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Zur Abwechslung mal ein Erfolg und kein Gesuch

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David Reichelt

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Jun 10, 2023, 3:58:38 AM6/10/23
to
Liebe Gruppe,

in den letzten Wochen bin ich immer wenn die Kinder schliefen, in den
Keller und habe an meinem aktuellen Projekt gearbeitet.

Ausgangszustand:

Compaq Deskpro 386/s
Es ist das eher seltene Mainboard mit 72pol. PS/2 Modulen verbaut, der
RAM ist nicht auf einer Steckkarte ähnlich einer ISA Karte verbaut.

Das System habe ich, seit ich 10 Jahre alt war und es wurde immer wieder
stark verändert.

Die ursprüngliche 40MB Festplatte lief bis 2016 (alle 5 Jahre mal
gestartet). Nun, 2023 ist sie tot. Ebenso der Dallas Timekeeper von 2016.

Das System hatte 2MB RAM und ein IDE CDROM Laufwerk in einem von mir
gebauten Holz Gehäuse.

Arbeiten an dem System:

Zwischen 50 PS/2 Modulen habe ich 4 Module gefunden, die passen KÖNNTEN.
Diese müssen Parity haben und auch dann nimmt der wählerische Compaq
nicht jeden.

Ein Modul hat funktioniert. Zu den 2MB sind jetzt WEITERE 8MB dazu gekommen.

Ein NW12887 hat das Dallas System ersetzt und funktioniert nun perfekt.

Die fast meiste Zeit ging dafür drauf, WIEDER zu verstehen, wie ein IDE
CDROM an der Soundkarte angeschlossen UND angesprochen werden muss. Vor
dem Laden des CDROM Treibers muss die IDE Schnittstelle der Soundkarte
aufgeweckt werden.

Das 5,25" Floppy-Laufwerk hat leider seinen Dienst eingestellt, dafür
sind jetzt zwei 3,5" Floppy-Laufwerke verbaut.

Die meiste Zeit ging für die Anbindung der HDD drauf. SCSI (Flash) war
eine Option, ein 1542CF ist verfügbar, aber dies wäre nicht das alte
System gewesen.

Alle IDE Platten die ich finden konnte wollten nicht in das SEHR starre
Compaq DISK Type Schema passen. Ich wollte schon aufgeben. Der IDE<->CF
Adapter hatte ja nie funktioniert...

ABER nun ließ sich Dos auf dem Adapter installieren, aber nicht davon
starten...

Mein erster Einsatz mit einem Festplatten Manager jemals brachte dann
den Erfolg.

Ontrack Disk Manager 9.43 in der IBM Version.

Punktlandung. Nun sind 2x2000MB verfügbar, viel zu viel, aber sehr
schnell ^^

Endabnahme würde durch die Kinder durchgeführt, die 4 und 6 Jahre alt,
Simcity auf dem System nun spielen (mit meiner Hilfe).

Ich bin sehr froh, daß ich wieder zu meinen DOS Zeiten zurück gekehrt
bin und damit beginne, meine Systeme wieder lauffähig zu machen. Es
macht sehr viel Spaß und die Motivation steigt.

LG und Euch ein schönes Wochenende,

David

Michael Bäuerle

unread,
Jun 10, 2023, 4:43:54 AM6/10/23
to
David Reichelt wrote:
>
> [Compaq Deskpro 386/s funktioniert wieder]

Glückwunsch zur Wiederbelebung der Maschine.

Gerald E¡scher

unread,
Jun 10, 2023, 10:15:11 AM6/10/23
to
David Reichelt schrieb am 10/6/2023 09:58:

> Die fast meiste Zeit ging dafür drauf, WIEDER zu verstehen, wie ein IDE
> CDROM an der Soundkarte angeschlossen UND angesprochen werden muss. Vor
> dem Laden des CDROM Treibers muss die IDE Schnittstelle der Soundkarte
> aufgeweckt werden.

Plug&pray Soundkarte? Die muss erst per Software konfiguriert werden,
aber bei einer herkömmlichen Soundkarte mit Jumpern muss man nur
darauf achten, dass Port und Interrupt der IDE-Schnittstelle nicht mit
einer IDE-Schnittstelle vom Motherboard kollidieren.
IDE CD-ROM-Laufwerke kamen übrigens erst auf den Markt als 386er längst
tot waren, daher nicht ganz stilgerecht.

> Alle IDE Platten die ich finden konnte wollten nicht in das SEHR starre
> Compaq DISK Type Schema passen. Ich wollte schon aufgeben. Der IDE<->CF
> Adapter hatte ja nie funktioniert...

Kannst du im BIOS-Setup anstatt der Disk Typen (die nicht
Compaq-spezifisch sind) nicht auch Zylinder/Köpfe/Sektoren eingeben?

--
Gerald

Dennis Grevenstein

unread,
Jun 10, 2023, 6:56:29 PM6/10/23
to
Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net> wrote:
>>
>> Plug&pray Soundkarte? Die muss erst per Software konfiguriert werden,
>
> Aber automatisch, oder? Sonst macht "Einstecken und spielen" keinen Sinn.

Natürlich nicht. Ist ja DOS. ISA PnP war eher wenig benutzerfreundlich.
Creative hat aber ein Konfigurationsprogramm mitgeliefert.

gruss,
Dennis

--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."

Dennis Grevenstein

unread,
Jun 10, 2023, 7:00:20 PM6/10/23
to
David Reichelt <David-F-...@web.de> wrote:
>
> Alle IDE Platten die ich finden konnte wollten nicht in das SEHR starre
> Compaq DISK Type Schema passen. Ich wollte schon aufgeben. Der IDE<->CF
> Adapter hatte ja nie funktioniert...

Das liegt vermutlich eher an den spezifischen CF Karten als am
IDE-CF Adapter. Ich habe damals ein paar durchprobiert, bis ich
eine Sorte gefunden hatte, die funktioniert.

Hermann Riemann

unread,
Jun 11, 2023, 4:09:52 AM6/11/23
to
Am 11.06.23 um 00:24 schrieb Andreas Kohlbach:
> On 10 Jun 2023 14:15:10 GMT, Gerald E¡scher wrote:
>>
>> David Reichelt schrieb am 10/6/2023 09:58:
>>
>>> Die fast meiste Zeit ging dafür drauf, WIEDER zu verstehen, wie ein IDE
>>> CDROM an der Soundkarte angeschlossen UND angesprochen werden muss. Vor
>>> dem Laden des CDROM Treibers muss die IDE Schnittstelle der Soundkarte
>>> aufgeweckt werden.

Nein, mein erstes CD Laufwerk ging über SCSI.
>> Plug&pray Soundkarte? Die muss erst per Software konfiguriert werden,

Ich erinnere mich noch an die PNP ISDN Karte,
die nur angeblich unter Linux lief,
und von compuserver nicht vertragen wurde
( internet mit Linux ging bei mir ab DSL.)

> Aber automatisch, oder? Sonst macht "Einstecken und spielen" keinen Sinn.
>
>> aber bei einer herkömmlichen Soundkarte mit Jumpern muss man nur
>> darauf achten, dass Port und Interrupt der IDE-Schnittstelle nicht mit
>> einer IDE-Schnittstelle vom Motherboard kollidieren.
>> IDE CD-ROM-Laufwerke kamen übrigens erst auf den Markt als 386er längst
>> tot waren, daher nicht ganz stilgerecht.
>
> Sollten die meisten Karten nicht mit IRQ 5, DMA 220 und noch was anderem
> (alles aus der Erinnerung; mag falsch sein) konfiguriert gewesen sein,
> und Hersteller anderer Hardware ebenfalls ihre "festen" Werte hatten?

Der Standart creative Labs soundblaster schon.

Eine andere verbreitete sound Karte wollte 3 interrupts haben.

Ein interrupt habe ich für die ( Tseng) Grafikkarte gebraucht,
einen anderen interrupt für ie Adaptec SCSI Karte.
Dann wurde für jede parallel und jede RS232 Steckplatz
je ein interrupt port benötigt.
Dann kam irgendwann auch noch die NE2000 LAN Karte.
( Mit BNC-Stecker?)



--
http://www.hermann-riemann.de

Helmut Fischer

unread,
Jun 11, 2023, 10:12:18 AM6/11/23
to
Am 11.06.23 um 10:09 schrieb Hermann Riemann:

> Ein interrupt habe ich für die ( Tseng) Grafikkarte gebraucht,
> einen anderen interrupt für ie Adaptec SCSI Karte.
> Dann wurde für jede parallel und jede RS232  Steckplatz
> je ein interrupt port benötigt.

An meinem Bastel- und Ausprobier-486er (im Gehäuse mit Klappdeckel, sehr
praktisch!) hatte ich damals vorne einen bleistiftgeschriebenen Zettel
mit der aktuellen IRQ- und I/O-Adressen-Belegung hängen um den Überblick
nicht zu verlieren. Und ich hatte aus einer Computerzeitschrift auch
einen Aufkleber dafür.

Grüße, Helmut

Hermann Riemann

unread,
Jun 11, 2023, 10:27:45 AM6/11/23
to
Am 11.06.23 um 16:12 schrieb Helmut Fischer:
> Am 11.06.23 um 10:09 schrieb Hermann Riemann:
>
>> Ein interrupt habe ich für die ( Tseng) Grafikkarte gebraucht,
>> einen anderen interrupt für die Adaptec SCSI Karte.
>> Dann wurde für jede parallel und jede RS232  Steckplatz
>> je ein interrupt port benötigt.
>
> An meinem Bastel- und Ausprobier-486er (im Gehäuse mit Klappdeckel, sehr
> praktisch!) hatte ich damals vorne einen bleistiftgeschriebenen Zettel
> mit der aktuellen IRQ- und I/O-Adressen-Belegung hängen um den Überblick
> nicht zu verlieren. Und ich hatte aus einer Computerzeitschrift auch
> einen Aufkleber dafür.

Die IO Adressen waren nach meiner Erinnerung immer vorgegeben.
IRQ Adressen waren zumindest von der soundkarte vorgegeben.

Hermann
der des öfteren durch nicht soundblaster Karten
bei IRQ ein Engpass hatte.
( Und die über 120 USB Plätze vermutlich nicht voll bekommt. )
( SCSI + IDE + Floppy Plätze waren voll belegt. )

--
http://www.hermann-riemann.de

Gerald E¡scher

unread,
Jun 11, 2023, 10:33:02 AM6/11/23
to
Hermann Riemann schrieb am 11/6/2023 16:27:

> Am 11.06.23 um 16:12 schrieb Helmut Fischer:
>
> Die IO Adressen waren nach meiner Erinnerung immer vorgegeben.

Nein.

> IRQ Adressen waren zumindest von der soundkarte vorgegeben.

Nein.

--
Gerald

p...@pocnet.net

unread,
Jun 11, 2023, 10:58:56 AM6/11/23
to
Hermann Riemann <nosp...@hermann-riemann.de> wrote:

> Die IO Adressen waren nach meiner Erinnerung immer vorgegeben.

Nö. Ich habe mehrere wd8003 Netzwerkkarten, bei denen man das einstellen kann.
Ebenso bei den Adaptec SCSI-Adaptern und NE2000 Netzwerkkarten. Ich bin
sicher, es gibt noch mehr Beispiele.

--

:wq! PoC

Helmut Fischer

unread,
Jun 11, 2023, 11:22:28 AM6/11/23
to
Am 11.06.23 um 16:58 schrieb p...@pocnet.net:

> Ich bin sicher, es gibt noch mehr Beispiele.
Ich erinnere mich z.B. an Multi-I/O-Karten für Parallel- (LPT) und
RS-232- (COM) Ports.

(gerade in einer alten Schwarte nachgeschaut, ging schneller als in den
Hardware-Kisten zu graben):

Es waren 2 Parallelports (IRQ 7 und 5) und bis zu 4 serielle Ports (IRQ4
und 3, jeweils von COM 1/3 und COM 2/4 geteilt) möglich. Das und die
dazugehörigen I/O Adressen konnte man per Jumper auf den Karten
einstellen und musste darauf achten was denn ggf. die anderen Karten
(Sound, Netzwerk, ...) so haben wollten. Und alles notieren, wenn es
dann endlich lief :-)

Grüße, Helmut

Kay Martinen

unread,
Jun 11, 2023, 11:50:02 AM6/11/23
to
Am 11.06.23 um 16:58 schrieb p...@pocnet.net:
Richtig. Allerdings hatten die Karten mit echten Jumpern eigentlich
immer nur ein bestimmtes Set an Auswahlmöglichkeiten. Also wenig Freiheiten.

Bei Soundkarten waren es IO um die 220, also z.b. 200, 240.
Was aber oft über die BLASTER Umgebungsvariable dann auch der
Soundsoftware mitgeteilt wurde. Bei manchen mußte man die Selbst setzen,
neuere (SB 16, AWE) hatten ein Tool das auch die BLASTER Variable neu
setzte.

Bei Midi (und SCSI) waren es 300'er Adressen und ebenso bei MFM/IDE und
PAR/SER Karten. Besonders letztere bestanden aber IMHO eher auf ihrer
Vorgegebenen Adreßlage. Man konnte dann nur Definieren welche davon
COM1, COM2,.. COM4 wird und ihnen einen IRQ zuordnen. Aus dem Set
3,4,5,7 und manchmal mehr. Defaults waren bei MIDI m.W. 330, SCSI 300
und MFM/IDE hatten 1F0 und... 1F8 oder etwas anderes das ich vergaß...

Bei WD-Ultra NICs gab es einen Jumper der durch Stecken IMHO zwei
Adressen festlegte und eine Dritte Position für "Soft". DANN brauchte
man das Setup-tool und konnte andere IO und IRQ festlegen als die
HW-Auswahl bot.

Das waren jetzt alles Beispiele aus der Vor-PnP Zeit.

Bye/
/Kay

--
"Kann ein Wurstbrot die Welt retten?" :-)

p...@pocnet.net

unread,
Jun 11, 2023, 7:15:04 PM6/11/23
to
Kay Martinen <use...@martinen.de> wrote:

>> Nö. Ich habe mehrere wd8003 Netzwerkkarten, bei denen man das einstellen kann.
>> Ebenso bei den Adaptec SCSI-Adaptern und NE2000 Netzwerkkarten. Ich bin
>> sicher, es gibt noch mehr Beispiele.
>
> Richtig. Allerdings hatten die Karten mit echten Jumpern eigentlich
> immer nur ein bestimmtes Set an Auswahlmöglichkeiten. Also wenig Freiheiten.

Ja, aber sas ist was ganz anderes als "ist fest vorgegeben". Die Kunst war
halt, aus dem was man jeweils einstellen konnte eine konfliktfreie
Konfiguration zusammenzuschustern. Das war manchmal nicht so ganz einfach,
z. B. wenn die Dokumentation zu einer Karte zwar zur Startadresse eines
gewünschten RAM-Fensters geäußert hat, aber nicht angegeben war, wie groß
dieses denn sein solle.

--

:wq! PoC

Stefan Möding

unread,
Jun 12, 2023, 2:45:00 AM6/12/23
to
p...@pocnet.net writes:

> Ja, aber sas ist was ganz anderes als "ist fest vorgegeben". Die Kunst war
> halt, aus dem was man jeweils einstellen konnte eine konfliktfreie
> Konfiguration zusammenzuschustern.

Mein erster Kontakt mit der PC-Welt (Ferienjob vor 30 Jahren):
Novell-Fileserver konfigurieren mit: Netzwerkkarte, Parallelport-Karte
(Drucker), Adaptec-SCSI-Controller, Streamer für Backups mit eigenem
Controller.

Es gab keine Variation der IRQs und I/O-Ports, so dass alle Geräte
funktioniert haben.

Dann sind die Damen des hauseigenen Verlags zu uns ins Gebäude
umgezogen. MACs mit Drucker und Flachbettscanner über Apple-Talk
zusammengeschaltet. Keine weitere Konfiguration.

Alle Geräte ohne Probleme im kompletten Netz erreichbar.

--
Stefan

p...@pocnet.net

unread,
Jun 12, 2023, 4:48:04 AM6/12/23
to
Stefan Möding <Jun2023....@spamgourmet.com> wrote:

> Mein erster Kontakt mit der PC-Welt (Ferienjob vor 30 Jahren):
> Novell-Fileserver konfigurieren mit: Netzwerkkarte, Parallelport-Karte
> (Drucker), Adaptec-SCSI-Controller, Streamer für Backups mit eigenem
> Controller.

Achja, die gute alte Netware. :-) Eine meiner VMs beinhaltet eine Netware
3.12.

> Es gab keine Variation der IRQs und I/O-Ports, so dass alle Geräte
> funktioniert haben.

Ja, manchmal gibt es mit einem gegebenen Zoo an Hardwarekomponenten keine
Lösung, bei der *alles* funktioniert.

> Dann sind die Damen des hauseigenen Verlags zu uns ins Gebäude umgezogen.
> MACs mit Drucker und Flachbettscanner über Apple-Talk zusammengeschaltet.
> Keine weitere Konfiguration.

Es waren Macs, nicht "MACs". Mac von Macintosh, kein TLA.

> Alle Geräte ohne Probleme im kompletten Netz erreichbar.

Ja, AppleTalk hatte einige Vorteile gegenüber dem später verwendeten Bonjour,
was letztendlich nur im jeweils lokalen Netzwerksegment funktionierte.

--

:wq! PoC

Markus Elsken

unread,
Jun 12, 2023, 4:59:35 AM6/12/23
to
Moin!

Am 12.06.23 um 08:44 schrieb Stefan Möding:
> Dann sind die Damen des hauseigenen Verlags zu uns ins Gebäude
> umgezogen. MACs mit Drucker und Flachbettscanner über Apple-Talk
> zusammengeschaltet. Keine weitere Konfiguration.


Hatte ich vor ca. 25 Jahren mit der Werbeabteilung eines
Oma-Bescheissers (Kaffeefahrten). Zwei nagelneue Tupper-Macs (G3 b/w)
unter MacOS 8.6. Die übliche Software drauf und ein riesiges Chaos bei
den Zeichensätzen. Also hat man mal eben die fehlenden Fonts über das
Netzwerk vom anderen Arbeitsplatz geladen. Nun hatte die beiden Damen
aber unterschiedliche Arbeitszeiten und wenn die eine ihren Rechner
runterfuhr crashte der andere mit. Warum nur? Es war den Beiden partout
nicht beizubrigen...
Einmal alle Fonts sichten und die fehlenden jeweils selbst zu
installieren? Nö, zu viel Arbeit...

mfg Markus

Dennis Grevenstein

unread,
Jun 12, 2023, 5:30:47 AM6/12/23
to
Markus Elsken <markus...@ewetel.net> wrote:
>
> Hatte ich vor ca. 25 Jahren mit der Werbeabteilung eines
> Oma-Bescheissers (Kaffeefahrten). Zwei nagelneue Tupper-Macs (G3 b/w)
> unter MacOS 8.6. Die übliche Software drauf und ein riesiges Chaos bei
> den Zeichensätzen. Also hat man mal eben die fehlenden Fonts über das
> Netzwerk vom anderen Arbeitsplatz geladen. Nun hatte die beiden Damen
> aber unterschiedliche Arbeitszeiten und wenn die eine ihren Rechner
> runterfuhr crashte der andere mit. Warum nur? Es war den Beiden partout
> nicht beizubrigen...
> Einmal alle Fonts sichten und die fehlenden jeweils selbst zu
> installieren? Nö, zu viel Arbeit...

also gelebte Schadensverhinderung!

Markus Elsken

unread,
Jun 12, 2023, 5:44:32 AM6/12/23
to
Moin!

Am 12.06.23 um 11:30 schrieb Dennis Grevenstein:
> also gelebte Schadensverhinderung!

Gelebtes Chaos wohl eher. War für mich regelmässig ein grösserer
Vor-Ort-Termin (55km Distanz), um die Kisten wieder geradezubiegen.
Irgendwann schaltete sich das Management ein und fragte, warum das nicht
dauerhaft (!) behoben würde. Nachdem wir denen das geschildert haben
hatten die Damen wohl ein unangenehmes Meeting. Dann ein Termin (ganzer
Tag), das einmal richtig zu machen incl. Schulung der Damen. Dann war
erstmal Ruhe.

mfg Markus

Hermann Riemann

unread,
Jun 12, 2023, 7:15:55 AM6/12/23
to
Am 12.06.23 um 08:44 schrieb Stefan Möding:

> Mein erster Kontakt mit der PC-Welt:

Atari ST Supercharger, eine Karte mit einer 86 kompatiblen CPU,
mit der auch DOS lief.

Hanno Foest

unread,
Jun 12, 2023, 7:52:56 AM6/12/23
to
Am 12.06.23 um 05:14 schrieb Andreas Kohlbach:

>> Ich erinnere mich noch an die PNP ISDN Karte,
>> die nur angeblich unter Linux lief,
>> und von compuserver nicht vertragen wurde
>> ( internet mit Linux ging bei mir ab DSL.)
>
> Erst muss sie eingebunden werden. Da kam pnpdump und isapnp ins
> Spiel. Ersteres probierte die (ISA-) Hardware. Der Inhalt wurde in eine
> Text Datei umgeleitet. [...]

Ich erinnere mich nicht mehr an Details, nur daß das ganze fummelig war.
Und, daß die Fritz!pnp alle paar Stunden die Verbindung verlor, währen
die Fritz!classic (praktisch die gleiche Karte, nur mit Jumpern)
tadellos funktionierte. War irgendein Treiberproblem, das ich aber nicht
gelöst bekam...

Hanno

--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith

Markus Elsken

unread,
Jun 12, 2023, 10:55:32 AM6/12/23
to
Moin!

Am 12.06.23 um 13:15 schrieb Hermann Riemann:
> Atari ST  Supercharger, eine Karte mit einer 86 kompatiblen CPU,
>  mit der auch DOS lief.

Auf so etwas habe ich dankend verzichtet. Der Spectre GCR war da schon
wesentlich spannender ;-)

mfg Markus

Gerald E¡scher

unread,
Jun 12, 2023, 12:02:33 PM6/12/23
to
Andreas Kohlbach schrieb am 12/6/2023 05:16:
> Vielleicht vorgeschlagen?

Wieso vorgeschlagen? Es gab ein paar IRQs, Ports und DMA-Kanäle, aus
denen man auswählen konnte.
Hier eine Soundblaster 16 mit SCSI-Anschluss und Jumper-Wüste:
https://wiki.preterhuman.net/Creative_Labs_Sound_Blaster_16_SCSI-2_CT1770

> Einige frühe Karten hatten vielleicht DIP-Schalter?

Kann sein, ich kenne nur Jumper.

> Spätere Werte in
> einem PROM oder anderem nichtflüchtigen Speicher, die man per Software
> ändern konnte?

Die Netzwerkkarte Dlink DE-220 möglicherweise.
https://www.dlink.am/mn/products/7/44.html
WIMRE war die PnP, aber man konnte IRQ und Port auch konfigurieren und
die blieben dauerhaft erhalten.

--
Gerald

Gerald E¡scher

unread,
Jun 12, 2023, 12:07:46 PM6/12/23
to
Andreas Kohlbach schrieb am 12/6/2023 05:09:

> On Sat, 10 Jun 2023 22:56:27 -0000 (UTC), Dennis Grevenstein wrote:
>>
>> Natürlich nicht. Ist ja DOS. ISA PnP war eher wenig benutzerfreundlich.
>
> Ich hatte 1997 in Linux mit pnpdump und isapnp eine ISA Soundkarte (nach
> vielen Abstürzen) zum Laufen bekommen. Ein Kernel später, und der konnte
> die Karte (auf einem neuen PC) automatisch einrichten.
>
> Die man Page von isapnp wurde 1994 das letzte Mal aktualisiert. :-D
>
>> Creative hat aber ein Konfigurationsprogramm mitgeliefert.
>
> Vermutlich aber nur für Windows.

Für DOS.
Dem Treiber für OS/2 Warp konnte man auf Nicht-PnP-Motherboards IRQ,
etc. über Parameter mitgeben und der hat eine Soundblaster PnP
entsprechend konfiguriert.

--
Gerald

Hermann Riemann

unread,
Jun 12, 2023, 12:23:10 PM6/12/23
to
Am 12.06.23 um 16:55 schrieb Markus Elsken:
Für der Atari ST hatte ich auch noch RTOS und Minix.
( Wie supercharger nur ausprobiert, aber nicht verwendet.)

Bei PC (386) hatte ich parallel DOS, OS/2, Linux 0.99
DOS wurde durch windows 9* ersetzt
Mit windows 3.11 konnte ich, mit Ausnahme
eines einzigen einmal verwendeten computer Spiels
privat nichts anfangen.

Irgendwann habe ich mit OS/2 aufgehört,
und ab XP auch kein windows mehr installiert.

Heute habe ich Linux SuSE, Debian und Kubuntu und Mint
Nebenher noch Raspbian, ( immerhin heute verwendet )
windows 11 ( alle paar Monate in Betrieb )
und etwas für das smartphone nur noch für DHL-Packstation.
Kubuntu und Mint sind praktisch ausrangiert.

Hermann
vermutlich bald wieder lange mit Installationen beschäftigt.
( debian bookworm + Raspbian. )

--
http://www.hermann-riemann.de

Kay Martinen

unread,
Jun 12, 2023, 2:40:02 PM6/12/23
to
Am 12.06.23 um 05:16 schrieb Andreas Kohlbach:

> Vielleicht vorgeschlagen?

Logo. Das Jumperfeld einer Seriellen Karte sagt dir "IRQ 3 oder 4" und
du kannst dann frei einen auswählen - aus diesen Beiden Vorschlägen. :)

> Einige frühe Karten hatten vielleicht DIP-Schalter?

DIP Schalter sind bei Exklusivem Auswählen nicht praktisch. Denn es
könnte sein das jemand bei obigem Beispiel einen COM port auf IRQ 3 UND
4 setzt. Ein Jumperfeld liefert meist nur so viel/wenig
Jumper(=Steckbrücke) mit das es für eine "eins aus X" Auswahl reicht.

p...@pocnet.net

unread,
Jun 12, 2023, 5:28:38 PM6/12/23
to
Markus Elsken <markus...@ewetel.net> wrote:

> Irgendwann schaltete sich das Management ein und fragte, warum das nicht
> dauerhaft (!) behoben würde. Nachdem wir denen das geschildert haben hatten
> die Damen wohl ein unangenehmes Meeting. Dann ein Termin (ganzer Tag), das
> einmal richtig zu machen incl. Schulung der Damen. Dann war erstmal Ruhe.

ha! Es gibt doch noch Gerechtigkeit auf dieser Welt! :-D

--

:wq! PoC

p...@pocnet.net

unread,
Jun 13, 2023, 3:58:02 AM6/13/23
to
Andreas Kohlbach <a...@spamfence.net> wrote:

> AFAIK sind Jumper Steckbrücken. Man setzte ein Plastikteil, was unten
> Metall hatte, auf entsprechende Pins.
>
> DIP-Schalter waren "Schieberegler", die eine von zwei Positionen
> einnehmen konnten.

Schiebeschalter würde besser passen. :-) Regler hat sowas von diskreten
analogen Zwischenstufen.

--

:wq! PoC

Gerald E¡scher

unread,
Jun 13, 2023, 4:00:15 AM6/13/23
to
Andreas Kohlbach schrieb am 13/6/2023 04:12:

> On 12 Jun 2023 16:02:30 GMT, Gerald E¡scher wrote:
>>
>> Andreas Kohlbach schrieb am 12/6/2023 05:16:
>>
>>> On 11 Jun 2023 14:33:00 GMT, Gerald E¡scher wrote:
>>>>
>>>> Hermann Riemann schrieb am 11/6/2023 16:27:
>>>>
>>>>> Am 11.06.23 um 16:12 schrieb Helmut Fischer:
>>>>>
>>>>> Die IO Adressen waren nach meiner Erinnerung immer vorgegeben.
>>>>
>>>> Nein.
>>>>
>>>>> IRQ Adressen waren zumindest von der soundkarte vorgegeben.
>>>>
>>>> Nein.
>>>
>>> Vielleicht vorgeschlagen?
>>
>> Wieso vorgeschlagen? Es gab ein paar IRQs, Ports und DMA-Kanäle, aus
>> denen man auswählen konnte.
>
> Default (also "vorgeschlagen") waren vielleicht bestimmte Parameter. Wie
> IRQ 5 oder DMA 220.

Achso, ja. Ab Werk steckte bei Soundkarten der Jumper auf IRQ 5. Ich
habe IRQ 2/9 verwendet, da ich IRQ 5 für die 2. Druckerschnittstelle
verwendet habe.

>> Hier eine Soundblaster 16 mit SCSI-Anschluss und Jumper-Wüste:
>> https://wiki.preterhuman.net/Creative_Labs_Sound_Blaster_16_SCSI-2_CT1770
>>
>>> Einige frühe Karten hatten vielleicht DIP-Schalter?
>>
>> Kann sein, ich kenne nur Jumper.
>
> AFAIK sind Jumper Steckbrücken. Man setzte ein Plastikteil, was unten
> Metall hatte, auf entsprechende Pins.

Mistverständnis, ich kenne auf ISA-Karten nur Jumper (oder keine Jumper
bei plug&pray).

> DIP-Schalter waren "Schieberegler", die eine von zwei Positionen
> einnehmen konnten.

Nicht ganz, DIP-Schalter aka Mäuseklavier sind kleine Wipp- oder
Kippschalter, die brauchen aber mehr Platz und sind teurer als Jumper.

> Beides tut. Wurde aber von verschiedener Hardware (in unterschiedlichen
> Zeiten) unterschiedlich umgesetzt.

Mag sein, dass es in den 80ern ISA-Karten mit DIP-Schaltern gab, damals
konnten die Hersteller noch jeden Preis für ihr Zeug verlangen.

--
Gerald

Hermann Riemann

unread,
Jun 13, 2023, 2:10:57 PM6/13/23
to
Am 13.06.23 um 10:00 schrieb Gerald E¡scher:

> Nicht ganz, DIP-Schalter aka Mäuseklavier sind kleine Wipp- oder
> Kippschalter, die brauchen aber mehr Platz und sind teurer als Jumper.

Bei PC vermisse ich jumper Bits beim booten.

Einen für BIOS Auswahl Zeit 0 oder 10 Sekunden
einen für Grub Auswahl Zeit,
..

--
http://www.hermann-riemann.de

Guido Grohmann

unread,
Jun 13, 2023, 4:16:03 PM6/13/23
to
Gerald E¡scher schrieb:

> Mag sein, dass es in den 80ern ISA-Karten mit DIP-Schaltern gab, damals
> konnten die Hersteller noch jeden Preis für ihr Zeug verlangen.

Die gabs noch in den 90ern! Ich hatte eine MORSE EVGA mit MIP-Schaltern.
Gekauft 1991 oder 1992.

Guido

Guido Grohmann

unread,
Jun 13, 2023, 4:37:17 PM6/13/23
to
Guido Grohmann schrieb:
edit: mit DIP-Schaltern natürlich.

Guido

Diedrich Ehlerding

unread,
Jun 14, 2023, 2:05:36 AM6/14/23
to
Hermann Riemann meinte:

> Bei PC vermisse ich jumper Bits beim booten.
>
> Einen für BIOS Auswahl Zeit 0 oder 10 Sekunden
> einen für Grub Auswahl Zeit,

Was grub betrifft: das kannst du doch in der grub-Konfiguration
einstellen.
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

Kay Martinen

unread,
Jun 15, 2023, 12:40:03 PM6/15/23
to
Am 13.06.23 um 22:37 schrieb Guido Grohmann:
Achweh, MIP passt doch auch. Mußt nur "Multiswitch Inline Package" dazu
schreiben. :-)

Aber für eine "eins aus X Alternativen" Auswahl halte ich DIP-Schalter
nicht für Geeignet oder Sinnvoll.

Klar kann man auch gleichzeitig einen Jumper für IRQ 5 UND IRQ 7 setzen.
Aber bei DIP halte ich diese Art von Fehlkonfiguration für viel leichter
passiert. Ist mir auch noch nie irgendwo untergekommen. Immer nur
Jumperfelder. Die sind eh kleiner und billiger und man sieht dabei auch
eher den Platinenaufdruck - wenn es einen gibt.

N.B. Ein Weiterer Vorteil von Steckbrücken: Bei "Schalt"möglichkeiten
die man ggf. Extern umschaltbar machen möchte (FDC off o.a.) kann man
einfach einen 2 Poligen Stecker drauf setzen, mit Kabel zu einem
Schalter an der Front und "Klick" umschalten.

Die 1541 Floppy auf Adresse 8 oder 9 umschaltbar machen war "etwas"
umständlicher. Man mußt Drähte verlöten. Keine Pins, nur Lötpads.
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