ich suche Hilfe in meiner symbolischen Verwirrung:
Die Staatsflagge der DDR zeigt seit 1959 auf Schwarz-rot-Gold das
Staatswappen mit Hammer, Zirkel und Ähren. Es gibt sber wohl schon
seit 1953 Münzen, auf denen Hammer und Zirkel von Ähren umrahmt
werden, und gerade eben habe ich eine Rundfunkreportage von 1952
gehört, in der spricht ein Reporter vom "Emblem unseres
volksdemokratischen Staates, ein Hammer, von zwei Ähren eingefasst,
Symbol der aufbauenden" ... usw.
Waren Hammer, Zirkel und Ähren schon Staatswappen, bevor sie auf die
Fahne kamen, oder welche Funkrion hatten sie sonst? - Und wann kam der
Zirkel dazu?
Gruß
Gerald
> Die Staatsflagge der DDR zeigt seit 1959 auf Schwarz-rot-Gold das
> Staatswappen mit Hammer, Zirkel und Ähren.
Hmm...
| 11. Die Flagge der DDR
| Am 1.Oktober 1951 gibt sich die Deutsche Demokratische Republik
| (DDR) eine eigene Staatsflagge, in die Farben Schwarz-Rot-Gold wird
| das Staatswappen der DDR, Ährenkranz, Hammer und Zirkel eingefügt.
<URL:http://www.laurentianum.waf-online.de/laurentianum/rap2k/lpsymbof.htm>
end
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>Hmm...
>
>| 11. Die Flagge der DDR
>| Am 1.Oktober 1951 gibt sich die Deutsche Demokratische Republik
>| (DDR) eine eigene Staatsflagge, in die Farben Schwarz-Rot-Gold wird
>| das Staatswappen der DDR, Ährenkranz, Hammer und Zirkel eingefügt.
><URL:http://www.laurentianum.waf-online.de/laurentianum/rap2k/lpsymbof.htm>
Ich glaube, da irren sich die Gymnasiasten. Sonst habe ich nur 1959
gefunden.
> >| 11. Die Flagge der DDR
> >| Am 1.Oktober 1951 gibt sich die Deutsche Demokratische Republik
> >| (DDR) eine eigene Staatsflagge, in die Farben Schwarz-Rot-Gold wird
> >| das Staatswappen der DDR, Ährenkranz, Hammer und Zirkel eingefügt.
>
><URL:http://www.laurentianum.waf-online.de/laurentianum/rap2k/lpsymbof.htm>
>
> Ich glaube, da irren sich die Gymnasiasten. Sonst habe ich nur 1959
> gefunden.
RICHTIG!
Mit Gesetz vom 26.09.1955 wird das Staatswappen (Hammer und Zirkel und
Ährenkranz) bestimmt (§1), als Staatsflagge aber "nur" Schwarz-Rot-Gold (§2)
Mit Gesetz vom 01.10.1959 wird § 2 dahingehend geändert, das nun das Emblem
mit zur Staatsflagge gehört.
BTW als dann am 07.10.1959, dem 10. Jahrestag der DDR, die neue Staatsflagge
auf Reichbahngebiet über Westberlin flatterte, währten die Reichsbahner die
Angriffe die Westberliner Polizei ab, welche die Fahnen 'runter holen
wollten. Erst Ende 1969 wurde das Zeigen der DDR-Fahne im Westen geduldet
und nicht mehr regelmäßig bestraft ...
Veith
--
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
> Ich glaube, da irren sich die Gymnasiasten. Sonst habe ich
> nur 1959 gefunden.
Stimmt. 21. September.
Matthias
--
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NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
> Staatswappen mit Hammer, Zirkel und Ähren. Es gibt sber
> wohl schon seit 1953 Münzen, auf denen Hammer und Zirkel
> von Ähren umrahmt werden, und gerade eben habe ich eine
> Rundfunkreportage von 1952 gehört, in der spricht ein
> Reporter vom "Emblem unseres volksdemokratischen Staates,
> ein Hammer, von zwei Ähren eingefasst, Symbol der
> aufbauenden" ... usw.
Da HAMMERs:
http://www.ddrimwww.de/Themen/DDR-Wappen.htm
Zirkel auch?
> Das war aber dann nicht das Staatswappen
Wenn Gerald ohne Zirkel meint, dann schon, und das deckt
sich dann auch mit dem Reportage-Zitat:
http://www.ddrimwww.de/Themen/DDR-Wappen.htm
(unten rechts)
> sondern das Emblem des
> Fünfjahresplans 51-55 (jedenfalls laut Münzbuch),
> sieht auch ganz anders aus als das Wappen.
Kannst Du mal einen Münz-Link posten, zum Vergleichen?
hat jemand in der Bibo Zugriff auf das "Deutschland Archiv"?
s.a.: http://www.geist.de/cgi-bin/Titel?S=D&V=VI35&T=TI00121428
Dort gibt es folgenden Artikel:
Gibas, M.:
"Hammer und Zirkel im Ährenkranz": Anmerkungen zur Symbol- und
Repräsentationskultur der DDR
In: Deutschland Archiv (1999)4, 552-563
Gibt es leider nicht online, würde mich schon interessieren ...
Apropo, Linktip:
http://www.lpb.bwue.de/aktuell/puu/2_00/eins.htm
"Deutschland wächst zusammen
Eine Zwischenbilanz nach zehn Jahren
Vereint und doch nicht eins
Gesellschaftlicher Wandel in Ostdeutschland
Vom Plan zum Markt
Einheit braucht Zeit"
_auch_ zum download (14 Mb!):
http://www.lpb.bwue.de/aktuell/puu/2_00/deutschland.pdf
Peter
ich habe das (schon einmal gepostet und) aus einer unverdächtigen Quelle:
http://www.das-parlament.de/html/suche_anzeigen_text.cfm?ID=2342 - leider online
nur angerissen. Dort wurde der Flaggenkampf bis Ende der 60er mit problematisiert.
Es ist gut möglich, daß der Autor nicht zwischen Normal-Reichsbahner und
Funktionärs-Reichsbahner unterschied.
Peter Veith schrieb:
> Apropo, Linktip:
> http://www.lpb.bwue.de/aktuell/puu/2_00/eins.htm
daraus:
Redaktionsteam:
Otto Bauschert, M.A., Oberregierungsrat, Landeszentrale für
politische Bildung, Stuttgart (geschäftsführender Redakteur)
Ernst-Reinhard Beck, Oberstudiendirektor, Direktor des
Friedrich-List-Gymnasiums Reutlingen
Judith Ernst-Schmidt, Studienrätin, Werner-Siemens-Schule
(Gewerbliche Schule für Elektrotechnik), Stuttgart
Ulrich Manz, Rektor der Schiller-Schule Esslingen
(Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule)
Horst Neumann, Ministerialrat, Ministerium für Umwelt und Verkehr
Baden-Württemberg, Stuttgart
Angelika Schober-Penz, Studienassessorin, Ministerium für Umwelt
und Verkehr
Baden-Württemberg, Stuttgart
Karin Schröer, Reallehrerin, Eichendorff-Realschule Reutlingen
Wenigstens *ein* Eingeweihter wäre doch schön gewesen...
Michael
C 20: Die Löhne sind zu hoch
Die schnelle Anpassung der östlichen Tarifverträge und Löhne an
das Westniveau war
ein zentraler Fehler, weil das Lohnniveau und die Arbeitszeit
schneller angeglichen
wurden, als es die Wettbewerbslage in Ostdeutschland gestattet
hätte. Es ist zwar
innerhalb eines Währungs- und Preisgebietes notwendig, dass man
einen
vergleichbaren Lebensstandard ermöglicht, aber das bedeutet nicht,
dass man statt 38
nicht auch 45 Stunden pro Woche arbeiten kann. Übrigens, in den
meisten
Industriebetrieben Ostdeutschlands wird heute länger gearbeitet,
weil zwei Drittel der
Betriebe dem Arbeitgeberverband nicht mehr angehören und sich
durch Hausverträge
flexibel gemacht haben.
Etwas weniger verdienen, ich sage mal 80 Prozent, muss wohl sein.
Davon kann man
aber leben. Das ist der westliche Lebensstandard vor ca. 15
Jahren. Es geht eben
leider nicht, dass in einer so schwierigen Aufbauphase
Arbeitszeiten und
Tarifleistungen genau so sind wie im Westen. Insbesondere im
öffentlichen Dienst ist
das nicht finanzierbar.
Klaus von Dohnanyi; in: Vorwärts 1998/11, S. 32. (von Dohnanyi ist
Beauftragter für
Marktfragen beim Vorstand der Bundesanstalt für
vereinigungsbedingte
Sonderaufgaben.)
>Hi,
>
>Peter Veith schrieb:
>
>> Apropo, Linktip:
>> http://www.lpb.bwue.de/aktuell/puu/2_00/eins.htm
>
>daraus:
>Redaktionsteam:
[ baden-württembergische Studiendirektoren rausgekürzt]
>Wenigstens *ein* Eingeweihter wäre doch schön gewesen...
... also, dass unter den Oberstudienräten und Studiendirektoren, die
der Landeszentrale für politische Bildung in Baden Württemberg
zuarbeiten, die Ossis ziemlich selten sind, - das finde ich noch
einigermaßen unverdächtig.