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Telefonanlage mit Amts-Simulation?

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Markus Elsken

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Mar 29, 2012, 5:03:52 AM3/29/12
to
Moin!

Für ein Projekt innerhalb des Computermuseums Oldenburg suche ich eine
Telefonanlage, die das Telefonnetz simulieren kann, u.a. mit
Freizeichen. Hintergrund: Es soll der Mailboxbetrieb mit Modems
realisiert werden, natürlich mit der passenden Akkustik "Klack -
Freizeichen - Puls/MFV-Wahl - Rufzeichen - Connect-Gekreisch". Vier
Ports würden notfalls reichen, mehr schaden aber nicht. Was nimmt man
da, wenn man nicht einen ganzen Schaltschrank voll haben möchte?

mfg Markus

Ansgar Strickerschmidt

unread,
Mar 29, 2012, 5:15:58 AM3/29/12
to
Also schrieb Markus Elsken:
Na, stilecht wäre schon ein original Bundespost-Schrank mit
Leitungssucher, Freizeichen-Generator, Edelstahl-Drehwählern etc., wenn
die noch nicht alle verschrottet sind...
Andererseits: Heutige kleine Heim-Telefonanlagen liefern ja meist intern
ein "düt düt düt .... düt düt düt..." als Wählton, zur Unterscheidung
Intern/Amt. Vielleicht kann man das auf Dauerton umbauen oder
umprogrammieren. Abgesehen davon ist so eine kleine (eigentlich für ISDN
vorgesehene) Heim-TA schon geeignet.

Ansgar

--
*** Musik! ***

Lothar Geyer

unread,
Mar 29, 2012, 6:01:35 AM3/29/12
to
Zum Anschauen finde ich den alten Post-Schrank gut. Innendrinnen könnte
aber eine reine PC-Lösung werkeln. Einige Töne kann man ja direkt mit
TAPI erzeugen. Ansonsten glaube ich, innovaphone in Sindelfingen kann so
was.

Lothar Geyer

Holger

unread,
Mar 29, 2012, 6:23:14 AM3/29/12
to
Markus Elsken schrieb:
Ich würde einfach eine Nebenstellenanlage wie eine Fritzbox nehmen, da
hast du drei Telefonleitungen analog und einen ISDN-Anschluß dran. An
den ISDN-Anschluß hängst du eine ISDN-Anlage, die nochmal zwei analoge
Anschlüsse bietet, und schon kannst du zwischen 5 Telefonen hin- und her
telefonieren, auch mit Pulswahl und Wähltönen.

Das hört sich zwar nicht so an wie die Deutsche Bundespost vor 40
Jahren, aber es geht zuverlässig, auch mit Telefonmodems. Ich betreibe
übrigens ein Telefonmodem für Fax-Zwecke an einem analogen Port einer
Fritzbox - das funktioniert sogar.

Holger

B.Eckstein

unread,
Mar 29, 2012, 8:27:13 AM3/29/12
to
Markus Elsken schrub im Jahre 29.03.2012 11:03:
Dafür reicht jede x-beliebige Anlage mit analogen NSt aus. Ich mache
sowas mit 'ner alten Auerswald Commander basic.

Geht es nur um zwei Modems, reicht auch eine zweidraht-Verbindung
zwischen den Modems aus, denen man ggf. einfach noch etwas Linienstrom
mit gibt. Vor langer Zeit habe ich das mit einem einfachen 24V-Netzteil
gemacht und es hat geklappt. Der 'offizielle' Spannung liegt allerdings
bei 60V.

Martin Peters

unread,
Mar 29, 2012, 9:21:10 AM3/29/12
to
Ansgar Strickerschmidt schrieb:
(...)
> Na, stilecht wäre schon ein original Bundespost-Schrank mit
> Leitungssucher, Freizeichen-Generator, Edelstahl-Drehwählern etc., wenn
> die noch nicht alle verschrottet sind...

Sind sie nicht :)

Hier steht noch ein Siemens-Halske Neda, schrankhoch in postgrau,
mit Unmengen an Relais und mehreren Drehwaehlern :D

Leider wartet sie noch auf Inbetriebnahme. Hat noch jemand Unterlagen
zu diesen Geraeten? Im Netz wird man nicht so recht fuendig. Den genauen
Typ kann ich nachliefern, aber auch bauaehnliche Exemplare helfen u.U.
weiter.

Martin Peters

unread,
Mar 29, 2012, 9:35:31 AM3/29/12
to
Lothar Geyer schrieb:
> Zum Anschauen finde ich den alten Post-Schrank gut. Innendrinnen könnte
> aber eine reine PC-Lösung werkeln.

Und was steckt dann in den restlichen 99,8 Prozent des umbauten Raumes?
Was passiert mit dem urspruenglichen Innenleben?

> Einige Töne kann man ja direkt mit
> TAPI erzeugen. Ansonsten glaube ich, innovaphone in Sindelfingen kann so
> was.

Was kann innovaphone?

Töne mit TAPI erzeugen? ""düt düt düt .... düt düt düt..." als Wählton,
zur Unterscheidung Intern/Amt"? Oder kann man sie "auf Dauerton umbauen
oder umprogrammieren"?

Sag uns doch einfach, worauf Du Dich beziehst.

Markus Elsken

unread,
Mar 29, 2012, 10:04:45 AM3/29/12
to
Moin!

Am 29.03.12 14:27, schrieb B.Eckstein:
> Geht es nur um zwei Modems, reicht auch eine zweidraht-Verbindung
> zwischen den Modems aus, denen man ggf. einfach noch etwas Linienstrom
> mit gibt. Vor langer Zeit habe ich das mit einem einfachen 24V-Netzteil
> gemacht und es hat geklappt. Der 'offizielle' Spannung liegt allerdings
> bei 60V.

Es soll soweit wie möglich ein Telefonnetz simuliert werden, also mit
Freizeichen etc. - denn gerade der spezifische Sound beim Einwählen
macht einiges aus. Kurze Internrufnummern stören nicht, sofern man
längere Nummern "wählen" kann und die überzähligen Ziffern ignoriert werden.

Wäre übrigens eine nette Idee für ein Nerd-Quiz: Ein Soundfile mit einem
Modem-Connect wird vorgespielt. Dann die Frage: Wer verbindet sich da
mit wem in welcher Geschwindigkeit? :-)

mfg Markus

Goetz Hoffart

unread,
Mar 29, 2012, 10:47:37 AM3/29/12
to
Markus Elsken <m.el...@ewetel.net> wrote:

> Wer verbindet sich da mit wem in welcher Geschwindigkeit? :-)

Aaaalt :-) USR Courier QuickConnect, V32terbo und Zyxel kann man einfach
auseinanderhalten.

Die 08/15 9.600-14.400er Gurken ich zumindest nicht.

Ganz frühe Kisten mit 300-1200 Baud habe ich weniger in Übung, ich fing
nach kurzen Tests mit 300 Baud gleich mit 2400bps an.

Grüße
Götz
--
http://www.knubbelmac.de/

Ralf Kiefer

unread,
Mar 29, 2012, 10:51:35 AM3/29/12
to
Markus Elsken wrote:

> Es soll soweit wie möglich ein Telefonnetz simuliert werden, also mit
> Freizeichen etc. - denn gerade der spezifische Sound beim Einwählen
> macht einiges aus.

Ich hatte früher als Anlage am ISDN eine Emmerich Istec (oder auch unter
dem Markenname Schneider zu finden). Die hat 8 Analog-Anschlüsse und
zweistellige Rufnummern intern. Die findet sich noch irgendwo in meinem
Keller, wenn's was auszuprobieren gäbe. Ebenso müßten noch Hagenuk Speed
Dragon [1] vorhanden sein. Die haben AFAIR 3 analoge Anschlüsse und
einen internen ISDN.


> Kurze Internrufnummern stören nicht, sofern man
> längere Nummern "wählen" kann und die überzähligen Ziffern ignoriert werden.

Wer hat "damals" schon auf solche Features geachtet? ;-)


> Wäre übrigens eine nette Idee für ein Nerd-Quiz: Ein Soundfile mit einem
> Modem-Connect wird vorgespielt. Dann die Frage: Wer verbindet sich da
> mit wem in welcher Geschwindigkeit? :-)

Da sind echte Nerds draußen, denn die hatten ab den Anfangstagen einen
ISDN-Router oder mindestens -Adapter.

Gruß, Ralf

[1] Kurze Suche beim Auktionshaus des größtmöglichen Mißtrauens: da
gibt's gerade eine, und die Zahl der Interessenten scheint sehr
überschaubar zu sein.

Martin Peters

unread,
Mar 30, 2012, 1:32:03 AM3/30/12
to
Markus Elsken schrieb:
(...)
> Es soll soweit wie möglich ein Telefonnetz simuliert werden, also mit
> Freizeichen etc. - denn gerade der spezifische Sound beim Einwählen
> macht einiges aus.

Welcher da waere? Das "typische" Grundrauschen in der Leitung? Der
Sound beim Einwaehlen kommt ja nicht vom Telefonnetz, sondern von
den am Verbindungsaufbau beteiligten Geraeten? Oder brauchst Du auch
Ansagen wie "kein Anschluss unter dieser Nummer"?

> Kurze Internrufnummern stören nicht, sofern man
> längere Nummern "wählen" kann und die überzähligen Ziffern ignoriert werden.

Hatte mir mal bei Pollin fuer 20 DM eine ISDN-Telefonanlage gekauft,
die dafuer ideal gewesen waere. Ich wollte damals noch einige
Anpassungen an der Firmware vornehmen, dazu kam es dann aber nie.
Sie hat uns dann trotzdem noch ueber Jahre als WG-Telefonanlage gute
Dienste geleistet.

Es war iirc ein 80535 drin, waere also kein Problem gewesen, denn
maximal 64KB Firmware sind ein ueberschaubares Problem.

Will sagen: Es gibt Anlagen, deren Komplexitaet ist recht
uebersichtlich. Disassemblieren, Dokumentierten, Modifizieren. Ist
sicher ein paar Tage/Wochen Arbeit, aber das kriegt man schon hin.
Aber dann waere da noch die Frage, ob man sich den Aufwand fuer ein
Einzelgeraet ueberhaupt machen moechte, das evtl. nicht
wiederbeschaffbar ist.

B.Eckstein

unread,
Mar 30, 2012, 3:00:59 AM3/30/12
to
Markus Elsken schrub im Jahre 29.03.2012 16:04:
> Kurze Internrufnummern stören nicht, sofern man
> längere Nummern "wählen" kann und die überzähligen Ziffern ignoriert werden.
Das sollte eigentlich immer funktionieren. Denn die Gasse wird je tiefer
geschaltet, je mehr Ziffern kommen. Ist die Gasse fertig, werdne die
restlichen Ziffern einfahc weiter geleitet.

Zumindest war das bei den Heb-/Drehwählern so ;-)

Klemens Krause

unread,
Mar 30, 2012, 5:30:39 AM3/30/12
to
B.Eckstein wrote:
> Markus Elsken schrub im Jahre 29.03.2012 16:04:
>> Kurze Internrufnummern stören nicht, sofern man
>> längere Nummern "wählen" kann und die überzähligen Ziffern ignoriert
...
> Das sollte eigentlich immer funktionieren. Denn die Gasse wird je tiefer
...
> restlichen Ziffern einfahc weiter geleitet.
>

Die Frage ist allerdings, wie es sich anhört, wenn man weitere Ziffern
in das Rufzeichen reinwählt? Klar werden die ignoriert, aber authentisch
ist es nicht.
Das klingt dann genauso "gelungen", wie wenn man ein Fax versehentlich an
eine Telefonnummer schickt, wo am anderen Ende ein Mensch ins Faxgequieke
reinspricht.
Wenn hier schon über Hebdrehwählerlose elektronische Lösungen in grauen
Black-Boxes diskutiert wird, wäre es ja wohl am einfachsten, mit irgendeiner
Elektronik ersten ein Freizeichen, und dann ein Rufzeichen zu synthetisieren.

Klemens

Patrick Schaefer

unread,
Mar 30, 2012, 1:42:17 PM3/30/12
to
Am 30.03.2012 11:30 schrieb Klemens Krause:

> Wenn hier schon über Hebdrehwählerlose elektronische Lösungen in grauen
> Black-Boxes diskutiert wird, wäre es ja wohl am einfachsten, mit
> irgendeiner
> Elektronik ersten ein Freizeichen, und dann ein Rufzeichen zu
> synthetisieren.

Dann aber auch während des Gespräches das Geratter im Hintergrund, wenn
auf den anderen Leitungen Gespräche aufgebaut werden.


Gruß
Patrick



BTW: schon die S27 von 1927 konnte eine Fangschaltung beim ersten
Klingelzeichen aufbauen. Trotzdem wurde uns in den "Derrick"-Krimis der
80er immer suggeriert, man müsse den Erpresser durch psychosoziales
Vollabern soundsoviel Minuten in der Leitung halten, um seinen Standort
zu bestimmen.


Joseph Terner

unread,
Mar 31, 2012, 12:18:34 AM3/31/12
to
Einen PC mit Asterisk[1], BRIstuff[2] und ISDN-Karten im NT-Mode (z. B.
[3]). Dazu pro BRI ein handelsüblicher a/b-Wandler mit PCM, um jeweils
zwei Modems anzuschließen.

Nummernpläne, Tonsignale und Sprachansagen können nach Belieben
programmiert und aus Aufzeichnungen eingespielt werden, sowie die Kanäle
natürlich nach Wunsch miteinander verbunden werden, was ja der Sinn der
Übung ist. Mehr braucht es für ein Telefonnetz nicht.

HTH.

ciao, Joseph

[1] <http://www.asterisk.org/>
[2] <http://www.junghanns.net/>
[3] <http://www.junghanns.net/en/duobri_express_produkt.html>

Ansgar Strickerschmidt

unread,
Apr 2, 2012, 4:53:08 AM4/2/12
to
Also schrieb Goetz Hoffart:

> Markus Elsken <m.el...@ewetel.net> wrote:
>
>> Wer verbindet sich da mit wem in welcher Geschwindigkeit? :-)
>
> Aaaalt :-) USR Courier QuickConnect, V32terbo und Zyxel kann man einfach
> auseinanderhalten.
>
> Die 08/15 9.600-14.400er Gurken ich zumindest nicht.
>
> Ganz frühe Kisten mit 300-1200 Baud habe ich weniger in Übung, ich fing
> nach kurzen Tests mit 300 Baud gleich mit 2400bps an.

Interessant wird's dann, wenn *Du selber* passend zurückpfeifen kannst und
ein CONNECT bekommst ;)

Goetz Hoffart

unread,
Apr 2, 2012, 5:43:09 AM4/2/12
to
Ansgar Strickerschmidt <dropspamhe...@arcor.de> wrote:

> Interessant wird's dann, wenn *Du selber* passend zurückpfeifen kannst und
> ein CONNECT bekommst ;)

Da ich schon »Hänschen klein« nur wenig überzeugend darbieten kann, wird
es mit einem AD-Wandler und etwas Erkennungssoftware dahinter wohl nicht
einfacher.

GRüße
Götz
--
http://www.knubbelmac.de/

Markus Elsken

unread,
Apr 2, 2012, 6:06:14 AM4/2/12
to
Moin!

Am 02.04.12 10:53, schrieb Ansgar Strickerschmidt:
> Interessant wird's dann, wenn *Du selber* passend zurückpfeifen kannst
> und ein CONNECT bekommst

Dazu müsste man mal einen Beo befragen. MFV können die :-)

mfg Markus

Andreas Bockelmann

unread,
Apr 2, 2012, 6:24:15 AM4/2/12
to
Markus Elsken schrieb:
Denen traue ich das zu. Im Recklinghäuser Zoo waren mal zwei Beos. Der
eine sprach ganze Abhandlungen, gespickt mit "Quatschkopf", sein
Käfiggenosse hörte sich an, wie min. 10 Daddel-ballerautomaten aus der
Spielhölle.


--
Mit freundlichen Grüßen | /"\ ASCII RIBBON CAMPAIGN |
Andreas Bockelmann | \ / KEIN HTML IN E-MAIL |
F/V +49-3221-1143516 | X UND USENET-GRUPPEN |
| / \ www.asciiribbon.org |

Markus Elsken

unread,
Apr 2, 2012, 9:09:26 AM4/2/12
to
Moin!

Am 02.04.12 12:24, schrieb Andreas Bockelmann:
> Denen traue ich das zu.

Die können das, selbst erlebt. Einer war richtig Modem-geprägt (Klack -
Freizeichen - MFV - Rufzeichen - Carriergekreische), als ich dann einmal
die Freisprechanlage vom Telefon betätigte (um den Pizzaservice
anzurufen) pfiff er beim Freizeichen gleich die MFV-Melodie. Natürlich
die vom örtlichen Internet-Einwahlknoten (war Mitte 90er). Und prompt
piff mir das andere Modem was vor... :-) Nach ca. zehn Minuten waren
wir dann soweit, uns mit schmerzendem Zwerchfell vom Boden wieder
aufzurappeln.

mfg Markus

Gernot Zander

unread,
Apr 2, 2012, 4:34:36 PM4/2/12
to
Hi,

in de.alt.folklore.computer Ansgar Strickerschmidt <dropspamhe...@arcor.de> wrote:
> Interessant wird's dann, wenn *Du selber* passend zurückpfeifen kannst und
> ein CONNECT bekommst ;)

Bei 300 Baud ging das noch. Bei mehr infolge der anderen Modulation
nicht mehr. (Die Sig ist Zufall, ehrlich.)

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
Nein, BAUD ist die Abkuerzung fuer Beauford, also die Windgeschwindigkeit in
der Datenleitung. 3200 Baud waeren ca. 54000 km/h. Drum pfeifts auch immer
so... (Alexander Aulbach)
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