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Wegen Saurons Auge

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Wiebke Weige

unread,
Dec 23, 2003, 2:35:33 PM12/23/03
to
Hi Leute

Ich habe am Samstag Rotk gesehen, und fand die Scene wo Saurons Auge Sam
und Frodo fokussiert sehr unlogisch. Hätte Sauron nicht auffallen
müssen, dass Frodo den Ring bei sich hat? Ich dachte, dass der Angriff
auf das Schwarze Tor verhindern soll, dass Sauron Frodo bemerkt. Wie
passt das zusammen? Abgesehen davon finde ich dieses 'Leuchtturmartige'
sehr seltsam.

Ich hatte es mir nämlich bisher nach Buch so vorgestellt:

Sauron weiß, dass ein Hobbit den Ring besitzt. Erst hat er sich auf
Saruman verlassen. Warscheinlich, weil seine Macht noch nicht so weit
gereicht hat. Dann schaut Pippin in den Palanir, und Sauron denkt, dass
es sich bei Pippin um den gesuchten Hobbit handelt (Vielleicht weiß er
auch nicht, wieviele Hobbits genau nach Süden wandern). Dieser wird nach
Minasthirit gebracht, dass kreigt er mit. Er ist also die ganze Zeit von
Frodo abgelenkt. (Mit ein Grund, warum ich es seltsam finde, das Frodo
im Film in Osgiliath ist, und dann auch noch den Ring aufstreift und
sich so Preis gibt.) Sauron hätte Frodo ja jederzeit bemerken können,
wenn er die Möglichkeit, dass versucht wird den Ring nach Mordor zu
bringen nicht ausgeschossen hätte.

Welchen Sinn hat noch ein Ablenkungsmanöver, wenn Sauron bereits seinen
Blick auf Frodo gerichtet hat, und wenn Frodo durch sein Aufstreifen des
Ringes in Osgiliath ja selbst Saurons Blick auf sich gezogen hat. Warum
behällt Sauron Frodo danach nicht weiter im Auge? Rein theoretisch
müsste doch die Mission gescheitert sein, oder?

Wiebke

Rainer Knaepper

unread,
Dec 23, 2003, 4:20:00 PM12/23/03
to

Moin Wiebke,

>Er ist also die ganze Zeit von Frodo abgelenkt. (Mit ein Grund,
>warum ich es seltsam finde, das Frodo im Film in Osgiliath ist, und
>dann auch noch den Ring aufstreift und sich so Preis gibt.)

Genau beobachtet.

>Rein theoretisch müsste doch die Mission gescheitert sein, oder?

Wen interessieren schon Logik und Werktreue bei dieser Verfilmung?

*duck*


Rainer

--
Aeh, dumme Frage: Warum muss man sich einen Realnamen zulegen?
Ist das nicht der Name den man sowieso hat?
(Th. Schaerer in z-netz.alt.elektronik)

Christoph Koegler

unread,
Dec 24, 2003, 1:12:32 AM12/24/03
to
Hi,

> Ich habe am Samstag Rotk gesehen, und fand die Scene wo Saurons Auge Sam
> und Frodo fokussiert sehr unlogisch. Hätte Sauron nicht auffallen
> müssen, dass Frodo den Ring bei sich hat? Ich dachte, dass der Angriff
> auf das Schwarze Tor verhindern soll, dass Sauron Frodo bemerkt. Wie
> passt das zusammen? Abgesehen davon finde ich dieses 'Leuchtturmartige'
> sehr seltsam.

Nun ich habe mir den Film gestern zum zweiten Mal angesehen. Frodo rutscht
zwar
der Ring hervor, als der Blick von Saurons Auge ihn streift, aber in dem
Moment
ist der Ring von seinem Körper verdeckt, er dreht Sauron quasi den Rücken
zu.

Apropos Leuchtturm, das ist schon eine gewöhnungsbedürftige Darstellung,
aber
mal ehrlich, wie würdest Du ein Wesen darstellen, welches nicht körperlich
Gestalt
annehmen kann? Mir ist da jedenfalls bisher nix besseres eingefallen.

Chris

ptr

unread,
Dec 24, 2003, 5:50:49 AM12/24/03
to
Wiebke Weige schrieb:

> Frodo abgelenkt. (Mit ein Grund, warum ich es seltsam finde, das Frodo
> im Film in Osgiliath ist, und dann auch noch den Ring aufstreift und
> sich so Preis gibt.) Sauron hätte Frodo ja jederzeit bemerken können,
> wenn er die Möglichkeit, dass versucht wird den Ring nach Mordor zu
> bringen nicht ausgeschossen hätte.

er streift den ring aber gar nicht auf (er würde dann wohl
auch unsichtbar). er holt ihn nur hervor um ihn dem Nazgul zu
"zeigen"...
Peter.


--
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Daniel Pichl

unread,
Dec 24, 2003, 5:50:45 AM12/24/03
to
Am Wed, 24 Dec 2003 11:50:49 +0100 schrieb ptr:

> er streift den ring aber gar nicht auf (er würde dann wohl
> auch unsichtbar). er holt ihn nur hervor um ihn dem Nazgul zu
> "zeigen"...
> Peter.

... was ja wohl auch ausreicht. In ihrer Ergebenheit zu Sauron werden die
Nazgul dies ihrem Herrn melden, und somit weiß er dann auch Bescheid. Im
Grunde genommen hätte die Handlung dann einen anderen Verlauf nehmen
müssen.

bye, Daniel

Frank Widmaier

unread,
Dec 24, 2003, 5:58:45 AM12/24/03
to
Am 24.12.2003 11:50 tippte *ptr* in die Kiste:

> er streift den ring aber gar nicht auf (er würde dann wohl
> auch unsichtbar). er holt ihn nur hervor um ihn dem Nazgul zu
> "zeigen"...

was mir ja schon im zweiten Teil nen Herzkasper bereitete. Und dann noch
zu glauben, dass Pippin der besagte Hobbit ist? Auszeit. Nachdem Sauron
ja mit den Menschen telepathisch in Verbindung steht, wird er also wohl
auch das sehen koennen, was seine 9 sehen. Damit haette ihm klar sein
muessen: Pippin ist ein anderer Hobbit

--
mozilla/netscape: http://mozhilfe.de http://mozilla.kairo.at news:dcsm.*
Tips & Tricks: http://holgermetzger.de http://mozilla-anleitung.de
mozilla/netscape-FAQ: http://mozilla.kairo.at/doc/mozilla-faq.php

Michael Tosberg

unread,
Dec 24, 2003, 8:08:36 AM12/24/03
to
Daniel Pichl <nos...@independence-rpg.de> wrote:

> > er streift den ring aber gar nicht auf (er würde dann wohl
> > auch unsichtbar). er holt ihn nur hervor um ihn dem Nazgul zu
> > "zeigen"...
> > Peter.
>
> ... was ja wohl auch ausreicht.


Nein. Die Nazgul können nicht sehen und die Szene kommt nur leicht
verändert auch im Buch vor, dort aber direkt bei Minas Morgul, als der
Hexenkönig an Frodo vorbeizieht.

Auf der Wetterspitze wird Frodo als Ringträger auch erst wahrgenommen,
als er den Ring aufsetzt.

Michael

Frank Widmaier

unread,
Dec 24, 2003, 8:30:23 AM12/24/03
to
Am 24.12.2003 14:08 tippte *Michael Tosberg* in die Kiste:

> Auf der Wetterspitze wird Frodo als Ringträger auch erst wahrgenommen,
> als er den Ring aufsetzt.

dann stell ich mir aber die Frage.

Auf der Strasse im Shire.. warum findet er die Hobbits fast unter der
Wurzel?

Wenn der Ring die Nazgul ruft.. dann spueren sie ja auch, wo er ist - er
ruft sie ja. Das hiesse auch _vor_ dem Aufsetzen sollten sie wissen,
dass der Ring da vor ihnen zum Greifen nah ist.

Andreas Dau

unread,
Dec 24, 2003, 8:30:15 AM12/24/03
to
Frank Widmaier schrieb:

> Am 24.12.2003 14:08 tippte *Michael Tosberg* in die Kiste:
>
>> Auf der Wetterspitze wird Frodo als Ringträger auch erst wahrgenommen,
>> als er den Ring aufsetzt.
>
> dann stell ich mir aber die Frage.
>
> Auf der Strasse im Shire.. warum findet er die Hobbits fast unter der
> Wurzel?

Eben! _Fast_!

> Wenn der Ring die Nazgul ruft.. dann spueren sie ja auch, wo er ist - er
> ruft sie ja. Das hiesse auch _vor_ dem Aufsetzen sollten sie wissen,
> dass der Ring da vor ihnen zum Greifen nah ist.

Ja, so ungefähr, aber was hilft's? Der Nazgûl konnte frodo immer noch
nicht in osgiliath erkennen. Was er maximal wusste, war, dass da
irgendwo in der Nähe der Ring ist, mehr nicht.

cu,
ada

Wiebke Weige

unread,
Dec 24, 2003, 8:48:38 AM12/24/03
to

Hi Peter

ups. Stimmt, Sam hat es ja im letzten Moment verhindert (mal wieder).

Wiebke

Wiebke Weige

unread,
Dec 24, 2003, 8:47:36 AM12/24/03
to
In article <bsbaof$1su$07$1...@news.t-online.com>,
"Christoph Koegler" <cro...@gmx.de> wrote:

> Hi,
>
> > Ich habe am Samstag Rotk gesehen, und fand die Scene wo Saurons Auge Sam
> > und Frodo fokussiert sehr unlogisch. Hätte Sauron nicht auffallen
> > müssen, dass Frodo den Ring bei sich hat? Ich dachte, dass der Angriff
> > auf das Schwarze Tor verhindern soll, dass Sauron Frodo bemerkt. Wie
> > passt das zusammen? Abgesehen davon finde ich dieses 'Leuchtturmartige'
> > sehr seltsam.
>
> Nun ich habe mir den Film gestern zum zweiten Mal angesehen. Frodo rutscht
> zwar
> der Ring hervor, als der Blick von Saurons Auge ihn streift, aber in dem
> Moment
> ist der Ring von seinem Körper verdeckt, er dreht Sauron quasi den Rücken
> zu.

Hm, das ist ja mein Problem. Für mich war es logisch, dass Sauron, da er
ja nicht körperlich ist, auch sieht, was auf der Rückseite einer Sache
ist. Wie soll er denn sonst über die Berge hinweg schauen können. Toller
Herrscher, wenn er nur bis zu den Bergen sehen kann, und für alles
andere Spione braucht. Naja, irgendwie fehlt da was. Das schlimmste ist
doch eigentlich, dass sich Sauron danach von einer mickrigen Streitmacht
von Frodo ablenken lässt. Er sollte doch wenigstens Wissen, dass Frodo
kein Orc ist, und auch sonst nicht wie einer seiner Verbündeten aussieht.

> Apropos Leuchtturm, das ist schon eine gewöhnungsbedürftige Darstellung,
> aber
> mal ehrlich, wie würdest Du ein Wesen darstellen, welches nicht körperlich
> Gestalt
> annehmen kann? Mir ist da jedenfalls bisher nix besseres eingefallen.

Keine Ahnung, ich fand es nur seltsam, hab den Film auch erst einmal
gesehen.

Wiebke Weige

unread,
Dec 24, 2003, 9:20:13 AM12/24/03
to

tos...@mac.com (Michael Tosberg) wrote:
> Daniel Pichl <nos...@independence-rpg.de> wrote:
>
> > > er streift den ring aber gar nicht auf (er würde dann wohl
> > > auch unsichtbar). er holt ihn nur hervor um ihn dem Nazgul zu
> > > "zeigen"...
> > > Peter.
> >
> > ... was ja wohl auch ausreicht.
>
>
> Nein. Die Nazgul können nicht sehen und die Szene kommt nur leicht
> verändert auch im Buch vor, dort aber direkt bei Minas Morgul, als der
> Hexenkönig an Frodo vorbeizieht.

Wo steht das nochmal?

Aber ich hätte dafür eine logishce Erklärung. Saurons macht ist
innerhalb Mordors schon so stark, dass ein bischen mehr seiner Macht
nicht auffällt. Und da Sauron zu dem Zeitpunkt schon den Gedanken auf
Pipin hat, achtet er auch nicht ganz darauf.
Immerhin scheint er nachdem Frodo entkommen ist Fodo erneut auffinden zu
wollen. Vielleicht glaubt er an eine dunkle Kreatur, oder einen, der
seine Feinde verraten will. Keine Ahnung. Aber hatte Sam nicht
zwischenzeitlich den Ring genutzt?



> Auf der Wetterspitze wird Frodo als Ringträger auch erst wahrgenommen,
> als er den Ring aufsetzt.

Hmja, das schon, aber, Pipin kann es danach einfach nicht sein. Denn der
Ist zu dem Zeitpunkt ja noch ganz wo anders. Und wiso sollte Saruman
Pippin in den Palantir schauen lassen, wenn der ring schon längst in
Osgiliath ist? Und das der Ring da ist, dass zu mindest hätte Sauron
danach wissen können bzw. müssen.

Wiebke

Wiebke Weige

unread,
Dec 24, 2003, 9:21:51 AM12/24/03
to

hi andreas

Andreas Dau <dev...@andreasdau.de> wrote:
> Frank Widmaier schrieb:

> > Wenn der Ring die Nazgul ruft.. dann spueren sie ja auch, wo er ist - er
> > ruft sie ja. Das hiesse auch _vor_ dem Aufsetzen sollten sie wissen,
> > dass der Ring da vor ihnen zum Greifen nah ist.
>
> Ja, so ungefähr, aber was hilft's? Der Nazgûl konnte frodo immer noch
> nicht in osgiliath erkennen. Was er maximal wusste, war, dass da
> irgendwo in der Nähe der Ring ist, mehr nicht.

Aber wenn der Ring in Osgiliath ist, wie kann Sauron dann annehmen
Pippin würde den Ring von Isengarth nach Minas Thirit bringen?

Wiebke

Andreas Dau

unread,
Dec 24, 2003, 9:23:37 AM12/24/03
to
Wiebke Weige schrieb:

Nun, er könnte annehmen, dass der Ring seinen Widersachern gebracht
werden soll, also Rohan und Gondor. Warum dann in der Reihenfolge, nun
ja, "every Story needs an enigma", wie unser lieber Professor sagte ;-)

cu,
ada

Andreas Dau

unread,
Dec 24, 2003, 9:25:23 AM12/24/03
to
Wiebke Weige schrieb:

> Aber hatte Sam nicht
> zwischenzeitlich den Ring genutzt?

Im Buch ja und damit sind alle Argumente gegen den Film hinsichtlich des
Ringes verpufft, denn im Buch wäre es Sauron _noch_ _einfacher_ gewesen,
den Ring aufzuspüren.

cu,
ada

Wiebke Weige

unread,
Dec 24, 2003, 10:18:11 AM12/24/03
to
Hi Andreas

Verpufft ist das falsche Wort. Im Film liegt jedesmal das Auge auf
demjenigen der den Ring aufstreift. Im Buch ist die Wirkung wesentlich
subtiler. Und wie ich schon sagte, vermute ich mal, dass bei der Menge
von 'Sauron' in Mordor wahrscheinlich das bißchen Sauron im Ring nicht
mehr auffällt. Außerdem hat sich zu dem Zeitpunkt Sauron ja schon auf
die Idee versteift, dass Pippin den Ring hat. Er kann es nicht
nachprüfen, weil seine Macht noch nicht so weit reicht. Und seine Spione
ihm weder eine Positive noch eine negative Antwort bringen können. Seine
Nazgul sind schießlich auf dem weg nach Isengard, und das sind wohl die
einzigen Spione, die die nähe des Rings spüren können.
Das Problem ist, dass Frodo erst den nazgul den ging zeigt, und dann
später Der Blick von Sauron direkt auf Frodo gerichtet ist, und Frodo
festhält. Und trotzdem nicht merkt, dass nicht Pippin den Ring hat. Im
buch wäre Sauron der Ring sofort aufgefallen, wenn er sein
Aufmerksamkeit auf Frodo gelenkt hätte. Aber er war ja die meiste zeit
abgelenkt. Selbst als er die nachricht erhällt, dass ein Elb oder zwerk
in Minas Ungol war, hällt er die Idee, dass dort der Ring ist für viel
zu abwegig. Und trotzdem lässt er die Sache nicht auf sich beruhen,
sondern lässt Frodos Spur verfolgen. aber wichtiger ist für ihn der
Ring, der vermeintlich in Minas Thirit ist. Und dorthin ist seine
Aufmerksakeit. Im Film hätte das aufstreifen des Ringes den sofortigen
Blick auf den Träger zur folge gehabt, das liegt daran, wie es
umgeseetzt wurde.

Wiebke

Wiebke Weige

unread,
Dec 24, 2003, 10:33:52 AM12/24/03
to
Hi Andreas

Andreas Dau <dev...@andreasdau.de> wrote:
> Wiebke Weige schrieb:

Also Blick auf die Karte: Osgiliath ist in Gondor schlussfolgerung: Der
Ring wird auch in Gondor bleiben, denn hier ist die Gefahr am größten,
außerdem ist in Rohan bereits die entscheidende Schlacht im Gange oder
bereits zu Ende. Dafür kähme der Ring zu spät. Und wie kann der noch
innerhalb der selben Zeit in Osgiliath sein, und gleichzeitig von
Isengard nach Minas Thirit gebracht werden (zwischen Osgiliath und
Isengard werden wohl 5 bis 6 Tagesritte liegen und zwiswchen den
Ereignissen dürfte weniger Zeit liegen, vielleicht 2 oder 3 Tage
maximal). Es passt weder Zeitlich noch Räumlich. Sauron hätte
Mistrauisch werden müssen, und den Ring nun da er weiß, dass der Ring in
Osgiliath ist, nicht wieder aus den Augen lassen dürfen. Der Ring ist
schließlich wichtiger, als Minas Thirit. Wenn er den Ring hat, dann ist
Minas Thirit so oder so verlohren, er braucht den einen Ring und nicht
Minas Thirit. Und das weiß Sauron.

Wiebke

Michael Tosberg

unread,
Dec 24, 2003, 10:52:30 AM12/24/03
to
Wiebke Weige <Wiebke...@gmx.de> wrote:

> Im Film hätte das aufstreifen des Ringes den sofortigen
> Blick auf den Träger zur folge gehabt, das liegt daran, wie es
> umgeseetzt wurde.

Wobei das ausdrücklich thematisiert wird, dass Frodo vermutet, er könne
den Ring so nahe an Mordoer nicht mehr aufziehen, da Sauron das merken
würde.

Als Sauron dann später auf Frodo und Sam in Mordor "blickt", sieht er
m.E. nur in ihre Richtung (nämlich von Barad Dur Richtung Gondor) und
nimmt die beiden kleinen Gestalten in der Wüste auch nicht bewusst wahr.

Im Film (Kinofassung) zieht Sam den Ring niemals auf (dies ist weise, um
Nichtleser nicht zu verwirren) im Buch scheint es iirc davon abzuhängen,
wie lange man schon den Ring besitzt, um seine Macht zu beanspruchen und
damit Sauron herauszufordern - mit der Folge, dass er dies natürlich
bemerkt.

In Film und Buch vermutet Sauron den Ring in bzw auf dem Weg nach
Gondor, deswegen lässt er angreifen. Dieses Szenario wird weder durch
die Kürzungen beim Palantir-Kontakt, noch durch die Osgiliath-Szene
verändert.


Michael

Wiebke Weige

unread,
Dec 24, 2003, 11:06:59 AM12/24/03
to
In article <1g6hczc.1ydjuwa1begla8N%tos...@mac.com>,
tos...@mac.com (Michael Tosberg) wrote:

> Wiebke Weige <Wiebke...@gmx.de> wrote:
>
> > Im Film hätte das aufstreifen des Ringes den sofortigen
> > Blick auf den Träger zur folge gehabt, das liegt daran, wie es
> > umgeseetzt wurde.
>
> Wobei das ausdrücklich thematisiert wird, dass Frodo vermutet, er könne
> den Ring so nahe an Mordoer nicht mehr aufziehen, da Sauron das merken
> würde.

Hmja, das ist auch gut so.

> Als Sauron dann später auf Frodo und Sam in Mordor "blickt", sieht er
> m.E. nur in ihre Richtung (nämlich von Barad Dur Richtung Gondor) und
> nimmt die beiden kleinen Gestalten in der Wüste auch nicht bewusst wahr.

Mir kahm es beim sehen so vor, als ob er mit seinem Blick Frodo gefangen
hält, und nicht über die Köpfe von Frodo und Sam hinwegschaut.

> Im Film (Kinofassung) zieht Sam den Ring niemals auf (dies ist weise, um
> Nichtleser nicht zu verwirren) im Buch scheint es iirc davon abzuhängen,
> wie lange man schon den Ring besitzt, um seine Macht zu beanspruchen und
> damit Sauron herauszufordern - mit der Folge, dass er dies natürlich
> bemerkt.

als ich von Sam und den ring sprach hätte ich wohl besser im buch
dazuschreiben sollen.

> In Film und Buch vermutet Sauron den Ring in bzw auf dem Weg nach
> Gondor, deswegen lässt er angreifen. Dieses Szenario wird weder durch
> die Kürzungen beim Palantir-Kontakt, noch durch die Osgiliath-Szene
> verändert.

Ich finde schon. Denn welchen Sinn hat die Palantir-Szene, wenn der Ring
schon in Osgiliath vermutet wird. zumal im Film gesagt wird, dass Sauron
nach der Palantir-Szene den Ring bei Pippin vermutet, und damit wird es
unlogisch.

Wiebke

Michael Tosberg

unread,
Dec 24, 2003, 11:25:41 AM12/24/03
to
Wiebke Weige <Wiebke...@gmx.de> wrote:

> Denn welchen Sinn hat die Palantir-Szene, wenn der Ring
> schon in Osgiliath vermutet wird. zumal im Film gesagt wird, dass Sauron
> nach der Palantir-Szene den Ring bei Pippin vermutet, und damit wird es
> unlogisch.

Die Osgiliath-Szene ist ein Höhepunkt des zweiten Teiles, für das
Verständis des dritten ist sie überhaupt nicht wichtig und niemand nimmt
Bezug darauf. Ob der Ringgeist am Ende von TTT auch nur vermutet, der
Ring sei in Osgiliath, ist doch völlig unklar. Hätte Frodo den Ring im
Film aufgezogen, sähe es anderes aus, aber das hat er eben gerade nicht.

Wichtig für das Verstänis des dritten Teiles ist doch nur, dass Sauron
wie im Buch denkt, der Ring sei in der Reichweite Gondors. Mir ist
unklar, wieso hier so viele Probleme damit haben.


Michael

Christoph Koegler

unread,
Dec 24, 2003, 11:39:03 AM12/24/03
to
Tja,

Auch Herr Sauron kann nicht um die Ecke gucken :O)

> Hm, das ist ja mein Problem. Für mich war es logisch, dass Sauron, da er
> ja nicht körperlich ist, auch sieht, was auf der Rückseite einer Sache
> ist. Wie soll er denn sonst über die Berge hinweg schauen können. Toller
> Herrscher, wenn er nur bis zu den Bergen sehen kann, und für alles
> andere Spione braucht.

Aber das deckt sich ja auch mit dem Buch finde ich, er schickt seine
schwarzen Reiter oder Nazgul aus um nach dem Ring zu suchen oder
er guckt durch eine Kristallkugel.

> Naja, irgendwie fehlt da was. Das schlimmste ist doch eigentlich,
> dass sich Sauron danach von einer mickrigen Streitmacht
> von Frodo ablenken lässt. Er sollte doch wenigstens Wissen, dass Frodo
> kein Orc ist, und auch sonst nicht wie einer seiner Verbündeten aussieht.

Nun ich denke es hat sich ja bis zum Schluß nicht zu ihm herumgesprochen,
das Frodo ernsthaft vorhat den Schatz zu vernichten. Er erwartet Frodo
überall nur nicht in Mordor.

Drum is die anrückende Armee eine ernsthafte Bedrohung und zwei
komische Gestalten im Tal eben nur nen kurzen Blick wert, wenn
überhaupt.

> Keine Ahnung, ich fand es nur seltsam, hab den Film auch erst einmal
> gesehen.

Ja ein wenig seltsam is es schon, aber als visualisierung doch gut
umgesetzt finde ich. :O)

Chris


Volker Gringmuth

unread,
Dec 24, 2003, 2:00:41 PM12/24/03
to
Michael Tosberg (tos...@mac.com) wrote:

> im Buch scheint es iirc davon abzuhängen, wie lange man schon den
> Ring besitzt, um seine Macht zu beanspruchen und damit Sauron
> herauszufordern

Nein. Es hängt allein vom Willen des Trägers ab, ob er die Macht des
Ringes in Anspruch nimmt und gemäß seines Charakters auch erhält. Er
muß den Ring dafür nicht erst eine Zeitlang besessen haben.

Darin bestand ja die Versuchung für Gandalf und Galadriel, als sie den
Ring von Frodo angeboten bekamen: sie hätten allzu gern Gebrauch von
ihm gemacht, wissend, daß sie selbst dann den neuen Dunklen Herrscher
darstellen würden, weil die Macht des Ringes an sich böse ist. Lies die
Passagen noch mal.

Das Problem ist, daß der Ring mit der Zeit am Charakter seines
Besitzers/Trägers nagt und ihn verdirbt, und zwar um so schneller, je
mehr es den Betreffenden nach Macht verlangt (siehe Boromir, bei dem
schon die Nähe zum Ring ausreichte).


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"...für sich alleine ist das Instrument schon recht einseitig" - "Eigentlich ist
es sogar extrem vielsaitig." (J.Haensch und W.Krietsch in drmm über die Harfe)

Volker Gringmuth

unread,
Dec 24, 2003, 1:51:20 PM12/24/03
to
Wiebke Weige (Wiebke...@gmx.de) wrote:

> Minas Thirit

JFTR: "Minas Tirith", mit schönem englischem "th" am Ende.


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ein Mensch, der sich etwas auf seine Intelligenz einbildet,
ist wie ein Sträfling, der mit seiner großen Zelle prahlt. (Simone Weil)

Norman Schröder

unread,
Dec 24, 2003, 3:20:38 PM12/24/03
to
Am 24.12.2003 schrieb Volker Gringmuth:

> Wiebke Weige (Wiebke...@gmx.de) wrote:
>
>> Minas Thirit
>
> JFTR: "Minas Tirith", mit schönem englischem "th" am Ende.
>

Ich verstehe nicht, wieso die für die Synchronisation Zuständigen in
der Lage sind, Mithrandir korrekt auszusprechen, aber dann bei Minas
Tirith, Mithril, Theoden, Denethor, Caradhras und Orthanc (Habe ich
etwas vergessen?) scheitern.


Gruß

Norman

--
Behandle die Menschen so, als wären sie das, was sie sein sollten,
und du hilfst ihnen zu werden, was sie sein könnten.

~Johann Wolfgang von Goethe

Michael Tosberg

unread,
Dec 24, 2003, 5:10:54 PM12/24/03
to
Volker Gringmuth <eink...@gmx.net> wrote:

> > im Buch scheint es iirc davon abzuhängen, wie lange man schon den
> > Ring besitzt, um seine Macht zu beanspruchen und damit Sauron
> > herauszufordern
>
>

> Das Problem ist, daß der Ring mit der Zeit am Charakter seines
> Besitzers/Trägers nagt und ihn verdirbt, und zwar um so schneller, je
> mehr es den Betreffenden nach Macht verlangt (siehe Boromir, bei dem
> schon die Nähe zum Ring ausreichte).

Ich stimme Dir zu, wobei das aber zumindest bei den Hobbits kein
Gegensatz zu meiner Aussage ist, da es bei anfänglich harmlosen Gesellen
wie diesen ja letztlich trotzdem auf die Besitzdauer herausläuft. Ein
nach und nach verdorbener Hobbit ist offenbar nur allzu geneigt, den
Dunklen Herrscher bei der erstbesten Gelegenheit herauszufordern und
sich bei dieser Gelegenheit zu offenbaren...


Michael

Bernd Martin Wurm

unread,
Dec 24, 2003, 7:23:26 PM12/24/03
to

"Christoph Koegler" <cro...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bscff4$cnb$02$1...@news.t-online.com...

> Tja,
>
> Auch Herr Sauron kann nicht um die Ecke gucken :O)

Das muss er doch gar nicht :-)


Saruman und Gandalf in "Die Gefährten SEE" (CD 1 - Kap. 12 - 0:46:01)

S: Der Herr von Mordor hält sich in seiner Festung versteckt und sieht
alles. Sein Blick durchbohrt Wolken, Schatten, Erde und Fleisch. Du weißt
wovon ich spreche, Gandalf. Ein großes Auge, lidlos umrandet von Flammen.
G: Ja, Sauron....

Also doch eine Inkonsistenz innerhalb der Filme...


Andererseits, wenn er den totalen Durchblick hat, warum muss dann Barad-dûr
so hoch sein???
Damit alles in Mordor ihn sieht und nicht vergisst wer das sagen hat?? Wegen
der Leuchtturmwirkung.... ;-)

Gruß,
BMW


Volker Gringmuth

unread,
Dec 24, 2003, 7:31:21 PM12/24/03
to
Norman Schröder (ebe...@thors-clan.de) wrote:

> Ich verstehe nicht, wieso die für die Synchronisation Zuständigen in
> der Lage sind, Mithrandir korrekt auszusprechen, aber dann bei Minas
> Tirith, Mithril, Theoden, Denethor, Caradhras und Orthanc (Habe ich
> etwas vergessen?) scheitern.

Osgiliath, Cirith Ungol ...

So schöne Namen wie Athelas, Lothlorien, Caras Galadhon, Ecthelion,
Henneth Annűn, Fanuidhol, Methedras, Ered Lithui, Ephel Dúath tauchen
im Film wohl gar nicht auf?


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Würde ich dir jemals eine rhetorische Frage stellen?

Andreas C. Lazar

unread,
Dec 24, 2003, 8:26:30 PM12/24/03
to
Michael Tosberg schrieb:

> Nein. Die Nazgul können nicht sehen und die Szene kommt nur leicht
> verändert auch im Buch vor, dort aber direkt bei Minas Morgul, als der
> Hexenkönig an Frodo vorbeizieht.
>
Ich habe ja schon letztes Jahr geschrieben, daß man eine Stelle, die
schon im Buch hart an der Grenze zum Plothole entlangschrammt, nicht im
Film so sehr adeln hätte sollen. Wozu taugen die Nazgûl denn überhaupt
noch, wenn sie den Ring nicht mal erkennen, wenn man damit direkt vor
ihren nichtvorhandenen Nasen wedelt? Sie müssen doch spüren, wo er ist,
allein schon, um ihn zu finden, falls er mal in den Dreck (oder einen
Fluß!) fallen sollte!

Schöne Grüße,
Andreas
--
"In my youth, there used to be only red, blue and yellow Lego bricks,
and they were all square. Now there are pink and round ones. This
doesn't seem like a world you'd want to raise your children in."
(Nina Persson) +++ http://www.moviebazaar.de/ +++

Andreas C. Lazar

unread,
Dec 24, 2003, 8:26:33 PM12/24/03
to
Christoph Koegler schrieb:

> Frodo rutscht zwar der Ring hervor, als der Blick von Saurons Auge ihn
> streift, aber in dem Moment ist der Ring von seinem Körper verdeckt,
> er dreht Sauron quasi den Rücken zu.
>
Der Film-Sauron ist offenbar so lächerlich geraten, daß man ihm hier
nicht mal mehr die einfachsten Übungen abnimmt %-)

Wie es Saruman explizit in "Fellowship" sagt: "His gaze pierces cloud,
shadow, earth and flesh. You know of what I speak, Gandalf. A great eye,
lidless, wreathed in flame."



> Apropos Leuchtturm, das ist schon eine gewöhnungsbedürftige
> Darstellung, aber mal ehrlich, wie würdest Du ein Wesen darstellen,
> welches nicht körperlich Gestalt annehmen kann?
>

Ob Sauron noch keine körperliche Gestalt annehmen kann, ist unklar (eine
schwarze, vierfingrige Hand hat er immerhin schon mal, vielleicht hängt
auch der Rest dran) - klar ist aber, daß er nicht als lächerlicher
Suchscheinwerfer auf dem Barad-dûr montiert ist, sondern aus einem
Panoramafenster hoch in der immer von dunklen Wolken umhüllten Spitze
seines Turms in die Welt starrt. Und das nicht mit dümmlichen roten
Radarstrahlen, sondern mit der Seelen durchdringenden Macht seines
Geistes - eine weitere Subtilität, die Peter Jackson und Elijah Wood
nicht umzusetzen verstanden haben, genauso wie die Tatsache, daß der
Ring bei der Annäherung an den Orodruin nicht _physisch_ schwerer wird,
sondern _psychisch_ - die blutigen Schrunden von der Ringkette an Frodos
Hals sind symptomatisch für Jacksons Regiestil, der solche wichtigen
Feinheiten oft nicht erkennt (schlimm), nicht inszenieren kann
(schlimmer) oder gar nicht inszenieren will, um den als dumm angesehen
Zuschauer nicht zu "überfordern" (am schlimmsten!).


Drei Anmerkungen:

- Ich weiß, daß eingebildete Leiden tatsächlich bis zu einer gewissen
Grenze physische Symptome zeigen können - pure Schauspielkunst wäre hier
aber ungleich intensiver rübergekommen, Elijah Wood ist dafür aber
offenbar einfach nicht gut genug. Überhaupt schienen mir in "Return of
the King" viele Mimen nicht so recht in Form, obwohl die Filme doch
eigentlich nichtchronologisch gedreht wurden.

- Deutet

["Mount Doom"]
| as from some great window immeasurably high there stabbed northward
| a flame of red, the flicker of a piercing Eye; and then the shadows
| were furled again, and the terrible vision was removed.

nicht auf einen Radar-Sauron hin? Vielleicht, obwohl ich einer
psychologischen Interpretation, worauf die Gleichsetzung von "a flame of
red" und "the flicker of a piercing Eye" sowie "vision" hindeuten,
eindeutig den Vorzug gebe. Aber wenn Radar, dann wirklich nur für einen
Moment, aber dafür sehr massiv, so daß sich auch der Zuschauer fragt, ob
er das gerade wirklich gesehen hat.

- Für Sauron ist charakteristisch, daß er sich _raushält_. Wann immer er
selbst kämpfen mußte, hat er kläglichst verloren - zuerst gegen eine
verknallte Amateursängerin und ihren struppigen Fiffi und später gegen
einen Matrosen und seinen warmen Elbenbruder. Seither läßt er also
lieber kämpfen und zieht im Hintergrund die Strippen, ein schwarzer
Schatten in der Nacht, ein stechender Blick auf dem Hinterkopf, ein
allsehendes Auge, vor dem ein Geist sich nackt windet. Warum kann Sauron
nicht die Angst im Gesicht der Schauspieler sein, die Dunkelheit, die
aus Mordor kriecht und alles Licht zudeckt, der brennende Haß, den der
Ring gebiert? Eine Nummer zu hoch für Jackson und Wood?

Andreas C. Lazar

unread,
Dec 24, 2003, 8:50:23 PM12/24/03
to
Wiebke Weige schrieb:

> Und wie ich schon sagte, vermute ich mal, dass bei der Menge
> von 'Sauron' in Mordor wahrscheinlich das bißchen Sauron im Ring nicht
> mehr auffällt.
>
Das bißchen? Das meiste!

Übrigens ist das mit dem Aufsetzen des Rings und Gesehenwerden durch
Sauron nicht so einfach - es kommt, wie schon andere geschrieben haben,
nicht nur auf den Dunklen Herrscher, sondern auch auf den Ringträger und
dessen Absichten an: Sam hat den Ring genau dann aufgesetzt, als Sauron
gerade vollauf mit der Belagerung von Minas Tirith und dem
überraschenden Auftauchen der Rohirrim beschäftigt war, und er tat es
nicht, um Macht zu erlangen, sondern um Frodo zu retten. Eine solche
Benutzungsart ist für Sauron vermutlich ebensowenig vorstellbar, wie daß
jemand den Ring nur an sich nehmen könnte, um ihn zu zerstören - mit
Letzterem hat er Recht behalten, mit Ersterem nicht. Also könnte man mit
Fug und Recht debattieren, ob nicht Sam statt Frodo der größere Held ist
:-)

Schöne Grüße,
Andreas

P.S.: Noch ein Filmfehler: als der Barad-dûr einstürzt, brechen nicht
zuerst die Fundamente ein, die doch mit der Macht des Ringes errichtet
wurden...

Patrick Borer

unread,
Dec 24, 2003, 9:30:30 PM12/24/03
to
Wiebke Weige schrieb:

(...)


> Hm, das ist ja mein Problem. Für mich war es logisch, dass Sauron, da er
> ja nicht körperlich ist,

Zu beachten: Nur *im Film* kann er keine menschliche Gestalt mehr
annehmen, bei Tolkien durchaus. Aber da ich finde, dass jeder wie auch
immer als menschenaehnliches Wesen dargestellte Sauron enttaeuschen
muss, es sei denn, man beschraenkt sich auf eine alles verdeckende
Ruestung wie in Teil 1, scheint mir das Auge gar keine schlechte
Loesung zu sein.

> auch sieht, was auf der Rückseite einer Sache
> ist. Wie soll er denn sonst über die Berge hinweg schauen können. Toller
> Herrscher, wenn er nur bis zu den Bergen sehen kann, und für alles
> andere Spione braucht.

Sein "Auge" mag Frodo gestreift haben und etwas irritiert gewesen
sein, aber da der Ring nicht aufgesetzt war, konnte er nicht gleich
Klarheit erlangen und war eben von den sich naehernden Erzfeinden sehr
abgelenkt ;-)

> Naja, irgendwie fehlt da was. Das schlimmste ist
> doch eigentlich, dass sich Sauron danach von einer mickrigen Streitmacht
> von Frodo ablenken lässt. Er sollte doch wenigstens Wissen, dass Frodo
> kein Orc ist, und auch sonst nicht wie einer seiner Verbündeten aussieht.

Zur "mickrigen Streitmacht" gehoeren immerhin mit Gandalf ein Maia und
mit Aragorn der Erbe Isildurs; es ist sehr gut verstaendlich, dass
Sauron sich mehr fuer diese Leute interessiert als fuer irgendeinen
unbekannten und wahrscheinlich unwichtigen ;-) Nicht-Verbuendeten, der
offenbar in Mordor rumtapert und um den er sich spaeter kuemmern kann.

Patrick Borer

Volker Gringmuth

unread,
Dec 25, 2003, 2:25:05 AM12/25/03
to
Andreas C. Lazar (la...@z.zgs.de) wrote:

>> Nein. Die Nazgul können nicht sehen und die Szene kommt nur
>> leicht verändert auch im Buch vor, dort aber direkt bei Minas
>> Morgul, als der Hexenkönig an Frodo vorbeizieht.
>>
> Ich habe ja schon letztes Jahr geschrieben, daß man eine Stelle,
> die schon im Buch hart an der Grenze zum Plothole entlangschrammt,

Über die Stelle habe ich mich auch bei jedem Lesen gewundert - zumal
Tolkien dort albernerweise eine Dramatik aufbaut ("... aber es war zu
spät!"), die sich im Folgenden überhaupt nicht bestätigt. Es war
eben /nicht/ zu spät - wozu hätte es denn zu spät sein sollen, wenn sie
dem Hexenkönig so problemlos entkommen?

> Sie müssen doch spüren, wo er ist, allein schon, um ihn zu finden,
> falls er mal in den Dreck (oder einen Fluß!) fallen sollte!

Bestünde eine brauchbare Hypothese vielleicht in der Annahme, daß der
(zu diesem Zeitpunkt noch) eiserne Wille Frodos, den Ring /nicht/ zu
beanspruchen, sondern zu vernichten, den "Gehorsam" des Ringes selbst
dämpfen kann?

Schließlich ist der Ring für eine Begegnung mit /so/ einem Willen nicht
geschaffen, sondern nutzt immer Machtgier bzw. charakterliche
Anfälligkeit seines jeweiligen Besitzers, um seine eigene Macht
auszuspielen.


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Wenn Sie mal Ihre Nerven testen wollen, dann setzen Sie sich mit drei Juristen
an einen Tisch und arbeiten gemeinsam eine DTD für einen Gesetzestext aus."
(Gastdozent FH Aalen)

Michael Tosberg

unread,
Dec 25, 2003, 4:00:10 AM12/25/03
to
Andreas C. Lazar <la...@z.zgs.de> wrote:

> Warum kann Sauron
> nicht die Angst im Gesicht der Schauspieler sein, die Dunkelheit, die
> aus Mordor kriecht und alles Licht zudeckt, der brennende Haß, den der
> Ring gebiert? Eine Nummer zu hoch für Jackson und Wood?

Selbst im Buch ist Sauron eine reale Figur und nicht nur ein Symbol des
Bösen. Eine Nummer zu hoch für Jackson und Wood mag sein, eine Nummer zu
hoch für jeden unbelesenen Kinogänger aber auch. Ohne den "Leuchtturm"
gäbe es nur noch die Möglichkeit, Saurons Wahrnehmung per Voice-Over
darzustellen, denn er wendet seine Aufmerksamkeit eben nicht
gleichzeitig alles und jedem zu.

Das Gejammer bzw. besserwisserische Genöle über die filmischen
Freiheiten - besser Notwendigkeiten - angesichts der in allen drei
Filmen überzeugend gelungenen liebevollen Wiedergabe der Welt Tolkiens
ist ein Ärgernis. Wenn von 10.000 Pfeilen 100 nicht ins Ziel gebracht
wurden sind das immer noch 9.900 Treffer und man kann PJ und seinem
Team, aber auch den Geldgebern nur danken, dieses Erlebnis möglich
gemacht zu haben.

Michael


Johannes Pietsch

unread,
Dec 25, 2003, 8:54:44 AM12/25/03
to
Patrick Borer wrote:
>
> Wiebke Weige schrieb:

>
>> Das schlimmste ist
>> doch eigentlich, dass sich Sauron danach von einer mickrigen Streitmacht
>> von Frodo ablenken lässt. Er sollte doch wenigstens Wissen, dass Frodo
>> kein Orc ist, und auch sonst nicht wie einer seiner Verbündeten aussieht.
>
> Zur "mickrigen Streitmacht" gehoeren immerhin mit Gandalf ein Maia und
> mit Aragorn der Erbe Isildurs; es ist sehr gut verstaendlich, dass
> Sauron sich mehr fuer diese Leute interessiert als fuer irgendeinen
> unbekannten und wahrscheinlich unwichtigen ;-) Nicht-Verbuendeten, der
> offenbar in Mordor rumtapert und um den er sich spaeter kuemmern kann.

Das Entscheidende ist aber doch, daß Sauron zum einen den Ring bei
Aragorn glauben, aber dennoch sich der alliierten
Rohan/Gondor-Streitmacht so haushoch überlegen fühlen soll, daß er sie
bis auf sein schwarzes Tor herankommen läßt.

,---- [ "The Return of the King", Chapter "The last debate" ]
| "Surely", [Imrahil] cried, "this is the greatest jest in all the history
| of Gondor: that we should ride with seven thousands, scarce as many as
| the vanguard of its army in the days of its power, to assail the
| mountains and the impenetrable gate of the Black Land! So might a child
| threaten a mail-clad knight with a bow of string and green willow! If
| the Dark Lord knows so much as you say, Mithrandir, will he not rather
| smile than fear, and with his little finger crush us like a fly that
| tries to sting him?" "No, he will try to trap the fly and take the
| sting", Said Gandalf.
`----

Johannes
--
Ash nazg durbatulűk, ash nazg gimbatul
ash nazg thrakatulűk, agh burzum-ishi krimpatul

Michael Tosberg

unread,
Dec 25, 2003, 9:24:51 AM12/25/03
to
Joachim Stamm <jos...@jostamm.de> wrote:

> Mit einer Dramaturgie die sich teilweise auf dem Niveau von Lassie
> oder Flipper Filmen bewegt.
>

Oha. Ein Kenner!

>
> Von 10.000 Pfeilen bringt Jackson nur eine Handvoll ins Ziel. Die
> "Bilder" des zweiten Teils hatte ich beim Verlassen des Kinos schon
> vergessen,

Hmm. Zumindest im Kurzzeitgedächntis müßten sie eigentlich noch
gespeichert gewesen sein. Oder war das nur Polemik?

> während ich herrliche Szenen des Zeichentrickfilms

Prust!

> noch
> heute im Gedächtnis habe - einmal gesehen, das muss vor 20 Jahren
> gewesen sein.

Da war ich auch drin und kann mich ebenfalls an viele bunte Bilder
erinnern. Wie das so ist in der Jugend mit Zeichentrickfilmen...


Michael

Wiebke Weige

unread,
Dec 25, 2003, 9:39:40 AM12/25/03
to
Hi Patrick

pa.b...@bluewin.ch (Patrick Borer) wrote:
> Wiebke Weige schrieb:
>
> (...)
> > Hm, das ist ja mein Problem. Für mich war es logisch, dass Sauron, da er
> > ja nicht körperlich ist,
>
> Zu beachten: Nur *im Film* kann er keine menschliche Gestalt mehr
> annehmen, bei Tolkien durchaus. Aber da ich finde, dass jeder wie auch
> immer als menschenaehnliches Wesen dargestellte Sauron enttaeuschen
> muss, es sei denn, man beschraenkt sich auf eine alles verdeckende
> Ruestung wie in Teil 1, scheint mir das Auge gar keine schlechte
> Loesung zu sein.

Da stimme ich zu. Das ändert aber nichts and dem Problem, dass Sauron
scheinbar nichts sieht, was im Schatten ist, und das stimmt ja nicht.

> > auch sieht, was auf der Rückseite einer Sache
> > ist. Wie soll er denn sonst über die Berge hinweg schauen können. Toller
> > Herrscher, wenn er nur bis zu den Bergen sehen kann, und für alles
> > andere Spione braucht.
>
> Sein "Auge" mag Frodo gestreift haben und etwas irritiert gewesen
> sein, aber da der Ring nicht aufgesetzt war, konnte er nicht gleich
> Klarheit erlangen und war eben von den sich naehernden Erzfeinden sehr
> abgelenkt ;-)

Also wenn sein Spionagering gut funktioniert, dann sollte er mitgekriegt
haben, dass das was er gesehen hat auf die Beschreibung derer Passt, die
den Ring haben. Einen genaueren Blick sollte das schon wert sein. Und es
ist schon seltsam, dass Sauron seinen eigenen Ring nicht erkennt, wenn
selbst die Ringgeister seine Nähe spüren können.

Wiebke

Claus Färber

unread,
Dec 24, 2003, 7:00:00 PM12/24/03
to
Wiebke Weige <Wiebke...@gmx.de> schrieb/wrote:

> Ich finde schon. Denn welchen Sinn hat die Palantir-Szene, wenn der
> Ring schon in Osgiliath vermutet wird. zumal im Film gesagt wird, dass
> Sauron nach der Palantir-Szene den Ring bei Pippin vermutet, und damit
> wird es unlogisch.

Das ist dann aber im Buch noch unlogischer, wenn Sauron den Ring in
Minas Morgul vermuten müsste.

Oder ist vielleicht die Grundannahme, dass die Nazgûl den Ring eindeutig
erkennen können und damit wissen, dass sie ihn in Osgiliath (Film) bzw.
Minas Morgul (Buch) fast aufgespürt hätten, einfach falsch?
Wenn nein, warum lassen die Nazgûl dann plötzlich doch von Frodo ab und
fliegen weiter, wenn sie den Ring doch fast hatten und sie auch niemand
hätte daran hindern können, Frodo zu fangen? Und das nicht erst in
Osgiliath bzw. Minas Morgul, sondern schon in den Totensümpfen? Und
wieso kann im Buch Sam den Ring benutzen, ohne sich sofort zu verraten?

Im Film ist die Palatír-Szene übrigens nicht so wichtig - es wird nicht
erwähnt, dass Sauron dadurch denkt, der Hobbit mit dem Ring sei beim
Palantír. Im Film würde es reichen, wenn Sauron den Ring in Osgiliath
vermutet und er dort mutmaßlich Faramir und damit Gondor in die Hände
gefallen ist. (Na ja, zumindest in der Kinofassung - der Palantír hängt
da so in der Luft, dass da in der SEE bestimmt die fehlenden Dialoge
kommen.)

Claus
--
http://www.faerber.muc.de

Claus Färber

unread,
Dec 24, 2003, 7:00:00 PM12/24/03
to
Wiebke Weige <Wiebke...@gmx.de> schrieb/wrote:
> Ich habe am Samstag Rotk gesehen, und fand die Scene wo Saurons Auge
> Sam und Frodo fokussiert sehr unlogisch. Hätte Sauron nicht auffallen
> müssen, dass Frodo den Ring bei sich hat?

Alles zu sehen heißt nicht, auch alles wahrzunehmen. Sauron hat
vielleicht aus dem Augenwinkel gesehen, dass sich etwas am Orodruin
bewegt. Wenn er dann nochmal genau hinseht - Sam und Frodo haben sich
dann ja still verhalten - muss er sie nicht auf Anhieb wahrnehmen.

Ein Raubvogel z.B. hat auch sehr scharfe Augen und kann theoretisch ein
kleines Beutetier wie eine Maus mehrere hundert Meter tiefer auf einem
Feld noch sehen... er nimmt sie aber auch nur wahr, wenn sie sich bewegt
oder er ihren genauen Ort weiß.

Claus
--
http://www.faerber.muc.de

Gerhard Lenerz

unread,
Dec 25, 2003, 7:25:31 AM12/25/03
to
On Thu, 25 Dec 2003 02:26:33 +0100, Andreas C. Lazar wrote:
> [...] - eine weitere Subtilität, die Peter Jackson und Elijah Wood

> nicht umzusetzen verstanden haben, genauso wie die Tatsache, daß der
> Ring bei der Annäherung an den Orodruin nicht _physisch_ schwerer wird,
> sondern _psychisch_ - die blutigen Schrunden von der Ringkette an Frodos
> Hals sind symptomatisch für Jacksons Regiestil, der solche wichtigen
> Feinheiten oft nicht erkennt (schlimm), nicht inszenieren kann
> (schlimmer) oder gar nicht inszenieren will, um den als dumm angesehen
> Zuschauer nicht zu "überfordern" (am schlimmsten!).

Mach doch mal einen guten Vorschlag, wie man das haette umsetzen
sollen. Auf der Leinwand lassen sich innere Gefuehlszustande dieses
Ausmasses aeusserst schlecht transportieren, wenn man nicht gewillt
ist diese in irgend einer Form zu visualisieren.

> - Für Sauron ist charakteristisch, daß er sich _raushält_. Wann immer er
> selbst kämpfen mußte, hat er kläglichst verloren - zuerst gegen eine
> verknallte Amateursängerin und ihren struppigen Fiffi und später gegen
> einen Matrosen und seinen warmen Elbenbruder. Seither läßt er also
> lieber kämpfen und zieht im Hintergrund die Strippen, ein schwarzer
> Schatten in der Nacht, ein stechender Blick auf dem Hinterkopf, ein
> allsehendes Auge, vor dem ein Geist sich nackt windet. Warum kann Sauron
> nicht die Angst im Gesicht der Schauspieler sein, die Dunkelheit, die
> aus Mordor kriecht und alles Licht zudeckt, der brennende Haß, den der
> Ring gebiert? Eine Nummer zu hoch für Jackson und Wood?

Ich weiss ja nicht. Wie haette das denn Deiner Meinung nach ausgesehen?
Ein Frodo, der sich bei jeder Gelegenheit an die Brust packt, hilflos
gen Himmel starrt und mit den Worten "Ach welch schweres Unheil lastet
auf meiner Seele." stoisch weiter seinen Weg beschreitet, haette mir
nicht wirklich gefallen.

Gerhard
--
Need a newsreader for your UNIX box?
Get your slrn for HP-UX, IRIX, NetBSD/vax, SunOS/Solaris from
http://www.g-lenerz.de/index-computers.html

Gerhard Lenerz

unread,
Dec 25, 2003, 7:29:26 AM12/25/03
to
On Thu, 25 Dec 2003 10:00:10 +0100, Michael Tosberg wrote:
> Das Gejammer bzw. besserwisserische Genöle über die filmischen
> Freiheiten - besser Notwendigkeiten - angesichts der in allen drei
> Filmen überzeugend gelungenen liebevollen Wiedergabe der Welt Tolkiens
> ist ein Ärgernis. Wenn von 10.000 Pfeilen 100 nicht ins Ziel gebracht
> wurden sind das immer noch 9.900 Treffer und man kann PJ und seinem
> Team, aber auch den Geldgebern nur danken, dieses Erlebnis möglich
> gemacht zu haben.

ACK. Ich bin weiss Gott kein PJ Fanboy, aber ich nehme den Machern
durchaus ab, das sie sich redlich viel Muehe gegeben haben. Fuer meinen
Geschmack ist das auch im Ergebnis zu sehen, denn IMO fangen die Filme
die Atmosphaere der Buecher ausgezeichnet ein. Klar gibts Dinge, die
ich rueckblickend weniger gluecklich finde, aber insgesamt ist das alles
schon sehr gut gelungen.

Wiebke Weige

unread,
Dec 25, 2003, 10:25:24 AM12/25/03
to
In article <bseql7$97p$04$1...@news.t-online.com>,
Johannes Pietsch <Johannes...@gmx.de> wrote:

> Patrick Borer wrote:
> >
> > Wiebke Weige schrieb:
> >
> >> Das schlimmste ist
> >> doch eigentlich, dass sich Sauron danach von einer mickrigen Streitmacht
> >> von Frodo ablenken lässt. Er sollte doch wenigstens Wissen, dass Frodo
> >> kein Orc ist, und auch sonst nicht wie einer seiner Verbündeten aussieht.
> >
> > Zur "mickrigen Streitmacht" gehoeren immerhin mit Gandalf ein Maia und
> > mit Aragorn der Erbe Isildurs; es ist sehr gut verstaendlich, dass
> > Sauron sich mehr fuer diese Leute interessiert als fuer irgendeinen
> > unbekannten und wahrscheinlich unwichtigen ;-) Nicht-Verbuendeten, der
> > offenbar in Mordor rumtapert und um den er sich spaeter kuemmern kann.
>
> Das Entscheidende ist aber doch, daß Sauron zum einen den Ring bei
> Aragorn glauben, aber dennoch sich der alliierten
> Rohan/Gondor-Streitmacht so haushoch überlegen fühlen soll, daß er sie
> bis auf sein schwarzes Tor herankommen läßt.

Bedeutet das dann nicht auch, dass er seinen Blick von Minas Tirith und
so weiter nicht wirklich abgewendet ist, bzw. dass er die im Auge
behält? Und wie würde das mit einem Leuchtturmartigen Blick
zusammenpassen?

Wiebke

Wiebke Weige

unread,
Dec 25, 2003, 10:52:07 AM12/25/03
to

Hi Claus

claus-usen...@xn--frber-gra.muc.de (Claus Färber) wrote:
> Wiebke Weige <Wiebke...@gmx.de> schrieb/wrote:
> > Ich habe am Samstag Rotk gesehen, und fand die Scene wo Saurons Auge
> > Sam und Frodo fokussiert sehr unlogisch. Hätte Sauron nicht auffallen
> > müssen, dass Frodo den Ring bei sich hat?
>
> Alles zu sehen heißt nicht, auch alles wahrzunehmen.

Dem stimme ich zu.

> Sauron hat
> vielleicht aus dem Augenwinkel gesehen, dass sich etwas am Orodruin
> bewegt. Wenn er dann nochmal genau hinseht - Sam und Frodo haben sich
> dann ja still verhalten - muss er sie nicht auf Anhieb wahrnehmen.

Frodo versuchte sich hinzuwerfen, aber Saurons blick hielt ihn gefangen,
so wirkte die Szene auf mich. Aber ich werde mir deine Interpretation
noch mal überlegen, und mir die Szene beim erneuten Schauen in der
hinsicht betrachten.

Wiebke

Peter Bruells

unread,
Dec 25, 2003, 11:00:53 AM12/25/03
to
Wiebke Weige <Wiebke...@gmx.de> writes:

> Also wenn sein Spionagering gut funktioniert, dann sollte er mitgekriegt
> haben, dass das was er gesehen hat auf die Beschreibung derer Passt, die
> den Ring haben. Einen genaueren Blick sollte das schon wert sein. Und es
> ist schon seltsam, dass Sauron seinen eigenen Ring nicht erkennt, wenn
> selbst die Ringgeister seine Nähe spüren können.

Wieso? Das funktioniert doch mit Tippfehlern genauso!

Wiebke Weige

unread,
Dec 25, 2003, 11:20:05 AM12/25/03
to
hi Claus

claus-usen...@xn--frber-gra.muc.de (Claus Färber) wrote:
> Wiebke Weige <Wiebke...@gmx.de> schrieb/wrote:
> > Ich finde schon. Denn welchen Sinn hat die Palantir-Szene, wenn der
> > Ring schon in Osgiliath vermutet wird. zumal im Film gesagt wird, dass
> > Sauron nach der Palantir-Szene den Ring bei Pippin vermutet, und damit
> > wird es unlogisch.
>
> Das ist dann aber im Buch noch unlogischer, wenn Sauron den Ring in
> Minas Morgul vermuten müsste.

Jaein. Im Buch schaut Pippin erst in den Palantir, und dan wesentlich
später streift sich Sam den Ring auf (wenn ich es richtig in Erinnerung
habe). Das bedeutet, dass sich Sauron bereits auf die Idee, dass Pippin
den Ring hat, versteift haben könnte, und nicht mehr genug auf die
Geschehenisse in Mordor achtet. Im Film ist die Szene mit dem Palantir
aber Zeitlich nach den Geschehenissen in Osgiliath (wenn ich mich recht
entsinne). Damit ändert sich die Geschichte.

> Oder ist vielleicht die Grundannahme, dass die Nazgûl den Ring eindeutig
> erkennen können und damit wissen, dass sie ihn in Osgiliath (Film) bzw.
> Minas Morgul (Buch) fast aufgespürt hätten, einfach falsch?
> Wenn nein, warum lassen die Nazgûl dann plötzlich doch von Frodo ab und
> fliegen weiter, wenn sie den Ring doch fast hatten und sie auch niemand
> hätte daran hindern können, Frodo zu fangen? Und das nicht erst in
> Osgiliath bzw. Minas Morgul, sondern schon in den Totensümpfen? Und
> wieso kann im Buch Sam den Ring benutzen, ohne sich sofort zu verraten?

Diesbezüglich habe ich eine Frage: In wieweit unterscheidet sich die
verbliebene Macht Saurons von der Macht, die im Ring ist?
Ich meine abgesehen davon, dass die Macht im Ring weit über die
verbliebene Macht Saurons hinaus geht.

> Im Film ist die Palatír-Szene übrigens nicht so wichtig - es wird nicht
> erwähnt, dass Sauron dadurch denkt, der Hobbit mit dem Ring sei beim
> Palantír. Im Film würde es reichen, wenn Sauron den Ring in Osgiliath
> vermutet und er dort mutmaßlich Faramir und damit Gondor in die Hände
> gefallen ist. (Na ja, zumindest in der Kinofassung - der Palantír hängt
> da so in der Luft, dass da in der SEE bestimmt die fehlenden Dialoge
> kommen.)

Es wird im Film eindeutig gesagt, dass Sauron jetzt wahrscheinlich
denkt, dass Pippin den Ring hat. Ich weiß aber nicht, ob sich der
Verdacht sich im Film bestätigt. Wenn dann muss das ganz schnell gewesen
sein. Und dann bleibt immer noch die Frage, welchen Sinn die Szene im
Film überhaupt hat, weil es doch ganz schöne Verwirrung stiftet.

Wiebke

Norman Schröder

unread,
Dec 25, 2003, 11:16:31 AM12/25/03
to
Am 26.12.2083 schrieb Claus Färber:


> Im Film ist die Palatír-Szene übrigens nicht so wichtig - es wird nicht
> erwähnt, dass Sauron dadurch denkt, der Hobbit mit dem Ring sei beim
> Palantír.

Oh doch, das wird sehr wohl gesagt.

Norman Schröder

unread,
Dec 25, 2003, 11:30:34 AM12/25/03
to
Am 25.12.2003 schrieb Wiebke Weige:

> hi Claus
>
> claus-usen...@xn--frber-gra.muc.de (Claus Färber) wrote:
>> Wiebke Weige <Wiebke...@gmx.de> schrieb/wrote:
>>> Ich finde schon. Denn welchen Sinn hat die Palantir-Szene, wenn der
>>> Ring schon in Osgiliath vermutet wird. zumal im Film gesagt wird, dass
>>> Sauron nach der Palantir-Szene den Ring bei Pippin vermutet, und damit
>>> wird es unlogisch.
>>
>> Das ist dann aber im Buch noch unlogischer, wenn Sauron den Ring in
>> Minas Morgul vermuten müsste.
>
> Jaein. Im Buch schaut Pippin erst in den Palantir, und dan wesentlich
> später streift sich Sam den Ring auf (wenn ich es richtig in Erinnerung
> habe). Das bedeutet, dass sich Sauron bereits auf die Idee, dass Pippin
> den Ring hat, versteift haben könnte, und nicht mehr genug auf die
> Geschehenisse in Mordor achtet.

Wobei Sam den Ring in Mordor nicht mehr nutzt. Ich glaube, genau das
ist der Knackpunkt an der Sache.

Simon Paquet

unread,
Dec 25, 2003, 11:37:02 AM12/25/03
to
And on the seventh day Joachim Stamm spoke:

>>Eine Nummer zu hoch für Jackson und Wood mag sein, eine Nummer zu
>>hoch für jeden unbelesenen Kinogänger aber auch.
>

>Wieso das? Es ist Aufgabe des Regisseurs das zu lösen.

Er hat es versucht. Er ist gescheitert. Das war erwartet worden. Sauron so
wie im Buch filmisch umzusetzen und das dann noch ähnlich gut wie im Buch
rüberkommen zu lassen ist unmöglich und das wurde auch schon vor Jahren
damals noch in de.alt.rec.fantasy oder in rec.arts.books.tolkien
ausführlich thematisiert.

>>Ohne den "Leuchtturm" gäbe es nur noch die Möglichkeit, Saurons
>>Wahrnehmung per Voice-Over darzustellen,

>--snip---
>
>Wieso nur eine Möglichkeit? Es gibt dutzende, hunderte, tausende,
>millionen von Möglichkeiten. Dir fehlt Phantasie.

Dann erleuchte uns arme Phantasielose doch bitte.

>>Das Gejammer bzw. besserwisserische Genöle über die filmischen
>

>Das ist eine Frechheit! Fundiert Kritik ist Deiner Meinung nach
>besserwisserisches Genöle.

Sie ist dann besserwisserisches Genöle, wenn Sie die Möglichkeiten und
Einschränkungen des Mediums Film nicht in Betracht zieht.

>>Freiheiten - besser Notwendigkeiten - angesichts der in allen drei
>>Filmen überzeugend gelungenen liebevollen Wiedergabe der Welt Tolkiens
>>ist ein Ärgernis.
>

>Mit einer Dramaturgie die sich teilweise auf dem Niveau von Lassie
>oder Flipper Filmen bewegt.

Darf man Dich angesichts dieser Aussagen noch ernstnehmen oder hattest du
einfach nur grade einen größeren Polemik-Anfall?

>>Wenn von 10.000 Pfeilen 100 nicht ins Ziel gebracht
>>wurden sind das immer noch 9.900 Treffer und man kann PJ und seinem
>>Team, aber auch den Geldgebern nur danken, dieses Erlebnis möglich
>>gemacht zu haben.
>

>Von 10.000 Pfeilen bringt Jackson nur eine Handvoll ins Ziel.

Och bitte!! Selbst die ärgsten Kritiker haben immer wieder zugestanden,
daß der Film trotz aller berechtigter Kritik (speziell am 2. Teil)
bemerkenswert nahe am Buch war.

>Die "Bilder" des zweiten Teils hatte ich beim Verlassen des Kinos schon

>vergessen, während ich herrliche Szenen des Zeichentrickfilms noch


>heute im Gedächtnis habe - einmal gesehen, das muss vor 20 Jahren
>gewesen sein.

*prust*
Du willst doch jetzt nicht enrsthaft behaupten, das der Bakshi-Film besser
wäre als die Jackson-Verfilmung?

Simon
--
Rusty: You scared?
Linus: You suicidal?
Rusty: Only in the morning.
(Ocean's Eleven)

Wiebke Weige

unread,
Dec 25, 2003, 11:43:27 AM12/25/03
to

Hi Christoph

"Christoph Koegler" <cro...@gmx.de> wrote:
> > Hm, das ist ja mein Problem. Für mich war es logisch, dass Sauron, da er

> > ja nicht körperlich ist, auch sieht, was auf der Rückseite einer Sache


> > ist. Wie soll er denn sonst über die Berge hinweg schauen können. Toller
> > Herrscher, wenn er nur bis zu den Bergen sehen kann, und für alles
> > andere Spione braucht.
>

> Aber das deckt sich ja auch mit dem Buch finde ich, er schickt seine
> schwarzen Reiter oder Nazgul aus um nach dem Ring zu suchen oder
> er guckt durch eine Kristallkugel.

Aber er braucht sie nur, weil seine Macht noch nicht so weit reicht. Je
stärker er wird, und je weiter seine Macht reicht, um so mehr sieht er
selbst. So verstehe ich das jedenfalls, daruaf lassen z.B. die
Andeutungen von Galadriel schließen, imho.

> > Naja, irgendwie fehlt da was. Das schlimmste ist doch eigentlich,


> > dass sich Sauron danach von einer mickrigen Streitmacht
> > von Frodo ablenken lässt. Er sollte doch wenigstens Wissen, dass Frodo
> > kein Orc ist, und auch sonst nicht wie einer seiner Verbündeten aussieht.
>

> Nun ich denke es hat sich ja bis zum Schluß nicht zu ihm herumgesprochen,
> das Frodo ernsthaft vorhat den Schatz zu vernichten. Er erwartet Frodo
> überall nur nicht in Mordor.

Um so seltsamer, dass er nicht mistrauisch wird, als jemand auf Mount
Doom zumarschiert. Den er nicht als Verbündeter identifizieren kann.

> Drum is die anrückende Armee eine ernsthafte Bedrohung und zwei
> komische Gestalten im Tal eben nur nen kurzen Blick wert, wenn
> überhaupt.

Hm, da warte ich doch lieber noch mal ab, bis ich den Film noch mal
gesehen habe.

Wiebke

Wiebke Weige

unread,
Dec 25, 2003, 11:45:10 AM12/25/03
to

Hi Bernd

"Bernd Martin Wurm" <bern...@gmx.net> wrote:
> Andererseits, wenn er den totalen Durchblick hat, warum muss dann Barad-dûr
> so hoch sein???
> Damit alles in Mordor ihn sieht und nicht vergisst wer das sagen hat?? Wegen
> der Leuchtturmwirkung.... ;-)

Ich würde sagen, damit man ihn auch Außerhalb von Mordor sehen kann, und
so die Umgebung in Angst und schrecken halten. Ist doch ein guter Grund,
oder?

Wiebke

Volker Gringmuth

unread,
Dec 25, 2003, 12:08:50 PM12/25/03
to
Wiebke Weige (Wiebke...@gmx.de) wrote:

> Jaein. Im Buch schaut Pippin erst in den Palantir, und dan
> wesentlich später streift sich Sam den Ring auf (wenn ich es
> richtig in Erinnerung habe).

Hast Du. Die Verhandlung mit Saruman (und damit die Erbeutung des
Palantír) findet am 5. März statt, während Frodo gerade das (den?)
Morannon erreicht.

Am 13. März, während die Schlacht auf dem Pelennor tobt, wird Frodo in
Cirith Ungol gefangengenommen.


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Was machen [die heutigen Menschen] mit ihrem Wissen: Blaue Gurken mit Erdbeer-
geschmack und eine Welt, in der die Bomben intelligenter sind als die
Präsidenten." (Jörn Abatz in de.talk.tagesgeschehen)

Denis Regenbrecht

unread,
Dec 25, 2003, 5:54:53 AM12/25/03
to
Norman Schröder <ebe...@thors-clan.de> wrote:

> Ich verstehe nicht, wieso die für die Synchronisation Zuständigen in
> der Lage sind, Mithrandir korrekt auszusprechen, aber dann bei Minas
> Tirith, Mithril, Theoden, Denethor, Caradhras und Orthanc (Habe ich
> etwas vergessen?) scheitern.

Aus Neugierde (und da ich den Film in Englisch gesehen habe): was hat
denn die Synchro aus o.g. Wörtern gemacht?

(c)IAO
D'schöne Weihnachten'+R

Norman Schröder

unread,
Dec 25, 2003, 1:09:04 PM12/25/03
to

Minas Tirit, Mitril, Teoden, Denetor, Caradras, und Ortanc.

Denis Regenbrecht

unread,
Dec 25, 2003, 12:55:17 PM12/25/03
to
Joachim Stamm <jos...@jostamm.de> wrote:

> Puhh, jetzt muss ich meinem Ärger einmal Luft machen . . .

Na dann, soll ja gesund sein.

> Wieso nur eine Möglichkeit? Es gibt dutzende, hunderte, tausende,
> millionen von Möglichkeiten. Dir fehlt Phantasie.

Eine würde auch schon reichen. Nur raus damit!

> Das ist eine Frechheit! Fundiert Kritik ist Deiner Meinung nach
> besserwisserisches Genöle.

...


> Mit einer Dramaturgie die sich teilweise auf dem Niveau von Lassie
> oder Flipper Filmen bewegt.

Mit dieser polemischen Aussage wirkt deine Kritik nicht wirklich
"fundiert".
Und dass die Kritik an den Filmen hier (und auch anderorts) teilweise
beckmesserische Qualitäten erreicht, die durchaus fast als Gejammer
bezeichnet werden könnten, ist keine Frechheit sondern Tatsache.

> Von 10.000 Pfeilen bringt Jackson nur eine Handvoll ins Ziel.

Ein _klein_ wenig übertreibst du's schon, oder?
Die drei Filme sind nicht 100% werkgetreu und weisen teilweise auch ihre
Schwächen auf, aber dass grosse Sakrileg am Geiste Tolkiens sind sie
ganz gewiss nicht.

> Die "Bilder" des zweiten Teils hatte ich beim Verlassen des Kinos schon
> vergessen, während ich herrliche Szenen des Zeichentrickfilms noch
> heute im Gedächtnis habe - einmal gesehen, das muss vor 20 Jahren
> gewesen sein.

Wie alt warst du damals?
Bist du sicher, dass o.g. Eindrücke nicht eher der Verklärung von 20
Jahren, als der Qualität des Filmes zuzuschreiben sind?

(c)IAO
D+R

Joerg Ruedenauer

unread,
Dec 25, 2003, 1:41:06 PM12/25/03
to
Volker Gringmuth schrieb:

> So schöne Namen wie Athelas, Lothlorien, Caras Galadhon, Ecthelion,
> Henneth Annûn, Fanuidhol, Methedras, Ered Lithui, Ephel Dúath tauchen im
> Film wohl gar nicht auf?
>
Ich bin mir sicher, dass Athelas, Lothlorien, Ecthelion vorkommen. Ich bin
mir auch ziemlich sicher, dass Fanuidhol und Henneth Annun nicht
vorkommen. Beim Rest weiss ich es nicht mehr.

Joerg
--
"Quoth the raven: Nevermore!" -- E.A. Poe

Volker Gringmuth

unread,
Dec 25, 2003, 2:57:21 PM12/25/03
to
Norman Schröder (ebe...@thors-clan.de) wrote:

> Minas Tirit, Mitril, Teoden, Denetor, Caradras, und Ortanc.

Argl ...

Wie sprecht ihr einklich "Fanuidhol" aus?

Ich spreche dreisilbig "Fan-wi-thol", mit englischem Dabbelju und
weichem "th" wie in "this".

"Caradhras" ist latürnich noch schöner, mit dem "thr"-Laut.


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Je korrupter der Staat, desto mehr Gesetze braucht er. (Tacitus)

Frank Widmaier

unread,
Dec 25, 2003, 3:05:21 PM12/25/03
to
Am 25.12.2003 19:09 tippte *Norman Schröder* in die Kiste:

> Minas Tirit, Mitril, Teoden, Denetor, Caradras, und Ortanc.

mir dreht sichder Magen um *g* Ich versuch mich grad am
Elbisch-Deutsch-Woerterbuch von Klett-Cotta.. auch eine Freude :-/

--
mozilla/netscape: http://mozhilfe.de http://mozilla.kairo.at news:dcsm.*
Tips & Tricks: http://holgermetzger.de http://mozilla-anleitung.de
mozilla/netscape-FAQ: http://mozilla.kairo.at/doc/mozilla-faq.php

Bernd Martin Wurm

unread,
Dec 25, 2003, 3:15:40 PM12/25/03
to

"Wiebke Weige" <Wiebke...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:Wiebke_Weige-C74A...@news.t-online.com...

Macht Sinn.....

Die Elben würden das ja auch so mitkriegen, aber auf die Menschen wirkt das
sicher richtig übel...

Bernd


Bernd Martin Wurm

unread,
Dec 25, 2003, 3:22:40 PM12/25/03
to

"Joerg Ruedenauer" <nos...@ruedenauer.net> schrieb im Newsbeitrag
news:pan.2003.12.25...@ruedenauer.net...

> Volker Gringmuth schrieb:
>
> > So schöne Namen wie Athelas, Lothlorien, Caras Galadhon, Ecthelion,
> > Henneth Annűn, Fanuidhol, Methedras, Ered Lithui, Ephel Dúath tauchen im

> > Film wohl gar nicht auf?
> >
> Ich bin mir sicher, dass Athelas, Lothlorien, Ecthelion vorkommen. Ich bin
> mir auch ziemlich sicher, dass Fanuidhol und Henneth Annun nicht
> vorkommen. Beim Rest weiss ich es nicht mehr.
>
> Joerg
> --
> "Quoth the raven: Nevermore!" -- E.A. Poe
>


Caras Galadhon kommt zumindest in der Fellowship-SEE (ich hab nur die...)
vor.
Da sagt es Haldir, als er die Truppe hinbringt und sogar richtig (d.h. auch
in der Synchro).


HaJo Oestermann

unread,
Dec 25, 2003, 3:27:07 PM12/25/03
to
Hallo Gerhard,


Gerhard Lenerz wrote:

snip

> Ich weiss ja nicht. Wie haette das denn Deiner Meinung nach ausgesehen?
> Ein Frodo, der sich bei jeder Gelegenheit an die Brust packt, hilflos
> gen Himmel starrt und mit den Worten "Ach welch schweres Unheil lastet
> auf meiner Seele." stoisch weiter seinen Weg beschreitet, haette mir
> nicht wirklich gefallen.

das ist einfach. Schaue dir mal genau Gollum an ;-)


Gruß,
HaJo

Norman Schröder

unread,
Dec 25, 2003, 3:43:32 PM12/25/03
to
Am 25.12.2003 schrieb Frank Widmaier:

> Am 25.12.2003 19:09 tippte *Norman Schröder* in die Kiste:
>

> Ich versuch mich grad am Elbisch-Deutsch-Woerterbuch von


> Klett-Cotta.. auch eine Freude :-/

Steht doch groß drauf: "Nicht kaufen, enthält unqualifizierten
Blödsinn". Gut, nicht wörtlich. Wörtlich steht dort "Wofgang Krege".

Norman Schröder

unread,
Dec 25, 2003, 3:51:04 PM12/25/03
to
Am 25.12.2003 schrieb Volker Gringmuth:

> Norman Schröder (ebe...@thors-clan.de) wrote:
>
>> Minas Tirit, Mitril, Teoden, Denetor, Caradras, und Ortanc.
>
> Argl ...
>
> Wie sprecht ihr einklich "Fanuidhol" aus?

Am liebsten gar nicht. ;-)

Also th spreche ich wie das isländische þ - also stimmlos - und dh wie
das isländische ð - also stimmhaft aus.


> "Caradhras" ist latürnich noch schöner, mit dem "thr"-Laut.

Wie darf ich mir diesen Laut vorstellen?

Andreas C. Lazar

unread,
Dec 25, 2003, 4:12:04 PM12/25/03
to
Gerhard Lenerz schrieb:

> Auf der Leinwand lassen sich innere Gefuehlszustande dieses
> Ausmasses aeusserst schlecht transportieren, wenn man nicht gewillt
> ist diese in irgend einer Form zu visualisieren.
>
Dafür gibt es diese wunderbare Erfindung namens Schauspielkunst. Von
einer _dezenten_ Maske und guter Musik und Kamera unterstützt, hätten
ein besserer Schauspieler als Elijah Wood und ein kunstfertigerer
Regisseur als Jackson die Bürde meines Erachtens durchaus glaubhaft
darstellen können. Warum hat man nicht auch Frodo digital animiert? :)

Schöne Grüße,
Andreas

P.S.: Wie eine geschauspielerte Last durch den Ring aussehen kann, zeigt
in "Return of the King" niemand anderes als Sean Astin, der für mich die
größte Entdeckung der Trilogie ist - Sams Figur wird von allen großen
Rollen noch am nächsten zum Geist des Buches belassen, und Astin
steigert sich von Teil zu Teil bis zu seinem großartigen Mienenspiel,
als er Frodo im Turm von Cirith Ungol widerwillig den Ring zurückgibt.
--
"In my youth, there used to be only red, blue and yellow Lego bricks,
and they were all square. Now there are pink and round ones. This
doesn't seem like a world you'd want to raise your children in."
(Nina Persson) +++ http://www.moviebazaar.de/ +++

Andreas C. Lazar

unread,
Dec 25, 2003, 4:11:48 PM12/25/03
to
Michael Tosberg schrieb:
> Selbst im Buch ist Sauron eine reale Figur und nicht nur ein Symbol des
> Bösen.
>
Ja, aber er kommt sehr charakteristisch niemals in Person vor, sondern
immer nur als im Dunklen verborgene Bedrohung, als Vision auf der
Netzhaut. Wozu hat man Schauspieler, einen DP und einen Komponisten,
wenn man sie nur halbherzig nutzt? Christopher Lees "His gaze pierces
cloud, shadow, earth and flesh. You know of what I speak, Gandalf. A
great eye, lidless, wreathed in flame." in "Fellowship" erzeugt mehr
Angst vor Sauron als alle lächerliche Suchscheinwerferei in "Return of
the King". Um wieviel intensiver wäre Frodos und Sams Vision vom Window
of the Eye rübergekommen, wenn Sauron bis dahin hinter schwarzen Wolken
geblieben wäre!

Schöne Grüße,
Andreas

Patrick Borer

unread,
Dec 25, 2003, 6:06:06 PM12/25/03
to
Wiebke Weige schrieb:

(...)
> Da stimme ich zu. Das ändert aber nichts and dem Problem, dass Sauron
> scheinbar nichts sieht, was im Schatten ist, und das stimmt ja nicht.

Sauron kann und weiss sehr viel, aber anzunehmen, dass er alle Dinge,
die von seinem "Blick" gestreift werden, voll erkennt, wo er doch so
viele Dinge zugleich zu beachten und zu erledigen hat... ich weiss
nicht; ein so viel maechtigeres Wesen als ein Gandalf oder Saruman,
die ja von der gleichen Art sind und auch nicht immer den vollen
"Durchblick" haben, ist er nicht. Selbst die Ringgeister, die dem
Einen Ring neben Sauron am naechsten stehen, lassen sich - bei Tolkien
wie im Film - auch in naechster Naehe des Ringes ablenken, erkennen
ihn nicht, solange ihn niemand aufgesetzt hat.

(...)
> > Sein "Auge" mag Frodo gestreift haben und etwas irritiert gewesen
> > sein, aber da der Ring nicht aufgesetzt war, konnte er nicht gleich
> > Klarheit erlangen und war eben von den sich naehernden Erzfeinden sehr
> > abgelenkt ;-)


>
> Also wenn sein Spionagering gut funktioniert, dann sollte er mitgekriegt
> haben, dass das was er gesehen hat auf die Beschreibung derer Passt, die
> den Ring haben.

Wer sagt denn, dass er Frodo bewusst "sah"? Vielleicht war es mehr das
Spueren einer Praesenz, von der er sehr schnell abgelenkt wurde.

> Einen genaueren Blick sollte das schon wert sein. Und es
> ist schon seltsam, dass Sauron seinen eigenen Ring nicht erkennt, wenn
> selbst die Ringgeister seine Nähe spüren können.

Wie ich oben schrieb: Die Ringgeister moegen dunkle Ahnungen haben,
aber solange er nicht aufgesetzt wird, kann man den Ring seinen
Geistern offenbar praktisch vor die Nase halten, ohne dass sie sich
sicher sind.

Patrick Borer

Patrick Borer

unread,
Dec 25, 2003, 6:10:45 PM12/25/03
to
Johannes Pietsch schrieb:

(...)


> Das Entscheidende ist aber doch, daß Sauron zum einen den Ring bei
> Aragorn glauben, aber dennoch sich der alliierten
> Rohan/Gondor-Streitmacht so haushoch überlegen fühlen soll, daß er sie
> bis auf sein schwarzes Tor herankommen läßt.

Hybris eben. Und er weiss, wie verraeterisch sein Ring ist.

Patrick Borer

Michael Tosberg

unread,
Dec 25, 2003, 6:21:10 PM12/25/03
to
Norman Schröder <ebe...@thors-clan.de> wrote:

> Minas Tirit, Mitril, Teoden, Denetor, Caradras, und Ortanc.

Und? Auf deutsch spricht man die so aus. Und Shelob heisst Kankra. Und
Elves heissen Elben, was ja wohl sogar Tolkien besser fand als sein
Original iirc. Die deutsche Synchro behält das elbische bei, DAS war
wichtig; die Eindeutschungen von Namen aus dem englischen sind doch kein
großes Problem, wenn man sowieso schon zu einer Übersetzung oder zur
Synchronfassung greift.

Michael, beide Fassungen kennend und der deutsche Synchonfassung
durchaus etwas abgewinnend könnend

Michael Tosberg

unread,
Dec 25, 2003, 6:21:10 PM12/25/03
to
Andreas C. Lazar <la...@z.zgs.de> wrote:

> hätten
> ein besserer Schauspieler als Elijah Wood und ein kunstfertigerer
> Regisseur als Jackson die Bürde meines Erachtens durchaus glaubhaft
> darstellen können.

Jaja, alles kacke, aber dann:



>
> P.S.: Wie eine geschauspielerte Last durch den Ring aussehen kann, zeigt
> in "Return of the King" niemand anderes als Sean Astin, der für mich die
> größte Entdeckung der Trilogie ist - Sams Figur wird von allen großen
> Rollen noch am nächsten zum Geist des Buches belassen, und Astin
> steigert sich von Teil zu Teil bis zu seinem großartigen Mienenspiel,
> als er Frodo im Turm von Cirith Ungol widerwillig den Ring zurückgibt.

Kleiner Tip: Sean Astin hatte keineswegs einen eigenen Regisseur.

Michael

Bernd Martin Wurm

unread,
Dec 25, 2003, 7:23:40 PM12/25/03
to

"Michael Tosberg" <tos...@mac.com> schrieb im Newsbeitrag
news:1g6jsil.15jk32z1jcojb4N%tos...@mac.com...


Tja, aber diese Namen sind elbisch, nicht englisch. Wenn eindeutschen, dann
bitte Rothorn statt Caradras.

Bernd, der bei der gesamten Trilogie die Synchro als durchaus gut gelungen
betrachtet
(immer noch voller Schaudern an Star Wars Ep. II denkend: Der "arme" Cliegg
Lars kann kein Pferd mehr reiten - na und, die gibt's auf Tatooine doch
ohnehin nicht...
Na ja, PJ hat aus 'nem Olifanten ein AT-AT gemacht, da kann man wohl auch
mal aus 'nem Swoop ein Pferd machen ;-)


Frank Widmaier

unread,
Dec 25, 2003, 8:21:13 PM12/25/03
to
Am 25.12.2003 21:43 tippte *Norman Schröder* in die Kiste:

> Steht doch groß drauf: "Nicht kaufen, enthält unqualifizierten
> Blödsinn". Gut, nicht wörtlich. Wörtlich steht dort "Wofgang Krege".

ich haette vorher innen reinsehen sollen *g* Krege steht aussen nicht
drauf(obwohl ich es mir haette denken koennen). Zudem steht drin "viele
Hilfsverben fehlen" und "nur gesicherte Wörter".... gibts evtl irgendwo
eine Online-Uebersetzung? Kann ruhig englisch sein.. Aber das Ding
bringts wirklich nicht allzu sehr

Aber eins ist der Oberhammer.. ich hab folgendes bekommen:
Der Herr der Ringe - Das inoffizielle Fanvideo
ist ja ganz nett gemacht.. aber die Frau von Klett-Cotta war ne
eindeutige Fehlbesetzung in dem Video :-) Hatte dennoch einige
"aha-Erlebnisse" ;-)

Bernd Gramlich

unread,
Dec 25, 2003, 8:49:14 PM12/25/03
to
Michael Tosberg wrote:

> Norman Schröder <ebe...@thors-clan.de> wrote:
>
>> Minas Tirit, Mitril, Teoden, Denetor, Caradras, und Ortanc.
>
> Und? Auf deutsch spricht man die so aus.

Bei Théoden stimme ich Dir zu, bei den anderen Namen jedoch nicht, da
elbischen Ursprungs. Allerdings ist es nicht immer einfach zu erkennen,
welcher Name aus welcher Sprache sein soll.

Was ich mich seit geraumer Zeit frage, ist, ob das f in Gandalf auf
Westron oder auf elbische Weise ausgesprochen wird. Im englischen Film
hatte ich den Eindruck, als würden sich nur wenige Schauspieler an
letzterem versuchen.

--
Bernd Gramlich He is a moss-gatherer, and I have been a stone
doomed to rolling.

Andreas Dau

unread,
Dec 26, 2003, 1:15:08 AM12/26/03
to
Frank Widmaier schrieb:

[elbisch]


> gibts evtl irgendwo
> eine Online-Uebersetzung?

Hm, meinst Du etwas, wie:
http://www.sindarin.de/
http://www.elvish.org/ ?

Gibt bestimmt noch mehr ...

cu,
ada

Andreas Dau

unread,
Dec 26, 2003, 1:37:22 AM12/26/03
to
Michael Tosberg schrieb:

> Norman Schröder <ebe...@thors-clan.de> wrote:
>
>> Minas Tirit, Mitril, Teoden, Denetor, Caradras, und Ortanc.

Nein, zumindest beim Ritt mit Pippin auf Minas Tirith in ROTK sagt
Gandalf in der deutschen Synchronfassung Minas TiriÞ[1], also mit th.



> Und? Auf deutsch spricht man die so aus. Und Shelob heisst Kankra. Und
> Elves heissen Elben, was ja wohl sogar Tolkien besser fand als sein
> Original iirc. Die deutsche Synchro behält das elbische bei, DAS war
> wichtig; die Eindeutschungen von Namen aus dem englischen sind doch kein
> großes Problem, wenn man sowieso schon zu einer Übersetzung oder zur
> Synchronfassung greift.

Nein, der Endlaut von Minas Tirith bspw. wird im _Original_ so
ausgesprochen. Das ist _kein_ englischer Name und auch kein ins
Englische übersetzter Name, auch wenn das Endungs-th Dir englisch
vorkommen mag![2]

Andere Namen sind für englische Muttersprachler bspw. schwieriger
auszusprechen, als für deutsche, wie etwa Region in Beleriand, dass
mitnichten etwa wie das englische "riedschn" ausgesprochen wird, sondern
wie das deutsche Region, nur mit dem Unterschid, dass auf der letzten
Silbe betont wird. Siehe in den Anhängen "Die Aussprache fremder Wörter
und Namen".

[1] Ich hoffe, das Zeichen ist richtig.
[1] Numenoreanisch oder Sindarin nehm' ich mal an.

Andreas Dau

unread,
Dec 26, 2003, 1:55:48 AM12/26/03
to
Michael Tosberg schrieb:

> Norman Schröder <ebe...@thors-clan.de> wrote:
>
>> Minas Tirit, Mitril, Teoden, Denetor, Caradras, und Ortanc.

Nein, zumindest beim Ritt mit Pippin auf Minas Tirith in ROTK sagt


Gandalf in der deutschen Synchronfassung Minas TiriÞ[1], also mit th.

> Und? Auf deutsch spricht man die so aus. Und Shelob heisst Kankra. Und
> Elves heissen Elben, was ja wohl sogar Tolkien besser fand als sein
> Original iirc. Die deutsche Synchro behält das elbische bei, DAS war
> wichtig; die Eindeutschungen von Namen aus dem englischen sind doch kein
> großes Problem, wenn man sowieso schon zu einer Übersetzung oder zur
> Synchronfassung greift.

Nein, der Endlaut von Minas Tirith bspw. wird im _Original_ so


ausgesprochen. Das ist _kein_ englischer Name und auch kein ins
Englische übersetzter Name, auch wenn das Endungs-th Dir englisch
vorkommen mag![2]

Andere Namen sind für englische Muttersprachler bspw. schwieriger
auszusprechen, als für deutsche, wie etwa Region in Beleriand, dass
mitnichten etwa wie das englische "riedschn" ausgesprochen wird, sondern
wie das deutsche Region, nur mit dem Unterschid, dass auf der letzten
Silbe betont wird. Siehe in den Anhängen "Die Aussprache fremder Wörter
und Namen".

[1] Ich hoffe, das Zeichen ist richtig.

[2] Numenoreanisch oder Sindarin nehm' ich mal an.

Andreas Dau

unread,
Dec 26, 2003, 1:56:41 AM12/26/03
to
Michael Tosberg schrieb:

> Norman Schröder <ebe...@thors-clan.de> wrote:
>
>> Minas Tirit, Mitril, Teoden, Denetor, Caradras, und Ortanc.

Nein, zumindest beim Ritt mit Pippin auf Minas Tirith in ROTK sagt


Gandalf in der deutschen Synchronfassung Minas TiriÞ[1], also mit th.

> Und? Auf deutsch spricht man die so aus. Und Shelob heisst Kankra. Und
> Elves heissen Elben, was ja wohl sogar Tolkien besser fand als sein
> Original iirc. Die deutsche Synchro behält das elbische bei, DAS war
> wichtig; die Eindeutschungen von Namen aus dem englischen sind doch kein
> großes Problem, wenn man sowieso schon zu einer Übersetzung oder zur
> Synchronfassung greift.

Nein, der Endlaut von Minas Tirith bspw. wird im _Original_ so


ausgesprochen. Das ist _kein_ englischer Name und auch kein ins
Englische übersetzter Name, auch wenn das Endungs-th Dir englisch
vorkommen mag![2]

Andere Namen sind für englische Muttersprachler bspw. schwieriger
auszusprechen, als für deutsche, wie etwa Region in Beleriand, dass
mitnichten etwa wie das englische "riedschn" ausgesprochen wird, sondern

wie das deutsche Region, nur mit dem Unterschied, dass auf der letzten

Birgit Bucher

unread,
Dec 26, 2003, 5:13:05 AM12/26/03
to
Andreas Dau wrote:
[snip]

> Nein, der Endlaut von Minas Tirith bspw. wird im _Original_ so
> ausgesprochen. Das ist _kein_ englischer Name und auch kein ins
> Englische übersetzter Name, auch wenn das Endungs-th Dir englisch
> vorkommen mag![2]
[snip]

> [2] Numenoreanisch oder Sindarin nehm' ich mal an.

Der Name kommt aus dem Sindarin, "Turm der Wacht", und das 'th' wird wie
das englische 'thin' ausgesprochen, ein stimmloser Dentallaut. Das
stimmhafte Gegenstück 'dh' wird gesprochen wie in englisch 'this'.

Suilad
Birgit
--
Narsil essenya, macil meletya;
Telchar carneron Navarotesse


Birgit Bucher

unread,
Dec 26, 2003, 5:13:34 AM12/26/03
to
Frank Widmaier wrote:
> ich haette vorher innen reinsehen sollen *g* Krege steht aussen nicht
> drauf(obwohl ich es mir haette denken koennen). Zudem steht drin
> "viele Hilfsverben fehlen" und "nur gesicherte Wörter".... gibts evtl
> irgendwo eine Online-Uebersetzung? Kann ruhig englisch sein.. Aber
> das Ding bringts wirklich nicht allzu sehr

Ein weitere, gute INet Seite zu Tolkiens Sprachen ist IMO
http://www.ardalambion.com/ von Helge K. Fauskanger. Und mit dem
Wörterbuch "Elbisch" von Helmut.W. Pesch, Bastei Lübbe Verlag, bin ich
auch sehr zufrieden. Es ist wesentlich ausführlicher als das Wörterbuch
aus dem Klett-Cotta Verlag. Eine INet Seite zu diesem Wörterbuch gibt es
unter http://www.elbisch.com/ .

Suilad
Birgit
--
Aiya Eärendil Elenion Ancalima!


Andreas Dau

unread,
Dec 26, 2003, 5:15:36 AM12/26/03
to
Birgit Bucher schrieb:

[Minas Tirith]

> Der Name kommt aus dem Sindarin, "Turm der Wacht", und das 'th' wird wie
> das englische 'thin' ausgesprochen, ein stimmloser Dentallaut. Das
> stimmhafte Gegenstück 'dh' wird gesprochen wie in englisch 'this'.

Danke ;-)

Johannes Roehl

unread,
Dec 26, 2003, 6:41:43 AM12/26/03
to
Bernd Gramlich schrieb:

>
> Michael Tosberg wrote:
>
> > Norman Schröder <ebe...@thors-clan.de> wrote:
> >
> >> Minas Tirit, Mitril, Teoden, Denetor, Caradras, und Ortanc.
> >
> > Und? Auf deutsch spricht man die so aus.
>
> Bei Théoden stimme ich Dir zu, bei den anderen Namen jedoch nicht, da
> elbischen Ursprungs. Allerdings ist es nicht immer einfach zu erkennen,
> welcher Name aus welcher Sprache sein soll.
>
> Was ich mich seit geraumer Zeit frage, ist, ob das f in Gandalf auf
> Westron oder auf elbische Weise ausgesprochen wird. Im englischen Film
> hatte ich den Eindruck, als würden sich nur wenige Schauspieler an
> letzterem versuchen.

Worin bestünde denn bei 'f' der Unterschied?
Gandalf ist ja definitiv nicht Sindarin (ist das nicht eigentlich sogar
nordisch und heißt sowas wie 'Stab-Elf/Alf/Alb'?), daher wüßte ich
nicht, warum es mit 'elbischem Akzent' ausgesprochen werden sollte...

viele Grüße

JR

Volker Gringmuth

unread,
Dec 26, 2003, 6:59:14 AM12/26/03
to
Michael Tosberg (tos...@mac.com) wrote:

>> Minas Tirit, Mitril, Teoden, Denetor, Caradras, und Ortanc.
>
> Und? Auf deutsch spricht man die so aus.

Wer ist "man"? Und wie spricht "man" "New York" auf deutsch aus?
"Neffjork"?

Ich tendiere dazu, Washington als Uoschingdn und mithril als miþril zu
sprechen. Was spräche dagegen?

> Und Shelob heisst Kankra.

Sinnvollerweise, da es im Englischen AFAIK ein Wortspiel ist. Ansonsten
würde ich sie "Schilob" und nicht "S-helob" aussprechen, wofür Du
konsequenterweise plädieren müßtest :)

> Und Elves heissen Elben, was ja wohl sogar Tolkien besser fand als
> sein Original iirc.

Das ist ja auch ein englisches Wort, kein Name.

> Die deutsche Synchro behält das elbische bei, DAS war wichtig; die
> Eindeutschungen von Namen aus dem englischen sind doch kein großes
> Problem,

Nicht alles, was einen "th"-Laut enthält, ist englisch. Es sind
größtenteils Sindarin-Namen, deren Aussprache Tolkien sehr genau
festgelegt hat. Und wenn ich mit einem Briten namens Michael deutsch
rede, nenne ich ihn immer noch Meikel.


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"SPAM ist Mehrzahl - wär's Einzahl, wär's kein SPAM."
(Harald Effenberg in dnq)

Volker Gringmuth

unread,
Dec 26, 2003, 6:03:19 AM12/26/03
to
Norman Schröder (ebe...@thors-clan.de) wrote:

>> "Caradhras" ist latürnich noch schöner, mit dem "thr"-Laut.
>
> Wie darf ich mir diesen Laut vorstellen?

IMHO: ð + Zungenspitzen-r, und das im Anlaut: ka-ra-ðras.
Klingt einfach schön :)


vG

--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Was genau mißt man denn mit dem Mannometer?" - "Nichts. Das sagt man so." -
"Da bin ich ja beruhigt. Ich hatte schon Sorge, meine Freundin käme demnächst
mit so einem Ding an." (Olaf Skibbe und Wolfgang Schwanke in desd)

Patrick Schilling

unread,
Dec 26, 2003, 10:26:35 AM12/26/03
to
> > gibts evtl irgendwo
> > eine Online-Uebersetzung

Eins hab ich auch noch: http://www.dql.de.vu/
für alle, die sich auche in bisschen mit Quenya beschäftigen möchten.

Leider bei weitem nicht so komplett und umfassend wie z.B. sindarin.de,
aber über Quenya ist ja AFAIK noch weniger bekannt...

Suilad
Patrick

Denis Regenbrecht

unread,
Dec 26, 2003, 12:04:58 PM12/26/03
to
Patrick Schilling <Patrick....@gmx.net> wrote:

> Leider bei weitem nicht so komplett und umfassend wie z.B. sindarin.de,
> aber über Quenya ist ja AFAIK noch weniger bekannt...

Kann man so auch IMHO nicht sagen. Die Grammatik ist (bis auf Ausnahme
weniger Erscheinungen) gut genug bekannt, um sinnvoll in Quenya
schreiben oder reden zu können.

(c)IAO
D'Quenya besser als Sindarin könnend'+R

Denis Regenbrecht

unread,
Dec 26, 2003, 12:04:58 PM12/26/03
to
Frank Widmaier <expiresbecaus...@widdi.de> wrote:

> mir dreht sichder Magen um *g* Ich versuch mich grad am


> Elbisch-Deutsch-Woerterbuch von Klett-Cotta.. auch eine Freude :-/

Oh Gottogottogott....
Kann Krege eigentlich überhaupt irgend etwas? Ich hab' mir nur kurz die
Deklinationstabellen angeschaut und schon als ich sah, dass es Herr
Krege nicht mal für nötig hielt, auf Dual und Klassenplural im Quenya
einzugehen, war für mich das Krege-Wörterbuch schon wieder vergessen.
_Viel_ besser ist übrigens das Wörterbuch/die Grammatik von Wolfgang
Pesch, erschienen im Bastei Verlag.

(c)IAO
D+R

Joerg Ruedenauer

unread,
Dec 26, 2003, 1:33:51 PM12/26/03
to
Andreas C. Lazar schrieb:

> Sams Figur wird von allen großen
> Rollen noch am nächsten zum Geist des Buches belassen,
>

Da wuerde ich glaub' vorher noch Gandalf (zumindest in grauer Variante)
nennen. Ausserdem Boromir, Bilbo und Eowyn, aber vielleicht haben die ja
keine 'grossen' Rollen?

Joerg
--
"Quoth the raven: Nevermore!" -- E.A. Poe

Wiebke Weige

unread,
Dec 27, 2003, 8:58:03 PM12/27/03
to

Hi Patrick

pa.b...@bluewin.ch (Patrick Borer) wrote:
> Wiebke Weige schrieb:
>
> (...)
> > Da stimme ich zu. Das ändert aber nichts and dem Problem, dass Sauron
> > scheinbar nichts sieht, was im Schatten ist, und das stimmt ja nicht.
>
> Sauron kann und weiss sehr viel, aber anzunehmen, dass er alle Dinge,
> die von seinem "Blick" gestreift werden, voll erkennt, wo er doch so
> viele Dinge zugleich zu beachten und zu erledigen hat...

Bin gerade aus der OV zurück. Und ich habe sehr genau auf die Szene
geachtet. Die Szene scheint in Zeitlupe abzulaufen, was mir beim ersten
Schauen nicht auffiel. Demnach hat sein Blick ihn scheinbar tatsächlich
nur gestreift. Das Wäre natürlich eine Erklärung. Trotzdem muss ich
sagen, dass ich die Szene völlig unnötig finde.

Wiebke

Andreas C. Lazar

unread,
Dec 27, 2003, 9:17:18 PM12/27/03
to
Michael Tosberg schrieb:

> Kleiner Tip: Sean Astin hatte keineswegs einen eigenen Regisseur.
>
Na eben! Warum schafft Jackson in manchen Szenen so Großartiges und in
anderen nur so zweitklassige Dutzendware? Noch unausgereiftes Talent (er
ist ja erst 42)? Erschöpfung? Blackouts? In "Return of the King"
gefielen mir z.B.

- Gandalfs und Aragorns Unterhaltung bei der Feier in Meduseld: Ian
McKellens überraschter und dann warmherziger Blick sind unschlagbar, und
auch Viggo Mortensen darf hier etwas von seinem Talent zeigen - im Rest
des Filmes läßt er ja eher sein Schwert sprechen :)

- alle Rohan- und Rohirrim-Szenen, obwohl die arme Éowyn etwas unter den
Schneidetisch fällt. Z.B. den ganzen Dernhelm-Trick hätte ich gern etwas
weiter ausgebaut gesehen, gern auch mit einer _glaubwürdigen_
Verkleidung.

- alles mit Faramir, obwohl auch ihm ruhig die Houses of Healing und
seine Éowyn hätten gegönnt werden können. Der Film ist aber generell ca.
zwei Stunden zu kurz :-P

- Gandalfs und Pippins fliegender Ritt auf Shadowfax nach Minas Tirith.
Auf meinem Foster ist eine schöne Illustration vom Ritt von John Howe,
die (natürlich) der Darstellung im Film und meiner Vorstellung sehr nahe
kommt.

- Shelob, obwohl ihre Höhle mir viel zu eng und hell schien. Aber der
Zuschauer muß halt was sehen.

Das zeigt doch, daß Jackson es kann, wenn er nur will! Warum dann nicht
durchgehend so?

Schöne Grüße,
Andreas

ptr

unread,
Dec 28, 2003, 5:21:50 AM12/28/03
to
Andreas C. Lazar schrieb:

> Das zeigt doch, daß Jackson es kann, wenn er nur will! Warum dann nicht
> durchgehend so?

damit leute, in gruppe wie diesen, noch etwas zum tippen haben... ;)
Peter.
--
remove first four digits to reply

Simon Paquet

unread,
Dec 28, 2003, 5:04:53 AM12/28/03
to
And on the seventh day Joachim Stamm spoke:

>>>>Ohne den "Leuchtturm" gäbe es nur noch die Möglichkeit, Saurons
>>>>Wahrnehmung per Voice-Over darzustellen,
>>>--snip---
>>>
>>>Wieso nur eine Möglichkeit? Es gibt dutzende, hunderte, tausende,
>>>millionen von Möglichkeiten. Dir fehlt Phantasie.
>>
>>Dann erleuchte uns arme Phantasielose doch bitte.
>
>Hallo Simon,
>
>etwas weniger plakativ, etwas dezenter hätte die Leuchtturmlösung
>aussehen können. Mittelerde aus der Sicht des "Turms" eben. Mit etwas
>verwaschenen Bildern aus einer hohen Perspektive.

Möglich, stellt sich nur die Frage ob das der unwissende Zuschauer, der
das Buch nicht gelesen hat, dann immer noch richtig zuordnen kann.

>>>>Freiheiten - besser Notwendigkeiten - angesichts der in allen drei
>>>>Filmen überzeugend gelungenen liebevollen Wiedergabe der Welt Tolkiens
>>>>ist ein Ärgernis.
>>>
>>>Mit einer Dramaturgie die sich teilweise auf dem Niveau von Lassie
>>>oder Flipper Filmen bewegt.
>>
>>Darf man Dich angesichts dieser Aussagen noch ernstnehmen oder hattest du
>>einfach nur grade einen größeren Polemik-Anfall?
>
>Vielleicht hatte ich einen kleinen Polemik Anfall, bitte nimm mich
>trotzdem ernst. Mir haben die Filme wirklich nicht gefallen, viele
>Szenen haben mich sehr geärgert. Z. B. der Kampf von Saruman und
>Gandalf in Orthanc als Gandalf auf dem Boden liegt und sich dreht.

Die Szene wurde hier meines Wissens noch nie kritisiert. Da hat PJ sich
einige Freiheiten herausgenommen, da das Buch an dieser Stelle nicht viel
hergibt. Ich hätte mir da auch einen etwas würdevolleren geistigen Kampf
gewünscht, aber der gemeine Zuschauer verbindet nunmal Magie mit etwas
Action und hätte das wohl nicht akzeptiert. Immerhin haben sie sich nicht
mit Feuerbällen bombardiert.

>>>Die "Bilder" des zweiten Teils hatte ich beim Verlassen des Kinos schon
>>>vergessen, während ich herrliche Szenen des Zeichentrickfilms noch
>>>heute im Gedächtnis habe - einmal gesehen, das muss vor 20 Jahren
>>>gewesen sein.
>>
>>*prust*
>>Du willst doch jetzt nicht enrsthaft behaupten, das der Bakshi-Film besser
>>wäre als die Jackson-Verfilmung?
>
>Nein, will ich nicht. Ich glaube allerdings, daß ein Trickfilm es hier
>einfacher hat. Der Zeichentrick traf ziemlich genau die in meiner
>Phantasie entstandenen Vorstellungen, Vielleicht hat er mich deshalb
>so beeindruckt. Den Kampf Gandalfs mit dem Balrog fand ich gut
>gemacht.
>
>Bei Jackson hängt Gandalf nach dem Sturz noch einen Moment am Felsen.
>Das sind IMHO die ganz schwachen Momente des Films die mir persönlich
>alles verderben. Jackson trägt zu dick auf er hat kein Gespür für
>Dramaturgie. Aber vielleicht bin ich auch nur überempfindlich.

Mag sein, ich fand die Szene persönlich sehr gut gemacht, speziell mit dem
letzten fast nur noch gehauchten "Fly, you fools!".

Simon
--
Rusty: You scared?
Linus: You suicidal?
Rusty: Only in the morning.
(Ocean's Eleven)

Thomas G. Liesner

unread,
Dec 28, 2003, 9:02:40 AM12/28/03
to
Simon Paquet schrieb:

>> Vielleicht hatte ich einen kleinen Polemik Anfall, bitte nimm mich
>> trotzdem ernst. Mir haben die Filme wirklich nicht gefallen, viele
>> Szenen haben mich sehr geärgert. Z. B. der Kampf von Saruman und
>> Gandalf in Orthanc als Gandalf auf dem Boden liegt und sich dreht.

> Die Szene wurde hier meines Wissens noch nie kritisiert.

Doch, der Kampf war einer der großen Ärgernisse hier als der zweite Film
noch nicht zum Mäkeln verfügbar war und die SEE noch lange nicht
erschienen war.

So long,
Thomas G. Liesner
--
Hamster beta V2.0.4.0 seit 02.11.2003 verfügbar
http://tglsoft.de/ bzw. http://hamster.arcornews.de/tgl/

Peter Bruells

unread,
Dec 28, 2003, 9:52:24 AM12/28/03
to
"Thomas G. Liesner" <t...@gmx.de> writes:


[Kreiselnder Gandalf beim Duell mit Saruman]

> Doch, der Kampf war einer der großen Ärgernisse hier als der zweite
> Film noch nicht zum Mäkeln verfügbar war und die SEE noch lange
> nicht erschienen war.

Yep.

Wobei ich mich bei manchen Kritikern den Eindruck haben, daß sie sich
in der Lage sehen, den Begriff "Rot" nur mittels eines
Symphonieorchesters darzustellen und es Jackson verübeln, daß er nicht
ganz auf ihrem Niveau ist.

Johannes Roehl

unread,
Dec 28, 2003, 10:32:13 AM12/28/03
to
Peter Bruells schrieb:

>
> "Thomas G. Liesner" <t...@gmx.de> writes:
>
> [Kreiselnder Gandalf beim Duell mit Saruman]
>
> > Doch, der Kampf war einer der großen Ärgernisse hier als der zweite
> > Film noch nicht zum Mäkeln verfügbar war und die SEE noch lange
> > nicht erschienen war.
>
> Yep.
>
> Wobei ich mich bei manchen Kritikern den Eindruck haben, daß sie sich
> in der Lage sehen, den Begriff "Rot" nur mittels eines

Richard Strauss behauptete sogar, in der Lage zu sein, den Unterschied
zwischen Pilsner und Kulmbacher Bräu mittels eines Sinfonieorchesters
darstellen zu können :-)

> Symphonieorchesters darzustellen und es Jackson verübeln, daß er nicht
> ganz auf ihrem Niveau ist.

Man sollte ja eigentlich hoffen, dass ein solch ehrgeiziger Künstler
oberhalb des eigenen Niveaus angesiedelt ist... Insofern ist der
unfreiwillig-komische Slapstick-Magierkampf schon ziemlich übel, mal
ganz abgesehen davon, dass im Buch kein Kampf stattfindet, ein besonders
deutliches Beispiel für die fast durchgehend befolgte Devise, dass man
niemals etwas durch solche Subtilitäten wie schauspielerischen Ausdruck
darstellen sollte, wenn es auch mit platter Tricktechnik oder Action
geht.

viele Grüße

JR

Peter Bruells

unread,
Dec 28, 2003, 10:38:53 AM12/28/03
to
Johannes Roehl <parr...@web.de> writes:

> Peter Bruells schrieb:

> > Symphonieorchesters darzustellen und es Jackson verübeln, daß er nicht
> > ganz auf ihrem Niveau ist.
>
> Man sollte ja eigentlich hoffen, dass ein solch ehrgeiziger Künstler
> oberhalb des eigenen Niveaus angesiedelt ist... Insofern ist der
> unfreiwillig-komische Slapstick-Magierkampf schon ziemlich übel,

Wirklich zufrieden bin ich damit auch nicht, keine Frage.


> mal ganz abgesehen davon, dass im Buch kein Kampf stattfindet, ein
> besonders deutliches Beispiel für die fast durchgehend befolgte
> Devise, dass man niemals etwas durch solche Subtilitäten wie
> schauspielerischen Ausdruck darstellen sollte, wenn es auch mit
> platter Tricktechnik oder Action geht.

Das Problem ist, daß Gandalf später durchaus kämpft. U.a. im direkten
Kampf mit einem Balrog. Da muß schon irgendwie dargestellt werden, daß
Saruman jetzt (a) die Seiten gewechselt hat (das wäre auch weniger
drastisch gegangen) und er (b) immer noch mächtiger ist als Gandalf.


Wobei uns Jackson uns im Gegenzu wenigstens das "of may colours"
erspart hat - ich muß jedesmal innerlich stöhnen, wenn ich die Passage
lese. :)

Gerhard Lenerz

unread,
Dec 28, 2003, 5:12:47 PM12/28/03
to
On Sun, 28 Dec 2003 03:17:18 +0100, Andreas C. Lazar wrote:
> Michael Tosberg schrieb:
>> Kleiner Tip: Sean Astin hatte keineswegs einen eigenen Regisseur.
> Na eben! Warum schafft Jackson in manchen Szenen so Großartiges und in
> anderen nur so zweitklassige Dutzendware?

Second Unit?

> - Gandalfs und Aragorns Unterhaltung bei der Feier in Meduseld: Ian
> McKellens überraschter und dann warmherziger Blick sind unschlagbar, und
> auch Viggo Mortensen darf hier etwas von seinem Talent zeigen - im Rest
> des Filmes läßt er ja eher sein Schwert sprechen :)

Du meinst die Szene aus dem Trailer? "How do we know Frodo is
still alive?" - "What does your heart tell you?"

Wenn ja dann Full-ACK, denn die laesst mich schon die ganze Zeit
nicht mehr los. Gandalfs Laecheln bei der Antwort ist einfach Gold
wert und sagt mehr als 1000 Worte.

> - alle Rohan- und Rohirrim-Szenen, obwohl die arme Éowyn etwas unter den
> Schneidetisch fällt. Z.B. den ganzen Dernhelm-Trick hätte ich gern etwas
> weiter ausgebaut gesehen, gern auch mit einer _glaubwürdigen_
> Verkleidung.

Eowyn gehoert aber trotzdem zu den absolut glaenzend dargestellten
Charakteren. Hab mir gerade nochmal mein persoenliches Best-Of an
TTT Szenen angesehen und da ist mir aufgefallen, das ausgesprochen
viele davon mit Rohan und speziell Eowyn zu tun haben.

> - Shelob, obwohl ihre Höhle mir viel zu eng und hell schien. Aber der
> Zuschauer muß halt was sehen.

Was hatte ich schon Angst vor den Szenen (mittlere Arachnophobie
meinerseits), aber insgesamt fand ich das so wie es war sehr schoen
geloest.

> Das zeigt doch, daß Jackson es kann, wenn er nur will! Warum dann nicht
> durchgehend so?

Fuer mich haben mal von FotR abgesehen die auf die Hobbits zentrierten
Szenen klare Schwaechen. Vielleicht liegt es tatsaechlich daran, das
PJ noch nicht ganz ausgereift (oder auch ausgepowert) ist. Vielleicht
liegt es aber auch daran, das Jackson IMO schon zu sehr bemueht war
auch spaeter noch die Hobbits als harmloses, liebevolles und nur durch
Zufall in diese Situation geratenes Volk zu zeigen.


Gerhard
--
Need a newsreader for your UNIX box?
Get your slrn for HP-UX, IRIX, NetBSD/vax, SunOS/Solaris from
http://www.g-lenerz.de/index-computers.html

Bernd Gramlich

unread,
Dec 29, 2003, 4:37:33 AM12/29/03
to
Johannes Roehl wrote:

>> Was ich mich seit geraumer Zeit frage, ist, ob das f in Gandalf auf
>> Westron oder auf elbische Weise ausgesprochen wird. Im englischen
>> Film hatte ich den Eindruck, als würden sich nur wenige Schauspieler
>> an letzterem versuchen.
>
> Worin bestünde denn bei 'f' der Unterschied?

In Sindarin wird endständiges f wie ein w-Laut gesprochen, auch nach l.

> Gandalf ist ja definitiv nicht Sindarin (ist das nicht eigentlich
> sogar nordisch und heißt sowas wie 'Stab-Elf/Alf/Alb'?), daher wüßte
> ich nicht, warum es mit 'elbischem Akzent' ausgesprochen werden
> sollte...

Daß Gandalf in unserer Welt bereits eine Bedeutung und Aussprache hat,
ist in diesem Zusamenhang nicht so wichtig. Entscheidend ist wohl, daß
unser Istar hauptsächlich von Leuten Gandalf genannt wurde, die Westron
sprachen. Darum hast Du vermutlich recht, daß sein f tatsächlich wie
ein deutsches f gesprochen wird.

--
Bernd Gramlich Some things are ill to hear when the world's in
shadow.

Thomas Allgäuer

unread,
Dec 29, 2003, 9:38:49 AM12/29/03
to
Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass ich diese idee der darstellung
schlichtwegs genial finde.


"Christoph Koegler" <cro...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bsbaof$1su$07$1...@news.t-online.com...
> Hi,
>
> > Ich habe am Samstag Rotk gesehen, und fand die Scene wo Saurons Auge Sam
> > und Frodo fokussiert sehr unlogisch. Hätte Sauron nicht auffallen
> > müssen, dass Frodo den Ring bei sich hat? Ich dachte, dass der Angriff
> > auf das Schwarze Tor verhindern soll, dass Sauron Frodo bemerkt. Wie
> > passt das zusammen? Abgesehen davon finde ich dieses 'Leuchtturmartige'
> > sehr seltsam.
>
> Nun ich habe mir den Film gestern zum zweiten Mal angesehen. Frodo rutscht
> zwar
> der Ring hervor, als der Blick von Saurons Auge ihn streift, aber in dem
> Moment
> ist der Ring von seinem Körper verdeckt, er dreht Sauron quasi den Rücken
> zu.
>
> Apropos Leuchtturm, das ist schon eine gewöhnungsbedürftige Darstellung,
> aber
> mal ehrlich, wie würdest Du ein Wesen darstellen, welches nicht körperlich
> Gestalt
> annehmen kann? Mir ist da jedenfalls bisher nix besseres eingefallen.
>
>
>
> Chris
>
>
>


Thomas Allgäuer

unread,
Dec 29, 2003, 10:15:29 AM12/29/03
to
> > Im Film ist die Palatír-Szene übrigens nicht so wichtig - es wird nicht
> > erwähnt, dass Sauron dadurch denkt, der Hobbit mit dem Ring sei beim
> > Palantír.
>
> Oh doch, das wird sehr wohl gesagt.

Kann ich bestätigen. Gandalf sagt, jemand (also er) müsse Minas Tirith
warnen und er werde nicht alleine gehen. Pippin begreift nicht, weshalb er
mit muss, woraufhin dann Marry eben sagt, dass nun Sauron denke, Pippin sei
im Besitz des Ringes...


Wiebke Weige

unread,
Dec 29, 2003, 12:04:20 PM12/29/03
to

Ich habe übrigends noch mal den Film in Englisch gesehen, und dabei ist
mir Aufgefallen, dass Faramir bei der Begegnung mit Gandalf eindeutig
sagt, dass er Frodo vor 2 Tagen (waren doch 2, oder) gesehen hat. Was
wohl den Tag in Osgiliath bezeichnet. Dann gilt noch zu überlegen, das
Gandalf sagt, dass der Weg von Edoras nach Minas Thirit 3 Tage sind (wie
der Nazgul fliegt). Dann gehen wir davon aus, dass Gandalf einen Tag
länger braucht, und dass zwischen Dem eintreffen Gandalfs und dem
eintreffen Faramirs wenigstens ein Tag liegt. Dann wären zwischen der
Palantir Szene und der Osgiliat Szene ungefähr 3 Tage. Und die
Palantir-Szene ist vor der Osgiliathszene. Demnach könnte sich Sauron
durchaus schon auch die Idee das Pippin den Ring hat versteift haben. Es
erscheint mir aber immernoch unmöglich, in der kurzen Zeit den Ring nach
Osgiliath zu bringen. Aber naja, doch noch mal knapp am Plothole
vorbeigeschrammt. Aber wirklich nur sehr sehr knapp.

Wiebke

Patrick Borer

unread,
Dec 29, 2003, 1:11:36 PM12/29/03
to
Wiebke Weige <Wiebke...@gmx.de> schrieb:

Sauron und seine Schergen merken in Osgiliath wohl nicht, dass sich
der Ring wirklich und wahrhaftig vor ihrer Nase befindet. Der Nazgűl
wäre kaum einfach so weitergeflogen. Wie auch bei Tolkien haben sie
grösste Mühe, den Ring zu erkennen, so lange ihn niemand aufgesetzt
hat. Mehr als dunkle Ahnungen, Vermutungen gibt's nicht.

Patrick Borer


Bernd Petrovitsch

unread,
Dec 29, 2003, 3:18:50 PM12/29/03
to
On Mon, 29 Dec 2003 18:04:20 +0100, Wiebke Weige wrote:
> Ich habe übrigends noch mal den Film in Englisch gesehen, und dabei ist
> mir Aufgefallen, dass Faramir bei der Begegnung mit Gandalf eindeutig
> sagt, dass er Frodo vor 2 Tagen (waren doch 2, oder) gesehen hat. Was
> wohl den Tag in Osgiliath bezeichnet. Dann gilt noch zu überlegen, das
> Gandalf sagt, dass der Weg von Edoras nach Minas Thirit 3 Tage sind (wie
> der Nazgul fliegt). Dann gehen wir davon aus, dass Gandalf einen Tag
> länger braucht, und dass zwischen Dem eintreffen Gandalfs und dem
> eintreffen Faramirs wenigstens ein Tag liegt. Dann wären zwischen der
> Palantir Szene und der Osgiliat Szene ungefähr 3 Tage. Und die
> Palantir-Szene ist vor der Osgiliathszene. Demnach könnte sich Sauron
> durchaus schon auch die Idee das Pippin den Ring hat versteift haben. Es
> erscheint mir aber immernoch unmöglich, in der kurzen Zeit den Ring nach
> Osgiliath zu bringen. Aber naja, doch noch mal knapp am Plothole
> vorbeigeschrammt. Aber wirklich nur sehr sehr knapp.

Das "Plothole" hat er wohl aus dem Buch geerebt: Während Frodo Cirith
Ungol überquert, wird gerade Minas Tirith angegriffen. Die Belagerung
dauert (hmm, nachdenken) vielleicht 4 Tage oder so, bis Rohan und Aragorn
mit den Schiffen und Truppen der Küste (immerhin flußaufwärts Rudern
gegen die Strömung - Segeln ist nicht wirklich was auf Flüssen) kommt.
Dann gibt es ein oder eher 2 Tage Pause und Erholung bis man sich in
Richtung Schwarzes Tor aufmacht. Und die Reise ist (im Buch) wahrlich kein
Eilmarsch - wozu auch, es gilt ja hauptsächlich Sauron abzulenken und
Zeit zu gewinnen.

Bernd
--
Bernd Petrovitsch Email : be...@bofh.at
"For I was talking aloud to myself. A habit of the old: they choose
the wisest person present to speak to; the long explanations needed
by the young are wearying." --- Gandalf, the White

Werner Spahl

unread,
Dec 30, 2003, 3:59:49 PM12/30/03
to
On Mon, 29 Dec 2003, it was written:

> Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass ich diese idee der
> darstellung schlichtwegs genial finde.

Ich fand sie PJ typisch eher uebertrieben vereinfacht und damit fast schon
laecherlich. Nicht nur der Leuchtturmeffekt beim Suchen, schaut euch mal
das Auge an, kurz bevor der Turm zusammen bricht: Das sieht aus, als habe
es Angst runter zu fallen ;)!

P.S.: Im aehnlichen Zusammenhang fand ich, dass die Maske des Hexenkoenigs
schon arg an Scream erinnerte und bei den Hobbits in den Orkmasken musste
ich immer an den Film Labyrinth denken. Musste PJ denn soviel bei anderen
Werken "abschauen" ;).

--
Werner Spahl (sp...@cup.uni-muenchen.de) Freedom for
"The meaning of my life is to make me crazy" Vorlonships

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