Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Algerisches Holz

79 views
Skip to first unread message

Arno Vogt

unread,
Sep 26, 2006, 3:16:04 PM9/26/06
to
Hallo Gemeinde,

wer meine 7-Tages-Set´s kennt, weiß, daß ich sieben alte Graco Pfeifen aus
algerischem Holz habe.
Dieses Holz scheint mir, hat deutlich andere Raucheigenschaften, als unser
sonst so geliebtes Bruyere.
Jetzt frag ich mich, liegt es daran, daß mehr weiches oder mehr hartes Holz
in solchen Kanteln ist. Gibt es dazu eine generelle Aussage? Oder muß ich
mein Auge auf etwas anderes schulen?

Keine Frage, ich würde sie nie hergeben, ob ihrer guten Raucheigenschaften.
Aber mich würde interessieren, wie dieses Holz Feuchtigkeit aufnimmt, mehr -
oder weniger. Ich habe bei drei Pfeifen eine nahezu normale Abbrandsituation
und bei den 4 weiteren hab ich nur "das Gefühl", daß das Holz mehr
Feuchtigkeit aufnimmt und sich der Rauch trockener im Mund einfindet.

Danke für profunde antworten.

Arno


--
Arno Vogt
www.verbilligen.de

"Relaxe with your pipe" (Daniel Schneider)


mymixture

unread,
Sep 26, 2006, 3:50:08 PM9/26/06
to
Hallo Arno

wiegehtsdenneigentlichso? Hoffentlich alles senkrecht!

Zum Algerischen Holz:
bei alten Dunhill "shell" Pfeifen sagt man, dass sie aus algerischem
Bruyere gefertigt sind und alle die ich habe/hatte waren super Pfeifen,
auch Pfeifen die ich in erbärmlichen Zusatand bekommen habe, waren nach
der Reinigung wieder super zu rauchen. Das kann ich von anderen
(neueren) nicht immer behaupten, woran das liegt weiss ich nicht, aber
es ist keine Einbildung.
Es gibt über algerisches Holz die wildesten Theorien und was man davon
glauben soll? Ich bin da skeptisch, angeblich erkannt man es bei
glatten Pfeifen an der Form des Bird eye, ich erkenne "algerisches Bird
eye" wenn ich es sehe, aber ob das wirklich algerisches bird eye grain
ist, weiss ich nicht, das was man landläufig dafür hält, das erkenne
ich, aber ich hatte mal eine BC, die war "algerisches Bruyere" (laut
maserung des Bird eye) und die schmeckte überhaupt nicht!
Also am Holz alleine wird es nicht liegen.

Ich glaube aber, dass sich das eher weiche Algerische Holz sehr gut zum
Öltrocknen a´la Dunhill eignet, mit dem Glauben bin ich auch nicht
alleine:-) ...die alten Shells rauchen sich übrigens sehr trocken,

viele Grüsse
mymixture

Eugen Marmann

unread,
Sep 26, 2006, 3:57:48 PM9/26/06
to
Moin Arno,

> Dieses Holz scheint mir, hat deutlich andere
Raucheigenschaften, als unser
> sonst so geliebtes Bruyere.

handelt es sich bei deinen Gracos nicht um Bruyere?

Gruß Eugen

--
Drei Wochen war der Frosch so krank! Jetzt raucht
er wieder. Gott sei
Dank! (Wilh. Busch)

Ch. Demian

unread,
Sep 26, 2006, 4:08:27 PM9/26/06
to
Hallo Wolfgang, Arno, daft,

(...)

Fakt ist, daß sich die alten Dunhills und auch andere angeblich aus alger.
Holz gemachten Pfeifen vorzüglich restaurieren lassen, mögen sie auch so
ramponiert sein (siehe meine inzw. Hier bekannte Orlik Prince 1920er)...

> Ich glaube aber, dass sich das eher weiche Algerische Holz sehr gut zum
> Öltrocknen a´la Dunhill eignet, mit dem Glauben bin ich auch nicht
> alleine:-) ...die alten Shells rauchen sich übrigens sehr trocken,

Ja, das wäre auch meine Vermutung. Bloß macht ja kaum jemand noch
oil-curing. Könnte es sein, daß diese total verwachsenen Strukturen
auf den alten Shells ein Ausweis für dieses alger. Holz sind? Und
die birdseyes, müssten demnach diese komischen Pünktchen-Birdseyes
sein - da habe ich von einigen Leuten gehört, daß so gemaserte Dunnies
der Traum vom trockenen und kühlen Rauchen sei...

Vielleicht weiß jemand "Exaktes"?

Liebe Grüße

Christoph

Arno Vogt

unread,
Sep 26, 2006, 4:54:30 PM9/26/06
to

"Eugen Marmann" <Gamb...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4ntf1tF...@individual.net...
Moin Arno,

handelt es sich bei deinen Gracos nicht um Bruyere?

Moin Eugen,
na klar, aber eben um alegiresches.

Es hat keine Maserung in der herkömmlichen Form des spanischen,
italienischen oder sonstigen straight-erhoffenden Hölzern. Das algerische
wurde auch zeitweise in den bekannt historischen Ostblock geliefert. Davon
vielseitige Kanteln in die sor. DeDeRrrrr.

Hans kallenberg erzählte dazu abenteuerlichen Geschichten.

Jedenfalls sin meine 7 Graco's allesamt aus dem algerischen Holz und bis ca.
1968 entstanden. Als ich sie bei MF im schönen Miltenberg kaufte, waren sie
also schon ein paar jahre gut abgelagert.

Was mich mehr interessiert ist, ob diese unstrukturierten Hölzer auch eine
Systematik aufweisen, die weiches und hartes Holz erkennen lassen. Die
"harten" haben auch im Rauchen "scheinbar" ein anderes Verhalten, als die
anderen vier. Aber ich weiß bei den Dingern nicht, waß weiches Holz ist oder
hartes. Oder liege ich mit meiner Holzkonsstenz-Idee schon ansatzweise
daneben....?

Gruß

Arno Vogt

unread,
Sep 26, 2006, 4:58:27 PM9/26/06
to

"mymixture" <no...@netgare.com> schrieb im Newsbeitrag
news:2006092621500516807-noway@netgarecom...

> Hallo Arno
>
> wiegehtsdenneigentlichso? Hoffentlich alles senkrecht!
>
Hi Wolfgang,

es geht mir z.Zt. sehr gut. Aber in solchen Zuständen frag ich ja auch gerne
mal eine Frage....;-)

Dunnis aus algerischem Holz? Ich höre neue Töne!!!! Und Du rauchst so ein
Zeug? Aus alten, muffigen Dunnies?

Ach Wolfgang, ich hab so ein trauriges Mitgefühl für Dich, hast Du doch
soviel für algerisches Holz bezahlt....

;-)))))

LG
Arno


Arno Vogt

unread,
Sep 26, 2006, 5:08:31 PM9/26/06
to

"Ch. Demian" <ch.d...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:C13F555B.269E8%ch.d...@web.de...

> Fakt ist, daß sich die alten Dunhills und auch andere angeblich aus alger.
> Holz gemachten Pfeifen vorzüglich restaurieren lassen, mögen sie auch so
> ramponiert sein (siehe meine inzw. Hier bekannte Orlik Prince 1920er)...

Hallo Christoph,
1920 und alegrisches Holz? Dieses nehm ich Dir nicht ab, nach meinen Info's
wurde algerisches Holz erst in den späten 1950'ern geerntet...? Und nur
wegen Devisen, die die BRD im Verhältnis 1:7 umgetauscht hat...

Aber wenn Dunhill diesen verwachsten Kurs akszeptiert hat und für diese Holz
so vieeeeeeel verlangt hat, frag ich micht, warum Graco sterben mußte :-(((


Traurig
Arno

Eugen Marmann

unread,
Sep 26, 2006, 5:18:24 PM9/26/06
to
Moin Arno,

ich kann nur auf das zurückgreifen, was Rainer
Barbi mal erklärt hat. Danach wächst algerisches
Bruyere an wasserarmen Orten. Das führt dazu, daß
es viel Füllhokz (weiches Holz) ausbildet, um
Wasser speichern zu können. das heißt wiederum,
daß die Peifen viel Kondensat aufnehmen können,
sich also trocken rauchen. Allerdings wurde dieses
Holz gesammelt und war aufgrund des
Arbeitsaufwandes teuer und gesucht. In anderen
Ländern wurde das Bruyere an feuchteren Orten
angebaut, weshalb es schneller wuchs, aber auch
weniger Füllholz ausbildete.

> Aber ich weiß bei den Dingern nicht, waß
weiches Holz ist oder
> hartes.

Soweit ich weiß, ist das dunklere in der Maserung
das weiche Holz, weil es mehr Beize aufnimmt. Es
kann aber auch umgekehrt sein. Da bin ich nicht
sicher.

Ch. Demian

unread,
Sep 26, 2006, 6:50:38 PM9/26/06
to
Lieber Arno,

Ich erzähle _Dir_ doch keine Märchen, zudem hatten wir hier heute die
Märchenstunde schon.

> 1920 und alegrisches Holz? Dieses nehm ich Dir nicht ab, nach meinen Info's
> wurde algerisches Holz erst in den späten 1950'ern geerntet...?

Damit es etwas seriöser klingt, als mein bloßes Beschwören, ein Zitat aus
einem Sasieni-Katalog anno 1930:

"In Algeria (!), the briar is dug out of the ground by natives and carried
down the mountain slopes to the sea-port towns. From there it is shipped to
Sasieni in London. Each block is than carefully examined, but of every gross
Bought by Sasieni, an average of only four blocks suit his requirements ..."

> Aber wenn Dunhill diesen verwachsten Kurs akszeptiert hat und für diese Holz
> so vieeeeeeel verlangt hat, frag ich micht, warum Graco sterben mußte :-(((

Es sind wohl immer mehr Faktoren, meist unzähölige, die zu einem "Untergang"
führen. Die Tatsache, daß beide womöglich vergleichbares Holz verarbeiteten
besagt in erster Linie nichts, als eben diese Tatsache. Diese alleine
begründet jedoch nichts notwendigerweise Erfolgbringendes. Es kann
sich jeder einen Satz erstklassiger Pinsel kaufen, doch der Weg zu einem
Gemälde ist damit noch nicht einmal in Sicht. Soll heißen, daß es auch
komplexere Zusammenhänge gibt, als nur jenen nicht zwingenden zwischen der
Herkunft des Holzes und der Qualität der Pfeifen. Die Gracos, die ich bisher
sah (und es waren viele!) waren neben ausgesprochen fabelhaften Stücken,
leider auch großteils schuderig gemacht (Dunhils stets "obere" Qualität der
_Verarbeitung_ ist bekannt) _immer_ sehr lieblos und ungekonnt gefinisht
(offenbar ein Magel an Know-How) teils mit abgründig schlechten Mundstücken
(Dunhill verarbeitet wirklich erstklassiges Ebonit) usw. usf. viele der
anders verorteten Fragen laufen komischerwiese auf die eine und immerzu ge-
stellte Frage, warum klappt dieses nicht, bei Dunhill hat es doch auch ge-
klappt. Die Antwort ist einfach - das macht halt Dunhill aus! Es gab offen-
bar zu jeder Zeit ein Quantum an Leuten, die für die Pfeife und für irgend-
was darüber hinaus bereit waren zu zahlen - sowas ist ein gutes Polster,
auch und insbesondere in schlechteren Zeiten. Womöglich war es auch Gracos
Verhängnis, diese Bindung ans Algerische Holz...

Liebe Grüße

Christoph

mymixture

unread,
Sep 27, 2006, 4:21:51 AM9/27/06
to
Hallo Christoph

>
>> Ich glaube aber, dass sich das eher weiche Algerische Holz sehr gut zum
>> Öltrocknen a´la Dunhill eignet, mit dem Glauben bin ich auch nicht
>> alleine:-) ...die alten Shells rauchen sich übrigens sehr trocken,
>
> Ja, das wäre auch meine Vermutung. Bloß macht ja kaum jemand noch
> oil-curing.

Darum kaufe ich ja die Alten, das oilcuring ist ja schon lange vorbei.

Könnte es sein, daß diese total verwachsenen Strukturen
> auf den alten Shells ein Ausweis für dieses alger. Holz sind? Und
> die birdseyes, müssten demnach diese komischen Pünktchen-Birdseyes
> sein -

ja Pünktchen-Birdeye beschreibt es gut


> da habe ich von einigen Leuten gehört, daß so gemaserte Dunnies
> der Traum vom trockenen und kühlen Rauchen sei...
>
> Vielleicht weiß jemand "Exaktes"?

eben auch nicht

Grüsse
mymixture


mymixture

unread,
Sep 27, 2006, 4:25:10 AM9/27/06
to
Hi Arno

>
> "mymixture" <no...@netgare.com> schrieb im Newsbeitrag
> news:2006092621500516807-noway@netgarecom...
>> Hallo Arno
>>
>> wiegehtsdenneigentlichso? Hoffentlich alles senkrecht!
>>
> Hi Wolfgang,
>
> es geht mir z.Zt. sehr gut. Aber in solchen Zuständen frag ich ja auch
> gerne mal eine Frage....;-)
>
> Dunnis aus algerischem Holz? Ich höre neue Töne!!!! Und Du rauchst so
> ein Zeug? Aus alten, muffigen Dunnies?

ich bilde mir immer noch ein ich bin hip..........also jetzt doch Vauen?


>
> Ach Wolfgang, ich hab so ein trauriges Mitgefühl für Dich, hast Du
> doch soviel für algerisches Holz bezahlt....

typisch Musiker, ich kann halt mit dem Geld nicht umgehen:-))

Grüsse
mymixture


Stephan Beeck

unread,
Sep 27, 2006, 5:03:13 AM9/27/06
to
Hallo Wolfgang, daft,

mymixture schrieb:

>> Ach Wolfgang, ich hab so ein trauriges Mitgefühl für Dich, hast Du
>> doch soviel für algerisches Holz bezahlt....

> typisch Musiker, ich kann halt mit dem Geld nicht umgehen:-))

wie wahr :-(

Gibt es eigentlich schon ein Medikament gegen GAS?

Grüße
Stephan

--
"Tabak ist Gemüse, und Gemüse ist gesund."
(Robin Klauss)

mymixture

unread,
Sep 27, 2006, 11:54:27 AM9/27/06
to
Hallo Stephan

wie, was GAS?

mymixture

Ch. Demian

unread,
Sep 27, 2006, 12:03:00 PM9/27/06
to
Hi Wolfgang,

> Hallo Stephan
>
> wie, was GAS?

Tippe mal auf GeldAusgabeSucht...

Nur so ins Blaue ;-/ Habe auch gerätselt...

Liebe Grüße

Christoph

Stephan Beeck

unread,
Sep 27, 2006, 12:14:42 PM9/27/06
to
Hallo Wolfgang, Christoph,

Ch. Demian schrieb:

>> wie, was GAS?
>
> Tippe mal auf GeldAusgabeSucht...
>
> Nur so ins Blaue ;-/ Habe auch gerätselt...

Das ist auch nicht so schlecht ;-) Unter GAS versteht man in
Musikerkreisen "Gear Aquistion Syndrome", also daß man nicht umher kann
immer neue Instrumente und Zubehör kaufen zu müssen!

Wobei ich GeldAusgabeSucht auch richtig gut finde!

Grüße
Stephan

--
"Mit dem Rauchen aufzuhören ist kinderleicht. Ich habe es schon
hundertmal geschafft."
(Mark Twain )

Adrian Schmidtke

unread,
Sep 27, 2006, 12:54:21 PM9/27/06
to
Hi Stephan.

Am 27.09.2006 18:14 schrieb Stephan Beeck:

> Das ist auch nicht so schlecht ;-) Unter GAS versteht man in
> Musikerkreisen "Gear Aquistion Syndrome", also daß man nicht umher kann
> immer neue Instrumente und Zubehör kaufen zu müssen!

Also mir ist das wirklich völlig fremd... ;-)

Viele Grüße,
Adrian

--
http://www.adrianschmidtke.de/pfeifen/
http://www.soulcake.de http://www.easeback.de

Arno Vogt

unread,
Sep 27, 2006, 1:26:09 PM9/27/06
to

Hallo Christoph,

sicher, Deine Ausführungen sind richtig. Die Frage war auch mehr kätzerisch
gemeint.

Gruß
Arno


Peter B Schmidt

unread,
Sep 27, 2006, 8:27:33 PM9/27/06
to
Moin Eugen,

Eugen Marmann schrieb:


>
> Soweit ich weiß, ist das dunklere in der Maserung das weiche Holz, weil
> es mehr Beize aufnimmt. Es kann aber auch umgekehrt sein. Da bin ich
> nicht sicher.

hmm, "physikalisch" gesehen würde ich vermuten, was viel Wasser
aufnehmen kann, kann auch viel (dunkle) Beize aufnehmen - das kann
jemand aus der Pfeifenbauerfraktion (die hier auch mitliest, isch weiss
es, ich weiss es!) vielleicht besser erklären, ich vermuste, so isses.

Mit etwas überarbeiteten Grüßen,


Peter (mit neuem Quellcode im Server, G'Nacht!)

Gerhard Wilhelm

unread,
Sep 28, 2006, 9:33:01 AM9/28/06
to

Hallo Arno,


ich habe vor 2- Jahren eine größere Menge algerisches Holz gekauft und
einiges auch an Kollegen abgegeben.

Keiner meiner Kunden oder Kunden meiner Kollegen hat etwas "nachteiliges"
über diese Pfeifen berichtet.

Auch bei der Verarbeitung war alles normal.


Ich finde über Bruyereholz im allgemeinen wird viel Unsinn geredet, vielleicht
ist Dein algerisches nur allergisch, oder es hat zuviel Frühholz oder Spätholz
vielleicht sogar Nachmittagsholz, oder das Kernholz ist da wo sonst das
Splintholz ist, oder die Knolle hat in Erwartung auf ausgiebigen Regen viel weiches
wasseraufnahmefähiges Holz gebildet wurde aber dummerweise bevor der Regen
kam ausgegraben.


Fragen über Fragen aber keine zufriedenstellende Antwort:-)


Dennoch viele Grüße

Gerhard

Arno Vogt

unread,
Sep 28, 2006, 12:20:14 PM9/28/06
to

"Gerhard Wilhelm" <Wilhelm...@T-Online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:efgitm$stu$00$1...@news.t-online.com...

> Ich finde über Bruyereholz im allgemeinen wird viel Unsinn geredet,
> vielleicht
> ist Dein algerisches nur allergisch, oder es hat zuviel Frühholz oder
> Spätholz
> vielleicht sogar Nachmittagsholz, oder das Kernholz ist da wo sonst das
> Splintholz ist, oder die Knolle hat in Erwartung auf ausgiebigen Regen
> viel weiches
> wasseraufnahmefähiges Holz gebildet wurde aber dummerweise bevor der Regen
> kam ausgegraben.
>
>
Hallo Gerhard,
dachte ich's mir doch. ;-)
Alles so entscheidend wie die Einwirkung der Sonnenstrahlen auf das
Liebesleben der Pflastersteine im Mittelalter. ;-)
Ich erfreue mich weiter an den Hölzern und bin froh, daß ich sie habe.
Allerdings haben die Aussagen zur schlechten Mundstückqualität natürlich
ihre Berechtigung. Daher überleg ich mir jetzt, wer mir vielleicht die
Mundstücke meiner "Schätzchen" nacharbeitet....?

Gruß
Arno


Stephan Beeck

unread,
Sep 29, 2006, 3:32:34 AM9/29/06
to
Hi Adrian,

Adrian Schmidtke schrieb:


>> Das ist auch nicht so schlecht ;-) Unter GAS versteht man in
>> Musikerkreisen "Gear Aquistion Syndrome", also daß man nicht umher
>> kann immer neue Instrumente und Zubehör kaufen zu müssen!
>
> Also mir ist das wirklich völlig fremd... ;-)

Achja? Generell oder voerst wieder? ;-)

@all: Sorry fürs OT

Grüße
Stephan

--
"Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit:
Der Nichtraucher neben Ihnen könnte Sie mit dem Knüppel erschlagen."
(Horst Schroth)

rainerbarbi

unread,
Oct 2, 2006, 2:10:10 PM10/2/06
to
Hi Arno,


Arno Vogt schrieb:

> Dieses Holz scheint mir, hat deutlich andere Raucheigenschaften, als unser
> sonst so geliebtes Bruyere.
> Jetzt frag ich mich, liegt es daran, daß mehr weiches oder mehr hartes Holz
> in solchen Kanteln ist. Gibt es dazu eine generelle Aussage? Oder muß ich
> mein Auge auf etwas anderes schulen?

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, generell haben Algerische
Hölzer eine bessere
Kondensat-Aaufnahmefähigkeit und sind leichter. Sizilianische
allerdings verhalten sich in der Regel entsprechend.

>
> Keine Frage, ich würde sie nie hergeben, ob ihrer guten Raucheigenschaften.
> Aber mich würde interessieren, wie dieses Holz Feuchtigkeit aufnimmt, mehr -
> oder weniger.

Der Strukturaufbau der Algerier ist geprägt durch einen hohen Anteil
an großzelligem Füllholz. Der Grund hierfür liegt in den mehr
trockenen klimatischen Bedingungen des Landes. Füllholzzellen sind
reine Speicherzellen. Dementsprechend bilden sich in überwiegend
trockenen Regionen höhere Anteile an Speicherzellen, um die kargen und
trockenen Monate zu überstehen.

Ein Vorteil für den User, mehr Speicherzellen bedeuten bessere
Kondensataufnahme und trockeneren Rauchstrom.
Ein Handicap für den Hersteller, Füllholz ist sehr weich und lässt
sich schlechter für Glatte verarbeiten. Daher muss man das Holz
künstlich agen, entweder durch Oil- curing oder durch Hitze. Beides
härtet die Zellulose.

Dunhill hat unter anderen Unternehmen früher viel mit Algerien
gearbeitet. Daraus resultiert auch ihr früherer fame.
Ein anderes Unternehmen war Savinelli und zwar in der Gruppe Corallo.
In der Mitte der 70er Jahre kamen diese in "virgin" auf den Markt. Die
Köpfe wurden damals in einem heißen Sand- Öl Bad geschrumpft,
genauer gesagt, das Füllholz schrumpfte.
Danach wurde das geschrumpfte Füllholz per Sandstrahlung und/ oder
Rustika herausgearbeitet. Das Ergebniss war eine sehr interessante
Oberfläche und das Rauchverhalten glich einer Meerschaum, ebenso der
Verfärbungsprozess.

Ende der 80 er Jahre stoppte auf Grund politischer Neuordnung der Abbau
und Export, seit ca. vier Jahren haben die ersten Coupeure ihre
Tätigkeit wieder aufgenommen.
Tom hatte bereits Versuche mit Algerien gestartet, war noch nicht
zufriedenstellend.
Jetzt laufen über Former die nächsten Versuche. Nächste Woche werde
ich mir die Kanteln anschauen.

Hat dir das weiter geholfen?

Rainer

www.barbi-pipes.com

mymixture

unread,
Oct 2, 2006, 5:02:03 PM10/2/06
to
Hallo Rainer

interessant, das mit den Savinelli Corallo, ich hatte mal welche und
die rauchten sich wirklich besser als ich es von Savinelli gewohnt war,
eben sehr trocken!
Gute Erklärung ist das

Grüsse
mymixture

Christian Kraft

unread,
Oct 2, 2006, 5:30:20 PM10/2/06
to
Am Mon, 02 Oct 2006 20:10:10 +0200 schrieb rainerbarbi
<raine...@aol.com>:

Moin Rainer,

> mal wieder viel über Holz<

wie kann ich jetzt Dein und das Posting von Gerhard überein bringen??

Chris

Arno Vogt

unread,
Oct 2, 2006, 5:33:18 PM10/2/06
to

"rainerbarbi" <raine...@aol.com> schrieb im Newsbeitrag
news:1159812610....@h48g2000cwc.googlegroups.com...

Hat dir das weiter geholfen?

Rainer

www.barbi-pipes.com


Hallo Rainer,
vielen Dank, das hat es.

Erstmal schmauchenden Dank. Ic wrd das weiter beobachten.

LG
Arno


Ch. Demian

unread,
Oct 2, 2006, 6:30:02 PM10/2/06
to
Hi Christian, Rainer, daft,

> Moin Rainer,
>
>> mal wieder viel über Holz<
>
> wie kann ich jetzt Dein und das Posting von Gerhard überein bringen??

Ganz, einfach... Ein parodistischer Vorgriff um auf Rainers zu erwartenden
Vortrag aufmerksam zu machen ;-)

Es ist immerhin sehr interessant, daß ums Holz großer Aufwand betrieben
wird. Former ist nicht "irgendwer" sondern halt Former und von Gewicht...
Es wäre (für mich) interessant, noch etwas darüber zu erfahren, ob es bei
den Anstrengungen um "besseres" Holz es wirklich um signifikante Größen
geht (was die Qualität angeht), oder ob es um ein Laborieren im oberen
Luxusbereich... Jetzt mal davon abgesehen, daß Former ohnehin ein um
triebiger Typ ist, muß er ja ein Ziel vor Augen haben - "noch" besseres
Material für ohnehin perfekt gemaserte Blowfishes oder eine solide
Holz-Grundlage für größere Produktionen* oder ist/wird das Holz ohnehin
rar und muß "gesucht" werden? (was mich nun überraschen würde).

* Wenn er Sandgestrahlte Piepen im Sinn hätte, mit dieser verworrenen
Struktur und Knorrigkeit der ollen Dunnies, hätte er _einen_ potentiellen
Kunden schon mal gewonnen; allerdings kann ich nicht wirklich glauben, daß
man _solches_ Holz heute - Algerien hin oder her - bekommt.

Liebe Grüße

Christoph

Gerhard Wilhelm

unread,
Oct 3, 2006, 5:14:57 AM10/3/06
to

"Christian Kraft" schrieb

> wie kann ich jetzt Dein und das Posting von Gerhard überein bringen??

Hallo Christian,

eine Vereinigung wird es da nicht geben, trotz des heutigen Feiertages:-)


Was nutzt "Jemandem" dieses "Wissen".
Klar! Man kannst am Stammtisch damit angeben.


Oder beim Pfeifenkauf den Verkäufer nerven weil es jetzt unbedingt eine
Pfeife sein muss die viel saugfähiges Füllholz hat.

Kein Verkäufer wird diese Frage ernsthaft beantworten können.

Selbst der Pfeifenmacher der feststellt, dass ein Stück Holz die Beize besonders
gut aufnimmt wird diese Erkenntnis schriftlich festhalten und der später fertigen
Pfeife eine entsprechende Notiz hinzufügen.

Für den überwiegenden Teil der Pfeiferaucher ist Bruyere = Bruyere,
einzig die Frage "ist die kittfrei" dürfte von Interesse sein.


Viele Grüße

Gerhard


Manfred Arenz

unread,
Oct 3, 2006, 7:37:09 AM10/3/06
to
Hallo Daft,


angeblich sollen ja die alten Gracos auch aus diesem Holz sein, ebenso
Charatans aus der <guten Zeit> - wenn dem so ist, sie rauchen sich
wirklich IMO trockener, sind aber <Feuerempfindlicher>.

Solange aber die EU keinen Herkunftnachweis auf den Hölzern von der
Plantage bis zur fertigen Pfeife vorschreibt (zuzutrauen wäre es diesen
Bürokraten;-) wird es wohl bei der bewährten Regel bleiben: Try and
Error....

Beste Grüße - manni
(mit 4 Square gelb in einer Teddy)
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de


Eugen Marmann

unread,
Oct 3, 2006, 5:50:59 AM10/3/06
to
Moin Gerhard,

> Was nutzt "Jemandem" dieses "Wissen".
> Klar! Man kannst am Stammtisch damit angeben.
>
>
> Oder beim Pfeifenkauf den Verkäufer nerven weil
es jetzt unbedingt eine
> Pfeife sein muss die viel saugfähiges Füllholz hat.

danke für diese hohe Meinung über den
Pfeifenraucher. :-( Allerdings weiß ich gerne mehr
über das gekaufte Produkt und über die
Hintergründe der Entstehung. Das Produzenten ud
Verkäufer das nicht gerne sehen, ist mir
allerdings auch klar.

Gerhard Wilhelm

unread,
Oct 3, 2006, 7:31:14 AM10/3/06
to

"Eugen Marmann" schrieb


> (...) Allerdings weiß ich gerne mehr


> über das gekaufte Produkt und über die
> Hintergründe der Entstehung.

Hallo Eugen,

soll der Macher jedes Stück Holz mit einer Laufkarte versehen mit Angaben
wie Ernteregion bis hin zur Unbedenklichkeitserklärung des aufgebrachten
Karnaubawachses.

Letztlich könnte der Käufer niemals diese Angaben nachprüfen.

Es gibt aus jeder Region gute und schlechte Hölzer wobei gut als fehlerfrei mit
ansprechender Maserung definiert wird, jetzt noch den "innere" Wert dieser Hölzer
zu bewerten halte ich für übertrieben.


Aber sollte dem Kunden was daran liegen kann ich selbstverständlich zu jeder
Pfeife eine entsprechende Biografie liefern:-)

Viele Grüße

Gerhard

Eugen Marmann

unread,
Oct 3, 2006, 7:46:14 AM10/3/06
to
Moin Gerhard,

> soll der Macher jedes Stück Holz mit einer
Laufkarte versehen mit Angaben
> wie Ernteregion bis hin zur
Unbedenklichkeitserklärung des aufgebrachten
> Karnaubawachses.

na, das wäre doch mal was :-)

Nein mal im Ernst: Da hast Du mich falsch
verstanden. Ich bezog mich auf folgende Äußerung
von Dir:

<<Was nutzt "Jemandem" dieses "Wissen".
<<Klar! Man kannst am Stammtisch damit angeben.

Es geht nicht um einen Nachweis des Holzes für die
einzelne Pfeife. Aber ich finde es schon
interessant zu wissen, wann Bryere das meiste
Füllholz ausbildet und das das Füllholz hinterher
das Kondensat aufnimmt, ganz im Gegenteil zum
Strukturholz. Warum soll ich mich nicht allgemein
für das Material interessieren, aus dem meine
Gebrauchsgegenstände bestehen?

> jetzt noch den "innere" Wert dieser Hölzer
> zu bewerten halte ich für übertrieben.

Warum? Stimmt es denn nicht, daß das auf die
Rauchqualität einen Einfluß hat? Hätte ich genaue
Anhaltspunkte, würde ich besseren
Raucheigenschaften eindeutig den Vorzug vor ener
tollen Maserung geben.

Christian Kraft

unread,
Oct 3, 2006, 8:44:58 AM10/3/06
to
Am Tue, 03 Oct 2006 13:46:14 +0200 schrieb Eugen Marmann
<Gamb...@t-online.de>:

Hallo Eugen,

> Nein mal im Ernst: Da hast Du mich falsch verstanden. Ich bezog mich auf
> folgende Äußerung von Dir:
>
> <<Was nutzt "Jemandem" dieses "Wissen".
> <<Klar! Man kannst am Stammtisch damit angeben.
>
> Es geht nicht um einen Nachweis des Holzes für die einzelne Pfeife. Aber
> ich finde es schon interessant zu wissen, wann Bryere das meiste
> Füllholz ausbildet und das das Füllholz hinterher das Kondensat
> aufnimmt, ganz im Gegenteil zum Strukturholz.

Die Frage und Feststellung von Gerhard bleiben jedoch trotz Deines
Interesses am Material berechtigt.
Ich bin zumindest nicht in der Lage zu sagen, aus welchen Holzanteilen
meine Pfeifen bestehen. Und von den Raucheigenschaften auf das
Vorhandensein bestimmter Holzanteile zu schließen dürfte auch nicht
statthaft sein.

Welche Folgen hat also mein Wissen beim nächsten Pfeifenkauf? Gar keine!

Warten wir also ab, bis die Macher neben "Garantiert kittfrei" auch
"Garantierte X% Füllholz" auf ihre Schildchen schreiben. Und wenn es dann
immer noch Unterschiede in den diskutierten Eigenschaften gibt, müssen wir
die Suche nach den Ursachen hierfür erneut beginnen...


Chris

Eugen Marmann

unread,
Oct 3, 2006, 8:57:18 AM10/3/06
to
Moin Christian,

> Die Frage und Feststellung von Gerhard bleiben
jedoch trotz Deines
> Interesses am Material berechtigt.

ich erlaube mir in diesem Punkt anderer Meinung zu
sein.

> Ich bin zumindest nicht in der Lage zu sagen,
aus welchen Holzanteilen
> meine Pfeifen bestehen.

Es soll dafür (ich kann mich da nur auf Aussagen
anderer beziehen) optische Anzeichen geben. Z.B.
unterschiedlich starke Farbaufnahme.

> Und von den Raucheigenschaften auf das
> Vorhandensein bestimmter Holzanteile zu
schließen dürfte auch nicht
> statthaft sein.

Warum nicht? Mir erscheint es logisch (ich lasse
mich gerne eines Bessseren belehren), daß die
Holzanteile, die zur Wasserspeicherung ausgebildet
werden, hinterher auch mehr Kondensat aufnehmen
können. Das wiederum müßte zu einem trockeneren
Rauchvergnügen führen, oder nicht?

> Welche Folgen hat also mein Wissen beim
nächsten Pfeifenkauf? Gar keine!

Wahrscheinlich nicht, da hast Du recht. Dazu
fehlen einem die objektiven Kriterien. Aber warum
sollte das kein Grund sein, etwas mehr wissen zu
wollen. ich bein ein neugieriger Mensch und möchte
immer ein wenig Wissen über die Dinge erwerben,
mit denen ich zu tun habe. Viele Pfeifenmacher
bieten eigenbaukurse an. Auch da erfahre ich etwas
über die Hintergründe. Wenn ich nach Deiner
praktischen Übertragbarkeit vorgehe, dürfte mich
so was auch nicht interessieren, da ich nichts
davon beim nächsten pfeienkauf verwenden kann.
Ich bin einfach allgemein interessiert. Aber das
kann ja auch jeder halten wie er möchte.

Gerhard Wilhelm

unread,
Oct 3, 2006, 9:12:08 AM10/3/06
to

"Eugen Marmann" schrieb


> Warum soll ich mich nicht allgemein
> für das Material interessieren, aus dem meine
> Gebrauchsgegenstände bestehen?


Hallo Eugen,

wenn es wissenschaftlich fundierte Aussagen darüber geben würde
würden diese mich auch interessieren.


Alles was man hört sind Aussagen von Personen die mit Bruyere arbeiten,
klar merkt man bei der Bearbeitung unterschiede in der Härte, Holzfarbe und
beim finishen und sucht für sich selbst nach Erklärungen,
irgendwann kann man sich das nur "so" erklären.

Und in der Diskussion mit anderen vertiefen sich die Aussagen einzelner
und bestätigen sich teilweise gegenseitig, aber das sind Arbeitserfahrungen
die wissenschaftlich nicht fundiert sind.


Um dem auf den Grund zu gehen muss "meiner unwissenschaftlichen Meinung nach"
im Boden gesucht werden.

Eine Bruyereknolle bezieht ihre Wachstumsenergie aus dem Boden, bei Regen
werden Mineralien gelöst und von der Knolle aufgenommen und jetzt beteilige
ich mich nicht an weiteren Spekulationen und räume dieses Feld:-)


Viele Grüße

Gerhard

Eugen Marmann

unread,
Oct 3, 2006, 9:55:55 AM10/3/06
to
Moin Gerhard,

> Und in der Diskussion mit anderen vertiefen
sich die Aussagen einzelner
> und bestätigen sich teilweise gegenseitig, aber
das sind Arbeitserfahrungen
> die wissenschaftlich nicht fundiert sind.

Ganze Industriezweige hätten sich über
Jahrhunderte nicht weiterentwickeln können, wenn
nicht aus der Praxis gewonnene Informationen auf
diese Weise verifiziert worden wären. Oftmals
stellt sich heute heraus, daß Verfahrensweisen
funktionieren, wenn auch aus ganz anderen Gründen
als vermutet. Trotzdem sind sie auf diese Weise
entwickelt worden. Was ist daran schlimm? Ist
heute ein Wissen nur noch etwas wert, wenn es
mehrfach wissenschaftlich überprüft und alle
Hintergründe entschlüsselt sin?

Arno Vogt

unread,
Oct 3, 2006, 12:45:19 PM10/3/06
to

"rainerbarbi" <raine...@aol.com> schrieb im Newsbeitrag
news:1159812610....@h48g2000cwc.googlegroups.com...

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen

Danke Für's Lob, hallo Rainer.

Ich kann von Dir Gesagtes gut nachvollziehen. Auch die Idee, dieses Holz zu
rustizieren ist ja stringend.
Ich kam darauf, weil mir mal vor Jahren Hans Kallenberg über die
DDR-Produktionen einen netten Vortrag gehalten hat. Dabei wurde auf
algerisches Holz besonders eingegangen und er hat damals bedauert, daß
dieses Holz sehr fehlerhaft war. Es wurde also das typische
DDR-Improvisationstalent gefordert, um aus der Ware noch Pfeifen zu machen.
Leider sind mir die Jahresangaben nicht mehr erinnerlich. Kann es sein, daß
gutes algerisches in den Westen gewandert ist und zeitgleich der "Schrott"
in die Hände der DDR Produktion gegangen ist?

Deine Ausführungen hinsichtlich der Neuentdeckung dieses Bruyeres und den
Versuchen machen mich noch neugieriger.....

Jetzt muß ich nur noch eine Lösung für "kein" Problem finden: Wer macht mir
jetzt ordentliche Mundstücke an meine Graco's ??????????

Ich glaub, ich schreib die Woche mal Marco Janssen an. Oder hast Du auch da
einen Tip für mich (p.m.)?

Grüße
Arno

--
Arno Vogt
www.verbilligen.de

"Relaxe with your pipe" (Daniel Schneider)


Arno Vogt

unread,
Oct 3, 2006, 3:16:36 PM10/3/06
to

Hallo Rainer, hallo Ng....

Rainer, könnte ich mir doch vorstellen, daß meine Pfeifen mit Cumberland ein
ausgewogenes historisches Bereinigungsverfahren einläuten könnte - und einen
wirklichen Hype auslösen könnte .... ;_)))))

Gruß
Arno

--
Arno Vogt
www.verbilligen.de
"Let's smoke again" and

rainerbarbi

unread,
Oct 3, 2006, 5:32:01 PM10/3/06
to

Hi Chris,

Christian Kraft schrieb:

> wie kann ich jetzt Dein und das Posting von Gerhard überein bringen??

Wo sind die grossen Unterschiede. Gerhardt hat nur gesagt, und so habe
ich ihn verstanden, dass sich am Objekt die Ursprünge des Holzes nicht
mehr wirklich unterscheiden lassen. Das ist per se von der
Außenperformance Fakt.

Einziger Unterschied sind letztendlich die Raucheigenschaften. Und da
scheiden sich die Geister. Es gibt Pfeifen die leichter Kondensat
aufnehmen und Pfeifen die sich damit schwer tun.
Und damit startet die Frage. Liegt es am Unternehmen mit seiner
individuellen technologischen Konstruktion des Produktes? Oder liegt es
in dem Einkauf des Roughs begründet?

Eines ist sicher, die Außenperformance liefert keinen wirklichen
Beitrag zum Rauchverhalten, es sei denn die Emotionalität zum
Erworbenen performiert den Genuss.

Über technologische Basisarbeit der Komponenten technologischer
Struktur sind sich zwischenzeitlich so alle einig. Will sagen, so
langsam drillen alle im ähnlichen System.
Früher mal verweigert, aber durch den Druck der Konsumenten auf Linie
gebracht.

Damit verbleibt in der Differenzierung nur noch eine Komponente, das
Rough. Wobei mit Verlaub auch in Kontroverse zu anderen Meinungen für
mich das Rohmaterial in Bezug auf Ursprung und Wachstumsbedingungen der
Schlüssel für ultimative Raucheigenschaften darstellt. Das hat
nichts mit dem Begriff Rarität zu tun.

Entscheidender Faktor für Rough ist ist nur eines: wie fähig ist mein
eingekauftes Material den anfallenden Wasserbestandteil des Tabakes so
schnell wie möglich aufzunehmen.
Nur dann wird der User begeistert im Umgang mit der Pfeife sein.

Nur und da liegt die Crux, um dieses Ziel zu sichern, habe ich mir
Kenntnisse im Wachstum und deren Bedingungen anzueignen. Und ich habe
über Strukturen und Aufbau des Holzes definiertes Wissen vorzuhalten.
Trevor Talbert und ich können bereits am Rough riechen ob es gut oder
ultimativ wird. Andere müssen erst über die Erhitzung beim
Schleifprozess die Differenzierung erfahren. Dann ist es zu spät und
der User hat sich mit dem Minderwertigen zu plagen.

Nun denn, was ich jetzt erzählt habe war dir schon lange geläufig.
Ich versuche nur den Hintergrund zu erläutern.

Mit lieben Grüßen
Rainer

Christian Kraft

unread,
Oct 3, 2006, 5:43:54 PM10/3/06
to
Am Tue, 03 Oct 2006 23:32:01 +0200 schrieb rainerbarbi
<raine...@aol.com>:

Moin Rainer,

> Eines ist sicher, die Außenperformance liefert keinen wirklichen


> Beitrag zum Rauchverhalten, es sei denn die Emotionalität zum
> Erworbenen performiert den Genuss.

Und genau das dürfte IMO der wesentlichste Faktor sein...

Chris

Arno Vogt

unread,
Oct 3, 2006, 5:53:52 PM10/3/06
to

"Christian Kraft" <ckr...@telebel.de> schrieb im Newsbeitrag
news:op.tgu7z...@pc281.domain.invalid...

>
> Und genau das dürfte IMO der wesentlichste Faktor sein...
>
Wieder daneben, schade Chris, hättest Du doch diese goldene Brücke ohne
Schadebn nehmen können....

Eugen Marmann

unread,
Oct 3, 2006, 6:00:35 PM10/3/06
to
Moin Christian,

>> Eines ist sicher, die Außenperformance liefert
keinen wirklichen
>> Beitrag zum Rauchverhalten, es sei denn die
Emotionalität zum
>> Erworbenen performiert den Genuss.
>
> Und genau das dürfte IMO der wesentlichste
Faktor sein...

Für micht nicht, was den Rauchgenuß betrifft.

rainerbarbi

unread,
Oct 3, 2006, 6:33:09 PM10/3/06
to

Hi Eugen,

Guter Ansatz. Und auch im Prinzip logisch erklärt.

Eugen Marmann schrieb:


>
> ich kann nur auf das zurückgreifen, was Rainer
> Barbi mal erklärt hat. Danach wächst algerisches
> Bruyere an wasserarmen Orten. Das führt dazu, daß
> es viel Füllhokz (weiches Holz) ausbildet, um
> Wasser speichern zu können. das heißt wiederum,
> daß die Peifen viel Kondensat aufnehmen können,
> sich also trocken rauchen.

Bis zu diesem Punkte korrekt. Jetzt allerdings beginnt die arabische
Märchenwelt.

Allerdings wurde dieses
> Holz gesammelt und war aufgrund des
> Arbeitsaufwandes teuer und gesucht. In anderen
> Ländern wurde das Bruyere an feuchteren Orten
> angebaut, weshalb es schneller wuchs, aber auch
> weniger Füllholz ausbildete.

Erstens war algerisches Holz nicht teuer und gesuchter, es gibt es in
Massen.
Ganz im Gegenteil. Nur Algerier hatten schon immer den Nachteil, zu
viel Füllholz zu beinhalten.
>
> > Aber ich weiß bei den Dingern nicht, waß
> weiches Holz ist oder
> > hartes.


>
> Soweit ich weiß, ist das dunklere in der Maserung
> das weiche Holz, weil es mehr Beize aufnimmt. Es
> kann aber auch umgekehrt sein. Da bin ich nicht
> sicher.

Eugen, oh Eugen, das solltest du doch so langsam draufhaben, auch wenn
du zeitweilig von Exoten verunsichert wirst, weich saugt und fest lehnt
ab. Wie im menschlichen Leben.

Aber um das zu fixieren, werde ich dir mal einen Griechen, einen
Norditaliener, einen Calabresen, einen Korsen, einen Spanier und einen
von der Cote Azure im Verbund mit einem Griechen ( Korfu oder West
Pelopones) und einen Sarden präsentieren.

Ich liebe Menschen, die ihr mangendels Wissen in Bezug auf Materials
zum Ego- Profiling erheben. Damit bist nicht du gemeint.
Du allerdings wirst dann ein "Wissender" sein. Und wenn du dann auch
noch die Backgrounds bezüglich der Klimatischen Wachtumsverhältnisse
verstehst, wird es dir leicht fallen zwischen" Gut "und" Böse" zu
differenzieren.

Oder wir machen mal eine Woche Urlaub auf Sardinien. Bei Tomasu Spanu.
Und dann graben und schneiden wir Knollen.

Könnte dich oder Chris das kicken?

Rainer

Eugen Marmann

unread,
Oct 3, 2006, 7:03:04 PM10/3/06
to
Moin Rainer,

> Erstens war algerisches Holz nicht teuer und
gesuchter, es gibt es in
> Massen.
> Ganz im Gegenteil. Nur Algerier hatten schon
immer den Nachteil, zu
> viel Füllholz zu beinhalten.

Der Kommentar war auch eher allgemein gemeint, da
mir nicht bekannnt war,
obe es auf algerisches Bryere auch zutrifft. Das
tut es ich nicht, wie ich nun weiß.

> Eugen, oh Eugen, das solltest du doch so
langsam draufhaben, auch wenn
> du zeitweilig von Exoten verunsichert wirst,
weich saugt und fest lehnt
> ab. Wie im menschlichen Leben.

Also doch. Das weiche Holz ist hinterher also dunkler.

> Aber um das zu fixieren, werde ich dir mal
einen Griechen, einen
> Norditaliener, einen Calabresen, einen Korsen,
einen Spanier und einen
> von der Cote Azure im Verbund mit einem
Griechen ( Korfu oder West
> Pelopones) und einen Sarden präsentieren.

Da bin ich dann mal gespannt, ob ich da einen
Unterschied feststellen kann.

> zum Ego- Profiling erheben. Damit bist nicht du
gemeint.

Na, das will ich doch hoffen.

> Oder wir machen mal eine Woche Urlaub auf
Sardinien. Bei Tomasu Spanu.
> Und dann graben und schneiden wir Knollen.
>
> Könnte dich oder Chris das kicken?

Aber selbstredend. Uns beide.

Benedikt Gievert

unread,
Oct 3, 2006, 7:11:12 PM10/3/06
to
Am Wed, 04 Oct 2006 01:03:04 +0200
schrieb Eugen Marmann <Gamb...@t-online.de>:

> Moin Rainer,


>
> > Erstens war algerisches Holz nicht teuer und
> gesuchter, es gibt es in
> > Massen.
> > Ganz im Gegenteil. Nur Algerier hatten schon
> immer den Nachteil, zu
> > viel Füllholz zu beinhalten.

Gut dass Du dich nicht selbst lesen musst, aber mit dem Quoten in
Deinem T-bird stimmt was nicht. (irgendwas mit Zeilenumbruch?)
Da ich sonst gern mitlese und es mir doch schwerfällt frage ich einfach
mal ob andere dieses Problem auch haben.
???


Gruß

Benedikt


--
Mögen sie sich doch zum Teufel scheren,
jene Schwätzer von den weisen Lehren,
daß mich Nikotin und Koffein bedroht.
Auf dergleichen braucht man nichts zu geben,
denn zum Schluß ist unser ganzes Leben
ungesund und führt zum Tod.

rainerbarbi

unread,
Oct 3, 2006, 7:31:57 PM10/3/06
to

Hi Christoph,

es ist immer wieder prickelnd sich mit deiner Sprachgewalt zu
konfrontieren.

Ch. Demian schrieb:

> Lieber Arno,
>
> > 1920 und alegrisches Holz? Dieses nehm ich Dir nicht ab, nach meinen Info's
> > wurde algerisches Holz erst in den späten 1950'ern geerntet...?
>
> Damit es etwas seriöser klingt, als mein bloßes Beschwören, ein Zitat aus
> einem Sasieni-Katalog anno 1930:

Bereits 1856 wurde erika arborea als Material für Pfeifen entdeckt.
Und dieses im Raume der Coute Azure in Correspondenz mit den
französischen Kolonien. ( Korsika und Algerien.)
Saint Claude hat nur schnell geschaltet.

Da jedoch in diesen Dekaden Saint Claude durch englische Performance
bereits abgelöst wurde, fand concludent eine neue Orientierung im
Einkauf des Roughs statt. Nordafrika stand in diesen Zeiten im
Schlaglicht der Orientierung. In Ägypten wurde gegraben und in
Algerien das begehrte Rough gekauft. Dauerte nicht lange, das Italien
seine Resourcen in Bezug auf Briar auch zur Verfügung stellte, dito
Griechenland mit einer mehr konsumorientierten Ware. Insofern ist nach
1940 keine klare Definition der Ursprungsquelle mehr zu eruieren. Alles
vorher könnte an Hand der Geschichte definiert werden. Wobei eines zu
bedenken ist, dass alle Untenehmen immer gemischt gekauft hatten um ihr
Risiko zu minimieren.


>
> "In Algeria (!), the briar is dug out of the ground by natives and carried
> down the mountain slopes to the sea-port towns. From there it is shipped to
> Sasieni in London. Each block is than carefully examined, but of every gross
> Bought by Sasieni, an average of only four blocks suit his requirements ..."

Das besagt doch alles, was der heutige User hören möchte:

"Unter unsäglichen Mühen hat sich unsere Expedition in den
Felswänden biwakiert. Trotz Eisregen haben wir die Bruyeregrenze
erreicht. Morgen werden wir mit der Ernte beginnen. Fünf Tonnen an
Material haben wir zu tragen, aber es wird das Ultimative sein, was je
geerntet wurde. Good bless the Queen." Soweit unser Tagebuch.
>
> > Aber wenn Dunhill diesen verwachsten Kurs akszeptiert hat und für diese Holz
> > so vieeeeeeel verlangt hat, frag ich micht, warum Graco sterben mußte :-(((
>
> Es sind wohl immer mehr Faktoren, meist unzähölige, die zu einem "Untergang"
> führen. Die Tatsache, daß beide womöglich vergleichbares Holz verarbeiteten
> besagt in erster Linie nichts, als eben diese Tatsache.

Könnte sogar sein, dass du in deiner Definition recht haben könntest.
Schließlich und letzendlich wird auch eine Unzahl von plagiativen
Pfeifen und Minderwertigkeiten unter dem Aspekt des Preises und der
Willfährigkeit verkauft und gekauft.

Die letzte bedauernde Formel heißt dann: sie hat aber gut geschmeckt.

Und damit beginnt und endet dein letzter Reigen. Das bedeutet Emotion
und über Emotion lässt sich nicht dikutieren.

Good bless your soul.
Rainer

Johann 'Sandy' Meyer

unread,
Oct 4, 2006, 2:09:22 AM10/4/06
to
Benedikt Gievert <inten...@arcor.de> :

Moin Benedikt, daft,

> Da ich sonst gern mitlese und es mir doch schwerfällt frage ich einfach
> mal ob andere dieses Problem auch haben.
> ???

Yes, Sir:)
Kam bei mir auch so.
OT: Der einzig wahre Newsreader ist S...

Sandy
Vor der Arbeit Uncle Louie's in DC

Stephan Beeck

unread,
Oct 4, 2006, 3:50:59 AM10/4/06
to
Hallo Eugen,

Eugen Marmann schrieb:

> [snip] ...würde ich besseren

> Raucheigenschaften eindeutig den Vorzug vor ener tollen Maserung geben.

Das tut Dunhill schon immer ;-)

SCNR

Grüße
Stephan

Marcus Jacob

unread,
Oct 4, 2006, 11:05:39 AM10/4/06
to
Hallo Arno, daft,

> Ich kam darauf, weil mir mal vor Jahren Hans Kallenberg über die
> DDR-Produktionen einen netten Vortrag gehalten hat. Dabei wurde auf
> algerisches Holz besonders eingegangen und er hat damals bedauert, daß
> dieses Holz sehr fehlerhaft war. Es wurde also das typische
> DDR-Improvisationstalent gefordert, um aus der Ware noch Pfeifen zu
> machen. Leider sind mir die Jahresangaben nicht mehr erinnerlich.
> Kann es sein, daß gutes algerisches in den Westen gewandert ist und
> zeitgleich der "Schrott" in die Hände der DDR Produktion gegangen ist?

Hier handelt es sich, wenn ich mich recht entsinne, um eine Verwechslung von
Algerien mit Albanien.
Letztere belieferten die DDR mit Holz, bei dem es sich dem Gerücht nach um
Meerkirsche gehandelt haben soll. Diese ist zwar auch ein Heidekrautgewächs,
aber eben nicht unsere Erica Arborea.

Beste Grüße
Marcus

--
"a pipe a day keeps the doctor away ..." www.pfeifenfreun.de


Arno Vogt

unread,
Oct 4, 2006, 12:01:59 PM10/4/06
to

"Marcus Jacob" <pi...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:eg0ijs$k1u$1...@online.de...

> Hier handelt es sich, wenn ich mich recht entsinne, um eine Verwechslung
> von Algerien mit Albanien.
> Letztere belieferten die DDR mit Holz, bei dem es sich dem Gerücht nach um
> Meerkirsche gehandelt haben soll. Diese ist zwar auch ein
> Heidekrautgewächs, aber eben nicht unsere Erica Arborea.
>
Hallo Marcus,
danke für die Aufklärung. Dann hab ich das durcheinander gebracht. Sorry.
Ist vielleicht doch gut, wenn man ein Gedächnis hat? ;-)

Gruß


Arno
--
Arno Vogt
www.verbilligen.de

"Let's smoke again" and

rainerbarbi

unread,
Oct 5, 2006, 3:50:03 PM10/5/06
to

Hi Arno,

hast du Probleme mit Mundstücken, wende dich einfach an mich.
Allerdings fahre ich nur handcuts. Deswegen der Rat mit Marco. Kickt
dich jedoch ein Hancut, morse mich persönlich an.
Meine-mail adresse findest du auch auf meiner Page www.barbi-pipes.com.
Dann erzähle ich die etwas über Möglichkeiten und Preise.

Liebe Grüße
Rainer


Arno Vogt schrieb:

Eugen Marmann

unread,
Oct 5, 2006, 4:02:24 PM10/5/06
to
Moin Arno,

rainerbarbi schrieb:


> hast du Probleme mit Mundstücken, wende dich einfach an mich.
> Allerdings fahre ich nur handcuts.

Es lohnt sich.

Gruß Eugen

Arno Vogt

unread,
Oct 5, 2006, 4:17:54 PM10/5/06
to

"Eugen Marmann" <Gamb...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4ol6mgF...@individual.net...
Es lohnt sich.

Hallo Eugen,

ich hab soeben bei Rainer nachgefragt.....

Es soll sich ja auch lohnen - verdienen die Pfeifenköppe doch eine bessere
orale Verbindung.

Ach ja,
kaum ein neues Thema, aber ich habe über Cumberland, statt Ebonit
nachgedacht. Wenn Du Dir Pipen ansiehst oder jemand anderes sich zur
Meinungsfindung beitragen will (GERNE!) - ich stell es mal zur Diskussion.

Gruß und neugierig auf Meinungen
Arno


--
Arno Vogt
www.verbilligen.de
"Meine Pfeifen" "Graco....."

Eugen Marmann

unread,
Oct 5, 2006, 4:27:26 PM10/5/06
to
Moin Arno,

> Ach ja,
> kaum ein neues Thema, aber ich habe über
Cumberland, statt Ebonit
> nachgedacht. Wenn Du Dir Pipen ansiehst oder
jemand anderes sich zur
> Meinungsfindung beitragen will (GERNE!) - ich
stell es mal zur Diskussion.

Was möchtest Du jetzt genau wissen? BTW: Ich
dachte Cumberland Mundstücke wären aus Ebonit.

Arno Vogt

unread,
Oct 5, 2006, 4:36:43 PM10/5/06
to

"Eugen Marmann" <Gamb...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4ol85eF...@individual.net...

Was möchtest Du jetzt genau wissen? BTW: Ich
dachte Cumberland Mundstücke wären aus Ebonit.

Krümelkacker!

Soll ich schwarzes Ebonit nehmen oder
Cumberland-Eugengefällige-Ebonit-Verbesserungen/Verschlimmerung?

Eugen, hallo!
Erde an Eugen....!

Gruß
Arno ;-))))

Eugen Marmann

unread,
Oct 5, 2006, 5:07:22 PM10/5/06
to
Moin Arno,

> Krümelkacker!

Wenn schon, dann bitte "Korinthenkacker". So viel
Zeit muß sein :-)

> Soll ich schwarzes Ebonit nehmen oder
>
Cumberland-Eugengefällige-Ebonit-Verbesserungen/Verschlimmerung?

Zu welchem Kopf bitte, Her A*** ? :-)

rainerbarbi

unread,
Oct 5, 2006, 5:37:04 PM10/5/06
to
Hallo Christoph,

ich danke dir für dein Entree. Und ich danke für deine Zeilen,
versprechen sie doch jedes Mal ein vergnügliches Lesen.


Ch. Demian schrieb:

> Hi Christian, Rainer, daft,
>
> Es ist immerhin sehr interessant, daß ums Holz großer Aufwand betrieben
> wird.

??? Mittlerweile ist es doch auch publik geworden, dass ein Hausschwein
in ländlicher Idülle herangewachsen und streichelnd geschlachtet dem
menschlichen Gaumen besser mundet. Von anderen ökologischen Produkten
ganz zu schweigen. Wo ist dorten denn eine Irritation begründet oder
verstehe ich dich falsch?
Worum denn eigentlich sonst? Es ging doch um Genuss. Und Genuss wird im
allgemeinen von der Hardware definiert.
Es sei denn, ich bin eine tolle Lady und liebe lupenreine
fünfkaräter. Dann muss ich auch nicht den Begriff hardware kennen.

Former ist nicht "irgendwer" sondern halt Former und von Gewicht...
> Es wäre (für mich) interessant, noch etwas darüber zu erfahren, ob es bei
> den Anstrengungen um "besseres" Holz es wirklich um signifikante Größen
> geht (was die Qualität angeht), oder ob es um ein Laborieren im oberen
> Luxusbereich...

Vielleicht solltest Du dir mal die Zeit nehmen einem meiner Vorträge
über den Aufbau des Holzes und seinen individuellen Komponenten zu
lauschen. Hinterher können wir ja immer noch über Sinn und Unsinn des
Gesagten dikutieren. Nebenbei, es gibt hierüber eine nahezu
unerschöpfliche Litteratur. Auch wenn sie dem einen oder anderen
entgangen ist.

Jetzt mal davon abgesehen, daß Former ohnehin ein um
> triebiger Typ ist, muß er ja ein Ziel vor Augen haben - "noch" besseres
> Material für ohnehin perfekt gemaserte Blowfishes oder eine solide
> Holz-Grundlage für größere Produktionen* oder ist/wird das Holz ohnehin
> rar und muß "gesucht" werden? (was mich nun überraschen würde).

Da verwechselst du jetzt etwas mit der Gruppe um Mimo Romeo. Das sind
die Kinder, die versuchen ihr Preisgefüge im Zuge der Limitierung
ultimativen Roughs zu begründen.
Former gehört mit Sicherheit nicht dazu, sondern er wie auch die
meisten Seriösen suchen nach elitärem Holz zu moderatem Preis, um
auch weiterhin in perfekter Performance und im Sinne eines
Raritätenmusters ein erschwingliches Produkt erstellen zu können.

Die Suche nach gutem Holz ist eine Unendliche und Zeitüberdauernde.
Wir reden jetzt nicht über Konsumgruppen, sondern über Raritäten.
Wenn ihr versuchen würdet, die Bedingungen des Bruyres in Bezug auf
Fehler denen eines Diamanten gleich zu setzen, nähern wir uns schon
an.

Wenn dann noch berücksichtigt wird, dass perfektes Styling und
Rarität in Koordination zu bringen ist, machen wir ein neues Fenster
auf.
Das alles hat nichts mit " Schmecken" zu tun.

Schmecken tut optimal gewachsenes Briar unabhängig wie es performiert
wurde oder wieviel Kitt in die Fläche abgelagert ist. Schmecken tut
auch eine Pfeife, die nicht auf Überschlag gearbeitet wurde oder wo
der Reiniger nicht flutscht. Schmecken tut auch die Pfeife, wo die
Kreativität des Machers zu wünschen übrig lässt. Und brutal
ausgedrückt, auch ein roher Kantel mit einem Mundstück dran schmeckt,
Hauptsache das Holz stimmt.

Aber darüber und über die Wachstumskomponenten des Roughs und seine
individuellen Bedingungen diskutieren wir. Und wir diskutieren
darüber, warum trotz des gleichen Labels und des gleichen Shapes die
Eine besser und die Andere schlechter schmeckt.

Eigentlich müssen wir nicht darüber dikutieren, das steht alles in
der Holzverarbeitenden Litteratur, seit 1885. Holz hat einen
stringenten Aufbau und daraus resultierend bedingte Folgen. Dieser
Erkenntnis einer Langzeiterfahrung widerspricht auch nicht der
Unkenntnis
singulärer Macher in Ihrer Hilflosigkeit. Alleine der Trieb zur
Anerkennung zu gelangen legitimiert nicht die Kenntnislosigkeit. Und
auf den Faktor Zufall zu setzen ist ebenfalls ein Zeichen mangelnden
Wissens.

>
> * Wenn er Sandgestrahlte Piepen im Sinn hätte, mit dieser verworrenen
> Struktur und Knorrigkeit der ollen Dunnies, hätte er _einen_ potentiellen
> Kunden schon mal gewonnen; allerdings kann ich nicht wirklich glauben, daß
> man _solches_ Holz heute - Algerien hin oder her - bekommt.

Was wiederum beginnt, ist das Hoffen auf ein ultimatives rough. Keiner
weiß es. Und keiner kauft Holz ein, um Sandblasts zu fertigen.
Ein paar Jungs haben ja schon algerisches Holz gekauft. Warum haben sie
es denn nicht fortgesetzt, wenn es denn doch nach der Aussage eines
Machers deutschen Reigens so toll war?

ich weiß nur eines: das erste von Tom Eltang vor drei Jahren war
schwarz, weil sie es in Eisenkesseln gekocht hatten. Das weitere,was
ich gesehen habe, bei Former oder anderen Dänen, war fehlerhaft
geschnitten. Das war der Grund, warum Former zwei Mal nach Algerien
gefahren ist.

Sorry, was erwartest Du? Synthetisches Produkt oder die profunde
Selektion natürlich gewachsenen Materiales? Was willst du erwerben?
Ein Verbrennungsgefäß für Rauchtabake oder das dir in deiner
persönlichen Libido entsprechend gestylte und rare Produkt? It is up
to You.
Mir ist es scheißegal. Ich kenne die Zeichen von gutem und schlechtem
rough und weiß zwischen den Produkten auch der labels individuell zu
differenzieren. Mir ist es auch egal, ob da in der Wandung Kit klebt.
Oder andere Mängel. Ist das Rough gut, habe ich meinen vollen Genuss.
Aber möchtest du ein solches nicht auch einmal können?


Dass es so manchen gibt, der ein Gaukelspiel betreibt, ist ein neues
Thema.


Sind nur Gedanken.

einen lieben Gruss
Rainer

rainerbarbi

unread,
Oct 5, 2006, 5:51:23 PM10/5/06
to

hallo Eugen,

ich bin begeistert, im Gegensatz zu einigen hast du es komplett
erfasst: Wo Wasser reingeht, geht auch Farbe rein. Das ganze Geheimniss
einer " schmeckenden" Pfeife.
Das man das auch noch beim Einkauf sehen kann, bleibt den meisten
verborgen.

Was hat immer mein Pappi gesagt, wer nicht hören will, muss fühlen.
Parabelhafte Dummschwätzer führen da auch nicht weiter.
Ansonsten schon zig Mal erwähnt, alles steht in der erhältlichen
Litteratur. Ich vekünde keine News.

Liebe Grüße an dich und Christine

Rainer

Eugen Marmann schrieb:

rainerbarbi

unread,
Oct 5, 2006, 5:55:37 PM10/5/06
to


hi Christian,

exact und auch nicht die äußerliche Fehlerquote. Eine 20 € Pfeife
kann genau so gut schmecken wie eine 2000 er. Der Punkt ist nur Design
und Rarität und ein wenig das Label.

Liebe Grüße
Rainer


Christian Kraft schrieb:

Arno Vogt

unread,
Oct 5, 2006, 6:08:06 PM10/5/06
to

Hi Eugen ;-)

Bin ich froh, daß ein Stern gehlt hat, sonst hättest Du aber einen gefangen
für den "Arsch"....

Zu allen....

Arno
--
Arno Vogt
www.verbilligen.de

Eugen Marmann

unread,
Oct 5, 2006, 6:14:59 PM10/5/06
to
Moin Arno,

> Bin ich froh, daß ein Stern gehlt hat, sonst
hättest Du aber einen gefangen
> für den "Arsch"....

Ich sage nur Bildbearbeitung..... :-)

Arno Vogt

unread,
Oct 5, 2006, 6:18:36 PM10/5/06
to

Hi eugen,
kannst Du mir jetzt mal Deine meinung zur Frage Ebonit oder Cumberland
sagen??????

Gruß ;-)

rainerbarbi

unread,
Oct 5, 2006, 6:40:28 PM10/5/06
to
Hi Marcus,

Sie hatten zwei Lieferanten, Albanien und Algerien. Im Regelfall war
Albanien der Lieferant. Waren die Devisen ausreichend, haben sie auch
kleine Parcels aus Algerien bezogen. Und so hat es mir Kallenberg auch
erzählt, sie bekamen seiner Meinung nach immer den Abfall.

Nur, rein subjektiv, wenn ich mir meinen gelieferten Müll anschaue,
könnte ich mit Kallenberg einen Refrain intonisieren. Müll, Müll und
nochmals Müll.

Das Problem ist immer das Gleiche: wieviel kaufst du pro Jahr. Und bist
du ein dauerhafter Kunde. Das war in der DDR so und im Westen das
Gleiche. Nur dass die Ostzonalen Bereiche im westlichen Einkauf
limitiert waren und Kallenberg nie Privatkunden mit Devisen zur
Verfügung hatte.

Es gibt unterschiedliche Arten der erika, aber niemals, ob aus Albanien
oder der Türkei ist mir bekannt geworden, dass andere Arten als die
Arborea vermarktet wurden. Geht auch gar nicht, weil alle anderen Arten
mehr als dreistämmig sind und zerrissen im Knollengefüge.
Dementsprechend werden auch keine Portugisischen gesägt.

Einen schönen Tag wünscht
Rainer


Marcus Jacob schrieb:

Eugen Marmann

unread,
Oct 5, 2006, 6:40:26 PM10/5/06
to
Moin Arno,

das kommt auf die Pfeife an. Welche soll denn
damit versehen werden?

rainerbarbi

unread,
Oct 5, 2006, 7:02:21 PM10/5/06
to

Hi Arno,

Eugen ist jetzt im seligen Reich der Gelüste. Darum bin ich so frech
und übermittele die Antwort in seinem Sinne. Morgen kann er dann
hammerhart korrigieren.


Arno Vogt schrieb:

> Hi eugen,
> kannst Du mir jetzt mal Deine meinung zur Frage Ebonit oder Cumberland
> sagen??????


Es gibt keinen Unterschied. Es sei denn den der Färbung und des
Zeitgeschmackes.
Die Basis ist Ebonit. Und beider Basis ist Kautschuk. Nur wird bei dem
marmorierten Material in den Strang des Schwarzen eingefärbtes Ebonit
mit eingespritzt.

Thats all. Einziger Haken, die rote Farbe des marmorierten geht im
Laufe der Jahre zu einem undefinierten Braun über. Nebenbei bemerkt,
wie alles Rote auch bei Pfeifen außer Vauen, die haben Lack drauf.

Noch Fragen? Ja, Marmoriert ist im Einkauf teurer. Und marmoriert gibt
es auch in gelb, orange, grün und blau. Das ist seit einem halben Jahr
neu.

Es freut mich mit dir geplaudert zu haben
Rainer

Ch. Demian

unread,
Oct 5, 2006, 7:03:00 PM10/5/06
to
Hi Rainer,

(...)



> Es gibt unterschiedliche Arten der erika, aber niemals, ob aus Albanien
> oder der Türkei ist mir bekannt geworden, dass andere Arten als die
> Arborea vermarktet wurden.

Ist auch mein Kenntnisstand... Der einzige Unterschied:

Algerien -> Erika Arborea
Albanien -> Erika Arborescu

Oder Arboreshi? Und Arborescu war doch die Erika aus Rumänien? ;-)

Ich habe allen Deinen Ausführungen gelauscht; Danke sehr dafür! Das mit
dem Vortag, kriegen wir auch noch mal hin. Eine Frage bleibt offen: was
will Former exakt? Holz gibt es doch wie Heu...

Christoph - den Kopf voller Erikas...

Eugen Marmann

unread,
Oct 5, 2006, 7:13:00 PM10/5/06
to
Moin Rainer, Arno,

> Morgen kann er dann
> hammerhart korrigieren.

Warum sollte ich? Besser hätte ich es auch nicht
sagen können. :-)

> Die Basis ist Ebonit. Und beider Basis ist
Kautschuk. Nur wird bei dem
> marmorierten Material in den Strang des
Schwarzen eingefärbtes Ebonit
> mit eingespritzt.

Eben deshalb wollte ich wissen, für welche Pfeife
es sein soll. Für mich passt Cumberland relativ
selten. Wenn ich schon einen Kontrast zwischen
Pfeifenkopf und Mundstück habe, dann gefällt mir
das neutrale Schwarz besser. Es gibt nur wenige
Farbtöne (besonders bestimmte Kontrastbeizungen
oder Lackierungen), wo ich Cumberland bevorzugen
würde.

rainerbarbi

unread,
Oct 5, 2006, 7:40:27 PM10/5/06
to


Hi Christoph,


Ch. Demian schrieb:

> Hi Rainer,


>
>
> Ist auch mein Kenntnisstand... Der einzige Unterschied:
>
> Algerien -> Erika Arborea
> Albanien -> Erika Arborescu
>
> Oder Arboreshi? Und Arborescu war doch die Erika aus Rumänien? ;-)

Ich meine sie hieß arborescu. Ist im Regelfall siebenstämmig und hat
eine picturesce Knolle. Ich habe sie vor gut sechs Jahren mal in der
Nähe von Bursa ausgegraben. In der Hoffnung ein richtig tolles Holz zu
finden, wo noch keiner drauf gekommen ist.


>
> Ich habe allen Deinen Ausführungen gelauscht; Danke sehr dafür! Das mit
> dem Vortag, kriegen wir auch noch mal hin. Eine Frage bleibt offen: was
> will Former exakt? Holz gibt es doch wie Heu...

Du fragst wirklich, was Former will? Das Gleiche wie wir alle:
hüpergalaktisches Holz für niedrigen Preis. Wir haben nun mal keine
Label-Performance a la Bo oder Chonowitsch oder Lars Ivarsson. Wir
müssen noch kämpfen. Mit Verlaub haben drei Macher dieser Sphäre
einen ganz anderen Hintergrund für ihre Tätigkeit. Die Namen? Former,
Eltang, Barbi. Wir sind keine Künstler, wir sind Handwerker. Und weil
wir nur Handwerker sind versuchen wir im gesamten Gefüge das
Ultimative auf die Beine zu stellen und das im Sinne unserer Kunden in
einem tolerierbaren Preislevel.

Das bedeutet schlicht und ergreifend sich nicht in einer abgehobenen
Sphäre zu bewegen, sondern in der Realität sich täglich dem
Leistungslevel zu stellen. Und das auch noch zu Preisverhältnissen,
die realisierbar sind.

Aber zurück zu deiner Frage, das was er heut macht, haben viele aus
dieser Pfeifemacherszene schon lange geübt. Mit mehr oder weniger
Erfolg. Ich glaube auch nicht, dass du nur annähernd eine Ahnung hast,
was in diesem business stattfindet.

Früher gab es die Rosstäuscher, heute heißen sie Coupeure. Das ist
die Verarschung und Täuschung per se. Und wenn du es nicht glaubst,
zähle doch mal alle lupenreinen Pfeifen im Weltmarkt durch. Auf
wieviel Prozent wirst du dann kommen? Und zähle mir nicht die Stücke
mit fein verstecktem Kitt mit. Aus der Nobel- Gruppe, 1200.- im VK und
aus alt reputiertem dänischen Geblüt. Ich habe gerade eine auf dem
Tisch für ein neues Mundstück. Drei Mal Kitt.

> Christoph - den Kopf voller Erikas...

Das klingt toll. Und ich werde es mit Verlaub zu einem meiner
Leibsätze erheben.

" Du hat eine Frage? Oh, sorry, bin gerade abgelenkt, habe den Kopf
voller erikas."

Noch zwei solcher immanenten Sprüche und ich bin dir Honorar schuldig.

jetzt erst einmal nur meinen Dank.

und natürlich liebe Grüße
Rainer

rainerbarbi

unread,
Oct 5, 2006, 9:04:17 PM10/5/06
to
Hallo Christian,

Auch wenn du jetzt Eugen angesprochen hattest, möchte ich dir doch
meine Gedankengänge übermitteln.


Christian Kraft schrieb:

> Am Tue, 03 Oct 2006 13:46:14 +0200 schrieb Eugen Marmann
> <Gamb...@t-online.de>:
>
> Die Frage und Feststellung von Gerhard bleiben jedoch trotz Deines
> Interesses am Material berechtigt.
> Ich bin zumindest nicht in der Lage zu sagen, aus welchen Holzanteilen
> meine Pfeifen bestehen. Und von den Raucheigenschaften auf das
> Vorhandensein bestimmter Holzanteile zu schließen dürfte auch nicht
> statthaft sein.

Es gibt etwas brutales zu verkünden: alleine die Tatsache, das ein
Beteiligter nicht seinen Wissenstand auf das allgemein gültige Level
erhoben hat, prädestiniert ihn nicht, Zweifel gegenüber den
Informierten zu erheben.

Das war jetzt ätzend. Also sofort meine Entschuldigung. Aber bitte
doch, wenn wir uns über Sachthemen unterhalten, solten wir auch stets
versuchen im gleichen Level zu arbeiten.

Das Thema Füll- und Strukturholz ist nun ein wirklich alter Hut. Seit
1853 steht dieser Aufbau der Hölzer verbrieft und gedruckt in allen
Litteraturen.

Man muss mich nicht mögen.Und es ist nicht meine Erfindung. Vielleicht
bin ich der erste, der den hygroskopischen Verbund zwischen Holz und
Bruyere erstellt hat. Ist das wichtig? Nein.
Wichtig ist nur eines, wie lassen sich Probleme im Genuss einer Pfeife
erklären und abstellen.

Dafür gibt es Fenster und Leitmuster. Auch am bereits erstellten
Objekt. A la Stiftung Warentest gibt es einfache Koordinaten, die
zwischen einem " Schmecker" und einem
" loser" unterscheiden lassen. Einzige Frage: was habe ich zu beachten.


> Welche Folgen hat also mein Wissen beim nächsten Pfeifenkauf? Gar keine!

Das denkst du im Moment und du ahnst gar nicht, wenn du nur
ansatzmäßig Wissen über Rohprodukte hast, wie es dein gesamtes
Einkaufsgebaren verändern wird.
Wie heißt es so schon: Wissen ist Macht. Also nutze dein Wissen.

>
> Warten wir also ab, bis die Macher neben "Garantiert kittfrei" auch
> "Garantierte X% Füllholz" auf ihre Schildchen schreiben. Und wenn es dann
> immer noch Unterschiede in den diskutierten Eigenschaften gibt, müssen wir
> die Suche nach den Ursachen hierfür erneut beginnen...

Bist du frustriert? Versuche es doch mal einfach mit erfahrenen
Machern, die dich nicht verarschen. Alle anderen machen es ja auch
nicht bewusst. Sie sind nur schlicht nicht so weit im Wissenstand, dass
sie exact bewerten können.

Ansonsten , mein Freund , wirst du eines nicht negieren können, es
gibt Pfeifen, die schmecken toll und andere, die schmecken scheisse.
Und ob irgend einer etwas auf das Schildchen schreibt oder ob du mal
wieder glaubst ein Schnäppchen gemacht zu haben, hilft dir in keiner
Form weiter. Ein erlesenes Produkt zu entdecken setzt erst einmal dein
Wissen voraus. Dann kannst du in Aktien spekulieren. Ansonsten schiebe
dich auf die Base der Erfahrung anderer. Oder versuche dich elemtar
sachkundig zu machen.

So easy ist das Gebiet wirklich nicht, auch wenn einige Propheten
versuchen es Dir Bananentechnisch zu erklären.

Brauchst du Hilfe, frage mich ab, und ich kann versuchen deinen
Einkaufswunsch rational zu differenzieren.Oder dir beibringen,welche
Kriterien zur Differenzierung verhelfen.

Na gut, war ein Ansatz. Du lauscht,oder du lässt es. Up to you. Nur es
gibt eine gravierende Differenzierung zwischen den Machern: die einen,
die ihr ganzes Leben von ihrem einzigen Produkt existieren müssen und
die anderen, die einenJob haben der ihre Überlebensstruktur sichert.
Mach dir mal Gedanken, wer von beiden Gruppen marktorientierter und
zuverlässiger arbeiten wird.

fröhliches Denken

Rainer

rainerbarbi

unread,
Oct 5, 2006, 9:04:24 PM10/5/06
to

Christian Kraft

unread,
Oct 6, 2006, 3:12:09 AM10/6/06
to
Am Fri, 06 Oct 2006 03:04:17 +0200 schrieb rainerbarbi
<raine...@aol.com>:

Moin Rainer,

>


> Es gibt etwas brutales zu verkünden: alleine die Tatsache, das ein
> Beteiligter nicht seinen Wissenstand auf das allgemein gültige Level
> erhoben hat, prädestiniert ihn nicht, Zweifel gegenüber den
> Informierten zu erheben.

Was hat das mit meinem Posting zu schaffen?
Es gibt keine dummen Fragen oder auch "Zweifel" - es gibt nur dumme
Antworten :-) Und eine solche Antwort zudem von einem "Experten" an einen
"Laien" könnte man allenfalls als arrogant empfinden...


> Das Thema Füll- und Strukturholz ist nun ein wirklich alter Hut. Seit
> 1853 steht dieser Aufbau der Hölzer verbrieft und gedruckt in allen
> Litteraturen.

Habe ich daran gezweifelt?

> Wichtig ist nur eines, wie lassen sich Probleme im Genuss einer Pfeife
> erklären und abstellen.

Eben. Da mag Deine Theorie eine von X unbekannten und bekannten Anderen
sein.

>> Welche Folgen hat also mein Wissen beim nächsten Pfeifenkauf? Gar keine!
>
> Das denkst du im Moment und du ahnst gar nicht, wenn du nur
> ansatzmäßig Wissen über Rohprodukte hast, wie es dein gesamtes
> Einkaufsgebaren verändern wird.
> Wie heißt es so schon: Wissen ist Macht. Also nutze dein Wissen.

Mein Wissen alleine nutzt wahrscheinlich wenig und auch eine Aussage des
Machers über die Holzstrukturen (wenn er mir keine Mythen erzählt) dürfte
einen guten Geschmack der Pipe nicht garantieren. Allenfalls verbessert
sich meine Chance, eine wohlschmeckende Pipe zu erstehen (vorausgesetzt
Deine Theorie stimmt, was so nicht empirisch überprüft wurde).

> Bist du frustriert?

Wie kommst Du denn darauf?

Chris

Peter B Schmidt

unread,
Oct 6, 2006, 4:39:31 AM10/6/06
to
Hallo Eugen & daft,

auch wenn Rainer fachlich alles in seiner unnachahmlichen Art erklärt
hat (Rainer, ich finde das toll, das Du soviel Engagement aufbringst und
so mit Herzen dabei bist, schließlich könntest Du ja auch Dein Wissen im
Schatzkästchen vergraben, die Kunden werden ja so immer pingeliger und
der Mitbewerb liest eventuell auch mit... Thumbs up!), eine Anmerkung
sei mir erlaubt:

Eugen Marmann schrieb:


> Wenn ich schon einen Kontrast zwischen
> Pfeifenkopf und Mundstück habe, dann gefällt mir das neutrale Schwarz
> besser.

Full Ack - Nur ein Punkt ergänzend: Schau dir mal die Dunhill
Cumberlands an, da gibt es eben keinen Kontrast zwischen Mundstück und
Kopf, dank Cumberland ist das harmonisch gleichfarbig (selbst die
Struktur wird vom Cumberland imitiert). Sicherlich ein künstlerisches
Stilmittel.

Ich Frage mich eh, wo der Markt für bunte Pfeifen mit schrillen
Mundstücken, Eutern und Wölkchen ist - Scherzartikel?

Just my EUR 0.02

Friedvolle Rauchzeichen aus dem tiefen Westen,


Peter (mit nix in nix, da gleich Krankengymnastik)

Eugen Marmann

unread,
Oct 6, 2006, 5:01:53 AM10/6/06
to
Moin Peter,

> Full Ack - Nur ein Punkt ergänzend: Schau dir
mal die Dunhill
> Cumberlands an, da gibt es eben keinen Kontrast
zwischen Mundstück und
> Kopf, dank Cumberland ist das harmonisch
gleichfarbig (selbst die
> Struktur wird vom Cumberland imitiert).
Sicherlich ein künstlerisches
> Stilmittel.

dann habe ich mich nicht genau genug ausgedrückt.
Wenn das alles perfekt nachempfunden wird, ist das
sicherlich auch in meinen Augen klasse. Ich meinte
das normal gestreifte Cumberlandmundstück, daß
sich nicht der Maserung anpasst und dem Farbton
des Kopfes höchstens nahe kommt. Dann ist mir der
saubere Bruch zu einem schwarzen Mundstück lieber.

> Ich Frage mich eh, wo der Markt für bunte
Pfeifen mit schrillen
> Mundstücken, Eutern und Wölkchen ist -
Scherzartikel?

Ich glaube wir gehen zu stark von uns aus. Aber
Pfeifenraucher verbindet nur der Genuß von tabak
und sonst nichts. Bei dem reissenden Absatz, den
diese Pfeifchen finden, scheint es genug
Interessenten zu geben. In mein Pfeifenregal wären
sie nicht gekommen. Aber wenn ich sie ohne
Wölkchen, Euter, etc. bekommen könnte, würden sie
sofort in meine Tasche für unterwegs wandern. Ich
gehe beim Pfeifenkauf nur davon aus, was mir
gefällt (für einen bestimmten Zweck). So sind die
Geschmäcker unterschiedlich. Für mich ist nur
interessant und wichtig, daß es auch Firmen gibt,
die den Lifestyle bedienen. Nur wenn es genug
Pfeifenraucher gibt, wird es auch weiterhin UNERE
Pfeifen geben.

Gerhard Wilhelm

unread,
Oct 6, 2006, 5:46:34 AM10/6/06
to

"rainerbarbi" schrieb

> fröhliches Denken


Hallo Rainer,


nun stelle ich mir die Frage ob nicht gerade das "schwammige" Holz das
schlechtere sein könnte?

Transportiert es doch Kondensat mit all seinen Bestandteilen tief ins Holz hinein
und jetzt könnte man annehmen, dass gerade solche Pfeifen längere Ruhepausen
benötigen müssten um nicht irgendwann zu "versiffen" und dadurch bitter werden
können.


Viele Grüße

Gerhard

Stephan Beeck

unread,
Oct 6, 2006, 7:10:27 AM10/6/06
to
Moin Peter, Eugen, daft,

Eugen Marmann schrieb:

> > Full Ack - Nur ein Punkt ergänzend: Schau dir mal die Dunhill
> > Cumberlands an, da gibt es eben keinen Kontrast zwischen Mundstück und
> > Kopf, dank Cumberland ist das harmonisch gleichfarbig (selbst die
> > Struktur wird vom Cumberland imitiert). Sicherlich ein künstlerisches
> > Stilmittel.
>
> dann habe ich mich nicht genau genug ausgedrückt. Wenn das alles perfekt
> nachempfunden wird, ist das sicherlich auch in meinen Augen klasse. Ich
> meinte das normal gestreifte Cumberlandmundstück, daß sich nicht der
> Maserung anpasst und dem Farbton des Kopfes höchstens nahe kommt. Dann
> ist mir der saubere Bruch zu einem schwarzen Mundstück lieber.

Der saubere Bruch ist mir immer lieber...

Ich habe noch nie eine Pfeife mit Cumberland-Mundstück gesehen, die mir
gefallen hätte.

Für mich haben Mundstücke schwarz zu sein, da bin ich kleinkariert *g*

Grüße
Stephan

Peter B Schmidt

unread,
Oct 6, 2006, 7:35:40 AM10/6/06
to
Moin Eugen, daft,

zurück von der Physiotherapie, möchte ich etwas weiter ausführen,
welcher Teufel mich geritten hat, diesen Thread zu kidnappen (Sorry
@all), und das geht am Besten, wenn ich Eugen's Posting hier zerreiße ;-P :

Eugen Marmann schrieb:


> Ich
> meinte das normal gestreifte Cumberlandmundstück, daß sich nicht der
> Maserung anpasst und dem Farbton des Kopfes höchstens nahe kommt. Dann
> ist mir der saubere Bruch zu einem schwarzen Mundstück lieber.

Das ist ein "künstlerisches" oder zumindest stilistisches
Ausdrucksmittel, das mag der Pipeur halten ad libet.

Mir gefallen en Gros auch "die klassischen schwarzen" besser, aber die
Ausnahme erprobt bekanntlich die Regel...

>
>> Ich Frage mich eh, wo der Markt für bunte Pfeifen mit schrillen
>> Mundstücken, Eutern und Wölkchen ist - Scherzartikel?
>
> Ich glaube wir gehen zu stark von uns aus.

Wo sind denn die Pfeifenraucher - wenn nicht hier?

> Aber Pfeifenraucher verbindet
> nur der Genuß von tabak und sonst nichts.

Ack. Aber jetzt kommts:

> Bei dem reissenden Absatz, den
> diese Pfeifchen finden, scheint es genug Interessenten zu geben.

Wirklich? Verkaufen die sich so gut? Ich glaube eher, dass das so
"Gag"-Produkte sind, so dass zum Beispiel der Vorsitzende des
Fußballvereins mal 'ne Pfeife mit Ball zur Vereinsfeier mitbringt,
großes Hallo, und dann ab in den Schrank und die gute, alte Billard wird
weiter geraucht. In die normale Rotation eines Pfeifenrauchers wird so
was keinen Einzug finden.

Woher der Absatz, der so hohe: Kaufen und wegwerfen? "Heute mal passend
zum Karnevalskostüm"?

> Aber wenn ich sie ohne Wölkchen,
> Euter, etc. bekommen könnte, würden sie sofort in meine Tasche für
> unterwegs wandern.

Dafür habe ich zwei Big Bens (Ranger und Pipo, nur echt mit einem o),
beide kann ich nur empfehlen. Genug Bruyere, um sich rauchen zu lassen,
leicht, um unterwegs nicht den Kiefer auszurenken, und solide genug, um
sie "immer" dabei haben zu können. Sone Eigenschaften sehe ich bei den
piplines nicht. Gubbels war da schneller (und besser), wenn's um
bezahlbare Taschenpfeifen mit guten Raucheigenschaften geht.

(Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie eine "pipeline"
im Mund hatte, und zum Stolze des wahrhaft Arroganten gestehe ich, dass
das auch so bleiben wird! ;-) )

Aber richtiger Pfeifengenuss sind die "Bennies" meines Erachtens auch
noch nicht, ich habe festgestellt, dass ich die als "Appetithäppchen"
nehme und, zu Hause angekommen, mir dann doch 'ne große stopfe... OT OT
OT OT.

> Ich gehe beim Pfeifenkauf nur davon aus, was mir
> gefällt (für einen bestimmten Zweck).

Na, das unterschreibe ich gerne, und ich denke, das ist eine per
konstruktionem widerspruchsresistente Formulierung ;-)

> Für mich ist nur interessant und wichtig, daß es auch
> Firmen gibt, die den Lifestyle bedienen.

De gustibus non est disputandum, /aber/: bestimmte Hersteller scheinen
nur zwei Wege zu sehen: Entweder die Designs, die in den 60ern und 70ern
gut gegangen sind und ergo "Klassiker" sind (naja, Bulldogs mag ich halt
nicht so, m'kaaay?) und "für immer" beliebt sind (weil deren
Zielpublikum aus den 60ern und 70ern immer noch raucht und danach
verlangt), während klassisch elegante _und_ jugendliche Shapes (Erraten:
Princes! Vielleicht auch was gewagteres, Dukes!) kaum angeboten werden -
der große vaterländische Hersteller tut's nicht ohne Euter, weil sonst
kein Filter rein passt, und mit seinen Auslagen in den Lottobuden und
Bahnhofstabaterien bestimmt er halt das Bild der "Pfeife an sich".

Wie oft bin ich schon angesprochen worden, wenn ich eine meiner Princes
unter Dampf hatte: "Das ist aber ein schönes Pfeifchen, wo gibt's denn
sowas?" "Ich rauche ja nur zu Hause meine Lesepfeife, aber so eine
hübsche kleine zum Mitnehmen könnte ich mir auch vorstellen..." Da _ist_
ein Markt, nur der Konsument hat nach der dänischen Invasion seine
*Wahrnehmung* so eingestellt, dass ihm "elegant und schlank" im
Zusammenhang mit der Pfeife gar nicht mehr in den Sinn kommt, auch wenn
da ein Bedarf des Weckens harrt.

Löblich, dass diese Formensprache (Eleganz und Leichtigkeit) von
heimischen Pfeifenmachern gepflegt und bedient wird (Rainer natürlich
(luftholen, nicht dass man mir Atemzugsfehler vorwirft), Frank Axmacher,
Bernd Sticklun, Heiner Nonnenbroich und Jürgen Moritz fallen mir spontan
auch noch ein - ohne jeglichen Anspruch auf Repräsentativität oder gar
Vollständigkeit)(1), der "Massenmarkt" wird aber nun einmal von
seriengefertigter Massenware bestimmt, und die knubbelt.

Frage: Wenn schon das Konzept Duke aufgewärmt wird, warum dann mit
Euter, Wölkchen und Fußlümmelkulisse? Warum nicht mal wieder eine echte
Duke im < 100 EUR Segment, das sollte doch fertigungstechnisch (und mit
'ner guten Portion Kitt) machbar sein? Soll ich mir selber antworten,
dass die eben nicht "mal so als Gag" oder "zur Komplettierung des
Karnevalskostüms" gekauft und vergessen werden, sondern dann auch der
Anspruch erfüllt werden muss, langjähriges Rauchvergnügen zu spenden?
Ist das vielleicht dann doch zu gewagt, da man die preislich
schlechterdings nicht im "Wegwerfbereich" ansiedeln kann? Oder passt in
'ne Duke kein 9mm Patent-Filter, ohne den sich offensichtlich in D keine
Pfeife verkaufen lässt (Gegenbeweis: Ein Blick in meine Pfeifentasche)?

Noch ne Frage: Ist pipeline Lifestyle? Ist Porsche Design Lifestyle? Ist
Dunhill Lifestyle? Mir kommt das vor, wie ein Alessi Wasserkessel:
Praktisch unbenutzbar, aber tolles "Design", muss man haben....

"Form follows Function" (Louis Sullivan, 1856-1924)

(Mannomann, Peter, wenn Du weiter so randalierst ... Ich will nicht
sterben, bitte, bitte! ;-P )

> Nur wenn es genug
> Pfeifenraucher gibt, wird es auch weiterhin UNERE Pfeifen geben.

Eugen, für Dich, mich und auch viele andere hier wäre es verschmerzbar,
wenn nur noch Handmades und Freehands von "kleinen einheimischen
Zerspanungsbetrieben" verfügbar wären - Meine Investitionen werden sich
auf absehbare Zeit auch auf diese Anbieter konzentrieren.

Ich bin allerdings als schon Schüler zur Pfeife gekommen und habe als
"Bettelstudent" mein ästhetishes Empfinden an den Wühltischpfeifen
"geschärft", die keinesfalls mehr als 2 Wochen Mensa kosten durften. Und
wie für die Mensa gilt: Hackbraten ist lecker, aber immer nur Hackbraten...

*Selbstkritik:* Ich bin deshalb auf die "pipelines" und "pipoos" so
allergisch, weil damit die Pfeife ganz entgegen ihrer eigentlichen Natur
als Wegwerfartikel / Saisonartikel repositioniert werden soll. Genau das
ist die Pfeife nicht und würde denen unrecht tun, die sich eben nicht
"just for fun" diesem Kulturgegenstand widmen.

Genug des Thread-Hijackings - wäre vielleicht mal eine neue Diskussion /
einen neuen Thread an exponierterer Stelle wert, "Was ist gutes
Pfeifen-Design". Vielleicht hab ich aber einfach nur 'nen Vogel ;-P .

Friedvolle Rauchzeichen aus dem Westzipfel,


Peter (der sich gleich eine stopft, aber noch nicht ganz genau weiss,
was und womit)

-
(1): Rainer wird einzuwenden haben, dass da auch Nebenerwerbs-Pipeure
dabei sind - da hat er Recht. Ich hab doch Luft geholt, dazwischen, Männo.
--
Drei Tage war der Frosch so krank, jetzt verwest er unterm Schrank!

Eugen Marmann

unread,
Oct 6, 2006, 10:10:01 AM10/6/06
to
Moin Peter,

du hast persönliche Vorlieben und Abneigungenmit
Überlegungen zum Markt vermischt. Deshalb verstehe
meine Kommentare bitte nicht als persönlich Angriffe.

> Mir gefallen en Gros auch "die klassischen schwarzen" besser, aber die
> Ausnahme erprobt bekanntlich die Regel...

In dem Punkt sind wir ja einer Meinung.

> Wo sind denn die Pfeifenraucher - wenn nicht hier?

Hier ganz bestimmt nicht. In dieser NG trifft sich
eine kleine Gruppe von Enthusiasten. Menschen, die
sich mit Pfeifenmachern locker über die Funktion
von Struktur- und Füllholz unterhalten. Leute, die
bereit sind 300.- und mehr für ein Stück Holz
auszigeben, usw. Wir sind sicher für Handcurver
wichtig, aber selbst die können nicht von uns
leben. Oder warum sind wohl immer mehr Handcurver
bereit auch Filterpfeifen zu produzieren?

> Wirklich? Verkaufen die sich so gut?

Die erste Lieferung war nach einigen Tagen beim
Dealer meines Vertrauens ausverkauft.

> Ich glaube eher, dass das so
> "Gag"-Produkte sind, so dass zum Beispiel der Vorsitzende des
> Fußballvereins mal 'ne Pfeife mit Ball zur Vereinsfeier mitbringt,
> großes Hallo, und dann ab in den Schrank und die gute, alte Billard wird
> weiter geraucht.

Das glaube ich nicht. Ich sehe das eher in der
Tradition der Fancy Pfeifen von Chacom, die sich
inzwischen ein festes Marktsegment erobert haben.
Ob Vauen damit den gleichen Erfolg haben wird,
bleibt abzuwarten. Ich denke aber schon, daß Vauen
damit versucht Käuferschichten zu erreichen, die
bisher mit der Pfeife nichts anfangen konnten,
weil die klassische Pfeife nicht zum jugendlichen
Image passt, sondern eher mit dem älteren Herren
in Verbindung gebracht wird.

>In die normale Rotation eines Pfeifenrauchers wird so
> was keinen Einzug finden.

Also ich bin definitiv einer. Da Vauen jetzt auf
die Beschwerden einiger Kunden reagiert hat und
drei weitere Varianten des einen Modells ohne
Applikation aufgelegt hat, werde ich mir diese
wohl für unterwegs zulegen.

> Woher der Absatz, der so hohe: Kaufen und wegwerfen? "Heute mal passend
> zum Karnevalskostüm"?

Das vielleicht auch. Aber ich denke, daß wir uns
einfach irren, wenn wir Daft auch nur im
Geringsten für repäsentativ halten. s.o.

> Dafür habe ich zwei Big Bens (Ranger und Pipo,
nur echt mit einem o),
> beide kann ich nur empfehlen. Genug Bruyere, um sich rauchen zu lassen,
> leicht, um unterwegs nicht den Kiefer auszurenken, und solide genug, um
> sie "immer" dabei haben zu können. Sone Eigenschaften sehe ich bei den
> piplines nicht.

Ich sehe diese Eigenschaften sehr wohl und werde
über die Praxis Bericht erstatten.

> (Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie eine "pipeline"
> im Mund hatte, und zum Stolze des wahrhaft Arroganten gestehe ich, dass
> das auch so bleiben wird! ;-) )

Ich schon und sie machen einen sehr stabilen Eindruck.

> Aber richtiger Pfeifengenuss sind die "Bennies" meines Erachtens auch
> noch nicht, ich habe festgestellt, dass ich die als "Appetithäppchen"
> nehme und, zu Hause angekommen, mir dann doch 'ne große stopfe... OT OT
> OT OT.

Das hat ja mit der Frage der Nutzbarkeit auch
nichts zu tun. Bei Pfeifen, die ich immer dabei
habe, geht es mir um eher kleine Füllvolumen,
eigenständige Form und Optik.

>> Ich gehe beim Pfeifenkauf nur davon aus, was mir
>> gefällt (für einen bestimmten Zweck).
>
> Na, das unterschreibe ich gerne, und ich denke, das ist eine per
> konstruktionem widerspruchsresistente Formulierung ;-)

Eben. Jedoch gibt es viele, die unseren Geschmack
nicht teilen und an die Optik ganz andere
Ansprüche stellen.

> während klassisch elegante _und_ jugendliche Shapes (Erraten:
> Princes! Vielleicht auch was gewagteres, Dukes!) kaum angeboten werden -

Was hat die Frage nach einer Lifestyle Serie mit
der Tatsache zu tun, daß bestimmte
Formenentwicklungen von den Herstellern verpennt
wurden? Natürlich fehlt dieser Teil der Formen im
Segment, aber das ist doch kein Grund, seine
Fühler nicht nach Kunden aus dem Lifestylebereich
auszustrecken.

> der große vaterländische Hersteller tut's nicht ohne Euter, weil sonst
> kein Filter rein passt, und mit seinen Auslagen in den Lottobuden und
> Bahnhofstabaterien bestimmt er halt das Bild der "Pfeife an sich".

Der Euter hat nichts mit dem Filter zu tun. Mit
den letzten Variatinen zeigt Vauen deutlich, daß
es auch mit Filter und ohne Euter geht. Das Bild
der Pfeife an sich haben sie über die Jahre
allerdings bestimmt, oder sie haben produziert,
was die Masse der Kunden haben wollte. Was was
bedingt hat, werden wir wohl nie verifiziere können.

> Wie oft bin ich schon angesprochen worden, wenn ich eine meiner Princes
> unter Dampf hatte: "Das ist aber ein schönes Pfeifchen, wo gibt's denn
> sowas?" "Ich rauche ja nur zu Hause meine Lesepfeife, aber so eine
> hübsche kleine zum Mitnehmen könnte ich mir auch vorstellen..."

Ist die Zahl derer aber so groß, daß sich die
Produktion solcher Modelle für die auf Masse
ausgerichteten Hersteller lohnt? Sollte das der
Fall sein, nimmt Vauen auch das ins Programm.
Vielleicht ändert sich der Trend in letzter Zeit.
Änderungen in der Produktpalette folgen immer
verzögert.

> Da _ist_
> ein Markt, nur der Konsument hat nach der dänischen Invasion seine
> *Wahrnehmung* so eingestellt, dass ihm "elegant und schlank" im
> Zusammenhang mit der Pfeife gar nicht mehr in den Sinn kommt, auch wenn
> da ein Bedarf des Weckens harrt.

Das Wecken übernehmen Kleinstückproduzenten. Die
Großen springen dann später auf.

> Löblich, dass diese Formensprache (Eleganz und Leichtigkeit) von
> heimischen Pfeifenmachern gepflegt und bedient wird (Rainer natürlich
> (luftholen, nicht dass man mir Atemzugsfehler vorwirft), Frank Axmacher,
> Bernd Sticklun, Heiner Nonnenbroich und Jürgen Moritz fallen mir spontan
> auch noch ein - ohne jeglichen Anspruch auf Repräsentativität oder gar
> Vollständigkeit)(1), der "Massenmarkt" wird aber nun einmal von
> seriengefertigter Massenware bestimmt, und die knubbelt.

Wo ist das nicht so? die von Dir genannten Macher
produzieren kleine Stückzahlen und können
flexibler auf Strömungen reagieren. Ausserdem
warne ich noch einmal davor den durchschnitt der
daftler als representativ anzusehen. das sind wir
nicht. allein schon die Tatsac he, daß mean
weitergehende Informationen sucht und dabei auf
Daft stößt, hebt einen von der masse der
Pfeifenraucher ab.

> Frage: Wenn schon das Konzept Duke aufgewärmt wird, warum dann mit
> Euter, Wölkchen und Fußlümmelkulisse?

Um mal vom "normalen" Pfeifenimage wegzukommen und
weil wir in einer Wegwerfgesellschaft leben und
auch dieser Sektor bedient werden muß?

> Oder passt in
> 'ne Duke kein 9mm Patent-Filter, ohne den sich offensichtlich in D keine
> Pfeife verkaufen lässt (Gegenbeweis: Ein Blick in meine Pfeifentasche)?

Nun, für die Mehrheit trifft das sicherlich zu. Na
und? In meine Pfeifentasche sind nur
Filterpfeifen. Na und?

> Noch ne Frage: Ist pipeline Lifestyle? Ist Porsche Design Lifestyle? Ist
> Dunhill Lifestyle? Mir kommt das vor, wie ein Alessi Wasserkessel:
> Praktisch unbenutzbar, aber tolles "Design", muss man haben....

Genau das ist lifestyle.

> "Form follows Function" (Louis Sullivan, 1856-1924)

In den reichen Gesellschaften mit Sicherheit nicht.

> (Mannomann, Peter, wenn Du weiter so randalierst ... Ich will nicht
> sterben, bitte, bitte! ;-P )

Wie langweilig. leiden sollst Du.... :-)

> Eugen, für Dich, mich und auch viele andere hier wäre es verschmerzbar,
> wenn nur noch Handmades und Freehands von "kleinen einheimischen
> Zerspanungsbetrieben" verfügbar wären - Meine Investitionen werden sich
> auf absehbare Zeit auch auf diese Anbieter konzentrieren.

Das ist richtig. Alerdings nur in einer "Pro
Pfeife" Atmosphäre und dazu gehören auch solche
Ableger.

> *Selbstkritik:* Ich bin deshalb auf die
"pipelines" und "pipoos" so
> allergisch, weil damit die Pfeife ganz entgegen ihrer eigentlichen Natur
> als Wegwerfartikel / Saisonartikel repositioniert werden soll. Genau das
> ist die Pfeife nicht und würde denen unrecht tun, die sich eben nicht
> "just for fun" diesem Kulturgegenstand widmen.

Genau das sehe ich anders. Wenn wir in Zukunft
(Raucherdiskriminierung) weiter Pfeifen kaufen
wollen, dann muß die Pfeife in breiten
Gesellschaftsschichten verankert werden.

> Genug des Thread-Hijackings - wäre vielleicht mal eine neue Diskussion /
> einen neuen Thread an exponierterer Stelle wert, "Was ist gutes
> Pfeifen-Design". Vielleicht hab ich aber einfach nur 'nen Vogel ;-P .

Nein, du hast keinen Vogel. Du klammerst Dich nur
an einen Kulturbegriff, der IMO heute so nicht
mehr existieren kann. Die Macht der elitären
Gesellschaftschichten ist verloren. Heute überlebt
nur das, was sowohl vom Designer, wie auch von
Disney interpretiert wird.

> Friedvolle Rauchzeichen aus dem Westzipfel,

Dito, aus Münster.

> Peter (der sich gleich eine stopft, aber noch nicht ganz genau weiss,
> was und womit)

Werde mir zum Abregen : -) jetzt erst mal
Hamborger Veermaster in BC Handmade.

> (1): Rainer wird einzuwenden haben, dass da auch Nebenerwerbs-Pipeure
> dabei sind - da hat er Recht. Ich hab doch Luft geholt, dazwischen, Männo.

Nein, Rainer wird einwenden, daß er eine Zahl x
verkaufen muß, damit er im Geschäft bleiben kann
und unsere Kunstwerke weiter produzieren kann. Um
im Geschäft zu bleiben, produziert er, was der
Kunde haben möchte.

Viele hier in daft gehen davon aus, daß der an
Masse orientierte Hersteller von uns paar Männekes
leben kann. Dem ist nicht so.

Gruß Eugen

Eugen Marmann

unread,
Oct 6, 2006, 10:20:27 AM10/6/06
to
Moin Gerhard,

> Transportiert es doch Kondensat mit all seinen
Bestandteilen tief ins Holz hinein
> und jetzt könnte man annehmen, dass gerade
solche Pfeifen längere Ruhepausen
> benötigen müssten um nicht irgendwann zu
"versiffen" und dadurch bitter werden
> können.

Man könnte nicht nur.......man muß sogar. Eine
Pfeife die mehr Kondensat aufnimmt,
braucht länger zum Trocknen. Auf der anderen Seite
bleibt der Rauch bis zum Schluß
trocken. Ich habe lieber bis zum Schluß trockenen
Rauch, auch wenn ich die Pfeife dafür
statt 24 Std 36Std. liegen lassen muß. Dafür habe
ich genug Pfeifen.

Martin Rachuj

unread,
Oct 6, 2006, 11:48:59 AM10/6/06
to
Hallo Eugen, Peter, daft,

ich misch mich mal ein!
Diese s.g. Lifestyle-Pipen (Wölkchen, bunte Folie etc..) würde mir nicht
gefallen (persönlicher Geschmack). Ich weiß aber, dass es Leute gibt,
die ins Schaufenster schauen und sehen so eine bunte Pfeife und finden
die dann toll. Das ist eher Zeitgeist. Mir gefällt eine Billard oder
Prince Schwarz oder Braun im Dunhill Design besser, aber welche
Durchschnittsraucher kennt überhaupt Dunhill?
Ein Beispiel:
Mir sind Pfeiferaucher bekannt, die seit 15 Jahren nur Indian Sommer
rauchen. Im Daft Review als Chemie und Sondermüll tituliert.
Aber was folgt daraus?
Auf den Markt sind einfach zu viele ver. Tabake als das es
wirtschaftlich ist. Nur die wenigsten Raucher kaufen sich für 10 Euro
eine Dose Tabak den sie nicht kennen, weil sich auch die wenigsten hier
informieren. Also werden Tabake vom Markt genommen.
Angebot und Nachfrage entscheiden.
Würde es also keinen Markt für diese Lifestyle Pipen geben, würde Vauen
keine produzieren. Sie würden verschwinden wie selten nachgefrage
Tabake. So einfach ist da, oder nicht?

Grüße aus dem Norden

Martin

Eugen Marmann

unread,
Oct 6, 2006, 12:22:44 PM10/6/06
to
Moin Martin,

> ich misch mich mal ein!
> Diese s.g. Lifestyle-Pipen (Wölkchen, bunte
Folie etc..) würde mir nicht
> gefallen (persönlicher Geschmack).

Ohne diesen Klimbim würde ich sie mir
wahrscheinlich kaufen und da es sie inzwischen
auch ohne Klimbim gibt, werde ich es
wahrscheinlich tun.

Ansonsten bin ich ganz Deiner Meinung. Aber darum
geht es eigentlich nicht. Es geht eher um zwei
widerstreitende Standpunkte.

Der eine geht davon aus, daß die Pfeife einen
gewissen kulturellen Status hat, mit dem kein
Schindluder getrieben werden darf. Die Fancys von
Chacom und die Pipe Line von Vauen werden als
"Verhöhnung" und Mißachtung dieses kulturellen
Statuses verstanden.

Der andere geht davon aus, daß das "Produkt"
Pfeife auf breiterer Basis vermarktet werden muß,
damit auch die Möglichkeit für die
Weiterproduktion des Kulturgutes besteht. Nach
dieser Prämisse wird eher jemand, der mit einer
Pipe Line angefangen hat später eine Barbi kaufen,
als jemand, der noch nie Pfeife geraucht hat.
Ausserdem kann ein großer Hersteller besser die
Randgruppen bedienen, wenn er seine Einnahmen auf
eine breite, sichere Basis gestellt hat. Das alles
ist von mir jetzt bewußt übertrieben und
vereinfacht worden.

Ich persönlich tendiere zu der zweiten Sichtweise
und habe kein Problem mit lifestyle, solange ich
die Pfeifen finde, die ich rauchen möchte.

btw: Sind die Pfeifen angekommen?

Martin Rachuj

unread,
Oct 6, 2006, 12:41:59 PM10/6/06
to
Moin Eugen,

da ist der Kern der Sache an mir vorbeigegangen...

Eugen Marmann schrieb:

> Der andere geht davon aus, daß das "Produkt" Pfeife auf breiterer Basis
> vermarktet werden muß, damit auch die Möglichkeit für die
> Weiterproduktion des Kulturgutes besteht. Nach dieser Prämisse wird
> eher jemand, der mit einer Pipe Line angefangen hat später eine Barbi
> kaufen, als jemand, der noch nie Pfeife geraucht hat. Ausserdem kann ein
> großer Hersteller besser die Randgruppen bedienen, wenn er seine
> Einnahmen auf eine breite, sichere Basis gestellt hat. Das alles ist von
> mir jetzt bewußt übertrieben und vereinfacht worden.
>

Hmn... *grübel*

> Ich persönlich tendiere zu der zweiten Sichtweise und habe kein Problem
> mit lifestyle, solange ich die Pfeifen finde, die ich rauchen möchte.
>

Wenn durch diese fancy pipes der Bestand der "richtigen" Pfeifen
bestehen bleibt, bzw. die Hersteller die Möglichkeit haben auch weniger
gewinnbringende Modelle für Pfeifenenthusiasten weiterhin zu
produzieren, bin ich deiner Meinung. Wie du ja anklingen lässt:
Es sollte nicht das "Kulturgut", die klassische Pfeife, den neuen
"trendigen" Pipen weichen müssn.

> btw: Sind die Pfeifen angekommen?

Jup :) Bist du heut abend im Chat? Da könnte ich dann berichten!

Grüße Martin

Eugen Marmann

unread,
Oct 6, 2006, 12:52:52 PM10/6/06
to
Moin Martin, Daft,

ehe ich wieder Haue bekomme.....das ist alles nur
meine ganz persönliche Interpretation...... :-)

> Bist du heut abend im Chat? Da könnte ich dann
berichten!

Allerdings nur kurz. Wahrscheinlich ab 22:00h

Peter B Schmidt

unread,
Oct 6, 2006, 1:25:36 PM10/6/06
to
Moin Martin, Eugen, daft,

Martin Rachuj schrieb:


> da ist der Kern der Sache an mir vorbeigegangen...

Hm, ich bin da jetzt auch nicht mehr so sicher, ob wir da alle über das
Gleiche reden.

Für mich sind Folienpipen oder Muhkühe aus denen man rauchen kann
*nicht* der Untergang der abendländischen Kultur - ich habe gar nichts
dagegen! Ich finde nur, dass die Angebote für den durchaus finanzstarken
und konsumbereiten Markt junger Menschen, die vom Suchtrauchen zum
Genussrauchen wechseln wollen, nicht wirklich passen - schau Dir die
Vitrinen am Bahnhof und in der durchschnittlichen Tabaklottobude mal an,
das Angebot hat sich oft seit 15 Jahren kaum geändert. Ich behaupte mal
ganz dreist, dass mit einer Deko mit kleinen, schlanken, klassischen
Pfeifen (=Princes, klar, ne?) mit Auszeichnungen in der
Einsteigerpreisklasse und vielleicht dem Hinweis "Einsteigerpfeifen"
mehr ziehen würde als die in der Ecke präsentierten Folienfancies mit
dem Hinweis "Für junge Raucher".

> Eugen Marmann schrieb:


>> Ich persönlich tendiere zu der zweiten Sichtweise und habe kein
>> Problem mit lifestyle, solange ich die Pfeifen finde, die ich rauchen
>> möchte.

Ack. Wo wir wohl noch aneinander vorbei denken, ist die Tatsache, dass
lifestyle vielleicht auch eher chic als schrill sein könnte...

> Wenn durch diese fancy pipes der Bestand der "richtigen" Pfeifen
> bestehen bleibt, bzw. die Hersteller die Möglichkeit haben auch weniger
> gewinnbringende Modelle für Pfeifenenthusiasten weiterhin zu
> produzieren, bin ich deiner Meinung. Wie du ja anklingen lässt:
> Es sollte nicht das "Kulturgut", die klassische Pfeife, den neuen
> "trendigen" Pipen weichen müssn.

Da habt Ihr mich überinterpretiert: Ich habe nix gegen schrillibunti
pipes, solange es auch noch ein Angebot für mich gibt. Für mich wirkt
das aber trotzdem so, wie dem Fisch ein Fahrrad schmackhaft zu machen.

Auch in einer "pipeline" brennt der Tabak, wie er halt so brennt, da ist
bedächtig dran zu ziehen, und vielleicht wird dabei gar gedacht. Als
"flottes" Accessoir taugt die Pfeife nicht - wohl aber als elegantes.
Meine Meinung. Und eine Pfeife, die nicht stilvoll und elegant daher
kommt, macht nicht lange Spaß. Auch meine Meinung. Und ex und hopp ist
eigentlich nicht das, was den Charakter eines (potentiellen)
Pfeifenrauchers ausmacht. Immer noch meine Meinung.

Mir kommen diese Versuche, "neue Käuferschichten zu erschließen" einfach
ungeschickt vor. Das ist alles. Keine Klage über den "Untergang des
Abendlandes und der abendländischen Kultur", kein "Pfui was haben die
aus unserer hochheiligen Pfeife gemacht" - ich finde es einfach schade,
das für den, der ernsthaft nach einer eleganten Einsteigerpfeife sucht,
kein wirkliche Angebot besteht - man nimmt nicht mal so gerade drei
Dunhills mit, um zu sehen, ob Pfeife rauchen Spaß macht, und ich selber
habe mich ob ihrer Mopsigkeit mit meinen Studentenpfeifen lange nicht
"unter Leute gewagt". Hätte ich damals eine Prince gehabt, meiner Lunge
wären viele Stangen Kippen erspart geblieben - aber Princes gab's nur
von Dunhill, für mich utopisch teuer.

Ich hoffe, die Wogen geglättet zu haben, denn ich fürchte, ich war in
meinen Aussagen mißverständlich - Entschuldigung dafür, so (^^^^) meine
ich es wirklich.

M'kaaay?

Mit rauchigen Grüßen,


Peter (mit Jurewicz Neumarkt Special 99 in Stannie)
--
"Dies sind meine Prinzipien. Falls sie ihnen nicht gefallen, habe ich
andere." - Groucho Marx

Eugen Marmann

unread,
Oct 6, 2006, 1:48:13 PM10/6/06
to
Moin Peter,

> schau Dir die
> Vitrinen am Bahnhof und in der durchschnittlichen Tabaklottobude mal an,
> das Angebot hat sich oft seit 15 Jahren kaum geändert. Ich behaupte mal
> ganz dreist, dass mit einer Deko mit kleinen, schlanken, klassischen
> Pfeifen (=Princes, klar, ne?) mit Auszeichnungen in der
> Einsteigerpreisklasse und vielleicht dem Hinweis "Einsteigerpfeifen"
> mehr ziehen würde als die in der Ecke präsentierten Folienfancies mit
> dem Hinweis "Für junge Raucher".

Bei der Lotttobude lag es in der Vergangenheit
wohl weniger an verfehlter Werbepolitik, sondern
eher an der Tatsache, daß Pfeifen nur ein
Randprodukt waren, mit dem nicht das Geld verdient
wurde. An diesem Zusammenhang dürften auch die
Folienfancys oder die Prince nichts ändern.

> Ack. Wo wir wohl noch aneinander vorbei denken, ist die Tatsache, dass
> lifestyle vielleicht auch eher chic als schrill sein könnte...

Meines Erachtens nach nicht "entweder-oder",
sondern eher "sowohl-als auch". In diesem
Zusammenhang sind die "Folienfancys" nichts für
sie Lottobude, wohl aber eine interessante
Produktpalettenerweiterung für den Fachhandel.

> Da habt Ihr mich überinterpretiert: Ich habe nix gegen schrillibunti
> pipes, solange es auch noch ein Angebot für mich gibt. Für mich wirkt
> das aber trotzdem so, wie dem Fisch ein Fahrrad schmackhaft zu machen.

Sorry für die Fehlinterpretation. Was den Fisch
und das Fahrrrad betrifft, ist wohl genau das
beabsichtigt.

> Und eine Pfeife, die nicht stilvoll und elegant daher
> kommt, macht nicht lange Spaß. Auch meine Meinung. Und ex und hopp ist
> eigentlich nicht das, was den Charakter eines (potentiellen)
> Pfeifenrauchers ausmacht. Immer noch meine Meinung.

> Ich hoffe, die Wogen geglättet zu haben, denn ich fürchte, ich war in


> meinen Aussagen mißverständlich - Entschuldigung dafür, so (^^^^) meine
> ich es wirklich.

Da gibt es nichts zu entschuldigen und nichts zu
glätten. Bisher ist doch alles friedlich und so
soll es auch bleiben.

rainerbarbi

unread,
Oct 7, 2006, 9:14:29 AM10/7/06
to

Hallo Gerhard,

Gerhard Wilhelm schrieb:

>
> nun stelle ich mir die Frage ob nicht gerade das "schwammige" Holz das
> schlechtere sein könnte?
>
> Transportiert es doch Kondensat mit all seinen Bestandteilen tief ins Holz hinein
> und jetzt könnte man annehmen, dass gerade solche Pfeifen längere Ruhepausen
> benötigen müssten um nicht irgendwann zu "versiffen" und dadurch bitter werden
> können.

da wirst du bestimmt recht haben. Nehmen wir etwa vier Gramm Tabak für
eine Füllung hat der Tabak ca, 80% Wasseranteil, also etwa 3 Gramm
Wasser.

Jetzt kommt die Hypothese: 1,5 Gramm könnten verdampfen und1,5 Gramm
müssen in das Holz einziehen.
Die müssen auch wieder trocknen. Wie lang jetzt die wirkliche
Verdunstungsdauer ist, hängt wohl auch mit der relativen
Umgebungsfeuchte des Lagerbereiches zusammen.

Bei hochporösem Holz ziehen diese Wasseranteile sofort in die Poren,
bei eng strukturiertem tun sie sich schwer und ein Teil verbleibt
häufig nass im Brennraumboden.
Dadurch wird das zeitweilig auftretende Gurgeln hervorgerufen und bei
heftigerem Ziehen tritt dann der bittere Kondensatnebel auf.

Auch Hochrain hat das Gewicht des Holzes als Qualitätskriterium
aufgestellt. Je leichter, desto besser. Grossporiges Holz hat halt ein
geringeres spezifisches Gewicht auf Grund höherer Luftanteile.

Das Verhalten von aufgebrachten Farben kennst du ja auch schon lange,
je leichter und poröser das Bruyere, desto tiefer und kontrastreicher
zieht die Farbe ein.
So kann man auch schon am Finish erkennen wie porös das Material ist
und damit auch den Analogischluss auf mehr trockene Raucheigenschaften
ziehen.

Aus diesen Bedingungen heraus ist mir poröses Rough lieber und die
längeren Trocknungszeiten nach dem Gebrauch sehe ich da nicht
besonders abwertend.

Allerdings sind poröse Hölzer auch etwas schwieriger in eine
spiegelnde Oberfläche zu bringen. Das könnte vielleicht als Nachteil
empfunden werden.

Ein frohes Wochenende wünscht
Rainer

Adrian Schmidtke

unread,
Oct 12, 2006, 7:15:39 AM10/12/06
to
Hallo Peter, daft.

Am 06.10.06 19:25 schrieb Peter B Schmidt:

> Für mich sind Folienpipen oder Muhkühe aus denen man rauchen kann
> *nicht* der Untergang der abendländischen Kultur - ich habe gar nichts
> dagegen!

Ich schon, aber deswegen schreibe ich nicht. Interessanterweise finden
sich im neuen Dan Pipe Katalog, der heute ins Haus kam, solche Pfeifen
praktisch gar nicht mehr, dafür aber viele neue, sehr "klassische"
Shapes (etwa von Bentley oder Dunhill (!)). Möglich also, dass sich der
allgemein beobachtbare Ausflug in die Fancy-Welt nicht nur in
geschmacklicher sondern auch in betriebswirtschaftlicher Hinsicht als
Fiasko erwiesen hat...

Viele Grüße,
Adrian

--
http://www.adrianschmidtke.de/pfeifen/
http://www.soulcake.de http://www.easeback.de

Peter B Schmidt

unread,
Oct 12, 2006, 8:15:56 AM10/12/06
to
Moin Adrian, d.a.f.t,

Adrian Schmidtke schrieb:

> Interessanterweise finden
> sich im neuen Dan Pipe Katalog, der heute ins Haus kam, solche Pfeifen
> praktisch gar nicht mehr, dafür aber viele neue, sehr "klassische"
> Shapes (etwa von Bentley oder Dunhill (!)).

Dunhill bei DP?!? Hatten wir nicht gerade das Thema "Untergang des
Abendlandes" ;-) ?!?

Ernst beiseite, leider steht der Katalog noch nicht im Netz :-( , aber
ich bin sehr gespannt - auch wegen der diversen Gerüchte und Fakten zu
neuen Tabaken und abgekündigten... Ich werde mal einen Site Reminder
darauf setzen.

Rauchige Grüße,


Peter (OGS in Schreibtisch-Big-Ben)

Gerhard Locke

unread,
Oct 12, 2006, 11:54:51 AM10/12/06
to
Peter B Schmidt schrieb:

> Moin Adrian, d.a.f.t,
>
> Adrian Schmidtke schrieb:
>
>> Interessanterweise finden
>> sich im neuen Dan Pipe Katalog, der heute ins Haus kam, solche Pfeifen
>> praktisch gar nicht mehr, dafür aber viele neue, sehr "klassische"
>> Shapes (etwa von Bentley oder Dunhill (!)).
>
> Dunhill bei DP?!? Hatten wir nicht gerade das Thema "Untergang des
> Abendlandes" ;-) ?!?

Aber alle miFi und zu gesalzenen Preisen.

> Ernst beiseite, leider steht der Katalog noch nicht im Netz :-( , aber
> ich bin sehr gespannt - auch wegen der diversen Gerüchte und Fakten zu
> neuen Tabaken und abgekündigten... Ich werde mal einen Site Reminder
> darauf setzen.

Es sind einige Tabake abgebildet, von denen ich gehört habe, daß sie
eingestellt werden. So z.B. der Jock Scott und Dunhill Navi Rolls.

Gruß
Gerhard

Arno Vogt

unread,
Oct 26, 2006, 12:52:23 PM10/26/06
to

Hallo Rainer,

dann stelle ich mal eine Frage ganz direkt. Verwendest Du für Deine Pipen
dieses Holz?

Gruß

Arno


Arno Vogt

unread,
Oct 31, 2006, 4:00:29 PM10/31/06
to

"Arno Vogt" <arn...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ehqp48$qhe$02$1...@news.t-online.com...

>
> Hallo Rainer,
>
> dann stelle ich mal eine Frage ganz direkt. Verwendest Du für Deine Pipen
> dieses Holz?
>
Also, ich wäre weder böse noch erstaunt, hab ich doch gelernt, daß dieses
Holz ebenso schöne grains bietet, wie das andere, aus den nördlichen
Mittelmeergebieten, in denen ja schon jeder Privatschnitzer (ruhig bleiben,
damit meine ich mich - und zwar ausschließlich) rummacht. Und das ja auch
mit den "korsichen" Herkünften pro Jahr mehr vermarktet als geerntet wird
ist mir ja auch klar. Soviel "korsisches - Topgrain" kann es weltweit ja
kaum geben, wie es vermarktet wird. Da müßte ja jede Stanni 500 Fehler
haben.... ...haben sie aber nicht - also, wo soll soviel gutes Holz mit
wenig Fehlern herkommen?

Ja, das sind Fragen....

Schlaflos in Seeheim Jugenheim,
--
Gruß, Arno

www.verbilligen.de
"Let's smoke again"

Arno


rainerbarbi

unread,
Nov 1, 2006, 9:05:19 PM11/1/06
to

Hi Arno,

Arno Vogt schrieb:

> > Hallo Rainer,
> >
> > dann stelle ich mal eine Frage ganz direkt. Verwendest Du für Deine Pipen
> > dieses Holz?

Klare Antwort: nein. Grund: die Mustersendung aus Algerien ist noch
nicht angekommen.
Zwischenstand: im Moment verarbeitet keiner algerisches Holz.
Ein paar Stücke allerdings sind schon in den Markt gelangt, und zwar
von Tom Eltang und Former.
Halb Dänemark wartet sehnsüchtig, um von den übertriebenen
Preisvorstellungen für Rough der norditalienischen Coupeure
wegzukommen. Halb Dänemark aus dem Grunde, weil die andere Hälfte
Preise des Jenseits aufruft und dementsprechend auch jeden Preis
bezahlt.


> >
> Also, ich wäre weder böse noch erstaunt, hab ich doch gelernt, daß dieses
> Holz ebenso schöne grains bietet, wie das andere, aus den nördlichen
> Mittelmeergebieten, in denen ja schon jeder Privatschnitzer (ruhig bleiben,
> damit meine ich mich - und zwar ausschließlich) rummacht.

Wenn Algerien tolle Schnitte zu moderaten Preisen anbietet, haben doch
auch die
" Privatschnitzer" eine Karte, zu moderatem Einkauf tolle Grains zu
bauen. Oder?
Dann kauft ihr eben bei Former euer Rough ein.

Und das ja auch
> mit den "korsichen" Herkünften pro Jahr mehr vermarktet als geerntet wird
> ist mir ja auch klar. Soviel "korsisches - Topgrain" kann es weltweit ja
> kaum geben, wie es vermarktet wird. Da müßte ja jede Stanni 500 Fehler
> haben.... ...haben sie aber nicht - also, wo soll soviel gutes Holz mit
> wenig Fehlern herkommen?

Korsika Briar ist doch ein langjähriger Werbegag. Habe ich sonst
nichts zu bieten, muss ich mich halt auf alte mystifizierte Fames
beziehen.
Und drauf reinfallen tun nur die, die beratungsresistent gegen
Naturwissenschaften sind.

Alle anderen wissen, dass nicht pseydo- Rarität den Genuss bedingt,
sondern lediglich Aufbau und Struktur des Roughs. Selbst das
Wühltisch- Kittmonster mit Lackschicht kann zum Schmecker werden.
Hauptsache das Briares wurde richtig ausgekocht und der Anteil der
Kondensat- aufnahmefähigen Partien ist hypergallaktisch. Das heißt im
Klartext, meine ausgesuchte Pfeife ist im Verhältnis zur Materialmenge
leicht und die Hygroskopie hervorragend.
Immer am fertigen Objekt eruierbar an den überwiegend dunklen und
dynamischen kontrastierten Partien.

>
> Schlaflos in Seeheim Jugenheim,

ich hoffe, die Schlafstörung beendet zu haben.

Rainer

rainerbarbi

unread,
Nov 1, 2006, 9:31:20 PM11/1/06
to
Hi Eugen,

ich bin eine Schlafmütze. Deine Mitteilung habe ich gerade erst
entdeckt.

Eigentlich überholt, aber weil du sie gesendet hast, einen kurzen
Kommentar:


Eugen Marmann schrieb:

> Moin Peter,


>
> > (1): Rainer wird einzuwenden haben, dass da auch Nebenerwerbs-Pipeure
> > dabei sind - da hat er Recht. Ich hab doch Luft geholt, dazwischen, Männo.
>
> Nein, Rainer wird einwenden, daß er eine Zahl x
> verkaufen muß, damit er im Geschäft bleiben kann
> und unsere Kunstwerke weiter produzieren kann. Um
> im Geschäft zu bleiben, produziert er, was der
> Kunde haben möchte.

Kannst du Gedanken lesen? Wie denn auch sonst können Macher, die von
ihrem erstellten Produkt existieren müssen, langzeitorientiert
überleben.

Die Kunst für diese Betreffenden ist es, über Jahrzehnte den eigenen
individuellen Geschmack im Stream der wechselnden Eitelkeiten im
Einklang zu performieren. Unabhängig vom dauerhaften Kampf um
stylistische und handwerkliche Ultimierung.
Das unterscheidet sie ein wenig vom Leistungsanspruch der part-time
Macher.

Diese allerdings haben die grosse Chance, in ihrer Unabhängigkeit vom
Verkaufsdruck eigene Ideen zu verwirklichen. Wohl dem, der diese Karte
zu nutzen versteht.

Problematik: wenn es ihnen gelungen ist, gelangen sie automatisch in
das Raster des Leistungdruckes. Und damit beißt sich die Katze in den
Schwanz.


>
> Viele hier in daft gehen davon aus, daß der an
> Masse orientierte Hersteller von uns paar Männekes
> leben kann. Dem ist nicht so.

Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen.

Usui doctus grüßt

Rainer

Eugen Marmann

unread,
Nov 2, 2006, 1:58:26 AM11/2/06
to
Moin Rainer,

> Kannst du Gedanken lesen?

Nö. Aber zuhören und zwischen den Zeilen lesen. :-)

Arno Vogt

unread,
Nov 2, 2006, 11:37:06 AM11/2/06
to

"rainerbarbi" <raine...@aol.com> schrieb im Newsbeitrag
news:1162433118.9...@h54g2000cwb.googlegroups.com...

ich hoffe, die Schlafstörung beendet zu haben.

Rainer


Wie immer, ich habe ob Deiner Antwort gut geschlafen.

Danke
Arno


Arno Vogt

unread,
Nov 5, 2006, 5:43:28 PM11/5/06
to

"Ch. Demian" <ch.d...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:C14B5BC4.27452%ch.d...@web.de...
> Eine Frage bleibt offen: was
> will Former exakt? Holz gibt es doch wie Heu...
>
> Christoph - den Kopf voller Erikas...
>

Hallo,
gute Frage, das interessiert mich jetzt auch. Was ahnt der mann, wa uns
wieder alle verblüffen konnte. Eine nue Legende - oder ein wirkliches
Hartholzargument?

Neugierig verbleibt

0 new messages