Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Re: "Westfernsehen" in der DDR, "Ostfernsehen" in der BRD und "Sudelelde"

96 views
Skip to first unread message
Message has been deleted

Der Rabe

unread,
Jul 12, 2008, 4:13:09 AM7/12/08
to
Frank Markopoulos schrieb:
>
> So long...
> __ | ____
> |_ | \ /
> | rank aus Leipzig | \/ <--- bitte in Rosa ausmalen!

Das Dreieck und die Signatur - haben wir ein neues Thema?
Gruß
Der Rabe

Holger Kunadt

unread,
Jul 12, 2008, 5:06:27 AM7/12/08
to
Frank Markopoulos schrieb:

> oder den "Bergatschow"
> (den Dresdner(!) OB Bergmann)
^^^^
hofer

Qno

--
»Kisuaheli wird sich bereits kurze Zeit nach Einführung der
Rechtschreibreform als deutsche Amtssprache durchsetzen.«
TERRAsse, das Alternativwelt-Magazin
http://www.urania-dresden.de/terrasse/orthogra.htm

Message has been deleted

Andre Sokolew

unread,
Jul 12, 2008, 5:51:19 PM7/12/08
to
"Frank Markopoulos" <fm...@t-online.de> schrieb:

[.. einige sinnvolle Sätze, leider aber auch viel Müll, Stichwort
"Verstärker", vor allem aber zum Stichwort "Sudelede"]

Der Begriff "Sudelede" war in der DDR nur wirklich nicht geläufig.
Was Du über Schnitzler schreibst, offenbart Dein absolutes Unverständnis
darüber, was "Der Schwarze Kanal" journalistisch leisten sollte und
geleistet hat.
.
Auch scheinst Du nicht ansatzweise zu wissen, wie "Der schwarze Kanal" in
der DDR normalerweise rezipiert wurde.

Du nimmst vielmehr Deine Scheuklappensicht und versuchst diese
Beschränktkeit auf die gesamte DDR zu projezieren.
Besonders lächerlich wirkt es, wenn Du auch noch im Namen von vergangenen
SED-Funktionären schreiben willst und diesen Personen Denkweisen
zuschreibst, obwohl Du nicht einmal die Namen dieser Personen richtig
schreiben kannst. Ach das ist nicht "besonders lächerlich", das ist einfach
peinlich.

Lass es, Sudelfrank. (Ich nenne Dich ab sofort Sudelfrank, und ich hoffe, Du
hast nichts dagegen? Danke für Dein Einverständnis.)
.
Also, Sudelfrank, Du hast entweder keine Ahnung oder Du verbreitest Texte
wider besseres Wissen.
Schade eigentlich.

Andre


Message has been deleted

André Grafe

unread,
Jul 12, 2008, 7:46:48 PM7/12/08
to
Matthias Opatz schrieb:
> Andre Sokolew schrieb:

>
>> Der Begriff "Sudelede" war in der DDR nur wirklich nicht geläufig.
>
> Allgemein nicht, in einzelnen Gruppen aber schon.
>
> Matthias
>
Hallo Matthias, Hallo Andre,
also bei uns in Dresden war der Begriff "Sudelede" sehr verbreitet,
zumindest in den späten 70er und in den 80er Jahren, in den Kreisen in
denen ich verkehrt habe. Aber Frank M. ist meiner Meinung nach zu Themen
die den Alltag der Allgemeinheit betreffen nicht so der kompetente
Ansprechpartner. Er betont ja auch immer das er einer besonderen
Bevölkerungsgruppe angehört. Als ob es jeden interessieren würde was der
für sexuelle Vorlieben hat.
MFG André

P.S.: Andre, ich hätte Dich in der Anrede beinah mit "é" geschrieben,
Macht der Gewohnheit.

--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E

Message has been deleted

Torsten Jerzembeck

unread,
Jul 13, 2008, 8:19:31 AM7/13/08
to
Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
>Zwei Faktoren, der die Reichweite des DDR-Fernsehens im Westen
>zusätzlich reduzierten:
>- Gemeinschaftsantennen hatten oftmals keine Element für die DDR-
>Programme, obwohl sie im Empfangsgebiet lagen

Andererseits wurden die DDR-Programme in die in den 1980ern errichteten
Breitbandkabelnetze der Deutschen Bundespost eingespeist, sofern sie von
den Kopfstellen in akzeptabler Qualität empfangen werden konnten. Auf
diese Art und Weise habe ich als Kind bei Verwandten in einer Stadt
westlich von Hannover das DDR-Sandmännchen kennengelernt. :-)

Grüße aus Bad Cannstatt,

=ToJe=

--
Torsten Jerzembeck * Oberschlesische Str. 61 * D-70374 Stuttgart
Exil-Westfale * PGP: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux

gunter kuehne

unread,
Jul 13, 2008, 9:19:19 AM7/13/08
to
Torsten Jerzembeck wrote:

> Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
>>Zwei Faktoren, der die Reichweite des DDR-Fernsehens im Westen
>>zusätzlich reduzierten:
>>- Gemeinschaftsantennen hatten oftmals keine Element für die DDR-
>>Programme, obwohl sie im Empfangsgebiet lagen
>
> Andererseits wurden die DDR-Programme in die in den 1980ern errichteten
> Breitbandkabelnetze der Deutschen Bundespost eingespeist, sofern sie von
> den Kopfstellen in akzeptabler Qualität empfangen werden konnten. Auf
> diese Art und Weise habe ich als Kind bei Verwandten in einer Stadt
> westlich von Hannover das DDR-Sandmännchen kennengelernt. :-)
>
> Grüße aus Bad Cannstatt,
>
> =ToJe=
>

Interresannt .
Nun Mal O.T.
Aber immerhin aus heutiger Sicht hätte man da wohl auf beiden Seiten nur mit
Anwälten zu tun.
Wenn man das Gejammer heute mit einspeisen und Internet so vergleicht.
Wer da wem alles verklagt.
Ich bin der Meinung würde es heute noch 2 Staaten geben währe das ganze
Geschrei um Tauschbörsen und Einspeisungen Kopieren von öffentlichen
Sendungen in einem völlig anderem Lichte.
Schönen Sonntag @ Alle
Gunter

--
Wichtige Mail an bastler100atarcorde

Michael Wolffert

unread,
Jul 13, 2008, 9:57:44 AM7/13/08
to

Die Einspeisung eines terrestrisch allgemein empfangbaren unverschlüsselten
Senders, wenn auch mit einer entsprechend größeren Antenne, dürfte legal
sein.

Wo Mitte der 80er Jahre bei uns in Dresden die Sat-Antennenanlagen aufkamen,
wurde u.a. der P-TV-Sender "Teleclub" mit eingespeist. Vor der Einspeisung
wurde die Verschlüsselung geknackt, und dies war offiziell nicht einmal
illegal, da der Teleclub nur die Senderechte für Österreich, Schweiz und BRD
hatte nicht aber für die DDR oder das sonstige Europa.

--
Gruß Michael

Gerald Endres

unread,
Jul 13, 2008, 2:08:17 PM7/13/08
to
Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> schrieb:

>- Gemeinschaftsantennen hatten oftmals keine Element für die DDR-
>Programme, obwohl sie im Empfangsgebiet lagen

Das vestehe ich nicht. Die beiden DDR-Programme wurden nach meiner
Erinnerung auf Frequenzen im ganz normalen Empfangsbereich
westdeutscher Antennen- und Empfangsanlagen ausgestrahlt.

PAL-Secam könnte natürlich ein Problem gewesen sein, aber auf
schwarz-weiß hatte ich da nie Schwierigeiten, aund als ich meinen
ersten Farbfernseher hatte, konnten die Geräte alle auch Secam.

Als ich in Berlin dann Kabel bekam, war "Zone" selbstverständlich
dabei, denn da musste alles eingespeist werden, was terrestrisch zu
empfangen war.

In Westdeutschland sah das anders aus. DDR2 zum Beipiel war schon im
eigenen Land häufig nur unter Schwierigkeiten zu empfangen, mit der
Reichweite ins Bundesgebiet war erst recht nicht viel los.

Aber die größte Einschränkung war nicht die technische Reichweite
sondern die Akzeptanz. Wann kuckte der gewöhnliche Wessi schon
"Zonenfunk"?

Ich musste mir in letzter Zeit ziemlich viele Konserven aus dem
DDR-Fernsehen ansehen. Anstrengen und ermüdend! - Witzig sind
nachträglich allerdings die ständigen Beteuerungen, man sei auf der
Siegerstraße der Geschichte.

Gruß
gerald


--
http://www.boen-end.de

Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

Juergen Schulz

unread,
Jul 14, 2008, 12:56:40 AM7/14/08
to
Wolfgang Schwanke schrieb:
> to...@nightingale.ms.sub.org (Torsten Jerzembeck) wrote
> in news:g5csh1$1p5$2...@finch.datentrampelpfad.de:

>
>> Andererseits wurden die DDR-Programme in die in den 1980ern errichteten
>> Breitbandkabelnetze der Deutschen Bundespost eingespeist, sofern sie von
>> den Kopfstellen in akzeptabler Qualität empfangen werden konnten.
>
> Meines Wissens hat die Post das DDR-Fernsehen nicht freiwillig
> außerhalb des "ortsüblichen" Bereichs eingespeist, selbst wenn es ohne
> Zusatzaufwand möglich gewesen wäre. In der Wendezeit gab es dann aber
> eine Kampagne, es auch in anderen Gebieten einzuspeisen.

Hier bei mir war ab 1983 (Neubau des Hauses) über Kabel DDR 1 und 2 zu
empfangen. Über Antenne ging es nicht, obwohl die Entfernung zur Grenze
mit etwa 40 km Luftlinie relativ gering war. Zu viel Rhön dazwischen.

Jürgen

Peter Veith

unread,
Jul 14, 2008, 10:46:03 AM7/14/08
to
<chorus>Alle Jahre wieder ...</chorus>
http://groups.google.at/group/de.alt.folklore.ddr/browse_thread/thread/203c339fa2fbbcbb/5c4a4d098a4dadb8?hl=de

Veith
--
Strukturen, Bilder & Geschichte(n) der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de


Christoph Maercker

unread,
Jul 14, 2008, 11:36:43 AM7/14/08
to
Wolfgang Schwanke wrote:
> Möglich, aber wie Du richtig sagst war der Prozentsatz viel kleiner als
> umgekehrt. Hauptgründ waren, dass die DDR "halbinselförmig" in die BRD
> hineinragte, und natürlich Berlin.

Ich habe mich übrigens immer über die enormen Reichweiten gewundert,
insbesondere vom Sender Torfhaus im Oberharz. Die von dort
ausgestrahlten Radioprogramme, speziell der in den 1970ern unter
Jugendlichen beliebte NDR2, konnten (können?) noch jenseits von Leipzig
empfangen werden. Nach der Faustformel für UKW-Reichweiten wäre bei der
Senderhöhe von gut 800m maximal bis in den Raum Leipzig möglich. Noch
dazu wo östlich von Torfhaus der Brocken liegt. Die dort befindlichen
DDR-Sender kamen aber m.W. auch nicht weiter.
In Torfhaus müssen demnach äußerst leistungsfähige Antennen stehen.
Extreme Richtwirkung konnten sie andererseits nicht haben, man wollte
schließlich keinen Richtfunk machen, sondern große Gebiete der DDR
erreichen.

> Zwei Faktoren, der die Reichweite des DDR-Fernsehens im Westen
> zusätzlich reduzierten:

> - Gemeinschaftsantennen hatten oftmals keine Element für die DDR-


> Programme, obwohl sie im Empfangsgebiet lagen

> - Lange Zeit nur begrenzte Verbreitung von SECAM-Emfpängern

Das traf umgekehrt für PAL-Fernseher in der DDR ebenso zu. Mit
PAL-Konvertern haben etliche Elektroniker in der DDR gutes Geld
verdient. ;-)

>> Es gab übrigens noch viele andere Gegenden (vor allem im Nordosten der
>> DDR - Stralsund, Greifswald, ...), wo es kein "Westfernsehen" gab.

Dafür polnisches und manchmal schwedische UKW-Sender. ;-)

--


CU Christoph Maercker.

Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

André Grafe

unread,
Jul 14, 2008, 1:06:55 PM7/14/08
to
Frank Markopoulos schrieb:
> mw-...@online.de (Michael Wolffert) teilte uns am 13.07.08 mit:

>
>> Wo Mitte der 80er Jahre bei uns in Dresden die Sat-Antennenanlagen
>> aufkamen, wurde u.a. der P-TV-Sender "Teleclub" mit eingespeist.
>
> Verwechselst Du das jetzt nicht mit dem Free-TV Sender _"Tele5"_?!?
>
>> Gruß Michael

>
> So long...
> __ | ____
> |_ | \ /
> | rank aus Leipzig | \/ <--- bitte in Rosa ausmalen!
Hallo Frank,
also in Dresden-Prohlis wurde definitiv Teleclub eingespeist. Tele5
auch. Teleclub war bis zur Währungsunion in der Großantennenanlage
Prohlis frei empfangbar.
MFG André

Knut Ochdorf

unread,
Jul 14, 2008, 1:45:10 PM7/14/08
to
André Grafe schrieb:

> also in Dresden-Prohlis wurde definitiv Teleclub eingespeist. Tele5
> auch. Teleclub war bis zur Währungsunion in der Großantennenanlage
> Prohlis frei empfangbar.

Das kann ich aus Dresden-Johannstadt bestätigen. Scheint wohl in alles
Dresdner Großantennenanlagen so zu sein.

Knut

gunter kuehne

unread,
Jul 14, 2008, 3:08:15 PM7/14/08
to
André Grafe wrote:

Stimmt auch auf der elsterwerdaer Str.

Guido Grohmann

unread,
Jul 14, 2008, 7:23:12 PM7/14/08
to
Frank Markopoulos schrieb:
> mw-...@online.de (Michael Wolffert) teilte uns am 13.07.08 mit:
>
>> Wo Mitte der 80er Jahre bei uns in Dresden die Sat-Antennenanlagen
>> aufkamen, wurde u.a. der P-TV-Sender "Teleclub" mit eingespeist.
>
> Verwechselst Du das jetzt nicht mit dem Free-TV Sender _"Tele5"_?!?

Das lkiegt zwar sicherlich nahe, aber in auch Mansfeld wurde tatsächlich
*Teleclub* ins Kabelnetz eingespeist.

Guido

Message has been deleted

Ronald Konschak

unread,
Jul 15, 2008, 1:47:20 AM7/15/08
to
Frank Markopoulos <fm...@t-online.de> schrieb:
> Andre...@ewt-net.de (André Grafe) teilte uns am 14.07.08 mit:

>
>> also in Dresden-Prohlis wurde definitiv Teleclub eingespeist. Tele5
>> auch.
>
> Jajaja, ich glaub's ja langsam... ;-)

>
>> Teleclub war bis zur Währungsunion in der Großantennenanlage
>> Prohlis frei empfangbar.
>
> Ich war 1986 (*das* Jahr weiß ich noch genau - war im direkten
> zeitlichen Zusammenhang mit meiner Promotion!) schon dort, wo die gerade
> *anfingen*, das aufzubauen.
>
> Und da gab's nur genausoviel "Westsender" wie ich auch in Leipzig hatte:
> zwei nämlich. :-) SAT1 und RTL.
>
> Und die kannte ich bisher noch gar nicht, habe sie also intensiv geguckt
> (so wie die "Max und Moritz"-Typen "aus Drääähsdn" in "Sonnenallee", die
> mit glasigen Augen sogar noch das Testbild der ARD anstarten... ;-). Und
> was ich sofort feststellte: Wie extrem flach die Privatsender inhaltlich
> im Vergleich zu ARD und ZDF waren...
>
> Letztlich hat genau das das "Tal der Ahnungslosen" sogar noch
> _zementiert_.
>
> Genau deshalb hat "man" das "dunnemals" ja sogar regelrecht _gefördert_.

Gigantisch! Frank hat die große Verschwörung gegen die Dresdner
aufgedeckt!!! RTL und SAT1 halfen Honeckers Stalinisten bei der
Verdummung der Bevölkerung!

Frank, gib mehr davon. Wenn jeder Tag so lustig anfängt läßt
sich das BRD-Regime vielleicht ein bischen besser ertragen.

Ronald.

Michael Wolffert

unread,
Jul 15, 2008, 4:01:56 AM7/15/08
to
Am Mon, 14 Jul 2008 18:48:00 +0200 schrieb Frank Markopoulos:

> mw-...@online.de (Michael Wolffert) teilte uns am 13.07.08 mit:
>

>> Wo Mitte der 80er Jahre bei uns in Dresden die Sat-Antennenanlagen
>> aufkamen, wurde u.a. der P-TV-Sender "Teleclub" mit eingespeist.
>

> Verwechselst Du das jetzt nicht mit dem Free-TV Sender _"Tele5"_?!?
>

>> Gruß Michael
>
> So long...
> __ | ____
> |_ | \ /
> | rank aus Leipzig | \/ <--- bitte in Rosa ausmalen!

Nein, ich meine schon den Teleclub, in Deutschland quasi der Vorgänger von
Premiere. In den Jahren den wir diesen Sender im Kabel hatten, hatte sich
vier- oder fünfmal die Kodierung geändert. Die kürzeste Spanne dauerte grade
mal anderthalb Tage, dann war die Kodierung erneut geknackt. Die längste ca.
drei Monate, da hatten wir schon Zweifel ob der Sender jemals wiederkommt.
--
Gruß Michael

Message has been deleted

Ronald Konschak

unread,
Jul 15, 2008, 5:10:11 PM7/15/08
to
Frank Markopoulos <fm...@t-online.de> schrieb:
> dl1...@darc.de (Ronald Konschak) teilte uns am 15.07.08 mit:
>
> [primitivstes, hyperseichtes BRD-TV für die politisch-ideologische
> Manipulation der _alleruntersten Plebs_, für die selbst der heutige
> Modebegriff "Prekariat" noch ein Lob ist, wird in der DDR "offiziell"
> ins Kabelnetz im Tal der Ahnungslosen und sonstwo eingespeist...]

>
>>> Letztlich hat genau das das "Tal der Ahnungslosen" sogar noch
>>> _zementiert_.
>>>
>>> Genau deshalb hat "man" das "dunnemals" ja sogar regelrecht
>>> _gefördert_.
>
>> Gigantisch! Frank hat die große Verschwörung gegen die Dresdner
>> aufgedeckt!!! RTL und SAT1 halfen Honeckers Stalinisten bei der
>> Verdummung der Bevölkerung!
>
>> Frank, gib mehr davon. Wenn jeder Tag so lustig anfängt läßt
>> sich das BRD-Regime vielleicht ein bischen besser ertragen.
>
> Ich verstehe nicht, was Dir am System "Brot und Spiele" unklar ist!?!

Das System setzt voraus, daß _beides_ von der jeweiligen Herrschaft
kontrolliert wird. SAT1 z.B. wurde damals von der Springer AG
kontrolliert, das war der Erzfeind, wie du noch wissen solltest.
Das waren die, die DDR in Gänsefüßchen schrieben.

> Nein: RTL und SAT1 waren für die HERRschenden der DDR (aus deren Warte
> gesehen) nicht nur ungefährlich, sondern sogar zur _Ruhigstellung_ einer
> schon auf "ahnungslos" vorkonditionierten Plebs _nützlich_: Ablenkung
> eben.

Ich bezweifle sehr, daß sich die Verantwortlichen über den Charakter
der Privatsender im Klaren waren, als die Genehmigung zum Bau der
Kopfstation erteilt wurde. Man könnte mit etwas Phantasie vermuten,
daß man das Westfernsehen, egal welches, in Dresden zu Verfügung
stellen wollte, um die überdurchschnittliche Ausreisequote zu senken.
Manche Leute behaupteten ja, das läge eben am fehlenden Westempfang.

>
Den Rest kommentiere ich nicht, du verlierst dich wieder in
absurden Verschwörungstheorien.

Ronald.
--
Ich wünsche mir, daß die Verbraucher endlich wieder Menschen werden.

Uwe Steimle in "Neues aus der Anstalt".

Message has been deleted

Falk Schade

unread,
Jul 16, 2008, 2:54:11 AM7/16/08
to
Frank Markopoulos schrieb:

> mw-...@online.de (Michael Wolffert) teilte uns am 13.07.08 mit:
>
>> Wo Mitte der 80er Jahre bei uns in Dresden die Sat-Antennenanlagen
>> aufkamen, wurde u.a. der P-TV-Sender "Teleclub" mit eingespeist.
>
> Verwechselst Du das jetzt nicht mit dem Free-TV Sender _"Tele5"_?!?

bei Bekannten in der Dresdener Saxoniastraße gab es auch entschlüsseltes
Pay-TV im Hauskabel

Falk

--
DVDs mit Historischen Themen, jede Menge Hörbücher
und die "Bibliothek des Modelleisenbahners" Band 1-8 NEU versteigere ich da:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=250257008139&ssPageName=STRK:MESE:IT&ih=015

Falk Schade

unread,
Jul 16, 2008, 2:55:20 AM7/16/08
to
Knut Ochdorf schrieb:

in DD-Gorbitz war es nicht so

Gerald Endres

unread,
Jul 16, 2008, 3:51:35 AM7/16/08
to
Frank Markopoulos <fm...@t-online.de> schrieb:

>Die hat man - genau DARAUF hatte ich damals in Dresden geachtet - im TV
>aber _nicht_ "mitgesprochen". Du weißt ja, wie das "sogenannt" dann in
>den News betont: "In der <Atem_holen> DDR <Atem_raus> wurde gestern..."
>;-) Nein, genauso war SAT1 damals schon _nicht_ mehr. Sieh mal an!

Das war um diese Zeit längst vorbei. Berühmt dafür war in der ersten
Hälfte der 70er der Chefprecher des RIAS, und da war das schon ein
kleiner Akt der Widersetzlichkeit gegenüber den Senderoberen. Es ging
gerade darum, dass auch im RIAS im Zuge der deutsch-deutschen
Entspannung abgerüstet wurde - bei den Öffentlich-Rechtlichen war das
schon lange vorher geschehen. Bei dieser Abrüstung wurde auch die
"sogenannt"-Nummer und drgl. abgeschafft. Heinz Petruo (eine der
prominentesten Stimmen des RIAS und übrigens auch die Synchronstimme
von Darth Vader) passte das überhaupt nicht, weshalb er dann das Wort
"DDR" demonstrativ so aussprach, dass man die Gänsefüsschen extradicke
hörte. Man duldete es zähneknirschend, so wie im RIAS meistens
überhaupt eine erstaunliche Vielfalt der Meinungen geduldet wurde.

Für die Privatsender, die Mitte der 80er aufkamen, waren solche Fragen
prähistorische Angelegenheiten und kein Thema, - wenn sie sich
überhaupt mal dazu aufrafften, ihr Publikum mit was Politischem zu
belasten. Du hast schon richtig erkannt: Die Konservativen förderten
diese Sender nicht, damit sie politisch indoktinierten, sie sollten
das Volk unterhalten und damit von der Politik abhalten, mit der sich
die Öffentlich-Rechtlichen immer wieder beschäftigten.

Gruß
Gerald

--
http://www.boen-end.de

Peter Veith

unread,
Jul 16, 2008, 5:11:38 AM7/16/08
to
"Gerald Endres" schrieb:

> Frank Markopoulos schrieb:


>>den News betont: "In der <Atem_holen> DDR <Atem_raus> wurde gestern..."
>>;-) Nein, genauso war SAT1 damals schon _nicht_ mehr. Sieh mal an!
>
> Das war um diese Zeit längst vorbei. Berühmt dafür war in der ersten

> Hälfte der 70er der Chefprecher des RIAS, ...

... und B*ld hat seine Gänsefüßchen "schon" 1989 abgeschafft. Neee, Haß und
Geifer trofft(e) ihnen aus dem Mund, wenn auch - zugegeben - nicht mehr so
offensichtlich wie vor dem Grundlagenvertrag.

Ulf Gutschmidt

unread,
Jul 16, 2008, 7:01:46 AM7/16/08
to
Andre Sokolew schrieb:
> Der Begriff "Sudelede" war in der DDR nur wirklich nicht geläufig.

Das mag daran gelegen haben, daß man sich über den Herrn Schnitzler
eigentlich gar nicht unterhalten hat. Wer nicht mußte (NVA), hat ihn
sich grundsätzlich nicht angeschaut (vom Schreiber dieser Zeilen mal
abgesehen).
Irgendwie war er in der "normalen" Bevölkerung eine Art "Unperson".
"Sudelede" hat er, wie ich einem seiner Bücher entnehme, übrigens als
Kompliment aufgefaßt, hat doch der Herr Lichtenberg seine dichterischen
Übungen in heute noch beachteten "Sudelbücher" verewigt.

UG

Antonia H.

unread,
Jul 16, 2008, 10:35:53 AM7/16/08
to
Falk Schade schrieb:

> Knut Ochdorf schrieb:
>> André Grafe schrieb:
>>
>>> also in Dresden-Prohlis wurde definitiv Teleclub eingespeist. Tele5
>>> auch. Teleclub war bis zur Währungsunion in der Großantennenanlage
>>> Prohlis frei empfangbar.
>>
>> Das kann ich aus Dresden-Johannstadt bestätigen. Scheint wohl in alles
>> Dresdner Großantennenanlagen so zu sein.
>
> in DD-Gorbitz war es nicht so
>
> Falk
>
>
In der Südvorstadt war es auch nicht so.

Antonia

Antonia H.

unread,
Jul 16, 2008, 10:43:11 AM7/16/08
to
Falk Schade schrieb:

> Knut Ochdorf schrieb:
>> André Grafe schrieb:
>>
>>> also in Dresden-Prohlis wurde definitiv Teleclub eingespeist. Tele5
>>> auch. Teleclub war bis zur Währungsunion in der Großantennenanlage
>>> Prohlis frei empfangbar.
>>
>> Das kann ich aus Dresden-Johannstadt bestätigen. Scheint wohl in alles
>> Dresdner Großantennenanlagen so zu sein.
>
> in DD-Gorbitz war es nicht so
>
> Falk
>
>
In der Südvorstadt Dresden hatten wir gleich gar keine
Großantennenanlage, bis zum Ende nur DDR-Fernsehen.

Gruß
Antonia

Gerald Endres

unread,
Jul 16, 2008, 10:51:12 AM7/16/08
to
"Peter Veith" <ve...@snafu.de> schrieb:


>... und B*ld hat seine Gänsefüßchen "schon" 1989 abgeschafft.

Schatzi, wir sprachen von Radio und Fernsehen. Und der RIAS hat
"Zone", "Phänomen", oder "sogenannte" zu dem Zeitpunkt abgeschafft,
den ich angegeben habe.
Du hast doch damals noch gar nicht unterschrieben, dass keine
Westmedien konsumierst. Hast du dennoch nix mitgekriegt, oder hast du
dir schon im zarten Schüleralter nicht von Feindsendern die Seele
vergiften lassen?
Aber du wechselst ja immer gern vom konkreten Gegenstand zu
irgendeinem anderen Bösen, das irgendeiner der DDR angetan hatte ...

>Neee, Haß und
>Geifer trofft(e) ihnen aus dem Mund, wenn auch - zugegeben - nicht mehr so
>offensichtlich wie vor dem Grundlagenvertrag.

Welch Sprachgewalt! Hast du eigentlich schon mal mitgekriegt, dass in
der BRD die Veröffentlichung _einer_ Stimme noch keine offizielle
Linie ist und dass es da auch noch viele andere geben kann?

Na gut, es troffte also. Während das arme Opfer DDR eitel Wonne, Lieb
und Versöhnung war, und ihr bei der NVA die Liebe zum Klassenfeind
noch extra im Politunterricht beigebracht bekamt.

Wilhelm Greiner

unread,
Jul 16, 2008, 11:16:51 AM7/16/08
to
Hi,
* Frank Markopoulos <fm...@t-online.de> schrieb:
> (sie nennt sogar verschiedene "Qualitätszonen" und zeigt auch korrekt,
> daß es _südlich_ von Dresden wieder ging).

Dresden selbst liegt halt im Tal, das dürfte das Hauptproblem für
die Einzel Hausantennen gewesen sein.

In der näheren Umgebung (komme von da) auf den Dörfern, hatte man in der
Tat oftmals so hohe Metall Masten aufgestellt, oben eine mini Platform und
die Antennen konnte man von da aus einstellen, und sowas baut man nicht,
wenn es nicht funktioniert ,)


Btw. habe ich mittlerweile öfter gehört, das bspw. im Raum Hannover DDR
Fernsehen ganz normal mit eingespeist wurde.

Sendungen wie Arabella (aus .cz, mit dem Rabe und dem Ring, wie hiess es
nochmal genau?) bspw. hatte durchaus auch da "Fans" :-)

Der eine oder andere Film und das Ferienprogramm waren neben dem Sandmann
durchaus auch im Westen beliebt wenn ich das recht verstanden habe.

Wilhelm

Thomas Wedekind

unread,
Jul 16, 2008, 12:36:38 PM7/16/08
to
Wilhelm Greiner schrieb:

> In der näheren Umgebung (komme von da) auf den Dörfern, hatte man in der
> Tat oftmals so hohe Metall Masten aufgestellt

z.B. gab es ein paar Leute, die über gute Beziehungen alte Masten
von Eisenbahnsignalen (Formhauptsignal, höchste Ausführung WIMRE
12 m) besorgt haben. Transport und Aufstellen dieser Teile war
nicht trivial.

> oben eine mini Platform und
> die Antennen konnte man von da aus einstellen, und sowas baut man nicht,
> wenn es nicht funktioniert ,)

Hmm, irgendwie bekannt.

--
Viele Grüße, Thomas

Frank Nitzschner

unread,
Jul 16, 2008, 2:01:10 PM7/16/08
to
Ulf Gutschmidt schrieb:

> Das mag daran gelegen haben, daß man sich über den Herrn Schnitzler
> eigentlich gar nicht unterhalten hat. Wer nicht mußte (NVA), hat ihn
> sich grundsätzlich nicht angeschaut (vom Schreiber dieser Zeilen mal
> abgesehen).

Also KEvS war eigentlich *kein* Pflichtprogramm
bei der Asche. Zumindest bei uns.

> Irgendwie war er in der "normalen" Bevölkerung eine Art "Unperson".

Er hat neben dem Schwarzen Kanal ja auch noch eine Reihe
sehr guter Fernsehreportagen gedreht..
Die waren vergleichsweise eigentlich ideologiefrei und relativ beliebt.

> "Sudelede" hat er, wie ich einem seiner Bücher entnehme, übrigens als
> Kompliment aufgefaßt, hat doch der Herr Lichtenberg seine
> dichterischen Übungen in heute noch beachteten "Sudelbücher"
> verewigt.

Zumindest konnte er weit besser Deutsch als alles was sich heute
so als Reporter unterhalb der Roger Willemsen-Linie rumtreibt.

Grüsse
Frank

Falk Schade

unread,
Jul 16, 2008, 2:25:56 PM7/16/08
to
Frank Nitzschner schrieb:

> Er hat neben dem Schwarzen Kanal ja auch noch eine Reihe
> sehr guter Fernsehreportagen gedreht..
> Die waren vergleichsweise eigentlich ideologiefrei und relativ beliebt.

was gab es den da?

> Zumindest konnte er weit besser Deutsch als alles was sich heute

also mir hat seine Art zu sprechen überhaupt nicht gefallen, aber so was
ist ja Geschmackssache

Falk

--
"Klaus Maria Brandauer liest Mozart", 365 Briefe als Hörbuch versteigere
ich da:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=250270687263&ssPageName=STRK:MESE:IT&ih=015

Antonia H.

unread,
Jul 16, 2008, 2:34:09 PM7/16/08
to
Falk Schade schrieb:

> Frank Nitzschner schrieb:
>
>> Er hat neben dem Schwarzen Kanal ja auch noch eine Reihe
>> sehr guter Fernsehreportagen gedreht..
>> Die waren vergleichsweise eigentlich ideologiefrei und relativ beliebt.
>
> was gab es den da?
>
>> Zumindest konnte er weit besser Deutsch als alles was sich heute
>
> also mir hat seine Art zu sprechen überhaupt nicht gefallen, aber so was
> ist ja Geschmackssache
>
> Falk

Die angeblich sehr guten Fernsehreportagen von Herrn Schnitz.
hätt ich aber jetzt gern mal benannt bekommen. IDEOLOGIEFREI???

Gruß
Antonia


Frank Nitzschner

unread,
Jul 16, 2008, 2:47:43 PM7/16/08
to
"Antonia H." schrieb:


> Die angeblich sehr guten Fernsehreportagen von Herrn Schnitz.
> hätt ich aber jetzt gern mal benannt bekommen. IDEOLOGIEFREI???

Einige sind u.a. hier erwähnt:
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2004-3-170
Es gab auch eine Reportage über die Bahnstrecke Bad Schandau-Sebnitz,
heute auch "Sächsische Semmeringbahn" genannt.

Grüsse
Frank

Uwe Schickedanz

unread,
Jul 16, 2008, 2:55:24 PM7/16/08
to
On 16 Jul 2008 18:47:43 GMT, "Frank Nitzschner" <nos...@nitzschner.de>
wrote:

>Es gab auch eine Reportage über die Bahnstrecke Bad Schandau-Sebnitz,
>heute auch "Sächsische Semmeringbahn" genannt.

Die sich nicht mehr so nennen darf, seit der Windbergbahnverein
dagegen geklagt hat. Denn die Windbergbahn ist die "Sächsische
Semmeringbahn", jedenfalls haddse dor Genich so genannd.
Zu OnTopic-Zeiten hat das keinen gejuckt, aber nun gehts ja um
zahlende Kundschaft...

Gruß Uwe

--
Die Sicherheiten des Westens - Gewerkschaftsfürsorge,
Flächentarif, lineare Arbeitsbiographien, Sesshaftigkeit -
sind im Osten längst der Einzelkämpfer-Anthropologie gewichen.
Christoph Dieckmann === http://www.sicherheitslampe.de ===

Frank Nitzschner

unread,
Jul 16, 2008, 3:07:17 PM7/16/08
to
Uwe Schickedanz schrieb:

> Die sich nicht mehr so nennen darf, seit der Windbergbahnverein
> dagegen geklagt hat.

Die Hinweisschilder vorm Bf Bad Schandau stehen noch mit dem Text..

> Denn die Windbergbahn ist die "Sächsische
> Semmeringbahn", jedenfalls haddse dor Genich so genannd.

Die Sebnitztalbahn wurde erst nach der Wende so genannt.
Irgendwo aus der Ecke, welche auch Gipfelkreuze in der
Sächsischen Schweiz oder Kohl-Sandsteinmonumente vorschlug;-)

> Zu OnTopic-Zeiten hat das keinen gejuckt, aber nun gehts ja um
> zahlende Kundschaft...

Die hat die Windbergbahn leider nicht. Aber immerhin gibt es in deren
Nähe eine Semmeringbahnstraße.

Grüsse
Frank

Gerald Endres

unread,
Jul 16, 2008, 4:23:39 PM7/16/08
to
"Frank Nitzschner" <nos...@nitzschner.de> schrieb:

>Er hat neben dem Schwarzen Kanal ja auch noch eine Reihe
>sehr guter Fernsehreportagen gedreht..
>Die waren vergleichsweise eigentlich ideologiefrei und relativ beliebt.

Tu ihm das nicht an. Er kann sich nicht mehr wehren.
Das mit dem "ideologiefrei" hätte er gar nicht gern gehört und
energisch dagegen protestiert. - Gut, er hätte seine Filme nicht so
sehr "ideologisch" genannt, sondern eher "parteilich". (Jetzt bin ich
gerade unsicher: Oder war der korrekte Terminus "parteiisch"?)

Message has been deleted

Frank Nitzschner

unread,
Jul 17, 2008, 12:48:27 AM7/17/08
to
Gerald Endres schrieb:

>
> Tu ihm das nicht an. Er kann sich nicht mehr wehren.
> Das mit dem "ideologiefrei" hätte er gar nicht gern gehört und
> energisch dagegen protestiert.

Erstens schrieb ich "verhältnismäßig ideologiefrei" und
zweitens mußte er sich in der schon erwähnten Rezension
der HU-Berlin als "Heimatfilmer" verspotten lassen;-)
Parteilichkeit erwarte ich eigentlich von einen Filmemacher;
zumindest dann, wenn über konkrete Ereignisse berichtet wird.

Grüsse
Frank

Peter Veith

unread,
Jul 17, 2008, 1:31:06 AM7/17/08
to
Matthias Opatz schrieb:

> Frank Nitzschner schrieb:


>> Er hat neben dem Schwarzen Kanal ja auch noch eine Reihe
>> sehr guter Fernsehreportagen gedreht..
>> Die waren vergleichsweise eigentlich ideologiefrei und relativ beliebt.
>

> Ideologiefrei bestimmt nicht. Auch nicht "eigentlich".

"Parteilich" wurde schon herausgearbeitet. Allerdings wurde nicht auf den
Klassenfeind einmgehauen, sondern durchaus Landschaft und veränderungen(!)
dokumentiert. Das war sicherlich gemeint.

> Mat"Zwischen Elend und Sorge"thias

Ebenfalls mit mein Lieblingsfilm. ebenso "Auf der Reichsstraße Nr. 1" ....
komischerweise scheinen diese Verschollen zu sein. Das DRA kennt sie auch
auf _Nachfrage_ nicht, s.a.: http://dra.orb.de/grape/seite70.htm

Message has been deleted
Message has been deleted

Torsten Jerzembeck

unread,
Jul 17, 2008, 2:44:06 AM7/17/08
to
Wilhelm Greiner <wilhelm...@web.de> wrote:
>Sendungen wie Arabella (aus .cz, mit dem Rabe und dem Ring, wie hiess es
>nochmal genau?) bspw. hatte durchaus auch da "Fans" :-)

Ich kenne das als "Die Märchenbraut", allerdings aus der ARD. War das
nicht (wie diverse andere Sachen auch) eine Koproduktion zwischen WDR
und Barrandov-Studios?

Grüße aus dem Pfinztal,

=ToJe=

--
Torsten Jerzembeck * Oberschlesische Str. 61 * D-70374 Stuttgart
Exil-Westfale * PGP: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux

Gerald Endres

unread,
Jul 17, 2008, 3:17:03 AM7/17/08
to
"Peter Veith" <ve...@snafu.de> schrieb:

>Ebenfalls mit mein Lieblingsfilm. ebenso "Auf der Reichsstraße Nr. 1" ....
>komischerweise scheinen diese Verschollen zu sein. Das DRA kennt sie auch
>auf _Nachfrage_ nicht, s.a.: http://dra.orb.de/grape/seite70.htm

Das dra archiviert die Produktionen des DDR-Fernsehens, aber nicht die
DEFA-Produktionen.
Wenn der gesuchte Film von der DEFA produziert wurde, könntest du bei
progress nachfragen. Bei passender Gelegenheit - kommt demnächst -
kann ich das auch tun.

Andere Möglichkeit: Schnitzler hat ja oft nur die Drehbücher
geschrieben. Vielleicht ist der gesuchte Film ja unter ganz anderem
Namen archiviert. Zum Beispiel wird "Schaut auf diese Stadt" häufig
nur unter dem Namen von Karl Gass geführt.

Gert Schulze

unread,
Jul 17, 2008, 3:43:27 AM7/17/08
to
Am Wed, 16 Jul 2008 20:55:24 +0200 schrieb Uwe Schickedanz:

> On 16 Jul 2008 18:47:43 GMT, "Frank Nitzschner" <nos...@nitzschner.de>
> wrote:
>
>>Es gab auch eine Reportage über die Bahnstrecke Bad Schandau-Sebnitz,
>>heute auch "Sächsische Semmeringbahn" genannt.
>
> Die sich nicht mehr so nennen darf, seit der Windbergbahnverein
> dagegen geklagt hat. Denn die Windbergbahn ist die "Sächsische
> Semmeringbahn", jedenfalls haddse dor Genich so genannd.
> Zu OnTopic-Zeiten hat das keinen gejuckt, aber nun gehts ja um
> zahlende Kundschaft...

Die sollen sich verglichen haben. Muß ich mal gucken bzw. die Kollegen in
Freital fragen.

--
Grüße
Gert

Gert Schulze

unread,
Jul 17, 2008, 3:47:50 AM7/17/08
to
Am 16 Jul 2008 19:07:17 GMT schrieb Frank Nitzschner:

> Uwe Schickedanz schrieb:
>
>> Die sich nicht mehr so nennen darf, seit der Windbergbahnverein
>> dagegen geklagt hat.
>
> Die Hinweisschilder vorm Bf Bad Schandau stehen noch mit dem Text..
>
>> Denn die Windbergbahn ist die "Sächsische
>> Semmeringbahn", jedenfalls haddse dor Genich so genannd.
>
> Die Sebnitztalbahn wurde erst nach der Wende so genannt.
> Irgendwo aus der Ecke, welche auch Gipfelkreuze in der
> Sächsischen Schweiz oder Kohl-Sandsteinmonumente vorschlug;-)

Also dem Bundesklaus* kannste manches vorwerfen, sicher die Gipfelkreuze
auch, aber der Mount Rushmore bei Reinhardtsdorf, das war ein Wessi namens
Schneider.

*) Es ist schon fast so wie in der DDR, wo man wußte, wer zur nächsten Wahl
auf dem Zettel steht. Unsere führende Partei hat's tatsächlich drauf, ihren
Kandidaten für die Wahl in 15 Monaten festzumachen.

--
Grüße
Gert

Ulf Gutschmidt

unread,
Jul 16, 2008, 6:18:08 PM7/16/08
to
Matthias Opatz schrieb:
> Frank Nitzschner schrieb:
>
>> Er hat neben dem Schwarzen Kanal ja auch noch eine Reihe
>> sehr guter Fernsehreportagen gedreht..
>> Die waren vergleichsweise eigentlich ideologiefrei und relativ beliebt.
>
> Ideologiefrei bestimmt nicht. Auch nicht "eigentlich".
>
> Mat"Zwischen Elend und Sorge"thias

Genau die Reportage liegt mir "schwer im Magen". Die war so
ideologielastig, daß es selbst mir zuviel war.

UG

Frank Hucklenbroich

unread,
Jul 17, 2008, 7:59:29 AM7/17/08
to
Am Tue, 15 Jul 2008 07:28:00 +0200 schrieb Frank Markopoulos:

> Ich war 1986 (*das* Jahr weiß ich noch genau - war im direkten
> zeitlichen Zusammenhang mit meiner Promotion!) schon dort, wo die gerade
> *anfingen*, das aufzubauen.

> Und
> was ich sofort feststellte: Wie extrem flach die Privatsender inhaltlich
> im Vergleich zu ARD und ZDF waren...

Anfang/Mitte der 80er Jahre haben sich vor allem RTL (und in etwas
geringerem Maße auch Sat-1) doch vor allem als Schmuddelsender profiliert.
Da liefen dann Sexfilmchen aus den 70ern und alberne Shows wie Tutti
Frutti. Denn für ein halbwegs anspruchsvolles Programm oder gar
journalistische Inhalte hatte man damals überhaupt kein Geld.

Das waren dann auch mehr so Sender die man (im Westen) ja eigentlich nur
verschämt anschaute (ähnlich wie ja auch niemand zugibt die Bild zu lesen
oder bei McDonalds zu essen).

Im Gegensatz dazu waren die ÖR zu dieser Zeit noch hochseriöses (aber eben
auch altbackenes und teilweise langweiliges) Staatsfernsehen. Das hat sich
erst sehr viel später so langsam angenähert.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Jul 17, 2008, 8:02:19 AM7/17/08
to
Am Mon, 14 Jul 2008 18:48:00 +0200 schrieb Frank Markopoulos:

> mw-...@online.de (Michael Wolffert) teilte uns am 13.07.08 mit:
>
>> Wo Mitte der 80er Jahre bei uns in Dresden die Sat-Antennenanlagen
>> aufkamen, wurde u.a. der P-TV-Sender "Teleclub" mit eingespeist.
>
> Verwechselst Du das jetzt nicht mit dem Free-TV Sender _"Tele5"_?!?

Tele5 gibt es erst seit 1988, das waren die Nachfolger der deutschen
"Musicbox" aus München. Letztere bot in den Kabelnetzen ein recht
anspruchsvolles Musik-Clip-Programm mit genretypischen Sendungen (Metal,
Reggae u.s.w.). Im Prinzip war das der Vorläufer von VIVA (bevor die zum
Klingeltonsender verkamen).

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Jul 17, 2008, 8:04:07 AM7/17/08
to
Am Sun, 13 Jul 2008 14:19:31 +0200 schrieb Torsten Jerzembeck:

> Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> wrote:
>>Zwei Faktoren, der die Reichweite des DDR-Fernsehens im Westen
>>zusätzlich reduzierten:
>>- Gemeinschaftsantennen hatten oftmals keine Element für die DDR-
>>Programme, obwohl sie im Empfangsgebiet lagen
>
> Andererseits wurden die DDR-Programme in die in den 1980ern errichteten
> Breitbandkabelnetze der Deutschen Bundespost eingespeist, sofern sie von
> den Kopfstellen in akzeptabler Qualität empfangen werden konnten.

Das ist ja spannend - wir haben IIRC 1984(?) in Köln Kabel bekommen, aber
DDR-Fernsehen gab es da definitiv nicht. Da gab es nur westdeutsche Sender
und einige wenige Briten (IIRC "Sky" und die englische "Musicbox").

Grüße,

Frank

Bernd Ullrich

unread,
Jul 17, 2008, 12:37:04 PM7/17/08
to

"Peter Veith"
[...]

> Ebenfalls mit mein Lieblingsfilm. ebenso "Auf der Reichsstraße Nr.
> 1" .... komischerweise scheinen diese Verschollen zu sein. Das DRA
> kennt sie auch auf _Nachfrage_ nicht, s.a.:
> http://dra.orb.de/grape/seite70.htm

http://dra.orb.de/grape/seite70.htm

Dort stehtu.a.

"Ins richtige Bild gesetzt: Die Grundprinzipien, in: Neue Bild
Zeitung, 6/1972"

WaszumTeifiistdie "Neue Bild Zeitung"?
Hast du Rat?

BU

Bernd Ullrich

unread,
Jul 17, 2008, 1:41:30 PM7/17/08
to

"Thomas Wedekind"
> Wilhelm Greiner schrieb:

>> In der näheren Umgebung (komme von da) auf den Dörfern, hatte man
>> in der
>> Tat oftmals so hohe Metall Masten aufgestellt

> z.B. gab es ein paar Leute, die über gute Beziehungen alte Masten
> von Eisenbahnsignalen (Formhauptsignal, höchste Ausführung WIMRE 12
> m) besorgt haben. Transport und Aufstellen dieser Teile war nicht
> trivial.

War das sowas?
http://www.bilder-hochladen.net/files/61na-6-jpg.html

BU

Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

Frank Nitzschner

unread,
Jul 17, 2008, 3:34:28 PM7/17/08
to
"Bernd Ullrich" schrieb:

>
> "Thomas Wedekind"


> > z.B. gab es ein paar Leute, die über gute Beziehungen alte Masten
> > von Eisenbahnsignalen (Formhauptsignal, höchste Ausführung WIMRE 12
> > m) besorgt haben. Transport und Aufstellen dieser Teile war nicht
> > trivial.
>
> War das sowas?
> http://www.bilder-hochladen.net/files/61na-6-jpg.html
>

Nein, Signalmaste waren ab den 70ern meist Schmalmaste.
Alte Gittermaste gab es auch, aber die waren so ca. 40x40cm.

Grüsse
Frank

Bernd Ullrich

unread,
Jul 17, 2008, 4:46:34 PM7/17/08
to

"Frank Nitzschner" >
[...]

> Nein, Signalmaste waren ab den 70ern meist Schmalmaste.
> Alte Gittermaste gab es auch, aber die waren so ca. 40x40cm.

Am Wochenende fahr ich noch mal dahin, wo muss ich das messen?

BU

Martin Ebert

unread,
Jul 17, 2008, 8:15:15 PM7/17/08
to
Antonia H. schrieb:
> Falk Schade schrieb:

>>> Er hat neben dem Schwarzen Kanal ja auch noch eine Reihe
>>> sehr guter Fernsehreportagen gedreht..
>>> Die waren vergleichsweise eigentlich ideologiefrei und relativ beliebt.

> Die angeblich sehr guten Fernsehreportagen von Herrn Schnitz.


> hätt ich aber jetzt gern mal benannt bekommen. IDEOLOGIEFREI???

Anton,
verstehendes lesen: Was sagt Dir die Vokabel "vergleichsweise"?

Mt

Martin Ebert

unread,
Jul 17, 2008, 8:19:04 PM7/17/08
to
Gerald Endres schrieb:
> "Frank Nitzschner" <nos...@nitzschner.de> schrieb:

>> Er hat neben dem Schwarzen Kanal ja auch noch eine Reihe
>> sehr guter Fernsehreportagen gedreht..
>> Die waren vergleichsweise eigentlich ideologiefrei und relativ beliebt.

> Tu ihm das nicht an. Er kann sich nicht mehr wehren.
> Das mit dem "ideologiefrei" hätte er gar nicht gern gehört und
> energisch dagegen protestiert. -

Eher nicht.
Auf seine Landesreportagen war er stolz. Das ganze ist übrigens eine
Zeitschleife - wir hatten das schon mal.

Erinnerlich ist mir die Harzreise. (Die und die Rügen-Doku ist zu seinem
Tod imho nochmals gesendet worden.) Da ging es wirklich vergleichsweise
ideologiefrei zu.
Wie ich wohl schon vor Jahren ausführte, war der Dreh wohl so eine Art
staatlich finanzierter Urlaub für des Drehteam. Und ganz Wernigerode war
voller Gerüchte, wie viele Damen er da wohl gepoppt hätte.

Mt

Martin Ebert

unread,
Jul 17, 2008, 8:20:38 PM7/17/08
to
Matthias Opatz schrieb:
> Frank Nitzschner schrieb:

>> Er hat neben dem Schwarzen Kanal ja auch noch eine Reihe
>> sehr guter Fernsehreportagen gedreht..
>> Die waren vergleichsweise eigentlich ideologiefrei und relativ beliebt.

> Ideologiefrei bestimmt nicht. Auch nicht "eigentlich".

Es kommt immer auf die Vergleichsbasis an. Wenn man den Schwarzen Kanal
als Vergleich nimmt, dann waren die Landschaftsbilder vergleichsweise
ideologiefrei.

> Mat"Zwischen Elend und Sorge"thias

Jetzt, wo Du's sagst.

Mt

René

unread,
Jul 17, 2008, 8:22:22 PM7/17/08
to
On 2008-07-17 19:19:04 -0500, Martin Ebert <mx...@gmx.net> said:

> Das ganze ist übrigens eine
> Zeitschleife - wir hatten das schon mal.

Die Zone ist fast 20 Jahre her. Abgeschlossenes Sammelgebiet! Hier
hatten wir ALLES schon mal.

--
Wikipedia is a huge silo of pop trivia, and perhaps the world's
largest, most distributed bureaucracy - mostly manned by a casual staff
of teenagers and the unemployed.

Frank Nitzschner

unread,
Jul 18, 2008, 1:19:07 AM7/18/08
to
"Bernd Ullrich" schrieb:

>
> Am Wochenende fahr ich noch mal dahin, wo muss ich das messen?
>

Da brauchst du nichts messen, das ist definitiv kein
Signalgittermast. Ein Beispiel für einen solchen Mast:
http://www.eisenbahn-signale.de/Fotos/fs_f4.jpg

Grüsse
Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Jul 18, 2008, 5:01:19 AM7/18/08
to
Am 17 Jul 2008 18:34:49 GMT schrieb Wolfgang Schwanke:

> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote in
> news:1c96o4qs5b655.1hbtf5vniodn3$.d...@40tude.net:


>
>> Tele5 gibt es erst seit 1988, das waren die Nachfolger der deutschen
>> "Musicbox" aus München. Letztere bot in den Kabelnetzen ein recht
>> anspruchsvolles Musik-Clip-Programm
>

> Unter anspruchsvoll versteh ich was anderes.

Okay, im Vergleich zu dem was später so auf Viva oder MTV gedudelt wurde
fand ich es recht gut, eben weil es schon sowas wie Themenschwerpunkte gab
(es lief halt eine Stunde Metal oder eine Stunde Reggae oder sowas).

> Die Clipauswahl war sehr
> beliebig und die VJs hatten musikalisch nicht so die Ahnung.

Soo viele Clips zur Auswahl gab es in der Zeit wohl auch noch nicht.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Jul 18, 2008, 5:11:32 AM7/18/08
to
Am 17 Jul 2008 18:33:33 GMT schrieb Wolfgang Schwanke:

> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote in

> news:7ujymu8fzhgt.q...@40tude.net:

>
>> Anfang/Mitte der 80er Jahre haben sich vor allem RTL (und in etwas
>> geringerem Maße auch Sat-1) doch vor allem als Schmuddelsender
>> profiliert. Da liefen dann Sexfilmchen aus den 70ern und alberne Shows
>> wie Tutti Frutti. Denn für ein halbwegs anspruchsvolles Programm oder
>> gar journalistische Inhalte hatte man damals überhaupt kein Geld.
>

> Du willst hoffentlich ncht andeuten, das hätte sich geändert?

Es ist sicher nicht mehr so extrem wie Anfang der 80er. Die wirklich
richtig schlechten Sachen werden jetzt auf andere Privatsender ausgelagert,
meinetwegen RTL2 oder SuperRTL. Auf dem Hauptprogramm von RTL oder Sat-1
findet man jedenfalls keine 70er Jahre Sexfilmchen mit Karl Dall mehr und
auch keine billigst produzierten Soft-Pornos (jedenfalls nicht zu halbwegs
normalen Sendezeiten, was da nachts um 3 läuft weiß ich nicht).

Daß gesamte Programm ist imho schon etwas professioneller geworden - wobei
die Inhalte natürlich nach wie vor eher seicht sind. Aber die Verpackung
ist doch etwas besser geworden, es sieht nicht mehr ganz so nach
"Schülerprogramm" aus wie in den Anfangstagen, als das Ganze auch vom
handwerklichen her noch arg unprofessionell wirkte.

>> Im Gegensatz dazu waren die ÖR zu dieser Zeit noch hochseriöses (aber
>> eben auch altbackenes und teilweise langweiliges) Staatsfernsehen. Das
>> hat sich erst sehr viel später so langsam angenähert.
>

> Die ÖR haben ihr Niveau z.T. gesenkt

ACK.

> (aber dankenswerterweise nur
> z.T.), aber dass die Kommerziellen ihrs erhöht hätten halte ich für ein
> Gerücht.

Da kann man sicher drüber streiten, was den Großteil der Programme angeht
gebe ich Dir aber vollkommen recht.

Grüße,

Frank

Frank Hucklenbroich

unread,
Jul 18, 2008, 5:13:43 AM7/18/08
to
Am 17 Jul 2008 18:37:49 GMT schrieb Wolfgang Schwanke:

> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com> wrote in

> news:pgdsqrfska3m.9tc8zgggvgrs$.d...@40tude.net:

>> Da gab es nur
>> westdeutsche Sender und einige wenige Briten (IIRC "Sky" und die
>> englische "Musicbox").
>

> Und das war im Gegensatz zur deutschen _gutes_ Musikfernsehen.

Zumindest von Sky habe ich nur noch in erinnerung, daß da nach und nach die
Clips durch immer mehr (imho) dämliche Shows ersetzt wurden. Eine habe ich
da noch im Hinterkopf, die hieß "Dead or Canadian" und die Kandidaten
mußten raten ob ein Popstar schon tot war oder aus Kanada kam. Sehr schräg
:-)

Grüße,

Frank

Falk Schade

unread,
Jul 18, 2008, 6:31:56 AM7/18/08
to
Wolfgang Schwanke schrieb:
> Frank Hucklenbroich <Hucklen...@aol.com>

>
>> Im Gegensatz dazu waren die ÖR zu dieser Zeit noch hochseriöses (aber
>> eben auch altbackenes und teilweise langweiliges) Staatsfernsehen. Das
>> hat sich erst sehr viel später so langsam angenähert.
>
> Die ÖR haben ihr Niveau z.T. gesenkt (aber dankenswerterweise nur
> z.T.), aber dass die Kommerziellen ihrs erhöht hätten halte ich für ein
> Gerücht.

in Journalistischer Hinsicht sicher nicht, aber bei den
Eigenproduktionen der Privaten sind einige Perlen dabei. (Der Bulle von
Tölz, Dr. Psycho und einige andere). Auch das kritisierte
Tittenfernsehen ist größtenteils verschwunden. Es wurde zwar z.T durch
noch niveauloseres Call In TV ersetzt aber auch nicht bei allen.
Pauschal kann man jedenfalls nicht sagen das das Private sich nicht zum
besseren entwickelt hat.

Falk


--
DVDs mit Historischen Themen, jede Menge Hörbücher
und die "Bibliothek des Modelleisenbahners" Band 1-8 NEU versteigere ich da:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=250257008139&ssPageName=STRK:MESE:IT&ih=015

Thomas Preißler

unread,
Jul 18, 2008, 5:50:39 PM7/18/08
to

"Antonia H." <Anto...@freenet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:487e0901$0$12948$9b62...@news.freenet.de...
> In der Südvorstadt Dresden hatten wir gleich gar keine Großantennenanlage,
> bis zum Ende nur DDR-Fernsehen.
>
> Gruß
> Antonia

Das kann ich so nicht bestätigen, ein Kollege von mir wohnte an der
Kohlenstraße und hatte Sat-TV noch vor Prohlis etc.

Thomas


Ronald Konschak

unread,
Jul 19, 2008, 2:13:54 AM7/19/08
to
"Thomas Preißler" <thomas.p...@nexgo.de> schrieb:

Ja, und eine prima Antennenanlage in Richtung Berlin. Der damals
zuständige Techniker ist Funkamateur - welche Überraschung. :-)
Diese Gemeinschaftsanlage versorgte nur das Neubaugebiet
Kohlenstraße. Die restliche Südvorstadt mußte sich selber versorgen.
Die letzte Antennenanlage an der Nürnberger Straße ist vor garnicht
allzu langer Zeit gefallen. Überhaupt werden die Spuren der
Dresdner Antennenbaukunst immer schwächer, das fiel mir nach der
Sanierung einiger Häuser in meiner Wohngegend in den letzten drei
Jahren auf.

Ronald.
--
Ich wünsche mir, daß die Verbraucher endlich wieder Menschen werden.

Uwe Steimle in "Neues aus der Anstalt".

Antonia H.

unread,
Jul 19, 2008, 5:23:31 AM7/19/08
to
Thomas Preißler schrieb:
Ja, die größeren Wohnblocks hatten eine.

Antonia

Antonia H.

unread,
Jul 21, 2008, 2:16:19 PM7/21/08
to
Martin Ebert schrieb:

Lieber Martin,
ich bin nicht der Anton - sondern die Antonia, sowie Du
nicht *Martini trocken* bist - sondern der Martin.

Gruß Antonia

Andre Sokolew

unread,
Jul 22, 2008, 5:32:28 PM7/22/08
to
"Frank Markopoulos" <fm...@t-online.de> schrieb:

> Aber ein Student hatte ja Zeit und konnte damit billiger/besser sein als
> "offizielle" Fachwerkstätten (die's auch gab).

Aha.
Du warst also Schwarzarbeiter.
Willkommen im Club. Und dann auch noch im selben, kaum zu fassen.

> Zeitweise konnte ich mich vor Nachfrage kaum noch retten.

Man konnte ablehnen.

> Insbesondere waren die _wirklich_ rauschfreien UHF-Transistoren AF239
> (AFAIRC ... laaaaang ist's her!!), also die "Westimporte" (via Ungarn)
> schwer zu "ergattern". Der DDR-"Nachbau" GF239 war nicht annähernd
> so gut.

Natürlich nicht.

> Im übrigen ist Dein Nichtwissen bzgl. Antennenverstärker
> ganz besonders peinlich.

Ganz besonders peinlich ist Deine Anmache. Ich brauche mir nun wirklich von
niemandem erklären zu lassen, was ein Antennenverstärker ist. Vor allem
nicht von Leuten, die so tun, als hätte man einen selektiven Verstärker für
Kanal 22 in Leipzig nicht ganz normal im Laden kaufen können. Dass DEine
selbstgebauten Verstärker besser waren, muss ich nicht glauben, will es aber
such nicht bestreiten.

> Lies Dich mal ein.

Unsinn.

Aber da wir beide dieselbe Baustelle beackert haben, weißt Du ja auch, dass
es in Leipzig gar nicht sooo sehr auf das Restrauschen der Transistoren
ankam (das bei den Industrieprodukten recht niedrig war, jedenfalls habe ich
das nie als das entscheidende Problem empfunden. Vielleicht wurden da
ausgesuchte Transistoren benutzt oder gar Importe), sondern die
Antennenanlage musste so aufgebaut und komplett geschirmt sein, dass der
Kanal 23 weggefiltert werden konnte. Du beschreibst das Problem ja selbst.
Und das war wirklich das Problem, nicht der Verstärker.

Während ich den bösen Kanal 9 mit einem hochselektiven Topfkreisfilter ganz
gut wegbekam (um ihn dann nach Verstärkung des Kanals 10 mit angepasstem
Pegel wieder hinzuzumischen), ist eine so klare Filterung im UHF-Bereich
natürlich nicht möglich.

ZDF wäre von der Entfernung her in vielen Stadtgebieten Leipzigs auch über
Kanal 33 (Berlin) zu empfangen gewesen, deshalb gab es in den
Leipziger.Elektronikläden auch selektive Antennenverstärker nur für die
Kanäle 22 und 33. Tatsächlich klappte der Empfang des ZDF über Kanal 33 aber
nur selten, weil auf Kanal 33 auch DDR2 sendete, von Sonneberg aus. Ein
Blick auf die Landkarte verrät, dass Berlin - Leipzig - Sonneberg quasi auf
einer Linie liegen, annähernd gleicher Abstand kommt hinzu, so dass
Sonneberg voll mit der 180-Grad-Keule hereinkommen konnte. Wenn kein
natürliches Hindernis im Weg stand, ging das nicht. Ich hatte - mehr zum
Test - auch eine Antenne für das ZDF Berlin (Kanal 33), wobei ich dann
feststellen musste, dass der Empfang stark wetterabhängig war. Da half kein
Filter und auch kein rauscharmer Verstärker, sondern nur ein
Stahlbeton-Hindernis.

Ich nehme Dir Deine arrogante Art schon ein wenig übel, muss ich ganz
ehrlich sagen.

Andre


Message has been deleted

Holger Kunadt

unread,
Jul 24, 2008, 6:00:04 AM7/24/08
to
Martin Ebert schrieb:

> >>> Die waren vergleichsweise eigentlich ideologiefrei und relativ beliebt.
> > Die angeblich sehr guten Fernsehreportagen von Herrn Schnitz.
> > hätt ich aber jetzt gern mal benannt bekommen. IDEOLOGIEFREI???

> verstehendes lesen: Was sagt Dir die Vokabel "vergleichsweise"?

"Ideologiefrei" bedeutet aber nun mal ideologiefrei, da gibt es kein
mehr oder weniger.

Qno

--
»Zeitreisen sind kein physikalisches,
sondern ein juristisches Problem.«
Aus dem Kommentar zum »Gesetz über die Zeitschleifen (ZeSchG)«
http://www.urania-dresden.de/terrasse/zeschg.htm

Message has been deleted

Henning Tikwe

unread,
Jul 26, 2008, 4:41:52 AM7/26/08
to
Gerald Endres schrieb:

> Wolfgang Schwanke <s...@sig.nature> schrieb:
>
> >- Gemeinschaftsantennen hatten oftmals keine Element für die DDR-
> >Programme, obwohl sie im Empfangsgebiet lagen
>
> Das vestehe ich nicht. Die beiden DDR-Programme wurden nach meiner
> Erinnerung auf Frequenzen im ganz normalen Empfangsbereich
> westdeutscher Antennen- und Empfangsanlagen ausgestrahlt.
>
> PAL-Secam könnte natürlich ein Problem gewesen sein, aber auf
> schwarz-weiß hatte ich da nie Schwierigeiten, aund als ich meinen
> ersten Farbfernseher hatte, konnten die Geräte alle auch Secam.
>
> Als ich in Berlin dann Kabel bekam, war "Zone" selbstverständlich
> dabei, denn da musste alles eingespeist werden, was terrestrisch zu
> empfangen war.
>
> In Westdeutschland sah das anders aus. DDR2 zum Beipiel war schon im
> eigenen Land häufig nur unter Schwierigkeiten zu empfangen, mit der
> Reichweite ins Bundesgebiet war erst recht nicht viel los.
>
> Aber die größte Einschränkung war nicht die technische Reichweite
> sondern die Akzeptanz. Wann kuckte der gewöhnliche Wessi schon
> "Zonenfunk"?
>
> Ich musste mir in letzter Zeit ziemlich viele Konserven aus dem
> DDR-Fernsehen ansehen. Anstrengen und ermüdend! - Witzig sind
> nachträglich allerdings die ständigen Beteuerungen, man sei auf der
> Siegerstraße der Geschichte.
>
> Gruß
> gerald
>
>
Also ich kann mich an "Quelle" und "Grundig" Kataloge erinnern, wo der
SECAM-Empfang als Extraausrüstung angepriesen wurde. Auch Nachtrüstsätze
gab es. Oder Das Angebot unterschied im Preis nach nur PAL-Ausrüstung
und PAL/SECAM-Ausrüstung.
--
----------------------
Henning Tikwe
www.luftfahrt-eisenach.de
www.ddr-interflug.de
Skype: edgehenning

Armin Wacker

unread,
Jul 26, 2008, 5:23:20 AM7/26/08
to
Henning Tikwe schrieb:

>> Aber die größte Einschränkung war nicht die technische Reichweite
>> sondern die Akzeptanz. Wann kuckte der gewöhnliche Wessi schon
>> "Zonenfunk"?

Bei Sportuebertragungen ?

Henning Tikwe

unread,
Jul 27, 2008, 4:57:40 AM7/27/08
to
Armin Wacker schrieb:

Schrieb ich doch gar nicht?

Wolfgang Ewert

unread,
Aug 16, 2008, 4:20:20 PM8/16/08
to
Hallo Christoph Maercker, Du teiltest am 14 Jul mit:

> Ich habe mich übrigens immer über die enormen Reichweiten gewundert,
> insbesondere vom Sender Torfhaus im Oberharz. Die von dort
> ausgestrahlten Radioprogramme, speziell der in den 1970ern unter
> Jugendlichen beliebte NDR2, konnten (können?) noch jenseits von Leipzig
> empfangen werden.

ARD-Fernsehen in Klaffenbach bei Chemnitz auf Kanal 10 (ja, das war
Torhaus/Harz).

Auf der anderen Seite des Huckels war Ochsenkopf gut da, aber NDR2 war
auch noch gut zu empfangen.

Wolfgang

Message has been deleted
0 new messages