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BASA-Netz der Deutschen Reichsbahn

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Bishi

unread,
Dec 28, 2009, 4:59:03 PM12/28/09
to
Hallo...

hoffe das alle die Festtage gut ᅵberstanden haben :-)

Ich habe mal einige Frage zum internen BASA-Netz der Deutschen Reichsbahn.

Angeblich, so meinte ein Bekannter es ganz sicher zu wissen, wurde das
Netz nach der Wende an das ᅵffentliche Postnetz angeschlossen und dazu
genutzt Schnellstmᅵglich viele Neuanschlᅵsse an den Mann zu bringen.

Ist da was dran oder wurde das BASA-Netz erst in den Neunzigern, so wie
das der Bundesbahn, welches (lt. Wikipedia) teilweise zum Tel.-Anbieter
Arcor wurde.

MfG
Bishi

Knut Ochdorf

unread,
Dec 28, 2009, 5:26:32 PM12/28/09
to
Bishi schrieb:

> Angeblich, so meinte ein Bekannter es ganz sicher zu wissen, wurde das
> Netz nach der Wende an das ᅵffentliche Postnetz angeschlossen und dazu
> genutzt Schnellstmᅵglich viele Neuanschlᅵsse an den Mann zu bringen.

Das ist eine UL. Das ging aus verschiedenen Grᅵnden nicht: Einerseits
hatte die Basa andere Vorwahlnummern als die Post. Dann gab es auch
keine Gebᅵhrenerfassung und zuletzt war das Basa-Netz selbst an der
Grenze und konnte keine weiteren Teilnehmer verkraften.

> Ist da was dran oder wurde das BASA-Netz erst in den Neunzigern, so wie
> das der Bundesbahn, welches (lt. Wikipedia) teilweise zum Tel.-Anbieter
> Arcor wurde.

Auch nicht richtig. Das Basa-Netz ging komplett zu Arcor und bildete
dort den Festnetzteil.

Knut

Martin Ebert

unread,
Dec 28, 2009, 6:37:16 PM12/28/09
to
Bishi schrieb:

> wurde das

[BASA]

> Netz nach der Wende an das ᅵffentliche Postnetz angeschlossen und dazu
> genutzt Schnellstmᅵglich viele Neuanschlᅵsse an den Mann zu bringen.

Nicht im Traum.

Nach der Wende bekamen einige Reichsbahnangestellte private Dienst-
anschlᅵsse - mehr war da aber nicht.
Also jedenfalls nicht meines Wissens.

So - jetzt mal wieder Folklore:

Aus dem ganz normalen gassenbasierten NVA-Netz gab es ᅵbergᅵnge in
das BASA. Und BASA hatte wiederum ᅵbergᅵnge in das ᅵffentliche Netz
der DDR.

Insoweit war es dem gelangweilten NVA-Soldaten im Bunker mᅵglich,
via Gassenwahl mal ganz schick zu Hause anzurufen.

Die Rufnummer war lediglich etwas lᅵnglich:
NVA-Netz -> BASA -> ᅵffentliches Netz -> Zielnummer

Boris?
Kennst Du das?
(ggf. ist das eine dafd-Zeitschleife)

Frank - wo bist Du, wenn man Dich grad mal braucht?

> oder wurde das BASA-Netz erst in den Neunzigern, so wie
> das der Bundesbahn,

Hᅵstel.
BASA war das Telefonnetz der Bundesbahn sowie (DDR) der Reichsbahn.
Die Vokabel "BASA" war auf beiden Seiten gleich.
Es gab kein weiteres - Du redest mit unterschiedlichen Vokabeln
ᅵber das Gleiche.

> welches (lt. Wikipedia) teilweise zum Tel.-Anbieter
> Arcor wurde.

Korrekt.

Mt

Martin Ebert

unread,
Dec 28, 2009, 6:38:59 PM12/28/09
to
Knut Ochdorf schrieb:

> Das Basa-Netz [...]

Kannst Du bitte etwas ᅵber die Netzᅵbergᅵnge in andere
Netze sagen?

Mt

Thomas Wedekind

unread,
Dec 28, 2009, 6:59:56 PM12/28/09
to
Am 29.12.2009 00:37, schrieb Martin Ebert:

> Nach der Wende bekamen einige Reichsbahnangestellte private Dienst-
> anschlᅵsse - mehr war da aber nicht.

Hm. Die Familie eines Klassenkameraden hatte schon um 1975 ein
Basa-Telefon in der Privatwohnung. Wobei der Vater einen nicht ganz
niedrigen DR-Dienstrang hatte (irgendwas in den Rᅵten, WIMRE aber
"nur" Wagenwirtschaft), und die Wohnung lag vielleicht 300 m vom
Bahnhof weg. Gut mᅵglich, dass der Apparat ᅵber die kurze Strecke
direkt am Bahnnetz hing.

Jetzt wᅵre zu fragen, ob er den Anschluss als Funktionstrᅵger hatte,
der ggf. schnell alarmiert werden musste, oder nur allgemein als
"hohes Tier". Ein Wagenmensch ist nicht ganz unwichtig, aber als
Feuerwehr fᅵr akute betriebliche Probleme eher unnᅵtig. (Okay, wenn
irgendeine Streitmacht mobilisiert wird und ganz schnell ganz viel
Transportraum braucht, wird er zu einer ziemlich zentralen Figur.)

--
Viele Grᅵᅵe, Thomas

boris gerlach

unread,
Dec 29, 2009, 12:23:02 AM12/29/09
to
Martin Ebert schrieb:

> Bishi schrieb:
>
>> wurde das
>
> [BASA]
>
>> Netz nach der Wende an das ᅵffentliche Postnetz angeschlossen und dazu
>> genutzt Schnellstmᅵglich viele Neuanschlᅵsse an den Mann zu bringen.
>
> Nicht im Traum.
>
> Nach der Wende bekamen einige Reichsbahnangestellte private Dienst-
> anschlᅵsse - mehr war da aber nicht.
> Also jedenfalls nicht meines Wissens.
>
> So - jetzt mal wieder Folklore:
>
> Aus dem ganz normalen gassenbasierten NVA-Netz gab es ᅵbergᅵnge in
> das BASA. Und BASA hatte wiederum ᅵbergᅵnge in das ᅵffentliche Netz
> der DDR.
>
> Insoweit war es dem gelangweilten NVA-Soldaten im Bunker mᅵglich,
> via Gassenwahl mal ganz schick zu Hause anzurufen.
>
> Die Rufnummer war lediglich etwas lᅵnglich:
> NVA-Netz -> BASA -> ᅵffentliches Netz -> Zielnummer
>
> Boris?
> Kennst Du das?
> (ggf. ist das eine dafd-Zeitschleife)

Ich weiᅵ, daᅵ es im Bunker mᅵglich war ᅵber die Sondernetze
rauszutelefonieren. Wer sich gut mit dem Vermitlungsbullen
verstand konnte das. Ich hab es nie gemacht weil ich in der
Verwandschaft keinen mit Telefonanschluᅵ hatte. Auᅵer mein
Schwager bei Stahl Brandenburg, der hatte einen Betriebsapparat
des Stahlwerks also im Prinzip eine ausgelagerte Nebenstelle und
muᅵte immer eine Null fᅵrs Amt vorwᅵhlen. WIMRE.
Aber da habe ich wᅵhrend meiner NVA Zeit nie angerufen.

BGE

gunter kühne

unread,
Dec 29, 2009, 3:56:29 AM12/29/09
to
Martin Ebert wrote:

> Bishi schrieb:
>
>> wurde das
>
> [BASA]
>
>> Netz nach der Wende an das ᅵffentliche Postnetz angeschlossen und dazu
>> genutzt Schnellstmᅵglich viele Neuanschlᅵsse an den Mann zu bringen.
>
> Nicht im Traum.
>
> Nach der Wende bekamen einige Reichsbahnangestellte private Dienst-
> anschlᅵsse - mehr war da aber nicht.
> Also jedenfalls nicht meines Wissens.
>
> So - jetzt mal wieder Folklore:
>
> Aus dem ganz normalen gassenbasierten NVA-Netz gab es ᅵbergᅵnge in
> das BASA. Und BASA hatte wiederum ᅵbergᅵnge in das ᅵffentliche Netz
> der DDR.
>
> Insoweit war es dem gelangweilten NVA-Soldaten im Bunker mᅵglich,
> via Gassenwahl mal ganz schick zu Hause anzurufen.
>
> Die Rufnummer war lediglich etwas lᅵnglich:
> NVA-Netz -> BASA -> ᅵffentliches Netz -> Zielnummer

Ich bin zwar nicht Boris
Aber ja das geht .
vor allen wen die "Vermittlungsbullen" Ihre Anlage nicht richtig im Griff
hatten ( haben wollten, damals meist GWN )
Nein und dazu brauchte man nicht unbedingt die Basa.
2. zu Ausgang.
Es dᅵrfte Schwerfallen die Vermittlungsstruktur von Sondernetzen ins
ᅵffentliche einzufᅵgen unter den Gesichtspunkten Funktion.
Technische Mᅵglichkeiten """1990!!!!"
Nur mal als Denanstoᅵ .
Fᅵr Laien.
diese Netze funktionierten damals vᅵllig anders als ᅵffentliche Netze.
Vor allem Im Fernverkehr.
MFG
g.k.

--
Wichtige Mail an bastler100atarcorde

Ronald Konschak

unread,
Dec 29, 2009, 3:32:51 AM12/29/09
to
Thomas Wedekind <tom-we...@web.de> schrieb:

> Jetzt wäre zu fragen, ob er den Anschluss als Funktionsträger hatte,


> der ggf. schnell alarmiert werden musste, oder nur allgemein als
> "hohes Tier". Ein Wagenmensch ist nicht ganz unwichtig, aber als

> Feuerwehr für akute betriebliche Probleme eher unnötig. (Okay, wenn


> irgendeine Streitmacht mobilisiert wird und ganz schnell ganz viel
> Transportraum braucht, wird er zu einer ziemlich zentralen Figur.)

Beim Bahnbetriebswagenwerk Dresden hatten auch Gruppenleiter
Wagenunterhaltung und Obermeister zu Hause einen BASA-Apparat.

Ronald.
--
http://ronald-konschak.homepage.t-online.de

Frank Nitzschner

unread,
Dec 29, 2009, 12:33:49 PM12/29/09
to
Martin Ebert schrieb:

>
> Nach der Wende bekamen einige Reichsbahnangestellte private Dienst-
> anschlᅵsse - mehr war da aber nicht.

*Vor der Wende* hatten viele Reichsbahner zu Hause einen Basaanschluᅵ.
(Bereitschaftsdienste, LdD, etc.) Technisch war dies allerdings in den
meisten Fᅵllen eine Postmietleitung, dieser Bsaanschluᅵ war auch meist
postberechtigt. (300er Nummer) In einigen Fᅵllen (Wohnung in der Nᅵhe
von Basaleitungen) wurde auch ein induktiver Teilnehmer geschaltet
(500er Nummer). Bei mir wurde es dann ein Anschluᅵ an eine Kleinbasa
ᅵber eine umgedreht betriebene Postmietleitung nach Hause.
(zweistellige Rufnummer)
*Nach der Wende* wurde dann denjenigen Beschᅵftigten mit
Wohnungs-Basatelefon angeboten, diesen Anschluᅵ in einem vollwertigen
Anschluᅵ der Post umzuwandeln. Machten dann alle, da WIMRE auch eine
gewisse Pauschale fᅵr Dienstgesprᅵche gezahlt wurde.
Klappte bei mir leider nicht, da nicht ᅵber Postvermittlung geschaltet
wurde.

>
> Aus dem ganz normalen gassenbasierten NVA-Netz gab es ᅵbergᅵnge in
> das BASA. Und BASA hatte wiederum ᅵbergᅵnge in das ᅵffentliche Netz
> der DDR.

Natᅵrlich. Es gab Einwahlnummern ins Basanetz (pro Basa) und die
Auswahl ins Postnetz erfolgte aus aus der Basa ebenfalls ᅵber
Kennzahlen.
Vor meiner Zeit konnte man sich auch noch per Staffelwahl im Basanetz
z.B. nach Berlin durchwᅵhlen und von dort dann in die Post einwᅵhlen.

>
> Insoweit war es dem gelangweilten NVA-Soldaten im Bunker mᅵglich,
> via Gassenwahl mal ganz schick zu Hause anzurufen.
>

Wie auch jeder andere Telefonbesitzer. Er muᅵte nur die entsprechenden
Einwahlnummern kennen.

> Die Rufnummer war lediglich etwas lᅵnglich:
> NVA-Netz -> BASA -> ᅵffentliches Netz -> Zielnummer

Wie schon gesagt, zumindest ab Anfang der 80er kam man aus der
jeweiligen Basa vom postberechtigtem Apparat nur in das Netz eines
bestimmten Bereiches einer Postvermittlung. Weitere Vorwahlen wurden
blockiert. Und wenn man sich von auᅵen in eine Basa eingewᅵhlt hatte,
konnte man auch nur die dortigen Basaapparate anrufen.


> BASA war das Telefonnetz der Bundesbahn sowie (DDR) der Reichsbahn.
> Die Vokabel "BASA" war auf beiden Seiten gleich.
> Es gab kein weiteres - Du redest mit unterschiedlichen Vokabeln
> ᅵber das Gleiche.

Die Wasserstraᅵenᅵmter hatten noch das WASA-Netz.
Grundsᅵtzlich wurden die DR-Fernmeldekabel auch vom MfS
mitgenutzt. Schlieᅵlich hatten diese ja auf bestimmten Bahnhᅵfen, z.B.
Grenzbahnhᅵfen, eigene Diensttellen.

>
>> welches (lt. Wikipedia) teilweise zum Tel.-Anbieter
>> Arcor wurde.
>
> Korrekt.
>

Erst DB-Kom, dann Arcor und dann wieder zurᅵck zur DBAG..

Grᅵsse
Frank


Uwe Naumann

unread,
Dec 29, 2009, 3:53:01 PM12/29/09
to
Am Tue, 29 Dec 2009 09:56:29 +0100 schrieb gunter kühne:

> Für Laien.
> diese Netze funktionierten damals völlig anders als öffentliche Netze.
> Vor allem Im Fernverkehr.

Verrätst Du mehr?

--
Gruss Uwe

--------- cut here with a very sharp knife ---------
Uwe Naumann eMail: uwe[at]vieledinge[dot]de
Web: http://www.vieledinge.de http://www.swllog.de

Knut Ochdorf

unread,
Dec 29, 2009, 4:13:35 PM12/29/09
to
Frank Nitzschner schrieb:

> *Vor der Wende* hatten viele Reichsbahner zu Hause einen
> Basaanschluᅵ. (Bereitschaftsdienste, LdD, etc.) Technisch war dies
> allerdings in den meisten Fᅵllen eine Postmietleitung, dieser
> Bsaanschluᅵ war auch meist postberechtigt. (300er Nummer)

Halt! Postmietleitungen wurden nur verwendet, wenn keine Basa-Leitung da
verlegt werden konnte und eine Postleitung frei war.

> In einigen Fᅵllen (Wohnung in der Nᅵhe von Basaleitungen) wurde auch
> ein induktiver Teilnehmer geschaltet (500er Nummer).

Nein. Induktive Teilnehmer sind Teilnehmer, die weit weg von der
Vermittlung waren. 500er Nummer dafᅵr waren auch selten.

> *Nach der Wende* wurde dann denjenigen Beschᅵftigten mit
> Wohnungs-Basatelefon angeboten, diesen Anschluᅵ in einem vollwertigen
> Anschluᅵ der Post umzuwandeln. Machten dann alle, da WIMRE auch eine
> gewisse Pauschale fᅵr Dienstgesprᅵche gezahlt wurde.

Hieraus kᅵnnte der Eindruck entstehen den Bishi beschrieb, daᅵ nach der
Wende die Basa herangezogen wurde um die Leute schneller mit
Posttelefonen zu versorgen.

> Wie schon gesagt, zumindest ab Anfang der 80er kam man aus der
> jeweiligen Basa vom postberechtigtem Apparat nur in das Netz eines
> bestimmten Bereiches einer Postvermittlung. Weitere Vorwahlen wurden
> blockiert. Und wenn man sich von auᅵen in eine Basa eingewᅵhlt
> hatte, konnte man auch nur die dortigen Basaapparate anrufen.

So kenne ich es auch.

> Grundsᅵtzlich wurden die DR-Fernmeldekabel auch vom MfS mitgenutzt.
> Schlieᅵlich hatten diese ja auf bestimmten Bahnhᅵfen, z.B.
> Grenzbahnhᅵfen, eigene Diensttellen.

Auch MfS-Dienststellen auᅵerhalb der Bahnhᅵfe hatten Basaanschlᅵsse.

Knut

Knut Ochdorf

unread,
Dec 29, 2009, 4:18:06 PM12/29/09
to
Thomas Wedekind schrieb:

> Jetzt wᅵre zu fragen, ob er den Anschluss als Funktionstrᅵger hatte,
> der ggf. schnell alarmiert werden musste, oder nur allgemein als
> "hohes Tier".

Auch ein "hohes Tier" muᅵte manchmal alarmiert werden. Entweder weil er
"Leiter vom Dienst" war oder weil etwas auᅵergewᅵhnliches passiert ist,
was er sofort zu wissen hat.

> Ein Wagenmensch ist nicht ganz unwichtig, aber als
> Feuerwehr fᅵr akute betriebliche Probleme eher unnᅵtig. (Okay, wenn
> irgendeine Streitmacht mobilisiert wird und ganz schnell ganz viel
> Transportraum braucht, wird er zu einer ziemlich zentralen Figur.)

Es kann auch ein Unfall passiert sein, wo er bestimmte Entscheidungen
treffen muᅵte.

Knut

Martin Ebert

unread,
Dec 29, 2009, 4:48:29 PM12/29/09
to
Knut Ochdorf schrieb:

> Auch MfS-Dienststellen auᅵerhalb der Bahnhᅵfe hatten Basaanschlᅵsse.

Kann das genauer erklᅵrt werden?

Mt

gunter kühne

unread,
Dec 29, 2009, 5:57:08 PM12/29/09
to
Uwe Naumann wrote:

> Am Tue, 29 Dec 2009 09:56:29 +0100 schrieb gunter kᅵhne:
>
>> Fᅵr Laien.

>> diese Netze funktionierten damals vᅵllig anders als ᅵffentliche Netze.
>> Vor allem Im Fernverkehr.
>
> Verrᅵtst Du mehr?
>
Vernverkehr
du wᅵhlst eine Vorwahl und eine Nummer so bei der Post.
Basa andere Netze du hattest ne Nummer die dich in eine andere Zentrale
eingewᅵhlt hat. ( auch technisch gesehen.
99 war z.b. bei der Energie Berlin.
du warst technisch gesehen nun teilnehmer vom Berliner Netz.
Wen du sie wusstest konntest du z.b. jetzt einen Beliebigen teilnehmer
wᅵhlen.
oder eben auch weiter wᅵhlen.
es gab in Jeder zentrale Querverbindungen zu anderen staatlichen Organen.
Basa z.b. ins Netz der Stadt des Bezirkes Bdvp vpka und natᅵrlich auch
Energie u.s.w. Das Funktioniert auch umgekehrt .
du musstest nur die nummern kennen.

Da damals im Hauptumfang GWN eingesetz wurden wurden die Berechtigungen des
Teilnehmers nur ᅵber die C Ader gesteuert.
Keine Masse auf C alle freigaben :)
Dᅵmmersts.
So konnte Z.B. fast jeder der die Nummer kannte sich auf Stasi kosten die
neuste Single Platte in einem Musikhaus in klagenfurt anhᅵren. ja ᅵber die
bautzner in Dresden.
aber auch der Rat des Kreises hatte Mᅵngel sowie sie Straᅵenbahn.

1980 z.b. klagenfurt 1978 9
Ob die das heute noch anbieten entziet sich meiner Kenntnis.

MFG
g.k.
P.S. unbestᅵtigten Gerᅵchten nach sollen die sich schon bissel ᅵber ihre
Rechnung gewundert haben.

Florian Ritter

unread,
Dec 29, 2009, 6:48:00 PM12/29/09
to
On 29 Dez., 23:57, gunter kühne <kuehne...@front.ru> wrote:
> Uwe Naumann wrote:
> > Am Tue, 29 Dec 2009 09:56:29 +0100 schrieb gunter kühne:
>
> >>  Für Laien.
> >>  diese Netze funktionierten damals völlig anders als öffentliche Netze.
> >> Vor allem Im Fernverkehr.
>
> > Verrätst Du mehr?
>
>  Vernverkehr
>  du wählst eine Vorwahl und eine Nummer so bei der Post.

>  Basa andere  Netze  du hattest ne  Nummer die dich in eine andere Zentrale
> eingewählt hat. ( auch technisch gesehen.

> 99 war z.b. bei der Energie Berlin.
>  du warst technisch gesehen nun  teilnehmer  vom Berliner Netz.
> Wen du sie wusstest konntest du  z.b. jetzt einen Beliebigen teilnehmer
> wählen.
>  oder eben auch weiter wählen.

>  es gab in Jeder zentrale  Querverbindungen zu anderen staatlichen Organen.
> Basa z.b. ins Netz der Stadt des Bezirkes Bdvp  vpka  und natürlich auch

> Energie u.s.w. Das Funktioniert auch umgekehrt .
>  du musstest nur die nummern kennen.
>
> Da damals im Hauptumfang GWN eingesetz wurden  wurden die Berechtigungen des
> Teilnehmers nur über die C Ader gesteuert.

>   Keine Masse auf C alle freigaben :)
>  Dämmersts.

> So konnte Z.B. fast jeder der die Nummer kannte  sich auf Stasi kosten die
> neuste Single Platte in einem Musikhaus in klagenfurt anhören. ja über die
> bautzner in Dresden.
>  aber auch  der Rat des Kreises hatte  Mängel sowie  sie Straßenbahn.

>
> 1980 z.b. klagenfurt 1978 9
> Ob die das heute noch anbieten entziet sich meiner Kenntnis.
>
>  MFG
> g.k.
>  P.S. unbestätigten Gerüchten nach sollen die sich schon bissel über ihre
> Rechnung gewundert haben.

Tut mir leid, aber ich muß doch mal meinem Erstaunen Ausdruck geben,
daß man mit solchen Kenntnissen im Deutschen in der DDR die mittlere
Reife erwerben konnte - FR

gunter kühne

unread,
Dec 30, 2009, 2:53:21 AM12/30/09
to
Florian Ritter wrote:

> On 29 Dez., 23:57, gunter kᅵhne <kuehne...@front.ru> wrote:
>> Uwe Naumann wrote:

>> > Am Tue, 29 Dec 2009 09:56:29 +0100 schrieb gunter kᅵhne:
>>
>> >> Fᅵr Laien.

>> >> diese Netze funktionierten damals vᅵllig anders als ᅵffentliche Netze.
>> >> Vor allem Im Fernverkehr.
>>


>> > Verrᅵtst Du mehr?
>>
>> Vernverkehr

>> du wᅵhlst eine Vorwahl und eine Nummer so bei der Post.
>> Basa andere ᅵNetze ᅵdu hattest ne ᅵNummer die dich in eine andere
>> Zentrale eingewᅵhlt hat. ( auch technisch gesehen.


>> 99 war z.b. bei der Energie Berlin.

>> du warst technisch gesehen nun ᅵteilnehmer ᅵvom Berliner Netz.
>> Wen du sie wusstest konntest du ᅵz.b. jetzt einen Beliebigen teilnehmer


>> wᅵhlen.
>> oder eben auch weiter wᅵhlen.

>> es gab in Jeder zentrale ᅵQuerverbindungen zu anderen staatlichen
>> Organen. Basa z.b. ins Netz der Stadt des Bezirkes Bdvp ᅵvpka ᅵund
>> natᅵrlich auch Energie u.s.w. Das Funktioniert auch umgekehrt .


>> du musstest nur die nummern kennen.
>>

>> Da damals im Hauptumfang GWN eingesetz wurden ᅵwurden die Berechtigungen
>> des Teilnehmers nur ᅵber die C Ader gesteuert.


>> Keine Masse auf C alle freigaben :)

>> Dᅵmmersts.
>> So konnte Z.B. fast jeder der die Nummer kannte ᅵsich auf Stasi kosten
>> die neuste Single Platte in einem Musikhaus in klagenfurt anhᅵren. ja
>> ᅵber die bautzner in Dresden.
>> aber auch ᅵder Rat des Kreises hatte ᅵMᅵngel sowie ᅵsie Straᅵenbahn.


>>
>> 1980 z.b. klagenfurt 1978 9
>> Ob die das heute noch anbieten entziet sich meiner Kenntnis.
>>
>> MFG
>> g.k.

>> P.S. unbestᅵtigten Gerᅵchten nach sollen die sich schon bissel ᅵber ihre
>> Rechnung gewundert haben.
>
> Tut mir leid, aber ich muᅵ doch mal meinem Erstaunen Ausdruck geben,
> daᅵ man mit solchen Kenntnissen im Deutschen in der DDR die mittlere


> Reife erwerben konnte - FR

Oh es wurde eben nicht nur nach deutsch gefragt .
Physik und ᅵhnliches war im Gegensatz zu heute genau so wichtig.
Im ᅵbrigen mᅵchte ich dich mal sehen wen deine Rechte Gesichtshᅵlfte
unter der Haut fast aus Titan besteht.
Sehen ist rechts trotz Brille auch nicht mehr soo wie es sollte.
Ja und zu deiner Befriedigung ich vermute mal die 3 !/2 Minuten ohne leben
haben im Gehirn auch paar Schᅵden angerichtet.
Es fᅵllt eben schwer sich an manches zu erinnern. plᅵtzlich sind Namen da
in der selben Sekunde einfach weg, lehre.
Menschen wie du kᅵnnen sich jetzt ihre Ausdrucksweise und deutschen
Intelligenz frᅵnen aber simple Dinge so wie eben ne GWN funktionierte
werden sie wohl niee begreifen.
Guten Rutsch
und fᅵhle dich jetzt ja 3 Meter Grᅵᅵer.

gk

Frank Nitzschner

unread,
Dec 30, 2009, 10:45:25 AM12/30/09
to
Knut Ochdorf schrieb:

>
> Halt! Postmietleitungen wurden nur verwendet, wenn keine Basa-Leitung da
> verlegt werden konnte und eine Postleitung frei war.
>

Ja. Das war allerdings bei den meisten Anschlᅵssen hier auf den Dᅵrfern
oberhalb des ostsᅵchsischen Elbtales so. Nur Wohnungen in den Bahnhᅵfen
hingen direkt an der Basa.

>
> Nein. Induktive Teilnehmer sind Teilnehmer, die weit weg von der
> Vermittlung waren. 500er Nummer dafᅵr waren auch selten.
>

In irgendeiner Fernmeldevorschrift, welche ich mal in der Hand hatte,
war die Nummernvergabe geregelt. Induktive Teilnehmer sollten WIMRE
danach die 500er Nummern bekommen. Ob das auch allerdings ᅵberall so
gehandhabt wurde..

>
> Hieraus kᅵnnte der Eindruck entstehen den Bishi beschrieb, daᅵ nach der
> Wende die Basa herangezogen wurde um die Leute schneller mit
> Posttelefonen zu versorgen.
>

Und die nun zu zahlenden marktᅵblichen Preise fᅵr die Mietleitung
loswerden..

>
> Auch MfS-Dienststellen auᅵerhalb der Bahnhᅵfe hatten Basaanschlᅵsse.
>

Wurde da ᅵberall direkte Basaverbindung geschaffen? Logisch wᅵre es
schon, da z.B. unsere Basa in Bad Schandau WIMRE nur zwei Postleitungen
hatte. Wenn da zwei Mann gleichzeitig drᅵber telefonierten, war die
Ein- und Auswahlschnittstelle dicht.

Grᅵsse
Frank


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Bishi

unread,
Dec 30, 2009, 1:13:31 PM12/30/09
to
Martin Ebert schrieb:
> Bishi schrieb:
>
>> oder wurde das BASA-Netz erst in den Neunzigern, so wie
>> das der Bundesbahn,
>
> Hᅵstel.
Ja ich weiss, aber ich kannte bis zur Wende nur das der DR und erst
danach das der DB ;-) also logisch das das fᅵr mich getrennte Netze
waren :-)

> BASA war das Telefonnetz der Bundesbahn sowie (DDR) der Reichsbahn.
> Die Vokabel "BASA" war auf beiden Seiten gleich.
> Es gab kein weiteres - Du redest mit unterschiedlichen Vokabeln
> ᅵber das Gleiche.

Waren eigentlich zu DDR-Zeiten durchwahlen zur DB einfach so mᅵglich?
Weil, ich kann mich daran erinnern das wir nach der Wende vom Stellwerk
nach Hannover telefonierten um den Unfallbericht anzuhᅵren.


MfG
Bishi

Uwe Naumann

unread,
Dec 30, 2009, 2:55:43 PM12/30/09
to
Am Tue, 29 Dec 2009 23:57:08 +0100 schrieb gunter kühne:

> Vernverkehr
> du wählst eine Vorwahl und eine Nummer so bei der Post. Basa andere

> Netze du hattest ne Nummer die dich in eine andere Zentrale

> eingewählt hat. ( auch technisch gesehen. 99 war z.b. bei der Energie


> Berlin.
> du warst technisch gesehen nun teilnehmer vom Berliner Netz.
> Wen du sie wusstest konntest du z.b. jetzt einen Beliebigen teilnehmer

> wählen.
> oder eben auch weiter wählen.

> es gab in Jeder zentrale Querverbindungen zu anderen staatlichen
> Organen.

Ok, soweit war mir das schon klar.

> Da damals im Hauptumfang GWN eingesetz wurden wurden die Berechtigungen

> des Teilnehmers nur über die C Ader gesteuert.


> Keine Masse auf C alle freigaben :)

> Dämmersts.

Jepp ;-)

Sebastian Luettich

unread,
Dec 30, 2009, 10:07:13 PM12/30/09
to
* Frank Markopoulos <fm...@t-online.de> schrob:

[snip]

> Wenn ich gemeint sein sollte: Ich war gerade am Alex bei den Hackern
> zugange (im BCC, also an einer Stelle, wo die BRD-Hauptstadt noch so
> richtig super-DDRsch ist ;-). Ein Fulltimejob, der keine Zeit f�rs
> Usenet mehr lie�! :-)

Ick ha Dich nich jesehn. Sollte Dich n�chstes Jahr der Herzkasper packen,
ich bin im CERT. Wenn Du dann gut gearbeitet hast, dann k�nnen wir auch
rausrufen und die (Ontopic) SMH kommen lassen.


S�
--
"Ich hab' des �fteren gesagt: Irmingard, leider mu� ich Dir das so sagen,
aber wenn man sieht, da� eine Sache genetisch versaut ist, das kann man
mit Pr�gel allein nicht korrigieren.
Die Irmingard hat dann immer geweint." - Polt

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Martin Ebert

unread,
Jan 2, 2010, 3:37:33 PM1/2/10
to
Frank Markopoulos schrieb:
> (Martin Ebert) teilte uns mit:
...
>> Nicht im Traum.

> Jein. ;-)

Wird ja mal Zeit, dass Du auch mal in die Puschen kommst.
Nach Dir wurde verlangt.

Mt

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Martin Ebert

unread,
Jan 4, 2010, 11:52:47 AM1/4/10
to
Frank Markopoulos schrieb:
> (Martin Ebert) teilte uns mit:
>> Wird ja mal Zeit, dass Du auch mal in die Puschen kommst.
>> Nach Dir wurde verlangt.

> Und, gibt's von Euch zu meinen Aussagen was anzumerken?! :-)

Eher Fragen - die Du noch am ehesten beantworten kannst.
Es geht grunds�tzlich um die Digitalisierung der Netze.

* Also lt. Karte Fernmeldewesen hat es 84/86 schon erste Fern-
kabel PCM/30 gegeben. Das scheint unstrittig.

* Meinereiner kennt das *Ger�cht*, dass die �St-2 Wittenberg
1989 (vor der Wende) als OVSt siemens-digital gewesen sein
soll. - Frage an Dich: Hat es vor der Wende *irgendwo* schon
eine digitale Ortsvermittlung im �ffentlichen Netz gegeben?

* Sondernetz S1 wird teilweise als "digitales Overlaynetz" be-
zeichnet. Was daran war digital?

* Das R-Netz (Ministerrat) soll Wtsch *und* digital gewesen sein:
Was kannst Du dazu sagen?

Danke, Mt

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Martin Ebert

unread,
Jan 4, 2010, 1:38:49 PM1/4/10
to
Frank Markopoulos schrieb:
> (Martin Ebert) teilte uns mit:

>> * Meinereiner kennt das *Ger�cht*, dass die �St-2 Wittenberg


>> 1989 (vor der Wende) als OVSt siemens-digital gewesen sein
>> soll.

> Jein! Da war m.W. nur ein Teil "Westtechnik" drin. Und zwar bei der �T.
> Der "Rest" (die von Dir gemeinte Vermittlungstechnik) war m.W. ARM20:
...

Unten.

>> - Frage an Dich: Hat es vor der Wende *irgendwo* schon
>> eine digitale Ortsvermittlung im �ffentlichen Netz gegeben?
>

> Ja. 2 St�ck. Neee, dreie. OZ100 - digitale OVSt mit 100 Anschl�ssen;
> entwickelt vom VEB Fernmeldewerk Leipzig 1987-1989.
> Wenn mich meine Erinnerung nicht tr�gt: einmal Leipzig-Gr�nau, einmal
> Dresden-Pieschen, einmal irgendwo in Ostberlin (K�penick oder Treptow
> oder so).

Also das spricht schon sehr daf�r, dass (auch) die �St-2 LuWi sowas
sch�nes hatte. Warum?

Also mal abgesehen von dem �rtlichen Ger�cht - war die �St-1 die
Hauptpost. Und die mit ihrer Klappertechnik gen�gte aus mehreren Gr�nden
nicht mehr.

�bergeordnet waren nat�rlich die Fernkabel (FK-4xx) der Elbquerung und
neuere milit�rische Anforderungen - darum ja eine �St-2 dort. (Im ersten
Schritt waren die �St-2 ja f�r die Ausweichen f�r die Bezirksst�dte.)

Aber auch die OVSt wanderte von der �St Hauptpost zur �St-2:
(Die alten Vermittlungsschr�nke verblieben nat�rlich in der Hauptpost.)
Von dort wurde die �St-8 angeschlossen, die im �rtlichen Neubaugebiet
herum stand, dieses versorgte - und (vmtl) auch die FK zur �St Treuen-
britzen aufnahm.

Frank,
falls Dir dazu was einf�llt (oder beim n�chsten Kollegentreff):
Interessiert mich schon. Insbesondere auch SOK und die �rtlichen
Ausschleifungen zur GSSD.

Mt

gunter kühne

unread,
Jan 4, 2010, 4:30:17 PM1/4/10
to
Frank Markopoulos wrote:

> mx...@gmx.net (Martin Ebert) teilte uns am 04.01.10 mit:


>
>> * Also lt. Karte Fernmeldewesen hat es 84/86 schon erste Fern-
>> kabel PCM/30 gegeben. Das scheint unstrittig.
>

> Haupteinsatz war im ON-Bereich; dort schon ab Ende der 70er.
>
>> * Meinereiner kennt das *Gerᅵcht*, dass die ᅵSt-2 Wittenberg


>> 1989 (vor der Wende) als OVSt siemens-digital gewesen sein
>> soll.
>

> Jein! Da war m.W. nur ein Teil "Westtechnik" drin. Und zwar bei der ᅵT.


> Der "Rest" (die von Dir gemeinte Vermittlungstechnik) war m.W. ARM20:

> also schon (teil)digitale Westtechnik. Entwickelt in Schweden
> (Ericsson), gebaut in Lizenz von Jugoslawien, und von dort trotz COCOM-
> Liste in die DDR verfrachtet.
Rumᅵnien auch dieselben die gwn in Lizenz von Nordhausen oder caput gebaut
haben
( Aber soo liederlich da graustst dir, nᅵheres auf Wunsch )
> Die Steuerung war zwar digital/computergestᅵtzt; die Durchschaltung der
> Verbindungswege erfolgte jedoch elektromechanisch (Relais-Koppelfelder,
> so ᅵhnlich wie Koordinatenschalter, nur daᅵ eben "unzᅵhlige" gekapselte
> Prᅵzisionsrelais zum Einsatz kamen). Laaaang ist's her...
Jaa aber sau Zuverlᅵssig.

> Und nochwas ganz Allgemeines zur Klarstellung: Mit _ᅵT_ hatte ich zu
> DDR-Zeiten genau gar nichts zu tun. Dazu hatte ich einfach nicht die
> nᅵtigen Geheimnistrᅵger-Verpflichtungen. ᅵT und VT waren bei der DP
> nᅵmlich _strengstens_ getrennt. ᅵT war die Megaelite, wo man unter
> Stasi-Leutnant (oder so ;-) nicht reinkam (auch nicht mal "besuchsweise"
> als Postmitarbeiter). Okay, Funk war noch eine Nummer dicker...
Naja nicht ganz siehe meiner einer allerdings damals noch GVS freigabe vom
MFS, spᅵter ᅵnderte sich dieses.
:)
> In die _VT_ durfte aber sogar so eine ᅵberstudierte Blockflᅵte wie ich
> rein und sogar dort arbeiten... ;-)
nur Post.
in der BDVP in der Anlage habe ich niee jemanden in Zivil gesehen.
> Deswegen weiᅵ ich auch, warum die schon Ende der 70er "eigentlich" voll
> marktreife PCM-Technik nicht im Fernbereich zum Einsatz kam. Es fehlten
> seitens der VT zunᅵchst die Umsetzer von der 2-Draht-Analogtechnik auf
> PCM. Fᅵr TF-Strecken gab's im Rahmen der "Fernverkehrs-ᅵbergangstechnik"
> seit den Sechszigern die relaisgesteuerten TF-Gabel-Umsetzer (TFGaUs).
stimmt und die ᅵlteren leitungsumsetzern die gingen auch fᅵr manche
aufgaben.

> BTW: Diese "ᅵbergangstechnik" war ein Musterbeispiel fᅵr "ewiges
> Provisorium" - sollte "eigentlich" schon in den Endsiebzigern abgelᅵst
> werden; lief aber IRL bis 1992(!).
>
> Erst ab 1986 gab es sog. ARM-Umsetzer "in Stᅵckzahlen". Die erlaubten
> nicht nur (wie der Name vermuten lᅵᅵt) die Einbindung der o.g. ARM-VSt
> ins DDR-Netz, sondern "ᅵberhaupt erst" die Nutzung von PCM-Strecken fᅵr
> Fernverkehr (auch mit der "SWFD-ᅵbergangstechnik"; deshalb trifft Deine
> obige Angabe zeitschienenmᅵᅵig zu). Diese ARM-Us waren ᅵbrigens ein
> Meisterwerk von diskreter CMOS-Elektronik; die nᅵtigen Bauteile gab's
> erst ab Mitte der 80er.
>
> Die Gassensprungwahl mit einheitlichen Numerierungsplᅵnen der hier schon
> besprochenen Sondernetze (BASA, Energie, Chemie, ...) war da technisch
> deutlich weiter als die SWFD-ᅵbergangstechnik der DP - lieᅵ sich aber
> eben nur in solchen kleinen, autarken Netzen mit der "Klappertechnik"
> realisieren, dann aber sehr "sauber"...


>
>> - Frage an Dich: Hat es vor der Wende *irgendwo* schon

>> eine digitale Ortsvermittlung im ᅵffentlichen Netz gegeben?
>
> Ja. 2 Stᅵck. Neee, dreie. OZ100 - digitale OVSt mit 100 Anschlᅵssen;


> entwickelt vom VEB Fernmeldewerk Leipzig 1987-1989.
>

> Wenn mich meine Erinnerung nicht trᅵgt: einmal Leipzig-Grᅵnau, einmal
> Dresden-Pieschen, einmal irgendwo in Ostberlin (Kᅵpenick oder Treptow
> oder so).
>
> War aber reiner Testbetrieb. Heute wᅵrde man "Friendly User Test" dazu
> sagen. Lief nur zeitweise (ca. 90% Verfᅵgbarkeit). Aber war immer noch
> 100mal besser als ein Zweieranschluᅵ, wo der andere andauernd am
> Telefonieren war... ;-)
>
> Das letzte bekannte Exemplar (nᅵmlich das aus Dresden) gibt's hier
> "live" anzugucken: www.ighft.de


>
>> * Sondernetz S1 wird teilweise als "digitales Overlaynetz" be-
>> zeichnet. Was daran war digital?
>

> Kenne ich nicht. Dazu war ich einfach eine "zu kleine Nummer" - s.o.


>
>> * Das R-Netz (Ministerrat) soll Wtsch *und* digital gewesen sein:
>> Was kannst Du dazu sagen?
>

> dito.
>
>> Danke, Mt
>
> So long...
> __
> |_
> | rank aus/(das) B(a)erl(e)in - weder richtig arm, noch wirklich sexy.
> | ;-)
gk
P-s die OZ 100 mᅵsste aber in Dresden 2 mal in Betrieb gewsen sein wenn man
meinen alten e glauben darf.
2. Hat mal jemand von euch die alte Basa Dresden gesehen??
mischmasch aus System 65 und Gwn teils aus Bulgarien ( oder doch Rumᅵnien
Alzheimer!!!meine Zellen meinen aber Bukarest " irgend was
politisches" )Mann bekam ja auch fᅵr die 5o er Systeme auch nur Ersatzteile
vondenen. Nach Umlᅵten einigermassen gebrauchsfᅵhig.

Knut Ochdorf

unread,
Jan 4, 2010, 5:03:18 PM1/4/10
to
Bishi schrieb:

> Waren eigentlich zu DDR-Zeiten durchwahlen zur DB einfach so mᅵglich?
> Weil, ich kann mich daran erinnern das wir nach der Wende vom Stellwerk
> nach Hannover telefonierten um den Unfallbericht anzuhᅵren.

Mir hat ein Lehrmeister, der bei der DR Vermittlungstechnik gelehrt hat,
berichtet, daᅵ es das auch schon zu DDR-Zeiten mᅵglich war.

Knut

gunter kühne

unread,
Jan 4, 2010, 5:08:53 PM1/4/10
to
Knut Ochdorf wrote:

Eigentlich war es schon viel Frᅵher Mᅵglich.
Es war nur nicht ᅵberall unterbrochen worden.
die Querverbindungsnummern waren meist nicht verᅵffentlicht.

Knut Ochdorf

unread,
Jan 4, 2010, 5:29:00 PM1/4/10
to
gunter kᅵhne schrieb:

> Eigentlich war es schon viel Frᅵher Mᅵglich.

Zu dieser Zeit gab es ja auch nur ein Basa-Netz.

> Es war nur nicht ᅵberall unterbrochen worden.
> die Querverbindungsnummern waren meist nicht verᅵffentlicht.

Meist ist falsch. Sie wurden nie verᅵffentlicht. Nur wer ein
dienstliches Interesse hatte, wuᅵte sie.

Knut

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Martin Ebert

unread,
Jan 4, 2010, 7:25:29 PM1/4/10
to
Knut Ochdorf schrieb:
> gunter kᅵhne schrieb:
[was]

> Meist ist falsch. Sie wurden nie verᅵffentlicht. Nur wer ein
> dienstliches Interesse hatte, wuᅵte sie.

Also <http://www.ddr-wissen.de> hat ein dienstliches :-) Interesse
an einem grundsᅵtzlichen Artikel ᅵber BASA/DDR.

Wᅵre das wohl zu machen?

Mt

boris gerlach

unread,
Jan 4, 2010, 11:49:58 PM1/4/10
to
Matthias Opatz schrieb:
> Frank Markopoulos schrieb:
>> Matthias Opatz:
>
>>>> (Ich *hasse* Schnee wie die Pest!)
>>> Macken gibt's ...
>> Ich w�nsche _niemandem_ (nichtmal dem Veith) "meine" 90% Schwerbehin-
>> derung, [usw.]
>
> Du, ich will das nicht durchwinken, aber das ist eine andere Wiese.
>
> Wenn ich keinen Whisky vertrage, trinke ich keinen. Wenn ich Flugangst
> habe, fahr ich mit dem Zug. Und Hawaii muss ich mir eben abschmiken.
>
> Kein Grund, Flugzeuge oder Whisky (oder den, er ihn mir arglos anbietet)
> zu hassen.
>
> Aber klar, sag jetzt nichts, mir fehlt die n�tige Gelassenheit auch
> manchmal, wenn ich sie am meisten gebrauchen kann.
>

Mein Kumpel ha�t rote Ampeln.
Als Choleriker br�llt er sie regelm��ig an, wenn sie gerade
auf rot stehen, wenn er da lang fahren will. Idiotisch oder?

BGE

Florian Ritter

unread,
Jan 5, 2010, 4:01:25 AM1/5/10
to
On 5 Jan., 05:49, boris gerlach
<drstrange_REMOVE_THIS_CRAP_2...@doctor-strange.de> wrote:

> >>>> (Ich *hasse* Schnee wie die Pest!)
> >>> Macken gibt's ...

> >> Ich wünsche _niemandem_ (nichtmal dem Veith) "meine" 90% Schwerbehin-


> >> derung, [usw.]
>
> > Du, ich will das nicht durchwinken, aber das ist eine andere Wiese.
>
> > Wenn ich keinen Whisky vertrage, trinke ich keinen. Wenn ich Flugangst
> > habe, fahr ich mit dem Zug. Und Hawaii muss ich mir eben abschmiken.
>
> > Kein Grund, Flugzeuge oder Whisky (oder den, er ihn mir arglos anbietet)
> > zu hassen.
>

> > Aber klar, sag jetzt nichts, mir fehlt die nötige Gelassenheit auch


> > manchmal, wenn ich sie am meisten gebrauchen kann.
>

> Mein Kumpel haßt rote Ampeln.
> Als Choleriker brüllt er sie regelmäßig an, wenn sie gerade


> auf rot stehen, wenn er da lang fahren will. Idiotisch oder?

Und dieser Choleriker bist Du selbst?

Du, Jung, sowas kann man heute ganz gut antherapieren. Geeeh doch
einfach mal nach'n Ahzt.

Aber halt. Jetzt wird mir die Scheiße klar. Du willst ooch uff 90 %
kommen! So eene abjefeimte Sau, dieser Gerlach, sowat von abjewixt,
det gloobste ja jahnich.

Hätt ick'n nich ssujetraut, muß ick janz ehrlich ssujehm - FR

Florian Ritter

unread,
Jan 5, 2010, 4:06:49 AM1/5/10
to
On 4 Jan., 23:03, Knut Ochdorf <KnutOchd...@web.de> wrote:

> > Waren eigentlich zu DDR-Zeiten durchwahlen zur DB einfach so möglich?


> > Weil, ich kann mich daran erinnern das wir nach der Wende vom Stellwerk

> > nach Hannover telefonierten um den Unfallbericht anzuhören.


>
> Mir hat ein Lehrmeister, der bei der DR Vermittlungstechnik gelehrt hat,

> berichtet, daß es das auch schon zu DDR-Zeiten möglich war.

In irgendeinem DDR-Krimi - angesiedelt in den 60er Jahren - benutzten
die imperialistischen Sabogenten in ihrer grenzenlosen Abgefeimtheit
das Ost & West verbindende Telefonnetz der Berliner S-Bahn - FR

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Knut Ochdorf

unread,
Jan 5, 2010, 8:00:15 AM1/5/10
to
Norbert M�ller schrieb:

> War das in Baumschulenweg?

Ja, da auch.

Knut

gunter kühne

unread,
Jan 5, 2010, 12:15:00 PM1/5/10
to
gunter kᅵhne wrote:

> Frank Markopoulos wrote:
>
>> mx...@gmx.net (Martin Ebert) teilte uns am 04.01.10 mit:
>>
>>> * Also lt. Karte Fernmeldewesen hat es 84/86 schon erste Fern-
>>> kabel PCM/30 gegeben. Das scheint unstrittig.

gekᅵrzt


>>
>>> - Frage an Dich: Hat es vor der Wende *irgendwo* schon
>>> eine digitale Ortsvermittlung im ᅵffentlichen Netz gegeben?
>>
>> Ja. 2 Stᅵck. Neee, dreie. OZ100 - digitale OVSt mit 100 Anschlᅵssen;
>> entwickelt vom VEB Fernmeldewerk Leipzig 1987-1989.
>>

>>

>> Das letzte bekannte Exemplar (nᅵmlich das aus Dresden) gibt's hier
>> "live" anzugucken: www.ighft.de
>>

Genau diese Seite meint aber zu den Aufstellorten was anders.
siehe :
http://www.ighft.de/technik/oz100/oz100.htm
mfg
gk
Wichtige Mail an bastler100atarcorde

Message has been deleted

Jackie Schulz

unread,
Jan 6, 2010, 9:11:12 PM1/6/10
to

"Frank Markopoulos" <fm...@invalid.invalid> schrieb

> Programmiert war die OZ100 �brigens in einer w�sten Mixtur aus f�r den
> Z80 kompiliertem CHILL ("CCITT HIgh Level Language" - so eine Art C f�r
> Telefonvermittlungssysteme) und Maschinencode.

> http://books.google.de/books?id=07NmhqkOqwsC&pg=PA445&lpg=PA445&dq=ENSAD+oz100&source=bl&ots=OZEm8JKuOG&sig=tf9xixf1sQ3wdIaIQBPh-ctV8T8&hl=de&ei=ejZFS9O4MM_F_gaPhdGNAg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=2&ved=0CAsQ6AEwAQ#v=onepage&q=&f=false


Jackie Schulz

unread,
Jan 7, 2010, 7:34:23 AM1/7/10
to

boris gerlach

unread,
Jan 7, 2010, 12:01:15 PM1/7/10
to
Jackie Schulz schrieb:Da steht Mᅵll.

Das war, was sie wollten aber nicht geschafft hatten.
Die Entwicklung der DVZ200 wurde genau wie die der DKS200
1988/1989 eingestellt.
Im ᅵbrigen waren es Kopien des S12 von SEL.
Die Microfiche des Maulwurfs in Stuttgart durfte ich mir
bei der Stasi in der Rhinstraᅵe ansehen.
Der Maulwurf wurde mWn. nach der Wende wegen
Industriespionage bestraft.


BGE

gunter kühne

unread,
Jan 7, 2010, 12:05:13 PM1/7/10
to
Frank Markopoulos wrote:

> kueh...@front.ru (gunter kᅵhne) teilte uns am 05.01.10 mit:


>
>>>> Das letzte bekannte Exemplar (nᅵmlich das aus Dresden) gibt's hier
>>>> "live" anzugucken: www.ighft.de
>
>> Genau diese Seite meint aber zu den Aufstellorten was anders.
>> siehe :
>> http://www.ighft.de/technik/oz100/oz100.htm
>

> Bei allen Gᅵttern! Als gebᅵrtiger Leipziger, mit der bekannten
> besonderen "Liebe" zu Dresden ;-)))), kann man doch "Striesen" und
> "Pieschen" auch mal verwechseln. :-)
>
> Nein, ich habe dort nicht vorher nochmal nachgelesen, weil ich das
> Usenet nᅵmlich "nach Altvᅵter-Sitte" ;-) zumeist offline nutze. Mir
> ging's auch mehr um die "Werbung" fᅵr die IGHFT und deren ᅵffentliche
> Fundus-ᅵffnungstage, wo man sich die OZ100 _im Original_ angucken kann;
> zusammen mit de facto ALLEM, was es in der DDR an Fernmeldetechnik gab.
> Es wird klappernd und rasselnd sogar jeweils nochmal in Betrieb
> genommen. Ein einzigartiges Erlebnis fᅵr Interessierte! Eintritt ganze
> 1,- (!!!! - nicht etwa 10,- oder 20,- oder gar 50,- ...) Euro.
>
> Wer von Euch war noch NICHT dort?
>
> Aha! Du also?!
ich gestehe meine Schuld .
> Warum nicht, Genosse? Keine Zeit, kein Geld?! Kulturbanause! :-)

Zᅵhlt als ausrede .
Immer wen ich in Dresden bei der Verwandtschaft war kam immer was
dazwischen.
Aber ich Gelobe .
mich beim Nᅵchsten Besuch von Niemanden in der Verwandtschaft von einen
Besuch abbringen zu lassen.
> Und die Leute dort kennen halt nur "ihre Region" (also den ehemaligen
> Bezirk Dresden) - "Berlin, HSdDDR" war weiiiiit weg ... und Leipzig wie
> gesagt traditionell "menschlich-kulturelles Feindesland". ;-)))
Das hast Fein gesagt.

> Freital-Rabenau ... ahhh: die Erinnerung kehrt zurᅵck! Ca. Dezember 1989
> oder Jan. 1990 - das zweite Labormuster(!) aus dem VEB FMW Leipzig kam
> dorthin, als klar war, daᅵ diese Entwicklung mit der Wende numehr wohl
> "gestorben" war. Und die hatten dort keine Kabel fᅵr Endanschlᅵsse?!
> Naja, aber bestimmt einen Wende-Revoluzzer, der driiiiiiiiiiiiiingendst
> einen Anschluᅵ brauchte... ;-)
oh ich wohnte am Rand dieses Gebietes.
mit deiner Vermutung kᅵnntest du aber recht haben.

> Fachlich ist der Text der IGHFT jedenfalls 100%ig korrekt. *Ein* U880
> steuerte das Ding! Und es lief, einmal auf die besagte, fummelige Weise
> eingerichtet, tadellos und absolut wartungsarm. Defekte i.e.S. gab's de
> facto nur bei ᅵberspannung durch Blitzeinwirkung auf den Anschluᅵlei-
> tungen.
Den wichtigen Text gelᅵscht .
Ja es war interresannt deine ausfᅵhrungen dazu zu lesen :)
Danke
> Naja, die meisten Feinheiten habe ich mittlerweile leider vergessen...
jaja
jetzt erst wieder irgendwo im Usenet gelesen.
wen man ᅵber 50 ist und morgens ohne Schmerzen aufwacht, sollte man sich
Gedanken machen :(
>> mfg
>> gk


>
> So long...
> __
> |_
> | rank aus/(das) B(a)erl(e)in - weder richtig arm, noch wirklich sexy.
> | ;-)

G.K.

Message has been deleted

boris gerlach

unread,
Jan 8, 2010, 12:30:22 AM1/8/10
to
Frank Markopoulos schrieb:
> drstrange_REMOV...@doctor-strange.de (boris gerlach) teilte uns am 07.01.10 mit:
>
>>>> http://books.google.de/books?id=07NmhqkOqwsC&pg=PA445&lpg=PA445&dq=
>>>> ENSAD+oz100&source=bl&ots=OZEm8JKuOG&sig=tf9xixf1sQ3wdIaIQBPh-ctV8T
>>>> 8&hl=de&ei=ejZFS9O4MM_F_gaPhdGNAg&sa=X&oi=book_result&ct=result&res
>>>> num=2&ved=0CAsQ6AEwAQ#v=onepage&q=&f=false

>> Da steht M�ll.
>
> Du warst schneller. :-)


>
>> Das war, was sie wollten aber nicht geschafft hatten.
>

> Jep! Es gab WIMRE allenfalls VertragsVERHANDLUNGEN bzgl. Export der
> OZ100. Die Dinger waren noch so richtig "aus dem Vollen gefeilt"
> (sozusagen nach der "Lokomofeilow-Methode" gebastelt: Man gie�e einen
> riesigen Stahlklumpen und feile nun die darin versteckte Lokomotive
> heraus... ;-). Davon gab's insgesamt nur 'ne Handvoll Exemplare. Alle
> eher Labormuster-Charakter.

Es gab WIMRE keine richtig funktionierende Anlage.
Jedenfalls nicht in Berlin in der Edisonstra�e oder in der Elsenstra�e.
Ich bin da Zeitzuge und habe an der Takt und Ton HW mitgemacht.
Als die HW einigerma�en nachgebaut war, stellte man fest, da� diese Arbeit nur
20% des Aufwandes des gesamten Projekts ausmachte. Es fehlte noch die
SW an die man aber nicht rankam. Weltweit arbeiteten an der S12 SW einige
tausend Entwickler. WIMRE in Stuttgart allein knapp 6000. Mit modernsten SUN
Backbones und Sparc Workstations.
Wir hatten ca. 15 Softwerker mit einer Rechnerinfrastruktur, die mir
gottseidank entfallen ist. (U8000 gabs sowas vom EAW?) Auch hier hatten
sich die Genossen kr�ftigst verhoben. Die erste digitale gro�e Nebenstelle
(mehrere tausend Teilnehmer) die ich in der Elsenstra�e sah war eine 5630 (5625)
direkt aus Stuttgart als Testanlage.
Es wurden schon 1988 Kollegen nach Stuttgart delegiert.
Ich war dann ab 1990 im Rahmen eines know how transfers auch mit dabei
und lernte die SEL Produkte w�hrend 1/2 Jahres im Stuttgarter Hotels kennen.
Blieb dann nat�rlich da, als mein Abteilungsleiter mir damals schon nicht mehr
in der Elsenstra�e sondern dann in der Singerstra�e mitteilte mein Arbeitsplatz
w�re jemand anderem zugeteilt worden w�hrend ich das halbe Jahr in Stuttgart
know how aufnahm. Nun ratet mal was das wohl f�r einer war, der da meinen
Arbeitsplatz bekam. Dann lieber doch Schwaben. Der Abteilungsleiter dort in
Berlin ging wohl derletzt in Rente. Er war die gesamte Zeit f�r das Gesch�ft mit
den Russen pr�desteniert und hielt die alten Connections und er konnte 2
Flaschen Wdka trinken ohne merkbar zu schwanken oder zu lallen.
>
> Da ist der Autor aber heftig auf die T�T�R���-Propaganda reingefallen.
> Welch sp�ter Triumph f�r deren Macher. :-)


>
>> Die Entwicklung der DVZ200 wurde genau wie die der DKS200
>

> und auch der OZ100...
>
>> 1988/1989 eingestellt.
>
> Okay: OZ100 erst 1990...
>
>> Im �brigen waren es Kopien des S12 von SEL.
>
> Eben(d). Zumindest in grunds�tzlichen Teilen.


>
>> Die Microfiche des Maulwurfs in Stuttgart durfte ich mir

>> bei der Stasi in der Rhinstra�e ansehen.


>> Der Maulwurf wurde mWn. nach der Wende wegen
>> Industriespionage bestraft.
>

> Okay, Wissen mu� an sich immer frei sein -

Man schiebst ja gerade den Kommis in China rgegelrecht hinten rein.
Weiter so.

> aber in diesem Fall dennoch:
> ACK! Gut so.
>
>> BGE
>

Frank Markopoulos

unread,
Jan 8, 2010, 2:10:00 AM1/8/10
to
drstrange_REMOV...@doctor-strange.de (boris gerlach) teilte uns am 08.01.10 mit:

>> Jep! Es gab WIMRE allenfalls VertragsVERHANDLUNGEN bzgl. Export der
>> OZ100. Die Dinger waren noch so richtig "aus dem Vollen gefeilt"

^^^^^


>> (sozusagen nach der "Lokomofeilow-Methode" gebastelt: Man gie�e
>> einen riesigen Stahlklumpen und feile nun die darin versteckte
>> Lokomotive heraus... ;-). Davon gab's insgesamt nur 'ne Handvoll
>> Exemplare. Alle eher Labormuster-Charakter.

> Es gab WIMRE keine richtig funktionierende Anlage.

Jetzt redest Du aber von der DVZ200, nicht der OZ100 wie ich:

> Jedenfalls nicht in Berlin in der Edisonstra�e oder in der
> Elsenstra�e. Ich bin da Zeitzuge und habe an der Takt und Ton HW
> mitgemacht. Als die HW einigerma�en nachgebaut war, stellte man fest,
> da� diese Arbeit nur 20% des Aufwandes des gesamten Projekts
> ausmachte. Es fehlte noch die SW an die man aber nicht rankam.
> Weltweit arbeiteten an der S12 SW einige tausend Entwickler. WIMRE in
> Stuttgart allein knapp 6000. Mit modernsten SUN Backbones und Sparc
> Workstations.

Es waren zwar m.W. "nur" knapp 5000 Leute weltweit(!) - aber he: in
Worten: F�NFTAUSEND Menschen! "Nur" f�r die SW!! Bitte sich mal diese
Menschenmenge im Geiste auf einem Haufen vorstellen...

> Wir hatten ca. 15 Softwerker mit einer Rechnerinfrastruktur, die mir
> gottseidank entfallen ist. (U8000 gabs sowas vom EAW?)

Jep.

Und lief unter WEGA - der DDRschen Unix-Raubko^WNachbau. Habe Ende 1987
einen umfangreichen Lehrgang zu WEGA gemacht. Der CHILL-Crosscompiler
f�r den Z80 lief darunter.

Ich habe dazu zwar noch nie "wirkliche" Hintergrundinfos gehabt, m�chte
aber wetten, da� das "Ger�st" dieses CrossCompilers _nicht_ in der
D�D�R� "gewachsen" war. Allerdings ist es nur schwer vorstellbar, da�
man Mitte/Ende der 80er Jahre im Westen bei vermittlungstechnischen
Systemen auch noch mit Z80(!) gearbeitet hat. Oder vielleicht doch?
Irgendwelche kleinen NSt-Anl. oder sowas der Art vielleicht?!

Ich habe jedenfalls seinerzeit nur das Ergebnis dieses aus CHILL
kompilierten Z80-Codes gesehen. (Ich konnte das damals als Hex-Listing
wie Klartext lesen, es also direkt im Kopf reassemblieren - d.h. hatte
de facto die ganze Codetabelle in Hexadezimalformat im Kopf, was beim
Z80 ja noch gut ging, da sie sehr logisch aufgebaut war. Selbst heute
noch wei� ich vieles aus dem EffEff: "01 yy xx" ist "LD BC,xxyy"; "11 yy
xx" dann "LD DE,xxyy" und "21 yy xx" ist "LD HL,xxyy". That was easy.)

Und das Ergebnis war schon sehr gut durchoptimiert und im Unterschied zu
den bekannten BASIC-Compilern unter "SCPX" (dem DDR-CP/M f�r den Z80)
wirklich *NUR* f�r den Z80 und nicht den "ollen" 8080 gedacht. Es wurde
also viel mit den Z80-Blockbefehlen gearbeitet bzw. sogar mit den
Schattenregistern, was bei dem hinter CHILL steckenden objektorientier-
ten Ansatz sehr sinnvoll war; und nat�rlich auch viel mit den IX- und
IY-Registern; INKLUSIVE der nichtdokumentierten Z80-"Geheimbefehle", die
ich erst dadurch �berhaupt kennen lernte und seither nicht mehr missen
mochte.

Ich hatte im �brigen gar nicht wirklich direkt mit der OZ100 zu tun,
sondern nur am Rande. Zusammen mit meinem megafreakigen Programmierer-
_Genie_ Manni haben wir n�mlich "nur" die Software von einem *Testger�t*
daf�r entwickelt - wir nannten es "TCS 2000": "Traffic & Call Simulator"
("2000" war Ende der 80er einfach _der_ Markenname f�r "Fortschritt"
schlechthin ;-).

Es handelte sich um eine Anlage, die mit 30 Anschlu�leitungen der OZ100
(oder jedes anderen Vermittlungssystems) gleichzeitig "herumspielte" -
sie also w�st nach Zufallsverfahren belegte, interne und externe Nummern
w�hlte und dabei die H�rt�ne(!) und Sprachqualit�t(!) - Verzerrungs-
messung bei verschiedenen Frequenzen: insbesondere Pr�fung, ob's keine
Bitfehler-Knackser gibt - sowie die Reaktionszeiten der Anlage bewertete
und analysierte. Also massive Lasttests fuhr...

Das Ding war unglaublich pfiffig. Und zwar sowohl die Hardware der
Me�stellenkarten (ob der mir damals vor Bewunderung fast die Kinnlade
runtergeklappt war!) als auch die Software. Der Steuerrechner war ein
BC5120, also ein Z80-Tischcomputer, f�r den wir zwei eine eigene
Programmiersprache f�r den TCS2000 geschaffen haben: "MuProCoL" - "Multi
PROcess COntrol Language". Das war eine Art BASIC mit Multitaskingf�hig-
keiten. L�nge des Programms selber: ca. 6,5 KB(!) - wie gesagt: das lief
unter einem Z80 mit 2,5 MHz und mit insgesamnt nur 48 KB RAM! Reiner
Wahnsinn! :-) Nur f�r die Floppy-Arbeit griffen wir auf "SCPX" zur�ck;
den Rest der Hardware (insbesondere Bildschirm und Tastatur) verwaltete
MUPROCOL nat�rlich selber (das mit dem Bildschirm war das schwierigste
im Rahmen dieses Multitasking-Ansatzes).

> Auch hier hatten sich die Genossen kr�ftigst
> verhoben. Die erste digitale gro�e Nebenstelle (mehrere tausend
> Teilnehmer) die ich in der Elsenstra�e sah war eine 5630 (5625)
> direkt aus Stuttgart als Testanlage. Es wurden schon 1988 Kollegen
> nach Stuttgart delegiert.

Was m�gen _das_ f�r Leute gewesen sein?!

> Ich war dann ab 1990 im Rahmen eines know
> how transfers auch mit dabei und lernte die SEL Produkte w�hrend 1/2
> Jahres im Stuttgarter Hotels kennen.

So ging's mir ca. 1 Jahr sp�ter in Bezug auf N�rnberg: Fa. PKI (Philips
Kommunikations Industrie; heute m.W. von Alcatel-Lucent �bernommen). Die
lieferten ein "kleines aber feines" Vermittlungssystem f�r "Sondertech-
niken" namens "Passt". Vorteil gegen�ber den "Kawenzm�nnern" S12 und
EWSD: alles CMOS und deshalb niedrigster Stromverbrauch (gesamte Anlage
in Vollausbau ca. 500 W - deshalb war keine Klimatisierung n�tig), sowie
recht klein (konnte in normalen B�ror�umen stehen, weil v�llig lautlos
arbeitend; nichtmal L�fter surrten - da ist heute jedes gute Notebook
lauter....).

Eingesetzt wurde das bei der Telekom als Platzabfragesystem/ACD f�r die
Auskunft und die St�rungsannahme. (Bundesweit in recht respektablen
St�ckzahlen.) Da habe ich einen 1/2-j�hrigen Systemspezialistenkurs
gemacht. Und in diesem Zusammenhang auch deren Supporthardware sowie die
Programmiererteams kennen gelernt. Waren 300 Leute, und der zentrale
Mainframe hatte die damals *unvorstellbare* Speicherkapazit�t von 5 GB -
ob der �blichen 20...40-MB-HDs blieb mir da die Kinnlade unten... ;-)

Besonders begeistert hat mich seinezeit �brigens deren Dokomenten-
management - also wie die die Handb�cher anlagenindividuell generierten
und nach wenigen Minuten "Denkpause" sofort auf Farblaserdruckern <WOW!>
ausdruckten. Wenn ich daran dachte, was wir gerade damit immer f�r �rger
hatten, das manuell zusammenzufummeln - und die saubeste Ausdruckform
�berhaupt waren 9-Nadeldrucker hellgrau auf dunkelgelbem Recycling-
Endlospapier, bei gutem Licht gerade so zu entziffern... und dort kamen
sofort "richtige B�cher" auf Hochglanzpapier raus, schon gebunden... das
war f�r mich _der_ Kulturschock schlechthin!!! Das mit der DDR *konnte*
so ja nichts werden...

Und noch ein kleines Detail am Rande: Damals gab es noch den "zahmen"
Kapitalismus in der BRD: F�r mich der NOCH gr��ere Kulturschock war
deren Mitarbeiter-Kantine: "Sozialismus im kapitalistischen Umfeld".
Komponentenessen - aber jede einzelne Komponente kam nur wenige
Groschen; und ein vollwertiges Dreigangmen� (geschmacksm��ig �brigens
un�bertrefflich gut - ich schw�rme heute noch davon!!!) aus Vorspeise/
Salat, Hauptgang (inkl. VIEL Fleisch) und Dessert sowie ein Getr�nk kam
unter 2,- DM!!! Und trotzdem wurde gesagt: "Dr. Pr�fer - Sie sind ja aus
dem Osten, Sie verdienen dort bekanntlich noch nicht genug. Sie bekommen
f�r den Zeitraum des Lehrgangs eine G�stekarte. W�hlen Sie aus, was Sie
wollen, und gut ist's..." Au�erdem wurden wir eh oft in der Vorstands-
Cafeteria bek�stigt. Da waren ja auch ein paar "Entscheidungstr�ger" aus
dem Einkauf dabei... ;-))) Und auch ansonsten war dort ein faszinierend
lockeres und tolerantes Betriebsklima. Naja, okay - _wo_ bitte sitzt der
Mutterkonzern Philips doch gleich? In der BRD? Nein?! Eben drum! :-)

PS: Ich habe mein XNA mal weggemacht.

So long...
__
|_
| rank aus/(das) B(a)erl(e)in - weder richtig arm, noch wirklich sexy. ;-)

--
Manchmal denke ich, einige Sachen gab es nirgendwo, weil irgendjemand irgendwo
soviel davon nahm, wie er konnte, weil er bef�rchtete, da� es irgendwann davon
nirgendwo mehr irgendwas gibt, weil das andere auch so machen.
(theo...@web.de am 23.05.03 in daf.DDR zu gewissen DDR-Gepflogenheiten)

boris gerlach

unread,
Jan 8, 2010, 3:57:28 AM1/8/10
to
Frank Markopoulos schrieb:

> drstrange_REMOV...@doctor-strange.de (boris gerlach) teilte uns am 08.01.10 mit:
>
>>> Jep! Es gab WIMRE allenfalls VertragsVERHANDLUNGEN bzgl. Export der
>>> OZ100. Die Dinger waren noch so richtig "aus dem Vollen gefeilt"
> ^^^^^
>>> (sozusagen nach der "Lokomofeilow-Methode" gebastelt: Man gie�e
>>> einen riesigen Stahlklumpen und feile nun die darin versteckte
>>> Lokomotive heraus... ;-). Davon gab's insgesamt nur 'ne Handvoll
>>> Exemplare. Alle eher Labormuster-Charakter.
>
>> Es gab WIMRE keine richtig funktionierende Anlage.
>
> Jetzt redest Du aber von der DVZ200, nicht der OZ100 wie ich:

Wir vergessen immer eine Null.

DVZ2000
DKS2000
OZ2000?

Die OZ2000 kenne ich nicht.
Wird wohl auch nichts gewesen sein, denn das INT (ZFT(N)) arbeitete
mit Leipzig zusammen und woanders in der kleinen Zone war mMn
kein Potenzial mehr f�r so eine Aufgabe.
Mich hatte es dann sogar in die heiligen Hallen der �bertragungstechnik
verschlagen aber das ging nicht lange gut.


>> Jedenfalls nicht in Berlin in der Edisonstra�e oder in der
>> Elsenstra�e. Ich bin da Zeitzuge und habe an der Takt und Ton HW
>> mitgemacht. Als die HW einigerma�en nachgebaut war, stellte man fest,
>> da� diese Arbeit nur 20% des Aufwandes des gesamten Projekts
>> ausmachte. Es fehlte noch die SW an die man aber nicht rankam.
>> Weltweit arbeiteten an der S12 SW einige tausend Entwickler. WIMRE in
>> Stuttgart allein knapp 6000. Mit modernsten SUN Backbones und Sparc
>> Workstations.
>
> Es waren zwar m.W. "nur" knapp 5000 Leute weltweit(!) - aber he: in
> Worten: F�NFTAUSEND Menschen! "Nur" f�r die SW!! Bitte sich mal diese
> Menschenmenge im Geiste auf einem Haufen vorstellen...

Kann sein, hier z�hlte man nicht nur reine Entwicklung sondern auch eine
umfangreiche SW Integration und SW Validation dazu. Dazu kamen Technical Support
Center, Feldbetreung etc. Glaub mir 6000 Leute schrieben auf S12.
HW extra.

>
>> Wir hatten ca. 15 Softwerker mit einer Rechnerinfrastruktur, die mir
>> gottseidank entfallen ist. (U8000 gabs sowas vom EAW?)
>
> Jep.
>
> Und lief unter WEGA - der DDRschen Unix-Raubko^WNachbau. Habe Ende 1987
> einen umfangreichen Lehrgang zu WEGA gemacht. Der CHILL-Crosscompiler
> f�r den Z80 lief darunter.

Z80 hab ich hier nie gesehen. Die Nebenstellenanlage 4220 an der ich ab 1990
mitentwickelte hatte den 80168 Intel Chip im ISDN-Teil, und den 68000
(68020) von Motorola im Analog bzw.Digitalteil. Das war in meiner
Frankreichzeit 1990-1992.
Der Rest waren irgendwelche speziellen Chips aus franz�sischer Produktion
(Dassault?)


> Ich habe dazu zwar noch nie "wirkliche" Hintergrundinfos gehabt, m�chte
> aber wetten, da� das "Ger�st" dieses CrossCompilers _nicht_ in der
> D�D�R� "gewachsen" war. Allerdings ist es nur schwer vorstellbar, da�
> man Mitte/Ende der 80er Jahre im Westen bei vermittlungstechnischen
> Systemen auch noch mit Z80(!) gearbeitet hat. Oder vielleicht doch?
> Irgendwelche kleinen NSt-Anl. oder sowas der Art vielleicht?!

Siehe oben.

> Und das Ergebnis war schon sehr gut durchoptimiert und im Unterschied zu
> den bekannten BASIC-Compilern unter "SCPX" (dem DDR-CP/M f�r den Z80)
> wirklich *NUR* f�r den Z80 und nicht den "ollen" 8080 gedacht. Es wurde
> also viel mit den Z80-Blockbefehlen gearbeitet bzw. sogar mit den
> Schattenregistern, was bei dem hinter CHILL steckenden objektorientier-
> ten Ansatz sehr sinnvoll war; und nat�rlich auch viel mit den IX- und
> IY-Registern; INKLUSIVE der nichtdokumentierten Z80-"Geheimbefehle", die
> ich erst dadurch �berhaupt kennen lernte und seither nicht mehr missen
> mochte.

Ich bin bekenneder HWler und habe mich immer vor der Bitschieberei gedr�ckt.


>
> Ich hatte im �brigen gar nicht wirklich direkt mit der OZ100 zu tun,
> sondern nur am Rande. Zusammen mit meinem megafreakigen Programmierer-
> _Genie_ Manni haben wir n�mlich "nur" die Software von einem *Testger�t*
> daf�r entwickelt - wir nannten es "TCS 2000": "Traffic & Call Simulator"
> ("2000" war Ende der 80er einfach _der_ Markenname f�r "Fortschritt"
> schlechthin ;-).

Die hatten wir aus der Schweiz. Kisten so gro� wie ein kleiner K�hlschrank und
konnten alle m�glichen Protokolle wie auch analoge NDDI und DDI Features. bzw
franz. ISDN oder 1TR6 oder Euro-ISDN. (S0 T0 T1 T2)
Wir nutzten die in der Integration f�r Dauertests, Robustness und Lasttests.
Manchmal ists besser man kauft was ein.


>
> Es handelte sich um eine Anlage, die mit 30 Anschlu�leitungen der OZ100
> (oder jedes anderen Vermittlungssystems) gleichzeitig "herumspielte" -
> sie also w�st nach Zufallsverfahren belegte, interne und externe Nummern
> w�hlte und dabei die H�rt�ne(!) und Sprachqualit�t(!) - Verzerrungs-
> messung bei verschiedenen Frequenzen: insbesondere Pr�fung, ob's keine
> Bitfehler-Knackser gibt - sowie die Reaktionszeiten der Anlage bewertete
> und analysierte. Also massive Lasttests fuhr...

Kennst Du noch die gute alte Besenstielmethode? 20 H�rer an eine Besenstiel
und dann abheben und auflegen synchron. Man kann auch Last ohne technischen
Schnickschnak erzeugen.

>> direkt aus Stuttgart als Testanlage. Es wurden schon 1988 Kollegen
>> nach Stuttgart delegiert.
>
> Was m�gen _das_ f�r Leute gewesen sein?!

Zuverl�ssige. Was sonst ;-)

> Besonders begeistert hat mich seinezeit �brigens deren Dokomenten-
> management - also wie die die Handb�cher anlagenindividuell generierten
> und nach wenigen Minuten "Denkpause" sofort auf Farblaserdruckern <WOW!>
> ausdruckten. Wenn ich daran dachte, was wir gerade damit immer f�r �rger
> hatten, das manuell zusammenzufummeln - und die saubeste Ausdruckform
> �berhaupt waren 9-Nadeldrucker hellgrau auf dunkelgelbem Recycling-
> Endlospapier, bei gutem Licht gerade so zu entziffern... und dort kamen
> sofort "richtige B�cher" auf Hochglanzpapier raus, schon gebunden... das
> war f�r mich _der_ Kulturschock schlechthin!!! Das mit der DDR *konnte*
> so ja nichts werden...

Mein Reden seit 45. Da hilft auch alle �berzeugung nix.
Obwohl die Dokumentationsabteilung schon noch W�nsche offen lie�.

> Und noch ein kleines Detail am Rande: Damals gab es noch den "zahmen"
> Kapitalismus in der BRD: F�r mich der NOCH gr��ere Kulturschock war
> deren Mitarbeiter-Kantine: "Sozialismus im kapitalistischen Umfeld".
> Komponentenessen - aber jede einzelne Komponente kam nur wenige
> Groschen; und ein vollwertiges Dreigangmen� (geschmacksm��ig �brigens
> un�bertrefflich gut - ich schw�rme heute noch davon!!!) aus Vorspeise/
> Salat, Hauptgang (inkl. VIEL Fleisch) und Dessert sowie ein Getr�nk kam
> unter 2,- DM!!!

Essen 1 damals 1,60 DM Essen 2 2,30 DM Essen 3 3,20 DM.

> Und trotzdem wurde gesagt: "Dr. Pr�fer - Sie sind ja aus
> dem Osten, Sie verdienen dort bekanntlich noch nicht genug. Sie bekommen
> f�r den Zeitraum des Lehrgangs eine G�stekarte.

Das wurde letztens abgeschafft.

> W�hlen Sie aus, was Sie
> wollen, und gut ist's..." Au�erdem wurden wir eh oft in der Vorstands-
> Cafeteria bek�stigt. Da waren ja auch ein paar "Entscheidungstr�ger" aus
> dem Einkauf dabei... ;-))) Und auch ansonsten war dort ein faszinierend
> lockeres und tolerantes Betriebsklima. Naja, okay - _wo_ bitte sitzt der
> Mutterkonzern Philips doch gleich? In der BRD? Nein?! Eben drum! :-)

Ich war schon in vielen Westbetrieben die R&D machen. Alle waren ausnamslos
sehr cool und locker drauf. Man l��t den Freaks die Freiheit sich zu entfalten.
Es gibt keine Genossen, die alles besser wissen.
BGE

Guido Grohmann

unread,
Jan 8, 2010, 4:17:01 AM1/8/10
to
boris gerlach schrieb:

> Wir hatten ca. 15 Softwerker mit einer Rechnerinfrastruktur, die mir
> gottseidank entfallen ist. (U8000 gabs sowas vom EAW?)

Könnte die P8000 gewesen sein.

Guido

Guido Grohmann

unread,
Jan 8, 2010, 4:23:30 AM1/8/10
to
Frank Markopoulos schrieb:

> Und lief unter WEGA - der DDRschen Unix-Raubko^WNachbau.

Die P8000 war wohl von der S8000 (Zilog?) "inspiriert". Habt ihr die mir
mehreren Terminals an einer Maschine eingesetzt?

Guido

Holger Kunadt

unread,
Jan 8, 2010, 4:44:27 AM1/8/10
to
Frank Markopoulos schrieb:

> Und lief unter WEGA - der DDRschen Unix-Raubko^WNachbau.

Einem. Bei Robotron hie� es MUTOS.

Qno

--
OHNE UNS!
Ausstellung zur Kunst & alternativen Kultur
in Dresden vor und nach '89
http://www.ohne-uns-dresden.de/wordpress/

boris gerlach

unread,
Jan 8, 2010, 5:42:29 AM1/8/10
to
Guido Grohmann schrieb:


Ja.
Ich tippte auf diesem Rechner 1989 die ersten Ausgaben des Telegraph ab
dessen erste Ausgaben ich hier noch im Archiv habe und verteilte sie weiter
wie sich das geh�rt.

Es war ein Multiuser Rechner.

Aber mehr als irgendwelche Spielereien fallen mir nicht dazu ein.
Anwendungen??? N�. Einmal die Woche kam so ein schlaksiger Admin
und mu�te die Kiste zum Laufen bringen weil wieder irgendwas nicht lief.
Damit wurden definitiv keine digitalen Vermittlunngszentralen entwickelt.
Das war Steinzeitrechentechnik allererster Sorte.

BGE

Guido Grohmann

unread,
Jan 8, 2010, 6:11:09 AM1/8/10
to
boris gerlach schrieb:

> Ich tippte auf diesem Rechner 1989 die ersten Ausgaben des Telegraph ab
> dessen erste Ausgaben ich hier noch im Archiv habe und verteilte sie weiter

> wie sich das gehört.

Ahja. Möchte nicht wissen, wiviel Arbeitszeit damals damit vergeutet
wurde, abzuschreiben. Habe ich auch mal gemacht.

> Es war ein Multiuser Rechner.

Schon klar, war ja ein altes UNIX.

> Aber mehr als irgendwelche Spielereien fallen mir nicht dazu ein.

> Anwendungen??? Nö.

Ich habe nie damit gearbeitet. Es soll ein paar Anwendungen gegeben haben.

> Einmal die Woche kam so ein schlaksiger Admin

> und mußte die Kiste zum Laufen bringen weil wieder irgendwas nicht lief.

Ist ja wie heute bei Windows.

> Damit wurden definitiv keine digitalen Vermittlunngszentralen entwickelt.

Ich weiß nur, daß die Dinger irgendiwie in der "Post" eingestzt wurden,
in Vermittlungen, mehr nicht.

> Das war Steinzeitrechentechnik allererster Sorte.

Naja, 1989 war es vom Ansatz her fortschrittlicher als die (W)Intel-PCs.
Gab es da schon UNIX-Workstations ala SUN oder HP? Ich kenne sowas erst
so von 1992. Oder lief Unix ende der 80er noch ausschließlich auf den
Großeisen?

Guido

boris gerlach

unread,
Jan 8, 2010, 9:02:29 AM1/8/10
to
Guido Grohmann schrieb:

[...]

>
> Naja, 1989 war es vom Ansatz her fortschrittlicher als die (W)Intel-PCs.
> Gab es da schon UNIX-Workstations ala SUN oder HP? Ich kenne sowas erst

> so von 1992. Oder lief Unix ende der 80er noch ausschlie�lich auf den
> Gro�eisen?

Nein In Stuttgart war ein komplettes Rechenzentrum seit 1988 am laufen.
SUN Server und Workstationen (WIMRE SPARC).

Guido Grohmann

unread,
Jan 8, 2010, 10:42:36 AM1/8/10
to
boris gerlach schrieb:

> Guido Grohmann schrieb:
>
> [...]
>
>>
>> Naja, 1989 war es vom Ansatz her fortschrittlicher als die
>> (W)Intel-PCs. Gab es da schon UNIX-Workstations ala SUN oder HP? Ich
>> kenne sowas erst so von 1992. Oder lief Unix ende der 80er noch
>> ausschließlich auf den Großeisen?

>
> Nein In Stuttgart war ein komplettes Rechenzentrum seit 1988 am laufen.
> SUN Server und Workstationen (WIMRE SPARC).

Die waren dann wirklich noch ganz neu (und sauteuer). 1987 kamen die
ersten SUN-Workstations auf den Markt. Ich habe 1993 das erste mal mit
sowas gearbeitet.

Guido

boris gerlach

unread,
Jan 8, 2010, 11:48:21 AM1/8/10
to
Guido Grohmann schrieb:

> boris gerlach schrieb:
>> Guido Grohmann schrieb:
>>
>> [...]
>>
>>>
>>> Naja, 1989 war es vom Ansatz her fortschrittlicher als die
>>> (W)Intel-PCs. Gab es da schon UNIX-Workstations ala SUN oder HP? Ich
>>> kenne sowas erst so von 1992. Oder lief Unix ende der 80er noch
>>> ausschlie�lich auf den Gro�eisen?
>>
>> Nein In Stuttgart war ein komplettes Rechenzentrum seit 1988 am laufen.
>> SUN Server und Workstationen (WIMRE SPARC).
>
> Die waren dann wirklich noch ganz neu (und sauteuer). 1987 kamen die
> ersten SUN-Workstations auf den Markt. Ich habe 1993 das erste mal mit
> sowas gearbeitet.
>
> Guido

Geld spielte damals keine Rolle.

Man war zusammen mit Siemens Hoflieferant der deutschen Post.

BGE

Martin Ebert

unread,
Jan 8, 2010, 12:10:10 PM1/8/10
to
Holger Kunadt schrieb:

> Frank Markopoulos schrieb:
>> Und lief unter WEGA - der DDRschen Unix-Raubko^WNachbau.

> Einem. Bei Robotron hie� es MUTOS.

Also der P8000.
Das war ein Standger�t bzw. zwei. 16bit-Prozessor.
Es gab mehrere Betriebssysteme daf�r. Das eine war
ein geklautes Unix; ich meine aus England.

Den P8000 gab es zeitlich in (mind) zwei Versionen; ich
habe beide da.

Das muss �brigens eine dafd-Zeitschleife sein.

Mt

Martin Ebert

unread,
Jan 8, 2010, 12:15:20 PM1/8/10
to
boris gerlach schrieb:
> Frank Markopoulos schrieb:

>>> direkt aus Stuttgart als Testanlage. Es wurden schon 1988 Kollegen
>>> nach Stuttgart delegiert.
>> Was m�gen _das_ f�r Leute gewesen sein?!

> Zuverl�ssige. Was sonst ;-)

Das scheint ab so 1986 Methode gehabt zu haben.

Im Stickstoffwerk liefen Honeywell-Prozessrechner. Die urspr�ngliche
Anwendungssoftware (Prozesssteuerung) wurde geliefert. Angepasst und
verbessert haben das aber DDR-Ingenieure.

Und etwa ab der o.g. zeit sind einige dann durchaus zu Honeywell nach
-�hmmm- Offenbach wohl.

�brigens hat sich die HVA und die HA XVIII (Volkswirtschaft) da auch
intensiv um Leute bem�ht - gerade in dieser Richtung.

Mt

Martin Ebert

unread,
Jan 8, 2010, 12:21:53 PM1/8/10
to
Guido Grohmann schrieb:
> boris gerlach schrieb:

[P8000]


>> Aber mehr als irgendwelche Spielereien fallen mir nicht dazu ein.

>> Anwendungen??? N�.

> Ich habe nie damit gearbeitet. Es soll ein paar Anwendungen gegeben haben.

Eher nicht so.
Das Ding war ja daf�r gedacht, dass die Programmierer in den Betrieben
die Anwendungen bauen.

Was �brigens etwas schwierig war: Der Schotter kam ohne Quellen.
Ich bin dann zum EAW gefahren und habe denen ein paar Quellen aus dem
kreuz geleiert: tar, cpio usw.
Es ging darum, das Ding vermittels V.24 an eine Audatec-Steuerung zu
kriegen. Damit die Produktionsdaten in Richtung Tagessteuerung und
Statistik laufen.

Und genau das (also Bedienung der Schnittstellen) mu�te man fein
selber bauen.

Lief einige Zeit ... dann kam die D-Mark.

Mt

Holger Kunadt

unread,
Jan 10, 2010, 4:21:32 AM1/10/10
to
Martin Ebert schrieb:

> Holger Kunadt schrieb:
> > Frank Markopoulos schrieb:
> >> Und lief unter WEGA - der DDRschen Unix-Raubko^WNachbau.

^^^


> > Einem. Bei Robotron hie� es MUTOS.
> Also der P8000.

Ich bezog mich lediglich darauf, da� WEGA nicht DER DDR-UNIX-Nachbau
war, sondern einer von mehreren ...

Bishi

unread,
Jan 10, 2010, 4:37:05 PM1/10/10
to
gunter kᅵhne schrieb:
> Knut Ochdorf wrote:
>
>> Bishi schrieb:
>>
>>> Waren eigentlich zu DDR-Zeiten durchwahlen zur DB einfach so mᅵglich?

>>> Weil, ich kann mich daran erinnern das wir nach der Wende vom Stellwerk
>>> nach Hannover telefonierten um den Unfallbericht anzuhᅵren.

>> Mir hat ein Lehrmeister, der bei der DR Vermittlungstechnik gelehrt hat,
>> berichtet, daᅵ es das auch schon zu DDR-Zeiten mᅵglich war.
>>
>> Knut
> Eigentlich war es schon viel Frᅵher Mᅵglich.
> Es war nur nicht ᅵberall unterbrochen worden.
> die Querverbindungsnummern waren meist nicht verᅵffentlicht.
>
Zur Wende waren sie es auf jeden Fall :-) Es kursierten jedenfalls
Listen mit Nummern in Richtung BASA-West :-) Wo immer die auch herkamen
keiner wusste es.

Bishi

Frank Markopoulos

unread,
Jan 10, 2010, 5:54:00 PM1/10/10
to
h.ku...@gmx.de (Holger Kunadt) teilte uns am 10.01.10 mit:

>>>> Und lief unter WEGA - der DDRschen Unix-Raubko^WNachbau.
> ^^^
>>> Einem. Bei Robotron hie� es MUTOS.

>> Also der P8000.

> Ich bezog mich lediglich darauf, da� WEGA nicht DER DDR-UNIX-Nachbau
> war, sondern einer von mehreren ...

Das habe ich durchaus verstanden.

Dennoch: Andere Baustelle. Mein "der" war mehr im Sinne von "dieser"
gemeint - ansonsten h�tte ich *gerade ich* das "der" n�mlich explizit
hervorgehoben: "_der_ DDRsche Unix-Raubko^WNachbau."

> Qno

So long...
__
|_
| rank aus/(das) B(a)erl(e)in - weder richtig arm, noch wirklich sexy. ;-)
--

Ich ziehe meine Schwingen ein. Wohl mir; schon athm' ich Freiheit. Ich seh's
wie fernes Alpengl�hen. O Morgenroth! Zum Ohr erklingt's wie leise Siegeslie-
der. Und in �der W�ste t�nt meine Stimme, wie Memnon's S�ule, der Morgenr�the
entgegen. -Karl Heinrich Ulrichs (Memnon II, S. 135, Schlu�satz, 1868)

Ingo Menger

unread,
Jan 21, 2010, 9:00:35 AM1/21/10
to
On 8 Jan., 12:11, Guido Grohmann <guido.grohm...@gmx.de> wrote:

> Naja, 1989 war es vom Ansatz her fortschrittlicher als die (W)Intel-PCs.
> Gab es da schon UNIX-Workstations ala SUN oder HP? Ich kenne sowas erst
> so von 1992. Oder lief Unix ende der 80er noch ausschließlich auf den
> Großeisen?

Woher denn?
UNIX wurde auf einer PDP - eine Maschine von Digital Equipment
Corporation (DEC) - entwickelt, lief auch DDR weit auf PDP 11/40
(bzw. deren russischer Entsprechung - kann der KRS 4000 gehießen
haben? Zählte jedenfalls als Kleinrechner. In deren Hardware-
Wartungsprogramm gab es ein original russisches Tetris).

Die PDP 11 war ein 16bit Rechner mit wegweisender Architektur - es gab
jeweils 64k Speicher für Programmcode und Daten - also ein getrenntes
Code und Datensegment. Das Codesegment war, was Programme im Usermodus
betraf, read-only, ein erheblicher Beitrag zur Programmsicherheit und -
stabilität. Um Platz im Datensegment zu sparen, hat man auch
Konstanten (etwa Texte, also Stringkonstanten) in das Codesegment
gelegt, bzw. es wurde dort vom C-Compiler hinkompiliert. Noch heute
steht in jeder C-FAQ die Frage, warum das Programm bei
strcpy("this is wrong", ...);
abstürzt, das kommt alles aus der Zeit.

Eine Bekannte von mir, die bei Mikromurks (Mikroelektronik Erfurt)
gearbeitet hat, hat mir erzählt, daß denen nur das beste und feinste
hingestellt wurde - echte PDP 11 aus dem Westen. Einmal sollen
russiche Wartungstechniker sehr verblüfft gewesen sein, daß es für
vermeintlich russiche Rechentechnik englische Dokumentationen gab. Die
Russen haben sie noch dümmer gehalten als uns. Ich meine, bei uns
wußte jeder, der in der EDV tätig war, wie die Originalmodelle hießen.

Martin Ebert

unread,
Jan 21, 2010, 4:40:41 PM1/21/10
to
Ingo Menger schrieb:

> UNIX wurde auf einer PDP - eine Maschine von Digital Equipment
> Corporation (DEC) - entwickelt, lief auch DDR weit auf PDP 11/40

> (bzw. deren russischer Entsprechung - kann der KRS 4000 gehie�en
> haben? Z�hlte jedenfalls als Kleinrechner. In deren Hardware-

4200 - m�chte ich meinen.

Mt

Martin Schade

unread,
Feb 2, 2010, 6:51:10 AM2/2/10
to
"Martin Ebert" <mx...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:hjahko$o8p$1...@news.eternal-september.org...
*

Die russische PDP-11-Clone hie�en SM4 (System Minimaschini).
Die russische RSX-Version hie� OSRW (OS Realnoi Wremeni)
Die Robotron-Version war der K1620 und K1630

Gr��e, Martin Schade


Christoph Maercker

unread,
Feb 5, 2010, 7:27:50 AM2/5/10
to
Martin Ebert wrote:
> Aus dem ganz normalen gassenbasierten NVA-Netz gab es ᅵbergᅵnge in
> das BASA. Und BASA hatte wiederum ᅵbergᅵnge in das ᅵffentliche Netz
> der DDR.
> Insoweit war es dem gelangweilten NVA-Soldaten im Bunker mᅵglich,
> via Gassenwahl mal ganz schick zu Hause anzurufen.

Bis wann ging das? Ein Nachrichtentechniker erzᅵhlte mir 1982/83, die
ᅵbergᅵnge zwischen Bahn- und Postnetz seien nach dem 17.06.1953 gekappt
worden, weil das Eisenbahnnetz von den Aufstᅵndischen benutzt wurde.
Sicherheitsᅵberlegungen im gleichen Zusammenhang seien zudem ein Grund
gewesen fᅵr das Vorwahlnummern-Chaos im ᅵffentlichen Telefonnetz der DDR.

--


CU Christoph Maercker.

gunter kühne

unread,
Feb 5, 2010, 1:08:41 PM2/5/10
to
Christoph Maercker wrote:

Ja es ging
Bis zum Schluss
aber nicht ᅵberall und aus allen Anlagen.
und es funktionierte bissel anders.

Ich habe das schon mindestens 100 mal erlᅵutert.
Nein und die Druchwahlnummern zu den einzelnen Dienstellen und die Nummern
mit denen die Leitungsumsetzer belegt waren standen nicht in jedem
Telefonbuch.
( Im Regelfall erfuhr nur eingewiesenes und ᅵberwachtes Personal davon.
und dann auch nur in dem eigenen Verantwortungsbereich.)
MFG
g.k.

André Grafe

unread,
Feb 5, 2010, 4:49:41 PM2/5/10
to
Welches Vorwahlnummern-Chaos im ᅵffentlichen Telefonnetz der DDR? Das
Vorwahlnummernsystem der DDR wurde eigentlich vollstᅵndig ᅵbernommen,
nur die erste Null wurde durch Null-Drei ersetzt. 030 ist Berlin, 0351
ist Dresden. Zu DDR-Zeiten war Dresden 051.

Andrᅵ

--
Andrᅵ Grafe
01239Dresden 51ᅵ00'27.10 N 13ᅵ47'43.02 E
http://www.boincstats.com/signature/user_1323769.gif

Knut Ochdorf

unread,
Feb 5, 2010, 5:41:59 PM2/5/10
to
Andrᅵ Grafe schrieb:

> Welches Vorwahlnummern-Chaos im ᅵffentlichen Telefonnetz der DDR? Das
> Vorwahlnummernsystem der DDR wurde eigentlich vollstᅵndig ᅵbernommen,
> nur die erste Null wurde durch Null-Drei ersetzt. 030 ist Berlin, 0351
> ist Dresden. Zu DDR-Zeiten war Dresden 051.

Und Berlin hatte 002, also nichts mit vollstᅵndig ᅵbernommen.

ᅵbrigens war Dresden 0051.

Knut

André Grafe

unread,
Feb 5, 2010, 5:47:42 PM2/5/10
to
Aber Westberlin hatte schon immer 030 aus dem Netz der Bundespost, da
ist dann Ostberlin einfach angehᅵngt worden. Und der Rest der DDR
eigentlich gleich mit. Das mit dem 0 oder 00 kam auf das Ortsnetz an aus
dem man anrief.

MfG, Andrᅵ

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Gerald Endres

unread,
Feb 5, 2010, 7:15:49 PM2/5/10
to
Andr� Grafe <Andre...@ewt-net.de> schrieb:

>Welches Vorwahlnummern-Chaos im �ffentlichen Telefonnetz der DDR?

Du fandst es nicht chaotisch, dass man den Ort Z aus A mit einer
anderen Vorwahl erreichte als aus B? Und von C aus war es wieder eine
andere Vorwahl.

Es war auch nicht chaotisch, dass ein erheblicher Teil der Anschl�sse
in der Gemeinde D nur �ber die Vorwahl des Nachbarorts E zu erreichen
war (Irgendwelche Kapazit�tsengp�sse in der Vermittlung in D)? So war
es zumindest bei mir in Kleinmachnow. Ich hatte Teltower Vorwahl und
war nur dar�ber erreichbar. Immerhin musste ich bei Anrufen ins
Ortsnetz Kleinmachnow keine Vorwahl w�hlen, wenn ich mich recht
erinnere.

>Das
>Vorwahlnummernsystem der DDR wurde eigentlich vollst�ndig �bernommen

Meine Vorwahl hat sich 91/92 mehrmals ge�ndert, w�hrend der Wohnsitz
derselbe blieb.

Gru�
Gerald
--
Kulturtermin - Vor 20 Jahren beschlie�t die Volkskammer der DDR
Meinungs- und Informationsfreiheit - Eine Sendung von Gerald Endres
Mittwoch, 10.2., um 19:04 Uhr in RBB Kulturradio
http://www.boen-end.de

Message has been deleted

Martin Ebert

unread,
Feb 5, 2010, 10:16:54 PM2/5/10
to
Andrᅵ Grafe schrieb:

> Welches Vorwahlnummern-Chaos im ᅵffentlichen Telefonnetz der DDR?

Erklᅵre ich Dir.

> Das
> Vorwahlnummernsystem der DDR wurde eigentlich vollstᅵndig ᅵbernommen,

<brᅵll>

Andrᅵ, Du hast wirklich was verpasst.

Ich kann es schlechter erklᅵren als Frank. Aber ich versuche
es mal. Mᅵglicherweise fehlen mir einige Fachvokabeln dabei.

Das ᅵffentliche Netz war ein Mischmasch aus zielbasiert und
gassenbasiert.

Das bedeutete fᅵr Rufnummern:
In *jedem* Nahbereich gab es andere Rufnummern fᅵr die nahen
Orte. Eine eindeutige Fernwahl fᅵr diesen nahen Ort gab es
nicht.

Das ist auch der Grund, warum die Deutsche Post die Telefon-
bᅵcher je Ortsbereich herausgab.

Hinzu kommt: Es gab Sondergassen (Rochade). Je nach Ort.

Merksatz:
Abgangsort definierte die zu wᅵhlende Nummer fᅵr Zielort.

Ich merke gerade:
Wie erzᅵhle ich diesen Schwachsinn meinem Kinde?
Also Andrᅵ verstehst schon nicht - wie soll das die nᅵchste
Generation denn verstehen?

Mt

Martin Ebert

unread,
Feb 5, 2010, 10:23:08 PM2/5/10
to
Andrᅵ Grafe schrieb:
> Knut Ochdorf:

>> Und Berlin hatte 002, also nichts mit vollstᅵndig ᅵbernommen.

Hᅵstel.

>> ᅵbrigens war Dresden 0051.

Frage mal die Orte rings um DD - was die als Vorwahl nahmen
um eine Ortsnummer in DD zu erreichen. Ich wᅵnsche guten
Erkenntnisgewinn.

> Aber Westberlin hatte schon immer 030 aus dem Netz der Bundespost, da

Hier ist dadf - wen interessiert denn das nun?

> ist dann Ostberlin einfach angehᅵngt worden. Und der Rest der DDR
> eigentlich gleich mit.

Korrekt.
Mit Deiner ursprᅵnglichen Fragestellung hat das nun aber NULL zu tun.

> Das mit dem 0 oder 00 kam auf das Ortsnetz an aus
> dem man anrief.

@Andrᅵ:
Trenne mal bitte zwei Dinge:

1) Fernbereich. Deine These der ᅵbernahme ist falsch.
Das stimmt fᅵr praktisch kein Ortsnetz.

2) Nahbereich: Du hast nicht verstanden, dass es vᅵllig andere
Vorwahlen im Ortsbereich gab.

Mt

boris gerlach

unread,
Feb 5, 2010, 10:25:55 PM2/5/10
to
Martin Ebert schrieb:

[...]

>
> Ich merke gerade:
> Wie erzᅵhle ich diesen Schwachsinn meinem Kinde?
> Also Andrᅵ verstehst schon nicht - wie soll das die nᅵchste
> Generation denn verstehen?


So wie Dein Kind nicht versteht, wie man eine Rᅵhre bauen muᅵ,
braucht es auch nicht verstehen wie das DDR Telefonnetz
funktionierte.

Totes Wissen.

BGE

Martin Ebert

unread,
Feb 5, 2010, 10:29:25 PM2/5/10
to
Gerald Endres schrieb:
> Andr� Grafe schrieb:

>> Welches Vorwahlnummern-Chaos im �ffentlichen Telefonnetz der DDR?

> Du fandst es nicht chaotisch, dass man den Ort Z aus A mit einer
> anderen Vorwahl erreichte als aus B? Und von C aus war es wieder eine
> andere Vorwahl.

F�r die Fernwahlen gilt das nur sehr eingeschr�nkt: Die Fernwahlen
waren zu sicher 95% identisch. Die restlichen 5% gehen dann auf
Sonder-Gassen.

> (Irgendwelche Kapazit�tsengp�sse in der Vermittlung in D)?

Das w�re dann das n�chste aufzumachende Fa�.

> So war es zumindest bei mir in Kleinmachnow.

Du z�hlst nicht: Klein-Posemuckel bei Teltow w�rde ich f�r die
Zeit "nach der Wende" als Sonderfall ansehen wollen.

Mt

Gerald Endres

unread,
Feb 6, 2010, 2:54:04 AM2/6/10
to
Martin Ebert <mx...@gmx.net> schrieb:

>Ich merke gerade:
>Wie erz�hle ich diesen Schwachsinn meinem Kinde?
>Also Andr� verstehst schon nicht - wie soll das die n�chste
>Generation denn verstehen?

Wir sollten vielleicht mal eine Liste aufmachen: Was man k�nftigen
Generationen einfach nicht erkl�ren kann.

Ich h�tte da.
- Berlin-Status
- S-Bahnhof Friedrichstr.

Jetzt k�me noch dazu:
- Telefonsystem der DDR

Kai Garlipp

unread,
Feb 6, 2010, 3:19:20 AM2/6/10
to
On 06.02.2010 04:16, Martin Ebert wrote:

> Das bedeutete f�r Rufnummern:
> In *jedem* Nahbereich gab es andere Rufnummern f�r die nahen
> Orte. Eine eindeutige Fernwahl f�r diesen nahen Ort gab es


> nicht.
>
> Das ist auch der Grund, warum die Deutsche Post die Telefon-

> b�cher je Ortsbereich herausgab.

Die Vorwahlb�cher gab es extra f�r jedes Ortsnetz (wobei es auch
Gemeinschaftsausgaben f�r mehrere benachbarte Ortsnetzbereiche gab um den Druck-
und Verteilaufwand zu verringern). Das eigentliche Telefonbuch war f�r den
ganzen Bezirk gleich. Aber da standen daf�r auch keine Vorwahlen drin.

Bye Kai

Gerald Endres

unread,
Feb 6, 2010, 3:52:17 AM2/6/10
to
Gerald Endres <g.en...@gmx.de> schrieb:

>- S-Bahnhof Friedrichstr.

Korrektur: Bahnhof Friedrichstr. insgesamt

Gru�
Gerald

--
http://www.boen-end.de

gunter kühne

unread,
Feb 6, 2010, 8:49:15 AM2/6/10
to
Martin Ebert wrote:

Das hᅵngt mit der Funktion des Netzes zusammen.
wenn man die alte ( analoge) Art begreift ist das eigentlich logisch.
MFG
G.K.
wobei ja die sondernetze ( egal welche ausser S2 ) noch anders
funktionierten.
--
Wichtige Mail an bastler100atarcorde

Rainer Lüdike

unread,
Feb 6, 2010, 8:55:48 AM2/6/10
to
Am 06.02.2010 04:16, schrieb Martin Ebert:
> André Grafe schrieb:
>
>
>> Welches Vorwahlnummern-Chaos im öffentlichen Telefonnetz der DDR?
>>
> Erkläre ich Dir.
>
>
>> Das
>> Vorwahlnummernsystem der DDR wurde eigentlich vollständig übernommen,
>>
> <brüll>
>
> André, Du hast wirklich was verpasst.
>
> Ich kann es schlechter erklären als Frank. Aber ich versuche
> es mal. Möglicherweise fehlen mir einige Fachvokabeln dabei.
>
> Das öffentliche Netz war ein Mischmasch aus zielbasiert und
> gassenbasiert.
>
>
Um es mit Dieter Nuhr höflich zu sagen: "Wenn man keine Ahnung hat -
einfach mal Fresse halten"

Im Vorwahlnetz der Post war jedem Ortsnetz eine Vorwahlnummer
zugeordnet. Diese konnte man von jedem Fernsprechapparat benutzen.
Es bedeutete jedoch, das dann für ein Gespräch in der Zone I (
Nahbereich) Gebühren wie für ein Gespräch in der Zone II bew. III
berechnet wurden.
Dieses Vorwahlnetz ist dann nach der Korrektur von Doppeltdeutigkeiten
in das westdeutschen Netz eingegliedert worden.
Ein Verständnis der technische Voraussetzung bzw. Mängel kann wohl von
dieser Runde nicht erwartet werden.

Rainer

Florian Ritter

unread,
Feb 6, 2010, 10:51:01 AM2/6/10
to
On 6 Feb., 08:54, Gerald Endres <g.end...@gmx.de> wrote:

> Wir sollten vielleicht mal eine Liste aufmachen: Was man künftigen
> Generationen einfach nicht erklären kann.
>
> Ich hätte da.


> - Berlin-Status
> - S-Bahnhof Friedrichstr.
>

> Jetzt käme noch dazu:
> - Telefonsystem der DDR

Weiters:

- die Existenz solch fragwürdiger Subjekte wie G. Endres
- die Greifswalder Brauerey

FR

Florian Ritter

unread,
Feb 6, 2010, 10:54:48 AM2/6/10
to
On 6 Feb., 09:19, Kai Garlipp <kai.garl...@gmx.net> wrote:
> On 06.02.2010 04:16, Martin Ebert wrote:
>
> > Das bedeutete für Rufnummern:
> > In *jedem* Nahbereich gab es andere Rufnummern für die nahen
> > Orte. Eine eindeutige Fernwahl für diesen nahen Ort gab es

> > nicht.
>
> > Das ist auch der Grund, warum die Deutsche Post die Telefon-
> > bücher je Ortsbereich herausgab.
>
> Die Vorwahlbücher gab es extra für jedes Ortsnetz (wobei es auch
> Gemeinschaftsausgaben für mehrere benachbarte Ortsnetzbereiche gab um den Druck-
> und Verteilaufwand zu verringern). Das eigentliche Telefonbuch war für den
> ganzen Bezirk gleich. Aber da standen dafür auch keine Vorwahlen drin.

Hm. Im Geschäftszimmer der Allg. Verwaltung unseres Adlershofer Inst.
lagen sämtlichen Branchenbücher der DDR auf, wohl für jeden Bezirk
eins. Bei Beschaffungsaktionen telefonierte ich manchmal halbe Tage
quer durch die DDR. Wie habe ich denn immer die passende Vorwahl
rausbekommen? FR

Gerald Endres

unread,
Feb 6, 2010, 11:47:15 AM2/6/10
to
Florian Ritter <flor...@yahoo.com> schrieb:

>- die Existenz solch fragw�rdiger Subjekte wie G. Endres

Nun, immerhin wandle ich im Lichte der �ffentlichkeit, w�hrend ein
anderer Gruppengenosse, der sich hier r�hmt, dass seine Gesch�fte in
der DDR nur knapp dem Auge der zust�ndigen Organe entgangen waren,
wahrscheinlich auch heute den diversen Aufsichts�mtern besser aus dem
Wege geht.

So verkommen die Abk�mmlinge einstmals guter Familien zu Spa�machern
in den Kaschemmen �bel beleumdeter Viertel, aka Usenet.

Nimm's nicht tragisch
Gerald

--
http://www.boen-end.de

Florian Ritter

unread,
Feb 6, 2010, 2:01:21 PM2/6/10
to
On 6 Feb., 17:47, Gerald Endres <g.end...@gmx.de> wrote:

> >- die Existenz solch fragwürdiger Subjekte wie G. Endres
>
> Nun, immerhin wandle ich im Lichte der Öffentlichkeit, während ein
> anderer Gruppengenosse, der sich hier rühmt, dass seine Geschäfte in
> der DDR nur knapp dem Auge der zuständigen Organe entgangen waren,
> wahrscheinlich auch heute den diversen Aufsichtsämtern besser aus dem
> Wege geht.
>
> So verkommen die Abkömmlinge einstmals guter Familien zu Spaßmachern
> in den Kaschemmen übel beleumdeter Viertel, aka Usenet.
>
> Nimm's nicht tragisch

Warum sollte ich Deine plumpen Schmeicheleyen als tragisch auffassen?

FR

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Knut Ochdorf

unread,
Apr 6, 2010, 8:20:07 AM4/6/10
to
Frank Nitzschner schrieb:

>> Nein. Induktive Teilnehmer sind Teilnehmer, die weit weg von der
>> Vermittlung waren. 500er Nummer dafür waren auch selten.
>>
>
> In irgendeiner Fernmeldevorschrift, welche ich mal in der Hand hatte,
> war die Nummernvergabe geregelt. Induktive Teilnehmer sollten WIMRE
> danach die 500er Nummern bekommen. Ob das auch allerdings überall so
> gehandhabt wurde..

Ich habe mal zu Ostern jemanden befragt, der sich damit auskennt. Der
meinte, es gab keine derartige Vorschrift. Wir sind auch noch in
Gedanken verschiedene Ämter durchgesprochen und haben nicht eines
gefunden, wo diese 500er Nummern hatten. Scheinbar ist das nur regional
so geregelt gewesen.

>> Hieraus könnte der Eindruck entstehen den Bishi beschrieb, daß nach der
>> Wende die Basa herangezogen wurde um die Leute schneller mit
>> Posttelefonen zu versorgen.
>>
>
> Und die nun zu zahlenden marktüblichen Preise für die Mietleitung
> loswerden..

Das auch. Zusätzlich sparte man sich Investitionen in Gebührenzähler und
den Aufwand der Abrechnung.

>> Auch MfS-Dienststellen außerhalb der Bahnhöfe hatten Basaanschlüsse.
>>
>
> Wurde da überall direkte Basaverbindung geschaffen? Logisch wäre es
> schon, da z.B. unsere Basa in Bad Schandau WIMRE nur zwei Postleitungen
> hatte. Wenn da zwei Mann gleichzeitig drüber telefonierten, war die Ein-
> und Auswahlschnittstelle dicht.


WIMRE waren das alles keine Postberechtigen Basa-Anschlüsse.

Knut

Knut Ochdorf

unread,
Apr 6, 2010, 9:01:06 AM4/6/10
to
gunter kühne schrieb:

> 2. Hat mal jemand von euch die alte Basa Dresden gesehen?? mischmasch
> aus System 65 und Gwn teils aus Bulgarien ( oder doch Rumänien
> Alzheimer!!!meine Zellen meinen aber Bukarest " irgend was
> politisches" )Mann bekam ja auch für die 5o er Systeme auch nur
> Ersatzteile vondenen. Nach Umlöten einigermassen gebrauchsfähig.

Du wirfst hier alles in einen Topf, was aber nicht zusammengehört.

Die GWN war die Basa Dresden, eine reine EB 5-Anlage, also System 29 mit
Vorwähler und Hebdrehwähler usw aus heimischer Produktion. Das System 65
gab es in der Basa nur als MSN 70 und das ist eine Kleinvermittlung.

Was Du meinen könntest, wäre die BAFESA Dresden, dort war das System 65
mit Koordinatenschalter standart.

Basa und Bafesa haben aber nichts gemeinsam, außer daß
Großnetzvermittlungen und Bafesa-Vermittlung in dem gleichen Gebäude
befanden.


Knut

Martin Ebert

unread,
Apr 6, 2010, 5:29:00 PM4/6/10
to
Knut Ochdorf schrieb:

> die BAFESA Dresden,

Was war das (funktional) bitteschön?

Eine genauere Erklärung (bitte neuer Thread) wäre aus
meiner Sicht wünschenswert.

Mt

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