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Fotos: Schaufenster in der DDR

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Martin Ebert

unread,
Oct 30, 2012, 7:49:43 PM10/30/12
to
Bei EinesTages.SPON gibt es eine Fotodokumention aus den
späten 1980er Jahren, es geht um Schaufenster.

Herrn Garlipp und dem Herrn mit dem sowjetischen Studium sei
das besonders ans Herz gelegt; es geht um Rostock.

Ansonsten ist auch die Diskussion dort recht - tja: recht was?

<http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/schaufensterbummel-in-der-ddr-fotografien-von-siegfried-wittenburg.html>

Kürzer:
<http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/a.html>

Mt

René

unread,
Oct 30, 2012, 8:02:49 PM10/30/12
to
On 2012-10-30 23:49:43 +0000, Martin Ebert said:

> Bei EinesTages.SPON gibt es eine Fotodokumention aus den
> späten 1980er Jahren, es geht um Schaufenster.

Habe ich mich zufällig gerade durchgeklickert. Als gedienter
Rote-Sterne-von-der-Wandzeitung-Rupfer und Berliner-Mauer-Einreißer
muss ich sagen, nuhördamoff mit dem Unsinn, ihr dusseligen
Spiegelaffen. Und die Diskustanten? Müssense aus der Klapper weggeholt
haben.

Kai Ammon

unread,
Oct 31, 2012, 2:01:46 AM10/31/12
to
On 31 Okt., 00:49, Martin Ebert <mx...@gmx.net> wrote:
> Bei EinesTages.SPON gibt es eine Fotodokumention aus den
> späten 1980er Jahren, es geht um Schaufenster.
>
> Herrn Garlipp und dem Herrn mit dem sowjetischen Studium sei
> das besonders ans Herz gelegt; es geht um Rostock.
>
> Ansonsten ist auch die Diskussion dort recht - tja: recht was?
>
> <http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/schaufensterbummel-in-der-ddr...>
>
> Kürzer:
> <http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/a.html>
>
> Mt

Was soll man dazu schon sagen, wenn man kritisiert, wird man sofort in
eine Staatsnähe-Ecke mit Leuten gestellt, mit denen man in der DDR
nichts zu tun hatte.
Bei Bild 22 habe ich aufgehört, mir das weiter anzutun, im Begleittext
lese ich:

"Begehrter Stoff: In der DDR war es weit verbreitet, für sich und für
die Kinder individuelle Kleidung selbst zu nähen. FDJ-Hemden waren
verpönt bzw. wurden als notwendiges Übel nur zu staatlichen Anlässen
nach ausdrücklicher Aufforderung getragen. "

Ja so war das, wie in Nordkorea, wer kein FDJ-Hemd tragen wollte,
mußte selber nähen.
Gauck ünd der Wittenburg kann man auch mal googeln.

Uwe Schickedanz

unread,
Oct 31, 2012, 3:10:16 AM10/31/12
to
On Wed, 31 Oct 2012 00:49:43 +0100, Martin Ebert <mx...@gmx.net>
wrote:

>Bei EinesTages.SPON gibt es eine Fotodokumention aus den
>sp�ten 1980er Jahren, es geht um Schaufenster.
>
>Herrn Garlipp und dem Herrn mit dem sowjetischen Studium sei
>das besonders ans Herz gelegt; es geht um Rostock.
>
>Ansonsten ist auch die Diskussion dort recht - tja: recht was?
>
><http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/schaufensterbummel-in-der-ddr-fotografien-von-siegfried-wittenburg.html>
>
>K�rzer:
><http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/a.html>

Ich habe irgendwann mittendrin aufgegeben, und die Kommentare habe ich
mir erst gar nicht angetan.

Gru� Uwe

--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, k�nnen bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama

Ronald Konschak

unread,
Oct 31, 2012, 3:47:23 AM10/31/12
to
Kai Ammon <leonh...@googlemail.com> schrieb:
> On 31 Okt., 00:49, Martin Ebert <mx...@gmx.net> wrote:

>> <http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/a.html>

> Was soll man dazu schon sagen, wenn man kritisiert, wird man sofort in
> eine Staatsnähe-Ecke mit Leuten gestellt, mit denen man in der DDR
> nichts zu tun hatte.

Willkommen bei de.alt.folklore.ddr.

> Bei Bild 22 habe ich aufgehört, mir das weiter anzutun, im Begleittext
> lese ich:
>
> "Begehrter Stoff: In der DDR war es weit verbreitet, für sich und für
> die Kinder individuelle Kleidung selbst zu nähen. FDJ-Hemden waren
> verpönt bzw. wurden als notwendiges Übel nur zu staatlichen Anlässen
> nach ausdrücklicher Aufforderung getragen. "
>
> Ja so war das, wie in Nordkorea, wer kein FDJ-Hemd tragen wollte,
> mußte selber nähen.

Tja, was soll man sagen. Auch die Westpropaganda ist nicht mehr
das, was sie mal war. Sowas von billig und plump. Sie verdient
es ignoriert zu werden. Festzustellen bleibt, daß wiedermal nur
das Konsumargument vorgebracht werden konnte. Arme Suppe das.

> Gauck ünd der Wittenburg kann man auch mal googeln.

Hm?

Ronald.

P.S.: Ich bin gerade dabei, alte Negative zu scannen. Von
meiner damaligen Arbeit z.B. Das ist mal wirklich erschütternd.

--
Rock, paper, scissors -
Which one is it? It's your decision
And no matter what you choose,
you gonna live it!

Torsten Mueller

unread,
Oct 31, 2012, 3:54:21 AM10/31/12
to
Ronald Konschak <dl1...@darc.de> schrieb:

> P.S.: Ich bin gerade dabei, alte Negative zu scannen. Von meiner
> damaligen Arbeit z.B. Das ist mal wirklich erschütternd.

Ja. (Mal abgesehen von Verunreinigungen und Staub.) Wenn man sich so
alte Bilder in Ruhe anschaut und auf Details achtet, sieht man vieles,
was tatsächlich billig war, billiger als es hätte sein müssen. Was mir
aber oft aufgefallen ist: abgebildete Personen lachen überraschend oft
und es sieht herzlich aus, also nicht gestellt.

T.M.

Peter Veith

unread,
Oct 31, 2012, 4:21:28 AM10/31/12
to
Am 31.10.2012 08:10, schrieb Uwe Schickedanz:

> On Wed, 31 Oct 2012 00:49:43 +0100, Martin Ebert <mx...@gmx.net>
> wrote:
>> Bei EinesTages.SPON gibt es eine Fotodokumention aus den
>> sp�ten 1980er Jahren, es geht um Schaufenster.

Die Propaganda ist wirklich ersch�tternd plump: Neben der Auswahl,
fallen die d�mlichen SPON-Anmerkungen auf. Mu� den alles sinnlos wie ein
Westbr�tchen aufgebl�ht, verzerrt werden?!

So wird sogar der tats�chlich vorhandenen Konsum-Mangel irreal.

>> <http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/a.html>
>
> Ich habe irgendwann mittendrin aufgegeben, und die Kommentare habe ich
> mir erst gar nicht angetan.

Gerade die Kommentare sind �berwiegend nicht im Sinne des
SPON-Erfinders. Ich habe eine ganze Reihe mit Genu� gelesen :)

Veith
--
"Nur h�te dich und nimm Dich wohl in Acht, da� du die Dinge nicht
vergi�t, die deine Augen gesehen haben, und da� sie Dir nicht aus dem
Sinn kommen, Dein ganzen Leben!" V. Buch Moses, Kapitel 4 Vers 9
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/

Peter Veith

unread,
Oct 31, 2012, 4:39:38 AM10/31/12
to
Am 31.10.2012 07:01, schrieb Kai Ammon:

> On 31 Okt., 00:49, Martin Ebert wrote:
>> <http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/a.html>
> Ja so war das, wie in Nordkorea, wer kein FDJ-Hemd tragen wollte,
> mu�te selber n�hen.

Ich mu�te auch sofort an Nordkorea denken. Fotostrecken scheinen aktuell
ein probates Propagandamittel zu sein.

Wieviel Bowlingbahnen gab es eigentlich in der DDR?
<http://www.china.org.cn/photos/2012-10/17/content_26819300_2.htm>

Studentensommer ist aber immer beliebt ;)
<http://www.china.org.cn/photos/2011-10/11/content_23591611_3.htm>

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de

Torsten Mueller

unread,
Oct 31, 2012, 4:51:08 AM10/31/12
to
Peter Veith <ve...@snafu.de> schrieb:

> Studentensommer ist aber immer beliebt ;)
> <http://www.china.org.cn/photos/2011-10/11/content_23591611_3.htm>

Ha, das war an meiner Trasse prinzipiell nicht anders. Handkleinbagger,
tᅵglich. Gelegentlich wurden auch ein paar Sowjetmenschen aus der
ortsansᅵssigen Bevᅵlkerung rekrutiert, zur Unterstᅵtzung, aber das hat
sich nicht bewᅵhrt. Ein mit toitscher Sorgfalt ausgehobenes Loch war
halt was ganz anderes.

T.M.
Message has been deleted

Peter Veith

unread,
Oct 31, 2012, 5:52:09 AM10/31/12
to
Am 31.10.2012 10:43, schrieb Matthias Opatz:

> Peter Veith gab zur Kenntnis:
>> Wieviel Bowlingbahnen gab es eigentlich in der DDR?
>> <http://www.china.org.cn/photos/2012-10/17/content_26819300_2.htm>
>
> In Erfurt war eine.

Ich kann mich nur an die nahe des Alex erinnern.

> Da brauchte aber nicht im Unterhemd gespielt werden.

Aber wieder nur die Kerle die nix (an)haben.
<http://www.china.org.cn/photos/2012-10/17/content_26819300.htm>

kueh...@front.ru

unread,
Oct 31, 2012, 9:25:47 AM10/31/12
to
Kai Ammon gab zu Bedenken:

> On 31 Okt., 00:49, Martin Ebert <mx...@gmx.net> wrote:
>> Bei EinesTages.SPON gibt es eine Fotodokumention aus den
>> sp�ten 1980er Jahren, es geht um Schaufenster.
>>
>> Herrn Garlipp und dem Herrn mit dem sowjetischen Studium sei
>> das besonders ans Herz gelegt; es geht um Rostock.
>>
>> Ansonsten ist auch die Diskussion dort recht - tja: recht was?
>>
>> <http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/schaufensterbummel-in-der-
ddr...>
>>
>> K�rzer:
>> <http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/a.html>
>>
>> Mt
>
> Was soll man dazu schon sagen, wenn man kritisiert, wird man sofort in
> eine Staatsn�he-Ecke mit Leuten gestellt, mit denen man in der DDR
> nichts zu tun hatte.
> Bei Bild 22 habe ich aufgeh�rt, mir das weiter anzutun, im Begleittext
> lese ich:
>
> "Begehrter Stoff: In der DDR war es weit verbreitet, f�r sich und f�r
> die Kinder individuelle Kleidung selbst zu n�hen. FDJ-Hemden waren
> verp�nt bzw. wurden als notwendiges �bel nur zu staatlichen Anl�ssen
> nach ausdr�cklicher Aufforderung getragen. "
>
> Ja so war das, wie in Nordkorea, wer kein FDJ-Hemd tragen wollte,
> mu�te selber n�hen.
> Gauck �nd der Wittenburg kann man auch mal googeln.
Noch sch�ner ist das Foto des Ladens der geschlossen ist und sich deshalb
beschwert wird das da nichts ausgestellt ist .
Schlimmer gehts nimmer.
Aber das ist nun mal so, die meiste Wahrheit heutzutage, ist eine die die
man h�ren will.
( Ps. wen ich nicht zu faul w�re, w�rde ich �hnliches hier und heute im
Odenwald photographieren k�nnen :( )
MfG
P.S. mal im Ernst hat sich jemand wirklich wegen Salamanderschuhen
angestellt??

--
Irgendwann emulieren wir euch alle.

Florian Ritter

unread,
Oct 31, 2012, 12:00:08 PM10/31/12
to
On 31 Okt., 00:49, Martin Ebert <mx...@gmx.net> wrote:

> Bei EinesTages.SPON gibt es eine Fotodokumention aus den
> späten 1980er Jahren, es geht um Schaufenster.
>
> Herrn Garlipp und dem Herrn mit dem sowjetischen Studium sei
> das besonders ans Herz gelegt; es geht um Rostock.

Da wäre zu vermelden, ich habe Thiessenhusen, der sich hier schon
lange nicht mehr zu Wort gemeldet hat, in einer Sendung vom NDR
gesehen, er trat dort als Redakteur einer Ztschr. "Bahnreport" o. so
ähnl. auf, es ging um irgendwas Eisenbahnspezifisches in Mecklenburg -
FR

Dirk Moebius

unread,
Oct 31, 2012, 1:14:54 PM10/31/12
to
On 10/31/12 10:43 , Matthias Opatz wrote:
> Peter Veith gab zur Kenntnis:
>
>> Wieviel Bowlingbahnen gab es eigentlich in der DDR?
>> <http://www.china.org.cn/photos/2012-10/17/content_26819300_2.htm>
>
> In Erfurt war eine. Da brauchte aber nicht im Unterhemd gespielt werden.

Cottbus auch, in Kombination mit einer Disco an der alten Stadtpromenade.

Dirk


--
If I steal your bicycle you have to take the bus,
but if I just copy it, there�s one for each of us.

http://questioncopyright.org/minute_memes/copying_is_not_theft

Wolfgang P u f f e

unread,
Oct 31, 2012, 1:39:40 PM10/31/12
to
"Peter Veith" schrieb...
>
> Wieviel Bowlingbahnen gab es eigentlich in der DDR?
> <http://www.china.org.cn/photos/2012-10/17/content_26819300_2.htm>

In Gera im Kulur- und Kongresszentrum gabs einige
Bowlingbahnen mit Gastst�ttenbetrieb.
War sehr beliebt und �fters das Ziel unserer
Brigadeausfl�ge.

Lt. http://de.wikipedia.org/wiki/Kultur-_und_Kongresszentrum_Gera
ist die Bowlingbahn vor Jahren abgerissen worden.

W.

Peter Veith

unread,
Oct 31, 2012, 1:54:24 PM10/31/12
to
Am 31.10.2012 18:14, schrieb Dirk Moebius:

> On 10/31/12 10:43 , Matthias Opatz wrote:
>> Peter Veith gab zur Kenntnis:
>>> Wieviel Bowlingbahnen gab es eigentlich in der DDR?

>> In Erfurt war eine. Da brauchte aber nicht im Unterhemd gespielt werden.
> Cottbus auch, in Kombination mit einer Disco an der alten Stadtpromenade.

Richtig, in der letzteren war ich auch mal ... k�nnte es Anfang der
1980ern eine Aktion al� "Bezirkshauptst�tte brauchen Bowlingbahnen!"
gegeben haben?
Message has been deleted

Dirk Moebius

unread,
Oct 31, 2012, 3:17:45 PM10/31/12
to
On 10/31/12 18:54 , Peter Veith wrote:
> Am 31.10.2012 18:14, schrieb Dirk Moebius:
>
>> On 10/31/12 10:43 , Matthias Opatz wrote:
>>> Peter Veith gab zur Kenntnis:
>>>> Wieviel Bowlingbahnen gab es eigentlich in der DDR?
>
>>> In Erfurt war eine. Da brauchte aber nicht im Unterhemd gespielt werden.
>> Cottbus auch, in Kombination mit einer Disco an der alten Stadtpromenade.
>
> Richtig, in der letzteren war ich auch mal ... k�nnte es Anfang der
> 1980ern eine Aktion al� "Bezirkshauptst�tte brauchen Bowlingbahnen!"
> gegeben haben?

Was der Parteitag beschloss, wird auch sein!

Es gab ja immer wieder mal Momente, wo irgendwelche Sitten, Nietenhosen
oder eben auch Bowlingbahnen, ploetzlich nicht mehr reaktionaer-
imperialistisch waren, sondern auf einmal fortschrittlich und dem
Neuen Menschen angemessen.

Kai Ammon

unread,
Oct 31, 2012, 3:43:37 PM10/31/12
to
On 31 Okt., 08:47, Ronald Konschak <dl1...@darc.de> wrote:

> > Gauck ünd der Wittenburg kann man auch mal googeln.
>
> Hm?

Der Wittenburg war hier doch schonmal Thema, auf der Seite "Grüße aus
der DDR"

http://www.gruesse-aus-der-ddr.de/index.html,

zu einer Ausstellung von Wittenburg, gesponsort von der Stiftung
Aufarbeitung, finden sich auch Sätze von Gauck:

"Denn bei der Fixierung auf den Geheimdienst kommen wesentliche
Bereiche des Lebens in der „sozialistischen“ Gesellschaft nicht vor:
weder die führende Rolle der SED noch die differenzierten Anpassungs-
und Karrieremuster. Denn die DDR-Bevölkerung ist in großen Teilen
geprägt durch ein Angst-Anpassungssyndrom, das keineswegs vom Polizei-
und Geheimdienst allein geschaffen war. Wir benötigen deshalb eine
zweite Phase der Aufarbeitung." uswusf.

Gauck kommentierte auch eine Fotografie Wittenburgs, natürlich gings
am Ende um Freiheit, was sonst bei gauck.

Auf der Seite:

http://www.ringelnatz-warnemuende.de/event/das-leben-der-utopie-mit-siegfried-wittenburg/
finden sich folgende Sätze:

"Wittenburg lebte zeitgleich mit Gauck in Rostock, beide sind sich
mehrmals begegnet, ohne sich jedoch über ihr Leben auf der unfreien
Seite des Eisernen Vorhangs auszutauschen. Trotzdem einte sie ihre
Sehnsucht nach Freiheit und Eigenverantwortung."

Eigenverantwortlich muß man heute dann eben sehen, wer bezahlt.
Von Deformationen, die eigenverantwortliche Vermarktung heute mit sich
bringt, ist natürlich nirgendwo die Rede, es ist eben dem "Heute" und
nicht dem Kapitalismus geschuldet, daß man sich selbst bspw. bei
wikipedia anbieten muß. Ware Arbeitskraft.

> P.S.: Ich bin gerade dabei, alte Negative zu scannen. Von
> meiner damaligen Arbeit z.B. Das ist mal wirklich erschütternd.

Glaube ich, bei SW habe ich übrigens gute Erfahrungen mit DSLR und
Macroobjektiv gemacht.

Kai Ammon

unread,
Oct 31, 2012, 3:48:17 PM10/31/12
to
On 31 Okt., 09:39, Peter Veith <ve...@snafu.de> wrote:
> Am 31.10.2012 07:01, schrieb Kai Ammon:
>
> > On 31 Okt., 00:49, Martin Ebert wrote:
> >> <http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/a.html>
> > Ja so war das, wie in Nordkorea, wer kein FDJ-Hemd tragen wollte,
> > mußte selber nähen.
>
> Ich mußte auch sofort an Nordkorea denken. Fotostrecken scheinen aktuell
> ein probates Propagandamittel zu sein.
>
Und ich auch daran, was sich bei den Schreibern im Kopf abspielt, und
daran, was sie und einige Wessis denken, was sich bei den Ossis im
Kopf abspielt. So viele Fakten können gar nicht zusammengetragen
werden, um die DDR objektiv zu bewerten, es bleibt imho auf beiden
Seiten , zumindest bei den meisten, ein Glauben.

Bernd Ullrich

unread,
Oct 31, 2012, 5:03:38 PM10/31/12
to

"Dirk Moebius"
[...]
> Es gab ja immer wieder mal Momente, wo irgendwelche Sitten,
> Nietenhosen
> oder eben auch Bowlingbahnen, ploetzlich nicht mehr reaktionaer-
> imperialistisch waren, sondern auf einmal fortschrittlich und dem
> Neuen Menschen angemessen.

> Dirk

Gekegelt wurde schon vorher, dann wurden ebend Bowlingbahnen
importiert.
Erdn�sse...

BU

Bernd Ullrich

unread,
Oct 31, 2012, 5:06:32 PM10/31/12
to

"Kai Ammon"
[...]
>Und ich auch daran, was sich bei den Schreibern im Kopf abspielt, und
>daran, was sie und einige Wessis denken, was sich bei den Ossis im
>Kopf abspielt. So viele Fakten k�nnen gar nicht zusammengetragen
>werden, um die DDR objektiv zu bewerten, es bleibt imho auf beiden

______________________
>Seiten , zumindest bei den meisten, ein Glauben.

Glauben versetzt Berge...
"Glauben" ist hochgradig manipulierbar.

BU

Message has been deleted

Ronald Konschak

unread,
Oct 31, 2012, 5:33:33 PM10/31/12
to
Kai Ammon <leonh...@googlemail.com> schrieb:
Das Erschütternde ist das, was man auf den Bildern sieht, so
inhaltlich. Die Qualität steht noch auf einem anderen Blatt.
Ein Scanner ist mir nun doch lieber, weil er einfacher zu
handhaben ist. Filmhalter rein, starten, machen lassen. Nebenher
kann man die bereits gescannten Bilder sortieren und zur Retusche
vorbereiten.

Ronald.

Knut Ochdorf

unread,
Oct 31, 2012, 5:35:55 PM10/31/12
to
Florian Ritter schrieb:

> Da w�re zu vermelden, ich habe Thiessenhusen, der sich hier schon
> lange nicht mehr zu Wort gemeldet hat, in einer Sendung vom NDR
> gesehen, er trat dort als Redakteur einer Ztschr. "Bahnreport" o. so
> �hnl. auf, es ging um irgendwas Eisenbahnspezifisches in Mecklenburg -

H�tte ich das mal nur einen Monat eher erfahren, dann h�tte ich ihn mal
darauf ansprechen k�nnen.

Knut

Florian Ritter

unread,
Oct 31, 2012, 6:10:05 PM10/31/12
to
On 31 Okt., 22:35, Knut Ochdorf <KnutOchd...@web.de> wrote:
> Florian Ritter schrieb:
>
> > Da wäre zu vermelden, ich habe Thiessenhusen, der sich hier schon
> > lange nicht mehr zu Wort gemeldet hat, in einer Sendung vom NDR
> > gesehen, er trat dort als Redakteur einer Ztschr. "Bahnreport" o. so
> > ähnl. auf, es ging um irgendwas Eisenbahnspezifisches in Mecklenburg -
>
> Hätte ich das mal nur einen Monat eher erfahren, dann hätte ich ihn mal
> darauf ansprechen können.

Bei einem Treffen der Eisenbahngruppe? Wir hatten uns ja mal zusammen
mit der im Metzer Eck getroffen - der ducheknallte Boris G. war auch
dabei, erinnere ich mich.

FR

kueh...@front.ru

unread,
Oct 31, 2012, 6:19:37 PM10/31/12
to
Bernd Ullrich gab zu Bedenken:

>
> "Kai Ammon"
> [...]
>>Und ich auch daran, was sich bei den Schreibern im Kopf abspielt, und
>>daran, was sie und einige Wessis denken, was sich bei den Ossis im
>>Kopf abspielt. So viele Fakten können gar nicht zusammengetragen
>>werden, um die DDR objektiv zu bewerten, es bleibt imho auf beiden
>
> ______________________
>>Seiten , zumindest bei den meisten, ein Glauben.
>
> Glauben versetzt Berge...
> "Glauben" ist hochgradig manipulierbar.
>
> BU
Ja würde ich so sofort unterschreiben.

Oder, Glaube ist Illusion.

Knut Ochdorf

unread,
Oct 31, 2012, 6:22:03 PM10/31/12
to
Florian Ritter schrieb:

> Bei einem Treffen der Eisenbahngruppe?

Bei einem Fahrgastsprechtag.

> Wir hatten uns ja mal zusammen mit der im Metzer Eck getroffen - der
> ducheknallte Boris G. war auch dabei, erinnere ich mich.


An Boris G. erinnere ich mich nicht, dafür sind die Erinnerungen an Dich
noch sehr lebendig.

Knut

kueh...@front.ru

unread,
Oct 31, 2012, 6:25:56 PM10/31/12
to
Kai Ammon gab zu Bedenken:

Dieses Projekt wurde gefördert von
der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Klar meine Fotos von einer anderen DDR wollte da keiner :(

Boris Gerlach

unread,
Nov 1, 2012, 3:18:11 AM11/1/12
to
On 10/31/12 23:10, Florian Ritter wrote:
> On 31 Okt., 22:35, Knut Ochdorf<KnutOchd...@web.de> wrote:
>> Florian Ritter schrieb:
>>
>>> Da w�re zu vermelden, ich habe Thiessenhusen, der sich hier schon
>>> lange nicht mehr zu Wort gemeldet hat, in einer Sendung vom NDR
>>> gesehen, er trat dort als Redakteur einer Ztschr. "Bahnreport" o. so
>>> �hnl. auf, es ging um irgendwas Eisenbahnspezifisches in Mecklenburg -
>>
>> H�tte ich das mal nur einen Monat eher erfahren, dann h�tte ich ihn mal
>> darauf ansprechen k�nnen.
>
> Bei einem Treffen der Eisenbahngruppe? Wir hatten uns ja mal zusammen
> mit der im Metzer Eck getroffen - der ducheknallte Boris G. war auch
> dabei, erinnere ich mich.
>
> FR
Hehe ganz ruhig mein Kleener.
Ich hatte damals n schoenen Aal dabei weisste noch?

BGE

Boris Gerlach

unread,
Nov 1, 2012, 3:19:35 AM11/1/12
to
On 10/31/12 23:22, Knut Ochdorf wrote:
> Florian Ritter schrieb:
>
>> Bei einem Treffen der Eisenbahngruppe?
>
> Bei einem Fahrgastsprechtag.
>
>> Wir hatten uns ja mal zusammen mit der im Metzer Eck getroffen - der
>> ducheknallte Boris G. war auch dabei, erinnere ich mich.
>
>
> An Boris G. erinnere ich mich nicht, daf�r sind die Erinnerungen an Dich
> noch sehr lebendig.
>
> Knut
>
Ja Knut wie sahen uns erst beim letzten Treffen im Hof dieser einen
Kneipe als der Herr Moebius etwas unpasslich war, irgendwo am Hackschen
Markt.

BGE

Kai Garlipp

unread,
Nov 1, 2012, 4:18:44 AM11/1/12
to
On 31.10.2012 00:49, Martin Ebert wrote:
> Bei EinesTages.SPON gibt es eine Fotodokumention aus den
> sp�ten 1980er Jahren, es geht um Schaufenster.
>
> Herrn Garlipp und dem Herrn mit dem sowjetischen Studium sei
> das besonders ans Herz gelegt; es geht um Rostock.

Aber auch nur als Aufnahmeort der Schaufenster - ohne dabei irgendwas von der
Stadt oder so zu zeigen.

Sonst schlie�e ich mich den Worten meiner Vorredner an. Hauptsache man konnte
wieder eine Klick-Strecke mit 27 Fotos f�llen.

Bye Kai

Kai Ammon

unread,
Nov 1, 2012, 7:08:41 AM11/1/12
to
On 31 Okt., 23:19, kuehne...@front.ru wrote:
> Bernd Ullrich gab zu Bedenken:
>
>
>
> > "Kai Ammon"
> > [...]
> >>Und ich auch daran, was sich bei den Schreibern im Kopf abspielt, und
> >>daran, was sie und einige Wessis denken, was sich bei den Ossis im
> >>Kopf abspielt. So viele Fakten k nnen gar nicht zusammengetragen
> >>werden, um die DDR objektiv zu bewerten, es bleibt imho auf beiden
>
> > ______________________
> >>Seiten , zumindest bei den meisten, ein Glauben.
>
> > Glauben versetzt Berge...
> > "Glauben" ist hochgradig manipulierbar.
>
> > BU
>
>  Ja w rde ich so sofort unterschreiben.
>
> Oder, Glaube ist Illusion.

Möglich, was soll ich als Laie aber zum Klimawandel bspw. _wissen_?
Ich kann mich nur so umfassend wie möglich und wie es die Zeit erlaubt
informieren, werde jedoch nicht alle Fakten zusammentragen können und
auch nicht bewerten können. Dabei gibt es kontroverse Meinungen in der
Wissenschaft, hinter denen auf allen Seiten wirtschaftliche Interessen
stehen. Ich kann mir nur eine Meinung bilden, also glauben oder für
mich festlegen, daß der Klimawandel nicht relevant ist. Mehr wollte
ich nicht sagen.


Florian Ritter

unread,
Nov 1, 2012, 12:54:59 PM11/1/12
to
On 1 Nov., 08:18, Boris Gerlach <drstrange2...@t-online.de> wrote:

> > Bei einem Treffen der Eisenbahngruppe? Wir hatten uns ja mal zusammen
> > mit der im Metzer Eck getroffen - der ducheknallte Boris G. war auch
> > dabei, erinnere ich mich.

> Hehe ganz ruhig mein Kleener.
> Ich hatte damals n schoenen Aal dabei weisste noch?

Nee, aber Deine fetten Aale jehn mir links anne Kiste vorbei.

Wollte nich Opatz dieses Jahr 'n Treffen orjanisieren? Hat leider uff
janzer Linie kompakt versacht - FR

Christoph Maercker

unread,
Nov 1, 2012, 12:58:42 PM11/1/12
to
Martin Ebert wrote:
> Bei EinesTages.SPON gibt es eine Fotodokumention aus den
> spᅵten 1980er Jahren, es geht um Schaufenster.

... Versandhauskatalog(e) und Werbung.

> Herrn Garlipp und dem Herrn mit dem sowjetischen Studium sei
> das besonders ans Herz gelegt; es geht um Rostock.

Auf eine einzige Bezirksstadt beschrᅵnkt, gibt das eh nicht die ganze
DDR bzw. deren missratenen Handel wieder.

> Ansonsten ist auch die Diskussion dort recht - tja: recht was?

Ich wᅵrde sie ziemlich brav & bieder nennen. Was ich auf der ersten
Seite zu lesen bekam, regte jedenfalls nicht sonderlich zum Weiterlesen
an. ;-)

> <http://einestages.spiegel.de/s/ab/25863/schaufensterbummel-in-der-ddr-fotografien-von-siegfried-wittenburg.html>

Die Kommentare kann man natᅵrlich grᅵᅵtenteils knicken, aber die
Bildchen sind nicht untypisch. In Halle, Leipzig oder gar Berlin sahen
die Schaufenster sicher etwas anders aus als in Rostock, aber insgesamt
sind die Bilder nicht alle untypisch. Allenfalls der mobile Intershop
hat mich stutzig gemacht, so was ist mir aus meiner Gegend unbekannt.
Kann ich mir ᅵbrigens schwer vorstellen, wie haben die solche Bruchbuden
nach Ladenschluss gesichert, ein VoPo vorn, einer hinten?
--


CU Chr. Maercker.

Florian Ritter

unread,
Nov 1, 2012, 1:02:47 PM11/1/12
to
On 1 Nov., 09:18, Kai Garlipp <kai.garl...@gmx.net> wrote:

> > Herrn Garlipp und dem Herrn mit dem sowjetischen Studium sei
> > das besonders ans Herz gelegt; es geht um Rostock.
>
> Aber auch nur als Aufnahmeort der Schaufenster - ohne dabei irgendwas von der
> Stadt oder so zu zeigen.

In unerwünschten Reflexionen schon, ein geübter Photograph war der
Knisende nicht: ohne Polfilter frontal draufgehalten - FR

Peter Veith

unread,
Nov 1, 2012, 1:32:18 PM11/1/12
to
Am 31.10.2012 19:03, schrieb Matthias Opatz:

> Peter Veith gab zur Kenntnis:
>> 1980ern eine Aktion al� "Bezirkshauptst�tte brauchen Bowlingbahnen!"
>
> Die Erfurter gab es schon vor dem Krieg. Und war auch in einer richtigen
> Sportst�tte (Keglerheim am Steiger), nicht in einem Vergn�gungslokal.

Also richtig "Bowling"? Ich meinte jetzt nicht "Sargkegeln".

Steffen Buhr

unread,
Nov 1, 2012, 2:35:34 PM11/1/12
to
Knut Ochdorf meinte:
> Florian Ritter schrieb:
>> Bei einem Treffen der Eisenbahngruppe?
> Bei einem Fahrgastsprechtag.

Da war ich nicht.

>> Wir hatten uns ja mal zusammen mit der im Metzer Eck getroffen - der
>> ducheknallte Boris G. war auch dabei, erinnere ich mich.
> An Boris G. erinnere ich mich nicht, daf�r sind die Erinnerungen an Dich
> noch sehr lebendig.

Mag mit dem jeweiligen Sitzplatz zusammenh�ngen. Boris war da, insofern
ist mir sein vorstehendes Post unklar.

Gru�
Steffen

Martin Ebert

unread,
Nov 1, 2012, 3:24:00 PM11/1/12
to
Am 01.11.2012 17:58, schrieb Christoph Maercker:
> Martin Ebert wrote:
>> Herrn Garlipp und dem Herrn mit dem sowjetischen Studium sei
>> das besonders ans Herz gelegt; es geht um Rostock.

> Auf eine einzige Bezirksstadt beschrᅵnkt, gibt das eh nicht die ganze
> DDR bzw. deren missratenen Handel wieder.

Ich fand auch die hiesige Diskussion ganz erhellend; die ging ja von
"so schlimm war das nicht" bis (recht schnell) zum Klassenfeind.

> Die Kommentare kann man natᅵrlich grᅵᅵtenteils knicken, aber die
> Bildchen sind nicht untypisch.

Das machte meine Verblᅵffung in der hiesigen Diskussion aus:
Genau so sahen Schaufenster aus; das ist eine durchaus reprᅵsentative
Auswahl. Mir erscheint interessant, wie schnell vergessen wird.

> In Halle, Leipzig oder gar Berlin sahen
> die Schaufenster sicher etwas anders aus als in Rostock, aber insgesamt
> sind die Bilder nicht alle untypisch.

Die richtig harten Bilder hatte er doch gar nicht: So ein typischer Dorf-
konsum auf dem Lande.

> Allenfalls der mobile Intershop
> hat mich stutzig gemacht, so was ist mir aus meiner Gegend unbekannt.

Ich wᅵrde vermuten, dass das ein Transit-Intershop war bzw. bei einem
solchen stand.

> Kann ich mir ᅵbrigens schwer vorstellen, wie haben die solche Bruchbuden
> nach Ladenschluss gesichert, ein VoPo vorn, einer hinten?

Bei Transit wᅵre das einfach: Immer offen.

Da der Autor bei Rostock fotografierte, wᅵrde vielleicht noch ein Ort am
(damaligen) Beginn der A19, Grenze Hafen in Frage kommen.

Mt

Wolfgang P u f f e

unread,
Nov 1, 2012, 3:46:39 PM11/1/12
to

"Martin Ebert" schrieb...
Steht doch neben dem Bild:
Ostseebad Ahrenshoop: Fᅵr einen hoteleigenen Intershop fᅵr die Gᅵste des
Kurhauses reichte die Kapazitᅵt nicht aus. So wurde dieser Intershop-Kiosk
fᅵr einige Genussmittel am Parkplatz eingerichtet.

W.

kueh...@front.ru

unread,
Nov 1, 2012, 3:57:17 PM11/1/12
to
Martin Ebert gab zu Bedenken:

> Am 01.11.2012 17:58, schrieb Christoph Maercker:
>> Martin Ebert wrote:
>>> Herrn Garlipp und dem Herrn mit dem sowjetischen Studium sei
>>> das besonders ans Herz gelegt; es geht um Rostock.
>
>> Auf eine einzige Bezirksstadt beschrᅵnkt, gibt das eh nicht die ganze
>> DDR bzw. deren missratenen Handel wieder.
>
> Ich fand auch die hiesige Diskussion ganz erhellend; die ging ja von
> "so schlimm war das nicht" bis (recht schnell) zum Klassenfeind.
>
>> Die Kommentare kann man natᅵrlich grᅵᅵtenteils knicken, aber die
>> Bildchen sind nicht untypisch.
>
> Das machte meine Verblᅵffung in der hiesigen Diskussion aus:
> Genau so sahen Schaufenster aus; das ist eine durchaus reprᅵsentative
> Auswahl.

Falsch :
Es gab Schaufenster die so aussahen.



> Mir erscheint interessant, wie schnell vergessen wird.
Ja dass betrifft aber eben beide Seiten.

O.K. vielleicht nicht ganz Massentauglich aber eben auch DDR.
Wen ich mir so die Modelleisenbahngeschᅵfte in Dresden zu DDR Zeiten und
heute vergleiche.
Hᅵtte die DDR gewonnen.
Warum:
Nichts funktionierende mehr im Schaufenster nur noch Zahlen.




>> In Halle, Leipzig oder gar Berlin sahen
>> die Schaufenster sicher etwas anders aus als in Rostock, aber insgesamt
>> sind die Bilder nicht alle untypisch.

nein, ich kᅵnnte dir ᅵhnliches hier und heute im Odenwald Photographieren.

Es ist eine Frage, was ist Typisch?


> Die richtig harten Bilder hatte er doch gar nicht: So ein typischer Dorf-
> konsum auf dem Lande.
>
>> Allenfalls der mobile Intershop
>> hat mich stutzig gemacht, so was ist mir aus meiner Gegend unbekannt.
>
> Ich wᅵrde vermuten, dass das ein Transit-Intershop war bzw. bei einem
> solchen stand.
>
>> Kann ich mir ᅵbrigens schwer vorstellen, wie haben die solche Bruchbuden
>> nach Ladenschluss gesichert, ein VoPo vorn, einer hinten?
>
> Bei Transit wᅵre das einfach: Immer offen.
>
> Da der Autor bei Rostock fotografierte, wᅵrde vielleicht noch ein Ort am
> (damaligen) Beginn der A19, Grenze Hafen in Frage kommen.
>
> Mt

Die Bilder tauchen noch an anderen stellen im Netz auf dort aber nicht als
Rostock deklariert.
Wem soll man nun Glauben.

MfG

Guido Grohmann

unread,
Nov 1, 2012, 4:29:31 PM11/1/12
to
Martin Ebert schrieb:

> Das machte meine Verblüffung in der hiesigen Diskussion aus:
> Genau so sahen Schaufenster aus; das ist eine durchaus repräsentative
> Auswahl. Mir erscheint interessant, wie schnell vergessen wird.

Also auf einigen Fotos ist alles andere als ein Schaufenster zu sehen.
Eine Tür, ein Schaukasten, Plakate und ein Kneipenfenster - damit die
Klickstrecke länger und der Raum für sinnfreie Textblöcke umfangreicher
wird. Die Texte neben den Bildern sind zum Teil völliger Schwachsinn.

Schlangen am Zeitungskiosk - nie gesehen (oder doch! im Urlaub an der
Ostsee, wenns die Wochenpost gab!). Daß vorallem Donnerstag oder
Freitags bestimmte Zeitungen verkauft worden sein sollen und an den
anderen Tagen nur die Tageszeitungen zu kaufen waren muß ebenfalls ins
Reich der Märchen verwiesen werden. Allenfalls für wöchentlich
erscheinende Zeitungen mag das stimmen. Ich habe selber mal in den 80ern
Zeitungskioske beliefert (mindestens 2 x 3 Wochen je 1987 und 1988 per
Fahrrad übrigens). Bestimmte Druckerzeugenisse wurden eh gleich unterm
Ladentisch gehandelt - danach stand keiner mehr an. So wußte ich z.B.
nicht, daß an die Kaufhallen auch das Magazin geliefert wurde, da es
dort praktisch nie verkauft wurde (die 5-10 Exemplare teilten sich die
Verkäuferinnen).

>> In Halle, Leipzig oder gar Berlin sahen
>> die Schaufenster sicher etwas anders aus als in Rostock, aber insgesamt
>> sind die Bilder nicht alle untypisch.
>
> Die richtig harten Bilder hatte er doch gar nicht: So ein typischer Dorf-
> konsum auf dem Lande.

Die hatten Schaufenster? Die hatten zwar oft ein größeres Fenster, aber
selten eine Auslagefläche. Ich kenne aber eine Fernsehwerkstadt, die
wenig sinnvollerweise ein Schaufenster hatte. Da standen oft die offenen
Geräte herum. Beim Bäcker stand nur ein Schild mit dem Namen der
Bäckerei im Fenster und bei einem ein "Donnerstags Speckkuchen" -Schild,
bei den Fleischern waren zwar große Fenster drin aber die hatten keine
Auslageflächen. Viele private Läden hatten überhaupt keine Schaufenster,
so der Uhrmacher, bei dem ich öfter war oder die beiden Fahrradhändler.
Bei "Radio-Sander" in Dessau standen leere Radiogehäuse (als
Ersatzteile) im Schaufenster und Bauelemente oder Bausätze.

Das Bild mit dem Gemüseladen stimmt auffallend, wenn da nicht der
Schwachsinn mit dem Fähnchentext wäre. Bei uns standen in einem Kaufhaus
eigentlich fast immer eine S51 (wimre ein eher nicht besonders
gefragtes, da teures Modell) im Schaufenster und Radios und Fernseher.
Im Möbelkaufhaus waren Wohnzimmer und Schlafzimmer aufgebaut - jedes
Schaufenster ein Raum. Dort standen zur Deko leere Fernsehrgehäuse mit
einem bunten Pappbild drin. Die hatten auch eine Leuchtreklame, die
Möbel aus den 60ern darstellte. Die Leuchtreplame wurde erst in den
90ern entfernt. Im Heimwerkerladen waren die Fenster auch immer voller
verschiedenstem Zeug. Manchmal stand das einzige Produkt seiner Art im
Schaufenster, wie der Polytronic-Baukasten, den ich mir dort gekauft habe.

"Wir dekorieren neu" - das hatte ich völlig vergessen. Beim Fenster mit
dem Schild "wir kaufen an" dürfte es sich um einen A&V-Laden gehandelt
haben - der Text daneben ist völlig witzlos.

Achso, damals wars auch nicht schwarz-weiß, sondern durchaus bunt, bis
auf die vergammelten grauen Fassaden.

Guido

(übrigens: alles 80er Jahre)

Matthias Kohrs

unread,
Nov 1, 2012, 4:38:45 PM11/1/12
to
Am 01.11.2012 18:02, schrieb Florian Ritter:
> On 1 Nov., 09:18, Kai Garlipp <kai.garl...@gmx.net> wrote:
>
>>> Herrn Garlipp und dem Herrn mit dem sowjetischen Studium sei
>>> das besonders ans Herz gelegt; es geht um Rostock.
>>
>> Aber auch nur als Aufnahmeort der Schaufenster - ohne dabei irgendwas von der
>> Stadt oder so zu zeigen.
>
> In unerw�nschten Reflexionen schon, ein ge�bter Photograph war der
> Knisende nicht: ohne Polfilter frontal draufgehalten - FR

Man k�nnte es als Konzept verkaufen, Streetfotografie ungefiltert, um
die Stadt zu zeigen ohne sie zu zeigen... der Kommentator h�tte (wenns
ihm aufgefallen w�re) wahrscheinlich darauf hingewiesen da� insbesondere
Polfilter quasi nicht zu bekommen usw.

Ich bin vorhin ein wenig Motorrad gefahren, grob da so rum wo sich der
Boris angesiedelt hat, bei bedecktem Novemberhimmel �ber die K�ffer, da
h�tte ich eine Fotostrecke zusammenfotografieren k�nnen die mit der vom
Spiegel an Tr�bsinn locker h�tte mithalten k�nnen.

Aber wer will sowas schon.

CYA! Matthias

Kai Garlipp

unread,
Nov 1, 2012, 5:39:37 PM11/1/12
to
On 01.11.2012 21:29, Guido Grohmann wrote:

> Schlangen am Zeitungskiosk - nie gesehen (oder doch! im Urlaub an der Ostsee,
> wenns die Wochenpost gab!). Da� vorallem Donnerstag oder Freitags bestimmte
> Zeitungen verkauft worden sein sollen und an den anderen Tagen nur die
> Tageszeitungen zu kaufen waren mu� ebenfalls ins Reich der M�rchen verwiesen
> werden. Allenfalls f�r w�chentlich erscheinende Zeitungen mag das stimmen.

Die Bildunterschrift spricht auch von "Zeitschriften" und nicht von "Zeitungen".
Und f�r die "Wochenpost" oder "FF dabei" u.a. beliebte Zeitschriften haben sich
durchaus die Leute angestellt. Wobei ich jetzt nicht mehr sagen kann an welchem
Tag es diese Presseerzeugnisse gab.

F�r einzelne Zeitungen wie das Sportecho oder die Fu�ball-Woche d�rften sich
vielleicht auch mal Schlangen an einzelnen Kiosken (wie z.B. auf dem Bahnhof
oder anderen Umsteigepunkten) gebildet haben.

> Ich
> habe selber mal in den 80ern Zeitungskioske beliefert (mindestens 2 x 3 Wochen
> je 1987 und 1988 per Fahrrad �brigens). Bestimmte Druckerzeugenisse wurden eh
> gleich unterm Ladentisch gehandelt - danach stand keiner mehr an.

Wenn es ausverkauft war l�sten sich die Schlangen auch schnell auf. Und bei
einer handvoll Exemplaren ist der Abverkauf auch schneller vorbei.

> So wu�te ich
> z.B. nicht, da� an die Kaufhallen auch das Magazin geliefert wurde, da es dort
> praktisch nie verkauft wurde (die 5-10 Exemplare teilten sich die Verk�uferinnen).

Das kommt dann noch dazu.

Bye Kai




Knut Ochdorf

unread,
Nov 1, 2012, 6:00:52 PM11/1/12
to
Boris Gerlach schrieb:

> Ja Knut wie sahen uns erst beim letzten Treffen im Hof dieser einen
> Kneipe als der Herr Moebius etwas unpasslich war, irgendwo am Hackschen
> Markt.

Danke f�r die Best�tigung, da� ich es mir richtig gemerkt habe.

Knut

Knut Ochdorf

unread,
Nov 1, 2012, 6:09:56 PM11/1/12
to
Kai Garlipp schrieb:


> Die Bildunterschrift spricht auch von "Zeitschriften" und nicht von "Zeitungen".
> Und f�r die "Wochenpost" oder "FF dabei" u.a. beliebte Zeitschriften haben sich
> durchaus die Leute angestellt. Wobei ich jetzt nicht mehr sagen kann an welchem
> Tag es diese Presseerzeugnisse gab.

Das war der Mittwochs. Ich hatte mich da auch regelm��ig angestellt.

> F�r einzelne Zeitungen wie das Sportecho oder die Fu�ball-Woche d�rften sich
> vielleicht auch mal Schlangen an einzelnen Kiosken (wie z.B. auf dem Bahnhof
> oder anderen Umsteigepunkten) gebildet haben.

Das kaufte man bei uns gleich mit der Wochenpost mit.

> Wenn es ausverkauft war l�sten sich die Schlangen auch schnell auf. Und bei
> einer handvoll Exemplaren ist der Abverkauf auch schneller vorbei.

Stimmt. Sp�testens 20 Minuten nach Kiosk�ffnung war auch die letzte
begehrte Zeitschrift weg gewesen.

Knut

Knut Ochdorf

unread,
Nov 1, 2012, 6:15:20 PM11/1/12
to
kueh...@front.ru schrieb:


> Wen ich mir so die Modelleisenbahngeschᅵfte in Dresden zu DDR Zeiten und
> heute vergleiche.
> Hᅵtte die DDR gewonnen.
> Warum:
> Nichts funktionierende mehr im Schaufenster nur noch Zahlen.

Na Gunther, hier trᅵgt Dein Erinnerungsvermᅵgen. Die wenigsten
Modellbahngeschᅵfte hatten etwas funktionierendes. Meist auch nur, damit
man das fehlende Angebot kaschieren konnte.

Heute stellt man auch keine Zahlen ins Schaufenster. Der letzte
Modellbahnladen, der das gemacht hatte, wurde prompt ein Opfer von
Ladendiebstahl. Ansonsten wirbst man lieber mit Ware.

Knut

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 1, 2012, 7:05:55 PM11/1/12
to
On Thu, 01 Nov 2012 23:15:20 +0100, Knut Ochdorf <KnutO...@web.de>
wrote:

>> Wen ich mir so die Modelleisenbahngesch�fte in Dresden zu DDR Zeiten und
>> heute vergleiche.
>> H�tte die DDR gewonnen.
>> Warum:
>> Nichts funktionierende mehr im Schaufenster nur noch Zahlen.
>
>Na Gunther, hier tr�gt Dein Erinnerungsverm�gen. Die wenigsten
>Modellbahngesch�fte hatten etwas funktionierendes. Meist auch nur, damit
>man das fehlende Angebot kaschieren konnte.

Bei uns im Elektro-Queck fuhren immer etliche TT-Z�ge im Schaufenster
im Kreis rum.

Gru� Uwe

--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, k�nnen bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Message has been deleted
Message has been deleted

Martin Ebert

unread,
Nov 1, 2012, 8:49:07 PM11/1/12
to
Herr M�bius,
warst Du besoffen?

Uch - ich war ja auch da. ;-)

Mt
P.S: Die Schergen haben mir damals ein Ticket ans Auto geh�ngt.

Martin Ebert

unread,
Nov 1, 2012, 8:55:30 PM11/1/12
to
Am 01.11.2012 20:46, schrieb Wolfgang P u f f e:
> "Martin Ebert" schrieb...
>> Da der Autor bei Rostock fotografierte, wᅵrde vielleicht noch ein Ort am
>> (damaligen) Beginn der A19, Grenze Hafen in Frage kommen.

> Steht doch neben dem Bild:
> Ostseebad Ahrenshoop: Fᅵr einen hoteleigenen Intershop fᅵr die Gᅵste des
> Kurhauses reichte die Kapazitᅵt nicht aus. So wurde dieser
> Intershop-Kiosk fᅵr einige Genussmittel am Parkplatz eingerichtet.

Gna.
Ich hatte nur das vorherige Bild im Auge.

Mt

Martin Ebert

unread,
Nov 1, 2012, 8:59:17 PM11/1/12
to
Am 02.11.2012 00:05, schrieb Uwe Schickedanz:
> Knut Ochdorf wrote:
>> Na Gunther, hier tr�gt Dein Erinnerungsverm�gen. Die wenigsten
>> Modellbahngesch�fte hatten etwas funktionierendes. Meist auch nur, damit
>> man das fehlende Angebot kaschieren konnte.

> Bei uns im Elektro-Queck fuhren immer etliche TT-Z�ge im Schaufenster
> im Kreis rum.

Daraus machen wir sofort ein fr�hliches "�berall fuhren Bahnen durch
Schaufenster" - ok: Hinter diesen.

Ich erinnere mich an zwei Modellbahnanlagen, die eine im Hbf Halle,
Haupthalle. Die andere in Hbf Leipzig, wohl die N-Halle.

Mt

Martin Ebert

unread,
Nov 1, 2012, 9:15:30 PM11/1/12
to
Am 01.11.2012 21:29, schrieb Guido Grohmann:
> Martin Ebert schrieb:
>> Das machte meine Verblᅵffung in der hiesigen Diskussion aus:
>> Genau so sahen Schaufenster aus; das ist eine durchaus reprᅵsentative
>> Auswahl. Mir erscheint interessant, wie schnell vergessen wird.

> Also auf einigen Fotos ist alles andere als ein Schaufenster zu sehen.
> Eine Tᅵr, ein Schaukasten, Plakate und ein Kneipenfenster - damit die

So sah die DDR aber aus.

> Schlangen am Zeitungskiosk - nie gesehen

Du warst halt auch nie Donnerstag (?) frᅵh in Leipzig/Hbf.
Oder in ... ach vergessen wir das: Wo Verkehr war, standen die Leute
nach der Wochenpost an.

> Allenfalls fᅵr wᅵchentlich erscheinende Zeitungen mag das stimmen.

Tja.

> Bestimmte Druckerzeugenisse wurden eh gleich unterm
> Ladentisch gehandelt - danach stand keiner mehr an.

Das sagst Du aber besser nicht laut:
Vorhin war hier noch Gᅵnseblᅵmchenland.
Und der Artikelschreiber stinkeblᅵd.

>> Die richtig harten Bilder hatte er doch gar nicht: So ein typischer Dorf-
>> konsum auf dem Lande.

> Die hatten Schaufenster?

Drei groᅵe dieser Art: Der typische Dorfkonsum war ein Typbau.

> Die hatten zwar oft ein grᅵᅵeres Fenster, aber
> selten eine Auslageflᅵche.

Sagte ich nicht schon, dass das ganz schwer fotografiert ging?
Doch, sagte ich schon: Da war nix. Oft war das abgehᅵngt.

Da machte sich niemand die Mᅵhe, irgendwas zu dekorieren:
Du von's Dorf, Du bei mir einkaufen.

> Das Bild mit dem Gemᅵseladen stimmt auffallend, wenn da nicht der
> Schwachsinn mit dem Fᅵhnchentext wᅵre.

Ich habe den Fehler gemacht, nichts zu fotografieren.
Sowas gab es in den abstrusesten Situationen.

> "Wir dekorieren neu" - das hatte ich vᅵllig vergessen.

Man erkennt an den Schriftarten ᅵbrigens, wann die DEWAG am
Werke war: Das sind wenige, prᅵgnante Schriftarten, nicht ungefᅵllig.
Problem bei der Nummer war, dass das Geschᅵft das abhᅵngen
musste - und dann irgendwann spᅵter die DEWAG antrat.

> Beim Fenster mit
> dem Schild "wir kaufen an" dᅵrfte es sich um einen A&V-Laden gehandelt
> haben - der Text daneben ist vᅵllig witzlos.

Da ist aus meiner Sicht der ganz groᅵe Schnitzer der Fotoserie.

> Achso, damals wars auch nicht schwarz-weiᅵ, sondern durchaus bunt, bis
> auf die vergammelten grauen Fassaden.

Ach komm.
Wirkliche Signalfarben konnte die DDR nicht. Oder wollte nicht.
Diese Schriftzᅵge waren alle in der schaumgebremsten Abteilung.

Mt

Martin Ebert

unread,
Nov 1, 2012, 9:20:28 PM11/1/12
to
Am 01.11.2012 22:39, schrieb Kai Garlipp:

> Die Bildunterschrift spricht auch von "Zeitschriften" und nicht von "Zeitungen".

Was wird dadurch besser?

> Und f�r die "Wochenpost" oder "FF dabei" u.a. beliebte Zeitschriften haben sich
> durchaus die Leute angestellt.

Na wenigstens sprichst Du nicht von �berfluss.

> F�r einzelne Zeitungen wie das Sportecho oder die Fu�ball-Woche d�rften sich
> vielleicht auch mal Schlangen an einzelnen Kiosken

Aber eigentlich wolltest Du doch sagen, dass es (fast) alles gen�gend
in der DDR gab: Dann sag' das doch auch.

Nein, Kai.
Genau das gab es nicht.

> Wenn es ausverkauft war l�sten sich die Schlangen auch schnell auf.

Schick.
Und was sagt uns das jetzt?

Mt

Martin Ebert

unread,
Nov 1, 2012, 9:32:50 PM11/1/12
to
Am 02.11.2012 01:24, schrieb Matthias Opatz:
> Martin Ebert gab zur Kenntnis:

>> Genau so sahen Schaufenster aus;

> Jein. Solche Schaufenster waren �blich, aber nicht alle waren so.

Wieviel Prozent waren besser?
Wieviel Prozent waren schlechter?

Locker aus der Hand: Der Autor hat die wirklich schlechten
Schaufenster gar nicht ver�ffentlicht.

Wie Du wei�t, lebte ich in einer Stadt, die vom Krieg verschont blieb:
Ich w�rde mal auf 200 Innenstadtl�den sch�tzen, HO, Konsum, Ex,
Deli, private.

Und genau so sahen die Dekos (im Durchschnitt) aus, also genau so
wie in der Foto-Doku. Dort �berall.

Und in anderen St�dten (ich sah einige) war das nicht anders.

Im Grunde fehlt mir im Moment Peter:
Es waren zwei divergierende Ziele - einerseits ging es um Versorgung,
um die nicht zu werben war. Andererseits ging es um Kaufkraftabsch�pfung,
dieser Bereich des DDR-"Handels" hat es aber nur selten geschafft,
eine wirklich gute Schaufenster-Pr�sentation hinzukriegen:
Das Delikat-Foto des Autoren kommt da ansatzweise hin.

Mt

Boris Gerlach

unread,
Nov 2, 2012, 1:02:12 AM11/2/12
to
Natuerlich war ich da, Du saszest mir gegenueber oder neben mir,
jedenfalls dichte bei wie man so zu saren pflecht.
Ich setze mich auch immer etwas weg von unserem Jeheimrath,
denn den Knallkopp hoert man eh mit seiner schneidenden Stimme uebern
janzen Tisch parlieren.

Nur den Knut, der eben wies aussieht auch da gewesen war, den habe ich
erst spaeter bei dem anderen Treffen "kennengelernt" besser bemerkt,
weil wir ein paar Worte wexelten. Aber auch dort in der Hofkneipe am
Hackschen Markt, bei dem spaeteren Treffen setzte ich mich am
entgegengesetzten Ende vom Tisch und hoerte den Ritter trotzdem noch
sehr gut rumbrabbeln.

Jo.
BGE

Boris Gerlach

unread,
Nov 2, 2012, 1:15:50 AM11/2/12
to
Das passier, wenn man sich direkt mitten auf den hackschen Markt stellt.

>

Und der Opatzen hatte eine Kiste Bier dabei, die ich
nicht mitnehmen konnte oder wollte, weil ich noch woanders hin wollte.
Und Kai Garlipp war wohl auch da und sah erstaunlich jung aus.
Kai, Junge wie hast Du Dich so gut gehalten,
Bist Du den Kippen und dem Suff abhold geblieben?

Also: Erinnerlich sind mir:
Garlipp
Ritter,
Ochdorf
Opatz
Ebert
Moebius
Prof. Tiessenhussen
Gerlach

Das war die illustre Runde um den Vatertag rum.
Es muss so 2009 oder was gewesen sein.

BGE

Peter Veith

unread,
Nov 2, 2012, 1:28:22 AM11/2/12
to
Am 02.11.2012 01:22, schrieb Matthias Opatz:

> Peter Veith gab zur Kenntnis:
>> Also richtig "Bowling"?
>
> Ja. Gebaut 1935 oder so - weil Bowling 1936 olympische
> Demonstrationssportart war.

Danke,
ich dachte schon, das wäre so neumodisches Zeugs ;)

Uwe Schickedanz

unread,
Nov 2, 2012, 2:33:25 AM11/2/12
to
On Fri, 02 Nov 2012 01:59:17 +0100, Martin Ebert <mx...@gmx.net>
wrote:

>Am 02.11.2012 00:05, schrieb Uwe Schickedanz:
>> Knut Ochdorf wrote:
>>> Na Gunther, hier tr�gt Dein Erinnerungsverm�gen. Die wenigsten
>>> Modellbahngesch�fte hatten etwas funktionierendes. Meist auch nur, damit
>>> man das fehlende Angebot kaschieren konnte.
>
>> Bei uns im Elektro-Queck fuhren immer etliche TT-Z�ge im Schaufenster
>> im Kreis rum.
>
>Daraus machen wir sofort ein fr�hliches "�berall fuhren Bahnen durch
>Schaufenster" - ok: Hinter diesen.

Martin, irgendwie bist Du schr�g drauf. Ich bringe ein Einzelbeispiel,
und Du...

>Ich erinnere mich an zwei Modellbahnanlagen, die eine im Hbf Halle,
>Haupthalle. Die andere in Hbf Leipzig, wohl die N-Halle.

Ich sprach aber von einem privaten Elektroladen in einer Gro�stadt,
und nicht von der AG junger Modelleisenbahner.

Christoph Maercker

unread,
Nov 2, 2012, 3:02:49 AM11/2/12
to
Guido Grohmann wrote:
> Also auf einigen Fotos ist alles andere als ein Schaufenster zu sehen.
> Eine Tᅵr, ein Schaukasten, Plakate und ein Kneipenfenster - damit die
> Klickstrecke lᅵnger und der Raum fᅵr sinnfreie Textblᅵcke umfangreicher
> wird. Die Texte neben den Bildern sind zum Teil vᅵlliger Schwachsinn.

Auf einem ist nur ein Fenster zu sehen. Solche Schilder a la "Wegen
ᅵberlastung geschlossen" gab es bei manchen Handwerkern des ᅵfteren zu
besichtigen. Insofern ist mir egal, dass sie kein echtes Schaufenster
zeigen.

> Schlangen am Zeitungskiosk - nie gesehen (oder doch! im Urlaub an der
> Ostsee, wenns die Wochenpost gab!). Daᅵ vorallem Donnerstag oder
> Freitags bestimmte Zeitungen verkauft worden sein sollen und an den
> anderen Tagen nur die Tageszeitungen zu kaufen waren muᅵ ebenfalls ins
> Reich der Mᅵrchen verwiesen werden.

Die Texte habe ich gar nicht erst gelesen. Die Westmedien meinten z.B.
zu DDR-Zeiten zu wissen, was dortige Lebensmittel kosten - und haben
etliche Preise falsch angegeben. Dabei hᅵtten sie selbige jederzeit von
den Verpackungen oder was man damals so bezeichnete, ablesen kᅵnnen.

> erscheinende Zeitungen mag das stimmen. Ich habe selber mal in den 80ern
> Zeitungskioske beliefert (mindestens 2 x 3 Wochen je 1987 und 1988 per
> Fahrrad ᅵbrigens). Bestimmte Druckerzeugenisse wurden eh gleich unterm
> Ladentisch gehandelt - danach stand keiner mehr an. So wuᅵte ich z.B.
> nicht, daᅵ an die Kaufhallen auch das Magazin geliefert wurde, da es
> dort praktisch nie verkauft wurde (die 5-10 Exemplare teilten sich die
> Verkᅵuferinnen).

Der Rest ging an Abonennten. ᅵhnlich war es zeitweise mit dem Mosaik.
Insofern hast Du recht, ausverkaufte Presseerzeugnisse waren die Regel,
Schlangen eher nicht. Wozu auch, alle ist alle.

>>> In Halle, Leipzig oder gar Berlin sahen
>>> die Schaufenster sicher etwas anders aus als in Rostock, aber insgesamt
>>> sind die Bilder nicht alle untypisch.
>>
>> Die richtig harten Bilder hatte er doch gar nicht: So ein typischer Dorf-
>> konsum auf dem Lande.
>
> Die hatten Schaufenster? Die hatten zwar oft ein grᅵᅵeres Fenster, aber
> selten eine Auslageflᅵche. Ich kenne aber eine Fernsehwerkstadt, die
> wenig sinnvollerweise ein Schaufenster hatte. Da standen oft die offenen
> Gerᅵte herum.

ACK, in Halle gab es auch so eine Bude, DLK oder wie die zum Schluss
hieᅵen. Keine Ahnung, arrogant bis zum geht nicht mehr, stolze Preise -
und Schaufenster. Denen "zuliebe" habe ich meine Tonbandgerᅵte und
Radios alle selbst repariert (oder halt nicht), war eine gute Grundlage
fᅵr den spᅵteren Beruf. :-)

> Beim Bᅵcker stand nur ein Schild mit dem Namen der
> Bᅵckerei im Fenster und bei einem ein "Donnerstags Speckkuchen" -Schild,

Nᅵ, manche hatten bischen mehr im Schaufenster.

> bei den Fleischern waren zwar groᅵe Fenster drin aber die hatten keine
> Auslageflᅵchen. Viele private Lᅵden hatten ᅵberhaupt keine Schaufenster,

... manche dafᅵr recht gut gestaltete, z.B. Schreibwaren-, Spielzeug-
und Buchhᅵndler sind mir in Erinnerung ...

> so der Uhrmacher, bei dem ich ᅵfter war oder die beiden Fahrradhᅵndler.
> Bei "Radio-Sander" in Dessau standen leere Radiogehᅵuse (als
> Ersatzteile) im Schaufenster und Bauelemente oder Bausᅵtze.

"Funkamateur" in Halle hatte sogar ziemlich groᅵes Sortiment im
Schaufenster. "Elektro-Schᅵtze" war zwei Nummern kleiner, dafᅵr
gediegene Auswahl.

> Das Bild mit dem Gemᅵseladen stimmt auffallend, wenn da nicht der

Die Auslagen von Obst- und Gemᅵselᅵden spiegelten ᅵbrigens gut die
Entwicklung der DDR wider. Aus den 1069ern habe ich ganz andere Auslagen
in Erinnerung als 10..20 Jahre spᅵter.

> Im Heimwerkerladen waren die Fenster auch immer voller
> verschiedenstem Zeug. Manchmal stand das einzige Produkt seiner Art im
> Schaufenster, wie der Polytronic-Baukasten, den ich mir dort gekauft habe.

So etwa. Dafᅵr gab es elementare Dinge wie Nᅵgel des ᅵfteren nicht.

> "Wir dekorieren neu" - das hatte ich vᅵllig vergessen. Beim Fenster mit
> dem Schild "wir kaufen an" dᅵrfte es sich um einen A&V-Laden gehandelt
> haben - der Text daneben ist vᅵllig witzlos.

Was dem Spiegel entgangen ist, sind Schilder "Wir stellen ein:". Oder
zeigen sie die absichtlich nicht? Wundern wᅵrde es mich nicht.

> Achso, damals wars auch nicht schwarz-weiᅵ, sondern durchaus bunt, bis
> auf die vergammelten grauen Fassaden.

Evtl. zeigen sie ja keine eigenen Fotos, sondern welche aus
DDR-Fotoalben u.ᅵ. Quellen. Dort war's mit Farbe Essig, da dominierte
Schwarz-Weiᅵ-Film. Einige Fotos scheinen mir >= 40 Jahre alt zu sein.
Die Jahreszahlen im Hintergrund dᅵrften kaum was mit dem Alter der Fotos
zu tun haben.
--


CU Chr. Maercker.

Peter Veith

unread,
Nov 2, 2012, 3:54:07 AM11/2/12
to
On 2 Nov., 02:33, Martin Ebert wrote:

> Im Grunde fehlt mir im Moment Peter:

Wie jetzt, ich?

> Es waren zwei divergierende Ziele - einerseits ging es um Versorgung,

ja.

> um die nicht zu werben war.

Wieder eine Frage der Definition:

- DDR - Werbung i.S. von Produktionformation -> ja.
Am Schluß gab es WIMRE sogar Kalorienangaben auf Pralinen. Eigentlich
ging es in der DDR nur um kostengünstige Verpackung und nicht um
Werbung im westlichen Sinne.

- DDR - Werbung i.S. von Käuferwerbung -> nein.
Wer das Produkt braucht, kauft es, wer nicht, läßt es. Es sollten
keine künstlichen Bedürfnisse geschaffen werden. Hier sollte zudem
beachtet werden, daß es die klassische (Fernseh- oder Schaufenster-)
Werbung nur für homogene Güter gibt. Die so beworbenen Produkte einer
Sorte unterscheiden sich in den Gebrauchseigenschaften kaum. Auch auf
die Gefahr, daß nun einige vom Glauben abfallen: Kein Waschmittel
wäscht weißer als weiß!

> Andererseits ging es um Kaufkraftabschöpfung,

Hier ist mir primär nur der Münzhandel in Erinnerung oder man rechnet
die "überhöhten" Preise für Luxusartikel hinzu.

> dieser Bereich des DDR-"Handels" hat es aber nur selten geschafft,

Das scheint ein ungelösten Problem _jeder_ Geldwirtschaft zu sein, daß
irgendwann deutlich mehr Geld im Umlauf als durch Waren gedeckt ist.
Ist heute genauso, nur viel dramatischer. Die "Lösung" werden wir wohl
(wieder) miterleben "dürfen" :(

> eine wirklich gute Schaufenster-Präsentation hinzukriegen:

Ach, das meintes Du.

Es wurde doch bereits darauf hingewiesen, daß es etwas "schräg" ist,
DDR / BRD im Bereich des Konsums und dann noch beim bewerben von
Produkten zu vergleichen. Daß die DDR hier nicht konkurrenzfähig war,
weiß offenbar auch der letzte SPON-Praktikant.

Tip:
Die BRD-Arbeitsteams würden im Vergleich zu DDR-Kollektiven im
GeiKuLei resp. sozialistischen Wettbewerb völlig alt aussehen. Hast Du
Dir schon einmal ein _heutiges_ Brigadebuch angesehen? ;)

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter

Ronald Konschak

unread,
Nov 2, 2012, 4:19:59 AM11/2/12
to
Martin Ebert <mx...@gmx.net> schrieb:
> Am 02.11.2012 01:24, schrieb Matthias Opatz:
>> Martin Ebert gab zur Kenntnis:
>
>>> Genau so sahen Schaufenster aus;
>
>> Jein. Solche Schaufenster waren üblich, aber nicht alle waren so.
>
> Wieviel Prozent waren besser?
> Wieviel Prozent waren schlechter?
>
> Locker aus der Hand: Der Autor hat die wirklich schlechten
> Schaufenster gar nicht veröffentlicht.

Die Frage ist nicht, ob es so aussah oder nicht. Würdest Du
die Fotos einem Ossi zeigen und fragen, ob Schaufenster in
der DDR so aussahen, wirst Du mit Sicherheit ein "Ja" hören.
Ich würde Dich vielleicht darauf hinweisen, daß die Schau-
fensterdekoration des Dresdner CENTRUM-Warenhauses zu
Weihnachten ausnehmend hübsch war, mit beweglichen Szenen
aus Grimms Märchen u.dgl. Das problematische an der Serie
sind die Bildtexte. Da steckt soviel Abneigung drin, das
ist widerlich. In seinem Haß hat der Autor nicht mal bemerkt,
das ein Laden offenbar leer und ungenutzt ist.

Auch wer den Lehrgang "Lügen mit Bildern" nicht belegt hat
sollte nach 22 Jahren mitbekommen haben, wie das geht. Ein
Paradebeispiel hat, wer hätte das gedacht, die BILD-Zeitung
im Zusammenhang mit den Protesten gegen Stuttgart 21
geliefert. Bei der Einführung des Wasserwerfers 10000 zeigte
jenes Blatt ein Foto desselben unter der Überschrift "Extra-
starker Wasserwerfer für die Polizei". Nachdem man in Stuttgart
einen Demonstranten mittels Wasserwerfer blind geschossen
hatte, brachte die Zeitung dasselbe Foto mit dem Titel
"Polizei kauft neue Sanft-Wasserwerfer". Der Bildtext soll
dem Leser eine Meinung suggerieren, die dem Autor bzw. seinem
Auftraggeber paßt. Also: Aufgepaßt beim Medienkonsum, auch
authentische Bilder können lügen.

> DDR-"Handels"

Deine "Argumente" kommen mir seltsam vor. Schreibt man in
Deinen Kreisen DDR auch bald wieder in Gänsefüßchen?

Ronald.

--
Rock, paper, scissors -
Which one is it? It's your decision
And no matter what you choose,
you gonna live it!

Kai Garlipp

unread,
Nov 2, 2012, 5:44:26 AM11/2/12
to
On 01.11.2012 23:15, Knut Ochdorf wrote:
> Heute stellt man auch keine Zahlen ins Schaufenster.

Nur solange bis die Abmahnung kommt, denn auch das Bundesverfassungsgericht
verlangt eine Preisauszeichnung im Schaufenster - egal wie exklusiv und teuer
die Waren sind (1 BvR 476/10).

> Der letzte Modellbahnladen,
> der das gemacht hatte, wurde prompt ein Opfer von Ladendiebstahl. Ansonsten
> wirbst man lieber mit Ware.

Dann aber nur mit Waren die nicht verk�uflich ist oder keinen Preis hat.

Bye Kai


Kai Garlipp

unread,
Nov 2, 2012, 5:54:00 AM11/2/12
to
On 02.11.2012 02:15, Martin Ebert wrote:

>>> Die richtig harten Bilder hatte er doch gar nicht: So ein typischer Dorf-
>>> konsum auf dem Lande.
>
>> Die hatten Schaufenster?
>
> Drei gro�e dieser Art: Der typische Dorfkonsum war ein Typbau.

Allenfalls als reiner Neubau, wobei dann auch noch zu untersuchen w�re ob diese
Typbauten bezirksspezifisch waren.

Sonst hast du als Dorfkonsum alles gehabt was ein Dach dr�ber hatte. Also vom
Wohnhaus (wo schon fr�her ein Kr�merladen drin war oder ein entsprechend gro�er
Raum im Erdgescho� vorhanden war) �ber irgendwelche umgebauten ehemalige
Wirtschaftgeb�ude bis halt hin zu den Neubauten.

Bye Kai

Christoph Maercker

unread,
Nov 2, 2012, 7:36:02 AM11/2/12
to
Ronald Konschak wrote:
[DDR-"Handel"]
>
> Deine "Argumente" kommen mir seltsam vor. Schreibt man in
> Deinen Kreisen DDR auch bald wieder in Gänsefüßchen?

Die DDR gab es. Ob man die Art und Weise des Warenaustausches in jenem
Ländchen als Handel bezeichnen kann, ist eine andere Sache ...
--


CU Chr. Maercker.

kueh...@front.ru

unread,
Nov 2, 2012, 7:39:39 AM11/2/12
to
Knut Ochdorf gab zu Bedenken:
Also Dresden:
Rathaus, der Staatliche hatte Anlage im Schaufenster.
Schillerplatz hatte Anlage im Schaufenster.
Koncordienplatz
Anlage im Schaufenster. ( zu mindestens in einem, die hatten ja noch
Bastelbedarf)
Puppenlager. meist auch was funktionierendes im Schaufenster.
Alaunstr.!!! da hast du Recht die hatten auch kein richtiges Schaufenster.
Radebeul da war auch eine Anlage drin.

mehr kenne ich nicht in der Umgebend von Dresden.
In einem Fall hast du recht.
Und der Rest???
Spielwaren lᅵden in allgemeinen.
Wen ich mir so mal hier in Darmstadt den grᅵᅵten anschaue ( faix) das
verleidet nicht gerade zum kaufen.


MfG



--
Irgendwann emulieren wir euch alle.

Knut Ochdorf

unread,
Nov 2, 2012, 7:53:05 AM11/2/12
to
Boris Gerlach schrieb:

> Nur den Knut, der eben wies aussieht auch da gewesen war, den habe ich
> erst spaeter bei dem anderen Treffen "kennengelernt" besser bemerkt,
> weil wir ein paar Worte wexelten. Aber auch dort in der Hofkneipe am
> Hackschen Markt, bei dem spaeteren Treffen setzte ich mich am
> entgegengesetzten Ende vom Tisch und hoerte den Ritter trotzdem noch
> sehr gut rumbrabbeln.

Siehst, weil ich etwas später kam, blieb mir nur der Ehrenplatz neben
dem Herrn Ritter. Kein Wunder, daß ich da nicht beachtet wurde.

Knut

Knut Ochdorf

unread,
Nov 2, 2012, 8:15:36 AM11/2/12
to
kueh...@front.ru schrieb:

>>kueh...@front.ru schrieb:
>>
>>
>>
>>>Wen ich mir so die Modelleisenbahngeschᅵfte in Dresden zu DDR Zeiten und
>>>heute vergleiche.
>>>Hᅵtte die DDR gewonnen.
>>> Warum:
>>>Nichts funktionierende mehr im Schaufenster nur noch Zahlen.

> Also Dresden:
> Rathaus, der Staatliche hatte Anlage im Schaufenster.

In einem. In den anderen beiden war aber oft gᅵhnende Leere.

> Schillerplatz hatte Anlage im Schaufenster.
> Koncordienplatz
> Anlage im Schaufenster. ( zu mindestens in einem, die hatten ja noch
> Bastelbedarf)
> Puppenlager. meist auch was funktionierendes im Schaufenster.

Aber keine Modellbahnanlage.

Dann gab es ja auch noch je einen Laden in der Friebelstraᅵe und der
Wilhelm-Franke-Straᅵe...

> Alaunstr.!!! da hast du Recht die hatten auch kein richtiges Schaufenster.
> Radebeul da war auch eine Anlage drin.

Aber auch erst nach dem Umzug von der Meissner auf die Bahnhofstraᅵe.

> mehr kenne ich nicht in der Umgebend von Dresden.
> In einem Fall hast du recht.
> Und der Rest???
> Spielwaren lᅵden in allgemeinen.
> Wen ich mir so mal hier in Darmstadt den grᅵᅵten anschaue ( faix) das
> verleidet nicht gerade zum kaufen.

Da kᅵnnte ich sofort ein Gegenbeispiel aus Mainz bringen.

Knut

Guido Grohmann

unread,
Nov 2, 2012, 9:49:35 AM11/2/12
to
Martin Ebert schrieb:
> Am 01.11.2012 21:29, schrieb Guido Grohmann:
>> Martin Ebert schrieb:
>>> Das machte meine Verblüffung in der hiesigen Diskussion aus:
>>> Genau so sahen Schaufenster aus; das ist eine durchaus repräsentative
>>> Auswahl. Mir erscheint interessant, wie schnell vergessen wird.
>
>> Also auf einigen Fotos ist alles andere als ein Schaufenster zu sehen.
>> Eine Tür, ein Schaukasten, Plakate und ein Kneipenfenster - damit die
>
> So sah die DDR aber aus.

Aber das waren nun mal KEINE Schaufenster.

>> Schlangen am Zeitungskiosk - nie gesehen
>
> Du warst halt auch nie Donnerstag (?) früh in Leipzig/Hbf.
> Oder in ... ach vergessen wir das: Wo Verkehr war, standen die Leute
> nach der Wochenpost an.

Hab ich doch geschrieben: Ostsee, im Urlaub, Wochenpost. Sonst nie
gesehen. Und stimmt, ich war zwar gelegentlich auf dem Leipziger HBF,
aber bestimmt nicht früh.

>> Allenfalls für wöchentlich erscheinende Zeitungen mag das stimmen.
>
> Tja.
>
>> Bestimmte Druckerzeugenisse wurden eh gleich unterm
>> Ladentisch gehandelt - danach stand keiner mehr an.
>
> Das sagst Du aber besser nicht laut:
> Vorhin war hier noch Gänseblümchenland.
> Und der Artikelschreiber stinkeblöd.

Modelleisenbahner? Gabs nicht.
Magazin? Seltenst.
Mosaik? Ich habe zwar alle am Kiosk bekommen, aber manchmal waren die
nach 2 Tagen aus. Keine Ahnung, warum.
NL? mußte man dazukommen oder 'nen Tipp bekommen haben.

>>> Die richtig harten Bilder hatte er doch gar nicht: So ein typischer Dorf-
>>> konsum auf dem Lande.
>
>> Die hatten Schaufenster?
>
> Drei große dieser Art: Der typische Dorfkonsum war ein Typbau.

Typisch war irgendein runtergekommener Altbau, oder die haben 2 Fenster
wohl gleich zugemauert. Hatte etwa den Charme eines heutgen Spätis.

>> Die hatten zwar oft ein größeres Fenster, aber
>> selten eine Auslagefläche.
>
> Sagte ich nicht schon, dass das ganz schwer fotografiert ging?
> Doch, sagte ich schon: Da war nix. Oft war das abgehängt.

Übrigens haben heute Lebensmittelläden oft auch keine Auslagen in den
Fenstern. Du kannst dir dazu jeden Aldi oder Lidl hier im Umkreis
ansehen. Und wie gesagt, es geht um Schaufenster - nicht das Angebot im
Laden!

> Da machte sich niemand die Mühe, irgendwas zu dekorieren:
> Du von's Dorf, Du bei mir einkaufen.

Hier Aldi-du einkaufen.

>
>> Das Bild mit dem Gemüseladen stimmt auffallend, wenn da nicht der
>> Schwachsinn mit dem Fähnchentext wäre.
>
> Ich habe den Fehler gemacht, nichts zu fotografieren.
> Sowas gab es in den abstrusesten Situationen.

Daß ein Gemüsehändler Fähnchen verkauft hat, wie der Text behauptet?
Mach dich nicht lächerlich - die haben noch nicht mal son Teil
verschenkt im Gemüseladen, die Dinger wurden im nächsten Jahr/zum
nächsten Feiertag wieder benutzt.

>
>> "Wir dekorieren neu" - das hatte ich völlig vergessen.
>
> Man erkennt an den Schriftarten übrigens, wann die DEWAG am
> Werke war: Das sind wenige, prägnante Schriftarten, nicht ungefällig.

Irgendwie sahen die (bis auf handgeschriebene) für mich immer gleich
aus, dachte, die werden auch irgendwo in Massen hergestellt.

> Problem bei der Nummer war, dass das Geschäft das abhängen
> musste - und dann irgendwann später die DEWAG antrat.

Bitte erklären.

>> Beim Fenster mit
>> dem Schild "wir kaufen an" dürfte es sich um einen A&V-Laden gehandelt
>> haben - der Text daneben ist völlig witzlos.
>
> Da ist aus meiner Sicht der ganz große Schnitzer der Fotoserie.

Na wenigstens sind wir uns hier einig.

>> Achso, damals wars auch nicht schwarz-weiß, sondern durchaus bunt, bis
>> auf die vergammelten grauen Fassaden.
>
> Ach komm.
> Wirkliche Signalfarben konnte die DDR nicht. Oder wollte nicht.
> Diese Schriftzüge waren alle in der schaumgebremsten Abteilung.

Stopp. Ich meinte die Fotos selber. Selbst wenn man annimmt, daß der
"Fotograf" nur s/w-Filme zur Verfügung hatte oder sich Farbe nicht
leisten wollte/konnte, erzeugen s/w-Fotos immer eine besondere Wirkung.
Heute, wo alles Quitschbunt ist, erzeugt das erstmal das Signal "alt,
rückständig", was dann meist sofort auf den Bildinhalt übertragen wird.
Ein ganz mieser Verteter dieser Art ist der Sepia-Effekt.

Giudo

kueh...@front.ru

unread,
Nov 2, 2012, 11:11:50 AM11/2/12
to
Knut Ochdorf gab zu Bedenken:

> kueh...@front.ru schrieb:
>
>>>kueh...@front.ru schrieb:
>>>
>>>
>>>
>>>>Wen ich mir so die Modelleisenbahngeschäfte in Dresden zu DDR Zeiten und
>>>>heute vergleiche.
>>>>Hätte die DDR gewonnen.
>>>> Warum:
>>>>Nichts funktionierende mehr im Schaufenster nur noch Zahlen.
>
>> Also Dresden:
>> Rathaus, der Staatliche hatte Anlage im Schaufenster.
>
> In einem. In den anderen beiden war aber oft gähnende Leere.
>
>> Schillerplatz hatte Anlage im Schaufenster.
>> Koncordienplatz
>> Anlage im Schaufenster. ( zu mindestens in einem, die hatten ja noch
>> Bastelbedarf)
>> Puppenlager. meist auch was funktionierendes im Schaufenster.
>
> Aber keine Modellbahnanlage.

Muss ich widersprechen.
Das war von 83 bis 84 mein Streifenbereich.
da war im rechten Schaufenster eben ab und an auch eine Bahn aufgebaut.
nur war die eben mit Puppen oder Anderen versehen die da mitfuhren.




> Dann gab es ja auch noch je einen Laden in der Friebelstraße und der
> Wilhelm-Franke-Straße...
sagt mir nichts.


>> Alaunstr.!!! da hast du Recht die hatten auch kein richtiges
>> Schaufenster.
>> Radebeul da war auch eine Anlage drin.
>
> Aber auch erst nach dem Umzug von der Meissner auf die Bahnhofstraße.
Wie heißt die Hauptstr. in Radebeul??
Da wo die Strab lang fährt, der hatte ein Signal als Reklame da stehen.
Ich rede von DDR Zeiten.
Aber wo du es sagst, es gab noch einen ganz unten fast vorm Bahnhof auf der
linken Seite Richtung Bahnhof.
Aber an den kann ich mich kaum erinnern.
Radio Quelle hatte ja früher auch Modellbahn im Schaufenster.


>> mehr kenne ich nicht in der Umgebend von Dresden.
>> In einem Fall hast du recht.
>> Und der Rest???
>> Spielwaren läden in allgemeinen.
>> Wen ich mir so mal hier in Darmstadt den größten anschaue ( faix) das
>> verleidet nicht gerade zum kaufen.
>
> Da könnte ich sofort ein Gegenbeispiel aus Mainz bringen.

So wie eben überall die DDR war nicht überall gleich Heutzutage das selbe.
Aber daraus den Leuten einzureden es gab nur solche Schaufenster ist schon
ein bissel, sagen wir mal,
Hinterfotzig.( um nicht das Wort Verlogen, wie alles zu gebrauchen.)
Aber das wundert mich z.B. nach diesem Artikel kaum.
http://www.stern.de/politik/deutschland/schnauze-wessi-faelscher-blender-
schwindel-westler-1918249.html

Erinnert mich bissel an den Witz mit dem 13 Jahr beim Abbi.
MfG

Gunter

Martin Ebert

unread,
Nov 2, 2012, 11:17:20 AM11/2/12
to
Am 02.11.2012 09:19, schrieb Ronald Konschak:
> Martin Ebert <mx...@gmx.net> schrieb:
>> Am 02.11.2012 01:24, schrieb Matthias Opatz:
>>> Martin Ebert gab zur Kenntnis:

>> DDR-"Handels"

> Deine "Argumente" kommen mir seltsam vor.

Du hast damals nicht aufgepasst: Die DDR legte Wert darauf
und sagte ganz offen, dass nicht gehandelt würde, sondern
versorgt.

Mt

Christoph Maercker

unread,
Nov 2, 2012, 11:56:48 AM11/2/12
to
Martin Ebert wrote:
> Du hast damals nicht aufgepasst: Die DDR legte Wert darauf
> und sagte ganz offen, dass nicht gehandelt würde, sondern
> versorgt.

Wie das in der Praxis funktionierte, hat dereinst das Hallesche Kabarett
"Kiebitzensteiner" mit einem Würfelbecher sehr schön vorgeführt. :-)
--


CU Chr. Maercker.

Florian Ritter

unread,
Nov 2, 2012, 1:22:54 PM11/2/12
to
On 2 Nov., 06:02, Boris Gerlach <drstrange2...@t-online.de> wrote:

> Natuerlich war ich da, Du saszest mir gegenueber oder neben mir,
> jedenfalls dichte bei wie man so zu saren pflecht.
> Ich setze mich auch immer etwas weg von unserem Jeheimrath,
> denn den Knallkopp hoert man eh mit seiner schneidenden Stimme uebern
> janzen Tisch parlieren.
>
> Nur den Knut, der eben wies aussieht auch da gewesen war, den habe ich
> erst spaeter bei dem anderen Treffen "kennengelernt" besser bemerkt,
> weil wir ein paar Worte wexelten. Aber auch dort in der Hofkneipe am
> Hackschen Markt, bei dem spaeteren Treffen setzte ich mich am
> entgegengesetzten Ende vom Tisch und hoerte den Ritter trotzdem noch
> sehr gut rumbrabbeln.

Ein klares Kommandoorgan ist in meiner Familie im Mannesstamme erblich
- FR

Florian Ritter

unread,
Nov 2, 2012, 1:25:01 PM11/2/12
to
On 2 Nov., 12:53, Knut Ochdorf <KnutOchd...@web.de> wrote:

> > Nur den Knut, der eben wies aussieht auch da gewesen war, den habe ich
> > erst spaeter bei dem anderen Treffen "kennengelernt" besser bemerkt,
> > weil wir ein paar Worte wexelten. Aber auch dort in der Hofkneipe am
> > Hackschen Markt, bei dem spaeteren Treffen setzte ich mich am
> > entgegengesetzten Ende vom Tisch und hoerte den Ritter trotzdem noch
> > sehr gut rumbrabbeln.
>
> Siehst, weil ich etwas sp ter kam, blieb mir nur der Ehrenplatz neben
> dem Herrn Ritter. Kein Wunder, da ich da nicht beachtet wurde.

Immerhin erhellt aus den wirren Einlassungen Gerlachens, daß es sich
bei ihm um einen tragischen Fall von Frühsenilität handelt - FR

Florian Ritter

unread,
Nov 2, 2012, 1:33:40 PM11/2/12
to
On 1 Nov., 21:38, Matthias Kohrs <Matthias.Ko...@t-online.de> wrote:

> >> Aber auch nur als Aufnahmeort der Schaufenster - ohne dabei irgendwas von der
> >> Stadt oder so zu zeigen.
>
> > In unerwünschten Reflexionen schon, ein geübter Photograph war der
> > Knipsende nicht: ohne Polfilter frontal draufgehalten.
>
> Man könnte es als Konzept verkaufen, Streetfotografie ungefiltert, um
> die Stadt zu zeigen ohne sie zu zeigen... der Kommentator hätte (wenns
> ihm aufgefallen wäre) wahrscheinlich darauf hingewiesen daß insbesondere
> Polfilter quasi nicht zu bekommen usw.

Doch gabs, überhaupt sehr viel an Fotozubehör - ich hatte als Schüler
ein Labor und kam durch dieses einiges an Zubrot rein, insonderheit,
da Kopierer für den Normalmenschen nicht zugänglich waren, sodaß ich
ganze Bände der Staatsbibliothek auf Dokumentenfilm nahm, den gab es
in 20 m-Rollen (man konnte per Einschub den Vergrößerungsapparat in
eine Kamera verwandeln).

FR

Florian Ritter

unread,
Nov 2, 2012, 1:39:30 PM11/2/12
to
On 1 Nov., 20:46, "Wolfgang P u f f e" <vitac...@hotmail.com> wrote:

> > Da der Autor bei Rostock fotografierte, würde vielleicht noch ein Ort am
> > (damaligen) Beginn der A19, Grenze Hafen in Frage kommen.
>
> Steht doch neben dem Bild:
> Ostseebad Ahrenshoop: Für einen hoteleigenen Intershop für die Gäste des
> Kurhauses reichte die Kapazität nicht aus. So wurde dieser Intershop-Kiosk
> für einige Genussmittel am Parkplatz eingerichtet.

Ich war zum erstenmal wieder März oder April 1990 in A'hoop und da
stand auf dem Parkplatz gegenüber dem Kurhaus mit Sicherheit keine
Baulichkeit. Kurios war mir das Frühstücksbüfett im Kurhaus: jede
Scheibe Wurst, Käse &c. wurde an der Kasse einzeln berechnet - FR

kueh...@front.ru

unread,
Nov 2, 2012, 2:08:43 PM11/2/12
to
Florian Ritter gab zu Bedenken:
jaja die ausreden kennen wir Kopiere ja ja
aber eben bloß nichts aus der Bibliothek.
( Oder war das im Norden nicht soo verbreitet.
Pornos Kopieren, abgeben ging schlecht, kam nie zurück :( )

MfG

Knut Ochdorf

unread,
Nov 2, 2012, 2:25:18 PM11/2/12
to
kueh...@front.ru schrieb:

>>>Puppenlager. meist auch was funktionierendes im Schaufenster.
>>
>>Aber keine Modellbahnanlage.
>
>
> Muss ich widersprechen.
> Das war von 83 bis 84 mein Streifenbereich.
> da war im rechten Schaufenster eben ab und an auch eine Bahn aufgebaut.
> nur war die eben mit Puppen oder Anderen versehen die da mitfuhren.

Na gut. 1983 war ich da nicht mehr. Ich kenne den Laden nur aus dem 60er
und 70er Jahre. Danach kam ich nur noch bis zur Ecke
Oschatzer-/B�rgerstra�e und dann die Oschatzer Str Richtung Leipziger Str.


>>Aber auch erst nach dem Umzug von der Meissner auf die Bahnhofstra�e.
>
> Wie hei�t die Hauptstr. in Radebeul??
> Da wo die Strab lang f�hrt, der hatte ein Signal als Reklame da stehen.
> Ich rede von DDR Zeiten.

Ich auch! Der Laden war anfangs auf der Meissner (Wilhelm-Pieck-) Stra�e
in H�he der Einm�ndung der Gellertstra�e. Die sind dann sp�ter in die
Ernst-Th�lmann-Stra�e (heute Hauptstra�e) in Bahnhofsn�he gezogen.

> Aber wo du es sagst, es gab noch einen ganz unten fast vorm Bahnhof auf der
> linken Seite Richtung Bahnhof.
> Aber an den kann ich mich kaum erinnern.
> Radio Quelle hatte ja fr�her auch Modellbahn im Schaufenster.

Wo war der?

> So wie eben �berall die DDR war nicht �berall gleich Heutzutage das selbe.
> Aber daraus den Leuten einzureden es gab nur solche Schaufenster ist schon
> ein bissel, sagen wir mal,
> Hinterfotzig.( um nicht das Wort Verlogen, wie alles zu gebrauchen.)
> Aber das wundert mich z.B. nach diesem Artikel kaum.
> http://www.stern.de/politik/deutschland/schnauze-wessi-faelscher-blender-
> schwindel-westler-1918249.html

Es fehlen in der Tat die Bilder gut gestalteter Gesch�fte, die es ja
auch gab.

Knut

kueh...@front.ru

unread,
Nov 2, 2012, 2:58:26 PM11/2/12
to
Knut Ochdorf gab zu Bedenken:

> kueh...@front.ru schrieb:
>
>>>>Puppenlager. meist auch was funktionierendes im Schaufenster.
>>>
>>>Aber keine Modellbahnanlage.
>>
>>
>> Muss ich widersprechen.
>> Das war von 83 bis 84 mein Streifenbereich.
>> da war im rechten Schaufenster eben ab und an auch eine Bahn aufgebaut.
>> nur war die eben mit Puppen oder Anderen versehen die da mitfuhren.
>
> Na gut. 1983 war ich da nicht mehr. Ich kenne den Laden nur aus dem 60er
> und 70er Jahre. Danach kam ich nur noch bis zur Ecke
> Oschatzer-/B�rgerstra�e und dann die Oschatzer Str Richtung Leipziger Str.
>
>
>>>Aber auch erst nach dem Umzug von der Meissner auf die Bahnhofstra�e.
>>
>> Wie hei�t die Hauptstr. in Radebeul??
>> Da wo die Strab lang f�hrt, der hatte ein Signal als Reklame da stehen.
>> Ich rede von DDR Zeiten.
>
> Ich auch! Der Laden war anfangs auf der Meissner (Wilhelm-Pieck-) Stra�e
> in H�he der Einm�ndung der Gellertstra�e. Die sind dann sp�ter in die
> Ernst-Th�lmann-Stra�e (heute Hauptstra�e) in Bahnhofsn�he gezogen.
>
>> Aber wo du es sagst, es gab noch einen ganz unten fast vorm Bahnhof auf
>> der linken Seite Richtung Bahnhof.
>> Aber an den kann ich mich kaum erinnern.
>> Radio Quelle hatte ja fr�her auch Modellbahn im Schaufenster.
>
> Wo war der?
Schweriner str.
Sp�tterz hatten die nur noch Elektronik und Zubeh�r.
>
>> So wie eben �berall die DDR war nicht �berall gleich Heutzutage das
>> selbe.
>> Aber daraus den Leuten einzureden es gab nur solche Schaufenster ist
>> schon
>> ein bissel, sagen wir mal,
>> Hinterfotzig.( um nicht das Wort Verlogen, wie alles zu gebrauchen.)
>> Aber das wundert mich z.B. nach diesem Artikel kaum.
>> http://www.stern.de/politik/deutschland/schnauze-wessi-faelscher-blender-
>> schwindel-westler-1918249.html
>
> Es fehlen in der Tat die Bilder gut gestalteter Gesch�fte, die es ja
> auch gab.
Richtig
Und wen ich meine Erinnerung nicht t�uscht, waren das meist die Privaten.
Die sich eben mehr M�he als HO und Konsum gaben.
In dem Zusammenhang f�llt mir Kaufhaus Renner ein.

Wen man schlau gewesen w�re, h�tte man gerade dieses Argument F�r die
Marktwirtschaft mit eingebaut.
Aber so wirkt es nur Platt.

Lars Gebauer

unread,
Nov 2, 2012, 3:23:08 PM11/2/12
to
* Martin Ebert:
> Du hast damals nicht aufgepasst: Die DDR legte Wert darauf
> und sagte ganz offen, dass nicht gehandelt würde, sondern
> versorgt.

Für was stand nochmal das H in HO? Oder in BHG?

Knut Ochdorf

unread,
Nov 2, 2012, 3:43:27 PM11/2/12
to
kueh...@front.ru schrieb:

>>>Radio Quelle hatte ja fr�her auch Modellbahn im Schaufenster.
>>
>>Wo war der?
>
> Schweriner str.
> Sp�tterz hatten die nur noch Elektronik und Zubeh�r.

OK. Das war dann vor meiner Modellbahnzeit.

>>Es fehlen in der Tat die Bilder gut gestalteter Gesch�fte, die es ja
>>auch gab.
>
> Richtig
> Und wen ich meine Erinnerung nicht t�uscht, waren das meist die Privaten.
> Die sich eben mehr M�he als HO und Konsum gaben.
> In dem Zusammenhang f�llt mir Kaufhaus Renner ein.

Dieser These w�rde ich mitgehen. Das lag aber teilweise auch an dem
Sortiment: Ein privater Obst- und Gem�seh�ndler hatte weniger dekoriert
als ein staatliches Bekleidungsgesch�ft.

> Wen man schlau gewesen w�re, h�tte man gerade dieses Argument F�r die
> Marktwirtschaft mit eingebaut.
> Aber so wirkt es nur Platt.

Nicht nur deswegen.

Knut

Ronald Konschak

unread,
Nov 2, 2012, 6:08:09 PM11/2/12
to
Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de> schrieb:
Vergleiche mal die Suchergebnisse für die Stichworte Handel und
Versorgung auf ddr-wissen.de. Beim zweiten greift eine Volltext-
suche, dafür gibts keinen Artikel. :-))

Ronald Konschak

unread,
Nov 2, 2012, 5:54:14 PM11/2/12
to
kueh...@front.ru schrieb:
> Knut Ochdorf gab zu Bedenken:
>
>> kueh...@front.ru schrieb:
>>
>>>>Aber auch erst nach dem Umzug von der Meissner auf die Bahnhofstraße.
>>>
>>> Wie heißt die Hauptstr. in Radebeul??
>>> Da wo die Strab lang fährt, der hatte ein Signal als Reklame da stehen.
>>> Ich rede von DDR Zeiten.

Radio-Domann

>> Ich auch! Der Laden war anfangs auf der Meissner (Wilhelm-Pieck-) Straße
>> in Höhe der Einmündung der Gellertstraße. Die sind dann später in die
>> Ernst-Thälmann-Straße (heute Hauptstraße) in Bahnhofsnähe gezogen.

Modellbahn Grundkötter heißt er heute. Einer der besten Läden
die ich kenne.

>> Es fehlen in der Tat die Bilder gut gestalteter Geschäfte, die es ja
>> auch gab.
> Richtig
> Und wen ich meine Erinnerung nicht täuscht, waren das meist die Privaten.
> Die sich eben mehr Mühe als HO und Konsum gaben.
> In dem Zusammenhang fällt mir Kaufhaus Renner ein.

Mensch Gunter, alter Knabe, Du hast das Kaufhaus Renner noch live
gesehen? Ich bin sprachlos. Erzähl mal davon, auch wenns offtopic
ist. ;-)

Vinzent Höfler

unread,
Nov 2, 2012, 6:38:40 PM11/2/12
to
Ronald Konschak <dl1...@darc.de> wrote:

> Mensch Gunter, alter Knabe, Du hast das
> Kaufhaus Renner noch live gesehen?

Jetzt muß ich mal kurz blöd fragen. Das war das Kaufhaus Ecke
Oschatzer-/Konkordienstraße?


Vinzent.

Ronald Konschak

unread,
Nov 2, 2012, 7:04:11 PM11/2/12
to
Vinzent Höfler <0439279208b62c95...@t-domaingrabbing.de> schrieb:
Das war das Kaufhaus HAWA, vormals Woolworth.
Message has been deleted

André Grafe

unread,
Nov 2, 2012, 8:25:23 PM11/2/12
to
Am 02.11.2012 22:54, schrieb Ronald Konschak:
> kueh...@front.ru schrieb:

>> Und wen ich meine Erinnerung nicht täuscht, waren das meist die Privaten.
>> Die sich eben mehr Mühe als HO und Konsum gaben.
>> In dem Zusammenhang fällt mir Kaufhaus Renner ein.
>
> Mensch Gunter, alter Knabe, Du hast das Kaufhaus Renner noch live
> gesehen? Ich bin sprachlos. Erzähl mal davon, auch wenns offtopic
> ist. ;-)
>
> Ronald.
>
Treffer, versenkt! ;) Ich denke Gunther meint das Kaufhaus Günther in
Niedersedlitz. So alt das er das Kaufhaus Renner noch live erlebt hätte
ist er wohl doch nicht.

André

--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
http://www.boincstats.com/signature/user_117365.gif

Matthias Kohrs

unread,
Nov 2, 2012, 8:52:25 PM11/2/12
to
Am 02.11.2012 18:33, schrieb Florian Ritter:
> On 1 Nov., 21:38, Matthias Kohrs <Matthias.Ko...@t-online.de> wrote:

>> die Stadt zu zeigen ohne sie zu zeigen... der Kommentator h�tte (wenns
>> ihm aufgefallen w�re) wahrscheinlich darauf hingewiesen da� insbesondere
>> Polfilter quasi nicht zu bekommen usw.
>
> Doch gabs, �berhaupt sehr viel an Fotozubeh�r - ich hatte als Sch�ler

Ja, das wei� ich, dem w�r's aber wahrscheinlich Wurst gewesen. Fotozeug
geh�rte IMHO zu den Sachen die man als Tourist nicht ausf�hren durfte,
genauso wie Musikinstrumente. Die Praktica war auch im Westen als
Einsteigerkamera beliebt, gab's zum Beispiel bei Foto Quelle.

CYA! Matthias

Martin Ebert

unread,
Nov 2, 2012, 9:24:24 PM11/2/12
to
Am 31.10.2012 18:54, schrieb Peter Veith:
>>> Peter Veith gab zur Kenntnis:
>>>> Wieviel Bowlingbahnen gab es eigentlich in der DDR?
[...]
> Richtig, in der letzteren war ich auch mal ... könnte es Anfang der
> 1980ern eine Aktion alá "Bezirkshauptstätte brauchen Bowlingbahnen!"
> gegeben haben?

Ganz grob sieht's so aus.

Leipzig hatte eine, in einem Kellergeschoss oder Bunker.
Ich begebe mich auf glattes Eis: Die müsste eher spät eingeweiht worden
sein und dann nach der Wende nochmal ganz kurz durchgestartet sein.
Und dann ... naja, wie's zu der Zeit so war.

Mir fehlen die richtigen Suchbegriffe; in irgend einem Bunkerforum wurde
das mal abgehandelt.

Soweit man meine Kreisstadt mit einem durchaus respektablen Neubau-
gebiet nimmt, dann war dort eher eine andere Version am Start:
Ein einetagiger Restaurant-Typbau, der Keller als Kegelbahn mit
automatischer Kegelaufstellung ausgebildet.

Mt

Martin Ebert

unread,
Nov 2, 2012, 9:32:34 PM11/2/12
to
Am 02.11.2012 06:15, schrieb Boris Gerlach:
> On 11/02/12 01:49, Martin Ebert wrote:
>> Herr M�bius,
>> warst Du besoffen?

Der ist gaaanz leise. ;-)

> Und Kai Garlipp war wohl auch da und sah erstaunlich jung aus.

Der spielte auf einem SmartPhone. Dieser Begriff wurde aber erst
sp�ter erfunden.

> Also: Erinnerlich sind mir:

Mich deucht, dass Endres dabei war?

Und der -Mensch, wie hei�t der noch?- also der mit der ex, die
hier vor vielen Jahren auch mal dafd aufmischte, der war IMHO
auch da.

> Das war die illustre Runde um den Vatertag rum.
> Es muss so 2009 oder was gewesen sein.

Mi 2009-05-20 19:00 dafd - Weihenstephaner am Hackeschen Markt Neue
Promendade 5 10178 Berlin

Mt

Martin Ebert

unread,
Nov 2, 2012, 9:37:38 PM11/2/12
to
Am 02.11.2012 16:11, schrieb kueh...@front.ru:

> Erinnert mich bissel an den Witz mit dem 13 Jahr beim Abbi.

Den mit den zwei Volkspolizisten, die die Summe ihrer
Schuljahre angeben sollen?

Mt

Martin Ebert

unread,
Nov 2, 2012, 9:54:50 PM11/2/12
to
Am 02.11.2012 14:49, schrieb Guido Grohmann:
> Martin Ebert schrieb:
>> Am 01.11.2012 21:29, schrieb Guido Grohmann:
>>> Also auf einigen Fotos ist alles andere als ein Schaufenster zu sehen.
>>> Eine Tᅵr, ein Schaukasten, Plakate und ein Kneipenfenster - damit die
>> So sah die DDR aber aus.
> Aber das waren nun mal KEINE Schaufenster.

Und weiter?

>>>> Die richtig harten Bilder hatte er doch gar nicht: So ein typischer
>>>> Dorfkonsum auf dem Lande.
>>> Die hatten Schaufenster?
>> Drei groᅵe dieser Art: Der typische Dorfkonsum war ein Typbau.

> Typisch war irgendein runtergekommener Altbau, oder die haben 2 Fenster
> wohl gleich zugemauert. Hatte etwa den Charme eines heutgen Spᅵtis.

Was definiert man als typisch?
Also es hat *sicher* einen einetagigen Typbau gegeben; drei groᅵe
Schaufenster, links bzw. rechts die Eingangstᅵr. Und wenn man sehr
genau bei Dᅵrfern guckt, findet man die (umgestaltet usw) auch noch,
die waren faktisch immer an der Hauptstraᅵe.

>>> Das Bild mit dem Gemᅵseladen stimmt auffallend, wenn da nicht der
>>> Schwachsinn mit dem Fᅵhnchentext wᅵre.

>> Ich habe den Fehler gemacht, nichts zu fotografieren.
>> Sowas gab es in den abstrusesten Situationen.

> Daᅵ ein Gemᅵsehᅵndler Fᅵhnchen verkauft hat, wie der Text behauptet?

Schrieb SPON das?
Ich finde, dass die Fotostrecke durch diese "Begleittexte" nur verliert:
Bilder angucken kann ich doch selbst.

>>> "Wir dekorieren neu" - das hatte ich vᅵllig vergessen.
>> Man erkennt an den Schriftarten ᅵbrigens, wann die DEWAG am
>> Werke war: Das sind wenige, prᅵgnante Schriftarten, nicht ungefᅵllig.

> Irgendwie sahen die (bis auf handgeschriebene) fᅵr mich immer gleich
> aus, dachte, die werden auch irgendwo in Massen hergestellt.

Ich weiᅵ nicht, wie viele Schriftarten die DEWAG an Start hatte, sehr
viele waren es jedenfalls nicht. (Ich kᅵnnte nachfragen.)
Die ᅵrtliche Vertretung der DEWAG hatte Schriftschablonen, damit
wurde dann Klebfolie ausgeschnitten. Usw.

>> Problem bei der Nummer war, dass das Geschᅵft das abhᅵngen
>> musste - und dann irgendwann spᅵter die DEWAG antrat.

> Bitte erklᅵren.

Die DEWAG hatte "Vertrᅵge" (ich schreibe das mal in Anrᅵhrungszeichen,
Herr Koschak, weil das mit heutigen Vertrᅵgen eher nicht vergleichbar ist)
fᅵr verschiedene Handelsgruppen; nun frage mich nicht fᅵr welche:
Haus der Dame, Haus des Herrn, etwa so diese Richtung.

Dort war nicht das Geschᅵft fᅵr die Schaufensterdekoration zustᅵndig,
sondern eben die vorgenannte. Das fᅵhrte zu genau diesem Schild:
Die Schaufenster wurden mit Stoff abgehᅵngt, das Schild "wir dekorieren um"
kam rein - und irgendwann spᅵter kamen die eigentlichen Gestalter, die
waren ja auch nicht so recht planbar: So wichtige Sachen wie FDJ,
Parteilehrjahr kamen in die Quere. Und ab und an fehlte auch Klebfolie.

>>> Achso, damals wars auch nicht schwarz-weiᅵ, sondern durchaus bunt, bis
>>> auf die vergammelten grauen Fassaden.

>> Ach komm.
>> Wirkliche Signalfarben konnte die DDR nicht. Oder wollte nicht.
>> Diese Schriftzᅵge waren alle in der schaumgebremsten Abteilung.

> Stopp. Ich meinte die Fotos selber.

Da wᅵrde ich zustimmen wollen.
Allerdings ist einestages-SPON eher so eine Art Mitmachportal.

Vor so ca. 10 Jahren, bei der ganz groᅵen DDR-Welle gab es mindestens
einen Bildband, der genau das in Farbe machte: Ich will jetzt nicht
unbedingt sagen "und da sah das noch beschissener aus" - da fiel
mir auf, dass diese Fotos dieses [heute] komische "graue DDR-Farben"
ziemlich gut festhielten.

BTW: Ich weiᅵ nicht mal, wo ich suchen sollte: Damals war eine derartige
Schwemme an DDR-Nostalgie-Literatur, dass ich mir das ggf. nicht kaufte.

Mt

Martin Ebert

unread,
Nov 2, 2012, 9:57:33 PM11/2/12
to
Am 02.11.2012 08:54, schrieb Peter Veith:
> On 2 Nov., 02:33, Martin Ebert wrote:
>> Im Grunde fehlt mir im Moment Peter:
> Wie jetzt, ich?

Ja. Und danke f�r Deine Erl�uterung.

BTW:
> Tip:
> Die BRD-Arbeitsteams w�rden im Vergleich zu DDR-Kollektiven im
> GeiKuLei resp. sozialistischen Wettbewerb v�llig alt aussehen. Hast Du
> Dir schon einmal ein _heutiges_ Brigadebuch angesehen? ;)

Neh - ich m�chte sehen!

Mt

Martin Ebert

unread,
Nov 2, 2012, 9:59:55 PM11/2/12
to
Am 02.11.2012 23:08, schrieb Ronald Konschak:
> Lars Gebauer <lgeb...@arcor.de> schrieb:
>> * Martin Ebert:
>>> Du hast damals nicht aufgepasst: Die DDR legte Wert darauf
>>> und sagte ganz offen, dass nicht gehandelt würde, sondern
>>> versorgt.
>> Für was stand nochmal das H in HO? Oder in BHG?

Starkes Argument. ;-)
Stichwort Reichsbahn.

Also da war die DDR ja nun völlig unbekümmert.

> Vergleiche mal die Suchergebnisse für die Stichworte Handel und
> Versorgung auf ddr-wissen.de. Beim zweiten greift eine Volltext-
> suche, dafür gibts keinen Artikel. :-))

Dann gehört da einer hin:
Krame mal das Kleine Politische Wörterbuch raus - was steht da
zum Thema Versorgung respektive Handel und Versorgung?

Mt

Martin Ebert

unread,
Nov 2, 2012, 10:17:24 PM11/2/12
to
Am 03.11.2012 00:27, schrieb Matthias Opatz:
> Martin Ebert gab zur Kenntnis:
>> Matthias Opatz:
>>> Martin Ebert gab zur Kenntnis:
>>>> Genau so sahen Schaufenster aus;
>>> Jein. Solche Schaufenster waren �blich, aber nicht alle waren so.

>> Wieviel Prozent waren besser?
>> Wieviel Prozent waren schlechter?

> Das kann ich aus der Verkl�rung schwer sagen.

Auch mein Problem.

> "Schaufensterbummel" (das hie� so!)

Nehme ich auf.

> In der Kreisstadt

Ich gehe mal meine durch, die d�rfte f�r DDR-Verh�ltnisse wegen
der unzerst�rten Innenstadt und so 300 Gesch�ften eher au�er-
gew�hnlich gewesen sein.

Also locker ein Drittel der Gesch�fte gab es �berhaupt nicht.
Aber die Schaufenster waren noch da. Und sahen Schei�e aus.

Ich fange mal am Schloss an, ich nenne die guten:
Der Modellbahnladen (die hatten drin aber nix) hatte eine sehr
gute Deko. Die Stadtbibliothek auch.

Dann kam Haus der Dame, auch gut. Ein Teppichladen. Die
Apotheke. Das Gute Buch und ein kirchlicher Buchladen.
Der sch�ne private Gemischtwarenladen mit Schreibwaren, Spielzeug
und Mei�ener Porzellan.
Ein Fischgesch�ft (so 1985 plattgehauen) und ein ex, mehrere
Delis. Ach, und ein privates Bekleidungshaus.

Aber das war es dann aber auch: So 90% der Gesch�fte hatten
eine (wenn sie �berhaupt hatten) grottenschlechte Schaufenster-
pr�sentation.

Matthias, das Problem ist doch der Vergleichsma�stab:
Nehmen wir eine westdeutsche Stadt 1988? Oder nehmen wir die
gleiche Stadt heute? Oder nehmen wir Dessau, ausgebombt und
mit zwei Kaufh�usern "gesegnet"?

Die Dessauer fuhren zu uns, weil wir eine Stadt mit vielen sch�nen
Gesch�ften hatten. Und da war es v�llig egal, ob es da was anderes
gab (gab nicht) oder die Schaufenster wirklich gut waren: Wir hatten
Schaufenster - die hatten nichtmal welche.

> Den Recorder, den ich ...

Den RFT-Laden hatte ich vergessen. Da war der Trick aber das
Durchschauen durch die Pr�sentation - in den Laden hinein.

> Nein, ich will nicht die sch�ne Schaufenster-DDR lobpreisen.

So hatte ich Dich auch nicht verstanden.

> Aber
> nur die zugeh�ngten oder nur mit Konserven oder einem Einheitsprodukt
> vollgestellten Schaufenster waren eben nur eine Seite.

90% halt.
Wir hatten ganz schlicht einen optischen Filter im Kopf.

Mt

Boris Gerlach

unread,
Nov 3, 2012, 12:12:56 AM11/3/12
to
On 11/03/12 02:32, Martin Ebert wrote:

[..]
> Mich deucht, dass Endres dabei war?

Nee. Der war im Metzer Eck. dabei.
Am Hackschen Markt war der nicht.

>
> Und der -Mensch, wie hei�t der noch?- also der mit der ex, die
> hier vor vielen Jahren auch mal dafd aufmischte, der war IMHO
> auch da.

Hoefler, iss mir nich erinnerlich.
Aber der Ritter hat ja auch dermassen laut da .....
da kann es sein, man ueberhoert stillere Zeitgenossen.
>
>> Das war die illustre Runde um den Vatertag rum.
>> Es muss so 2009 oder was gewesen sein.
>
> Mi 2009-05-20 19:00 dafd - Weihenstephaner am Hackeschen Markt Neue
> Promendade 5 10178 Berlin
Und danach bin ich noch ins Maxim in Pankow.

Das war mein vorerst letzter Vatertag in Berlin.
Die Aktionen meines Gastgebers haben sich aufgeloest.
und so besteht kein Anlass mehr die Zone nebst
Reichshauptstadt zu besuchen.

BGE

Vinzent Höfler

unread,
Nov 3, 2012, 12:31:40 AM11/3/12
to
Ronald Konschak <dl1...@darc.de> wrote:

> Vinzent Höfler
<0439279208b62c95...@t-domaingrabbing.de> schrieb:

> > Jetzt muß ich mal kurz blöd fragen. Das war
> > das Kaufhaus Ecke
> > Oschatzer-/Konkordienstraße?
>
> Das war das Kaufhaus HAWA, vormals
> Woolworth.

Sagt mir jetzt gar nix...


Vinzent.

Vinzent Höfler

unread,
Nov 3, 2012, 12:36:30 AM11/3/12
to
Martin Ebert <mx...@gmx.net> wrote:

> Mi 2009-05-20 19:00 dafd - Weihenstephaner
> am Hackeschen Markt Neue
> Promendade 5 10178 Berlin

Ist das echt schon wieder so lange her? Die Zeit vergeht...


Vinzent.

Ronald Konschak

unread,
Nov 3, 2012, 3:12:12 AM11/3/12
to
Vinzent Höfler <0439279208b62c95...@t-domaingrabbing.de> schrieb:
Oder Du denkst an das MAGNET-Kaufhaus gegenüber. Das war aber
m.W. nach nie privat.
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