On 2023-07-22 07:42, Kay Martinen <
use...@martinen.de> wrote:
> Am 21.07.23 um 22:24 schrieb Peter J. Holzer:
>> On 2023-07-21 19:23, Kay Martinen <
use...@martinen.de> wrote:
>>> Am 21.07.23 um 20:33 schrieb Peter J. Holzer:
>>>> Ich fürchte Chatty bringt hier die "Boot" und "Bug" durcheinander ...
>>>
>>> *Zustimm*
>>>
>>> N.B. Grace Hopper war m.W. eine Frau.
>>
>> Im weiteren steht dann auch "sie". Das ist ein interessantes Detail von
>> ChatGPT: Persönliche Fürwörter werden eher zufällig vergeben. Zumindest
>> bei deutschen Texten, ist mir aber bei englischen auch schon
>> aufgefallen. Ich hätte erwartet, dass ein Textgenerator das einigermaßen
>> konsistent hinbekommt, aber offensichtlich ist das schwieriger als all
>> die wunderbaren Tricks, bei denen ich nicht mal im Ansatz verstehe,
>> warum die funktionieren.
>
> Wenn dieses Attribut nach dem Namen gewählt wird ist das auch schwer.
Nein, ich meine, dass die Verwendung des grammatischen Geschlechts für
die gleiche Person bzw. Sache in aufeinanderfolgenden Sätzen nicht
konsistent ist,
Hier z,B. beginnt das mit "dem US-amerikanischen Informatiker und
Pionier Grace Hopper" (männlich). Im nächsten Satz steht dann "arbeitete
sie" (weiblich). Im weiteren Text bleibt das dann konsistent weiblich,
allerdings gibt es nur zwei weitere Vorkommnisse. Wäre der Text länger,
würde ChatGPT ziemlich sicher plötzlich wieder auf männlich umschwenken.
Ich hätte erwartet, dass das bei der verwendeten Technik (generativer
Transformer) nicht auftritt, weil der Bezug ja immer im Prompt ist.
Hingegen habe ich nicht mal eine Ahnung, warum ChatGPT aus dem Prompt
eine Antwort generiert - sicher, es gibt Texte im Frage-Antwort-Format
im Netz (FAQs, Webforen, Stack Overflow, ...) aber halt auch viele
andere. Dass da "einfach immer das wahrscheinlichste folgende Wort
ergänzen" zu einer Antwort auf die Frage führt, finde ich erstaunlich.
Von Übersetzungen (in natürliche Sprachen oder Programmiersprachen) ganz
zu schweigen.
>>>> Killfile.
>>>
>>> Das finde ich ebenso unpräzise wie ChatGPT. Ein Statement, aber keiner
>>> weiß wen es betreffen mag.
>>
>> Das ist Absicht. Ich mache den Inhalt meines Killfiles nicht öffentlich.
>> Aber immerhin weißt Du jetzt eines der Aufnahmekriterien.
> Es ist doch usus dem Delinquenten bei Aufnahme ein "PLONK" zukommen zu
> lassen.
"Sei weise, plonk leise!" heißt es. Nein. das mache ich selten[1]. Schon
deshalb, weil das bei mir ein gradueller Prozess ist. Ich vergebe Plus-
und Minus-Punkte und Postings werden nur angezeigt, wenn das Saldo
größer als -100 ist. Wenn ich jedesmal, wenn ich jemandem ein paar
Minus-Punkte gebe, das im Usenet verkünden würde, wäre das ziemlich
lästig; und wenn ich es nur machen würde, wenn jemand die Grenze
überschreitet, wäre es auch nicht sinnvoll, weil dieses Posting dann ja
nur der Tropfen war, der das Fass zum überlaufen gebracht hat.
hp
[1] Zwei mal innerhalb der letzten 3 Jahre, sagt mein Archiv. Da muss
ich wohl besonders schlecht aufgelegt gewesen sein.