Eins gleich vorweg: Ich bin Pfeifen-Anfänger.
Ich habe vor einer Woche meinen zweiten Versuch bezüglich dem Pfeife rauchen
gestartet. Dazu habe ich die Pfeife die ich vor ein paar Jahren mal gekauft
habe wieder ausgegraben. Diese Pfeife war ein billig Teil für ca 30 DM und
ich habe es damals bereits nach ca 5-7 Pfeifenfüllungen aufgegeben, da es
eklig geschmeckt hat. Nun habe ich mich auf der Daft Homepage und auf
diversen anderen Seiten nochmal gründlich informiert und wollte einen
zweiten Versuch starten:
Nach ca 5 weiteren Versuchen etwas der Pfeife zu entlocken das nicht bitter
schmeckt wende ich mich nun an Euch mit der Bitte mir zu helfen. Ich habe
die Pfeife so gut ich es konnte und wusste gereinigt, also mit Stopfer und
der Flüssigkeit die dabei war den Rauchkanal mehrmals geputzt, Holm und was
da halt sonst noch so alles war. Ich habe mich fürs Anfangen für den Dunhill
Aromatic Tabak entschieden. Aber wie langsam oder schnell ich auch ziehe,
egal wie fest oder locker ich die Pfeife stopfe (ich hab mir sogar ein Video
aus dem Netzt gezogen wo eine Pfeife gestopft wird!!!) es schmeckt immer zum
kotzen! Ausser einmal: Ich habe tapfer bis zu Ende geraucht als die Pfeife
mir kurz vor Schluss nochmal ausging. Da habe ich (etwas gefrustet) nochmal
gehörig mit dem Stopfer gearbeitet und nochmal angezündet und siehe da ...
herrlicher Geschmack ... weitere drei Züge und der Tabak war aufgebraucht!
Danach habe ich diesen Geschmack nie wieder hin bekommen.
Kann es sein das meine Pfeife bereits kaputt geraucht ist weil ich am Anfang
was falsch gemacht habe oder ist die Pfeife einfach schlecht. Ich bin
verzweifelt und könnte einen Rat echt gut gebrauchen.
Danke schonmal.
Florian
laß Dich auf jeden Fall nicht entmutigen. Aber Deine Fragen
sind nicht so einfach zu beantworten ohne die Pfeife zu sehen.
> Diese Pfeife war ein billig Teil für ca 30 DM und
> ich habe es damals bereits nach ca 5-7 Pfeifenfüllungen aufgegeben, da es
> eklig geschmeckt hat. Nun habe ich mich auf der Daft Homepage und auf
> diversen anderen Seiten nochmal gründlich informiert und wollte einen
> zweiten Versuch starten:
Aber ich wage einmal einigen Vermutungen. Schmeckt die Pfeife von Anfang
schrecklich, oder wird das im Verlauf schlimmer? Wenn ja, hätte ich zwei
Ideen.
1. eher unwahrscheinlich: Pfeife ist versumpft. D.h. kondensat ist vom Holz
aufgesogen worden. Dann würde nur entsorgen helfen.
2. wahrscheinlicher: Die Einrauchpaste. Damit wird die Pfeife ausgestrichen,
damit sich eine gute Kohleschicht bildet. Die hat einen chemischen Geschmack
und es dauert mindesten 20 Füllungen bis sich der Geschmack verliert.
Versuche noch einige Füllungen, ehe Du sie wegwirfst.
Gruß Eugen
P.S. Such Dir einen Stammtisch in Deiner Nähe und laß die "Fachleute" die
Piepe ansehen.
*************
Drei Tage war der Frosch nun krank. Jetzt raucht er wieder,
Gott sei Dank! (Wilh. Busch)
Also es wird im Verlauf schlimmer. Allerdings schmeckt sie von Anfang an
aber auch nicht gerade lecker.
> 1. eher unwahrscheinlich: Pfeife ist versumpft. D.h. kondensat ist vom
Holz
> aufgesogen worden. Dann würde nur entsorgen helfen.
Kann ich das irgendwie erkennen? Was würde das Versumpfen unterstützen?
Vielleicht habe ich das ja vor ein paar Jahren bereits falsch gemacht. Z.B.
hat mir damals ein Pfeife Raucher empfohlen den Rest Tabak und Asche bis zum
nächsten Rauchen in der PFeife zu lassen. Habe ich getan, auch der Filter
blieb drin. Dieser sogar über die Jahre bis vor einer Woche. Nun wechsle ich
ihn natürlich nach jeder Füllung.
> 2. wahrscheinlicher: Die Einrauchpaste. Damit wird die Pfeife
ausgestrichen,
> damit sich eine gute Kohleschicht bildet. Die hat einen chemischen
Geschmack
> und es dauert mindesten 20 Füllungen bis sich der Geschmack verliert.
> Versuche noch einige Füllungen, ehe Du sie wegwirfst.
Sollte ich diese Paste, falls ich mir eine neue Pfeife kaufe dann wegmachen
und lieber normal einrauchen. Weil wenn das was ich beim Rauchen schmecke
die Paste ist, dann schmeckt die echt widerlich!
Vielen Dank schonmal für Deine Hilfe!!
> P.S. Such Dir einen Stammtisch in Deiner Nähe und laß die "Fachleute" die
> Piepe ansehen.
Ist hier zufällig jemand aus dem Raum Reutlingen der einen Pfeifenstammtisch
kennt?
Gruß
Florian
[snip]
Also zunächst mal würde ich sagen, wenn Du wirklich Pfeifenanfänger bist,
dann kann die Pfeife einfach nicht von Anfang an schmecken.
Du wirst nicht sofort von einem wunderbaren Aroma ab dem ersten Zug beglückt
werden. Das hat noch nie ein Pfeiferaucher geschafft...oder wenn, war er ein
Naturtalent.
Es dauert eine ganze Weile, bis Deine Zunge sich an den heißen Rauch gewöhnt
hat, bis Du das richtige Zugverhalten gelernt hast und das richtige stopfen
und nachstopfen.
Oftmals ist es auch gerade am Anfang nicht unbedingt richtig einen Aromaten
zu nehmen, versuch mal eine leichte naturbelassene Mischung. Die Aromaten
hinterlassen oftmals eine Unmenge von Kondensat, immer dann wenn man sie
falsch raucht - was gerade als Anfänger unwillkürlich der Fall ist.
Dann mach Dir auch keinen Kopf, wenn Du am Ende der Füllung oftmals einen
nassen Pfropf hast, der sich partout nicht anzünden lassen will. Das kommt
einfach vor. In solchen Fällen kann man nach dem zweiten oder dritten
Versuch besser die Pfeife räumen als sich quälen diese unbedingt bis zum
Ende zu rauchen. Hast Du solche nassen Tabakreste öfter unten in der Pfeife,
heißt das Du rauchst zu nass. Dann braucht die Pfeife auch länger zum
trocknen, sonst versumpft sie. Wenn Du die Pfeife saubergemacht und zum
trocknen weggelegt hast, solltest Du sie Dir vor dem nächsten Rauchopfer mal
nehmen und mit dem Finger in den Brennraum gehen, wenn sie auch nur den
Hauch von Feuchtigkeit zeigt, rauch sie nicht.
Dann wären wir bei der nächsten Angelegenheit, es ist sinnvoll sich noch ein
oder zwei weitere Pipen zu besorgen. Es müssen auch keine teuren sein, kauf
Dir das was Du Dir leisten kannst. Meine Empfehlung immer wieder in solchen
Fällen grad am Anfang - Danske Club Vario - ne teilweise sandgestrahlte,
Zweitserie von Stanwell...die kosten im Handel so um die 30 Euro. Dann
kannst Du Deinen Pfeifen eine längere Trcoknungszeit gönnen.
Sauberkeit ist natürlich Pflicht - also diese Geschichte lass die Asche und
den Filter bis zum nächsten Mal rauchen drin ist nicht die richtige Methode.
Das beste ist am Ende der Füllung die Asche im Kopf kurz durchrühren (nasse
Reste ggf. ausräumen) und dann den Kopf mit der Hand verschließen und die
Asche durch eine "Shake-Bewegung" im Kopf zu verteilen. Dann Filter raus,
und einmal durchpusten. Danach ein paar Reiniger durch die Bohrung und das
Mundstück und die Pfeife trocknen lassen.
Naja so sollte es erstmal klappen. Halt die Ohren steif und bleib dabei, Du
wirst sehen es lohnt sich.
Wenn Du noch Fragen hast - meld Dich einfach. Hier oder per PM.
Kommen Sie zu Daft. Da werden Sie geholfen ;-)
Grüße
Stephan
(Douwe Egberts rood in V&B)
versuch es mal mit der Alkohol-Salzmethode als Radikalkur, die zieht
allen Dreck aus der Pfeife, siehe FAQ auf daft.de. Danach Pfeife gut
austrocknen lassen.
Ansonsten würde ich es vielleicht auch mit einem anderen Tabak
versuchen, zb MacBaren Mixture. Dunhill hat es mit Aromaten nicht
wirklich, wobei der Tabak natürlich nicht schlecht ist (fand ihn etwas
muffig), aber es gibt bessere und preiswertere.
Vorallem rauche ruhig und relativ langsam, wenn die Pfeife mehr als
handwarm wird, abkühlen lassen und wieder anzünden.
Wenn dies alles nicht hilft, Discountpfeife wegschmeissen und Stanwell
oder einfache Vauen kaufen. Am besten sandgestrahlt, dann haste nicht
die unvermeidliche Kittnerverei in dieser einfache Preisklasse.
cu Peter
Immer locker bleiben, nichts hektisch erzwingen wollen!
Gruß
Florian
Big evil grin ;)
> Also es wird im Verlauf schlimmer. Allerdings schmeckt sie von Anfang an
> aber auch nicht gerade lecker.
Das spricht für eine "versumpfte" Piepe.
> Kann ich das irgendwie erkennen?
Ja, wenn die Pfeife wirklich voll Kondensat gezogen ist. Nimm eine
Stopfnadel
und stich fest in den Pfeifenboden. Das Pfeifenholz ist normalerweise hart
und die
Nadel dürfte nicht eindringen. Wenn Du sie richtig ein Stück einstechen
kannst,
so daß ein Loch bleibt, dann bleibt nur die Entsorgung. So eine Piepe
bekommst
Du nicht mehr hin.
> hat mir damals ein Pfeife Raucher empfohlen den Rest Tabak und Asche bis
zum
> nächsten Rauchen in der PFeife zu lassen. Habe ich getan, auch der Filter
> blieb drin. Dieser sogar über die Jahre bis vor einer Woche.
Versuch den Nadeltest. Aber ich wage die Vorraussage, daß die Pfeife hinüber
ist. Alle Feuchtigkeit aus den Tabakresten und dem Filter dürfte tief ins
Holz
gezogen sein.
> Sollte ich diese Paste, falls ich mir eine neue Pfeife kaufe dann
wegmachen
> und lieber normal einrauchen.
Das auf jeden Fall. Es geht nach meiner Erfahrung ohne Einrauchpaste besser.
>Weil wenn das was ich beim Rauchen schmecke
> die Paste ist, dann schmeckt die echt widerlich!
In deinem Fall dürfte es allerdings nicht an der Paste liegen. Ansonsten
s.o.
Gruß Eugen
>versuch es mal mit der Alkohol-Salzmethode als Radikalkur, die zieht
>allen Dreck aus der Pfeife, siehe FAQ auf daft.de. Danach Pfeife gut
>austrocknen lassen.
Hallo Peter,
wenn ich Florian richtig verstehe, hat er die Pfeife allenfalls ein
paar Mal geraucht. Ich glaube nicht, daß die Salz - Alkohol Methode
hier Sinn macht.
Der schlechte Geschmack ist vermutlich weniger der Pfeife
anzuschuldigen, als enttäuschten Erwartungen.
Ich denke, daß jeder von uns bei seinen ersten Pfeifen enttäuscht war,
daß es nicht zum gleichen Geschmack kommt, wie eine Pfeife riecht. Im
Gegenteil ist der erste Geschmackseindruck einer von verbranntem
Zellstoff und heißer Luft, zusammen mit einem fiesen Prickeln auf der
Zunge.
Da hilft leider nichts anderes als "Augen zu und durch". Rauchtechnik
erlernen, einen Tabak finden, der sich gut rauchen läßt und Geduld
haben. Das Geschmackserlebnis stellt sich dann quasi von alleine ein.
>Ansonsten würde ich es vielleicht auch mit einem anderen Tabak
>versuchen, zb MacBaren Mixture. Dunhill hat es mit Aromaten nicht
>wirklich, wobei der Tabak natürlich nicht schlecht ist (fand ihn etwas
>muffig), aber es gibt bessere und preiswertere.
>Vorallem rauche ruhig und relativ langsam, wenn die Pfeife mehr als
>handwarm wird, abkühlen lassen und wieder anzünden.
>
>Wenn dies alles nicht hilft, Discountpfeife wegschmeissen und Stanwell
>oder einfache Vauen kaufen. Am besten sandgestrahlt, dann haste nicht
>die unvermeidliche Kittnerverei in dieser einfache Preisklasse.
>
>cu Peter
>Immer locker bleiben, nichts hektisch erzwingen wollen!
Viele Grüße!
Björn Hollensteiner
>versuch es mal mit der Alkohol-Salzmethode als Radikalkur, die zieht
>allen Dreck aus der Pfeife, siehe FAQ auf daft.de. Danach Pfeife gut
>austrocknen lassen.
Hallo Peter,
wenn ich Florian richtig verstehe, hat er die Pfeife allenfalls ein
paar Mal geraucht. Ich glaube nicht, daß die Salz - Alkohol Methode
hier Sinn macht. Selbst wenn er den Tabakrest drin ließ, wird dieser
und die Pfeife in den Jahren wieder getrocknet sein.
Der schlechte Geschmack ist vermutlich weniger der Pfeife
anzuschuldigen, als enttäuschten Erwartungen.
Ich denke, daß jeder von uns bei seinen ersten Pfeifen enttäuscht war,
daß es nicht zum gleichen Geschmack kommt, wie eine Pfeife riecht. Im
Gegenteil ist der erste Geschmackseindruck einer von verbranntem
Zellstoff und heißer Luft, zusammen mit einem fiesen Prickeln auf der
Zunge.
Da hilft leider nichts anderes als "Augen zu und durch". Rauchtechnik
erlernen, einen Tabak finden, der sich gut rauchen läßt und Geduld
haben. Das Geschmackserlebnis stellt sich dann quasi von alleine ein.
>Ansonsten würde ich es vielleicht auch mit einem anderen Tabak
>versuchen, zb MacBaren Mixture. Dunhill hat es mit Aromaten nicht
>wirklich, wobei der Tabak natürlich nicht schlecht ist (fand ihn etwas
>muffig), aber es gibt bessere und preiswertere.
>Vorallem rauche ruhig und relativ langsam, wenn die Pfeife mehr als
>handwarm wird, abkühlen lassen und wieder anzünden.
>
>Wenn dies alles nicht hilft, Discountpfeife wegschmeissen und Stanwell
>oder einfache Vauen kaufen. Am besten sandgestrahlt, dann haste nicht
>die unvermeidliche Kittnerverei in dieser einfache Preisklasse.
>
>cu Peter
>Immer locker bleiben, nichts hektisch erzwingen wollen!
Viele Grüße!
Björn Hollensteiner
>versuch es mal mit der Alkohol-Salzmethode als Radikalkur, die zieht
>allen Dreck aus der Pfeife, siehe FAQ auf daft.de. Danach Pfeife gut
>austrocknen lassen.
Hallo Peter,
wenn ich Florian richtig verstehe, hat er die Pfeife allenfalls ein
paar Mal geraucht. Ich glaube nicht, daß die Salz - Alkohol Methode
hier Sinn macht. Selbst wenn er den Tabakrest drin ließ, wird dieser
und die Pfeife in den Jahren wieder getrocknet sein.
Der schlechte Geschmack ist vermutlich weniger der Pfeife
anzuschuldigen, als enttäuschten Erwartungen.
Ich denke, daß jeder von uns bei seinen ersten Pfeifen enttäuscht war,
daß es nicht zum gleichen Geschmack kommt, wie eine Pfeife riecht. Im
Gegenteil ist der erste Geschmackseindruck einer von verbranntem
Zellstoff und heißer Luft, zusammen mit einem fiesen Prickeln auf der
Zunge.
Da hilft leider nichts anderes als "Augen zu und durch". Rauchtechnik
erlernen, einen Tabak finden, der sich gut rauchen läßt und Geduld
haben. Das Geschmackserlebnis stellt sich dann quasi von alleine ein.
Viele Grüße!
Björn Hollensteiner
> Vielleicht habe ich das ja vor ein paar Jahren bereits falsch gemacht. Z.B.
> hat mir damals ein Pfeife Raucher empfohlen den Rest Tabak und Asche bis zum
> nächsten Rauchen in der PFeife zu lassen. Habe ich getan, auch der Filter
> blieb drin. Dieser sogar über die Jahre bis vor einer Woche.
Bei etlichen Armeen wird Neuangekommenen empfohlen in ihre Schuhe zu
urinieren (gewöhnlich "reinzupissen"), denn das mache das Leder sehr
geschmeidig und man erspare sich die Schwielen und Verhornungen, die
das Schuhwerk gewöhnlich hervorruft... Wer's glaubt, muß es auch er-
tragen können ;-) Ähnliches gilt für die Dir zuteil gewordenen Tipps!
In Eugens (z.B.) Obhut allerdings, bist Du wirklich gut aufgehoben und
(wenn die Pfeife nicht wirklich am Dartmoor-Syndrom endgültig zugrunde
ging) Ihr werdet es schon hinkriegen. Meine Prognose wäre allerdings
auch "Sumpftod".
Liebe Grüße
Christoph
P.S: Alles _mir_ nur vom Hörensagen bekannt, da nie einverleibt gewesen...
ich denke auch Eugen's Tips sind gut, aber man sollte nicht vergessen, daß
er als Anfänger ohnehin kein Geschmacksempfinden haben wird.
Das hatte ich in meinen Tips auch gesagt.
Ich denke aber, wir schaffen es ihm zu helfen daß er auch bald genüßlich
schmauchend am WRIG Thread teilnehmen kann ;-)
Grüße
Stephan
(Milonga in Adsorba)
--
Wenn die Zeit kommt in der man könnte,
ist die Zeit vorüber, in der man kann.
(Marie von Ebner-Eschenbach)
> Bei etlichen Armeen wird Neuangekommenen empfohlen in ihre Schuhe zu
[snip]
Das funktioniert aber tatsächlich. Es geht aber auch ein Schnaps den man in
die Schuhe kippt. Effekt ist meiner Ansicht nach der, daß die Feuchtigkeit
in Verbindung mit der Fußwärme tatsächlich dafür sorgt daß man weniger
Probleme beim einlaufen hat.
Ich gehe oftmals hin und ziehe bei neuen Schuhen in den ersten Tagen zuhause
zwei paar nasse Socken an und dann in die Schuhe, das hilft ;-)
Aber genug OT
Grüße
Stephan
> Bei etlichen Armeen wird Neuangekommenen empfohlen in ihre Schuhe zu
> urinieren (gewöhnlich "reinzupissen"), denn das mache das Leder sehr
> geschmeidig und man erspare sich die Schwielen und Verhornungen,
Das dürfte tatsächlich stimmen. In der Antike wurde Urin sowohl zum Gerben
(weichmachen) von Leder als auch zum Färben (Haltbarkeit der Naturfarben)
eingesetzt. Dabei geht es IMO um die im Urin enthaltenen Harnstoffe.
Das war übrigens Sklavenarbeit, in der "Soße" rumzustampfen. Irgendwelche
Ähnlichkeiten zum Militär sind natürlich zufällig und unbeabsichtigt......
:-)
Gruß Eugen
> Effekt ist meiner Ansicht nach der, daß die Feuchtigkeit
> in Verbindung
[snip]
Hier muß ich Dir kurz widersprechen: Der Urin in Verbindung mit Leder ist
ein ganz einfaches Gerber-Grundhandwerk. Urin bzw. der darin enthaltene
Harnstoff wird verwendet, um das dem Tier sprichwörtlich über die Ohren
gezogene Fell weicher zu machen.
Vor der chemischen Entschlüsselung des Harnstoffes und der künstlichen
Synthese desselben waren daher die Gerbereien immer Fluß bzw. Bachabwärts
der Dörfer angesiedelt, damit nicht das urinverschmutzte Wasser, was bei der
Gerberei in Unmengen entsteht, als Trinkwasser wieder in die Dorfbewohner
gelangte.
Soweit ein kleiner historisch-chemischer Exkurs,
Jan
--
"Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlungen verträglich sind mit der
Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden"
Hans Jonas (1903-1993)
> Soweit ein kleiner historisch-chemischer Exkurs,
Danke Herr Doktor ;-)
Grüße
Stephan
(Ga R Nix in No Chweniger)
> Das funktioniert aber tatsächlich. Es geht aber auch ein Schnaps
den man in
> die Schuhe kippt
Man kann den Schnaps auch trinken.... dann hat man zwar Schwielen,
spürt sie aber nicht mehr :-)
Grüße Georg
(MB Navy Flake in Savinelli)
--
Ich kann es hassen, wenn ich irgendwo rauche und neben mir bekommt
einer gedünstete Scholle in Dillsouce serviert.
Es nimmt ja auch niemand bei dem, was
er ißt oder dem Parüm, das er sich aufklatscht Rücksicht darauf,
ob mir davon vielleicht schlecht wird.
(Eugen)
> Ich denke, daß jeder von uns bei seinen ersten Pfeifen enttäuscht war,
> daß es nicht zum gleichen Geschmack kommt, wie eine Pfeife riecht. Im
> Gegenteil ist der erste Geschmackseindruck einer von verbranntem
> Zellstoff und heißer Luft, zusammen mit einem fiesen Prickeln auf der
> Zunge.
Das kann ich als "frischer" Anfänger bestätigen. Ich bin nun seit Ende
Dezember ungefähr dabei und erst jetzt gehts so langsam los. Liegt aber
auch daran, dass ich wohl zu Anfang Tabak gewählt habe, der etwas zu
heftig aromatisiert war :)
--
Gruss,
Christian
Gruß aus dem STARD Project,
Thomas
Karsten Winkovics <karSten....@sap.com>
Hallo Florian,
willkommen an Bord.
Zu Deinem Problem: Wenn ich hochrechne hast Du die Pfeife weniger als
20 mal unter Feuer gehabt. Da schließ ich mal ein Versumpfen aus. Da
hilft auch kein Salz-Alkohol. Es sei denn, die Pfeife lag ungereinigt
fünf Jahre in nem feuchten Kellerloch.
Ich vermute mal, dass Deine Pfeife das Problem ist. Ich denke, von
einer 30 DM-Pfeife kann man keinen wirklichen Genuß erwarten. Den
einen Glücksgriff, unter den Wühltischpfeifen eine gute zu erwischen,
scheint Dir nicht geglückt zu sein.
Wie schon hier geraten: Kaufe Dir eine preiswerte neue Pfeife und
versuche es noch einmal.
>Kann es sein das meine Pfeife bereits kaputt geraucht ist weil ich am Anfang
>was falsch gemacht habe oder ist die Pfeife einfach schlecht.
Ich vermute eher zweiteres.
Nic
--
Nur wer pleite ist behauptet, genügend Pfeifen zu besitzen. (L.Boden)
Hilfe zu d.a.f.t: http://www.daft.de/hilfe/
http://www.daft.de/hilfe/willkommen_in_daft.html
FAQ: http://www.daft.de/hilfe/faq.htm
ich denke auch, dass Nic Recht hat: kauf Dir 'ne Neue, z.B. ne
schöne Stanwell, oder aber eine V***n ;-))
Dann machst Du bestimmt nichts falsch, und relativ günstig sind
sie auch!
LG
Heinz
http://homepage.mac.com/heinzschwarzkopf
"If I cannot smoke in heaven, I shall not go!"
--
Immer auf dem aktuellen Stand mit den Newsgroups von freenet.de:
http://newsgroups.freenet.de
Na ja, bei meiner letzten Schnupftabakbestellung habe ich zum Spaß drei
Billigpfeifchen mitgenommen, alle deutlich unter 30 DM/15 EUR. (Richtige
Pfeifen kauf ich im Laden, weil ich sie dann sehen, anfassen, "beriechen"
kann.) Das erstaunliche: Sie schmecken wirklich, wirklich gut.
Ich habe eine wunderschöne Graco, aus der schmeckt Dunills Standard Mixture,
nun, sagen wir mal: etwas bitter. Aber aus diesen Billigpfeifen schmeckts
ganz anders: samtig, voll und ganz leicht süß. Sowohl die Graco als auch
die Kitt Garantie sind oFi und haben fast gleiche Kopfgröße und
Kopfbohrung.
(Ist übrigens das erste Mal, dass ich so deutlich gemerkt habe, welchen
Unterschied die Pfeife machen kann. :)
Sebastian
(mit besagtem Teuertabak in besagter Billigpfeife :)
Es ist nicht ungewöhnlich, das billigste Pfeifen am Anfang recht gut
schmecken. Das Holz, oft aus Kern oder Stammnähe, ist in der Regel sehr
viel weicher und nimmt Anfangs unmengen an Kondensat auf, ähnlich den
Maiskolbenpfeifen. Durch die weiche Struktur quellen die Fasern aber und
schließen es ein so das es mit dem Genuss alsbald vorbei ist.
Viele Grüße
-Frank-
Welcome back!
Das ist ein interessanter Fakt(?). Hab ich noch nirgends gelesen,
klingt aber ganz plausibel. Habe auch zwei günstige Pfeifen die
dieses Phänomen gezeigt haben.
Grüße
Uwe
Mit nix in nix da fasten.
Hallo Uwe :-)
> Welcome back!
???
> Das ist ein interessanter Fakt(?). Hab ich noch nirgends gelesen,
> klingt aber ganz plausibel. Habe auch zwei günstige Pfeifen die
> dieses Phänomen gezeigt haben.
Ob es ein Fakt ist weiß ich nicht wirklich, weil mir die Erfahrungen mit
entsprechenden Pfeifen fehlen. Ich möchte mich mal als Schüler Otto
Pollners bezeichnen :-) und der beschreibt es in einem seiner Bücher :-)
> Grüße
> Uwe
Viele Grüße
-Frank-
> > Welcome back!
>
> ???
>
Sorry, da fehlte wohl die Verbindung. Hatte Deinen Artikel zu
Deinen Pipen gelesen - ich kann mit Dir fühlen.
Mit dem hattest Du Dich ja wieder nach einiger Abstinenz
eingeklingt. Deshalb mein "welcome back".
Uwe
> Mit dem hattest Du Dich ja wieder nach einiger Abstinenz
> eingeklingt. Deshalb mein "welcome back".
Hey Uwe :-)
sorry mein Fehler, hatte einfach den gesammten damligen Text kopiert
ohne nochmal genau zu lesen. Das war vor drei Jahren ;-)
Viele Grüße
-Frank-
an dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön für Eure Hilfe und die
vielen Tips!
Ich dachte es wäre nun meinerseits nur fair ein Resumé zu ziehen und Euch
das Ergebnis Eurer Hilfe mitzuteilen:
Ich habe mich auf Grund Eurer Ratschläge dafür entschieden eine neue Pfeife
zu kaufen (@ Eugen: die Stopfnadel ging ohne weiteres tief ins Holz!).
Also bin ich ab in den Laden und habe mir für 50 Euro eine Stanwell No. 88
Silke Brun, klassisches Billard Modell gekauft.
Gestopft (Mac Baren mixture Scottisch Blend), angezündet und ..... Juuhuuu!
Keine Spur vom ekligen Geschmack meiner alten Pfeife und mir war klar, dass
diese nun entgültig zu entsorgen ist. Ich würde lügen wenn ich nun behaupten
würde bereits ein solches Geschmackserlebnis gehabt zu haben wir man es in
Euren Tabak Reviews lesen kann aber immerhin schmeckt der Tabak nun nach
etwas angenehmen und nicht mehr einfach nur widerlich. Was ich jetzt
schmecke ist ungefähr das, was ich mir nach den Erläuterungen auf Eurer
Seite als Pfeifenneuling vorgestellt hatte. Ich freue mich nun schon darauf,
was ich der Pfeife erst entlocken kann, wenn sie (und ich :-) ) eingeraucht
ist.
So wie es nun aussieht werdet Ihr in Zukunft mehr von mir hören und dann
hoffentlich auch mal ein Tabak Review meinerseits in dem ich dann vielleicht
auch die feinen Nuancen der unterschiedlichen Tabake beschreiben kann. Ich
freu mich drauf!
In diesem Sinne noch einmal vielen Dank an alle die mir diese guten Tips
gegeben haben.
Gruß
Florian
Eugen Marmann wrote:
> Aber ich wage einmal einigen Vermutungen. Schmeckt die Pfeife von Anfang
> schrecklich, oder wird das im Verlauf schlimmer? Wenn ja, hätte ich zwei
> Ideen.
>
> 1. eher unwahrscheinlich: Pfeife ist versumpft. D.h. kondensat ist vom Holz
> aufgesogen worden. Dann würde nur entsorgen helfen.
>
> 2. wahrscheinlicher: Die Einrauchpaste. Damit wird die Pfeife ausgestrichen,
> damit sich eine gute Kohleschicht bildet. Die hat einen chemischen Geschmack
> und es dauert mindesten 20 Füllungen bis sich der Geschmack verliert.
> Versuche noch einige Füllungen, ehe Du sie wegwirfst.
es könnte auch sein, dass
3. das Holz der Pfeife "schlecht" ist. Das habe ich bei einer Pfeife
auch, die riecht und schmeckt nach modrigem, nassen Holz, vermutlich
falsch getrocknet oder so. Da hilft auch keine Alk/Salz-Kur oder
liegenlassen, sondern nur wegwerfen.
Gruß,
Matthias