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Tuerkischer Honig inne DDR? (was: Konsumig)

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Matthias Opatz

unread,
Mar 18, 2007, 2:37:04 PM3/18/07
to
Florian Ritter schrieb:
> Oliver Cromm schrieb:

>>> Ich nicht. Wieso kennt da jeder "Swedisch meatballs", wenn es dort kein
>>> Image von Schweden gibt?
>>
>> Wir kannten als Kind auch alle "türkischen Honig", hatten deshalb aber
>> noch kein Bild der Türkei.
>
> Türkischen Honig gab's in der DDR nicht, wir kannten den nur aus
> Erzählungen der Großeltern.

Zumindest konnte man in den 60er Jahren (auch noch Anfang der 70er) auf
dem Rummel ein Produkt dieses Namens kaufen. Wie original das war, entzieht
sich meiner Kenntnis, ich hab das nur mal 1991 made in Malta wieder probiert
und als "nix für mich" abgehakt.

Zur Klärung der TH-Präsenz in der DDR überweise ich das mal an die
zuständigen Organe.

Matthias

--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
..... Wer zum Kuckuck ist Galletti? => <http://www.galletti.de/> ......
==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==

Nico Lubitz

unread,
Mar 18, 2007, 3:06:47 PM3/18/07
to
Matthias Opatz <spam-sp...@online.de> wrote:

> Florian Ritter schrieb:

>> Türkischen Honig gab's in der DDR nicht, wir kannten den nur aus
>> Erzählungen der Großeltern.
>
> Zumindest konnte man in den 60er Jahren (auch noch Anfang der 70er) auf
> dem Rummel ein Produkt dieses Namens kaufen. Wie original das war, entzieht
> sich meiner Kenntnis, ich hab das nur mal 1991 made in Malta wieder probiert
> und als "nix für mich" abgehakt.

Ich kann mich auch erinnern, dass es etwas gab, was "türkischer Honig"
genannt wurde. Inwieweit das original war, weiss ich auch nicht. Ich bin
damals nie rangegangen. Heute auch nicht. Zeitschiene 80er.

-nil

--
Zwischen mir und der Rettung der Welt
ist nur die Ignoranz der Leute

Roland Mösl in dafa <41cd7b14$0$24732$91ce...@newsreader02.highway.telekom.at>

Holger Kunadt

unread,
Mar 18, 2007, 3:10:45 PM3/18/07
to
Matthias Opatz schrieb:

> Florian Ritter schrieb:


> > Türkischen Honig gab's in der DDR nicht, wir kannten den nur aus
> > Erzählungen der Großeltern.
> Zumindest konnte man in den 60er Jahren (auch noch Anfang der 70er) auf
> dem Rummel ein Produkt dieses Namens kaufen. Wie original das war, entzieht
> sich meiner Kenntnis, ich hab das nur mal 1991 made in Malta wieder probiert
> und als "nix für mich" abgehakt.

Ich erinnere mich an eine elfenbein- bis pastellrosafarbene Masse von
extremer Klebrigkeit. Die Konsistenz war eher wie Toffee, mit dem
herkömmlichen Honig-Begriff hatte das wenig zu tun.

Qno

--
»Zeitreisen sind kein physikalisches,
sondern ein juristisches Problem.«
Aus dem Kommentar zum »Gesetz über die Zeitschleifen (ZeSchG)«
http://www.urania-dresden.de/terrasse/zeschg.htm

Peter Blancke

unread,
Mar 19, 2007, 3:41:25 AM3/19/07
to
Ad 2007-03-18, Holger Kunadt <h.ku...@gmx.de> dixit:

> Matthias Opatz schrieb:
>> Florian Ritter schrieb:

>> > Türkischen Honig gab's in der DDR nicht, wir kannten den nur
>> > aus Erzählungen der Großeltern.

>> Zumindest konnte man in den 60er Jahren (auch noch Anfang der
>> 70er) auf dem Rummel ein Produkt dieses Namens kaufen. Wie
>> original das war, entzieht sich meiner Kenntnis, ich hab das nur
>> mal 1991 made in Malta wieder probiert und als "nix für mich"
>> abgehakt.

> Ich erinnere mich an eine elfenbein- bis pastellrosafarbene Masse
> von extremer Klebrigkeit. Die Konsistenz war eher wie Toffee, mit
> dem herkömmlichen Honig-Begriff hatte das wenig zu tun.

Ja, das nennt sich "Halvar" (oder so aehnlich). Das hole ich hier
regelmaeszig bei meinem Tuerken um die Ecke. Das gibt es in
verschiedenen Variationen, mein Tuerke haelt das schokoladig und mit
Nuessen vorraetig, meine Bevorzugung gilt der letzten Verabreichung.

Sehr lecker, das.

Das laeszt sich aber eher leicht beiszen, ich vermute fast, Du
koenntest auch etwas anderes meinen, sogenannte "Plombenreiszer",
wie wir das nannten.

Grusz,

Peter Blancke

--
Hoc est enim verbum meum!

Ulf Gutschmidt

unread,
Mar 18, 2007, 4:33:54 PM3/18/07
to
Matthias Opatz schrieb:

>>Türkischen Honig gab's in der DDR nicht, wir kannten den nur aus
>>Erzählungen der Großeltern.
> Zur Klärung der TH-Präsenz in der DDR überweise ich das mal an die
> zuständigen Organe.

Es gab Türkischen Honig in Pirna in einem Geschäft direkt am Marktplatz.

UG

Gert Schulze

unread,
Mar 19, 2007, 6:48:38 AM3/19/07
to

Richtig. Es gab. Leider weiß ich nicht mehr, ob die noch lange nach
der Wende präsent waren, ich schätze, daß spätestens 1995 da Schluß
war. Hab das klebrige Zeug einmal zwischen den Zähnen gehabt, Biolek
würde es "interessant" nennen.

--
Grüße
Gert
(seit 1985 Pirnaer)

Andreas Karrer

unread,
Mar 19, 2007, 7:12:48 AM3/19/07
to
* Holger Kunadt <h.ku...@gmx.de>:

> Matthias Opatz schrieb:
>
>> Florian Ritter schrieb:
>> > Türkischen Honig gab's in der DDR nicht, wir kannten den nur aus
>> > Erzählungen der Großeltern.
>> Zumindest konnte man in den 60er Jahren (auch noch Anfang der 70er) auf
>> dem Rummel ein Produkt dieses Namens kaufen. Wie original das war, entzieht
>> sich meiner Kenntnis, ich hab das nur mal 1991 made in Malta wieder probiert
>> und als "nix für mich" abgehakt.
>
> Ich erinnere mich an eine elfenbein- bis pastellrosafarbene Masse von
> extremer Klebrigkeit. Die Konsistenz war eher wie Toffee, mit dem
> herkömmlichen Honig-Begriff hatte das wenig zu tun.

Vielleicht sollte man erstmal klären, was unter "Türkischem Honig"
zu verstehen ist.

Für mich ist das vermutlich das gleiche, was Qno beschreibt.

Bei Jahrmarkts-Konditoreien gibt es manchmal einen grossen Block (ca
30x30x20 cm) dieser rosa- und cremefarbenen Masse. Das Material ist
(bis auf die Farbe) homogen und von einer ganz eigentümlichen
Konsistenz. Man kann sie weder schneiden noch sägen; der Verkäufer hackt
mit einer Art Küchenbeil Splitter davon ab und wägt davon eine Portion auf
einem Stück Wachspapier ab. Die Masse ist nicht ganz so hart wie ein
Werthers-Echte-Bonbon, aber deutlich härter als ein Toffeebonbon. Die
scharfen Kanten der Splitter werden nach ein paar Minuten weich. Im
Mund kann man die Sache nicht kauen (zu hart), sie löst sich langsam
auf.

Was auf http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkischer_Honig
abgebildet ist, gehört für mich in eine andere Kategorie, abenso
Turron, Torrone, Montelimar-Nougat, Halva.

- Andi

Patrick Bonacker

unread,
Mar 19, 2007, 9:02:52 AM3/19/07
to
Hallo,

on Mon, 19 Mar 2007 08:41:25 +0100, Peter Blancke <bla...@gmx.de>
wrote:

>Ja, das nennt sich "Halvar" (oder so aehnlich). Das hole ich hier
>regelmaeszig bei meinem Tuerken um die Ecke.

Nein Halva(r) ist was anderes.

Türkischer Honig heißt "Lokum" oder "(Rachat-)Lukum" (ich weiß aber
nicht, ob auch beim "Türken", ich kenne diese Bezeichnungen aus dem
Russischen und Polnischen, mit eindeutig turksprachiger Herkunft).

>Das laeszt sich aber eher leicht beiszen, ich vermute fast, Du
>koenntest auch etwas anderes meinen, sogenannte "Plombenreiszer",
>wie wir das nannten.

Genau, s. o.
"Plombenzieher" waren bei uns eher bestimmte Arten Sahnebonbons u. ä.
Die Tschechen hatten (haben?) da "schöne", namens "Sisi".

Patrick

gunter kuehne

unread,
Mar 19, 2007, 4:23:06 PM3/19/07
to
Ulf Gutschmidt wrote:

Und in Dresden auf der Vogelwiese.
Noch auf dem Fucikplatz (sorry den strich bekomme ich nicht hin, außerdem
darf ich das nicht schreiben Hatte nur 2 Streifen)
In wieweit Original keine Ahnung war nur sausüß.
Gunter

--
Wichtige mail an bastler100atarcorde

Kai-Uwe Thiessenhusen

unread,
Mar 19, 2007, 6:44:47 PM3/19/07
to
Holger Kunadt schrieb:

> Ich erinnere mich an eine elfenbein- bis pastellrosafarbene Masse von
> extremer Klebrigkeit. Die Konsistenz war eher wie Toffee, mit dem
> herkömmlichen Honig-Begriff hatte das wenig zu tun.

Wie andere schon schrieben: es *ist* ja auch kein Honig.

Ich erinnere mich an das Zeug nicht aus eigenener Anschauung, aber sehr
wohl aus dem Mosaik ´("Türkischer Honig für Basra"), 132.

-kut

Heiko Schneider

unread,
Mar 20, 2007, 4:39:26 AM3/20/07
to
Gert Schulze schrieb:

>On 18 Mrz., 21:33, Ulf Gutschmidt <Pink_Fl...@web.de> wrote:

>> Es gab Türkischen Honig in Pirna in einem Geschäft direkt am Marktplatz.

Das fiel mir auch als erstes beim Thema Türkischer Honig ein.

>Richtig. Es gab. Leider weiß ich nicht mehr, ob die noch lange nach
>der Wende präsent waren, ich schätze, daß spätestens 1995 da Schluß
>war. Hab das klebrige Zeug einmal zwischen den Zähnen gehabt, Biolek
>würde es "interessant" nennen.

Im besagten Geschäft bekam ich als Kind in den 80ern ab und zu
Türkischen Honig - war der eigentlich immer vorrätig oder auch mal
aus?

>Gert
>(seit 1985 Pirnaer)

Dito seit 1979.


Viele Grüße

Heiko

Peter Blancke

unread,
Mar 20, 2007, 5:10:26 AM3/20/07
to
Ad 2007-03-19, Gert Schulze <ge...@schulze-pirna.de> dixit:

> Hab das klebrige Zeug einmal zwischen den Zähnen gehabt,

Ich war heute bei meinem Tuerken um die Ecke, er hat das Zeugs immer
noch im Regal liegen.

Mal sehen, die Zaehne sind gut, vielleicht hole ich mir einmal einen
Riegel. Sollte ich den mal an hier vielleicht anwesende Chemiker
ueberstellen, damit wir endlich einmal herauskriegen, was da so
drinnen ist?

> Biolek würde es "interessant" nennen.

Wobei? Wenn er sich den in den Mund schiebt? Oder sonstwohin?

Gert Schulze

unread,
Mar 20, 2007, 6:13:44 AM3/20/07
to
On 20 Mrz., 10:10, Peter Blancke <blan...@gmx.de> wrote:
> Ad 2007-03-19, Gert Schulze <g...@schulze-pirna.de> dixit:

>
> > Hab das klebrige Zeug einmal zwischen den Zähnen gehabt,
>
> Ich war heute bei meinem Tuerken um die Ecke, er hat das Zeugs immer
> noch im Regal liegen.

Naja, der Witz bei dem Pirnaer Macher von TH könnte gewesen sein, daß
das ein Produkt gewesen sein könnte, das nur dem Namen her TH war,
ansonsten aber mehr eine freie Rezeptur war. Leider - nichts Genaueres
weiß man nicht, da ich keine lebenden Zeugen auftreiben kann.

> > Biolek würde es "interessant" nennen.
>
> Wobei? Wenn er sich den in den Mund schiebt? Oder sonstwohin?

Gugle mal nach "zacherl biolek kerner interessant", erste Fundstelle.

--
Grüße
Gert

Peter Blancke

unread,
Mar 20, 2007, 7:40:40 AM3/20/07
to
Ad 2007-03-20, Gert Schulze <ge...@schulze-pirna.de> dixit:

> Leider - nichts Genaueres weiß man nicht, da ich keine lebenden
> Zeugen auftreiben kann.

Die haben davon selber gegessen?

> Gugle mal nach "zacherl biolek kerner interessant", erste
> Fundstelle.

Getan. Aber Sucherergebnisse sind Suchergebnisse. Ich lande bei der
Suche als erstes auf eine DIskussion, ueberschrieben mit "Mälzer und
Lafer u.a. heute Abend bei Kerner". Ich nehme an, das ist nicht das,
was Du meinst.

Und bei den darunter liegenden Verweisen geht es viel um Fernsehen,
welchselbes ich schon seit mehr als zehn Jahren nicht mehr besitze,
um am Kopfe einigermaszen gesund zu bleiben.

Tja, was dann? Also - heraus mit dem Verweis!

Gert Schulze

unread,
Mar 20, 2007, 8:02:03 AM3/20/07
to
On 20 Mrz., 12:40, Peter Blancke <blan...@gmx.de> wrote:
> Ad 2007-03-20, Gert Schulze <g...@schulze-pirna.de> dixit:

>
> > Leider - nichts Genaueres weiß man nicht, da ich keine lebenden
> > Zeugen auftreiben kann.
>
> Die haben davon selber gegessen?

Todesursache Zuckerschock mit gleichzeitiger
Magenschleimhautverklebung ... ;)

> > Gugle mal nach "zacherl biolek kerner interessant", erste
> > Fundstelle.
>
> Getan. Aber Sucherergebnisse sind Suchergebnisse. Ich lande bei der
> Suche als erstes auf eine DIskussion, ueberschrieben mit "Mälzer und
> Lafer u.a. heute Abend bei Kerner". Ich nehme an, das ist nicht das,
> was Du meinst.
>
> Und bei den darunter liegenden Verweisen geht es viel um Fernsehen,
> welchselbes ich schon seit mehr als zehn Jahren nicht mehr besitze,
> um am Kopfe einigermaszen gesund zu bleiben.

Ok, da warst Du schon zu weit, direkt im Suchergebnis bei Gugl steht
schon die interessierende Aussage ... - als Nicht-Fernseher-Besiter
bist Du in der Tat recht gehandicapt. Und außerdem sind wir schon ganz
schön OT.

Mnpurey zrvagr, ... jraa Ovbyrx fntg, rf evrpug vagrerffnag, qnaa
zrvag re, qnf fpuzrpxg fpurvffr.

--
Grüße
Gert

Christoph Maercker

unread,
Mar 20, 2007, 8:30:29 AM3/20/07
to
Matthias Opatz wrote:
> Florian Ritter schrieb:

>> Türkischen Honig gab's in der DDR nicht, wir kannten den nur aus
>> Erzählungen der Großeltern.

Und aus Bulgarien bzw. Azerbaidshan + weitere Umgebung. Nannte sich dort
"Lokum". Die Türken nennen es m.W. auch so.

> Zumindest konnte man in den 60er Jahren (auch noch Anfang der 70er) auf
> dem Rummel ein Produkt dieses Namens kaufen. Wie original das war, entzieht
> sich meiner Kenntnis, ich hab das nur mal 1991 made in Malta wieder probiert
> und als "nix für mich" abgehakt.

Furchtbar süß. ;-)


--


CU Christoph Maercker.

Transport + Sport = Radfahren

Peter Blancke

unread,
Mar 20, 2007, 10:57:52 AM3/20/07
to
Ad 2007-03-20, Gert Schulze <ge...@schulze-pirna.de> dixit:
> On 20 Mrz., 12:40, Peter Blancke <blan...@gmx.de> wrote:
>> Ad 2007-03-20, Gert Schulze <g...@schulze-pirna.de> dixit:

> Todesursache Zuckerschock mit gleichzeitiger
> Magenschleimhautverklebung ... ;)

So, Schlusz jetzt. Morgen hoile ich mir gleich nach dem Mittagessen
ein gehoeriges Stueck davon, nun will ich es wissen. Und zum
naechsten dafd-Treffen in der Hauptstadt bei Harry bringe ich fuer
alle anwesenden und noch im Besitz der zweiten Zaehne befindlichen
Funktionaere eine Kostprobe mit. Probieren geht ueber studieren!

> - als Nicht-Fernseher-Besiter bist Du in der Tat recht
> gehandicapt.

Ja, furchtbar. Ich habe -- so gestaendig will ich hier auch gleich
sein -- gleich nach Abschaffen des Fernsehens wieder damit
angefangen, Buecher zu lesen. Da war auch einmal Lenin mit dabei.
Und dann auch noch auf meinem Fluegel konzertiert, moeglicherweise
ihm sogar verbotene Toene entlockt: "Wir fuerchten nicht den Donner
der Kanonen, wir fuerchten nicht die Noske-Polizei!" Das ist ja
alles wieder so aktuell...

> Mnpurey zrvagr, ... jraa Ovbyrx fntg, rf evrpug vagrerffnag, qnaa
> zrvag re, qnf fpuzrpxg fpurvffr.

Bo qre Mnpurey fvpu shre qvrfra Fcehpu nhpu fpunrzg?

Gert Schulze

unread,
Mar 20, 2007, 11:27:56 AM3/20/07
to
On 20 Mrz., 15:57, Peter Blancke <blan...@gmx.de> wrote:
> Ad 2007-03-20, Gert Schulze <g...@schulze-pirna.de> dixit:

> So, Schlusz jetzt. Morgen hoile ich mir gleich nach dem Mittagessen


> ein gehoeriges Stueck davon, nun will ich es wissen. Und zum
> naechsten dafd-Treffen in der Hauptstadt bei Harry bringe ich fuer
> alle anwesenden und noch im Besitz der zweiten Zaehne befindlichen
> Funktionaere eine Kostprobe mit. Probieren geht ueber studieren!

ACK. Hiermit beantrage ich die Einberufung zu einem für die
berufstätige Bevölkerung lokal und temporal erreichbaren Meetings.
BTW: In Bayern ist es ja legal, sich die Brotzeit in den Birgarten
mitzubringen. Wird Harry sowas auch dulden?

> > - als Nicht-Fernseher-Besiter bist Du in der Tat recht
> > gehandicapt.
>
> Ja, furchtbar. Ich habe -- so gestaendig will ich hier auch gleich
> sein -- gleich nach Abschaffen des Fernsehens wieder damit
> angefangen, Buecher zu lesen. Da war auch einmal Lenin mit dabei.
> Und dann auch noch auf meinem Fluegel konzertiert, moeglicherweise
> ihm sogar verbotene Toene entlockt: "Wir fuerchten nicht den Donner
> der Kanonen, wir fuerchten nicht die Noske-Polizei!" Das ist ja
> alles wieder so aktuell...

"Und mit der Knarre in der Hand, er hinterm Zeitungsballen stand.
Granaten schlagen bei uns ein, die Noske-Hunde stürmen Büxenstein!" -
selbiges Lied (natürlich nicht der Text) stand vor garnicht
allzulanger Zeit auf dem Spielplan der Schalmeienkapelle Graupa ...

> > Mnpurey zrvagr, ... jraa Ovbyrx fntg, rf evrpug vagrerffnag, qnaa
> > zrvag re, qnf fpuzrpxg fpurvffr.
>
> Bo qre Mnpurey fvpu shre qvrfra Fcehpu nhpu fpunrzg?

Ich glaube, das muß er nicht. Warum auch, er hat sich über Bio nicht
vordergründig lustig gemacht, sondern nur einen seiner PC-Sprüche
dekonspiriert.

--
Grüße
Gert

Gert Schulze

unread,
Mar 20, 2007, 1:47:10 PM3/20/07
to
On 18 Mrz., 19:37, Matthias Opatz <spam-spam-s...@online.de> wrote:
> Florian Ritter schrieb:
>
> > Oliver Cromm schrieb:
> >>> Ich nicht. Wieso kennt da jeder "Swedisch meatballs", wenn es dort kein
> >>> Image von Schweden gibt?
>
> >> Wir kannten als Kind auch alle "türkischen Honig", hatten deshalb aber
> >> noch kein Bild der Türkei.
>
> > Türkischen Honig gab's in der DDR nicht, wir kannten den nur aus
> > Erzählungen der Großeltern.
>
> Zumindest konnte man in den 60er Jahren (auch noch Anfang der 70er) auf
> dem Rummel ein Produkt dieses Namens kaufen. Wie original das war, entzieht
> sich meiner Kenntnis, ich hab das nur mal 1991 made in Malta wieder probiert
> und als "nix für mich" abgehakt.
>
> Zur Klärung der TH-Präsenz in der DDR überweise ich das mal an die
> zuständigen Organe.

Jetzt hab ich den Beleg. SZ 20.12.74

<quote>
Das mich viele der Striezelmarklbesucher kennen, glaube ich nicht.
Doch sie beißen in meine kandierten Äpfel und schlecken meinen
türkischen Honig, den ich hinter dem Verkaufsstand sorgsam
zubereile. Hin und wieder schaue ich mal zur Tür hinaus. Die
fröhlichen und von Zucker verklebten Gesichter der Kinder, das ist
für mich eine Freude, ich liebe Kinder, und ich liebe Volksfeste.
Als Knirps ging ich schon mit meinen Großeltern auf die Jahrmärkte, um
Pfefferkuchen zu verkaufen. Sie hatten eine Pfefferküchlerei in
Großhartmannsdorf bei Freiberg. Jahre später war ich dann mit meinem
Sportspiel und mit Schmalzgebäck auf den Volksfesten vertreten.
Doch eines Tages fragte man mich: ,,Könnten Sie nicht türkischen Honig
auf dem Striezelmarkt verkaufen?" Da halfen mir wieder meine
Großeltern. In ihrem Nachlaß fand ich das Rezept für die begehrte
Leckerei aus dem Jahre 1927. Zu Weihnachten 1970 konnte ich den
Striezelmarktbesuchern auf der Kreuzstraße zum ersten Male türkischen
Honig anbieten.
Manchmal sagt ein kleiner Steppke: ,,Sie haben es gut. Sie können den
ganzen Tag türkischen Honig essen." ,,Mein Kleiner", sage ich, ,,ich
esse viel lieber eine Portion Schaschlyk. Aber wenn es dir gelingt,
Zucker bei einer Temperatur von 180 Grad Hitze mit geschlagenem Eiweiß
zu verbinden, dann kannst du auch türkischen Honig herstellen." So
einfach geht das nämlich nicht. Das werden die jungen Chemiker,
Naturforscher oder Gastronomen sehr schnell erfahren, wenn sie einmal
den Versuch machen.
Als ich noch mit dem Tragkorb voll Pfefferkuchen über Land ging und
auch noch später.jJa kauften wir uns nur ganz kleine Portionen
türkischen Honig. So etwa für fünf Pfennig oder höchstens mal für
einen Groschen. Heute wird die Süßigkeit nicht mehr dünn von dem 15
Kilo schweren Honigblock abgeraspelt. Heute gehen gleich ganze Brocken
über die Ladentafel, die ich durch einen kräftigen Schlag mit dem
Buschmesser abhaue. Ja, auch die Leckermäuler sind heute gut dran.
Manche fragen: Was machen Sie denn, wenn der Striezelmarkt vorüber
ist? Auf keinen Fall kann ich Daumen drehen. Allein für die
Maschinenpflege und sonstige Reparaturen sind die Monate bis zum
,,nächsten Frühlingsfest viel zu kurz. Landfried Hilscher
</quote>

Mal sehen, er schrieb nichts von Pirna, aber er könnte durchaus auch
derjenige vom Pirnaer Markt gewesen sein.

--
Grüße
Gert

Frank Nitzschner

unread,
Mar 20, 2007, 2:17:47 PM3/20/07
to
Heiko Schneider schrieb :

>
> Im besagten Geschäft bekam ich als Kind in den 80ern ab und zu
> Türkischen Honig - war der eigentlich immer vorrätig oder auch mal
> aus?
>

Der war immer vorrätig. Erstens war der Absatz nicht soo
wild und der Verkäufer war auch der Hersteller. Ein ehemaliger
Reichsbahnkollege aus Schandau-Ost, WIMRE hatte er ein originales
Rezept zur Herstellung erhalten. Nach 89 kam dann noch Eisverkauf dazu,
aber
auch der konnte den Laden dann nicht mehr retten.

Grüsse
Frank


Knut Ochdorf

unread,
Mar 20, 2007, 3:30:06 PM3/20/07
to
gunter kuehne schrieb:

> Und in Dresden auf der Vogelwiese.
> Noch auf dem Fucikplatz (sorry den strich bekomme ich nicht hin, außerdem
> darf ich das nicht schreiben Hatte nur 2 Streifen)

Meinst Du die Vogelwiese auf dem Fucikplatz oder gab es da noch einen
Extraladen? Und was hat das mit den zwei Streifen auf sich?

Knut

Florian Ritter

unread,
Mar 21, 2007, 9:24:24 AM3/21/07
to
Knut Ochdorf schrieb:

Bedeutet: kennt jemanden, der schreiben kann - FR

Florian Ritter

unread,
Mar 21, 2007, 9:30:49 AM3/21/07
to
Gert Schulze schrieb:

> > So, Schlusz jetzt. Morgen hoile ich mir gleich nach dem Mittagessen
> > ein gehoeriges Stueck davon, nun will ich es wissen. Und zum
> > naechsten dafd-Treffen in der Hauptstadt bei Harry bringe ich fuer
> > alle anwesenden und noch im Besitz der zweiten Zaehne befindlichen
> > Funktionaere eine Kostprobe mit. Probieren geht ueber studieren!

Bitte eine Portion weniger mitbringen, da ich die Einnahme Solcherleys
verweigere.

> ACK. Hiermit beantrage ich die Einberufung zu einem für die
> berufstätige Bevölkerung lokal und temporal erreichbaren Meetings.

Beantragen kannste hier viel.
Nicht immer nur gackern, auch mal ein Ei legen, Gertchen!

> Wird Harry sowas auch dulden?

Wer viel fragt bekommt viele Antworten.

> > > - als Nicht-Fernseher-Besiter bist Du in der Tat recht
> > > gehandicapt.

> > angefangen, Buecher zu lesen. Da war auch einmal Lenin mit dabei.

Voll oberkrass abartig!

> "Und mit der Knarre in der Hand, er hinterm Zeitungsballen stand.
> Granaten schlagen bei uns ein, die Noske-Hunde stürmen Büxenstein!" -
> selbiges Lied (natürlich nicht der Text) stand vor garnicht
> allzulanger Zeit auf dem Spielplan der Schalmeienkapelle Graupa ...

Sozi und Nazi wählt der Offizier, die mittleren Polizeibeamten wählen
Liste vier - FR

gunter kuehne

unread,
Mar 23, 2007, 5:01:31 PM3/23/07
to
Florian Ritter wrote:

sorry war auf dienstreise.
ein streifen Bei Polizisten =
kennt jemand der lesen Kann.
2 Streifen siehe oben.
Drei streifen = Kennt jemand der Lesen und schreiben kann.
Beliebter witz über Polizisten in der DDR.
Gab Noch einen.#+:
Zwei Streifenpolizisten finden eine Leiche am Fucikplatz.
Der eine beginnt mit Tatortsicherung . . Motzt der andere ihn an, Komm faß
an, den schleppen wir um die Ecke .
warum fragt der erste:
weist du wie Fucikplatz geschrieben wird ??
nur mal so .
gunter

Matthias Opatz

unread,
Mar 23, 2007, 5:19:49 PM3/23/07
to
gunter kuehne schrieb:

> Zwei Streifenpolizisten finden eine Leiche am Fucikplatz.
> Der eine beginnt mit Tatortsicherung . . Motzt der andere ihn an, Komm faß
> an, den schleppen wir um die Ecke .
> warum fragt der erste:
> weist du wie Fucikplatz geschrieben wird ??

Denn kenn ich mit Togliattistraße (und in die Tieckstraße schleppen).

Matthias

--
==== Den alten Krimi so oft gelesen, rohe Spaghetti zu viel gekaut, ===
zu lange geschlafen, zu oft gebadet, vor allem zuviel Fernsehn geschaut.
Ich bin rumgerannt ... Zuviel rumgerannt, ist doch nichts passiert ...

Andreas Ludwig

unread,
Mar 23, 2007, 5:36:46 PM3/23/07
to
Am Fri, 23 Mar 2007 22:19:49 +0100 schrieb Matthias Opatz:

> gunter kuehne schrieb:
>
>> Zwei Streifenpolizisten finden eine Leiche am Fucikplatz.
>> Der eine beginnt mit Tatortsicherung . . Motzt der andere ihn an, Komm faß
>> an, den schleppen wir um die Ecke .
>> warum fragt der erste:
>> weist du wie Fucikplatz geschrieben wird ??
>
> Denn kenn ich mit Togliattistraße (und in die Tieckstraße schleppen).

In Frankfurt/Oder gab es den mit der Rosa-Luxemburg-Str. und der Post.

Gruß Andreas

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Kai- Uwe Thiessenhusen

unread,
Mar 23, 2007, 9:23:28 PM3/23/07
to
Matthias Opatz schrieb:

> gunter kuehne schrieb:
>
>> Zwei Streifenpolizisten finden eine Leiche am Fucikplatz.
>> Der eine beginnt mit Tatortsicherung . . Motzt der andere ihn an, Komm faß
>> an, den schleppen wir um die Ecke .
>> warum fragt der erste:
>> weist du wie Fucikplatz geschrieben wird ??
>
> Denn kenn ich mit Togliattistraße (und in die Tieckstraße schleppen).

Mein Favorit ist hier leider off-topic, da in Karlsruhe gelegen: die
Straßenbahnhaltestelle Rüppurr Battstraße.

Auf die Schreibung des ersten Wortes käme wohl niemand freiwillig, beim
zweiten Wort schreibt wohl jeder Fremde Badstraße.

-ku "Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge" t

Andreas Ludwig

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Mar 24, 2007, 5:46:19 AM3/24/07
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Am Sat, 24 Mar 2007 00:45:55 +0100 schrieb Norbert Möller:

> Am Fri, 23 Mar 2007 22:36:46 +0100, Andreas Ludwig
> <andreas...@nurfuerspam.de> schrieb:

>>In Frankfurt/Oder gab es den mit der Rosa-Luxemburg-Str. und der Post.
>

> Sicher? Über die Magistrale oder durch den Park?
>
Hätte ich statt 'Post' 'Stadtbrücke' schreiben sollen?

Gruß Andreas

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Florian Ritter

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Mar 24, 2007, 11:26:32 AM3/24/07
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Kai- Uwe Thiessenhusen schrieb:


> -ku "Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge" t

Steht es jetzt doch schon so schlimm um Deiner?
Hoffe Dich mit dem Essen zufrieden - FR

Michael Vlcek

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Mar 27, 2007, 4:07:33 PM3/27/07
to
Matthias Opatz schrieb:

> Florian Ritter schrieb:
>> Oliver Cromm schrieb:
>
>>>> Ich nicht. Wieso kennt da jeder "Swedisch meatballs", wenn es dort kein
>>>> Image von Schweden gibt?
>>> Wir kannten als Kind auch alle "türkischen Honig", hatten deshalb aber
>>> noch kein Bild der Türkei.
>> Türkischen Honig gab's in der DDR nicht, wir kannten den nur aus
>> Erzählungen der Großeltern.

Den gab es in der CSSR und jetzt in Montelimar (France), mal im Ernst
das französische Nougat hat eine verblüffende Ähnlichkeit zu dem
türkischen Honig. Das war auch der Kommentar meiner slowakischen
Verwandschaft als ich das Nougat auspackte und zum kosten verabreichte.

Michael

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