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Komische Maschine mit Knöpfen

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Ignatios Souvatzis

unread,
Aug 17, 2023, 2:00:09 AM8/17/23
to

Guido Grohmann

unread,
Aug 17, 2023, 2:48:13 AM8/17/23
to
Ignatios Souvatzis schrieb:
> https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951

Was ist daran komisch?

Guido


Marco Moock

unread,
Aug 17, 2023, 3:05:48 AM8/17/23
to
In der heutigen Zeit ist es ungewöhnlich.
Auch die mehrfach vorkommenden Zahlen sind für einen Taschenrechner
nicht gerade normal.

Christian Corti

unread,
Aug 17, 2023, 4:10:03 AM8/17/23
to
Oh, wie jung bist du denn? Keiner hat jemals Taschenrechner dazu gesagt,
allein schon, weil der in keine Tasche paßt.
Das ist eine kleine stinknormale Rechenmaschine mit Volltastatur. Nichts
Besonderes, und auch nicht sehr gut erhalten. Findet man immer mal auf
Flohmärkten oder so.

Christian

Marco Moock

unread,
Aug 17, 2023, 5:06:18 AM8/17/23
to
Am 17.08.2023 um 09:49:05 Uhr schrieb Christian Corti:

> Oh, wie jung bist du denn?

22

> Das ist eine kleine stinknormale Rechenmaschine mit Volltastatur.

Welchen Zweck haben die mehrfach ausgeführten Tasten?

Raimund Huemmer

unread,
Aug 17, 2023, 5:40:22 AM8/17/23
to
Ignatios Souvatzis <u50...@bnhb484.de> writes:

> https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951

Scheint eine Rechenmaschine nach dem Prinzip der Staffelwalzen zu sein.

Video über solche Maschinen: https://youtu.be/FlCx0B6dsH4

Gruß
Raimund

--
Life's too short to read boring signatures

Andreas Bockelmann

unread,
Aug 17, 2023, 6:03:28 AM8/17/23
to
Marco Moock schrieb:
Für Regitrierkassen der 1960er Jahre waren die aber sowas von normal....

--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann

Andreas Bockelmann

unread,
Aug 17, 2023, 6:06:47 AM8/17/23
to
Marco Moock schrieb:
Für jede Stelle wurde eine Ziffer ausgewählt. Die Maschinen haben keinen
Zeilenpuffer. Intern bestimmten die Tasten in Ihren Spalten wie weit die
einzelnen Rollen/Scheiben gedreht wurden.

Da war keine Elektronik drin, das funktionierte (bei Registrierkassen) auch
per Handkurbel

Marco Moock

unread,
Aug 17, 2023, 6:08:04 AM8/17/23
to
Am 17.08.2023 um 12:02:34 Uhr schrieb Andreas Bockelmann:

> Marco Moock schrieb:
> > Am 17.08.2023 um 08:48:10 Uhr schrieb Guido Grohmann:
> >
> >> Ignatios Souvatzis schrieb:
> >>> https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951
> >>
> >> Was ist daran komisch?
> >
> > In der heutigen Zeit ist es ungewöhnlich.
> > Auch die mehrfach vorkommenden Zahlen sind für einen Taschenrechner
> > nicht gerade normal.
> >
>
> Für Regitrierkassen der 1960er Jahre waren die aber sowas von
> normal....

Die habe ich halt noch nie live gesehen...

Andreas Karrer

unread,
Aug 17, 2023, 6:23:14 AM8/17/23
to
* Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de>:
> Marco Moock schrieb:
>> Am 17.08.2023 um 08:48:10 Uhr schrieb Guido Grohmann:
>>
>>> Ignatios Souvatzis schrieb:
>>>> https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951
>>>
>>> Was ist daran komisch?
>>
>> In der heutigen Zeit ist es ungewöhnlich.
>> Auch die mehrfach vorkommenden Zahlen sind für einen Taschenrechner
>> nicht gerade normal.
>>
>
> Für Regitrierkassen der 1960er Jahre waren die aber sowas von normal....

Bei diesem Modell kann man aber Beträge bis zu 999999.99 eingeben; das
war für die typische Registerkasse im Laden eher unüblich, die
konnten nur bis 999.99. Entsprechend waren die Tasten für die
Hunderter mit 100, 200, 300 usw. angeschrieben, die für die Zehner mit
10, 20, 30 usw.

Eine Bäckerei hier in Zürich verwendet nach wie vor eine solche Kasse:
https://de.wikipedia.org/wiki/Registrierkasse#/media/Datei:NCR_Registrierkasse_Austria.jpg

- Andi

Christian Corti

unread,
Aug 17, 2023, 6:50:03 AM8/17/23
to
Marco Moock <mo...@posteo.de> wrote:
> Die habe ich halt noch nie live gesehen...

Falls es dich mal nach Stuttgart verschlägt, zeigen wir dir sehr gerne,
wie so eine Maschine funktioniert und wie man damit rechnet :-)

Christian

Christian Corti

unread,
Aug 17, 2023, 7:40:03 AM8/17/23
to
Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
> Bei diesem Modell kann man aber Beträge bis zu 999999.99 eingeben; das
> war für die typische Registerkasse im Laden eher unüblich, die
> konnten nur bis 999.99. Entsprechend waren die Tasten für die
> Hunderter mit 100, 200, 300 usw. angeschrieben, die für die Zehner mit
> 10, 20, 30 usw.

Das ist keine Registrierkasse. Außerdem gibt es bei einer Rechenmaschine
keinen Dezimalpunkt. Es wird nur mit Mantissen gerechnet.

Auf dem Wagen ist die untere Reihe der Akkumulator (da, wo die
eingetastete Zahl aufaddiert, sprich akkumuliert wird, daher der Name
Akkumulator), die obere Reihe ist das Umdrehungszählwerk (Anzahl der
Kurbelumdrehungen), welches durch die Leibniz'sche Erfindung des ggü.
dem Einstellwerk (das Tastenfeld) verschiebbaren Wagens potenzrichtig
zählt und daher bei der Multiplikation den zweiten Faktor, bei der Division
den Quotienten enthält.

Christian

Gerald E¡scher

unread,
Aug 17, 2023, 8:05:50 AM8/17/23
to
Ich kann mich dumpf erinnern: Verkäuferin tippt irgendwas, dreht die
Kurbel um eine Umdrehung, *klingeling* und die Bargeldschublade springt
auf.

--
Gerald

Gerald E¡scher

unread,
Aug 17, 2023, 8:11:39 AM8/17/23
to
Christian Corti schrieb am 17/8/2023 09:49:

> Marco Moock <mo...@posteo.de> wrote:
>>
>> In der heutigen Zeit ist es ungewöhnlich.
>> Auch die mehrfach vorkommenden Zahlen sind für einen Taschenrechner
>> nicht gerade normal.
>
> Oh, wie jung bist du denn? Keiner hat jemals Taschenrechner dazu gesagt,
> allein schon, weil der in keine Tasche paßt.
> Das ist eine kleine stinknormale Rechenmaschine mit Volltastatur.

Im Ostblock aufgewachsen? Ich bin ein /bisschen/ älter als Marco, aber
eine solche Rechenmaschine habe ich höchstens einmal im Museum gesehen.

--
Gerald

Christian Corti

unread,
Aug 17, 2023, 8:20:02 AM8/17/23
to
Marco Moock <mo...@posteo.de> wrote:
> Die habe ich halt noch nie live gesehen...

Kannst dir mal unser Video zu Rechenmaschinen anschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=k0uzxPpScss

Christian

Stefan Froehlich

unread,
Aug 17, 2023, 8:28:53 AM8/17/23
to
On Thu, 17 Aug 2023 12:05:32 Andreas Bockelmann wrote:
> Marco Moock schrieb:
>> Welchen Zweck haben die mehrfach ausgeführten Tasten?

> Für jede Stelle wurde eine Ziffer ausgewählt. [...] Da war keine
> Elektronik drin, das funktionierte (bei Registrierkassen) auch per
> Handkurbel

Bei den meisten Registrierkassen hat man dem Anwender die Arbeit
allerdings ein wenig erleichtert und die Stellen auf den Tasten
verdeutlicht, so z.B. hier:
<https://m1.secondhandapp.at/2.0/5a68c3266cfc2449bf0283cb>

Servus,
Stefan

--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - denn sympathische Liebe latscht nimmerdar.
(Sloganizer)

Andreas Bockelmann

unread,
Aug 17, 2023, 8:52:25 AM8/17/23
to
Andreas Karrer schrieb:
> * Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de>:
>> Marco Moock schrieb:
>>> Am 17.08.2023 um 08:48:10 Uhr schrieb Guido Grohmann:
>>>
>>>> Ignatios Souvatzis schrieb:
>>>>> https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951
>>>>
>>>> Was ist daran komisch?
>>>
>>> In der heutigen Zeit ist es ungewöhnlich.
>>> Auch die mehrfach vorkommenden Zahlen sind für einen Taschenrechner
>>> nicht gerade normal.
>>>
>>
>> Für Regitrierkassen der 1960er Jahre waren die aber sowas von normal....
>
> Bei diesem Modell kann man aber Beträge bis zu 999999.99 eingeben; das
> war für die typische Registerkasse im Laden eher unüblich, die
> konnten nur bis 999.99. Entsprechend waren die Tasten für die
> Hunderter mit 100, 200, 300 usw. angeschrieben, die für die Zehner mit
> 10, 20, 30 usw.

Hier noch ein passender Ausschnitt eines Fotos von 1951. Das war ein
Baustoffgroßhandel in Rheydt (heute ein Stadtteil von Mönchengladbach)

<https://magentacloud.de/s/YQbwrEYzjogC8aL>

Kay Martinen

unread,
Aug 17, 2023, 9:10:03 AM8/17/23
to
Am 17.08.23 um 11:06 schrieb Marco Moock:
> Am 17.08.2023 um 09:49:05 Uhr schrieb Christian Corti:

>> Das ist eine kleine stinknormale Rechenmaschine mit Volltastatur.
>
> Welchen Zweck haben die mehrfach ausgeführten Tasten?
>

Hier ist eine die Sehr ähnlich ist abgebildet. Der Wikipedia-artikel zu
Rechenmaschinen erklärt mehr.

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Mechanical_adding_machines_WW_Continental.JPG

Und nebenbei: Im Film "Hidden Figures" tauchen diese Maschinen auch bei
der NASA auf, benutzt von den damaligen "Computern" (=Frauen mit
Mathematik-Kenntnissen).

Bye/
/Kay

--
"Kann ein Wurstbrot die Welt retten?" :-)

Andreas Bockelmann

unread,
Aug 17, 2023, 12:14:19 PM8/17/23
to
Kay Martinen schrieb:
Wie ich schon vorhin in dem Bild von 1951 gezeigt hatte: Meine selige Tante
kannte als "kaufmännische Angestellte" nichts anderes als solch ein
"tipp-tipp-tipp-katsching"

Stefan Reuther

unread,
Aug 17, 2023, 12:19:40 PM8/17/23
to
Am 17.08.2023 um 13:37 schrieb Christian Corti:
> Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:
>> Bei diesem Modell kann man aber Beträge bis zu 999999.99 eingeben; das
>> war für die typische Registerkasse im Laden eher unüblich, die
>> konnten nur bis 999.99. Entsprechend waren die Tasten für die
>> Hunderter mit 100, 200, 300 usw. angeschrieben, die für die Zehner mit
>> 10, 20, 30 usw.
>
> Das ist keine Registrierkasse. Außerdem gibt es bei einer Rechenmaschine
> keinen Dezimalpunkt. Es wird nur mit Mantissen gerechnet.

Die Aufteilung der Ziffernblöcke in 3+3+2 impliziert aber schon, dass da
mit Währungseinheiten mit 100er Teilung gerechnet werden könnte...


Stefan

Andreas Bockelmann

unread,
Aug 17, 2023, 12:34:21 PM8/17/23
to
Stefan Reuther schrieb:
Die Dinger wurden auch viel im kaufmännischen Bereich eingesetzt. Und für
andere Berechnungen reicht die Darstellung auch aus.
Selbst bei den ersten elektronischen Tischrechnern bestand der
Dezimaltrenner aus einem (Plaste-)Schieber unten im Anzeigerahmen.
Fließkomma braucht man nicht :-)

Arno Welzel

unread,
Aug 17, 2023, 6:17:06 PM8/17/23
to
Ignatios Souvatzis, 2023-08-17 07:57:

> https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951

Was ist daran komisch? Das ist halt eine alte Rechenmaschine.

--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Arno Welzel

unread,
Aug 17, 2023, 6:19:12 PM8/17/23
to
Marco Moock, 2023-08-17 11:06:
An jeder Stelle - also die Spalte dafür - die dafür vorgesehene Zahl
eingeben.

Beispiel:

Wenn man die Zahl "5671" eintippen will, wäre das:

9 -------
8 -------
7 -----*-
6 ----*--
5 ---*---
4 -------
3 -------
2 -------
1 ------*
- ***----

Klarer?

Arno Welzel

unread,
Aug 17, 2023, 6:20:19 PM8/17/23
to
Gerald E¡scher, 2023-08-17 14:11:
Ich nicht im Ostblock aufgewachsen und ich habe solche Maschinen auch
praktisch gesehen in meiner Kindheit in den 1970ern.

Andreas Kohlbach

unread,
Aug 17, 2023, 9:37:24 PM8/17/23
to
On Thu, 17 Aug 2023 09:05:46 +0200, Marco Moock wrote:
>
> Am 17.08.2023 um 08:48:10 Uhr schrieb Guido Grohmann:
>
>> Ignatios Souvatzis schrieb:
>> > https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951
>>
>> Was ist daran komisch?
>
> In der heutigen Zeit ist es ungewöhnlich.

Vieles ist heute, ja. Aber das macht IMO gerade die Nostalgie aus.

> Auch die mehrfach vorkommenden Zahlen sind für einen Taschenrechner
> nicht gerade normal.

Auch Kassen sahen über die Zeit anders aus. In dem Zusammenhang gerade
<https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/50/NCR_Registrierkasse_Austria.jpg/800px-NCR_Registrierkasse_Austria.jpg>
gefunden.

Damals sah man es vielleicht schon als Verschwendung, für jede Zahl für
Einer, Zehner und Hunderter eine eigene Taste zu haben. Aber vielleicht
konnte man es noch nicht mit einem heute bekannten Tastenfeld umsetzen,
da diese Kassen wohl keine oder kaum Elektronik hatten. Diese musste erst
erfunden bzw. serientauglich gemacht werden.
--
Andreas

Andreas Kohlbach

unread,
Aug 17, 2023, 9:52:00 PM8/17/23
to
On Fri, 18 Aug 2023 00:20:17 +0200, Arno Welzel wrote:
>
> Gerald E¡scher, 2023-08-17 14:11:
>
>> Im Ostblock aufgewachsen? Ich bin ein /bisschen/ älter als Marco, aber
>> eine solche Rechenmaschine habe ich höchstens einmal im Museum gesehen.
>
> Ich nicht im Ostblock aufgewachsen und ich habe solche Maschinen auch
> praktisch gesehen in meiner Kindheit in den 1970ern.

Hier auch.

Einige Kassen waren schon "weiter" als einige heute. Ich erinnere mich an
eine, die hatte hinter der Kassiererin einen hohen Plastikkasten mit
Röhren für Münzen drin. Nachdem die Kasse das Wechselgeld berechnete (was
damals ungewöhnlich war; sonst meine ich, dass diese im Kopf errechnet
wurde, wie das heute noch oft in Kiosken ist), dann automatisch aus
diesen Röhren den Betrag in Münzen zusammenstellte, und in eine
Auffangschale entließ, und der Käufer diese entnahm.

Heute gibt es das Wechselgeld aus der Hand. Oder es wird eh elektronisch
bezahlt.
--
Andreas

Marco Moock

unread,
Aug 18, 2023, 1:41:05 AM8/18/23
to
Am 17.08.2023 um 21:54:10 Uhr schrieb Andreas Kohlbach:

> Zur Einschätzung: Kannst Du Dich erinnern, je Telefone mit Wählscheibe
> benutzt zu haben?

Ich habe ein FeTAp 791 auf dem Schreibtisch, welche ich benutze.

Gerrit Heitsch

unread,
Aug 18, 2023, 3:03:33 AM8/18/23
to
Es gibt Kassen am Self Checkout die Bargeld nehmen und Wechselgeld
ausspucken.

Gerrit



Peter Heitzer

unread,
Aug 18, 2023, 3:10:56 AM8/18/23
to
Sehenswert. Vor allem der mechanische Wurzelzieher (und auch das Outfit des
Vortragenden :-))

--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter....@rz.uni-regensburg.de

Michael Kraemer @ home

unread,
Aug 18, 2023, 3:25:58 AM8/18/23
to
Ignatios Souvatzis wrote:
> https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951

spontan assoziiere ich "Kriegsmarine" und "UBoot".

Arno Welzel

unread,
Aug 18, 2023, 3:28:50 AM8/18/23
to
Andreas Kohlbach, 2023-08-18 03:45:
> Aber warum?

Weil es keinen Zahlenspeicher gab, der nacheinander Eingabe von einer
Zehner-Tastatur ablegen konnte.

> Vielleicht, wie ich im anderen Artikel vermute, dass man noch nicht die
> nötige Elektronik hatte, dass per Nummern-Pad hätte machen können. So die
> schon eingegebenen Nummern bis zum "Auslösen" speichern und so. Speicher
> und Elektronik überhaupt waren ja teuer.

Das Ding ist *mechanisch*!

Arno Welzel

unread,
Aug 18, 2023, 3:31:21 AM8/18/23
to
Michael Kraemer @ home, 2023-08-18 09:25:

> Ignatios Souvatzis wrote:
>> https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951
>
> spontan assoziiere ich "Kriegsmarine" und "UBoot".

Warum? Eine Enigma sieht komplett anders aus und da gint es um *Text*
und nicht Zahlen:

<https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f8/Enigma_%2820967055154%29.jpg/1280px-Enigma_%2820967055154%29.jpg>

Christian Corti

unread,
Aug 18, 2023, 3:40:04 AM8/18/23
to
Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net> wrote:
> Aber warum?

Ganz einfach: Kosten!
Weil es eine rein mechanische Maschine ist, und man die Eingabe ja
speichern muss. Facit hat später tatsächlich eine Zehnertastatur gebaut,
die intern bei der Eingabe die entsprechenden Stellhebel für die
Staffelwalze einstellt. Aber ansonsten rastet jede Stelle mechanisch
ein.
Der Vorteil der Volltastatur ist aber, daß man eine Eingabe leicht
korrigieren kann (einfach die richtige Ziffer drücken), und vor allem
einen Akkordanschlag machen kann (das konnten die guten Kassiererinnen),
sprich 2 Mark 75 mit einem Tastenschlag eingeben.

> Vielleicht, wie ich im anderen Artikel vermute, dass man noch nicht die
> nötige Elektronik hatte, dass per Nummern-Pad hätte machen können. So die
> schon eingegebenen Nummern bis zum "Auslösen" speichern und so. Speicher
> und Elektronik überhaupt waren ja teuer.

Auch die erste elektronische Tischrechenmaschine (Anita) hatte eine
Volltastatur. Mechanik war sehr lange noch viel viel billiger als
Elektronik, und in der Menge deutlich kleiner. Allein das Speichern
einer Ziffer in einem Ringzähler (z.B. in der Stellenanzeige der Anita)
braucht 10 Kaltkatodenrelaisröhren. Das Speichern einer einzelnen Stelle
in der Eingabe bräuchte entweder auch so viele, oder vier Flip-Flops
*plus* BCD-Dekoder/Schieberegister. Vier FFs sind 2 Doppeltrioden. Bei
12 Stellen sind es allein für die Eingabe 24 Röhren!
Auch bei Einführung der Transistortechnik war Mechanik im Vergleich
immer noch billig, darum haben sich mechanische Rechner bis weit in die
70er Jahre gehalten.

Christian

Michael Kraemer @ home

unread,
Aug 18, 2023, 4:13:36 AM8/18/23
to
schon klar.
Vielleicht eine Weiterentwicklung fuer den Typ 21?
Mit extra vielen Tasten, um den Feind zu verwirren?

Gerald E¡scher

unread,
Aug 18, 2023, 12:09:24 PM8/18/23
to
Auch aus den 70ern kann ich mich nur an elektronische Tischrechner mit
Papierrolle erinnern, wie sie heute noch in Buchhaltungen beliebt sind,
warum auch immer.

--
Gerald

Marco Moock

unread,
Aug 19, 2023, 3:17:56 AM8/19/23
to
Am 18.08.2023 um 18:08:16 Uhr schrieb Andreas Kohlbach:

> Hast Du schon telefoniert, als Wählscheiben-Telefone eher die Regel
> als die Ausnahme waren?

Nein, wie denn auch.

> Ich scheine es nicht finden zu können: Wann erlaubte die Telekom
> Geräte von Drittanbietern einzusetzen? Kann das 1990 gewesen sein?

1. Juli 1989.
https://dewiki.de/Lexikon/Endger%C3%A4temonopol#Westdeutschland

Bei Telefonanlagen in Firmen war das aber nie verboten, wenn ich das
richtig verstanden habe.

Kay Martinen

unread,
Aug 19, 2023, 5:10:02 AM8/19/23
to
Am 18.08.23 um 03:51 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Fri, 18 Aug 2023 00:20:17 +0200, Arno Welzel wrote:
>>
>> Gerald E¡scher, 2023-08-17 14:11:
>>
>>> Im Ostblock aufgewachsen? Ich bin ein /bisschen/ älter als Marco, aber
>>> eine solche Rechenmaschine habe ich höchstens einmal im Museum gesehen.
>>
>> Ich nicht im Ostblock aufgewachsen und ich habe solche Maschinen auch
>> praktisch gesehen in meiner Kindheit in den 1970ern.
>
> Hier auch.

Solche mechanischen Rechenmaschinen mit Volltastatur habe ich zwar nicht
selbst gesehen aber darüber gelesen. Mechanische Registrierkassen gab es
damals allerdings auch hier.

> Einige Kassen waren schon "weiter" als einige heute. Ich erinnere mich an
> eine, die hatte hinter der Kassiererin einen hohen Plastikkasten mit
> Röhren für Münzen drin.

Solche Münzröhren habe ich verschiedentlich selbst gesehen. In damaligen
Geldspielgeräten waren sie m.W. immer verbaut. Je nach Art der Münzen
die sie annahmen (Einwurf für 50 Pfg, 1 u 2 DM) gab es Eine pro Sorte.
Ich hatte ein Altes Gerät (IMHO Rex Rolodex) der hatte diese drei
jeweils ca. einen Halben Meter Lang. Mit Münzprüfer oben und einem
Microschalter unten an der Röhre der ihm sagt wann er davon nichts mehr
ausgeben durfte (weil LEER).

Und die Wechselkassen unserer Busfahrer haben diese Röhren (in Kurz) bis
heute. Mit taste pro Sorte zum raus wechseln.

> Nachdem die Kasse das Wechselgeld berechnete (was
> damals ungewöhnlich war; sonst meine ich, dass diese im Kopf errechnet

Fände ich auch ungewöhnlich. S.u.

> wurde, wie das heute noch oft in Kiosken ist), dann automatisch aus
> diesen Röhren den Betrag in Münzen zusammenstellte, und in eine
> Auffangschale entließ, und der Käufer diese entnahm.

Eventuell passierte das auch im Kopf, und die hatte nur extra Tasten um
die Wechselgeldausgabe auszulösen - so wie bei der Wechselkasse im Bus.
Als Kunde sieht man die Kasse ja nur von Hinten und meist nicht welche
Tasten da gedrückt werden (können) und wofür.

Oder hast du auf so einer Kasse eine Anzeige gesehen die genau dein
Wechselgeld nannte? Was auch nur das Ergebnis einer Reihe von
Tastendrücken gewesen sein kann, oder?

> Heute gibt es das Wechselgeld aus der Hand. Oder es wird eh elektronisch
> bezahlt.

Die röhren so einer Kasse zu befüllen oder das Wechselgeld abends in den
Tresor zu packen ist bestimmt nicht leicht. Aber wenn die Kasse das; wie
du sagst; alles automatisch machte dann kann sie im Prinzip wohl auch
einen Kassenstreifen drucken auf dem Einnahmen und Wechselgeld-ausgaben
notiert sind. Denn ich meine die Frühen Kassen hatten neben dem Bon
Drucker für den Kunden auch einen mitlaufenden Registrierstreifen.
Mußten sie vermutlich wg. des "Registrier" im Namen des Kassentyps und
der Nachprüfbarkeit (Chef, Finanzamt) wegen.

Kay Martinen

unread,
Aug 19, 2023, 5:30:03 AM8/19/23
to
Am 17.08.23 um 13:41 schrieb Christian Corti:
Vorschlag zu einen Alternativ-Titel:

"Tollkühne Informatiker mit ihren Rechnenden Kisten" :-)

Klemens wäre dann Gert Fröbe in seiner Rolle als Erfinder des Bülovit's
(falls ich das jetzt nicht mit einem anderen Film der Zeit/Genre
verwexele.) und der Vorführeffekt seine Exklusive ähh Explosivste Waffe. ;-)


Aber mich interessierte neben den "Steinzeitlichen Rechenwegen auf
Antiken Maschinen" noch was anderes.

Im Hintergrund ist in vielen Einstellungen eine quadratische Graue Tafel
hoch oben an der Wand zu sehen mit Weißen Rechtecken die mir eigentlich
nach Einbaumeßgeräten aussehen, auf denen aber fast in jedem eine Lampe
sitzt die unregelmäßig Blinkt. WAS ist DAS?

Auf einem anderen Video (Wang) ist es auch zu sehen aber da blinkt
nichts. Zu welcher Maschine/Anlage gehört das und was zeigt es an?

N.B. In welcher Realität wäre ein heutiger Taschenrechner bei 27*36
langsamer als eine dieser Mechanischen Maschinen?

Kay Martinen

unread,
Aug 19, 2023, 5:40:02 AM8/19/23
to
Am 19.08.23 um 09:17 schrieb Marco Moock:
> Am 18.08.2023 um 18:08:16 Uhr schrieb Andreas Kohlbach:
>
>> Hast Du schon telefoniert, als Wählscheiben-Telefone eher die Regel
>> als die Ausnahme waren?
>
> Nein, wie denn auch.

Geboren im neuen Jahrtausend. Natürlich nicht.

>> Ich scheine es nicht finden zu können: Wann erlaubte die Telekom
>> Geräte von Drittanbietern einzusetzen? Kann das 1990 gewesen sein?

Drittanbieter generell oder Tastenblöcke statt Quälscheibe?

Vorher haben die Firmen doch nur für die Post Produziert die allein die
Geräte kaufte, vermietete. "Drittanbieter" war m.E. eigentlich nur eine
Marktöffnung für die und andere. Was Baumusterprüfung und ein Pickerl
bedingte.

> 1. Juli 1989.
> https://dewiki.de/Lexikon/Endger%C3%A4temonopol#Westdeutschland
>
> Bei Telefonanlagen in Firmen war das aber nie verboten, wenn ich das
> richtig verstanden habe.

Gut möglich. Da hat es dann eben eine Vermittlungsanlage gegeben die
innen und außen voneinander trennte. Intern konnten die dann ja machen
was sie wollten. U.a. Siemens mit ihren Systemtelefonen die IMO nicht am
normalen Anschluß liefen. So mußte man alles vom Hersteller kaufen. :-)

Kay Martinen

unread,
Aug 19, 2023, 6:00:02 AM8/19/23
to
Am 18.08.23 um 10:11 schrieb Michael Kraemer @ home:
> Arno Welzel wrote:
>> Michael Kraemer @ home, 2023-08-18 09:25:
>>
>>
>>> Ignatios Souvatzis wrote:
>>>
>>>> https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951
>>>
>>> spontan assoziiere ich "Kriegsmarine" und "UBoot".

>> Warum? Eine Enigma sieht komplett anders aus und da gint es um *Text*
>> und nicht Zahlen:

Ähem. Ein Text kann auch Zahlen enthalten. Eine Zahlenfolge Text aber
nur zu bestimmten Bedeutungen (10e3?)

> schon klar.
> Vielleicht eine Weiterentwicklung fuer den Typ 21?
> Mit extra vielen Tasten, um den Feind zu verwirren?

Klar. Darum legt man in einem Minenfeld sicher auch drei mal so viele
Dummyminen/Atrappen um den Feind zu verwirren oder? :)

Bei der Enigma steckt das Verwirrspiel "unter der Haube" und im Codebuch
und von den Tasten sind m.W. keine Überflüssig. Das wäre auch
ineffiziente Ressourcennutzung wenn man die Dummytasten auch noch
irgendwo verhaken müßte damit es glaubwürdig wird. Aber die Nazi's
"konnten" Verschwendung ja. Wie heute auch viele andere...

Ich denke grad an die Szene aus "007 der Morgen stirbt nie" wo Bond die
Geheimdienste per Nachricht warnen will und dann eine Tastatur sieht -
übervoll mit Chinesischen Schriftzeichen... :-)

Hmmm, Mehrere Schrift- und Wort-sprachen/Alphabete... Wer will hier wen
verwirren und wer ist hier der "Feind"? ;-)

Stelle dir vor PC Tastaturen in DE müßten in Zeichensprache beschriftet
sein und jeder Bürger müßte neben Hochdeutsch auch noch Bayrisch,
Friesisch und Rheinisch-Platt beherrschen.

Wir krischen hiar nich mal ne Rächtsschräibreform richschtisch gebagge!
[ mit Äxtra viel Knoblauch Tasde bidde zum die Vampir verwirre ]

Mood-O-Meter: ------------------------V
[Lachen] 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - 0 -1 -2 -3 -4 -5 [Weinen]

Andreas Bockelmann

unread,
Aug 19, 2023, 6:48:04 AM8/19/23
to
Kay Martinen schrieb:

> Die röhren so einer Kasse zu befüllen oder das Wechselgeld abends in den
> Tresor zu packen ist bestimmt nicht leicht.

Ca. 1972 mit Omma Bei Karstadt in Recklinghausen: Die Kassen in der
Lebensmittelabteilung hatten diese Münzspender fürs Wechselgeld. Hin und
wieder griff die Kassiererin in die Münzenschublade und gab eine Hand voll
Münzen in ein Viertelkugel oben am Röhrenmagazin. Dadrin rotierte eine
Scheibe mit Löchern und nahm in jedem Loch eine Münze mit. Diese wurden dann
automatisch den richtigen Röhren zugeführt.

In der Kreisstadt haben wir an einer Tankstelle eine Kasse, an der die
Kunden die Münzen auf ein Förderband legen und diese dann automatisch
gezählt und sortiert werden. Auch das Wechselgeld kommt aus dem Kasten. Das
ist nichts Besonderes. Aber 1972, im Zeitalter der Eletromechanik, war schon
eine Leistung, dass eine Kasse die Wechselgeldmünzen automatisch ausspucken
konnte.

Andreas Bockelmann

unread,
Aug 19, 2023, 7:21:19 AM8/19/23
to
Kay Martinen schrieb:

> Gut möglich. Da hat es dann eben eine Vermittlungsanlage gegeben die innen
> und außen voneinander trennte. Intern konnten die dann ja machen was sie
> wollten. U.a. Siemens mit ihren Systemtelefonen die IMO nicht am normalen
> Anschluß liefen. So mußte man alles vom Hersteller kaufen. :-)

Och, das hatte sich bis in die ISDN-WElt so gehalten. Jeder normale Mensch
verkabelt ISDN zweipaarig und nutzt S0, nein, Siemens war einpaarig und
verwendete ein mofifiziertes Uk0

Thomas Hochstein

unread,
Aug 19, 2023, 7:45:03 AM8/19/23
to
Andreas Kohlbach schrieb:

> Ich erinnere mich an
> eine, die hatte hinter der Kassiererin einen hohen Plastikkasten mit
> Röhren für Münzen drin. Nachdem die Kasse das Wechselgeld berechnete (was
> damals ungewöhnlich war; sonst meine ich, dass diese im Kopf errechnet
> wurde, wie das heute noch oft in Kiosken ist), dann automatisch aus
> diesen Röhren den Betrag in Münzen zusammenstellte, und in eine
> Auffangschale entließ, und der Käufer diese entnahm.

Ja, daran erinnere ich mich auch.

Vergleichbare Maschinen in moderner Form gibt es auch, die ohne große
Röhrentürme auskommen und Münzgeld auswerfen können.

> Heute gibt es das Wechselgeld aus der Hand.

Nachollziehbarer Weise ist das billiger und spart Platz, zumal in der
Regel nicht so viel Münzgeld anfällt, ...

> Oder es wird eh elektronisc bezahlt.

... wenn denn überhaupt noch mit Bargeld bezahlt wird.

Thomas Hochstein

unread,
Aug 19, 2023, 7:45:03 AM8/19/23
to
Andreas Kohlbach schrieb:

> Hast Du schon telefoniert, als Wählscheiben-Telefone eher die Regel als
> die Ausnahme waren? Der Übergang von Wählscheibe zu Tastatur sollte sich
> durch die 90er vollzogen haben.

Das kommt darauf an. Es gab auch in den 70ern schon Tastentelefone. BTST.

> Ich hatte unseren Wählscheiben-Apparat 1991 oder 1992 durch ein
> Tasten-Telefon ersetzt.

Das erscheint mir ... eher spät.

Christian Corti

unread,
Aug 19, 2023, 7:50:03 AM8/19/23
to
Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
> Im Hintergrund ist in vielen Einstellungen eine quadratische Graue Tafel
> hoch oben an der Wand zu sehen mit Weißen Rechtecken die mir eigentlich
> nach Einbaumeßgeräten aussehen, auf denen aber fast in jedem eine Lampe
> sitzt die unregelmäßig Blinkt. WAS ist DAS?

Das ist ein Logik-Baukastensystem von Leybold Heräus für Schulen (daher
die Größe), wo der Lehrer vorne an der Tafel Dinge vorführen konnte.
Ein netter Mensch hat dann mal aus dem Kopf heraus einen elektronischen
Würfel (gabs früher z.B. auch als Elektor-Bauanleitungen) gebaut.
Sprich, einen Zähler von 0 bis 6 mit Dekoder, der dann die Würfelaugen
ansteuert.

> Auf einem anderen Video (Wang) ist es auch zu sehen aber da blinkt
> nichts. Zu welcher Maschine/Anlage gehört das und was zeigt es an?

Das Ding ist autonom :-)

> N.B. In welcher Realität wäre ein heutiger Taschenrechner bei 27*36
> langsamer als eine dieser Mechanischen Maschinen?

Wenn der Taschenrechner erst mal Booten muss, oder man neue Batterien
suchen muss, oder er vor lauter sinnloser Tasten nicht intuitiv zu
bedienen ist ;-))

Christian

Christian Corti

unread,
Aug 19, 2023, 7:50:03 AM8/19/23
to
Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net> wrote:
> Das Video zeigt auch eine Maschine von Busicom. Ist die von der Firma,
> die Intel beauftragten einen elektronischen Taschen- (oder besser Tisch-)
> Rechner zu produzieren, was Intel 1971 dazu veranlasste, die erste
> kommerziell verfügbare CPU auf Mikroprozessor-Basis (i4004) zu erfinden?

Man muß aber dazu sagen, daß das Copyright zunächst bei Busicom lag.
Intel war nur der Entwickler/Produzent. Erst später hat Intel sich die
Rechte zurückgekauft, allerdings mit der Auflage, die CPU nicht einzeln frei
zu vermarkten. Daher finden sich MCS4-Systeme überwiegend als
Embedded-Lösungen (Busicom 141PF, Meßgeräte, Steuerungen usw.).

Christian

Marco Moock

unread,
Aug 19, 2023, 8:24:10 AM8/19/23
to
Am 19.08.2023 um 11:30:56 Uhr schrieb Kay Martinen:

> >> Ich scheine es nicht finden zu können: Wann erlaubte die Telekom
> >> Geräte von Drittanbietern einzusetzen? Kann das 1990 gewesen sein?
> >>
>
> Drittanbieter generell oder Tastenblöcke statt Quälscheibe?

Inwiefern wurdest du gequält?
Störte dich der Ton der Siemens- oder SEL-Heulboje?

> Vorher haben die Firmen doch nur für die Post Produziert die allein
> die Geräte kaufte, vermietete. "Drittanbieter" war m.E. eigentlich
> nur eine Marktöffnung für die und andere. Was Baumusterprüfung und
> ein Pickerl bedingte.

Es gab schon sehr lange verschiedene Hersteller wie Siemens, SEL,
Friedrich Merk usw.
Gibt ne ganze Tabelle davon:
https://www.deutsches-telefon-museum.eu/hersteller.htm

Für private Nebenstellenanlage waren andere Apparate zugelassen, die
kamen aber auch oft von den o.g. Herstellern und waren teilweise
technisch baugleich mit den Post-Apparaten.

> > 1. Juli 1989.
> > https://dewiki.de/Lexikon/Endger%C3%A4temonopol#Westdeutschland
> >
> > Bei Telefonanlagen in Firmen war das aber nie verboten, wenn ich das
> > richtig verstanden habe.
>
> Gut möglich. Da hat es dann eben eine Vermittlungsanlage gegeben die
> innen und außen voneinander trennte. Intern konnten die dann ja
> machen was sie wollten. U.a. Siemens mit ihren Systemtelefonen die
> IMO nicht am normalen Anschluß liefen. So mußte man alles vom
> Hersteller kaufen.

Zumindest von Siemens gab es die Masterset-Reihe, die ein stinknormales
Analogtelefon ist.
Die Sache mit den Systemtelefonen kenne ich nur von ISDN-Anlagen, UP0
und so.

Marco Moock

unread,
Aug 19, 2023, 8:26:10 AM8/19/23
to
Am 19.08.2023 um 13:20:19 Uhr schrieb Andreas Bockelmann:

> Och, das hatte sich bis in die ISDN-WElt so gehalten. Jeder normale
> Mensch verkabelt ISDN zweipaarig und nutzt S0, nein, Siemens war
> einpaarig und verwendete ein mofifiziertes Uk0

Was technisch Gründe hat:
Analoge Telefone hatten 1 Doppelader und so konnte einfach auf ISDN
umgerüstet werden, weil die vorhandenen Kabel genutzt werden konnten -
ohne Einbußen.
Es gibt viele Stellen, wo eben für das Telefon nur 1 DA zur Verfügung
steht.

S0 ist zudem ein Bus - will man mehrere Geräte dran betreiben können
die sich bei unsachgemäßer Benutzung gegenseitig stören.
Es hat seinen Grund, dass die Bustechnik bei Sachen, an die der
Endanwender drankommt, verschwunden ist.

Marco Moock

unread,
Aug 19, 2023, 8:27:48 AM8/19/23
to
Am 19.08.2023 um 13:41:15 Uhr schrieb Thomas Hochstein:

> Das kommt darauf an. Es gab auch in den 70ern schon Tastentelefone.
> BTST.

Die Reihe FexAp 75x war doch mit Tasten - 1979. Die Reihe 79x gab es
der Forenmeinung nach nur, weil Leute einen Nummernschalter statt
Tasten wollten.

Thomas Klix

unread,
Aug 19, 2023, 8:32:15 AM8/19/23
to
Kay Martinen wrote at Sat, 19 Aug 2023 11:30:56 +0200:
> Am 19.08.23 um 09:17 schrieb Marco Moock:
>> Am 18.08.2023 um 18:08:16 Uhr schrieb Andreas Kohlbach:
>>
>>> Hast Du schon telefoniert, als Wählscheiben-Telefone eher die Regel
>>> als die Ausnahme waren?
>>
>> Nein, wie denn auch.
>
> Geboren im neuen Jahrtausend. Natürlich nicht.
>
>>> Ich scheine es nicht finden zu können: Wann erlaubte die Telekom
>>> Geräte von Drittanbietern einzusetzen? Kann das 1990 gewesen sein?
>
> Drittanbieter generell oder Tastenblöcke statt Quälscheibe?

Tastentelefone gan es schon in den 70ern. Die haben das zwar auch nur auf
IWF (Impulswahlverfahren) umgesetzt, war aber bequemer. Und es gab
Wahlwiederholung mit *einer* Taste! :-)

MFW (Mehrfrequenzverfahren) gab es erst ab den 80ern, in den 90ern hat es
sich durchgesetzt (die Vermittlungsstellen mussten ja mitspielen).

> Vorher haben die Firmen doch nur für die Post Produziert die allein die
> Geräte kaufte, vermietete. "Drittanbieter" war m.E. eigentlich nur eine
> Marktöffnung für die und andere. Was Baumusterprüfung und ein Pickerl
> bedingte.

Das ist alles schon so lange her... Ich bin 1990 in meine erste Wohnung
gezogen, bin in den Laden gegangen, habe mir ein Telefon gekauft und
angeschlossen (TAE). Ich bin mir sicher, das mickrige Ding hätte *keine*
Zulassung bkommen (he, ich war Student! :)

Thomas

p...@pocnet.net

unread,
Aug 19, 2023, 8:38:23 AM8/19/23
to
Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:

> Da hat es dann eben eine Vermittlungsanlage gegeben die innen und außen
> voneinander trennte.

Das ist eben nicht der Fall. Drin (Nebenstelle) und Draußen (Gegenstelle)
wurden bei Amtsgesprächen über allerlei Kontakte miteinander verbunden. Das
war eine direkte Verbindung. Links Batterie, rechts Lämpchen, hätte
geleuchtet.

Deswegen machte (laut dem was ich in den letzten Wweihnachtsferien in der c't
auffrischend gelesen hatte) die Post auch Vorgaben für Gerätschaften hinter
Nebenstellenanlagen.

--

:wq! PoC

p...@pocnet.net

unread,
Aug 19, 2023, 8:39:08 AM8/19/23
to
Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de> wrote:

> Och, das hatte sich bis in die ISDN-WElt so gehalten. Jeder normale Mensch
> verkabelt ISDN zweipaarig und nutzt S0, nein, Siemens war einpaarig und
> verwendete ein mofifiziertes Uk0

Nein, jeder normale Mensch benutzte das was der Markt hergab und das war
nunmal S0.

--

:wq! PoC

Thomas Klix

unread,
Aug 19, 2023, 8:42:10 AM8/19/23
to
Thomas Hochstein wrote at Sat, 19 Aug 2023 13:41:15 +0200:
> Andreas Kohlbach schrieb:
>
>> Hast Du schon telefoniert, als Wählscheiben-Telefone eher die Regel als
>> die Ausnahme waren? Der Übergang von Wählscheibe zu Tastatur sollte sich
>> durch die 90er vollzogen haben.
>
> Das kommt darauf an. Es gab auch in den 70ern schon Tastentelefone. BTST.

Selbst in der DDR. :-)

>> Ich hatte unseren Wählscheiben-Apparat 1991 oder 1992 durch ein
>> Tasten-Telefon ersetzt.
>
> Das erscheint mir ... eher spät.

Das dürfte gg. Ende der Übergangsfrist gewesen sein, als die
Vermittlungsstellen noch IWF un MFW verstanden.

Man *kann* sogar heute noch IWF am Teflon nutzen - sofern man etwas
Elektonik vor die TAE setzt. :-)

Thomas

Thomas Hochstein

unread,
Aug 19, 2023, 9:00:02 AM8/19/23
to
Marco Moock schrieb:

> Am 19.08.2023 um 13:41:15 Uhr schrieb Thomas Hochstein:
>
>> Das kommt darauf an. Es gab auch in den 70ern schon Tastentelefone.
>> BTST.
>
> Die Reihe FexAp 75x war doch mit Tasten - 1979.

Ich las von der Erstverfügbarkeit 1976; das passt auch besser zu meinen
Kindheitserinnerungen (FeTAp 75 in beige mit Erdtaste hinter privater
Telefonanlage).

Marco Moock

unread,
Aug 19, 2023, 9:06:18 AM8/19/23
to
Am 19.08.2023 um 14:50:47 Uhr schrieb Thomas Hochstein:

> Ich las von der Erstverfügbarkeit 1976; das passt auch besser zu
> meinen Kindheitserinnerungen (FeTAp 75 in beige mit Erdtaste hinter
> privater Telefonanlage).

Der Nummer nach eigentlich schon 1975. :-)

Wo gab es denn bei euch ne private Telefonanlage?
Oder war das in der Schule?

Marco Moock

unread,
Aug 19, 2023, 9:07:13 AM8/19/23
to
Am 19.08.2023 um 14:33:12 Uhr schrieb Thomas Klix:

> Das dürfte gg. Ende der Übergangsfrist gewesen sein, als die
> Vermittlungsstellen noch IWF un MFW verstanden.

Die Alcatel S12 und Siemens EWSD können das auch.

> Man *kann* sogar heute noch IWF am Teflon nutzen - sofern man etwas
> Elektonik vor die TAE setzt. :-)

Auch die Linecards für analoge Anschlüsse der Telekom können das. Wie
immer gilt natürlich, dass der Nummernschalter korrekt arbeiten muss.

Peter J. Holzer

unread,
Aug 19, 2023, 9:14:29 AM8/19/23
to
On 2023-08-19 12:39, p...@pocnet.net <p...@pocnet.net> wrote:
> Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de> wrote:
>> Jeder normale Mensch [...] nutzt S0
>
> Nein, jeder normale Mensch benutzte [...] S0.

Wie, bitte?

hp

Thomas Hochstein

unread,
Aug 19, 2023, 9:30:04 AM8/19/23
to
Marco Moock schrieb:

> Wo gab es denn bei euch ne private Telefonanlage?

Zuhause, im Keller. Großer Kasten, klickernde Relais, IIRC vier oder fünf
Nebenstellen mit der Möglichkeit, ein Gespräch zu verbinden.

Thomas Klix

unread,
Aug 19, 2023, 9:32:10 AM8/19/23
to
Marco Moock wrote at Sat, 19 Aug 2023 14:24:07 +0200:
> Am 19.08.2023 um 11:30:56 Uhr schrieb Kay Martinen:
>
>> >> Ich scheine es nicht finden zu können: Wann erlaubte die Telekom
>> >> Geräte von Drittanbietern einzusetzen? Kann das 1990 gewesen sein?
>> >>
>>
>> Drittanbieter generell oder Tastenblöcke statt Quälscheibe?
>
> Inwiefern wurdest du gequält?
> Störte dich der Ton der Siemens- oder SEL-Heulboje?

Du solltest echt mal probieren, mit einer "Quälscheibe" 20x die gleiche
(längere) Nummer zu wählen... (Hint: Wahlwiederholung gab es nicht.)

>> Vorher haben die Firmen doch nur für die Post Produziert die allein
>> die Geräte kaufte, vermietete. "Drittanbieter" war m.E. eigentlich
>> nur eine Marktöffnung für die und andere. Was Baumusterprüfung und
>> ein Pickerl bedingte.

Nur kurze Zeit, lange konnte das die Post nicht durchsetzen.

Jaa, in den goldenen 50ern, 60ern, 70ern - da kam die Post ins Haus und
schloss ein festes Kabel zwischen Telefon und Wanddose an (keine Stecker,
alles verschraubt und verplompt).

In de 80ern kamen die TAE-Dosen - und ab da brauchte man die Post nicht mehr.

> [...]
> Zumindest von Siemens gab es die Masterset-Reihe, die ein stinknormales
> Analogtelefon ist.
> Die Sache mit den Systemtelefonen kenne ich nur von ISDN-Anlagen, UP0
> und so.

Nö, die gab es schon mit Analog-Telefonen.

Wie hätte man sie sonst in der DDR nachbauen können? :)

Thomas

Marco Moock

unread,
Aug 19, 2023, 9:42:16 AM8/19/23
to
Am 19.08.2023 um 15:26:43 Uhr schrieb Thomas Klix:

> Marco Moock wrote at Sat, 19 Aug 2023 14:24:07 +0200:
> > Am 19.08.2023 um 11:30:56 Uhr schrieb Kay Martinen:
> >
> >> >> Ich scheine es nicht finden zu können: Wann erlaubte die Telekom
> >> >> Geräte von Drittanbietern einzusetzen? Kann das 1990 gewesen
> >> >> sein?
> >>
> >> Drittanbieter generell oder Tastenblöcke statt Quälscheibe?
> >
> > Inwiefern wurdest du gequält?
> > Störte dich der Ton der Siemens- oder SEL-Heulboje?
>
> Du solltest echt mal probieren, mit einer "Quälscheibe" 20x die
> gleiche (längere) Nummer zu wählen... (Hint: Wahlwiederholung gab es
> nicht.)

Bedarf habe ich dazu nicht, wenn besetzt warte ich halt mal 20 Minuten.
Wenn Leute dann doch nicht ans Telefon gehen bekommen die halt ne Mail
oder müssen warten.

Das Feature Rückruf bei besetzt gibt es leider nicht mehr.

> Jaa, in den goldenen 50ern, 60ern, 70ern - da kam die Post ins Haus
> und schloss ein festes Kabel zwischen Telefon und Wanddose an (keine
> Stecker, alles verschraubt und verplompt).

Es gab aber doch die Walzenstecker und die ADo. Auch Anschlussdosen mit
einfacher Rändelschraube (für W48 usw.?) aus den 60ern habe ich schon
gesehen.

Marco Moock

unread,
Aug 19, 2023, 9:42:32 AM8/19/23
to
Für was hattet ihr denn sowas?

Hermann Riemann

unread,
Aug 19, 2023, 9:44:40 AM8/19/23
to
Am 19.08.23 um 13:41 schrieb Thomas Hochstein:
> Andreas Kohlbach schrieb:
>
>> Hast Du schon telefoniert, als Wählscheiben-Telefone eher die Regel als
>> die Ausnahme waren? Der Übergang von Wählscheibe zu Tastatur sollte sich
>> durch die 90er vollzogen haben.
>
> Das kommt darauf an. Es gab auch in den 70ern schon Tastentelefone. BTST.

Die alten Tastentelefone hatte noch 2 Methoden zur Einwahl.

Hermann
der den Eindruck hat das Schnur gebundene Telefone
jetzt am aussterben sind,
und bald danach Telefone aussterben,
so dass man nur noch mit smartphone & Co telefonieren kann.
Bzw wie beim Anruf Beantworter mp3 Dateien abhören kann.

p.s. mp3 ist zweckmäßig, weil bots mit bekannten Stimmen
und passender sich nicht mehr von Menschen unterscheiden lassen.
Turing Test war "gestern".

Hermann Riemann

unread,
Aug 19, 2023, 9:48:28 AM8/19/23
to
Am 19.08.23 um 15:26 schrieb Thomas Klix:

> Du solltest echt mal probieren, mit einer "Quälscheibe" 20x die gleiche
> (längere) Nummer zu wählen... (Hint: Wahlwiederholung gab es nicht.)

Schlimmer als mit Finger auf smartphone winz touchscreen
ist das nicht gewesen.



Kay Martinen

unread,
Aug 19, 2023, 9:50:03 AM8/19/23
to
Am 19.08.23 um 13:20 schrieb Andreas Bockelmann:
Ähm, meines Wissens ist Uk0 auf einem Paar, nur der SO Bus (nach dem
NTBA) benutzt 2 Paare.

Was soll Siemens da auf dem Uk0 modifiziert haben wenn nicht das eine
Adernpaar das sowieso genutzt wird?

Peter J. Holzer

unread,
Aug 19, 2023, 9:52:36 AM8/19/23
to
On 2023-08-19 13:42, Marco Moock <mo...@posteo.de> wrote:
> Am 19.08.2023 um 15:26:43 Uhr schrieb Thomas Klix:
>> Marco Moock wrote at Sat, 19 Aug 2023 14:24:07 +0200:
>> > Am 19.08.2023 um 11:30:56 Uhr schrieb Kay Martinen:
>> >> Drittanbieter generell oder Tastenblöcke statt Quälscheibe?
>> >
>> > Inwiefern wurdest du gequält?
>>
>> Du solltest echt mal probieren, mit einer "Quälscheibe" 20x die
>> gleiche (längere) Nummer zu wählen... (Hint: Wahlwiederholung gab es
>> nicht.)
>
> Bedarf habe ich dazu nicht, wenn besetzt warte ich halt mal 20 Minuten.
> Wenn Leute dann doch nicht ans Telefon gehen bekommen die halt ne Mail

In den 70er- und 80er-Jahren haben sehr wenige Leute eine Mail bekommen.

hp

Hermann Riemann

unread,
Aug 19, 2023, 10:01:54 AM8/19/23
to
Am 17.08.23 um 09:49 schrieb Christian Corti:
> Marco Moock <mo...@posteo.de> wrote:
>> Am 17.08.2023 um 08:48:10 Uhr schrieb Guido Grohmann:
>>> Ignatios Souvatzis schrieb:
>>>> https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951
>>>
>>> Was ist daran komisch?
>> In der heutigen Zeit ist es ungewöhnlich.
>> Auch die mehrfach vorkommenden Zahlen sind für einen Taschenrechner
>> nicht gerade normal.
>
> Oh, wie jung bist du denn? Keiner hat jemals Taschenrechner dazu gesagt,
> allein schon, weil der in keine Tasche paßt.
> Das ist eine kleine stinknormale Rechenmaschine mit Volltastatur. Nichts
> Besonderes, und auch nicht sehr gut erhalten. Findet man immer mal auf
> Flohmärkten oder so.

Ich kenne noch Rechenmaschinen, die etwa so aussahen wie:
<https://www.iser.fau.de/2023/05/16/neuzugang-mechanische-rechenmaschine-melitta-iii-16/>

Hermann
der auf dm Gymnasium noch Rechenstab
und Logarithmentafel hatte.

Joerg Walther

unread,
Aug 19, 2023, 10:05:17 AM8/19/23
to
Hermann Riemann wrote:

>> Du solltest echt mal probieren, mit einer "Quälscheibe" 20x die gleiche
>> (längere) Nummer zu wählen... (Hint: Wahlwiederholung gab es nicht.)
>
>Schlimmer als mit Finger auf smartphone winz touchscreen
>ist das nicht gewesen.

Selbst Schuld, wenn du dir nur ein winziges Smartphone kaufst, wo es
doch auch für wenig Geld ordentlich große gibt. :)
Abgesehen davon klickt man da zum Wählen auch nur auf einen Namen und
gibt in der Regel keine Nummern ein. Die Quälscheibe war schon wirklich
furchtbar.

-jw-

--

And now for something completely different...

Joerg Walther

unread,
Aug 19, 2023, 10:12:43 AM8/19/23
to
Hermann Riemann wrote:

> und bald danach Telefone aussterben,
> so dass man nur noch mit smartphone & Co telefonieren kann.

Der Trend geht in der Tat dahin, schon 2018 hat das Handy das Festnetz
bei den Gesprächsminuten überholt, das korreliert mit dem Zeitpunkt, da
die Quasselflatrates für das Mobilfunknetzt so billig wurden, dass sehr
viele da zulangten.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3579/umfrage/abgehende-verbindungsminuten-im-festnetz-und-mobilfunk-seit-1998/

Stefan Möding

unread,
Aug 19, 2023, 10:14:39 AM8/19/23
to
Thomas Hochstein <t...@thh.name> writes:

> Andreas Kohlbach schrieb:

>> Ich hatte unseren Wählscheiben-Apparat 1991 oder 1992 durch ein
>> Tasten-Telefon ersetzt.

> Das erscheint mir ... eher spät.

IMHO haben Anfang der 90er bei der Post die Tastentelefone noch einen
monatlichen Aufpreis gekostet.

Ich hatte für den Amiga mal eine Anwendung zum Wählen geschrieben
(ca. 92/93). Einfach den Hörer an den Lautsprecher halten und per
Mausklick auf den Gesprächspartner über die Soundausgabe die Frequenzpaare
erzeugt. Nach dem Wählen dann den Hörer wieder ans Ohr nehmen ;-)

--
Stefan

Peter J. Holzer

unread,
Aug 19, 2023, 10:15:11 AM8/19/23
to
On 2023-08-19 14:05, Joerg Walther <joerg....@gmail.com> wrote:
> Hermann Riemann wrote:
>>> Du solltest echt mal probieren, mit einer "Quälscheibe" 20x die gleiche
>>> (längere) Nummer zu wählen... (Hint: Wahlwiederholung gab es nicht.)
>>
>>Schlimmer als mit Finger auf smartphone winz touchscreen
>>ist das nicht gewesen.
>
> Selbst Schuld, wenn du dir nur ein winziges Smartphone kaufst, wo es
> doch auch für wenig Geld ordentlich große gibt. :)

Gerade nachgemessen: Bei meinem Mobiltelefon (das noch problemlos in die
Gesäßtasche passt) ist der Zehnerblock exakt gleich groß (30 cm²) wie
bei meinem letzten Festnetzapparat. Nur das Seitenverhältnis ist anders
(6cm breit x 5cm hoch statt 5cm breit x 6cm hoch).

hp

Marco Moock

unread,
Aug 19, 2023, 10:41:58 AM8/19/23
to
Am 19.08.2023 um 15:45:53 Uhr schrieb Kay Martinen:

> Was soll Siemens da auf dem Uk0 modifiziert haben wenn nicht das eine
> Adernpaar das sowieso genutzt wird?

Es gibt Up0, nutzt auch ein Adernpaar.

Hermann Riemann

unread,
Aug 19, 2023, 10:52:34 AM8/19/23
to
Am 19.08.23 um 16:05 schrieb Joerg Walther:
> Hermann Riemann wrote:
>
>>> Du solltest echt mal probieren, mit einer "Quälscheibe" 20x die gleiche
>>> (längere) Nummer zu wählen... (Hint: Wahlwiederholung gab es nicht.)
>>
>> Schlimmer als mit Finger auf smartphone winz touchscreen
>> ist das nicht gewesen.
>
> Selbst Schuld, wenn du dir nur ein winziges Smartphone kaufst, wo es
> doch auch für wenig Geld ordentlich große gibt. :)

Aus einigen Gründen (u.a. handy Nummer) musste ich mir schnell eins
kaufen. Ich habe mich dann für den Samsung A53 entschieden.
Etwas aus China (wie Motorola?) wollte ich nicht haben.

> Abgesehen davon klickt man da zum Wählen auch nur auf einen Namen

Die PIN sind nur Nummern.

Und wenn ich s tippe aber ß sehe ..

> Die Quälscheibe war schon wirklich furchtbar.

Kann ich aus Erfahrung nicht bestätigen.

Und bei sicherem Tippen fehlt Dir wohl die Erfahrung
mit Lochstreifen auf Siemens 2002.

Bei jedem Fehler sollte man da das ganze Programm neu eintippen.

Etwas was mit einer leicht defekten Tastatur von GeneralKeys
nicht so ohne weiteres geht.
( Oder Probleme mit Steckverbindungen .. )

Kay Martinen

unread,
Aug 19, 2023, 11:00:02 AM8/19/23
to
Am 19.08.23 um 14:24 schrieb Marco Moock:
> Am 19.08.2023 um 11:30:56 Uhr schrieb Kay Martinen:

>> Drittanbieter generell oder Tastenblöcke statt Quälscheibe?
>
> Inwiefern wurdest du gequält?

Versuche mal mit Wählscheibe und dicken Fingern eine Nummer zu wählen
die 5 Stellen für die Vorwahl hat und noch 5 für die eigentliche Nummer
und dann geht keiner ran und du mußst 10 mal wählen. Das sind 10*10
Ziffern denn wahlwiederholung gab es nicht. Die 10 Impulse der null
brauchen ca. 1 sek. womit du näherungsweise 100 mal den Finger drehen
mußt und dafür ebenso viele Sekunden brauchst, plus die Zeit zum
Verbindungsaufbau, warten auf Besetzt oder Nicht-Abhebens nach Rufton
(IMHO auch Zeitlich limitiert)...

Darum Quälscheibe! Es sollen sich schon leute die Finger blutig gewählt
haben. :)

> Störte dich der Ton der Siemens- oder SEL-Heulboje?

? Du weißt das der eigentliche Wählvorgang erst mit dem Rücklauf der
Scheibe statt findet?

>> Vorher haben die Firmen doch nur für die Post Produziert die allein
>> die Geräte kaufte, vermietete. "Drittanbieter" war m.E. eigentlich
>> nur eine Marktöffnung für die und andere. Was Baumusterprüfung und
>> ein Pickerl bedingte.
>
> Es gab schon sehr lange verschiedene Hersteller wie Siemens, SEL,
> Friedrich Merk usw.
> Gibt ne ganze Tabelle davon:
> https://www.deutsches-telefon-museum.eu/hersteller.htm

Schön. Was ändert das an dem Fakt das bis zu Punkt X nur die Deutsche
Post Telefone vermieten oder verkaufen durfte. Danach durften auch
andere, aber auch da mußten die Geräte Post-zugelassen sein/werden.
Wobei ich speziell auch an das Modemdebakel denke. Post: Lahm, seltsame
Steuerung. Exportgeräte: Schnell, Hayes-Befehlssatz. Aber nicht
Post-zugelassen weil man meinte mehr als 2400 Baud würden die Leitungen
eh nicht hergeben. Im Bundesweiten mittel mag das sogar stimmen wenn man
die Schlechtestmögliche Leitung als Maximalwert annimmt. Die Nicht
zugelassenen haben mit besseren Modulations-verfahren dann ja bewiesen
das es meist auch schneller geht.

> Für private Nebenstellenanlage waren andere Apparate zugelassen, die
> kamen aber auch oft von den o.g. Herstellern und waren teilweise
> technisch baugleich mit den Post-Apparaten.

Ja, *kann*, aber nicht *muß*. Ich meinte Systemtelefone die teils
spezielle Features implementierten die ein direkter Anschluß nicht bot.


>>> Bei Telefonanlagen in Firmen war das aber nie verboten, wenn ich das
>>> richtig verstanden habe.
>>
>> Gut möglich. Da hat es dann eben eine Vermittlungsanlage gegeben die
>> innen und außen voneinander trennte. Intern konnten die dann ja
>> machen was sie wollten. U.a. Siemens mit ihren Systemtelefonen die
>> IMO nicht am normalen Anschluß liefen. So mußte man alles vom
>> Hersteller kaufen.
>
> Zumindest von Siemens gab es die Masterset-Reihe, die ein stinknormales
> Analogtelefon ist.

Ich weiß nicht mehr welche Serie wir hier hatten. Es sollten Digitale
Systemtelefone gewesen sein (also nur mit der Anlage funktionsfähig) von
Siemens und sie waren generell eher Rechteckig, in blassem Weiß gehalten
und hatten Quadratische Tasten und Signal-Leuchten (mit kleinen Roten
LEDs drin). Ich hatte eines an der Wand hängen, das war eher Flach
(Front parallel zur Wand) und also kein Pultgehäuse o.ä.). Ein LC
Display gab's auch, ich glaub aber nur für Telefonnummern.

> Die Sache mit den Systemtelefonen kenne ich nur von ISDN-Anlagen, UP0
> und so.

So weit ich erinnere hatte unsere Anlage hier im Haus erst mehrere
Analoge Leitungen bevor das auf ISDN umgestellt wurde. Danach waren es 2
oder mehr ISDN Basis-anschlüsse und ich bekam danach auch einen statt
der 2 Analog-Leitungen (Privat und BBS) die ich vorher hatte.

Aber das war auch ein Großes Haus mit 3 Generationen der Familie, einem
Büro und Zimmer/Wohnungen des Vermietungsbetriebs.

Marco Moock

unread,
Aug 19, 2023, 11:37:23 AM8/19/23
to
Am 19.08.2023 um 16:53:50 Uhr schrieb Kay Martinen:

> Am 19.08.23 um 14:24 schrieb Marco Moock:
> > Am 19.08.2023 um 11:30:56 Uhr schrieb Kay Martinen:
>
> >> Drittanbieter generell oder Tastenblöcke statt Quälscheibe?
> >
> > Inwiefern wurdest du gequält?
>
> Versuche mal mit Wählscheibe und dicken Fingern eine Nummer zu wählen
> die 5 Stellen für die Vorwahl hat und noch 5 für die eigentliche
> Nummer und dann geht keiner ran und du mußst 10 mal wählen.

So oft versuche ich gar nicht anzurufen. Dann wartet man halt 10 min.
und probiert es nochmal.

> Darum Quälscheibe! Es sollen sich schon leute die Finger blutig
> gewählt haben. :)

Zu viel 9Live geguckt?
Da wurde doch auch mal dazu aufgefordert, so lange zu wählen, bis die
Finger bluten. :-)
Nächste Frage: Ist das der Grund für so manche Beschriftung, die nicht
mehr sichtbar ist (ist bei meinem W28, BASA so).

> > Störte dich der Ton der Siemens- oder SEL-Heulboje?
>
> ? Du weißt das der eigentliche Wählvorgang erst mit dem Rücklauf der
> Scheibe statt findet?

Ja, und?

Peter J. Holzer

unread,
Aug 19, 2023, 11:48:28 AM8/19/23
to
On 2023-08-19 15:37, Marco Moock <mo...@posteo.de> wrote:
> Am 19.08.2023 um 16:53:50 Uhr schrieb Kay Martinen:
>> Am 19.08.23 um 14:24 schrieb Marco Moock:
>> > Am 19.08.2023 um 11:30:56 Uhr schrieb Kay Martinen:
>>
>> >> Drittanbieter generell oder Tastenblöcke statt Quälscheibe?
>> >
>> > Inwiefern wurdest du gequält?
>>
>> Versuche mal mit Wählscheibe und dicken Fingern eine Nummer zu wählen
>> die 5 Stellen für die Vorwahl hat und noch 5 für die eigentliche
>> Nummer und dann geht keiner ran und du mußst 10 mal wählen.
>
> So oft versuche ich gar nicht anzurufen. Dann wartet man halt 10 min.
> und probiert es nochmal.

Und dann hebt immer noch keiner ab und Du wartest wieder 10 Minuten ...

Und in 2 Stunden hast Du 12 mal die Nummer gewählt.

(Ich nicht, aber ich war damals schon ein notorischer Telefonfeind.)

hp

Kay Martinen

unread,
Aug 19, 2023, 1:40:02 PM8/19/23
to
Am 19.08.23 um 15:42 schrieb Marco Moock:
> Am 19.08.2023 um 15:27:35 Uhr schrieb Thomas Hochstein:
>
>> Marco Moock schrieb:
>>
>>> Wo gab es denn bei euch ne private Telefonanlage?
>>
>> Zuhause, im Keller. Großer Kasten, klickernde Relais, IIRC vier oder
>> fünf Nebenstellen mit der Möglichkeit, ein Gespräch zu verbinden.

Büro oder Mehrere Generationen im Haus?

> Für was hattet ihr denn sowas?
>

Nicht jeder hat das Glück in einem Einfamilienhaus groß zu werden,
dauerhaft ein eigenes Zimmer zu haben und anderes das du vielleicht als
Selbstverständlich ansiehst. BTDT.

Kay Martinen

unread,
Aug 19, 2023, 2:00:02 PM8/19/23
to
Am 19.08.23 um 13:12 schrieb Christian Corti:
> Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
>
> Das ist ein Logik-Baukastensystem von Leybold Heräus für Schulen (daher
> die Größe), wo der Lehrer vorne an der Tafel Dinge vorführen konnte.

Aha. Wurde das evtl. auch in Telekolleg o.ä. Sendungen zu Digitalen
Grundschaltungen verwendet. Ich erinnere mich an eine Sendung wo auf
einem solchen Block ein Taster und auf einem ein Umschalter zu finden
war. Mit langem Schwarzen Hebel als Betätiger. Die
Schaltalgebra/Wahrheitstabelle hat man da mit Weißen Linien in das Bild
eingeblendet - noch analog vermute ich (Montagsmaler-Style) - wenn die
Schaltung aus UND, ODER, XOR und Negierer im Ganzen und verdrahtet
gezeigt wurde.

> Ein netter Mensch hat dann mal aus dem Kopf heraus einen elektronischen
> Würfel (gabs früher z.B. auch als Elektor-Bauanleitungen) gebaut.
> Sprich, einen Zähler von 0 bis 6 mit Dekoder, der dann die Würfelaugen
> ansteuert.

Das sieht nur nicht nach Würfelaugen aus daher nahm ich anderes an.
Dachte an eine Lebenszeichenanzeige (Takt-Blinker) von großen alten
Rechnern hinter der Wand... oder so.

>> Auf einem anderen Video (Wang) ist es auch zu sehen aber da blinkt
>> nichts. Zu welcher Maschine/Anlage gehört das und was zeigt es an?
>
> Das Ding ist autonom :-)

Hmm. Ja. So wie der Würfelbausatz den ich mal zusammenbaute. Mit zwei
Lötnägeln als Sensortaste und einer Flachbatterie als Gewicht unten in
dem Schwarzen Würfelgehäuse.

>> N.B. In welcher Realität wäre ein heutiger Taschenrechner bei 27*36
>> langsamer als eine dieser Mechanischen Maschinen?
>
> Wenn der Taschenrechner erst mal Booten muss, oder man neue Batterien
> suchen muss, oder er vor lauter sinnloser Tasten nicht intuitiv zu
> bedienen ist ;-))
Ohhh, also nur unter gaaaaanz speziellen unwarscheinlichen Umständen.

Mein PC ist eigentlich immer an oder Soft-Off, mein Taschenrechner läuft
immer noch mit Batterien aus dem Letzten Jahrzehnt und die Calculator
App im iPhone liegt auf der ersten Seite. Batterien liegen im Videoregal
und der Taschenrechner im Etui auf dem Schreibtisch. Zumindest DAS ist
alles dort wo es hingehört. RAM = Random Access Method. ;)

Kay Martinen

unread,
Aug 19, 2023, 2:20:02 PM8/19/23
to
Am 19.08.23 um 13:26 schrieb Stefan Ram:
> Andreas Bockelmann <xot...@gmx.de> writes:
>> Aber 1972, im Zeitalter der Eletromechanik, war schon
>> eine Leistung, dass eine Kasse die Wechselgeldmünzen automatisch ausspucken
>> konnte.
>
> Kann mich noch erinnern, wie jemand von einer Vorlesung berichtete:
> Der Prof fragt die Studenten, wie sie das machen würden, und die
> denken alle über Kameras mit Bilderkennung nach, während der Prof
> dann erklärt, daß hier für den angestrebten Zweck eine einfache
> Lichtschranke ausreichend wäre. - Nun. Heute könnte ein Student
> natürlich antworten: Kamera mit Bilderkennung hat jeder in seiner
> Hosentasche - aber wo bekommt man Lichtschranken her?

Der "Münzprüfer" in meinem Alten Spielautomaten hat die auch nur nach
Größe (Durchmesser) und dann nach Gewicht (Wippen-Waage) "geprüft" und
dann weg sortiert oder wieder ausgespuckt. Komplett mechanisch in einem
einfachen kleinen Blechrahmen durch den die Münzen liefen. Manche wollte
er partout nicht annehmen. Erinnert sich noch jemand an die 50 Pfg.
Stücke die es mit und Ohne Rändelung gab?

Dafür ist er Lage und Gravitations-abhängig. Die Bilderkennungslösung
ist dagegen "Raketentechnik" die man für ein Glückspiel auf der ISS
verwenden kann. ;-)

Lichtschranken für kurze (mm) strecken sind aber einfach nach zu bauen.
Man braucht einen LDR, Photo-diode oder -transistor oder ersatzweise
einen Planar-Transistor den man des Lichtschutzes beraubt, eine
Lichtquelle und etwas Mechanik drumherum.

Die Feineinstellung von so was könnte länger dauern als es nach zu bauen.

Peter J. Holzer

unread,
Aug 19, 2023, 2:21:47 PM8/19/23
to
On 2023-08-19 17:33, Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:
> Am 19.08.23 um 15:42 schrieb Marco Moock:
>> Am 19.08.2023 um 15:27:35 Uhr schrieb Thomas Hochstein:
>>> Marco Moock schrieb:
>>>> Wo gab es denn bei euch ne private Telefonanlage?
>>>
>>> Zuhause, im Keller. Großer Kasten, klickernde Relais, IIRC vier oder
>>> fünf Nebenstellen mit der Möglichkeit, ein Gespräch zu verbinden.
>
> Büro oder Mehrere Generationen im Haus?
>
>> Für was hattet ihr denn sowas?
>
> Nicht jeder hat das Glück in einem Einfamilienhaus groß zu werden,
> dauerhaft ein eigenes Zimmer zu haben

Hatte ich beides nicht. Aber eine Telefonanlage hatten wir schon gar
nicht. In der Wohnung gab es ein Telefon fix montiert im Flur neben der
Garderobe. Und das war nebenbei noch ein sogenannter Viertel-Anschluss
(d.h. man teilte sich die Leitung mit 3 anderen Teilnehmern)[1]. Meine
Eltern hätten sicherlich schon allein die Idee einer Telefonanlage für
einen Privathaushalt für völlig abstrus gehalten (sowas haben vielleicht
Millionäre, aber doch keine normalen Leute). Wenn der Anruf für jemanden
anderen war, hat man die Person eben gerufen. Die paar Meter wird man
wohl gehen können.

(Tatsächlich macht eine Telefonanlage wohl nur dann Sinn, wenn man ein
Einfamilienhaus (oder eine sehr große Wohnung) hat, wo jeder ein eigenes
Zimmer hat.)

hp

[1] Zeitraum: Ca. 1973 bis 1983

Thomas Hochstein

unread,
Aug 19, 2023, 2:30:03 PM8/19/23
to
Marco Moock schrieb:
Um mehrere Telefone anschließen zu können und Gespräche von einem auf das
andere zu verbinden, nehme ich an.

Kay Martinen

unread,
Aug 19, 2023, 2:50:03 PM8/19/23
to
Am 19.08.23 um 20:18 schrieb Thomas Hochstein:
> Marco Moock schrieb:
>
>> Am 19.08.2023 um 15:27:35 Uhr schrieb Thomas Hochstein:
>>> Marco Moock schrieb:
>>>> Wo gab es denn bei euch ne private Telefonanlage?
>>>
>>> Zuhause, im Keller. Großer Kasten, klickernde Relais, IIRC vier oder
>>> fünf Nebenstellen mit der Möglichkeit, ein Gespräch zu verbinden.
>>
>> Für was hattet ihr denn sowas?
>
> Um mehrere Telefone anschließen zu können und Gespräche von einem auf das
> andere zu verbinden, nehme ich an.

Wie ungewöhnlich. ;) Unsere erste war ein kleiner Grauer Blechkasten
hinter der Bank in der Küche. Wenn der Mittags anfing zu Klickern konnte
man noch den Löffel hin legen bevor es wirklich klingelte.

Thomas Klix

unread,
Aug 19, 2023, 3:12:11 PM8/19/23
to
Peter J. Holzer <hjp-u...@hjp.at> at Sat, 19 Aug 2023 20:21:46 +0200:
> [...]
> Und das war nebenbei noch ein sogenannter Viertel-Anschluss
> (d.h. man teilte sich die Leitung mit 3 anderen Teilnehmern)[1].

Das hatten meine Eltern (und damit meine beiden älteren
Teenager-Schwestern und ich) auch - zwar nur nit einem Parallelnutzer 2
Hüser weiter - aber he - das waren Teenager! Und dann ist die Leitung
tot!

> *grins*
> (Tatsächlich macht eine Telefonanlage wohl nur dann Sinn, wenn man ein
> Einfamilienhaus (oder eine sehr große Wohnung) hat, wo jeder ein eigenes
> Zimmer hat.)

*grins* Als ich in meine 1-Raum-Wohnung-Stdenten-Bude gezogen bin, war
gerade ISDN-Förderung: Ein einfacher (a/b)-ISDN-Wandler mit 300,-M, eine
ISDN-Anlage mit 700,-M. Eine AGFEO AS-14-Anlage¹ kam 400,-M. Was glaubst
du, was ich mir in den Korridor geschraubt habe? (Zumal ich
Informatik-Student und neugierig auf die neue Technik war.)

[1] Nach außen ISDN, nach innen 4xAnalog und 1xS0 - daran hing mein
Rechner.

Thomas

p...@pocnet.net

unread,
Aug 19, 2023, 5:19:33 PM8/19/23
to
Thomas Klix <wot...@web.de> wrote:

> Jaa, in den goldenen 50ern, 60ern, 70ern - da kam die Post ins Haus und
> schloss ein festes Kabel zwischen Telefon und Wanddose an (keine Stecker,
> alles verschraubt und verplompt).

Verplombt war da aus meiner Erinnerung nix. Oder die waren bei den paar
Anschlüssen an die ich mich erinnere bereits wieder entfernt. :-)

--

:wq! PoC

p...@pocnet.net

unread,
Aug 19, 2023, 5:30:56 PM8/19/23
to
Marco Moock <mo...@posteo.de> wrote:

> Bedarf habe ich dazu nicht, wenn besetzt warte ich halt mal 20 Minuten.
> Wenn Leute dann doch nicht ans Telefon gehen bekommen die halt ne Mail
> oder müssen warten.

Das ist heutzutage möglich. Damals war das mit Mail eher nicht so gängig. ;-)

> Das Feature Rückruf bei besetzt gibt es leider nicht mehr.

Ich fand das auch unheimlich praktisch!

--

:wq! PoC

p...@pocnet.net

unread,
Aug 19, 2023, 5:59:26 PM8/19/23
to
Hermann Riemann <nosp...@hermann-riemann.de> wrote:

> Aus einigen Gründen (u.a. handy Nummer) musste ich mir schnell eins kaufen.

So sehr ich mich auch bemühe, ich finde keinerlei Mitleid.

>> Abgesehen davon klickt man da zum Wählen auch nur auf einen Namen
>
> Die PIN sind nur Nummern.

Was hat das mit einer Telefonliste zu tun?

> Und wenn ich s tippe aber ß sehe ..

Dann liegt vermutlich eine Fehlbedienung vor.

>> Die Quälscheibe war schon wirklich furchtbar.
>
> Kann ich aus Erfahrung nicht bestätigen.

Früher waren die Nummern kürzer. Heutige Telefon- oder gar Mobilnummern mag
man einfach nicht mehr mit der bocklahmen Mechanik wählen. Heutzutage ist die
Chance, dass die Gegenseite besetzt ist auch höher. Dann ohne Wahlwiederholung
den Finger im Bleistiftanspitzer zu rühren ist einfach nur nervtötend. Dazu
kommt immer noch die sehr einfache Möglichkeit, dass man sich verwählt, wenn
man z. B. mit dem Finger hängenbleibt und die Taktung dann nicht mehr passt.
Sehr beliebt bei ungeübten Wählern.

Ich weiss nicht, wie man auf die Idee kommt, Wählscheiben wären was Tolles.
Ich hab' im Flur ein W48, via Fritzbox Fon!ATA mit meinem Asterisken
verknotet. Neue Besucher sind immer ganz hin und weg! Oooh, funktioniert das?
Dann lass ich sie mal ihre Mobilnummer wählen. Geht nicht? Ah, du hast die
Amtsnull vergessen. Wenn sie sich dann mit Amtsnull doch mal verwählen ist das
"ooh, toll" ganz schnell Frust gewichen. "Mit sowas haben die Leute früher
gearbeitet? Auweia!" Früher waren Wählscheiben Mittel zum Zweck und heute sind
sie Teil der Historie. Und das ist gut so.

> Und bei sicherem Tippen fehlt Dir wohl die Erfahrung mit Lochstreifen auf
> Siemens 2002.

Was hat das mit der Bedienung von halbwegs moderneren Telefonen zu tun?

> Bei jedem Fehler sollte man da das ganze Programm neu eintippen.

Total erstrebenswert.

--

:wq! PoC

p...@pocnet.net

unread,
Aug 19, 2023, 6:03:46 PM8/19/23
to
Hermann Riemann <nosp...@hermann-riemann.de> wrote:

> der den Eindruck hat das Schnur gebundene Telefone
> jetzt am aussterben sind,
> und bald danach Telefone aussterben,
> so dass man nur noch mit smartphone & Co telefonieren kann.

Wundert mich nicht, bei der erheblich komplexeren Technik, die jetzt dank VoIP
beim Endkunden notwendig ist.

--

:wq! PoC

Markus Elsken

unread,
Aug 19, 2023, 6:15:00 PM8/19/23
to
Moin!

Am 19.08.23 um 14:33 schrieb Thomas Klix:
> Man*kann* sogar heute noch IWF am Teflon nutzen - sofern man etwas
> Elektonik vor die TAE setzt. 😄

Deswegen hängen hier zwei Wählscheiben-Telefone an der alten FritzBox
(7490, hängt als MESH an der neuen). ISDN-Anlagen sollen auch noch
funktionieren (die 7490 hat S0), aber mir fehlt für eine Eumex 504PC USB
leider die Treibersoftware. Hätte die zufällig jemand oder weiss, wo es
die gibt?

mfg Markus

Thomas Klix

unread,
Aug 19, 2023, 7:12:10 PM8/19/23
to
p...@pocnet.net <p...@pocnet.net> at 19 Aug 2023 21:30:53 GMT:
Sorgte aber auch für komische Momente:
"Ja, bitte?"
"Sie haben mich doch angerufen!"
"Nein, Sie haben mich angerufen!"

Thomas

Thomas Klix

unread,
Aug 19, 2023, 7:12:10 PM8/19/23
to
p...@pocnet.net <p...@pocnet.net> at 19 Aug 2023 21:19:31 GMT:
Die Plombe war (vielleicht nicht immer?) übertrieben, aber Dose, Kabel
und Telefon waren Eigentum der Bundespost. Wer sich daran zu schaffen
machte, machte sich strafbar...

Heutzutage kaum noch vorstellbar.

Obwohl: Die 1. TAE gehört immernoch dem Netzbetreiber und darf nicht
verlegt werden. :) (Aber verlängert.)

Thomas

Hermann Riemann

unread,
Aug 20, 2023, 1:47:00 AM8/20/23
to
Am 20.08.23 um 01:02 schrieb Thomas Klix:
Ich habe mir von einem Elektriker einer weitere TAE Dose legen lassen.
Kabel Länge (rauf runter .. ) ca 10 m.
Und dann habe ich dazu Fritz router und 600 MBit Vertrag.
Und dass über zig m alten vermutlich nicht abgeschirmten
Telefon Klingeldraht.

GHz ( fast Radar ) über (2,5 mm dicken?) Hausnetzdraht
soll ja auch gehen. ( Noch nicht angewendet. )

Hermann
mit private Sendeanlagen ( z.B. 2 Fritz Boxen,
viele raspberry pi, Arduino UNO R4 und unbenutzten
WLAN Einstellungen auf mainboards .. )

p.s DCF 77 geht noch an einigen Stellen.

--
http://www.hermann-riemann.de

Hermann Riemann

unread,
Aug 20, 2023, 1:55:11 AM8/20/23
to
Am 20.08.23 um 00:03 schrieb p...@pocnet.net:
Mündliche Kommunikation findet bei mir fast nur noch
ohne Elektronik statt,
schriftliche Kommunikation mit Personen fast nur noch über internet.

( Fummeln mit Maus .. )


Andreas Kohlbach

unread,
Aug 20, 2023, 2:02:18 AM8/20/23
to
On Sat, 19 Aug 2023 11:00:50 +0200, Kay Martinen wrote:
>
> Am 18.08.23 um 03:51 schrieb Andreas Kohlbach:
>
>> Einige Kassen waren schon "weiter" als einige heute. Ich erinnere mich an
>> eine, die hatte hinter der Kassiererin einen hohen Plastikkasten mit
>> Röhren für Münzen drin.
>
> Solche Münzröhren habe ich verschiedentlich selbst gesehen. In
> damaligen Geldspielgeräten waren sie m.W. immer verbaut. Je nach Art
> der Münzen die sie annahmen (Einwurf für 50 Pfg, 1 u 2 DM) gab es Eine
> pro Sorte.

In den 80ern (vermutlich schon 70ern) hatten die einen Design-Flaw, dass
wir (jemand, den ich auf einer Insel ganz in Deiner Nähe 1981 in einer
Spielhalle kennenlernte und ich) leer gemacht. Naja, um einiges
erleichtert. Jedenfalls immer mit teils dickem Gewinn aus der Spielhalle
gekommen.

Was sonst als in die Spielhalle zu gehen soll man auf einer Ferieninsel
im Sommer machen, wenn man für den Besuch am Strand auch noch Kurtaxe
zahlen musste. ;-)

Der Flaw einiger Geldspiel-Automaten war, dass wenn die Röhre mit den
5 DM Stücken voll war, diese hörbar in die Kasse fielen. Da Automaten per
Gesetz (IIRC) 60 % auszahlen mussten, war das Geräusch der Hinweis, dass
bald eine 100er Serie anstand (die Risikoleiter erlaubte das
"Hochdrücken" auf 100 Sonderspiele), die im Schnitt 130 DM
auszahlten. Nach 5 bis 15 DM Einsatz hatten wir die auch in der Regel.

Fiel der Heiermann in die Röhre, warfen wir 30 Pfennig nach, um wieder
auf 5 DM zu kommen (ein Spiel kostete 30 Pfennige), und ließen das
auszahlen, um es am Automaten nebenan zu versuchen.

Klasse Urlaub. Als Teenager dann Dinge geleistet, die normal nicht drin
waren. :-D
--
Andreas

https://news-commentaries.blogspot.com/

Arno Welzel

unread,
Aug 20, 2023, 4:32:54 AM8/20/23
to
Andreas Kohlbach, 2023-08-19 00:17:

> On 18 Aug 2023 07:10:53 GMT, Peter Heitzer wrote:
>>
>> Christian Corti <u...@reply.to> wrote:
>>> Marco Moock <mo...@posteo.de> wrote:
>>>> Die habe ich halt noch nie live gesehen...
>>
>>> Kannst dir mal unser Video zu Rechenmaschinen anschauen:
>>> https://www.youtube.com/watch?v=k0uzxPpScss
>> Sehenswert. Vor allem der mechanische Wurzelzieher (und auch das Outfit des
>> Vortragenden :-))
>
> Passend. :-)
>
> Das Video zeigt auch eine Maschine von Busicom. Ist die von der Firma,
> die Intel beauftragten einen elektronischen Taschen- (oder besser Tisch-)
> Rechner zu produzieren, was Intel 1971 dazu veranlasste, die erste
> kommerziell verfügbare CPU auf Mikroprozessor-Basis (i4004) zu erfinden?

Ja, das ist diese Firma.

--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Arno Welzel

unread,
Aug 20, 2023, 4:40:55 AM8/20/23
to
Andreas Kohlbach, 2023-08-19 00:08:

> On Fri, 18 Aug 2023 07:41:02 +0200, Marco Moock wrote:
>>
>> Am 17.08.2023 um 21:54:10 Uhr schrieb Andreas Kohlbach:
>>
>>> Zur Einschätzung: Kannst Du Dich erinnern, je Telefone mit Wählscheibe
>>> benutzt zu haben?
>>
>> Ich habe ein FeTAp 791 auf dem Schreibtisch, welche ich benutze.
>
> Habe vielleicht schlecht gefragt.
>
> Hast Du schon telefoniert, als Wählscheiben-Telefone eher die Regel als
> die Ausnahme waren? Der Übergang von Wählscheibe zu Tastatur sollte sich
> durch die 90er vollzogen haben.
>
> Ich hatte unseren Wählscheiben-Apparat 1991 oder 1992 durch ein
> Tasten-Telefon ersetzt.
>
> Ich scheine es nicht finden zu können: Wann erlaubte die Telekom Geräte
> von Drittanbietern einzusetzen? Kann das 1990 gewesen sein?

Angeblich noch früher - bereits 1987 wurden TAE-Dosen eingeführt und
seit diesem Zeitpunkt durfte man dann auch zugelassene von Geräte von
Drittanbietern einsetzen.

Siehe auch:

<https://de.wikipedia.org/wiki/Telekommunikations-Anschluss-Einheit>

Da wird als Quelle "Deutsche Telekom Unterrichtsblätter. Juli 1995, S.
422." angegeben.

Arno Welzel

unread,
Aug 20, 2023, 4:49:29 AM8/20/23
to
Hermann Riemann, 2023-08-19 15:48:

> Am 19.08.23 um 15:26 schrieb Thomas Klix:
>
>> Du solltest echt mal probieren, mit einer "Quälscheibe" 20x die gleiche
>> (längere) Nummer zu wählen... (Hint: Wahlwiederholung gab es nicht.)
>
> Schlimmer als mit Finger auf smartphone winz touchscreen
> ist das nicht gewesen.

Also der Touchscreen hier ermöglicht ein Tastenfeld mit 6x6 cm. So viel
größer sind "echte" Tastenfelder in Telefonen mitunter auch nicht.

Beispiel: <https://www.pollin.de/productdownloads/D421221D.PDF>

Das gesamte Tastenmodul ist 51x64mm groß, der Bereich mit den
eigentlichen Tasten noch etwas kleiner.

Arno Welzel

unread,
Aug 20, 2023, 4:52:04 AM8/20/23
to
Hermann Riemann, 2023-08-19 16:52:

> Am 19.08.23 um 16:05 schrieb Joerg Walther:
>> Hermann Riemann wrote:
>>
>>>> Du solltest echt mal probieren, mit einer "Quälscheibe" 20x die gleiche
>>>> (längere) Nummer zu wählen... (Hint: Wahlwiederholung gab es nicht.)
>>>
>>> Schlimmer als mit Finger auf smartphone winz touchscreen
>>> ist das nicht gewesen.
>>
>> Selbst Schuld, wenn du dir nur ein winziges Smartphone kaufst, wo es
>> doch auch für wenig Geld ordentlich große gibt. :)
>
> Aus einigen Gründen (u.a. handy Nummer) musste ich mir schnell eins
> kaufen. Ich habe mich dann für den Samsung A53 entschieden.

Bei diesem Gerät dürfte das 10er-Tastenfeld der Telefon-App aber nicht
wesentlich kleiner sein, wie bei einem regulären Telefon. Das Display
ist jedenfalls breiter als 6 cm.

Arno Welzel

unread,
Aug 20, 2023, 4:56:29 AM8/20/23
to
Kay Martinen, 2023-08-19 11:51:

> Am 18.08.23 um 10:11 schrieb Michael Kraemer @ home:
>> Arno Welzel wrote:
>>> Michael Kraemer @ home, 2023-08-18 09:25:
>>>
>>>
>>>> Ignatios Souvatzis wrote:
>>>>
>>>>> https://infosec.exchange/@hayo/110870617148623951
>>>>
>>>> spontan assoziiere ich "Kriegsmarine" und "UBoot".
>
>>> Warum? Eine Enigma sieht komplett anders aus und da gint es um *Text*
>>> und nicht Zahlen:
>
> Ähem. Ein Text kann auch Zahlen enthalten. Eine Zahlenfolge Text aber
> nur zu bestimmten Bedeutungen (10e3?)

Bei Erwähnung von "Kriegsmarine" und "UBoot" kommt aber in diesem
Kontext *nur* die Enigma in Frage und nicht irgendwelche
Fanatasie-Maschinen, die Zahlen verschlüsselt haben.

Hermann Riemann

unread,
Aug 20, 2023, 6:32:33 AM8/20/23
to
Am 19.08.23 um 23:59 schrieb p...@pocnet.net:
> Hermann Riemann <nosp...@hermann-riemann.de> wrote:
>
>> Aus einigen Gründen (u.a. handy Nummer) musste ich mir schnell eins kaufen.
>
> So sehr ich mich auch bemühe, ich finde keinerlei Mitleid.

Hat auch keinen Nutzen.
Das hard- und software oft nicht funktioniert ist Gewohnheit.

>
>>> Abgesehen davon klickt man da zum Wählen auch nur auf einen Namen
>>
>> Die PIN sind nur Nummern.
>
> Was hat das mit einer Telefonliste zu tun?

Nichts aber mit "anklicken" ( anrufen des smartphones selber)
>> Und wenn ich s tippe aber ß sehe ..

> Dann liegt vermutlich eine Fehlbedienung vor.

Eher übliche Verbesserung, die unerwartet Benutzung erschwert.
>>> Die Quälscheibe war schon wirklich furchtbar.
>>
>> Kann ich aus Erfahrung nicht bestätigen.

> Früher waren die Nummern kürzer.

Und auch die Postleidzahlen vor der Wende.
IP V4 geht manuell noch häufig mit 192.168. usw.
Wenn ich da mal IP V6 machen soll..

> Heutige Telefon- oder gar Mobilnummern mag
> man einfach nicht mehr mit der bocklahmen Mechanik wählen.

Eigene Mobilnummer und eigene Telefonnummer
in Gruppen aufgeteilt 0171 usw
liegen noch am Rande der Merkfähigkeit.

Wenn erste man die Nummer gesucht werden muss,
kann die Suche länger dauern als das abtippen.

> Heutzutage ist die Chance, dass die Gegenseite besetzt ist auch höher.

Es gibt Anrufbeantworter. Und die bekannte Warteschleife:
"Leider sind alle Mitarbeiter belegt.."

> Dann ohne Wahlwiederholung
> den Finger im Bleistiftanspitzer zu rühren ist einfach nur nervtötend. Dazu
> kommt immer noch die sehr einfache Möglichkeit, dass man sich verwählt, wenn
> man z. B. mit dem Finger hängenbleibt und die Taktung dann nicht mehr passt.
> Sehr beliebt bei ungeübten Wählern.

smartfone?

Ich benutze meins eher selten.
In der S-Bahn sehe ich manchmal Personen,
die mit beiden Daumen sehr schnell Texte ins smartphone eingeben,

> Ich weiss nicht, wie man auf die Idee kommt, Wählscheiben wären was Tolles.

Das war es ja mal.
Früher konnte man mit einem Potentiometer noch Helligkeit regeln.
Nach Digitalisierung gibt es nur zu hell oder zu dunkel.
Gut es gibt auch ca 1 cm große Regler für Lautstärke zwischen
0 und 130%. Oder man Programmiert Helligkeit eines Pixels
mit Werten zwischen 0 und 255, wobei der Bereich 0 bis 32 keinen
Unterschied macht..

> Ich hab' im Flur ein W48, via Fritzbox Fon!ATA mit meinem Asterisken
> verknotet.

Ich habe nur AVM DECT 200 ( schaltbare Steckdose )
und AVM DECT 500 ( LED-Leuchtmittel )

Mit der Fritzbox von m-net kann ich die nicht bedienen.
Mit der FRitzbox v6690 von Vodafone schon.

Bei der LED konnte ich nur die Farbe einstellen.
Die Steckdose habe ich mal als Wecker zweckentfremdet,
um morgens eine festgelegte Stunde Licht eingeschaltet zu haben.

Momentan erwäge ich, die Steckdose für eine raspberry pi Anwendung
zu verwenden.
Etwa alle 3 Stunden den raspi einschalten.
Damit die NTP Uhrzeit abfragen und ans intranet weitergeben.
Eventuell auch Wetterdaten, Aktienkurse, und nach
ausgewählter emails ( eventuell nur Postbox leer? ) schauen.
Ausschalten kann der raspberry pi selber.
( wait dann sudo shutdown -h 0 )

Die LED nach Wunsch Einrichten scheint mit mit DECT aussichtslos.
Sie müsste in Abhängigkeit von Tageszeit, Helligkeit,
infrarot Personen Anwesenheit und Bewegungs Erkennung
Farbe und Helligkeit steuern.

Hermann
der für rotes Nachtlicht LED-Streifen verwendet.

--
http://www.hermann-riemann.de

p...@pocnet.net

unread,
Aug 20, 2023, 7:14:05 AM8/20/23
to
Hermann Riemann <nosp...@hermann-riemann.de> wrote:

>>> Aus einigen Gründen (u.a. handy Nummer) musste ich mir schnell eins kaufen.
>>
>> So sehr ich mich auch bemühe, ich finde keinerlei Mitleid.
>
> Hat auch keinen Nutzen.
> Das hard- und software oft nicht funktioniert ist Gewohnheit.

Was hat das mit den Gründen zu tun, die Du oben anführtest ("musste mir
schnell eins kaufen")?

>>>> Abgesehen davon klickt man da zum Wählen auch nur auf einen Namen
>>>
>>> Die PIN sind nur Nummern.

Auf einer Wählscheibe?

>> Was hat das mit einer Telefonliste zu tun?
>
> Nichts aber mit "anklicken" ( anrufen des smartphones selber)

Und das ist aus Sicht einer Diskussion über Wählscheiben inwiefern relevant?

>> Früher waren die Nummern kürzer.
> Und auch die Postleidzahlen vor der Wende.
> IP V4 geht manuell noch häufig mit 192.168. usw.

Das hat nun wiederum überhaupt nichts mit dem Thema Wählscheibe zu tun.

> Wenn ich da mal IP V6 machen soll..

Die Macht der Gewohnheit. Dazu nutzt man DNS oder wenigstens hosts-Dateien.

>> Heutige Telefon- oder gar Mobilnummern mag
>> man einfach nicht mehr mit der bocklahmen Mechanik wählen.
>
> Eigene Mobilnummer und eigene Telefonnummer
> in Gruppen aufgeteilt 0171 usw
> liegen noch am Rande der Merkfähigkeit.

Es geht nicht ums Merken, sondern ums Wählen.

>> Heutzutage ist die Chance, dass die Gegenseite besetzt ist auch höher.
>
> Es gibt Anrufbeantworter.

Stimmt.

> Und die bekannte Warteschleife: "Leider sind alle Mitarbeiter belegt.."

Was unterm Strich auf "besetzt" rausläuft: Einige Minuten warten, nochmal
wählen. Und wieder wird der Finger spitzer...

>> Dann ohne Wahlwiederholung den Finger im Bleistiftanspitzer zu rühren ist
>> einfach nur nervtötend. Dazu kommt immer noch die sehr einfache
>> Möglichkeit, dass man sich verwählt, wenn man z. B. mit dem Finger
>> hängenbleibt und die Taktung dann nicht mehr passt. Sehr beliebt bei
>> ungeübten Wählern.
>
> smartfone?

Es geht hier um Wählscheiben!

>> Ich weiss nicht, wie man auf die Idee kommt, Wählscheiben wären was Tolles.
>
> Das war es ja mal.

Nein. Aber es gab hierzulande nix anderes.

> Früher konnte man mit einem Potentiometer noch Helligkeit regeln.
> Nach Digitalisierung gibt es nur zu hell oder zu dunkel.
> Gut es gibt auch ca 1 cm große Regler für Lautstärke zwischen
> 0 und 130%. Oder man Programmiert Helligkeit eines Pixels
> mit Werten zwischen 0 und 255, wobei der Bereich 0 bis 32 keinen
> Unterschied macht..

Inwieweit ist das für die Wählscheibendiskusion relevant?

>> Ich hab' im Flur ein W48, via Fritzbox Fon!ATA mit meinem Asterisken
>> verknotet.
>
> Ich habe nur AVM DECT 200 ( schaltbare Steckdose )
> und AVM DECT 500 ( LED-Leuchtmittel )

Was hat das mit Telefonen (und Wählscheiben zu tun)?

Du verbiegst im Laufe einer Diskussion an allen Ecken und Enden das Thema,
bringst ständig neue, nur für Dich nachvollziehbare Assoziationen ein, die mit
dem eigentlichen Thema überhaupt nichts zu tun haben. Warum?

--

:wq! PoC

p...@pocnet.net

unread,
Aug 20, 2023, 7:22:17 AM8/20/23
to
Thomas Klix <wot...@web.de> wrote:

> Heutzutage kaum noch vorstellbar.

s/kaum/überhaupt nicht/

> Obwohl: Die 1. TAE gehört immernoch dem Netzbetreiber und darf nicht verlegt
> werden. :) (Aber verlängert.)

Das ist pauschal nicht zwingend richtig. In Mietskasernen wird die
Telefoninfrastruktur schon seit langem vom Elektriker bereit gestellt. Von der
Telekom stammt lediglich der Übergabekasten im Keller.

In der Praxis ist nach -zig Jahren kaum noch nachvollziehbar, wer jetzt wo
genau welche Dose montiert und welches Kabel gezogen hat. Meiner Erfahrung
nach kräht da auch kein Hahn mehr danach. Die Telekomtechniker kriegen eine
gehörige Taktrate aufgedrückt und sind froh um alles was man ihnen abnimmt,
damit sie ihr Pensum erfüllt bekommen. Solange man da nicht mit teilweisen
S0-Installationen (100Ω-Widerstände), Y-Abzweigen, Lüsterklemmen-Verbindungen
und anderem Kram rumpfuscht, sondern ein mit möglichst wenig
Verbindungspunkten laufendes Kabel vom Keller zum Endpunkt verlegt, wird einem
kein Techniker heutzutage Ärger machen.

--

:wq! PoC

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