Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Ann: Tao in Pfeifenbox

33 views
Skip to first unread message

Martin Farrent

unread,
May 25, 2004, 5:21:38 PM5/25/04
to
Hallo Daft,

in der Pfeifenbox ( www.pfeifenbox.de ) gibt es nun ein Review zum
dänischen Macher Tao.

Gruß

Martin

www.pfeifenbox.de

Ch. Demian

unread,
May 25, 2004, 9:42:43 PM5/25/04
to
Hallo Martin, daft,

> in der Pfeifenbox ( www.pfeifenbox.de ) gibt es nun ein Review zum
> dänischen Macher Tao.

Interessant, interessant... Tao, der grobe Keil auf den groben Kunden-
wunsch gehauen? Das tut dem Manne unrecht! Ich, nachweislich kein
Sammler gurkiger Pfeifen, habe vier Tao's und zähle diese zu dem Besten
was man für dieses Geld bekommen kann. Die Verarbeitung ist fast penibel
zu nennen, die angebliche Geringschätzung der Maserungsqualitäten kann
ich nicht wirklich bestätigen (siehe: http://www.demian.de.vu/tao.jpg ).
Die Formenentwicklung hin zu gedrungenen, "dickeren" und kompakten
Stücken scheint mir eine genuine Stilfindung zu sein, jedenfalls macht
ein Überblick über die Tao-Zeiten einen sehr schlüssigen und logischen
Eindruck. Bullige Formen und den Versuch solche zu variieren kann man
an den Tao's der Svendborg-Zeit bereits sehen! (siehe hierzu z.B.:
http://www.demian.de.vu/taoc.jpg ). In der frühen Nach-Svendborg-Zeit
werden diese noch weiter "entwickelt"; hier sind z.B. breitholmige Kugeln
mit ausgreifenden, den schnöden Kugelkopf konterkarierenden, schwungvollen
Mundstücken oft zu finden (z.B. http://www.demian.de.vu/taob1.jpg und
http://www.demian.de.vu/taob4.jpg ). Desgleichen gilt für die diversen
Bulldog-Varianten, die zunächst ganz klassisch waren, später nach
Tao-Art verfeinert wurden, bishin zu den Quetsch-Bulldogs, die er heute
fertigt. Diese sind aber, wider allen Anschein, sehr filigran (finde ich).
Zu guter Letzt gibt es Formen, die man in dieser Konsequenz ausschließlich
bei Tao findet. Dazu gehört die ganz gerade, spitz zulaufende Volcano-
Variante oder zuletzt, die breiter werdenden Holme mit einem sie _mittig_
"abschnürenden" Silberring (offenbar eine Erfindung von Tao). Alles in
allem, führt Tao in der High-Grade-Ungebung, meiner Ansicht nach zu unrecht,
irgendwie ein Schattendasein. Vergleichbar vielleicht mit Jorgen Larsen.
Seltsamerweise ist beiden eine Eigenwilligkeit der Formen gemeinsam, die
man (der Kunde) offenbar nicht honorieren will. Ich für meinen Teil
finde Tao jedenfalls wohltuend souverän und zudem sehr konsequent.
Weder kann man ihm vorwerfen, die Pfeifen seien Outdoor-Gurken, noch
er sei auf einem bestimmten Stand der Entwicklung stecken geblieben
(vgl. hierzu Vater und Sohnemann Nielsen). Noch tut Tao so, als hätte es
vor dem "danish style" keine Pfeifen gegeben (wie z.B. ein Eltang oder Kent
R. glauben machen wollen ;-)... Rauchen lassen sie sich, eo ipso, prächtig!
Um mal der Lobhudelei einen Schluß zu geben, vor die Aufgabe gestellt,
eine "indoor" Pfeife zu empfehlen, würde ich Tao, vor solchen Gesellen,
wie Kaj Nielsen oder Peder Jeppsen, beinahe _immer_ den Vorzug geben!

Liebe Grüße

Christoph, gleich den Beweis antretend, daß man Tao's auch zuhause rauchen
kann. Versuchsanordnung umfaßt neben der Pfeife noch 3Nuns...

Heiko Jahr

unread,
May 25, 2004, 11:33:57 PM5/25/04
to
Hi Christoph,

Ch. Demian <ch.d...@web.de> typed:
...


> Noch tut Tao so, als
> hätte es vor dem "danish style" keine Pfeifen gegeben (wie z.B. ein
> Eltang oder Kent R. glauben machen wollen ;-)
...

Unabhänig von Deiner übrigen Meinung zu Tao, die ich nicht weiter
kommentieren will - ich mag sie halt nicht - wie kommst Du auf die
Idee, daß "ein" Eltang oder Kent R. irgendjemanden etwas glauben machen
wollen? Und den vertraulichen Zwinker-Smiley dahinter verstehe ich noch
weniger.

SG,
Heiko

Ch. Demian

unread,
May 26, 2004, 12:49:08 AM5/26/04
to
Hallo Heiko,

(...)

>> Noch tut Tao so, als
>> hätte es vor dem "danish style" keine Pfeifen gegeben (wie z.B. ein
>> Eltang oder Kent R. glauben machen wollen ;-)
> ...
>
> Unabhänig von Deiner übrigen Meinung zu Tao, die ich nicht weiter
> kommentieren will - ich mag sie halt nicht -

Die Meinung oder die Tao's? (gar beides :-)) Kommentiere ruhig!

> wie kommst Du auf die
> Idee, daß "ein" Eltang oder Kent R. irgendjemanden etwas glauben machen
> wollen? Und den vertraulichen Zwinker-Smiley dahinter verstehe ich noch
> weniger.

Sollte eigentlich nur auf die dauerhafte und bei mir immer wiederkehrende
Problematik hinweisen. Ich grüble immernoch (manchmal gesenkten Kopfes) über
die Popularität von Eltang nach und die _IMHO_ maßlose Überschätzung Kents,
den ich "formal" nur als einen "blumigen" Teddy-Aufguß begreife (allerdings
ohne leibhaftiges Anschauungsmaterial, was man mir vorwerfen kann)... Das
hört sich alles geschwurbelt an, aber es fehlt an einer Nomenklatur für
sowas wie Pfeifen; Das Zwinker-Smiley sollte nur andeuten, daß ich mir der
Frechheit der Behauptung bewußt bin und man ein Auge zudrücken sollte,
hierbei. Ich weiß wohl, daß man den Protagonisten der dänischen "Pfeifen-
hochkultur" nicht seriöserweise vorwerfen kann, sie seien unenglisch...
Das erinnert an eine Anektdote über jene Art Kritik, die an einer Kartoffel
solange schnitzt bis diese aussieht wie eine Birne und nach dem Reinbeißen
sich beschwert, es schmecke ja gar nicht nach Birne ;-) Was soll's, (Stil-)
Kritik ist eben oft von Vorlieben geprägt; und ich mag's eben englisch;
auch bei den Dänen. Und zwar nicht in der Weise, wie man es auslegen könnte:
"Lieber TE warum machst DU keine Barlings nach!" Sondern eben in der
Tao-Art, oder auch in der Art, wie Former manchmal engl. Klassiker
abwandelt. Ich war mal bei einer Vorlesung von Axel Schultes, die er
anläßlich einer Gastdozentur an der Uni meiner Freundin hielt. Da spöttelte
er über Meinhard von Gerkan: "Der Mann der jeden Montag, die Architektur neu
erfindet." Mir geht es beim Anblick mancher dänischen Pfeifen ähnlich.
Geht denn Deine Antipathie Tao gegenüber soweit wie Martins, daß Du dessen
Pfeifen als Outdoor-Gurken schimpfst? Ich glaube, Vorlieben hin oder her,
daß diese Abqualifizierung wirklich ungerecht ist!

Liebe Grüße

Christoph, HOTW in Dunnie

Martin Farrent

unread,
May 26, 2004, 2:33:39 AM5/26/04
to
Hallo Christoph,

> Geht denn Deine Antipathie Tao gegenüber soweit wie Martins, daß Du dessen
> Pfeifen als Outdoor-Gurken schimpfst

Wieso ist das eine Beschimpfung? Vielmehr ist's eine Beschreibung der
Assoziationen, die Taos bei mir hervorrufen, - und außerdem ist eine
Outdoor-Pfeife eine sehr nützliche Sache. Ist eine feine englische
Tweedjacke für die Wanderung minderwertiger als ein Smoking? Wohl
nicht - zumal die Anlässe des Tweedtragens meist spaßiger sind als die
Einladung mit Smokingzwang ;-)

Dass Tao meines Erachtens Kai Nielsen schlägt, habe ich übrigens auch
geschrieben.

Gruß

Martin

www.pfeifenbox.de

Peter Hemmer

unread,
May 26, 2004, 6:23:18 AM5/26/04
to
Hallo Christoph, daft,

> Kritik ist eben oft von Vorlieben geprägt; und ich mag's eben englisch;
> auch bei den Dänen. Und zwar nicht in der Weise, wie man es auslegen
>könnte:
> "Lieber TE warum machst DU keine Barlings nach!" Sondern eben in der
> Tao-Art, oder auch in der Art, wie Former manchmal engl. Klassiker
> abwandelt.

Ich denke, es gibt wohl kaum einen Dänen, der so nah am "englischen
Vorbild" angelehnt ist, wie TAO mit seinen gedrungenen Pfeifen. Die
"Chubby" Pfeife ist eine urenglische Form des frühen 20. Jahrhunderts -
heute in England und auch sonstwo kaum mehr existent, die vor allem von
BBB ("The Chubby Series", "The Golfer Series" - vielleicht Martins
Assoziation von "Gartenarbeit"?;-), "The Dreadnaught") und von Loewe
(ohne besondere Namensgebung)in der Modellistik geprägt war und auch,
wenngleich in weniger starkem Maß, von den meisten anderen Herstellern
produziert wurde. TAO's Pfeifen scheinen mir oft sehr stark an diesen
alten englischen Formen angelehnt, was durch die Art der
Silberapplikationen und der Wahl des Kunstbernsteins für das Mundstück
noch verstärkt wird.

> Geht denn Deine Antipathie Tao gegenüber soweit wie Martins, daß Du
>dessen
> Pfeifen als Outdoor-Gurken schimpfst? Ich glaube, Vorlieben hin oder
>her,
> daß diese Abqualifizierung wirklich ungerecht ist!

Leider, leider besitze ich (noch) nicht mal eine einzige TAO, weshalb
ich über die Qualität der Marke nichts sagen kann (was man wohl auch bei
nur einer Pfeife nicht wirklich könnte), aber rein formal finde ich die
Pfeifen sehr spannend und diejenigen, die ich in der Hand hatte,
schienen mir zumindest außen von sehr hoher Verarbeitungsqualität. Mir
geht es ähnlich wie Dir, ich habe auch Schwierigkeiten, in diesem Fall
Martin's sehr harte Einschätzung ganz nachzuvollziehen. Bei mir
jedenfalls steht TAO gerade wegen seiner "englischen Formen" auf der
Wunschliste ziemlich weit oben.

Gruß Peter
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de


Jörg Wittkamp

unread,
May 26, 2004, 6:17:22 AM5/26/04
to
Hallo Daft,

ich besitze eine einzige TAO Pfeife. Eine kleine filigrane Apple mit
asymetrischem Kopfrand, Bambusholm und Kunstbernsteinmundstück; also
sicherlich nicht das klassische Modell. Von den Raucheigenschaften
gibt es keine Probleme. Die Verarbeitung ist einwandfrei und auch
die Preise für TAO's finde ich eigentlich vergleichsweise human.
Ich mag diese kleine Pfeife einfach und möchte sie nicht mehr
missen.

Lieber GRuß
Jörg

Escudo in Jess
--
------------------------------------------------------------
Free Web Email & Filter Enhancements.
http://www.freewebemail.com/filtertools/
------------------------------------------------------------
"Martin Farrent" <mar...@farrent.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8ea73344.04052...@posting.google.com...

wolfgang pointner

unread,
May 26, 2004, 6:57:48 AM5/26/04
to
Hallo

Ich bin ja hier nicht gerade dafür bekannt dass ich dänische Pfeifen sammle
(zurecht:-) , aber meine TAO ist super, tolle Verarbeitung, super Maserung
und ausserdem schmeckt sie....für eine Dänische....super.
Wer schauen möchte:
http://www.pipewolf.com/my%20collection/denmark%20fotos/tao.jpg
Ist übrigens TAO + Svendborg gestempelt, Grade "H"

Grusse an alle

Wolfgang Pointner

for quality estate pipes
take a loot at
http://www.pipewolf.com


Jörg Lehmann

unread,
May 26, 2004, 9:43:47 AM5/26/04
to
Hi Christioph, alle,

da hat ja der Martin wieder mal sein Ziel erreicht, und alle auflaufen
lassen, die gern kontrovers diskutieren. Prima. Ich persönlich habe schon
viele Tao´s gesehen und die meisten waren mir persönlich zu wuchtig, auch
mag ich diese bernsteinfarbenen Mundstücke nicht besonders gut leiden,
ebenso die Silberringe an den meist sehr kurzen Holmen. Meine Tao sieht
deshalb auch "un-Tao-mäßig" aus ;-)

http://www.rz.fh-ulm.de/~jlehmann/nielsentao_bilder01.htm

Dennoch wird er seine Liebhaber finden - solange der Holm nicht dicker ist
als der Kopf, wie es bei der einen die Du, Chistoph, uns zeigst, beinahe der
Fall ist. Es ist schließlich doch davon auszugehen, dass Tao eben gern
solche Pipen macht und nicht etwa nur derartig "plumpe" Pipen machen kann.

Alles in allem, führt Tao in der High-Grade-Ungebung, meiner Ansicht nach
zu unrecht,
> irgendwie ein Schattendasein. Vergleichbar vielleicht mit Jorgen Larsen.

Dem kann ich uneigeschränkt zustimmen. Eine highgrade (wie auch immer
definiert), muss ja nun wirklich nicht zwangsläufig eine besonders filigrane
oder besonders "verschnörkelte" Pipe sondern kann auch ein knuffiges Teil
sein. Gerade bei Jörgen Larsen findet man doch wirklich sehr schöne,
ausgefallene Formen, bestes Holz und sehr ordentliche Verarbeitung.

Noch tut Tao so, als hätte es
> vor dem "danish style" keine Pfeifen gegeben (wie z.B. ein Eltang oder
Kent
> R. glauben machen wollen ;-)...

Na gut, einiges hat ja Heiko dazu gesagt. Ich kenne nur Tom persönlich, und
er gehört garantiert nicht zu den Leuten, die ein übertriebenes Verhältnis
zu ihren Produkten haben, im Gegenteil. Bei Kent schließe ich mich der hier
irgendwo geäußerten Auffassung an, dass er bezüglich seiner Pipen doch sehr
stark an Teddy erinnert und bezüglich seiner Preise hat er langsam auch jede
Bodenhaftung verloren. Dass er sich allerdings für die Reinkarnation des
Pfeifengottes hielte, wäre mir neu. Vielmehr ist er jemand, der im
mail-Kontakt nur wenig Aufhebens um seine Person macht. Zudem sind seine
Pfeifen von der Verarbeitungsqualität von derart herausragender Güte, das
selbst ein fanatischer Perfektionist wie Cornelius Mänz des Lobes voll ist.

Was an dem Begriff "outdoor" Pfeifen auszusetzen ist, verstehe ich nicht.
Tao ist ein Segel-Fan und wird seine Pipenvorlieben auch daran orientieren,
wie sie vom Format her am wenigsten bei diesem Hobby stören. Und wie affig
es rüberkommt, wenn man bei einer "outdoor"-Aktivität mit einer filigranen
Nobelpfeife auftritt, hat ja jeder bei diesem komisch Kommissar-Rex-Fuzzy
gesehen, als der sich mit einer Kaspermütze und einer goldgebandeten Dunnie
in einem Cabrio ablichten ließ.

Dass man "outdoor"-Pfeifen auch innen rauchen kann, ist IMHO keine Frage der
Pipe sondern des Tabaks. Mir fallen gleich Dutzende Tabake ein, die ich nur
als outdoor-Tabake bezeichnen würde. Und ich gehe mal davon aus, dass da
jeder so seine Kandidaten hat ;-)

Beste Grüße

Jörg


Jörg Lehmann

unread,
May 26, 2004, 9:45:48 AM5/26/04
to
Hallo Wolfgang,


> und ausserdem schmeckt sie....für eine Dänische....super.

Was, bitte, soll denn nun das wieder heißen ;-)

Jörg


Frank Nicolai

unread,
May 26, 2004, 10:41:31 AM5/26/04
to
Peter Hemmer <phe...@freenet.de> schrieb am Wed, 26 May 2004
10:23:18

Hallo Peter, hallo daft,

merkwürdig, wie verschieden Geschmäcker sein können... Als ich die
Tao-Pfeifen im Rutzen sah war mir klar: muss ich haben! Nicht umsonst
beneide ich Manni um die Tao-Kugel (die er mir zur Ansicht sogar mal
mit nach HH brachte). Allerdings mag ich kuglige Formen sehr - nicht
umsonst bin ich so ein Siena 320 KS-Fan :-)

Und als ich für (verhältnismäßig) kleines Geld eine Tao-Estate
abgeboten bekam habe ich nicht nachgedacht :-)

>Ich denke, es gibt wohl kaum einen Dänen, der so nah am "englischen
>Vorbild" angelehnt ist, wie TAO

Und auch wenn ich das bei den kugligen Formen nicht so sehe (aber das
ist einfach eine Frage des "Empfindens" von englischen Formen und
keine Wertung Deiner historisch fundierten Mitteilung) ... meine Tao
ist eine kleine sandgestrahlte Apple mit flachem Holm. Ich finde, sie
sieht sehr englisch aus. Und daher kommen auch nur englische Mixturen
in die sich hervorragend zu rauchende Pfeife.


Nic


--
Nur wer pleite ist behauptet, genügend Pfeifen zu besitzen. (L.Boden)
Hilfe zu d.a.f.t: http://www.daft.de/hilfe/
http://www.daft.de/hilfe/willkommen_in_daft.html
FAQ: http://www.daft.de/hilfe/faq.htm

Hans-Juergen Rieger

unread,
May 26, 2004, 12:56:01 PM5/26/04
to
Hi Christoph,

>Ich, nachweislich kein Sammler gurkiger Pfeifen, ....
>....(siehe: http://www.demian.de.vu/tao.jpg ).

hier sehe ich allerdings einen Widerspruch. Aber die Geschmäcker sind ja
bekanntlich und auch zum Glück verschieden.

Gruß Ha-Jue, Glengarry in Chonowitsch jun.
--
"The difference between men and boys, is the price of their toys ..."

Torsten Geissler

unread,
May 26, 2004, 5:58:32 PM5/26/04
to
Nabend daft,

soviel Diskussion um Tao.
Ich als Nichtsahnender schaue mir das gute Stück (Svendborg TAO Grade D ) in
Ruhe gelegentlich an und überlege, ob´s denn nun Zeit wäre erstmals in ihr
ein Feuer zu entfachen. Mir gefällt "SIE" so wie sie ist.
ENDE

(Geschmäcker sind zum Glück verschieden)

Gruß Torsten


Heiko Jahr

unread,
May 27, 2004, 4:04:42 AM5/27/04
to
Hi Ha-Jue

Hans-Juergen Rieger <pfe...@t-online.de> typed:


> Hi Christoph,
>
>> Ich, nachweislich kein Sammler gurkiger Pfeifen, ....
>> ....(siehe: http://www.demian.de.vu/tao.jpg ).
>
> hier sehe ich allerdings einen Widerspruch. Aber die Geschmäcker
> sind ja bekanntlich und auch zum Glück verschieden.

LOL - wo Du recht hast ...

SG,
Heiko

Heiko Jahr

unread,
May 27, 2004, 4:46:46 AM5/27/04
to
Moin Christoph,

Du scheinst das Thema leicht zu verfehlen und erzählst merkwürdige für
mich nicht nachvollziehbare Sachen.

Ich verstehe nicht wie Du darauf kommst, gerade Tom klammheimlich zu
unterstellen, er würde in abgedrehter Formen aufgehen und nur die
Puritaner Tao und Former würden den klassischen shapes frönen und sie
beherrschen. Vielmehr scheinen mir gerade die Arbeiten von Tom sehr
souverän und dabei dennoch unbeschwert, spielerisch, kreativ (von der
Farbpermanenz vielleicht mal abgesehen) _und_ innovativ! Das kann man
von vielen anderen allenfalls bedingt behaupten.

Nur als Beispiel: Ich habe aktuell 5 Eltangs hier liegen. Bis auf ein
Eltang typisches Horn - das aber natürlich auch in gewisser Weise ein
Klassiker ist - ausschließlich streng traditionelle Formen (Lovat,
Poker, Dublin, Pot) in so perfekter Durchgestaltung, daß manche Dunhill
blaß würde. Oder schau Dir die Kalabashs an, die er zuletzt gemacht hat
...

Also wer versucht hier, jeden Morgen die Pfeife jeden Morgen neu zu
erfinden? Also wer tut so, als hätte es vor dem dänischen Stil keine
Pfeifen gegeben? Also, was willst Du?

Schöne Grüße
Heiko
*irritiert*

Eugen Marmann

unread,
May 27, 2004, 5:31:21 AM5/27/04
to
Hallo Christoph,

tja so ist das mit den Assotiationen.

> Weder kann man ihm vorwerfen, die Pfeifen seien Outdoor-Gurken, noch
> er sei auf einem bestimmten Stand der Entwicklung stecken geblieben
> (vgl. hierzu Vater und Sohnemann Nielsen).

Martin hat nichts von "Gurken" gesagt. Er hat die Pfeifen nur mit "Draussen"
und
"Abenteuer" assotiert. Wer einmal vernünftiges "Outdoorzeug" gekauft hat,
weiß, daß man da eine Menge Geld ausgeben kann. Auch in diesem Bereich
gibt es (um mal mit Serienpfeifen zu vergleichen) Preis- und
Qualitätsunterschiede
von Vaue bis Dunhill. Outdoor ist nicht gleich billig.

Allerdings muß ich Martin da recht geben. Ich kann mir die Pfeifen gut am
Lagerfeuer
vorm Zelt vorstellen. Schön, daß es so etwas auch auf hohem Niveau gibt.

Gruß Eugen

*************
Drei Tage war der Frosch nun krank. Jetzt raucht er wieder,
Gott sei Dank! (Wilh. Busch)


Ch. Demian

unread,
May 27, 2004, 6:09:48 AM5/27/04
to
Hallo Heiko,

ich bin mehr und mehr der Meinnung, daß dieses Medium für derlei Unter-
haltungen völlig ungeeignet ist. Schließlich kommt alles zerheckselt und in
die Irre leitend beim Angesprochenen an. Im einzelnen:

> Du scheinst das Thema leicht zu verfehlen und erzählst merkwürdige für
> mich nicht nachvollziehbare Sachen.

1. Was für ein Thema? Gibt es denn hier eine topossetzende Gewalt?
2. Ist eine abweichende Meinung, sei sie auch schwer nachvollziehbar,
gleich merkwürdig? Ich finde die Klunker, die manche Sammler in
fast parvenuhafter Manier von gestandenen Machern verarbeiten lassen
beinahe sträflich. "Nicht nachvollzeihbar" ist das Mindeste, was ich
dazu sagen will. Aber "merkwürdig", finde ich es dennoch nicht, denn
"Merkwürdigkeit" deutet immer einen von einer Norm abweichenden Zu-
stand. "Merkwürdigkeit" hebt immer darauf an, das Augenmerk vom
Gegenstand der Kommunikation hin zum Gegenpart der Kommunikation zu
wenden und deutet auf ein von ihm ausgehendes Befremden hin. Ich
finde Deine fehlende Begeisterung Tao gegenüber keineswegs merk-
würdig! Deine Unterstellung er sei nicht souverän im überkommenen
Handwerk stecken geblieben ist für mich nicht nachvollziehbar...
(Gut, gut, Du hast nichts Dergleichen behauptet; ich weiß... Aber
Du machst mich doch auch für Sachen, die ich nicht von mir gab
haftbar...)

> Ich verstehe nicht wie Du darauf kommst, gerade Tom klammheimlich zu
> unterstellen, er würde in abgedrehter Formen aufgehen und nur die

1. Wie kommst Du darauf, ich täte auch nur eines davon?
2. Warum "klammheimlich"? Ich habe mich doch alles andere als
insinuierend oder dünkelhaft ausgedrückt.
3. Ich habe doch nicht im Entferntesten auf Toms Verhältnis zum eigenen
Handwerk angespielt? Schon gar nicht sprach ich vom "Aufgehen"?

> Puritaner Tao und Former würden den klassischen shapes frönen und sie
> beherrschen.

1. Puritaner sicher nicht, aber Gemäßigte, viellecht? Schüchtern in der Wahl
der Mittel?
2. Ob sie einer bestimmten Einstellung frönen oder ob es einfach eine
Anwandlung ist, oder gar "Formprosodie" oder was auch immer, kann ich
nicht einschätzen... Ich hoffe es ist eine wilde Mischung aus
Überlegungen, Motiven, Gelüsten und Forderungen des Faktischen ;-)

> Vielmehr scheinen mir gerade die Arbeiten von Tom sehr
> souverän und dabei dennoch unbeschwert, spielerisch, kreativ (von der
> Farbpermanenz vielleicht mal abgesehen) _und_ innovativ!

1. bis auf den innovativen Charakter: d'accord! Innovativ finde ich da
nur wenig. Richtig innovativ ist vielleicht das "Bambus aus Horn"
(Dir als Innovation besser bekannt ala mir ;-) oder etwa einige shapes
von Love Geiger. Aber TE? Ach wo...

> Das kann man
> von vielen anderen allenfalls bedingt behaupten.

- Das Stimmt allerdings ;-)



> Nur als Beispiel: Ich habe aktuell 5 Eltangs hier liegen. Bis auf ein
> Eltang typisches Horn - das aber natürlich auch in gewisser Weise ein
> Klassiker ist - ausschließlich streng traditionelle Formen (Lovat,
> Poker, Dublin, Pot) in so perfekter Durchgestaltung, daß manche Dunhill
> blaß würde. Oder schau Dir die Kalabashs an, die er zuletzt gemacht hat

1. Du versuchst etwas zu wiederlegen, was nie als Behauptung im Raume stand.
2. "Ausschließlich streng traditionelle Formen" sind es sicher nicht, die
die Popularität von TE ausmachen, oder? Und merke: das soll kein Vor-
wurf sein! Im Gegenteil! Aber versuche mal zu erklären, weshalb ein TE
ungleich populärer ist als Jorgen L, Jorn Larsen oder Björn Bengtson?
Es liegt kaum an "nachvollziehbaren" Merkmalen?!
3. Ich habe keine Eltang. Ich hatte drei, aus verschiedenen Zeiten, zwei
verschiedene Hörner und einen Pseudo-Blowfish. Von Innovation keine
Spur, die Verarbeitung nicht anders als bei anderen High Grades und
die Pfeifen schwer (-fällig!) und viel zu dicke. Was die Formen an-
geht, fast grob.

> ...
>
> Also wer versucht hier, jeden Morgen die Pfeife jeden Morgen neu zu
> erfinden?

- Jende Montag, sagte ich! Bitte gucke Dir die Laufleiste auf
danishpipemakers an, was da (manchmal, jetzt grad nicht) durchläuft paßt
genau in diese "Kritik" (die der Pointe wegen gewiß zuspitzt ;-) Die
dortige Eltang "M" ist eine Beleidigung des Formempfindens ;-)
(kann ich höchstens als Beweis des "Machbaren" durchgehen lassen)

> Also wer tut so, als hätte es vor dem dänischen Stil keine
> Pfeifen gegeben? Also, was willst Du?

- Blöde Frage, also bitte!

> Heiko
> *irritiert*

Na hoffentlich nun nicht mehr!

Liebe Grüße

Christoph

Adrian Schmidtke

unread,
May 27, 2004, 6:28:25 AM5/27/04
to
Hallo Eugen,

> Qualitätsunterschiede
> von Vaue bis Dunhill.

Sieh an... ;-) Da sind wir also doch einer Meinung.

SCNR,
Adrian BBF in Stanwell Bamboo

--
http://www.gwdg.de/~aschmidb/pfeifen
http://www.soulcake.de http://www.easeback.de

Eugen Marmann

unread,
May 27, 2004, 7:18:36 AM5/27/04
to
Halllo Adrian,

> Sieh an... ;-) Da sind wir also doch einer Meinung.

Sag´ich doch. :-)) Leider fördert dies Medium das
"aneinander Vorbeireden".

Heiko Jahr

unread,
May 27, 2004, 7:08:33 AM5/27/04
to
Hallo Christoph,

wir reden aneinander vorbei. Zur Erinnerung was Du geschrieben hast:

[I]


> Noch tut Tao so, als
> hätte es vor dem "danish style" keine Pfeifen gegeben (wie z.B. ein
> Eltang oder Kent R. glauben machen wollen ;-)...

und als Nachschlag schriebst Du auf meine Reaktion:

[II]
> ... und ich mag's eben englisch; auch bei den Dänen. Und zwar


> nicht in der Weise, wie man es auslegen könnte: "Lieber TE warum
> machst DU keine Barlings nach!" Sondern eben in der Tao-Art, oder
> auch in der Art, wie Former manchmal engl. Klassiker abwandelt.

Das klingt ganz nach der klammheimlichen Unterstellung die ich
festgestellt habe. Schau Dir doch bitte an was TE macht gemacht hat,
bevor Du so etwas schreibst.


Ch. Demian <ch.d...@web.de> typed:


>> Du scheinst das Thema leicht zu verfehlen und erzählst merkwürdige
>> für mich nicht nachvollziehbare Sachen.
>
> 1. Was für ein Thema? Gibt es denn hier eine topossetzende Gewalt?

Wie bitte? Du kennst aber schon die banalen Standarts für Kommunikation
im allgemeinen?
Du brachtest hier einen Macher (TE) in die Diskussion, den Du in
Opposition zu Tao gesetzt hast, ich habe nachgefragt.
Aber auf meine Reaktion hast Du nicht explizit geantwortet und
schweifst ab. Leider habe ich immer noch keine Ahnung wie Du darauf
kommst, dass TE glauben machen will, dass es vor dem dänischen Stil
keine Pfeifen gegeben hat.
(BTW: Genauso wenig weiß ich bis heute wie Du damals zu Deiner
Abwertung von Wolle Becker gekommen bist, als Du ihn quasi als Ivarsson
für Arme hingestellt hast, was IMO in dieser Form völlig haltlos ist!)

> 2. Ist eine abweichende Meinung, sei sie auch schwer nachvollziehbar,
> gleich merkwürdig?

Natürlich nicht immer - manchmal schon.

> Ich finde die Klunker, die manche Sammler in
> fast parvenuhafter Manier von gestandenen Machern verarbeiten
> lassen beinahe sträflich. "Nicht nachvollzeihbar" ist das
> Mindeste, was ich dazu sagen will. Aber "merkwürdig", finde ich
> es dennoch nicht, denn "Merkwürdigkeit" deutet immer einen von
> einer Norm abweichenden Zu- stand. "Merkwürdigkeit" hebt immer
> darauf an, das Augenmerk vom Gegenstand der Kommunikation hin zum
> Gegenpart der Kommunikation zu wenden und deutet auf ein von ihm
> ausgehendes Befremden hin.

... gäääähn ... sprachphilosophische bzw. linguistische Belehrungen zur
Argumentationsunterstützung (evtl. als Ablenkungsmanöver?) halte ich
nun doch für ziemlich abgedreht und für fehl am Platze.

> Ich finde Deine fehlende Begeisterung
> Tao gegenüber keineswegs merk- würdig! Deine Unterstellung er sei
> nicht souverän im überkommenen Handwerk stecken geblieben ist für
> mich nicht nachvollziehbar... (Gut, gut, Du hast nichts
> Dergleichen behauptet; ich weiß... Aber Du machst mich doch auch
> für Sachen, die ich nicht von mir gab haftbar...)

Wo? Nicht die Spur!


>> Ich verstehe nicht wie Du darauf kommst, gerade Tom klammheimlich zu
>> unterstellen, er würde in abgedrehter Formen aufgehen und nur die
>
> 1. Wie kommst Du darauf, ich täte auch nur eines davon?

siehe [I]

> 2. Warum "klammheimlich"? Ich habe mich doch alles andere als
> insinuierend oder dünkelhaft ausgedrückt.

siehe [I]

> 3. Ich habe doch nicht im Entferntesten auf Toms Verhältnis zum
> eigenen Handwerk angespielt? Schon gar nicht sprach ich vom
> "Aufgehen"?

siehe [I] - genauso kommt es rüber wenn ich lese:

> Noch tut Tao so, als
> hätte es vor dem "danish style" keine Pfeifen gegeben (wie z.B. ein
> Eltang oder Kent R. glauben machen wollen ;-)...

>> Puritaner Tao und Former würden den klassischen shapes frönen und


>> sie beherrschen.
>
> 1. Puritaner sicher nicht, aber Gemäßigte, viellecht? Schüchtern in
> der Wahl der Mittel?

Könnte evtl. auch "langweilig" die Sache treffen?

> 2. Ob sie einer bestimmten Einstellung frönen oder ob es einfach eine
> Anwandlung ist, oder gar "Formprosodie" oder was auch immer, kann
> ich nicht einschätzen... Ich hoffe es ist eine wilde Mischung aus
> Überlegungen, Motiven, Gelüsten und Forderungen des Faktischen ;-)

Geschenkt!

>> Vielmehr scheinen mir gerade die Arbeiten von Tom sehr
>> souverän und dabei dennoch unbeschwert, spielerisch, kreativ (von
>> der Farbpermanenz vielleicht mal abgesehen) _und_ innovativ!
>
> 1. bis auf den innovativen Charakter: d'accord! Innovativ finde ich
> da nur wenig. Richtig innovativ ist vielleicht das "Bambus aus
> Horn" (Dir als Innovation besser bekannt ala mir ;-) oder etwa
> einige shapes von Love Geiger. Aber TE? Ach wo...

Aber hallo! Siehe die neuen Kalabaschs, siehe dieses neue "pipe-knive",
siehe Revolutionierung der pickaxe, siehe seine Interpretation der
Ukulele ... u.s.w.

>> Das kann man
>> von vielen anderen allenfalls bedingt behaupten.
>
> - Das Stimmt allerdings ;-)
>
>> Nur als Beispiel: Ich habe aktuell 5 Eltangs hier liegen. Bis auf
>> ein Eltang typisches Horn - das aber natürlich auch in gewisser
>> Weise ein Klassiker ist - ausschließlich streng traditionelle
>> Formen (Lovat, Poker, Dublin, Pot) in so perfekter Durchgestaltung,
>> daß manche Dunhill blaß würde. Oder schau Dir die Kalabashs an, die
>> er zuletzt gemacht hat
>
> 1. Du versuchst etwas zu wiederlegen, was nie als Behauptung im
> Raume stand.

Aber sicher hast Du das ... wenn auch in Andeutung - siehe [I]

> 2. "Ausschließlich streng traditionelle Formen" sind es sicher
> nicht, die die Popularität von TE ausmachen, oder? Und merke: das
> soll kein Vor- wurf sein! Im Gegenteil!

Ach so - kommt aber genauso rüber, siehe [I]
TE macht eben Klassiker und anderes. Es gibt viele Sammler und ihn
gerade wegen seiner Klassiker lieben.

> Aber versuche mal zu
> erklären, weshalb ein TE ungleich populärer ist als Jorgen L,
> Jorn Larsen oder Björn Bengtson? Es liegt kaum an
> "nachvollziehbaren" Merkmalen?!

Aber sicher kann man sie nachvollziehen. Zum einen liegt es an der
formalen Vielfalt, die er beherrscht aber auch an seiner Beständigkeit
und nicht zuletzt an seiner Person. Ein unkomplizierter, kommunikativer
und fröhlicher kann sich und damit seine Produkte selbstverständlich
besser popularisieren als ein Eigenbrödler.

> 3. Ich habe keine Eltang. Ich hatte drei, aus verschiedenen Zeiten,
> zwei verschiedene Hörner und einen Pseudo-Blowfish. Von
> Innovation keine Spur, die Verarbeitung nicht anders als bei
> anderen High Grades und die Pfeifen schwer (-fällig!) und viel zu
> dicke. Was die Formen an- geht, fast grob.

Es tut mir wirklich leid das sagen zu müssen aber diese Einschätzung
zeugt nicht gerade von umfassender Sachkenntnis. Und das sagt ich als
einer der gerade von filigrane Arbeiten besonders angefixt ist.

>> Also wer versucht hier, jeden Morgen die Pfeife jeden Morgen neu zu
>> erfinden?
>
> - Jende Montag, sagte ich!

Das ändert natürlich alles! Sorry ;-)

> Bitte gucke Dir die Laufleiste auf
> danishpipemakers an, was da (manchmal, jetzt grad nicht)
> durchläuft paßt genau in diese "Kritik" (die der Pointe wegen
> gewiß zuspitzt ;-) Die dortige Eltang "M" ist eine Beleidigung des
> Formempfindens ;-) (kann ich höchstens als Beweis des "Machbaren"
> durchgehen lassen)

Also denn doch geschmäcklerisch? ...

>> Also wer tut so, als hätte es vor dem dänischen Stil keine
>> Pfeifen gegeben? Also, was willst Du?
>
> - Blöde Frage, also bitte!

Danke! Aber wenn ich das so lese: siehe [I]

>> Heiko
>> *irritiert*
>
> Na hoffentlich nun nicht mehr!

Um ehrlich zu sein, immer mehr.

SG,
Heiko

Heiko Jahr

unread,
May 27, 2004, 7:24:19 AM5/27/04
to
... kleine Ergänzung, zur Kalabash von TE schaut ihr hier:

http://www.scandpipes.com/pipes/uniDBfiles/DB_vis_indhold.asp?r=8575&ID=402

SG,
Heiko

Martin Farrent

unread,
May 27, 2004, 8:01:20 AM5/27/04
to
Hi Jörg,

> da hat ja der Martin wieder mal sein Ziel erreicht, und alle auflaufen

> lassen, die gern kontrovers diskutieren...

Bemerkenswert finde ich vor allen Dingen, dass meine eindeutig
subjetive Assoziation manche Gemüter so erhitzt! Was ich und andere
aber mit der Assoziation selbst assozieren... offenbar ist 'draußen'
für einige Weltstadt-Bewohner ein Schimpfwort ;-) Wenn mir Christoph
seine Postadresse schickt, spende ich ihm ein Päckchen Frischluft vom
Siebengebirge. Die kann er dann auch drinnen atmen, oder in der
Kneipe: Loch in den Karton, Schlauch 'rein (etwa vom
Aquarienhändler)...

Um so off topic zu bleiben, habe ich gestern - draußen - eine Kolonie
Mauereidechsen beobachtet, sie aber ausnahmsweise nicht mit dem Rauch
aus meiner neuen Tao gestört. Aber es stimmt: Im Wald drumherum
rauchte kein Arsch 'ne Eltang!

Gruß ;-)

Martin

www.pfeifenbox.de

birk

unread,
May 27, 2004, 8:05:15 AM5/27/04
to
Hi Heiko,

"Heiko Jahr" schrieb

>
http://www.scandpipes.com/pipes/uniDBfiles/DB_vis_indhold.asp?r=8575
&ID=402

Tolles Teil aber entschuldige meine Sachunkenntniss? Wozu ist denn
dieser Abnehmbare "Deckel" (wenns denn wenigstens einer wäre)
gedacht?

----
friedliches rauchen

martin

mails an: martin.hildebrandt bei freenet in deutschland
www.martin-hildebrandt.de

Martin Hildebrandt

unread,
May 27, 2004, 8:12:37 AM5/27/04
to
sorry, irgendwie falsches Konto ...

Heiko Jahr

unread,
May 27, 2004, 8:31:20 AM5/27/04
to
Hi Martin,

http://www.scandpipes.com/pipes/uniDBfiles/DB_vis_indhold.asp?r=8575&ID=402


>>
>> Tolles Teil aber entschuldige meine Sachunkenntniss? Wozu ist denn
>> dieser Abnehmbare "Deckel" (wenns denn wenigstens einer wäre)
>> gedacht?

Dieses Teil ist wie eine Kalabash, d.h. der eigentliche Pfeifenkorpus
ist hohl und obengibt es einen Meerschaumeinsatz (dieser Deckel). In
Chicago habe ich mit zwei Leuten (übrigens Deutsche), die sich solch
ein Teil geleistet haben gesprochen - und es funktioniert wohl absolut
spitzenmäßig.

Schöne Grüße
Heiko

Martin Hildebrandt

unread,
May 27, 2004, 8:44:36 AM5/27/04
to
Hi Heiko,

ich hab noch nie eine Kalabash in der Hand gehabt, man raucht also
aus dem "Deckel" verstehe ich das richtig? Faszinierend ...

Heiko Jahr

unread,
May 27, 2004, 8:53:01 AM5/27/04
to
Hi Martin,

Martin Hildebrandt typed:

> ich hab noch nie eine Kalabash in der Hand gehabt, man raucht also
> aus dem "Deckel" verstehe ich das richtig?

Kann man so sagen. Der "Deckel" ist ein Einsatz aus Meerschaum in einem
ausgehöhlten Flaschenkürbis.
Mehr zu Kalabash auf der daft-HP:
http://www.daft.de/artikel/a1/calabash1.html

Bei der Eltang auf Pers Seite ist der Einsatz, wie ich gerade sehe im
Grunde aber aus Bruyere nur der Rand ist Meerschaum. Bei den Stücken
die er in Chicago dabei hatte, war der Einsatz allerdings komplett
Meerschaum ...

> Faszinierend ...

In der Tat ...


SG,
Heiko

Eugen Marmann

unread,
May 27, 2004, 9:12:46 AM5/27/04
to
Hallo Martin,

> ich hab noch nie eine Kalabash in der Hand gehabt, man raucht also
> aus dem "Deckel" verstehe ich das richtig? Faszinierend ...

Das ist mehr als ein Deckel. Bei einem normalen Meerschaumeinsatz,
hast Du so etwas wie "Form", die in die Pfeife eingelassen ist, oben mit
dem Pfeifenrand bündig abschließt und unten auf dem Pfeifenboden aufliegt.
Bei diesen Calabeshformen endet diese "Meerschaumform" über dem
Pfeifenboden. Sie hängt also an diesem "Deckelrand" in der Pfeife drin.
Ich habe eine Cesare in dieser Form und bin mit dem System nicht
sehr glücklich.

Peter Hemmer

unread,
May 27, 2004, 11:19:54 AM5/27/04
to
Hallo Heiko, daft,

Heiko Jahr schrieb in der newsgroup de.alt.fan.tabak:


> Bei der Eltang auf Pers Seite ist der Einsatz, wie ich gerade sehe im
> Grunde aber aus Bruyere nur der Rand ist Meerschaum. Bei den Stücken
> die er in Chicago dabei hatte, war der Einsatz allerdings komplett
> Meerschaum ...

Der Rand ist wohl nicht aus Meerschaum, sondern aus Mammuth-Elfenbein.
Das ist allerdings keine Erfindung von Tom Eltang, sondern von Bo Nordh,
wenn ich da richtig liege. Vielleicht können da die BO-Kenner mehr dazu
sagen?

Ch. Demian

unread,
May 27, 2004, 9:36:43 AM5/27/04
to
Hallo Heiko,


> wir reden aneinander vorbei.

Hab' ich gemerkt.

> Zur Erinnerung was Du geschrieben hast:

Hab Dank!

> [I]

>> Noch tut Tao so, als
>> hätte es vor dem "danish style" keine Pfeifen gegeben (wie z.B. ein
>> Eltang oder Kent R. glauben machen wollen ;-)...

Ich glaube Du übersiehst oder mißinterpretierst das Zwinker-Smiley.
Es ist kein weltverschwörerisches "Ihr wisst schon, Eltang, ja
der Sohn vom alten Eltang..." usw. Vielmehr soll es auf die halbernste
Aussage hindeuten und zudem verdeutlichen, daß dem Schreibenden
durchaus klar ist, wie es um die Vermittelbarkeit der Aussage steht.



> [II]
>> ... und ich mag's eben englisch; auch bei den Dänen. Und zwar
>> nicht in der Weise, wie man es auslegen könnte: "Lieber TE warum
>> machst DU keine Barlings nach!" Sondern eben in der Tao-Art, oder
>> auch in der Art, wie Former manchmal engl. Klassiker abwandelt.
>
> Das klingt ganz nach der klammheimlichen Unterstellung die ich
> festgestellt habe. Schau Dir doch bitte an was TE macht gemacht hat,
> bevor Du so etwas schreibst.

Nein, das klingt eher nach der klaren Darlegung dessen, warum ich eben
Tao's mag und Eltang's selten meinem spezifischen Geschmack entsprechen.
Dazu klingt es noch danach, als ob ich mir einbildete in Tao's am
deutlichsten Referenzen an alte englische Klassiker zu finden. Desweiteren
versucht [II] das Mißverständnis auszuräumen, dem Du anheimzufallen
scheinst, nämlich, daß ich Eltang vorwerfen wollte, daß er ein Eltang
ist. Ich habe, solltest Du Dir [II] in aller Ausführlichkeit zumuten
noch geschrieben warum es Unfug wäre so zu argumentieren...


>> 1. Was für ein Thema? Gibt es denn hier eine topossetzende Gewalt?

> Wie bitte? Du kennst aber schon die banalen Standarts für Kommunikation
> im allgemeinen?

Ja, mir war so. Oder um mal unter Einbeziehung dieser Standards, mit
Deinen Worten, zu fragen: "Also, was willst Du?"

> Du brachtest hier einen Macher (TE) in die Diskussion, den Du in
> Opposition zu Tao gesetzt hast, ich habe nachgefragt.
> Aber auf meine Reaktion hast Du nicht explizit geantwortet und
> schweifst ab.

Ich habe mich bemüht ausführlich zu antworten, inbesondere unter Hinweis
auf meine persönlichen Vorlieben und versucht, nett wie ich bin, raus-
zufinden an welcher Stelle Du mich mißverstehst. Kommt dies doch recht
gehäuft vor!

> Leider habe ich immer noch keine Ahnung wie Du darauf
> kommst, dass TE glauben machen will, dass es vor dem dänischen Stil
> keine Pfeifen gegeben hat.

Hülft alles nicht, Du mußt meine Antwort nochmal lesen.

> (BTW: Genauso wenig weiß ich bis heute wie Du damals zu Deiner
> Abwertung von Wolle Becker gekommen bist,

Auch hier, eindeutig eine Kommunikationsstörung ;-) Ich habe seinerzeit
Manni zugestimmt, der meinte WB fehle OZ "das Eigenständige". Woraufhin
ich bemerkte _ich_ fände es "arg epigonal"! Wie unerfreulich die
Unterhaltung weiterging weißt Du ja selbst. Du versuchst bemerkenswert
oft die Meinungsunterschiede fern vom Argument mit dem Vorwurf, jenen,
die anderer Meinung seien als Du, gebräche es an Sachverstand... Fast
müsste ich diese Art "merkwürdig" nennen ;-) bedenkt man, daß Du mir kurz
darauf Vermessenheit vorwargeworfen hast!

> als Du ihn quasi als Ivarsson für Arme hingestellt hast, was IMO in dieser
> Form völlig haltlos ist!)

Nicht im Traum! WB als Ivarsson für Arme zu bezeichnen tut vor allem
Ivarsson unrecht, es tun nämlich so, als ob man eine Sparvariante von LI
haben könnte. Dafür haben, meiner bescheidenen Ansicht nach, die Pfeifen
von LI zu sehr einen "sui generis"-Charakter. Abgespeckte Varianten
verlören das "Ivarssonige" und wirkten epigonal. Das gleiche gilt für
Übersteigerung von Stilmerkmalen (WB). Ganz davon abgesehen: Dennoch
mißverstehst Du mich. Ich fand die Pfeifen von WB nicht schlecht oder
größerer Schelte würdig. Mitnichten! Nur eben epigonal. Hast Du eigentlich
ein Problem mit Meinungen? Es wundert mich, daß Du immer wenn ich von einer
persönlichen Sicht spreche wirst Du so wild und gleich "irritiert" ;-)



>> Ich finde die Klunker, die manche Sammler in
>> fast parvenuhafter Manier von gestandenen Machern verarbeiten
>> lassen beinahe sträflich. "Nicht nachvollzeihbar" ist das
>> Mindeste, was ich dazu sagen will. Aber "merkwürdig", finde ich
>> es dennoch nicht, denn "Merkwürdigkeit" deutet immer einen von
>> einer Norm abweichenden Zu- stand. "Merkwürdigkeit" hebt immer
>> darauf an, das Augenmerk vom Gegenstand der Kommunikation hin zum
>> Gegenpart der Kommunikation zu wenden und deutet auf ein von ihm
>> ausgehendes Befremden hin.

>
> ... gäääähn ...

Ausschlafen, mein Lieber ;-)

> sprachphilosophische bzw. linguistische Belehrungen zur
> Argumentationsunterstützung (evtl. als Ablenkungsmanöver?) halte ich
> nun doch für ziemlich abgedreht und für fehl am Platze.

Warum das denn? Das ist der springende Punkt! Es kommt Dir nicht über
die Lippen resp. Tastatur, daß Du anderer Meinung bist, stattdessen
heißt es immer gleich, dem Gegenüber fehle es an Sachkenntnis oder er
sei "merkwürdig". Argumentiere mal schlüssig, dann bedarf es solcher
persönlichen Winkelzüge nicht :-)

(... s.o.)



>>> Puritaner Tao und Former würden den klassischen shapes frönen und
>>> sie beherrschen.
>>
>> 1. Puritaner sicher nicht, aber Gemäßigte, viellecht? Schüchtern in
>> der Wahl der Mittel?
>
> Könnte evtl. auch "langweilig" die Sache treffen?

Klar, wenn einer es langweilig findet, trifft es zu. Ein anderer mag aber
auch Hörner und Schnecken langweilig finden oder abgedroschen und
Wolfgang Becker epigonal... Sicher mit gleicher Berechtigung wie man
Tao langweilig findet.

(...)

> Aber hallo! Siehe die neuen Kalabaschs, siehe dieses neue "pipe-knive",
> siehe Revolutionierung der pickaxe, siehe seine Interpretation der
> Ukulele ... u.s.w.

Die Kalabashes sind fabelhaft, keine Frage. Die Ukulele ist eine fast
ins Spielzeughafte übersteigerte Interpretation, zwar um Welten
besser gemacht als die Idee von Ed Burak, aber im Grunde gleiche Schose.
Auf das "pipe-knive" komme ich noch zu sprechen.

(...)

>> Aber versuche mal zu
>> erklären, weshalb ein TE ungleich populärer ist als Jorgen L,
>> Jorn Larsen oder Björn Bengtson? Es liegt kaum an
>> "nachvollziehbaren" Merkmalen?!
>
> Aber sicher kann man sie nachvollziehen. Zum einen liegt es an der
> formalen Vielfalt,

Willst Du den von mir Genannten nicht etwa Einfalt vorwerfen?

> die er beherrscht aber auch an seiner Beständigkeit
> und nicht zuletzt an seiner Person. Ein unkomplizierter, kommunikativer
> und fröhlicher kann sich und damit seine Produkte selbstverständlich
> besser popularisieren als ein Eigenbrödler.

Mir ist im Grunde wurscht ob unkompliziert oder eigenbrödlerisch. Meinet-
wegen braucht der Pfeifenmacher sein Wesen gar nicht offenbaren, denn es
interessieren mich beinahe ausschließlich die Pfeifen. Bekanntlich sind
viele unübertroffene Werke von charakterlichen Schweinen geschaffen
worden ;-) Ganz davon abgesehen, daß ich darin keinen Vorzug sehe, daß
jemand unkompliziert ist...

>> 3. Ich habe keine Eltang. Ich hatte drei, aus verschiedenen Zeiten,
>> zwei verschiedene Hörner und einen Pseudo-Blowfish. Von
>> Innovation keine Spur, die Verarbeitung nicht anders als bei
>> anderen High Grades und die Pfeifen schwer (-fällig!) und viel zu
>> dicke. Was die Formen an- geht, fast grob.
>
> Es tut mir wirklich leid das sagen zu müssen aber diese Einschätzung
> zeugt nicht gerade von umfassender Sachkenntnis. Und das sagt ich als
> einer der gerade von filigrane Arbeiten besonders angefixt ist.

Ja, ja, die alte Polka von der fehlenden Sachkenntnis (s.o.). Ich habe,
falls Du es übersehen haben solltest geschrieben: "Was die Formen angeht,
fast grob." Das bezieht sich auf die drei Stücke, die ich besaß und da
macht die Sachkenntniskeule nun wirklich kaum Sinn; werfe mir doch mal
zur Abwechslung Blindheit vor ;-)

(...)

>> Bitte gucke Dir die Laufleiste auf
>> danishpipemakers an, was da (manchmal, jetzt grad nicht)
>> durchläuft paßt genau in diese "Kritik" (die der Pointe wegen
>> gewiß zuspitzt ;-) Die dortige Eltang "M" ist eine Beleidigung des
>> Formempfindens ;-) (kann ich höchstens als Beweis des "Machbaren"
>> durchgehen lassen)
>
> Also denn doch geschmäcklerisch? ...

Natürlich! Etwa nicht? Dieses "pipe-knive" ist ja ein lächerliches Teil.
Ich finde die Idee hat soviel Charme wie Wurstaufschnitt in Form eines
lachenden Hasen, wie ich sie neulich im Supermarkt sah. Eine schnöde
Hinüberrettung von Gegenständlichem aus dem Alltag in die Formengebung von
Handwerkserzeugnissen hat einen Bart von hier nach Wien. (mit Zwischenhalt
bei TOYS'R'US). Die rettende Idee war die Benennung analog zu der
prominenten Axt; nun ein anderes Schneidewerkzeug... Na ja, fantasievoll
ist das nicht. Ich warte schon auf das zwölfteilige Set "pipe-spoons" und
oder die "pipe-chainsaw"... Das macht Freude, wenn man fähig ist dem
sich schnelle einstellenden Aha-Effekt, diese abzugewinnen.



>>> *irritiert*
>>
>> Na hoffentlich nun nicht mehr!
>
> Um ehrlich zu sein, immer mehr.

:-o Ich um genau zu sein immer weniger.

Christoph

Heiko Jahr

unread,
May 27, 2004, 9:39:20 AM5/27/04
to
Hallo Peter,

> Der Rand ist wohl nicht aus Meerschaum, sondern aus
> Mammuth-Elfenbein.

Das sehe ich jetzt auch. Danke.

> Das ist allerdings keine Erfindung von Tom
> Eltang, sondern von Bo Nordh, wenn ich da richtig liege.

Also mir hat ein Sammler in Chicago erzählt, daß Bo Nordh wohl vor
vielen Jahren etwas in der Art gemacht hat. Die Sache mit dem
Meerschaum wäre allerdings neu und der Altmeister selbst war wohl als
er die neuen Stücke gesehen hat durchaus etwas überrascht, daß außer
ihm jemand so etwas derartig sauber hinbekommt. Mehr kann ich dazu
allerdings nicht sagen.

Schöne Grüße in die ewige Stadt
Heiko

Daniel M. Porcedda

unread,
May 27, 2004, 10:10:38 AM5/27/04
to

"Heiko Jahr" <okie...@yahoo.de> wrote in message
news:2hm0f9F...@uni-berlin.de...

Hallo heiko,

> Wie bitte? Du kennst aber schon die banalen Standarts für
Kommunikation
> im allgemeinen?

und auch

> ... gäääähn ... sprachphilosophische bzw. linguistische Belehrungen
zur
> Argumentationsunterstützung (evtl. als Ablenkungsmanöver?) halte ich
> nun doch für ziemlich abgedreht und für fehl am Platze.

und auch noch

> Könnte evtl. auch "langweilig" die Sache treffen?

... und einiges mehr in dieser Richtung.

Wie kommt es, daß ich oft, wenn ich Postings von dir lese, den
Eindruck habe, du würdest am liebsten dem Angeschriebenen einen
Fußtritt verpassen?

Diese Art zu kommunizieren hält mich davon ab, mich an solchen Themen
zu beteiligen. Das ist m.E. kein Gedankenaustausch, sondern der
Versuch, eine Pole Postion in einer Diskussion einzunehmen. Eigentlich
unnötig, da keine Competition veranstaltet wird. In dieser Art zu
kommentieren ist mir einfach zu viel Agressivitaet eingewoben. Das
Fehlen von Emoticons laesst zumindest diesen Interpretationsspielraum
offen. Vielleicht gar bewusst?

Sehr schade, denn dies verleidet mir daft doch manchmal gehoerig.
Meine daft-Teilnahme ist ja auch arg zurueck gegangen.

BTW: Ich kapiere die vehemente Verteidigung auf einen imaginaeren
Angriff einfach nicht.

Viele Gruesse aus Kiew
--
Daniel M.
www.porcedda.kiev.ua/Pfeifologie.htm
- la pipe c'est mieux -

www.artliga.org (HP im Entstehungsprozess)

Milonga in Venini, Likoer im Glas und Passport im Ohr


Heinz Schwarzkopf

unread,
May 27, 2004, 12:09:38 PM5/27/04
to
Hallo Daniel,

>
> Wie kommt es, daß ich oft, wenn ich Postings von dir lese, den
> Eindruck habe, du würdest am liebsten dem Angeschriebenen
einen
> Fußtritt verpassen?
>
snip..

Kann ich Dir sagen: der Eindruck stellt sich nicht nur bei Dir ein,
deshalb wird Dein Gefühl so falsch nicht sein können.

LG

Heinz

"The pipe marks the point at which the orangutan ends and man
begins" (Ben Jonson)

Heiko Jahr

unread,
May 27, 2004, 11:03:25 AM5/27/04
to
Hallo Christoph,

>> wir reden aneinander vorbei.
>
> Hab' ich gemerkt.

Sieh einer an.

>> Zur Erinnerung was Du geschrieben hast:
>
> Hab Dank!

Nicht dafür.

>> [I]
>
>>> Noch tut Tao so, als
>>> hätte es vor dem "danish style" keine Pfeifen gegeben (wie z.B. ein
>>> Eltang oder Kent R. glauben machen wollen ;-)...
>
> Ich glaube Du übersiehst oder mißinterpretierst das Zwinker-Smiley.

...

Aber, aber, nun verstecke Dich doch bitte nicht hinter so
fadenscheinigen smiley-Exegesen ...

>> [II]
>>> ... und ich mag's eben englisch; auch bei den Dänen. Und zwar
>>> nicht in der Weise, wie man es auslegen könnte: "Lieber TE warum
>>> machst DU keine Barlings nach!" Sondern eben in der Tao-Art, oder
>>> auch in der Art, wie Former manchmal engl. Klassiker abwandelt.
>>
>> Das klingt ganz nach der klammheimlichen Unterstellung die ich
>> festgestellt habe. Schau Dir doch bitte an was TE macht gemacht hat,
>> bevor Du so etwas schreibst.
>
> Nein, das klingt eher nach der klaren Darlegung dessen, warum ich
> eben Tao's mag und Eltang's selten meinem spezifischen Geschmack
> entsprechen. Dazu klingt es noch danach, als ob ich mir einbildete
> in Tao's am deutlichsten Referenzen an alte englische Klassiker zu
> finden.

Jetzt passiert genau das, was ich bei Deiner Art der Diskussion
"merkwürdig" finde. Du stellst zuerst verdichtet provokante und
unzutreffende Thesen auf, die Du als Brocken auf den Tisch knallst, um
sie, wenn Du darauf angesprochen wirst, zu verwaschen und selbst zu
relativieren.
In Deiner ersten Aussage polarisiest Du Tao / Eltang (was formal nicht
haltbar ist eben weil gerade Eltangs "Oevre" eine Vielzahl von echten
Klassikern aufweist), dann versuchst Du abzuschwächen indem Du sagst Du
magst es "englisch" in der Tao-Art - nur vergisst Du immer noch, daß
gerade TE's english-style viel "insulaner" ist als Tao.
Und nun bleibt vom ganzen nur noch übrig, daß Du eigentlich nur
ausdrücken wolltest, daß Du Toa halt nur stärker "englisch" orientiert
ist als TE.
Was ist denn noch übrig von der Ausgangsthese? Vielleicht ein bisken
warme Luft?

> Desweiteren versucht [II] das Mißverständnis auszuräumen,
> dem Du anheimzufallen scheinst, nämlich, daß ich Eltang vorwerfen
> wollte, daß er ein Eltang
> ist.

Bitte?

> Ich habe, solltest Du Dir [II] in aller Ausführlichkeit zumuten
> noch geschrieben warum es Unfug wäre so zu argumentieren...

Ja, stimmt. Ist aber auch wohlfeil.

>>> 1. Was für ein Thema? Gibt es denn hier eine topossetzende Gewalt?
>
>> Wie bitte? Du kennst aber schon die banalen Standarts für
>> Kommunikation im allgemeinen?
>
> Ja, mir war so. Oder um mal unter Einbeziehung dieser Standards, mit
> Deinen Worten, zu fragen: "Also, was willst Du?"

Im Gegensatz zu Dir habe ich das sehr deutlich geschrieben.

>> (BTW: Genauso wenig weiß ich bis heute wie Du damals zu Deiner
>> Abwertung von Wolle Becker gekommen bist,
>

> Auch hier, eindeutig eine Kommunikationsstörung Ich habe


> seinerzeit Manni zugestimmt, der meinte WB fehle OZ "das

> Eigenständige". Woraufhin ich bemerkte ich fände es "arg


> epigonal"! Wie unerfreulich die Unterhaltung weiterging weißt Du ja
> selbst. Du versuchst bemerkenswert oft die Meinungsunterschiede fern
> vom Argument mit dem Vorwurf, jenen,
> die anderer Meinung seien als Du, gebräche es an Sachverstand...

Es hilft alles nichts:
Du schriebst dieses "arg epigonal" - welch großes Wort - gibst aber
gleichzeitig zu, nur wenig von WB gesehen zu haben. Da frage ich mich
doch ernsthaft, wie kommt jemand zu derartigen Urteilen. Das ist im
Grunde ähnlich, wie wenn jemand der nur Zarathustra gelesen hat, der
felsenfesten Meinung ist, Nietzsche sei ein Vordenker des NS. (o.k. das
hinkt etwas

> Fast
> müsste ich diese Art "merkwürdig" nennen bedenkt man, daß Du mir


> kurz darauf Vermessenheit vorwargeworfen hast!

Merkwürdig oder nicht - zu dieser Aussage stehe ich immer noch.

>> als Du ihn quasi als Ivarsson für Arme hingestellt hast, was IMO in
>> dieser Form völlig haltlos ist!)
>
> Nicht im Traum! WB als Ivarsson für Arme zu bezeichnen tut vor allem
> Ivarsson unrecht, es tun nämlich so, als ob man eine Sparvariante
> von LI haben könnte.

Aber ich bitte Dich, natürlich lenkt der Ausdruck "epigonal" auf einen
schnöden Abklatsch für wenig Geld. Es geht ja nicht um die Sparvariante
von dem Macher, sondern um das vermeintlich Surrogat des
"Nachäffers".

> Ganz davon abgesehen: Dennoch mißverstehst Du mich. Ich fand
> die Pfeifen von WB nicht schlecht oder größerer Schelte würdig.
> Mitnichten! Nur eben epigonal. Hast Du eigentlich ein Problem mit
> Meinungen?

Überhaupt nicht. Wie kommst du darauf?

> Es wundert mich, daß Du immer wenn ich von einer
> persönlichen Sicht spreche wirst Du so wild und gleich "irritiert"
>

Mich irritiert besonders dieser Brustton der Überzeugung und die
schlagwortartige Verdichtung mit der Du auf den Tisch haust.

>> ... gäääähn ...
>
> Ausschlafen, mein Lieber

Danke für den Tipp!

>> sprachphilosophische bzw. linguistische Belehrungen zur
>> Argumentationsunterstützung (evtl. als Ablenkungsmanöver?) halte ich
>> nun doch für ziemlich abgedreht und für fehl am Platze.
>
> Warum das denn? Das ist der springende Punkt! Es kommt Dir nicht über
> die Lippen resp. Tastatur, daß Du anderer Meinung bist, stattdessen
> heißt es immer gleich, dem Gegenüber fehle es an Sachkenntnis oder er
> sei "merkwürdig". Argumentiere mal schlüssig, dann bedarf es solcher
> persönlichen Winkelzüge nicht

Ohohoh ... etwa Androhung und Vollzug des demianschen Strafregimentes
... Und was bitteschön soll heißen "argumentier mal schlüssig"? Das ist
jetzt ein Witz? Oder was verbirgt sich noch hinter dem smiley?

>> Aber sicher kann man sie nachvollziehen. Zum einen liegt es an der
>> formalen Vielfalt,
>
> Willst Du den von mir Genannten nicht etwa Einfalt vorwerfen?

Was heißt vorwerfen? Du fragtest wieso TE der Star ist und Tao nicht.
Tatsache ist, daß man TE mit ganz verschiedenen Rauchgeräten in
Verbnindung bringen kann Tao eher nicht.

>> die er beherrscht aber auch an seiner Beständigkeit
>> und nicht zuletzt an seiner Person. Ein unkomplizierter,
>> kommunikativer und fröhlicher kann sich und damit seine Produkte
>> selbstverständlich besser popularisieren als ein Eigenbrödler.
>
> Mir ist im Grunde wurscht ob unkompliziert oder eigenbrödlerisch.

Mag sein. Ist aber völlig schnuppe. Ich wollte nur eine Erklärung
geben, warum es mehr Rummel um TE gibt als um Tao. Marketing ist ein
Grund.

> Ganz davon abgesehen, daß ich darin keinen Vorzug sehe,
> daß jemand unkompliziert ist...

Du weißt doch genau, das ich hier unkompliziert im Sinne von
unbeschwert meine.

>>> 3. Ich habe keine Eltang. Ich hatte drei, aus verschiedenen Zeiten,
>>> zwei verschiedene Hörner und einen Pseudo-Blowfish. Von
>>> Innovation keine Spur, die Verarbeitung nicht anders als bei
>>> anderen High Grades und die Pfeifen schwer (-fällig!) und viel
>>> zu dicke. Was die Formen an- geht, fast grob.
>>
>> Es tut mir wirklich leid das sagen zu müssen aber diese Einschätzung
>> zeugt nicht gerade von umfassender Sachkenntnis. Und das sagt ich
>> als einer der gerade von filigrane Arbeiten besonders angefixt ist.
>
> Ja, ja, die alte Polka von der fehlenden Sachkenntnis (s.o.). Ich
> habe, falls Du es übersehen haben solltest geschrieben: "Was die
> Formen angeht, fast grob." Das bezieht sich auf die drei Stücke, die
> ich besaß und da macht die Sachkenntniskeule nun wirklich kaum Sinn;

Aber wie kann man nur, wenn man selbst nur 3 Stücke kennt, den Typen
insgesamt nur so rund machen, wie Du es getan hast?

> werfe mir doch mal
> zur Abwechslung Blindheit vor

Gute Idee!
Du bist ja völlig blind!
Zufrieden?

>>> Bitte gucke Dir die Laufleiste auf
>>> danishpipemakers an, was da (manchmal, jetzt grad nicht)
>>> durchläuft paßt genau in diese "Kritik" (die der Pointe wegen

>>> gewiß zuspitzt Die dortige Eltang "M" ist eine Beleidigung
>>> des Formempfindens (kann ich höchstens als Beweis des


>>> "Machbaren" durchgehen lassen)
>>
>> Also denn doch geschmäcklerisch? ...
>
> Natürlich! Etwa nicht? Dieses "pipe-knive" ist ja ein lächerliches
> Teil. Ich finde die Idee hat soviel Charme wie Wurstaufschnitt in
> Form eines lachenden Hasen, wie ich sie neulich im Supermarkt sah.
> Eine schnöde Hinüberrettung von Gegenständlichem aus dem Alltag in
> die Formengebung von Handwerkserzeugnissen hat einen Bart von hier
> nach Wien. (mit Zwischenhalt bei TOYS'R'US). Die rettende Idee war
> die Benennung analog zu der prominenten Axt; nun ein anderes
> Schneidewerkzeug... Na ja, fantasievoll ist das nicht. Ich warte
> schon auf das zwölfteilige Set "pipe-spoons" und oder die
> "pipe-chainsaw"... Das macht Freude, wenn man fähig ist dem
> sich schnelle einstellenden Aha-Effekt, diese abzugewinnen.

Deine Häme ist IMO völlig fehl am Platze. Die Anspielung die im
"pipe-knive" steckt, siehst Du offenbar nicht - insofern ist das mit
der bildheit gar nicht sooo abwegig.
Denke doch mal an das Damenbeinchen von AJ (und das war nun wirklich
"epigonal")

>>>> irritiert


>>>
>>> Na hoffentlich nun nicht mehr!
>>
>> Um ehrlich zu sein, immer mehr.
>
> :-o Ich um genau zu sein immer weniger.

ROTFOL Der war echt gut!

Schöne Grüße
Heiko

wink.gif
smile.gif

Peter Ctyroky

unread,
May 27, 2004, 11:11:00 AM5/27/04
to
Hallo Daniel,

Daniel M. Porcedda wrote:

> Wie kommt es, daß ich oft, wenn ich Postings von dir lese, den
> Eindruck habe, du würdest am liebsten dem Angeschriebenen einen
> Fußtritt verpassen?

Den Eindruck teile ich, obwohl Heiko da beileibe nicht der Ärgste ist. Es
gibt da noch so ein paar Kandidaten, die immer wieder, zumindest auf
Postings bestimmter Personen, ausgesprochen unfreundlich und harsch
antworten. Selbst können sie jedoch nichts einstecken, werden schnell mal
beleidigt und fühlen sich sofort persönlich angegriffen. Dann werden
schnell per email ein paar Freunde mobilisiert und dem
"Diskussionspartner" so richtig eingeschenkt. Das Missverständnis wird
dabei zur Kunstform.
Ich würde ja wirklich gerne mal IRL mit manchen Personen diskutieren.
Möchte wissen ob man da auch gleich eine aufs Maul bekommt, wenn man
nicht sofort in die vorgegebene Richtung einschwenkt. Diesbezügliche
Drohungen hat es ja schon gegeben.



> Sehr schade, denn dies verleidet mir daft doch manchmal gehoerig.
> Meine daft-Teilnahme ist ja auch arg zurueck gegangen.

Meine auch. Macht nix, es gibt auch ein Pfeifenrauchen nach daft und es
gibt noch genug Diskussionsmöglichkeiten, bei denen eine amikalere
Atmosphäre herrscht.



> BTW: Ich kapiere die vehemente Verteidigung auf einen imaginaeren
> Angriff einfach nicht.

Vergiss es. Das Leben ist zu kurz, um sich mit irrelevanten Dingen zu
beschäftigen.

> Viele Gruesse aus Kiew
Mit rauchigem Gruss,
Peter

Heiko Jahr

unread,
May 27, 2004, 11:21:26 AM5/27/04
to
Hallo Daniel, Heinz, Peter,

Daniel M. Porcedda <porc...@porcedda.kiev.ua> typed:
...


> Wie kommt es, daß ich oft, wenn ich Postings von dir lese, den
> Eindruck habe, du würdest am liebsten dem Angeschriebenen einen
> Fußtritt verpassen?

...

Wie bitte?
Keine Ahnung auf diese Frage kann ich Dir keine Antwort geben. Es tut
mir leid.
Außerdem glaube ich nicht, daß hier der recht Ort ist darüber zu
diskutieren, was an meinem posting-stil verbesserungsfähig ist.

Schöne Grüße
Heiko

Heinz Schwarzkopf

unread,
May 27, 2004, 1:29:43 PM5/27/04
to
Hallo Heiko,

> Außerdem glaube ich nicht, daß hier der recht Ort ist darüber
zu
> diskutieren, was an meinem posting-stil verbesserungsfähig
ist.
>

Wo, wenn nicht hier ??

MfG
Heinz

http://homepage.mac.com/heinzschwarzkopf

"I believe that pipe smoking contributes to a somewhat calm and
objective judgment in all human affairs" (A. Einstein)

Martin Farrent

unread,
May 27, 2004, 11:43:24 AM5/27/04
to
Hi Peter,

> Den Eindruck teile ich, obwohl Heiko da beileibe nicht der Ärgste ist. Es

Ich persönlich finde es außerordentlich lobenswert, dass Heiko so offen
und ehrlich schreibt. Als inzwischen geschäftlich am Hobby Beteiligter
könnte er uns allen auch sehr profitabel in den Hintern kriechen, oder
sich ganz aus der Gruppe zurückziehen. Er hat stattdessen seinen Stil
bewahrt, und das zur Belebung vieler Diskussionen hier.

Gruß

Martin

www.pfeifenbox.de

Martin Hildebrandt

unread,
May 27, 2004, 12:16:21 PM5/27/04
to
Hi Daft,

sind wir wieder so weit, dass wir aus einer inhaltlichen Debatte
einen "wie postet denn xyz"-Flame machen? Toleranz, meine werten
Mitraucher! Es gibt hier diese und jene, der eine postet so, der
andere so, der eine herzhafter, der andere elaborierter und der
Dritte weniger. Wenigtens schreiben doch alle in korrekter Groß- und
Kleinschreibung, soweit ist doch alles in Ordnung, oder nicht? ;-)

Fühlt Euch doch nicht immer gleich angegriffen und vor allem: lasst
doch dieses "Genau, der Böse da vermiest mir Daft." Man beachte den
Betreff des Threads: "Tao in Pfeifenbox". Alles andere (zugegeben
auch dieses Posting) ist doch weit OT.

--
friedliches rauchen

martin
der dies alles schlichtend und beruhigend meint, niemanden
persönlich angreifen und keinen verteidigen will und sich, da er
inhaltlich auch nichts zu dem Thread beitragen kann, da er weder
eine Tao noch eine Eltang hat, hiermit wieder raushält

Sven Königsmann

unread,
May 27, 2004, 12:28:04 PM5/27/04
to
Moin Heinz, daft

"Heinz Schwarzkopf" <heinz_sc...@freenet.de> schrieb

> Wo, wenn nicht hier ??

Vielleicht in Cux - hinter der Halle? ;-))))
SCNR

Gruß
Sven


Martin Farrent

unread,
May 27, 2004, 12:45:08 PM5/27/04
to
Hi Namensvetter,

> Wenigtens schreiben doch alle in korrekter Groß- und
> Kleinschreibung, soweit ist doch alles in Ordnung, oder nicht? ;-)

ich niCHT und auserdemm biste blöd, weilde nichtmal 'wenigstens'
feelerfrei kritzeln kanst.

Gruß

Martin

Martin Hildebrandt

unread,
May 27, 2004, 12:45:10 PM5/27/04
to
hi maadin,

haßt rächt!


> ich niCHT und auserdemm biste blöd, weilde nichtmal 'wenigstens'
> feelerfrei kritzeln kanst.

--
friedliches rauchen

martin

Lutz Boden

unread,
May 27, 2004, 1:58:16 PM5/27/04
to
Recently Sven Königsmann wrote:

Das erscheint in der Tat angemessen, angesichts der Gruppencharta und
in Kenntnis der Usenet-Struktur kann eigentlich nur eine Person mit
bösartigem Charakter die Ansicht vertritt, Diskussionen über den
Postingstil von Heiko oder sonstwem seinen hier on topic.

Gruß

Lutz (auch SCNR)
--
Schont Eure Pfeifen - duscht nur mit Regenschirm!

Ch. Demian

unread,
May 27, 2004, 4:08:51 PM5/27/04
to
Hallo Heiko,

(...)

> Aber, aber, nun verstecke Dich doch bitte nicht hinter so
> fadenscheinigen smiley-Exegesen ...

Verstecken? Ich bitte Dich! Ich würde gerne dazu stehen, was ich
schreibe. Man erschwert mir das durch solche Mißdeuterei wie die
Deine. Ich glaube auch gar nicht, daß Dir das bißchen Exegese
schadet, schluckt die getippte Konversation doch die persönliche Ebene.
Zwar habe ich so gar keine Anzeichen, daß es uns diskussions-
technisch von Angesicht zu Angesicht besser erginge, doch wo
kämen wir hin, wenn wir unsere Träume aufgäben?!



> Jetzt passiert genau das, was ich bei Deiner Art der Diskussion
> "merkwürdig" finde. Du stellst zuerst verdichtet provokante und
> unzutreffende Thesen auf, die Du als Brocken auf den Tisch knallst, um
> sie, wenn Du darauf angesprochen wirst, zu verwaschen und selbst zu
> relativieren.

Findest Du, daß das hier der richtige Ort ist um meine Art zu posten zu
diskutieren ;-) Aber im Ernst: paßt Dir der Ton, die Provokation oder
die These nicht? Das Zutreffen oder das "nicht", versuchen wir doch
auszudiskutieren, oder? Es ist diskussionstechnisch unanständig ein
Ergebnis vorwegzunehmen! Du würdest es vermessen nennen.

> In Deiner ersten Aussage polarisiest Du Tao / Eltang (was formal nicht
> haltbar ist eben weil gerade Eltangs "Oevre" eine Vielzahl von echten
> Klassikern aufweist),

Auch wenn es sich so verhielte, wären dies Klassiker in diesem Kontext.
Ich sprach von englischen Klassikern die ich bei Tao wiederzuentdecken
glaube. Daß es umgekehrt auch reizvoll wäre, die neueren Klassiker
(meinetwegen LI) neu interpretiert zu sehen, kann man vielleicht irgendwann
an den Amerikanern sehen. Aber auch das ist aber ganz nebensächlich, _mir_
gings doch um _meine_ Vorlieben. Wenn ich aber von klassischen shapes
rede, ist es doch fast kindisch mir vorzuhalten, auch Eltang habe Klassiker
geschaffen! Klar hat er das, bloß pfeife ich auf diese. Die von Dir ins
Spiel gebrachte Kalabash spricht eher dafür, daß Klassiker im ursprünglichen
Sinne doch weiter reichen, als ein Neu-Klassiker... Angeblich sind
Wolf Wondratschek oder Rühmkorf inzwischen auch Klassiker... Nur können mir
Solche gestohlen bleiben, im Angesichte echter Klassiker wie ...* und ....**

(* und ** setzt Du Dir lieber selbst ein. Nach dem Vorwurf des Versteckens
und der Heißluftproduktion erwarte ich als nächstes jenen der bildungs-
bürgerlichen Umtriebe. Daher Mut zur Lücke).

> dann versuchst Du abzuschwächen indem Du sagst Du
> magst es "englisch" in der Tao-Art - nur vergisst Du immer noch, daß
> gerade TE's english-style viel "insulaner" ist als Tao.

Das ist eine bloße Behauptung, die genau wie die umgekehrte irgendwie
gestützt werden will. Für die Calabash würde ich zustimmen. Das aber nur
weil ich keine Calabash von Tao kenne. Das ist allerdings auch gänzlich
ohne Belang. Das bringt mich nämlich auf den Punkt, der mich bei Tom
wohl am meisten stört. Der Mann irrt stilistisch IMHO umher und frönt
dem eklektischen Prinzip. Es ist schön, daß ihm so fabelhafte Calabashes
von der Hand gehen. Was gibts als Nächstes? Eine Cutty nach Art der Clay-
Pfeifen? Ach, die gibt es schon... Oder andersherum: Denkt man sich
das GC-finish weg (jetzt ganz davon abgesehen wie es zustande kommt),
das ich für eine Masche halte, bleibt außer Form-Eklektik und Handwerk
nix übrig. Analog der Masche von G. Baselitz, bloß sieht man den Bildern
von Baselitz auch wenn man sie aus der Kopfüber-Stellung befreit, die
Handschrift immernoch an. Eine rotgepinselte oder blaße Eltang verliert
das Eltangeske; für mich ein klares Manko der Form. Ich weiß gar nicht
Mehr wie ich Dir das plausibel machen kann! Denk mal nach, eine unge-
finishte Mänz oder Ilsted wäre, bilde ich mir ein, meist klar erkennbar
und zuzuordnen. Eine übliche Horn-Eltang ist formal so unspezifisch, daß
sie womöglich mit einem Meerschaum-Horn von Urup verwechselt werden
würde, wäre nicht das augenfällige Finish. Ich spitze bewußt zu und ver-
traue auf Deine Phantasie.

> Und nun bleibt vom ganzen nur noch übrig, daß Du eigentlich nur
> ausdrücken wolltest, daß Du Toa halt nur stärker "englisch" orientiert
> ist als TE.

Weit mehr! Siehe meine eben wundgetippten Finger und die Erklärungen oben.

> Was ist denn noch übrig von der Ausgangsthese? Vielleicht ein bisken
> warme Luft?

Ja, ich dachte, nach soviel Argumenten täte Dir ein wenig heiße Luft auch
gut. Werde ich doch von Dir in dieser Weise sehr bevorzugt belüftet...
Merke, dieser Satz tut mir jetzt schon leid, ich wollte damit nur wieder-
geben auf welches Niveau Du uns mit sowas abdriften läßt.

(...)

> Es hilft alles nichts:
> Du schriebst dieses "arg epigonal" - welch großes Wort - gibst aber
> gleichzeitig zu, nur wenig von WB gesehen zu haben.

Ach? Wo log ich denn so unverschämt? Du wirst es nicht glauben, aber ich
verfolge es sehr genau. Mir scheint es als ob Du persönliches Bekümmern
um die besagten Personen zur Voraussetzung der Werkkenntnis machen willst.
Täuscht dieser Eindruck? Glaube mir, ich befasse mich zuweilen mit der
Stilentwicklung weit mehr als die Pfeifensammelei es eigentlich recht-
fertigt.

> Da frage ich mich
> doch ernsthaft, wie kommt jemand zu derartigen Urteilen. Das ist im
> Grunde ähnlich, wie wenn jemand der nur Zarathustra gelesen hat, der
> felsenfesten Meinung ist, Nietzsche sei ein Vordenker des NS. (o.k. das

> hinkt etwas)

Das hinkt gewaltig. Über dieses Hinken könnte ein angehender Chirurg
wahrscheinlich promovieren und für eine Habil-Schrift reichte der Geh-
Fehler auch noch ;-) Ich kann Dir das gesondert auseinander pflücken.
Um so schief gewickelt zu sein, bedarf es schon fast des Lutz'schen
"bösartigen Charakters". Weder textkritisch innerhalb des AsZ noch im
Werkkontext läßt sich schlüssig derartiges belegen. Aber was will ich
hier philosopheln; ich glaube schon das on-topic interessiert kaum
jemand.

(...)



> Aber ich bitte Dich, natürlich lenkt der Ausdruck "epigonal" auf einen
> schnöden Abklatsch für wenig Geld. Es geht ja nicht um die Sparvariante
> von dem Macher, sondern um das vermeintlich Surrogat des
> "Nachäffers".

Nicht ganz, bisweilen lebt der Epigone gut wenn nicht besser als das
Original. "Epigonal" benennt nur das fehlen origniärer Schöpferkraft.
Ich habe damals auch gesagt, daß es kein Vorwurf sein muß!

> Mich irritiert besonders dieser Brustton der Überzeugung und die
> schlagwortartige Verdichtung mit der Du auf den Tisch haust.

Ja, ist so mein Stil. Und wie ich bei Dir lernte steht dieser in der NG
nicht zur Debatte.

>>> ... gäääähn ...
>>
>> Ausschlafen, mein Lieber
>
> Danke für den Tipp!

Man ist ungleich ausgeschlafener.

>> Warum das denn? Das ist der springende Punkt! Es kommt Dir nicht über
>> die Lippen resp. Tastatur, daß Du anderer Meinung bist, stattdessen
>> heißt es immer gleich, dem Gegenüber fehle es an Sachkenntnis oder er
>> sei "merkwürdig". Argumentiere mal schlüssig, dann bedarf es solcher
>> persönlichen Winkelzüge nicht
>
> Ohohoh ... etwa Androhung und Vollzug des demianschen Strafregimentes

Was soll das denn? Ein intellektueller Durchhänger beim Schreiben? Oder
soll ich jetzt mit dem jahr'schen Mißdeute-Kommando daherkommen? Da wollen
wir doch nicht hin, oder? Dieses Niveau endet gewöhnlich beim Rendezvous
hinter der Halle...

> ... Und was bitteschön soll heißen "argumentier mal schlüssig"? Das ist
> jetzt ein Witz? Oder was verbirgt sich noch hinter dem smiley?

Ja, ein Kalauer. Du siehst wie schlüssig mir das alles ist.

> Was heißt vorwerfen? Du fragtest wieso TE der Star ist und Tao nicht.

Ich nannte Jorgen, Jorn und Björn um genau zu sein.

>> Mir ist im Grunde wurscht ob unkompliziert oder eigenbrödlerisch.
>
> Mag sein. Ist aber völlig schnuppe. Ich wollte nur eine Erklärung
> geben, warum es mehr Rummel um TE gibt als um Tao. Marketing ist ein
> Grund.

Marketing ist keine wirkliche oder verläßliche Qualität.

>> Ganz davon abgesehen, daß ich darin keinen Vorzug sehe,
>> daß jemand unkompliziert ist...
>
> Du weißt doch genau, das ich hier unkompliziert im Sinne von
> unbeschwert meine.

An dieser Stelle verlangst Du mir ab, einen der Kommunikationsmodi anzu-
wenden, den Du auf Teufel komm raus mir gegenüber verweigerst. Wie un-
gerecht doch die Welt ist! Du weißt doch genauso gut wie ich meine Pointen
meine, wie ich Dich eben bewußt mißverstanden habe.

>> Ja, ja, die alte Polka von der fehlenden Sachkenntnis (s.o.). Ich
>> habe, falls Du es übersehen haben solltest geschrieben: "Was die
>> Formen angeht, fast grob." Das bezieht sich auf die drei Stücke, die
>> ich besaß und da macht die Sachkenntniskeule nun wirklich kaum Sinn;
>
> Aber wie kann man nur, wenn man selbst nur 3 Stücke kennt, den Typen
> insgesamt nur so rund machen, wie Du es getan hast?

Aber bitte, manch einer kauft sich eine einzige Tao und entwirft einen
großen Plan von Freiluft-High-Grade! Ich kämpfe mich seit Langem durch
die Oeuvres und starte allenthalben Annähernugsversuche... Von "rund
machen" keine Spur, sowas fällt bei mir deftiger aus.

>> werfe mir doch mal
>> zur Abwechslung Blindheit vor
>
> Gute Idee!
> Du bist ja völlig blind!
> Zufrieden?

;-) Auf das mich die Erleuchtung packt und sehend macht. Ich glaube
jedoch, für soviel Augenlicht wie nötig wäre, um in TE Originalität
zu sehen, bräuchte ich ein drittes Auge.

>> Natürlich! Etwa nicht? Dieses "pipe-knive" ist ja ein lächerliches
>> Teil. Ich finde die Idee hat soviel Charme wie Wurstaufschnitt in
>> Form eines lachenden Hasen, wie ich sie neulich im Supermarkt sah.
>> Eine schnöde Hinüberrettung von Gegenständlichem aus dem Alltag in
>> die Formengebung von Handwerkserzeugnissen hat einen Bart von hier
>> nach Wien. (mit Zwischenhalt bei TOYS'R'US). Die rettende Idee war
>> die Benennung analog zu der prominenten Axt; nun ein anderes
>> Schneidewerkzeug... Na ja, fantasievoll ist das nicht. Ich warte
>> schon auf das zwölfteilige Set "pipe-spoons" und oder die
>> "pipe-chainsaw"... Das macht Freude, wenn man fähig ist dem
>> sich schnelle einstellenden Aha-Effekt, diese abzugewinnen.
>
> Deine Häme ist IMO völlig fehl am Platze. Die Anspielung die im
> "pipe-knive" steckt, siehst Du offenbar nicht - insofern ist das mit
> der bildheit gar nicht sooo abwegig.

Mach mich sehend! Wenn die Anspielung tatsächlich richtung häßliche
Wade von AJ weist, dann ist sie noch mieser als ich bereits oben aus-
führte und ich wünschte für TE, daß er eher auf Pick-axe usw. ange-
spielt hätte.

> Denke doch mal an das Damenbeinchen von AJ (und das war nun wirklich
> "epigonal")

Allerdings! Und degoutant dazu.


Liebe Grüße

Christoph, völlig wundgetippt.

Heinz Schwarzkopf

unread,
May 27, 2004, 7:40:01 PM5/27/04
to

Heiko Jahr

unread,
May 28, 2004, 1:26:19 AM5/28/04
to
Moin Christoph,

Ch. Demian <ch.d...@web.de> typed:
[...]
> Christoph, völlig wundgetippt.

Es tut mir wirklich aufrichtig leid. (ohne jeden Blinkesmiley!)
In Anbetracht der daft-Erziehungsmails die mich mittlerweile erreicht
haben, unterdrücke ich meine Leidenschaften und erspare mir an dieser
Stelle Dein wundgetipptes Schicksal zu teilen - (evtl. kriegst Du eine
ausführlicher Reaktion via pm) Ich hoffe auf Läuterung durch Verzicht,
Einsicht durch Askese, Offenbarung durch Demut.

Ich bitte das erlauchte daft-Publikum um Verzeihung - wenn das denn
möglich ist - für mein so aggressives Geschreibsel, weil mir nun klar
geworden ist, wie unverantworlich mein Verhalten in diesem thread und
an anderer Stelle war und verspreche, daß ich in Zukunft versuche mich
zu bessern.

Schöne Grüße
Heiko

Peter Wuennenberg

unread,
May 28, 2004, 1:41:51 AM5/28/04
to
Moin Sven,

"Sven Königsmann" <Sv...@web.de> schrieb


<heinz_sc...@freenet.de> schrieb
>
> > Wo, wenn nicht hier ??
>
> Vielleicht in Cux - hinter der Halle? ;-))))

dort dürfte es mittlerweile recht voll werden. Ich werde da wohl ein
Kassenbüdchen aufstellen. ;-))

Bis denn
Peter


Eugen Marmann

unread,
May 28, 2004, 2:48:34 AM5/28/04
to
Hallo Peter

> dort dürfte es mittlerweile recht voll werden. Ich werde da wohl ein
> Kassenbüdchen aufstellen. ;-))

Ich melde einen Popcornstand an. :-))

Martin Hildebrandt

unread,
May 28, 2004, 3:50:44 AM5/28/04
to
Hi Heiko,

> Ich bitte das erlauchte daft-Publikum um Verzeihung - wenn das
denn
> möglich ist - für mein so aggressives Geschreibsel, weil mir nun
klar
> geworden ist, wie unverantworlich mein Verhalten in diesem thread
und
> an anderer Stelle war und verspreche, daß ich in Zukunft versuche
mich
> zu bessern.
>

kasteie dich nicht zu sehr ...

Gruß nach LE

birk

unread,
May 28, 2004, 7:48:32 AM5/28/04
to

Adrian Schmidtke

unread,
May 28, 2004, 9:16:34 AM5/28/04
to
Hallo Heiko, Christoph, daft,

"Heiko Jahr" <okie...@yahoo.de> schrieb

> In Anbetracht der daft-Erziehungsmails die mich
> mittlerweile erreicht haben,

Das musste ja kommen :-(

> unterdrücke ich meine Leidenschaften und erspare
> mir an dieser Stelle Dein wundgetipptes Schicksal
> zu teilen -

Das wäre wirklich schade. Auf der sachlichen Ebene war die
Diskussion wirklich spannend und auf der unsachlichen kein Problem
der Öffentlichkeit; ich nehme mal ganz schwer an, dass es von
Christoph selbst keine greinenden Privatmails gegeben hat. Der
Thread war weit von einem Flame entfernt und auf der sachlichen
Ebene - wie gesagt - wirklich interessant. Lasst euch das doch nicht
verbieten!

Viele Grüße,
Adrian Larsen 32 in Dunnie Chimney


Eugen Marmann

unread,
May 28, 2004, 9:37:10 AM5/28/04
to
Hallo Leuts,

> Das wäre wirklich schade. Auf der sachlichen Ebene war die
> Diskussion wirklich spannend und auf der unsachlichen kein Problem
> der Öffentlichkeit; ich nehme mal ganz schwer an, dass es von
> Christoph selbst keine greinenden Privatmails gegeben hat. Der
> Thread war weit von einem Flame entfernt und auf der sachlichen
> Ebene - wie gesagt - wirklich interessant. Lasst euch das doch nicht
> verbieten!

da muß ich Adrian ja mal vollinhaltlich zustimmen. :-))

Hans-Juergen Rieger

unread,
May 28, 2004, 11:37:02 AM5/28/04
to
Hi Heiko,

>LOL - wo Du recht hast ...

sollte aber in keinster Weise Hähme bzgl. der restlichen Sammlung von
Christoph bedeuten. Im Gegenteil: Einige (nicht Alle!) seiner Äußerungen
über Tao, Eltang, Jørn und Jørgen Larsen könnte ich vorbehaltlos
unterschreiben. Rein vom Foto her betrachtet, stellt die abgebildete
Pfeife allerdings für mich, neben den bekannten Winsløw-Klötzen oder der
aktuellen Jess C. auf Deiner HP, den Urtyp einer unförmigen Pfeife dar.

Gruß Ha-Jue
--
"The difference between men and boys, is the price of their toys ..."


Peter Hemmer

unread,
May 28, 2004, 3:23:39 PM5/28/04
to
Hallo Hans-Juergen,

da ist mir doch vor lauter "Tao in Pfeifenbox" Dein erstes Posting
entgangen, sonst hätte ich schon viel früher widersprochen;-)

Hans-Juergen Rieger schrieb in der newsgroup de.alt.fan.tabak:


> Rein vom Foto her betrachtet, stellt die abgebildete
> Pfeife allerdings für mich, neben den bekannten Winsløw-Klötzen oder
>der
> aktuellen Jess C. auf Deiner HP, den Urtyp einer unförmigen Pfeife dar.

Diese Pfeifenform ist extrem und sie polarisiert, das ist vollkommen
klar. Die kann man nur mögen oder hassen. Ich finde sie sehr interessant
und würde sie mir jederzeit (wenn's Geld reichte) selbst kaufen. Im
Gegensatz zu den von Dir genannten Vergleichs-Pfeifen (Winslow und Jess)
spricht diese Tao nämlich eine absolut klare und konsequente
Formensprache. Es ist eine Interpretation einer klassischen alten
englischen Chubby-Billiard (die natürlich genauso polarisiert hat, wie
die Tao auf Christoph's Seite), die in sich sehr stimmig ist und deren
Form keinen Funken Unsicherheit zeigt. Dabei bleibt das Vorbild immer
klar erkennbar, es wird konsequent umgesetzt und "aktualisiert", ohne
daß durch übertriebene Neuinterpretation (die a priori natürlich nicht
negativ sein muß) stilistische Substanz verloren ginge. In diesem Sinne
ist Tao hier extrem konservativ, aber meiner Meinung nach auch sehr gut.
Im Gegensatz dazu steht für mich die Pfeife auf Martins Seite: Die ist
für mich nicht Fisch und nicht Fleisch. Alle Klarheit, die die Billiard
auszeichnet, fehlt hier. Die kann sich nicht entscheiden, ob sie eine
Apple oder eine Rhodesian ist, und wahrscheinlich sollte sie ersteres
werden und mußte dann durch einen Fehler in Holz unten facettiert
werden. Nur so kann ich mir die seltsame und - meiner Meinung nach -
inkonsequente Kopfform erklären. Das sieht auf den ersten Blick so aus,
als würde Tao hier auch mit einer klassischen Form operieren, aber das
Ergebnis ist für mich nicht überzeugend, weil aus einer oder besser zwei
eigentlich klaren Formen eine neue vollkommen indifferente Form wird.
Deshalb halte ich (unabhängig von persönlichen Präferenzen) die
Chubby-Billiard für objektiv die "bessere" Pfeife und finde, daß man ihr
sehr unrecht tut, wenn man sie als "Gurke" bezeichnet.
Wie findest Du denn die auf Martins Seite? Liege ich denn mit meiner
Einschätzung falsch?

Lieber Gruß
Peter

Wolf-Ruediger Juergens

unread,
May 28, 2004, 2:56:45 PM5/28/04
to
Peter Hemmer <phe...@freenet.de> schrieb:

> Diese Pfeifenform ist extrem und sie polarisiert, das ist vollkommen
> klar. Die kann man nur mögen oder hassen. Ich finde sie sehr interessant
> und würde sie mir jederzeit (wenn's Geld reichte) selbst kaufen.

Ich finde sie ebenfalls ausgesprochen schön. IMHO eine typische Tao. Und
mitnichten ein "Gurke", IMO. btw. Tao macht diese kurzen Pfeifen unter
anderem weil man sie beim Segeln im Mund behalten kann.

Grüße
Wolf
--
Erst wenn der letzte Film zusammengeschnitten, das letzte
Computerspiel zensiert und die letzte Internetseite gesperrt ist,
werdet ihr merken, daß man seine Kinder doch erziehen muß!

Michael Broermann

unread,
May 29, 2004, 1:41:15 AM5/29/04
to
Hallo Zusammen!

>> Das wäre wirklich schade. Auf der sachlichen Ebene war die
>> Diskussion wirklich spannend und auf der unsachlichen kein Problem
>> der Öffentlichkeit; ich nehme mal ganz schwer an, dass es von
>> Christoph selbst keine greinenden Privatmails gegeben hat. Der
>> Thread war weit von einem Flame entfernt und auf der sachlichen
>> Ebene - wie gesagt - wirklich interessant. Lasst euch das doch nicht
>> verbieten!
>
> da muß ich Adrian ja mal vollinhaltlich zustimmen. :-))
Ich auch!
Endlich mal wieder Spannung und was inhaltlich ordentliches zu Lesen!
So macht daft Spaß auch wenn der Tabak- und Knabbereien-Konsum dadurch
steigt!
Versaut mir nicht das Wochenende!
LG
Michael

Hans-Juergen Rieger

unread,
Jun 1, 2004, 2:56:50 PM6/1/04
to
Hi Peter,

>Diese Pfeifenform ist extrem und sie polarisiert, das ist vollkommen
>klar. Die kann man nur mögen oder hassen.

also hassen würde ich nicht sagen. Ich mag dieses Shape einfach nicht,
weil es genau das nicht widerspiegelt, was mir bei Pfeifen am ehesten
zusagt: schlanker, graziler Holm und leicht geschwungene Linienführung.
Daß die Tao-Interpretation sich sehr konsequent an die klassischen
Vorbilder hält und einen gewissen Stil vorweist, möchte ich auch gar
nicht verleugnen. Aber weiße Socken zu einer schwarzen Hose zeigen auch
einen gewissen Stil und wirken dennoch lächerlich.

>Wie findest Du denn die auf Martins Seite? Liege ich denn mit meiner
>Einschätzung falsch?

Martin hat mit seinem Review eigentlich alles über die Pfeife gesagt.
Ich würde sie nicht als ästhetisch, sondern als zweckmäßig und kompakt
bezeichnen. Wenn ich zwischen beiden wählen müßte, würde ich die von
Martin nehmen.

0 new messages