Gruß aus Hamburg, Arnd
> aber worin unterscheiden sich
> Meerschaumpfeifen von Bryere-Pfeifen?
> Geschmacklich und in der Handhabe?
Geschmacklich: Der Tabak wirkt sanfter,
Kondensat entsteht etwas weniger.
Die Meerschaum läßt einen Wechsel der Tabaksorte
(in Grenzen) zu.
Handhabe: Wenn sie runterfällt, braucht man sich nicht zu bücken (es sei
denn sie fiel auf Teppich), und man sollte mit Reinigern bei gebogenen
Pfeifen sehr behutsam sein.
Zudem ist die Oberfläche recht empfindlich bezüglich Kratzern und
Handschweiß.
Viele Grüße - manni
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
das ist ein von Hochrain überliefertes Vorurteil, das m. E. so pauschal
nicht stimmt! Manche Bruyere trägt von einem Fall auf Hartes wesentlich
größere Schäden (z.b. Haarrisse) davon.
Und die positiven Raucheigenschafen von Meerschaum überwiegen allemal,
vorausgesetzt Blockmeerschaum natürlich.
Schönen Gruß, Tobias
> > Handhabe: Wenn sie runterfällt, braucht man sich nicht zu bücken (es
>sei
> > denn sie fiel auf Teppich)
>
> das ist ein von Hochrain überliefertes Vorurteil, das m. E. so pauschal
> nicht stimmt! Manche Bruyere trägt von einem Fall auf Hartes wesentlich
> größere Schäden (z.b. Haarrisse) davon.
Hochrain hatte nicht bei Allem Unrecht ;-)
Rein physikalisch/mechanisch ist die Meerschaum bruchempfindlicher,
ich beweise es Dir gerne wenn Du von Jeder ein Exemplar mitbringst ! ;-)
beste Grüße - manni
(mit Peterson Reserve 2006 in einer Meerschaum)
> ich beweise es Dir gerne wenn Du von Jeder ein Exemplar mitbringst ! ;-)
Ne, ne, ich will das Experiment durchführen. : -)
Ich biete Teppich auf Parkett....
Gruß Eugen
--
Drei Wochen war der Frosch so krank! Jetzt raucht
er wieder. Gott sei
Dank! (Wilh. Busch)
wir wollen es nicht übertreiben ;-), vielleicht ist auch nur dein Parkett
härter als mein Laminat oder so. Oder meine Meerschöume sind schon so
kondensatgetränkt, das sie hart wie Kruppstahl - äh, nein, das gewiss nicht
- sind.
Schönen Tag dir, Tobias D. Höhn
ein wesentlicher Unterschied besteht darin, daß Meerschaum nicht
durchbrennen kann und pro Masse mehr Kondensat aufenehmen kann als
Bryére. Dadruch kann die Wandstärke wesentlich geringer gehalten
werden und/oder vor allem viele Oberflächentexturen (Löcher)
eingeschnitten werden, was die Oberfläche und damit die
Wärmeabstrahlung deutlich erhöht. Eine Meerschaum brennt also weniger
leicht heiß, obwohl man natürlich aus Geschmackgründen trotzdem
nicht zu schnell rauchen sollte.
Das gilt aber auch für Tonpfeifen.
> das ist ein von Hochrain überliefertes Vorurteil, das m. E. so pauschal
> nicht stimmt! Manche Bruyere trägt von einem Fall auf Hartes wesentlich
> größere Schäden (z.b. Haarrisse) davon.
Das ist Ansichtssache. Eine in tausend Trümmern zerbrochene
Meerschaumpfeife ist ein größerer Schaden, als ein Haarriß in einer
Bruyere. Den könnte man vielleicht, je nachdem wo der Riß entstanden
ist, vielleicht noch reparieren.
Sicher, für den Besitzer einer Dunhill ist eine kleine Delle bereits
eine Katastrophe. ;-)
> Und die positiven Raucheigenschafen von Meerschaum überwiegen allemal,
> vorausgesetzt Blockmeerschaum natürlich.
>
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Gruß
Gerhard
Gruß
Gerhard
Hallo Tobias,
absolut da core. Beide Gruppen sind gleich empfindlich auf brutale
Handhabung. Wer es nicht glaubt, sollte mal Achim Frank besuchen. Der
schmeißt dann eine Meerschaum und eine Bruyere an die Wand. Dann kann
man das Desaster life vergleichen.
Tobias Hoehn schrieb:
Wirklich? Über Press reden wir gar nicht und die machen 70 % der
Angebote im Markt aus. Merkt aber keiner mehr, weil sie nicht mehr wie
in alter Tradition mit Bindemitteln verleimt, sondern naturell
lediglich ein hochverdichtetes Granulat offerieren. Damit ist es reines
Meerschaum.
Meerschaum wie auch immer ist Magnesiumsilikat und sondert seine
eigenen Aromen ab.
Sie sind nicht samtig, sondern rauchig. Der Rauch ist nicht Bruyere-
verwöhnt in einer süßlichen Performance, sondern naturell strong und
mit einer gewissen Härte und Rauchigkeit versetzt.
Kein Tabak in einer Bruyere wird so schmecken wie in einer Meerschaum.
Oder umgekehrt.
Eine Meerschaum ist ungleich unempfindlicher in der Handhabung denn
eine Bruyere.
Bei einer Merrschaum brauche ich keine langenTrocknungszeiten. Ihre
Kapillare sind ungleich größer und verkraften auch mehrere
"Rauchopfer". Auf Grund der Größe der Kapillare trocknet sie
wesentlich schneller durch und, habe ich keine Zeit, kann ich sie auch
über einem Heißluftgebläse hammerhart durchtrocknen.
Wer auf Färbungsveränderungen hofft, wird enttäuscht werden,
Ausnahmen nicht bewiesener Behauptungen bestätigen die Regel.
Es ist ein einfaches und brutales Rauchgerät. Ich kenne keines,
welches die Fehlerquote eines Users besser verzeiht.
Ein einziges Manko ist im Reglfall die gesamte Verarbeitung, sie ist
nicht konform mit dem dänische/ deutschen Standard. Ist halt ein
Gebrauchsobjekt. Jedoch existieren auch hier ein paar Ausnahmen.
Allerdings nicht innerhalb der deutschen Offerte. Dann müsste man sich
mal in die Staaten zu CAO- Beckler bewegen. Dort gehen neue Standards
auf.
Frage einzig, warum ist die Prozentage der verkauften Meerschaums im
Verhältniss zur Bruyrer so unbedeutend? Raucheigenschaft oder die
Entscheidung des Individualisten?
Nur ein Kommentar.
Rainer
Am 25.10.06 00:39 schrieb rainerbarbi:
> Meerschaum wie auch immer ist Magnesiumsilikat und sondert seine
> eigenen Aromen ab.
> Sie sind nicht samtig, sondern rauchig.
Schließt Du jetzt von der Theorie auf die Praxis? Wann hast Du Deine
letzte Meerschaum geraucht? Ich kenne viele Einschätzungen zum Geschmack
von MS (dass MS einen gewissen Eigengeschmack hat, darüber braucht man,
meine ich, nicht zu diskutieren) und die allermeisten beschreiben den
als "kreidig" oder "kalkig". Von "Rauch" oder "Härte", was immer
letzteres auch sein mag, auch und gerade im Vergleich zu Bruyere lese
ich in diesem Deinem Posting wirklich zum allerersten Mal. Irritierend...
> Wer auf Färbungsveränderungen hofft, wird enttäuscht werden,
> Ausnahmen nicht bewiesener Behauptungen bestätigen die Regel.
Also, das ärgert mich jetzt offengestanden. Du hattest auf die gleiche
Behauptung vor ungefähr einem halben Jahr hin die Bitte geäussert, ich
möchte Dir doch mal ein Bild von verfärbten MS-Pipen zeigen, die nicht
von Kontakt mit Handschweiss oder schmutzigen Fingern herrühren. Ich
postete einen Link - und warte bis heute noch auf eine Reaktion von Dir.
Jetzt kommt wieder diese Behauptung und folgerichtig noch mal der Link
zu besagter MS aus meinem Besitz:
http://www.adrianschmidtke.de/pfeifen/altinay.jpg
Wenn überhaupt, fasse ich sie am Holm an - die Fälle kann man aber bis
zum Zeitpunkt der Aufnahme an einer Hand abzählen. Wie erklärst Du dir
diese gleichmäßige Verfärbung???
Und noch ein Beispie:
http://www.daft.de/pfeifen/meerschaum/bild01_pic.html
Was ist mir der untersten? Rundum gleichmäßig eingenässt bzw. eingesaut?
Glaube ich einfach nicht.
Viele Grüße,
Adrian Dunhill Navy Rolls in Bentley
--
http://www.adrianschmidtke.de/pfeifen/
http://www.soulcake.de http://www.easeback.de
Adrian Schmidtke schrieb:
> http://www.adrianschmidtke.de/pfeifen/altinay.jpg
>
Schöne Pipe haast du da :) Darf man mal fragen wie lange es dauert, bis
du diese schöne Verfärbung erreicht hast?
Grüße
Martin
> Stimmt eine Meerschaumpfeife kann nicht durchbrennen. Zum Finger
> verbrennen reicht es jedoch allemal.
>
> Gruß
> Gerhard
Is mir noch nicht passiert, aber so heiß rauche ich auch eine
Meerschaum nie.
> Schöne Pipe haast du da :) Darf man mal fragen wie lange es dauert, bis
> du diese schöne Verfärbung erreicht hast?
Jahre über Jahre. Natürlich abhängig von der
Häufigkeit der Nutzung. Jedenfalls dauert es lange.
Eugen Marmann schrieb:
> auch wenn die Frage an Adrian gerichtet war...
Du musst wohl auch überall deinen Senf dazugeben? ;)
Grüße Martin
Am 25.10.06 10:59 schrieb Martin Rachuj:
> Schöne Pipe haast du da :) Darf man mal fragen wie lange es dauert, bis
> du diese schöne Verfärbung erreicht hast?
Eine erste Tendenz war nach ca. zehnmaligem Rauchen zu sehen; auf dem
Foto ist sie seit etwa drei Jahren in Betrieb. Geraucht habe ich sie im
Schnitt etwa alle 10 Tage.
Viele Grüße,
Adrian
> Also, das ärgert mich jetzt offengestanden. Du hattest auf die gleiche
> Behauptung vor ungefähr einem halben Jahr hin die Bitte geäussert, ich
> möchte Dir doch mal ein Bild von verfärbten MS-Pipen zeigen, die nicht
> von Kontakt mit Handschweiss oder schmutzigen Fingern herrühren. Ich
> postete einen Link - und warte bis heute noch auf eine Reaktion von Dir.
> Jetzt kommt wieder diese Behauptung und folgerichtig noch mal der Link
> zu besagter MS aus meinem Besitz:
>
> http://www.adrianschmidtke.de/pfeifen/altinay.jpg
Also ich hab eine ähnliche MS-Pfeife. Ich habe sie schon mehrere Jahre,
aber gar nicht so oft geraucht. Der Holm zeigt sehr deutlich eine
gelbliche Verfärbung. In dem Bereich, in dem die Pfeife am Kopf gehalten
wird, sind ebenfalls gelbliche Verfärbungen zu sehen. In den
Vertiefungen der Zierbohrungen, ist eine leichte rötliche Verfärbung
erkennbar. Der Kopfrand oben zeigt eine dunklere leicht rotbraune
Verfärbung.
Ich hege den Verdacht, daß die meisten Verfärbungen auf
Mehrschaumpfeifen nicht von innen, sondern von außen auftreten.
Mein Bruder hat sich vor einiger Zeit die Eulen-MS-Pfeife gegönnt. Er
hat sie lange im Pfeifenständer auf dem Rauchtisch gelagert. Nach fast
einem Jahr war sie ringsherum stark gelblich eingefärbt. Die Rauchkammer
selbst war schneeweiß, da sie noch nie geraucht worden war.
> Wenn überhaupt, fasse ich sie am Holm an - die Fälle kann man aber bis
> zum Zeitpunkt der Aufnahme an einer Hand abzählen. Wie erklärst Du dir
> diese gleichmäßige Verfärbung???
>
> Und noch ein Beispie:
>
> http://www.daft.de/pfeifen/meerschaum/bild01_pic.html
Gerade die beiden mittleren Pfeifen sind genau an den Stellen verfärbt,
an denen der Rauch beim ausatmen vorbeiströmt.
Aber vielleicht sind sie extra gehärtete (ausgeglühte)
Afrikanermeerschaums à la Peterson, Barling, Amboseli.
Das sind die mit den von der Glühspirale oben ganz schwarzen
Pfeifenkopfrand.
Und keine schneeweissen eierschalenmässigen 3mm-Wanddurchmesserdingens,
die man mit OP-Handschuhen in die Vitrine stellt ;-)
An Tonpfeifen verbrennt man sich aber immer die Finger.
Gruß
Gerhard
> Also ich hab eine ähnliche MS-Pfeife. Ich habe sie schon mehrere Jahre,
> aber gar nicht so oft geraucht. Der Holm zeigt sehr deutlich eine
> gelbliche Verfärbung. In dem Bereich, in dem die Pfeife am Kopf gehalten
> wird, sind ebenfalls gelbliche Verfärbungen zu sehen. In den
> Vertiefungen der Zierbohrungen, ist eine leichte rötliche Verfärbung
> erkennbar.
Weil der Pfeifenkopf da dünner ist (oft nur halb so dick) und das
Kodensat bereits durchgekommen ist.
Der Kopfrand oben zeigt eine dunklere leicht rotbraune
> Verfärbung.
>
> Ich hege den Verdacht, daß die meisten Verfärbungen auf
> Mehrschaumpfeifen nicht von innen, sondern von außen auftreten.
>
> Mein Bruder hat sich vor einiger Zeit die Eulen-MS-Pfeife gegönnt. Er
> hat sie lange im Pfeifenständer auf dem Rauchtisch gelagert. Nach fast
> einem Jahr war sie ringsherum stark gelblich eingefärbt. Die Rauchkammer
> selbst war schneeweiß, da sie noch nie geraucht worden war.
Ist eine Frage der Qualität des Wachses. Bienenwachs ist ja gelb,
schneeweisse Meers gibt es durch farblos gebleichtes Wachs.
Das farblose Wachs *kann* aber bei regelmässigen Tageslicht: --->
nachdunkeln (wie auch Elfenbein u. ä.).
*Kann* nachdunkeln, *muß* aber nicht.
Die erste Verfärbung findet man (bei unfacettierten Pfeifen, dh ohne
Lochdeko usw.) natürlich am Oberrand, der ständige dem ausströmenden
Rauch ausgesetzt ist.
Eine Füllung, und er wird rosa.
Das der Holm sich schneller verfärbt, ist naheliegend: er ist i. d. R.
dünnwandiger als der Pfeifenkopf.
Ausserdem wird er immer vom Rauchstrom passiert, also häufiger dem Rauch
ausgesetzt.
Manche Meers bleiben für immer gelb, während der Holm kirschrot bis
schwarz wird.
Für die Jünger des hochrainschen Färbediktats ist das natürlich ganz
schlimm!
Wir normalen Rauchers setzen eine bedauernde Miene auf und stopfen eine
weitere Piepe.
>
>> Wenn überhaupt, fasse ich sie am Holm an - die Fälle kann man aber bis
>> zum Zeitpunkt der Aufnahme an einer Hand abzählen. Wie erklärst Du dir
>> diese gleichmäßige Verfärbung???
>>
>> Und noch ein Beispie:
>>
>> http://www.daft.de/pfeifen/meerschaum/bild01_pic.html
>
>
> Gerade die beiden mittleren Pfeifen sind genau an den Stellen verfärbt,
> an denen der Rauch beim ausatmen vorbeiströmt.
>
>> Was ist mir der untersten? Rundum gleichmäßig eingenässt bzw.
>> eingesaut? Glaube ich einfach nicht.
Brauchst Du auch nicht. ist dieser rosa Ton. Ähliche SMS mit gebrochener
Facettierung (den Fachausdruck habe ich nicht drauf) und Verfärbung habe
ich auch.
Gruß
Florian
>>
>> Viele Grüße,
>> Adrian Dunhill Navy Rolls in Bentley
>>
McClelland No. 24 in einer Meer
(..)
> Es ist ein einfaches und brutales Rauchgerät. Ich kenne keines,
> welches die Fehlerquote eines Users besser verzeiht.
>
> Ein einziges Manko ist im Reglfall die gesamte Verarbeitung, sie ist
> nicht konform mit dem dänische/ deutschen Standard. Ist halt ein
> Gebrauchsobjekt. Jedoch existieren auch hier ein paar Ausnahmen.
> Allerdings nicht innerhalb der deutschen Offerte.
Die Andreas Bauers sind doch OK. Altbestände sowieso, aber auch die"
Nachbauten".
>Dann müsste man sich
> mal in die Staaten zu CAO- Beckler bewegen. Dort gehen neue Standards
> auf.
>
> Frage einzig, warum ist die Prozentage der verkauften Meerschaums im
> Verhältniss zur Bruyrer so unbedeutend? Raucheigenschaft oder die
> Entscheidung des Individualisten?
Weil so viele Märchen über die Empfindlichkeit und Kompliziertheit im
Umlauf sind?
Weil jeder meint, wenn schon Meer, dann *müsse* er sie auch färben, mit
Handschuh und täglichem Gelbheitsmessung
...statt sie schlicht und einfach zu rauchen.
Hochrain&Co. haben da mit ihren Postulaten ganz schön Unsinn angerichtet.
Vorschlag: Einfach rauchen, ihr werdet schon sehen.
Gruß Florian
(CAO sind Klasse, und auch SMS, Altinay..)
>
> Nur ein Kommentar.
dito
>
> Rainer
>
immer noch McClelland No. 24 in Meer
Am 25.10.2006 16:22 schrieb Florian Eichhorn:
> Hochrain&Co. haben da mit ihren Postulaten ganz schön Unsinn angerichtet.
Vielleicht haben wir sehr unterschiedliche Auflagen des Hochrains, aber
in meinem rühmt er Meerschaums gerade wegen der schönen Verfärbung,
ihres einmaligen Geschmacks und wegen ihrer - verhältnismäßigen -
Pflegeleichtigkeit. Zumindest in meinem Fall hat Hochrain durch sein
gebetsmühlenartiges Abfeiern von MS und Dunnies früh die Saat für meine
späteren Präferenzen gesät, befürchte ich. ;-)
> (CAO sind Klasse, und auch SMS, Altinay..)
Altinay machen miese Mundstücke.
Viele Grüße,
Adrian nix, Büro
Nun auch Bruyere-Pfeifen verfärben sich im Laufe der Zeit. Viele meiner
Pfeifen sind heute wesentlich dunkler, als zu dem Zeitpunkt, als ich sie
kaufte.
>> (CAO sind Klasse, und auch SMS, Altinay..)
>
> Altinay machen miese Mundstücke.
Kann ich eigentlich nicht bestätigen.
Gruß
Gerhard
..dran. Sie machen sie nur dran, glaube ich. Machen, besser pressen (!) tut
sie jemand andres... Aber auch da gibt es Unterschiede. Je brauner und je
transparenter, desto mieser - komischerweise...
Liebe Grüße
Christoph
>> http://www.daft.de/pfeifen/meerschaum/bild01_pic.html
> Gerade die beiden mittleren Pfeifen sind genau an den Stellen
> verfärbt, an denen der Rauch beim ausatmen vorbeiströmt.
das ist aber IMO nicht der Grund für die Verfärbung. Im Holm setzt sich
ganz einfach das meiste Kondensat ab und führt zu dieser Tönung. Genau
dieses Prinzip hat sich Mike Butera mit seinem "Coloring Bowl" zu Nutze
gemacht. Durch den Aufsatz wird der eigentliche Kopf zum Holm und
verfärbt sich entsprechend.
Gruß Ha-Jue, FVP in Foundation by Musico
@ Nic: Alles Gute zum Geburtstag ;-)
--
"The difference between men and boys is the price of their toys"
Am 25.10.06 20:31 schrieb Hans-Juergen Rieger:
> dieses Prinzip hat sich Mike Butera mit seinem "Coloring Bowl" zu Nutze
> gemacht. Durch den Aufsatz wird der eigentliche Kopf zum Holm und
> verfärbt sich entsprechend.
Wie meinen? ;-) Kannst Du das mal näher erläutern, _so_ kann ich mir
darunter irgend wie gar nichts vorstellen.
Viele Grüße,
Adrian F&T Cut Va in Savinelli
Am 25.10.06 15:28 schrieb Gerhard Locke:
> Mein Bruder hat sich vor einiger Zeit die Eulen-MS-Pfeife gegönnt. Er
> hat sie lange im Pfeifenständer auf dem Rauchtisch gelagert. Nach fast
> einem Jahr war sie ringsherum stark gelblich eingefärbt. Die Rauchkammer
> selbst war schneeweiß, da sie noch nie geraucht worden war.
Macht so irgend wie keinen Sinn, Deine Beschreibung, weil
selbstverständlich Licht und Luft auch in die Rauchkammer eindringen.
Das klingt eher, als hätte sich die Wachsschicht verfärbt, da die
Innenwandung in der Regel wohl nicht gewachst wird.
Ich kann zu meiner nur noch mal sagen: Ich habe sie beim Rauchen weder
angefasst, noch war sie Licht ausgesetzt, weil sie nach dem Lüften (über
Nacht! - also dunkel...) wieder in ihr Köfferchen gekommen ist. Ich kann
in meinem Fall keine andere Einflussgröße als den Rauchvorgang erkennen.
Übrigens lag sie im Geschäft in der Vitrine, ohne Verpackung. Und war
schneeweiss, als ich sie gekauft habe.
> Gerade die beiden mittleren Pfeifen sind genau an den Stellen verfärbt,
> an denen der Rauch beim ausatmen vorbeiströmt.
Es ging um die unterste, wie ich schon schrieb. Und zu den beiden
anderen hat Ha-Jue ja schon was geschrieben.
Viele Grüße,
Adrian F&T Cut Va in Savinelli
--
>> dieses Prinzip hat sich Mike Butera mit seinem "Coloring Bowl" zu
>> Nutze gemacht. Durch den Aufsatz wird der eigentliche Kopf zum Holm
>> und verfärbt sich entsprechend.
>
>
> Wie meinen? ;-) Kannst Du das mal näher erläutern, _so_ kann ich mir
> darunter irgend wie gar nichts vorstellen.
Frage selbst beantwortet, auch nicht verkehrt.
http://www.smokershaven.com/index.asp?PageAction=VIEWPROD&ProdID=159
Schon etwas bizarr, finde ich...
Grüße,
Adrian
Wie ich schon schrieb, besitze ich eine ähnliche Pfeife wie auf
(http://www.adrianschmidtke.de/pfeifen/altinay.jpg) abgebildet. Hier ist
der Holm duch den ausgeatmeten Rauch gelb verfärbt. Die geschnitzten
Vertiefungen sind aber nach wie vor weiß. Also ist noch kein Kondensat
von innen nach außen durchgesickert.
Der Pfeifenkopf hat die gleichen Bohrungen wie auf der Abbildung. Hier
zeigen die Bohrungen einen leicht rötlichen Schimmer, während die
Seitenwände der Bohrungen nach wie vor Weiß sind. Die Oberfläche der
Pfeife sind jedoch gelb verfärbt.
Gruß
Gerhard
Das habe ich nicht behauptet. Die gelbliche Verfärbung von Außen stammt
meiner Meinung nach von ausgeatmeten Rauch und Kondensat. Daß die
Meerschaumpfeife meines Bruders von Außen so gelb verfärbt ist, liegt
daran, daß mein Bruder starker Raucher ist. Diese gelben Verfärbungen
findet man überall in seinem Zimmer. ;-)
> Ich kann zu meiner nur noch mal sagen: Ich habe sie beim Rauchen weder
> angefasst, noch war sie Licht ausgesetzt, weil sie nach dem Lüften (über
> Nacht! - also dunkel...) wieder in ihr Köfferchen gekommen ist. Ich kann
> in meinem Fall keine andere Einflussgröße als den Rauchvorgang erkennen.
> Übrigens lag sie im Geschäft in der Vitrine, ohne Verpackung. Und war
> schneeweiss, als ich sie gekauft habe.
Licht und Luft dürften auf eine Meerschaumpfeife wenig Einfluß haben. Es
sei denn sie hat ein Ebonitmundstück. ;-((
>> Gerade die beiden mittleren Pfeifen sind genau an den Stellen
>> verfärbt, an denen der Rauch beim ausatmen vorbeiströmt.
Korrekt!
> Es ging um die unterste, wie ich schon schrieb. Und zu den beiden
> anderen hat Ha-Jue ja schon was geschrieben.
>
Auch die unterste Pfeife ist schon dunkler, als z.B. die Pfeife ganz
oben. Ohne Vergleichsmöglichkeit und dem schwarzen Innenraum könnte man
auf die Idee kommen, die Pfeife wurde noch gar nicht geraucht. Ich weiß
nicht wie du die Pfeife hälst, aber ich könnte mir vorstellen, daß hier
das meiste Kondesat an der Hand und nicht an der Pfeife hängenbleibt.
Gruß
Gerhard
> Frage selbst beantwortet, auch nicht verkehrt.
LOL! Ich wusste doch, daß google auch Dein Freund ist ;-))
> Schon etwas bizarr, finde ich...
Klar. Ist halt rein ergebnisorientiert. Hier hat Gary Schrier noch einen
sehr informativen Artikel zu dem Teil im Besonderen und zu dem
Verfärbungsthema im Allgemeinen verfasst:
http://tinyurl.com/yd5gwt
Gruß Ha-Jue, Oxenfisl in Jess C.
Hallo Ha-Jü,
> @ Nic: Alles Gute zum Geburtstag ;-)
Dankeschön.
Nic
>>@ Nic: Alles Gute zum Geburtstag ;-)
>
>
> Dankeschön.
Das hatte ich völlig übersehen. :-( Auch von mir - nachträglich - alles
Gute zumn Geburtstag.
Herzliche Grüße,
Adrian
auch von mir, mittlerweile leider nachträglich, alles Gute zum Geburtstag.
Gruß
Sven
> auch von mir, mittlerweile leider nachträglich, alles Gute zum Geburtstag.
Ich schließe mich Sven mal an. Ist dafür von Pip^WHerzen:)
Sandy
> An Tonpfeifen verbrennt man sich aber immer die Finger.
Moin,
apropos Tonpfeifen. Wie ist es denn da mit der Verfärbung. Ich denke das
Material ist ähnlich porös.
Und noch eine Frage: Ich will mir eine Tonpfeife zulegen, so ungefähr 39 cm
lang. Wie reinige ich eigentlich den Rauchkanal? So lange Pfeifenreiniger
gibt es doch gar nicht.
Matthias
Mathew F schrieb:
> Und noch eine Frage: Ich will mir eine Tonpfeife zulegen, so ungefähr 39 cm
> lang. Wie reinige ich eigentlich den Rauchkanal? So lange Pfeifenreiniger
> gibt es doch gar nicht.
(Doch) IMO hat Vauen welche die gut 30cm lang sind. Ob es noch längere
gibt, weiss ich nicht.
Gruss, Frank mit RAM in Oldenkott
--
:-) Immer einen guten Tabak in einer schönen Pipe
wünscht Euch, der Böcki
Mathew F schrieb:
> Und noch eine Frage: Ich will mir eine Tonpfeife zulegen, so ungefähr 39 cm
> lang. Wie reinige ich eigentlich den Rauchkanal? So lange Pfeifenreiniger
> gibt es doch gar nicht.
Guter Plan, die Dinger rauchen sich fantastisch - allerdings nicht am
PC, da sind sie etwas hinderlich.
Reiniger, die lang genug sind, habe ich noch nicht gefunden. Selbst die
Reiniger für Lesepfeifen sind zu kurz.
Aber meiner Erfahrung nach müssen die Tonpfeifen gar nicht gereinigt
werden, da das poröse Material das Kondensat vollkommen aufnimmt.
Mag vielleicht in der Theorie etwas ekelig klingen, hat sich hier aber
in der Praxis bewährt :-)
Wenn es mal eine Verstopfung geben sollte, genügt ein Stück Draht zum
"freipieksen". Ich denke, so wird man zur Blütezeit der Tonpfeifen auch
vorgegangen sein...
Gruß
Sven
Die Verfärben sich fast so wie Meerschaumpfeifen.
> Und noch eine Frage: Ich will mir eine Tonpfeife zulegen, so ungefähr 39 cm
> lang. Wie reinige ich eigentlich den Rauchkanal? So lange Pfeifenreiniger
> gibt es doch gar nicht.
>
Nach dem Buch von Hacker sollen Tonpfeifen ganz einfach gereinigt werden
können. Es soll genügen sie einfach in ein noch loderndes Kaminfeuer zu
legen. Hat das schon mal jemand ausprobiert?
Bin am überlegen, ob es nicht auch geht, diese in die Holzkohle von
einem Grill zu legen. Natürlich erst nach dem Grillen. ;-))
Gruß
Gerhard
Gerhard Locke wrote:
> Nach dem Buch von Hacker sollen Tonpfeifen ganz einfach gereinigt
> werden können. Es soll genügen sie einfach in ein noch loderndes
> Kaminfeuer zu legen. Hat das schon mal jemand ausprobiert?
Ich hab's vor ein paar Jahren mal mit einem Gas-Brenner probiert.
Funktioniert tadellos, allerdings sollte man nicht zu heftig anheizen..;-)
> Bin am überlegen, ob es nicht auch geht, diese in die Holzkohle von
> einem Grill zu legen. Natürlich erst nach dem Grillen. ;-))
Stelle ich mir sehr lecker vor, wenn da noch Fettreste oder anderer halb
verbrannter Grill-Siff auf der Kohle sind.
Grüße, Ole
auch von mir alles Gute nach Berlin
--
friedliches rauchen
martin
mails an: martin.hildebrandt bei freenet in deutschland
www.martin-hildebrandt.de
"Johann 'Sandy' Meyer" <usene...@schlagteil.de> schrieb im Newsbeitrag
news:slrnek259v.71...@ws.schlagteil.lan...
Hallo Ole,
> Stelle ich mir sehr lecker vor,
Magst Du Deinen Tabak lieber mit Oliven- oder mit Sonnenblumenöl :-)
SCNR
Nic
> Magst Du Deinen Tabak lieber mit Oliven- oder mit Sonnenblumenöl :-)
Wenn überhaupt, dann bitte mit Columbiaöl. ;-)
Grüße, Ole
ich schreibe mich mit " ai". Und ich denke, wir sollten mal wieder
sanft runterfahren.
Entschuldigung auch für meine verspätete Antwort. War ein wenig zu
viel Stress in den letzten Tagen um "in time" zu bleiben.
Adrian Schmidtke schrieb:
> N'abend Reiner.
>
> Am 25.10.06 00:39 schrieb rainerbarbi:
>
> > Sie sind nicht samtig, sondern rauchig.
>
> Schließt Du jetzt von der Theorie auf die Praxis? Wann hast Du Deine
> letzte Meerschaum geraucht? Ich kenne viele Einschätzungen zum Geschmack
> von MS (dass MS einen gewissen Eigengeschmack hat, darüber braucht man,
> meine ich, nicht zu diskutieren) und die allermeisten beschreiben den
> als "kreidig" oder "kalkig". Von "Rauch" oder "Härte", was immer
> letzteres auch sein mag, auch und gerade im Vergleich zu Bruyere lese
> ich in diesem Deinem Posting wirklich zum allerersten Mal. Irritierend...
Wir werden immer über Geschmacksdifferenzen diskutieren. Und welches
Verb den individuellen Geschmack einer Meerschaum besser beschreibt, ob
"kreidig"oder "kalkig", oder "rauchig hart" überlassen wir doch mal
besser dem individuellen User.
Ich wusste noch gar nicht, dass auch du Jahre in Eskisehir mit der
Meerschaumproduktion verbracht hast. Dementsprechend ausgerechnet mir
Theorie vorzuwerfen ist schon sehr hybride. Vielleicht solltest du mal
deine Informationen updaten.
Ich will jetzt gar nicht anfangen zu diskutieren, ob kalkig nicht
synonym zu rauchig definiert werden könnte. Komplett müßig. Deine
Irritation ist meine.
>
> > Wer auf Färbungsveränderungen hofft, wird enttäuscht werden,
> > Ausnahmen nicht bewiesener Behauptungen bestätigen die Regel.
>
> Also, das ärgert mich jetzt offengestanden. Du hattest auf die gleiche
> Behauptung vor ungefähr einem halben Jahr hin die Bitte geäussert, ich
> möchte Dir doch mal ein Bild von verfärbten MS-Pipen zeigen, die nicht
> von Kontakt mit Handschweiss oder schmutzigen Fingern herrühren. Ich
> postete einen Link - und warte bis heute noch auf eine Reaktion von Dir.
Sorry, irgendwie ist mir dein Link komplett entgangen. Ich verstehe
deine Verärgerung.
Und das tut mir wirklich leid.
> Jetzt kommt wieder diese Behauptung und folgerichtig noch mal der Link
> zu besagter MS aus meinem Besitz:
>
> http://www.adrianschmidtke.de/pfeifen/altinay.jpg
Habe ich mir jetzt angeschaut und ich suche verzweifelt die
Verfärbung. Meinst du diesen gräulich- rosigen Schimmer? Das nennen
wir doch nicht im Ernst Verfärbung.
Worüber wir weiland gesprochen haben war die Changierung ins
bräunlich- rote bis zur kirschroten Dynamik.
>
> Wenn überhaupt, fasse ich sie am Holm an - die Fälle kann man aber bis
> zum Zeitpunkt der Aufnahme an einer Hand abzählen. Wie erklärst Du dir
> diese gleichmäßige Verfärbung???
Noch einmal, welche Verfärbung? Oder bildet mein Bildschirm nicht
original ab?
Wo du auch immer hingreifst hat auch mit dem Durchschieben der
Verfärbungspartikel nichts zu tun. Auch so ein Irrglaube, dass man
Meerschaum nicht mit nackten Händen anfassen darf. Kein Türke käme
je auf eine derart abstruse Idee. Geschweige denn, dass sich eine
Meerschaum dynamisch verfärbt. Die lachen dich aus.
Alle von hellbraun bis kirschroten gefärbten Pfeifen der KuK Epoche
waren calziniert. Nix durch Gebrauch entstanden.
>
> Und noch ein Beispie:
>
> http://www.daft.de/pfeifen/meerschaum/bild01_pic.html
>
> Was ist mir der untersten? Rundum gleichmäßig eingenässt bzw. eingesaut?
> Glaube ich einfach nicht.
Das sollen Fallbeispiele für Verfärbung im traditionellen Sinne sein?
Verdrecktes Gelb mit rosigemTouch? Diese Ergebnisse erzielt jeder
Newcomer nach drei Monaten.
Nun denn, kein Streit nicht über solches.
Ich wünsche fröhliches Verfärben
Rainer
Am 29.10.06 21:43 schrieb rainerbarbi:
> Und ich denke, wir sollten mal wieder
> sanft runterfahren.
Dass Du ausgerechnet *das* Deinem Posting voranstellen würdest, hat eine
gewisse Ironie... ;-)
> Ich wusste noch gar nicht, dass auch du Jahre in Eskisehir mit der
> Meerschaumproduktion verbracht hast.
Bitte was? Nein, ich bin einfach nur Pfeifenraucher. Und sorry, dass ich
Deine Biographie gerade nicht parat hatte.
> Habe ich mir jetzt angeschaut und ich suche verzweifelt die
> Verfärbung. Meinst du diesen gräulich- rosigen Schimmer? Das nennen
> wir doch nicht im Ernst Verfärbung.
Äh, doch, hier im Forum ist das als Verfäbrung diskutiert worden. Total
falsch?
Sei sanftmütig mit einem Unwissenden, oh Rainer. Ich bin es auch mit
Deinen kultursoziologischen Aphorismen.
Ergebendst,
Adrian Schmidtke schrieb:
> Guten Abend, Rainer.
>
> Am 29.10.06 21:43 schrieb rainerbarbi:
>
> > Und ich denke, wir sollten mal wieder
> > sanft runterfahren.
>
> Dass Du ausgerechnet *das* Deinem Posting voranstellen würdest, hat eine
> gewisse Ironie... ;-)
Entschuldigung, wenn ich auf deinen Schlips getreten bin. War doch
nicht böse, sondern mehr cooperativ- besänftigend gemeint.
Und nebenbei angemerkt, so freundlich war deine Ansage weiss Gott
nicht.
Aber ich gebe zu, wenn man nicht gutgläubig ist, kann meine Offerte
auch negativ interpretiert werden.
Hängt von der Zielrichtung des entsprechenden Lesers ab.
>
> > Ich wusste noch gar nicht, dass auch du Jahre in Eskisehir mit der
> > Meerschaumproduktion verbracht hast.
>
> Bitte was? Nein, ich bin einfach nur Pfeifenraucher. Und sorry, dass ich
> Deine Biographie gerade nicht parat hatte.
Dito Sorry, aber das ich Jahre in Eskisehir verbracht und meine eigenen
Meerschaums dort mit gefertigt habe, weiss eigentlich so ziemlich jeder
und du bist doch kein Frischling.
Aber macht ja nichts. Hat mich halt nur geärgert.
>
> > Habe ich mir jetzt angeschaut und ich suche verzweifelt die
> > Verfärbung. Meinst du diesen gräulich- rosigen Schimmer? Das nennen
> > wir doch nicht im Ernst Verfärbung.
>
> Äh, doch, hier im Forum ist das als Verfäbrung diskutiert worden. Total
> falsch?
Kommt drauf an, wie Verfärbung interpretiert wird. Streng genommen
kann natürlich jede geringste Farbabweichung vom weiß als
Verfärbung definiert werden. Selbst wenn sie von schmutzigen Fingern
verursacht wurde.
Aber irgendwie bin ich nicht davon ausgegangen, sondern war wirklich
erstaunt, dass es einem Meerschaumenthusiasten gelungen ist, die
Verfärbung ins braun oder rot zu erzielen.
Das habe ich mal vor hundert Jahren geübt und alle, die ich kenne,
auch. Nie gelungen.
Trotz der Tricks, eine Meerschaum nie trocknen zu lassen und stark
saucierte Tabake zu benutzen. Das einzige Ergebniss, ich hatte nach
Wochen eine pelzige Zunge.
Erst der couloring bowl von Butera hat ein anständiges Ergebniss
bewirkt. Ha- Jü hat ja kurz darüber berichtet. Das Ergebniss
allerdings ist phänomenal. Nach vier Wochen wird der Kopf gelb, nach
drei Monaten wird er Kirschrot. Richtig Farbe, nicht so ein
blässlicher Schimmer.
Worin die wirkliche Ursache liegt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Allerdings denke ich, es hängt mit der Feinheit der Moleküle
zusammen. Fluidum ist molekular recht grob, während der gasförmige
Zustand die Moleküle kleiner werden lässt. Damit kann das gasförmige
Molekül weiter in die Poren Richtung Aussenwandung schieben.
Richtig oder falsch, keine Ahnung, ein Chemiker wird es exact erklären
können.
Gibt auch einen Unterschied im Verfärbungsprozedere zwischen der
traditionellen und der neuzeitlichen Wachsbehandlung.
Alle rein- weissen Pfeifen sind mit Paraffinwachsen getränkt. Die sind
relativ handschweißresistent und verändern sich nicht.
Traditionell wurden MS mit einem Gemisch von Bienenwachs und Walrat
getränkt. Diese beiden Komponenten zeichneten sich nicht durch grosse
Stabilität aus, so das traditionell gefärbte Pfeifen sich schneller
und dunkler verändert haben.
Deswegen mein Verweis auf die Bekeler ( falsch geschrieben?)
Meerschaums.
Er benutzt Bienenwachsmit synthetischem Warat. Somit sind sie bereits
im Auslieferungszustand gelb.
Eines allerdings muss ich immer anmerken: diese schönen alten MS-
Pfeifen, die wir changierend zwischen Dunkel- braun und Kirschrot,
farblich auch noch verlaufend, kennen, waren künstlich eingefäbt,
sprich calziniert. Das gilt auch für die MS von Peterson.
Peterson nutzt kein türkisches Meerschaum für seine Produkte, sondern
das wesentlich jüngere Tansania Meerschaum. Das sieht im Rohzustand
marmoriert aus und ist wesentlich schwerer als türkisches. Das würde
sich nie verfärben. Daher wird es gleich calziniert.
>
> Sei sanftmütig mit einem Unwissenden, oh Rainer. Ich bin es auch mit
> Deinen kultursoziologischen Aphorismen.
Ich liebe Ironie. Und weil du diesen schönen Schlusssatz gebracht
hast, hat sich mein Herz deinen Sentenzen gegenüber wieder völlig
geöffnet.
>
> Ergebendst,
> Adrian
"Dein ergebendster Diener" wäre noch galanter.
Und in diesem Sinne schliesse ich
Rainer
PS: konnte ich mir nicht verkneifen. Jedoch darf ich trotz aller
Emotionalität wagen zu hoffen, dass alle Vorbehalte und
Missverständnisse ausgeräumt sind? Wurde mich wirklich freuen.
endlich mal ein Posting von dir welches zwar wie immer fachlich
fundiert, aber trotzdem vom Laien (also mir) verstanden wird.
Danke dafür :)
Grüße aus dem Norden
Martin
Am 30.10.06 21:12 schrieb rainerbarbi:
> Und nebenbei angemerkt, so freundlich war deine Ansage weiss Gott
> nicht.
Das stimmt. Ich habe die Finger manchmal etwas arg schnell am Colt...
> Dito Sorry, aber das ich Jahre in Eskisehir verbracht und meine eigenen
> Meerschaums dort mit gefertigt habe, weiss eigentlich so ziemlich jeder
> und du bist doch kein Frischling.
Wusste ich ehrlich nicht. Deine Ausführungen klangen sehr lapidar und
kategorisch; dass sie es aufgrund von ausgiebiger praktischer
Erfahrungen waren, weiss ich jetzt.
> Kommt drauf an, wie Verfärbung interpretiert wird. Streng genommen
> kann natürlich jede geringste Farbabweichung vom weiß als
> Verfärbung definiert werden.
Wir sind offenbar von völlig unterschiedlichen Dingen ausgegangen. An
ein tiefdunkeles Kirschrot habe ich nie gedacht, sondern tatsächlich
eher an diese leicht gelblich, leicht rosigen Verfärbungen. Richtig
tiefen Verfärbungen hätte ich genau so skeptisch gegenübergestanden wie
Du, zumal ich sie noch nie in natura zu Gesicht bekommen habe.
> PS: konnte ich mir nicht verkneifen. Jedoch darf ich trotz aller
> Emotionalität wagen zu hoffen, dass alle Vorbehalte und
> Missverständnisse ausgeräumt sind? Wurde mich wirklich freuen.
Ja, sind sie. Das war für mich ein sehr aufschluss- und hilfreiches
Posting von Dir. Vielen Dank dafür.
Viele Grüße,
Adrian DdLNR in Dunnie
ich danke für euer Verständniss und für eure lieben Worte. Weiss ich
doch selber, ich bin nicht einfach in meinem Sprachgebrauch und sicher
auch nicht in der Interpretierung überbermittelter Gedankenansätze.
Nicht alleine meine Schuld, bin ich doch in diesem Raster erzogen. Gut,
ich gebe zu, lapidarer Vorwand für Disziplinlosigkeit.
Aber Sprache und Spiel mit Sprache kickt mich. Bin ich ja nun wirklich
nicht der einzige.
Siehe Christoph.
Mag auch sein, dass ich arrogant wirke, wer mich aber näher und
persönlich kennt, weiss, dass ich einfach und schüchtern bin.
Nun denn, zurück zur Frage und deren Problemen. Offen und ehrlich
ausgedrückt, ich weiß es nicht wirklich, wie Meerschaum in
Farbdynamik verbracht wird. Je älter ich werde desto mehr beschleicht
mich der Eindruck, dass im konventionellen Wege und Verfahren keine
dynamische Farbperformance stattfinden kann. Es hängt im erheblichen
Umfange mit den Rauchgewohnheiten des heutigen Users zusammen.
Abgesehen von dem Wachsfinish des speziellen Produktes.
Er hat nicht eine Pfeife, er besitzt einen Multiplikator derer.
Dementsprechend hält er lange Trocknungszeiten ein, die ihm für
Bruyer auch zu recht empfohlen wurden.
Für Meerschaum allerdings komplett kontraproduktiv. Meerschaum hat
nass gefahren zu werden, um den Innendruck der verfärbungsrelevanten
Ingredienzien des Tabakes hoch zu halten. Nur dann können über die
Drücke verfärbende Substanzen in die Aussenzone gelangen. Nasse
Moleküle sind einfach zu gross, um in der Aussenwandung sichtbare
Veränderungen der Farbgebung zu erzielen. Diese Farbveränderung ist
lediglich ein Ergebniss in chemischer Reaktionen mit dem Wachs und/oder
dessen Bestandteilen.
Somit bedeutet es für eine Farbveränderung der Oberfläche möglichst
schnell, direkt und mikromolekular die benötigten Ingredienzen des
Tabakes und seiner Aromaten in den Bereich der Wachse zu schleusen.
Erst dann kann eine chemische Reaktion in Bezug auf dynamische
Verfärbung erzeugt werden.
Gelassene Ansagen von mir, und nicht wirklich gesichert. Ich kenne
unterschiedliche Fallbeispiele, z.B. Bienenwachs und Walrat. Im
Regelfall hat die Verfärbung schnell und dynamisch verdunkelnd
eingesetzt.
Ich kenne aber auch Beispiele der Paraffinebene, wo User sehr schnell
zum dynamischen Verfärbungserlebniss gelangt sind.
Fazit:
Ich muss davon ausgehen, dass der mehr als häufige Gebrauch einer
Meerschaum zu einem besseren couloring führt. Sie darf also nicht
trocknen, sondern das Kondensat hat über den erhöhten Innendruck
kontinuierlich nach aussen durchzuschieben.
Erleichternd für dieses Verfärbungsprozedere könnte eine chemisch
reagierende Wachstränkung sein( Walrat/ Bienenwachs versus Paraffin).
In beiden Fällen haben Meerschaums über lange Perioden nass gefahren
zu werden.
Ob starke Saucierung zu einem besseren Ergebniss führt, halte ich
nicht für gesichert.
Mag aber sein, dass spezielle Aromaten im Verbund mit den Wachsen
farbdynamisch reagieren.
Und wir reden jetzt immer von natürlichem Meerchaum. Nicht von "
Echt". Das ist gemahlen und hoch verdichtet, siehe Bernstein. Auch
nicht von " real meerschaum",das ist Müll, Granulat versetzt mit
Epoxyden. Sorry, aber mehr als 80 % ist Müll. Besonders die
" geschnittenen", sprich Indianer- oder Araber- Köpfe. Reine
Touristenware, die regelmässig von Freunde der Hersteller mit nach
Deutschland gebracht wird. Dann laufen sie mit dem Koffer rum und
versuchen unter Vorgaukelung falscher Tatsachen zu maximalem Preis zu
verdealen. Gelingt es nicht und rückt der Abflugtermin näher und
näher, gehen sie nach Köln und laden den Müll ab. Da gibt es halt
einen Händler, der über den EK alles möglich macht.
Die Löcher in Eskisehir sind ausgebeutet. Über 30 Meter tief brauchen
sie Pumpen für oder gegen das Grundwasser, aber sie haben kein Geld.
Heute kostet ein Pamukle, sprich eine Einheit aus der du theoretisch
eine Pfeife bauen könntest so viel wie ein Kantel von Romeo. Und wer
dessen Preise kennt, fürchtet sich vor nichts mehr.
Bedeutet einfach: Meerschaum- Einkauf ist Vertrauenssache. Selbst ich
bekomme nicht wirklich den Unterschied zwischen verdichtetem Materal
und Natur mit. Ich kann mal gerade cheken, ob Epoxyde beteiligt sind.
Hänge ich meine Zunge in den Brennraum und sie beibt nicht kleben,
habe ich es mit Müll zu tun. Das verdichtete natürliche Material kann
auch ich nicht eruieren. Scheiss Spiel.
Somit habe ich mich auf meine uralt Produkte und die Alten von Bauer
zurückgezogen.
Über den Rest bewahre ich Schweigen. Nein, auch die von Becler würde
ich jederzeit kaufen. Auch die von Koncak oder Ficret Cetinkaya. Die
sind honurable.
Hilft das jetzt weiter? Ich hoffe ein Wenig.
Mehr Fragen, mehr Antworten.
Liebe Grüße
Rainer
> Nach dem Buch von Hacker sollen Tonpfeifen ganz einfach gereinigt werden
> können. Es soll genügen sie einfach in ein noch loderndes Kaminfeuer zu
> legen. Hat das schon mal jemand ausprobiert?
Ausprobiert noch nicht, aber nur ein Tip:
Nicht über 570 Grad erhitzen, sonst kann der Quarz den Scherben zerreißen,
wenn es zu schnell geht.
salü jörg
--
"Speed is subsittute fo accurancy."
Oder meintest du starke Temperaturschwankungen?
Gruß
Gerhard
Ja, aber nicht immer. Kommt drauf an. Muß man eben "beaugapfeln".
Mir ist erstmal Qualität und Form des Kopfes (dh der Meerschaumteil)
wichtig. Mundstücke kann man sich ggf. auch besorgen.
Aber: bei e-bay werden auch genug Meerschaumpfeifen ältererer deutscher
oder österreichischer Produktion angeboten, auch ungeraucht.
Da sind die Mundstücke idR OK.
Man findet aber auch öfters ungerauchte Meers von Bauer, deren arg
gedrechseltes Logo für die Erben nicht deutbar ist.
Da stimmen Qualität und Preis eher als bei modernen türkischen
Internetsites.
Richtig alte (vor 1945) Bernsteinmundstücke sind gelegentlich
altersbrüchig, also eher etwas für die Slg. als zum Rauchen.
Gruß
Florian
Je nun, manche Verzweifeln ja, weil sich die weisse Göttin erst mal nur
am Hals verfärbt... Butera schafft da Abhilfe.
Mit Aufsatz: so sehen auch viele der alten
Zigaretten/Zigarillomundstücke aus Meerschau aus (engl. cheeroot), wo
man auf die oft mit Deko verzierte Röhre noch einen Aufsatztrichter
setzte. Der sorgte dann für schöne Färbung. Und konnte selbst bei
entsprechendem Verschleiss/erreichter Schmutzgrenze ausgetausscht
werden. Während die geschnitze Dame/Bismarck/Sultan/Löwe oder was sich
der Schnitzer sonst einfallen liess, von schwarz verbranntem Rand
verschont blieb. Z. B. dieses humorvolle Stück, der Hummer ist noch das
geringere Problem dieses Meerschaum-Mannes::
<http://www.the-curiosity-shop.nl/itempages/6030.htm>
Die Klappschachtel zeigt jedenfalls links noch eine Aussparung für einen
zweiten Aufsatz, der evtl. schon verbraucht worden ist.
Es geht aber auch ohne Buteras Färbeaufsatz, dauert aber viel länger,
wie bereits von Vorrednern berichtet:
<http://cgi.ebay.com/Vintage-Golden-Brown-Meerschaum-Pipe_W0QQitemZ300045610406QQihZ020QQcategoryZ596QQrdZ1QQcmdZViewItem>
<http://cgi.ebay.com/Austro-Hungarian-meerschaum-pipe-ca-1880_W0QQitemZ140044557411QQihZ004QQcategoryZ596QQrdZ1QQcmdZViewItem>
Nur halt eben nicht immer, von jedermann, und fixe-fixe nach 6 Monaten,
zur Trauer der Hochrainleser...
Spaß beiseite: habe an Hochrains Schriften nichts zu kritteln, habe sie
auch selber. Seine Lob über und Freude an Meerschaumpfeifen teile ich
uneingeschränkt.
Aber: es ist kein Handschuh vonnöten, noch nicht mal ein
(Taschen-/Küchen-) tuch. Saubere Hände, anfassen am Mundstück, Ruhe und
Umsicht genügen.
Und seine Anbetung der weissen Göttin....
Hochrains hier etwas weihevolle Schreibe wirkt abschreckend und kommt
so rüber:
Meer = kostbar/teuer, kompliziert, anstrengend, zerbrechlich usw.
Reaktion: na, dann bleimwa doch lieberbei den "unkomplizierten"
Holzpfeifen, wa...
Nei-en.
Manch einer fragt ja in der Gruppe hier schüchtern nach, ob man nicht
doch mal diese suu-uuperkomplizierten, anfälligen Meerschaumdinger, also
nicht trotzdem doch mal vielleicht, gaaanz vorsichtig unter Anleitung
ausprobieren dürfte... ;-)
Gruß
Florian
SG Best Brown in einer großen AB Meer
Am 11.11.06 00:28 schrieb Florian Eichhorn:
> verschont blieb. Z. B. dieses humorvolle Stück, der Hummer ist noch das
> geringere Problem dieses Meerschaum-Mannes::
> <http://www.the-curiosity-shop.nl/itempages/6030.htm>
Du meinst sicher seinen gebrochenen Fuß..? ;-)
Abgefahrenes Teil, btw.
Viele Grüße,
Adrian Stockton in Savinelli
(..)
>
> Eines allerdings muss ich immer anmerken: diese schönen alten MS-
> Pfeifen, die wir changierend zwischen Dunkel- braun und Kirschrot,
> farblich auch noch verlaufend, kennen, waren künstlich eingefäbt,
> sprich calziniert.
Ich denke, "calziniert" bedeutet mit einer Glühspirale ausgeglüht/gehärtet?
Meinst Du vielleicht "gemologt", dh mit Färbemischung gekocht?
Das gilt auch für die MS von Peterson.
> Peterson nutzt kein türkisches Meerschaum für seine Produkte,
Bis Ende der 1950er Jahre schon, dann gab es den billigeren Nachschub
aus den (noch) Kolonien.
> sondern das wesentlich jüngere Tansania Meerschaum.
Bis 2001 die Produktion eingestellt wurde.
>Das sieht im Rohzustand
> marmoriert aus und ist wesentlich schwerer als türkisches. Das würde
> sich nie verfärben.
Da muß ich wiedersprechen - meine 1976 erworbene Pete 312 rustic hat
sich sehr wohl verfärbt.
Und andere dito. Besagte 312 von mattbweiss zu dunkelgelb, im Unterbau
und Stil auch bräunlichrot.
Die Amboselis (Produktion 1991 eingestellt) verfärben sich ebenfalls.
Ich rauche sie aber einfach nicht häufig genug, daß sie sich so dolle
verfärben wie erträumt.
Daher wird es gleich calziniert.
Kalziniert wurde es (bis bei Peterson 2001 die Produktion eingestellt
wurde) m. W. doch, um den spröderen Tansaniameerschaum
härter zu machen?
Ob das Calzinieren aus dem weisslich-grauen Rohprodukt etwas gelbliches
machte, kannst Du besser beurteilen.
Die normalen 1960er-2001 er Pete Meerschaums gab es in:
mattweiss oder hellgelb (hieß "golden supreme", wenn poliert; "tawny de
luxe", wenn rustiziert/oder besser: nicht poliert)
---> Gefärbt <---
dunkles ziegelrot ("Red premier", nur rustiziert)
braunrot bis braun (nur rustiziert)
schwarz (gab es auch in poliert)
Diese dunklen gefärbten Meerschaums werden im Laufe der Jahre heller.
Eine polierte, schwarze 60er Jahre Meer-Pete ist mittlerweile
stellenweise bei dunkelrötlichbraun angekommen.
Alle Petes, Barlings und Manx wurden bei Laxey Pipes Ltd. (2002
geschlossen) hergestellt.
Und es gab sie auch in mattweiss (poliert oder rustiziert), daß sich
sehr wohl verfärbt.
Bis das kirschrot wird - dauert es ein Raucherleben lang?
Wir rauchen unsere Meers ja nicht alle 2 Tage über 20-30 Jahre, wie es
die Altvorderen taten.
Wie Du in Deinem posting vom 31.10. selbst feststellst.
Wie auch immer, Meerschaum olé
Florian
Unbedingt ;-)
Die Standardpipe mit Aufsatz, Dame oder Hundchen mit im Loch
eingesetzten Aufsatz;
war ausgerechnet jetzt mal *nicht* bei e-bays beendeten Sachen dabei.
Und weil der Hummer-Hiob noch eine instruktive Box mit dabei hatte, kam
eben er zum Zuge.
Gruß
Florian
> Die normalen 1960er-2001 er Pete Meerschaums gab es in:
> mattweiss oder hellgelb (hieß "golden supreme", wenn poliert; "tawny de
> luxe", wenn rustiziert/oder besser: nicht poliert)
Hier ergänzend eine ungerauchte Pete System 304 (Standpfeife) in
normaler rustizierter Version:
<http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=320046350261&indexURL=2&photoDisplayType=2#ebayphotohosting>
Die Farbe ist nicht gelb, sondern beige (cremefarben).
Gelb, gelber, hellbraun, orange... werden diese Pfeifen nur duch Gebrauch.
Gruß
Florian
ich gestehe, dass ich den Begriff des calzinierens immer nur in der
traditionellen Definition des Ausglühens bei Temperaturen zwischen 830
und 879 Grad verstanden habe.
Und ich gestehe auch, dass andere Techniken der Verfärbung der
Meerschaums aus den K& K Zeiten zwar erfahren, aber in der Herstellung
nie sachkundig bei mir definiert waren.
Florian Eichhorn schrieb:
>
> Ich denke, "calziniert" bedeutet mit einer Glühspirale ausgeglüht/gehärtet?
>
> Meinst Du vielleicht "gemologt", dh mit Färbemischung gekocht?
Wenn du mir diesen Prozess erläutern konntest, wäre ich die dankbar.
Vielleicht auch speziell auf die changierende Färbung von gelb bis
Kirschrot. Auch Rappaport hat da keine klare Antwort in seiner
Litteratur übermittelt.
>
> Das gilt auch für die MS von Peterson.
> > Peterson nutzt kein türkisches Meerschaum für seine Produkte,
Ich bin kein Sammler und Experte über die Geschichte von Peterson.
Daher bezog sich meine Anmerkung nur auf die Neuzeit. Und deren
Calzinierungsmethodik.
> >Das sieht im Rohzustand
> > marmoriert aus und ist wesentlich schwerer als türkisches. Das würde
> > sich nie verfärben.
>
> Da muß ich wiedersprechen - meine 1976 erworbene Pete 312 rustic hat
> sich sehr wohl verfärbt.
Widersprechen der These einer nicht erfolgenden Farbveränderung?
Entzieht sich meiner Kenntnis und ist auch nicht dokumentiert. Jedoch
spezifisches Gewicht?. Unabhängig der Tatsache, dass Tansania ca 2.
Millionen Jahre jünger ist denn türkisches Meerschaum.
> Und andere dito. Besagte 312 von mattbweiss zu dunkelgelb, im Unterbau
> und Stil auch bräunlichrot.
> Die Amboselis (Produktion 1991 eingestellt) verfärben sich ebenfalls.
> Ich rauche sie aber einfach nicht häufig genug, daß sie sich so dolle
> verfärben wie erträumt.
Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Auch ich habe innerhalb von
ca. 60 Stücken zwei Meerschaums, türkisch, die sich in Richtung
gelbbraun und dunkler am Bodenbereich verfärbt haben. Das ist jedoch
nicht die Regel. Der Regelfall ist schmutzig rosa bis dreckig gelb-
braun. So jedenfalls die Produkte meiner mir bekannten Sammler. Und mit
Verlaub kenne ich ein paar davon. Bis zum heutigen Tage quält sich
jeder von denen, den Hochrain'schen Maßstab der Dinge zu erreichen.
Meine Anderen aus der gleichen Epoche sind gerade mal rosig mit
gelblichen Verfleckungen am Holmbereich. Exact in der Ebene, wo das
Kondensat in gasförmigen Zustand übergeht. Alle dreißig und etwas
mehr Jahre kontinuierlich geraucht.
Unter anderem auch aus eben dieser Epoche drei gequälte Exemplare der
sogenannten Carvets, Tansania Meerschaum. Fröhlich mit beigefügtem
Bienenwachs getränkt.
Ja, ja,war eine Jugendsünde, hatte in der Zeit kein Bruyere und dachte
so fröhlich vor mich hin, auch Meerschaum Rough könnte prickelnd
sein.
Verfärbung? Null. Nicht einmal im Holmsegment. Grausam,schwer und
sabbernd.
>
> Kalziniert wurde es (bis bei Peterson 2001 die Produktion eingestellt
> wurde) m. W. doch, um den spröderen Tansaniameerschaum
> härter zu machen?
Der ist nicht spröde, sondern lässt sich genau so verarbeiten wie
Türke. Einziger Unterschied, er ist schwer und marmoriert. Stark
marmoriert, denn auch der ultimative Meerschaum aus den südlichen
Abbaugebieten von Eskisehir weist eine leichte Marmorierung auf.
Da jedoch im Mainstream der Kundschaft das "Rein Weisse" leichter
verkäuflich ist, weist dieses bessere Rohprodukt nur ein deminuiertes
Schattendasein auf.
Daher wurde auch galant die alte Behandlungsmethodik der Walrat-
Bienenwachstränkung durch rein- weisse Parrafintränkung abgelöst.
Billiger war es eh.
Und damit beginnt auch das Verfärbungsproblem. Und ich begebe mich
jetzt in unbewiesenes und wagemutiges Gebiet:
Dass Kondensate zur Verfärbung beitragen können scheint mir
unstrittig. Allerdings nur in den Bereichen maximierter
Kondendatbildung und minimierter Wandungsstärken. Und vor allen Dingen
dort, wo sich der lösliche Zustand in einen gasförmigen transferiert
hat, ca 2,5 cm im Holm gemessen von dem Eingangsloch des Rauchkanales.
Und maximal treten sie 2,5 mm in die Wandung jedweden Rauchgerätes
ein. Dann reicht der Druck nicht mehr aus, um einen weiteren Transport
zu gewährleisten.
Es erscheint mir immer noch eine Illusion zu glauben, dass Kondensate
die Wandung des Kopfes durchdringen, um einen Verfärbungsprozess
bedingt durch Kondensate einzuleiten.
Gleichgültig ob Bruyere oder Meerschaum, die Eindringtiefe des
Kondensates beträgt maximal zwei Millimeter, es sei denn, ich lasse
das Objekt nicht trocknen und erhöhe den Innendruck des zu
transportierenden Fluidums Kondensat.
Die höhere Wahrscheinlichkeit eines Verfärbungsprozesses erscheint
mir die chemische Reaktion des Wachses in Bezug auf zwei Komponenten:
ad eins der gasförmige Wechsel des Kondensates ab einer bestimmten
Temperatur und die damit verbundene leichtere Durchgängigkeit durch
das Material.
Das wäre die Bestätigung der Funktion des Butera Couloring Bowls.
Nicht das Kondensat erzeugt den Verfärbungsprozess, sondern lediglich
die gasförmigen Anteile. Um so mehr ich dieselbe erhöhe, um so
schneller erfolgt die Reaktion in Bezug auf Verfärbung.
Nicht das Material bedingt den Transport, sondern bedingt durch dessen
individuelle Tränkung ist
Meerschaum ist nur ein hervorragendes Reagens. Und darum auch Point
zwei:
Ad zwei: die Einflussnahme der Verfallskoordinaten des Wachses und
dessen Stabilität in Bezug auf Licht und andere Rezeptoren. So können
wir auch deutlich unterschiedliche Verhaltensweisen der unterschiedlich
getränkten Rohstoffe kognostizieren.
Parrafingetränkt hat ultra lange Verfärbungszeiten. Bilder haben wir
gesehen, das Objekt war lediglich rosa.
Bienenwachs führt zu einem weitaus schnelleren und dominanteren
Vergilbungsprozess.
Gelb bis hell braun, aber immer noch nicht kirschrot.
Der Verbund von Walrat und Bienenwachs lässt eine dunklere und
dynamischere Verfärbung zu.
Jedoch die entscheidende Frage bleibt immer noch offen: kommt die
Verfärbung durch die Tabaknutzung oder hat das spezifische Wachs in
Bezug auf Handling oder Lagerung oder andere Bedingungen einen
entscheidenden Anteil am Verfärbungsprozess.
> Ob das Calzinieren aus dem weisslich-grauen Rohprodukt etwas gelbliches
> machte, kannst Du besser beurteilen.
Calzinieren und die daraus resultierende Verfärbung erscheint direkt
abhängig zur Temperatur .
Je grösser die Hitze, desto höher der Verdunkelungsgrad. Über diese
System kann ich auch die Changierung der Einfärbung eines Kopfe sehr
deutlich definieren.
Allerdings, und da muss ich passen, auch Wachse und Öle tragen
erheblich zu einer Farbgestaltung des Calzinierungsprozesses bei. Auch
eventuell Laugen oder schwache Säuren.
Das kennen wir ja auch aus dem Bereich Bruyere-Pfeife, wo User mit
hochlaugigem Handschweiß es schaffen, innerhalb von Wochen ihre
Tanshell in ein Dark- braun zu transferieren. Oder die Glatte zu
schwärzen.
Logisch begründet, denn alle Farben haben fixierte Normen ihrer
Resistenzen gegenüber Licht und Laugen und Säuren. Wenn diese
überschritten werden erfolgt zwangsläufig ein Verfallsprozess in
definierter Dauer.
Ich freue mich, wenn du mir mehr über die Verarbeitung der englischen
Meerschaums übermitteln kannst.
Mein "türkisches Wissen"reicht da nicht wirklich aus.
Einen lieben Gruss
Rainer
rainerbarbi wrote:
> Hallo Florian,
>
> ich gestehe, dass ich den Begriff des calzinierens immer nur in der
> traditionellen Definition des Ausglühens bei Temperaturen zwischen 830
> und 879 Grad verstanden habe.
Also sind wir d'accord hier.
>
> Und ich gestehe auch, dass andere Techniken der Verfärbung der
> Meerschaums aus den K& K Zeiten zwar erfahren, aber in der Herstellung
> nie sachkundig bei mir definiert waren.
Auch nur bei Manger, Eine Ruhlaer Legende bzw. Pollner, Pfeifenmacher
zwischen Rennsteig + Röhn gelesen.
Und öfters verschiedenfarbig rot/gelb/schwarz/tiefrotbraun lt. Anbieter
gemologte Pfeifen aus Ruhla oder Wien bei e-bay gesehen.
>
> Florian Eichhorn schrieb:
>
>
>>Ich denke, "calziniert" bedeutet mit einer Glühspirale ausgeglüht/gehärtet?
>>
>>Meinst Du vielleicht "gemologt", dh mit Färbemischung gekocht?
>
>
> Wenn du mir diesen Prozess erläutern konntest, wäre ich die dankbar.
> Vielleicht auch speziell auf die changierende Färbung von gelb bis
> Kirschrot. Auch Rappaport hat da keine klare Antwort in seiner
> Litteratur übermittelt.
Auch nur eine Lesefrucht bei Manger bzw. Pollner.
Und deren Erklärung aus der Erinnerung grob vereinfacht wiedergegeben.
*Vielleicht* hat Manger etwas in seiner Bibliothek bzw. das
Pfeifenmuseum Ruhla Unterlagen etwa vom alten Thiel (reine Mutmaßung).
Eine schöne rot gemologte konnte ich mir aus dem jetzt bald erschöpften
Zieglerbestand sichern.
Sie darf unberaucht zukünftiger Bewunderer harren.
>
>>Das gilt auch für die MS von Peterson.
>>
>>>Peterson nutzt kein türkisches Meerschaum für seine Produkte,
>
>
> Ich bin kein Sammler und Experte über die Geschichte von Peterson.
> Daher bezog sich meine Anmerkung nur auf die Neuzeit. Und deren
> Calzinierungsmethodik.
Kein Vorwurf. Wollte nur etwas Petersondaten hereinmogeln.
(..)
>
>
>>Kalziniert wurde es (bis bei Peterson 2001 die Produktion eingestellt
>>wurde) m. W. doch, um den spröderen Tansaniameerschaum
>>härter zu machen?
>
>
> Der ist nicht spröde, sondern lässt sich genau so verarbeiten wie
> Türke. Einziger Unterschied, er ist schwer und marmoriert. Stark
> marmoriert, denn auch der ultimative Meerschaum aus den südlichen
> Abbaugebieten von Eskisehir weist eine leichte Marmorierung auf.
> Da jedoch im Mainstream der Kundschaft das "Rein Weisse" leichter
> verkäuflich ist, weist dieses bessere Rohprodukt nur ein deminuiertes
> Schattendasein auf.
Ich habe gelegentlich mal solche angeboten gesehen, sehr schön.
Attraktiver als das reine Eierschalenweiss.
Im forum von www.pipes.org hat neulich ein ?Pfeifenmacher berichtet, er
hätte seine zum Rauchen bestimmten Meers (er macht nur bruyeres) alle
paar Jahre mit Bienenwachs nachgewachst, was den Färbungsprozeß stark
verbessert hat. Pfeifen sind jetzt dunkelmilchkaffeebraun. Er hat links
mit Bildern davon in der "lounge" von pipes.org gepostet. Sah
überzeugend aus.
(..) mit Dank für Infos gespeichert.
>
>
> Ich freue mich, wenn du mir mehr über die Verarbeitung der englischen
> Meerschaums übermitteln kannst.
Leider Fehlanzeige, bin Laie, und habe Laxey in der Zeit seines
Bestehens nie besucht.
Kann nur dies und das zur Chronologie und klein bischen was über die
Isle-of-Man Meerschaumpfeifen (ca. 1960er bis 2002) weitergeben.
Gruß
Florian