UG
> Beworben werden u.a. "Harzer Würzfleich" und "Ragout fin".
> Ich lebe nun seit 1989 mit der Weisheit, beides wäre 100& identisch,
> "Ragout fin" nur der Indikator dafür, daß man in der neuen Zeit
> *hüstel* angekommen sei?
Das hatten wir hier schonmal. Ragout fin muß neben Geflügelfleisch
auch Kalbfleisch enthalten. Würzfleisch hingegen enthält statt Kalb
meist Schweinefleisch.
Überweisung nach drm zwecks endgültiger Verifikation.
> UG
Ronald.
--
Wenn ich mit Gott spreche ist es ein Gebet.
Spricht Gott mit mir - Psychose.
Dr. Eckhart von Hirschhausen im Quatsch Comedy Club
Es gab auch in der DDR Ragout fin!
Guido
UG
Mit (W)Orchestersoße.
Dresdner Exzellent.
Das Beste in 2 Geschmacksrichtungen.
Die eine war würzig scharf
rotbraunes Etikett, die andere
mild aromatisch hellgelbes Etikett
Auf der einen stand
Worchestersauce, auf der anderen
Worchestershiresauce was immer der
Unterschied sein mag.
Dann gabs auch noch Cumberland und
div. andere Saucen von Exzellent.
Sehr gut.
Im Würzfleisch war alles Mögliche drin.
Wie in der Soljanka, von der ich noch ein
Wahnsinnsrezept habe.(incl. angebissene
Bockwurstenden als Zutat.)
BGE
Daran soll man, wenn man meiner westdeutschen Freundin folgt, übrigens auch den Ostdeutschen erkennen:
Aus irgend einem Grunde muß man Wuuuuuuuuuuuustersauce sagen.
UG
on Sun, 15 Dec 2002 21:22:08 +0100, Boris Gerlach
<DRSt...@t-online.de> wrote:
>Mit (W)Orchestersoße.
>
>Dresdner Exzellent.
>Das Beste in 2 Geschmacksrichtungen.
>Die eine war würzig scharf
>rotbraunes Etikett, die andere
>mild aromatisch hellgelbes Etikett
>Auf der einen stand
>Worchestersauce, auf der anderen
>Worchestershiresauce was immer der
>Unterschied sein mag.
Worcester ist eine Stadt, Worcestershire die dazu gehörende
Grafschaft. Aber dass es da untrerschiedliche Soßen gibt, ist mir
neu...
Patrick
>Wie in der Soljanka, von der ich noch ein
>Wahnsinnsrezept habe.(incl. angebissene
>Bockwurstenden als Zutat.)
Apropo Soljanka: hatte erst am Montag wieder das vergnügen, eine
sachkundig zubereitete solche zu genießen. Was mir negativ auffiel:
die Unsitte, statt Saurer Sahne Sprüh-Schlagsahne zu verwenden, greift
immer weiter um sich. Wie einfach man doch mit einem kurzen
Fingerdruck ein eigentlich gutes Essen versauen kann . . .
Gruß Uwe
--
http://www.mc-kw-meerane.de
http://www.mc-kw-meerane.de/privat/index.html
"Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann feind wird.
Thomas Müntzer(1489-1525) 1524
on Sun, 15 Dec 2002 22:05:41 +0100, "Ulf Gutschmidt"
<ulfgut...@web.de> wrote:
Aus dem Grunde, dass im Englischen Worcester = "Wuster" (aber IMHO
kurzes "u"). Wusste ich aber schon zu DDR-Zeiten...
(Arkansas=Arkensooohh aber erst seit Clinton ;-)
Pat"Königs Worcesterhausen?"rick
> Apropo Soljanka: hatte erst am Montag wieder das vergnügen, eine
> sachkundig zubereitete solche zu genießen. Was mir negativ auffiel:
> die Unsitte, statt Saurer Sahne Sprüh-Schlagsahne zu verwenden, greift
> immer weiter um sich.
Westsoljana (bzw. diverse neue Ostsoljanka) ist mir auch ohne
süße Sahne meistens zu süß.
Matthias
--
__________________________________________________________
NewsGroups individuell filtern mit http://www.NewsSIEVE.de
> Mit (W)Orchestersoße.
:-)
>
> Dresdner Exzellent.
Kauf ich heute auch noch.
> Im Würzfleisch war alles Mögliche drin.
> Wie in der Soljanka, von der ich noch ein
> Wahnsinnsrezept habe.(incl. angebissene
> Bockwurstenden als Zutat.)
Soljanka hatte ich früher nie gegessen, die war einfach nur
heiß und fettig.:-(
Guido
>Westsoljana (bzw. diverse neue Ostsoljanka) ist mir auch ohne
>süße Sahne meistens zu süß.
War im Restaurant und frisch zu bereitet, abgesehen von der falschen
Sahne wirklich top.
Ultimative Soljanka nach Art der HOG Dreiklang/Schwedt.
Motto hier ein russisches Sprichwort:
"Reste? Das Beste!"
Grundsätzliches:
Soljanka besteht wie Bigos auch hauptsächlich
aus verschiedenen Wurstsorten. Nimmt man nur Fleisch,
heißt sie Fleischsoljanka nimmt man Fisch,
Fischsoljanka. Die Wurst, möglichst Dauerwurst
kann vorher angebraten werden.
Niemals Gewürz- oder Senfgurken immer s a u r e
Gurken benutzen.
Niemals süße Sahne, immer saure.
Zucker nur ein TL.
2große Zwiebeln 2 Knoblauchzehen(muß nicht)
200gr gerauchter Speck zerschnippeln und
in Margarine!! andünsten. Die Speckschwarte ganz
lassen und an die Suppe später mitrantun zum
auskochen.Eine rote Paprikaschote kleinschnippeln
und mitandünsten. Nun Tomatenmark (Dose oder 1/2 Tube)
dazu alles schön durchrühren.
300gr Rinderhals gewürfelt dazu und alles was an
Wurstresten so greifbar ist:
Angebissene Bockwurstenden, Cervelatwurst von der
gemischten Wurstplatte, Katenrauch, Salami,
Brühpolnische grob gepökelte Zunge (muß nicht)
Schinken vom Vortag und kalter Schweinebraten von der
Bratenplatte, Bierschinken , Jagdwurst usw.
kleinschnippeln und schön mitdurchschmurgeln.
5 saure Spreewälder Gurken (oder Gurken Moskauer
Art für alle im Westen Wohnenden) würfeln und mit
etwas Gurkenwasser dazu. Runterschmurgeln und mit
Brühe in die man den Saft 2er Zitronen gegeben hat
ablöschen. Fleisch der Zitrone mitran.
1 Handvoll Spreewälder Sauerkraut kleinschneiden
und mitran.2-3 getrocknete Pilze ganz klein zerschnippeln
einweichen, Einweichwasser wegkippen, Pilze mitran.
Gewürze: 4 Pimentkörner, TL Zucker 1 TL Kapern
5 Wacholderbeeren, Kümmel, 2 Lorbeerblätter,
Salz,wenig Dill, Pfeffer, Und für die Schärfe nach Belieben
scharfen Rosenpaprika oder besser 3 Chillischoten,
die kann man ja dann gegebenenfalls wieder rausfischen.
Alles mit Brühe auffüllen, 1 1/2 h am Vortag im Herd
dünsten. Am nächsten Tag gut durchgezogen und durchgewärmt
im Teller servieren garniert mit saurer Sahne,Dill, gehackter
Petersilie + randlosen Zitronenscheiben.
Vorsicht, das wird dann nochmal richtig scharf nach dem
Durchziehen.
(Wer will kann auch noch Oliven und grüne marinierte
Peperoni rantun, jedoch gabs das so nicht im Dreiklang.)
dazu serviert man 2 Flaschen polnischen Wodka und Weißbrot
scheiben.
Reicht für 10 Personen.
Frohes Fest
BGE
> Worcester ist eine Stadt, Worcestershire die dazu gehörende
> Grafschaft. Aber dass es da untrerschiedliche Soßen gibt, ist mir
> neu...
Die Soßen hatten verschiedene Geschmacksrichtungen.
Die eine war pikant würzig, die andere mild aromatisch.
Beide waren Worchestersaucen.
Die eine hieß Worchester die andere Worchestershire
Frag mich nicht warum.
Gruß
BGE
(famoses Rezept)
jetzt weiß ich endlich, wozu diese NG eigentlich richtig gut ist!
Kann das nicht mal jemand zugänglich archivieren?
Dazu noch'n Broilerrezept...
oder war da noch mehr...?
Grüße von
Wolfram
on Mon, 16 Dec 2002 09:01:12 +0100, Boris Gerlach
<DRSt...@t-online.de> wrote:
>Ultimative Soljanka nach Art der HOG Dreiklang/Schwedt.
>
>Motto hier ein russisches Sprichwort:
^^^^^^^^^^
>"Reste? Das Beste!"
>
>Grundsätzliches:
>
>Soljanka besteht wie Bigos auch hauptsächlich
>aus verschiedenen Wurstsorten. Nimmt man nur Fleisch,
>heißt sie Fleischsoljanka nimmt man Fisch,
>Fischsoljanka.
[...]
Das alles ist aber IMHO keine _russische_ Soljanka.
(In verschiedenen Ecken Russlands, wo ich war oder Leute kenne, ist
Soljanka entweder überhaupt unbekannt, oder ein Gericht aus
Wurst/Fleisch und Kohl, Möhren, ggf. Tomatenmark in verschiedenen
Variationen, jedenfalls _keine_ _Suppe_).
Vielleicht handelt es sich um _Ukrainische Soljanka_ (obwohl ich sie
in Kiew, Donezk und auf der Krim auch nie sah...)
[...]
>Eine rote Paprikaschote kleinschnippeln
>und mitandünsten.
[...]
Schon mal ein Indiz: Paprika gehört nicht in die original-russische
Küche.
[...]
>5 saure Spreewälder Gurken (oder Gurken Moskauer
>Art für alle im Westen Wohnenden) würfeln und mit
>etwas Gurkenwasser dazu.
[...]
Ist das wirklich dasselbe?
Die Gurken, die hier als Spreewälder verkauft werden, enthalten
zumindest eine gewisse Menge Essig in Wasser. Richtige _Moskauer_
Gurken _nur_ Salz, keinen Essig.
[...]
>dazu serviert man 2 Flaschen polnischen Wodka und Weißbrot
^^^^^^^^^^
Hm, naja, ...
>scheiben.
Aber lecker hört's sich an.
Patrick
[nörgelte rum, an meiner Soljanka :-(]
> >Ultimative Soljanka nach Art der HOG Dreiklang/Schwedt.
Nach diesem Satz hätte klarsein müssen, daß hier das
ostdeutsche Derivat gemeint ist.
>
> Das alles ist aber IMHO keine _russische_ Soljanka.
"Suppen"
Verlag MIR Moskau - Verlag für die Frau Leipzig
1988
Stschi, Borstsch, Ucha (Fisch),Rassolnik
Botwinja, Soljanka, Okroschka, Cholodnik
Schurpa, Lapscha, Kalja, Pijowa, Schetschamandy
Tschalop, Buglama, Kulaga, Tschichirtma
usw. usf.
Zitat:
Soljanka ist nicht nur in der russischen Küche sehr beliebt...
sie ist inzwischen hierzulande unter den würzig scharfen
Gerichten Spitzenreiter....
Fleischsoljanka (S11)
350gr Rindfleisch zum Kochen
Zwiebeln Margarine Tomatenmark
saure Gurken, verschiedene Fleisch
und Wurstwaren Gewürze
Gemischte Fleischsoljanka mit Oliven (S14)
(gabs in meiner DDR nicht)
Wie oben aber mit Nieren und Zunge
und Oliven.
Hammelfleischsoljanka (S14)
Mit hammel und Weiswein variiert
Gebackene Fleischsoljanka (S14)
Hier mit Sauerkraut und Konserven
2 x Fischsoljanka mit und ohne Kapern (S15)
In dem Heft sind das eindeutig _Suppen_.
> (In verschiedenen Ecken Russlands, wo ich war oder Leute kenne, ist
> Soljanka entweder überhaupt unbekannt, oder ein Gericht aus
> Wurst/Fleisch und Kohl,
Vorsicht dann wirds Stschi. Kohl gehört mMn. nicht an die Soljanka
sondern wenn überhaupt nur Sauerkraut.
> Vielleicht handelt es sich um _Ukrainische Soljanka_ (obwohl ich sie
> in Kiew, Donezk und auf der Krim auch nie sah...)
>
> Schon mal ein Indiz: Paprika gehört nicht in die original-russische
> Küche.
Richtig aber in den Dreiklang schon.
> Ist das wirklich dasselbe?
> Die Gurken, die hier als Spreewälder verkauft werden, enthalten
> zumindest eine gewisse Menge Essig in Wasser. Richtige _Moskauer_
> Gurken _nur_ Salz, keinen Essig.
Das stimmt, aber dann wirds Rassolnik.
>dazu serviert man 2 Flaschen polnischen Wodka und Weißbrot
> ^^^^^^^^^^
> Hm, naja, ...
Wegen der Völkerverständigung.
> Aber lecker hört's sich an.
Probiers aus, schmeckt wie früher.
Kann ruhig etwas anbrennen dann
wirds richtig authentisch.
:-)
BGE
>dazu serviert man 2 Flaschen polnischen Wodka und Weißbrot
>scheiben.
>
>Reicht für 10 Personen.
Das Weißbrot vielleicht . . .
Ja das ist der Hammer.
Schwarze Oliven in dieser sauer scharfen Suppe
ist der Kick. Aber ich habe Oliven erst nach der Wende kennegelernt.
Kann sein es gab welche im Deli (Olivenöl auf jeden Fall)
aber da hab ich nie welche gekauft.
Die ersten Oliven bekam ich ndW in Neukölln bei einem
türkischen Frühstück.
> Das deckt sich dann mit dem, was Google so bietet, wenn man die
> deutschen Hobbyküchenlinks ignoriert. Und Paprika gehört wohl
> auch wirklich nicht rein.
Die haben auch Mischgemüse mitrangehaun was grad da war.
:-)
> So sah die Soljanka dann auch in Kiew aus:
> sprachreisen.narod.ru/soljanka.htm
> Ganz genau scheint www.melissa.ru/cookery/rki2.phtml oder auch
> cooking-book.ru/library/soups/solyanki.shtml zu wissen, was
> Soljanka ist - in russisch. Vielleicht findet sich jemand, der
> sicherer in Russisch ist als ich, ein paar Auszüge zusammenzufassen?
>
> Micha
Gruß
BGE
>
> 2große Zwiebeln 2 Knoblauchzehen(muß nicht)
^^^^^^^^^
Muß! Ich nehme ca 10 große Zehen auf 5l Soli.
Sonst ißt die bei mir niemand ;-)
> Angebissene Bockwurstenden, Cervelatwurst von der
> gemischten Wurstplatte, Katenrauch, Salami,
> Brühpolnische grob gepökelte Zunge (muß nicht)
> Schinken vom Vortag und kalter Schweinebraten von der
> Bratenplatte, Bierschinken , Jagdwurst usw.
> kleinschnippeln und schön mitdurchschmurgeln.
>
In unsrer Gegend hatte die Soli deshalb auch den Spitz-
namen Kellnerk**ze.
Grüsse
Frank
Wow, dafdddr bildet.
Schade, "Worschester" geht mir doch wesentlich glatter über die Lippen.
> Frag nicht, wie man "Aberystwyth" ausspricht.
Würd ich mich nie trauen.
UG
Und ich habe sie bis heute nicht schätzen gelernt.
Übrigens vertrat Herr Sodann im RP-Interview die gewagte These, daß sich die Geschmacksgewohnheiten im Alter von 16 Jahren komplett ausgebildet hätten, somit alle Ex-DDR-Bürger, welche zur Wendezeit älter waren, nun ständig dem anerworbenen Geschmack hinterherhängen müßten, weil es fast keine Original-Lebensmittel und -zutaten aus der DDR-Zeit mehr geben würde.
(Selbst das Mehl soll ja wohl anders sein, von Gewürzen usw. ganz zu schweigen.)
UG
>Übrigens vertrat Herr Sodann im RP-Interview die gewagte These,
>daß sich die Geschmacksgewohnheiten im Alter von 16 Jahren
>komplett ausgebildet hätten,
Sehr gewagt sogar. Ich persönlich jedenfalls habe durchaus einige neue
Genüsse schätzen gelernt, u. a. auch Oliven.
on Mon, 16 Dec 2002 13:27:38 +0100, Boris Gerlach
<DRSt...@t-online.de> wrote:
>Patrick Bonacker wrote:
>
>[nörgelte rum, an meiner Soljanka :-(]
>
>
>> >Ultimative Soljanka nach Art der HOG Dreiklang/Schwedt.
>
>Nach diesem Satz hätte klarsein müssen, daß hier das
>ostdeutsche Derivat gemeint ist.
>
>>
>> Das alles ist aber IMHO keine _russische_ Soljanka.
Wegen Deines _russischen_ Sprichwortes zu Beginn...
>"Suppen"
>Verlag MIR Moskau - Verlag für die Frau Leipzig
>1988
Merke sowjetisch != russisch.
>Stschi, Borstsch, Ucha (Fisch),Rassolnik
>Botwinja, Soljanka, Okroschka, Cholodnik
>...Lapscha
Das war russisch.
Der Rest nicht:
>Schurpa, ..., Kalja, Pijowa, Schetschamandy
>Tschalop, Buglama, Kulaga, Tschichirtma
>usw. usf.
>Zitat:
>Soljanka ist nicht nur in der russischen Küche sehr beliebt...
>sie ist inzwischen hierzulande unter den würzig scharfen
>Gerichten Spitzenreiter....
Ja, steht in einer DDR-Ausgabe eines anderen sowjetischen Kochbuches
das meine Eltern haben, sinngemäß auch, ich meinte aber das _wahre
Leben_ ;-)
[...]
>In dem Heft sind das eindeutig _Suppen_.
>
>> (In verschiedenen Ecken Russlands, wo ich war oder Leute kenne, ist
>> Soljanka entweder überhaupt unbekannt, oder ein Gericht aus
>> Wurst/Fleisch und Kohl,
>
>Vorsicht dann wirds Stschi. Kohl gehört mMn. nicht an die Soljanka
>sondern wenn überhaupt nur Sauerkraut.
Wie gesagt, was ich kenne, ist _keine_ Suppe. Gut, ich nehme ja nicht
in Anspruch, dass das überall und in allen Bevölkerungsgruppen
Russlands so ist/war...
Ein Grund kann auch sein, dass sich das mit der Zeit geändert hat.
Vielleicht hält sich das Kochbuch an ein klassisches Rezept. Es gab
dort weitaus größere "Verwerfungen" als in der deutschen Küche.
ZB Kotelett ("kotlety") 1900 = Kotelett,
Schnitzel ("schnizel'") 1900 = Schnitzel;
jedoch:
Kotelett 1990 = Boulette,
Schnitzel 1990 = auch Boulette ;-)
[...]
>> Ist das wirklich dasselbe?
>> Die Gurken, die hier als Spreewälder verkauft werden, enthalten
>> zumindest eine gewisse Menge Essig in Wasser. Richtige _Moskauer_
>> Gurken _nur_ Salz, keinen Essig.
>
>Das stimmt, aber dann wirds Rassolnik.
Ja, vgl. Salz=Sol' (ras_sol_nik, _sol_janka...)
>> Aber lecker hört's sich an.
>
>Probiers aus, schmeckt wie früher.
Aber siehst Du: ich mäkle ja gar nicht.
Patrick
> Kotelett 1990 = Boulette,
> Schnitzel 1990 = auch Boulette ;-)
Ist das so'n Zwischending aus Bouillon
und Bulette? Quasi Klops in Fleischbrühe? ;o)
> Aber siehst Du: ich mäkle ja gar nicht.
Ich etwa? <duckundweg>
> Übrigens vertrat Herr Sodann im RP-Interview die gewagte These,
> daß sich die Geschmacksgewohnheiten im Alter von 16 Jahren
> komplett ausgebildet hätten, somit alle Ex-DDR-Bürger,
> welche zur Wendezeit älter waren, nun ständig dem anerworbenen
> Geschmack hinterherhängen müßten, weil es fast keine
> Original-Lebensmittel und -zutaten aus der DDR-Zeit mehr geben würde.
> (Selbst das Mehl soll ja wohl anders sein,
> von Gewürzen usw. ganz zu schweigen.)
Da ist sicher was dran.
Ich war letztens auf dem Polenmarkt und aß
eine Brühwurst die noch nach alter Methode
hergestellt war. Es war ein regelrechter
Flash-Back.
Und Mehl gibts allein in unserem Dorfladen
20 verschiedene Sorten. Naja Schwaben halt.
Und Schaschlik schmeckt auch nicht mehr wie früher
und Buttermilch und... und... und...
Das ist der Preis für das 50 mtr lange
freiheitlich demokratische Wurstregal im Supermarkt. :-(
BGE
Nee nee, mein Freund, Toast Hawaii haste in jedem etwas besseren
Restaurant bekommen.
Guido
> War ins Blaue geraten, weil Hawaiitoas immer mit der aufkommenden
> Wohlstandszeit in Zusammenhang gebracht wird. Was sind denn sonst typische
> West-Fressalien, die man im Osten vor 89 nicht kannte? Pommes rot-weiß? Ach
> nee ich weiß: Überbackene Banane. SCNR :)
Döner.
BGE
Ich meine im Osten von westdeutschen Fleischerketten
(Metzgerei Müller) erhältliche Soljanka sowie den westlichen
Geschmacksmustern angepasste Konserven.
> Nee nee, mein Freund, Toast Hawaii haste in jedem etwas besseren
> Restaurant bekommen.
Ooch, zuweilen auch in ziemlichen Spelunken.
Kommt gleich hinter Bockwurst, Beffsteck und Schnitzel.
> War ins Blaue geraten, weil Hawaiitoas immer mit der aufkommenden
> Wohlstandszeit in Zusammenhang gebracht wird. Was sind denn sonst typische
> West-Fressalien, die man im Osten vor 89 nicht kannte? Pommes rot-weiß?
Ach
> nee ich weiß: Überbackene Banane. SCNR :)
Mit Pommes rot-weiß haste schon recht, gab es so nicht, die waren nur
gesalzen.
Zur Currywust gab es nur 'ne Schrippe/Scheibe Schwarzbrot.
West-Fressalien: Kiwi, Brokkoli ...
Guido
"Beffsteck" kommt gut! :-))
Guido
--
www.aktendulli.de
> West-Fressalien: Kiwi,...
Kiwi hat man im Osten nicht "nicht bekommen", sondern nie von gehoert.
Ich erinnere mich deutlich an den Horror im Gesicht meiner Mutter, dass
so winzige Kartoffeln 50 Pfennige das Stueck kosteten, als sie Kiwis zum
ersten Male im Laden sah.
> Hmm. Das kannte man im Westen vor ca. 1980 auch nicht. Döner sind erst
> ziemlich spät aufgekommen. McDonalds & Co auch erst seit den 70er
Jahren.
Von der McD.de Webseite:
Seit dem 4. Dezember 1971 gibt es McDonald's auch in Deutschland: Das
erste Restaurant öffnete in München, Martin-Luther-Straße.
on 16 Dec 2002 14:53:32 GMT, use0...@onlinehome.de (Matthias Opatz)
wrote:
>Patrick Bonacker schrieb:
>
[Sowjetunion]
>> Kotelett 1990 = Boulette,
>> Schnitzel 1990 = auch Boulette ;-)
>
>Ist das so'n Zwischending aus Bouillon
>und Bulette? Quasi Klops in Fleischbrühe? ;o)
Eher nicht. Schon "richtige" (hm, naja...) Bouletten, die sich nach
meinen Erfahtrungen nur graduell bzgl. Fleischanteil und Art der
Beimengungen unterscheiden... (es gibt dafür noch andere
Bezeichnungen).
Patrick
> Mit Pommes rot-weiß haste schon recht, gab es so nicht, die waren nur
> gesalzen.
> Zur Currywust gab es nur 'ne Schrippe/Scheibe Schwarzbrot.
> West-Fressalien: Kiwi, Brokkoli ...
Brokkoli gabs in der Hauptstadt der DDR auch.
Als Tiefkühlgemüse.
Gruß
BGE
Nicht in meiner Hauptstadt! ;-)
Im Interschop?
Guido
ich kann mich vorrangig an die frischen Erdbeeren zum Jahreswechsel
1989/90 erinnern - ist schon "Waaaahnsinn".
Veith
--
Ist die Olle wieder keusch, guck Ossikram und Fliegerzeuch!
http://TV.ddr-luftwaffe.de
>Brokkoli gabs in der Hauptstadt der DDR auch.
>Als Tiefkühlgemüse.
Ja natürlich!
Lag immer neben Spargel, Artischocken und Palmenherzen, gleich hinter
dem Lachs.
M aus B
--
"Ich bin der einzige Typ auf der Welt der erst aufwachen muß um
einen Alptraum zu haben."
[Al Bundy]
|www.garys-shoes.de | Die roteste Seite im Netz
> "Beffsteck" kommt gut! :-))
So stand es in den 70ern auf der Speisekarte im Gasthof Maxen.
Guido
Ronald.
--
Wenn ich mit Gott spreche ist es ein Gebet.
Spricht Gott mit mir - Psychose.
Dr. Eckhart von Hirschhausen im Quatsch Comedy Club
Dafür gibts keine bulgarischen Tomaten mehr :-(
Grüsse
Frank
Wer nichts wird, wird Wirt!
Guido
HORTEX? Waren die so besonders?
Kenne ich nur in Flaschen.;-)
Guido
--
www.aktendulli.de
> HORTEX? Waren die so besonders?
> Kenne ich nur in Flaschen.;-)
Hortex war m.W. der polnische Gemüseladen.
Ronald
on 16 Dec 2002 23:45:00 +0100, erm...@compuserve.com (Markus Ermert)
wrote:
>Matthias Opatz schrieb:
>
>> Westsoljana (bzw. diverse neue Ostsoljanka) ist mir auch ohne
>> süße Sahne meistens zu süß.
>
>?? Soljanka im *Westen*? Wo gibt es die?
Als Konserve _made by Westfirmen_ (als solche auch schon in
West-Supermärkten gesehen).
Patrick
Markus Ermert wrote:
> Boris Gerlach schrieb:
>
>> Soljanka besteht wie Bigos auch hauptsächlich
>> aus verschiedenen Wurstsorten.
>
> Bigos besteht hauptsächlich aus Weißkohl in verschiedenen
> Fermentationsstadien. Drin sind ein paar Wurststückchen eingestreut,
> ja.
"Räuberbigos" war in Polen Kraut ohne Wurst "Wurst gemaust", kenne ich
noch selber :-). Aber Brot gabs genug.
mfg
BU
Stümmt! Es gab eine Zeitlang auch bulgarische Artikel zu kaufen.
Guido
Was heißt Westfirmen? Eine Firma in Thüringen ist eine Westfirma?
Guido
> > > Westsoljana (bzw. diverse neue Ostsoljanka) ist mir auch ohne
> > > süße Sahne meistens zu süß.
> >
> > Mir ist Soljanka in West-Restaurants noch nie begegnet, schon gar nicht
> als
> > "Standardvorspeise". Die Soljankadichte ist bisher ein ziemlich guter
> > Indikator, in welchem Teil Deutschlands man sich befindet. Das umgekehrte
> > gilt wahrscheinlich für Toast Hawaii oder ähnliche kulinarische
> > Errungenschaften der Wirtschaftswunderzeit.
>
> Nee nee, mein Freund, Toast Hawaii haste in jedem etwas besseren
> Restaurant bekommen.
Ich weiß ja nicht, was Du unter einem besseren DDR-Restaurant
verstehst, aber nach meinem Verständnis war das Angebot von
Hawai-Toast oder Karlsbader Schnitte ein sicheres Indiz dafür, daß man
sich in einem miesen Schuppen befand. In kleinen Universitätsstädten
hat ja man immer einen akademischen Narrensaum, bestehend aus Leuten,
die entweder keine Studenten mehr oder nie welche gewesen sind. Unter
diesen befand sich in Greifswald einer, der vorgab, der absolute
Kenner der DDR-Gastronomie zu sein. Diesem, zu den schlimmsten
Befürchtungen Anlaß gebenden jungen Menschen, verdanke ich einige
düstere Einblicke ins korrekte Verdünnen von Erbsensuppe, die
Herstellung von Karlsbader Schnitten und Soljanka-Suppen. Ein
typischer Ausspruch dieses Kenners: "Mensch, sind das hier kleine
Portionen, ist das eine scheiß Qualität, sind die Preise hoch. Muß ein
klasse Wirt sein, den muß ich unbedingt kennenlernen..." - FR
Hast ja recht! Da wollte ich die DDR-Gastronomie etwas besser dastehen
lassen, aber das ist ja auch keinem recht.:-)
Übrigens hat meine Frau mich auch schon zusammengeschissen.
Guido
Nee, inne Koofhalle mensch.
Quelle dazu:
Lothar Kusche "Wie man einen Haushalt aushält"
ISBN 3-359-00310-1 (1969/1989)
Seite 65 :"Tiefgefrorene Rätsel nebst einer
Lösung", wo sich der Autor und das ist kein
Witz darüber erregt, daß er versehentlich statt
gefrosteter Kartoffelsuppe Brokkoli mitnahm
und ihm keiner sagen konnte, wie man das Zeug
zubereitet.
Ich selbst hab das Zeug mal in der Kaufhalle
am Ossietzky-Platzt gesehn.
Gruß
BGE
Im Edeka und Minimal sogar als Ostprodukt
"Halberstadter Wurstsoljanka"
Schmeckt, wie Halberstadter Würstchen an sich,
zum brechen.
Gruß
BGE
Zitat aus: "Von Brokkoli bis Sauerkraut"
Verlag für die Frau Leipzig 2,80 Mark
ISBN 3-7304-0168-8 1988
Einleitung:
... bei anderen Gemüsen zB. Chinakohl oder
Brokkoli, fehlten bisher nicht selten Informationen
über spezielle Zubereitungsweisen.
Übrigens, für den Eigenanbau von Brokkoli wird sich
wahrscheinlich mancher Gartenfreund interessieren,denn
dieses Gemüse muß sehr schnell nach der Ernte
verbraucht werden - wie weiter hinten nachzulesen -
und wird deshalb nicht überall im Handel angeboten
werden können.
...
S15.
Wer kennt Brokkoli?
Hierbei handeltes sich um eine dem Blumenkohl
sehr ähnliche zarte Gemüseart....
auch Spargel oder Sprossenkohl genannt....
Sie auch dazu mein Posting an Guido F.
mit der Lothar Kusche Quelle.
Fazit: Es gab in der DDR (Berlin-Ost) Brokkoli.
Gruß
B"Schmeckt mir übrigens überhaupt nicht"GE
Das kann man so nicht stehenlassen.
Touri-Bigos vielleicht.
Quelle:
Altpolnisches Kochbuch
Verlag Interpress Warszawa ISBN 83-223-1817-0 1979
Bigos (S254 ff.)
Bigos ist nicht nur eine komplizierte, sondern
auch eine äußerst variable Komposition....
So gab es Jägerbigos, litauisches Bigos, Gaunerbigos
und andere....
Auf ein Kilo Fleisch und Wurst (dominieren
sollte dabei Wurst oder Schinken) nimmt man e 1 1/2
kg Sauerkraut oder Weisskohl, .....
manche nehmen allerdings auf 1 kg Weisskohl 1,5 kg Fleisch
und Wurst und bisher hat man noch nicht gehört,
daß diese großzügig altpolnisch angewogenen
Proportionen keinen Anklang gefunden hätten
um so mehr, als sie heute nur noch selten eingehalten
werden.
Zutaten ua. außer Kohl und Kraut:
4 Sorten Fleisch darunter ruhig auch Wild,
Ente oder Kaßler aber immer sollte die Wurst dominieren.
Bratensoßen des Fleisches
Zwiebeln, Schmalz,Gemüse, 4große saure Äpfel
20 getrocknete Pflaumen oder Pflaumenmus
Rotwein oder Madeira und obwohl nicht
original wird heute auch mit Tomatenmark
gewürzt. Ein guter Bigos ist sämig auch ohne
Zugabe von Mehl.
Bigos ist keine Suppe sondern hat die Konsistenz von
Szegediner Gulasch.
Also laß Dir mal einen Bigos von mir machen
oder von meinen polnischen Kollegen und iß
nicht das Kraut-Mehl-Billigwurstgepampse
der Tourigaststätten in Zakopane.
> > 5 saure Spreewälder Gurken (oder Gurken Moskauer
> > Art für alle im Westen Wohnenden)
>
> Nirgendwo im Westen nennt man Spreewälder Gurken "Gurken Moskauer Art".
Das meinte ich auch nicht.
Ich meinte:
In Gebieten in denen Spreewaldprodukte nicht
oder nur schwer erhältlich sind, da
Kühne oder Hengstenberg verseucht,
sollte der/die Kochwillige auf "Gurken Moskauer
Art" zurückgreifen, da diese auch als Westprodukt
den Spreewälder Salzgurken am nächsten kommen.
Ein Fehler meinerseits war:
ich schrieb ungenau von sauren Gurken
meinte jedoch _Salz_gurken.
Das sind die, die in eine Salzlake liegen
und wie Sauerkraut fermentieren.
Aber in Deinem Einwand sprachst Du ja generell
von Spreewaldgurken.
> Aber nur Zubrowka aka Grasovka.
Den würde ich jetzt aufgrund des
typischen Grashalmgeschmacks grade nicht empfehlen.
Das og. Kochbuch empfiehlt (und ich schließe
mich da) an auf S. 257 zum Bigos
Wyborowa (ein Wodka) oder Zyntia (ein Korn)
Zubrovka wird auch angeführt versaut aber
mMn. den feine Backpflaunmengeschmack.
Gruß
BGE
> Patrick Bonacker schrieb:
>
>> Das alles ist aber IMHO keine _russische_ Soljanka.
>> (In verschiedenen Ecken Russlands, wo ich war oder Leute kenne, ist
>> Soljanka entweder überhaupt unbekannt, oder ein Gericht aus
>> Wurst/Fleisch und Kohl, Möhren, ggf. Tomatenmark in verschiedenen
>> Variationen, jedenfalls _keine_ _Suppe_).
>
> Soljanka ist ein *deutsches* Gericht
Hast Du eigentlich den ganzen Thread gelesen?
Da mag Soljanka a la DDR ein deutsches Gericht sein. Soljanka mitnichten.
Buletten.
Naja, ich seh schon, der Witz taugt nichts, wenn
man ihn erklären muss ... :((
> Kiwi hat man im Osten nicht "nicht bekommen", sondern nie von gehoert.
Hehe!
Meine Mutter hatte zu jeder größeren Feier eine Pulle davon da!
Und nicht geschmuggelt, aus der Kaufhalle!
> Hortex war m.W. der polnische Gemüseladen.
Sozusagen der Werkverkauf der gleichnamigen Handelsmarke?
Mein Vater hatte das ab Anfang der 80er im Garten.
Die Herkunft der Sämereien wird aber direkt oder
indirekt (via Gartennachbarn) Westen gewesen sein.
> Matthias Opatz schrieb:
>
>> Westsoljana (bzw. diverse neue Ostsoljanka) ist mir auch ohne
>> süße Sahne meistens zu süß.
>
> ?? Soljanka im *Westen*? Wo gibt es die?
Oder *aus* dem Westen.
Fleischereikette Metzgerei Müller (WIMRE bayerisch).
> Was heißt Westfirmen? Eine Firma in Thüringen ist eine Westfirma?
Um mal Klartext zu reden:
Wenn sie sich den West-Geschmacksmustern anpasst: JA, JA, JA.
:(
Kein Hortex. An die Aufschrift auf den Stiegen kann ich mich nicht
mehr erinnern. Farbe und Geschmack waren wesentlich besser als bei
heutigen Mutantengemüse. Allerdings hält dieses länger.
Wenns bei uns Tomaten im Gemüseladen gab, war das WIMRE meist
keine Eigenproduktion.
Ab und zu fiel auf unseren Bhf auch was von den Intercontrol Proben-
entnahmen ab ;-)
Grüsse
Frank
Mir schmeckt es besser als früher, ein hoch auf's
West-Geschmacksmuster.
Guido
--
www.aktendulli.de
"Thüringisches Wurstsoljanka" von Norma ist besser.
> Schmeckt, wie Halberstadter Würstchen an sich,
> zum brechen.
Und dazu noch Bauzener Senf. :-(
Guido
on 17 Dec 2002 06:56:50 GMT, use0...@onlinehome.de (Matthias Opatz)
wrote:
>Buletten.
>Naja, ich seh schon, der Witz taugt nichts, wenn
>man ihn erklären muss ... :((
"Meine" Rechtschreibprüfung lässt beides zu... aber das ist OT.
Patrick
on Tue, 17 Dec 2002 10:58:43 +0100, "Guido Fanselow"
<GFan...@aol.com> wrote:
>> Schmeckt, wie Halberstadter Würstchen an sich,
>> zum brechen.
>
>Und dazu noch Bauzener Senf. :-(
Sowas gibt's nicht ;-)
Patrick
;-)
Guido
>Also laß Dir mal einen Bigos von mir machen
>oder von meinen polnischen Kollegen und iß
>nicht das Kraut-Mehl-Billigwurstgepampse
>der Tourigaststätten in Zakopane.
Danke, ich bevorzuge den meiner Freundin - die kommt aus Polen . . .
Gruß Uwe
--
http://www.mc-kw-meerane.de
http://www.mc-kw-meerane.de/privat/index.html
"Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann feind wird.
Thomas Müntzer(1489-1525) 1524
> Dafür kommt die Currywurst aus Berlin und ist im Westen degradiert.
MMn. kommt Currywurst aus NRW und schmeckt dort auch mit
heißer angemachter Sauce viel besser als in Berlin.
Gruß
BGE
> --
> Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Antenne zu erden
Likör war das aber trotzdem.
BGE
> Das alles ist aber IMHO keine _russische_ Soljanka.
> (In verschiedenen Ecken Russlands, wo ich war oder Leute kenne, ist
> Soljanka entweder überhaupt unbekannt, oder ein Gericht aus
> Wurst/Fleisch und Kohl, Möhren, ggf. Tomatenmark in verschiedenen
> Variationen, jedenfalls _keine_ _Suppe_).
1. Das glaubte ich - gerüchteweise - auch mal so.
2. Ich weiß, daß Du Rußland *viel* besser kennst als ich
und die meisten anderen hier.
Aber dennoch:
3. Es sieht heutzutage definitiv komplett anders aus,
als Du es beschreibst.
Zeitachse 2002,
Orte: Nordwest-Russland, und auch Kalingrad.
Soljanka war dort aller Nase lang zu kriegen, und
war *immer* eine Suppe, mal dicker, mal dünner;
und falls irgendwelche prinzipiellen
Geschmacksunterschiede zur deutschen Soljanka
bestehen sollten: die waren viel kleiner, als
die Schwankungen von Ort zu Ort/Lokal zu Lokal
(hier wie dort).
Gleiches gilt für Estland, 2000, "Seljanka", auch
in russisch dominierten Gegenden.
Kai
Und in der Disco mit (Club-)Cola gemixt ein höllischer
Absturzbeschleuniger :-)
Gruss, Nico
--
Wer News über ein Webinterface liest, filmt auch die Tageszeitung
ab, um sie sich auf dem Fernseher anzusehen...
Hennig Schlottmann in <news:ap64r1$s20vk$1...@ID-28455.news.dfncis.de>
> > Meine Mutter hatte zu jeder größeren Feier eine Pulle davon da!
> Kiwi-Likör?
Durchaus.
Ein Verwandter brachte 2.Haelfte der 80ger einige Kiwi mit; damit
war uns schon mal der Geschmack bekannt.
Und tatsaechlich gab es in der DDR (zumindest) in der 2.Haelfte der
80ger Kiwi-Likoer. Gemeint ist tatsaechlich Likoer mit Geschmack
der Kiwi-Frucht. (und nicht KiWi == Kirsch-Whiskey).
0,7er Flache, edles Etikett, gruene Fluessigkeit. Roch recht
intensiv; schmeckte gut.
Wenn ich es recht ueberblicke, wurde der "um die Ecke" hergestellt:
http://www.flaeminger.de
Martin Ebert
on 17 Dec 2002 13:45:03 GMT, Kai-Uwe Thiessenhusen <ku...@gmx.li>
wrote:
>Patrick Bonacker <pat...@bonacker-imberkh.de> wrote:
>
>> Das alles ist aber IMHO keine _russische_ Soljanka.
>> (In verschiedenen Ecken Russlands, wo ich war oder Leute kenne, ist
>> Soljanka entweder überhaupt unbekannt, oder ein Gericht aus
>> Wurst/Fleisch und Kohl, Möhren, ggf. Tomatenmark in verschiedenen
>> Variationen, jedenfalls _keine_ _Suppe_).
>
>1. Das glaubte ich - gerüchteweise - auch mal so.
>
>2. Ich weiß, daß Du Rußland *viel* besser kennst als ich
> und die meisten anderen hier.
>
>Aber dennoch:
>
>3. Es sieht heutzutage definitiv komplett anders aus,
> als Du es beschreibst.
>
> Zeitachse 2002,
> Orte: Nordwest-Russland, und auch Kalingrad.
Oh!
Stimmt, seit ein paar Jährchen war ich schon nur noch selten dort!
Reimport auf Deutschland ;-)? (nein, nehme ich nicht wirklich an)
Habe mittlerweile auch in russische Rezepte, vor allem auch alte, im
Netz und in einem Buch gefunden, und da sind es auch Suppen.
Vielleicht gehen gerade Restaurants nun "back to the roots"...
Andererseits gibt es in den Rezepten auch Formulierungen wie "eine
echte Fischsoljanka _muss_ Stör enthalten, ansonsten ist es einfach
eine Fischsuppe". Habe ich in der Praxis nie gesehen.
Patrick
Maxen im Erzgebirge? Dort war ich Ferienlager-Ltr. - FR
> > > Brokkoli gabs in der Hauptstadt der DDR auch.
> > > Als Tiefkühlgemüse.
> >
> > Nicht in meiner Hauptstadt! ;-)
> > Im Interschop?
>
> Nee, inne Koofhalle mensch.
>
> Quelle dazu:
> Lothar Kusche "Wie man einen Haushalt aushält"
>
> ISBN 3-359-00310-1 (1969/1989)
> Seite 65 :"Tiefgefrorene Rätsel nebst einer
> Lösung", wo sich der Autor und das ist kein
> Witz darüber erregt, daß er versehentlich statt
> gefrosteter Kartoffelsuppe Brokkoli mitnahm
> und ihm keiner sagen konnte, wie man das Zeug
> zubereitet.
> Ich selbst hab das Zeug mal in der Kaufhalle
> am Ossietzky-Platzt gesehn.
Die Kaufhalle steht aber nicht am Ossietzky-Platz, vielmehro am Alten
Markt; das Grundstück gehörte früher der Familie Wirth, die darauf
eine Nerzfarm betrieb - FR
[Brokkoli]
>Zitat aus: "Von Brokkoli bis Sauerkraut"
>
>Verlag für die Frau Leipzig 2,80 Mark
>ISBN 3-7304-0168-8 1988
[...]
>Fazit: Es gab in der DDR (Berlin-Ost) Brokkoli.
In Büchern sicher...
Hab gerade mal 'wir kochen gut' Verlag für die Frau , zur Hand
genommen, da sind viele Sachen drin, die es (IIRC) nichtmal in Berlin
gab.
Jedenfalls kann ich mich an kein Geschäft erinnern, in dem es z.B.
Muscheln, Krebse, Langusten, Krabben, Wal, Tauben, Rebhühner, Fasan...
usw. gab.
>Gruß
>B"Schmeckt mir übrigens überhaupt nicht"GE
Da sind wir schon zwei.
BTW: Nette Bilder in dem Buch, auf einem ist eine kleine Flasche
'Tomaten Catchup'(sic!).
M aus B
--
"In meinem Dodge sind keine Einschussloecher. Aber das kann sich aendern,
wenn du bereit bist, in den Kofferraum zu steigen."
[Al Bundy]
|www.garys-shoes.de | Die roteste Seite im Netz
[bulgarischen Tomaten]
>HORTEX? Waren die so besonders?
War da nicht 'Globus'?
Es gibt eine genuin ostdeutsche Soljanka-Konserve von der Fa. Keunecke
in Ballenstedt/Harz; das Produkt schmeckt nach meinem Empfinden
ziemlich genau wie das DDRsche Original. In der DDR produzierte
Keunecke ein Produkt "Carnito Keunecke", wurde in Fleischerläden
verkauft; die Kühnheit, das Zeug zu probieren, habe ich nicht
aufgebracht.
Die Keuneckes waren mal unsere Strandkorbnachbarn in Ahrenshoop - FR
Na hört doch mal auf mit Soljanka, die macht man sich doch bitte auf
jeden Fall selbst. Was ich vermisse, das verschwand nach der Wende aus
allen Regalen, das war die Ochsenschwanzsuppe in dieser goldfarbenen
Dose.
Alles was ich seitdem probierte, brrrrrrrrrrr.
Gruß
Sig
in de.alt.folklore.ddr Boris Gerlach <DRSt...@t-online.de> wrote:
> Wer kennt Brokkoli?
> Hierbei handeltes sich um eine dem Blumenkohl
> sehr ähnliche zarte Gemüseart....
> auch Spargel oder Sprossenkohl genannt....
> Sie auch dazu mein Posting an Guido F.
> mit der Lothar Kusche Quelle.
> Fazit: Es gab in der DDR (Berlin-Ost) Brokkoli.
Ich kannte ihn aber nur aus der Lothar-Kusche-Quelle:-)
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Wenn alle das täten, was sie mich könnten, käme ich nicht mehr
zum Sitzen.
in de.alt.folklore.ddr Wolfgang Schwanke <REMOVE.use...@wschwanke.de> wrote:
> use0...@onlinehome.de (Matthias Opatz) wrote in
>> Meine Mutter hatte zu jeder größeren Feier eine Pulle davon da!
> Kiwi-Likör?
Kirsch mit Whisky. Kiwi genannt, ja.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
The sky is not the limit, the ground is.
in de.alt.folklore.ddr Wolfgang Schwanke <REMOVE.use...@wschwanke.de> wrote:
> gilt wahrscheinlich für Toast Hawaii oder ähnliche kulinarische
> Errungenschaften der Wirtschaftswunderzeit.
Nee, den gab's bei uns auch. Nur ggf. ohne Hawaii, also ohne
Ananas.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Wenn dem Bürger das letzte Hemd abgenommen wurde, erhebt der
Finanzminister eine FKK-Steuer!
(Carsten Albrecht <c.alb...@mikona.dinet.com>)
Daneben stand doch immer die Haifischflossensuppe, in einer
gleichartigen Dose.
> Alles was ich seitdem probierte, brrrrrrrrrrr.
>
Ich war Tütensuppenfan ;-)
Grüsse
Frank
> andere Leckereien. Wenn sie nicht aus Spanien kamen, dann halt aus Israel
> ("Jaffa-Orangen" (wo sind die eigentlich abgeblieben?))
In den Cakes?
- Sebastian
Mit brauner Banderole
> Alles was ich seitdem probierte, brrrrrrrrrrr.
Die war auch von Exzellent Dresden. (1,65 400gr)
Jedoch schmeckte _nur_ die klare (oxtail clear).
Die gebundene hatte die Konsistenz von Durchfall
und roch auch so.
Gruß
BGE
on Tue, 17 Dec 2002 19:38:05 +0100, Markus Knoppek
<neueste-n...@gerrys-shoes.de> wrote:
>*Guido Fanselow* schrieb unter anderem:
>
>[bulgarischen Tomaten]
>>HORTEX? Waren die so besonders?
>
>War da nicht 'Globus'?
Nee, Hortex - Polen (http://www.hortex.com.pl/main2.html),
Globus - Ungarn (http://www.globus.hu/flhun.htm - zZ nur ungarisch),
Bulgarien hatte Bulgarfrukt.
Patrick
Das war auch immer unsere Verplegungsgrundlage
beim Trampen in die CSSR oder nach Ungarn.
Da konnte man prima vom Markt oder vom Feld
die restlichen Sachen dazu_besorgen_ und hatte
1a Suppen und Eintöpfe parat.
Oder man haute 2 Büchsen Komplekte mitran.
S(chm)alzfleisch oder "Mord aufm Teller"
Alles mit dem Juwel durchgekocht und fertig.
Ganz früher gabs diese Suppen noch in Tüten bei
denen ständig die äußere Alufolienhülle abging.
Dazu noch Brühpaste und Tee und Schmierkäse
und alles war gerettet.
Gruß
BGE
Karl-Marx/Pariser Kommune war Hortex.
Globus? Stand nicht Globus auf den Gläsern drauf?
Guido
--
www.aktendulli.de
Kalbfleischindiebrdkese.
Aber das hatten wir schon: ständig verließen niedliche Kälbchen meinen
Lehrbetrieb Richtung Deutschland/West.
Nun aber genug gejammert - danke für die umfassende Aufklärung.
Außerdem gab es schon manchmal Kalbfleisch, daher kenne ich ja auch
Mutters Spruch "Kalbfleisch ist Halbfleisch", und so gab es immer noch
ein Stück Schwein dazu geschmort.
UG
Auf dem Obst stand "bulgarplod" und "bulgarplodexport".
UG
> Dazu noch Brühpaste und Tee und Schmierkäse
> und alles war gerettet.
Wurstdosen aus Ballenstedt!!
Die ungeliebten Eberwalder Würstchen (wegen merkwürdigem Gewürz).
Oder, wenn man Glück hatte, Hlaberstädter im Glas.
Warum hacken heute alle auf Halberstädter Würstchen rum?
Mir schmecken die klasse, habe sogar noch ein Leerglas vom Jubiläum da
(war vor ein paar Jahren, "erste deutsche Würstchenkonserve" oder so.
UG
> Warum hacken heute alle auf Halberstädter Würstchen rum?
Weil sie enfach nicht schmecken.
Sie sehen aus wie Hundepuller und ....
Auch diese Lorke in der die im Glas oder
in der Büchse eingelegt waren, schmeckt(e)
ecklig.
Frisch hab ich die übrigens nie gesehen.
Gabs die überhaupt als "Nicht"konserve?
Ich hatte übrigens letztens Harzer Käse
aus Quenstedt der lief nach einer Woche
so gut wie der von früher.
Und schmeckt immernoch hervorragend.
Gruß
BGE
> Weil sie enfach nicht schmecken.
> Sie sehen aus wie Hundepuller und ....
> Auch diese Lorke in der die im Glas oder
> in der Büchse eingelegt waren, schmeckt(e)
> ecklig.
> Frisch hab ich die übrigens nie gesehen.
> Gabs die überhaupt als "Nicht"konserve?
Wie sollte es denn im Lande lose Markenwürstchen geben - ist doch heute
auch nicht üblich.
Eben gefunden:
*zitat*
Die Mauer in den Töpfen
Deutschland ist, was es isst
Lieben sie sich nun endlich, die Ostdeutschen und die Westdeutschen -
zehn Jahre nach der Einheit? Ein Blick in deutsche Kochtöpfe liefert
auch ungewohnte Einblicke in den Seelenzustand der Nation. Frei nach dem
Motto: Deutschland ist, was es isst. Ein Filmteam begibt sich auf eine
Deutschlandreise und erforscht, ob es sie noch gibt, die Mauer in den
Töpfen. Sie entdecken Erstaunliches. Nach wie vor existieren Ost- und
West-Biotope. Die Schicki-Micki-Szene auf Sylt trinkt Schampus wie eh
und je, und in der Ost-Gaststätte gibt es noch Soljanka und
Sättigungsbeilagen. Immer noch haben es Ostprodukte wie Halberstädter
Würstchen im Westen schwer.
*zitat end*
Die Überschrift ist witzig.
Gruß
UG
Manche Sachen hat man sowieso erst nach der Wende gesehen.
Und völlig weich, du schneidest sie an einer Ecke an und kannst
dann den weichen Dreck rausdrücken. Da waren die Eberswalder
ja noch besser. Am besten man geht zum Fleischer und holt sich
ein paar frische.
>
> Ich hatte übrigens letztens Harzer Käse
> aus Quenstedt der lief nach einer Woche
> so gut wie der von früher.
Dann schmeckt er besonders gut. So, jetzt kriege ich Lust
auf eine Schmalzstulle mit Harzer.
Guido
>> So stand es in den 70ern auf der Speisekarte im Gasthof Maxen.
> Maxen im Erzgebirge? Dort war ich Ferienlager-Ltr. - FR
Ja, gleich neben Burkhards"Margon"walde. Das Ferienlager sieht übrigens
recht verfallen aus.
Ronald.
--
Wenn ich mit Gott spreche ist es ein Gebet.
Spricht Gott mit mir - Psychose.
Dr. Eckhart von Hirschhausen im Quatsch Comedy Club
>> Schmeckt, wie Halberstadter Würstchen an sich,
>> zum brechen.
> Und dazu noch Bauzener Senf. :-(
Sacht mal, haben sie euch die Geschmacksnerven mit dem Enddarm
kurzgeschlossen?
>> ?? Soljanka im *Westen*? Wo gibt es die?
> Oder *aus* dem Westen.
> Fleischereikette Metzgerei Müller (WIMRE bayerisch).
Ich sah Soljanka einmal in einem Osteröder Hotel auf der
Speisekarte. Habe sie aber nicht probiert, es gab exotischeres.
> Matthias
>Karl-Marx/Pariser Kommune war Hortex.
auch in Frankfurt(Oder) - Karl-Marx-Straße
>Globus? Stand nicht Globus auf den Gläsern drauf?
imo Letscho, Ketchup, Tomatensaft ...
MfG
Norbert
> > Und dazu noch Bauzener Senf. :-(
> Sacht mal, haben sie euch die Geschmacksnerven mit dem Enddarm
> kurzgeschlossen?
Seit ich vor einem halben Jahr erstmalig Bekanntschaft mit Bautz'ner
Senf mache durfte, habe ich eine schwere Senfallergie.
Ganz ernsthaft - mir schmeckt seitdem _gar kein_ Senf mehr.
Aber Halberstädter sind wunderbar.
UG