Natürlich hat es den Ausdruck gegeben, war ja selber (tm) dort ;-).
Es gibt ihn auch jetzt in Ost wie West, darum geht es nicht.
Nur Frage: Wie weit war er genehm? Anders: Gab es Druckerzeugnisse, zB.
Bücher, DDR-Literatur etc., die mit diesem kritischen Terminus operieren
durften. Gibt es Belege?
Danke
Wolfram
Ich finde eher den Begriff "Neubaugebiet" uä total unpassend für mehr
als 20 Jahre alte Experimente in Menschenintensivhaltung. Das sind
Plattenbaugebiete und sonst nix und der Betondreck wird jetzt
abgerissen. Wurden die ersten Plattenbaukombinate nicht sogar aus
Schweden? importiert?
> Den habe es zu DDR-Zeiten gar nicht
> gegeben. Er sei ein abfälliger Wessi-Import.
Ich kenne nur "Arbeiterschließfach".
gruss Carlo
Plattenbau gab es auch im Westen und nannte sich sozialer Wohnungsbau,
tatsächlich asozial
> Wolfram Steinacker wrote:
> > unlängst aus Halle Neustadt gehört, deren Einwohner verbäten sich
> > den Begriff "Platte" für Neubauplatte.
>
> Ich finde eher den Begriff "Neubaugebiet" uä total unpassend für mehr
Aber er war völlig üblich.
> > Den habe es zu DDR-Zeiten gar nicht
> > gegeben. Er sei ein abfälliger Wessi-Import.
>
> Ich kenne nur "Arbeiterschließfach".
Aber kaum in der Umgangssprache, das wurde eher als abwertender Witz im
manchen Kreisen verwendet. Der Begriff "Platte" oder "Plattenbau" im
negativen Sinne, tauchte mE erst Ende der 80er auf. Durchaus als
Westimport (TV) denkbar.
Lange Zeit war in der DDR der Einzug in eine "Neubauwohnung" der "Einzug
ins Paradies".
Veith
--
Strukturen, Geschichte(n) & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
> Ich finde eher den Begriff "Neubaugebiet" uä total unpassend für mehr
> als 20 Jahre alte Experimente in Menschenintensivhaltung.
Neubaugebiet und "Menschenintensivhaltung" sind zwei paar Schuhe.
> Das sind Plattenbaugebiete und sonst nix und der Betondreck wird jetzt
> abgerissen.
saniert!
> Wurden die ersten Plattenbaukombinate nicht sogar aus Schweden? importiert?
Davon höre ich zum ersten mal. Denn der Plattenbau stammt ja aus
Deutschland. In Berlin gibt es die erste Plattenbausiedlung von Bruno
Taut seit 75 Jahren.
> Plattenbau gab es auch im Westen und nannte sich sozialer Wohnungsbau,
> tatsächlich asozial
Nicht unbedingt. ich habe jahrelang im West in einem Plattenbau gewohnt
(stammte übrigens aus Rumänien!). Es war definitiv kein sozialer
Wohnungsbau.
Knut
Gruß M. Weigl
PS - Wer geht heute demonstrieren?
Johannstadt Nord oder Süd?
>
> PS - Wer geht heute demonstrieren?
Ich nicht.
Knut
>> unlängst aus Halle Neustadt gehört, deren Einwohner verbäten sich den
>> Begriff "Platte" für Neubauplatte.
Kenn ich, aber wahrscheinlich nicht gedruckt (in der DDR).
>> Den habe es zu DDR-Zeiten gar nicht
>> gegeben. Er sei ein abfälliger Wessi-Import.
Kaum.
> Ich kenne nur "Arbeiterschließfach".
Ich kenne noch Wohnscheibe (Umgangssprache) und Punkthochhaus (das hierß,
glaube ich, auch offiziell so).
Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
** Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? ==> http://www.galletti.de/ **
---- Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen ---
> Ich kenne noch Wohnscheibe (Umgangssprache) und Punkthochhaus (das hierß,
> glaube ich, auch offiziell so).
Ist "Punkthochhaus" so ein besonders hohes Haus, das als architektonischer
Akzent in ein Gebiet gesetzt wird?
Gruß
--
"Yamaha Mitsubishi Toyota Suzuki Sony
Minolta Kawasaki Sanyo Casio Toshiba" (Annette Humpe)
http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Er ist hier in Ba-Wü auch völlig normal und üblich für die
Neubausiedlungen an den Rändern der Gemeinden.
> > > Den habe es zu DDR-Zeiten gar nicht
> > > gegeben. Er sei ein abfälliger Wessi-Import.
> >
> > Ich kenne nur "Arbeiterschließfach".
War das nicht eine Creation von H. Müller?
Irgendwas mit f*cken im Arbeiterschließfach.
Der wohnte doch selber drin.
>
> Aber kaum in der Umgangssprache, das wurde eher als abwertender Witz im
> manchen Kreisen verwendet. Der Begriff "Platte" oder "Plattenbau" im
> negativen Sinne, tauchte mE erst Ende der 80er auf. Durchaus als
> Westimport (TV) denkbar.
>
> Lange Zeit war in der DDR der Einzug in eine "Neubauwohnung" der "Einzug
> ins Paradies".
Nein. Ich hatte 20 Jahre Neubau hinter mir und wollte nichts
sehnlicher als eine Altbauwohnung.So auch heute noch.
Aber das ist sicherlich die Ausnahme.
bge
rückgebaut!
BGE
Gibts Bier?
Dann geh ich hin.
BGE
> Ist "Punkthochhaus" so ein besonders hohes Haus, das als architektonischer
> Akzent in ein Gebiet gesetzt wird?
Nein, um den Punkt gruppieren sich die Wohnungen, d. h. von einem Aufgang
(oder Fahrstuhlausgang) kann man alle Wohnungen einer Etage erreichen. Es
gibt nicht verschiedenen Eingänge und Aufgänge (oder sie führen zu den
selben Zielen).
Es gab/gibt die "Berliner Scheiben" weiße 10 Geschosser mit 4 Aufgängen und verkachelter
Platte. Dann gabs Punkthochhäuser mit mehr als 5 Geschossen also auch mit Fahrstuhl.
Dann gabs noch "Würfelhäuser". In Schwedt zwischen dem WKII und dem WKVI.
Das waren quadratische 5Geschosser ohne Fahrstuhl.
Und es gab die "Mittelganghäuser"
1 in Schwedt 1 oder mehr in Berlin. 10 Geschosser mit 2 Aufgängen und Aufzügen.
Der Bereich zwischen den Aufzügen alles 1Raumwohnungen 28 qm mit 4qm Balkon.
Außerhalb der Aufzüge 2Raumwohnungen mit jeweils 2 Balkons.
Mittelganghaus deshalb, weil in jeder Etage ein langer Gang komplett von vorne
bis hinten durchs Haus ging mit mehreren Glastüren damit es nicht zieht.
Von diesem Gang gingen die einzelnen Wohnungen ab.
Da die Stirnseiten dieser Häuser mit bunten Kacheln versehen waren, hieß dieser
Häusertyp in Schwedt zumindest: Bunte Kuh.
Gruß
BGE
Man sparte Aufzüge und Treppenhäuser. (Punkt)
Nebenbei.
Am Marchlewskiring gab es die alten Plattenbauten aus den
60ern in denen ich groß wurde.
Da gab es richtige Edelwohnungen. 6 Zimmer, Parkett
Wohnzimmer abteilbar mit eine Zieharmonikaholztür.
Müllschlucker auf den Etagen. Das setzte sich nicht durch wegen der
Ratten, 2 großen Balkons Doppelfenster, Zentralheizung _regelbar_
usw.
bge
>>> Ich kenne nur "Arbeiterschließfach".
>
> War das nicht eine Creation von H. Müller?
> Irgendwas mit f*cken im Arbeiterschließfach.
"Fickzelle mit Fernheizung"
Dirk
Knut
Von wegen Platte habe ich da meine Bedenken. Handelt es sich bei den Häusern
dieses Wohnniveaus nicht eher um deren Vorgänger, die sogenannte
Blockbauweise.
Die Platte zeichnete sich doch dadurch aus, daß eine komplette Wand eine
vorgefertigete Platte war und daß die Bäder teilweise sogar als komplett
Einheiten, wie so ein Container mit allen vier Wänden, Boden und Decke
eingesetzt wurde. Kennzeichnend für die Platte (Ausnahmen gab es natürlich)
war auch, daß Küchen und Bäder ohne Fenster innerhalb des Gebäudes
angeordnet waren.
Übrigens ist die "Platte" wohl eine gebäuchliche Bezeichnung in bestimmte
Gebieten der DDR gewesen, denn ich kenne diesen Begriff, der ja in keinster
Weise abwertend gemeint war, noch aus meiner eigenen Erfahrung in der DDR.
Zum Begriff des Neubaugebietes: Man kann diesen Begriff immer nur aus dem
ortsüblichen Gebrauch her verstehen und benutzt ihn dann ggf. für ein
bestimmtes Gebiet auch heute noch.
Jetzt noch ein paar Sätze aus meiner Sicht zur "Platte" oder dem
"Plattenbau". Man muß einfach verstehen, daß mit dieser Bauform die Menschen
spätestens Ende der 70er eine Lösung ihres Wohnungsproblems verbanden. Die
Herrschenden ließen bewußt die "Altbauten" der Innenstadt weiter verkommen,
weil man dem Wahn verfallen war, daß der neue sozialistische Mensch nur in
einem sozialistischen Wohngebiet glücklich werden könne. Dabei mußten sie
unsere Machthaber keine besondere Mühe geben. Der Wohnungsbestand der
Innenstädte stammte zum überwiegenden Teil aus dem 19. und den ersten zwei
Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Seit der Zeit der großen Wirtschaftskriese
in der 20er Jahren war an diesem Bestand nicht mehr viel gemacht worden,
denn es kam die Zeit des zweiten Weltkrieges, die Nachkriegszeit in der es
um die notwürftige Unterbringung der Ausgebombten, der Geflüchteten und der
Vertriebenen ging und es kam die Zeit der Mangelwirtschaft der DDR. Man
mußte nur noch etwas warten und die Innenstädte fielen von allein um.
Da war es eben der Traum fast jeder Familie eine Neubauwohnung in einer der,
auf die Wiese gestampften Plattensiedlungen zu erhalten, endlich überhaupt
eigenen Wohnraum zu besitzen mit einem Bad, einer Innentoilette und
Fernheizung sowie Warmewasserversorgung. Wie wertvoll dieses Gut zwangsläufi
war, habe ich daran erkennen müssen, daß mir die Werft, die mich 1967 zum
Ingenierstudium delegiert hatte und die für meine Versorgung mit einer
Wohnung die zuständige Stelle warm, eine Perspektive von 10-12 Jahren
Wartezeit eröffnete, als ich 1970 eine Familie gründete und einfach mal
nachfragte. Ich erhielt eine solche Wohnung früher, weil ich mir dann meine
künftige Arbeitsstelle unter dem Gesichtspunkt auswählte, wo bekomme ich
eigenen Wohnraum für die Familie am schnellsten. Dies gelang dann in
Greifswald, weil dort ein neuer Betrieb auf die Wiese gesetzt wurde und man
für neu anzusiedelnde Arbeitskräfte Wohnungen baute. Auf die Wohnungen
hatten allerdings wiederum Greifswalder, die nicht in den beiden neuen
Betrieben arbeiteten prozentual gesehen so gut wie keine Chance. So war das
eben mit der Platte in der DDR. So nur kann man die Bindung vieler Menschen
in den östlichen Bundesländern an diese Neubaugebiete verstehen.
Und jetzt, wo Architekten bewiesen haben, was man aus der Platte machen
kann, jetzt wo diese Wohnungen einen Standard erhalten haben, von dem man in
der DDR nur träumen konnte - der aber auch auf Grund der Höhe der DDR-Mieten
nie hätte erreicht werden können, gibt es für viele auch keinen Grund mehr,
aus der Platte rauszuziehen.
--
mue...@web.de
-------
Im Leben geht es nicht nur darum gute Karten zu haben, sondern auch darum
mit einem schlechten Blatt gut zu spielen.
Robert Louis Stevenson (1850-1894)
"Boris Gerlach" <drstra...@doctor-strange.de> schrieb im Newsbeitrag
news:40937CE9...@doctor-strange.de...
> Nur Frage: Wie weit war er genehm? Anders: Gab es Druckerzeugnisse,
> zB. Bücher, DDR-Literatur etc., die mit diesem kritischen Terminus
> operieren durften. Gibt es Belege?
>
> Danke
> Wolfram
Nun: Ich gehöre der Kaste an, welche sich kein Eigenheim leisten kann.
Ich habe bis 1994 in der sogenannten "Platte" gewohnt. Danach bin ich in
eine "Schöne, sanierte Wohnung" gezogen. Das Mietshaus sah ganz toll
aus. Aber: Typisch Bundesdeutsche-Schnellsanierung. Das Haus steht steht
seit einem Jahr leer. Schimmel, Fast keine Lärmdämmung. Ebenso keine
wirkliche Wärmedämmung. Ich bin danach noch weitere 3 mal umgezogen -
aber: KEINE Wohnung danach war so bewohnbar, wie die "Platte". Ich habe
den Fehler (aus heutiger Sicht) gemacht, wie viele andere, in die so
tollen alten Mietshäuser und neuen mehrfamilienhäuser zu ziehen. Ich
sehe auch die Wohnausdünnung in den Plattenbausiedlungen als gewollt an.
Hier wurden die Mieten in der Platte lange recht günstig gehalten und
bewusst sozial-schwache Gruppen in großen Mengen angesiedelt. Auch durch
viel "Assi-Tum" wollte dann keiner mehr dahin zurück. Mit der Folge, das
viel "Platte" abgerissen wurde, wohnte ja keiner dort. Die verbliebenen
Wohnungen kosten heute mehr, als eine "normale" Wohnung.
Die Platte:
Sie waren sicher nicht schön. Aber wärme & Lärm-ärmer als die meisten
Wohnungen hier in Eisenach auf alle Fälle. Ich habe hier am Abend
mindestens 6 Tonkanäle zum Fernsehen. NEIN - kein Dolby-Digital 5.1. -
sondern mein Originalton zum TV-Bild und dazu die Tonspuren der anderen
Sender in den Wohnungen neben, unter und über mir. Und: Nein, Sie haben
alle "Zimmerlautstärke".
MFG, Henning
--
...Nur Fliegen ist Schöner.....
> PS - Wer geht heute demonstrieren?
Gegen Papst Gregor XIII?
Gruss, Andreas.
--
Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.
- Arthur C. Clarke
Ein als Punkthochhaus bezeichnetes Hochhaus hat einen annähernd
quadratischen Grundriss.
Laut meiner Bauzeichnung sind es exakt 16x17.2 Meter und die Dachhöhe liegt
bei ca. 33m (10.Etage).
Darauf kommt nochmal ein kleinerer "Klotz" 7.65x8.9m und 3m hoch, der einige
Abstellräume und den Fahrstuhl-Maschinenraum beinhaltet.
Die Dachfläche um diesen "Aufbauklotz" herum war früher bei einigen Häusern
von den Bewohnern begehbar und man konnte die Aussicht geniesen.
Wolfgang
Fahrstuhl nur in jedem 2. Geschoss, die dazwischen mussten immer erst
runter/ hochlaufen #-o
>
> Nebenbei.
> Am Marchlewskiring gab es die alten Plattenbauten aus den
> 60ern in denen ich groß wurde.
> Da gab es richtige Edelwohnungen. 6 Zimmer, Parkett
> Wohnzimmer abteilbar mit eine Zieharmonikaholztür.
Exotische bonzenwohnungen für verdiente GenossInnen. Die meisten
hatten 3 Zimmer mit max. 60qm, Balkon war schon Luxus. JWD in Marzahn
oder Hellersdorf, die grössten Plattensiedlungen Europas.
> Müllschlucker auf den Etagen. Das setzte sich nicht durch wegen der
> Ratten, 2 großen Balkons Doppelfenster, Zentralheizung _regelbar_
> usw.
War für die "Lösung der Wohnungsfrage als soziales Problem bis 1990"
zu teuer. Übrigens diese Planung war _wirklich_ weitsichtig und das
schon in 1972. Der Zusammenbruch doch langfristig geplant?!
Je später gebaut desto schlechter wurden die Plattenbehausungen.
Übrigens wurde nach 1980 umgesteuert in innerstädtischen Plattenbau
und Komplexsanierungen.
DDR-Verschwendung: Heizungsregulierung per Klappfenster (Ha-Neu), weil
Thermostaten wohl wieder nur per Import zugänglich waren.
gruss Carlo
Platte ist/ war Menschenintensivhaltung insbesondere die Hochhäuser.
Anonym, hellhörig, winzige Zimmer, Küche/ Bad ohne Fenster, jetzt
sozial verwahrlost "soziale Brennpunkte der bildungsfernen Schichten",
einfach ätzend!
>
> > Das sind Plattenbaugebiete und sonst nix und der Betondreck wird jetzt
> > abgerissen.
>
> saniert!
Nach 1990 saniert und jetzt abgerissen! Insbesondere die 10-Geschosser
verschwinden gnadenlos, da niemand mehr freiwillig da rein will.
Ausserdem wird im Osten sowieso nur noch weggezogen: die Jungen zur
Arbeit gen Westen, die Alten hinterher...
>
> > Wurden die ersten Plattenbaukombinate nicht sogar aus Schweden? importiert?
>
> Davon höre ich zum ersten mal. Denn der Plattenbau stammt ja aus
> Deutschland. In Berlin gibt es die erste Plattenbausiedlung von Bruno
> Taut seit 75 Jahren.
Ich meinte die Fertigungstechnologie des Grossplattengiessens, könnte
auch aus Finnland gewesen sein.
>
> > Plattenbau gab es auch im Westen und nannte sich sozialer Wohnungsbau,
> > tatsächlich asozial
>
> Nicht unbedingt. ich habe jahrelang im West in einem Plattenbau gewohnt
> (stammte übrigens aus Rumänien!).
Das ist echt der Gipfel!
> Es war definitiv kein sozialer
> Wohnungsbau.
glaube ich sofort, eher kapitalistischer Renditebau für steuersparende
Anleger. Wohne noch in einem Nachwendebetonbau (keine Platten sondern
gegossen) ist auch nicht besser aber teurer.
gruss Carlo
Vulgo "Mietskaserne".
--
This here is my post. Is it not nifty? Worship the post.
Offizielle DDR-Begriffe: Grossplattenbau, Wohnkomplex, blockbebauung,
Wohnblock, Hochhäuser, industrieller Wohnungsbau, Wohnscheiben,
Scheiben- und Punkthochhäuser, Neubauensemble,
Stahlbeton-Skelettbauweise, Typenprojektierung ua.
Der erste skelettlose Grossplattenbau entstand 1950 in Magnitogorsk,
damit 1955 wende im Bauwesen der Sowjetunion zu einer konstruktions-
und funktionsgerechten architektonischen Gestaltung... alles klar?!
DDR Serienproduktion erstmals in Neu-Hoyerswerda (1957), Lübbenau
(1958),...
aus: thomas topfstedt: Städtebau in der DDR 1955-1971, Seemann Verlag
Leipzig 1988; durchaus noch lesenswerte recht kritische Darstellung.
Die DDR-typische Gestaltung mit zentralen Achsen, Aufmarschplätzen,
Symbolbauten ua hatte nicht zu übersehene Ähnlichkeiten zu der
Architektur des 3. Reiches (Albert Speer ua.) mit der geplanten
Neugestaltung Berlins als Reichshauptstadt. Diktaturbauten in Moskau
und Berlin ähneln sich frappierend.
Dass das ZK der SED im gesichtslosen Neubau der ehem. Reichsbank
herrschte sagt vieles (jetzt bundesdeutsches Aussenministerium!).
gruss Carlo
auf dem Weg in die Eis-Milch-Mocca-Bar
> Ein als Punkthochhaus bezeichnetes Hochhaus hat einen annähernd
> quadratischen Grundriss.
Kenne ich auch so, als Architekturmerkmal.
> Laut meiner Bauzeichnung sind es exakt 16x17.2 Meter und die
> Dachhöhe liegt bei ca. 33m (10.Etage).
> Darauf kommt nochmal ein kleinerer "Klotz" 7.65x8.9m und 3m
> hoch, der einige Abstellräume und den Fahrstuhl-Maschinenraum
> beinhaltet. Die Dachfläche um diesen "Aufbauklotz" herum war
> früher bei einigen Häusern von den Bewohnern begehbar und man
> konnte die Aussicht geniesen.
Naja, in meinem Häuschen ist es heute noch so. Dachgarten dient
als Wäscheplatz, im Dachaufbau ist ein Gemeinschaftsraum, und im
Sommer werden Liegestühle 'rausgestellt. Die Wohnungen sind so
gesucht, dass spätestens drei Wochen nach Auszug eines
Wohnungsinhabers der Nachfolger anrückt.
Du meinst nicht zufällig den Haustyp aus den 60er Jahren, der in
Plauen am Oberen Bahnhof, in Jena-Nord (11 Stück) und in Gera
steht? Bin jetzt zu faul, _meine_ Bauzeichnung herauszusuchen;
die Maße passen aber. Bauweise etwas seltsam (nebeneinander
gestellte bzw. gelegte Kleinplatten, ca. 1 m x Raumbreite bzw.
-höhe).
Die letzte Jenaer Bauserie (6 Häuser) haben übrigens Flucht-
Treppenhäuser, die vom Balkon erreichbar sind. Hausfreunde und
-freundinnen lassen sich darin sehr gekonnt verstecken...
--
Grüße, Thomas
> "Carlo Kessel" schrieb:
> > Ich finde eher den Begriff "Neubaugebiet" uä total unpassend für mehr
>
> Aber er war völlig üblich.
Als er geprägt wurde traf er ja auch zu.
> Lange Zeit war in der DDR der Einzug in eine "Neubauwohnung" der "Einzug
> ins Paradies".
Wozu man wissen muß, daß er üblicherweise ein Umzug aus Zuständen á la
Plumpsklo über den Hof (günstigstenfalls auf halber Treppe) war.
Bis neunzeehn-hundertneuuunziiich, sooo saagt die Par-tei, ...
KL
Das kann ich von den Gebieten, die ich kenne nicht behaupten. Da sind
sind die Hochhäuser weder anonym (auch wenn man nicht alle im Haus
kennt) noch hatten die winzige Zimmer (außer Bad und Küche).
Wenn ich mir die WBS 70 und WBS 85 ansehe, so hatten dort die Küchen
Fenster. Bei den Bädern weiß ich es nicht.
Aber hellhörig sind genauso viele Altbauten und die sind auch sehr anonym.
> Nach 1990 saniert und jetzt abgerissen! Insbesondere die 10-Geschosser
> verschwinden gnadenlos, da niemand mehr freiwillig da rein will.
Wo? Ich kenne Plattenbauten, die haben Leerstandquoten von knapp über
3%, welcher Altbaubereich hat das?
> Ausserdem wird im Osten sowieso nur noch weggezogen: die Jungen zur
> Arbeit gen Westen, die Alten hinterher...
Ja, leider. Aber dagegen kann man nichts (mehr) machen.
> Ich meinte die Fertigungstechnologie des Grossplattengiessens, könnte
> auch aus Finnland gewesen sein.
Fachleute vor!
>>Nicht unbedingt. ich habe jahrelang im West in einem Plattenbau gewohnt
>>(stammte übrigens aus Rumänien!).
>
>
> Das ist echt der Gipfel!
Ja.
>>Es war definitiv kein sozialer Wohnungsbau.
>
>
> glaube ich sofort, eher kapitalistischer Renditebau für steuersparende
> Anleger. Wohne noch in einem Nachwendebetonbau (keine Platten sondern
> gegossen) ist auch nicht besser aber teurer.
Die sind ja noch bessere Beispiele dafür.
Knut
Falsch. In den großen Wohnungen wohnten Kinderreiche.
Kenne einige selbst. Nix verdiente Genossen.
Die Wohnungen der AWG im Block wurden zB. _ausgelost_.
Immer nach sozialen Gesichtspunkten.
>
> > Müllschlucker auf den Etagen. Das setzte sich nicht durch wegen der
> > Ratten, 2 großen Balkons Doppelfenster, Zentralheizung _regelbar_
> > usw.
>
> War für die "Lösung der Wohnungsfrage als soziales Problem bis 1990"
> zu teuer. Übrigens diese Planung war _wirklich_ weitsichtig und das
> schon in 1972. Der Zusammenbruch doch langfristig geplant?!
Jo.
> Je später gebaut desto schlechter wurden die Plattenbehausungen.
Ich hörte mal einen Städtebauer der was von 60 Jahren bestand faselte.
Länger sollte ein solcher Block nicht halten.
> Übrigens wurde nach 1980 umgesteuert in innerstädtischen Plattenbau
> und Komplexsanierungen.
Ack.
>
> DDR-Verschwendung: Heizungsregulierung per Klappfenster (Ha-Neu), weil
> Thermostaten wohl wieder nur per Import zugänglich waren.
Auch falsch. Der Grund war
1.) Nutzte man in den Neubaugebieten die Fernwärme um Abwärme
zB aus dem PCK abzubauen und sich so Wärmetauscher zu sparen.
Das Problem war, daß eine garantierte Durchflußmenge gesichert sein mußte
Wenn also jeder individuell seinen Schieber dicht macht ist die
Funktion nicht gewährleistet.
2.) Man sparte eine Steigleitung wenn alle Heizkörper seriell
aneinanderhingen.
3.) Ganz Pragmatisch: Keine Schieber keine beweglichen Teile
kein Verschleiß, keine Handwerker.
Es war also garnicht so schlecht ausgedacht.
Und ob jetzt der Wärmetauscher die Abwärme in die Luft pustet
oder die Abwärme erstmal durch die Blocks läuft und bei zu großer Hitze
die Leute das Fenster öffnen ist eh Wurscht.
Energieverschwendung war es nicht.
Wenn ich heute sehe, was es kostet das Öl bis in den letzten Haushalt
zu transportieren war "Fenster auf" die ökologischere Variante.
Es kann im Westen natürlich nicht sein, daß der Mieter resp.
Besitzer nicht bestimmen kann wann wo und wie er heizt.
Aus diesen ideologischen Gründen ist Fernwärme verpönt.
Und es muß ja auch alle abgerechnet werden.
Könnte ja sein einer hat sein Fenster öfter offen als... bla bla.
>
> gruss Carlo
Gruß
BGE
> gruss Carlo
> auf dem Weg in die Eis-Milch-Mocca-Bar
Mocca Milch Eisbar bitte.
BGE
Jena Nord (siehe Pix) und Hermsdorf ist mir bekannt. Den Rest weis ich
nicht.
http://people.freenet.de/server.alpha/phhaus1.jpg
http://people.freenet.de/server.alpha/phhaus2.jpg
..."gelegte Kleinplatten" ist gut!
Ich erinnere mich, das eines dieser Häuser Platten verloren hatte, und zwar
vom "Dachgarten".
Die lagen eines Morgens unten.
Daraufhin wurden die Platten der Dachumrandung komplett wegsaniert und durch
ein Geländer ersetzt.
Das war noch in dern 80ern.
Überhaupt wurde in den 80ern in größeren Maßstab an bestimmten Plattenbauten
saniert.
An vielen Schul- und Kindergartengebäuden wurden durch die äußeren
Betonplatten Löcher gebohrt und zusätzliche Stahlstangen einbetoniert.
(Keine Ahnung wie der baufachliche Begriff dazu heißt)
> Die letzte Jenaer Bauserie (6 Häuser) haben übrigens Flucht-
> Treppenhäuser, die vom Balkon erreichbar sind. Hausfreunde und
> -freundinnen lassen sich darin sehr gekonnt verstecken...
Ich kenne die zusätzliche Tür im Balkon nur als Abstellkammer.
Allerdings war im Inneren sogar ein Müllschlucker installiert.
Eine Fallröhre mit Einfüllklappe im Treppenhaus.
Mir ist aber nicht bekannt, daß das jemals (Bestimmungsgemäß) genutzt wurde.
Wolfgang
> Allerdings war im Inneren sogar ein Müllschlucker installiert.
> Eine Fallröhre mit Einfüllklappe im Treppenhaus.
> Mir ist aber nicht bekannt, daß das jemals (Bestimmungsgemäß) genutzt
> wurde.
Wird bei uns nach wie vor bestimmungsgemäß genutzt.
Veith
--
Strukturen, Geschichte(n) & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Boris,
in Schwedt stehen doch Platten mit quadratischem Grundriss, 5-Etager.
Die hatten auch einen besonderen Namen - wie hiess der?
Martin Ebert
>>Übrigens wurde nach 1980 umgesteuert in innerstädtischen Plattenbau
>>und Komplexsanierungen.
>
> Ack.
Wobei der Grund dafür einfach der war, daß die Erschließungskosten auf
der "grünen Wiese" in exorbitante Größen drohte zu kommen, während voll
erschlossene Gebiete mit aller Infrastruktur vor die Hunde gingen.
Allerdings war die "Komplexsanierung" in der Regel ein Flächenabriß mit
anschließenden Neubau. Viele Städte können sich glücklich schätzen das
es dazu nicht mehr kam oder nicht im vollem Umfang kam.
>>DDR-Verschwendung: Heizungsregulierung per Klappfenster (Ha-Neu), weil
>>Thermostaten wohl wieder nur per Import zugänglich waren.
>
> Auch falsch. Der Grund war
> 1.) Nutzte man in den Neubaugebieten die Fernwärme um Abwärme
Generell kann man das so nicht sagen, auch wenn es im Einzelfall so
gewesen sein mag. Der Anteil der echten Heizkraftwerke dürfte wesentlich
höher gewesen sein als die Anzahl der Auskoppelungen von Wärme, z.B. aus
Wärmekraftwerken (dazu zählt auch Lubmin) oder Industriebetrieben.
> 3.) Ganz Pragmatisch: Keine Schieber keine beweglichen Teile
> kein Verschleiß, keine Handwerker.
und keine Ventile als Ersatz.
> Es war also garnicht so schlecht ausgedacht.
> Und ob jetzt der Wärmetauscher die Abwärme in die Luft pustet
> oder die Abwärme erstmal durch die Blocks läuft und bei zu großer Hitze
> die Leute das Fenster öffnen ist eh Wurscht.
Die reinen Wärmekraftwerke mögen das ja heute nicht das man bei ihnen
Wärme auskoppelt, z.B. für Fernwäre. Angeblich bringt ihnen das den
Wirkungsgrad für die Stromerzeugung durcheinander.
Bye Kai
> Wenn ich mir die WBS 70 und WBS 85 ansehe, so hatten dort die Küchen
> Fenster. Bei den Bädern weiß ich es nicht.
Wobei die WBS auch nicht überall identisch war. Zumindest beim WBK
Rostock gab es eine Abwandlung davon die überall verbaut wurde um etwas
Abwechselung in die Monotonie zu bringen. Deshalb kam Rostock auch immer
einen Rüffel weil sie zu teuer bauten.
>> Nach 1990 saniert und jetzt abgerissen! Insbesondere die 10-Geschosser
>> verschwinden gnadenlos, da niemand mehr freiwillig da rein will.
>
> Wo?
Ich schließe mich der Frage an.
Was saniert wurde ist in der Regel auch weiterhin begehrt, aber
bestimmte Wohnblöcke wurden gleich mit Beginn der Modernisierung in den
90er Jahren nicht in das Programm aufgenommen oder auf später verschoben
und das sind heute die Kandidaten für den Abriß oder Teilabriß mit Umbau
(so er nicht schon geschehen ist).
> Ich kenne Plattenbauten, die haben Leerstandquoten von knapp über
> 3%, welcher Altbaubereich hat das?
ACK. Der Leerstand im Altbau dürfte wesentlich höher sein als in den
Plattenbaugebeiten. Und solche Extrembeispiele wie Wittenberge braucht
man dafür gar nicht erst vorzukramen, denn dort kann man die ganze
Altstadt praktisch abreißen weil dort keiner mehr wohnen will. Das liegt
aber auch daran, daß dort in den letzten 60 Jahren praktisch keine
Unterhaltung und Modernisierung stattgefunden hat.
>> glaube ich sofort, eher kapitalistischer Renditebau für steuersparende
>> Anleger. Wohne noch in einem Nachwendebetonbau (keine Platten sondern
>> gegossen) ist auch nicht besser aber teurer.
>
> Die sind ja noch bessere Beispiele dafür.
Fachleute vor: ist es soviel günstiger von süd- und osteuropäischen
Baukollonnen die Eisenflechtarbeit auf der Baustelle zu machen als
Fertigteile für den Hochbau auf der Baustelle zusammenzusetzen? Auf der
letzten großen Baustelle eines großen Rostocker Bauherren (der durch die
Kandidatur für ein Ereignis mit 5 Ringen auch überregionale Presse
bekommen hat) haben den ganzen Fertigteilhochbau ca. 15 Leute auf der
Baustelle gemacht.
Bye Kai
> Jena Nord (siehe Pix) und Hermsdorf ist mir bekannt. Den Rest
> weis ich nicht.
> http://people.freenet.de/server.alpha/phhaus2.jpg
Ähm, dies Bild wollte ich immer schon selber machen zwecks
Veranschaulichung meines Wohnorts im ganz rechten Haus der
Fünferreihe. Hast genau in mein Küchenfenster gezielt. Da das
neue Haus direkt davor (zeitgemäße Nachempfindung der Giebel-
Fünfgeschosser) noch nicht steht, muss das Bild mindestens 2
Jahre alt sein. Leider hast du 'ne große Wolke gerade überm
Saaletal erwischt.
> ..."gelegte Kleinplatten" ist gut!
> Ich erinnere mich, das eines dieser Häuser Platten verloren
> hatte, und zwar vom "Dachgarten".
> Die lagen eines Morgens unten.
> Daraufhin wurden die Platten der Dachumrandung komplett
> wegsaniert und durch ein Geländer ersetzt.
Aha. Die haben jetzt nur noch Geländer mit vorgeblendeten
Leichtbauplatten. Der Winddruck ist wegen der freistehenden Lage
enorm, und Mitte der 80er reichte ein Stoß der üblichen Vogtland-
Erdbeben bis Jena (hab ich in einem Fachwerkhaus mitgemacht, fast
'nen Schock bekommen). Könnten die Teile schlecht vertragen
haben.
> An vielen Schul- und Kindergartengebäuden wurden durch die
> äußeren Betonplatten Löcher gebohrt und zusätzliche Stahlstangen
> einbetoniert. (Keine Ahnung wie der baufachliche Begriff dazu
> heißt)
Anker?
> Ich kenne die zusätzliche Tür im Balkon nur als Abstellkammer.
Strengstens verboten, sie als solche zu benutzen ;-) der
Hausmeister klettert bisweilen durch und verteilt grimmige
Gesichter an die, die Gerümpel dort lagern.
> Allerdings war im Inneren sogar ein Müllschlucker installiert.
> Eine Fallröhre mit Einfüllklappe im Treppenhaus.
> Mir ist aber nicht bekannt, daß das jemals (Bestimmungsgemäß)
> genutzt wurde.
Gibt's immer noch, ungenutzt, und nimmt unnütz Grundrissfläche in
der betreffenden Wohnung weg. Geht aber nicht heraus zu reißen,
weil in voller Wandstärke ausgeführt (Brandschutz?). Ein bissel
Respekt vor der Statik sollte man doch haben...
Ach ja: Ostern vorigen Jahres hatten wir Überschwemmung von oben.
Abschlussarmatur der Heißwasserleitung über der obersten Etage
abgeflogen (sicher Montagefehler; das Teil war noch recht neu),
nachts gegen 2.30 Uhr. Nur die _unteren_ drei Etagen bekamen
nichts ab. Da hab ich professionelle Bauwerkstrocknung
kennengelernt, bisher auch Neuland. Einiges können diese Leute
retten.
--
Grüße, Thomas
> in Schwedt stehen doch Platten mit quadratischem Grundriss, 5-Etager.
> Die hatten auch einen besonderen Namen - wie hiess der?
Würfelhäuser
Gabs auch in der 6-Etagenausführung, für die Oberstmieter recht
anstrengend.
Frank
--
Sind diese Vollquoter eigentlich die gleichen, die sich immer lauthals
über lahme "Internetverbindungen" beschweren? (Manfred Russ in dtj)
> Würfelhäuser
Ich hätte da noch Achteck-Häuser zu bieten.
Ronald.
--
Grüße aus der Sonderwirtschaftszone
> Die reinen Wärmekraftwerke mögen das ja heute nicht das man bei ihnen
> Wärme auskoppelt, z.B. für Fernwäre. Angeblich bringt ihnen das den
> Wirkungsgrad für die Stromerzeugung durcheinander.
Woher hast du das?
Sowohl Boxberg als auch Schwarze Pumpe koppeln Fernwärme aus,
Jänschwalde müßte eigentlich auch. Die Prozeßführung ist etwas
komplexer, aber beherrschbar, der Gesamtwirkungsgrad steigt aber an.
Zahlen habe ich jetzt auf die Schnelle nicht da, müßte ich nachfragen.
Frank
--
Früher war ich eitel, heute weiss ich, dass ich schön bin.
(Garfield)
Die Bilder habe ich am 22.09.2001 / 13:39 Uhr vom Fuchsturm geschossen.
Ich kann dir gern die Bilder in Originalgröße (je Bild 300-500KB) schicken.
> Aha. Die haben jetzt nur noch Geländer mit vorgeblendeten
> Leichtbauplatten. Der Winddruck ist wegen der freistehenden Lage
> enorm, und Mitte der 80er reichte ein Stoß der üblichen Vogtland-
> Erdbeben bis Jena (hab ich in einem Fachwerkhaus mitgemacht, fast
> 'nen Schock bekommen). Könnten die Teile schlecht vertragen
> haben.
Ja, dunkel erinnere ich mich an Erzählungen, das mal irgendwann nachts bzw.
den frühen Morgenstunden das Geschirr im Schrank geklirrt haben soll. Ich
hatte das Ereigniss leider "verschlafen".
W.
>>Die reinen Wärmekraftwerke mögen das ja heute nicht das man bei ihnen
>>Wärme auskoppelt, z.B. für Fernwäre. Angeblich bringt ihnen das den
>>Wirkungsgrad für die Stromerzeugung durcheinander.
>
> Woher hast du das?
AFAIR war das die Argumentation des Kraftwerksbetreibers als es Anfang
der 90er Jahre um den Bau des Steinkohlekraftwerkes im Rostocker
Seehafen ging. Die Fernwärmeauskopplung für das städtische Netz kam dann
aber doch.
> Sowohl Boxberg als auch Schwarze Pumpe koppeln Fernwärme aus,
> Jänschwalde müßte eigentlich auch.
Haben die dort nicht sogar die Fischteiche in Peitz beheizt oder
verwechsel ich das jetzt mit irgendwelchen größeren Gewächshausanlagen?
> Die Prozeßführung ist etwas komplexer, aber beherrschbar,
Wobei in Rostock hinzukommt das das Kraftwerk im Mittellastbereich
arbeitet und relativ schnell rauf- und runterfahrbar ist.
> der Gesamtwirkungsgrad steigt aber an.
Das ist unbestritten.
Bye Kai
> Wobei die WBS auch nicht überall identisch war. Zumindest beim WBK
> Rostock gab es eine Abwandlung davon die überall verbaut wurde um etwas
Stichwort: REKO-2.
> Was saniert wurde ist in der Regel auch weiterhin begehrt, aber
> bestimmte Wohnblöcke wurden gleich mit Beginn der Modernisierung in den
> 90er Jahren nicht in das Programm aufgenommen oder auf später verschoben
Das ist die "Drei-Schicht-Platte".
Die erfüllt die bundesdeutsche Dingens-Bumens-Verordnung:
Die Wärmeisolierung ist nach Gesetz.
Daher nicht saniert. Daher wg der bundesdeutschen Kosten der
bevorzugte Abriss.
Hörte ich so.
Martin Ebert
>
> Die reinen Wärmekraftwerke mögen das ja heute nicht das man bei ihnen
> Wärme auskoppelt, z.B. für Fernwäre. Angeblich bringt ihnen das den
> Wirkungsgrad für die Stromerzeugung durcheinander.
Das bringt Ihren Profit durcheinander.
Mein Steinbruchbesitzer ist deswegen der reichste Mann am Ort,
weil er sein Geld mehrfach verdient.
Er bricht die Steine aus dem Tal und verkauft sie.
1. Mal verdient
Gleichzeitig hat er die Auflage , das entstehende Loch
wieder ökologisch vertretbar aufzufüllen.Dafür kassiert er
Zuschüsse.
2. Mal verdient.
Also nimmt er Bauschutt an, feinsten Bauschutt ohne Holz
Plaste oder anderen Verunreinigungen, da wird vorher jeder
Hänger penibel kontrolliert. Die Leute sind froh, daß sie
Ihren Dreck bei ihm loswerden.
Vor 4 Jahren wollte er noch 8 DM die Tonne jetzt 11Euronen.
Wenn man ihn sortiert bringt, gibts Bonus.
3. Mal verdient.
Dann wird der Bauschutt sortiert.
Beton wird geschreddert und als Autobahndrainage weiterverkauft.
4. Mal verdient
Alte roter oder gelber Sandsteine oder blauer Kalkstein
kann im historischen Baustoffhandel erworben werden.
Auch doppelt gebrannter Klinker oder Schamotte gibts dort.
Schöne alte Steine behaun oder industriell gefertigt.
Pflastersteine usw. Alles aus dem Schutt.
Alles was Idioten so wegreißen, um Betonklötze hinzustellen.
5. Mal verdient.
Die Leute die er beschäftigt können kaum lesen und schreiben
und werden demnächst gegen robustere Polen oder Baltiker
ausgetauscht.
Ich will nicht wissen, ob er sogar vom Arbeitsamt
Kohle kassiert weil er Leute beschäftigt.
6. Mal verdient.
Die Parallele zum Wärmekraftwerk:
Wenn sie es nur teuer anbieten könnten und wir gezwungen wären
es zu kaufen, würden sie es machen. Es ist für sie nur
Abwärme, die bei der Produktion von Strom anfällt.
Eigentlich müßten die!! zahlen wenn wir ihnen den Gefallen tun
ihren Müll, also die Wärme abzunehmen.
Jedoch würde das nicht in die perverse marktwirtschaftliche
Landschaft passen, weil es kann ja nicht sein, daß etwas
billig und pragmatisch gehandhabt wird.
Und umsonst gibts gleich garnichts.
BGE
Du solltest den Thread verfolgen.
Ich schrieb bereits, daß das "Würfelhäuser" waren.
Ja, klingt Scheiße, war aber so.
BGE
ich biete noch Y-Häuser, in Ha-Neu mindestens drei Stück, davon zwei
saniert.
Der Leerstand bzw leergezogene auf den Abriss wartende Hochhäuser ist
erschreckend in Ha-Neu. Die Silberhöhe wird wohl mittelfristig total
verschwinden.
gruss Carlo
Na alles nördlich der Gerockstr. ist Nord.
Ich will ja auch nur zeigen Johannstadt Süd ist zwar ein auch ein
Plattenbaugebiet. Wer aber angesichts der Anordnung der Plattenbauten
und des Wohnungstyps IW 67 von einem Arbeiterschließfach spricht, hat
schlichtweg keine Ahnung.
Bei Johannstadt Nord hat man die alten Straßenführungen überbaut und es
ist schon dichter bebaut. Aber auch nicht zu vergleichen mit anderen
Gebieten.
Knut
>>Allerdings war im Inneren sogar ein Müllschlucker installiert.
>>Eine Fallröhre mit Einfüllklappe im Treppenhaus.
>>Mir ist aber nicht bekannt, daß das jemals (Bestimmungsgemäß)
>>genutzt wurde.
War doch früher _der_ Segen. Man konnte ohne große Wege seinen Müll
loswerden.
> Gibt's immer noch, ungenutzt, und nimmt unnütz Grundrissfläche in
> der betreffenden Wohnung weg. Geht aber nicht heraus zu reißen,
> weil in voller Wandstärke ausgeführt (Brandschutz?). Ein bissel
> Respekt vor der Statik sollte man doch haben...
Hast Du mal das Teil vor dem Einbau gesehen?
Der Abwurfschacht (so die amtliche Bezeichnung) besteht aus einem Rohr
in einem quaderförmigen Betonquerschnitt. Dieses kann man zwar
herausreißen, verursacht aber hohe Kosten. Deswegen bleiben bei Rekos in
Altbauten meist die Schornsteine in den Wohnungen auch.
Knut
> Hast Du mal das Teil vor dem Einbau gesehen?
Das nicht, habe aber einen vollständigen Grundriss der Etage
einschl. Wandstärken. Der Schacht ist ca. 1 x 1,20 m,
offensichtlich aus den gleichen Platten wie das ganze Haus
montiert, und durch eine Eisentür ganz normalen Formats vom
Hausflur aus zu betreten. Drinnen ist eine Zwischenwand mit
Einwurfklappe, jetzt verschlossen. Das macht, dass die
Abstellkammer in meiner Nachbarwohnung nur reichlich halb so groß
wie bei mir ist. (Gut, bei mir fehlt die ganz; meine Vorbewohner
haben die ausnahmsweise mal nichttragende Wand zwischen Flur und
Kammer entfernt. Der Flur ist jetzt wirklich nutzbar, ohne
Platzangst zu bekommen. Gerümpel muss nun in den Keller.)
> Deswegen
> bleiben bei Rekos in Altbauten meist die Schornsteine in den
> Wohnungen auch.
Huch? In Jena lässt die kein Mensch drinnen, zumindest bei der
Reko von kleinen Altbauwohnungen. Kann man sich bei 3% Altbau-
Leerstand und nach wie vor guter Nachfrage wohl leisten...
--
Grüße, Thomas
[Wirkungsgradverringerung bei Fernwärmeauskopplung]
> AFAIR war das die Argumentation des Kraftwerksbetreibers als es Anfang
> der 90er Jahre um den Bau des Steinkohlekraftwerkes im Rostocker
> Seehafen ging. Die Fernwärmeauskopplung für das städtische Netz kam dann
> aber doch.
Da war ich noch im Kraftwerk, ich glaube mich an die Backupdiskussion
erinnern zu können.
Das wesentliche Problem ist, das du bei einem Kraftwerk mit nur einem
Kessel immer noch einen Hilfsheizkessel vorhalten musst, um
"feuerfreie" Zeiten zu überbrücken, sei es planmäßige oder unplanmäßige.
Zum anderen ist es nicht ganz ohne, wenn du keinen Anzapfdampf
entnimmst, den "Rest" der Turbine bei halbwegs ordentlichen Parametern
zu betreiben, das "kalte Ende" der Maschine hat einen ganz wesentlichen
Anteil am Wirkungsgrad.
>> Sowohl Boxberg als auch Schwarze Pumpe koppeln Fernwärme aus,
>> Jänschwalde müßte eigentlich auch.
>
> Haben die dort nicht sogar die Fischteiche in Peitz beheizt oder
> verwechsel ich das jetzt mit irgendwelchen größeren Gewächshausanlagen?
Die Gewächshäuser waren in Vetschau, die haben ganz ordinären
Prozeßdampf bekommen, die Peizer Karpfen bekommen ihr Warmwasser aus
dem Kühlturmteich. Bei den anderen Temperaturen könntest du Fischsuppe
draus machen. In Boxberg wurde die entsprechende Anlage 1991
stillgelegt und in diesem Jahr reaktiviert, dazwischen wurde klassische
Fischzucht in Kunstbecken betrieben.
>> Die Prozeßführung ist etwas komplexer, aber beherrschbar,
> Wobei in Rostock hinzukommt das das Kraftwerk im Mittellastbereich
> arbeitet und relativ schnell rauf- und runterfahrbar ist.
Yep, Mittellastkraftwerke sind für die Wärmeauskopplung nicht so gut
geeignet.
Übrigends waren auch die 500er in Hagenwerder, Boxberg und Jänschwalde
als "Manövrierleistung" kozipiert, daher auch der Aufbau mit zwei
Kesseln, um die Leistung in einem höheren Bereich fahren zu können.
Grundlast sollte von Lubmin und Stendal kommen, haben das aber nie auf
die Reihe bekommen bzw (Lubmin) nur teilweise.
Frank
--
Die drei goldenen Regeln beim Überholen:
1. Der Gegenverkehr weicht dir immer aus.
2. Wo einer durchpasst, ist auch Platz für zwei.
3. Da kam gestern auch keiner.
> "Carlo Kessel" schrieb:
>
> > Wolfram Steinacker wrote:
> > > unlängst aus Halle Neustadt gehört, deren Einwohner verbäten sich
> > > den Begriff "Platte" für Neubauplatte.
> >
> > Ich finde eher den Begriff "Neubaugebiet" uä total unpassend für
> > mehr
>
> Aber er war völlig üblich.
In Funktionärskreisen, ja, aber auch nur dort.
> > > Den habe es zu DDR-Zeiten gar nicht
> > > gegeben. Er sei ein abfälliger Wessi-Import.
> >
> > Ich kenne nur "Arbeiterschließfach".
>
> Aber kaum in der Umgangssprache, das wurde eher als abwertender Witz
> im manchen Kreisen verwendet.
Vehementer Einspruch meinerseits. Ich hatte ab '87 etliche Kollegen, die
in sowas wohnten - die gebrauchten meistens nur diesen Begriff für ihr
Domizil, ohne den Komfort der kohlelosen Heizung zu negieren.
> Der Begriff "Platte" oder "Plattenbau"
> im negativen Sinne, tauchte mE erst Ende der 80er auf. Durchaus als
> Westimport (TV) denkbar.
>
> Lange Zeit war in der DDR der Einzug in eine "Neubauwohnung" der
> "Einzug ins Paradies".
Meine frisch gegründete Family und ich haben uns mit Händen und Füssen
und Schwiegervater gegen dieses "Paradies" gewehrt - erfolgreich.
Wir zogen es vor, einen substantiell soliden Vorkriegsziegelbau mit
grösserer Wohnfläche in eigener Regie unter voller Kostenübernahme der
Genossenschaft inwändig total zu sanieren.
Hat zwar ein halbes Jahr länger bis zum Einzug gedauert - aber die
Maulsperre und die grossen Augen der verwandtschaftlichen
"Paradies"-Bewohner bei Besichtigung des Ergebnisses habe ich bis heute
nicht vergessen.
Der Ehre halber sage ich natürlich dazu, dass sie ihre grosse Aktie
hinsichtlich Materialbeschaffung und tätige Mithilfe dran hatten.
Nachtrag: Ein 24(oder so)-Parteien-Mietshaus kann von Haus aus schon
kein"Paradies" sein - im Gegensatz zu 6 Parteien.
FB
Die 5-Geschosser in beiden Stadtteilen sollen ihre Perspektive behalten.
Die Elfer wurden ja systematisch leergezogen für den Abriss.
Kumpel von mir hat dabei einen absoluten Reibach gemacht.
FB
> gruss Carlo
> auf dem Weg in die Eis-Milch-Mocca-Bar
Der Song ging " In der Mocca-Milch-Eis-Bar hab ich sie gesehen..."
:-))
FB
Die Schächte, die ich kenne, sind aus einem Stück. Da ist nichts mit
Platten.
> (Gut, bei mir fehlt die ganz; meine Vorbewohner haben die
> ausnahmsweise mal nichttragende Wand zwischen Flur und Kammer
ausnahmsweise nichttragend oder ausnahmsweise entfernt?
> entfernt. Der Flur ist jetzt wirklich nutzbar, ohne Platzangst zu
> bekommen. Gerümpel muss nun in den Keller.)
[Schornsteine]
> Huch? In Jena lässt die kein Mensch drinnen, zumindest bei der
> Reko von kleinen Altbauwohnungen. Kann man sich bei 3% Altbau-
> Leerstand und nach wie vor guter Nachfrage wohl leisten...
Ist aber eben eine Kostenfrage. Hier in Berlin läßt man sie meist drin,
da man die Kosten dafür meist nicht umlegen kann.
Knut
> [Schornsteine]
> > Huch? In Jena lässt die kein Mensch drinnen, zumindest bei der
> > Reko von kleinen Altbauwohnungen. Kann man sich bei 3% Altbau-
> > Leerstand und nach wie vor guter Nachfrage wohl leisten...
> Ist aber eben eine Kostenfrage. Hier in Berlin läßt man sie meist drin,
> da man die Kosten dafür meist nicht umlegen kann.
Neurervorschlag an die fleißigen Bauleute in Jena und Berlin:
Nutzt die alten Schornsteine als Entlüftungsschächte und
Installationskanäle für Wasser und Strom! Funktionsmuster
zu besichtigen in Dresden.
Und im nächsten Krieg kann man wunderbar heizen.
BGE
>Neurervorschlag an die fleißigen Bauleute in Jena und Berlin:
>
>Nutzt die alten Schornsteine als Entlüftungsschächte und
>Installationskanäle für Wasser und Strom! Funktionsmuster
>zu besichtigen in Dresden.
Habe ich gerade besichtigt: In der Leipziger Straße in dem Haus, durch
das man früher in den Faun-Palast ging.
Aber gab es da nicht mal eine Bauvorschrift, dass auch Häuser mit
anderweitiger Beheizung Kamine haben müssen für den Fall, dass der
böse Russe kommt oder die Ölscheichs den Hahn zudrehen, und man
deshalb der Oma ihren Schaukelstuhl verheizen muss?
Gruß
Gerald
--
Wenn Uwe Schickedanz mich in seinen Signaturen zitiert,
geben diese Zitate nicht unbedingt meine Aussagen und
meine Meinung korrekt wieder. Er versteht es halt nicht
besser.
> Aber gab es da nicht mal eine Bauvorschrift, dass auch Häuser mit
> anderweitiger Beheizung Kamine haben müssen für den Fall, dass der
> böse Russe kommt oder die Ölscheichs den Hahn zudrehen, und man
> deshalb der Oma ihren Schaukelstuhl verheizen muss?
Das Problem dürfte dann aber sein: woher auf die Schnelle die ganzen
kleinen Öfen hernehmen. Schon für die Umstellung der richtigen Heizwerke
von Öl, Stadtgas usw. auf Blumenerde war es durchaus schwierig neue
Kessel zu bekommen. Da dürfte es trivialer sein, Omas Schaukelstuhl im
Heizwerk zu verbrennen und nicht die ganzen Wohnungen auf Hausbrand
umzustellen. Einmal abgesehen von der ganzen Logistik die man dann
ausbauen müssen um die Haushalte mit Brennstoffen zu versorgen (und
lagern müssen sie das Zeugs auch).
Bye Kai
>> Knut Ochdorf <KnutO...@web.de> schrieb:
Womit heizen und wer sollte sich dann noch wärmen wollen (können)?
BU
> Ist "Punkthochhaus" so ein besonders hohes Haus, das als architektonischer
> Akzent in ein Gebiet gesetzt wird?
Nein - das heißt auch umgangssprachlich "Würfel". Hat 6 Etagen (incl.
Parterre) und ist vom Grundriß annähernd quadratisch. Stehen meistens im
Päärchen.
GG
>Das Problem dürfte dann aber sein: woher auf die Schnelle die ganzen
>kleinen Öfen hernehmen.
Da baut man dann die berühmten "Kanonenöfchen". ;-)
BTW: Meine häusliche Computervernetzung läuft auch durch einen
ungebrauchten Schornsteinzug.
Den wohl ziemlich DDR-typischen Allesbrenner im Keller, der die
Zentralheizung aus den 30ern mit Schwerkraftkreislauf beheizte, habe
ich '91 rausgeschmissen.
> Die Platte zeichnete sich doch dadurch aus, daß eine komplette Wand eine
> vorgefertigete Platte war
So seit dem Typ P2, der Typ Brandenburg hatt noch Halbgeschoßplatten.
> und daß die Bäder teilweise sogar als komplett
> Einheiten, wie so ein Container mit allen vier Wänden, Boden und Decke
> eingesetzt wurde.
Das mußte nicht zwingwend so sein. Wenn dem aber so ist, hatten diese
dann kein Fenster.
> Kennzeichnend für die Platte (Ausnahmen gab es natürlich)
> war auch, daß Küchen und Bäder ohne Fenster innerhalb des Gebäudes
> angeordnet waren.
Bäder nur, wenn als Zelle. Wenn du den Typ mit Küche und Durchreiche
hast, dann hast du auch kein Fenster in der Küche. Ansonsten hatten die
Küchen in WBS 70 Fenster und die Bäder waren Naß-Zellen. In den
Würfelhäusern hatten die Küchen Fenster.
> Übrigens ist die "Platte" wohl eine gebäuchliche Bezeichnung in bestimmte
> Gebieten der DDR gewesen, denn ich kenne diesen Begriff, der ja in keinster
> Weise abwertend gemeint war, noch aus meiner eigenen Erfahrung in der DDR.
Ich nicht. bis 90 hieß das Neubau, auch wenn einige schon 20 Jahre alt
waren.
> Zum Begriff des Neubaugebietes: Man kann diesen Begriff immer nur aus dem
> ortsüblichen Gebrauch her verstehen und benutzt ihn dann ggf. für ein
> bestimmtes Gebiet auch heute noch.
Kann sein. Vielfach heißt sowas auch "Siedlung".
> Jetzt noch ein paar Sätze aus meiner Sicht zur "Platte" oder dem
> "Plattenbau". Man muß einfach verstehen, daß mit dieser Bauform die Menschen
> spätestens Ende der 70er eine Lösung ihres Wohnungsproblems verbanden. Die
> Herrschenden ließen bewußt die "Altbauten" der Innenstadt weiter verkommen,
> weil man dem Wahn verfallen war, daß der neue sozialistische Mensch nur in
> einem sozialistischen Wohngebiet glücklich werden könne.
Komm ma runter! Die engen Mietskasernen mit ihren Straßenschluchten
gehören weggerissen, mindestens die Hinterhäuser und die Vorderhäuser
zur Hälfte, damit vernünftige Straßen und Parkplätze entstehen. Ich
möchte nicht geschenkt in MD-Buckau oder Dresden-"Neustadt" wohnen.
Aus dem selben Grund sollte man auch die zu engen Plattenbausiedlungen
etwas ausdünnen.(z.B - Reihenhäuser draus machen, wenn am Stadtrand
gelegen) Dabei kann man ja die ungünstig geschnittenen Blöcke wegreißen.
Wenn die Infrastruktur ansonsten stimmig ist, ist das gar nicht so
schlecht. Nicht dieses unsägliche Stadtplangefrickel heutzutage mit
riesigen Kauftempeln auf grüner Wiese! (ok, einige Plattenbausiedlungen
stehen auch auf ehemals grüner Wiese.)
GG
> Nun: Ich gehöre der Kaste an, welche sich kein Eigenheim leisten kann.
> Ich habe bis 1994 in der sogenannten "Platte" gewohnt. Danach bin ich in
> eine "Schöne, sanierte Wohnung" gezogen. Das Mietshaus sah ganz toll
> aus. Aber: Typisch Bundesdeutsche-Schnellsanierung. Das Haus steht steht
> seit einem Jahr leer. Schimmel, Fast keine Lärmdämmung. Ebenso keine
> wirkliche Wärmedämmung.
Und es hat nach 1990 auch immer noch Neubauten mit Bädern ohne Fenster
gegeben. Mit erhebliche Baumängeln. Viele Leutchen würden wieder in dpe
PLatte ziehen, wenn sie Saniert ist und auch das Umfeld stimt. Leider
hast du zu letzterem schon das KO-Kriterium genannt.
> Die Platte:
> Sie waren sicher nicht schön.
Da kann man im Rahmen einer Sanierung viel machen.
> Aber wärme & Lärm-ärmer als die meisten
Die letzgebauten Typen haben so eine Art Wärmedämmung eingrbaut. Nur den
Punkt Lärmdämmung kann ich jnicht so nachvollziehen, ich kenne kaum
Wohnungen mit vernünftiger Lärmdämmumg in Osten. Ausgenommen die im
Zuckerbäckerstil.
> Wohnungen hier in Eisenach auf alle Fälle. Ich habe hier am Abend
> mindestens 6 Tonkanäle zum Fernsehen. NEIN - kein Dolby-Digital 5.1. -
> sondern mein Originalton zum TV-Bild und dazu die Tonspuren der anderen
> Sender in den Wohnungen neben, unter und über mir. Und: Nein, Sie haben
> alle "Zimmerlautstärke".
So kenn ichs aus Plattenbauten und auch aus neugebauten
Mehrfamilienhäusern. Peinlich - wir leben im 3. Jahrtausend* und können
nicht mal das ...
GG
*dies bitte nicht auf die Goldwaage legen ...
> Ein als Punkthochhaus bezeichnetes Hochhaus hat einen annähernd
> quadratischen Grundriss.
> Laut meiner Bauzeichnung sind es exakt 16x17.2 Meter und die Dachhöhe liegt
> bei ca. 33m (10.Etage).
Hast du ein Foto von so einem Haus? Damit ich diesen Begriff nicht immer
falsch benutze ...
GG
> Und es hat nach 1990 auch immer noch Neubauten mit Bädern ohne
> Fenster gegeben. Mit erhebliche Baumängeln. Viele Leutchen würden
> wieder in d pe PLatte ziehen, wenn sie Saniert ist und auch das
> Umfeld stimt. Leider hast du zu letzterem schon das KO-Kriterium
> genannt.
Das komische ist, das sich die neuen bundesdeutschen Besitzer (bitte
nicht auf die Goldwaage legen, ich kenne auch viele bodenstänige
"Wessis") sich gegenseitig die Tasche vollhauen. In so einem "saniertem
Haus" sollten Eigentumswohnungen entstehen. Als igendwann der neue
Vermieter kam, bastelte ich gerade eine Komode ein. Er war offenbar
Werkzeugkundig und sah die riesigen Schrauben für Schnellbauplatten. Er:
"Wieso nehmen Sie nicht einfach Dübel?" Ich:" das geht bei Rigibs
schlecht". Er:" aber das ist doch eine Aussenwand?". Ich:" Ja-aber ein
Fachwerkhaus!". Er:" Hä? laut Kaufvertrag ist das ein Massivhaus???"
> Da kann man im Rahmen einer Sanierung viel machen.
So sehr alt waren die Hier noch nicht.
> Die letzgebauten Typen haben so eine Art Wärmedämmung eingrbaut. Nur
> den Punkt Lärmdämmung kann ich jnicht so nachvollziehen, ich kenne
> kaum Wohnungen mit vernünftiger Lärmdämmumg in Osten. Ausgenommen
> die im Zuckerbäckerstil.
Ja.
> So kenn ichs aus Plattenbauten und auch aus neugebauten
> Mehrfamilienhäusern. Peinlich - wir leben im 3. Jahrtausend* und
> kön nen nicht mal das ...
liegt sicher nicht am Können.
MFG, Henning.
--
...Nur Fliegen ist Schöner.....
> Da dürfte es trivialer sein, Omas Schaukelstuhl im
> Heizwerk zu verbrennen und nicht die ganzen Wohnungen auf Hausbrand
> umzustellen.
Machen sie doch eh schon: Überall werden doch Müllverbrennungsanlagen
himgezimmert. Wird echt lustig, wenn dann der ganze Müll über die
Landstraßen gekarrt wird. Hoffentlich landen möglichst viele
Müllkutscher im Graben ...
GG
> Hast du ein Foto von so einem Haus? Damit ich diesen Begriff nicht immer
> falsch benutze ...
Hier gibts das als Beschreibung und Zeichnung:
http://www.iemb.de/veroeffentlichungen/schriftenreihen/leitfaden/WHH/whh_03.htm
und hier ein Bild:
http://www.punkthochhaus.de/seite2.htm
Frank
--
Immerhin sind die Scharniere der Aschenbecher das Wichtigste am ganzen
Waggon. Man stelle sich vor, der ganze Waggon müßte auf den Kopf gestellt
werden, um die Aschenbecher auszuleeren.
D'oh! Daß es siese URL gibt, hätte ich nicht gedacht.
GG
>> Ist "Punkthochhaus" so ein besonders hohes Haus, das als
>> architektonischer Akzent in ein Gebiet gesetzt wird?
>
> Nein - das heißt auch umgangssprachlich "Würfel".
"Würfel" ist Würfel und "Hochhaus" ist auch ein Hochhaus, worunter man
in unseren Breiten etwas mit mehr als 6 Obergeschossen versteht (ab da
braucht man nämlich den Aufzug). Mit mehr als 6 Obergeschossen bekommt
man ein Punkthochhaus auch nicht mehr richtig würfelförmig hin.
Bye Kai
> "Würfel" ist Würfel und "Hochhaus" ist auch ein Hochhaus, worunter man
> in unseren Breiten etwas mit mehr als 6 Obergeschossen versteht (ab da
> braucht man nämlich den Aufzug). Mit mehr als 6 Obergeschossen bekommt
> man ein Punkthochhaus auch nicht mehr richtig würfelförmig hin.
Aha. Hab ich doch heute wieder was gelernt und weiß jetzt, daß ich den
Begriff Punkthochhaus bisher falsch benutzt hab.
THX
Guido
> Machen sie doch eh schon: Überall werden doch Müllverbrennungsanlagen
> himgezimmert. Wird echt lustig, wenn dann der ganze Müll über die
> Landstraßen gekarrt wird.
Das ist doch jetzt schon der Fall, weil viele ehemaligen Mülldeponien
entweder voll sind oder nicht mehr der heutigen Gesetzeslage
entsprechen. Rostocks Müll landet z.B. bei Malchin auf einer der wenigen
noch zugelassenen Mülldeponien in MeckPomm (natürlich per Landstraße, da
man eine Verladestation mit Bahnanschluß absichtlich nicht in Rostock
gebaut hat; die Gegenseite hat[te] einen).
Von den "Wertstoffen" (aka "Grüner Punkt") mal ganz zu schweigen, weil
das Zeugs auch sonstwohin zur "Verwertung" gekarrt wird.
Soviel wird sich mit der Umstellung auf die thermische Behandlung der
Restabfälle (so nennt sich IIRC die Müllverbrennung) an den
Transportwegen nicht ändern, evtl. geht es nur woanders hin.
> Hoffentlich landen möglichst viele Müllkutscher im Graben ...
Auch das ist schon jetzt der Fall.
Bye Kai
[Neubaugebiet... war völlig üblich]
>
>In Funktionärskreisen, ja, aber auch nur dort.
IBTD
Neubaugebiet war und ist völlig normaler Sprachgebrauch. Gern auch
abgekürzt ohne -gebiet.
Gruß Uwe
--
Geschichte [wird] von den Siegern geschrieben,
und da ist auch was dran
G. Endres in dafddr
> Ein als Punkthochhaus bezeichnetes Hochhaus hat einen annähernd
> quadratischen Grundriss.
> Laut meiner Bauzeichnung sind es exakt 16x17.2 Meter und die Dachhöhe
liegt
> bei ca. 33m (10.Etage).
> Hast du ein Foto von so einem Haus? Damit ich diesen Begriff nicht immer
> falsch benutze ...
Foto:
http://people.freenet.de/server.alpha/phhaus2.jpg
Gezeichnete Ansicht:
http://www.people.freenet.de/server.alpha/phhansi1.gif
Grundriss EG:
http://www.people.freenet.de/server.alpha/phhplan1.gif
W.
>Der Anteil der echten Heizkraftwerke dürfte wesentlich
>höher gewesen sein als die Anzahl der Auskoppelungen von Wärme, z.B. aus
>Wärmekraftwerken (dazu zählt auch Lubmin) oder Industriebetrieben.
Meinst Du? Alle Neubaugebiete von Zwickau z.B. wurden mit Fernwärme
aus Kraftwerken versorgt.
> Grundriss EG:
> http://www.people.freenet.de/server.alpha/phhplan1.gif
Womit wir die einzige Dreizimmerwohnung im Haus erwischt hätten.
Dazu 37 Zweizimmerwohnungen. Leider sind im EG keine Balkons.
Linker Trockenraum und Waschmaschinenraum sind heute Hausmeister-
Dienstraum, mittlerer Trockenraum ist Gemeinschaftswerkstatt, der
"Gemeinschaftsraum" ist Raum z.b.V. unter Aufsicht des
Hausmeisters (da kann man z.B. Möbel abstellen, wenn man eine
Großrenovierung in der eigenen Wohnung macht, oder Sperrmüll bis
zur nächsten Sammlung).
In der Mitte rechts neben dem Treppenhaus ist der Müllschlucker,
rechts und links vor den Außenwänden die Flucht-Treppenhäuser
(leiterähnliche Eisentreppen drinnen).
Interessant für mich, dass in der Einengung des Flurs gegenüber
der Badtür also nie eine Tür war, sondern immer ein offener
Durchgang. Dachte bisher, dass meine Vorbewohner dort eine Tür
entfernt hätten.
--
Grüße, Thomas
>> Der Anteil der echten Heizkraftwerke dürfte wesentlich
>> höher gewesen sein als die Anzahl der Auskoppelungen von Wärme, z.B. aus
>> Wärmekraftwerken (dazu zählt auch Lubmin) oder Industriebetrieben.
>
> Meinst Du? Alle Neubaugebiete von Zwickau z.B. wurden mit Fernwärme
> aus Kraftwerken versorgt.
Wo gabs in Zwickau denn ein Kraftwerk?
Frank
Stimmt zumindest für den nördlichen Bereich der DDR.
> Natürlich hat es den Ausdruck gegeben, war ja selber (tm) dort ;-).
> Nur Frage: Wie weit war er genehm? Anders: Gab es Druckerzeugnisse,
> zB. Bücher, DDR-Literatur etc., die mit diesem kritischen Terminus
> operieren durften. Gibt es Belege?
Es gibt wohl kaum ein in Buch im Bereich "Sozialistischer Realismus"
eines DDR-Schriftstellers, welches ich nicht gelesen habe.
Das Wort "Platte" ist mir definitiv nicht untergekommen.
(Mit Erschrecken mußte ich eher nach 89 feststellen, daß im Westen unter
"Platte" ein Platz fungierte, den ein Obdachloser sich für eine gewisse
Zeit "erkämpft" hatte. Gab es Obdachlose in der DDR?)
Zu den hier hochgekochten Emotionen ein Satz aus dem "geheimen Lehrbuch"
für angehende Immobilienkaufleute: "Woraus ergibt sich der Wert einer
Immobilie?" - "Aus drei Punkten: erstens - aus der Lage; zweitens - aus
der Lage; drittens - aus der Lage."
Der Schreiber dieser Zeilen wird, rein zufällig, demnächst auch wieder
in einen "Plattenbau" ziehen[1], glücklicherweise nicht nach
Berlin-Marzahn, sondern einfach nur zwei Dörfer weiter, wo eine LPG 1967
mal mitten im Wald so ein Ding hochgezogen hat, um die raren
Landarbeiter an das Dorf zu binden.
Heute ist dieser kleine, feine Block tiptop saniert (eigentlich ist da
so viel nun auch nicht gemacht worden) und hochbegehrt.
Ich werde dann mal demnächst berichten, wie es sich "In der Platte"
wohnt.
Wahrscheinlich entspannter, als in der irrsinnig teuren, sanierten
Rostocker "Altbauwohnung", die auch noch zur Debatte stand, aber wegen
des gewaltigen Lärms, welchen die Leute in der darüber liegenden Wohnung
dank des "romantischen Dielenfußbodens" erzeugten, verworfen wurde.
Übrigens war eine "Plattenbauwohnung" (so hieß sie wohl halboffiziell)
in der DDR nicht nur bei Leuten, die aus dem dritten Hinterhaus ohne Bad
dort hinzogen beliebt, sondern auch bei den vielen Menschen, die sonst
_gar keine eigene_ Wohnung hatten - nämlich Alleinstehende bis dreißig,
die noch in der elterlichen Wohnung lebten; vor allem aber die Heerschar
Geschiedener, die sich noch in der Ehewohnung rumplagen mußten.
Auch hier darf der Autor als Beispiel herhalten: Die Adresse der
Neubauwohnung wurde schon lange vor der Bezugsfertigkeit bekanntgegeben,
und mindestens einmal pro Woche stand ein Besuch auf der Baustelle an -
so habe ich vom Fundament bis zum Dachabschluß jede Phase meines
damaligen Wohnhauses miterlebt.
[1] keine Lust mehr, die Hälfte des Jahres für Kredite und
Propangasheizungsrechnung zu arbeiten, keinen gesunden Rücken und vor
allem keine Zeit mehr, um auf dem riesigen Grundstück tagtäglich gegen
das Unkraut zu kämpfen; und auch mal wieder Lust, stattdessen um
die Welt zu reisen - nur so BTW
UG
> Es gibt wohl kaum ein in Buch im Bereich "Sozialistischer Realismus"
> eines DDR-Schriftstellers, welches ich nicht gelesen habe.
"Sie wissen immer alles, Sie können immer alles ..."
"Aber Herr Herricht, jetzt übertreiben sie aber!"
"Ja, natürlich ..."
> Das Wort "Platte" ist mir definitiv nicht untergekommen.
Mir kommt es ganz geläufig vor.
> Der Schreiber dieser Zeilen wird, rein zufällig, demnächst auch wieder
> in einen "Plattenbau" ziehen[1], glücklicherweise nicht nach
> Berlin-Marzahn, sondern einfach nur zwei Dörfer weiter, wo eine LPG 1967
> mal mitten im Wald so ein Ding hochgezogen hat, um die raren
> Landarbeiter an das Dorf zu binden.
Welches Dorf (mit LPG) hatte nicht ein oder zwei solche Häuser?
Matthias
--
Marat wurde zwar ermordet, aber er starb vorher an einer Krankheit, die
ihm sogar das Leben raubte. Prof. Galletti
** Wer zum Kuckuck ist Prof. Galletti? ==> http://www.galletti.de/ **
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> "Sie wissen immer alles, Sie können immer alles ..."
> "Aber Herr Herricht, jetzt übertreiben sie aber!"
> "Ja, natürlich ..."
Huch, ist das jetzt als Arroganz angekommen?
Bei mir ist eher die Angst des Alfred Hitchcock, der im hohen Alter mal
gefragt wurde, wovor er (der Autor von x Gruselfilmen) eigentlich Angst
hätte. Er antwortete "Nachts aufzuwachen, und nichts zu lesen
dazuhaben".
Ganz genau so geht es mir, der ich, außer Fachbüchern, nun mal nur
"Soz. Realismus" lese.
> > Das Wort "Platte" ist mir definitiv nicht untergekommen.
> Mir kommt es ganz geläufig vor.
Regionales Phänomen?
> >sondern einfach nur zwei Dörfer weiter, wo eine LPG 1967
> >mal mitten im Wald so ein Ding hochgezogen hat, um die raren
> >Landarbeiter an das Dorf zu binden.
> Welches Dorf (mit LPG) hatte nicht ein oder zwei solche Häuser?
Aber welches Dorf liegt so verkehrsgünstig wie meins....*freu*
UG
>Wo gabs in Zwickau denn ein Kraftwerk?
Äußere Schneeberger Str., August-Bebel-Werk
Reinsdorfer Str., Karl-Marx-III
Äußere Dresdner Str., Martin-Hoop-IV
Das sind alles kleinere Steinkohlenkraftwerke.(gewesen)
> > Es gibt wohl kaum ein in Buch im Bereich "Sozialistischer Realismus"
> > eines DDR-Schriftstellers, welches ich nicht gelesen habe.
Ich sach ja, ein Fall für Oberschwester Christa.
> "Sie wissen immer alles, Sie können immer alles ..."
> "Aber Herr Herricht, jetzt übertreiben sie aber!"
> "Ja, natürlich ..."
>
> > Das Wort "Platte" ist mir definitiv nicht untergekommen.
>
> Mir kommt es ganz geläufig vor.
>
> > Der Schreiber dieser Zeilen wird, rein zufällig, demnächst auch wieder
> > in einen "Plattenbau" ziehen[1], glücklicherweise nicht nach
> > Berlin-Marzahn, sondern einfach nur zwei Dörfer weiter, wo eine LPG 1967
> > mal mitten im Wald so ein Ding hochgezogen hat, um die raren
> > Landarbeiter an das Dorf zu binden.
>
> Welches Dorf (mit LPG) hatte nicht ein oder zwei solche Häuser?
Früher nannte man sowas Schnitterkaserne oder auch Gesindeheaus - FR
Schlymme Landschaftsverhuntzung
Der sozialist. Fortschritt: früher hauste die Dorfarmut in Lehmkaten
am Dorfrand, später in der Platte. Kein Bauer mit Ehre bzw. mit in die
LPG eingebrachtem Grundbesitz wäre in so ein Bauerntölpelschliessfach
freiwillig eingezogen.
Der Genosse LPG Vorsitzende wohnte dort natürlich nie, der residierte
in einem mit von der LPG-Baubrigade großzügig gebauten EFH.
gruss Carlo
>> Wo gabs in Zwickau denn ein Kraftwerk?
>
> Äußere Schneeberger Str., August-Bebel-Werk
> Reinsdorfer Str., Karl-Marx-III
> Äußere Dresdner Str., Martin-Hoop-IV
>
> Das sind alles kleinere Steinkohlenkraftwerke.(gewesen)
Die Namen hören sich alle an nach Industriekraftwerken, bei denen auch
etwas Strom erzeugt wurde, der Hauptzweck war aber doch wohl die
Dampfbereitstellung.
Daher meine Frage nach "Kraftwerk"... ;-)
Frank
--
100 kleine Haushaltstips:
Geschirrspülmittel wirken am besten, wenn man die Packung vor
Gebrauch öffnet.
[Neubauwohnungen aufs Dorf]
> Kein Bauer mit Ehre bzw. mit in die
> LPG eingebrachtem Grundbesitz wäre in so ein Bauerntölpelschliessfach
> freiwillig eingezogen.
Was haben auf Deiner Kuhbläke so die jungen Familien gemacht? Weiter bei
Mutti und Oma gewohnt und ggf. noch ein Zimmer angebaut/geteilt? Nicht
jeder hatte das Bauland, Geld und die Kraft ein EFH hochzuziehen.
> Der Genosse LPG Vorsitzende wohnte dort natürlich nie, der residierte
> in einem mit von der LPG-Baubrigade großzügig gebauten EFH.
War ja meist schon ein älterer und bewährter (LPG-) Genosse. Unserer
wohnte übrigens im geerbten Gehöft.
Veith
--
Strukturen, Geschichte(n) & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
>Die Namen hören sich alle an nach Industriekraftwerken, bei denen auch
>etwas Strom erzeugt wurde, der Hauptzweck war aber doch wohl die
>Dampfbereitstellung.
>Daher meine Frage nach "Kraftwerk"... ;-)
Da vermutest Du richtig, allerdings sind diese Kraftwerke keine reinen
Heizwerke, denn sie wurden für den Steinkohlenbergbau gebaut und von
Anfang an für Strom- und Dampfgewinnung konzipiert und genutzt. Nach
dem Ende des Steinkohlenbergbaus 1978 war der Dampf "übrig".
>>>Wo gabs in Zwickau denn ein Kraftwerk?
>>
>>Das sind alles kleinere Steinkohlenkraftwerke.(gewesen)
>
> Die Namen hören sich alle an nach Industriekraftwerken, bei denen auch
> etwas Strom erzeugt wurde, der Hauptzweck war aber doch wohl die
> Dampfbereitstellung.
Vor den großen Verbundnetzen können das durchaus echte Stromkraftwerke
für die örtlichen Industriebetriebe gewesen sein, die allerdings dann
später nur noch Dampf und etwas Spitzenlast produziert haben.
Rostock-Bramow war auch so ein Fall wo vor und kurz nach dem Krieg die
Stromproduktion im Mittelpunkt stand. Die Geschichte mit dem Dampf in
großen Mengen kam erst später mit der Fernheizung der Neubaugebiete und
der dazugehörigen Industrie.
Bye Kai
[IKW]
> Da vermutest Du richtig, allerdings sind diese Kraftwerke keine reinen
> Heizwerke, denn sie wurden für den Steinkohlenbergbau gebaut und von
> Anfang an für Strom- und Dampfgewinnung konzipiert und genutzt. Nach
> dem Ende des Steinkohlenbergbaus 1978 war der Dampf "übrig".
Also wahrscheinlich mit Gegendruckmaschinen.
Shudder, ich hätte die nicht bei Heizdampfabnahme fahren mögen...
Frank
>> Die Namen hören sich alle an nach Industriekraftwerken, bei denen auch
>> etwas Strom erzeugt wurde, der Hauptzweck war aber doch wohl die
>> Dampfbereitstellung.
>
> Vor den großen Verbundnetzen können das durchaus echte Stromkraftwerke
> für die örtlichen Industriebetriebe gewesen sein, die allerdings dann
> später nur noch Dampf und etwas Spitzenlast produziert haben.
Jo, so war wohl die Entwicklung.
> Rostock-Bramow war auch so ein Fall wo vor und kurz nach dem Krieg die
> Stromproduktion im Mittelpunkt stand. Die Geschichte mit dem Dampf in
> großen Mengen kam erst später mit der Fernheizung der Neubaugebiete und
> der dazugehörigen Industrie.
Für mich immer wieder faszinierend war die Rolle des IKW Peenemünde.
Eigendlich sollte das schon in den 70ern stillgelegt werden, irkndwie
wurde es aber wohl zur Frequenzstützung bis zum Schluß gebraucht.
Frank
>> Also wahrscheinlich mit Gegendruckmaschinen.
> ????
Die Entspannung des Dampes in der Turbine erfolgt nicht bis in den
Vakuumbereich, sondern nur bis zu einem festgelegten Enddruck, um den
Dampf noch anderweitig verwenden zu können.
Wenns dich interessiert,
http://www.sij.fh-aachen.de/download/Dampfturbinen_Skript.pdf
ist ganz informativ.
Frank
--
Und wenn ich die jungen Leute betrunken aus dem Wirtshaus wanken sehe, möchte
ich ihnen zurufen: Ihr seid auf dem falschen Weg! Kehret um, kehret um!
>Die Entspannung des Dampes in der Turbine erfolgt nicht bis in den
>Vakuumbereich, sondern nur bis zu einem festgelegten Enddruck, um den
>Dampf noch anderweitig verwenden zu können.
Alles klar. Ja, dann trifft das zu. Eine der Hauptaufgabe war die
Bereitstellung von Dampf für Dampfmaschinen und Prozesse.
>Wenns dich interessiert,
>http://www.sij.fh-aachen.de/download/Dampfturbinen_Skript.pdf
>ist ganz informativ.
Danke.
Außerdem: Wozu um alles in der Welt? Die Wände in denen sich die
befinden sind IMHO meistens tragend, die zu beseitigen steht der
Aufwand doch nie und nimmer dafür! Auf _die_ Idee is hier in Wien noch
keiner gekommen... und ich hab schon viel Murks in Altbauten gesehen!
lg Ragnar
> Außerdem: Wozu um alles in der Welt? Die Wände in denen sich die
> befinden sind IMHO meistens tragend, die zu beseitigen steht der
> Aufwand doch nie und nimmer dafür! Auf _die_ Idee is hier in
> Wien noch keiner gekommen... und ich hab schon viel Murks in
> Altbauten gesehen!
Naja, nicht der ganze Schornstein ist tragend. Du kannst eine Wand
stehen lassen und den Rest heraus reißen.
Der letzte Fall, den ich erlebt habe, betraf die Renovierung von
Primitivwohnungen von 1938 (der wohl in ganz Deutschland gebaute
Einheitstyp mit kleinem Fenster in Bad oder WC), denen in den
50ern nachträglich ein Bad eingesetzt worden war (vorher nur
große Wohnküche und Verschlag mit WC, baden gehen mussten die
Leute in der Schwimmhalle). Im Bad war nur Platz für Kloschüssel,
Wanne, runden Kohlebadeofen und einen mächtigen Schornstein mit
mehreren Zügen. Durch Abbau desselben war über ein halber
Quadratmeter Grundfläche zu gewinnen, bei reichlich 3 qm Fläche
des bisherigen Bades schon viel. Der Aufwand des Ausbaus wurde
vermutlich durch Einsparung bei der neuen Einrichtung mehr als
wettgemacht. Man kann Duschbecken und Wannen in jeder Größe nach
Maß bekommen, nur billig sind die dann nicht mehr; besonders wenn
ein Block mit 72 Wohnungen auszustatten ist. Dann lieber Esse
'rausmeißeln und Standardteile nehmen.
--
Grüße, Thomas
> Naja, nicht der ganze Schornstein ist tragend. Du kannst eine Wand
> stehen lassen und den Rest heraus reißen.
> [...] Im Bad war nur Platz für Kloschüssel,
> Wanne, runden Kohlebadeofen und einen mächtigen Schornstein mit
> mehreren Zügen. Durch Abbau desselben war über ein halber
> Quadratmeter Grundfläche zu gewinnen
In meiner neuen Schnitterkasernen-Wohnung (oh Gott, wie kann man solche
Kotzbrocken wie den Ritter auch nur einen Tag aus dem Killfile lassen),
Bj. 67, wurden die Schornsteine im Bad auch entfernt, dort wurde dadurch
auch richtig Platz geschaffen.
Das Entfernen geschah übrigens noch zu DDR-Zeiten, weswegen ein gewisser
OnT-Faktor gegeben ist.
Übrigens ganz interessant: Meine erste eigene Wohnung müßte auch das
Baujahr haben, besaß aber leider auch nur ein winziges Badfenster,
während die jetztige von Anfang an ein großes Fenster hatte. Auch hat
sie glücklicherweise kein Durchgangszimmer, auch das war in der anderen
Wohnung leider der Fall. Die Standardisierung war also damals noch lange
nicht so konsequent, wie später bei der WBS 70.
UG
> > Naja, nicht der ganze Schornstein ist tragend. Du kannst eine Wand
> > stehen lassen und den Rest heraus reißen.
>
> > [...] Im Bad war nur Platz für Kloschüssel,
> > Wanne, runden Kohlebadeofen und einen mächtigen Schornstein mit
> > mehreren Zügen. Durch Abbau desselben war über ein halber
> > Quadratmeter Grundfläche zu gewinnen
>
> In meiner neuen Schnitterkasernen-Wohnung (oh Gott, wie kann man solche
> Kotzbrocken wie den Ritter auch nur einen Tag aus dem Killfile lassen),
Ich ernenne hierdurch Ulfschmidt zum Oberschnitter - FR
Knut Ochdorf wrote:
> Nicht unbedingt. ich habe jahrelang im West in einem Plattenbau gewohnt
> (stammte übrigens aus Rumänien!).
Du oder die Platten? :-)
Im Ernst: Wie kann man das identifizieren wo das herkam?
Die Sache interessiert mich, weil ich ja die Plattenbauten gut (zum
Glück mußte ich in keinem Wohnen) aus Rumänien kenne. Ich wußte nur
nicht, daß die auch noch exportiert wurden.
> Es war definitiv kein sozialer
> Wohnungsbau.
Was mich noch viel mehr interessieren würde: Waren die zumindest
besserer Qualität als in Rumänien? Muß es wohl gewesen sein, Müll hat
man wohl nicht eingekauft, egal wie billig es verkauft wurde.
Wenn wir schon dabei sind: Wie war das mit der Fernheizung in der DDR?
In den vorangegangene Postings des Threads wird das als fortschrittlich
angesehen. In Rumänien war es ein Fluch, hauptsächlich weil es im Sommer
vorhanden war (Monatsquoten) und im Winter fehlte. (Es gab einen Witz:
Warum sollte man im Winter die Fenster öffnen? Damit die Wärme
reinkommt. Verordnung der Partei: Die Fenster sind im Winter geschlossen
zu halten, es gab schon mehrere Fällt wo Füßgänger erfroren sind.
Oder so in der Art.)
Gruß,
Eugen
> Was mich noch viel mehr interessieren würde: Waren die zumindest
> besserer Qualität als in Rumänien? Muß es wohl gewesen sein, Müll hat
> man wohl nicht eingekauft, egal wie billig es verkauft wurde.
Da überschätzt du westdeutsche Einkäufer. Hauptsache es ist schön
billig, denn "Geiz ist geil". Qualität spielt dabei meist keinerlei
Rolle. :-(
> Wenn wir schon dabei sind: Wie war das mit der Fernheizung in der DDR?
> In den vorangegangene Postings des Threads wird das als fortschrittlich
> angesehen. In Rumänien war es ein Fluch, hauptsächlich weil es im Sommer
> vorhanden war (Monatsquoten) und im Winter fehlte.
Die Sicherstellung der Fernwäreversorung der Wohungen hatte immer eine
hohe Priorität.
Damit es in den Wohnungen richtig kalt wurde musste es draußen schon
sehr kalt gewesen sein damit der Nachschub an Brennstoffen (im
wesentlichen Braunkohle und -brikett) für die zentralen Heizhäuser nicht
in dem Umfang rollen konnte. Oder aber irgendeine Havarie legte das
Heizhaus zeitweilig lahm. Aber das waren mehr die Ausnahmefälle als die
Regel.
Hauptstreitpunkt in der Bevölkerung war im wesentlichen nur ob man nicht
an kühlen Tagen im September früher mit dem Heizen anfangen sollte.
Bye Kai
Eigentlich nur durch Leute, die dort schon seit der Errichtung wohnen.
Dem Bau sieht man das nicht an. Die berichteten, daß die Rumänen vor Ort
ein Art Plattenwerk errichtet hätten und dann wurden gebaut. Zum Schluß
blieben ein paar Platten übrig und damit baute man auf dem Platz, wo
vorher das Plattenwerk gestanden hat.
> Die Sache interessiert mich, weil ich ja die Plattenbauten gut (zum
> Glück mußte ich in keinem Wohnen) aus Rumänien kenne. Ich wußte nur
> nicht, daß die auch noch exportiert wurden.
Ich wußte es bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht.
> Was mich noch viel mehr interessieren würde: Waren die zumindest
> besserer Qualität als in Rumänien? Muß es wohl gewesen sein, Müll hat
> man wohl nicht eingekauft, egal wie billig es verkauft wurde.
Nein. Müll war es nicht, eben Platten. Etwas besser isoliert und auch
besser verarbeitet als in der DDR, aber ansonsten genausogut oder -schlecht.
Knut
Kai Garlipp wrote:
> On 18.05.2004 18:43, Eugen Mezei wrote:
>
>> Was mich noch viel mehr interessieren würde: Waren die zumindest
>> besserer Qualität als in Rumänien? Muß es wohl gewesen sein, Müll hat
>> man wohl nicht eingekauft, egal wie billig es verkauft wurde.
>
>
> Da überschätzt du westdeutsche Einkäufer. Hauptsache es ist schön
> billig, denn "Geiz ist geil". Qualität spielt dabei meist keinerlei
> Rolle. :-(
Nun gut, wenn sie dann das Fertigprodukt auch an den Mann bringen
konnten.... Oder wurden aus diesen Platten ausschließlich
Sozialwohnungen gebaut?
> Die Sicherstellung der Fernwäreversorung der Wohungen hatte immer eine
> hohe Priorität.
Nicht so in Rumänien. Da hatte die Industrie vorrang und verbriet auch
alle Energiequellen. (Gas, Strom, Erdöl.) Stromrationalisierung (nur ein
paar Stunden pro Tag verfügbar) war in den Haushalten in Rumänien nicht
unbekannt.
Gruß,
Eugen
(der sich damals wunderte warum die Ostdeutschen sich beklagen)
Knut Ochdorf wrote:
> Die berichteten, daß die Rumänen vor Ort
> ein Art Plattenwerk errichtet hätten und dann wurden gebaut.
Achso, ich dachte die Platten wurden fertig aus Rumänien geliefert.
Das waren also Arbeiterkolonnen aus Rumänien. Vermutlich unter deutscher
Leitung?
Welche Zeitschiene? Dürfte so 70er Jahre sein, danach war erst mal
Schluß mit Bauarbeiter die in den Westen geschickt wurden, bis nach
1990. Zumindest so meine (spärlichen) Informationen. Begehrte/mögliche
Auslandseinsätze für rumänische Bauarbeiter waren in der Zwischenzeit
arabische Länder (Syrien z.B.) Von dort kamen sie mit US$ zurück, den
sie allerdings Umtauschen mussten. Da wurden dann lieber Waren
(Elektronik z.B.) mitgebracht.
Gruß,
Eugen
> Eugen
> (der sich damals wunderte warum die Ostdeutschen sich beklagen)
Jammern auf hohem Niveau, sind eben auch im richtigen Land angekommen...
Frank
--
Frechheit, meine Sig wurde geklaut. Netzpolizei!!!