War dem so?
Wenn ja, wie? Sicher doch nicht am Mann, oder?
Scheiße, wieder in' Fuß geschossen, weils Feuer so warm war,
S¹
--
„Jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz seyn
könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört,
stolz zu seyn.“ - Arthur Schopenhauer
Sie gehörte strukturell zur VP, insofern wäre Bewaffnung nicht
ausgeschlossen.
BTW: Gestern kam bei Phönix eine Dokumentation über die bescheidenen
Versuche im dritten Reich, Atomreaktoren zu bauen. Dabei wurde erwähnt,
die Feuerwehr sei Ende 1930er(?) der Polizei unterstellt worden. Wurde
diese Struktur von der DDR einfach übernommen?
--
CU Christoph Maercker.
> Sebastian Luettich wrote:
>> Mir wurde gestern am Mittagstische zugetragen, nachdem
>> Bunkerbesichtigungserlebnisse und eklige Patientendetails abgehakt waren,
>> daß die Berufsfeuerwehr der DDR bis Anfang der 70er, genauer 1971
>> (Datierung eher unsicher) unter Waffen stand.
>
> Sie gehörte strukturell zur VP, insofern wäre Bewaffnung nicht
> ausgeschlossen.
Zum MI als (bewaffnetes) Organ "Feuerwehr". Übrigens wie die Organe
"Betriebsschutz" oder "Strafvollzug".
Die Pistolen der Angehörigen der Berufsfeuerwehr im VPKA oder BdVP waren in
deren Waffenkammern eingelagert. Wie das sich bei den Berufsfeuerwehrleuten
der Betriebsfeuerwehren oder in Großstädten - also die richtig mit
"Spritzenwagen" zur Brandbekämpfung rausgefahren sind - verhielt, weiß ich
nicht, vermute aber das Gleiche.
Galt bis zum Ende.
Veith
--
Strukturen, Bilder & Geschichte(n) der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Wieso das Datum 1970?
> War dem so?
Ja.
> Wenn ja, wie?
Die Berufsfeuerwehren waren dem MdI zugeordnet, faktisch Polizeikräfte.
Daher hat es strukturmäßige Bewaffnung gegeben.
> Sicher doch nicht am Mann, oder?
Natürlich nicht.
Die Waffen wurden verwahrt in der Waffenkammer des VKPA.
Ich darf induktiv schließen:
Es gab ständige Waffenträger. Und es gab Zeiten, zu denen die Offiziere
befohlen waren, Ihre Waffe (Pistole M) ständig am Mann zu tragen.
Ich halte es für schlüssig, dass der Leiter der Berufsfeuerwehr
zumindest zeitweise ständiger Waffenträger war.
> Scheiße, wieder in' Fuß geschossen,
Kauf' Dir einen neuen.
Mt
>Die Berufsfeuerwehren waren dem MdI zugeordnet, faktisch Polizeikräfte.
>Daher hat es strukturmäßige Bewaffnung gegeben.
Da muss ich mal sagen: Alles ganz normal. In vielen Ländern ist die
Feuerwehr "bewaffneten Organen", also Polizei, Gendarmerie, Militär
usw. zugeordnet.
Das kennt bei uns auch die Alltagssprache so. Man spricht eben von
einem "Feuerwehrhauptmann", nicht von einem
"Feuerwehrabteilungsleiter".
Gruß
Gerald
--
Geheimnisvolle Orte: Der Reichstag
Eine Dokumentation von Ute Bönnen und Gerald Endres
Dienstag, 5. Oktober, um 20:15 im RBB
http://www.boen-end.de
> >Die Berufsfeuerwehren waren dem MdI zugeordnet, faktisch Polizeikräfte.
> >Daher hat es strukturmäßige Bewaffnung gegeben.
>
> Da muss ich mal sagen: Alles ganz normal. In vielen Ländern ist die
> Feuerwehr "bewaffneten Organen", also Polizei, Gendarmerie, Militär
> usw. zugeordnet.
> Das kennt bei uns auch die Alltagssprache so. Man spricht eben von
> einem "Feuerwehrhauptmann", nicht von einem
> "Feuerwehrabteilungsleiter".
Hauptmann wäre Dienstgrad, Abt.-Ltr. Funktion.
Es gibt aber in der Bundesrepublik keinen "Feuerwehrhauptmann".
Im gehobenen Dienst, A 9 bis A 12, sind die Amtsbezeichnungen
Brandinspektor, Brandoberinspektor, Brandamtmann, Brandamtsrat und
Brandoberamtsrat zugeordnet. Brandamtsrat und Brandoberamtsrat
entsprächen da in etwa dem Hauptmann der Bundeswehr.
Im höheren Dienst, Besoldungsgruppen A 13 bis A 16, sind die
Amtsbezeichnungen Brandrat (entspr. Major), Oberbrandrat (oder, je
nach Bundesland, Brandoberrat, entspr. Obertstltnt.), Branddirektor
und Leitender Branddirektor (entspr. Oberst).
Ein Bekannter war bei der NVA zunächst bei den Baupionieren, schaffte
es aber, nach Strausberg versetzt zu werden, die dortigen Offz.
benötigten ihn dringend für ihre privaten Häuslebauereien. Offiziell
war er einem Waffen- und Munitionslager zugeteilt, aus dem wurden
(immer nachts) verschiedenste Dienststellen, vor allem in Ostbln.,
beliefert. Es war ihm ganz erstaunlich, was so alles an Waffen etwa in
VP-Inspektionen vorrätig gehalten wurden, und was so alles beliefert
wurde (GST- und Kampfgruppenstützpunkte etwa, aber auch sonst noch so
allerhandlei).
FR
>> Das kennt bei uns auch die Alltagssprache so. Man spricht eben von
>> einem "Feuerwehrhauptmann", nicht von einem
>> "Feuerwehrabteilungsleiter".
>Hauptmann wäre Dienstgrad, Abt.-Ltr. Funktion.
>
>Es gibt aber in der Bundesrepublik keinen "Feuerwehrhauptmann".
Herzilein! Die Rede war von Alltagssprache. Und da gibt es einen
"Feuerwehrhauptmann".
Was irgendwelche Militärs untereinander mit ihren Dienstgraden und
Funktionen abziehen, ist deren Problem.
Lies zum Beispiel mal diesen Text:
<http://www.fr-online.de/politik/meinung/das-kind-im-brunnen/-/1472602/4463528/-/index.html>
Und bei Lego-Duplo gibt es unter der Bestellnummer 5603 - ja was - den
"Feuerwehr-Hauptmann".
Und jetzt mal ontopic: Welche Dienstgrade führten denn die
Feuerwehrleute der DDR?
> >> Das kennt bei uns auch die Alltagssprache so. Man spricht eben von
> >> einem "Feuerwehrhauptmann", nicht von einem "Feuerwehrabteilungsleiter".
> >Hauptmann wäre Dienstgrad, Abt.-Ltr. Funktion.
>
> >Es gibt aber in der Bundesrepublik keinen "Feuerwehrhauptmann".
>
> Herzilein! Die Rede war von Alltagssprache. Und da gibt es einen
> "Feuerwehrhauptmann".
Wer, mein Haselöckchen, wer benutzt denn das Wort?
> Was irgendwelche Militärs untereinander mit ihren Dienstgraden und
> Funktionen abziehen, ist deren Problem.
Als interessierter Mensch solltest Du mit den Beamtenrängen dieses
Deines Landes schon auf vertrautem Fuße stehen.
> Lies zum Beispiel mal diesen Text:
> <http://www.fr-online.de/politik/meinung/das-kind-im-brunnen/-/1472602...>
>
> Und bei Lego-Duplo gibt es unter der Bestellnummer 5603 - ja was - den
> "Feuerwehr-Hauptmann".
Du, der Hinweis ist jetzt aber mal scherzig von Dir. Ich habe aber
nicht sehr gelacht.
> Und jetzt mal ontopic: Welche Dienstgrade führten denn die
> Feuerwehrleute der DDR?
Trotz Abschaffung des Berufsbeamtentums wurden viele Beamtenränge
schlicht weiterhin verwendet, so bei Post und Reichsbahn. Bei der
Berufsfeuerwehr wurden die Bezeichnungen der unteren Ränge
beibehalten, bei den Offiziersrängen denen der VP angepaßt, es gab
also einen "Hauptmann der Feuerwehr" - FR
>On 4 Okt., 09:49, Gerald Endres wrote:
>> Da muss ich mal sagen: Alles ganz normal. In vielen Ländern ist die
>> Feuerwehr "bewaffneten Organen", also Polizei, Gendarmerie, Militär
>> usw. zugeordnet.
> Es gibt aber in der Bundesrepublik keinen "Feuerwehrhauptmann".
:-D
Auch wenn es sicher nicht so gemeint war, aber das klingt, als ob Flori
soweit "angekommen" ist, daß er am anderen Ende wieder herauskommt und dabei
Gerald - der nie weg war - überholt. Früher hieß das: "Der ist soweit links,
der kommt schon rechts wieder raus."
Veith
--
»So befand sich Westdeutschland 1950 im Besitz einer industriellen
Ausstattung, die trotz Luftkrieg und trotz Demontagen um 11 Prozent größer
war als die des Jahres 1936« VfZ 1998, Heft 1, S. 69
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com