_____________________ Beginn Bericht ___________________________
Durch die Sekretariate der Stadtleitung, der Stadtbezirks- und
Kreisleitungen wird den Fragen der Versorgung große Aufmerksamkeit
beigemessen. Regelmäßig wird die Erfüllung des Versorgungsplanes sowie
die Stimmung der Bevölkerung zur Versorgung eingeschätzt. Offensiv und
prinzipiell wird auftretenden negierenden Diskussionen
entgegengetreten. Dazu erfolgte auch die Anleitung der
Parteisekretäre, um in den Grundorganisationen wirksam allen negativen
Diskussionen zur Versorgungslage zu begegnen.
Durch die Operativinstrukteure der Bezirksleitung wird den
Sekretariaten Unterstützung bei der politischen Führung dieser
Aufgaben gegeben.
Solche Stadtbezirks- und Kreisleitungen wie Nordost sowie Torgau,
Leipzig-Land, Altenburg und Borna haben gesichert, daß Kontrollen von
Verkaufsstellen in Schwerpunkten durch Mitarbeiter des Parteiapparates
sowie Ratsmitglieder und Mitarbeiter der staatlichen Organe erfolgen,
um unverzüglich auf auftretende Schwerpunkte zu reagieren sowie auf
die Klärung von Problemen Einfluß zu nehmen.
Gleichzeitig erfolgten Beratungen mit verantwortlichen Genossen des
Handels sowie Leitern von Verkaufsstellen, um ein offensiveres
Auftreten der Verkaufskräfte sowie ein verantwortungsbewußtes
Reagieren zu auftretenden Problemen in den Verkaufsstellen zu
erreichen. Kritisch verweisen zugleich Verkaufskräfte darauf, daß die
gegenwärtigen handelspolitischen Schulungen nicht ausreichen, um sie
mit überzeugenden Informationen und Argumenten auszurüsten und ihnen
zu auftretenden Fragen Antwort zu geben. Das zeigt sich in solchen
Meinungen, die in der Stadt Leipzig sowie in den Kreisen Geit-hain und
Grimma auftraten: "Wir werden zuviel allein gelassen." Im Kreis
Geithain gehören von den 26 Schulungskräften, die die
handelspolitischen Schulungen durchführen, nur 6 unserer Partei an.
Trotz der eingeleiteten Maßnahmen machen die Kreisleitungen,
Parteisekretäre und Stellvertreter der örtlichen Räte für Handel und
Versorgung darauf aufmerksam, daß die Diskussion zur Fleischversorgung
zugenommen hat. Das widerspiegelt sich auch in den Monatsberichten der
Grundorganisationen, die an die Bezirksleitung gegeben werden.
Parteisekretäre erklären, daß sie mit ihren Argumentationen bei den
Werktätigen nicht mehr ankommen und es ihnen schwerfällt, auf eine
Reihe Probleme der Versorgung mit Fleisch- und Wurstwaren eine Antwort
zu geben. Die Diskussionen zur Versorgung mit Fleisch-und Wurstwaren
gehen im wesentlichen in folgende Richtung:
- Es werden Parallelen zur Entwicklung in Polen gezogen und solche
Meinungen vertreten wie "Bei uns ist es schlimmer als in Polen. Die
haben nicht gearbeitet, wir aber sind bereit zu arbeiten, jedoch
wollen wir auch Fleisch und Wurst bekommen." "Wird es mit der
Versorgung bei uns bald so wie in Polen" oder auch "Von uns wird wohl
alles nach Polen geliefert?" u.a.
- Es wird die Richtigkeit notwendiger Fleischexporte angezweifelt,
wobei das vor allem in den Kreisen auftritt. Dazu gibt es solche
Meinungen "Brauchen wir Fleischexporte in diesem Ausmaß? Könnten
wir nicht dafür Pkw-Importe aus dem NSW verringern?" "Müßte nicht
an erster Stelle die Versorgung der Bevölkerung stehen und nicht der
Export?" oder auch "Wir bringen 2 Tage zusätzliche Produktion, aber
Fleisch und Wurst bekommen wir nicht!" u.a.
- Es nehmen die Meinungen zu, auch von Genossen, daß in der
Presse zu bestimmten Versorgungsproblemen offener gesprochen werden
sollte und nicht nur ausschließlich über Erfolgsmeldungen berichtet
wird. Es wird die Auffassung vertreten "Wir haben durchaus Verständnis
für die komplizierte Lage und beweisen das durch die täglichen
Anstrengungen zur Erfüllung der Planaufgaben, aber wir erwarten
zugleich eine ehrliche Information für die Versorgungslage".
Diese Meinungen bestimmen nicht das politische Klima in den Partei-
und Arbeitskollektiven, spielen aber in den Diskussionen eine
zunehmende Rolle. Deutlich wurde das auch in der Mitgliederversammlung
der APO 6 des VEB PKM-Anlagenbau Leipzig, wo über die Auswertung des
ZK-Seminars beraten werden sollte, jedoch zuerst Fragen zur Versorgung
gestellt wurden und fast nur hierzu diskutiert wurde. Obwohl der
anwesende Mitarbeiter der Bezirksleitung offensiv zu diesen Fragen
auftrat, gab es solche Meinungen der Genossen: "Merkt denn keiner, daß
in den Fleischläden Gift und Galle gegen die DDR gehetzt wird?", "Wenn
wir schon nicht genug haben, warum machen wir es nicht wie in den 60er
Jahren auf Anmeldung, da erhält wenigstens jeder etwas", "Ich glaube,
ihr seht in der Bezirksleitung den Ernst der Lage nicht real. Wenn es
wirklich so wäre, wie du sagst, daß wir in der DDR alle Kraft und
Potenzen haben, da müßten wir auch Vertrauen zu unseren Menschen haben
und könnten sie real informieren, warum nicht genug Fleisch da ist und
wann es besser wird".
Die in Betrieben sowie mit verantwortlichen Genossen geführten
Aussprachen machen sichtbar, daß die Tendenzen zunehmen, von der
Arbeit wegzulaufen, um erst die Fleischeinkäufe zu tätigen. Das
betrifft vor allem Werktätige, die im Tagschichtbetrieb arbeiten und
darauf hinweisen, daß sie beim Einkauf in den Abendstunden kein
Angebot an Fleisch- und Wurstwaren mehr vorfinden würden. Solche
Erscheinungen gibt es z.B. im Nahrungsmittelkombinat Würzen, im
Elektrogerätewerk Leipzig, im Kombinat Metallbau Leipzig, im
Elektrowärme Altenburg, im Chemieanlagenbaukombinat, Betrieb Grimma,
im Porzellanwerk Colditz, im EKO Oschatz u.a. aus Kreisen, wie z.B.
Döbeln, Grimma, Torgau und Würzen wird deutlich, daß der Zustrom von
der Landbevölkerung in die Stadt zunimmt, um hier die Fleischeinkäufe
zu tätigen.
Es zeigt sich auch eine bestimmte Unsicherheit unter der Bevölkerung,
woraus resultiert, daß jeder dort Fleisch kauft, wo er es gerade
bekommt und so viel, wie ihm gegeben wird. In zahlreichen
Verkaufsstellen, wie z.B. in Colditz, Naunhof und Brandis u.a. wurde
dazu übergegangen, Kernfleisch nur in bestimmten Mengen abzugeben,
keinen Verkauf an Bürger, die nicht ortsansässig sind, vorzunehmen
sowie private Fleischläden nach 16.00 Uhr nicht mehr zu öffnen. Dabei
wurde vor allem Unmut unter der Bevölkerung hervorgerufen, daß bei der
Portionierung unabhängig von der Kopfzahl der betreffenden Familie nur
eine bestimmte Menge Fleisch abgegeben wurde. Oft wird jedoch von
Bürgern die Rationierung als der beste Weg angesehen, um jeden
ausreichend mit Fleisch zu versorgen.
In Oschatz und Würzen kam es im Zusammenhang mit der Fleischversorgung
zu bösartigen Anrufen an die Kreisleitung und den Rat des Kreises
"Jetzt gebt ihr uns schon 11.00 Uhr nichts mehr zu fressen!" Die
Kreisleitung Würzen erhielt einen anonymen Brief mit dem Inhalt "Wir
arbeiten, aber die Versorgung wird immer schlechter".
Zum Werkessen und der Frühstücksversorgung in den Betrieben gibt es
weniger negative Diskussionen, jedoch nehmen Meinungen zu, die sich
kritisch zu dem einseitigen Angebot äußern. Es verstärken sich z.B. in
den Baustoffwerken Lübschütz, im Institut für Energetik, Baukombinat
Leipzig und anderen Betrieben solche Auffassungen "Geflügel wird auf
die Dauer zu teuer", "Jeden Tag kann man nicht Geflügel und Eier
essen". Dabei wird jedoch Verständnis geäußert, daß gegenwärtig ein
stärkerer Anteil von Geflügel und Eiern im Werkessen zu verabreichen
ist. Im Betriebsteil Döbeln des VEB Kraftverkehr Waldheim kam es im
Bereich Werkstatt zu negativen Diskussionen über das Mittagessen, da
Fleischportionen (Schweinebraten) in Höhe von 25 Gramm pro
Essenteilnehmer angeliefert wurden. Durch die Kreisleitung wurde
sofort eine Veränderung dieser Lage veranlaßt.
Durch die Stadtleitung, die Stadtbezirks- und Kreisleitungen werden
diese Stimmungen sorgfältig ausgewertet und verantwortungsbewußt die
Veränderung auftretender Probleme bzw. einzelner undurchdachter
Maßnahmen veranlaßt.
__________________________Ende Bericht_________________________
StAL SED-BL Leipzig IV/E-2/5/300 Blatt 35ff.
Gruß
Gerald
> Hallo,
> zur Steigerung des Heimwehs nach der DDR habe ich hier eine
> Information der Bezirksleitung Leipzig "zur Stimmung der Bevölkerung
> über die Versorgung mit Fleisch- und Wurstwaren" vom 10.Mai 1982.
[folgt Bericht]
> StAL SED-BL Leipzig IV/E-2/5/300 Blatt 35ff.
Hallo, Gerald,
in dem Zusammenhang lenkt sich meine Aufmerksamkeit auf ein
anderes Detail. Einige Genossen haben in den Arbeitskollektiven
immer mal wieder das "Stimmungs- und Meinungsbild" erforscht,
und einige Nichtgenossen haben dann auch nicht mit ihrer Meinung
hinterm Berg gehalten. Auch so wurden IMs oder sowas "gemacht".
Matthias
--
__________________________________________________________
NewsGroups individuell filtern mit http://www.NewsSIEVE.de
> Information der Bezirksleitung Leipzig "zur Stimmung der Bevölkerung
> über die Versorgung mit Fleisch- und Wurstwaren" vom 10.Mai 1982.
"Die Bevölkerung der DDR hatte mit rd. 95 kg einen der höchsten
Pro-Kopf_Verbräuche an Fleisch und Wurstwaren der Welt (BRD 76 kg).
Mangelerscheinungen gab es jedoch bei den Edelfleischarten wie Rouladen,
Leber, Bratwürsten, vor allem in der Sommersaison." [1]
Im Detail [2]:
Fleisch und Fleischerzeugnisse in kg pro Kopf:
1955.....45,0
1960.....55,0
1970.....66,1
1980.....89,5
1988...100,2
"Wenn man mit der alten Bundesrepublik vergleicht, so zeigt sich beim
Fleisch und Nahrungsfetten fast eine völlige Übereinstimmung im
Verbrauch.
Bei Zucker, Milch und Eiern ist ein deutliches Übergewicht der DDR zu
erkennen. Defizite bestehen bei Fisch, Feingemüse und Südfrüchten."
Ca. 100 kcal pro Kopf und Tag wurden mehr als in der BRD verzehrt.
[1] "Was war die DDR wert? Und wo ist dieser Wert geblieben?" von
Siegfried Wenzel
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3360009401/ddrluftwaffde-21
[2] "Armut in der 'DDR'-Bevölkerung, Lebensstandard und
Konsumtionsniveau vor und nach der Wende" von Günter Manz, bei
http://www.marcoverlag.de
Veith
--
Strukturen, Geschichte(n) & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
> [1] "Was war die DDR wert? Und wo ist dieser Wert geblieben?" von
> Siegfried Wenzel
> http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3360009401/ddrluftwaffde-21
> [2] "Armut in der 'DDR'-Bevölkerung, Lebensstandard und
> Konsumtionsniveau vor und nach der Wende" von Günter Manz, bei
> http://www.marcoverlag.de
Letzerer Linkt geht nicht.
Ist hier vielleicht
http://www.maroverlag.de/
gemeint?
Wolfgang.
> > [1] "Was war die DDR wert? Und wo ist dieser Wert geblieben?" von
> > Siegfried Wenzel
> > http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3360009401/ddrluftwaffde-21
> > [2] "Armut in der 'DDR'-Bevölkerung, Lebensstandard und
> > Konsumtionsniveau vor und nach der Wende" von Günter Manz, bei
> > http://www.marcoverlag.de
>
> Letzerer Linkt geht nicht.
> Ist hier vielleicht
> http://www.maroverlag.de/ gemeint?
genau der, sorry!
MaroVerlag, Riedingerstr. 24, 86153 Augsburg
Fax: 0821 / 41 6036
Ich habe dafür (2000) 24,80 DM bezahlt.
"Armut in der 'DDR'-Bevölkerung, Lebensstandard und Konsumtionsniveau
vor und nach der Wende" von Günter Manz geblättert.
Manz (nicht mit Maaz verwechseln ;-)) hat sich auch die Mühe gemacht die
Einkommen in der DDR differenziert darzustellen. Das ist weitgehend auch
für mich interessant, der ja noch am Anfang des Berufslebens stand.
- verkürzte AUSZÜGE -
Durchschnittliche Nettoarbeitseinkommen im Monat, 1989:
Arbeiter und Angestellte im VEB: 1.136 Mark
Genossenschaftsbauer: 1.400 Mark
Facharbeiterin in der Textilindustrie: 900 Mark
Lehrer: 1.200 Mark
Staatsangestellter (Räte) 1.300 Mark
Arzt: 1.400 Mark
selbständiger Handwerker: 1.700 Mark
freischaffende Intelligenz (Künstler) 1.800 Mark
Bewaffneten Organe: 1.900 Mark
Gesamtnettoeinkommen eines Arbeiter- und Angestellten_haushaltes_ im
Monat, 1987:
Geldeinkommen: 2.035 Mark ( 72%)
Naturaleinkommen: 780 Mark ( 28%) - Subventionen etc.
Zusammen: 2.815 Mark (100%)
>"Die Bevölkerung der DDR hatte mit rd. 95 kg einen der höchsten
>Pro-Kopf_Verbräuche an Fleisch und Wurstwaren der Welt (BRD 76 kg).
Man hätte diese Statistik in den Fleischereien aushängen sollen, die
Leute wären sicher viel zufriedener nach Hause gegangen.
>>"Die Bevölkerung der DDR hatte mit rd. 95 kg einen der höchsten
>>Pro-Kopf_Verbräuche an Fleisch und Wurstwaren der Welt (BRD 76 kg).
> Man hätte diese Statistik in den Fleischereien aushängen sollen, die
> Leute wären sicher viel zufriedener nach Hause gegangen.
Das war ironisch gemeint? Zumindest zeigt der Gegensatz zwischen
der Meinung der Bevölkerung und dem Verbrauch deutlich, daß es
zwischen empfundenem Mangel und tatsächlichem Verbrauch einen
gewissen Unterschied gibt. An der Stelle fallen mir solche
Späße ein wie: Im Konsum ein Schild "Bitte nur 2 Packungen kaufen"
vom gekörnten Spee wegnehmen und beim Salz hinstellen. Umgehend
wird das Spee zum Ladenhüter und alle Familienmitglieder werden
losgeschickt 2 Tüten Salz zu kaufen, weil es ja morgen nichts mehr
geben könnte. Self-fulfilling prophecy made in GDR.
> Gruß
> Gerald
Ronald.
Ich glaube nicht, dass die Statistik gefälscht war.
Die ist lediglich ein Hinweis darauf, dass ein Engpass kein wirklicher
Mangel sein Muß.
In der DDR wurde eben ein Schwein fast vollständig verkauft.
Und wenn ein Bestandteil gefragter war als der andere, erfolgte
die Regulierung der Nachfrage eben nicht (oder nicht hauptsächlich)
über den Preis.
Wenn heute Gänseleber gefragter ist als Gänse, werden eben Gänse um der
Leber willen produziert, und es interssiert kein Schwein, was mit den
vielen Gänsen um die Leber herum passiert.
Sehr viel besser finde ich das System auch nicht.
> >> "Die Bevölkerung der DDR hatte mit rd. 95 kg einen der höchsten
> >> Pro-Kopf_Verbräuche an Fleisch und Wurstwaren der Welt (BRD 76 kg).
> >
> > Man hätte diese Statistik in den Fleischereien aushängen sollen, die
> > Leute wären sicher viel zufriedener nach Hause gegangen.
>
> Ich glaube nicht, dass die Statistik gefälscht war.
Das Buch ist von Januar 1992, die Drucklegung der Studie erfolgte aus
Mitteln der Hans-Böckler-Stiftung.
http://www.boeckler.de/ "Mitbestimmungs-, Forschungs- und
Studienförderungswerk des DGB"
Im übrigen hätte man solche Statistiken tatsächlich viel öffter
"aushängen" sollen.
[Sngaben über DDR-Fleischverlauf]
>> Ich glaube nicht, dass die Statistik gefälscht war.
>
> Das Buch ist von Januar 1992, die Drucklegung der Studie erfolgte aus
> Mitteln der Hans-Böckler-Stiftung.
Was soll das jetzt?
Meinst Du die Böckler-Stiftung hat dazu Daten erhoben?
ich galube eher, die haben das Statistische Jahrbuch der DDR
hergenommen. Und das Buch an sich ist weißgott kein Garant
für seriöse Datenerhebung. Jedenfalls muß man differenzieren.
> Im übrigen hätte man solche Statistiken tatsächlich viel öffter
> "aushängen" sollen.
Raushängen hin oder her - dieser Fakt war doch bekannt.
Genauso wie der hohe Bierverbrauch.
Gerald Endres schrieb:
>
> "Peter Veith" <ve...@snafu.de> schrieb:
>
> >"Die Bevölkerung der DDR hatte mit rd. 95 kg einen der höchsten
> >Pro-Kopf_Verbräuche an Fleisch und Wurstwaren der Welt (BRD 76 kg).
>
> Man hätte diese Statistik in den Fleischereien aushängen sollen, die
> Leute wären sicher viel zufriedener nach Hause gegangen.
Man hing durchaus positiv erscheinende Statistiken öffentlich
aus. Daß das dennoch nicht zwingend zur Zufriedenheit beiträgt,
ist ein eigentlich bekannter Effekt. Dennoch erlebte auch
beispielsweise die Deutsche Bahn AG (deren Öffentlichkeits-
arbeit und auch einiges andere durchaus an die letzten Jahre
der DDR erinnert) vonr wenigen Jahren einen Reinfall mit
öffentlich zur Schau gestellten Pünktlichkeitsanzeigern
(98,2% aller S-Bahnen in Berlin sind pünktlich).
Und zu Deinen Zweifeln an der Statistik: daß es durchaus
eine positive Marketingmaßnahme sein kann, wenn etwas
nicht immer erhältlich ist, ist ebenfalls eine altbekannte
Weisheit, ("Willst Du was gelten, mach' Dich selten.)
auch das von Roland hier gepostete Beispiel geht in die
Richtung.
Der Pro-Kopf-Verbrauch an belletristischen Büchern dürfte
in der DDR auch weit über dem Westen gelegen haben.
-ku "Das die DDR-Bürger auch die weltweit größten Bananen-
verbraucher gewesen seien, stimmt wohl nicht, obwohl es
gut sein könnte"t
> [Sngaben über DDR-Fleischverlauf]
> >> Ich glaube nicht, dass die Statistik gefälscht war.
> >
> > Das Buch ist von Januar 1992, die Drucklegung der Studie erfolgte
> > aus Mitteln der Hans-Böckler-Stiftung.
>
> Was soll das jetzt?
> Meinst Du die Böckler-Stiftung hat dazu Daten erhoben?
Sorry, hätte so heißen müssen:
<Zitat>Die Drucklegung der Studie erfolgte aus Mitteln der
Hans-Böckler-Stiftung."</Zitat>
"Armut in der 'DDR'-Bevölkerung, Lebensstandard und Konsumtionsniveau
vor und nach der Wende" von Günter Manz, S. IV
Das sollte das.
> ich galube eher, die haben das Statistische Jahrbuch der DDR
> hergenommen. Und das Buch an sich ist weißgott kein Garant
> für seriöse Datenerhebung. Jedenfalls muß man differenzieren.
Lies das Buch.
> >"Die Bevölkerung der DDR hatte mit rd. 95 kg einen der höchsten
> >Pro-Kopf_Verbräuche an Fleisch und Wurstwaren der Welt (BRD 76 kg).
> >Mangelerscheinungen gab es jedoch bei den Edelfleischarten wie Rouladen,
> >Leber, Bratwürsten, vor allem in der Sommersaison." [1]
> Ich habe keine Ahnung, wer das ganze Fleisch gefressen
> haben soll - ich war's jedenfalls nicht.
Die Diskussion zum Thema ist hier mMn recht kurios.
Ich kannte obige Aussage zuerst aus der Ecke, der schlechten
Ernährungsgewohnheiten des gemeinen DDRlers.
Selbst wenn die Definition von Wurst und Fleisch in der DDR/BRD-Statistik
auseinanderklafft, was ich nicht glaube, dann hätte es folgende
Auswirkungen:
1) Mengenmäßig sehr gering
2) eher zugunsten der DDR (vieles, was heute als Wurst verkauft wird,
gehörte in die Salatabteilung)
Letztlich 100kg vs. 76kg werden sich in Dimensionen nicht verschieben.
M.E. wäre aber eine Zahl des gesunden Verbrauchs (willkürlich: 50kg)
sinnvoller.
> Ich moechte auch
> gar nicht wissen, was da alles in der Wurst drin war -
> qualitaetsmaessig war das jedenfalls meist der letzte Dreck.
Warum schreibst du (nur) in der Vergangenheit?
Natürlich ist es heute einfacher ;-) Fleisch für 60,-DM / kg und mehr zu
kaufen ...
Peter
Widerspruch, energischen!
Im Bezirk Rostock war die Wurstqualität größtenteils in Ordnung. Im
Fleischkombinat, wo ich zu lernen das Vergnügen hatte, wurde sich sehr
intensiv um die Qualität bemüht.
---------------------------------------------------------------------------------------------
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
> Andreas Zerbst wrote:
> > Ich moechte auch
> > gar nicht wissen, was da alles in der Wurst drin war -
> > qualitaetsmaessig war das jedenfalls meist der letzte Dreck.
>
> Warum schreibst du (nur) in der Vergangenheit?
> Natürlich ist es heute einfacher ;-) Fleisch für 60,-DM / kg und mehr zu
> kaufen ...
Weil wir hier in ...folklore.ddr sind?
Guido
> Widerspruch, energischen!
Ich dachte schon ich würde mich alleine wundern. Weder kann ich mich an
Mangel an Fleisch oder Wurst erinnern noch war die Qualität schlecht.
Wenn ich dagegen sehe was heute im Supermarktregal als Wurst verkauft
wird ... <wuerg>.
Ob das jetzt regional unterschiedlich war? Schliesslich gab es in
Sachsen-Anhalt (fragt mich jetzt bitte nicht nach den Bezirken)
selbstverständlich Kirschen während es nicht möglich war diese auch in
die Nordbezirke zu transportiieren.
--
Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.
- Arthur C. Clarke
Andreas Henicke wrote:
>
> <ul...@freenet.de> wrote:
>
> > Widerspruch, energischen!
>
> Ich dachte schon ich würde mich alleine wundern. Weder kann ich mich an
> Mangel an Fleisch oder Wurst erinnern noch war die Qualität schlecht.
> Wenn ich dagegen sehe was heute im Supermarktregal als Wurst verkauft
> wird ... <wuerg>.
Ack
> Ob das jetzt regional unterschiedlich war? Schliesslich gab es in
> Sachsen-Anhalt (fragt mich jetzt bitte nicht nach den Bezirken)
Die südlichen Bezirke waren scheinbar schlechter versorgt.
Habe gehört, daß Plauen den Titel Heldenstadt von Stalingrad
übergeben bekam. Denn wärend dort die Versorgungsblockade nur ca.900
Tage dauerte überlebte Plauen eine 40 jährige.
;-)
Gruß
BGE
Wir reden aneinander vorbei.
Die Fleischversorgung war in meiner DDR eine absolute Katastrophe, ohne
wenn und aber.
Die Wurstversorgung empfand ich als durchaus zufriedenstellend.
Mir hat es allerdings schon immer gefallen, abgepackte Wurst in der
Kaufhalle zu kaufen.
Zervelatwurst, Lyoner, Mortadella - das gab es in ordentlicher Qualität.
>Die südlichen Bezirke waren scheinbar schlechter versorgt.
>Habe gehört, daß Plauen den Titel Heldenstadt von Stalingrad
>übergeben bekam. Denn wärend dort die Versorgungsblockade nur ca.900
>Tage dauerte überlebte Plauen eine 40 jährige.
>;-)
Es war Leningrad!
Passend dazu hörte ich gerade im Fernsehen Josef Fischer: "Ohne die
Amerikaner wären wir nicht von Hitler befreit worden." Das hat
entweder viel Hintersinn, oder ist einfach nur dumm.
Gruß Uwe
--
http://homepages.compuserve.de/psch52/
"Die Herren machen das selber,
daß ihnen der arme Mann feind wird.
Thomas Müntzer(1489-1525) 1524
> > Ob das jetzt regional unterschiedlich war?
Das Grundübel war sicher, daß man bei den Privatschlachtern, die ja wohl
die eigentlichen Könige der DDR waren, fast nur durch dieses unsägliche
Beziehungsgeflecht, welches ich, nebenbeibemerkt, als eines der Hauptübel
der DDR ansah, Fleisch bekam.
In den Kaufhallen dagegen war abends, wenn man von der Arbeit kam, meistes
schon alles weg.
Das hat mich als "Nachtarbeiter", der morgens einkaufen konnte, zwar nicht
so gestört, war aber für den Normalbürger extrem unangenhem.
[Fleisch]
> In den Kaufhallen dagegen war abends, wenn man von der Arbeit kam, meistes
> schon alles weg.
Mmmhh, das scheint das Problem des "Durchschnitts" zu sein.
Da haben offensichtlich die "Norddeutschen", Priviligierte" sowie
Tagschichtler 200 kg pro jahr und Kopf gefressen, während der Rest sich
mit 50kg und deutlich weniger begnügen mußte. Und nur damit das Politbüro
stolz die Zahlen verkünden konnte.
Das ist in der BRD, mit ihren 76kg Duschschnitt, zweifellos anders. Bei
Obdachlosen und Sozialhilfeempfängern wird eigendlich nur bestes Schnitzel
gegessen.
Irgendwie scheinen hier die Relationen verloren gegangen zu sein.
Ulf, das Du abends keine zarte Roulade mehr bekamst, lag an
Beziehungsgeflechten u.a. Dass "meistes schon _alles_ weg" war, glaube ich
einfach nicht.
Auch Grillfleisch, -wurst gab es in der Grillsaison nicht so einfach -
mußte halt einige tage vorher bestellt werden - Das nennt man Anpassung
und es gibt schlimmeres.
Peter
Es ist genau das exakte Spiegelbild zum Geschichtsverständnis der DDR.
Das da auch Amerikaner irgendwie am Rande beteiligt waren wurde doch
mehr oder weniger unter den Teppich gekehrt, und wenn dann meist unter
dem Begriff "anglo-amerikanische Bombenangriffe".
> Gruß Uwe
Gruss, Andreas.
Was nicht heisst dass ich viel von Fischer (Harald Schmidt: "Wenn
Deutschland seinen ersten Flugzeugtraeger baut werden die Gruenen dafuer
sorgen dass er Kaethe Kollwitz heisst.") halte.
>Es ist genau das exakte Spiegelbild zum Geschichtsverständnis der DDR.
>Das da auch Amerikaner irgendwie am Rande beteiligt waren wurde doch
>mehr oder weniger unter den Teppich gekehrt, und wenn dann meist unter
>dem Begriff "anglo-amerikanische Bombenangriffe".
Du irrst. Die offizielle Lesart war, daß die Westalliierten die Zweite
Front aus politischen Gründen zu spät eröffneten und das auch nur, um
noch ein Stück vom Kuchen abzubekommen (stark vereinfacht).
Von "unter den Teppich kehren" kann keine Rede sein.
Und es hieß WIMRE "anglo-amerikanische _Terror_angriffe"
Andreas Henicke wrote:
> Es ist genau das exakte Spiegelbild zum Geschichtsverständnis der
> DDR. Das da auch Amerikaner irgendwie am Rande beteiligt waren wurde
> doch mehr oder weniger unter den Teppich gekehrt, und wenn dann
> meist unter dem Begriff "anglo-amerikanische Bombenangriffe".
Kann ich nicht bestätigen. Man konnte einiges nachlesen.
> Was nicht heisst dass ich viel von Fischer (Harald Schmidt: "Wenn
> Deutschland seinen ersten Flugzeugtraeger baut werden die Gruenen
> dafuer sorgen dass er Kaethe Kollwitz heisst.") halte.
Wirklich?
Es wurde doch schon einer gebaut (vor 45, aber nicht fertig ) .
mfg
BU
> Passend dazu hörte ich gerade im Fernsehen Josef Fischer: "Ohne die
> Amerikaner wären wir nicht von Hitler befreit worden." Das hat
> entweder viel Hintersinn, oder ist einfach nur dumm.
Die Amis ist natürlich nicht erst heute das Hemd näher als die Hose.
Natürlich haben sie so lange zugesehen, wie es ihnen nützte.
Die zweite Front ein Jahr eher - und sie hätten selbst in Warschau
stehen können. Ein paar Monate später, und sie wären leer ausgegangen.
Ob der zweite Fall gut für D und die Welt gewesen wäre, wage ich zu
bezweifeln. Prinzipiell hast Du aber natürlich recht - die Behauptung
ist einfach dumm.
Auf einem Volksfest am Sonntag in einer Thüringer Kleinstadt hörte
ich übrigens aus glaubwürdiger Quelle, dass die Amis fast alle in
dieser Gegend häufigen Dobermannhaltungen konfisziert haben, aber
nicht etwa aus militärischen oder politischen gründen, sondern weil
ihnen die so gut gefielen und sie die mitnehmen wollten ...
> Kann ich nicht bestätigen. Man konnte einiges nachlesen.
DAS kann Herr Fischer auch (nachlesen). Es ging um das vermittelte Bild
(Im Osten die Fixierung auf die Rote Armee, im Westen auf die Amerikaner
(selbst Franzosen und Briten fallen da manchmal unter den Tisch)).
> Ich habe keine Ahnung, wer das ganze Fleisch gefressen
> haben soll - ich war's jedenfalls nicht.
Naja, ein fleischloses Gericht verursachte bei uns oft
Naserümpfen. Und die Schnitzel waren richtig dick, und
eine Riesenpute langte selten für zwei Mahlzeiten.
> Ich moechte auch
> gar nicht wissen, was da alles in der Wurst drin war -
> qualitaetsmaessig war das jedenfalls meist der letzte Dreck.
Ich hingegen bdaure es sehr, keine Semmelleberwurst - Glasnost
bis zur Bezeichnung ;o) - mehr zu bekommen. Du mußt die nicht
mögen, aber ich mochte die.
Was die Zutaten betrifft, ist in handelsüblicher Wurst heute
garantiert mehr Dreck drin als es in der DDR üblich war.
Oh ja. Ein Bekannter arbeitete im oertlichen Schlachthof, und was dort
als "Freibank" verkauft wurde, war erste Klasse und spottbillig.
Pfundweise Lende und andere Delikatessen :)
Bernd Ullrich schrieb:
Absolut richtig. Laut DIE DEUTSCHE KRIEGSMARINE von U. Elfrath lief
dieser Flugzeugträger A am 8.12.38 in Kiel vom Stapel.
Er erhielt den Namen Graf Zeppelin. Da die von Göring befehligte
Luftwaffe nicht sonderlich interessiert war, ging der Ausbau zu
langsam vonstatten. Die Arbeiten wurden dann 1940 eingestellt.
Allerdings
sollte dann 1942 noch der Schwere Kreuzer5 Seydlitz zum
Flugzeugträger umgebaut werden.
1943 Verlegung von Graf Z. nach Stettin. Am 24.4.45 durch Bomben
versenkt. 1946 von den Sowjets gehoben und 1947 im Schlepp nach
Leningrad. Der Rest ???
Sig
> Das Grundübel war sicher, daß man bei den Privatschlachtern, die ja wohl
> die eigentlichen Könige der DDR waren, fast nur durch dieses unsägliche
> Beziehungsgeflecht, welches ich, nebenbeibemerkt, als eines der Hauptübel
> der DDR ansah, Fleisch bekam.
Schöner Satz! Ja, und das mit dem Beziehungsgeflecht sehe ich auch so.
Wobei man schon "Fleisch" bekam, auch ohne das. (Die Chöre: "Wir haben
Fleisch" bei einem Fußballspiel DDR-Polen habe ich noch in
übler Erinnerung).
Nur die Frage, welches Fleisch, ist dabei die entscheidende.
Meine Mutter gab der Leiterin der Konsum-Fleischverkaufsstelle
Nachhilfestunden in Chemie, dass diese erst ihren 10.Klasse-
Abschluß und dann ihr Abi nachmachen konnte. Irgendwann war's
ein Eigentor für meine Mutter: nach dem Abi war die Dame dann
weg, zu irgendeinem Studium.
-kut
Du kommst aus Ungarn?
>
> >
> > In den 70ern haben wir aus Geldmangel vorwiegend auf
> > 'Freibank'-Erzeugnisse zurueckgreifen muessen.
> >
>
> Bei den *gestützten* Preisen?
> Freibank kauften bei uns nur die Leute, welche auch mal
> ganz gerne Pferdefleisch konsumieren wollten.
> Der normale HO/Konsum-Fleischer führte dieses in der Regel
> ja nicht.
Ja, ich wurde auch als Kind zur Freibank geschickt.
Fleisch brauchte ich nicht zu kaufen, sondern Wurst.
Da hatte ich dann ganze Würste zu kaufen. Mehrere Würste
von jeweils einer Sorte.
Guido
>
> Du kommst aus Ungarn?
>
Nö, Sächsische Schweiz. Die Würste stammten damals
größtenteils vom Bahnhofskiosk im Bf Bad Schandau.
Grüsse
Frank
Andreas Henicke wrote:
> Bernd Ullrich <ullric...@hotmail.com> wrote:
>
>> Kann ich nicht bestätigen. Man konnte einiges nachlesen.
>
> DAS kann Herr Fischer auch (nachlesen). Es ging um das vermittelte
> Bild (Im Osten die Fixierung auf die Rote Armee, im Westen auf die
> Amerikaner (selbst Franzosen und Briten fallen da manchmal unter den
> Tisch)).
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"Im Osten die Fixierung auf die Rote Armee" ist selbst ein Vorurteil,
oder kannst du das beweisen? Womit ?
BU
> "Im Osten die Fixierung auf die Rote Armee" ist selbst ein
Vorurteil,
> oder kannst du das beweisen? Womit ?
"Heldenfriedhof" heldenhaft beim Kampf gegen Hitler gefallener Helden
der heldenhaften Sowjetunion....in einem Gebiet, das urspruenglich
amerikanisch besetzt war und erst dank Teheran/Jalta/Potsdam SBZ
wurde.
> Ulf, das Du abends keine zarte Roulade mehr bekamst, lag an
> Beziehungsgeflechten u.a. Dass "meistes schon _alles_ weg" war, glaube ich
> einfach nicht.
Schade daß wir den Film nicht einfach zurückspulen können.
Ich würde gern mit Peter einmal zum Fleischer gehen, so am
23.9.83 (das war ein Freitag) um 17:45. Außer Schweineschnitzel
und Rippe war da nicht mehr viel.
> Peter
Ronald.
> 1943 Verlegung von Graf Z. nach Stettin. Am 24.4.45 durch Bomben
> versenkt. 1946 von den Sowjets gehoben und 1947 im Schlepp nach
> Leningrad. Der Rest ???
Nach meiner Literatur wurde er in Stettin von den Deutschen
kurz vor dem Zugriff durch die Rote Armee gesprengt. Von den
Russen gehoben und mit Beutegut beladen nach Leningrad
geschleppt geriet er in einen Sturm und trieb in eine Minen-
sperre. Schwer beschädigt wurde er abgewrackt.
> Sig
Ronald.
> Ich hingegen bdaure es sehr, keine Semmelleberwurst - Glasnost
> bis zur Bezeichnung ;o) - mehr zu bekommen. Du mußt die nicht
> mögen, aber ich mochte die.
Auuuuuh! Mußtest Du mich so spätabends vor einem fast
leeren Kühlschrank daran erinnern, daß es diese Delikatesse
nicht mehr gibt? Die nannten wir Semmelsäcke. Ein heißer
Semmelsack und ein Bier, mehr braucht Mensch nicht zum
Abendbrot.
Ronald.
> "Im Osten die Fixierung auf die Rote Armee" ist selbst ein Vorurteil,
> oder kannst du das beweisen? Womit ?
> BU
Ich werde nicht jünger aber so schlecht ist mein Gedächnis nun auch
nicht. In welcher DDR hast Du gelebt dass die ruhmreiche Sowjetarmee
nicht bis zum Erbrechen erwähnt wurde? Bist Du dem Kindergarten sowie 12
Jahren DDR-Schule aus dem Weg gegangen? Hast Du um Heldenfriedhöfe und
Siegesdenkmäler einen grossen Bogen gemacht? Radio und Fernsehen
abgeschaltet?
> "Heldenfriedhof" heldenhaft beim Kampf gegen Hitler gefallener Helden
> der heldenhaften Sowjetunion....in einem Gebiet, das urspruenglich
> amerikanisch besetzt war
Interessant. Wo?
> über die Versorgung mit Fleisch- und Wurstwaren" vom 10.Mai 1982.
Gerald, vorab: Ich schreibe nur kurz - daher auch reine Erinnerung.
Keine Quellen.
1882 (und 1883) waren wohl die schwierigsten Jahre der DDR.
Erstmals unter Honecker war das Scheitern der Honeckerschen Politik
sichtbar; zu den internen Faktoren kamen mehrere externe Faktoren:
- Polenkrise -> Landweg zur UdSSR faktiv abgeschnitten
- Oelpreis - gleichzeitig kam die UdSSR auf die Idee, sowohl
den Preis anzupassen. Also auch die Liefermenge zu begrenzen
- hoheitliche Fischereifangzonen auf 200 Meilen erweitert, damit
* weltweiter Preisanstieg
* fuer DDR profitabler Verkauf (!)
- Fleischpreise Europa (?)
Ich habe zu der Zeit (82/83) eine Krise beobachten koennen, die
erstmals (?) auch die Parteikader erkannten:
- Fisch, Fischkonserven fuer DDR-Bevoelkerung praktisch nicht
kaufbar: Fischgeschaefte verkaufen Fleischkonserven oder schliessen
- Fleisch: Es geht das Geruecht "100.000 [Tonnen?] Schweinehaeften
fuer Devisen [Gold?] nach Protugal.
Letzteres war systembedrohendes Geruecht: Die SED sah sich gezwungen,
den Parteimitgliedern "Argumentationshilfen" zu geben.
(Peter, kannst Du Dich an die Portugal-Schweinehaelften erinnern?]
Martin Ebert
> Aus gegebenen Anlaß habe ich nochmal in:
> "Armut in der 'DDR'-Bevölkerung, Lebensstandard und Konsumtionsniveau
> vor und nach der Wende" von Günter Manz geblättert.
> Durchschnittliche Nettoarbeitseinkommen im Monat, 1989:
> Arbeiter und Angestellte im VEB: 1.136 Mark
Naja, "1989" ist statistisch unscharf: Ab der Jahresmitte wurde
da das "Dableiben" eingekauft.
Auch "Arbeiter und Angestellte" ist unscharf: Da gingen wohl die
Schichtzuschlaege, Erschwerniszuschlaege etc ein?
Allgemein halte ich die Zahlen fuer zu hoch. Jedenfalls fuer 1988.
Martin Ebert
Habe noch nie gehört, daß die DDR-Bevölkerung so scharf auf
die Salami aus der Sächsischen Schweiz war.
Und Bahnhofskiosk spricht ja für Qualität.
Neuerdings sind wir beide ganz wild auf sächsische Leberwurst. :-)
Guido
> Habe noch nie gehört, daß die DDR-Bevölkerung so scharf auf
> die Salami aus der Sächsischen Schweiz war.
> Und Bahnhofskiosk spricht ja für Qualität.
Warum sollte die Qualität da anders sein? Bahnhofskiosk war
die Reserve für länger haltbare Lebensmittel. Nachdem die
Versorgung der Mitropa offenbar asynchron zu HO und Konsum
lief konnte man da auch mal lokale Engpässe überbrücken.
Heutzutage kannste den Laden im Bahnhof vergessen.
Überteuert und die Konserven sind für desensibilisierte
Chemorezeptoren gemacht.
Ronald.
Genau. Marx lag im Sterben (und starb).
SCNR,
Kai
PS: ernsthaft: ganz dunkel habe ich es auch so ähnlich in
Erinnerung wie Du. Zu den externen Faktoren kam wohl
auch die Hochrüstung dazu (mit direkten Folgen namentlich
für die soz. Wirtschaft); das war die Zeit, wo viele
echte Kriegsangst hatten.
Ick wees ja nich, wat ick daßu saren soll.
Soweit ging also eure Anpassungsbereitschaft - Hut ab.
Mit den Dingern hätte mich mein Vater erschlagen.
Daß die Teile geschmeckt haben, ist eine andere Sache.
Vielleicht sind ja dadurch die Leipziger Montagsdemonstrationen
ausgelöst worden - mit hohem Anteil aus Bad Schandau. :-)
Guido
Rudolstadt/Thuer. Da gibts im Nordfriedhof eine angegrenztes Areal mit
(jetzt musste ich ueberlegen "hiess das Basilisk oder...") Obilisk,
Gedenktafel, und einer Anzahl von Graebern mit kyrillisch
beschrifteten Steinen. Dass ganz Mitteldeutschland (Begriff bitte
zeitlich einordnen) bis zur Elbe urspruenglich amerikanisch besetzt
war, wurde in der DDR-Geschichtsstunde nicht _ein_mal erwaehnt.
> Schade daß wir den Film nicht einfach zurückspulen können.
> Ich würde gern mit Peter einmal zum Fleischer gehen, so am
> 23.9.83 (das war ein Freitag) um 17:45. Außer Schweineschnitzel
> und Rippe war da nicht mehr viel.
Leberwurst. Rotwurst. Suelze. Ein blutiger Led^Hberlappen :)
Aber trotzdem: Wenn ich auch heute noch gegen fast alles
de-de-errische hetze, die Wurst und Fleisch waren besser als alles,
was ich seit dem hatte. Leberwurstsemmel! Gehacktes-Broetchen mit Ei
und Zwiebel! Rotwurst (vulgo Blutwurst). Gefuellte Lende.
Rindsrouladen, an denen man was zum Beissen hatte. Salami.
Schinkenwuerfel 2 Zentimeter dick aufm Butterbrot. Mir wurscht (haha),
wie die das damals in der Zone gemacht haben, ob mit oder ohne Chemie
oder wie. Die Sockelversorgung war da, ein Schweineschnitzel konnte
man immer nebenbei wegnuckeln, und dank Fleischern und Metzgern in der
Verwandtschaft und Bekanntschaft, an Fleisch und Wurst hats uns nie
gemangelt. Geschmeckt hats tatsaechlich auch besser, und ich bin
normalerweise der Letzte, der der DDR eine gute Seite nachsagen
wuerde.
> beschrifteten Steinen. Dass ganz Mitteldeutschland (Begriff bitte
> zeitlich einordnen) bis zur Elbe urspruenglich amerikanisch besetzt
> war, wurde in der DDR-Geschichtsstunde nicht _ein_mal erwaehnt.
Torgau wurde sehr wohl "erwähnt", und man muß schon sehr begriffsstuzig
sein, um anzunehmen, das die Amerikaner zum Pilzusuchen da waren...
Auch das Buchenwald von den Amerikanern befreit wurde, war in meiner
DDR Schulstoff.
Frank
--
Ist ja kein Kunststück, bei niedriger Bandbreite - ISDN ist ja bei max. ca.
140 kHz noch fast Gleichstrom - praktisch 0 Paketverluste zu haben.
[Karl-Heinz Z. in dcpto]
Andreas Henicke wrote:
> Bernd Ullrich <ullric...@hotmail.com> wrote:
>
>> "Im Osten die Fixierung auf die Rote Armee" ist selbst ein
>> Vorurteil, oder kannst du das beweisen? Womit ?
------------------------------------------------------------------------
--
> Ich werde nicht jünger aber so schlecht ist mein Gedächnis nun auch
> nicht. In welcher DDR hast Du gelebt dass die ruhmreiche Sowjetarmee
> nicht bis zum Erbrechen erwähnt wurde? Bist Du dem Kindergarten
> sowie 12 Jahren DDR-Schule aus dem Weg gegangen? Hast Du um
> Heldenfriedhöfe und Siegesdenkmäler einen grossen Bogen gemacht?
> Radio und Fernsehen abgeschaltet?
------------------------------------------------------------------------
--
> Ich werde nicht jünger aber so schlecht ist mein Gedächnis nun auch
> nicht
Wie hast du das festgestellt ? Deine Schreibe erinnert mich elendigst an
einen ausgeprägten Fall von Tunnelblick. Es ist eben alles eine Frage
1.der Wahrnehmungsfähigkeit (Neugierde) des einzelnen und erst _danach_
dessen an was man sich erinnert (noch kann).
----------
"12 Jahren DDR-Schule" -ja, teilweise.
" Radio und Fernsehen abgeschaltet?" jedenfalls teilweise.
"Hast Du um
> Heldenfriedhöfe und Siegesdenkmäler einen grossen Bogen gemacht?"-
_war mir zu traurig.
BU
> Dass ganz Mitteldeutschland (Begriff bitte
> zeitlich einordnen) bis zur Elbe urspruenglich amerikanisch besetzt
> war, wurde in der DDR-Geschichtsstunde nicht _ein_mal erwaehnt.
>
Was hattet ihr den für Lehrer? Das Treffen der Allierten
auf der Torgauer Elbbrücke wurde durchaus erwähnt.
Auch Jalta, Teheran und Potsdam bis hin zu Nürnberg.
Grüsse
Frank
> Ich würde gern mit Peter einmal zum Fleischer gehen, so am
> 23.9.83 (das war ein Freitag) um 17:45. Außer Schweineschnitzel
> und Rippe war da nicht mehr viel.
>
Tja, der Einkaufstag war eben *Donnerstag* ;-)
Grüsse
Frank
>
> Ich werde nicht jünger aber so schlecht ist mein Gedächnis nun auch
> nicht. In welcher DDR hast Du gelebt dass die ruhmreiche Sowjetarmee
> nicht bis zum Erbrechen erwähnt wurde? Bist Du dem Kindergarten
> sowie 12 Jahren DDR-Schule aus dem Weg gegangen?
Außer im Fach Geschichte kann ich mich an keine überproportionale Er-
wähnung erinnern.
> Hast Du um
> Heldenfriedhöfe und Siegesdenkmäler einen grossen Bogen gemacht?
> Radio und Fernsehen abgeschaltet?
>
Radio und Fernsehen nur an den entsprechenden Feiertagen
Ansonsten nur die üblichen sow. WKII-Filme und diese unsäglichen
Manöverfilme.
Und die Anzahl sow. Ehrenmäler dürfte durch die in der DDR
vorhandenen Kriegerdenkmäler aus WKI um einige Zehnerpotenzen
übertroffen worden sein.
Dort steht allerdings nicht "Die Toten mahnen" drauf.
Grüsse
Frank
>
> Ick wees ja nich, wat ick daßu saren soll.
Tucholskisch?
> Soweit ging also eure Anpassungsbereitschaft - Hut ab.
> Mit den Dingern hätte mich mein Vater erschlagen.
>
Der Kiosk hatte sich angepaßt. Im Bahnhof wohnten eine
Menge Familien, die brauchten so nicht erst in die Stadt
zum Einkaufen dieser Dinge.
>
> Vielleicht sind ja dadurch die Leipziger Montagsdemonstrationen
> ausgelöst worden - mit hohem Anteil aus Bad Schandau. :-)
>
Sicherlich, in Bad Schandau wurden 89 die D-Züge nach Prag
leergeprügelt.
Grüsse
Frank
ist doch immer wieder erstaunlich, wie man zB von Fleisch und Wurst
auf das Thema Flugzeugträger kommt...
on Mon, 23 Sep 2002 19:51:26 +0200, Siegfried Traenkner
<dl0...@t-online.de> wrote:
>Absolut richtig. Laut DIE DEUTSCHE KRIEGSMARINE von U. Elfrath lief
>dieser Flugzeugträger A am 8.12.38 in Kiel vom Stapel.
>Er erhielt den Namen Graf Zeppelin. Da die von Göring befehligte
>Luftwaffe nicht sonderlich interessiert war, ging der Ausbau zu
>langsam vonstatten. Die Arbeiten wurden dann 1940 eingestellt.
>Allerdings
>sollte dann 1942 noch der Schwere Kreuzer5 Seydlitz zum
>Flugzeugträger umgebaut werden.
>1943 Verlegung von Graf Z. nach Stettin. Am 24.4.45 durch Bomben
>versenkt. 1946 von den Sowjets gehoben und 1947 im Schlepp
Soweit stimmt's. Auslaufen aus Stettin am 14.8.47.
>nach
>Leningrad. Der Rest ???
Aber Leningrad hat er nie erreicht und er sollte es auch gar nicht. Er
wurde am 16./17.8.47 irgendwo östlich Bornholm als Versuchsobjekt für
Bombenabwürfe, Artillerie- und Torpedobeschuss benutzt und sank am
17.8.
(Lt. russischer Zeitschrift "Taifun" 3/97; die Autoren schreiben, die
Koordinaten der Untergangsstelle wären ihnen bekannt, sie würden sie
aber nicht veröffentlichen, da sie sich von den Angaben in der
"ausländischen Literatur" unterscheide (!) So groß ist das in Frage
kommende Aquatorium gar nicht, denn es ist von 113 m Wassertiefe bei
Beginn der Versuche und - durch Abdriften - 82 m beim Sinken die Rede.
Viel tiefer ist es im in Frage kommenden Teil der Ostsee nirgends! Wär
doch noch was für "Schatzsucher"...)
Patrick
> > Durchschnittliche Nettoarbeitseinkommen im Monat, 1989:
> > Arbeiter und Angestellte im VEB: 1.136 Mark
<Satz verschoben>
> Auch "Arbeiter und Angestellte" ist unscharf: Da gingen wohl die
> Schichtzuschlaege, Erschwerniszuschlaege etc ein?
Ich meine schon - das gehört üblicherweise zum Einkommen. "Arbeiter und
Angestellte" ist die auch heute übliche Vergleichsgröße.
> Allgemein halte ich die Zahlen fuer zu hoch. Jedenfalls fuer 1988.
Die BRD (das nicht gerade DDR-freundliche BMB) gibt für 1985 die
Arbeitnehmereinkommen, insgesamt, wie folgt an:
DDR BRD
Netto 850,- 1.935,-
LSt 85,- 455,-
SV 65,- 410,-
Brutto 1.000,- 2.800,-
Diese Angeben beinhalten aber _alle_ Berufgruppen, einschließlich
Lehrlinge!
AFAIR wurde in der DDR bereits seit Mitte der 80er das durchschnittliche
Nettoeinkommen mit 1.100 Mark angegeben.
<Satz eingefügt>
> Naja, "1989" ist statistisch unscharf: Ab der Jahresmitte wurde
> da das "Dableiben" eingekauft.
Wenn das so war, waren es vielleicht 200 Mark im Monat (sagen wir ab
Juni).
Damit komme ich auf die Formel (um es kompliziert zu machen ;-)):
13.632 = 6X + 6(X+200)
Ergebnis:
X = 1.036
Und ob der Durchschnittliche Verdienst bei 1.036 oder 1.136 Mark lag -
geschenkt!
Peter
>>
>> Ich werde nicht jünger aber so schlecht ist mein Gedächnis nun auch
>> nicht. In welcher DDR hast Du gelebt dass die ruhmreiche Sowjetarmee
>> nicht bis zum Erbrechen erwähnt wurde? Bist Du dem Kindergarten
>> sowie 12 Jahren DDR-Schule aus dem Weg gegangen?
> Außer im Fach Geschichte kann ich mich an keine überproportionale Er-
> wähnung erinnern.
Der Heldenmut der Sowjetsoldaten war meiner Meinung nach schon
ein Dauerthema. Entsprechende Gedichte und Erzählungen im
Deutschunterricht, in Musik ein Heldengesang und zum Wandertag
ein Ausflug ans Ehrenmal, das mußte einfach sein.
Ronald.
>Rudolstadt/Thuer. Da gibts im Nordfriedhof eine angegrenztes Areal mit
>(jetzt musste ich ueberlegen "hiess das Basilisk oder...") Obilisk,
>Gedenktafel, und einer Anzahl von Graebern mit kyrillisch
>beschrifteten Steinen.
Wäre es möglich, das es sich hier um ermordete Kriegsgefangene/
Zwangsarbeiter handelt oder stand extra da: "...den im Kampf
Gefallenen..."? Und selbst wenn, wäre das noch diskutabel, ob man
umgebrachte Kriegsgefangene als im Kampf gefallen bezeichnet oder
nicht. IMHO zulässig.
Ich hoffe mal, daß Du die Erschießungen nicht abstreitest.
>Dass ganz Mitteldeutschland (Begriff bitte
>zeitlich einordnen) bis zur Elbe urspruenglich amerikanisch besetzt
>war, wurde in der DDR-Geschichtsstunde nicht _ein_mal erwaehnt.
Entweder warst Du da gerade krank, hast gepennt oder ihr hattet den
schlechtesten Lehrer der ganzen DDR.
Gruß Uwe
--
http://homepages.compuserve.de/psch52/
"Die Herren machen das selber,
daß ihnen der arme Mann feind wird.
Thomas Müntzer(1489-1525) 1524
> Rudolstadt/Thuer. Da gibts im Nordfriedhof
Pflanzwirbach?
> eine angegrenztes Areal mit
> (jetzt musste ich ueberlegen "hiess das Basilisk oder...") Obilisk,
> Gedenktafel, und einer Anzahl von Graebern mit kyrillisch
> beschrifteten Steinen.
Naja, lange waren die Amis ja nicht da, und während der russischen
Besatzungszeit haben vielleicht auch noch ein paar die Kurve
gekratzt. Werd mir das bei Gelegenheit mal anschauen. Vielleicht
kann ich was erhellendes entziffern.
> Dass ganz Mitteldeutschland (Begriff bitte
> zeitlich einordnen) bis zur Elbe urspruenglich amerikanisch besetzt
> war, wurde in der DDR-Geschichtsstunde nicht _ein_mal erwaehnt.
Das stimmt nicht.
Einmal *mindestens*. Vielleicht warst Du da Kreide holen.
> :>> In den 70ern haben wir aus Geldmangel vorwiegend auf
> :>> 'Freibank'-Erzeugnisse zurueckgreifen muessen.
> :>Bei den *gestützten* Preisen?
> Ja, trotzdem.
Lt. den exBMB kostete 1985
1 kg Schweineschnitzel: 14,99 DM / 10,- Mark
1 kg Mettwurst: 12,50 DM / 6,80 Mark
Und hier eine wichtige Ursache zum Untergang der DDR:
0,5 l einfaches Bier: 0,66 DM / 0,98 Mark
0,7 l Weinbrandt: 13,99 DM / 30,- Mark
Für 1989 gibt Manz an:
1 kg Schweineschnitzel: 11,00 DM / 8,- Mark
1 kg Rinderfilet: 40,00 DM / 14,00 Mark
0,5 l Bier: 0,94 DM / 1,28 Mark
0,7 l Weinbrandt: 15,00 DM / 32,- Mark
Veith
--
Strukturen, Geschichte(n) & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
> Lt. den exBMB kostete 1985
[...]
> 0,5 l einfaches Bier: 0,66 DM / 0,98 Mark
Kneipe oder Einzelhandel?
Nach dem Westpreis zu urteilen: Einzelhandel.
Und da kosteten 0,5 l "einfaches Bier" definitiv
72 Pfennig. Pilsner 92 Pf. 98 pf könnte Pilsator
sein - aber das war nicht überall erhältlich.
> 0,7 l Weinbrandt: 13,99 DM / 30,- Mark
WIMRE Privat (das war Weinbrand, kein verschnitt) 21 Mark.
> 0,5 l Bier: 0,94 DM / 1,28 Mark
Jetzt ist es aber erst recht kein "einfaches Bier" mehr,
sondern "Spezial". Helles und Pils war aber weiter erhältlich.
> "Matthias Opatz" <use0...@onlinehome.de> wrote in message
> news:6B5BE0F30....@254.NewsSIEVE.com...
> > "René" schrieb:
> >
> > > "Heldenfriedhof" heldenhaft beim Kampf gegen Hitler gefallener
> Helden
> > > der heldenhaften Sowjetunion....in einem Gebiet, das urspruenglich
> > > amerikanisch besetzt war
> >
> > Interessant. Wo?
>
> Rudolstadt/Thuer. Da gibts im Nordfriedhof eine angegrenztes Areal mit
> (jetzt musste ich ueberlegen "hiess das Basilisk oder...") Obilisk,
> Gedenktafel, und einer Anzahl von Graebern mit kyrillisch
> beschrifteten Steinen.
Jupp. Selbiges in Breitungen/Werra. Das einzige, das hier an die
Amerikaner erinnerte, war eine von der Wehrmacht halbherzig gesprengte und von
dem Amis notduerftig und provisorisch reparierte Werrabruecke. (Das
Provisorium wurde uebrigens dann Mitte der 90er durch eine richtige Bruecke
ersetzt...)
Gruss,
--
Henry
Peter Veith schrieb:
> Und hier eine wichtige Ursache zum Untergang der DDR:
>
> 0,5 l einfaches Bier: 0,66 DM / 0,98 Mark
> 0,7 l Weinbrandt: 13,99 DM / 30,- Mark
Also doch eine Nation von Säufern!?
(Humorschalter AN/AUS)
Sig
Siegfried Traenkner wrote:
>
> Peter Veith schrieb:
>
> > Und hier eine wichtige Ursache zum Untergang der DDR:
> >
> > 0,5 l einfaches Bier: 0,66 DM / 0,98 Mark
> > 0,7 l Weinbrandt: 13,99 DM / 30,- Mark
>
> Also doch eine Nation von Säufern!?
>
Wer?
Gruß
BGE
> "Peter Veith" schrieb:
> > 0,5 l Bier: 0,94 DM / 1,28 Mark
>
> Jetzt ist es aber erst recht kein "einfaches Bier" mehr,
> sondern "Spezial". Helles und Pils war aber weiter erhältlich.
Der Preis kann schon stimmen. Ich kenne Preise für ein
0,25 l Pils von 0.49 Mark bis 0,63 Mark.
Die Preise gehen von Stampe bis Klubgaststätte.
Daß ist das billigste.
http://www.aktendulli.de/preist.html
Und das, daß teuerste.
http://www.aktendulli.de/tele/pages/teleo.htm
Und wenn man nicht so hoch hinaus will, :-) gibt's noch das.
http://www.aktendulli.de/fas/pages/fas4.htm
Ansonsten war das Bier extrem billig und demzufolge die Kneipen auch voll.
Guido
> Die Preise gehen von Stampe bis Klubgaststätte.
Wir reden über Einzelhandel.
Der Westpreis *kann* gar kein Ausschankpreis sein.
Wir sind ein Volk!
> Dass ganz Mitteldeutschland (Begriff bitte
> zeitlich einordnen) bis zur Elbe urspruenglich amerikanisch besetzt
> war, wurde in der DDR-Geschichtsstunde nicht _ein_mal erwaehnt.
Torgau wurde natuerlich erwaehnt, aber eben nur als
"Aufeinandertreffen Angehoeriger beider Armeen".
Das wars aber auch schon.
Dann stimmen doch die 1,28 Mark.
Ist einfaches 0.5l Berliner Pilsner.
Guido
--
www.aktendulli.de
Tröste Dich, selbst in meinem Elternhaus herrschte in den 70ern stetiger
Geldmangel.
Da ein Elternteil durch Krankheit arbeitsunfähig war, mußten mit einem
Gehalt vier Personen (und eigentlich auch die Oma, die wohl um 200 Mark
Rente bekam) durchkommen.
Das Gehalt lag wohl so bei 650 Mark. (Und das als Abteilungsleietr - nur
eben in der "falschen" Branche.
BTW: In Rostock war Freibankfleisch praktisch ein Wundertütenkauf, denn
man bekam nur undurchsichtige Abpackungen - wenn man Glück hatte, war es
sogar Filet, hatte man Pech, waren's eben Rippchen.
---------------------------------------------------------------------------------------------
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
> Dann stimmen doch die 1,28 Mark.
> Ist einfaches 0.5l Berliner Pilsner.
Nö. 1,28 Mark ist Spezial.
Wie erwähnt: Hell ("einfaches") 72 Pf
Pilsner 92 Pf
Pilsator 98 Pf*
*) es gab auch Radeberger Pilsator - das kam 1 Mark.
Es kann natürlich sein, dass es ein Spezialbier
der Marke Berliner Pilsner gab.
Nach dem Sprachgebaruch der DDR-Getränkeindustrie
ist "einfaches" Bier übrigens noch etwas anderes:
"Einfachbier" ist Malzbier (25 Pf der Drittelliter),
ab Helles geht es um "Vollbier".
Ich verlange heute immer noch gern ein "Vollbier Hell".
Nicht ost-sozialisierte oder sehr junge Schankkräfte
sehen darin zuweilen eine Aufforderung, das Glas ganz voll
zu machen. Naja, da hab ich natürlich auch nichts dagegen.
Ich kann mich nur an die eine Sorte erinnern. Habe auch kaum Flaschenbier
getrunken.
Werde mich heute abend mal schlau machen.
Guido
Guido Fanselow wrote:
> Dann stimmen doch die 1,28 Mark.
> Ist einfaches 0.5l Berliner Pilsner.
1,28 Beliner Pilsner war kein einfaches sondern
"Spezialbier".
Normales Pilsener in Berlin kostete
WIMRE 0,33ltr 0,51 Mark und 0,5 ltr 1,02 Mark bzw 0,98 Mark.
Helles 0,33 ltr 0,48 Mark und 0,5 ltr ???? Gabs das in 0,5 ltr in
Berlin?
In Gaststätten Preisstufe 1
0,25 ltr ca 41Pf
Preisstufe 2
0,25 ltr ca. 43Pf - 51Pf
Preisstufe 3
0,25 ltr ca. 63Pf
Preisstufe 4
0,25 ltr ca 70Pf
Vornehmere Kneipen hab ich nicht besucht.
:-)
Jenachdem ob Hell, Pilsner oder Pilsator
(Pilsator war wohl das Tankbier)
Aber ich weiß es nicht genau.
In einigen besonderen Spelunken
kostete das Bier am Tresen ein Paar Pfennig weniger
als am Tisch. So WIMRE bei Dimta Oder wie immer man das schrieb
in Niederschönhausen (Tresen 41Pf Tisch 43Pf) Aber auch nicht bis ganz
zum Schluß
BGE
ul...@freenet.de wrote:
>
> Andreas Zerbst schrieb
> > "Frank Nitzschner" writes:
> > [...]
> > :>> In den 70ern haben wir aus Geldmangel vorwiegend auf
> > :>> 'Freibank'-Erzeugnisse zurueckgreifen muessen.
> BTW: In Rostock war Freibankfleisch praktisch ein Wundertütenkauf, denn
> man bekam nur undurchsichtige Abpackungen - wenn man Glück hatte, war es
> sogar Filet, hatte man Pech, waren's eben Rippchen.
Ich hab den Begriff "Freibank" noch nie gehört.
War das so 'ne Art Verkauf direkt vom Schlachthof?
Wo kommt der Begriff her?
Kennen das alle hier?
BGE
Und ich dachte immer es gibt nur eine Sorte Bier.
Früher trank ich Budweiser und heute eigentlich auch.
>
> Vornehmere Kneipen hab ich nicht besucht.
> :-)
Warum wohl? :-)
>
> Jenachdem ob Hell, Pilsner oder Pilsator
>
> (Pilsator war wohl das Tankbier)
> Aber ich weiß es nicht genau.
Tankbier ist grausam, als ich mal vormittags in einer Klubgaststätte war,
da kann ich Dir sagen - einfach widerlich. Als dann genug Bier
gezapft wurde, ging es dann einigermaßen.
>
>
> In einigen besonderen Spelunken
> kostete das Bier am Tresen ein Paar Pfennig weniger
> als am Tisch. So WIMRE bei Dimta Oder wie immer man das schrieb
> in Niederschönhausen (Tresen 41Pf Tisch 43Pf) Aber auch nicht bis ganz
> zum Schluß
Ja, kannte ich auch! Bei einer Tichdecke wurden auch noch ein paar
Pfennige draufgeschlagen.
Guido
> Ich hab den Begriff "Freibank" noch nie gehört.
> War das so 'ne Art Verkauf direkt vom Schlachthof?
> Wo kommt der Begriff her?
In Berlin der "Zentralviehhof" an dem S-Bahnhof Leninallee oder Storkower
Straße.
Jedenfalls an der Hausburgstraße, da ging ich nämlich zur Schule. :-))
Guido
> Ich hab den Begriff "Freibank" noch nie gehört.
Fleisch aus Notschlachtungen.
So hieß ja auch mal der S-Bahnhof "Zentralviehhof".
Ich hab noch einen alten Berliner Stadtplan aus den
50ern.
Kannte da einen Kumpel den ich von Schwedt aus oft besuchte
Ende der 70er. Hieß mit Spitznamen Theo.
Wohnte WIMRE in der Straßmannstr. und wir pendelten immer
zwischen "Bierglocke" unfd seiner Bude hin und her.
Wenn wir nachts kamen hörten wir die Schweine schreien.
Gruß
BGE
> > Der Westpreis *kann* gar kein Ausschankpreis sein.
>
> Dann stimmen doch die 1,28 Mark.
> Ist einfaches 0.5l Berliner Pilsner.
YEP
ich hielt das fuer klar!
Peter
--
Lieber Reich ins Heim, als Heim ins Reich!
> >> Also doch eine Nation von Säufern!?
> >
> > Wer?
>
> Wir sind ein Volk!
Wir auch! ;-)
Ich bin mir ganz sicher, daß in Rostock, ab 1980 - zu der Zeit, als ich
dort lernte also - der Freibankfleischverkauf nicht mehr für die
Bevölkerung öffentlich war, sondern nur noch (einmal pro Woche) an die
Belegschaft verkauft wurde. Der Preis war so lächerlich niedrig, daß auch
die Lehrlinge, die im Wohnheim wohnten, ihr Paket kauften, um es dann,
wenn "was gutes" drin war, weiterzuverkaufen - oder an Hundebesitzer
abzugeben, wenn nicht so gutes Zeugs drin war.
Wie gesagt, der Inhalt war Glückssache.
Fleisch, daß für den Normalverkauf nicht tauglich ist.
"minderwertiges oder bedingt taugliches Fleisch (Freibankfleisch)
darf nur unter bestimmten Voraussetzungen weitergegeben oder
weiterverarbeitet werden." (aus dem Encarta-Artikel: Fleischbeschau)
Tschüß
--
Thomas Heuving
> Wohnte WIMRE in der Straßmannstr. und wir pendelten immer
> zwischen "Bierglocke" unfd seiner Bude hin und her.
Bierglocke war ja schon mächtig Stampe.
Ich war meistens um die Ecke in der Ebertystr. in
so'ner FC Union-Kneipe. Ich möchte nochmal jung sein. :-(
>
> Wenn wir nachts kamen hörten wir die Schweine schreien.
Auja, da werden Kindheitserinnerungen wach, ich sage nur
Abenteuerspielplatz.
Guido
>> Ich hab den Begriff "Freibank" noch nie gehört.
>> War das so 'ne Art Verkauf direkt vom Schlachthof?
>> Wo kommt der Begriff her?
>
>In Berlin der "Zentralviehhof" an dem S-Bahnhof Leninallee oder Storkower
>Straße.
>Jedenfalls an der Hausburgstraße, da ging ich nämlich zur Schule. :-))
Vom Eingang 'Leninallee' war der Weg zum Laden kürzer.
Der Laden war (IIRC) unten am Eingang neben der Kantine. Während
meiner Ferienarbeit, als Tellerwäscher, durfte ich da auch regelmässig
einkaufen.
Freibankverkauf war allerdings nicht immer.
Wenn _kein_ Freibankverkauf war, war das eine *normale*
Betriebsverkaufsstelle... allerdings mit einem sagenhaftem,
unrationiertem Angebot.
M aus B
--
"Ich habe um die Todesstrafe gebettelt, aber sie wollten, dass ich
meine Lektion lerne."
[Al Bundy]
|www.garys-shoes.de | Die roteste Seite im Netz
Ich glaube zur Jugenweihe wars, wo man nach Buchenwald zur gemeinsamen
Kranzniederlegung fuhr?
(zumindest war das "hier" in den Schulen so üblich)
Wolfgang
Greifswald ist 1945 von Oberst Rud. Petershagen kampflos übergeben
worden (40 Jahre DDR hat die Bausubstanz der Innenstadt dann allerdinx
nicht überstanden). Trotzdem findet sich in der Bahnhofstr. ein
Russenfriedhof. Die Fama will wissen, daß der durch einen auf dem
nahen Güterbhanhof abgestellten Tankzug mit Methanol, bestimmt für
Peenemünde, verursacht ist. Die Gaststätte neben dem Friedhof, "Haus
des Handwerks", hieß im Volksmund KtI: Kneipe zum toten Iwan.
Freibank: damit verbindet sich einer meiner ersten Eindrücke in
Greifswald. Das 5. Stdj. hatte die ganze Nacht angestanden und ein
halbes Pferd ergattert, das unter unschöner Gestanksentwicklung in
Waschkesseln eingekocht wurde - FR
Die Inhaber hießen Dümter, der Laden war das Uhland-Eck, in dem haben
wir manches Schulstündchen gesessen. Den angeführten Preisunterschied
kann ich nicht bestätigen. Überhaupt meine ich mich zu erinnern, daß
in Bln. in den einfachen Kneipen das kleine Bier einheitlich 51 Pfg.
kostete; in der Zone gab's billigeres, wie ich als Teilnehmer des
Turn- und Sportfestes in Lpzg. weiland feststellte. Brot war in Bln.
auch etwas teurer, daher die Studenten in Bln. 15 Mark mehr Stipendium
bekamen als in anderen Hochschulorten - FR
Genau!
> Der Laden war (IIRC) unten am Eingang neben der Kantine. Während
> meiner Ferienarbeit, als Tellerwäscher, durfte ich da auch regelmässig
> einkaufen.
> Freibankverkauf war allerdings nicht immer.
> Wenn _kein_ Freibankverkauf war, war das eine *normale*
> Betriebsverkaufsstelle... allerdings mit einem sagenhaftem,
> unrationiertem Angebot.
Wann _ich_ dahin mußte, keine Ahnung. Mein Vater sagte, wann ich sollte
und dann ging ich, schließlich war ich ja ein braver Sohn! :-)))
Muß wohl Mitte der 70er gewesen sein.
Das Angebot war wirklich gut, ich mußte jedesmal kräftig schleppen. :-(
Guido
> Ich glaube zur Jugenweihe wars, wo man nach Buchenwald zur gemeinsamen
> Kranzniederlegung fuhr?
> (zumindest war das "hier" in den Schulen so üblich)
Ihr hattet es auch nicht so weit bis Weimar. Bei uns mußte es
der ehemalige Landgerichtshof an der Münchner Straße sein.
> Wolfgang
Ronald.
> kann ich nicht bestätigen. Überhaupt meine ich mich zu erinnern, daß
> in Bln. in den einfachen Kneipen das kleine Bier einheitlich 51 Pfg.
> kostete; in der Zone gab's billigeres,
Noe. In der tiefsten Zone (eigentlich fast schon Westen ;) kostete ein
kleines Bier 51 Pfg, und ein Bier M 1.02
Dann gabs natuerlich noch Helles, das kam nur 48 Pfg.
on 24 Sep 2002 12:41:14 -0700, flor...@yahoo.com (Florian Ritter)
wrote:
>Henry Leyh <Henry...@ipp.mpg.de> wrote in message news:<rgobs6n...@work11.ipp-hgw.mpg.de>...
>> > > > "Heldenfriedhof" heldenhaft beim Kampf gegen Hitler gefallener
>> Helden
>> > > > der heldenhaften Sowjetunion....in einem Gebiet, das urspruenglich
>> > > > amerikanisch besetzt war
>> > >
>> > > Interessant. Wo?
>> >
>> > Rudolstadt/Thuer.
[...]
>> Jupp. Selbiges in Breitungen/Werra.
[...]
>Greifswald ist 1945 von Oberst Rud. Petershagen kampflos übergeben
>worden (40 Jahre DDR hat die Bausubstanz der Innenstadt dann allerdinx
>nicht überstanden). Trotzdem findet sich in der Bahnhofstr. ein
>Russenfriedhof.
[...]
Kurzum, alle "Russenfriedhöfe" waren Propagandaerfindungen von KPdSU
und SED, oder was wollt ihr jetzt hier beweisen?
Patrick
Achquatsch.
(Muss ich wirklich erst meine alten DDR-Geschichtsbücher rauskramen?)
Das extrem selektive Erinnerungsvermögen einiger DDR-*Experten* hier
und andererorts ist wirklich *bemerkenswert*.
Patrick
Bei uns war es Buchenwald... zur Entfernung von Bautzen aus.
Michael
>> Ihr hattet es auch nicht so weit bis Weimar. Bei uns mußte es
>> der ehemalige Landgerichtshof an der Münchner Straße sein.
> Bei uns war es Buchenwald... zur Entfernung von Bautzen aus.
Jetzt sollte bald einer aus dem Vogtland melden, daß er mit
seiner Schulklasse in Sachsenhausen war.
> Michael
Ronald.
--
TCP/IP ist ein Protokoll der Firma Microsoft.
Meine Klasse fuhr von Rostock aus nach Buchenwald.
Allerings ohne mich - ich hatte vorher "Nackt unter Wölfen" gelesen, und
fühlte mich seelisch nicht in der Lage, dorthin zu fahren.
Aber Ehrlichkeit wurde in der DDR nie belohnt, und so stand dann auf dem
Zeugnis irgendwas, das sehr negativ war. In einer FDJ-Versammlung hat man
sogar versucht, mich in die "rechte Ecke" zu rücken. Aber das wird ja
heute noch gerne versucht.
UG
Wir mußten von Berlin aus.
Guido
--
www.aktendulli.de
>n einer FDJ-Versammlung hat man
>sogar versucht, mich in die "rechte Ecke" zu rücken. Aber das wird ja
>heute noch gerne versucht.
Trag's mit Fassung. Passiert mir auch immer wieder. ;-)
Gruß
Gerald
--
"Gekaufte Siege - der Bundesligaskandal 1971"
4.10.2002 um 21:00 Uhr auf SFB 1
Ein Film von Ute Bönnen und Gerald Endres
http://www.boen-end.de
Informiere Dich doch gelegentlich mal ueber den Unterschied zwischen
"Fallbeispiel" und "Beweis".
Gruss,
--
Henry
Wir fuhren von der Küste aus nicht nach Buchenwald, wir hatten nur
Sachsenhausen im Angebot (ich glaube bei der Jugendweihefahrt nach Berlin).
Bye Kai
>> Meine Klasse fuhr von Rostock aus nach Buchenwald.
> Wir fuhren von der Küste aus nicht nach Buchenwald, wir hatten nur
> Sachsenhausen im Angebot (ich glaube bei der Jugendweihefahrt nach
> Berlin).
Wir waren in Ravensbrück, von Westvorpommern ;-) aus.
Frank
--
Die 15 eindeutigsten Anzeichen dafür, dass Du ein ernstzunehmendes
Alkoholproblem hast:
11. Du tastest dich an einer Litfaßsäule entlang und meinst
schließlich "Scheiße, eingemauert!"