Patrick Schaefer schrieb:
> Am 06.10.2014 20:13 schrieb Martin Peters:
>
> > Das Problem duerfte sein, diesen Controller fuer das benoetigte Format
> > zu konfigurieren (falls das noetig ist, was ich stark vermute). Wie
> > das geht, sollte ja eigentlich im Datenblatt stehen, aber Seite 13 oben
> > finde ich diesbezueglich alles andere als aufschlussreich.
>
> Der Kontrollör scheint dahingehend transparent zu sein, dass der einfach
> nur die dekodierten Sektoren an den PC weiterreicht. Um die Organisation
> der Diskette (Tracks/Sektoren) müsste sich dann der Treiber im
> Betriebsystem kümmern. Die USB-Floppy ist also keine Festplatte (mit LBA
> und so), sondern sozusagen ein ausgelagerter 765.
Wie sollte das funktionieren? Dazu braeuchtest Du vollen Zugriff auf
die Register-Schnittstelle des FDC im USB97CFDC2 und den hat nur dessen
8051-Kern selbst. Und die 8051-Firmware im USB97CFDC2 stellt das
eingelegte Medium ueber USB gegenueber dem PC als Massenspeicher dar,
so als waere es ein USB-Stick mit der Kapazitaet der eingelegten
Diskette. Wie flexibel die Firmware diesbezueglich aber wirklich ist,
waere noch so eine Frage. Wuerde mich nicht wundern, wenn die Firmware
unuebliche Formate abseits der beim PC auf 3,5"-Floppys ueblichen
Kapazitaeten (1,44MB und 720KB) garnicht erkennt.
Moeglicherweise erkennt der Controller auch bei allen Arten bereits
formatierter Diskette von selbst, mit was fuer einem Format er es zu
tun hat und stellt das Medium dann beim normalen Schreib-/Lese-Zugriff
dem PC gegenueber richtig dar. Aber entscheidend fuer die flexible
Verwendung im Retro-Umfeld ist doch, dass ich beim _Formatieren_ die
volle Funktionalitaet habe, die mir auch der Zugriff auf einen FDC
erlaubt, der im Adressraum des PCs eingeblendet ist. Oder bietet USB
eine "Floppy"-Geraeteklasse, die mir diesen Funktionsumfang anbietet?
Ich habe mal versucht, mit einem USB-Floppy-Laufwerk eine
tomsrtbt-Diskette zu erzeugen und bin meiner Erinnerung nach damals
ziemlich aufgelaufen, da die dazu erforderliche Ueberformatierung des
Mediums mit einem USB-Floppy-Laufwerk nicht moeglich war.
> Insofern ist es egal, welches Laufwerk Du anschließt. Das muss der PC
> erkennen, nicht der Controller.
Ein PC hat ein angeschlossenes Laufwerk noch nie "erkannt".
Ein PC hat genaugenommen nicht einmal eine "Vorstellung" davon, ob er
nun ein 3"-, 3,5"-, 5,25"- oder 8"-Medium vor sich hat. Vereinfacht
gesagt, interpretiert und erzeugt der FDC in einem PC nur Datenstroeme,
die von einem Medium kommen bzw. auf ein Medium geschrieben werden.
> Du musst nur sicherstellen, das alle
> relevanten Signale (HD/DD, 300/360, RDY/Diskchange) adäquat verkabelt
> sind. Da wäre das dicke Handbuch von der FD55GFR nochmal gefragt.
Dass das Laufwerk richtig angeschlossen werden muss, ist immer die
Voraussetzung. Ehrlich gesagt haette ich jetzt nicht gedacht, dass das
hier der expliziten Erwaehnung bedarf.
> Wahrscheinlich muss man den USB-Treiber anpassen. Den Floppytyp musste
> man ja auch im BIOS einstellen.
Was willst Du da am USB-Treiber anpassen? Ich glaube, Du hast da falsche
Vorstellungen, wie USB funktioniert. Im Gegensatz zu LPC bspw. ist USB
nicht dazu da, die Registerschnittstelle eines beliebigen Bausteins
(auch keines FDCs) in den Adressbereich des PCs einzublenden.