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Beschilderung des Schutzstreifens an der westlichen Ostsee

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Holger Prüfert

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Aug 15, 2017, 1:04:58 PM8/15/17
to
Hallo zusammen,

weiß jemand, welche Beschriftung die Warnschilder am Schutzstreifen
zwischen Priwall und Steinbeck hatten? Am Schutzstreifen an der
Westgrenze standen ja gelbe Schilder mit der Aufschrift

SCHUTZSTREIFEN
Betreten und Befahren verboten!

Allerdings begann dort das Grenzgebiet bereits mit der vorgelagerten
Sperrzone.

Hintergrund der Frage ist, dass im Netz vereinzelt Bilder von Schildern
mit der Aufschrift

GRENZGEBIET
Schutzstreifen
Betreten und Befahren verboten!

zu finden sind, und ich mich Frage, ob diese Schilder von der Ostsee
stammen, oder ob dies einfach nur eine der diversen im Laufe der Zeit
vorgekommenen Beschriftungsvarianten von der Westgrenze ist.

MfG
Holger

Veith

unread,
Aug 16, 2017, 3:15:18 AM8/16/17
to
Am Dienstag, 15. August 2017 19:04:58 UTC+2 schrieb Holger Prüfert:

> weiß jemand, welche Beschriftung die Warnschilder am Schutzstreifen
> zwischen Priwall und Steinbeck hatten?

Diese sehr spezielle Frage, kann ich Dir nicht beantworten.

> SCHUTZSTREIFEN
> Betreten und Befahren verboten!

und

> GRENZGEBIET
> Schutzstreifen
> Betreten und Befahren verboten!

Das Grenzgebiet begann bekanntlich im Grundsatz ca. 5.000 m vor der Grenze,
der Schutzstreifen lag so 10 bis 25 m vor den Grenzzaun. An den Schutzstreifen
werden während des Grenzregimesrelativ wenig Menschen herangekommen sein.

Ich könnte mir vorstellen, dass - ähnlich wie in Berlin - in manchen Gegenden
das Grenzgebiet deutlich kleiner war und im Einzelfall ggf. mit dem
Schutzstreifen zusammenfiel.

Das könnte die Schildkombination erklären.

Mit der Frage wärest Du in einem Grenzer-Forum besser aufgehoben.

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter

Chr. Maercker

unread,
Aug 16, 2017, 6:34:34 AM8/16/17
to
Veith wrote:
> Das Grenzgebiet begann bekanntlich im Grundsatz ca. 5.000 m vor der Grenze,

.. besser bekannt als Sperrgebiet ...

> der Schutzstreifen lag so 10 bis 25 m vor den Grenzzaun. An den Schutzstreifen
> werden während des Grenzregimesrelativ wenig Menschen herangekommen sein.

Zum Schutzstreifen habe ich WIMRE vor Ewigkeiten was von 500m vor der
Staatsgrenze gelesen?

BTW: Heutzutage sind Schutzstreifen was völlig anderes, aber ebenfalls
nicht ungefährlich. ;-)
--


CU Chr. Maercker.

Holger Prüfert

unread,
Aug 16, 2017, 12:06:46 PM8/16/17
to
Am 16.08.2017 um 09:15 schrieb Veith:

> Das Grenzgebiet begann bekanntlich im Grundsatz ca. 5.000 m vor der Grenze,
> der Schutzstreifen lag so 10 bis 25 m vor den Grenzzaun. An den Schutzstreifen
> werden während des Grenzregimesrelativ wenig Menschen herangekommen sein.

Das dürfte für die Westgrenze sicherlich zutreffen.

Die Besonderheit an der Ostsee war aber, dass es dort keine vorgelagerte
Sperrzone gab, sondern nur den Schutzstreifen.

> Ich könnte mir vorstellen, dass - ähnlich wie in Berlin - in manchen Gegenden
> das Grenzgebiet deutlich kleiner war und im Einzelfall ggf. mit dem
> Schutzstreifen zusammenfiel.

... oder der Schutzstreifen war aus $Gründen so breit, dass die
Sperrzone entfiel ...

> Das könnte die Schildkombination erklären.

Wäre auch eine Möglichkeit, weiß ich nicht.

> Mit der Frage wärest Du in einem Grenzer-Forum besser aufgehoben.

Hatte ich ursprünglich auch vor. Allerdings waren mir die dortigen
Aufnahme-Rituale etwas zu umständlich für eine einzelne Frage.

Gruß
Holger

Holger Prüfert

unread,
Aug 16, 2017, 12:19:26 PM8/16/17
to
Am 16.08.2017 um 12:34 schrieb Chr. Maercker:
> Veith wrote:
>> Das Grenzgebiet begann bekanntlich im Grundsatz ca. 5.000 m vor der Grenze,
>
> .. besser bekannt als Sperrgebiet ...

Sperrzone (wenn auch auf älteren Schildern zuweilen falsch bezeichnet)

>> der Schutzstreifen lag so 10 bis 25 m vor den Grenzzaun. An den Schutzstreifen
>> werden während des Grenzregimesrelativ wenig Menschen herangekommen sein.
>
> Zum Schutzstreifen habe ich WIMRE vor Ewigkeiten was von 500m vor der
> Staatsgrenze gelesen?

Richtig, die ursprünglichen Festlegungen waren

5000m Sperrzone (nur an der Westgrenze)
500m Schutzstreifen (innerhalb Berlins 100m)
10m Kontrollstreifen

Mit dem Ausbau der Grenzanlagen nach 1961 fiel dann der Kontrollstreifen
weg und die Tiefen wurden nach Bedarf festgelegt.

In unbewohnten Gebieten begannen seit dem die Grenzsicherungsanlagen
direkt hinter den Schutzstreifen-Schildern.

> BTW: Heutzutage sind Schutzstreifen was völlig anderes, aber ebenfalls
> nicht ungefährlich. ;-)

Das betrifft mich als Fußgänger nicht ;-)

Gruß
Holger

Kai Garlipp

unread,
Aug 16, 2017, 4:52:37 PM8/16/17
to

> Verwandte Frage: Welches war eigentlich der westlichste öffentliche
> Badestrand? Häufig liest man Boltenhagen, aber ich hab auch schonmal
> Barendorf (bei Dassow) gelesen. Was stimmt?

Ab Botenhagen war der Weg zum Strand zu (ich meine da ist auch überall
Steilküste, also war der Zaun oben).

Barendorf war (wenn ich das richtig zusammen bekomme) schon im Grenzgebiet, also
nur mit Passierschein zugänglich.

Bye Kai

Veith

unread,
Aug 17, 2017, 5:05:43 AM8/17/17
to
Am Mittwoch, 16. August 2017 22:52:37 UTC+2 schrieb Kai Garlipp:

> > Verwandte Frage: Welches war eigentlich der westlichste öffentliche
> > Badestrand? Häufig liest man Boltenhagen, aber ich hab auch schonmal
> > Barendorf (bei Dassow) gelesen. Was stimmt?
>
> Ab Botenhagen war der Weg zum Strand zu (ich meine da ist auch überall
> Steilküste, also war der Zaun oben).

War an der Steilküste nicht der FKK-Strand?

Ich war Anfang der 1980er als Betreuer in einem Ferienlager (d.h. nicht wirklich "öffentlich"), das WIMRE *westlich* von Boltenhagen lag. Wir könnten
Nachts Lichter aus Richtung des Timmendorfer Strandes sehen.

> Barendorf war (wenn ich das richtig zusammen bekomme) schon im Grenzgebiet,
> also nur mit Passierschein zugänglich.

M.W. begann die Grenzsicherung zwischen Barendorf und Kalkhorst.

Allerdings: Wir hatten mal die Idee am Strand, außerhalbs des Ferienlagers zu
übernachten. Da die Ostsee teilweise mit Scheinwerfern abgesucht wurde, war das
schön "romantisch". Allerdings kam eine Grenzerstreife vorbei und bat uns zu
gehen, das sei nicht gestattet ... und ist erst einmal weitergegangen.

Jo, haben wir uns eben in Ruhe getrollt. Ob das so seine Richtigekut hatte, k.A.

Pe"verdammt lang her"ter

Kai Garlipp

unread,
Aug 17, 2017, 6:41:37 AM8/17/17
to
On 17.08.2017 11:05, Veith wrote:
> Am Mittwoch, 16. August 2017 22:52:37 UTC+2 schrieb Kai Garlipp:
>
>>> Verwandte Frage: Welches war eigentlich der westlichste öffentliche
>>> Badestrand? Häufig liest man Boltenhagen, aber ich hab auch schonmal
>>> Barendorf (bei Dassow) gelesen. Was stimmt?
>>
>> Ab Botenhagen war der Weg zum Strand zu (ich meine da ist auch überall
>> Steilküste, also war der Zaun oben).
>
> War an der Steilküste nicht der FKK-Strand?

So gut kenne ich das da auch nicht, nur aus Erzählungen. Und ich frage jetzt
nicht meinen Vater wie das da war, der da an der Grenze war (auch nicht zu der
Ursprungsfrage).

> Ich war Anfang der 1980er als Betreuer in einem Ferienlager (d.h. nicht wirklich "öffentlich"), das WIMRE *westlich* von Boltenhagen lag. Wir könnten
> Nachts Lichter aus Richtung des Timmendorfer Strandes sehen.

Das muss wohl ein spezial-Lager gewesen sein ^^

Ich bleibe dabei, ab Boltenhagen war der Strand zu, ein Zugang zur Lübecker
Bucht war nicht möglich

https://www.welt.de/reise/nah/article132152546/Von-der-Waffenschmiede-zum-Ostsee-Urlaubsparadies.html


>> Barendorf war (wenn ich das richtig zusammen bekomme) schon im Grenzgebiet,
>> also nur mit Passierschein zugänglich.
>
> M.W. begann die Grenzsicherung zwischen Barendorf und Kalkhorst.

An Land begann da das vorgelagerte Sperrgebiet. Entfernte Verwandte die da in
einem Dorf in dieser Ecke wohnten waren gerade noch erreichbar, kurz dahinter
war dann die Vorkontrolle. Ich müsste jetzt Zeitzeugen befragen (s.o. - will ich
aber nicht) welches Dorf offen war und welcher nicht.

> Allerdings: Wir hatten mal die Idee am Strand, außerhalbs des Ferienlagers zu
> übernachten. Da die Ostsee teilweise mit Scheinwerfern abgesucht wurde, war das
> schön "romantisch". Allerdings kam eine Grenzerstreife vorbei und bat uns zu
> gehen, das sei nicht gestattet ... und ist erst einmal weitergegangen.

Ostsee mit Scheinwerfern abgesucht, das hattest du fast überall

Bye Kai

Veith

unread,
Aug 17, 2017, 8:01:05 AM8/17/17
to
Am Donnerstag, 17. August 2017 12:41:37 UTC+2 schrieb Kai Garlipp:

> On 17.08.2017 11:05, Veith wrote:
> > Ich war Anfang der 1980er als Betreuer in einem Ferienlager (d.h. nicht
> > wirklich "öffentlich"), das WIMRE *westlich* von Boltenhagen lag. Wir
> > könnten Nachts Lichter aus Richtung des Timmendorfer Strandes sehen.
>
> Das muss wohl ein spezial-Lager gewesen sein ^^

Nööö, auch nicht besonders Abseits. Allerdings melde ich partiellen Alois an,
da sich hier durchaus meine Erinnerungen vermischen könnten. Schlichte Gründe:
Ich war mehrfach an der Ostsee, dort meist am Strand oder beim Umtrunk ;)

Erinnern kann ich mich an der FKK-Strand, an mehr oder weniger angrenzenden
FDGB-Strand und eine "Freiluftgastätte" für den Frühschoppen ("Eikelhäher"
oder so, ca. 20 min entfernt).

> Ich bleibe dabei, ab Boltenhagen war der Strand zu, ein Zugang zur Lübecker
> Bucht war nicht möglich
>
> https://www.welt.de/reise/nah/article132152546/Von-der-Waffenschmiede-zum-Ostsee-Urlaubsparadies.html

Nun, es ist von "Brook" die Rede und das ist die Höhe von Kalkhorst.

Anhand von GoogleMaps würde ich den Standort des Betriebsferienlagers beim
heutigen Golf-Platz verorten ... alles WIMRE.

Pe"An der Ostseeküste"ter

Kai Garlipp

unread,
Aug 17, 2017, 9:16:46 AM8/17/17
to
On 17.08.2017 14:01, Veith wrote:

> Nööö, auch nicht besonders Abseits. Allerdings melde ich partiellen Alois an,
> da sich hier durchaus meine Erinnerungen vermischen könnten. Schlichte Gründe:
> Ich war mehrfach an der Ostsee, dort meist am Strand oder beim Umtrunk ;)

Das wird es sicherlich sein, die Erinnerungen vermischen sich.

> Anhand von GoogleMaps würde ich den Standort des Betriebsferienlagers beim
> heutigen Golf-Platz verorten ... alles WIMRE.

Und dann ging es sicherlich an den Strand nach Boltenhagen (ich weiß nicht ob
der in Redewisch noch auf war). In welche Richtung eine Wanderung ging und wie
weit es war ist dann auch eine Frage der Erinnerung - Karten hatte man ja keine ;-)

Wenn es nicht sowieso woanders war, Tarnewitz war auch ein beliebter Ort für
Ferienlager und so.

Bye Kai

Holger Prüfert

unread,
Aug 17, 2017, 11:24:01 AM8/17/17
to
Am 17.08.2017 um 11:05 schrieb Veith:
> Am Mittwoch, 16. August 2017 22:52:37 UTC+2 schrieb Kai Garlipp:
>
>> Barendorf war (wenn ich das richtig zusammen bekomme) schon im
Grenzgebiet,
>> also nur mit Passierschein zugänglich.
>
> M.W. begann die Grenzsicherung zwischen Barendorf und Kalkhorst.

Laut Grenzordnung begann der Schutzstreifen in Steinbeck (Kr.
Grevesmühlen), heute Ortsteil von Klütz. Wie's in der Realität aussah
weiß ich nicht, war zu DDR-Zeiten nie in der Ecke.

> Allerdings: Wir hatten mal die Idee am Strand, außerhalbs des
Ferienlagers zu
> übernachten. Da die Ostsee teilweise mit Scheinwerfern abgesucht
wurde, war das
> schön "romantisch". Allerdings kam eine Grenzerstreife vorbei und bat
uns zu
> gehen, das sei nicht gestattet ... und ist erst einmal weitergegangen.
>
> Jo, haben wir uns eben in Ruhe getrollt. Ob das so seine Richtigekut
hatte, k.A.

Vermutlich ja. In der Grenzzone (ca. 5 km ab der Küsten-Basislinie und
alle Inseln) war campieren u. Ä. nur mit Schein und auf den genehmigten
Zeltplätzen gestattet.

Gruß
Holger

Chr. Maercker

unread,
Aug 17, 2017, 11:57:30 AM8/17/17
to
Holger Prüfert wrote:
> Am 16.08.2017 um 12:34 schrieb Chr. Maercker:
>> .. besser bekannt als Sperrgebiet ...
^^^^^^^
> Sperrzone (wenn auch auf älteren Schildern zuweilen falsch bezeichnet)

... dito in weiten Kreisen der Bevölkerung. Hab zu DDR-Zeiten fast nur
das Wort "Sperrgebiet" gehört.

>> BTW: Heutzutage sind Schutzstreifen was völlig anderes, aber ebenfalls
>> nicht ungefährlich. ;-)
>
> Das betrifft mich als Fußgänger nicht ;-)

ACK, im Gegensatz zu so genannten Radwegen.

--


CU Chr. Maercker.

Martin Ebert

unread,
Aug 21, 2017, 5:57:24 PM8/21/17
to
Am 17.08.2017 um 11:05 schrieb Veith:

> Allerdings: Wir hatten mal die Idee am Strand, außerhalbs des Ferienlagers zu
> übernachten. Da die Ostsee teilweise mit Scheinwerfern abgesucht wurde, war das
> schön "romantisch". Allerdings kam eine Grenzerstreife vorbei und bat uns zu
> gehen, das sei nicht gestattet ... und ist erst einmal weitergegangen.

Der *gesamte* Ostseestrand war aus DDR-Sicht Grenzgebiet.
U.a. durfte man sich Nachts nicht dort aufhalten, mit der
Westgrenze hatte das wenig zu tun.

Das wurde stichprobenartig auch kontrolliert. Und teilweise
führte das zu einer Nacht in der nächsten VP-Wache.

Mt

Martin Ebert

unread,
Aug 21, 2017, 5:59:26 PM8/21/17
to
Am 15.08.2017 um 19:04 schrieb Holger Prüfert:

> weiß jemand, welche Beschriftung die Warnschilder am Schutzstreifen zwischen Priwall und Steinbeck hatten?

Es sollte keine Besonderheiten gegeben haben. Deine Beispiele
sind wohl eher den verschiedenen Zeiten geschuldet.

In mehreren einschlägigen Foren treibt sich jemand rum,
der direkt auf der Westseite wohnte und heute als Sammler
fit im Thema ist: Den würde ich an Deiner Stelle fragen.

Mt


Martin Ebert

unread,
Aug 21, 2017, 6:04:15 PM8/21/17
to
Am 16.08.2017 um 09:15 schrieb Veith:

> Das Grenzgebiet begann bekanntlich im Grundsatz ca. 5.000 m vor der Grenze,

Ja.

> der Schutzstreifen lag so 10 bis 25 m vor den Grenzzaun. An den Schutzstreifen

500 Meter.

Du meinst offenbar den geeggten/geharkten Kontrollstreifen.

Mt

Martin Ebert

unread,
Aug 21, 2017, 6:07:56 PM8/21/17
to
Am 17.08.2017 um 17:23 schrieb Holger Prüfert:

> Laut Grenzordnung

von wann?

> begann der Schutzstreifen in Steinbeck (Kr. Grevesmühlen), heute
> Ortsteil von Klütz. Wie's in der Realität aussah weiß ich nicht, war
> zu DDR-Zeiten nie in der Ecke.

Ich frage aus folgendem Grund:
In den 1970er Jahren sind Korrekturen am Grenzgebiet vorgenommen
worden, beliebtes Beispiel ist Benneckenstein, was danach nicht
mehr Grenzgebiet war.

Es wäre zu prüfen, ob es da oben auch Korrekturen gab.

Mt

xylo...@gmail.com

unread,
Aug 22, 2017, 9:51:22 AM8/22/17
to
Am Montag, 21. August 2017 23:57:24 UTC+2 schrieb Martin Ebert:

>> Allerdings: Wir hatten mal die Idee am Strand, außerhalbs des Ferienlagers zu
>> übernachten. Da die Ostsee teilweise mit Scheinwerfern abgesucht wurde, war das
>> schön "romantisch". Allerdings kam eine Grenzerstreife vorbei und bat uns zu
>> gehen, das sei nicht gestattet ... und ist erst einmal weitergegangen.

> Der *gesamte* Ostseestrand war aus DDR-Sicht Grenzgebiet.
> U.a. durfte man sich Nachts nicht dort aufhalten, mit der
> Westgrenze hatte das wenig zu tun.

Im Nordosten Rügens (Juliusruh) ging das gesamte Ferienlager
auf die beliebte Nachtwanderung, und die führte im wesentlichen
den Strand entlang. Die Gören meinten, das obligatorische
Gespenst entdeckt zu haben und bewarfen es mit Sand und
festen Gegenständen - leider handelte es sich um zwei
Grenzer, die in einem Strandkorb der Ruhe pflogen.
Der Vorfall hatte keine Folgen, nur mußte der weitere Weg hinter
der Düne fortgesetzt werden.

> Das wurde stichprobenartig auch kontrolliert. Und teilweise
> führte das zu einer Nacht in der nächsten VP-Wache.

Besonders streng im Norden von Hiddensee - FR

Wilhelm Ernst

unread,
Aug 23, 2017, 2:40:20 PM8/23/17
to
Am Tue, 22 Aug 2017 06:51:21 -0700 (PDT)hat xylo...@gmail.com
erinnert:

>Im Nordosten Rügens (Juliusruh) ging das gesamte Ferienlager
>auf die beliebte Nachtwanderung, und die führte im wesentlichen
>den Strand entlang. Die Gören meinten, das obligatorische
>Gespenst entdeckt zu haben und bewarfen es mit Sand und
>festen Gegenständen - leider handelte es sich um zwei
>Grenzer, die in einem Strandkorb der Ruhe pflogen.
>Der Vorfall hatte keine Folgen, nur mußte der weitere Weg hinter
>der Düne fortgesetzt werden.
>
>> Das wurde stichprobenartig auch kontrolliert. Und teilweise
>> führte das zu einer Nacht in der nächsten VP-Wache.
>
>Besonders streng im Norden von Hiddensee - FR

Na Ehrwürden, hätte Ihnen nicht zugetraut, dass selbst Sie das
colportieren, was einige scribenten über Hiddensee fantasieren.
Vlt. doch das Alter?
Willi

Holger Prüfert

unread,
Aug 24, 2017, 3:21:24 AM8/24/17
to
Am 22.08.2017 um 00:07 schrieb Martin Ebert:
> Am 17.08.2017 um 17:23 schrieb Holger Prüfert:
>
>> Laut Grenzordnung
>
> von wann?

1964, 1972 und 1982.

>> begann der Schutzstreifen in Steinbeck (Kr. Grevesmühlen), heute
>> Ortsteil von Klütz. Wie's in der Realität aussah weiß ich nicht, war
>> zu DDR-Zeiten nie in der Ecke.
>
> Ich frage aus folgendem Grund:
> In den 1970er Jahren sind Korrekturen am Grenzgebiet vorgenommen
> worden, beliebtes Beispiel ist Benneckenstein, was danach nicht
> mehr Grenzgebiet war.
>
> Es wäre zu prüfen, ob es da oben auch Korrekturen gab.

Scheint in diesem Fall nicht so gewesen zu sein.

Gruß
Holger

Holger Prüfert

unread,
Aug 24, 2017, 3:22:19 AM8/24/17
to
Am 21.08.2017 um 23:59 schrieb Martin Ebert:

> In mehreren einschlägigen Foren treibt sich jemand rum,
> der direkt auf der Westseite wohnte und heute als Sammler
> fit im Thema ist: Den würde ich an Deiner Stelle fragen.

Danke für den Tipp, ich werd' mal schauen.

Gruß
Holger
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