Jedenfalls habe ich beim Lesen entdeckt, dass Gandalf in der Häuser der
Heilung Szene an Eowyns Bett Grima Schlangenzunge "zitiert". Die Worte sind:
"Schwachsinniger Greis! Was ist Eorls Haus anderes als eine strohgedeckte
Scheune, wo Straßenräuber in stinkigem Rauch trinken und ihre Sprößlinge sich
zwischen den Hunden auf dem Fußboden sielen?"
(Das englische Original habe ich leider gerade nicht zur Hand. Ich habe die
grüne Dreierausgabe Carroux benutzt.)
Die gehässigen Worte sind wohl nicht offiziell von Grima, sondern sinnhafte
Vermutungen von Gandalf, aber der Bezug auf das strohgedeckt bleibt so oder
so. Gandalf kennt die Halle ja.
So, das war es auch schon. Musste ich einfach posten. :-)
Gruß, S.
> Jedenfalls habe ich beim Lesen entdeckt, dass Gandalf in der Häuser
> der Heilung Szene an Eowyns Bett Grima Schlangenzunge "zitiert". Die
> Worte sind: "Schwachsinniger Greis! Was ist Eorls Haus anderes als
> eine strohgedeckte Scheune, wo Straßenräuber in stinkigem Rauch
> trinken und ihre Sprößlinge sich zwischen den Hunden auf dem
> Fußboden sielen?" (Das englische Original habe ich leider gerade
> nicht zur Hand.
'Gibbets and crows!' he hissed, and they shuddered at the hideous
change. 'Dotard! What is the house of Eorl but a thatched barn where
brigands drink in the reek, and their brats roll on the floor among
the dogs?
> "Schwachsinniger Greis! Was ist Eorls Haus anderes als eine strohgedeckte
> Scheune, wo Straßenräuber in stinkigem Rauch trinken und ihre Sprößlinge
> sich zwischen den Hunden auf dem Fußboden sielen?"
Das wurde in dem Thread doch schon genannt, aber da das offensichtlich
eine Untertreibung ist, spricht das doch eher fuer Gold im Stroh ;)!
Oder war die Halle im Film und im Buch tatsaechlich nur eine Scheune?
--
Werner Spahl (sp...@cup.uni-muenchen.de) Freedom for
"The meaning of my life is to make me crazy" Vorlonships
> "Schwachsinniger Greis! Was ist Eorls Haus anderes als eine strohgedeckte
> Scheune, wo Straßenräuber in stinkigem Rauch trinken und ihre Sprößlinge sich
> zwischen den Hunden auf dem Fußboden sielen?"
> (Das englische Original habe ich leider gerade nicht zur Hand. Ich habe die
> grüne Dreierausgabe Carroux benutzt.)
> Die gehässigen Worte sind wohl nicht offiziell von Grima, sondern sinnhafte
> Vermutungen von Gandalf, aber der Bezug auf das strohgedeckt bleibt so oder
> so. Gandalf kennt die Halle ja.
Eorls Haus ist aber nicht Meduseld. Eorls Haus sind die Nachkommen
Eorls. Gandalf bzw. Grima spricht hier metaphorisch über die
Herrscherfamilie Rohans.
Gruß
Norman
--
Behandle die Menschen so, als wären sie das, was sie sein sollten,
und du hilfst ihnen zu werden, was sie sein könnten.
~Johann Wolfgang von Goethe
Kann man IMO in beiden Möglichkeiten sehen. Eorl hat schließlich mit dem Bau
von dem Ding angefangen IIRC.
Gruß, S.
> > (Das englische Original habe ich leider gerade
> > nicht zur Hand.
>
> 'Gibbets and crows!' he hissed, and they shuddered at the hideous
> change. 'Dotard! What is the house of Eorl but a thatched barn where
> brigands drink in the reek, and their brats roll on the floor among
> the dogs?
Danke!
Gruß, S.
> Das wurde in dem Thread doch schon genannt, aber da das offensichtlich
> eine Untertreibung ist, spricht das doch eher fuer Gold im Stroh ;)!
> Oder war die Halle im Film und im Buch tatsaechlich nur eine Scheune?
Ich habe bei google gesucht, aber hatte keine Zeit, all diese Postings 100%
durchzulesen. Sorry, habe ich dann wohl übersehen.
Nein, sie war natürlich keine Scheune. Aber ich sagte ja, abseits von der
Untertreibung, die Grima nutzt, um die Halle abzuwerten, ist das mit dem Stroh
eine Tatsache. Halle kann man mit Scheune vergleichen, wenn man es
verunglimpfen will, aber das Strohdach gibt keinen Sinn als Abwertung, wenn es
nicht wenigstens einen Anhaltspunkt dafür gibt. Wären da Goldschindeln, dann
wäre eine Abwertung erstens schwieriger (Gold bleibt nunmal Gold vom Wert
her), und zweitens müsste dann eher etwas kommen, was die Schindeln selbst
herabsetzt als lausigen Ersatz (was aber wieder zu erstens führt, denn sie
wären ja nicht irgendwelche Schindeln, die nur einen Anschein vermitteln
sollen, sondern Gold). Stroh passt da nicht, der Unterschied ist zu groß.
Kann mir noch wer folgen? ;-)
Gruß, S.
> Ich habe bei google gesucht, aber hatte keine Zeit, all diese Postings
> 100% durchzulesen. Sorry, habe ich dann wohl übersehen. Nein, sie war
> natürlich keine Scheune. Aber ich sagte ja, abseits von der
> Untertreibung, die Grima nutzt, um die Halle abzuwerten, ist das mit dem
> Stroh eine Tatsache.
>
Die Worte stammen uebrigens urspruenglich von Saruman (aus dem Kapitel
'The voice of Saruman'). Womoeglich hast Du es deswegen uebersehen, es war
bestimmt auch englisch im frueheren Posting.
> Halle kann man mit Scheune vergleichen, wenn man es
> verunglimpfen will, aber das Strohdach gibt keinen Sinn als Abwertung,
> wenn es nicht wenigstens einen Anhaltspunkt dafür gibt. Wären da
> Goldschindeln, dann wäre eine Abwertung erstens schwieriger (Gold bleibt
> nunmal Gold vom Wert her), und zweitens müsste dann eher etwas kommen,
> was die Schindeln selbst herabsetzt als lausigen Ersatz (was aber wieder
> zu erstens führt, denn sie wären ja nicht irgendwelche Schindeln, die
> nur einen Anschein vermitteln sollen, sondern Gold). Stroh passt da nicht,
> der Unterschied ist zu groß. Kann mir noch wer folgen? ;-)
>
Vollkommen :-). Leider sollte man aber der Fairness halber erwaehnen:
Saruman redet auf Englisch von 'thatched'. Das bedeutet zwar
'strohgedeckt', aber in seinem unseligen Satz benutzt Legolas auch
'thatched with gold'... hilft also nicht ganz so viel weiter.
Ich wuerde aber trotzdem denken, dass Saruman jegliche Anspielung
auf das Dach vermieden haette, falls es aus gesponnenem Gold bestuende ;-).
Joerg
--
"Quoth the raven: Nevermore!" -- E.A. Poe
Nein, Meduseld wurde von Eorls Sohn Brego gebaut.
> Vollkommen :-). Leider sollte man aber der Fairness halber erwaehnen:
> Saruman redet auf Englisch von 'thatched'. Das bedeutet zwar
> 'strohgedeckt', aber in seinem unseligen Satz benutzt Legolas auch
> 'thatched with gold'... hilft also nicht ganz so viel weiter.
Vielleicht ist es ein wohlgehütetes Geheimnis der Elben, dass
Rumpelstilzchen ursprünglich aus Rohan stammt? :-)
Andreas
--
Die Nosbusch mit einem blutigen Schlachtermesser! Das ist,
als würde man Karl Molk als Freddy Krueger besetzen.
(Harald Spyra in de.rec.film.misc)
> > Kann man IMO in beiden Möglichkeiten sehen. Eorl hat schließlich mit dem
Bau
> > von dem Ding angefangen IIRC.
>
> Nein, Meduseld wurde von Eorls Sohn Brego gebaut.
Stimmt schon. Da aber immer geschrieben steht, sie ist "unter Brego vollendet
worden", klang das für mich immer, als hätte Eorl da wenigstens noch Pläne für
gehabt. Aber eigentlich war der schon zu lange tot, als Meduseld fertig wurde.
Und Edoras war ja auch noch nicht sein Wohnsitz, das begann da ja erst.
Trotzdem hat mich das immer verwirrt gehabt. ;-)
Bin ich eigentlich der einzige, der hier die Übersetzung deutlich milder
als das Original findet?
"sielen" ist zwar sehr schön (ich sage dafür allerdings "suhlen"), aber
"Sprösslinge" passt IMO gar nicht, "Bälger" wäre sehr viel besser,
"reek" ist IMO stärker als "stinkiger Rauch" und -wohl leider
unvermeidlich- wird der giftige Ausbruch im Deutschen etwas lang und
umständlich (dotard, thatched, brigands müssen alle durch mehrere oder
lange Wörter übersetzt werden), nicht mehr so zischend giftig. (Wie
wurde denn "Gibbets and crows!" übersetzt?)
Viele Grüße
JR
> (Wie wurde denn "Gibbets and crows!" übersetzt?)
Gerade nachgeschlagen:
| "Galgen und Kraehen!" zischte er, und es schauderte sie, so
| abscheulich hatte sich die Stimme veraendert. "Schwachsinniger
| Greis! Was ist Eorls Haus anderes als [...]"
(Kapitel: 'Sarumans Stimme', Uebersetzung: Carroux/ Krege-Mayer)
mfg.. sg
--
| Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can
| you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in
| judgment. For even the very wise cannot see all ends.
> Die gehässigen Worte sind wohl nicht offiziell von Grima, sondern
> sinnhafte Vermutungen von Gandalf,
Nö, sie sind von Saruman. Wortwörtlich, als Antwort auf Théodens "We
will have peace [...] - we will have peace, when you and all your works
have perished ..."
vG
--
Klug maßt ein Psychologe mut, Wie er sich auch den Kopf zerbricht:
Warum man dies und jenes tut. An schlichte Dummheit denkt er nicht.
Und er sucht Gründe, immer tiefer,
Als wohlgeübter Seelenschliefer. (Eugen Roth)
> Stimmt schon. Da aber immer geschrieben steht, sie ist "unter Brego vollendet
> worden", klang das für mich immer, als hätte Eorl da wenigstens noch Pläne für
Apropos, kann sich jemand bei der Film Holzhuette vorstellen, dass die
eine so lange Bauzeit hatte, dass sie unter dem Sohn vollendet wurde?
> Sarina Klar schrieb:
>
> > nur einen Anschein vermitteln sollen, sondern Gold). Stroh passt da nicht,
> > der Unterschied ist zu groß. Kann mir noch wer folgen? ;-)
> >
> Vollkommen :-). Leider sollte man aber der Fairness halber erwaehnen:
> Saruman redet auf Englisch von 'thatched'. Das bedeutet zwar
> 'strohgedeckt', aber in seinem unseligen Satz benutzt Legolas auch
> 'thatched with gold'... hilft also nicht ganz so viel weiter.
>
> Ich wuerde aber trotzdem denken, dass Saruman jegliche Anspielung auf
> das Dach vermieden haette, falls es aus gesponnenem Gold bestuende ;-).
Eben nicht! Wenn er ein Golddach, egal welcher Art, runtermachen will dann
redet er eben von Stroh. Was fuer einen Sinn macht es, die "Goldene Halle"
als Scheune mit Strohdach zu beschimpfen, wenn sie tatsaechlich fast genau
so aussieht, wie es im Film der Fall ist? Das waere kaum besonders witzig.
>> Stimmt schon. Da aber immer geschrieben steht, sie ist "unter Brego vollendet
>> worden", klang das für mich immer, als hätte Eorl da wenigstens noch Pläne für
> Apropos, kann sich jemand bei der Film Holzhuette vorstellen, dass die
> eine so lange Bauzeit hatte, dass sie unter dem Sohn vollendet wurde?
Ja mei, sind halt ein Reitervolk - die werden einen richtigen Zimmermann
wohl erst importieren müssen, und für eine Königshalle nimmt man nicht
den Erstbesten ;-P
Gruß,
Harald
> On Tue, 20 Jan 2004, Sarina Klar wrote:
>
> > Stimmt schon. Da aber immer geschrieben steht, sie ist "unter Brego
> >vollendet worden", klang das für mich immer, als hätte Eorl da
> >wenigstens noch Pläne für
>
> Apropos, kann sich jemand bei der Film Holzhuette vorstellen, dass die
> eine so lange Bauzeit hatte, dass sie unter dem Sohn vollendet wurde?
Ja. Weil ich da nicht nur die Halle mitzählen würde, sondern auch die
notwendigen Anbauten.
> Werner Spahl <sp...@cup.uni-muenchen.de> writes:
>
> > Apropos, kann sich jemand bei der Film Holzhuette vorstellen, dass die
> > eine so lange Bauzeit hatte, dass sie unter dem Sohn vollendet wurde?
>
> Ja. Weil ich da nicht nur die Halle mitzählen würde, sondern auch die
> notwendigen Anbauten.
Du meinst die anderen Holzhuetten im Film? Oder etwa den Holzwall? SCNR
> Eben nicht! Wenn er ein Golddach, egal welcher Art, runtermachen
> will dann redet er eben von Stroh.
Wohl eher nicht. Man würde es ignorieren oder schlechtreden, wie
"stolen gold" oder "petty gold". Wenn man ein Nonnenkloster
schlechtreden will, dann leugnet man ja auch nicht, daß da Frauen drin
sind, sondern bezeichnet sie als Priesterhuren oder das ganze als
Bordell.
> Was fuer einen Sinn macht es, die "Goldene Halle" als Scheune mit
> Strohdach zu beschimpfen, wenn sie tatsaechlich fast genau so
> aussieht, wie es im Film der Fall ist? Das waere kaum besonders
> witzig.
Im Film sehe ich keine Scheune, sondern ein gut ausgeführte Holzhalle
mit Anbauten, einem Wikingerkönig würdig.
> Im Film sehe ich keine Scheune, sondern ein gut ausgeführte Holzhalle
> mit Anbauten, einem Wikingerkönig würdig.
Eine Holzhalle mit Strohdach wird als Scheune mit Strohdach beschimpft?
Dann hat Saruman wahrhaftig die Stellung als erster Istari verloren ;)!
> Werner Spahl <sp...@cup.uni-muenchen.de> writes:
>
> > Eben nicht! Wenn er ein Golddach, egal welcher Art, runtermachen
> > will dann redet er eben von Stroh.
>
> Wohl eher nicht. Man würde es ignorieren oder schlechtreden, wie
> "stolen gold" oder "petty gold".
P.S.: Wenn das Golddach aber von weitem wie "thatched with gold" aussieht,
warum auch immer ;), ist die Runtermache mit dem Stroh doch verstaendlich.
> On 21 Jan 2004, Peter Bruells wrote:
>
> > Werner Spahl <sp...@cup.uni-muenchen.de> writes:
> >
> > > Apropos, kann sich jemand bei der Film Holzhuette vorstellen, dass die
> > > eine so lange Bauzeit hatte, dass sie unter dem Sohn vollendet wurde?
> >
> > Ja. Weil ich da nicht nur die Halle mitzählen würde, sondern auch die
> > notwendigen Anbauten.
>
> Du meinst die anderen Holzhuetten im Film? Oder etwa den Holzwall?
Ja, ich weiß, Werner Spahl braucht nur ein paar Gefolgsleute und ein
paar Äxte und rammt eine solche Siedlung aus dem Boden. Alle die
abertausend Kolonisten in vielen Teilen der Erde, deren Siedlungen
jahrzehntelang dahingesiecht haben, wenn sie nicht gleich untergingen,
waren nur blöde Looser, die ihren Tolkien nicht gelesen haben, denn
dann wüßten sie ja, daß man seine Dächer bloß mit Gold decken muß,
damit es nicht reinregnet.
> On 21 Jan 2004, Peter Bruells wrote:
>> Im Film sehe ich keine Scheune, sondern ein gut ausgeführte
>> Holzhalle mit Anbauten, einem Wikingerkönig würdig.
> Eine Holzhalle mit Strohdach wird als Scheune mit Strohdach
> beschimpft? Dann hat Saruman wahrhaftig die Stellung als erster
> Istari verloren ;)!
Wenn ich den Sohn einer Huren als Hurensohn bezeichne, dann ist das
sowohl wahr wie auch eine Beleidigung.
> On 21 Jan 2004, Peter Bruells wrote:
>
> > Werner Spahl <sp...@cup.uni-muenchen.de> writes:
> >
> > > Eben nicht! Wenn er ein Golddach, egal welcher Art, runtermachen
> > > will dann redet er eben von Stroh.
> >
> > Wohl eher nicht. Man würde es ignorieren oder schlechtreden, wie
> > "stolen gold" oder "petty gold".
>
> P.S.: Wenn das Golddach aber von weitem wie "thatched with gold"
> aussieht, warum auch immer ;), ist die Runtermache mit dem Stroh
> doch verstaendlich.
Wieso? Meduseld im Buch ein stattliches Bauwerk und wird im
Filmkontext (auch wenn er Dir nicht ausreicht) als stattliches Bauwerk
gehalten. Es ist die Heimstätte eines großen Königs, Sitz der
Regierung, Haus seiner Vorfahren. Zudem ist es nicht verfallen,
sondern wird sauber und instandgehalten.
Es auf seine Bauweise zu reduzieren, ist albern und beleidigend. Ich
kann dir hier gerne ein paar "strohgedeckte", aus Holz und Lehm
gebaute Häuser zeigen, die sonst keinerlei Ähnlichkeit mit einer
Scheune habe. Letztere sind nämlich einfach Sachbauen, in die man
nicht mehr Arbeit steckt als notwendig. Etwas, was auch auf Film
Meduseld nicht zutrifft.
> > Die gehässigen Worte sind wohl nicht offiziell von Grima, sondern
> > sinnhafte Vermutungen von Gandalf,
>
> Nö, sie sind von Saruman. Wortwörtlich, als Antwort auf Théodens "We
> will have peace [...] - we will have peace, when you and all your works
> have perished ..."
Ja, mittlerweile habe ich das auch gemerkt. Ich hatte das Ende des letzten
Buches nochmal quergelesen und bin somit zuerst auf diese Stelle gestoßen, und
erst später durch die Erwähnung von Saruman darauf gekommen, dass der das
wirklich zuerst wortwörtlich gesagt hat.
Gruß, S.
> Apropos, kann sich jemand bei der Film Holzhuette vorstellen, dass die
> eine so lange Bauzeit hatte, dass sie unter dem Sohn vollendet wurde?
Ja.
Ausserdem wird Eorl nicht gleich im ersten Jahr seiner Herrschaft in
Calenardhon mit dem Bau der Halle begonnen haben.
(c)IAO
D+R
--
|| "The major difference between a thing that might go wrong
|| and a thing that cannot possibly go wrong is that when a
|| thing that cannot possibly go wrong goes wrong it usually
|| turns out to be impossible to get at or repair."
> Werner Spahl said the following on 21.01.2004 10:14 Uhr:
>
>> Apropos, kann sich jemand bei der Film Holzhuette vorstellen, dass die
>> eine so lange Bauzeit hatte, dass sie unter dem Sohn vollendet wurde?
>
> Ja.
Ach, hat schon PJs Vater mit dem Bau der Filmhalle angefangen?
SCNR
>On Tue, 20 Jan 2004, Sarina Klar wrote:
>
>> Stimmt schon. Da aber immer geschrieben steht, sie ist "unter Brego vollendet
>> worden", klang das für mich immer, als hätte Eorl da wenigstens noch Pläne für
>
>Apropos, kann sich jemand bei der Film Holzhuette vorstellen, dass die
>eine so lange Bauzeit hatte, dass sie unter dem Sohn vollendet wurde?
Was für eine Holzhütte? Ich habe, als ich vor ein paar Tagen mal
wieder die TTT-DVD und daraufhin RotK im Kino sah, besonders auf die
Ausstattung der Goldenen Halle geachtet. Sie ist geprägt von sehr
reichen Verzierungen, Schnitzereien (mit viel Gold), Kunsthandwerk
aller Art. Das kann dauern, insbesondere wenn man auch noch
Lebenswichtigeres zu tun hat ;-)
Patrick Borer
> Du meinst die anderen Holzhuetten im Film? Oder etwa den Holzwall?
Setz Dich doch einfach irgendwo mit Deinen Buntstiften hin und mal Dir
Dein Meduseld genauso wie Du es Dir vorstellst (mutmaßlich groß wie der
Petersdom mit einem gigantischen Dach aus purem Gold) und wie offenbar
auch alle anderen auf der Welt es sich vorzustellen haben.
Und dann schauen wir es uns gemeinsam an,
und dann lachen wir alle,
und dann schalten wir den DVD-Player wieder an und betrachten uns die
äußerst geglückte Interpretation von Peter Jackson und Co..
> SCNR
...würde ich auch ständig schreiben, wenn mir was peinlich wäre.
Michael
> und dann schalten wir den DVD-Player wieder an und betrachten uns die
> äußerst geglückte Interpretation von Peter Jackson und Co..
^^^^^^^^^^^^^^
Tu das, Film-Fanboy, ich lese lieber das Original von Tolkien. Oder
nochmal in dem Zusammenhang, weil sonst hier ja sowenig los ist ;):
Legolas sagt, dass das Dach leuchtet wie gedeckt mit Gold und auch die
Tuerpfosten golden sind. Vermutlich meint er damit auch nur Stroh ;).
> Peter Bruells schrieb:
>>
>> "Sarina Klar" <Sarin...@gmx.de> writes:
>>
>> > Jedenfalls habe ich beim Lesen entdeckt, dass Gandalf in der
>> > Häuser der Heilung Szene an Eowyns Bett Grima Schlangenzunge
>> > "zitiert". Die Worte sind: "Schwachsinniger Greis! Was ist Eorls
>> > Haus anderes als eine strohgedeckte Scheune, wo Straßenräuber in
>> > stinkigem Rauch trinken und ihre Sprößlinge sich zwischen den
>> > Hunden auf dem Fußboden sielen?" (Das englische Original habe ich
>> > leider gerade nicht zur Hand.
>>
>> 'Gibbets and crows!' he hissed, and they shuddered at the hideous
>> change. 'Dotard! What is the house of Eorl but a thatched barn where
>> brigands drink in the reek, and their brats roll on the floor among
>> the dogs?
>
> Bin ich eigentlich der einzige, der hier die Übersetzung deutlich
> milder als das Original findet?
Na ja, der "schwachsinnige Greis" ist schon ziemlich hart und direkt.
Das passende deutsche Wort ist der "Tattergreis", aber möglicherweise
klang es zu modern in Carroux' Ohren.
> "sielen" ist zwar sehr schön (ich sage dafür allerdings "suhlen"),
Paßt aber nicht so ganz, weil Tolkien hier ein Allerweltswort
verwendet. Ich hätte lieber "sich wälzen" gewählt.
> aber "Sprösslinge" passt IMO gar nicht, "Bälger" wäre sehr viel
> besser,
Das Problem im Deutschen hier ist, daß die Wörter für ungezogene Kinder
landschaftlich oder geschlechtsspezifisch sind. Bei "Bälger" würde ich
zum Beispiel stocken, hätte selbst aber nur "Bengel und Gören"
anzubieten. Vielleicht übersetzt man hier am besten ein bißchen freier
mit "Brut".
> "reek" ist IMO stärker als "stinkiger Rauch"
"Qualm" fände ich eigentlich schon ausreichend.
> und -wohl leider unvermeidlich- wird der giftige Ausbruch im
> Deutschen etwas lang und umständlich (dotard, thatched, brigands
> müssen alle durch mehrere oder lange Wörter übersetzt werden), nicht
> mehr so zischend giftig.
Ich versuche einmal, ob ich den Tonfall hinkriege: "Tattergreis! Was
ist denn das Haus von Eorl außer einer strohgedeckten Scheune, wo
Straßenräuber im Qualm zechen und ihre Brut sich inmitten der Hunde
auf dem Boden wälzt?"
Darin steckt natürlich jetzt schon mehr Mühe, als sie ein übliches
Übersetzerhonorar erlauben würde. Und trotzdem bin ich noch
unzufrieden.
--
Bernd Gramlich There are some things that it is better to begin
than to refuse, even though the end may be dark.
> Ich versuche einmal, ob ich den Tonfall hinkriege: "Tattergreis! Was
> ist denn das Haus von Eorl außer einer strohgedeckten Scheune, wo
> Straßenräuber im Qualm zechen und ihre Brut sich inmitten der Hunde
> auf dem Boden wälzt?"
Ohne dir nahetreten zu wollen: ich finde die Carroux-Übersetzung besser.
Insbesondere der "Tattergreis" stört mich, "schwachsinniger Greis" ist
imho wesentlich besser.
Gruß,
Harald
> Was für eine Holzhütte? Ich habe, als ich vor ein paar Tagen mal
> wieder die TTT-DVD und daraufhin RotK im Kino sah, besonders auf die
> Ausstattung der Goldenen Halle geachtet. Sie ist geprägt von sehr
> reichen Verzierungen, Schnitzereien (mit viel Gold), Kunsthandwerk
Mag sein, aber mehrere Generationen? Und wuerde Legolas so eine Halle
angesichts von z.B. Minas Tirith als "great hall of men" bezeichnen?
Nochmal genauer:
>> Bin ich eigentlich der einzige, der hier die Übersetzung deutlich
>> milder als das Original findet?
>
> Na ja, der "schwachsinnige Greis" ist schon ziemlich hart und direkt.
> Das passende deutsche Wort ist der "Tattergreis", aber möglicherweise
> klang es zu modern in Carroux' Ohren.
"Tattergreis" passt einfach nicht als Ausruf.
>> "sielen" ist zwar sehr schön (ich sage dafür allerdings "suhlen"),
> Paßt aber nicht so ganz, weil Tolkien hier ein Allerweltswort
> verwendet. Ich hätte lieber "sich wälzen" gewählt.
Er meint es ja im übertragenen Sinne, nicht direkt.
Bei "sich wälzen" stelle ich mir vor, dass das Subjekt tatsächlich
gerade am Boden rumrollt.
am Boden rumrollt.
Ich finde "suhlen" auch am besten.
>> aber "Sprösslinge" passt IMO gar nicht, "Bälger" wäre sehr viel
>> besser,
> Das Problem im Deutschen hier ist, daß die Wörter für ungezogene Kinder
> landschaftlich oder geschlechtsspezifisch sind. Bei "Bälger" würde ich
> zum Beispiel stocken, hätte selbst aber nur "Bengel und Gören"
> anzubieten. Vielleicht übersetzt man hier am besten ein bißchen freier
> mit "Brut".
ACK.
>> "reek" ist IMO stärker als "stinkiger Rauch"
> "Qualm" fände ich eigentlich schon ausreichend.
Mir gefällt beides nicht so recht.
Nur "Rauch" hätte imho schon genügt. "Qualm" klingt irgendwie nicht
wirklich gut.
Gruß,
Harald
Wieso nicht? Er weiß doch, daß es verschieden mächtige Arten von "men"
gibt.
--
I'm not a racist, I hate everyone equally!
>> Mag sein, aber mehrere Generationen? Und wuerde Legolas so eine Halle
>> angesichts von z.B. Minas Tirith als "great hall of men" bezeichnen?
> Wieso nicht? Er weiß doch, daß es verschieden mächtige Arten von "men"
> gibt.
Außerdem ist die Halle im Vergleich zu dem, was außer Minas Tirith noch
in Mittelerde rumsteht, wirklich etwas besonderes.
Gruß,
Harald
>>>Bin ich eigentlich der einzige, der hier die Übersetzung deutlich
>>>milder als das Original findet?
>>
>>Na ja, der "schwachsinnige Greis" ist schon ziemlich hart und direkt.
>>Das passende deutsche Wort ist der "Tattergreis", aber möglicherweise
>>klang es zu modern in Carroux' Ohren.
>
> "Tattergreis" passt einfach nicht als Ausruf.
Der 'dotard' ist IMO praktisch nicht zu übersetzen, 'schwachsinniger
Greis' ist vom Sinn her viel besser, weil zumindest ich bei
'Tattergreis' eher an körperlichen denn an geistigen Verfall denke (um
den es klar geht, 'dotage' kann auch nicht-altersbedingter Schwachsinn
sein, so heißt es bei Shakespeare über die in den Eselsköpfigen
verliebte Titania 'Her dotage now I do begin to pity...' etc)
>>>"sielen" ist zwar sehr schön (ich sage dafür allerdings "suhlen"),
>>
>>Paßt aber nicht so ganz, weil Tolkien hier ein Allerweltswort
>>verwendet. Ich hätte lieber "sich wälzen" gewählt.
ist IMO auch o.k., "sielen" oder "suhlen" impliziert irgendwie Matsch
und die Scheune kann ja schmutzug, muß aber nicht schlammig sein.
>>>aber "Sprösslinge" passt IMO gar nicht, "Bälger" wäre sehr viel
>>>besser,
>>
>>Das Problem im Deutschen hier ist, daß die Wörter für ungezogene Kinder
>>landschaftlich oder geschlechtsspezifisch sind. Bei "Bälger" würde ich
>>zum Beispiel stocken, hätte selbst aber nur "Bengel und Gören"
>>anzubieten. Vielleicht übersetzt man hier am besten ein bißchen freier
>>mit "Brut".
o.k., mir war nicht bewußt, dass 'Balg' regional ist. 'Bengel' und
'Gören' klingen mir auch zu modern (wobei ich 'Gören' im Pl.
geschlechtsneutal verwende).
>>>"reek" ist IMO stärker als "stinkiger Rauch"
>>
>>"Qualm" fände ich eigentlich schon ausreichend.
>
>
> Mir gefällt beides nicht so recht.
> Nur "Rauch" hätte imho schon genügt. "Qualm" klingt irgendwie nicht
> wirklich gut.
'Gestank' klingt nicht besonders, würde aber IMO am besten passen.
viele Grüße
JR
> Außerdem ist die Halle im Vergleich zu dem, was außer Minas Tirith noch
> in Mittelerde rumsteht, wirklich etwas besonderes.
Was steht denn noch Menschliches so rum in Mittelerde? Die "schwimmende"
Stadt beim Einsamen Berg wuerde ich kleiner schaetzen und ansonsten waren
doch Minas Tirith und Minas Morgul nur kleine Festungen rund um das viel
groessere Osgiliath. Dagegen kommt mir das Film Meduseld alles inklusive
irgendwie nicht richtig als Koenigreich rueber, eher als Kleinstadt ;).
Apropos, ist es im Buch nicht auch so, dass Minas Tirith selber nur so
eine Art Burg umgeben von vielen Haeusern oder Hoefen im Pelennor ist?
Das stimmt zwar, ist aber IMO halbwegs richtig (BTW sieht sie auf dem
Bild von Lee etwa genauso aus) und entspricht auch einwohnermäßig
durchaus Siedlungen des frühen MA in Europa, wobei es hier oft nichtmal
eine feste Hauptstadt gab, sondern der Kaiser/König von Pfalz zu Pfalz
reiste.
BTW kann es gut sein, dass viele Bauten und Befetigungen in Leoglas'
Heimat ebenfalls aus Holz bestehen.
> Apropos, ist es im Buch nicht auch so, dass Minas Tirith selber nur so
> eine Art Burg umgeben von vielen Haeusern oder Hoefen im Pelennor ist?
Nein. Es ist zwar eine stark befestigte Stadt, aber die eigentliche Burg
(IIRC steht im Buch "Citadel" oder "White Tower") ist entweder inerhalb
des 7. und obersten Mauerrings oder entspricht diesem Mauerring. Auf dem
Pelennor befinden sich noch zusätzlich Bauernhöfe, vielleicht auch
Felder, die von in der unteren Stadt lebenden Leuten bestellt werden.
viele Grüße
JR
Ich glaub du erwartest zuviel von Rohan. Die Leute da sind nicht von den
Göttern(Valar) gesegnet. Sie können auch keine unkaputtbaren Türme
bauen. Außerdem braucht ein Reitevolk keine Großstädte wie Osgiliath,
weil die für Pferde weit weniger geeignet sind als Steppen. Wer außerdem
viel unterwegs ist braucht keinen Palast als Wohnung, weil er eh nie da
ist.
> Apropos, ist es im Buch nicht auch so, dass Minas Tirith selber nur so
> eine Art Burg umgeben von vielen Haeusern oder Hoefen im Pelennor ist?
Es ist eine Festung, ja. Es stammt aber aus einer Zeit als in Gondor
noch genug Leute waren um Osgiliath und Minas Tirith auch zu bevölkern
(ohne Geisterwohnungen).
>> Außerdem ist die Halle im Vergleich zu dem, was außer Minas Tirith noch
>> in Mittelerde rumsteht, wirklich etwas besonderes.
> Was steht denn noch Menschliches so rum in Mittelerde?
Nicht viel, daher ist sie umso beeindruckender.
> Die "schwimmende"
> Stadt beim Einsamen Berg wuerde ich kleiner schaetzen und ansonsten waren
> doch Minas Tirith und Minas Morgul nur kleine Festungen rund um das viel
> groessere Osgiliath.
Man könnte Minas Anor und Minas Ithil als eine Art Zweitresidenz des
gondorianischen Herrschers bezeichnen.
> Dagegen kommt mir das Film Meduseld alles inklusive
> irgendwie nicht richtig als Koenigreich rueber, eher als Kleinstadt ;).
Meduseld ist nur die Halle.
Edoras im Film erschien mir auch ein wenig klein.
> Apropos, ist es im Buch nicht auch so, dass Minas Tirith selber nur so
> eine Art Burg umgeben von vielen Haeusern oder Hoefen im Pelennor ist?
Im Wesentlichen wohl ursprünglich eine Festung. Aber wie das so ist,
siedeln sich darin und drumherum allmählich die Leute an.
Gruß,
Harald
>On Thu, 22 Jan 2004, Michael Tosberg wrote:
>
>> und dann schalten wir den DVD-Player wieder an und betrachten uns die
>> äußerst geglückte Interpretation von Peter Jackson und Co..
> ^^^^^^^^^^^^^^
>Tu das, Film-Fanboy, ich lese lieber das Original von Tolkien.
Jede Literaturverfilmung ist eine Interpretation; du bist also
grundsätzlich dagegen, Tolkien zu verfilmen, oder gar gegen jede
Literaturverfilmung?
>Oder
>nochmal in dem Zusammenhang, weil sonst hier ja sowenig los ist ;):
>Legolas sagt, dass das Dach leuchtet wie gedeckt mit Gold und auch die
>Tuerpfosten golden sind. Vermutlich meint er damit auch nur Stroh ;).
Ueber das Dach haben wir uns ja schon ausführlich unterhalten; die
Türpfosten sind in Jacksons Fassung jedenfalls eindeutig reich mit
Gold verziert.
Patrick Borer
>> Stimmt schon. Da aber immer geschrieben steht, sie ist "unter Brego vollendet
>> worden", klang das für mich immer, als hätte Eorl da wenigstens noch Pläne für
>
>Apropos, kann sich jemand bei der Film Holzhuette vorstellen, dass die
>eine so lange Bauzeit hatte, dass sie unter dem Sohn vollendet wurde?
Du weißt ja nicht, ob das Volk von Rohan ununterbrochen an Meduseld
gebaut hat.
Der Bau des Petersdoms in Rom hat beispielsweise 118 Jahre gedauert. Das
lag daran, das man zig verschiedene Architekten da rangelassen hat, die
teilweise das Werk ihrer Vorgänger abgerissen und anders wieder neu
aufgebaut haben. Dazu kam dann noch die Plünderung Roms 1527 und der
daraus resultierende jahrelange Stillstand der Bauarbeiten.
Ich will jetzt nicht sagen, daß das alles bei Meduseld auch so war, ich
sage nur das es unter bestimmten Umständen extrem lange Bauzeiten möglich
sind.
Simon
--
Rusty: You scared?
Linus: You suicidal?
Rusty: Only in the morning.
(Ocean's Eleven)
>>Apropos, kann sich jemand bei der Film Holzhuette vorstellen, dass die
>>eine so lange Bauzeit hatte, dass sie unter dem Sohn vollendet wurde?
> Du weißt ja nicht, ob das Volk von Rohan ununterbrochen an Meduseld
> gebaut hat.
>
> Der Bau des Petersdoms in Rom hat beispielsweise 118 Jahre gedauert.
Oder der Kölner Dom: 1248 begonnen, 1880 fertig
Gruß,
Harald
>> Der Bau des Petersdoms in Rom hat beispielsweise 118 Jahre gedauert.
>
> Oder der Kölner Dom: 1248 begonnen, 1880 fertig
Der Dom ist fertig?
SCNR,
ada
>>> Der Bau des Petersdoms in Rom hat beispielsweise 118 Jahre gedauert.
>> Oder der Kölner Dom: 1248 begonnen, 1880 fertig
> Der Dom ist fertig?
Naja, immerhin stehen jetzt die Türme ;-)
Gruß,
Harald
Die zwei Türme.
ada,
das mit der Brechstange wieder OnT machend
> Ich will jetzt nicht sagen, daß das alles bei Meduseld auch so war, ich
> sage nur das es unter bestimmten Umständen extrem lange Bauzeiten möglich
Aber nicht bei dem Holzhaus im Film, sowas geht sicherlich in einem Jahr.
Das Problem bei den oben genannten Gebaeuden ist doch auch die Steinmetz-
kunst, die einfach viel laenger dauert als die Bearbeitung von Holz. Aber
apropos, steht im HdR irgendwo ein Hinweis, dass Meduseld aus Holz ist?
> Werner Spahl <sp...@cup.uni-muenchen.de> schrieb:
>
> >On Thu, 22 Jan 2004, Michael Tosberg wrote:
> >
> >> und dann schalten wir den DVD-Player wieder an und betrachten uns die
> >> äußerst geglückte Interpretation von Peter Jackson und Co..
> > ^^^^^^^^^^^^^^
> >Tu das, Film-Fanboy, ich lese lieber das Original von Tolkien.
>
> Jede Literaturverfilmung ist eine Interpretation; du bist also
> grundsätzlich dagegen, Tolkien zu verfilmen, oder gar gegen jede
Du weisst was ich meine: Interpretationen koennen auch nah am Buch sein!
> >Legolas sagt, dass das Dach leuchtet wie gedeckt mit Gold und auch die
> >Tuerpfosten golden sind. Vermutlich meint er damit auch nur Stroh ;).
>
> Ueber das Dach haben wir uns ja schon ausführlich unterhalten; die
> Türpfosten sind in Jacksons Fassung jedenfalls eindeutig reich mit
> Gold verziert.
Genau. Das Gold der Tuerpfosten, das Legolas in einem Zuge mit dem Gold
des Daches nennt. Also entweder ist beides Gold oder beides ist Stroh oder
Legolas wirft Gold und Stroh in einen Topf weil er blind ist oder was ;)?
Dann müssen aber alle mitschnitzen und dürfen ein Jahr lang keinen Wert
auf Nahrung oder den Zustand der Pferde legen ... So eine Halle mit
vielen Verzierungen, Wandteppichen (die sich auch nicht von selbst
knüpfen) und Vergoldungsarbeiten ist schon ne aufwendige Sache, wenn man
nebenher auch noch Lebensmittel beschaffen muß.
> Aber apropos, steht im HdR irgendwo ein Hinweis, dass Meduseld aus Holz ist?
Keine Ahnung, aber sowas wie Minas Tirith deckt man nicht mit Stroh. (so
jetzt kannst du nochmal richtig loslegen)
Also wenn mann sagt, daß jemand mit "güldenem Haar" eine Goldkette
trägt meint man doch auch kein Seil aus Menschenhaar.
>On Thu, 22 Jan 2004, Simon Paquet wrote:
>
>> Ich will jetzt nicht sagen, daß das alles bei Meduseld auch so war, ich
>> sage nur das es unter bestimmten Umständen extrem lange Bauzeiten möglich
>
>Aber nicht bei dem Holzhaus im Film, sowas geht sicherlich in einem Jahr.
>Das Problem bei den oben genannten Gebaeuden ist doch auch die Steinmetz-
>kunst, die einfach viel laenger dauert als die Bearbeitung von Holz. Aber
>apropos, steht im HdR irgendwo ein Hinweis, dass Meduseld aus Holz ist?
Hm, mal ne doofe Frage, Du weißt wie die Gegend um Edoras aussieht?
Gut, Steppe und dann irgendwann in ein paar Stunden Entfernung die
Weissen Berge.
Dann versuch Du mal in halbwegs kurzer Zeit genug Holz ranzuschaffen,
damit Du in einem Jahr dort ne richtig große Halle bauen kannst.
Imho mit den den Rohirim zu Eorls Zeiten nicht zuschaffen. Steht wohl
nicht ohne Grund drin, daß erst Brego die Halle vollendet.
Gruß
CHris
P.S.: Nen Steinhaus wäre noch unrealistischer, woher sollte ein Volk,
daß sehr lange Zeit im Schatten des Grünwaldes gelebt hat,
Steinmetzfähigkeiten her haben, ist doch gar nicht nötig und komm mir
nicht mit Hilfe aus Gondor...;-)
> So eine Halle mit vielen Verzierungen, Wandteppichen (die sich auch
> nicht von selbst knüpfen) und Vergoldungsarbeiten ist schon ne
> aufwendige Sache, wenn man nebenher auch noch Lebensmittel beschaffen
Aber eine Baudauer von Jahrzehnten, das glaubst du doch selber nicht!
Ausserdem wird man was Wandteppiche und Verzierungen nicht von fertig
stellen reden, sowas kann man immer noch spaeter aendern und ergaenzen.
> Keine Ahnung, aber sowas wie Minas Tirith deckt man nicht mit Stroh.
Sowas wie Meduseld eben auch nicht, sag ich doch die ganze Zeit ;)...
[Meduseld aus Holz, oder:]
> Nen Steinhaus wäre noch unrealistischer, woher sollte ein Volk,
> daß sehr lange Zeit im Schatten des Grünwaldes gelebt hat,
> Steinmetzfähigkeiten her haben
Fachwerk?
Aber im Ernst: mir waren sowohl Edoras, als auch Meduseld und erst recht
Minas Tirith viel zu klein geraten, obwohl vom optischen Stil her genau
richtig. Am schlimmsten fand ich die diskrepanz aber bei Edoras. Das war
keine Hauptstadt der Rohirrim, sondern ein besserer Großbauernhof.
Ob nun das Dach von Meduseld tatsächlich gülden war oder nur mit Gold
durchwirktes Stroh, oder auch nur von goldglänzendem Stroh ist dabei
recht zweitrangig.
cu,
ada
> Harald Wenninger schrieb:
>> * Bernd Gramlich tat kund und zu wissen:
>>
>> Nochmal genauer:
>
>>>>Bin ich eigentlich der einzige, der hier die Übersetzung deutlich
>>>>milder als das Original findet?
>>>
>>>Na ja, der "schwachsinnige Greis" ist schon ziemlich hart und
>>>direkt. Das passende deutsche Wort ist der "Tattergreis", aber
>>>möglicherweise klang es zu modern in Carroux' Ohren.
>>
>> "Tattergreis" passt einfach nicht als Ausruf.
>
> Der 'dotard' ist IMO praktisch nicht zu übersetzen, 'schwachsinniger
> Greis' ist vom Sinn her viel besser, weil zumindest ich bei
> 'Tattergreis' eher an körperlichen denn an geistigen Verfall denke
Deutsch "tattern" sowie englisch "dodder" und "dotard" sind
etymologisch miteinander verwandt. Inwiefern einem englischen
Muttersprachler der Zusammenhang zwischen "dodder" und "dotard" bewußt
ist, weiß ich jetzt nicht. Aus dem deutschen "Tattergreis" höre ich
jedenfalls sowohl körperlichen als auch geistigen Verfall heraus.
--
Bernd Gramlich The wide world is all about you: you can fence
yourselves in, but you cannot for ever fence it
out.
> Aber eine Baudauer von Jahrzehnten, das glaubst du doch selber nicht!
Humbug. Muss doch gar nicht sein.
Edoras wurde ja erst unter Eorl aufgebaut.
Gruß,
Harald
> Gut, Steppe und dann irgendwann in ein paar Stunden Entfernung die
> Weissen Berge.
Soweit ich mich erinnere sind die Berge direkt hinter Edoras und nicht so
weit weg wie im Film.
> Dann versuch Du mal in halbwegs kurzer Zeit genug Holz ranzuschaffen,
> damit Du in einem Jahr dort ne richtig große Halle bauen kannst.
Wenn das so schwer ist, wieso haben die ihre Stadt dann aus Holzhaeusern
gerade dorthin gebaut?
> P.S.: Nen Steinhaus wäre noch unrealistischer, woher sollte ein Volk,
> daß sehr lange Zeit im Schatten des Grünwaldes gelebt hat,
> Steinmetzfähigkeiten her haben, ist doch gar nicht nötig und komm mir
Na also, als die Rohirrim noch im Schatten des Grünwaldes lebten, hatten
sie vielleicht Holzhaeuser. In der Steppe von Rohan mit Bergen im Ruecken
ohne viel Holz sind sie dann eben auf Steinhaeuser umgestiegen und gerade
deswegen hat es solange gedauert, bis Meduseld endlich fertig war ;)!
> Werner Spahl wrote:
>
> > Du weisst was ich meine: Interpretationen koennen auch nah am Buch sein!
>
> Können, müssen aber nicht.
Sollte meiner Meinung nach in diesem Fall aber ;)!
> Vergleiche "goldene Verzierungen" und "leuchtet _wie_ Gold".
Nochmal Zitat Legolas: "And it seems to my eyes that it is thatched with
gold. The light of it shines far over the land. Golden, too, are the posts
of its doors." Man beachte dabei das winzigkleine Wörtchen "too" ;)!
Oder um noch ein kleines Stückchen weiter vorne zu zitieren: "About its
feet there flowed, as a thread of silver, the stream that issued from the
dale; upon its brow they caught, still far away, a glint in the rising
sun, a glimmer of gold." Klingt das wirklich so, als ob da nur ein helles
Strohdach zu sehen ist? Gerade im Vergleich zum silbern spiegenden Fluss?
Und was die Diskussion Holz gegen Stein allgemein angeht, noch ein paar
Zitate rund um Edoras: "The land was green: in the wet meads and along the
grassy borders of the stream grew many willow-trees." Also genug Holz. Was
die Steinmetzkunst der Rohirrim angeht: "They found a broad path, paved
with hewn stones...", "...a bright spring gushed from a stone carved in
the likeness of a horse's head", "the floor was paved with stones of many
hues; branching runes and strange devices intertwined beneath their feet.
They saw now that the pillars were richly carved, gleaming dully with gold
and half-seen colours." Aus den letzten Saetzen wuerde ich persoenlich
auch schliessen, dass die Saeulen genau wie der Boden aus Stein sind...
> Also wenn mann sagt, daß jemand mit "güldenem Haar" eine Goldkette
> trägt meint man doch auch kein Seil aus Menschenhaar.
Also das klaenge dann irgendwie so: "Es scheint mir er habe goldenes Haar.
Sein Kette ist _auch_ golden". Wuerde Legolas sowas wirklich sagen ;)?
> Und was die Diskussion Holz gegen Stein allgemein angeht, noch ein paar
> Zitate rund um Edoras: "The land was green: in the wet meads and along the
> grassy borders of the stream grew many willow-trees." Also genug Holz.
Weidenholz taugt aber nicht besonders als Bauholz, ist nicht so
dauerhaft. Für ein Gebäude, das Jahrhunderte überdauern soll, würde
man es wohl nicht verwenden.
-- Robert
>On Fri, 23 Jan 2004, Robert Sedlacek wrote:
(...)
>> Vergleiche "goldene Verzierungen" und "leuchtet _wie_ Gold".
>
>Nochmal Zitat Legolas: "And it seems to my eyes that it is thatched with
>gold. The light of it shines far over the land. Golden, too, are the posts
>of its doors." Man beachte dabei das winzigkleine Wörtchen "too" ;)!
Nun, beides "leuchtet" aus der Ferne betrachtet sozusagen golden weit
übers Land, wobei sich aus der Nähe herausstellt, dass sich an den
Pfosten eigentliches Gold findet ;-)
(...)
>Und was die Diskussion Holz gegen Stein allgemein angeht, noch ein paar
>Zitate rund um Edoras: "The land was green: in the wet meads and along the
>grassy borders of the stream grew many willow-trees." Also genug Holz. Was
>die Steinmetzkunst der Rohirrim angeht: "They found a broad path, paved
>with hewn stones...", "...a bright spring gushed from a stone carved in
>the likeness of a horse's head", "the floor was paved with stones of many
>hues; branching runes and strange devices intertwined beneath their feet.
>They saw now that the pillars were richly carved, gleaming dully with gold
>and half-seen colours." Aus den letzten Saetzen wuerde ich persoenlich
>auch schliessen, dass die Saeulen genau wie der Boden aus Stein sind...
Nun, der Boden in Jacksons Goldener Halle entspricht genau dieser
Beschreibung, wenn ich mich recht entsinne; er ist steinern und
angemessen verziert. Wie du darauf kommst, dass die Säulen auch aus
Stein sind, kann ich nicht nachvollziehen. Bei "richly carved" denke
ich spontan an Holzschnitzereien (auch wenn "carvings" auch in Stein
möglich sind, gewiss); Jackson zeigt sie wie beschrieben...
Schnitzereien, Gold, matte Farben, es ist alles da.
Patrick Borer
>On Fri, 23 Jan 2004, Christoph Dorschel wrote:
(...)
>> P.S.: Nen Steinhaus wäre noch unrealistischer, woher sollte ein Volk,
>> daß sehr lange Zeit im Schatten des Grünwaldes gelebt hat,
>> Steinmetzfähigkeiten her haben, ist doch gar nicht nötig und komm mir
>
>Na also, als die Rohirrim noch im Schatten des Grünwaldes lebten, hatten
>sie vielleicht Holzhaeuser. In der Steppe von Rohan mit Bergen im Ruecken
>ohne viel Holz sind sie dann eben auf Steinhaeuser umgestiegen und gerade
>deswegen hat es solange gedauert, bis Meduseld endlich fertig war ;)!
In einem anderen deiner Beiträge in diesem Thread betonst du, dass
genug Holz da sei und zitierst zum Beweis die "many willow-trees";
welche Lehre vertrittst du nun eigentlich? ;-)
Patrick Borer
> Werner Spahl <sp...@cup.uni-muenchen.de> schrieb:
>
> >Na also, als die Rohirrim noch im Schatten des Grünwaldes lebten, hatten
> >sie vielleicht Holzhaeuser. In der Steppe von Rohan mit Bergen im Ruecken
> >ohne viel Holz sind sie dann eben auf Steinhaeuser umgestiegen und gerade
> >deswegen hat es solange gedauert, bis Meduseld endlich fertig war ;)!
>
> In einem anderen deiner Beiträge in diesem Thread betonst du, dass
> genug Holz da sei und zitierst zum Beweis die "many willow-trees";
> welche Lehre vertrittst du nun eigentlich? ;-)
Nun, Robert Lange erklaerte uns gerade, dass Weidenholz kein gutes Bauholz
sei, aber im Buch werden eindeutig Holzhaeuser erwaehnt, deswegen wird es
welches geben. Ich stelle mir aber Meduseld aus Stein mit Golddach vor ;)!
> Aber im Ernst: mir waren sowohl Edoras, als auch Meduseld und erst recht
> Minas Tirith viel zu klein geraten, obwohl vom optischen Stil her genau
> richtig. Am schlimmsten fand ich die Diskrepanz aber bei Edoras. Das war
> keine Hauptstadt der Rohirrim, sondern ein besserer Großbauernhof.
Da stimme ich dir zu, und auch wenn mich hier alle immer auf das Golddach
festnageln ;), so war das fuer mich sozusagen nur das letzte Indiz, dass
PJ die Rohirrim fuer den Film runtermacht, damit seine traenendrueckende
Volkssturm-Verteidigung besser passt. Ich meine, im Film hat dieses Volk
nach der Verbannung von Eomer gerade mal ca. 30 Reiter in der Hauptstadt?
Was Minas Tirith angeht, so ist mir die Festung selbst zu hoch und zu
wenig Festungs-maessig. Ich meine, Tuermchen mit Fenstern in den Mauern?
Ausserdem war im Buch Minas Tirith doch nur die Burg und der Grossteil
der Bevoelkerung lebte zwischen ihr und dem Rammas, weshalb Faramir den
eben solange wie moeglich zu halten versucht, damit alle in die Festung
fliehen koennen. Im Film ist da nur noch ebenes Feld, und dadurch geht
dann auch der eher heimliche Angriff der Rohirrim im Buch nicht mehr...
Hm, lies noch mal nach, Buch 5, Kap. 1. Minas Tirith war eine
Stadtveste, auf den Pelennor-Feldern lebten nur wenige Bauern und
Hirten, der größte Teil der Bewohner wohnte in den sieben Mauerringen
der Stadt. Da mußte nicht viel Zeit gewonnen werden, um diesen den
Rückzug in die Festung zu ermöglichen. :-) Faramir wurde
hinausgeschickt, um die Rammas Echor so teuer wie möglich zu verkaufen,
obwohl sich diese ja auch nicht mehr im allerbesten Zustand befand und,
wie die Stadt, verfiel. ;-)
Suilad
Birgit
--
I amar prestar aen, han mathon ne nen,
han mathon ne chae a han noston ned wilith
> Aber apropos, steht im HdR irgendwo ein Hinweis, dass Meduseld aus Holz ist?
Es steht auch nirgendwo, dass es nicht aus Holz ist.
(c)IAO
D'nur mal so am Rande'+SCNR
--
|| Technology, in common with many other activities, tends toward
|| avoidance of risks by investors. Uncertainty is ruled out if
|| possible. Capital investment follows this rule, since people
|| generally prefer the predictable. "Heretics of Dune"
> Faramir wurde
> hinausgeschickt, um die Rammas Echor so teuer wie möglich zu verkaufen,
> obwohl sich diese ja auch nicht mehr im allerbesten Zustand befand und,
> wie die Stadt, verfiel. ;-)
Der Rammas aber wurde wieder instandgesetzt, wie Ingold Gandalf und Pippin
auf dem Weg nach MinasTirith berichtet.
Gruß,
Harald
--
Ich bin nämlich ein Windows-Anwender. Genau genommen sollte dies ausreichen,
um mich von Fachärzten arbeitsunfähig schreiben zu lassen. (Peter Braun)
> Werner Spahl said the following on 23.01.2004 9:59 Uhr:
>
>> Aber apropos, steht im HdR irgendwo ein Hinweis, dass Meduseld aus
>> Holz ist?
>
> Es steht auch nirgendwo, dass es nicht aus Holz ist.
Théoden wird in einem Haus aus Stein beigesetzt. Ich gehe daher davon
aus, daß die Rohirrim auch für ihre lebenden Könige Häuser aus Stein
bauen können.
--
Bernd Gramlich We boast seldom, and then perform, or die in the
attempt.
>Denis Regenbrecht wrote:
>
>> Werner Spahl said the following on 23.01.2004 9:59 Uhr:
>>
>>> Aber apropos, steht im HdR irgendwo ein Hinweis, dass Meduseld aus
>>> Holz ist?
>>
>> Es steht auch nirgendwo, dass es nicht aus Holz ist.
>
>Théoden wird in einem Haus aus Stein beigesetzt. Ich gehe daher davon
>aus, daß die Rohirrim auch für ihre lebenden Könige Häuser aus Stein
>bauen können.
Das heisst nicht, dass sie es auch tun. Diverse frühmittelalterliche
und ältere Völker haben Steingräber verwendet, wohnten jedoch
weitgehend in Gebäuden aus Holz, auch die Herrscher.
Patrick Borer
Ziemlich lange haben sie sich Zeit gelassen mit den Reparaturarbeiten,
würde ich sage. Die Bedrohung bestand doch schon länger. Gandalf sagte
deshalb wohl auch, Zitat Buch 5, Kap.1:
"And as for counsel, to you I would say that you are overlate in
repairing the wall of the Pelennor. Courage will now be your best
defence against the storm that is at hand - that and such hope as I
bring."
Dazu steht im Foster: "Der Rammas wurde zur Zeit des Ringkriegs
wiederhergestellt, wurde jedoch vom Heer des Fürsten der Nazgûl ohne
Mühe durchbrochen." Er war nicht mit dem Othram vergleichbar.
Das erklärt natürlich, warum es zu vielen aufwendigen Steingräbern
ebenso aufwendig und gut erhaltene Wohnbauten gibt....
>> Der Rammas aber wurde wieder instandgesetzt, wie Ingold Gandalf und
>> Pippin auf dem Weg nach MinasTirith berichtet.
> Ziemlich lange haben sie sich Zeit gelassen mit den Reparaturarbeiten,
> würde ich sage. Die Bedrohung bestand doch schon länger. Gandalf sagte
> deshalb wohl auch, Zitat Buch 5, Kap.1:
> "And as for counsel, to you I would say that you are overlate in
> repairing the wall of the Pelennor. Courage will now be your best
> defence against the storm that is at hand - that and such hope as I
> bring."
Sinngemäß antwortet Ingold darauf, dass dies die letzte Stelle sei, die
ausgebessert werden müsse, und dass sie sowieso gleich fertig seien.
> Dazu steht im Foster: "Der Rammas wurde zur Zeit des Ringkriegs
> wiederhergestellt, wurde jedoch vom Heer des Fürsten der Nazgûl ohne
> Mühe durchbrochen." Er war nicht mit dem Othram vergleichbar.
Er wird ohne Mühe durchbrochen, weil er nicht verteidigt wird. Faramir
benutzt ihn nur, um den Rückzug aus Osgiliath zu decken.
Gruß,
Harald
Bernd Gramlich wrote:
> Denis Regenbrecht wrote:
>>Werner Spahl said the following on 23.01.2004 9:59 Uhr:
>>>Aber apropos, steht im HdR irgendwo ein Hinweis, dass Meduseld aus
>>>Holz ist?
>>Es steht auch nirgendwo, dass es nicht aus Holz ist.
> Théoden wird in einem Haus aus Stein beigesetzt. Ich gehe daher davon
> aus, daß die Rohirrim auch für ihre lebenden Könige Häuser aus Stein
> bauen können.
leider müssen wir hier historisch werden: ein "Haus aus Stein"
als Grab ist bisschen was anderes, als eine "Halle aus Stein".
Kein historisches Volk, auf das sich Tolkien bezieht, hat
jemals Häuser aus Stein errichtet, sehr wohl aber Steingräber mit
Hügeln drumherum.
Das typische germanische Langhaus besteht aus einer etwa einen
Meter hohen Mauer, die den Grundriss bildet, und einem darauf
aufgesetzen Holzbau und einem Holzdach, ggf. mit Stroh/Ried
gedeckt (oder schau Dir mal Asterix' Hütte an, die haben nicht
viel anders gebaut).
Das mit dem Stroh gilt nicht an der Stelle, wo der Rauchabzug
in Form eines schlichten Loches im Dach ist (->Funkenflug).
Eine "Walhall" ist eine besonders grosse (:=lange) Halle, und
das ist für (z.B.) germanisches Architektur-Niveau im 5.-9. Jh.
eine gute Leistung.
Eine grosse Holzhalle muss permanent instand gehalten werden
(die Holzlasur im praktischen 20l-Gebinde wurde erst später
erfunden!). Lass Dir mal sagen, was es kostet, so ein nord-
deutsches "Stil-Haus" mit Rieddach neu decken zu lassen.
Ein besonders prunkvolles Langhaus mit einem golden glänzenden
Dach (-> weil es ständig erneuert wird!) ist eine _sehr_ grosse
Leistung für ein Reitervolk des 5.-9. Jh.
Alles andere ist den Stadtkulturen Gondors vorbehalten.
Grüße,
Andreas.
> leider müssen wir hier historisch werden: ein "Haus aus Stein"
> als Grab ist bisschen was anderes, als eine "Halle aus Stein".
Apropos historische Voelker , zeig mir doch mal die historische Vorlage
fuer Orthanc, Minas Tirith und Minas Morgul ;)!
> Ein besonders prunkvolles Langhaus mit einem golden glänzenden
> Dach (-> weil es ständig erneuert wird!) ist eine _sehr_ grosse
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Und da haben wir wieder das Stroh, das dem Beobachter als "a glint in the
rising sun, a glimmer of gold" erscheint und Licht weit uebers Land wirft.
Seit wann "glaenzt" denn ueberhaupt Stroh ;)?
> Und da haben wir wieder das Stroh, das dem Beobachter als "a glint in the
> rising sun, a glimmer of gold" erscheint und Licht weit uebers Land wirft.
> Seit wann "glaenzt" denn ueberhaupt Stroh ;)?
Ah, ein Stadtmensch :-)
Gruß,
Harald
> * Werner Spahl tat kund und zu wissen:
>
> > Seit wann "glaenzt" denn ueberhaupt Stroh ;)?
>
> Ah, ein Stadtmensch :-)
Stimmt, zumindestens Vorstadt ohne Strohdaecher ;). Aber im Ernst, glaenzt
ein trockenes Strohdach wirklich so, dass es von weit weg "gold" aussieht?
>> > Seit wann "glaenzt" denn ueberhaupt Stroh ;)?
>> Ah, ein Stadtmensch :-)
> Stimmt, zumindestens Vorstadt ohne Strohdaecher ;). Aber im Ernst, glaenzt
> ein trockenes Strohdach wirklich so, dass es von weit weg "gold" aussieht?
Strohdächer kenne ich zwar auch nicht, aber Felder, auf denen das Stroh
noch herumliegt, können bei passender Beleuchtung einen imposanten Eindruck
machen.
Gruß,
Harald
>Denis Regenbrecht wrote:
>
>> Werner Spahl said the following on 23.01.2004 9:59 Uhr:
>>
>>> Aber apropos, steht im HdR irgendwo ein Hinweis, dass Meduseld aus
>>> Holz ist?
>>
>> Es steht auch nirgendwo, dass es nicht aus Holz ist.
>
>Théoden wird in einem Haus aus Stein beigesetzt. Ich gehe daher davon
>aus, daß die Rohirrim auch für ihre lebenden Könige Häuser aus Stein
>bauen können.
Er wurde zwar in der Totenstadt Gondors "zwischengelagert", die
komplett aus Stein ist, beigesetzt wird er afair im letzten Hügelgrab
seiner Linie , was für mich kein Haus aus Stein ist...
Ich denke nicht, daß es der Kultur der Rohirim entspräche ein
Mausoleum zubauen.
Gruß
CHris
Werner Spahl wrote:
> On Mon, 26 Jan 2004, Andreas Pohlke wrote:
>>leider müssen wir hier historisch werden: ein "Haus aus Stein"
>>als Grab ist bisschen was anderes, als eine "Halle aus Stein".
> Apropos historische Voelker , zeig mir doch mal die historische Vorlage
> fuer Orthanc, Minas Tirith und Minas Morgul ;)!
to be more precise: historische Völker, auf die sich
Tolkien bei der Gestaltung der Rohirrim bezog.
Grüße,
Andreas.
>On Mon, 26 Jan 2004, Andreas Pohlke wrote:
>
>> leider müssen wir hier historisch werden: ein "Haus aus Stein"
>> als Grab ist bisschen was anderes, als eine "Halle aus Stein".
>
>Apropos historische Voelker , zeig mir doch mal die historische Vorlage
>fuer Orthanc, Minas Tirith und Minas Morgul ;)!
Ich habe ja schon mal erwähnt, dass man die früh-gondorianischen
Bauten mit den Ueberresten antiker Architektur im europäischen
Mittelalter vergleichen kann, sie erfüllen kulturell eine ähnliche
Funktion, wenn natürlich auch eine Stufe gewaltiger.
Patrick Borer
> Apropos historische Voelker , zeig mir doch mal die historische Vorlage
> fuer Orthanc, Minas Tirith und Minas Morgul ;)!
Nicht, dass wir das hier schon mal hatten, aber egal.... ;-)
Tolkien setzte den númenorischen Bauwahn in einem seiner Briefe einmal
mit den alten Ägyptern gleich (nicht jedoch deren Kultur). Deren /viel/
eher entstandenen Monumente kontrastieren IMO schon recht gut zu einer
germanischen Halle.
(c)IAO
D+R
--
|| Rules build up fortifications behind which small minds create
|| satrapies. A perilous state of affairs in the best of times,
|| disastrous during crises.
|| -- Bene Gesserit Coda "Chapterhouse: Dune"
> Ich habe ja schon mal erwähnt, dass man die früh-gondorianischen
> Bauten mit den Ueberresten antiker Architektur im europäischen
> Mittelalter vergleichen kann, sie erfüllen kulturell eine ähnliche
> Funktion, wenn natürlich auch eine Stufe gewaltiger.
Nun, wieso kann dann die Architektur der Rohirrim nicht eine aehnliche
Rolle was germanische Reitervoelker angeht erfuellen, nur eben auch eine
Stufe gewaltiger, sprich mit goldenem Dach ;)? Warum das eine akzeptieren
und das andere mit Haenden und Fuessen ablehnen?
Werner Spahl wrote:
> On Mon, 26 Jan 2004, Patrick Borer wrote:
>>Ich habe ja schon mal erwähnt, dass man die früh-gondorianischen
>>Bauten mit den Ueberresten antiker Architektur im europäischen
>>Mittelalter vergleichen kann, sie erfüllen kulturell eine ähnliche
>>Funktion, wenn natürlich auch eine Stufe gewaltiger.
> Nun, wieso kann dann die Architektur der Rohirrim nicht eine aehnliche
> Rolle was germanische Reitervoelker angeht erfuellen, nur eben auch eine
> Stufe gewaltiger, sprich mit goldenem Dach ;)? Warum das eine akzeptieren
> und das andere mit Haenden und Fuessen ablehnen?
nochmal zur Verdeutlichung mit Beispiel:
die griechisch/römische Architektur war wesentlich weiter
entwickelt als die der Kelten und Germanen. Als das römische
Reich unterging und insbesondere die Germanen begannen,
römische Kastelle en gros niederzumachen und schliesslich
in Rom einfielen, wurden sie mit für sie unglaublichen
Bauwerken aus Stein konfrontiert! Dagegen wirkten die
bereits eindrucksvollen Bauten der Römer in Gallia Transalpina
billig.
Ebenso fantastisch wirkte Rom bereits früher auf die kriegs-
gefangenen Barbaren aus dem Norden (und aus anderen, entlegenen
Gegenden). Heutzutage müßte man von Aliens nach Futurama entführt
werden, um einen vergleichbaren Eindruck zu erzeugen.
Jetzt tradiere diese Eindrücke mündlich quer durch Europa, und
Du kannst Dir evtl. vorstellen, was draus wird.
Es gibt eine gewisse Beschreibung von Walhalla (wir hatten das
Thema hier schon mal), die ziemlich deutlich vom Colosseum inspiriert
ist.
Tolkien hat anhand historischer Vorbilder gewisse Kulturkreise
geschaffen, und da gibt es nun mal Parallelen zwischen Kelten/Germanen
im besagten Zeitraum (vor allem: zu einer Zeit, als sie (Kelten und
Germanen) herausgefunden hatten, dass man Pferde auch REITEN und
nicht nur essen, drüberspringen oder f* kann!) und den Rohirrim.
Deshalb ist ein steinernes Meduseld mit Blattgold auf'm Giebel wirklich
unwahrscheinlich.
Grüße,
Andreas.
> Deshalb ist ein steinernes Meduseld mit Blattgold auf'm Giebel wirklich
> unwahrscheinlich.
Ach ja? Und weil die Roemer solche Sachen wie das Colosseum gebaut haben,
sind unzerstoerbare Tuerme in Mittelerde wahrscheinlicher? Fuer mich wird
hier immer mit zweierlei Mass gemessen und dazu habe ich noch eine Frage:
Habt ihr euch Meduseld im Buch auch immer schon mit Strohdach vorgestellt
oder habt ihr diese Sichtweise erst durch die Film-Verteidigung bekommen?
Naja das mit dem unzerstörbar wird wohl ein wenig übertrieben. Es sollte
besser heißen: Mit dem derzeiten(also schlechteren als füher)
technischen Stand nicht zu zerstören. Was erschaffen wird, wird
zerstört, auch bei Tolkien.
> hier immer mit zweierlei Mass gemessen und dazu habe ich noch eine Frage:
>
> Habt ihr euch Meduseld im Buch auch immer schon mit Strohdach vorgestellt
> oder habt ihr diese Sichtweise erst durch die Film-Verteidigung bekommen?
Ich für meinen Teil habs mir schon immer so vorgestellt.
> Bernd Gramlich <be...@tenuki.de> schrieb:
>
>>Denis Regenbrecht wrote:
>>
>>> Werner Spahl said the following on 23.01.2004 9:59 Uhr:
>>>
>>>> Aber apropos, steht im HdR irgendwo ein Hinweis, dass Meduseld aus
>>>> Holz ist?
>>>
>>> Es steht auch nirgendwo, dass es nicht aus Holz ist.
>>
>>Théoden wird in einem Haus aus Stein beigesetzt. Ich gehe daher davon
>>aus, daß die Rohirrim auch für ihre lebenden Könige Häuser aus Stein
>>bauen können.
>
> Er wurde zwar in der Totenstadt Gondors "zwischengelagert", die
> komplett aus Stein ist, beigesetzt wird er afair im letzten
> Hügelgrab seiner Linie , was für mich kein Haus aus Stein ist...
Deine Erinnerung trügt Dich leider hier. Lies die Beisetzungszene noch
einmal.
--
Bernd Gramlich Night comes. The very warmth of my blood seems
stolen away.
> Naja das mit dem unzerstörbar wird wohl ein wenig übertrieben. Es sollte
> besser heißen: Mit dem derzeiten (also schlechteren als füher)
> technischen Stand nicht zu zerstören. Was erschaffen wird, wird
> zerstört, auch bei Tolkien.
Hmmm, das sehe ich aber gerade was Orthanc und Minas Tirith angeht nicht
ganz so. An ersterem beissen sich selbst magische Wesen wie die Ents die
Wurzeln aus und in letzterem lachen im Buch die Verteidiger ueber Mordors
Wurfgeschosse gegen ihre uneinnehmbaren Mauern. Beide sind gegenueber den
realen Ueberresten, die irgendwelche Barbaren von antiken Kulturen sehen
konnten, eben noch nicht zerstoert. Da sehe ich einen grossen Unterschied!
Ents sind nicht magisch. Im Gegenteil, Fangorn überläßt den
Magier(Saruman) Gandalf, da er mit solchen Dingen nichts am Hut äh an
der Krone hat.
> Wurzeln aus und in letzterem lachen im Buch die Verteidiger ueber Mordors
> Wurfgeschosse gegen ihre uneinnehmbaren Mauern. Beide sind gegenueber den
> realen Ueberresten, die irgendwelche Barbaren von antiken Kulturen sehen
> konnten, eben noch nicht zerstoert. Da sehe ich einen grossen Unterschied!
Naja die Orks waren noch nie die Elite. Dem vereinten Sturm durch
Balrogs und feuerspeienden Drachen hätten die Türme überstehen müssen um
als unzerstörbar zu gelten. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, daß
ganz Beleriand unregegangen ist. Alles was darauf war ist weg und
gewissermaßen zerstört. Nur können das die Orks, Menschen und noch
vorhandenen Maiar nicht so wie es die Valar damals konnten.
> Außerdem möchte ich darauf hinweisen, daß
> ganz Beleriand unregegangen ist. Alles was darauf war ist weg und
> gewissermaßen zerstört.
Einspruch: Himring ;-)
cu,
ada
Werner Spahl wrote:
> On Tue, 27 Jan 2004, Andreas Pohlke wrote:
>>Deshalb ist ein steinernes Meduseld mit Blattgold auf'm Giebel wirklich
>>unwahrscheinlich.
> Ach ja? Und weil die Roemer solche Sachen wie das Colosseum gebaut haben,
> sind unzerstoerbare Tuerme in Mittelerde wahrscheinlicher? Fuer mich wird
> hier immer mit zweierlei Mass gemessen und dazu habe ich noch eine Frage:
Wie kommst Du jetzt von "es ist aufgrund der historischen Bezüge der
Rohirrim zu Kelten/Germanen unwahrscheinlich, dass Meduseld (ganz) aus
Stein und mit (echtem) Gold gedeckt ist" auf "weil die Römer das
Collosseum gebaut haben, gibt es unzerstörbare Türme in Mittelerde"?
Haben die Rohirrim Ortranc erbaut?
Stammen die Rohirrim von den Numenorern ab?
> Habt ihr euch Meduseld im Buch auch immer schon mit Strohdach vorgestellt
> oder habt ihr diese Sichtweise erst durch die Film-Verteidigung bekommen?
Zum Strohdach fällt mir nichts ein (das habe ich mich glaube ich nie
gefragt, aber ein dünner Blechbeschlag aus anderem Metall würde bei
passender Beleuchtung auch golden glänzen), aber Meduseld war schon
immer aus Holz.
Aber ich wusste vorher schon, wie ein _neues_ Ried-Dach aussieht und
wie ein Ried-Dach nach 5 (oder 10?) Jahren ohne Erneuerung aussieht.
Grüße,
Andreas.
> Wie kommst Du jetzt von "es ist aufgrund der historischen Bezüge der
> Rohirrim zu Kelten/Germanen unwahrscheinlich, dass Meduseld (ganz) aus
> Stein und mit (echtem) Gold gedeckt ist" auf "weil die Römer das
> Collosseum gebaut haben, gibt es unzerstörbare Türme in Mittelerde"?
Ich komme darauf, weil ihr bei den Rohirrim immer reale Bezuege bringt,
die aber bei den Numenorer ueberseht, weil es euch eben gerade so in den
Kram passt. Oder aber Rom und antike Kulturen werden erwaehnt, die mir,
wie oben gesagt, zu wenig mit den Numenor Bauten im HdR gemeinsam haben.
Und selbst das wird verschwinden, da das Ende Ardas ja eh schon geplant
bzw. vormusiziert ist.
> Werner Spahl wrote:
> >
> > Hmmm, das sehe ich aber gerade was Orthanc und Minas Tirith angeht nicht
> > ganz so. An ersterem beissen sich selbst magische Wesen wie die Ents
>
> Ents sind nicht magisch. Im Gegenteil, Fangorn überläßt den
Du weisst schon wie ich das meine, oder kennst du echte Ents ;)? Ents
haben keine Probleme, normale Gemaeuer in Schutt und Asche zu legen.
> Naja die Orks waren noch nie die Elite. Dem vereinten Sturm durch
> Balrogs und feuerspeienden Drachen hätten die Türme überstehen müssen um
> als unzerstörbar zu gelten. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, daß
Das mag schon sein, aber aendert nichts an dem Vergleich mit den Barbaren
und den Roemern. Die ersteren konnten die Werke der letzteren zerstoeren,
waehrend es im Buch eben nicht moeglich ist, fuer nachfolgende Voelker!
Naja Minas Tirith ist relativ simpel zerstörbar wenn man es erobert hat.
Man muß nur dem Felsen darunter entfernen und das liegt im Bereich des
Orkmöglichen. Es geht halt nur nicht wenn dauernd lästige Gondorianer
auf die Arbeiter schießen.
Werner Spahl <sp...@cup.uni-muenchen.de> wrote:
> Habt ihr euch Meduseld im Buch auch immer schon mit Strohdach vorgestellt
> oder habt ihr diese Sichtweise erst durch die Film-Verteidigung bekommen?
Ich hab's mir (wenn überhaupt) als ,,echtes'' Golddach (also
zumindest mit Gold beschlagen) vorgestellt. Andererseits finde
ich Meduseld zwar nicht so groß wie ich's mir vorgestellt habe,
aber sicherlich durchaus passend für die Rohirrim.
Ad Astra!
JuL
--
Jürgen ,,JuL'' Lerch / "Landung ist langweilig", krähte unvermittelt
ler...@uni-duesseldorf.de / die Stimme des Navigationssytems. "Ich plädiere
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~lerchj/ für Absturz..." PRTB 394
> Habt ihr euch Meduseld im Buch auch immer schon mit Strohdach vorgestellt
> oder habt ihr diese Sichtweise erst durch die Film-Verteidigung bekommen?
Meine Standardanwort: Ich es mir gar nicht vorgestellt, weil ich es
für das Leseerlebnis unnötig finde. Im Kontext des Filmes wirkte die
Halle aber für mich angemessen und passender zur Darstellung der
Rohirrim und der Gesamteffekt war für mich stimmig und passend zum
Buch. Denethor hingegen fand ich deutlich unpassend - nicht weil er
einen Bart oder keinen Bart hatte, sondern weil er sich zu anders
verhielt als im Buch und es auch im Film ziemlich platt rüberkam.
Auf jeden Fall keine unzerstörbaren, sonst würde es sie ja noch geben.
(Ich sehe komplett unwiederbringliches Versinken als Zerstörung an)
Genau das wollte ich damit sagen. Orthanc und Minas Tirith sind nur
"relativ" unzerstörbar.