mfg Richard
PS: Egal wie die Resonanzen sind....ich tausche alle neuen Glühbirnen
nach Exitus gegen Narva aus........................basta!
> Kann es sein, dass hier eine Sollbruchstelle eingebaut ist, die mich
> zwingt, alle paar Wochen neue Glühbirnen zu kaufen?
Klar. In der Marktwirtschaft ist alles auf kaputt-gehen getrimmt. Sonst
würdest du ja nix Neues kaufen.
Richard Hebstreit schrieb:
Da muß ich ja erst nochmal nachsehen, hi. Aber Leuchtstofflampen von
NARVA aus Brand-Erbisdorf sind noch in Betrieb, Werk ist inzwischen
den Bach runter gegangen wie auch DKK-Niederschmiedeberg, Hersteller
des ersten FCKW-freien Kühlschrankes. Dafür läuft die FORON -
Kühltruhe (Erfurt) noch.
Grüße
Sig
in de.alt.folklore.ddr Richard Hebstreit <rh...@rhebs.de> wrote:
> PS: Egal wie die Resonanzen sind....ich tausche alle neuen Glühbirnen
> nach Exitus gegen Narva aus........................basta!
Gibt es eigentlich noch eine andere Firma, die diese gezwirbelten
Energiesparlampen baut? Die sind nämlich kürzer als die mit
den Röhren, und da passt auch die 20-W-Lampe anstelle einer
normalen 100er in die meisten Lampen, was man von den mit
geraden Röhren nicht sagen kann. Leider sind die sehr schwer
zu bekommen, seit der Elektro-Laden hier um die Ecke zugemacht
hat, habe ich die nicht mehr gesehen.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Sag' zum Abschied leise ATH.
> Ich werde den Verdacht nicht los, das Glühbirnen heutiger Zeit nix taugen.
> Nach 20 - 30 Stunden brennen die Wolframfädchen durch. Eine Narva
> Glühlampe bei mir von Annodazumal von vor 1990 funzelt immer noch.
Da hab ich dieser Tage aber eine andere Erfahrung gemacht als ich die
letzte Kerzenlampe aus Narva-Beständen in meine Schreibtischlampe
geschraubt habe. Ca. 2 Tage später machte es beim Anschalten kurz
"flack" und kaputt war sie. Wobei es an dem Tag nicht die einzigste
Glühlampe war die ihren Geist aufgab so das ich eine leichte
Überspannung als Ursache vermute (sowas gab es zu DDR-Zeiten im Winter
nie, da waren immer 190 V anstelle von damals 220V Sollspannung drin).
> Kann es sein, dass hier eine Sollbruchstelle eingebaut ist, die mich
> zwingt, alle paar Wochen neue Glühbirnen zu kaufen?
Das Glühlampenkartell von 1924, das in alle Glühlampen eine
Sollbruchstelle eingebaut hat damit diese auch kaputt gehen.
Nun sind hier nur noch 100W Narva-Birnen im Lager. Der Grund dafür ist
aber das hier nirgenswo eine derartige Birne eingeschraubt ist.
Bye Kai
[Glühlampenlebensdauer]
http://www.zeit.de/stimmts/199933_stimmts_gluehbir.html
MfG
BGE
> Ich werde den Verdacht nicht los, das Glühbirnen heutiger Zeit nix taugen.
> Nach 20 - 30 Stunden brennen die Wolframfädchen durch. Eine Narva
> Glühlampe bei mir von Annodazumal von vor 1990 funzelt immer noch.
> Kann es sein, dass hier eine Sollbruchstelle eingebaut ist, die mich
> zwingt, alle paar Wochen neue Glühbirnen zu kaufen? Ist hier irgendwo
> ein Narvaexperte, der mir das mal erklären kann?
Kauf Dir mal Energiesparlampen, meine halten schon 7 Jahre.
Nix mit Sollbruchstelle!
Wenn ich an Sollbruchstelle denke, war das eher früher, als mein
Vater alle paar Wochen die "Birne" im Hausflur tauschte.
So wird übrigens die Narva-Glühlampe in "Kleines Lexikon Großer Ost-
Produkte" beschrieben.
http://www.angelfire.com/pw/dwintsuu/temp\narva.jpg
Guido
Sollte heißen
http://www.angelfire.com/pw/dwintsuu/temp/narva.jpg
Scheinbar gab es verschiedenen Chargen. Ich nutze bei Renovierungs-
arbeiten mit Narva-Lampen bestückte "Russische Kronleuchter", die
danach einfach in der Kiste landen.
(O.K., ich renoviere selten und der Glühfaden einiger "Birnen"
"schlackert" tatsächlich ganz schön ...)
MfG
Jörg
Naja, irgendwann in den letzten Jahren wurde die Nennspannung im Netz
von 220V auf 230V erhöht. Das sollte eine Glühlampe zwar verkraften,
aber wenn dann noch paar Spitzen durch schlecht entstörte Induktivitäten
dazukommen ...
MfG
Jörg
Ich sehe es wird mitgedacht. :-)
>
> Scheinbar gab es verschiedenen Chargen. Ich nutze bei Renovierungs-
> arbeiten mit Narva-Lampen bestückte "Russische Kronleuchter", die
> danach einfach in der Kiste landen.
> (O.K., ich renoviere selten und der Glühfaden einiger "Birnen"
> "schlackert" tatsächlich ganz schön ...)
Genau, und deshalb sollte man nie verallgemeinern.
Guido
> Kann es sein, das die Glühbirnen, die es noch in
> verschiedenen Berliner Trödelmärkten für funfzig Cent zu
> erwerben gibt einen geheimen Longlifeeffekt beinhalten. Oder war
> DDR Wolfram einfach besser oder was?
Hmm. Es gab irgendwann ab Mitte 80er eine "Langlebensdauerlampe"
NARVA 2500 (was die angestrebte Lebensdauer in Stunden war, eine
Normallampe sollte 1000 h halten), etwas teurer als die alten
Birnen und ohne Engpässe verfügbar. Die hatte ich bis zum
Aufkommen der Energiesparfunzeln in den 90ern in jeder Lampe.
Vielleicht sind das solche? Frag mich aber nicht, ob die nun
wirklich besser verarbeitet (reineres Material, besseres
Vakuum...) oder nur für etwas höhere Spannung ausgelegt und am
220-V-Netz unterfordert waren. (Eine nur geringe
Spannungsabsenkung führt bei Glühlampen gleich zu sehr starker
Verlängerung der Lebensdauer, deshalb brennen z.B. Lampen in
Verkehrsampeln üblicherweise mit leichter Unterspannung.)
(Ach ja: schau mal auf die Beschriftung der Trödelmarkt-Birnen;
auf dem Scheitel des Glaskolbens hatten DDR-Birnen einen kleinen
Stempel. Steht da z.B.: AND 220 V 60 W, hast du Langlebensdauer.
Normalausführung: AHD ...)
--
Grüße, Thomas
Hier z.B. immer noch im Einsatz (ca. 30min taeglich,
seit mindestens 2 Jahren):
230-240V 40W
Razno
Made in USSR
Hier z.B. immer noch im Einsatz (ca. 30min taeglich,
seit mindestens 2 Jahren):
230-240V 40W
Razno
Made in USSR
Ob es brennt oder nicht, sagt Dir gleich das Licht. :-))
Guido
Durch geschicktes "Schlackern" konnte/kann man mancher Lampe zu einem 2.
Leben verhelfen.
Einschalten, und die defekte "Birne" geschickt geschüttelt, bis die 2
Drahtenden zusammenkleben.
Durch den Kaltstromstoß kommt es quasi zu einer kleinen Verschweißung.
Wolfgang
Du kannst ja die defekten im Laden umtauschen - zumindest ein halbes Jahr
lang. Immer schön den Kassenbon aufheben.
--
--------------------
Tina Kuehn aus Koeln
--------------------
"Tina K. aus K." schrieb:
>
> "Richard Hebstreit" <rh...@rhebs.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:a4up1h$c86$03$1...@news.t-online.com...
> > Ich werde den Verdacht nicht los, das Glühbirnen heutiger Zeit nix taugen.
>
> Du kannst ja die defekten im Laden umtauschen - zumindest ein halbes Jahr
> lang. Immer schön den Kassenbon aufheben.
Das muß ich mir merken, Garantie jetzt 2 Jahre? Bei mir häufen sich
jetzt sowieso jede Art von Kassenzetteln, weil die Qualität einiger
Waren immer mieser wird u n d früher glaubten hier viele, daß es im
Westen nur Top-Qualität gibt, ja früher ist gestern und gestern ist
vorbei(alter Schlager).
Kölle allaf
Hoffe, das habe ich richtig geschrieben?
Gruß
Sig
> Das muß ich mir merken, Garantie jetzt 2 Jahre? Bei mir häufen sich
> jetzt sowieso jede Art von Kassenzetteln, weil die Qualität einiger
> Waren immer mieser wird...
Es geht ja noch weiter, nicht nur das wir jetzt 2 Jahre Garantie
beanspruchen können, sondern jetzt muss der Verkäufer auch noch nachweisen,
daß das Teil wirklich beim Verkauf auch funktionierte. Wie sich das bei
Glühbirnen verhält weiß ich nicht. Übrigens heißt das hier nicht Glühbirnen,
sondern Leichtmittel (im Westen ist alles anders).
> Das muß ich mir merken, Garantie jetzt 2 Jahre? Bei mir häufen sich
> jetzt sowieso jede Art von Kassenzetteln, weil die Qualität einiger
> Waren immer mieser wird u n d früher glaubten hier viele, daß es im
> Westen nur Top-Qualität gibt,
Die Top-Qualität bei den Billigwaren kam ja auch aus der DDR. Und
seitdem es diese nicht mehr gibt hat auch die Qualität der Billigwaren
im Westen nachgelassen.
Bye Kai
"Tina K. aus K." schrieb:
>
> "Siegfried Traenkner" <dl0...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:3C75B991...@t-online.de...
>
> > Das muß ich mir merken, Garantie jetzt 2 Jahre? Bei mir häufen sich
> > jetzt sowieso jede Art von Kassenzetteln, weil die Qualität einiger
> > Waren immer mieser wird...
>
> Es geht ja noch weiter, nicht nur das wir jetzt 2 Jahre Garantie
> beanspruchen können, sondern jetzt muss der Verkäufer auch noch nachweisen,
> daß das Teil wirklich beim Verkauf auch funktionierte. Wie sich das bei
> Glühbirnen verhält weiß ich nicht. Übrigens heißt das hier nicht Glühbirnen,
> sondern Leichtmittel (im Westen ist alles anders).
Lachen on:
Ja Tina und die holden Weiblichkeiten werden immer emanzipierter.
Lachen off.
Glühbirnen eigentlich nur umgangssprachlich, besser schon Glühlampen.
Du schreibst "Leichtmittel", meinst du eventuell Leuchtmittel?
Gruß
Sig
Kai Garlipp schrieb:
Ist mir teiweise bekannt. Habe hier einige Kataloge vom Intershop
daliegen, ohne früheren Zugang zu diesen Waren zu haben, weil ich nie
Westgeld hatte. Hat mich auch nicht unbedingt angehoben, weil ich kein
Konsummensch bin. Jedenfalls war es interessant, was wir so in den
Westen lieferten.
In Ungarn fragte mich mal ein Camper, woher wir unseren CT5 ( Für die,
die mit dieser Bezeichnung nix anfangen können. Es handelt sich
hierbei um ein Zwischending aus einem Zelt und einen Wohnwagen, hi.
Ein ausklappbares Großzelt mit Komfort, verstaut in einem
wetterfesten, klappbaren PKW-Anhänger) habe, weil er der festen
Meinung war, daß diese Teile in Holland produziert würden. Dort hatte
er zum Beispiel den Namen Alpenkreuzer oder Klappfix, wenn ich mich
recht erinnere. Ich "klärte" ihn dann erst einmal auf, daß diese
Hänger in meiner Heimatstadt produziert worden. Man aber fast keine
Aussicht hatte, dieses Teil zu erwerben. Unter seinem Hänger war zwar
unser Typenschild, das aber verdeckt unter der Hängerkupplung. Es
hätte uns verdammt gut angestanden, wenn wir für Made in GDR auch den
entsprechenden Gegenwert eingefahren hätten.
Als ich letzte Woche in einem überbetrieblichen Lehrbetrieb(
Berufsbildungsverein e.V.) unterwegs war und eine Zeichnung für
Tischler hinterfragte, weil ich von der Materie keine Ahnung habe,
sagte mir der Meister, daß er früher in seinem Möbelbetrieb teilweise
für Billigsttarife für IKEA produzierte. Dafür hätte man früher unsere
Oberen kräftig in den Hintern treten müssen, daß sie uns zum
Billiglohnland degradierten; jetzt zehren wir noch immer davon.
Gruß
Sig
Hab dann später erfahren, dass die Regale in der Tat nach 89 aus dem
IKEA-Sortiment verschwunden waren und erst auf allgemeinen Protest der
Kundschaft wieder eingeführt wurden...
Hartmut
Ich hab schon in der Schule im PA-Unterricht in einer Möbelfabrik
gearbeitet in der ausschlißlich kleine IKEA Schränkchens produziert
wurden. Auf die beste Qualität aller Teile wurde sehr wohl großen Wert
gelegt und auch im Lager gab es nur ausgewählt gute Schrauben um die
zusammenzuschrauben (müsste davon noch ein paar sowie einen Holzknopf
haben da ich die einzutüten hatte).
> Hab dann später erfahren, dass die Regale in der Tat nach 89 aus dem
> IKEA-Sortiment verschwunden waren und erst auf allgemeinen Protest der
> Kundschaft wieder eingeführt wurden...
Jetzt aber von einen anderen billigen Zulieferer, wahrscheinlich in
Osteuropa.
Bye Kai
"Siegfried Traenkner" <dl0...@t-online.de> schrieb:
>
> für Billigsttarife für IKEA produzierte. Dafür hätte man früher unsere
> Oberen kräftig in den Hintern treten müssen, daß sie uns zum
> Billiglohnland degradierten; jetzt zehren wir noch immer davon.
>
Wieso Billiglohnland, Preise und Löhne waren doch verhältnis-
mäßig angeglichen. Wenn man den inoffiziellen Kurs DM<>M d. DDR
zugrunde legt, war das für die Hersteller eine planbare Größe;-)
Zumal es ja auch in der DDR selbst zwei Preissysteme gab, den EVP
und den "Industriepreis". In unserer BHG standen immer beide Preise
auf der Rechnung, bezeichnet als "alter Preis" und "neuer Preis";-)
Grüsse
Frank
Sorry - klar. ***lol***
> Ich werde den Verdacht nicht los, das Glühbirnen heutiger Zeit nix
> taugen. Nach 20 - 30 Stunden brennen die Wolframfädchen durch.
Wenn ich so recht drüber nachdenke: ich habe gar nicht mehr allzu
viele Allgebrauchsglühlampen überhaupt in der Wohnung. Das meiste ist
auf Niedervolt-Halogen oder teilweise Energiesparlampen umgestellt
inzwischen... Ein paar normale kleine Reflektorlampen noch dazu, aber
die haben eher eine kurze Einschaltdauer.
Eigentlich sollte eine Allgebrauchslampe auch heute 1000 Stunden
wenigstens halten. Narva hatte mal welche, die mit 2500 Stunden
angegeben waren.
Erinnert mich an die sowjetischen Glühlampen seinerzeit... Die hatten
nicht die normalerweise übliche Sicherung im Sockel (die nichts weiter
ist als ein dünn ausgeführter Zuleitungsdraht). Beim Durchbrennen
zündet in aller Regel ein Lichtbogen, da floß dann so viel Strom, daß
die Hauptsicherung bei denen immer gekommen ist (und zuweilen wohl
auch die Lampe explodiert).
--
cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL
http://www.sax.de/~joerg/ NIC: JW11-RIPE
Never trust an operating system you don't have sources for. ;-)
Was lange hält, bringt kein Geld...
Jörg
ebenfalls
"Joerg Bradel" <joe...@gmx.de> schrieb:
>
> Genau das dürfte auch der Grund für das frühzeitige
> Ableben der Glühlampen sein, zumal das EVU auch noch
> ein Toleranzband von +6/-10% bei 230V~ fahren darf.
>
Das sollten DDR-Glühlampen eigentlich aushalten.
Im damaligen Netz habe ich zwischen 190V und knapp
250V alles gemessen.
Grüsse
Frank
Beim Aufräumen fand ich in den 70er Jahren ein merkwürdiges Gerät, welches einen
beeindruckenden Trafo, zwei Voltmeter, jede Menge Schalter und 5 unterschiedliche
Glühlampen enthielt. Auf Nachfrage bei den Eltern erfuhr ich, dass es sich um
einen selbstgebauten manuellen Spannungskonstanthalter handelte. Einer aus der
Familie hatte immer "Spannungsreglerbeobachtungsdienst, wenn TV geschaut wurde.
Derjenige mußte dann immer die Eingangspannung beobachten, und mittels der
Kippschalter einigermaßen die Ausgangsspannung konstant halten (Anfang der 60er
Jahre).
Später wurde dann ein "Konstanze" angeschafft (hypscher Name für einen
SPannungkonstanthalter).
UG
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
>Familie hatte immer "Spannungsreglerbeobachtungsdienst, wenn TV geschaut wurde.
Meine Eltern verwendeten lange einen sog. "Sromregler", der zwischen Steckdose
und TV-Gerät geschaltet war. Die Regelung erfolgte manuell mittels eines
Drehschalters so, daß immer die beiden halbrunden Leuchtfelder übereinstimmten.
Irgendwann beim neuem Fernseher hieß es zwar auch, daß das nicht mehr nötig
sein, aber "zur Sicherheit" ... Ich meine, ich habe den "Stromregler" noch bis
Mitte '90 für den Raduga "zur Sicherheit" verwendet. Existieren tun beide nicht
mehr.
Peter
Ulf Gutschmidt schrieb:
>
> "Frank Nitzschner" wrote:
> >>Im damaligen Netz habe ich zwischen 190V und knapp
> >250V alles gemessen.
>
> Beim Aufräumen fand ich in den 70er Jahren ein merkwürdiges Gerät, welches einen
> beeindruckenden Trafo, zwei Voltmeter, jede Menge Schalter und 5 unterschiedliche
> Glühlampen enthielt. Auf Nachfrage bei den Eltern erfuhr ich, dass es sich um
> einen selbstgebauten manuellen Spannungskonstanthalter handelte. Einer aus der
> Familie hatte immer "Spannungsreglerbeobachtungsdienst, wenn TV geschaut wurde.
> Derjenige mußte dann immer die Eingangspannung beobachten, und mittels der
> Kippschalter einigermaßen die Ausgangsspannung konstant halten (Anfang der 60er
> Jahre).
> Später wurde dann ein "Konstanze" angeschafft (hypscher Name für einen
> SPannungkonstanthalter).
Und die Dinger sind bei mir hier immer noch in Betrieb, denn bei
Gewitter fangen diese Teile prima Spannungsspitzen weg, die für manche
Eingangsstufen tödlich sind. Und außerdem ist es interessant zu
schauen, was da manchmal im Netzt ankommt. Durch einen Fehler im
Umspannwerk lagen hier vor einigen Jahren an einem Samstag ca. 280
Volt im Netz an. Auf dieser Straße gabe es dann natürlich massenhaftes
Sterben diverser elektronischer Geräte, die Schäden wurden natürlich
ersetzt. Ich war allerdings der einzige, der zum reklamieren kam, weil
die anderen keine Kontrolle mehr hatten. Bei mir rauchten zwei 110 V -
Drehmelder ab, die in Reihe geschaltet waren und leider nicht vor
einem Spannungsregler (300 W) hingen. Als ich den Brandgeruch
bemerkte, war es schon zu spät. Der Rest hing ja am Spannungsregler
(Amateurfunkstation): Diese war noch nicht am Netz, dann
Spannungsregler einschalten, Zeiger des 220 V-Instrumentes am
Endausschlag. Messen der Netzspannung, siehe oben. Auch die 50 Hz
lassen manchmal Wünsche offen. Jetzt aber wesentlich stabiler als zu
DDR-Zeiten, denn da wurde die Sollmarke selten erreicht.
Naja, nach der Wende lagen die Dinger psotwendend auf dem Hausmüll,
quaderförmig, Gehäuse schwarz, Frontplatte weiß mit Knopf zur
Handreglung und 220 V-Instrument. Ich sammelte ein, hi...
Gruß
Sig
>Meine Eltern verwendeten lange einen sog. "Sromregler", der zwischen Steckdose
>und TV-Gerät geschaltet war. Die Regelung erfolgte manuell mittels eines
>Drehschalters so, daß immer die beiden halbrunden Leuchtfelder übereinstimmten.
Ich dachte, der "Konstanze" wäre vollautomatisch gewesen???
Übrigens war es in den 60ern absolut keine Tragödie, wenn in normalen Haushalten
die Spannung unkorrekt war - waren doch elektrische Haushaltsgeräte kaum
verbreitet.
Ich glaube, meine Mutter sagt heute noch "Lichtrechnung", weil das nun mal
Hauptgebiet des Stromverbrauchs war.
Wenn ich mal in Gedanken die Wohnung meiner Kindheit durchgehe: Schlafzimmer: Nur
Licht.
Wohnzimmer: TV (der tatsächlich empfindlich), Radio "Weimar" (Offensichtlich
völlig genügsam, war nie defekt), ansonsten keine Geräte, nur Lampen.
Kinderzimmer: Licht, Stern Party mit Batteriebetrieb (später selbstgebauter
Trafo)
Küche: Licht, Tauchsieder - tja, da war konstante Spanung tatsächlich nicht so
wichtig.
UG
>Ich glaube, meine Mutter sagt heute noch "Lichtrechnung", weil das nun mal
>Hauptgebiet des Stromverbrauchs war.
Ja,
dabei hätten wir damals so richtig prassen können, bei dem Preis ;-)
Der Kühlschrank hat wohl am meisten "gefressen", insbesondere wenn die
Abtauautomatik nicht richtig funktionierte.
Naja, bei der NVA gab's dann noch die "Ufo's" *g*
Heute versauen die "stand by"-Funktionen die Stromrechnung, nicht bei jedem
Gerät läßt sich diese vermeiden :-(
Peter
>Der Kühlschrank hat wohl am meisten "gefressen", insbesondere wenn die
>Abtauautomatik nicht richtig funktionierte.
Kann mich nicht erinnern, daß die schon eine Abtauautomatik gehabt
hätten ;-)
Gudrun (bis vor kurzem mit einem Kühlschrank ohne solche)
>Kann mich nicht erinnern, daß die schon eine Abtauautomatik gehabt
>hätten ;-)
>Gudrun (bis vor kurzem mit einem Kühlschrank ohne solche)
Mein dkk 130 hat tatsächlich auch keine - es gab aber durchaus Kühlschränke mit
einer. Da mußte man dann aber drauf achten, das Behältnis mit dem Tauwasser
rechtzeitig zu leeren.
Wer aufmerksam gelesen hat, wird bemerkt haben, dass in der elterlichen Wohnung
kein Kühlschrank war - wir hatten keinen.
Im Winter wurde in der Speisekammer gelagert, im Sommer im Keller. Ein
Kühlschrank kam erst recht spät, denn manchmal konnte man ja doch FEINFROST-
Artikel ergattern.
UG
> Wer aufmerksam gelesen hat, wird bemerkt haben, dass in der
> elterlichen Wohnung kein Kühlschrank war - wir hatten keinen.
> Im Winter wurde in der Speisekammer gelagert, im Sommer im
> Keller. Ein Kühlschrank kam erst recht spät, denn manchmal
> konnte man ja doch FEINFROST- Artikel ergattern.
Wir hatten bis 1967 einen echten Eisschrank. In der nahe
gelegenen Brauerei konnte man Eisblöcke für wenig Geld kaufen,
die wurden in den Eisbunker im Schrank gefüllt, und die Kälte
hielt eine halbe Woche. Interessant war das Zerlegen des Gerätes
zwecks Sperrmüllsammlung; es war mit Glaswolle isoliert, die
Klein-Thomas damals noch nicht kannte. Das Pieksen und Kribbeln
an den Händen hielt Tage an.
--
Grüße, Thomas
Das kannte ich so nicht.
Meine Eltern sind aber ganz früher (so gerade noch in die DDR reinreichend) des
Winters mit Pferdefuhrwerk und Sägen zur Warnow gefahren, um Eisblöcke zu
gewinnen, welche dann in einem ganz tiefen Eiskeller gelagert wurden, wo sie bis
in den Spätsommer hielten.
> Interessant war das Zerlegen des Gerätes
>zwecks Sperrmüllsammlung; es war mit Glaswolle isoliert, die
>Klein-Thomas damals noch nicht kannte. Das Pieksen und Kribbeln
>an den Händen hielt Tage an.
Es ist mir schleierhaft, wie die Arbeiter das aushielten, denn das Zeugs wurde
defintiv noch in den 80ern verwendet.
UG
>--
>Grüße, Thomas
Was, zum Teufel, hatte denn der Knopf für eine Funktion?
[Glaswolle]
>Es ist mir schleierhaft, wie die Arbeiter das aushielten, denn das Zeugs wurde
>defintiv noch in den 80ern verwendet.
Handschuhe :-)
wobei der Staub am Unangenehmsten war, da hilf nur Waschen: sich und die Wäsche.
Peter
War mir auch schleierhaft, und das schärfste war das die Arbeiter im
Hochsommer
mit Rollkragenpullover gearbeitet hatten.
Ich Idiot hatte mich da freiwillig zum Schülersommer? gemeldet.
3 Wochen mit "Juckie", so nannten wir das Zeug, hast du einmal mit Kratzen
angefangen,
konntest du den ganzen Tag nicht mehr aufhören.
Ich will nicht wissen wie meine Lunge aussieht.
Guido
War sie auch.
> Ich glaube, meine Mutter sagt heute noch "Lichtrechnung", weil das nun mal
> Hauptgebiet des Stromverbrauchs war.
Und meine Mutter spricht noch heute von "Stromsperre" wenn die
Stromversorgung ausgefallen ist (meist witterungsbedingt oder auch mal
durch technische Störungen irgendwo im Netz).
Bye Kai
> War mir auch schleierhaft, und das schärfste war das die Arbeiter im
> Hochsommer
> mit Rollkragenpullover gearbeitet hatten.
> Ich Idiot hatte mich da freiwillig zum Schülersommer? gemeldet.
> 3 Wochen mit "Juckie", so nannten wir das Zeug, hast du einmal mit Kratzen
> angefangen,
> konntest du den ganzen Tag nicht mehr aufhören.
> Ich will nicht wissen wie meine Lunge aussieht.
Das bezog sich auf den Betrieb VEB Baustoffversorgung(?)
Und wir mußten die Isoliermatten -rollen aus Eisenbahnwaggons entladen.
Guido
Und meine Mutter spricht noch heute von "Stromsperre" wenn die
Stromversorgung ausgefallen ist (meist witterungsbedingt oder auch mal
durch technische Störungen irgendwo im Netz).
Besonders schlimm war es Weihnachten, wenn alle ihre Braten in den Ofen
geschoben hatten.
Da haben sogar die Gasherde mühe gehabt, da hat der Braten Stunden
gebraucht.
Guido
[Stromregler]
>>>Drehschalters so, daß immer die beiden halbrunden Leuchtfelder über-
>>>einstimmten.
>> Ich dachte, der "Konstanze" wäre vollautomatisch gewesen???
>
>War sie auch.
Jeztz, wenn ihr es sagt, mein Onkel hatte sowas vollautomatisches.
"Mein" Gerät wurde in den 60ern zusammen mit einem "Dürer" gekauft, da war nix
automtisch.
Mit einem Auge mußte die unterschiedliche Leuchtstärke der beiden halbrunden
Leuchtfelder beobachtet werden und gelegentlich (so stündlich?) nachgeregelt
werden.
War aber kein Beinbruch, zum Umschalten mußte man sowieso aufstehen.
Peter
>Es ist mir schleierhaft, wie die Arbeiter das aushielten, denn das Zeugs wurde
>defintiv noch in den 80ern verwendet.
Nu, ganz simpel: Mit Arbeitshandschuhen.
Man schaute eben, dass man keinen direkten Hautkontakt mit der
Glaswolle bekam. (An irgendwelche herumfliegenden Winzfasern, die der
Lunge nicht guttun, dachte in Ost und West damals keiner)
Gruß
Gerald
(der auch mal auf dem Bau war)
Ulf Gutschmidt schrieb:
>
> Siegfried Traenkner wrote:
> >Naja, nach der Wende lagen die Dinger psotwendend auf dem Hausmüll,
> >quaderförmig, Gehäuse schwarz, Frontplatte weiß mit Knopf zur
> >Handreglung und 220 V-Instrument. Ich sammelte ein, hi...
>
> Was, zum Teufel, hatte denn der Knopf für eine Funktion?
Habe mich vielleicht unverständlich ausgedrückt. Dieser
Spannungsregler war weder voll- noch halbautomatisch.
Am Knopf mußte man drehen, hi. Dahinter saß der Regeltrafo.
Sig
Der Gasdruck war auch so ein ewiges Elendsproblem.
Die Genehmigung für eine Gasheizung war schwieriger zu bekommen, als eine
Urlaubreise nach Kuba.
Ich erinnere mich da noch an meine Armeezeit, als die Sudküche (so wurde bei
uns die Küche bezeichnet) renoviert wurde.
Es waren Zementasbestplatten, die die Leute (Soldaten) in Schwarzkombi (ohne
Schutzmaske) mit einem Hammer von der Küchendecke geklopft haben.Der Mist
bröckelte, fiel runter und der Staub machte sich im ganzen Küchengeäude und
Speißesaal breit.
In dieser Zeit der Renovierung wurde eine Notküche unmittelbar vor dem
eigentlichen Küchengebäude eingerichtet, um vermutlich irgendwelchen
Hygienevorschriften genüge zu tun..
Das Essen wurde dann Mittags durch die Bausstelle in den Speißesaal
gefahren. Eine Sauerei.
Ort des Geschehens: Tautenhain (bei Gera) Sommer 1989
Gruß,
Wolfgang (einer ders überlebt hat bis jetzt)
> Der Gasdruck war auch so ein ewiges Elendsproblem.
> Die Genehmigung für eine Gasheizung war schwieriger zu bekommen, als eine
> Urlaubreise nach Kuba.
Da haben wir mit meiner Schwiegermutter mal getrichst.
Ich hatte meine teure Lederjacke und einen geborgten Diplomatenkoffer.
Dann noch einen in Leder gebundenen Notizblock un deinen teuer
aussehenden chinesischen Füller.
(Die mit der Gummiblase zum Tinte einsaugen)
Dann zusammen mit Schwiegermutter zur KWV. Sie stellte mich als
Journalist der BZ vor. Innerhalb von 10 Minuten war alles geregelt.
Schwiegermutter bekam sofort einen S-Bahn Heizkörper für den kaputten
Ofen
bereitgestellt und nach 14 Tagen war der neue Gamat im Wohnzimmer
eingebaut.
:)
BGE
> Das muß ich mir merken, Garantie jetzt 2 Jahre?
Aber nicht für verschleißbedingte Ausfälle. Das Durchbrennen einer
Glühlampe ist ein solcher. (Ansonsten könntest Du ja praktisch jede
normale Glühlampe reklamieren, wenn sie einfach nur dauerhaft
betrieben würde: selbst die Narva Langlebensdauerlampe würde dann
nämlich nur 15 Wochen halten. ;-)
in de.alt.folklore.ddr Peter Veith <ve...@ddr-luftwaffe.de> wrote:
> Kai Garlipp wrote:
> [Stromregler]
>>>>Drehschalters so, daß immer die beiden halbrunden Leuchtfelder über-
>>>>einstimmten.
>>> Ich dachte, der "Konstanze" wäre vollautomatisch gewesen???
>>
>>War sie auch.
> Jeztz, wenn ihr es sagt, mein Onkel hatte sowas vollautomatisches.
> "Mein" Gerät wurde in den 60ern zusammen mit einem "Dürer" gekauft, da war nix
> automtisch.
> Mit einem Auge mußte die unterschiedliche Leuchtstärke der beiden halbrunden
> Leuchtfelder beobachtet werden und gelegentlich (so stündlich?) nachgeregelt
> werden.
Es gab da mehrere von.
Konstanze war ein Holzgehäuse mit einer offenbar raffinierten
Schaltung aus drei Spulen, die war automatisch. 60er-Design,
mit elegantem Schriftzug, Ausgangs-Steckdose an der Seite,
eine runde Dose, die praktisch innen montiert war und nur
mit dem Rand durch das Holz guckte.
Wie das Ding funktioniert hat, ist mir bis heute unklar,
entweder haben sie mit der dritten Spule den Kern
unterschiedlich weit in die Sättigung gedrückt oder
irgendwie Magnetfeld "entnommen", es waren jedenfalls
keine beweglichen und auch keine elektronischen Teile
drin (ich habe die von meinem Großvater zerlegt, im
zarten Alter von 12 oder so).
Solche raffinierten Schaltungen konnten die damals noch,
ich erinnere mich an Tonbandgeräte mit nur 3 Röhren
(wovon eine das magische Auge war), KB100 glaube ich.
Für die Farbfernseher hatte Konstanze aber zu wenig Leistung
(die nahmen sich gut 1 A...), da gab's dann welche mit
Drehschalter (meiner hatte ein quadratisches Dreheisen-
Instrument, also mit Zeiger, sehr praktisch). Ausgang war
hinten, direkt aus dem Gehäuse (graues Plaste) geformte Dose.
Der dazu geerbte Color-22 machte violette Streifen,
wenn ihm die Spannung zu klein wurde.
Die Version mit Lampen kenne ich eigenartigerweise gar
nicht.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Ein System-Administrator ist nur so gut wie sein letztes Backup.
(Horst Knobloch)
BGE
>Und meine Mutter spricht noch heute von "Stromsperre" wenn die
>Stromversorgung ausgefallen ist (meist witterungsbedingt oder auch
>mal
>durch technische Störungen irgendwo im Netz).
Meine gestern erst, nachdem in Rostock 10.000 Telefonanschlüsse eine
Zeit lang tot waren.
Und wehe, sie würde mich jemals dabei erwischen, Lebensmittel
wegzuwerfen.
Nach 89 fand ich es extrem peinlich, dass sie bei (seltenen)
Einkaufsausflügen in westliche Einkaufsparadiese
immer einen dieser scheußlichen Kunstledereinkaufsbeutel mitschleppte.
Da versagte selbst die Logik "Ich weiß doch, dass ich etwas kaufen
werde, also nehme ich einen Beutel mit, der nichts kostet, weil er
vorhanden ist, und obendrein noch viel stabiler als die Plastetüten!"
Naja, eigentlich weiß fast jeder, der Einkaufen geht, dass er wohl
einen Beutel brauchen wird - und trotzdem werden jedes Jahr 500
Millionen Plastetüten verbraucht. Aber ich schweife ab.
Gruß
UG
[Stromregler]
> Konstanze war ein Holzgehäuse ...
Meiner war aus Plaste, Farbe grau oder hellblau.
> Die Version mit Lampen kenne ich eigenartigerweise gar
> nicht.
Die Leuchtfelder mußten, meine ich, beide gleich gelb leuchten, Über- /
Unterspannung färbet eine "Halbschale" ins rötliche.
Veith
--
Strukturen, Geschichte(n) & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
- Stromregler -
bin ich auf diese Seiten gestoßen:
http://www.rainer-foertig.de/unterlagen/DDR.htm
Dort sind auch Handbücher aus GUS (Russland), Polen, Tschechien und Ungarn für
Geld erhältlich.
> Wenn ich so recht drüber nachdenke: ich habe gar nicht mehr allzu
> viele Allgebrauchsglühlampen überhaupt in der Wohnung. Das meiste ist
> auf Niedervolt-Halogen oder teilweise Energiesparlampen umgestellt
> inzwischen... Ein paar normale kleine Reflektorlampen noch dazu, aber
> die haben eher eine kurze Einschaltdauer.
>
...
>
> Erinnert mich an die sowjetischen Glühlampen seinerzeit... Die hatten
> nicht die normalerweise übliche Sicherung im Sockel (die nichts weiter
> ist als ein dünn ausgeführter Zuleitungsdraht). Beim Durchbrennen
> zündet in aller Regel ein Lichtbogen, da floß dann so viel Strom, daß
> die Hauptsicherung bei denen immer gekommen ist (und zuweilen wohl
> auch die Lampe explodiert).
Hab noch einen grossen Kronleuchter aus den Fünfzigern im Wohnzimmer.
Edles Ding. Gerade ist eins der 12 Leuchtmittel kaputtgegangen. Narva
Made in DDR. Die letzte, wie ich bei der Gelegenheit feststellte. Aber
es werkelt noch drei mal "Made in USSR" !. Dabei ist das Ding sehr
häufig in Betrieb, eben die Deckenlampe im Wohnzimmer. Nein, ich bring
es nicht fertig, das Teil mit Stromsparlampen zu verunstalten, ich
weiss, ich bin ein Umweltsünder, aber es wäre einfach Stilbruch. Im
Kaufland gab es gerade sehr billig Tesla-Glühbirnen, mal sehn. wie lange
die halten.
Eine Narva made in DDR habe ich noch gefunden, leuchtet seit 1992 in der
damals gekauften Dunstabzugshaube, lag damals wohl noch irgendwo bei mir
rum.
Auffällig ist, dass meine sehr alten Glühlampen ausschliesslich sehr
kleine Leistungsklasse sind (25 oder 40 W).
Ausserdem fällt mir auf, das es zwei (Nachwende gekaufte) Lampen gibt,
in denen eine bestimmte Birne überdurchschnittlich häufig durchbrennt,
unabhängig von deren Fabrikat. Eine Erklärung habe ich aber nicht dafür.
Joachim
On Thu, 21 Feb 2002 00:14:13 +0100
Thomas Wedekind <t...@tom-wedekind.de> wrote:
> (Ach ja: schau mal auf die Beschriftung der Trödelmarkt-Birnen;
> auf dem Scheitel des Glaskolbens hatten DDR-Birnen einen kleinen
> Stempel. Steht da z.B.: AND 220 V 60 W, hast du Langlebensdauer.
> Normalausführung: AHD ...)
Gerade is mir ne (west ;-)Birne durchgebrannt... ich taste so im dunkeln
nach meinem Gluebirnenvorrat (nun bestehend aus 0 birnen ;) Schraub die
Birne rein, schalte an und denke "hmm gar keine matte?" erinner mich an
den NARVA thread hier, und schau mir die birne genauer an. "NARVA AND 225
Volt" (ja, 225 und nicht 220 ;)(40W).
Soll ich die jetzt so lange drinne lassen bis sie hops geht, oder
durch eine Osram schlagmichtot ersetzen und sie weiter aufheben? ;))
Gruesse, Oliver
--
:======> Oliver Lehmann <======: clear perl code is better than
:====> leh...@ans-netz.de <====: unclear awk code; but NOTHING
:===> http://www.pofo.de/ <===: comes close to unclear perl code
:=> http://wishlist.pofo.de/ <=: (taken from comp.lang.awk FAQ)
und das im tiefsten westen >:)
Gruesse, Olli
> in de.alt.folklore.ddr Peter Veith <ve...@ddr-luftwaffe.de> wrote:
> > Mit einem Auge mußte die unterschiedliche Leuchtstärke der beiden
> > halbrunden
> > Leuchtfelder beobachtet werden und gelegentlich (so stündlich?)
> > nachgeregelt
> > werden.
>
> Es gab da mehrere von.
> Konstanze war ein Holzgehäuse mit einer offenbar raffinierten
> Schaltung aus drei Spulen, die war automatisch. 60er-Design,
> mit elegantem Schriftzug, Ausgangs-Steckdose an der Seite,
> eine runde Dose, die praktisch innen montiert war und nur
> mit dem Rand durch das Holz guckte.
Ich kenne aus einem Urlaubsquartier so einen "Spannungskonstanthalter"
mit schwarzem (oder jedenfalls dunklem) Preßstoffgehäuse, oben mit
Lüftungsrost, an der Seite dicke Steckdose (wohl sogar Schuko). Hat
beim Betrieb so nervig gebrummt, daß ich alsbald den Raduga direkt ans
Netz hing, schließlich war keine Unterspannung offensichtlich.
> Für die Farbfernseher hatte Konstanze aber zu wenig Leistung
> (die nahmen sich gut 1 A...), da gab's dann welche mit
> Drehschalter (meiner hatte ein quadratisches Dreheisen-
> Instrument, also mit Zeiger, sehr praktisch).
Und darunter saß hinter einem Schlitz eine Glimmlampe. Wenn der Zeiger
von 220 Volt abwich wurde das Licht sichtbar, um zu signalisieren, daß
man am Gerät hantieren sollte.
> Ausgang war
> hinten, direkt aus dem Gehäuse (graues Plaste) geformte Dose.
Das Teil hieß "Feutron", Hersteller war kein VEB sondern eine KG
diesen Namens, wenn ich mich recht entsinne.
Es gab auch noch eine andere Version, da fand man statt des
Stufenschalters einen großen schwarzen Drehknopf, der aber sicher auch
letztlich Abgriffe eines Stufentrafos schaltete.
> Die Version mit Lampen kenne ich eigenartigerweise gar
> nicht.
War wohl nicht so verbreitet, aber meine Tante hatte sowas. Wie schon
angedeutet gab es da ein rundes Feld, das in eine obere und untere
Hälfte geteilt war. Diese Felder leuchteten im Betrieb dann
gelb-orange (evtl. Glimmlampen, wahrscheinlich aber mit Unterspannung
betriebene Glühlampen) und sollten dies gleich hell tun. Taten sie das
nicht, mußte wiederum nachgeregelt werden. Weiß hier jemand, wie diese
Vergleichsanzeige 220 Volt ./. tatsächliche Netzspannung eigentlich
funktionierte?
KL
Sagmal - läuft der Raduga nicht auch mit Waschbenzin?
Vielleicht hat das Spannungsdingsdagerät die exorbitante
Leistungsaufnahme des Raduga nicht verkraftet.
Guido
hehe, dem kann ich mich nur anschließen. ;o) die kurz vor der Wende teuer
erstandenen FORON-Geräte gehen noch super, und verbrauchen auch kaum mehr
Strom als die neueren Geräte (jedenfalls nach unserern Messungen). Ob die
allerdings FCKW-frei sind weiß ich nicht...
Und in der Scheune brennen die Narva-Lampem wie eh und je, Oma hatte nen
riesen Bestand davon...
liebe Grüße von der ehem. Grenze
Andrea
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Hallo an Alle!
Vielen Dank für die Infos!
Wenn ich mir das alles merk,
schreib ich mal eine halbwissenschaftliche
Abhandlung über die Narvaglühbirnen.
Lustig in diesem Zusammenhang ist eventuell
noch: Ca. 400 Meter vom NARVA Turm habe ich mir
neulich eine sogenannte Photonenpumpe gekauft.
Das kam so - ich sitze in einer Kneipe in der
Rotherstraße und komme mit einem Mann in´s Gespräch,
der früher bei Narva gearbeitet hat. "Glühbirnen" sagt der
"können wir bald alle wegschmeißen" Es gäbe heute
Leuchtmittel, "..die brauchen kaum noch Strom und
leuchten bald heller als alles was es gibt". Dann greift
der in die Hosentasche und holt ein knopfgroßes Teil
raus und leuchtet mir in´s Gesicht. Das Teil blendet
wahnsinnig. Ich kann kaum in die Lampe sehen.
Gäb es um die Ecke in der Lehmbruckstraße
im toolshop.
Wäre nur heiden-teuer. So um 25 Euro. Photon Micro-Light III - weiss.
heisst das Teil.
Die LED da drin würde nur ein paar Cents kosten - nur der Preis für
diese Dinger würde sicher künstlich hoch gehalten, damit der
Strom noch eine Weile so teuer bleibt, wie er ist.
Ich habe die 25 Mark geopfert und schleppe
nun so eine Minitaschenlampe, gespeist von einer Knopfzelle
am Schlüsselbund mit mir herum und warte bis der Saft alle ist.
mit mir herum
mfg Richard