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1.44 MB-Diskettenlaufwerk für Atari 1040 STe

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Arno Welzel

unread,
May 28, 2022, 9:20:17 AM5/28/22
to
Neulich habe ich meinen alten 1040STe nochmal ausgepackt, um zu sehen,
ob er noch funktioniert. Grundsätzlich läuft das Ding auch noch, was
nach fast 30 Jahren erstaunlich ist - auch die externe SCSI-Festplatte
mit Adapter ist noch funktionsfähig.

Ein Teil scheint aber mittlerweile nicht mehr so gut zu sein: das
nachträglich verbaute 1.44 MB-Diskettenlaufwerk. Ich hatte einst eine
Modifikation mit angepasstem Taktgenerator verbaut, damit auch
HD-Laufwerke nutzbar sind. Das Laufwerk geht prinzipiell zwar noch, aber
es neigt dazu, Spur 0 nicht zu finden bzw. der Kopf glaubt, er wäre
schon an Spur 0 und das System meldet dann Lesefehler, weil die echte
Spur ja nicht 0 ist.

Der Versuch, ein neueres HD-Laufwerk von Teac zu testen, ist allerdings
komplett gescheitert - das Dinger hat überhaupt nicht reagiert. An einem
PC mit Diskettenlaufwerks-Anschluss läuft das Ding aber problemlos.

Das alte Laufwerk ist ein Modell von Mitsumi. Irgendwelche Jumper oder
Lötbrücken habe ich da allerdings nicht gefunden.

Die Frage ist nun, ob man damals spezielle Laufwerke gebraucht hat. Rein
von den Anschlüssen her sieht es nach Standard-PC-Laufwerk aus und die
vom Atari formatierten und beschriebenen Disketten sind auch am PC lesbar.

Hinweise jeglicher Art sind willkommen

--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Michael van Elst

unread,
May 29, 2022, 1:46:02 AM5/29/22
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> writes:

>Der Versuch, ein neueres HD-Laufwerk von Teac zu testen, ist allerdings
>komplett gescheitert - das Dinger hat überhaupt nicht reagiert. An einem
>PC mit Diskettenlaufwerks-Anschluss läuft das Ding aber problemlos.

Wahrscheinlich ist, dass das PC-Laufwerk als Laufwerk 1 konfiguriert ist
und der Atari will Laufwerk 0 ansprechen. Wenn da kein Jumper ist, brauchst
du ein verdrehtes Kabel.

Christian Corti

unread,
May 29, 2022, 7:50:03 AM5/29/22
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
> HD-Laufwerke nutzbar sind. Das Laufwerk geht prinzipiell zwar noch, aber
> es neigt dazu, Spur 0 nicht zu finden bzw. der Kopf glaubt, er wäre
> schon an Spur 0 und das System meldet dann Lesefehler, weil die echte
> Spur ja nicht 0 ist.

- Staubfluse in der Spur 0-Lichtschranke --> auspusten
- Verharzte Spurstange --> reinigen und ölen

Christian

Marcel Mueller

unread,
May 29, 2022, 9:22:53 AM5/29/22
to
Am 28.05.22 um 15:20 schrieb Arno Welzel:
> Neulich habe ich meinen alten 1040STe nochmal ausgepackt, um zu sehen,
> ob er noch funktioniert. Grundsätzlich läuft das Ding auch noch, was
> nach fast 30 Jahren erstaunlich ist - auch die externe SCSI-Festplatte
> mit Adapter ist noch funktionsfähig.
>
> Ein Teil scheint aber mittlerweile nicht mehr so gut zu sein: das
> nachträglich verbaute 1.44 MB-Diskettenlaufwerk. Ich hatte einst eine
> Modifikation mit angepasstem Taktgenerator verbaut, damit auch
> HD-Laufwerke nutzbar sind. Das Laufwerk geht prinzipiell zwar noch, aber
> es neigt dazu, Spur 0 nicht zu finden bzw. der Kopf glaubt, er wäre
> schon an Spur 0 und das System meldet dann Lesefehler, weil die echte
> Spur ja nicht 0 ist.

Endschalter/Lichtschranke vergrießknaddelt?
Das kann man vielleicht flicken.

Und last but not least, wenn das irgendein Laufwerk ist, was Ewigkeiten
ungenutzt in der Ecke lag, kann es gut sein, dass es selbst einen Schlag
hat.

> Der Versuch, ein neueres HD-Laufwerk von Teac zu testen, ist allerdings
> komplett gescheitert - das Dinger hat überhaupt nicht reagiert. An einem
> PC mit Diskettenlaufwerks-Anschluss läuft das Ding aber problemlos.

Den Tipp mit Drive Select hast du ja schon bekommen. Ggf. einfach die
Leitung umlöten. Falls DS1 auf der ATARI-Seite nicht angeschlossen ist,
kannst du DS0 und DS1 auch einfach irgendwo verbinden.

> Die Frage ist nun, ob man damals spezielle Laufwerke gebraucht hat.

Eigentlich nicht. Ich habe auch ein HD-Laufwerk drin. Das war irgendein
altes aus einem PC. Ich habe die Schaltung dafür aber damals selber
gebaut (war nur ein GAL), insofern weiß ich nicht mehr, ob ich dabei
irgendwelche Leitungen geändert hatte. AFAIK musste man auch die
Density-Select Leitung für die HD-Erkennung irgendwie ändern, weil der
Pin vom Shugart-Bus eigentlich ursprünglich für etwas anderes vorgesehen
war. Es ist auch essentiell, dass das Laufwerk selber weiß, ob seine
Verstärker für DD oder für HD arbeiten sollen, denn die haben eine
Signalkonditionierung für das MFM-Signal. Wenn die auf der falschen
Frequenz läuft, geht genau gar nichts. Symptom ist dann auch Track not
found, denn Der ATARI-Disk-Treiber verwendet immer Seek-Kommandos mit
Verify. Das bewirkt, dass der Spurwechsel erst dann abgeschlossen ist,
wenn der erste Sektorheader mit der richtigen Spurnummer am Kopf vorbei
kommt. Nebenbei bewirkt es noch, dass sich die Geschwindigkeit des
Laufwerks sich halbiert, weil damit jedes mal gewartet wird, bis der als
nächstes zu lesende Sektor /vorbei/ ist. Das ist komplett unnötig, da
Read-Sektor das ohnehin nochmal validiert. Den Fehler haben sie vom
Original DOS abgeschrieben. (Irgendwo hatte ich einen Treiber, der das
behebt.)

> Rein
> von den Anschlüssen her sieht es nach Standard-PC-Laufwerk aus und die
> vom Atari formatierten und beschriebenen Disketten sind auch am PC lesbar.

Jein. Mit DOS und Konsorten geht es nicht, weil der ATART Formatierer
das Media-Byte nicht wie von DOS gewünscht füllt. Dem ATARI ist das
egal, DOS nicht. Linux ist es aber auch egal. Neure Windowsen - keine
Ahnung.


Marcel

Gerrit Heitsch

unread,
May 29, 2022, 10:34:45 AM5/29/22
to
SMD-Elkos verbaut? Wenn ja dann sind die inzwischen ausgelaufen und
haben u.U. Leiterbahnen gefressen.

Gerrit

Arno Welzel

unread,
May 31, 2022, 9:48:45 AM5/31/22
to
Christian Corti:
Habe ich beides schon gemacht - keine Änderung. Ist wohl doch eher ein
Defekt in der Elektronik.

Arno Welzel

unread,
May 31, 2022, 9:55:47 AM5/31/22
to
Marcel Mueller:

> Am 28.05.22 um 15:20 schrieb Arno Welzel:
[...]
>> Ein Teil scheint aber mittlerweile nicht mehr so gut zu sein: das
>> nachträglich verbaute 1.44 MB-Diskettenlaufwerk. Ich hatte einst eine
>> Modifikation mit angepasstem Taktgenerator verbaut, damit auch
>> HD-Laufwerke nutzbar sind. Das Laufwerk geht prinzipiell zwar noch, aber
>> es neigt dazu, Spur 0 nicht zu finden bzw. der Kopf glaubt, er wäre
>> schon an Spur 0 und das System meldet dann Lesefehler, weil die echte
>> Spur ja nicht 0 ist.
>
> Endschalter/Lichtschranke vergrießknaddelt?

Es ist eine Gabellichtschranke - manchmal geht sie noch, oft aber nicht
mehr.

> Und last but not least, wenn das irgendein Laufwerk ist, was Ewigkeiten
> ungenutzt in der Ecke lag, kann es gut sein, dass es selbst einen Schlag
> hat.

Zuletzt lief es vor ca. 5 Jahren noch problemlos. Danach wurde der
Computer verpackt und war dann eben 5 Jahre eingelagert.

>> Der Versuch, ein neueres HD-Laufwerk von Teac zu testen, ist allerdings
>> komplett gescheitert - das Dinger hat überhaupt nicht reagiert. An einem
>> PC mit Diskettenlaufwerks-Anschluss läuft das Ding aber problemlos.
>
> Den Tipp mit Drive Select hast du ja schon bekommen. Ggf. einfach die
> Leitung umlöten. Falls DS1 auf der ATARI-Seite nicht angeschlossen ist,
> kannst du DS0 und DS1 auch einfach irgendwo verbinden.

Werde ich bei Gelegenheit probieren. Die nächste Herausforderung wird
dann die Beschaffung passender Schrauben - die langen Schrauben, mit
denen das alte Mitsumi-Laufwerk von unten her befestigt ist, passen bei
"modernen" Laufwerken nicht mehr rein, weil der Durchmesser zu groß ist
und das Gewinde auch komplett anders.

>> Die Frage ist nun, ob man damals spezielle Laufwerke gebraucht hat.
>
> Eigentlich nicht. Ich habe auch ein HD-Laufwerk drin. Das war irgendein
> altes aus einem PC. Ich habe die Schaltung dafür aber damals selber
> gebaut (war nur ein GAL), insofern weiß ich nicht mehr, ob ich dabei
> irgendwelche Leitungen geändert hatte. AFAIK musste man auch die
> Density-Select Leitung für die HD-Erkennung irgendwie ändern, weil der
> Pin vom Shugart-Bus eigentlich ursprünglich für etwas anderes vorgesehen
[...]

Ich habe zwischenzeitlich noch etwas recherchiert und Hinweise gefunden,
dass je nach Laufwerk noch Lötarbeiten nötig sind, um die Erkennung auf
eine eingelegte Diskette funktionsfähig zu bekommen, weil Atari da wohl
eine Leitung eingespart hat:

<https://atari.8bitchip.info/flomodam.html>

Und dunkel errinnere ich mich, dass ich genau deswegen auch genau dieses
Laufwerk verbaut habe, weil das das nicht nötig war.

Wolf gang P u f f e

unread,
May 31, 2022, 11:06:27 AM5/31/22
to
Von meinen damaligen ca.10 3,5" Laufwerken (meist gebraucht erstandene)
gab es welche, die konnten nur ihre selbst formatierten Disketten
verarbeiten.
Da war vermutlich Lichtschranke, Kontakt oder Anschlag dejustiert.

Mangels wissen, wie man das einstellen kann, hatte ich die Laufwerke
mit fetten Edding gekennzeichnet und eingelagert. (später entsorgt)

Wäre mal interessant zu wissen, wie man sowas hätte auf dem Küchentisch
selber justieren können.

Christian Keck

unread,
Jun 1, 2022, 1:23:02 AM6/1/22
to
Moin, zusammen,

> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
> - Staubfluse in der Spur 0-Lichtschranke --> auspusten
> - Verharzte Spurstange --> reinigen und ölen

Ich habe einmal ein Laufwerk in einem 1040STF entdeckt, bei dem der Staub auf der Spurstange so zusammengeschoben hatte, dass Spur 0 nicht mehr erreicht wurde.

Christian

Christian Corti

unread,
Jun 1, 2022, 4:40:02 AM6/1/22
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
> Habe ich beides schon gemacht - keine Änderung. Ist wohl doch eher ein
> Defekt in der Elektronik.

Was ich auch schon hatte, und das hat die tollsten Phänomene verursacht,
waren nicht korrekt terminierte Leitungen.

Christian

Helmut Fischer

unread,
Jun 1, 2022, 10:21:26 AM6/1/22
to
Am 31.05.22 um 17:09 schrieb Wolf gang P u f f e:

> Wäre mal interessant zu wissen, wie man sowas hätte auf dem Küchentisch
> selber justieren können.

Bei einem externen Sony 800k Laufwerk aus der Macintosh Anfangszeit (das
hier noch tief unten in einer Kiste liegt) war das IIRC relativ einfach
möglich. Es war auch wichtig, weil die Macs ja stets die
"Schreibtischdatei" auf jedem Medium aktuell hielten, da stand z.B. drin
welche Finder-Fenster geöffnet waren und in welcher Position und Größe.
Was zur Folge hatte dass nur beim Anschauen des Floppyinhalts spätestens
vor dem Software-gesteuerten Auswerfen auf die Floppy geschrieben wurde.
Wenn dann die Spurlage nicht stimmte wurde die Floppy unlesbar, ist mir
mit mehreren Floppies passiert bevor ich das Problem verstanden und die
Spurlage justiert hatte.

Für die ersten Sony 3,5" Laufwerke (ich habe so eines in einem hp9114
hp-il Laufwerk) gab es eine sehr ausführliche Serviceanleitung und einen
speziellen Prüfstand.

Grüße, Helmut

Marcel Mueller

unread,
Jun 3, 2022, 1:29:56 PM6/3/22
to
Am 31.05.22 um 15:55 schrieb Arno Welzel:
> Werde ich bei Gelegenheit probieren. Die nächste Herausforderung wird
> dann die Beschaffung passender Schrauben - die langen Schrauben, mit
> denen das alte Mitsumi-Laufwerk von unten her befestigt ist, passen bei
> "modernen" Laufwerken nicht mehr rein, weil der Durchmesser zu groß ist
> und das Gewinde auch komplett anders.

Erstaunlich. Ich hatte noch kein 3½"-Laufwerk, wo kein M3 rein passt.

> Ich habe zwischenzeitlich noch etwas recherchiert und Hinweise gefunden,
> dass je nach Laufwerk noch Lötarbeiten nötig sind, um die Erkennung auf
> eine eingelegte Diskette funktionsfähig zu bekommen, weil Atari da wohl
> eine Leitung eingespart hat:

Ja, DiskChange ist speziell. Das Problem ist, das der Atari die dafür
vorgesehene Leitung nicht auswertet. Statt dessen diagnostiziert er den
Diskettenwechsel dadurch, dass sich dabei notwendigerweise auch mal
WriteProtect ändern sollte. Schließlich ist ein Laufwerk ohne Diskette
auch wie ein offenes WriteProtect Loch. Das kann aber Unterumständen nur
kurz der Fall sein. Deshalb wird das Laufwerk immer regelmäßig
selektiert, was normalerweise nicht erforderlich wäre. Und ich glaube
beim Tausch von zwei schreibgeschützten Disks gab es auch Probleme, dass
er das gar nicht erkennt.

Der Haken ist jetzt, dass einige Laufwerke gar kein WriteProtect Melden,
wenn keine Disk eingelegt ist. Ist logisch gesehen ja auch nicht definiert.

Die einzige saubere Lösung ist, dass man bei der DiscChange-Meldung vom
Laufwerk (Pin 34) auf ein wechselndes WriteProtect umsetzt. Der Trigger
dafür ist sinnvollerweise DriveSelect. Das heißt bei jedem Zugriff auf
das Laufwerk, wird der Zustand von WriteProtect invertiert, solange
DiscChange aktiv ist.

Das Laufwerk selbst muss man dafür nicht modifizieren. Besser man macht
die Modifikation auf der Atari-Seite. Man braucht sie ja sowieso für
jedes Laufwerk.

> <https://atari.8bitchip.info/flomodam.html>

Wenn man nicht die oben genannte Luxuslösung haben will, geht es auch
wesentlich einfacher:
Ein Transistor nebst Vorwiderstand tut's auch. Der Shugart-Bus ist
komplett Open-Collector, weshalb es keinen Kurzschluss geben kann.

+5V
|
R 10 k _________ Pin 28
R | WriteProtect
| | / C
Pin 34 ------*---RRR---|<
DiskChange | \ E BC546 o.ä.
10 k |
|_________ Pin 10
DriveSelect 1


> Und dunkel errinnere ich mich, dass ich genau deswegen auch genau dieses
> Laufwerk verbaut habe, weil das das nicht nötig war.

Möglich.


Der wesentlich problematischere Teil ist eigentlich der Step-Impuls.
Wenn man den Takt vom 1772 auf 16 MHz verdoppelt, um zu den 500 kbps von
HD zu passen, dann dauert dadurch auch der Step-Impuls für den
Spurwechsel 3 ms pro Spur statt den vorgesehenen 6 ms. Dabei verschluckt
sich so manches Laufwerk und verliert Schritte. Manche bewegen sich gar
nicht mehr. Ergebnis ist, dass der Kopf auf irgendeiner Spur landet, nur
nicht auf der erwarteten.

Falls dieses Problem bei deiner HD-Lösung nicht adressiert ist, könnte
auch das die Ursache für Track not Found sein, weil der Kopf nie bei
Spur 0 ankommt.


Bei meinem Umbau hatte ich das alles mit einem GAL gemacht. Es hat sich
um die 8/16 MHz Umschaltung bei HD gekümmert, bei Spurwechseln immer
kurz auf 8 MHz zurückgeschaltet, das ganze ohne Glitches, damit der
Controller nicht abstürzt, und last but not Least WriteProtect
getoggelt, wenn DiscChange aktiv ist.


Marcel

Clemens Schüller

unread,
Jun 3, 2022, 3:54:48 PM6/3/22
to
Servus!

Andreas Kohlbach schrieb am 03. Jun. 2022 um 20:13:
> On Fri, 3 Jun 2022 19:29:54 +0200, Marcel Mueller wrote:
>> Am 31.05.22 um 15:55 schrieb Arno Welzel:


>>> Werde ich bei Gelegenheit probieren. Die nächste Herausforderung wird
>>> dann die Beschaffung passender Schrauben - die langen Schrauben, mit
>>> denen das alte Mitsumi-Laufwerk von unten her befestigt ist, passen bei
>>> "modernen" Laufwerken nicht mehr rein, weil der Durchmesser zu groß ist
>>> und das Gewinde auch komplett anders.
>>
>> Erstaunlich. Ich hatte noch kein 3½"-Laufwerk, wo kein M3 rein passt.
>
> Ein Bekannter hatte 2000 eine SONY Digital-Kamera mit 3 1/2 Laufwerk. Man
> konnte gar einen kurzen Film aufnehmen. Qualität vermutlich ab 320x200
> oder so. Konnte ich auf dem damaligen PC ansehen, der noch entsprechendes
> Laufwerk hatte.

Kann mich noch dunkel an einen Adapter erinnern, der das 3.5"
Diskettenformat hatte, in diesen steckte man erinnerlich eine SmartMedia
Karte. Übertragungsgeschwindigkeit war "schnarchlangsam"

War so 2000-2001


--
LieGrü aus Graz, Clemens

Arno Welzel

unread,
Jun 7, 2022, 9:50:03 AM6/7/22
to
Arno Welzel:

[...]
> Ein Teil scheint aber mittlerweile nicht mehr so gut zu sein: das
> nachträglich verbaute 1.44 MB-Diskettenlaufwerk. Ich hatte einst eine
> Modifikation mit angepasstem Taktgenerator verbaut, damit auch
> HD-Laufwerke nutzbar sind. Das Laufwerk geht prinzipiell zwar noch, aber
> es neigt dazu, Spur 0 nicht zu finden bzw. der Kopf glaubt, er wäre
> schon an Spur 0 und das System meldet dann Lesefehler, weil die echte
> Spur ja nicht 0 ist.

Update: es scheint wohl eher ein Temperaturproblem zu sein.

Direkt nach dem Einschalten funktioniert alles einwandfrei. Aber nach
ca. 30-40 Minuten geht es damit los, das man maximal 600-700 KB am Stück
kopieren darf, bis Fehler produziert werden und das Laufwerk üble
Geräusche von sich gibt. Die selben Disketten funktionieren aber danach
problemlos, wenn man den Computer ausschaltet und eine Weile abkühlen lässt.

Bei Gelegenheit werde ich wohl mal mit Kältespray testen müssen.

Christian Corti

unread,
Jun 7, 2022, 11:10:03 AM6/7/22
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
> Update: es scheint wohl eher ein Temperaturproblem zu sein.

> Direkt nach dem Einschalten funktioniert alles einwandfrei. Aber nach
> ca. 30-40 Minuten geht es damit los, das man maximal 600-700 KB am Stück
> kopieren darf, bis Fehler produziert werden und das Laufwerk üble
> Geräusche von sich gibt. Die selben Disketten funktionieren aber danach
> problemlos, wenn man den Computer ausschaltet und eine Weile abkühlen lässt.

Ja, das klingt so, als ob der FDC aussteigt.

Christian

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 7, 2022, 11:41:55 AM6/7/22
to
On 6/7/22 15:50, Arno Welzel wrote:
> Arno Welzel:
>
> [...]
>> Ein Teil scheint aber mittlerweile nicht mehr so gut zu sein: das
>> nachträglich verbaute 1.44 MB-Diskettenlaufwerk. Ich hatte einst eine
>> Modifikation mit angepasstem Taktgenerator verbaut, damit auch
>> HD-Laufwerke nutzbar sind. Das Laufwerk geht prinzipiell zwar noch, aber
>> es neigt dazu, Spur 0 nicht zu finden bzw. der Kopf glaubt, er wäre
>> schon an Spur 0 und das System meldet dann Lesefehler, weil die echte
>> Spur ja nicht 0 ist.
>
> Update: es scheint wohl eher ein Temperaturproblem zu sein.
>
> Direkt nach dem Einschalten funktioniert alles einwandfrei. Aber nach
> ca. 30-40 Minuten geht es damit los, das man maximal 600-700 KB am Stück
> kopieren darf, bis Fehler produziert werden und das Laufwerk üble
> Geräusche von sich gibt. Die selben Disketten funktionieren aber danach
> problemlos, wenn man den Computer ausschaltet und eine Weile abkühlen lässt.

Hast du den WD1772 übertaktet? Das mochte nicht jeder auch wenn der Chip
aussen nicht unbedingt heiss wurde.

Gerrit

Marcel Mueller

unread,
Jun 7, 2022, 2:31:33 PM6/7/22
to
Am 07.06.22 um 15:50 schrieb Arno Welzel:
> Update: es scheint wohl eher ein Temperaturproblem zu sein.
>
> Direkt nach dem Einschalten funktioniert alles einwandfrei. Aber nach
> ca. 30-40 Minuten geht es damit los, das man maximal 600-700 KB am Stück
> kopieren darf, bis Fehler produziert werden und das Laufwerk üble
> Geräusche von sich gibt.

Ich sag's ja ungern, aber das ist das typische Symptom, wenn der 1772
die 16 MHz nicht mehr packt. Faktor 2 übertakten ist halt so eine Sache.
Manche packen es, andere nicht, und wieder andere vorübergehend.


Marcel

Arno Welzel

unread,
Jun 8, 2022, 3:22:24 AM6/8/22
to
Marcel Mueller:
Ja, das wird's wohl sein. Mal sehen, ob ich die Muße finde, das
irgendwann mal auszutauschen. Ob die dafür eingelötete Platine nur
gesteckt oder doch aufgelötet ist, kann ich im Moment nicht mehr
feststellen - ich habe das Gerät schon wieder zusammengebaut, aber
vielleicht kann jemand sagen, ob es sowas noch irgendwo gibt, siehe
rechts die Platine mit dem 16 MHz Taktgenerator und den roten Kabeln,
die auf zwei Punkte des Mainboard geführt sind:

<https://nextcloud.0x0c.de/s/SrmoxywNBzTRZgY/preview>

Links die leeren Sockel sind die ROM-Sockel, wo ich ein Uhrenmodul
verbaut habe. Im Normalbetrieb sind da je zwei EPROMs übereinander mit
Umschaltung zwischen TOS 2.06 und MagiCROM drin.

Christian Zietz

unread,
Jun 13, 2022, 3:39:31 PM6/13/22
to
Arno Welzel schrieb:

> vielleicht kann jemand sagen, ob es sowas noch irgendwo gibt, siehe
> rechts die Platine mit dem 16 MHz Taktgenerator und den roten Kabeln,
> die auf zwei Punkte des Mainboard geführt sind:
>
> <https://nextcloud.0x0c.de/s/SrmoxywNBzTRZgY/preview>

Was meinst Du genau mit "sowas", das es noch geben sollte? Es ist ja
vermutlich nicht die 16-MHz-Taktumschaltung kaputt (die Platine, die man
sieht). Sondern der FDC (unsichtbar darunter, nehme ich an) verträgt
eben die 16 MHz nicht so recht, bzw. nur im kalten Zustand.

Offiziell für 16 MHz spezifiziert ist nur Ataris eigener Klon des 1772
namens "Ajax". Doch der ist nahezu "unobtainium" [1]. Du kannst
verschiedene 1772 durchprobieren, ob einer besser funktioniert; doch das
ist Zufall. Man sagt, dass mit der Variante 02-02 des WD1772 die Chancen
noch am höchsten seien.

Grüße
Christian

[1] Angeblich hat Best Electronics in den USA noch Ajax. Ich hörte von
Preisen um die 50 €:
https://www.exxosforum.co.uk/forum/viewtopic.php?p=70303#p70303
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: https://www.chzsoft.de/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x52CB97F66DA025CA / 0x6DA025CA

Arno Welzel

unread,
Jun 13, 2022, 8:08:31 PM6/13/22
to
Christian Zietz:

[...]
> Offiziell für 16 MHz spezifiziert ist nur Ataris eigener Klon des 1772
> namens "Ajax". Doch der ist nahezu "unobtainium" [1]. Du kannst
> verschiedene 1772 durchprobieren, ob einer besser funktioniert; doch das
> ist Zufall. Man sagt, dass mit der Variante 02-02 des WD1772 die Chancen
> noch am höchsten seien.

Die 02-02-Variante scheint wohl noch halbwegs beschaffbar zu sein, aber
auch nicht gerade günstig mit 30-40 EUR pro Stück. Mal sehen, ob ich mir
das noch antue - die Daten von der Festplatte sind ohnehin alle gesichert.

Gerrit Heitsch

unread,
Jun 14, 2022, 12:39:06 AM6/14/22
to
On 6/13/22 21:39, Christian Zietz wrote:
>
> Offiziell für 16 MHz spezifiziert ist nur Ataris eigener Klon des 1772
> namens "Ajax". Doch der ist nahezu "unobtainium" [1]. Du kannst
> verschiedene 1772 durchprobieren, ob einer besser funktioniert; doch das
> ist Zufall. Man sagt, dass mit der Variante 02-02 des WD1772 die Chancen
> noch am höchsten seien.

Den 1772 gab es nicht nur von WDC sondern auch als Clone von VLSI als
VL1772, ein solcher VL1772-02 ist in meiner 1581 verbaut.

Mir unbekannt ob der 16 MHz verträgt, aber einen Versuch wäre es wert.

Gerrit

Christian Zietz

unread,
Jun 14, 2022, 2:13:25 AM6/14/22
to
Gerrit Heitsch schrieb:

> Den 1772 gab es nicht nur von WDC sondern auch als Clone von VLSI als
> VL1772, ein solcher VL1772-02 ist in meiner 1581 verbaut.
>
> Mir unbekannt ob der 16 MHz verträgt, aber einen Versuch wäre es wert.

In einem meiner diversen Ataris ist auch ein VL1772 und für den kann ich
sicher sagen: Er funktioniert *nicht* mit den für HD nötigen 16 MHz. Es
mag Exemplare geben, bei denen es anders ist. Aber wie beim WD1772 02-02
ist das eben eine Lotterie.

Grüße
Christian

Arno Welzel

unread,
Feb 5, 2023, 7:32:36 PM2/5/23
to
Christian Zietz, 2022-06-14 08:13:

> Gerrit Heitsch schrieb:
>
>> Den 1772 gab es nicht nur von WDC sondern auch als Clone von VLSI als
>> VL1772, ein solcher VL1772-02 ist in meiner 1581 verbaut.
>>
>> Mir unbekannt ob der 16 MHz verträgt, aber einen Versuch wäre es wert.
>
> In einem meiner diversen Ataris ist auch ein VL1772 und für den kann ich
> sicher sagen: Er funktioniert *nicht* mit den für HD nötigen 16 MHz. Es
> mag Exemplare geben, bei denen es anders ist. Aber wie beim WD1772 02-02
> ist das eben eine Lotterie.

Mittlerweile habe ich mir einen WD1772 02-02 besorgt.

Die Reparatur war etwas aufwendiger, weil ich damals mangels geeignetem
Werkzeug den Original-Controller nicht ausgelöstet und gesockelt habe
sondern nur den Clock-Eingang aufgetrennt hatte und die Platine samt
Taktgenerator und Umschaltlogik "Huckepack" auf den Chip gesetzt hatte.

Nach einer etwas längeren Operation sitzt nun der entsprechend
mofizierte WD1772 02-02 in einem Sockel - der Platz unter dem
Diskettenlaufwerk ist zwar recht beengt, aber es passt gerade noch drunter.

Ergebnis: funktioniert einwandfrei :-)

Ja, vermutlich wird auch dieser Controller bei Dauernutzung irgendwann
den Geist aufgeben - aber davor lief es ja auch viele Jahre recht
problemlos und mehr als ab und zu mal aus nostalgischen Gründen
einschalten werde ich den Atari ohnehin nicht. Aber es ist trotzdem
schöner, wenn man weiß, dass das Ding prinzipiell fehlerfrei läuft.

Irgendwann muss ich noch das Thema "Festplatte" angehen - die alte
Quantum-SCSI-Platte wird auch nicht ewig leben, auch wenn sie
erstaunlicherweise nach über 25 Jahren immer noch unauffällig läuft.

Marcel Mueller

unread,
Feb 6, 2023, 2:55:08 AM2/6/23
to
Am 06.02.23 um 01:32 schrieb Arno Welzel:
> Ergebnis: funktioniert einwandfrei :-)

Na Bitte!

> Ja, vermutlich wird auch dieser Controller bei Dauernutzung irgendwann
> den Geist aufgeben

Das geht normalerweise recht lange gut, solange sich die Dinger nicht
überhitzen. Ein wesentlicher Puzzlestein dabei ist, dass die
Taktumschaltung nur erfolgt, wenn sich am Laufwerk auch etwas tut (Drive
Select).

> Irgendwann muss ich noch das Thema "Festplatte" angehen - die alte
> Quantum-SCSI-Platte wird auch nicht ewig leben, auch wenn sie
> erstaunlicherweise nach über 25 Jahren immer noch unauffällig läuft.

Die alten Dinger waren z.T. hart im nehmen.
Ein paar funktionierende Fast-SCSI Platten sollten sich aber finden
lassen. Bei größeren muss man halt mit der Partitionierung aufpassen.
Das Standard TOS hat da recht enge Limits.
Bei mir hängt noch eine ST296N dran. ;-)

Schwer zu ersetzen sind eher die s/w Monitore von Atari. Da verrecken
irgendwann mal die Zeilentrafos. Und die Dinger sind derart
inkompatibel, dass man nicht eben mal eine VGA-Monitor dran bekommt. Das
Timing würde zwar passen, aber die Richtung der H-Sync Leitung stimmt
nicht. Die geht vom Monitor zum Atari und nicht wie üblich anders herum.
Und die Klötzchengrafik im Color-Mode fand ich nie ein sonderlich
brauchabres Nutzungsszenario.


Marcel
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