Am 30.08.2012 12:33, schrieb Hermann Riemann:
> Michael Kraemer schrieb:
>
>>> Für mich war OS/2 eher eine Folge von Katastrophen
>>> unterschiedlichen Ausmaßes.
Marketing-technisch: Ja. Bezgl. Userfriendly: Auch Ja. Aber Technisch
besser als Windoze. Das Konnte den Kontext-sensitiven Rechtsklick schon
als Windows noch nicht wusste was es mit mehr als einer Maustaste
anfangen soll. Ähnlichkeiten mit Apple sind vermutl. (k)ein Zufall, weiß
man doch inzwischen das Billy Boy auch gerne mal in Cupertino schuppern
ging - bis Jobs ihn raus warf. :-)
>>> ( Mit der winzigen Ausnahme, der MS Flugsimulator
>>> lief unter OS/2 im Gegensatz zu windows 9*)
>
>> OS/2 war ja auch zum Arbeiten da,
>> nicht wie Windoof zum Spielen.
Stimmt. Darum habe ich damals meine Fidonet Mailbox auch darauf betrieben.
>
> Fällt da selber programmieren unter arbeiten oder spielen?
>
Ich würde sagen: Kommt auf den Standpunkt an. Wenn du aus Spaß
programmierst dann solltest du deinen Chef bezahlen statt umgekehrt.
Aber wenn es in Arbeit ausartet...
Ich fand eine wichtige und hilfreiche OS/2 Einrichtung das offene
Objekte von der WPS Schraffiert hinterlegt wurden. So sah man gleich ob
das schon offen ist und brauchte sich nur die Fensterliste angeln.
> Denn damit wollte ich eigentlich C++ lernen
> und Pixelprogrammierung machen.
> ( C++ habe ich zugunsten von C aufgegeben,
> und Pixelprogrammierung mache ich unter Linux mit SDL)
Den letzten Versuch mit Pixeln zu programmieren hatte ich auf dem C-128
mit Unicomal-80 (128'er Modul) und das war wirklich spassig. Konnte der
doch auch zwei bildschirme gleichzeitig ansteuern - im Slow-Mode
(CPU=1MHz) Der Editor legte gnadenlos den finger ähh Cursor auf jeden
Tippfehler beim eingeben. Anfangs nervt es, aber so lernt man auch gut
die Syntax. Später nerven dann mehr die Zeilennummern die man brauchte.
>
>> Ausser dass es in den 1980ern kein Linux gab
>> und in den 1990ern war's auch erst gegen Ende
>> des Jahrzehnts halbwegs zu gebrauchen.
Ack. Linux hab ich 1991 neben OS/2, DOS und Win testweise auf einer
Kiste installiert um damit zu spielen und es kennen zu lernen. Ohne USV,
nur mit ext2 gab es doch häufiger mal kleinholz im dateisystem. :-)
reiser, ext3 und co. gab es nicht oder sie waren experimentell,
nfts-support ebenfalls.
> Ok anfangs war keine grafische Oberfläche dabei.
> Und wenn man einen 387 einbaute, ging Linux (bei mir) nicht mehr.
... Und OS/2 deaktivierte automatisch die eingebaute CoPro-Emulation
soweit ich mich erinnere. Versuche eben mich zu erinnern ob ich auf dem
einen Board für das ich einen 387-25 hatte je linux drauf war...ich
glaube nicht. Kein wunder das ich das nie erfuhr. :)
>
> nach ://
de.wikipedia.org/wiki/OpenSUSE
> kam im Mai 1996 unter dem Namen S.u.S.E. Linux mit der Versionsnummer 4.2
> heraus. Ich weiss nicht, ob ich diese Version hatte.
> Ich weiss nur, das mit SuSE damit erstmalig
> eine grafische Oberfläche sich leicht installieren und benutzen ließ.
> (damals war das so, lange ist es her )
Ohweia. Ich hab damals auch eine ähnlich alte Vers. probiert. Die flog
gleich wieder runter als ich den eindruck bekam das die ihre halbe
Systemkonfiguration in umgebungs-variablen Speicherte. Sowas gehört m.E.
nur nach /etc Seitdem, nie wieder Suse.
>
> Die letzte (und einzig?) brauchbare Anwendung von OS/2
> war dessen bootmanager.
Es gab noch einen besseren. XFDISK. Sieht fast genauso aus, kann aber
deutlich mehr und lässt sich von Floppy starten, (de-)installieren und
ändern. Super teil. Hab ich damals etliche Multiboot-Systeme mit
eingerichtet (mit automatischem gegenseitigen Verstecken der jew.
anderen Partitionen).
>
> Hermann
> der vermutlich weniger als eine Std mit OS/2 gespielt hat
> ( davon das meiste vermutlich solitär )
Klondike!
Gruß
Kay