ich hab mit meinem Freund eines Abends überlegt welche Biere es in der DDR
gab? Da wir erst 17 sind konnten wir leider nicht auf praktische
(Trink)-Erfahrungen zurückgreifen. Vielleicht könnt ihr uns ja helfen.
Grüße
Fabian Winkler
Es gab hunderte. Sehr viele findests Du in folgendem Buch:
Vita-Cola & Timms Saurer - Getränkesaison in der DDR
Fabian Tweder, Tobias Stregel, Rudolf Kurz,
Elefanten Press Verlag, Berlin,
1999, ISBN 3-88520-733-8 (144 S.)
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3885207338
Nette Stories, seeeehr viele Abildungen Etiketten. Leider vergriffen ...
Cheers,
Tim,
Fup gesetzt: de.alt.rec.getraenke - da sind die Bierkenner ;-)
--
Tim Ehlert | Phone: +49 30 421 61 180
Central Services | Fax: +49 30 421 61 182
Startplus.de Internet Provider GmbH | E-Mail: tim.e...@startplus.de
Greifswalder Str. 33a, D-10405 Berlin | WWW: http://www.startplus.de
> [welche Biere es in der DDR gab?]
Hallo!
Mit 23 kann ich da auch keine eigenen Erfahrungen einbringen. Aber
frei nach "...und die Kinder Bier holen schicken..." kenne ich
Weimarer, Ehringsdorfer, Apoldaer, Gothaer.
Ich kenne aber inzwischen auch Radeberger, Braugold, Wernesgrüner,
Altenburger..., die es mit Sicherheit auch schon damals gab.
Gruß
Michael.
Es gab nur vier gute Biere: Radeberger, Wernesgrüner,
Eibauer und Rechenberger.
Dann gab es wenige solala (Berliner Kindl, Coschützer,...)
Der Rest war Plärre!
Das hat man daran gemerkt, wie schnell man
Kopfschmerzen bekam - und wieviel mehr
man nach der Wende "schmerzfrei" vertragen hat :-))
Das mit Abstand schlimmste Bier, was ich damals
getrunken habe, war Potsdamer.
Friede denen, die keine kaufen konnten - die
guten gab es nur als Bückware.
> Es gab nur vier gute Biere: Radeberger, Wernesgrüner,
> Eibauer und Rechenberger.
Wie ist es mit Urkrostitzer?
> Das mit Abstand schlimmste Bier, was ich damals
> getrunken habe, war Potsdamer.
Dann kennst Du weder Dessauer noch Rostocker.
Martin Ebert
Ich erinnere mich:
Da bin ich leider nie richtig rangekommen :-)
Einmal gab es das aber in der Mitropa.
Leider war da an dem Tag die Kühlung kaputt und
es war Hochsommer :-))
> > Das mit Abstand schlimmste Bier, was ich damals
> > getrunken habe, war Potsdamer.
>
> Dann kennst Du weder Dessauer noch Rostocker.
>
Dessauer zum Glück wirklich nicht -
den Rostocker Hafenbräu (das hatte einen originellen
Spitznamen, an den ich mich leider nicht erinnere)
haben wir nie trinken müssen (gewarnt, wie wir waren),
weil wir immer genug Reserven aus dem Süden an
die See mitgenommen haben.
> Das mit Abstand schlimmste Bier, was ich damals
> getrunken habe, war Potsdamer.
> Friede denen, die keine kaufen konnten - die
> guten gab es nur als Bückware.
>
Was ist denn mit den Gerüchten die ich schon zu
DDR Zeiten gehört habe das das DDR Bier irgendwie
mit Schweinedärme statt Hopfen "gebraut" oder
was auch immer wurde?
Ich kenne noch Zwickauer Pils, heute bekannt
unter dem Namen Mauritius.
Marko
Die Schweinedärme waren schon wegen der massenhafter
konsumierten Wurst knapp - dort hat man ja auch schon
Plastik nehmen müssen. Das scheint eher unwahrscheinlich.
Ich kenne das Gerücht, dass man Reste der Zuckerrüben
oder Mais verwendet haben soll.
Jedenfalls vom Reinheitsgebot hat damals niemand gesprochen
und Du konntest schon von 2 Flaschen Kopfschmerzen
bekommen wie heute eigentlich gar nicht mehr oder
jenseits der physisch trinkbaren Menge
> Dann gab es wenige solala (Berliner Kindl, Coschützer,...)
Wo haste denn den Witz mit dem Coschützer her =)
Nicht ohne Grund hieß das auch Gelbkreuz bzw. Grünkreuz - und das sicher
nicht wegen der hervorragenden Qualität. Gekauft hab ich mir das nur,
wenns wirklich nicht anders ging. Dann schon eher Felsenkeller.
Bernhard
Du hast recht - das Helle Coschützer war plärrig.
Deren Pils ging aber nach meiner Erinnerung.
Dresdner Felsenkeller ist auch noch 4+
(Meissner Felsenkeller war dagegen Plärre)
> > Wie ist es mit Urkrostitzer?
Köstritzer oder Krostitzer?
> > Dann kennst Du weder Dessauer noch Rostocker.
Dessauer war der Hammer.
Das hab nicht mal ich vertragen.
> Dessauer zum Glück wirklich nicht -
> den Rostocker Hafenbräu (das hatte einen originellen
> Spitznamen, an den ich mich leider nicht erinnere)
Rostocker "Flockentrüb" WIMRE
BGE
> "Fabian Winkler" <Wii...@wurstschaum.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:bhqpaf$jiq$07$1...@news.t-online.com...
>> Hallo NG,
>>
>> ich hab mit meinem Freund eines Abends überlegt welche Biere es
>> in der DDR gab? Da wir erst 17 sind konnten wir leider nicht auf
>> praktische (Trink)-Erfahrungen zurückgreifen. Vielleicht könnt
>> ihr uns ja helfen.
>>
>
> Es gab nur vier gute Biere: Radeberger, Wernesgrüner,
> Eibauer und Rechenberger.
> Dann gab es wenige solala (Berliner Kindl, Coschützer,...)
> Der Rest war Plärre!
[...]
Köstritzer muss es doch auch schon gegeben haben. Die sind doch mit
ihrem schwarzen Marktführer in D.
Ob's wirklich so gut ist, weiß ich nicht - ich trinke nur Pils.
Gruß
Michael.
> den Rostocker Hafenbräu (das hatte einen originellen
> Spitznamen, an den ich mich leider nicht erinnere)
> haben wir nie trinken müssen (gewarnt, wie wir waren),
> weil wir immer genug Reserven aus dem Süden an
> die See mitgenommen haben.
Zumindest war es in Bangkok bei den fliegenden Händlern sehr beliebt als
Zahlungsmittel -- besser als die dortigen einheimischen bzw.
importierten Plürren (Kloster, Heineken etc.) :-) Und nach dem dritten
Kasten Feierabendbier hatte man sich auch selbst dran gewöhnt.
Ach so, mein Bruder (der dort studierte) schwärmte damals immer vom
Dresdner Feldschlößchen (was jetzt bei Aldi verramscht wird).
Ciao
A.
Dann versuch mal [baddveis'r] (nicht zu verwechseln mit Budweiser)
> Ach so, mein Bruder (der dort studierte) schwärmte damals immer vom
> Dresdner Feldschlößchen (was jetzt bei Aldi verramscht wird).
Kann´sch so mal bestätigen. Dresdner (Ost-)Feldschlösschen war eines der
besseren Biere. Irgendwie ungerecht, dass nu die Frankfurter
Feldschlösschen AG den Namen hat und ihre Plörre damit verramscht. Bin
mir nichmal sicher, ob in der Feldschlösschenbrauerei Dresden überhaupt
noch gebraut wird oder ob´s bloss noch ne Abfüllanlage ist. Die Tanks
stehen jedenfalls noch. Weiß jemand was genaueres?
Bernhard
>Kann´sch so mal bestätigen. Dresdner (Ost-)Feldschlösschen war eines der
>besseren Biere. Irgendwie ungerecht, dass nu die Frankfurter
>Feldschlösschen AG den Namen hat und ihre Plörre damit verramscht.
Frankfurter? Feldschlösschen gehört doch zu Holsten, und die sitzen in
Hamburg, oder?
Aber hatte eigentlich die Dresdener Feldschlösschen-Brauerei irgend
etwas mit der gleichnamigen in Braunschweig zu tun, oder hatten die
nur zufällig den gleichen Namen und wurden dann beide von Holsten
geschluckt?
>Bin
>mir nichmal sicher, ob in der Feldschlösschenbrauerei Dresden überhaupt
>noch gebraut wird oder ob´s bloss noch ne Abfüllanlage ist. Die Tanks
>stehen jedenfalls noch. Weiß jemand was genaueres?
Unter http://www.feldschloesschen.de/dd/unternehmen/unternehmen06.html
werden immerhin Brauereibesichtigungen angeboten, von daher gehe ich
mal davon aus...
Gruß
E.S.
> > > Dann kennst Du weder Dessauer noch Rostocker.
> Dessauer war der Hammer.
> Das hab nicht mal ich vertragen.
Wobei die verschiedenste Sorten hatten; ich erinnere mich an
Hell, Pilsner, (beide in den Gully), Dessator (einige behaupteten,
dass könne man trinken - pfui!) und in den letzten Jahren ein
Deli-Bier namens "Alter Dessauer" in Anspielung an selbigen Fürsten.
Das Deli-Bier wurde dann zunehmend auch in den Kaufhallen verkauft.
Und war beliebt (weil *gut* trinkbar). Bei einem Preis von immerhin
1,80 pro Flasche 0,5 .
Martin Ebert
Nee, so schlimm war es nu doch nicht.
Es kam ein gehöriger Anteil Chinin mit rein,
der für die lange Lagerfähigkeit sorgte und eine
und hohe Lagertemperatur (RT) zulies.
Ein frisches Hafenbräu direkt nach der Kühlung
und der Frlaschenfüllung getrunken war ein Genuss.
Seinen typischen Geschmack bekam das abgefüllte Bier erst
Tage später. Ich hbae in der großen Ferien dort regelmäßig gejobbt
Es waren die jajre als dort auch Pepsicola in Lizenz hergestellt
wurde.
Früher, also die Wende davor, war es die Brauerei Mahn und Ohlerich, eine
der bekannte mecklenburger Brauerei
Wir selbst (die Ossis) und z.T. Vätergeneration hat die Brauerei bis an den
Rand von zumutbaren Hygienestandards total auf Verschleiss gefahren und
runtergewirtschaftet. Schade eigentlich. Noch 1989 gabs ekelhafte
Toiletten. und Umkleideräume. Ein Fingerschnipps hat dann gereicht....
Der Begriff Hellbier ist seitdem auch ausgestorben. Ich nehme an es war
obergärisches , also so wie Kölsch. Weiss jemand mehr ??
RB
RB
> Was ist denn mit den Gerüchten die ich schon zu
> DDR Zeiten gehört habe das das DDR Bier irgendwie
> mit Schweinedärme statt Hopfen "gebraut" oder
> was auch immer wurde?
Das Gerücht hiess "ScheineGALLE". Galle! Von wegen der Bitterstoffe.
Allerdings bestreitet eine Bekannte, die bei Bierheinis gearbeitet
hat, dass Galle genommen wurde. Sie besteitet nicht, dass anderer
Unfug da rein kam.
Martin Ebert
Die werden gerne verwechselt. Aber
Urkrostitzer ist doch eindeutig.
> > > Dann kennst Du weder Dessauer noch Rostocker.
>
> Dessauer war der Hammer.
> Das hab nicht mal ich vertragen.
Das war legendär.
> > Dessauer zum Glück wirklich nicht -
> > den Rostocker Hafenbräu (das hatte einen originellen
> > Spitznamen, an den ich mich leider nicht erinnere)
>
> Rostocker "Flockentrüb" WIMRE
Nee, Hafenbräu war ja deswegen so, weil es sich lange
hielt, und ich kenne Leute, die auf das Zeug schwörten.
War aber ne Minderheit.
Flockentrüb dürfte Rostocker Hellbier gewesen sein.
Kai
Ja, Köstritzer Schwarzbier habe ich mal im "Palast der Republik"
serviert bekommen. Ansonsten kam man da nicht ran. Zu den damals
gefragteren Sorten gehörte auch das Hasseröder, welches damals einige
Urauber aus dem Harz mitbrachten.
Beim Rostocker sollte man gut zwischen dem "Hafenbräu" und dem normalen
Hell oder Pils unterscheiden. Ersteres war das einzig genießbare Bier an
der Küste, der Rest war nur im Suff zu ertragen.
Was es sonst noch gab: Lübzer, Meisterbräu (Halle), Sternburg
(Leipzig-Lützschena), Mammut-Bräu (Sangerhausen). Wenn nichts mehr zum
Abfüllen da war, wurde Dessauer z.B. auch in Sangerhausen und Halle
abgefüllt. Die Tankwagen fuhren nachts, wo es keiner sehen sollte. Das
Dessauer wollte zwar keiner kaufen, aber die Versorgung der Bevölkerung
konnte so gesichert werden ;-)
--
Gruß Erik.
Die Email-Adresse ist gültig!
> Frankfurter? Feldschlösschen gehört doch zu Holsten, und die sitzen in
> Hamburg, oder?
Stümmt. Da hab ich wohl was verwechselt.
> Aber hatte eigentlich die Dresdener Feldschlösschen-Brauerei irgend
> etwas mit der gleichnamigen in Braunschweig zu tun, oder hatten die
> nur zufällig den gleichen Namen und wurden dann beide von Holsten
> geschluckt?
Irgendwie war mir, als ob das West-Feldschlösschen das
Ost-Feldschlösschen geschluckt hat. Und dann kam der böse Holsten-Hai
und hat sich beide geschnappt =)
Bernhard
Erik Vogelgsang wrote:
[...]
> Ja, Köstritzer Schwarzbier habe ich mal im "Palast der Republik"
> serviert bekommen. Ansonsten kam man da nicht ran.
Hm, habe ich hier _zeitweise_ in der Kneipe (200 m von hier entfernt,
gibts aber nicht mehr) per Flasche geholt. Das "Köstritzer" war an sich
Mittelklasse. (Trinkbar)
> Beim Rostocker sollte man gut zwischen dem "Hafenbräu" und dem
> normalen Hell oder Pils unterscheiden. Ersteres war das einzig
> genießbare Bier an der Küste, der Rest war nur im Suff zu ertragen.
Ja, "Hafenbräu" aus der 0.33 L- Flasche war gut.
> Was es sonst noch gab: Lübzer, Meisterbräu (Halle), Sternburg
> (Leipzig-Lützschena), Mammut-Bräu (Sangerhausen). Wenn nichts mehr zum
> Abfüllen da war, wurde Dessauer z.B. auch in Sangerhausen und Halle
> abgefüllt. Die Tankwagen fuhren nachts, wo es keiner sehen sollte. Das
> Dessauer wollte zwar keiner kaufen, aber die Versorgung der
> Bevölkerung konnte so gesichert werden ;-)
Frisch, in der Brauerei selbst getrunken war es gut ;-)
mfg
B(keinBiertrinkermehr)U
> Rostocker Hafenbräu (das hatte einen originellen
> Spitznamen, an den ich mich leider nicht erinnere)
AFAIR, "Hafenbrühe"
Die Kisten die bei der DSR mitgeführt wurden waren glaube ich mit Chinin
haltbar gemacht wurden. Wenn man das Zeug allerdings einmal richtig warm
werden ließ und dann wieder herunterkühlte ging es wenigstens halbwegs
ohne Würgereize über den Knorpel. ;-)
Cheers
Jörg
> ... Rostocker.
Wurde das nicht vor kurzen mit dem Prädikat "Koscher" versehen und wird
nun auch in Israel getrunken?
Cheers
Jörg
>>... Rostocker.
>
> Wurde das nicht vor kurzen mit dem Prädikat "Koscher" versehen und wird
> nun auch in Israel getrunken?
Ja, aber das Bier für den Binnenhandel ist nicht "koscher" sondern nur
die Chargen die in den Export nach Israel gehen. Der Grund ist der, daß
sie sonst einen zu hohen personellen Aufwand treiben müssten (IIRC
dürfen u.a. keine Frauen an der Herstellung des koscheren Bieres
beteiligt sein).
Bye Kai
Kindl im Osten? Kannte ich bislang nur als West-Berliner Bier. Und nicht
unbedingt eines der besseren.
>Dann gab es wenige solala (Berliner Kindl, Coschützer,...)
Coschützer gibt es auch heute noch.
--
Heiko Schneider, Haltepunkt Pirna-Copitz Nord (KBS 247)
Pirna - Zwickau www.pirnese.de.vu
> Ja, aber das Bier für den Binnenhandel ist nicht "koscher" sondern nur die
> Chargen die in den Export nach Israel gehen.Der Grund ist der, daß sie
> sonst einen zu hohen personellen Aufwand treiben müssten (IIRC dürfen u.a.
> keine Frauen an der Herstellung des koscheren Bieres beteiligt sein).
Ahja, und ist das binnenländische wirklich noch so schlecht wie es
damals (tm) war?
Cheers
Jörg
> Nee, Hafenbräu war ja deswegen so, weil es sich lange
> hielt, und ich kenne Leute, die auf das Zeug schwörten.
> War aber ne Minderheit.
Es war deshalb beliebt weil es sich so lange hielt. Die normalen Biere
wurden teilweise (wetterabhängig) schon nach einer Woche schlecht weil
die Konservierung fehlte.
> Flockentrüb dürfte Rostocker Hellbier gewesen sein.
Wobei die normalen "Hellen" Ende der 80er Jahre durch das ein paar
Pfennig teurere Edel-... (ich komme jetzt einfach nicht auf den Namen,
der Spitzname war "Edelbrühe") verdängt werden sollte.
Bye Kai
>>Ja, aber das Bier für den Binnenhandel ist nicht "koscher" sondern nur die
>>Chargen die in den Export nach Israel gehen.
>
> Ahja, und ist das binnenländische wirklich noch so schlecht wie es
> damals (tm) war?
Die ganzen Biere heute aus den Brauereien im Beitrittsgebiet kann man
nicht mehr mit den Bieren von vor 13 Jahren vergleichen. Seitdem dort
die westdeutschen Bierkonzerne und Braumeister eingezogen sind, wird das
Bier zum möglichst geschmacksneutralen Einheitsbier hingezüchtet - mal
besser und mal schlechter (Wernesgrüner, Radeberger).
Die richtig schlechten Biere und Brauereien gibt es mitlerweile auch
nicht mehr.
Bei der Rostocker Brauerei ist vor ein paar Wochen der Brau und Brunnen
Konzern eingesteigen und auch der wird die Marken entsprechend weiter
"verfeinern". Ganz Deutschland stöhnt darüber das sie keine Kästen mehr
haben - Rostock stellt jetzt von roten auf blaue Kästen um, wofür über
100.000 neue Kästen benötigt werden.
Bye Kai
Martin Recke wrote:
> Jürgen Decker >> Dann gab es wenige solala (Berliner Kindl,
Coschützer,...)
> Kindl im Osten? Kannte ich bislang nur als West-Berliner Bier.
http://www.cybeer.ch/stichwortverzeichnisddr.html (Kindl)
Das habe ich im "EX 100\1007" Gera-Berlin-Gera getrunken.
BU
> Seitdem dort die westdeutschen Bierkonzerne und Braumeister eingezogen
> sind, wird das Bier zum möglichst geschmacksneutralen Einheitsbier
> hingezüchtet - mal besser und mal schlechter (Wernesgrüner, Radeberger).
Hm, kann ich fast 100%ig bestätigen.
Bei einem Aufenthalt in D 1999 wollte ich nochmal "alle" Biere von
früher probieren mußte allerdings feststellen, daß die alle gleich
schmecken, ja auch Wernesgrüner und Radeberger.
OK, ich habe es mir angewöhnt Bier aus dem Kühlschrank zu trinken, habe
aber trotzdem erwartet wenigstens ein wenig Unterschied zu schmecken.
Zu dieser Zeit kam ich dann auf Jever und würde da auch "Stammtrinker"
werden wenn ich es hier zu Hause bekommen würde. :o)
Cheers
Jörg
> BTW, ich dachte immer, dass auch Berliner Pilsener schon existierte. Ich
> finde es aber in der Liste nicht.
Du dachtest richtig. Aus dem schon erwähnten Buch "Vita Cola und
Timms Saurer":
Gespräch mit Braumeister Herbert Schmidt
"Herr Schmidt, Sie und Ihre Mitarbeiter erfanden 1962 das Berliner
Pilsner. Warum?"
"Als Berliner Braumeister habe ich mich immer geärgert, wenn in Berlin
einer ein gutes Bier trinken wollte und entweder ein Radeberger, ein
Wernesgrüner, Budweiser oder Pilsner Urquell (hört, hört! R.) verlangt
hat. Doch das konnte man niemandem verübeln, denn unsere eigenen Biere,
Deutsches Pilsner und Vollbier Hell, die waren schrecklich, die waren
kaum zu genießen. Sowas macht einen Berliner Braumeister natürlich
verrückt. Ich habe mich gefragt wieso das? Wenn wir uns richtig Mühe
geben, dann schaffen wir auch ein vernünftiges Bier. Wir sind doch
nicht blöder als die anderen..."
Es folgen Erklärungen zur Position gegenüber Wernesgrüner und
Radeberger und die Erwähnung des "Berliner Traditionsbräu", einer
Spezialauflage für Regierungsgäste in Höhe von 50 Kästen/Monat.
Das Rückseitenetikett dieser Flasche benennt als Hersteller
VEB Getränkekombinat Berlin, Stammbetrieb Kindl.
> Und was "Berliner Brewery"? Exportbier oder ein Hauch anglophile Welt
> für die DDR? Bei "Foxy Light" steht ja "Exportbier" hinter.
<fixed font>
Auf der Seite 91 findet man ein Etikett mit der Aufschrift
Since 1884
Berliner
Pils
B
Imported German e
premium Beer a
r
Beer brewed and
bottled by the
Exportbierbrauerei
Berlin
Imported by Central Imports Ltd Washington, D.C.
Ronald.
--
Die Erinnerung ist das einzige Paradies,
aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Jean Paul
Martin Schmidt wrote:
> BTW, ich dachte immer, dass auch Berliner Pilsener schon existierte.
> Ich finde es aber in der Liste nicht.
Berliner Pilsener Spezial ?
http://www.pilsberatung.de/Museum/Museum-A-C.htm
> Und was "Berliner Brewery"? Exportbier
Ja.
BU
>> > Dann kennst Du weder Dessauer noch Rostocker.
>
>Dessauer war der Hammer.
>Das hab nicht mal ich vertragen.
Mich wundert, daß noch niemand Cottbusser "Schaumgebremst&Naturtrüb"
in die Runde geworfen hat. ;-)
Eine Bierspezialität, die es IMHO mit dem Dessauer durchaus aufnehmen
konnte.
Gruß Uwe
--
http://www.mc-kw-meerane.de
http://www.mc-kw-meerane.de/privat/index.html
"Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann feind wird.
Thomas Müntzer(1489-1525) 1524
>>Seitdem dort die westdeutschen Bierkonzerne und Braumeister eingezogen
>>sind, wird das Bier zum möglichst geschmacksneutralen Einheitsbier
>>hingezüchtet - mal besser und mal schlechter (Wernesgrüner, Radeberger).
>
> Hm, kann ich fast 100%ig bestätigen.
> Bei einem Aufenthalt in D 1999 wollte ich nochmal "alle" Biere von
> früher probieren mußte allerdings feststellen, daß die alle gleich
> schmecken, ja auch Wernesgrüner und Radeberger.
Ich hatte die Marken nicht unbeabsichtigt genannt, denn ich habe noch
keinen getroffen dem das neue Wernesgrüner heute so gut schmeckt wie früher.
> OK, ich habe es mir angewöhnt Bier aus dem Kühlschrank zu trinken, habe
> aber trotzdem erwartet wenigstens ein wenig Unterschied zu schmecken.
Was wir heute erleben ist nun das andere extrem. Das Zeugs ist nicht
mehr trinkbar weil es einfach nur noch besseres Wasser ist. :-(
> Zu dieser Zeit kam ich dann auf Jever und würde da auch "Stammtrinker"
> werden wenn ich es hier zu Hause bekommen würde. :o)
Sowas wie Lübzer kann man heute auch noch ohne Probleme trinken, ebenso
das Rostocker.
Bye Kai
>"verfeinern". Ganz Deutschland stöhnt darüber das sie keine Kästen mehr
>haben - Rostock stellt jetzt von roten auf blaue Kästen um, wofür über
>100.000 neue Kästen benötigt werden.
Das ist aber kein Problem. Der Mangel an Kaesten kommt daher, dass das
Kartellamt entschieden hat, dass ausreichend Kaesten vorhanden sind, um
den Bedarf zu decken und daher keine neuen produziert werden duerfen. In
der Realitaet stehen diese ausreichenden Kaesten halt nur beim Kunden
und in den Getraenkemaerkten herum und reichen eben doch nicht aus...
Bei solch einer Komplettumstellung sollte die Genehmigung fuer das
Produzieren von passenden neuen Kaesten leicht zu bekommen sein.
René
--
Wer ist Paul?
Wer sponsert was? Wer wirbt wofuer?
Wer hat welche Slogans?
Kuehe in der Werbung? <http://www.ephilias.de/>
Und auch die stehen vor dem Verkauf der restlichen 21 %, der Rest ist ja
schon wech.
RB
Rene Fuchs wrote:
[...]
> Das ist aber kein Problem. Der Mangel an Kaesten kommt daher, dass das
> Kartellamt entschieden hat,
[...]
Den Link zur *Planwirtschaft*, bütte.
BU
>[...]
>> Das ist aber kein Problem. Der Mangel an Kaesten kommt daher, dass das
>> Kartellamt entschieden hat,
>[...]
>Den Link zur *Planwirtschaft*, bütte.
Ja, exakt so kommt es mir auch immer vor.
Kindl schmeckt/e auch im Osten Sch***e.
Kindl ist einfach Mist.
BGE
Und die dazugehörigen Sprüche:
1.) Engehardt macht Schwengel hart.
2.) Da kommt Onkel Eberhard
die Augen rot die Leber hart
das alles kommt von Engelhardt.
Das bestschmeckende Berliner Spezial (1,28 Mak) kam von Bürgerbräu
WIMRE Weissensee.
BGE
>
> Sowas wie Lübzer kann man heute auch noch ohne Probleme trinken, ebenso
> das Rostocker.
Trinkt Beck's und seit glücklich.
BGE
> Mich wundert, daß noch niemand Cottbusser "Schaumgebremst&Naturtrüb"
> in die Runde geworfen hat. ;-)
> Eine Bierspezialität, die es IMHO mit dem Dessauer durchaus aufnehmen
> konnte.
Ich war mal in 1983/84 Cottbus 1/2 Jahr NVA (NFAK).
Aber mir ist das Bier dort nicht so schlecht in Erinnerung.
Da gabs doch diese Wohngebietsgaststätte in Sachsen?dorf?
Da gabs immer schön Pilsator vom Tank.
Das schmeckte doch überall gleich.
Außerdem bei der Asche kübelte man eh alles weg.
BGE
>
> Sowas wie Lübzer kann man heute auch noch ohne Probleme trinken, ebenso
> das Rostocker.
Trinkt Beck's und seid glücklich.
BGE
Dessower, mit Lupinen verfeinert. Edles Gebräu. :-(
Gruß
Andreas
>
> Die ganzen Biere heute aus den Brauereien im Beitrittsgebiet kann man
> nicht mehr mit den Bieren von vor 13 Jahren vergleichen. Seitdem dort
> die westdeutschen Bierkonzerne und Braumeister eingezogen sind, wird
> das Bier zum möglichst geschmacksneutralen Einheitsbier hingezüchtet
>
Die Landskron-Brauerei hat das auch ohne westdeutsche Hilfe
geschafft :-(
Grüsse
Frank
>Den Link zur *Planwirtschaft*, bütte.
<URL:http://www.planwirtschaft.de/>
Aber sag mal, kommst Du da nicht selber drauf?
Vinzent.
> Andrej Kluge wrote:
>
>> Ach so, mein Bruder (der dort studierte) schwärmte damals immer vom
>> Dresdner Feldschlößchen (was jetzt bei Aldi verramscht wird).
ich glaube dein bruder meinte "Dresdener Felsenkeller"
war nach radeberger aber mit kappe das beste bier in Dresden.
> <URL:http://www.planwirtschaft.de/>
Unter NS4.7 kommt u.a.
> The requested URL /scriptsundstyles/popup_noScroll.js was not found on this server.
Planwirtschaft halt.
Martin Ebert
>Ich war mal in 1983/84 Cottbus 1/2 Jahr NVA (NFAK).
Und ich im Winter 85/86 oder 86/87 - welcher war der weniger strenge?
Jedenfalls wurden Metallberufe ins RAW abkommandiert, 130er und
Taigatrommeln reparieren. Untergebracht wurden wir - sehr zu unserem
Leidwesen - in der Kaserne statt des erhofften Lehrlingsheimes. PR-15
oder 16? Ich konnte mir das noch nie merken. Hießt Ihr nicht "Leo
Jogiches" oder waren das die Großenhainer?
>Aber mir ist das Bier dort nicht so schlecht in Erinnerung.
>Da gabs doch diese Wohngebietsgaststätte in Sachsen?dorf?
Ich glaube, soweit sind wir nie gekommen.
>Außerdem bei der Asche kübelte man eh alles weg.
Deshalb ist es Dir nicht in so schlechter Erinnerung ;-)
Bernhard
><URL:http://www.planwirtschaft.de/>
>
>Aber sag mal, kommst Du da nicht selber drauf?
Das Frühstück daselbst ist schon nicht schlecht...
>>"verfeinern". Ganz Deutschland stöhnt darüber das sie keine Kästen mehr
>>haben - Rostock stellt jetzt von roten auf blaue Kästen um, wofür über
>>100.000 neue Kästen benötigt werden.
>
> Das ist aber kein Problem.
Ist es aber lt. Pressemitteilung.
> Der Mangel an Kaesten kommt daher, dass das
> Kartellamt entschieden hat, dass ausreichend Kaesten vorhanden sind, um
> den Bedarf zu decken und daher keine neuen produziert werden duerfen.
Dazu kommen aber noch Unternehmen die ihren Mehrweganteil massiv
ausbauen müssen (ohne das sie am Brunnen- oder Bierflaschenverbund
teilnehmen) und somit die Kastenhersteller Sonderschichten fahren um den
Auftragsstau abbauen zu können.
> Bei solch einer Komplettumstellung sollte die Genehmigung fuer das
> Produzieren von passenden neuen Kaesten leicht zu bekommen sein.
Aber eine Druckgenehmigung für die Flaschenetiktetten brauchen die heute
nicht mehr?
SCNR
Bye Kai
Wenn das Bier im Magen knarrt,
war's bestimmt von Engelhardt.
Kai
Nicht nur deswegen. Ich kann mich nicht mehr bewußt
an das Zeug erinnern, aber nach der einhelligen Meinung
aller mir bekannten Überlebenden schmeckte das Zeug,
um es neutral zu formulieren, spezifisch.
Und manche mochten das sogar.
> > Flockentrüb dürfte Rostocker Hellbier gewesen sein.
>
> Wobei die normalen "Hellen" Ende der 80er Jahre durch das ein paar
> Pfennig teurere Edel-... (ich komme jetzt einfach nicht auf den Namen,
> der Spitzname war "Edelbrühe") verdängt werden sollte.
Du wärst wohl nie drauf gekommen:
Edelbräu.
Und Hansebräu gab es als das vornehmere Pilsderivat.
-kut
>Vinzent Hoefler <JeLlyFish...@gmx.net> schrieb:
>
>><URL:http://www.planwirtschaft.de/>
>>
>>Aber sag mal, kommst Du da nicht selber drauf?
>
>Das Frühstück daselbst ist schon nicht schlecht...
Naja, ich bin da seit ca. 10 Jahren nicht mehr gewesen. Damals war es
auch noch keine Schlipse-Kneipe mit Alternativ-Touch. Der Zoo ist
woanders.
Vinzent.
>>Wobei die normalen "Hellen" Ende der 80er Jahre durch das ein paar
>>Pfennig teurere Edel-... (ich komme jetzt einfach nicht auf den Namen,
>>der Spitzname war "Edelbrühe") verdängt werden sollte.
>
> Du wärst wohl nie drauf gekommen:
> Edelbräu.
Doch, ich kam drauf - und das sogar ein paar Minuten nachdem ich das
Posting schrieb (als ich irgendetwas anderes tat). Von dem -bräu leitete
sich auch das -brühe ab.
> Und Hansebräu gab es als das vornehmere Pilsderivat.
Wobei mir auch da wieder die Silbe "bräu" auffällt und das bei den
normalen Bieren der Name "Pils" u.ä. eher nicht benutzt wurde. Wollte
man sich diese Traditionsnamen nicht mit den schlechteren Sorten verwässern?
Bye Kai
Ich meinte mehr in Sinnrichtung des OP
abi4kvg5b0m54kmn4...@4ax.com die Verbindung von
Kartellamt, Anzahl der leeren Kästen *dass das
Kartellamt entschieden hat, dass ausreichend Kaesten vorhanden sind*
= Planung der Produktion durch Kartellamt oder wie?
mfg
BU
Soll das Thema das Sommerloch fuellen ?
nein,im Ernst,die Beitraege sind ganz lustig zu lesen...
Gruss Bernd
> Soll das Thema das Sommerloch fuellen ?
Oder mein Winterloch? ;-)
> nein,im Ernst,die Beitraege sind ganz lustig zu lesen...
... und Du hast etwas zum Theme "Biere in der DDR" beizutragen!
Na dann mal los!!!! :o)
Cheers
Jörg
> Wobei mir auch da wieder die Silbe "bräu" auffällt und das bei den
> normalen Bieren der Name "Pils" u.ä. eher nicht benutzt wurde. Wollte
Pils ist _eine_ Biersorte, so wie Alt, Weizen, Kölsch, Helles, Export,
Lager und noch etliche mehr. Wenn das Bier eben kein Pils ist, steht
auch nicht Pils drauf.
RH
>Pils ist _eine_ Biersorte, so wie [...] Kölsch,
Nein.
Vinzent.
>>Wobei mir auch da wieder die Silbe "bräu" auffällt und das bei den
>>normalen Bieren der Name "Pils" u.ä. eher nicht benutzt wurde. Wollte
>
> Pils ist _eine_ Biersorte,
Aber was war denn "Bräu" für eine Biersorte? Die Mehrzahl der Biere war
doch von Pilsener Brauart (also kein Export oder Bock) und prinzipiell
würde ich auch dem Hafenbräu, Edelbräu oder Hansebräu die Verwandschaft
zum Pils (Gärart, Farbe) nicht abstreiten.
Bye Kai
Boris Gerlach schrieb:
>
> "Jürgen Decker" wrote:
>
> > > Wie ist es mit Urkrostitzer?
>
> Köstritzer oder Krostitzer?
Das wird ja gerne verwechselt...
> > > Dann kennst Du weder Dessauer noch Rostocker.
>
> Dessauer war der Hammer.
> Das hab nicht mal ich vertragen.
Kennt jemand Dessower (klingt ja so ähnlich wie Dessauer)? Aus einem
kleinen Kaff zwischen Neuruppin und Kyritz. Als wir 1990/91 unser
Studienprojekt in Neuruppin hatten, haben wir das immer getrunken. Ob es
das noch gibt? So schlecht war es nicht...
Gruß, Volker
> Kennt jemand Dessower (klingt ja so ähnlich wie Dessauer)? Aus einem
> kleinen Kaff zwischen Neuruppin und Kyritz. Als wir 1990/91 unser
> Studienprojekt in Neuruppin hatten, haben wir das immer getrunken. Ob es
> das noch gibt? So schlecht war es nicht...
IIRC hat sich Oettinger diese Brauerei geschnappt (neben der in
Schwerin). Lt. eigener Aussage sind sie ja der große Gewinner auf dem
deutschen Biermarkt, da sie ihre Getränke nicht in der Gastronomie
anbieten, niemals Dosen hatten sonst auf einen Direktvertrieb an den
Handel setzen und damit günstige Preise bei guten Produktionskosten haben.
Bye Kai
> Ronny Heidenreich wrote:
>
>>Pils ist _eine_ Biersorte, so wie [...] Kölsch,
>
> Nein.
Doch.
Daß letzteres _zusätzlich_ eine geschützte Herkunftsbezeichnung ist, tut
nichts zur Sache.
RH
>Vinzent Hoefler schrieb:
>
>> Ronny Heidenreich wrote:
>>
>>>Pils ist _eine_ Biersorte, so wie [...] Kölsch,
>>
>> Nein.
>
>Doch.
Nein. Koelsch ist kein Bier, demzufolge kann es auch zu exakt gar
keiner irgendwie gearteten Biersorte zu zaehlen sein.
Vinzent.
> On 20.08.2003 14:18, Ronny Heidenreich wrote:
>>
>> Pils ist _eine_ Biersorte,
>
> Aber was war denn "Bräu" für eine Biersorte? Die Mehrzahl der Biere
> war doch von Pilsener Brauart (also kein Export oder Bock) und
Regional verschieden. Ohne meine vorderen Extremitäten der
Verbrennungsgefahr aussetzen zu wollen, würde ich eher ein Übergewicht
des Hellen Vollbieres postulieren¹ und die als "Bräu" bezeichneten auch
dort einordnen.
¹ Damals; heute hat Pils zweifellos an Boden gewonnen und selbigen an
diverse früher weitgehend unbekannte Sorten wieder abgegeben.
> prinzipiell würde ich auch dem Hafenbräu, Edelbräu oder Hansebräu die
> Verwandschaft zum Pils (Gärart, Farbe) nicht abstreiten.
Die ist auch unbestreitbar gegeben. Pilsener ist ja im Prinzip auch ein
untergäriges Helles, jedoch stärker gehopft. Die Unterschiede sind
klein, aber fein und der Übergang von Varianten zu Sorten ist fließend.
RH
>> Kennt jemand Dessower (klingt ja so ähnlich wie Dessauer)? Aus einem
>> kleinen Kaff zwischen Neuruppin und Kyritz. Als wir 1990/91 unser
>> Studienprojekt in Neuruppin hatten, haben wir das immer getrunken. Ob es
>> das noch gibt? So schlecht war es nicht...
Zu DDR-Zeiten hatte es auch einen schlechten Ruf;
das schrieb schon jemand hier im Thread.
Ich kenne nur das Nachwendezeug; das
finde ich keineswegs schlecht.
Das "Mord und Totschlag" genannte Dunkelbier hat schon eine
gewisse regionale Beruehmtheit erlangt.
> IIRC hat sich Oettinger diese Brauerei geschnappt (neben der in
> Schwerin).
Und der in Gera.
> Lt. eigener Aussage sind sie ja der große Gewinner auf dem
> deutschen Biermarkt, da sie ihre Getränke nicht in der Gastronomie
> anbieten,
Oettinger an sich; die Marke
"Dessower" gibt es schon in einigen Kneipen der Region.
In Dessow selbst hat allerdings die letzte Kneipe dicht gemacht.
Auch den Laden gibt es nicht mehr, nur eine brauereieigene
Getraenkeverkaufsstelle.
Fuer den Fussballfreund:
der FIFA-Schiedsrichter Klaus Scheurell arbeitete in dieser
Brauerei.
Fuer den Eisenbahnfreund:
Dessow wird zweistuendlich, mo-fr tagsueber sogar stuendlich,
von den Triebwagen der Prignitzer Eisenbahn (derzeit alte
West-Schienenbusse) bedient. (Strecke Neuruppin-Neustadt).
-kut
> > > http://www.cybeer.ch/stichwortverzeichnisddr.html (Kindl)
> > > Das habe ich im "EX 100\1007" Gera-Berlin-Gera getrunken.
> >
> > Interessant: Engelhardt gab's bei uns auch.
>
> Und die dazugehörigen Sprüche:
>
> 1.) Engehardt macht Schwengel hart.
In West-Bln.: "... macht Stengel hart."
Eine Engelhardt kannte ich, die war ehedem Prinzenerzieherin in
Meiningen. Ich dachte immer, die sei unverheiratet (flocht sich so
bunte Bänder ins Haar, sprach wahrscheinlich auch mit ihren Pflanzen,
Du siehest die Richtung...), bis sie mal unverhofft offenbarte, daß
sie dreimal verheiratet war: "Aber immer mit Stabsoffizieren." Die
Fam. E. hat übrigens ein pompöses Erbbegräbnis auf einen Friedhof nahe
Hallesches Tor.
> Das bestschmeckende Berliner Spezial (1,28 Mak) kam von Bürgerbräu
> WIMRE Weissensee.
Nee, aus Friedrichshagen, wejen det jute Wasser, wa - FR
> Nein. Koelsch ist kein Bier, demzufolge kann es auch zu exakt gar
> keiner irgendwie gearteten Biersorte zu zaehlen sein.
Du hast: "Ich bin an einer sachlichen Auseinandersetzung nicht
interessiert. Vielmehr möchte ich eine polemische Schlammschlacht
inszenieren." ziemlich umständlich ausgedrückt.
RH
>Vinzent Hoefler schrieb:
>
>> Nein. Koelsch ist kein Bier, demzufolge kann es auch zu exakt gar
>> keiner irgendwie gearteten Biersorte zu zaehlen sein.
>
>Du hast: "Ich bin an einer sachlichen Auseinandersetzung nicht
>interessiert.
Dafuer gibt es <URL:http://www.koelsch-ist-kein-bier.de>.
>Vielmehr möchte ich eine polemische Schlammschlacht
>inszenieren." ziemlich umständlich ausgedrückt.
[ ] Du hast Humor.
Vinzent.
> > > Es gab nur vier gute Biere: Radeberger, Wernesgrüner,
> > > Eibauer und Rechenberger.
> >
> > Wie ist es mit Urkrostitzer?
> >
> > > Das mit Abstand schlimmste Bier, was ich damals
> > > getrunken habe, war Potsdamer.
> >
> > Dann kennst Du weder Dessauer noch Rostocker.
>
> Dessower, mit Lupinen verfeinert. Edles Gebräu. :-(
Die miesesten Biere:
Das Greifswalder (dort hatten sie unter Zuhilfenahme bulgarischer
Fachkräfte als erste Brauerei auf Druckvergärung umgestellt, das
Ergebnis war niederschmetternd; die angesäuerten oder flockichten
Fehlchargen wurden in unserer Mensa academica zu Billigstpreisen
angeboten - und wurden getrunken)
und
das Dresdner Hell, das kippte nach drei Tagen um & ward flockicht - FR
> [} §$%=D&/{] Du hast Humor.
Ich trinke kein Bier von vorgestern.
RH
> > > Nee, Hafenbräu war ja deswegen so, weil es sich lange
> > > hielt, und ich kenne Leute, die auf das Zeug schwörten.
> > > War aber ne Minderheit.
> >
> > Es war deshalb beliebt weil es sich so lange hielt.
>
> Nicht nur deswegen. Ich kann mich nicht mehr bewußt
> an das Zeug erinnern, aber nach der einhelligen Meinung
> aller mir bekannten Überlebenden schmeckte das Zeug,
> um es neutral zu formulieren, spezifisch.
> Und manche mochten das sogar.
Es war halötbar, weil es pasteurisiert war, was nicht unbedingt dem
Geschmack bekommt, um mich mal vorsichtig auszudrücken. Es ging das
Gerücht, daß auch Chinin drin war, aber das kann ich nicht mit
Bestimmtheit sagen. Wenn's drin war, dann nicht wegen Erhöhung der
Lagerbarkeit sondern wejen Malaria-Prophylaxe.
Jestern war übrijens uff MDR recht jut jemachte Sendung über dtsche.
Raketen-Spezialisten in Rußland. Eigenartigerweise wurde weder des
Namens v. Ardenne (Steuerungen) noch des Namens Thießen (Antriebe)
Erwähnung. Die Mitglieder dieser Gruppe waren in der DDR Personae
gratae, was die Nachfahren einschloß, die bevorzugt zu Oberschule und
Studium zugelassen wurden. Der Anteil an Kindern und Enkeln von
Peenemündern in Adlershof war signifikant hoch (aber vielleicht sage
ich Dir damit nix Nieget)- FR
>Dafuer gibt es <URL:http://www.koelsch-ist-kein-bier.de>.
>
>>Vielmehr möchte ich eine polemische Schlammschlacht
>>inszenieren." ziemlich umständlich ausgedrückt.
>
>[ ] Du hast Humor.
Die Feststellung, dass Koelsch kein Bier ist hat mittlerweile ungefaehr
die gleiche Witzigkeit wie die Bielefeldverschwoerung, vor lauter
Bartwickeln kommt man gar nicht mehr zum Lachen.
René
--
Wer ist Paul?
Wer sponsert was? Wer wirbt wofuer?
Wer hat welche Slogans?
Kuehe in der Werbung? <http://www.ephilias.de/>
>> IIRC hat sich Oettinger diese Brauerei geschnappt (neben der in
>> Schwerin).
>
>Und der in Gera.
Und Gotha.
>>>100.000 neue Kästen
>> Das ist aber kein Problem.
>
>Ist es aber lt. Pressemitteilung.
Hm, dann hat sichs weiter verschaerft. Ist aber auch kein Wunder, wenn
der Handel die Dosen nahezu komplett auslistet und dann so ein Sommer
dazukommt muessen die Kapazitaeten ja knapp werden.
>Dazu kommen aber noch Unternehmen die ihren Mehrweganteil massiv
>ausbauen müssen (ohne das sie am Brunnen- oder Bierflaschenverbund
>teilnehmen) und somit die Kastenhersteller Sonderschichten fahren um den
>Auftragsstau abbauen zu können.
Jap.
>Aber eine Druckgenehmigung für die Flaschenetiktetten brauchen die heute
>nicht mehr?
Tja, ich bin vorsichtig geworden, ueber sowas zu witzeln :-) Ich gehoer
zwar eher nicht zu denen, die alles kritisieren, aber da ist die
Regulierungswut doch mal wieder deutlich uebertrieben. Wuerde mich nicht
wundern, wenn auch bei den Etiketten entsprechende Vorschriften
existieren.
>IIRC hat sich Oettinger diese Brauerei geschnappt (neben der in
>Schwerin). Lt. eigener Aussage sind sie ja der große Gewinner auf dem
>deutschen Biermarkt, da sie ihre Getränke nicht in der Gastronomie
>anbieten, niemals Dosen hatten sonst auf einen Direktvertrieb an den
>Handel setzen und damit günstige Preise bei guten Produktionskosten haben.
Dosen gab (gibt?) es definitiv, ist auch auf deren Website zu sehen.
Ansonsten stimmt es, preislich sind sie ungeschlagen und ueber die Masse
machen sie auch den noetigen Umsatz. Ein paar Sorten (v.a.
alkoholfreies) kann man auch gut trinken, von anderen sollte man die
Finger lassen.
>Die Feststellung, dass Koelsch kein Bier ist hat mittlerweile ungefaehr
>die gleiche Witzigkeit wie die Bielefeldverschwoerung, vor lauter
>Bartwickeln kommt man gar nicht mehr zum Lachen.
ACK. Aber das ist nun erst recht kein Grund, bei diesem Themenfeld
ernsthafte Diskussionen zu erwarten und dem Gespraechspartner Polemik
vorzuwerfen. :-P
Vinzent.
Das waere deutlich zu frisch. Der aktuelle Lagavullin hier(tm) ist 16
Jahre alt. :->
Vinzent.
>
> > Das bestschmeckende Berliner Spezial (1,28 Mak) kam von Bürgerbräu
> > WIMRE Weissensee.
>
> Nee, aus Friedrichshagen, wejen det jute Wasser, wa - FR
Quark.
BGE
>Damals war es
>auch noch keine Schlipse-Kneipe mit Alternativ-Touch.
Über die kann man hinwegsehen - einfach gar nicht ignorieren ;-)
Sonntagsbrunch jedenfalls hat was.
>Der Zoo ist woanders.
Beim Großen Garten, nämlich :-)
Gruß Uwe
--
http://www.mc-kw-meerane.de
http://www.mc-kw-meerane.de/privat/index.html
"Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann feind wird.
Thomas Müntzer(1489-1525) 1524
Statt Gera.
Matthias
--
Wer müde ist, kriecht unter's Segel -
das ist 'ne gute Ritterregel.
> Was ist denn mit den Gerüchten die ich schon zu
> DDR Zeiten gehört habe das das DDR Bier irgendwie
> mit Schweinedärme statt Hopfen "gebraut" oder
> was auch immer wurde?
Mal die offizielle Version (aus Schär, Alkoholische Getränke,
Fachbuchverlag Leipzig 1988):
| ... Um die Rentabilität zu erhöhen, wird ein bestimmter Anteil
| Gerstenmalz durch /Rohfrucht/ (s. S. 140) ersetzt.
<blätter>
| Als Rogfrucht wird /ungemälztes Getreide/ bezeichnet. Dazu
| zählen aber aich Getreideprodukte und Zucker.
Genannt werden in den weiteren Rohfrucht-Ausführungen geschälter
Reis sowie Gerste als gequetschte Gerste, Gerstenschrot, Gerstenflocken
mit und ohne Spelzen.
> Ich kenne noch Zwickauer Pils, heute bekannt
> unter dem Namen Mauritius.
Und damals bekannt als "Sterbehilfe" (so gehört in Altenburg).
>>>IIRC hat sich Oettinger diese Brauerei geschnappt (neben der in
>>>Schwerin).
>>
>>Und der in Gera.
>
> Und Gotha.
Nicht "und" sondern die in Gotha, denn die in Gera gehört Oettinger lt.
deren Website nicht (ist aber auch bei den Waldvölkern und fängt mit "G"
an ;-)).
OT: Kürzlich erwarben sie in Mönchenglattbach die Hannen-Brauerei.
Bye Kai
>>Was ist denn mit den Gerüchten die ich schon zu
>>DDR Zeiten gehört habe das das DDR Bier irgendwie
>>mit Schweinedärme statt Hopfen "gebraut" oder
>>was auch immer wurde?
>
> Mal die offizielle Version (aus Schär, Alkoholische Getränke,
> Fachbuchverlag Leipzig 1988):
>
> | ... Um die Rentabilität zu erhöhen, wird ein bestimmter Anteil
> | Gerstenmalz durch /Rohfrucht/ (s. S. 140) ersetzt.
Dabei geht es aber um den Zucker für die allolohlische Gährung und nicht
um den Hopfenersatz. Sagt denn den schlaues Buch auch etwas über
Bitterstoffe aus?
Bye Kai
Nicht und sondern anstatt.
Ich habe die Städte durcheinandergebracht.
Ka "Mallorca, Madeira, Malta, Madagaska, Machorka" i
> Es war halötbar, weil es pasteurisiert war, was nicht unbedingt dem
> Geschmack bekommt, um mich mal vorsichtig auszudrücken.
Das meinte ich mit meinem "spezifischen" Geschmack.
> Es ging das
> Gerücht, daß auch Chinin drin war, aber das kann ich nicht mit
> Bestimmtheit sagen. Wenn's drin war, dann nicht wegen Erhöhung der
> Lagerbarkeit sondern wejen Malaria-Prophylaxe.
Oder als Hopfenersatz von wegenst Bittermittel.
In Tonic war/ist(?) das Zeuch ja auch drin.
> Jestern war übrijens uff MDR recht jut jemachte Sendung über dtsche.
> Raketen-Spezialisten in Rußland. Eigenartigerweise wurde weder des
> Namens v. Ardenne (Steuerungen) noch des Namens Thießen (Antriebe)
> Erwähnung. Die Mitglieder dieser Gruppe waren in der DDR Personae
> gratae, was die Nachfahren einschloß, die bevorzugt zu Oberschule und
> Studium zugelassen wurden. Der Anteil an Kindern und Enkeln von
> Peenemündern in Adlershof war signifikant hoch (aber vielleicht sage
> ich Dir damit nix Nieget)- FR
Nur insofern, als Du es schon mal erwähntest. Über Detailkenntnisse,
wer seinerzeiten in Adlershof würgte, verfüge ich in der Hinsicht nicht.
Zurück vom Bier, was Du an anderer Stelle erwähntest:
> > Das bestschmeckende Berliner Spezial (1,28 Mak) kam von Bürgerbräu
> > WIMRE Weissensee.
> Nee, aus Friedrichshagen, wejen det jute Wasser, wa - FR
Noch heute ist das einzige trinkbare Berliner Bier.
> Die miesesten Biere:
> das Dresdner Hell, das kippte nach drei Tagen um & ward flockicht - FR
Zu diesem Zeug (Coschützer Hell) schrieb ich schon mal was:
Kai
> Sagt denn den schlaues Buch auch etwas über
> Bitterstoffe aus?
Nein. Das waren allen Angaben, die mögliche "Verletzungen" des sog.
Reinheitsgebots (um das es in dem Buch aber nicht geht) berühren.
Dem Hopfen ist ein eigenes Kapitel gewidmet, hier ist lediglich noch von
Hopfenextrakt gemäß TGL 5220 die Rede (aber sowas ist ja heute auch
erlaubt). Bierbrauen ist übrigens TGL 7764. Vielleicht gibt der
Originaltext mehr Aufschluss. Hat jemand Zugang zu sowas?
>Fabian Winkler schrieb:
>
>> [welche Biere es in der DDR gab?]
>
>Hallo!
>
>Mit 23 kann ich da auch keine eigenen Erfahrungen einbringen. Aber
>frei nach "...und die Kinder Bier holen schicken..." kenne ich
>Weimarer, Ehringsdorfer, Apoldaer, Gothaer.
>Ich kenne aber inzwischen auch Radeberger, Braugold, Wernesgrüner,
>Altenburger..., die es mit Sicherheit auch schon damals gab.
Altenburger - das war eine uebelste Ploerre.
guenter
Kai-Uwe Thiessenhusen schrieb:
>
> Kai Garlipp <kai.g...@gmx.net> wrote:
> > On 20.08.2003 15:00, Volker Eichmann wrote:
>
> >> Kennt jemand Dessower (klingt ja so ähnlich wie Dessauer)? Aus einem
> >> kleinen Kaff zwischen Neuruppin und Kyritz. Als wir 1990/91 unser
> >> Studienprojekt in Neuruppin hatten, haben wir das immer getrunken. Ob es
> >> das noch gibt? So schlecht war es nicht...
>
> Zu DDR-Zeiten hatte es auch einen schlechten Ruf;
> das schrieb schon jemand hier im Thread.
>
> Ich kenne nur das Nachwendezeug; das
> finde ich keineswegs schlecht.
Tja, Frage also, ob es sich 1990/91 noch um DDR-Rezeptur oder
Nachwendebier handelte... Wie gesagt, wir fanden es nicht schlecht.
> Das "Mord und Totschlag" genannte Dunkelbier hat schon eine
> gewisse regionale Beruehmtheit erlangt.
Das gabs damals noch nicht, jedenfalls kann ich mich daran nicht
erinnern.
> In Dessow selbst hat allerdings die letzte Kneipe dicht gemacht.
> Auch den Laden gibt es nicht mehr, nur eine brauereieigene
> Getraenkeverkaufsstelle.
Naja, das ist angesichts der Größe des Ortes auch kein Wunder...
> Fuer den Fussballfreund:
> der FIFA-Schiedsrichter Klaus Scheurell arbeitete in dieser
> Brauerei.
>
> Fuer den Eisenbahnfreund:
> Dessow wird zweistuendlich, mo-fr tagsueber sogar stuendlich,
> von den Triebwagen der Prignitzer Eisenbahn (derzeit alte
> West-Schienenbusse) bedient. (Strecke Neuruppin-Neustadt).
Ein besseres Angebot als es zu DDR-Zeiten jemals gab... Wobei allerdings
die früheren Reichsbahnschienenbusse keinesfalls schlechter als die
jetzt fahrenden alten Westferkeltaxen waren.
Gruß, Volker
War mir schon klar.
> > Es ging das Gerücht, daß auch Chinin drin war, aber das kann ich nicht mit
> > Bestimmtheit sagen. Wenn's drin war, dann nicht wegen Erhöhung der
> > Lagerbarkeit sondern wejen Malaria-Prophylaxe.
>
> Oder als Hopfenersatz von wegenst Bittermittel.
Glöw ick nich; Chinin ist teurer als Hopfenextrakt.
> In Tonic war/ist(?) das Zeuch ja auch drin.
Tonicwasser ist eine Erfindung brit. Kolonialoffz. und diente
eindeutig der Malaria-Prophylaxe.
> Zurück vom Bier, was Du an anderer Stelle erwähntest:
>
> > > Das bestschmeckende Berliner Spezial (1,28 Mak) kam von Bürgerbräu
> > > WIMRE Weissensee.
>
> > Nee, aus Friedrichshagen, wejen det jute Wasser, wa - FR
>
> Noch heute ist das einzige trinkbare Berliner Bier.
Würde ich gerne mal probieren. Was muß man kaufen, um
Friedrichshagener Bier zu erhalten? FR
> >>>IIRC hat sich Oettinger diese Brauerei geschnappt (neben der in
> >>>Schwerin).
Ist diese Brauerei noch im Besitze des Fürsten Oettingen-Wallerstein?
> >>Und der in Gera.
> >
> > Und Gotha.
>
> Nicht "und" sondern die in Gotha, denn die in Gera gehört Oettinger lt.
> deren Website nicht (ist aber auch bei den Waldvölkern
Mit Interesse und Belehrung vernommen, daß diese von den Saxen
Baumschläfer genannt werden.
> OT: Kürzlich erwarben sie in Mönchenglattbach die Hannen-Brauerei.
Er kam grad aus dem Tannewald,
Den ganzen Arsch voll Hannen-Alt - FR
> > > Das bestschmeckende Berliner Spezial (1,28 Mak) kam von Bürgerbräu
> > > WIMRE Weissensee.
> >
> > Nee, aus Friedrichshagen, wejen det jute Wasser, wa - FR
>
> Quark.
Mauljucken? Oder wie oder wat - FR