ist nichts als die lautere
Wahrheit.
> "Jutta Schadock" <scha...@hrz.tu-freiberg.de> wrote in
>
>> Waren eigentlich die Sticheinschulungstage In BRD und DDR identisch?
>
> Ich schätze mal, dass das in der BRD nicht soooo strikt festgelegt war.
Wie in allen Schuldingen wird man sich hier mit bundesweiten Aussagen
zurückhalten müssen, aber ich kann mir gut vorstellen, daß
bundeseinheitlich der Stichtag 30. 6. gilt. So ist es jedenfalls in
Hamburg und Niedersachsen.
Jedoch:
a) können Kinder, die noch nicht schulreif sind, ein Jahr in die
Vorschule kommen. Dies geht auch bei bereits eingeschulten Kindern aus
der 1. Klasse heraus, wie ich mich erinnere;
b) können später im Jahr geborene Kinder, wenn sie schon schulreif
sind, auf Wunsch der Eltern trotzdem eingeschult werden. Diese haben
dann u. U. noch mit 5 Schulbeginn.
Schulfähigkeit wurde WIMRE mit irgendwelchen Puzzles ermittelt.
- Sebastian
> Wie wurden die 50er Jahrgänge in der DDR eingeschult?
Ich bin 1957 eingeschult worden.
Es galt als Stichtag der 31. Mai des laufenden Jahres.
Allerdings war es kein Problem, Junikinder noch in das entsprechende
Schuljahr unterzubringen.
Wichtig war in diesem Falle das Ergebnis der Schuluntersuchung und
auch die Beurteilung über den Entwicklungsstand des Kindes, die vom
Kindergarten vorgenommen wurde.
--
Hubertus
> Faszinierend, was fuer Aussagen du hier versuchst uns
> unterzujubeln.
Hat nihts mit jubeln zu tun.
Die Bürokratie war nicht so ausgeprägt wie heute.
--
Hubertus
Da darf ich aber einmal herzhaft lachen.
[ ] Du kennst die bundesdeutsche Bürokratie
Test: vergleiche den Umfang eines Jahrgangs GBl. und BGBl.
So sehr unterscheidet die sich von der ostdeutschen Buerokratie auch
nicht, gibt nur mehr davon.
Dann fahr mal beim TÜV vor. Dann vergeht Dir das Lachen wieder...
>> Die Bürokratie war nicht so ausgeprägt wie heute.
>
> Da darf ich aber einmal herzhaft lachen.
Wieso? Wenig ist so sonnenklar wie das.
Matthias
--
Wer Rittern keine schätze gönnt,
dereinst im Höllenfeuer brönnt.
Das darfst du völlig zu recht, denn selbst hierin war die DDR völlig
unterentwickelt, da kann man einfach keine Abstriche machen. Daher muß
muß auch dieser Veithsche Versuch, uns durch die Hintertür was
positives unterzujubeln, vollumfänglich scheitern. Jawoll!
> Also, ich lag über den Stichtag und bin dennoch im gleichen Jahr
> (mit 6) eingeschult worden.
Ich auch (10.06.).
> Meine Eltern schilderten mir das dahingehend, daß sie "einen Zettel"
> mit diesen "Antrag" bei der Schulleiterin abgegeben hätten und das
> war's.
Kann ich nicht bestätigen oder dementieren, ich hab nie danach gefragt
:-)
> Ich könnte mir vorstellen, daß das Ergebnis der ärztlichen
> Vor-Einschulungs-Untersuchung, die vorhandene Klassenstärke sowie
> die Persönlichkeit der Schulleiterin bzw. des Kreisschulrats eine
> Rolle gespielt hat.
So wird es gewesen sein.
Ciao
A.
>Das kann ich bestätigen; als am 1.5.1966 [Internationaler Kampf- und
>Feiertag der Arbeiterklasse :-) ] geborener war ich der jüngste in meiner
>Klasse.
Geschenkt - ich wurde am 15.5. selben Jahres geboren und war der
Jüngste in _meiner_ Klasse! :-)
Gruß Uwe
--
http://www.mc-kw-meerane.de
http://www.mc-kw-meerane.de/privat/index.html
"Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann feind wird.
Thomas Müntzer(1489-1525) 1524
Na dann: *Happy Birthday!* (oder so ähnlich), wenns auch ein bissel
spät kommt :) :) :)
Gruß Gerd
>Na dann: *Happy Birthday!* (oder so ähnlich), wenns auch ein bissel
>spät kommt :) :) :)
Danke - obwohl ich's nicht deshalb geschrieben habe! Nu aber schnell,
die Gäste kommen gleich.
> Da darf ich aber einmal herzhaft lachen.
Aus Freude, weil meine Aussage stimmt.
--
Hubertus
Na gut, wie gross ist der buerokratische Aufwand heutzutage, wenn man
von, sagen wir mal von Probstzella nach Pressig-Rothenkirchen radeln
moechte, im Vergleich zu damals? Oder wenn man gerne ein Telefon oder
auch ein Auto haette?
> Na gut, wie gross ist der buerokratische Aufwand heutzutage, wenn man
> von, sagen wir mal von Probstzella nach Pressig-Rothenkirchen radeln
> moechte, im Vergleich zu damals? Oder wenn man gerne ein Telefon oder
> auch ein Auto haette?
Du verwechselst Verfügbarkeit/Möglichkeit mit Bürokratie.
Eine Autobestellung war ziemlich einfach. Dass es sehr lange dauerte, hat
nichts mit Bürokratie zu tun (was nicht heißt, dass das schön war).
> Also, spätestens ab den 60ern gab es den Stichtag 31.05. Wer bis dahin
> seinen 6. Geburtstag gefeiert hatte, wurde zum 01.09. eingeschult. Es
Sooo einfach ist das aber nicht.
Es gab vorher eine schulärztliche Untersuchung mit einer kleinen
Prüfung. "Male ein Haus" und so. Da wurden durchaus auch Kinder um
ein Jahr zurückgestellt.
Martin Ebert
> Hat nihts mit jubeln zu tun.
> Die Bürokratie war nicht so ausgeprägt wie heute.
Dafür war's auch schön willkürlich. Praktisch ohne die Möglichkeit,
eine staatliche Entscheidung anzufechten.
Die Eltern waren auf die Gnade der Schulleiterin angewiesen - legt
mit Peter in den Mund. Stümmt.
Martin Ebert
> Na gut, wie gross ist der buerokratische Aufwand heutzutage, wenn man
> von, sagen wir mal von Probstzella nach Pressig-Rothenkirchen radeln
> moechte, im Vergleich zu damals? Oder wenn man gerne ein Telefon oder
> auch ein Auto haette?
Stimmt eigentlich. Der bürokratische Aufwand für ein Telefon war
nahe Null. Du kriegtest keins und gut.
Martin Ebert
Hä? TÜV lasse ich immer in der Autowerkstatt machen (weil: irgendwas
ist immer), das geht so: Morgens hin, abends abholen, Plaketten sind
dran, Papiere liegen auf dem Sitz und Rechnung kommt mit der Post.
Einfacher könnte es gar nicht gehen. Wie war das denn "drüben"?
- Sebastian
Berufsausbildung angefangen, Trabbi-Bestellung aufgegeben, 14 Jahre
gewartet...leider kann ich dir nicht sagen, wie das ausgegangen ist,
da ich die im Jahre 1999 erwartete Benachrichtigung, dass mein Trabant
zur Auslieferung bereitstuende, nie erhalten habe. Muss der Postbote
verbummelt haben.
> Sebastian Koppehel wrote:
> > TÜV... Wie war das denn "drüben"?
>
> Berufsausbildung angefangen, Trabbi-Bestellung aufgegeben, 14 Jahre
> gewartet...leider kann ich dir nicht sagen, wie das ausgegangen ist,
Hat aber nix - wie bereits mehrfach hingewiesen - mit "Bürokratie" zu
tun.
#Bürokratie
die, Form staatlicher, politischer oder privat organisierter Verwaltung
,.... Kritik an der Bürokratisierung im Sinne einer unsachgemäßen
Ausdehnung der Bürokratie mit immer komplizierter und ineffizienter
werdenden Arbeitsabläufen ...
© 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG#
BTW ein "TÜV" war in der DDR nicht vorgeschrieben. Hin und wieder eine
"kleine / große Durchsicht" machen zu lassen, war jedoch sinnvoll.
> Peter Veith wrote:
> > Also, spätestens ab den 60ern gab es den Stichtag 31.05. Wer bis
> > dahin seinen 6. Geburtstag gefeiert hatte, wurde zum 01.09.
> > eingeschult.
>
> Sooo einfach ist das aber nicht.
> Es gab vorher eine schulärztliche Untersuchung mit einer kleinen
> Prüfung. "Male ein Haus" und so. Da wurden durchaus auch Kinder um
> ein Jahr zurückgestellt.
Hatte ich an anderer Stelle bereits erwähnt, wobei es die
"Reihenuntersuchungen" mit Feststellung der "Schul-Tauglichkeit" auch
heute noch gibt. Und das ist auch gut so!
> Die Eltern waren auf die Gnade der Schulleiterin angewiesen - legt
> mit Peter in den Mund. Stümmt.
Vertrau mir, Martin. Die Antwort auf die Frage, was besser ist:
* Uferlose Gesetze mit Einzelfallregelungen und anschließendem
Rechtsweg, der das Chaos noch vergrößert oder
* schlanke, verständliche und allgemeingültige Gesetze, deren Anwendung
an "Herz und Verstand" gebunden ist
ist ein nicht wahrheitsfähiges Werturteil.
Ich behaupte zudem fröhlich: Diese Frage hat am 18.03.1990 wirklich
_keine_ Rolle gespielt <s> Wir haben das westdeutsche Recht schlicht
bekommen.
Und sooo rechtlos war kein DDRler, wie Du es darstellst. Die Abwesenheit
eines Verwaltungsrechtsweges wurde mMn durch die "gesellschaftliche
Schiene" + Eingabewesen, mehr als ausgeglichen. Mich hat in der DDR die
daraus wachsende "Humanitätsduselei" übrigens immer gestört.
> BTW ein "TÜV" war in der DDR nicht vorgeschrieben. Hin und wieder eine
> "kleine / große Durchsicht" machen zu lassen, war jedoch sinnvoll.
Zu einer "Technischen Überprüfung" musste man auch. Früher (bis ca.
1980) gab es dafür bunte Prägemarken die man ins hintere Kennzeichen
drücken musste. Danach gab es dann ein selbstklebendes Staatswappen das
in die dafür vorbereitete Vertiefung auf dem Kennzeichen zu kleben war.
Es gab dann sicherlich auch einen Stempel in die Fahrzeugpapiere. Ich
gehe davon aus, das dieses eine Pflichtuntersuchung war.
Das die Werkstätten dieses im Rahmen der Druchsichten gemacht haben (sie
machen das im Osten auch noch heute so) mag durchaus der Fall gewesen sein.
Bye Kai
Wirklich?????
Mir wurde immer lästerhaft versichert, die DDR konnte sich aufgrund der
Kapazitäten und Ersatzteilprobleme eine technische Überprüfung gar nicht
leisten. Zudem wurden die Fahrzeuge durch ihre Besitzer aus Eigennutz
spitzenmäßig gepflegt ....
Ich bin ab 1986 den eigenen Trabi gefahren, da gab es so was nicht -
oder wieder mein persönlicher Widerstand gegen das SED-Unrechtsregime?!
Wo bitte geht es zur Widerstandsweihe?
>Wie in allen Schuldingen wird man sich hier mit bundesweiten Aussagen
>zurückhalten müssen, aber ich kann mir gut vorstellen, daß
>bundeseinheitlich der Stichtag 30. 6. gilt. So ist es jedenfalls in
>Hamburg und Niedersachsen.
So ist es auch in Schleswig-Holstein.
>Jedoch:
Ist das ganze in den letzten Jahren stark aufgeweicht worden. Zu
meiner Einschulung 1992 mußte, wer zwischen 01.01. und 30.06. das 6.
Lebensjahr vollendet hatte, durfte, wer zwischen 01.07. und 31.12. das
6. Lebensjahr vollendet haben würde und mußte, wer in diesem Zeitraum
das 7. vollendet haben würde. Damals wurde das sehr strikt gehandhabt,
auf jeden Fall gibt es bei mir einige, bei denen Fall 1 zutrifft.
Zur Einschulung 1996 noch gab es eine Ausnahme nur mit starkem Drängen
und bei meiner Schwester (Geb-Jg 1995) in der Klasse gibt es einige,
die im April-Juni vor der Einschulung bereits das siebte Lebensjahr
vollendet hatten.
> TÜV lasse ich immer in der Autowerkstatt machen (weil: irgendwas
> ist immer), das geht so: Morgens hin, abends abholen, Plaketten sind
> dran, Papiere liegen auf dem Sitz und Rechnung kommt mit der Post.
> Einfacher könnte es gar nicht gehen. Wie war das denn "drüben"?
Hatte kein Auto, hab als keine Ahnung, wievile Aufwamnd hinter einer
"Scheckheftpflege" steckt. Jedenfalls waren "Scheckheftgepflegte
Garagenwagen" (auch Trabant!) im RES teurer als Neuwagen.
> BTW ein "TÜV" war in der DDR nicht vorgeschrieben.
Doch (hieß nur anders).
Auf jeden Fall waren farbige Plaste-Prägemarken auf den Kennzeichen, deren
Farbe die Gültigkeit der technischen Zulassung ausdrückte.
> TÜV lasse ich immer in der Autowerkstatt machen (weil: irgendwas
> ist immer), das geht so: Morgens hin, abends abholen, Plaketten sind
> dran, Papiere liegen auf dem Sitz und Rechnung kommt mit der Post.
> Einfacher könnte es gar nicht gehen. Wie war das denn "drüben"?
Hatte kein Auto, habe als keine Ahnung, wieviel Aufwand hinter einer
"Scheckheftpflege" steckt. Jedenfalls waren "scheckheftgepflegte
Garagenwagen" (auch Trabant!) im RES teurer als Neuwagen.
Matthias
>> BTW ein "TÜV" war in der DDR nicht vorgeschrieben.
>
> Doch (hieß nur anders).
> Auf jeden Fall waren farbige Plaste-Prägemarken auf den
> Kennzeichen, deren Farbe die Gültigkeit der technischen
> Zulassung ausdrückte.
Später wurden Abziehbilder draus. Aber: War das bis zum Ende der
DDR so? Ich entsinne mich an Presse- u. a. Kampagnen in den
60ern/70ern, wo öffentlich das Erscheinen einer neuen Markenfarbe
ausgerufen wurde und alle Fahrzeuge zur Untersuchung mussten, um
selbige zu erwerben. Kann mich aus den 80ern nicht an Ähnliches
erinnern. War da das Kfz-Handwerk schon zu überlastet?
--
Grüße, Thomas
"René" schrieb:
>
> Hubertus Doehring wrote:
> > Hat nihts mit jubeln zu tun.
> > Die Bürokratie war nicht so ausgeprägt wie heute.
>
> Da darf ich aber einmal herzhaft lachen.
Und, worüber lachst Du?
Gruß
Sig
Das gat aber auch für nicht-scheckheftgepfegte Gebrauchtwagen.
Bye Kai
>>Es gab dann sicherlich auch einen Stempel in die Fahrzeugpapiere. Ich
>>gehe davon aus, das dieses eine Pflichtuntersuchung war.
>>
>>Das die Werkstätten dieses im Rahmen der Druchsichten gemacht haben
>>(sie machen das im Osten auch noch heute so) mag durchaus der Fall
>>gewesen sein.
>
> Wirklich?????
>
> Mir wurde immer lästerhaft versichert, die DDR konnte sich aufgrund der
> Kapazitäten und Ersatzteilprobleme eine technische Überprüfung gar nicht
> leisten.
Man dürfte nicht ganz so scharf hingeschaut haben mit einer endloslangen
Prüfliste. Durch die genannten Kapazitätsprobleme in den Werkstätten und
bei der Ersatzversorgung hat man vielliecht auch nicht so strenge
Fristen wie heute gehabt. Außerdem hatte auch keiner ein Interesse
daran, ein neues Auto zu verkaufen oder irgendwelche unsinnigen
Reparaturen einem damit aufzuschwatzen.
Die grundlegenden Dinge (Licht, Reifen, Bremse, Rost im Rahmen) und ich
glaube beinahe in den letzten Jahren auch das Abgas (oder ist das eine
Nachwendeerfindung?) hat man überprüft.
Auf keinen Fall gab es solche großen "Massenüberprüfungsstützpunkte" wie
sie z.B. der TÜV heute betreibt.
> Zudem wurden die Fahrzeuge durch ihre Besitzer aus Eigennutz
> spitzenmäßig gepflegt ....
Das hatte aber einen anderen Grund. Man bekam so schnell kein neues Auto
und deshalb musste es grundsätzlich besser gepflegt und gewartet werden.
Wer macht denn sowas heute noch (Liebhaberstücke einmal unberücksichtigt).
Bye Kai
> Warum gibst Du hier überhaupt eine Erklärung ab? Manche Menschen haben
> wohl halt auf dem Mond gelebt. Für sie ist jetzt alles besser. Auch
> ellenlange Schulwege, weil die Schule im Ort nicht mehr existiert und
> und und.
Ich sage nur "Landesschulentwicklungsplan" der genau regelt, wer wo
warum in welche Schule zu gehen hat. Da passiert es dann das die Kinder
aus den umliegenden Orten einer kreisfreien Stadt nicht mehr in diese
zur Schule gehen dürfen (was sie schon seit Urzeiten taten) sondern
kilometerweit in die nächste Schule im eigenen Kreis kutschiert werden
müssen. Weil dann aber dieser Schule eine Überfüllung droht, müssen die
Kinder die bisher dort eingeschult wurden wieder woanders hingefahren
werden.
Und wenn dann der nächste Bildungsminister kommt ändert sich wieder
alles, da man sich ja mit irgendwas profilieren muß.
Bye Kai
> Hat aber nix - wie bereits mehrfach hingewiesen - mit "Bürokratie"
zu
> tun
Ob ich mich fuer irgendein Beduerfnis durch ein Dutzend Formulare
quaelen muss und diese dann, dreifach durchgeschlagen, in
irgendwelchen Amtsgebaeuden an muffelige Beamte verteile, oder ob
gleich von staatswegen beschlossen wird, "Das brauchen unsere Menschen
nicht!", dann hat man natuerlich im letzteren Fall weniger
Buerokratie.
> #Bürokratie
> die, Form staatlicher, politischer oder privat organisierter
> Verwaltung ,.... Kritik an der Bürokratisierung im Sinne einer
> unsachgemäßen Ausdehnung der Bürokratie mit immer komplizierter und
> ineffizienter werdenden Arbeitsabläufen ...
> © 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG#
Beschreibt die DDR unseligen Angedenkens aufs iota (wenn man mal von
dem "privat" da oben absieht).
Trifft aber mittlerweile, das will ich zugeben, auch immermehr auf das
heutige Deutschland zu.
Ich schon. Da wurden transparente Aufkleber mit einem rostroten
DDR-Wappen auf die Nummernschilder gepappt. Das war wohl neu. vorher
gabs 20Pf-Stueck-grosse Plasti^H^H^HBlassde-Plaketten. *I*IRC, und das
ist ein fettes If.
> Matthias Opatz wrote:
> > Auf jeden Fall waren farbige Plaste-Prägemarken auf den
> > Kennzeichen, deren Farbe die Gültigkeit der technischen
> > Zulassung ausdrückte.
>
> Später wurden Abziehbilder draus. Aber: War das bis zum Ende der
> DDR so? Ich entsinne mich an Presse- u. a. Kampagnen in den
> 60ern/70ern, wo öffentlich das Erscheinen einer neuen Markenfarbe
> ausgerufen wurde und alle Fahrzeuge zur Untersuchung mussten, um
> selbige zu erwerben. Kann mich aus den 80ern nicht an Ähnliches
> erinnern. War da das Kfz-Handwerk schon zu überlastet?
AFAIR waren dort, wo heute TÜV und ASU kleben Marken mit dem DDR-Wappen.
Das hatte wohl was mit der amtlichen Zulassung zu tun.
Irgendwas mit "jetzt müssen alle grüne Plaketten haben" geistert im
Hinterkopf herum. Aber eine technische Überprüfung war mMn nicht damit
verbunden. Haftpflicht? Nee das waren wieder die Mopeds ndW ....
*Wühl*
Ich habe eine Karte, DDR-Vordruck, gefunden "Einlage zum
Kfz-Zulassungsschein, Abgasüberprüfung / sonstige Überprüfungen". Das
hat eine Eintragung "tmÜ, Z-157, 2,2 %"!? Ein Datum ist leider nicht
erkennbar. Und da ich meinen Trabi am 05.10.1990 umgemeldet habe, kann
das auch schon BRD-Recht sein.
> gleich von staatswegen beschlossen wird, "Das brauchen unsere Menschen
> nicht!", dann hat man natuerlich im letzteren Fall weniger
> Buerokratie.
Bingo!
> Trifft aber mittlerweile, das will ich zugeben, auch immermehr auf das
> heutige Deutschland zu.
Wie jetzt, jetzt ist die DDR auch noch an der BRD-Bürokratie schuld!?
ROTFL
Veith
--
Ist die Olle wieder keusch, guck Ossikram und Fliegerzeuch!
http://TV.ddr-luftwaffe.de
Nee, das ist "typisch deutsch"(tm).
Gib einem Deutschen eine Uniform-Muetze oder einen Gummi-Stempel, und
er fuehlt sich schon halb auf dem Weg zur Weltherrschaft.
"René" schrieb:
War das nicht Erich Kästner, der das in ähnlicher Form vor Dir sagte,
hi.?
Gruß
Sig
> > > Die Eltern waren auf die Gnade der Schulleiterin angewiesen - legt
> > > mit Peter in den Mund. Stümmt.
> > Vertrau mir, Martin. Die Antwort auf die Frage, was besser ist:
> > * Uferlose Gesetze mit Einzelfallregelungen und anschließendem
> > Rechtsweg, der das Chaos noch vergrößert oder
> > * schlanke, verständliche und allgemeingültige Gesetze, deren Anwendung
> > an "Herz und Verstand" gebunden ist
> > ist ein nicht wahrheitsfähiges Werturteil.
> Warum gibst Du hier überhaupt eine Erklärung ab? Manche Menschen haben
> wohl halt auf dem Mond gelebt.
Du hast also heute mal wieder in den Spiegel geschaut. Gut.
> Für sie ist jetzt alles besser. Auch
> ellenlange Schulwege, weil die Schule im Ort nicht mehr existiert und
> und und. [...]
Hast Du Dich mal gefragt, woran das liegt?
> Nein, man war auf die Gande der Schulleiterin angewiesen, das war das
> einzige große Problem, was man hatte. Und auch noch das, dass man für
Und auf die Gnade des Lehrers. Vermutlich ist das Dein Problem.
Die Macht ist kleiner geworden, wesentlich kleiner.
Und das ist gut so.
> Wir waren alle rechtlos in der "Zone"...-:)
Nicht alle. Wer willkürlich und ohne reale Bedrohung durch
rechtliche Nachprüfbarkeit entscheiden dürfte, für den war das
sicher ganz nett. Kein Wunder, dass er jetzt greint ...
Martin Ebert
Martin Ebert schrieb:
>
> Siegfried Traenkner wrote:
> > Peter Veith schrieb:
> > > "Martin Ebert" schrieb:
>
> > > > Die Eltern waren auf die Gnade der Schulleiterin angewiesen - legt
> > > > mit Peter in den Mund. Stümmt.
>
> > > Vertrau mir, Martin. Die Antwort auf die Frage, was besser ist:
> > > * Uferlose Gesetze mit Einzelfallregelungen und anschließendem
> > > Rechtsweg, der das Chaos noch vergrößert oder
> > > * schlanke, verständliche und allgemeingültige Gesetze, deren Anwendung
> > > an "Herz und Verstand" gebunden ist
> > > ist ein nicht wahrheitsfähiges Werturteil.
>
> > Warum gibst Du hier überhaupt eine Erklärung ab? Manche Menschen haben
> > wohl halt auf dem Mond gelebt.
>
> Du hast also heute mal wieder in den Spiegel geschaut. Gut.
Muß ich nicht, ich weiß das ich schön bin!
Für Dich wäre es besser, wenn Du über Dinge schreibst, von denen Du
eine Ahnung hast. Wahrscheinlich hälst Du Dich aber für unfehlbar,
oder sollte Deine Abneigung gegen die Schule darin begründet sein,
dass man Dich das Abi nicht machen ließ.
Hm, eigentlich hast Du noch nie erklärt, warum das so war, sollte ich
das überlesen haben? Und, was faselst Du von der Macht der Lehrer?
Klar, heute versucht jeder Arsch in die Bildung und Erziehung
reinzureden.
Empfehlung für Dich, stelle Dich nur mal einen Tag in eine Schule vor
ein Klasse und unterrichte, dann reden wir weiter.
Ach so, die langen Schulwege jetzt, das liegt wohl nicht an der
Finanzknappheit der Länder, Bildung ein Thema in diesen Ländern?
Du gestattest, dass ich lache.
Gruß
Sig
> AFAIR waren dort, wo heute TÜV und ASU kleben Marken mit dem DDR-Wappen.
> Das hatte wohl was mit der amtlichen Zulassung zu tun.
Nein, das war der Nachfolger der grünen/roten/gelben/blauen Prägemarken.
Allerdings war der Aufkleber eher nicht-klebend so das er nach ein paar
Wäschen nicht mehr vorhanden war.
> Irgendwas mit "jetzt müssen alle grüne Plaketten haben" geistert im
> Hinterkopf herum. Aber eine technische Überprüfung war mMn nicht damit
> verbunden.
Ich habe ganz dunkel in meinem Himterkopf das in der Werkstatt einer LPG
die Autos auf eine Bühne/Grube kamen und es dort die neuen Prägemarken
gab. Zumindest haben wir als Kinder mit den alten bunten Marken gespielt.
Bye Kai
Bitte, Kinder, bitte, die ganze Wirtschaft wurde in der DDR
bürokratisch vom Staat verwaltet, "gelenkt".
Ein Bekannter besuchte mal seinen Geburtsort Schneeberg / Erzgeb. (der
Name seines Vaters steht noch heute am dortigen Freibad - er hatte es
gestiftet) und antwortete auf meine Frage, ob es dort denn ein Hotel
gäbe, sehr treffend: "Wenn der Staat die Verwaltung der Hotelzimmer
übernimmt, dann gibt's keine."
Ich hatte regelmäßig im Haus der Ministerien (HdM, fürher
Reichsluftfahrt-Ministerium, RLM, jetzt Bundes-Finanzministerium) zu
tun. Das war ja nicht zum Blasen, was es dort für bucklichte
Ministerien gab; für jeden Industriezweig und dann solche Exoten wie
"Ministerium für bezirksgeleitete Industrie". Es war denn auch immer
recht spaßig, eine repräsentative Limousine (Tatra u.ä.) dort
vorfahren zu sehen, ein Direktor stieg aus, ging rein und kam nach
einer halben Stunde mit einem Blumenstrauß in der wieder raus. Einer
der Glücklichen, der die Vorgaben der zentralen Plankommission (das
war die ungeheuerlichste Bureaukratie, was die so angestellt hat is
nich gah ßum Sagen) erfüllt hatte - die DDR war das Land der
glücklichen Direktoren. Im HdM gab es im Erdgeschoß ein schwarzes
Brett, dort sah ich einen Zettel hängen, auf welchem ein Smoking im
Tausch gegen einen Frack angeboten wurde - sieh an, sieh an, dachte
ich bei mir, die Genossen werden fein. Auch hübsch war das abgestufte
Kantinensystem für die unterschiedlichen ministerialen Rangstufen. Ich
kam nur in die der untersten Kategorie, die Buletten erwiesen sich als
genießbar - FR
Florian Ritter schrieb wieder mal vieles.
> Ich hatte regelmäßig im Haus der Ministerien (HdM, fürher
> Reichsluftfahrt-Ministerium, RLM, jetzt Bundes-Finanzministerium) zu
> tun...
Sag mal, sei aber nicht beleidigt, Du bindest der ganzen Gemeinde
nicht ab und zu einen Bären auf, denn wenn ich so lese, wo Du überall
Deine Fingerchen drin hattest, zweifle ich, skeptisch wie ich nun mal
bin, an den Wahrheitsgehalt Deiner Aussagen, hi.
Gruß
Sig
Durchaus moeglich. Wie ich schon zu Zonen-Zeiten immer sagte, der
Erich und ich... ;)
Siegfried Traenkner schrieb:
> bin, an den Wahrheitsgehalt Deiner Aussagen, hi.
d e m Wahrheitsgehalt
und: Gib mal Dein großes Pionierehrenwort, dann glaube ich Dir
eventuell, was Du hier von Dir gibst!
Gruß
Sig
"René" schrieb:
Hi, Kästner und nicht Honi, sah übrigens kürzlich einen Dokumentarfilm
über die Honeckers bei der auch R. Biermann(Sänger) zu Wort kam, der
die "liebe" Margot sogar persönlich gekannt hatte. Und, was mich fast
vom Hocker gehauen hat, er sprach nicht mal schlecht über Margot.
Gruß in die Staaten
Sig
.....
> Ich hatte regelmäßig im Haus der Ministerien (HdM, fürher
> Reichsluftfahrt-Ministerium, RLM, jetzt Bundes-Finanzministerium) zu
> tun.
...
> Auch hübsch war das
> abgestufte Kantinensystem für die unterschiedlichen ministerialen
> Rangstufen.
Is ja zum Heulen, aber es gab - in krassem Unterschied zur BRD - auch
noch anderswo getrennte Speiseräume, selbst bei der Armee sowie den
Hochschulen und Universitäten (besonders berüchtigt: die
Professorenmensen). Eben typisch unsozialer Unrechtsstaat!
Ch.
Was auch nicht verwunderlich ist, denn die beiden sind zusammen
aufgewachsen.
> Und, was mich fast
> vom Hocker gehauen hat, er sprach nicht mal schlecht über Margot.
Ging er nicht auch in Wandlitz-Waldsiedlung ein- und aus (oder
verwechsele ich das jetzt mit Frau Hagen)?
Bye Kai
Gaben die bunten Marken nicht an, wann die Untersuchung gemacht wurde?
Und (IIRC) war es nicht vorgeschrieben diese Untersuchung machen zu
lassen.
Wie hiess die bloss? TPU oder so?
Später gabs dann (wie schon beschrieben) diese Aufkleber.
Abgasuntersuchung war auch nicht vorgeschrieben, aber wir haben sie
(IIRC) im Rahmen der Inspektion mitgemacht.
M aus B
--
"Wenn ich bedenke, dass ich ne Latte hatte und Dich damit nicht
erschlug."
[Al Bundy]
|www.garys-shoes.de | Die roteste Seite im Netz
> Hubertus Doehring wrote:
> > Die Bürokratie war nicht so ausgeprägt wie heute.
>
> Bitte, Kinder, bitte, die ganze Wirtschaft wurde in der DDR
> bürokratisch vom Staat verwaltet, "gelenkt".
Ja, die westliche Fachvokabel ist dafür "Zentralverwaltungswirtschaft".
Wenn Du Dir jetzt noch einmal die Mühe machst und das Wort "Zentral"
wiederholst, fällt Dir sicher auch wieder ein, was in den Büros der
Betriebe, Unternehmen, Konzerne passiert <s>
Es sollte mit der staatlichen Lenkung und Kontrolle die Anarchie der
kapitalistischen Volkswirtschaft abgeschafft werden, Du erinnerst Dich:
Überproduktionskrise usw. Darüber könnten wir jetzt endlos
philosophieren, nur mit "Bürokratie" im landläufigen Sinne hatte das
immer noch nichts zu tun.
> Ich hatte regelmäßig im Haus der Ministerien (HdM, fürher
> Reichsluftfahrt-Ministerium, RLM, jetzt Bundes-Finanzministerium) zu
> tun. Das war ja nicht zum Blasen, was es dort für bucklichte
> Ministerien gab; für jeden Industriezweig und dann solche Exoten wie
> "Ministerium für bezirksgeleitete Industrie".
Jetzt lies bitte noch einmal laut "Haus der Ministerie_n_" Heute ist da
_ein_ Ministerium und das noch nichteinmal komplett *ggg*
> ich bei mir, die Genossen werden fein. Auch hübsch war das abgestufte
> Kantinensystem für die unterschiedlichen ministerialen Rangstufen.
Siehst Du, heute ist das privatwirtschaftlich durch eine Katering-Fa.
(schreibt sich das so?) organisiert - jeder nach seinem System.
> ... Trabbi-Bestellung aufgegeben, ...
Fällst mir gerade erst auf, heißt / hieß das nicht "Trabi", also mit
einem "b". Im engeren Sinne mag das falsch sein, aber so war der Ossi
.... Für mich ist das immer so ein "Erkennungsmerkmal", wie "Honnecker"
*gg*
Kai Garlipp schrieb:
Hm, eigentlich nur Waldsiedlung, die nicht zu Wandlitz gehörte, sie
gehörte eigentlich zu Bernau. Ja, das wäre interessant, denn Frau
Hagen sehe ich immer noch inmitten von Soldaten der NVA in strammer
Bluse, sie konnte es ja auch.
Gruß
Sig
> Geschenkt - ich wurde am 15.5. selben Jahres geboren und war der
> Jüngste in _meiner_ Klasse! :-)
Den kann ich mit dem 26.5. Über. War irgendwie Scheisse. Man war immer
der letzte Arsch. Außer bei den Schulnoten, aber gerade deswegen doppelt.
GG
> Frau
> Hagen sehe ich immer noch inmitten von Soldaten der NVA in strammer
> Bluse, sie konnte es ja auch.
Was?
Matthias
--
Sehr gut bewährt sich oft auf Reisen
ein Anzug, welcher ist aus Eisen.
Matthias Opatz schrieb:
>
> Siegfried Traenkner schrieb:
>
> > Frau
> > Hagen sehe ich immer noch inmitten von Soldaten der NVA in strammer
> > Bluse, sie konnte es ja auch.
>
> Was?
Sie hatte die Figur dazu, das meinte ich.
Sig
> > > Warum gibst Du hier überhaupt eine Erklärung ab? Manche Menschen haben
> > > wohl halt auf dem Mond gelebt.
> > Du hast also heute mal wieder in den Spiegel geschaut. Gut.
> Für Dich wäre es besser, wenn Du über Dinge schreibst, von denen Du
> eine Ahnung hast. Wahrscheinlich hälst Du Dich aber für unfehlbar,
Siegfried, vergiss diese dümmliche Methoden.
Abwechselnd verkaufst Du Deine kruden Gedanken als allein richtig
oder versuchst, andere ins Lächerliche zu ziehen oder ihre
Kompetenz zu bezweifeln.
Dein Problem ist, dass Du nicht mit anderen Blickwinkeln und anderen
Meinungen leben kannst. Insoweit passt Du gut in Deine alte DDR.
Im Übrigen weiß ich, wovon ich rede.
> oder sollte Deine Abneigung gegen die Schule darin begründet sein,
> dass man Dich das Abi nicht machen ließ.
Siegfried, Vorsicht!
Du bist dabei, eine Schwelle zu übertreten, die Konsequenzen haben
kann!
> Hm, eigentlich hast Du noch nie erklärt, warum das so war, sollte ich
> das überlesen haben? Und, was faselst Du von der Macht der Lehrer?
> Klar, heute versucht jeder Arsch in die Bildung und Erziehung
> reinzureden.
So kenne ich Dich. Und die alte DDR: Mißliebige Meinungen (und
nicht nur die) in den Dreck ziehen, lächerlich machen.
Leider lieferst Du wieder einen Beweis, dass Du von Demokratie
überhaupt nichts verstehst. Dass "jeder Arsch" *reinreden* kann,
ist gelebte Demokratie. Gottlob sind die Zeiten vorbei, dass
wildgewordene Lehrer dieses Privileg für sich beanspruchten.
Leider wird Dir auch heute wieder nicht auffallen, dass das
Erziehungsprivileg bei den Eltern liegt. Und sie insofern jedes
Recht haben, mitzureden.
> Empfehlung für Dich, stelle Dich nur mal einen Tag in eine Schule vor
> ein Klasse und unterrichte, dann reden wir weiter.
Wieder ein Versuch, die Kompetenz des Gesprächspartners abzutun.
> Ach so, die langen Schulwege jetzt, das liegt wohl nicht an der
> Finanzknappheit der Länder, Bildung ein Thema in diesen Ländern?
Dass ab dem Jahrgang 1991 die Geburtszahlen auf durchschnittlich
35% gefallen sind, ist Dir nicht aufgefallen.
Dann macht es keinen Sinn, mit Dir zu diskutieren.
Martin Ebert
> Man dürfte nicht ganz so scharf hingeschaut haben mit einer endloslangen
> Prüfliste. Durch die genannten Kapazitätsprobleme in den Werkstätten und
Unstrittig ist ja, dass es diese Plaketten (später Aufkleber) gab.
Spannend wäre die Frage, *WER* da geprüft hat.
Vorstellbar wäre, dass die IFA-KFZ-Betriebe da (sich selbst) geprüft
haben. War eh' alles Staat.
Martin Ebert
Peter Veith wrote:
> "René" schrieb:
>> ... Trabbi-Bestellung aufgegeben, ...
> Fällst mir gerade erst auf, heißt / hieß das nicht "Trabi", also mit
> einem "b". Im engeren Sinne mag das falsch sein, aber so war der Ossi
> .... Für mich ist das immer so ein "Erkennungsmerkmal", wie
> "Honnecker" *gg*
Hier "gesprochen" mit *bb*.
mfg
BU
> Siegfried Traenkner wrote:
>> Martin Ebert schrieb:
>>> Siegfried Traenkner wrote:
>
>>>> Warum gibst Du hier überhaupt eine Erklärung ab? Manche Menschen
>>>> haben wohl halt auf dem Mond gelebt.
>>> Du hast also heute mal wieder in den Spiegel geschaut. Gut.
>
>> Für Dich wäre es besser, wenn Du über Dinge schreibst, von denen Du
>> eine Ahnung hast. Wahrscheinlich hälst Du Dich aber für unfehlbar,
>
> Siegfried, vergiss diese dümmliche Methoden.
Ich würde meinen, Martin, mit den "dümmlichen Methoden" warst du der
erste, also lass sie.
> Abwechselnd verkaufst Du Deine kruden Gedanken als allein richtig
> oder versuchst, andere ins Lächerliche zu ziehen oder ihre
> Kompetenz zu bezweifeln.
> Dein Problem ist, dass Du nicht mit anderen Blickwinkeln und anderen
> Meinungen leben kannst. Insoweit passt Du gut in Deine alte DDR.
Ich habe eher den Eindruck, das bei dir ein paar Erinnerungen
durcheinandergeraten sind.
Insoweit bist du in der BRD gut angekommen.
> Im Übrigen weiß ich, wovon ich rede.
Naja...
>> oder sollte Deine Abneigung gegen die Schule darin begründet sein,
>> dass man Dich das Abi nicht machen ließ.
>
> Siegfried, Vorsicht!
> Du bist dabei, eine Schwelle zu übertreten, die Konsequenzen haben
> kann!
Och, niedlich
>> Hm, eigentlich hast Du noch nie erklärt, warum das so war, sollte
>> ich das überlesen haben? Und, was faselst Du von der Macht der
>> Lehrer? Klar, heute versucht jeder Arsch in die Bildung und
>> Erziehung reinzureden.
>
> So kenne ich Dich. Und die alte DDR: Mißliebige Meinungen (und
> nicht nur die) in den Dreck ziehen, lächerlich machen.
So kann man natürlich auch gegen begründete Meinungen vorgehen.
> Leider lieferst Du wieder einen Beweis, dass Du von Demokratie
> überhaupt nichts verstehst. Dass "jeder Arsch" *reinreden* kann,
> ist gelebte Demokratie. Gottlob sind die Zeiten vorbei, dass
> wildgewordene Lehrer dieses Privileg für sich beanspruchten.
Ja, das mit dem reinreden, da kann man dir recht geben, allerdings
siehst vielleicht auch du das Ergebniss täglich vor dir.
Nein, nicht?
Dann hast du die Realität erfolgreich verdrängt.
> Leider wird Dir auch heute wieder nicht auffallen, dass das
> Erziehungsprivileg bei den Eltern liegt. Und sie insofern jedes
> Recht haben, mitzureden.
Richtig, Martin, haben sie.
Wollen sie denn?
Du und ich und Siegfried wohl schon, aber die meisten anderen?
Und zum anderen:
Können sie denn überhaupt?
>> Empfehlung für Dich, stelle Dich nur mal einen Tag in eine Schule
>> vor ein Klasse und unterrichte, dann reden wir weiter.
> Wieder ein Versuch, die Kompetenz des Gesprächspartners abzutun.
Nein, ein Vorschlag an dich, mal genau das genannte zu überdenken.
>> Ach so, die langen Schulwege jetzt, das liegt wohl nicht an der
>> Finanzknappheit der Länder, Bildung ein Thema in diesen Ländern?
>
> Dass ab dem Jahrgang 1991 die Geburtszahlen auf durchschnittlich
> 35% gefallen sind, ist Dir nicht aufgefallen.
Da wäre doch eigentlich _die_ Gelegenheit, die Klassenstärken von 30
auf 20 Schüler zu reduzieren.
Allerdings haben in dieser BRD nicht die Fachleute das Sagen, sondern
die Politiker, die von kurzsichtigen Buchhaltern beraten werden, denen
schnelle Schlagzeilen meist wichtiger sind als langfristige
Überlegungen.
Wobei, um mal wieder zum Thema zu kommen, die Zusammenlegung von
Schulen und die Vergrößerung der Einzugsbereiche schon in der DDR
angefangen hat, zumindest im ländlichen Bereich in Vorpommern.
Allerdings hat man (zumindest in dem Bereich, den ich kenne), die
Kir^WGrundschule im Dorf gelassen, auch wenn es nur 10 Schüler pro
Klasse gab. Insofern ging es hier nach _fachlichen_ Gesichtspunkten,
nicht nach parteitaktischen.
> Dann macht es keinen Sinn, mit Dir zu diskutieren.
Du hast eine bemerkenswert selektive Wahrnehmung.
> Martin Ebert
Frank
--
Wunschphantasierer sind zum Beispiel Leute, die Lotto spielen und ne Million
gewinnen wollen. Wunschphantasierer sind oft total unzufriedene Leute, weilse
sich an wat klammern oder erhoffen, wat sowieso nich eintrifft und aus dem
Wuenschen daraus entsteht dann das Leid, also die Unzufriedenheit. (Vava Luna)
Martin Ebert schrieb:
>
> Siegfried Traenkner wrote:
> > Martin Ebert schrieb:
> > > Siegfried Traenkner wrote:
>
> > > > Warum gibst Du hier überhaupt eine Erklärung ab? Manche Menschen haben
> > > > wohl halt auf dem Mond gelebt.
> > > Du hast also heute mal wieder in den Spiegel geschaut. Gut.
Joi, ich hatte von Dir leider bisher noch nie eine Zeile gelesen, was
Du im letzten Staat für erhaltenswert erachtet hättest. Oder habe ich
da irgendwo irgendwas überlesen.
Tja, ich beneide immer die unendliche Geduld von Peter, Erklärungen
abzugeben, wenn der Gegenüber nicht das leiseste Entgegenkomen zeigt.
Du gehörst zu dieser Sorte Mensch, glaube es mir.
>
> > Für Dich wäre es besser, wenn Du über Dinge schreibst, von denen Du
> > eine Ahnung hast. Wahrscheinlich hälst Du Dich aber für unfehlbar,
>
> Siegfried, vergiss diese dümmliche Methoden.
> Abwechselnd verkaufst Du Deine kruden Gedanken
- krude Gedanken mit Lebenserfahrung zu vergleichen, das finde ich
nett!
> als allein richtig
> oder versuchst, andere ins Lächerliche zu ziehen oder ihre
> Kompetenz zu bezweifeln.
Hm, Kompetenz, wirklich, ich würde es nicht im entferntesten wagen,
einen anderen Beruf tiefschürfend zu beurteilen, wenn ich ihn nicht
selbst jahrelang ausgeführt hätte. Du greifst einen gesamten
Berufsstand an, sorry, da fühle ich mich auf den Schlips getreten.
Lehrer sind nicht die Prügelknaben dieser Nation, wie wäre es mal mit
einer anderen Berufssparte.
> Dein Problem ist, dass Du nicht mit anderen Blickwinkeln und anderen
> Meinungen leben kannst.
Dein Blickwinkel in eine gewissen Richtung ist leider nur negativ -
oder?
> Insoweit passt Du gut in Deine alte DDR.
Aber nicht doch, ich passe nur nicht in diese Art von lächerlicher
Scheindemokratie. Wie schriebst Du mal so schön: Ich wäre noch nicht
darin angekommen. Da gebe ich Dir recht. Ich bemühe mich aber darum.
> Im Übrigen weiß ich, wovon ich rede.
Wahrscheinlich siehst Du das auch nur aus deinem Blickwinkel. Früher
nur Negatives in der Schule erlebt, als in deiner Schule, also
übertragen wir das auf das ganze ehemalige Schulsystem, tut mir leid
für Dich, dieses Strickmuster ist mir zu simpel.
> > oder sollte Deine Abneigung gegen die Schule darin begründet sein,
> > dass man Dich das Abi nicht machen ließ.
>
> Siegfried, Vorsicht!
> Du bist dabei, eine Schwelle zu übertreten, die Konsequenzen haben
> kann!
Wie darf ich das verstehen?
Drohst Du mir? Das waren Deine eigenen Worte, die Du mal geschrieben
hast. Erinnert mich irgendwie daran , dass man heute Lehrern mit
seinem Rechtsanwalt droht, wenn man glaubt, dass dieser dem Sprößling
zu nahe getreten ist.
Ich versuchte nur, die Ursachen Deiner Abneigung zu finden. Und glaube
es mir, auch ich hatte früher in der Schule auch nicht nur Spaß, es
gab solche und solche Lehrer.
>
> > Hm, eigentlich hast Du noch nie erklärt, warum das so war, sollte ich
> > das überlesen haben? Und, was faselst Du von der Macht der Lehrer?
> > Klar, heute versucht jeder Arsch in die Bildung und Erziehung
> > reinzureden.
>
> So kenne ich Dich. Und die alte DDR: Mißliebige Meinungen (und
> nicht nur die) in den Dreck ziehen, lächerlich machen.
Nein, Du kennst mich nicht, das wäre zuviel verlangt, wenn man aus dem
Geschreibsel hier unbedingt Rückschlüsse auf die Person des Schreibers
ziehen wollte. Man kann sich irren, glaube es mir.
Leider hast Du immer nur mißliebige(fast) Meinungen geäußert, also
halte ich dagegen, hi.
>
> Leider lieferst Du wieder einen Beweis, dass Du von Demokratie
> überhaupt nichts verstehst. Dass "jeder Arsch" *reinreden* kann,
> ist gelebte Demokratie. Gottlob sind die Zeiten vorbei, dass
> wildgewordene Lehrer dieses Privileg für sich beanspruchten.
Gelebte Demokratie, hm. Wir kommen zur Abstimmung!
Wildgewordene Lehrer, hi. Das muß wirklich in deiner Schulzeit schlimm
gewesen sein. Du machst aber einen verdammt intellektuellen Eindruck,
also kann Deine Bildung, die Du doch einer DDR-Schule verdankst, nicht
so schlimm gewesen sein!? Oder hast Du Deinen Lehrern nichts, aber
auch gar nichts zu verdanken? Das kann ich mir nicht vorstellen...
> Leider wird Dir auch heute wieder nicht auffallen, dass das
> Erziehungsprivileg bei den Eltern liegt. Und sie insofern jedes
> Recht haben, mitzureden.
Sie konnten auch früher mitreden. Elternaktiv, Elternbeirat,
Patenbrigade. Das Erziehungsprivileg liegt bei den Eltern. Ja doch,
habe ich das je bestritten? Es wäre wirklich schön, wenn alle dieser
Pflicht auch nachkommen würden. Sagen wir mal so um die 30%, zu wenig?
>
> > Empfehlung für Dich, stelle Dich nur mal einen Tag in eine Schule vor
> > ein Klasse und unterrichte, dann reden wir weiter.
>
> Wieder ein Versuch, die Kompetenz des Gesprächspartners abzutun.
Kompetenz, siehe oben, über andere Berufe ...
>
> > Ach so, die langen Schulwege jetzt, das liegt wohl nicht an der
> > Finanzknappheit der Länder, Bildung ein Thema in diesen Ländern?
>
> Dass ab dem Jahrgang 1991 die Geburtszahlen auf durchschnittlich
> 35% gefallen sind, ist Dir nicht aufgefallen.
Ich wußte, das Du mit diesem Argument kommen würdest. Das ist aber
nicht der alleinige Grund in der jetzigen Bildungsmisere. Und das
weißt Du auch. Wenn nicht, dann zitiere ich Deine Worte:
> Dann macht es keinen Sinn, mit Dir zu diskutieren.
Also lassen wir das...
Grüsse
Sig
> Joi, ich hatte von Dir leider bisher noch nie eine Zeile gelesen, was
> Du im letzten Staat für erhaltenswert erachtet hättest. Oder habe ich
> da irgendwo irgendwas überlesen.
Es gibt auch nichts.
Du siehst es anders? Was ist für Dich erhaltenswert?
Die tolle Nachbarschaftshilfe?
Das war eine Notgemeinschaft des Mangels. Die auseinanderbrach, als
die Klammer (der Mangel) nicht mehr da war.
Die tollen Kindergärten für alle?
Der Versuch, selbst Kleinkinder "vom ich zum wir" auf Genossen
Lenins Weg zu bringen. - Und "für alle" waren sie gleich gar nicht.
Stichwort: Anmeldezeiten, Wege.
Die tollen Schulen?
Abitur-Möglichkeit nach Wohlverhalten. Wehrerziehung. Polit-
Unterricht. Qualitativ dürftig. Ausstattung: Schrott.
Sichere Arbeitsplätze?
Auch so eine Lebenslüge. Erkauft mit dem Bankrott des Unternehmens.
Und Buna hast Du vermutlich nie von innen gesehen.
Was noch? Was sind für Dich die erhaltenswerten Dinge aus der DDR?
> Tja, ich beneide immer die unendliche Geduld von Peter, Erklärungen
> abzugeben, wenn der Gegenüber nicht das leiseste Entgegenkomen zeigt.
> Du gehörst zu dieser Sorte Mensch, glaube es mir.
Da bin ich froh, dass *DU* nicht dazugehörst.
> Hm, Kompetenz, wirklich, ich würde es nicht im entferntesten wagen,
> einen anderen Beruf tiefschürfend zu beurteilen, wenn ich ihn nicht
Ich schon. Wenn mein Auto nach der dritten Reparatur immer noch
nicht fährt, dann ... - Schön, dass Du den Aussagen des Mechanikers
weiter vertraust.
> selbst jahrelang ausgeführt hätte. Du greifst einen gesamten
> Berufsstand an, sorry, da fühle ich mich auf den Schlips getreten.
Was mich nicht wundert. Lehrer sind recht häufig nicht in der Lage,
positiv mit Kritik der Kunden umzugehen. Siegfried, glaube mir:
Auch andere müssen sich kritisch hinterfragen lassen.
> Lehrer sind nicht die Prügelknaben dieser Nation, wie wäre es mal mit
> einer anderen Berufssparte.
man Tränendrüse
Martin Ebert
>
>Es sollte mit der staatlichen Lenkung und Kontrolle die Anarchie der
>kapitalistischen Volkswirtschaft abgeschafft werden, Du erinnerst Dich:
>Überproduktionskrise usw. Darüber könnten wir jetzt endlos
>philosophieren, nur mit "Bürokratie" im landläufigen Sinne hatte das
>immer noch nichts zu tun.
Deine Definierkünste sind immer wieder faszinierend.
Man definiere: Die staatliche Lenkung und und Kontrolle ist keine
Bürokratie (den landläufigen Sinn des Wortes bestimmt Peter Veith), -
und siehe da: Die DDR war nicht bürokratisch.
Hochachtungsvoll
Gerald
>Erinnert mich irgendwie daran , dass man heute Lehrern mit
>seinem Rechtsanwalt droht, wenn man glaubt, dass dieser dem Sprößling
>zu nahe getreten ist.
Und das ist wirklich sehr gut so.
- wie überhaupt die Möglichkeit, gegen obrigkeitliche Maßnahmen aus
eigenem Recht vorgehen zu können und nicht auf Gnade und Einsicht der
Obrigkeit angewiesen zu sein.
Siehe auch den Thread über Bürokratie. Dem feudalen Konzept des weisen
und gnädigen Herrschers, dem man sich demütig mit einer Eingabe naht,
ist die Möglichkeit einer ordentlichen Dienstaufsichtsbeschwerde
eindeutig vorzuziehen.
Das ist ein Grundprinzip der Demokratie: Vertraue nie darauf, dass
Mächtige weise und gütig sind. Sie sind es nicht.
Gruß
Gerald
Ein Kollege hat seine "Anmeldung" noch original aufgehoben.
Wenn Interesse besteht, scanne ich ein und maile zu.
Gruß
BGE
> Ein Kollege hat seine "Anmeldung" noch original aufgehoben.
> Wenn Interesse besteht, scanne ich ein und maile zu.
Wegen mir nicht ;)
Solche Fragen sind immer sehr komplex, sehr subjektiv;
und ein leicht polemisches Zerrupfen von Beispielen
bringt dabei überhaupt nichts.
Im großen und ganzen halte ich die heutige Gesellschaft
für mich für das wesentlich kleinere Übel als die
damalige.
Dennoch halte jemanden, der nicht begreift, daß es
für einen, in dessen Umkreis die Hälfte der Leute
ohne Arbeit sind, ganz anders aussehen kann,
für ausgesprochen weltfremd.
Die Sicht der Dinge kann nun mal nach der jeweiligen
Lebenssituation extrem verschieden sein. Think about
it; möglichst *bevor* Du anderen "dümmliche Methoden"
vorwirft.
Und "kleineres Übel" heißt auch: viele Mängel der
heutigen Gesellschaft stören mich nicht unmittelbar
in meinem Leben. Dennoch sind es Dinge, die ich bei
weitem nicht gut finde.
Was ich damals an großen Dingen besser fand, besteht
im wesentlichen aus dem einen Satz: Daß damals weniger
Blech auf den Straßen war.
Es gibt aber eine ganze Reihe von kleinen Dingen,
die erhaltenswert wären. Google mal die letzten Jahre
in daf.ddr, da wirst Du mehr als genug Beispiele finden.
Und zu Deinen zerrupften Beispielen:
Etwa:
>Die tollen Kindergärten für alle?
>Die tollen Schulen?
Natürlich war so ziemlich alles in der DDR unter
einer starken (und ziemlich kontraproduktiben)
politischen Beeinflussung. Natürlich stand so ziemlich
alles unter den Auswirkungen der Mangelwirtschaft.
Dieses schließt aber keineswegs per se aus, das bestimmte
damalige Strukturen z.B. in Schulen, Kindergartenversorgung,
Polikliniken, Landwirtschaft nicht auch
in mancherlei Hinsicht besser sein können, als heutge.
-kut
> > Du siehst es anders? Was ist für Dich erhaltenswert?
> Solche Fragen sind immer sehr komplex, sehr subjektiv;
[...]
> Und zu Deinen zerrupften Beispielen:
[...]
Lieber Kai,
vermutlich könnten wir sofort ein Bahnbier trinken und würden
feststellen, dass wir ziemlich einer Meinung sind.
Im aktuellen Teilthread bist Du aber zu differenziert und
nachdenklich. Dort ist Siegfried weit weniger diffenziert und
nachdenklich. Weil alles gut ist. Ähmmm: war.
Martin Ebert
Wie jetzt, er hat damals auf der Anmeldung "Trabbi" geschrieben? Wenn
ja, send pic!
Veith
--
Ist die Olle wieder keusch, guck Ossikram und Fliegerzeuch!
http://TV.ddr-luftwaffe.de
[alles mögliche, viel Sarkasmus und diverses unnötig Verletzendes]
Dein Diskussionsstil war auch schon mal besser.
Matthias
--
Wer Rittern keine schätze gönnt,
dereinst im Höllenfeuer brönnt.
> Siegfried Traenkner schrieb:
> >Erinnert mich irgendwie daran , dass man heute Lehrern mit
> >seinem Rechtsanwalt droht, wenn man glaubt, dass dieser dem Sprößling
> >zu nahe getreten ist.
> Und das ist wirklich sehr gut so.
> - wie überhaupt die Möglichkeit, gegen obrigkeitliche Maßnahmen aus
> eigenem Recht vorgehen zu können und nicht auf Gnade und Einsicht der
> Obrigkeit angewiesen zu sein.
> Siehe auch den Thread über Bürokratie. Dem feudalen Konzept des weisen
> und gnädigen Herrschers, dem man sich demütig mit einer Eingabe naht,
> ist die Möglichkeit einer ordentlichen Dienstaufsichtsbeschwerde
> eindeutig vorzuziehen.
Gerald,
es wurde doch schon darauf hingewiesen:
* daß das ein Werturteil ist. Du siehst es so und ich so.
* Wenn Du mal in einer Parteiversammlung gesehen hättest, wie ein
Vorgesetzter fertig gemacht wurde, würdest Du nicht mehr so ein Schei*
schreiben, wie "demütig ... naht"
* Man sollte über Dinge die man nicht kennt nur vorsichtig urteilen.
> Das ist ein Grundprinzip der Demokratie: Vertraue nie darauf, dass
> Mächtige weise und gütig sind. Sie sind es nicht.
Yep,
und wenn sie Deine Klage nicht zur Entscheidung annehmen <Kriegsmodus> zB
wegen führen eines Angriffskrieges</Kriegsmodus>, dann hat es sich mit
Deinem Rechtsweg geschis*en. Ergo haben wir in dieser Frage nix gewonnen,
aber viel verloren.
Peter
--
http://DDR-LUFTWAFFE.de
> Kai-Uwe Thiessenhusen wrote:
> > Solche Fragen sind immer sehr komplex, sehr subjektiv;
> Lieber Kai,
> vermutlich könnten wir sofort ein Bahnbier trinken und würden
> feststellen, dass wir ziemlich einer Meinung sind.
> Im aktuellen Teilthread bist Du aber zu differenziert und
> nachdenklich. Dort ist Siegfried weit weniger diffenziert und
> nachdenklich. Weil alles gut ist. Ähmmm: war.
Lieber Martin,
die "Lehrer" sind Dein wunder Punkt, jeder hat einen solchen. Nur an
diesem eine ganze Philosophie festzumachen halte ich für bedenklich.
BTW ich mag Lehrer auch nicht, weil ich bei ihnen zum erstenmal erlebt
habe, wie falsch Menschen sei können *duck und weg*
Peter
--
http://DDR-LUFTWAFFE.de
>es wurde doch schon darauf hingewiesen:
>* daß das ein Werturteil ist. Du siehst es so und ich so.
Gähn. Veithscher-vorletzter-argumentativ-Rettungs-Modus:
Das sieht halt jeder anders.
Warum fängst du dann überhaupt an zu reden und zu argumentieren?
> Man sollte über Dinge die man nicht kennt nur vorsichtig urteilen.
Überraschung. Das ist eigentlich der Spreer-Modus: Du Wessi - du nix
Ahnung - du Maul halten.
>Yep,
>und wenn sie Deine Klage nicht zur Entscheidung annehmen <Kriegsmodus> zB
>wegen führen eines Angriffskrieges</Kriegsmodus>, dann hat es sich mit
>Deinem Rechtsweg geschis*en. Ergo haben wir in dieser Frage nix gewonnen,
>aber viel verloren.
Gähn. Veithscher-letzter-argumentativ-Rettungs-Modus: Die DDR war
wunderbar, weil die BRD Angriffskriege führt.
Warst du eigentlich argumentativ schon mal besser?
> Warst du eigentlich argumentativ schon mal besser?
Denkbar und genau da, wo ich mich mit Gegenargumenten auseinandersetzen
mußte. Warum kommt eigentlich von Dir nichts mehr, außer verbale
Rundumschläge. Das Thema interessiert Dich doch offenbar weiter.
Da diese NG auch eine gewisse therapeutische Seite hat, wie übrigens auch
"jede" Website mit DDR-Thema - der Webmaster als Seelsorger <s>, was war
Dein "Schlüsselerlebnis", was war das Ereignis, das dich veränderte? Ich
würde es auf irgenwann im letzten Jahr datieren - klar der Ursprung liegt
irgendwo in der Kindheit begründet, aber das lassen wir jetzt hier mal <g>
Peter
--
http://DDR-LUFTWAFFE.de
> "Peter Veith" schrieb:
> >Es sollte mit der staatlichen Lenkung und Kontrolle die Anarchie der
> >kapitalistischen Volkswirtschaft abgeschafft werden, Du erinnerst Dich:
> >Überproduktionskrise usw. Darüber könnten wir jetzt endlos
> >philosophieren, nur mit "Bürokratie" im landläufigen Sinne hatte das
> >immer noch nichts zu tun.
> Deine Definierkünste sind immer wieder faszinierend.
> Man definiere: Die staatliche Lenkung und und Kontrolle ist keine
> Bürokratie (den landläufigen Sinn des Wortes bestimmt Peter Veith), -
> und siehe da: Die DDR war nicht bürokratisch.
BRD _ohne_ staatliche Lenkung und Kontrolle der Volkswirtschaft:
Beschäftigte im öffentlichen Dienst zum 30.06.2001, insgesamt 4,821 Mio.
nach Beschäftigungsbereich [in tausend]:
Bund 493,80
Länder 2.178,90
Gemeinden [1] 1.537,10
Bundeseisenbahnvermögen 66,40
Mittelbarer öffentlicher Dienst [2] 545,10
Vollzeitbeschäftigte 3.584,40
Teilzeitbeschäftigte 1.236,70
[1] Einschl. Gemeindeverbände und Zweckverbände.
[2] Bundesanstalt für Arbeit, Deutschen Bundesbank,
Sozialversicherungsträger und Anstalten und Körperschaften soweit erfasst
Beschäftigte bei öffentlichen Arbeitgebern in der BRD insgesamt 6,012 Mio.
Hat jemand DDR-Zahlen?
Peter
--
http://DDR-LUFTWAFFE.de
>> Deine Definierkünste sind immer wieder faszinierend.
>> Man definiere: Die staatliche Lenkung und und Kontrolle ist keine
>> Bürokratie (den landläufigen Sinn des Wortes bestimmt Peter Veith), -
>> und siehe da: Die DDR war nicht bürokratisch.
>
>BRD _ohne_ staatliche Lenkung und Kontrolle der Volkswirtschaft:
>
>Beschäftigte im öffentlichen Dienst zum 30.06.2001, insgesamt 4,821 Mio.
Habe ich gesagt, die BRD hätte keine Bürokratie?
Die DDR, die ich kennengelernt habe, war in allen Abläufen extrem
bürokratisch, nur in einem Punkt nicht: Die großen und kleinen
Machthaber scherten sich einen Scheißdreck um ihre eigenen Gesetze und
Regeln, wenn die ihnen gerade nicht in den Kram passten, - wenn sie zu
Beispiel jemanden eine reinwürgen wollten. Auf so eine Form des
"unbürokratischen" Verhaltens verzichte ich gerne.
>> Warst du eigentlich argumentativ schon mal besser?
>
>Denkbar und genau da, wo ich mich mit Gegenargumenten auseinandersetzen
>mußte. Warum kommt eigentlich von Dir nichts mehr, außer verbale
>Rundumschläge.
Du glaubst, deine weiter oben im Thread beschriebenen Standard-Modusse
sind Argumente, denen man entgegnen soll?
>was war
>Dein "Schlüsselerlebnis", was war das Ereignis, das dich veränderte? Ich
>würde es auf irgenwann im letzten Jahr datieren
Im Umgang mit dir war das Schlüsselerlebnis die Einsicht, dass du
schlicht erkenntnisresistent bist, dass du zum Beispiel Informationen,
über die du verfügst, in der Debatte verschweigst oder einfach nicht
zur Kenntnis nimmst, wenn sie nicht in deinen Argumentationsgang
passen.
Ich habe den Versuch aufgegeben, dich in irgendweiner Form von
irgendetwas zu überzeugen. Du bist nicht überzeugbar, du willst es
nicht sein, - nicht einmal bei banalen Kleinigkeiten.
Da du aber öffentlich redest, nehme ich mir die Freiheit, gelegentlich
auch öffentlich Bemerkungen zu deinem Reden zu machen. That's all.
> Veith schrieb:
> >BRD _ohne_ staatliche Lenkung und Kontrolle der Volkswirtschaft:
> >Beschäftigte im öffentlichen Dienst zum 30.06.2001, insgesamt 4,821 Mio.
> Habe ich gesagt, die BRD hätte keine Bürokratie?
> Die DDR, die ich kennengelernt habe, war in allen Abläufen extrem
> bürokratisch,
Ein 1990/91 häufig zu hörender Spruch: "Wir hatten keine Ahnung, was
Bürokratier wirklich heißt". Eine Erkenntnis, die Du nicht machen
konntest, da Du den vergleich nicht hast. Vorsorglich: Du darfst natürlich
trotzdem weiterschreiben ;-) nur _ich_ würde es vorsichiger machen, denn
es besteht die klitzekleine Möglichkeit doch falsch zu liegen.
> nur in einem Punkt nicht: Die großen und kleinen
> Machthaber scherten sich einen Scheißdreck um ihre eigenen Gesetze und
> Regeln, wenn die ihnen gerade nicht in den Kram passten, - wenn sie zu
> Beispiel jemanden eine reinwürgen wollten. Auf so eine Form des
> "unbürokratischen" Verhaltens verzichte ich gerne.
Du meinst, das ist heute anders *kicher* Gerade im Personalbereich gibt es
janz schlimme Dinger!
Peter
--
http://DDR-LUFTWAFFE.de
*unterschreib*
(Kommt bei Peter Veith nicht all zu oft vor.)
> Eine Erkenntnis, die Du nicht machen
> konntest, da Du den vergleich nicht hast.
Wenn ich mich recht entsinne, bekam ich einbehaltene Honorarsteuer (ich
aube, 20 Prozent) am Jahresende *unaufgefordert* überwiesen. Kann das sein?
Ich kann es mit Abstand selbst kaum glauben, aber es muss so gewesen sein.
>Ein 1990/91 häufig zu hörender Spruch: "Wir hatten keine Ahnung, was
>Bürokratier wirklich heißt". Eine Erkenntnis, die Du nicht machen
>konntest, da Du den vergleich nicht hast.
Ich habe mit der DDR, wenn auch in sehr wechselnder Intensität, seit
1974 Erfahrungen gemacht. Ich sag nur: Pressestelle des
Außemninisteriums.
> Im Umgang mit dir war das Schlüsselerlebnis die Einsicht, dass du
> schlicht erkenntnisresistent bist, dass du zum Beispiel Informationen,
> über die du verfügst, in der Debatte verschweigst oder einfach nicht
> zur Kenntnis nimmst, wenn sie nicht in deinen Argumentationsgang
> passen.
> Ich habe den Versuch aufgegeben, dich in irgendweiner Form von
> irgendetwas zu überzeugen. Du bist nicht überzeugbar, du willst es
> nicht sein, - nicht einmal bei banalen Kleinigkeiten.
Siehst du, Gerald, und genau so scheinst du wohl zu sein:
Du hast deine Erfahrungen und dein Wissen und bildest dir ein, das es
das Nonplusultra ist.
<recycle>
| Du bist nicht überzeugbar, du willst es nicht sein, - nicht einmal bei
| banalen Kleinigkeiten.
</>
Wie ich schon mal schrieb:
Du willst nicht diskutieren, sondern missionieren, und hier gegen die
Erfahrungen und Kenntnisse, die einige aus der DDR haben und die so
überhaupt nicht in dein Argumentationsschema passen.
> Da du aber öffentlich redest, nehme ich mir die Freiheit, gelegentlich
> auch öffentlich Bemerkungen zu deinem Reden zu machen. That's all.
dito
Frank
--
Sind diese Vollquoter eigentlich die gleichen, die sich immer lauthals
über lahme "Internetverbindungen" beschweren? (Manfred Russ in dtj)
> Veith schrieb:
> >Ein 1990/91 häufig zu hörender Spruch: "Wir hatten keine Ahnung, was
> >Bürokratier wirklich heißt". Eine Erkenntnis, die Du nicht machen
> >konntest, da Du den vergleich nicht hast.
> Ich habe mit der DDR, wenn auch in sehr wechselnder Intensität, seit
> 1974 Erfahrungen gemacht. Ich sag nur: Pressestelle des
> Außemninisteriums.
Das Problem der eigenen subjektiven Erfahrung. Aber vertrau mir: Der
bürokratische Kontakt des einzelnen Bürgers war zu DDR-Zeiten nix, gar
nichts, NADA gegen das, was jedem heute zugemutet wird.
Ich habe jedoch mal einen vom DDR-Außen_handel_ kennengelernt - das muß
schon ein eigenes Völkchen gewesen sein.
Peter
--
http://DDR-LUFTWAFFE.de
> Ich habe mit der DDR, wenn auch in sehr wechselnder Intensität, seit
> 1974 Erfahrungen gemacht. Ich sag nur: Pressestelle des
> Außemninisteriums.
Das hat mit der dem Bürger abverlangten Bürokratie so viel zu tun wie
Genex-Karaloge mit Konsument-Katalogen.
Diese Bürokratie war *speziell für dich und deinesgleichen* gedacht (aus
Sicht des Staates).
Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Ich hatte in der DDR viel zuviel
Bürokratie. Ich hätte nur nicht vermutet, dass das noch so ausbaubar ist.
>
>Wie ich schon mal schrieb:
Nun, dann muss ich ja nicht lange erklären, dass deine Argumentation
einigermaßen monoton ist.
>Du willst nicht diskutieren, sondern missionieren, und hier gegen die
>Erfahrungen und Kenntnisse, die einige aus der DDR haben und die so
>überhaupt nicht in dein Argumentationsschema passen.
Das war dann wieder der übliche: Du Wessi, du nix wissen, du Maul
halten, weil: Ossi weiß.
>> Ein 1990/91 häufig zu hörender Spruch: "Wir hatten keine Ahnung, was
>> Bürokratier wirklich heißt".
>
>*unterschreib*
>(Kommt bei Peter Veith nicht all zu oft vor.)
Hallo Matthias,
hier sollte man allerdings bedenken, dass jede neue, anders laufende
Bürokratie als besonders bedrohlich, undurchschaubar und kompliziert,
sprich bürokratisch empfunden wird, während umgekehrt gewohnte
Abläufe, die man sicher beherrscht, gar nicht mehr als solche
erscheinen.
Andersherum: Allein die Melderegeln und Meldepflichten der DDR -
Hausbuch und was es da so gab - erschienen jemandem, der von außen
kam, als bürokratischer Amoklauf.
DDR-Bürger wurden wahrscheinlich weniger damit behelligt, dass eine
Behörde vom Bürger verlangte, dass er irgendwelche Bescheinigungen
einer anderen Behörde beibringe. Das machten die Behörden eher
untereinander aus, - wobei gerade diese Direktverbindungen für mich
auch etwas Bürokratisch-Kafkaesk-Unheimliches haben.
> Frank Spreer schrieb:
> >Du willst nicht diskutieren, sondern missionieren, und hier gegen die
> >Erfahrungen und Kenntnisse, die einige aus der DDR haben und die so
> >überhaupt nicht in dein Argumentationsschema passen.
> Das war dann wieder der übliche: Du Wessi, du nix wissen, du Maul
> halten, weil: Ossi weiß.
Nicht doch!
Es geht immer noch um "den ersten Schritt", des Wessis .... anzuerkennen
(meinetwegen nur als absurde Arbeitshypothese), daß die DDR als erstes nur
_anders_ war und dann können wir uns fröhlich hauen.
Es ist sogar denkbar, das wir einen konkreten Fakt _anders_ erlebt /
empfunden haben. Sich darüber auszutauschen ist auch spannend. Mir fällt
da gerade der Thread mit dem "Grenze passieren" ein.
Letzlich habe ich aber ein Eindruck, daß Du andere Beiträge, nur noch als
"Quatsch" bezeichnest. Und wenn ich aus Deiner Sicht zB die "Bürokratie"
betreffend 1000x falsch liege, und? ICH sehe das so und akzeptiere "sogar"
;-) Deine Sichtweise und versuche sie zu verstehen.
Peter
--
http://DDR-LUFTWAFFE.de
> hier sollte man allerdings bedenken, dass jede neue, anders laufende
> Bürokratie als besonders bedrohlich, undurchschaubar und kompliziert,
> sprich bürokratisch empfunden wird, während umgekehrt gewohnte
> Abläufe, die man sicher beherrscht, gar nicht mehr als solche
> erscheinen.
*unterschreib*
Ging Dir genauso ...
> Andersherum: Allein die Melderegeln und Meldepflichten der DDR -
> Hausbuch und was es da so gab - erschienen jemandem, der von außen
> kam, als bürokratischer Amoklauf.
Melderegeln / Meldepflichten der DDR / Hausbuch war ja Ausfluß eines
einzigen Sachverhalts: Umzug (zu Geburt/Tod kann ich nix sagen). Gerade
der erscheint mir in der BRD "als bürokratischer Amoklauf" (von der
ESt-Erklärung und den Versicherungsunwesen mal abgesehen).
_Ab_meden mußte man sich nicht, das machten - wie Du richtig schreibst -
die Behörden unter sich aus. Bei der Anmeldung habe ich geschlagene 10min
_gemeinsam_ mit einer Volkspolizistin eine A5-Karteikarte (blau?)
ausgefüllt und dabei über die Bürokratie gestöhnt - das war's (sic!)
Das Hausbuch wurde nach eins, zwei Wochen beim Bier / Schnaps mit dem
"Hausvertrauensmann", also einem anderen Mieter der das Ding führte,
geklärt. Drinn stand AFAIR Name, Geburtstag und -ort sowie alte Adresse -
das war's!
> DDR-Bürger wurden wahrscheinlich weniger damit behelligt, dass eine
> Behörde vom Bürger verlangte, dass er irgendwelche Bescheinigungen
> einer anderen Behörde beibringe. Das machten die Behörden eher
> untereinander aus, - wobei gerade diese Direktverbindungen für mich
> auch etwas Bürokratisch-Kafkaesk-Unheimliches haben.
"Finstere Mächte wirken im Verborgenen!" *gg*
Mithin war aber der Bürger von viel Bürokratie entlastet und seine
Wahrnehmung trog nicht.
Peter
--
http://DDR-LUFTWAFFE.de
>
>> Das war dann wieder der übliche: Du Wessi, du nix wissen, du Maul
>> halten, weil: Ossi weiß.
>
>Nicht doch!
>
>Es geht immer noch um "den ersten Schritt", des Wessis .... anzuerkennen
>(meinetwegen nur als absurde Arbeitshypothese), daß die DDR als erstes nur
>_anders_ war und dann können wir uns fröhlich hauen.
Natürlich war sie anders. Und jetzt kommt das fröhliche Hauen: Das
meiste war nicht gut.
So what?
>Es ist sogar denkbar, das wir einen konkreten Fakt _anders_ erlebt /
>empfunden haben. Sich darüber auszutauschen ist auch spannend. Mir fällt
>da gerade der Thread mit dem "Grenze passieren" ein.
Es gibt eben nicht nur Empfindungen von den Fakten sondern auch die
Fakten dahinter, und das adäquate Verhältnis von Empfindung und Fakten
ist durchaus diskutierbar und sollte diskutiert werden, - aber nicht
auf der Ebene von Eiteitei, du fühlst so und ich fühl so, und wir
akzeptieren uns doch alle ...
Entschuldige bitte den knorzigen Ton, aber ich empfinde bei deiner
Argumentation gerade eine lebhafte Erinnerung an die Argumentation der
DKPler, wenn gerade wieder Bündnispartnerfinden angesagt war. Da sind
die von superliberalem Toleranz im allgemeinen nur so übergeflossen
und wollten nur, dass man auch ihr Empfinden toleriert.
- und so wie man dann einen Hauch einer Kritik an den Schmonzes
äußerte, die sie zum Beispiel in Resolutionen unterjubeln wollten,
waren sie ganz traurig darüber, wie intolerant man doch mit ihrem
Empfinden umging. Und dann setzten sie alle Hebel in Bewegung, solche
intoleranten Leute im Interesse allgemeinen Verständnisses und
umspannender Toleranz irgendwie rauszukanten.
(Dass die dann meistens allein übrigblieben, steht auf einem anderern
Blatt)
>Letzlich habe ich aber ein Eindruck, daß Du andere Beiträge, nur noch als
>"Quatsch" bezeichnest.
Manche empfinde ich so. Bei vielen denke ich dann darüber nach, ob
doch was dran sein könnte, was ich nicht verstanden habe. Zu den
meisten der als Quatsch empfundenen Beiträge schweige ich, bei einigen
sehr wenigen äußere ich mein Empfinden.
Die Reaktion ist außerdem durchaus personengebunden.
>Und wenn ich aus Deiner Sicht zB die "Bürokratie"
>betreffend 1000x falsch liege, und? ICH sehe das so und akzeptiere "sogar"
>;-) Deine Sichtweise und versuche sie zu verstehen.
Fast immer habe ich allerdings das Empfinden, du suchst nur
Gegenargumente, woher und wie und wie konstruiert auch immer.
Sehn wa mal.
> Veith schrieb:
> >Es geht immer noch um "den ersten Schritt", des Wessis .... anzuerkennen
> >(meinetwegen nur als absurde Arbeitshypothese), daß die DDR als erstes nur
> >_anders_ war und dann können wir uns fröhlich hauen.
> Natürlich war sie anders. Und jetzt kommt das fröhliche Hauen: Das
> meiste war nicht gut.
> So what?
Null Problemo!
Vielleicht sollten ich / Du es uns angewöhnen, die Gemeisamkeit _kurz_
darzustellen und dann erst zu hauen, beugt ggf. Mißverständnissen vor.
Übrigens würde ich bei obigen sofort fragen "Für wen, war das meiste nicht
gut"? Mein Tip: Für die "Krupps" und die "Krauses", wenn letztere Arbeit
und ein gutes Auskommen haben sowie sich für den Rest nicht interessieren.
> auf der Ebene von Eiteitei, du fühlst so und ich fühl so, und wir
> akzeptieren uns doch alle ...
ok, war vielleicht der falsche Begriff, Du schilderst das fast als
Esotherik. Mir hat das "Friede, Freundschaft, Eierkuchen-gehabe in der DDR
auch nie gefallen.
> Entschuldige bitte den knorzigen Ton, aber ich empfinde bei deiner
> Argumentation gerade eine lebhafte Erinnerung an die Argumentation der
> DKPler, wenn gerade wieder Bündnispartnerfinden angesagt war. Da sind
> die von superliberalem Toleranz im allgemeinen nur so übergeflossen
> und wollten nur, dass man auch ihr Empfinden toleriert.
Meine Beobachtung: Nur der Unterlegene / Schwächere fordert Toleranz (für
sich und als Alibi für andere), aber nur so lange bis er am Ruder ist ...
> >Letzlich habe ich aber ein Eindruck, daß Du andere Beiträge, nur noch als
> >"Quatsch" bezeichnest.
> Manche empfinde ich so. Bei vielen denke ich dann darüber nach, ob
> doch was dran sein könnte, was ich nicht verstanden habe. Zu den
> meisten der als Quatsch empfundenen Beiträge schweige ich, bei einigen
> sehr wenigen äußere ich mein Empfinden.
> Die Reaktion ist außerdem durchaus personengebunden.
Ich fühle mich jetzt geehrt <s>
> Fast immer habe ich allerdings das Empfinden, du suchst nur
> Gegenargumente, woher und wie und wie konstruiert auch immer.
> Sehn wa mal.
Ja, klar: mache ich immer, bei jeden und allem so.
Peter
--
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