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10 Argumente gegen Harry Potter

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Max Huber

unread,
Nov 3, 2003, 1:15:00 PM11/3/03
to
Den folgende Text hat mir ein Bekannter gemailt und ich
finde ihn eigendlich sehr beängstigend..

Ich denke man sollte HP kritischer lesen.

Max

---------
10 ARGUMENTE GEGEN HARRY POTTER

1. Harry Potter ist ein globales Langzeitprojekt zur Veränderung der
Kultur. Die Hemmschwelle gegenüber Magie wird in der jungen Generation
zerstört. Damit dringen die Kräfte in die Gesellschaft ein, die das
Christentum einst überwunden hat.

2. Hogwarts, die Schule für Zauberei und Hexerei, ist eine
geschlossene Welt der Gewalt und des Grauens, der Verfluchung und der
Verhexung, der Rassenideologie und des Blutopfers, des Ekels und der
Besessenheit. Es herrscht eine Atmosphäre ständiger Bedrohung. Harry
Potter will auf dieser Schule sein und bleiben.

3. Harry Potter kämpft nicht gegen das Böse. Von Band zu Band wird
seine Verwandtschaft mit Voldemort, dem ganz und gar Bösen,
deutlicher. Im V. Band wird er selbst von Voldemort besessen: Harry
hat Angst, gegen seinen Willen zu töten und jubelt im größten Schmerz.

4. Die Menschenwelt wird erniedrigt, die Welt der Hexen und Zauberer
glorifiziert.

5. Es gibt keine positive transzendente Dimension. Das Übernatürliche
ist ausschließlich dämonisch. Göttliche Symbole werden pervertiert.

6. Harry Potter ist kein modernes Märchen. Im Märchen sind Zauberer
und Hexen eindeutig Gestalten des Bösen, aus deren Macht sich der Held
durch die Ausübung von Tugenden befreit. Bei Harry Potter gibt es
niemanden, der das Gute will.

7. Die Unterscheidungsfähigkeit des Lesers zwischen Gut und Böse wird
durch emotionale Manipulation und intellektuelle Verwirrung außer
Kraft gesetzt.

8. Es ist eine Vergehen an der jungen Generation, sie spielerisch zur
Magie zu verführen und ihre Phantasie mit Bildern einer Welt
anzufüllen, in der das Böse regiert, eine Welt, die nicht nur als
ausweglos, sondern als erstrebenswert dargestellt wird.

9. Jeder, dem an Meinungsvielfalt gelegen ist, sollte sich gegen die
Massenverblendung und Meinungsdiktatur durch ein gigantisches
Multimedia-Unternehmen zur Wehr setzen.

10. Da der Glaube an einen liebenden Gott systematisch zerstört wird,
ist die schulische Indoktrination mit Harry Potter intolerant und
widerspricht dem Geist unserer Verfassung. Die Teilnahme an
schulischen Potter-Aktivitäten kann aus Glaubens- und Gewissensgründen
verweigert werden.

Die Begründung dieser Argumente finden Sie in dem Buch:

Gabriele Kuby, Harry Potter - gut oder böse
Schwerpunkt: Band V
Fe-Verlag, TB, € 7,80, 160 S., ISBN: 3-928929-54-2

Erscheint am 7. Oktober 2003

Bestellen: Fe-Medienverlag, Friedrich-Wirth-Str. 4, D-88353 Kisslegg
Fon: 07563-92006, Fax: 07563-3381, e-mail: reda...@pur-magazin.de

FOTOKOPIEREN UND WEITERGEBEN

David Geib

unread,
Nov 3, 2003, 2:01:40 PM11/3/03
to
Max Huber <hube...@gmx.at> schrieb:

>Den folgende Text hat mir ein Bekannter gemailt und ich
>finde ihn eigendlich sehr beängstigend..

Ich finde ihn er lustig als beängstigend

>Ich denke man sollte HP kritischer lesen.
>
>Max
>
>---------
>10 ARGUMENTE GEGEN HARRY POTTER
>
>1. Harry Potter ist ein globales Langzeitprojekt zur Veränderung der
>Kultur. Die Hemmschwelle gegenüber Magie wird in der jungen Generation
>zerstört. Damit dringen die Kräfte in die Gesellschaft ein, die das
>Christentum einst überwunden hat.

Wer hat sich nicht mal in Okkultismus probiert, und Gläserrücken in
kleiner Runde gemacht. Im Ethikunterricht wurde zwar immer davor
gewarnt, aber probiert haben es wahrscheinlich viele.
Nachdem nichts passiert, geben es die meisten sowiso wieder auf.

>2. Hogwarts, die Schule für Zauberei und Hexerei, ist eine
>geschlossene Welt der Gewalt und des Grauens, der Verfluchung und der
>Verhexung, der Rassenideologie und des Blutopfers, des Ekels und der
>Besessenheit. Es herrscht eine Atmosphäre ständiger Bedrohung. Harry
>Potter will auf dieser Schule sein und bleiben.

Leider wird nicht erwähnt, warum er auf dieser Schule bleiben will.

>3. Harry Potter kämpft nicht gegen das Böse. Von Band zu Band wird
>seine Verwandtschaft mit Voldemort, dem ganz und gar Bösen,
>deutlicher. Im V. Band wird er selbst von Voldemort besessen: Harry
>hat Angst, gegen seinen Willen zu töten und jubelt im größten Schmerz.

Harry Potter bekämpft nicht das Böse? In Band 1, 2, 4 und 5 sieht das
für mich anderst aus.

>4. Die Menschenwelt wird erniedrigt, die Welt der Hexen und Zauberer
>glorifiziert.

Da sehe ich eher eine Diszanzierung als Glorifizierung. Man beachte
die Hilflosigkeit der Zauberer bei Muggelgegenständen (Mr. Weasley).

>5. Es gibt keine positive transzendente Dimension. Das Übernatürliche
>ist ausschließlich dämonisch. Göttliche Symbole werden pervertiert.

Was an Dumbledore dämonisch ist, erschließt sich mir leider nicht

>6. Harry Potter ist kein modernes Märchen. Im Märchen sind Zauberer
>und Hexen eindeutig Gestalten des Bösen, aus deren Macht sich der Held
>durch die Ausübung von Tugenden befreit. Bei Harry Potter gibt es
>niemanden, der das Gute will.

Merlin war also ein böser Zauberer? Und Dumbledore und qre Beqra qrf
Cubravk wollen also nicht das Gute?

>7. Die Unterscheidungsfähigkeit des Lesers zwischen Gut und Böse wird
>durch emotionale Manipulation und intellektuelle Verwirrung außer
>Kraft gesetzt.

Das es also keine schwarz-weiß Malerei gibt, ist schlecht? Durch die
Emotionale vielfalt entsteht doch ein viel breiteres Handlungsfeld
(Fvevhf üoreuroyvpuxrvg jäueraq qrf Xnzcsrf)

>8. Es ist eine Vergehen an der jungen Generation, sie spielerisch zur
>Magie zu verführen und ihre Phantasie mit Bildern einer Welt
>anzufüllen, in der das Böse regiert, eine Welt, die nicht nur als
>ausweglos, sondern als erstrebenswert dargestellt wird.

Das Böse regiert? Wurden hier andere Bücher gelesen als die, die bei
mir im Schrank stehen?
Das Böse wird zwar von Voldemord und Anhängern als erstrebenswert
dargestellt, doch die meisten Charakteren entscheiden sich bisher, wie
in den meisten Märchen und Geschichten, für die richtige.

>9. Jeder, dem an Meinungsvielfalt gelegen ist, sollte sich gegen die
>Massenverblendung und Meinungsdiktatur durch ein gigantisches
>Multimedia-Unternehmen zur Wehr setzen.

Habe ich am Anfang auch gedacht. Dann kam eine böse Magen-Darm-Grippe
und ich habe aus langeweile mit Band 1 angefangen. Innerhalb von 2
Tagen hatte ich die ersten 4 Bände verschlungen und sehnsüchtig auf
Band 5 gewartet.

>10. Da der Glaube an einen liebenden Gott systematisch zerstört wird,
>ist die schulische Indoktrination mit Harry Potter intolerant und
>widerspricht dem Geist unserer Verfassung. Die Teilnahme an
>schulischen Potter-Aktivitäten kann aus Glaubens- und Gewissensgründen
>verweigert werden.

Von schulische Potter-Aktivitäten habe ich noch nie gehört, und selbst
wenn, finden diese wahrscheinlich nur im freiwilligen Bereich wie zum
Beispiel einer AG statt.

>Die Begründung dieser Argumente finden Sie in dem Buch:
>
>Gabriele Kuby, Harry Potter - gut oder böse
>Schwerpunkt: Band V
>Fe-Verlag, TB, € 7,80, 160 S., ISBN: 3-928929-54-2
>
>Erscheint am 7. Oktober 2003
>

Für so einen offensichtlichen Schwachfug 7,80 € ausgeben?

David

Hans-Georg Bickel

unread,
Nov 3, 2003, 2:09:54 PM11/3/03
to
Max Huber <hube...@gmx.at> wrote:

>Den folgende Text hat mir ein Bekannter gemailt und ich
>finde ihn eigendlich sehr beängstigend..

So? Findest Du? Kein Wort davon ist neu!

>Bestellen: Fe-Medienverlag, Friedrich-Wirth-Str. 4, D-88353 Kisslegg
>Fon: 07563-92006, Fax: 07563-3381, e-mail: reda...@pur-magazin.de

Ein Blick auf die dazugehörige Webseite sagt eigentlich alles.

H-'Was ist eigentlich ein Deja-Vu?'-G

Murat Urkan

unread,
Nov 3, 2003, 2:10:08 PM11/3/03
to
"Max Huber" schrieb
> FOTOKOPIEREN UND WEITERGEBEN
Warum sollte man für dieses Buch noch Werbung machen? Und die Argumente sind
doch schon lange bekannt... erinnern sehr an dieses komischen Ami-Prediger
der eine Bücherverbrennung mit den HP-Büchern veranstaltete.


Mattias Schäfer

unread,
Nov 3, 2003, 2:06:30 PM11/3/03
to
Max Huber ließ uns wissen:

> Den folgende Text hat mir ein Bekannter gemailt und ich
> finde ihn eigendlich sehr beängstigend..
>
> Ich denke man sollte HP kritischer lesen.

So sollte man das? Ich finde, den Text, den Du geschickt hast, sollte man
kritischer lesen!
Ich fange gleich an:

> 1. Harry Potter ist ein globales Langzeitprojekt zur Veränderung der
> Kultur. Die Hemmschwelle gegenüber Magie wird in der jungen Generation
> zerstört. Damit dringen die Kräfte in die Gesellschaft ein, die das
> Christentum einst überwunden hat.

Soso, die die HP-Erfinder als böse Verschwörer, die nur eines im Sinn haben,
die Jugend zu verderben und dem Satan anheimzustellen. Hmm, hättest Du
gesagt, sie wollen nur das große Geld machen, müsste man Dir ja noch
wenigstens teilweise rechtgeben.
Und bitte was hat das Christentum überwunden? Also, ich bitte Dich!
Magischer und Wunderglauben ist in der christlichen (bes. der katholischen)
Kirche nicht nur präsent, sondern essentielle Theologie! Alte magische
Vorstellungen und Rituale wurden nicht überwunden sondern nur assimiliert.
Oder warum glaubst Du, feiern wir Ostern (schon mal über den Namen
nachgedacht?) und Weihnachten? Hey, ich verrate Dir eins: Klein-Jesus wurde
nicht am 24.12. geboren!

NB: Wie bei allen Texten, sollten wir uns auch hier fragen, wer und warum er
ihn geschrieben hat.

> 2. Hogwarts, die Schule für Zauberei und Hexerei, ist eine
> geschlossene Welt der Gewalt und des Grauens, der Verfluchung und der
> Verhexung, der Rassenideologie und des Blutopfers, des Ekels und der
> Besessenheit. Es herrscht eine Atmosphäre ständiger Bedrohung. Harry
> Potter will auf dieser Schule sein und bleiben.

Aber er spricht sich dezidiert gegen Rassenideologie aus und zwar mit Worten
und Taten! Und Blutopfer, hmmm, aus HP fällt mir da jetzt nix ein aber gab
es da nicht so einen Spruch: "Dies ist mein Blut, für Euch gegeben." Wo der
nur wieder herkommt?

> 3. Harry Potter kämpft nicht gegen das Böse. Von Band zu Band wird

Nein? Kann es sein, das Du andere Bücher gelesen hast als ich?

> seine Verwandtschaft mit Voldemort, dem ganz und gar Bösen,
> deutlicher. Im V. Band wird er selbst von Voldemort besessen: Harry
> hat Angst, gegen seinen Willen zu töten und jubelt im größten Schmerz.

Ist es nicht normal, nicht töten zu wollen? Hey, und er wehrt sich gegen die
Besessenheit! Aber vielleicht hätte er nicht Occlumency-Unterricht bei Snape
nehmen sollen, sondern sich ordentlich den Teufel austreiben lassen, den
pösen Pupen, von einem ordentlichen (christlichen) Priester, jawoll!

> 4. Die Menschenwelt wird erniedrigt, die Welt der Hexen und Zauberer
> glorifiziert.

Falsch. Die Menschenwelt wird höchstens karikiert und (da stimme ich zu) es
gibt eine Menge zu karikieren!
Und die Zaubererwelt wird glorifiziert? Hmm, ja, ich errinere mich an die
heldenhafte Glorifizierung der Death Eater, der Dementoren, Voldis
persönlich und natürlich die übermenschliche Glorifizierung des Minitry of
Magic (das bekanntlichermaßen niemals irrt!).
Jetzt mal im Ernst: Sogar innerhalb des Zauberer-Universums wird sehr
differenziert geurteilt. Beispiel: Die Handlung um die Vertreibung und
Verfolgung der Trolle, die (als historischen Geschehen im HP-Universum)
eindeutig veruteilt wird.

> 5. Es gibt keine positive transzendente Dimension. Das Übernatürliche
> ist ausschließlich dämonisch. Göttliche Symbole werden pervertiert.

Na, das ist ja schlimm, das es keine positive transzendente Dimension gibt.
Die gibt es aber im Buddhismus, im Nirwana, auch im Islam. Dagegen hätten
die christlichen Demagogen (die diesen Artikel offensichtlich geschrieben
haben) wohl nichts einzuwenden?
Wo siehst Du pervertierte göttliche Symbole? Umgedrehte Kruzifixe sind mir
jedenfalls in HP noch nicht begegnet!

> 6. Harry Potter ist kein modernes Märchen. Im Märchen sind Zauberer
> und Hexen eindeutig Gestalten des Bösen, aus deren Macht sich der Held
> durch die Ausübung von Tugenden befreit. Bei Harry Potter gibt es

Bei Hänsel und Gretel wird die Hexe am Ende im Ofen verbrannt. Das nennst Du
eine Tugend? Willkommen im Mittelalter! Hast Du zufällig rote Haare? :-)

> niemanden, der das Gute will.

Erstens: Definiere das "Gute"!
Zweitens: Was wollen dann Deiner Meinugn nach die Gegenspieler Lord
Voldemorts, allen voran Dumbledore und der Orden des Phönix?

> 7. Die Unterscheidungsfähigkeit des Lesers zwischen Gut und Böse wird
> durch emotionale Manipulation und intellektuelle Verwirrung außer
> Kraft gesetzt.

Also auf Deutsch: Lies kein Buch, bei dem Du gefordert wirst, mitzudenken
und dich mit den Personen auseinanderzusetzen. Lies stattdessen Bücher, die
nach dem Schema gehen: "Der da ist gut, der kommt in den Himmel, der da ist
böse, der kommt in die Hölle. Gelobt sei Jesus Christus. Amen."

> 8. Es ist eine Vergehen an der jungen Generation, sie spielerisch zur
> Magie zu verführen und ihre Phantasie mit Bildern einer Welt
> anzufüllen, in der das Böse regiert, eine Welt, die nicht nur als
> ausweglos, sondern als erstrebenswert dargestellt wird.

Ich würde eher sagen: Es ist ein Vergehen an der jungen Generation, sie
spielerisch (oder auch in vollem Ernst) zu einer Religion zu verführen und
ihre Phantasie mit Bildern einer Welt anzufüllen, in der der Einzelne nur
durch die Gnade eines einzelnen positiven transzendenten Wesen (lies: Gott)
gerettet werden kann (und das an einem Tag, der "Jüngstes Gericht" genannt
wird!) und ansonsten der ewigen Verbnis anheimfallen muss. Hmmm,
erstrebenswert - genau das was ich schon immer wollte.

> 9. Jeder, dem an Meinungsvielfalt gelegen ist, sollte sich gegen die
> Massenverblendung und Meinungsdiktatur durch ein gigantisches
> Multimedia-Unternehmen zur Wehr setzen.

Also, diese Meinung in allen Ehren - aber mit dem Hinweis auf Meinungs- (und
damit indirekt Presse-)freiheit die Pressefreiheit (unter die ich jetzt mal
Hp als Teil der Printkultur subsummier) anderer beschneiden zu wollen, ist
gelinde gesagt lächerlich.
BTW: Den Satz, den Du da gelassen hast, könnte man ohne viel Änderungen auch
z. B. von antiklerikalen kommunistischen linksextremen Kreisen hören! (Nur
ein Beispiel).

> 10. Da der Glaube an einen liebenden Gott systematisch zerstört wird,
> ist die schulische Indoktrination mit Harry Potter intolerant und
> widerspricht dem Geist unserer Verfassung. Die Teilnahme an

Die schulische Indoktrination mit einem "liebenden Gott" ist aber leider
immer noch viel reeller als die Indoktrination mit HP.

> schulischen Potter-Aktivitäten kann aus Glaubens- und Gewissensgründen
> verweigert werden.

Genau wie der Kriegsdienst! Cool!

So, jetzt hab ich mich ausgetobt. Sollten meine Kommentare irgendwie ein
bißchen sarkastisch klingen, tröstet Euch - es war auch so gemeint!

Euer Mattias.

P.S.: War es nicht eine christliche Sekte, die vor einiger Zeit für die
Bücherverbrennung von HP eingetreten war?


Georg Burkhard

unread,
Nov 3, 2003, 2:56:16 PM11/3/03
to

[Vorsicht, Spoiler für Band 5.]


* Max Huber schrieb:

> Den folgende Text hat mir ein Bekannter gemailt und ich
> finde ihn eigendlich sehr beängstigend..

Es ist in der Tat beängstigend, wie manche Leute Bücher interpretieren.

> Ich denke man sollte HP kritischer lesen.

Man sollte die Bücher vor allen Dingen überhaupt lesen - und zwar ganz,
und sie auch insgesamt beurteilen - bevor man darüber etwas schreibt.

> 10 ARGUMENTE GEGEN HARRY POTTER

Irgendwie kommen mit diese Argumente bekannt vor, wie "schon mal
gelesen". Ich versuche, möglichst sachlich darauf zu antworten - auch
wenn das bei einigen Punkten schwerfällt. Es kommt mir vor, als ob
Dinge absichtlich verdreht oder verzerrt wiedergegeben werden. Und es
mag sein, dass ich jetzt einen Troll füttere (hoffentlich nicht).

> 1. Harry Potter ist ein globales Langzeitprojekt zur Veränderung der
> Kultur. Die Hemmschwelle gegenüber Magie wird in der jungen Generation
> zerstört.

Das müsste erst einmal bewiesen werden. Wer einfach so eine
Verschwörung postuliert, bekommt normalerweise schon mal Punkte auf dem
"Crackpot-Index" gutgeschrieben. Natürlich ist die Tatsache, dass man
keine Verschwörung nachweisen kann, nur ein Beweis dafür, dass es sie
gibt.

Also: Nach allem, was J.K. Rowling sagt, hält sie nichts von
Okkultismus, Spiritismus, Neuheidentum oder ähnlichem. Sie möchte eine
spannende Geschichte erzählen, nicht mehr und nicht weniger. Dabei
wirkt sie durchaus glaubwürdig: Sie hat keine "Agenda" in dieser
Richtung.

> Damit dringen die Kräfte in die Gesellschaft ein, die das Christentum
> einst überwunden hat.

Die Urheberin des Pamphlets scheint ja ziemlch stramm konservativ
katholisch zu sein (ich bin selbst Katholik, stehe dazu und erlaube mir
deshalb dieses Urteil), wenn man sich die Seiten des Verlags ansieht.
Hat sie wirklich Angst, dass Harry Potter eine Gefahr für das
Christentum ist? Da gibt es ganz andere Gefahren, die größte Gefahr
dürfte die Indifferenz sein.

> 2. Hogwarts, die Schule für Zauberei und Hexerei, ist eine
> geschlossene Welt der Gewalt und des Grauens, der Verfluchung und der
> Verhexung, der Rassenideologie und des Blutopfers, des Ekels und der
> Besessenheit. Es herrscht eine Atmosphäre ständiger Bedrohung.

Sorry, das stimmt nicht. Es ist IMHO sogar wissentlich gelogen.
"Rassenideologie"? Ja, in den Büchern wird eine Rassenideologie
dargestellt, aber *negativ*! Die positiv dargestellten Figuren sind
keine Anhänger dieser Ideologie, eine der Hauptfiguren, nämlich
Hermione, sogar eine derjenigen, die gemäß der Ideologie als
"minderwertig" gilt, desgleichen Harrys Mutter.

Blutopfer? Hä? Ständiger Ekel und Besessenheit? Iwo.

> Harry Potter will auf dieser Schule sein und bleiben.

Ja - weil seine "stinknormalen", Nicht-Zauberer-Verwandten ihn nicht
mögen und ihm das Leben zur Hölle machen. Außerdem wird Hogwarts in den
Büchern eben nicht so beschrieben, wie es in dem Pamphlet dargestellt
wird.

> 3. Harry Potter kämpft nicht gegen das Böse.

Das ist eine Unwahrheit. Selbstverständlich kämpft Harry gegen "das
Böse"; er setzt sich für seine Freunde ein, die in Gefahr sind oder die
er in Gefahr wähnt. Unter großem Risiko für sich selbst.

> Von Band zu Band wird seine Verwandtschaft mit Voldemort, dem ganz
> und gar Bösen, deutlicher.

Nein. Harry ist *ganz anders* als Voldemort.

> Im V. Band wird er selbst von Voldemort besessen: Harry
> hat Angst, gegen seinen Willen zu töten und jubelt im größten Schmerz.

Hä? Ja, da wird Harry von Voldemort besessen, aber selbstverständlich
gegen seinen Willen. Harry kann Voldemort "abschütteln", eben weil er -
im Gegensatz zu Voldemort - Freunde hat und Liebe (nicht im sexuellen
Sinn) für sie empfindet. Ich glaube, die gute Frau hat S. 719/720 der
englischen Ausgabe nicht richtig verstanden. Es ist zugegebenermaßen
nicht einfach.

Interessanter fand ich da schon die Szene kurz davor, in der sich Harry
an der Mörderin seines Paten rächen möchte. Harry Potter ist
selbstverständlich nicht eindimensional gut, er hat unbestritten seine
"dunklen" Seiten. Aber das gilt für Personen im realen Leben auch, erst
recht wenn sie emotional aufgewühlt sind. Harry ist deswegen kein
schlechter Mensch. Seine Fehler könnten auch in einem Roman so
dargestellt werden, der in unserer Realität handelt.

> 4. Die Menschenwelt wird erniedrigt, die Welt der Hexen und Zauberer
> glorifiziert.

Das stimmt nun schon mal gar nicht, denn Zauberer sind Menschen: Sie
können "Nicht-Zauberer" (d.h. "Muggel") heiraten und Kinder bekommen.
Zauberer können auch von "Muggeln" abstammen. IMHO wird da ein
Gegensatz "Menschen <-> Zauberer" konstruiert, den es einfach nicht
gibt. Deswegen ist das schon fast bösartig zu nennen.

Natürlich schauen die Zauberer auf die Muggel "herab". Das ist in etwa
so, wie ich als Computer-Admin auf simple "User" oder "DAUs"
herabschaue und ihnen allen möglichen Unsinn zutraue. :-) So hat halt
jede Gruppe ihren Stolz.

> 5. Es gibt keine positive transzendente Dimension.

Die Welt der Harry-Potter-Bücher ist in der Tat nicht sehr religiös -
nicht anders als unsere Gesellschaft.

> Das Übernatürliche ist ausschließlich dämonisch. Göttliche Symbole
> werden pervertiert.

Ohne weitere Erläuterung ist das nur dummes Gerede, auf das man nicht
wirklich antworten kann.

> 6. Harry Potter ist kein modernes Märchen. Im Märchen sind Zauberer
> und Hexen eindeutig Gestalten des Bösen, aus deren Macht sich der Held
> durch die Ausübung von Tugenden befreit. Bei Harry Potter gibt es
> niemanden, der das Gute will.

Das ist gelogen. Diese Argumentation funktioniert nur, wenn man
"Zauberer/Hexe = Böse" setzt, was bei HP nicht der Fall ist. Die
Zauberer und Hexen zaubern in HP, weil sie's halt können. Sie müssen
dazu keinen Gott anrufen und keine kleinen Kinder schlachten. Warum
sollten sie also per se böse sein oder warum sollte ich sie von einem
christlichen Standpunkt aus deshalb verdammen?

> 7. Die Unterscheidungsfähigkeit des Lesers zwischen Gut und Böse wird
> durch emotionale Manipulation und intellektuelle Verwirrung außer
> Kraft gesetzt.

Tolles Statement - was soll es uns sagen?

> 8. Es ist eine Vergehen an der jungen Generation, sie spielerisch zur
> Magie zu verführen und ihre Phantasie mit Bildern einer Welt
> anzufüllen,

Die Autorin der Harry Potter-Bücher will nicht zur Magie verführen. Die
Zauberer in den Büchern unterscheiden sich erheblich von Okkultisten,
Neuheiden usw. usf.

> 9. Jeder, dem an Meinungsvielfalt gelegen ist, sollte sich gegen die
> Massenverblendung und Meinungsdiktatur durch ein gigantisches
> Multimedia-Unternehmen zur Wehr setzen.

Hm, sollte das vielleicht mal ein Pamphlet gegen die Bild-Zeitung
werden? ;-)

> 10. Da der Glaube an einen liebenden Gott systematisch zerstört wird,

In Harry Potter finden sich keine Aussagen über Gott und nur wenige
über transzendente Dinge. Folglich kann der Glaube dadurch nicht
zerstört werden.

> ist die schulische Indoktrination mit Harry Potter intolerant und
> widerspricht dem Geist unserer Verfassung. Die Teilnahme an
> schulischen Potter-Aktivitäten kann aus Glaubens- und Gewissensgründen
> verweigert werden.

Das dürften einige Schulen/Schulbehörden hoffentlich anders sehen, wenn
es z.B. um Auszüge aus den Büchern in Englisch-Lehrbüchern geht. (Keine
Ahnung, ob's die schon gibt.)

> FOTOKOPIEREN UND WEITERGEBEN

Ist das vielleicht nur ein ziemlich gut getarnter Hoax?


Grüße
Georg
--
Meine Seite zur NG de.alt.fan.harry-potter: http://dafh-p.de/
Einführung/FAQ für de.alt.fan.harry-potter: http://dafh-p.de/faq.txt
Spoiler vermeiden beim Diskutieren von HP5: http://dafh-p.de/spoiler.txt
selbstgeschriebene Harry-Potter-Fanfiction: http://roma-online.de/hp/

Michael Dahms

unread,
Nov 3, 2003, 3:32:07 PM11/3/03
to
Georg Burkhard wrote:

> Ist das vielleicht nur ein ziemlich gut getarnter Hoax?

Auch Du ....

Michael *seufz* Dahms

Hans-Georg Bickel

unread,
Nov 3, 2003, 3:39:24 PM11/3/03
to
Georg Burkhard <Georg.B...@roma-online.de> wrote:

>Ist das vielleicht nur ein ziemlich gut getarnter Hoax?

s/Hoax/Troll

HG

Georg Burkhard

unread,
Nov 3, 2003, 3:09:46 PM11/3/03
to

* Dirk Moebius schrieb:

> Also zusammengefaßt - HP widerspricht dem christlichen Wertesystem
> und gehört deshalb auf den Scheiterhaufen.

Nach Ansicht einiger wahrscheinlich ja. Man sollte das allerdings nicht
verallgemeinern.

Lukas Schratz

unread,
Nov 3, 2003, 4:59:51 PM11/3/03
to
Hans-Georg Bickel hackte in den Rechenknecht

> Georg Burkhard <Georg.B...@roma-online.de> wrote:
>
>>Ist das vielleicht nur ein ziemlich gut getarnter Hoax?
>
> s/Hoax/Troll
>

s/gut getarnter//

> HG

luke, der hier nicht die spanische Inquisition erwartet hat (Ups,
falscher Film)
--
"No space left on device" -- "Kein Weltraum links vom Geraet"
-- die Tücken der Lokalisierung

Thorsten Günther

unread,
Nov 3, 2003, 5:07:25 PM11/3/03
to
Max Huber <hube...@gmx.at> wrote:
> Den folgende Text hat mir ein Bekannter gemailt und ich
> finde ihn eigendlich sehr beängstigend..

Ich habe auch sehr gelacht!



> Ich denke man sollte HP kritischer lesen.

Ich denke, man sollte die Kommaregeln der deutschen Sprache ansatzweise
verinnerlicht haben. So hat halt jeder seine eigene Meinung.



> ---------
> 10 ARGUMENTE GEGEN HARRY POTTER
>
> 1. Harry Potter ist ein globales Langzeitprojekt zur Veränderung der
> Kultur. Die Hemmschwelle gegenüber Magie wird in der jungen Generation
> zerstört. Damit dringen die Kräfte in die Gesellschaft ein, die das
> Christentum einst überwunden hat.

Harry Potter ist ein englisches Ein-Frau-Projekt mittlerer Länge, das
die Kultur leider nicht so verändern wird, wie es hier angedeutet wird.
Zum Teil, weil sie sich bereits verändert hat: nur noch eine Minderhait
in Deutschland glaubt an Gott. Zum anderen, und ich verrate hier
hoffentlich kein Geheimnis, weil Magie nicht funktioniert, ebensowenig
wie der Glaube an Gott. Ersteres werden die Harry-Potter-Leser übrigens
viel schneller merken als die Christen letzteres. Zur Historie des
Christentums sage ich nur soviel, daß es mehr Menschenleben auf dem
Gewissen hat als jede andere Weltanschauung und daß die Friede-Freude-
Eierkuchen-Religion heutiger Tage eine Anpassung des Christentums an die
säkulare Gesellschaft ist, welche sich seit der französischen Revolution
weitgehend in Europa etablieren konnte.

> 3. Harry Potter kämpft nicht gegen das Böse. Von Band zu Band wird
> seine Verwandtschaft mit Voldemort, dem ganz und gar Bösen,
> deutlicher. Im V. Band wird er selbst von Voldemort besessen: Harry
> hat Angst, gegen seinen Willen zu töten und jubelt im größten Schmerz.

Das Thema mit der Versuchung und Verführung durch das Böse ist beileibe
keine Erfindung von Frau Rowling, vielleicht sollte der Autor mal die
schlecht zusammengestoppelte Fantasyschwarte lesen, die als Grundlage
dreier sogenannter Weltreligionen verwendet wird.

> 4. Die Menschenwelt wird erniedrigt, die Welt der Hexen und Zauberer
> glorifiziert.

Im Gegentum: beide Welten sind fast völlig disjunkt und haben nur wenige
Berührungspunkte, dies erzeugt das gegenseitige Unverständnis, das
wiederum Ursache der Faszination für "unsere" Welt bei Mr. Weasley ist.

> 5. Es gibt keine positive transzendente Dimension. Das Übernatürliche
> ist ausschließlich dämonisch. Göttliche Symbole werden pervertiert.

Welche göttlichen Symbole wären dies genau? Mit fällt beileibe kein
Auftauchen eines solchen Symbols ein, das in irgendeiner Weise markant
wäre. Die Existenz eines Himmels wird in den Romanen m.W. weder
geleugnet noch bejaht.

> 6. Harry Potter ist kein modernes Märchen. Im Märchen sind Zauberer
> und Hexen eindeutig Gestalten des Bösen,

Ottfried Preußlers "Die kleine Hexe" ist demnach auch kein Märchen.

> aus deren Macht sich der Held durch die Ausübung von Tugenden
> befreit. Bei Harry Potter gibt es niemanden, der das Gute will.

Das kommt mir etwas anders vor: Dumbledore, McGonagall, die Weasleys
etc. pp. stehen eindeutig für das Gute.

Wie man durch das Ausüben von "Tugenden" irgendeine Form der Befreiung
erreichen soll, ist mir schleierhaft. Ist das Erbrechen des vergifteten
Apfels in "Schneewittchen" eine Tugend oder eher das Überlisten und
Ermorden einer Hexe in "Hänsel und Gretel"?



> 8. Es ist eine Vergehen an der jungen Generation, sie spielerisch zur
> Magie zu verführen und ihre Phantasie mit Bildern einer Welt
> anzufüllen, in der das Böse regiert, eine Welt, die nicht nur als
> ausweglos, sondern als erstrebenswert dargestellt wird.

Wo regiert das Böse? Das Böse in Gestalt von Voldemort erhebt sich zwar,
wird aber immer wieder zurückgeschlagen und im 7. Band mit Sicherheit
vernichtet werden.

> 9. Jeder, dem an Meinungsvielfalt gelegen ist, sollte sich gegen die
> Massenverblendung und Meinungsdiktatur durch ein gigantisches
> Multimedia-Unternehmen zur Wehr setzen.

Meinungsvielfalt durch Bücherverbrennung, oder wie darf man sich das
vorstellen? Die katholische Kirche mit Ihrer Historie sollte zu diesem
Thema bitte schweigen, glauben tut ihr das Eintreten für Meinungs-
vielfalt sowieso niemand.

> 10. Da der Glaube an einen liebenden Gott systematisch zerstört wird,
> ist die schulische Indoktrination mit Harry Potter intolerant und
> widerspricht dem Geist unserer Verfassung. Die Teilnahme an
> schulischen Potter-Aktivitäten kann aus Glaubens- und Gewissensgründen
> verweigert werden.

So wie die Teilnahme am Religionsunterricht, und dies mit Recht.

> Bestellen: Fe-Medienverlag,

Das ist der Verlag, in dem auch die ultrakonservative katholische
Organisation "Opus Dei" publiziert. Na danke, da weiß man wenigstens,
woher der Wind weht.

Thorsten

Marco Dieckhoff

unread,
Nov 3, 2003, 5:31:20 PM11/3/03
to
On 2003-11-03, Lukas Schratz <exklusivfuersp...@aon.at> wrote:
> Hans-Georg Bickel hackte in den Rechenknecht
>
>> Georg Burkhard <Georg.B...@roma-online.de> wrote:
>>
>>>Ist das vielleicht nur ein ziemlich gut getarnter Hoax?
>>
>> s/Hoax/Troll
>>
> s/gut getarnter//

"Ist das vielleicht nur ein ziemlich Troll?" ;)

Aber ACK würd ich fast sagen.

--
Marco Dieckhoff
icq# 22243433
GPG Key 0x1A6C95BA -- http://www.frankonia-brunonia.de/keys

Andreas Cammin

unread,
Nov 3, 2003, 7:37:04 PM11/3/03
to
Lukas Schratz wrote:

> luke, der hier nicht die spanische Inquisition erwartet hat (Ups,
> falscher Film)

Biggles - The comfy chair!

Andreas
--
> Bin mit dem Staubsauger unter die Couch und da hat es PLONK gemacht.
Dein Staubsauger hat ein Killfile?
Jonathan Sauer zu Stephan Iatroudakis in de.rec.film.misc)

Wilm Erning

unread,
Nov 4, 2003, 5:13:23 AM11/4/03
to
Moin!

On Mon, 03 Nov 2003 19:15:00 +0100, Max Huber <hube...@gmx.at>
wrote:


>Den folgende Text hat mir ein Bekannter gemailt und ich
>finde ihn eigendlich sehr beängstigend..

Der Text soll beängstigend sein. Allerdings kann er wohl nicht
hleichzeitig wahr sein.

>Ich denke man sollte HP kritischer lesen.

Kritisches lesen ist immer gut, aber ideologisch verblendete Argumente
sind schlecht.

>10 ARGUMENTE GEGEN HARRY POTTER

Der Rest fehlt jetzt.

Dieser Text stammt wie angegeben von Gabriele Kuby. Diese Publizistin
war jahrzehntelang esoterikgläubig und ist dann 1998 zum katholischen
Glauben konvertiert. Wenn man so jemandem nicht genau erklärt, was
aktuelle Glaubensinhalte sind, kann da nichts Gutes bei herauskommen.

Die Dame hält Vorträge zu dem Thema. Dabei werden Inhalte des Bücher
verfälscht und verdreht dargestellt, um Stimmung zu machen. Die
Argumentation ist leicht austzuhebeln, allerdings ist natürlich mit
der Dame keine sinnvolle Diskussion möglich.
Einen derartigen Vortrag habe ich im Oktober gehört. IMHO lebt das
ganze wesentlich davon, dass die meisten Zuhörer eben den 5. Band noch
nicht gelesen haben. Wenn man die Inhalte kennt, so wird die Methodik
der dame schnell klar: Durch Verfälschungen die Bücher in die Ecke
"schwarzer Magie" zu stellen.
Diese Art der Argumentation ist für Fundamentalisten typisch. Ob die
Dame sich im Dunstkreis des "Opus Dei" bewegt, weiß ich nun nicht,
aber Ihre Argumentationen sprechen schon dafür.

Auf Nachfrage teilte Frau Kuby übrigens mit, dass Sie an Magie und
Zauberei glaubt. Weitere Kommentare erübrigen sich dann wohl.

Wilm

Birgit Nietsch

unread,
Nov 4, 2003, 6:27:39 AM11/4/03
to
Wilm Erning schrieb:

> Dieser Text stammt wie angegeben von Gabriele Kuby. Diese
> Publizistin war jahrzehntelang esoterikgläubig und ist dann 1998
> zum katholischen Glauben konvertiert. Wenn man so jemandem nicht
> genau erklärt, was aktuelle Glaubensinhalte sind, kann da nichts
> Gutes bei herauskommen.

[...]


> Einen derartigen Vortrag habe ich im Oktober gehört. IMHO lebt das
> ganze wesentlich davon, dass die meisten Zuhörer eben den 5. Band
> noch nicht gelesen haben. Wenn man die Inhalte kennt, so wird die
> Methodik der dame schnell klar: Durch Verfälschungen die Bücher in
> die Ecke "schwarzer Magie" zu stellen.
> Diese Art der Argumentation ist für Fundamentalisten typisch. Ob
> die Dame sich im Dunstkreis des "Opus Dei" bewegt, weiß ich nun
> nicht, aber Ihre Argumentationen sprechen schon dafür.

OK, dann ist die Argumentation der Dame sehr leicht auszuhebeln:

Sie fuerchtet offenbar eine Konkurrenz gegenueber ihrer eigenen
okkulten Vereinigung.

Immerhin gehoert sie einer Gruppierung an, die den Kannibalismus
befuerwortet, und die kannibalistische Riten nachspielt, wobei darauf
bestanden wird, dass der Leiter der rituellen Handlung durch eine Art
magischer Einwirkung Wein und als "Brot" bezeichnetes Esspapier in
Menschenblut und Menschenfleisch verwandelt.

Die Zeremonien dieser Vereinigung finden in besonderen Hallen statt,
die durch Verwendung zu kleiner, oftmals mit farbigem Glas versehener
Fenster abgedunkelt und von der Aussenwelt bewusst abgeschirmt sind.
Dabei wird mit offenem Feuer hantiert, und es werden in besonderen
Gefaessen Drogen verbrannt, die den Geist der Teilnehmer umnebeln
sollen.

Eine haeufig anzutreffende Abartigkeit ist das Anbeten von
Leichenteilen, halbverrotteten Artefakten, sowie von Goetzen, die
beschoenigend als "Abbildungen von Heiligen" bezeichnet werden.
Vor den vorgenannten Gegenstaenden werden verschiedene rituelle
Handlungen vorgenommen, von denen sich die Anhaenger dieser Kulte
eine Art magische Wirkung, sogenannte Wunder, erhoffen.

Ein Beweis fuer das duestere Weltbild, das diese Gruppierung
vertritt, ist die haeufige Darstellung von gefolterten oder toten
Menschen, von Skeletten, sowie von daemonenartigen, gehoernten
Fabelwesen, die ihre Opfer mit Flammen und Spiessen quaelen.
Grundlage fuer diese uebertrieben grausamen Darstellungen ist ein
Text, der unter der Bezeichnung "Offenbarung des Johannes" bekannt
ist, und der offenkundig unter Drogeneinfluss verfasst worden sein
muss, da er ueberwiegend aus grotesken Darstellungen der
widerlichsten Art besteht, die einem geistig gesunden Mensch
kaum einfallen wuerden.

Dieser Artikel enthaelt Sarkasmus sowie ironische Ueberzeichnungen.

Birgit.

Birgit Nietsch

unread,
Nov 4, 2003, 6:31:20 AM11/4/03
to
Wilm Erning schrieb:

> Dieser Text stammt wie angegeben von Gabriele Kuby. Diese
> Publizistin war jahrzehntelang esoterikgläubig und ist dann 1998
> zum katholischen Glauben konvertiert. Wenn man so jemandem nicht
> genau erklärt, was aktuelle Glaubensinhalte sind, kann da nichts
> Gutes bei herauskommen.

[...]


> Einen derartigen Vortrag habe ich im Oktober gehört. IMHO lebt das
> ganze wesentlich davon, dass die meisten Zuhörer eben den 5. Band
> noch nicht gelesen haben. Wenn man die Inhalte kennt, so wird die
> Methodik der dame schnell klar: Durch Verfälschungen die Bücher in
> die Ecke "schwarzer Magie" zu stellen.
> Diese Art der Argumentation ist für Fundamentalisten typisch. Ob
> die Dame sich im Dunstkreis des "Opus Dei" bewegt, weiß ich nun
> nicht, aber Ihre Argumentationen sprechen schon dafür.

OK, dann ist die Argumentation der Dame sehr leicht auszuhebeln:

widerlichsten Art besteht, die einem geistig gesunden Menschen

Andreas Wölk

unread,
Nov 4, 2003, 7:33:33 AM11/4/03
to
Florian 'Irian' Schaetz wrote:
> "Dirk Moebius" <dirk.nosp...@gmx.de> schrieb

>
>> Also zusammengefaßt - HP widerspricht dem christlichen Wertesystem
>> und gehört deshalb auf den Scheiterhaufen.
>
> Erstaunlich, irgendwie empfinde ich nach Lesen dieses Textes eher den
> Wunsch, die Christen zu verteidigen denn Harry Potter, denn mal
> ehrlich: Aus so nem Text kann man doch eigentlich nur schließen, dass
> Christen nicht mehr alle Pötter aufm Kamin haben. Teilweise einfach
> erlogen, teilweise lächerlich und teilweise einfach nur armselig der
> Text.
>

Fully Ack. Irgendwie können einem solche Leute nur leid tun...

Andreas

--
Z |
A |
R | Ours not to reason why!
D |

Ralf Hasse

unread,
Nov 4, 2003, 7:37:26 AM11/4/03
to
Hans-Georg Bickel (hgbusen...@gmx.de) wrote:

> H-'Was ist eigentlich ein Deja-Vu?'-G

Hast Du das nicht eben schonmal gefragt?

Ralf

--
If you were waiting for the opportune moment, that was it.

Sabine Dem

unread,
Nov 4, 2003, 8:21:22 AM11/4/03
to
Birgit Nietsch wrote:
> Dieser Artikel enthaelt Sarkasmus sowie ironische Ueberzeichnungen.

Wirklich? ;-)

Servus,
Sabine
--
Meine Katzen, Meerschweinchen, Käfigbau, Gastkatzen:
http://fb-trurl.dyndns.org/~sabine/

Anita Sprungk

unread,
Nov 4, 2003, 9:39:41 AM11/4/03
to
Birgit Nietsch schrieb:

> OK, dann ist die Argumentation der Dame sehr leicht auszuhebeln:
>
> Sie fuerchtet offenbar eine Konkurrenz gegenueber ihrer eigenen
> okkulten Vereinigung.

Weniger. Sie ist als Ex-Esoterikerin und Konvertitin ein typischer Fall von
"aus dämonischer Verstrickung gerettet". Mit der Folge, dass sie jetzt in
der permanenten, tiefen und durch nichts zu besiegenden Angst lebt, erneut
und damit ohne Hoffnung auf Rettung in dämonische Verstrickung zu geraten.
That's all, Diskussion vollkommen zwecklos.

Gruß, Anita

Wilm Erning

unread,
Nov 4, 2003, 10:08:44 AM11/4/03
to
Moin!

On Tue, 04 Nov 2003 15:39:41 +0100, Anita Sprungk
<ngkrams...@gmx.net> wrote:
>Birgit Nietsch schrieb:


>> Sie fuerchtet offenbar eine Konkurrenz gegenueber ihrer eigenen
>> okkulten Vereinigung.
>
>Weniger. Sie ist als Ex-Esoterikerin und Konvertitin ein typischer Fall von
>"aus dämonischer Verstrickung gerettet". Mit der Folge, dass sie jetzt in
>der permanenten, tiefen und durch nichts zu besiegenden Angst lebt, erneut
>und damit ohne Hoffnung auf Rettung in dämonische Verstrickung zu geraten.
>That's all, Diskussion vollkommen zwecklos.

Das ist es wohl eher, anders als die bewußt spitzen und ebenso
unsachlichen Bemerkungen von Birgit.

Da werden eben DInge aus allen möglichen Welten und mittelalterliche
Glaubensvorstellungen zu einer verhängnisvollen Mischung. Aber es
sieht nicht so aus, als ob sich derartige Strömungen durchsetzen
können. Übrigens gibt es eine Gruppe namens "bibeltreue Christen", das
ist das (frei)evangelische Äquivalent dazu.

Wi-findet Fundamentalisten doof-lm

Birgit Nietsch

unread,
Nov 4, 2003, 10:54:33 AM11/4/03
to
Wilm Erning schrieb:

> Moin!
>
> On Tue, 04 Nov 2003 15:39:41 +0100, Anita Sprungk
> <ngkrams...@gmx.net> wrote:
>>Birgit Nietsch schrieb:
>>> Sie fuerchtet offenbar eine Konkurrenz gegenueber ihrer eigenen
>>> okkulten Vereinigung.
>>
>>Weniger. Sie ist als Ex-Esoterikerin und Konvertitin ein typischer
>>Fall von "aus dämonischer Verstrickung gerettet". Mit der Folge,

[...]


> Das ist es wohl eher, anders als die bewußt spitzen und ebenso
> unsachlichen Bemerkungen von Birgit.

Es ging mir ja auch nicht um Sachlichkeit. Die vermisse ich naemlich
schon in dem Pamphlet der werten Gabriele Kuby. Sondern es ging mir
darum, ihre eigene Argumentationstechnik gegen sie selbst anzuwenden.

> Wi-findet Fundamentalisten doof-lm

Man kann mit Fundamentalisten nicht sachlich diskutieren, weil sie
ihre eigene, in sich geschlossene Werte- und Begriffswelt haben.
Gegen solche Leute gibt es jedoch eine wunderbare, sehr entspannende
Methode: Auslachen, ihren Standpunkt mit ihren eigenen Mitteln und
Argumenten ins Laecherliche ziehen. Nur mit Komik und Satire lassen
sich ihre verkorksten Weltbilder aus den Angeln heben.

Einen echten Fundamentalisten selbst kann man damit natuerlich
niemals ueberzeugen, aber man kann ihn entlarven und seine Zuhoerer
zum Nachdenken bringen.

Tja, Fup2 wohin? Hier passt es nicht mehr.

Birgit, mangels Kenntnis einer geeigneteren Gruppe
FollowUp-To: poster

Andreas Cammin

unread,
Nov 4, 2003, 1:59:13 PM11/4/03
to
Anita Sprungk wrote:

> Weniger. Sie ist als Ex-Esoterikerin und Konvertitin ein typischer Fall
> von "aus dämonischer Verstrickung gerettet". Mit der Folge, dass sie jetzt
> in der permanenten, tiefen und durch nichts zu besiegenden Angst lebt,
> erneut und damit ohne Hoffnung auf Rettung in dämonische Verstrickung zu
> geraten. That's all, Diskussion vollkommen zwecklos.

Das ist wie bei Ex-Rauchern, das sind meistens die militantesten
Nichtraucher.

Andreas
--
Na wenn ich nichts dagegen schreibe, gebe ich Dir wohl Recht: ich halte Dich
wirklich nicht für einen Raser
(Frank Werner zu Andreas Cammin in de.soc.verkehr)

Stefan Drüke

unread,
Nov 4, 2003, 12:07:00 PM11/4/03
to
am 03.11.03 schrieb Florian Ir...@gmx.de:

>Christen nicht mehr alle Pötter aufm Kamin haben. Teilweise einfach
>erlogen, teilweise lächerlich und teilweise einfach nur armselig der
>Text.

Das ist die christliche Doktrin des 19. Jahrunderts - an die sich im
Allgemeinen der heutige Christ nicht mehr hält. Außerdem kann ich zwischen
christlichemm Glauben und der Fantasie-Welt der Harry-Potter-Romane ganz
gut unterscheiden.

Stefan Drüke

unread,
Nov 4, 2003, 12:43:00 PM11/4/03
to
am 03.11.03 schrieb Thorsten guen...@dilgar.de:

>viel schneller merken als die Christen letzteres. Zur Historie des
>Christentums sage ich nur soviel, daß es mehr Menschenleben auf dem
>Gewissen hat als jede andere Weltanschauung und daß die Friede-Freude-
>Eierkuchen-Religion heutiger Tage eine Anpassung des Christentums an die
>säkulare Gesellschaft ist, welche sich seit der französischen Revolution
>weitgehend in Europa etablieren konnte.

Es stimmt, daß viele Kriege im Namen der Religion geführt wurden. Und die
Missonierung Mittel- und Südamerikas war auch mit Gier nach Gold und Mord
und Totschlag verbunden. Die säkulare Gesellschaft in europa baut
letztlich immer noch auf tief in der Geschichte verwurzelten "christlichen
Werten" auf, teilweise gehen diese "Werte" auf heidnischen Ursprung
zurück.

>Das Thema mit der Versuchung und Verführung durch das Böse ist beileibe
>keine Erfindung von Frau Rowling, vielleicht sollte der Autor mal die
>schlecht zusammengestoppelte Fantasyschwarte lesen, die als Grundlage
>dreier sogenannter Weltreligionen verwendet wird.

Diese Sammelsurium von Schriften aus fast 10.000 Jahren nett sich schlicht
Bibel und wer die Texte ließt sollte immer den Zeitlichen und Historischen
Hintergrund im Auge behalten. Vieles widerspricht sich auch inerhalb
dieses Werks. Auf die Deutung kommt dann an, und da hat jedes Zeitalter
eine andere Deutung gefunden. Und die heutige Interpretation ist mit
Sicherheit eine total andrere als vo 500 und 1000 Jahren.

>Das ist der Verlag, in dem auch die ultrakonservative katholische
>Organisation "Opus Dei" publiziert. Na danke, da weiß man wenigstens,
>woher der Wind weht.

Also doch der "Wolf im Schafspelz". Leider ist dieser "elitäre Club" in
der katholischen Kirche viel zu Einflußreich. Wer gegen ihn ist, ist nach
deren Auffassung kein Christ - was ich allerdings völlig anders sehe.

Stefan Drüke

unread,
Nov 4, 2003, 12:05:00 PM11/4/03
to
am 03.11.03 schrieb Max hube...@gmx.at:

>1. Harry Potter ist ein globales Langzeitprojekt zur Veränderung der
>Kultur. Die Hemmschwelle gegenüber Magie wird in der jungen Generation
>zerstört. Damit dringen die Kräfte in die Gesellschaft ein, die das
>Christentum einst überwunden hat.

Das Christentum ist in eine Zeit gekommen, wo nur noch Dekandenz
herrschte. Die Römer begannen sich von "ihren Göttern" abzuwenden. Die
Menschen suchten Erlösung - Nur Erlösung wird dem Christen versprochen,
die da Neue Tesatment sagt allerdings nicht wie diese Erlösung aussieht!

Das Christentum selbst hat heidnische Feste immer wieder mit christlichen
Motiven besetzt. Weihnachten feierten die Römer die Wintersonnenwende.
Johannes Bapist ist ausgerechnet am 24.06. genau zur Sommersonnenwende -
auch ein Heidnisches Fest.

Das Christentum hat nichts überwunden. Es hat sogar sehr vieles zerstört,
was aus heutiger Sicht als erhaltenswert gesehen würde.

Was ist bitte Magie, eine definition dessen wir hier nicht beigebracht.

>2. Hogwarts, die Schule für Zauberei und Hexerei, ist eine
>geschlossene Welt der Gewalt und des Grauens, der Verfluchung und der
>Verhexung, der Rassenideologie und des Blutopfers, des Ekels und der
>Besessenheit. Es herrscht eine Atmosphäre ständiger Bedrohung. Harry
>Potter will auf dieser Schule sein und bleiben.

Was war das im Mittelalter? -> Hexenprozeße und eine sogar von Vatikan
nicht erlaubte Form der Inquisition. Ich sehe keine Welt des grauens.
Diese Kampf Harry Poster vs. Voldemort ist keine Kampf Gut gegen Böse, die
grenzen sind fließender wie im "richtigen Leben" halt auch.

>3. Harry Potter kämpft nicht gegen das Böse. Von Band zu Band wird
>seine Verwandtschaft mit Voldemort, dem ganz und gar Bösen,
>deutlicher. Im V. Band wird er selbst von Voldemort besessen: Harry
>hat Angst, gegen seinen Willen zu töten und jubelt im größten Schmerz.

Ach, wenn es doch so einfach wäre Gut von Böse zu unterscheiden. Den Wolf
unter den Schafen findet man erst, wenn es zu spät ist.

>4. Die Menschenwelt wird erniedrigt, die Welt der Hexen und Zauberer
>glorifiziert.

Nichts wurde dort IMHO glorifieziert. Es geht um einen Jungen und seine
Freunde, der besondere Fähigkeiten besitzt, die sind in Harrys Fall
magische Fähigkeiten.

>5. Es gibt keine positive transzendente Dimension. Das Übernatürliche
>ist ausschließlich dämonisch. Göttliche Symbole werden pervertiert.

Um welche "göttlichen" Symbole geht es denn bitte sehr?

>6. Harry Potter ist kein modernes Märchen. Im Märchen sind Zauberer
>und Hexen eindeutig Gestalten des Bösen, aus deren Macht sich der Held
>durch die Ausübung von Tugenden befreit. Bei Harry Potter gibt es
>niemanden, der das Gute will.

"Das Gute" gibt es nicht. Die USA nennen sich auch "gods own country",
IMHO sind sie das nicht. Ich frage noch einmal nach deiner Definition für
"das Gute".

>7. Die Unterscheidungsfähigkeit des Lesers zwischen Gut und Böse wird
>durch emotionale Manipulation und intellektuelle Verwirrung außer
>Kraft gesetzt.

Wie im richtigen Leben auch. Jeder versucht sein Gegenüber so zu
manipulieren, daß es zu handelt, wie er/sie es herbeifürhen möchte.

>8. Es ist eine Vergehen an der jungen Generation, sie spielerisch zur
>Magie zu verführen und ihre Phantasie mit Bildern einer Welt
>anzufüllen, in der das Böse regiert, eine Welt, die nicht nur als
>ausweglos, sondern als erstrebenswert dargestellt wird.

Niemand kann Zaubern! Was im Mittelalter als Zauberei dargestellt wurde
läßt sich heute leicht Wissenschaftlich erklären.

>9. Jeder, dem an Meinungsvielfalt gelegen ist, sollte sich gegen die
>Massenverblendung und Meinungsdiktatur durch ein gigantisches
>Multimedia-Unternehmen zur Wehr setzen.

Bildzeitung? Spiegel? Focus? Bertelsmannverlag? auch dieses
"Institutionen" manipulieren Meinung. Meinungsvielfalt ist heute nicht
mehr gefragt, Polemik ist einfacher zu verstehen, wozu das vor ca. 70
Jahren geführt hat, steht in den Geschichtsbüchern.

>10. Da der Glaube an einen liebenden Gott systematisch zerstört wird,
>ist die schulische Indoktrination mit Harry Potter intolerant und
>widerspricht dem Geist unserer Verfassung. Die Teilnahme an
>schulischen Potter-Aktivitäten kann aus Glaubens- und Gewissensgründen
>verweigert werden.

Was hat ein Fantaysie-Roman mit Glauben zu tun? Nichts von dem was dort
steht ist durch Zauberei möglich.

Dieser Text riecht außerdem sehr stark nach einem neokonservatien
Christen. Textlich gesehen lese ich hier die erzkatholische Doktrin des 19
Jahrhunderts heraus. Inzwischen sind wir jedoch 2 Jahrhunderte weiter -
auch, wenn das einige erzkonservatie Kreise nicht wahrhaben möchten.

Stefan Drüke

unread,
Nov 4, 2003, 12:26:00 PM11/4/03
to
am 03.11.03 schrieb Mattias mattias-s...@uni-hd.de:

>Aber er spricht sich dezidiert gegen Rassenideologie aus und zwar mit
Worten
>und Taten! Und Blutopfer, hmmm, aus HP fällt mir da jetzt nix ein aber
gab
>es da nicht so einen Spruch: "Dies ist mein Blut, für Euch gegeben." Wo
der
>nur wieder herkommt?

Der Spruch war "Das ist mein Leib/Blut, daß für Euch hingegeben wurde".
Alerdings, steht dafür die sog. Wandlung von Brot und Wein in Laib und
Blut Christi, was die katholische Doktrin schlicht als Mysterium
bezeichnet - die Lutherische Kirche ist da erheblich anderer Aufassung -
und ich als Laie verstehe das ganze Towabo darum sowieso nicht. Theologen
streiten sich seit Zeiten Martin Luthers darum.

>Na, das ist ja schlimm, das es keine positive transzendente Dimension
gibt.
>Die gibt es aber im Buddhismus, im Nirwana, auch im Islam. Dagegen hätten
>die christlichen Demagogen (die diesen Artikel offensichtlich geschrieben
>haben) wohl nichts einzuwenden?

Genaugeommen hat man Dagegen was einzuwenden. Schließlich hat das
Christentum einen Missionsauftrag, d. h. nicht-christen vom christlichen
Glauben zu überzeugen. Daher auch Jesus Aufruf: "Folget mir nach".

>Wo siehst Du pervertierte göttliche Symbole? Umgedrehte Kruzifixe sind
mir
>jedenfalls in HP noch nicht begegnet!

Ein umgedrehtest Kreuz ist aber immer noch ein christlichen Symbol, daß
wäre dann das sog. Petrus-Kreuz. Schonmal nachgedacht warum Kreuz an
Bahnübergängen Andreaskreuz heißt?

>Also auf Deutsch: Lies kein Buch, bei dem Du gefordert wirst, mitzudenken
>und dich mit den Personen auseinanderzusetzen. Lies stattdessen Bücher,
die
>nach dem Schema gehen: "Der da ist gut, der kommt in den Himmel, der da
ist
>böse, der kommt in die Hölle. Gelobt sei Jesus Christus. Amen."

Genau der falsche Weg für einen Christen, der Auftrag lautet vielmehr:
Zeigt den Leuten wie sie in Frieden und ohne Neid miteinander leben
können. Und nicht hier müßt alles glauben, was eure oberen Hirten
verkünden - Leider ist das über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten.

>Ich würde eher sagen: Es ist ein Vergehen an der jungen Generation, sie
>spielerisch (oder auch in vollem Ernst) zu einer Religion zu verführen
und
>ihre Phantasie mit Bildern einer Welt anzufüllen, in der der Einzelne nur
>durch die Gnade eines einzelnen positiven transzendenten Wesen (lies:
Gott)
>gerettet werden kann (und das an einem Tag, der "Jüngstes Gericht"
genannt
>wird!) und ansonsten der ewigen Verbnis anheimfallen muss. Hmmm,
>erstrebenswert - genau das was ich schon immer wollte.

Vorsicht bitte mir begriffen, wie "jüngstes Gericht" und Fegefeuer, daß
sind Sachen die Theologien erfunden haben. Außerdem ist der letzte Teil
der Bibel auch ziemlich Blutrünstig - und der Streit über die Symbole
groß.

Stefan Drüke

unread,
Nov 4, 2003, 12:08:00 PM11/4/03
to
am 03.11.03 schrieb Georg Georg.B...@roma-online.de:

>Nach Ansicht einiger wahrscheinlich ja. Man sollte das allerdings nicht
>verallgemeinern.

Diese wenigen sind leider in einer einflußreichen Minderheit - zum Glück
hört die Mehrheit allerdings nicht mehr auf sie.

Martin Wanke

unread,
Nov 4, 2003, 2:31:08 PM11/4/03
to
Hi;

[On Tue, 04 Nov 2003 16:08:44 +0100, Wilm Erning wrote:]

> Das ist es wohl eher, anders als die bewußt spitzen und ebenso
> unsachlichen Bemerkungen von Birgit.

Besagte Bemerkungen waren aber IMHO durchaus amüsant (habe mir auch
erlaubt, ihren Beitrag bei netdigest einzureichen :-). So hat der Thread
immerhin einen gewissen Unterhaltungswert :-)
Eine sachliche Diskussion wäre mir zuviel Arbeit, zumal ich die Chance,
jemanden zu überzeugen, der das patout anders sehen will (abgesehen davon,
daß diese Leute hier wohl eher selten mitlesen dürften), doch eher als
gering ansehe. Wobei mich schonmal interessieren würde, ob solche Leute HP
überhaupt jemals wirklich gelesen haben, oder nur irgendwo ein paar gerade
in ihre doch arg wacklige 'Argumentation' (wenn man das denn überhaupt so
bezeichnen will) passende Szenarien von irgendwo übernommen haben...


Gruß
Mawan

--
## ## # *** M A R T I N W A N K E ***
# # # # #
# ## # ## # mail: use...@mawan.de
# # # # # WWW: http://www.mawan.de/
# ## ## PGP: http://www.mawan.de/aboutme/pgp-key.html

*** Hmm, eine Gewerkschaft fuer Sysadmins. Was koennte die denn so ***
*** durchsetzen? Die 85 Std. Woche? Kostenlosen Kaffee und FastFood? ;) ***
*** [Dennis Herbrich in de.alt.sysadmin.recovery, 24.06.2003] ***

Jan Niklas Fingerle

unread,
Nov 4, 2003, 4:57:19 PM11/4/03
to
Stefan Drüke <Stefan...@h.maus.de> wrote:
> Schonmal nachgedacht warum Kreuz an
> Bahnübergängen Andreaskreuz heißt?

Ganz klar, weil an allen deutschen Bahnübergängen die Freundschaft zu
Schottland ausgedrückt werden soll.

SCNR,
--Jan Niklas

Anita Sprungk

unread,
Nov 5, 2003, 2:11:43 AM11/5/03
to
Martin Wanke schrieb:

> Wobei mich schonmal interessieren würde, ob solche Leute HP
> überhaupt jemals wirklich gelesen haben, oder nur irgendwo ein paar gerade
> in ihre doch arg wacklige 'Argumentation' (wenn man das denn überhaupt so
> bezeichnen will) passende Szenarien von irgendwo übernommen haben...

Das sind Fundamentalisten (ist übrigens nicht typisch katholisch, es gibt
sie in beiden großen Kirchen und ganz besonders in vielen protestantischen
Sekten). Dank ihres strikt dualistischen Weltbildes und einer eklatanten
Unfähigkeit zu differenzieren, sind sie durchaus in der Lage, ein Buch
komplett zu lesen und doch nur das darin zu finden, was sie von vornherein
darin befürchtet haben. Ihre Vorurteile geben einen sehr effektiven Filter
ab. Mit Argumenten braucht man ihnen nicht zu kommen. Ironie verstehen sie
allerdings genauso wenig.

Gruß, Anita

Thorsten Günther

unread,
Nov 5, 2003, 2:54:39 AM11/5/03
to
Stefan...@h.maus.de (Stefan Drüke) wrote:

> Das Christentum selbst hat heidnische Feste immer wieder mit christlichen
> Motiven besetzt. Weihnachten feierten die Römer die Wintersonnenwende.
> Johannes Bapist ist ausgerechnet am 24.06. genau zur Sommersonnenwende -
> auch ein Heidnisches Fest.

Du vergißt die Verwendung von Eiern (heidnische Fruchtbarkeitssymbole)
zu Ostern (das sinnigerweise auch noch nach dem heidnischen Fest Ostara
benannt ist) und die ebenso heidnischen "Weihnachtsbäume" und
Mistelzweige aus dem Julfest.

Thorsten

Georg Burkhard

unread,
Nov 5, 2003, 1:56:40 PM11/5/03
to

* Michael Dahms schrieb:

>> Ist das vielleicht nur ein ziemlich gut getarnter Hoax?
>

> Auch Du ....

Immerhin gibt's jetzt bei Google Groups eine halbewegs sachliche
Entgegnung auf das Pamphlet zu finden.

(Das war wohl wirklich ein Troll, da der Poster sich nicht an der
Diskussion beteiligt.)

Georg Burkhard

unread,
Nov 5, 2003, 1:58:24 PM11/5/03
to

* Thorsten Günther schrieb:

> Du vergißt die Verwendung von Eiern (heidnische Fruchtbarkeitssymbole)
> zu Ostern (das sinnigerweise auch noch nach dem heidnischen Fest Ostara
> benannt ist) und die ebenso heidnischen "Weihnachtsbäume"

Hm, Weihnachtsbäume kamen AFAIK im 18. Jahrhundert zuerst im Elsass
auf. Heiden, d.h. Nicht-Christen, gab's da wohl nicht mehr so viele.

Matthias 'Meep' Richter

unread,
Nov 5, 2003, 2:47:07 PM11/5/03
to
Solches tippte Andreas Cammin:

> Lukas Schratz wrote:
>> luke, der hier nicht die spanische Inquisition erwartet hat (Ups,
>> falscher Film)
> Biggles - The comfy chair!

Poke him with the soft cushion!

Matthias
--
Matthias Richter - PGP-Mail welcome, use key 1024D/D5749D05 2001-03-04
Der deutsche Wortschatz im Netz -> <http://wortschatz.uni-leipzig.de/>
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Murat Urkan

unread,
Nov 5, 2003, 3:58:50 PM11/5/03
to

"Anita Sprungk" schrieb

> That's all, Diskussion vollkommen zwecklos.
Naja... es gibt für solche Fälle gute Psychopharmaka, wenn sie nicht in
einer Psychosekte währe, die meint Gebete helfen mehr als Medizin hätte man
ihr sicher helfen können.


Ingeborg Denner

unread,
Nov 10, 2003, 4:23:07 AM11/10/03
to

Max Huber wrote:
>
> Den folgende Text hat mir ein Bekannter gemailt und ich
> finde ihn eigendlich sehr beängstigend..
>

> Ich denke man sollte HP kritischer lesen.
>

> Max
>
> ---------


> 10 ARGUMENTE GEGEN HARRY POTTER

<snip>

Das ist so alt und so hirnlos, dass es nicht mal zum Verreissen Spass
macht.
Tip: Lies das Buch, nicht den Output einer geeichten
Phrasendreschmaschine, und ueberlege dir *dann*, was es zu kritisieren
gibt. Oder lies es nicht (muss ja keiner) und bleibe aus der Diskussion
raus.

inge

--
It is easier to stay out than get out.
- Mark Twain
===
<http://home.foni.net/~lyorn> -- Stories, RPG & stuff.
===
To send me priority mail, replace 'wildwusel' with 'lyorn'

Ingeborg Denner

unread,
Nov 10, 2003, 4:24:19 AM11/10/03
to

Stefan Drüke wrote:
>
> am 03.11.03 schrieb Florian Ir...@gmx.de:
>
> >Christen nicht mehr alle Pötter aufm Kamin haben. Teilweise einfach
> >erlogen, teilweise lächerlich und teilweise einfach nur armselig der
> >Text.
>
> Das ist die christliche Doktrin des 19. Jahrunderts -

Eher wohl 17. Jh.

Ingeborg Denner

unread,
Nov 10, 2003, 4:36:11 AM11/10/03
to

David Geib wrote:
>
> Max Huber <hube...@gmx.at> schrieb:


>
> >
> >1. Harry Potter ist ein globales Langzeitprojekt zur Veränderung der
> >Kultur. Die Hemmschwelle gegenüber Magie wird in der jungen Generation
> >zerstört. Damit dringen die Kräfte in die Gesellschaft ein, die das
> >Christentum einst überwunden hat.
>

> Wer hat sich nicht mal in Okkultismus probiert, und Gläserrücken in
> kleiner Runde gemacht. Im Ethikunterricht wurde zwar immer davor
> gewarnt, aber probiert haben es wahrscheinlich viele.

Waehrend das wohl weitgehend zutrifft, hat es nichts mit HP zu tun. In
HP ist die Magie etwa so uebernatuerlich wie LINUX, mit dem Unterschied,
das man mit Talent dazu geboren wird. Sachen, die sich sinnvoll als
okkult konstruieren liessen, kommen ueberhaupt nicht vor.

<snip>

Es ist IMO voellig sinnlos, sich auf derlei Argumentation einzulassen,
da die Unkenntnis von Literatur, abendlaendischer Kulturgeschichte,
logischem Denken, Fakten, und Diskursmethodik, der sie entspringt, jeden
Versuch einer Diskussion ad absurdum fuehrt.

Ingeborg Denner

unread,
Nov 10, 2003, 4:39:04 AM11/10/03
to

Hans-Georg Bickel wrote:
>
>
> H-'Was ist eigentlich ein Deja-Vu?'-G

"Deja-moo: The feeling you heard this bull before."

Jürgen Lerch

unread,
Nov 10, 2003, 9:08:54 AM11/10/03
to
Saluton!

Trollfeeding a-gogo ...

Ingeborg Denner <wild...@gmx.de> wrote:
> Max Huber wrote:
[...]


>> 10 ARGUMENTE GEGEN HARRY POTTER
> <snip>
> Das ist so alt und so hirnlos, dass es nicht mal zum Verreissen Spass
> macht.
> Tip: Lies das Buch, nicht den Output einer geeichten
> Phrasendreschmaschine, und ueberlege dir *dann*, was es zu kritisieren
> gibt. Oder lies es nicht (muss ja keiner) und bleibe aus der Diskussion
> raus.

Wie man leicht sieht hält er sich an Deinen zweiten Rat ...

Ad Astra!
JuL

--
ler...@uni-duesseldorf.de ,,Don't do it. Or Try.
Jürgen "JuL" Lerch There is no Do.'' (me)
http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~lerchj/

Mattias Schäfer

unread,
Nov 4, 2003, 2:22:58 PM11/4/03
to
Wilm Erning ließ uns wissen:

> Da werden eben DInge aus allen möglichen Welten und mittelalterliche
> Glaubensvorstellungen zu einer verhängnisvollen Mischung. Aber es
> sieht nicht so aus, als ob sich derartige Strömungen durchsetzen
> können. Übrigens gibt es eine Gruppe namens "bibeltreue Christen", das
> ist das (frei)evangelische Äquivalent dazu.

Die gibt es sogar als Partei (PBC) und tritt bei jeder Bundetagswahl an!

Es lebe die 5%-Regel! :-)

Mattias.


Mattias Schäfer

unread,
Nov 4, 2003, 2:16:52 PM11/4/03
to
Stefan Drüke ließ uns wissen:

>> Wo siehst Du pervertierte göttliche Symbole? Umgedrehte Kruzifixe
>> sind mir jedenfalls in HP noch nicht begegnet!
>
> Ein umgedrehtest Kreuz ist aber immer noch ein christlichen Symbol,

Naja, wird aber auch von diversen Satanischen Sekten verwendet, wenn ich
mich nicht irre.

> daß wäre dann das sog. Petrus-Kreuz. Schonmal nachgedacht warum Kreuz
> an Bahnübergängen Andreaskreuz heißt?

Hmm, weil Andreas am Bahnübergang gekreuzigt wurde? :-) Vielleicht ist das
die berühmte Szene, die bei "Life of Brian" rausgeschnitten wurde? :-)

Grüße

Mattias.


Georg Burkhard

unread,
Nov 10, 2003, 11:44:46 AM11/10/03
to

* Ingeborg Denner schrieb:

> Waehrend das wohl weitgehend zutrifft, hat es nichts mit HP zu tun. In
> HP ist die Magie etwa so uebernatuerlich wie LINUX, mit dem Unterschied,
> das man mit Talent dazu geboren wird.

Hihi. Es gibt aber auch geborene DAUs, also Computer-Muggel. :-)

Nico Haase

unread,
Nov 10, 2003, 4:01:46 PM11/10/03
to
Moin,
*Max Huber* hinterließ uns:
> Die Begründung dieser Argumente finden Sie in dem Buch:
>
> Gabriele Kuby, Harry Potter - gut oder böse
> Schwerpunkt: Band V
> Fe-Verlag, TB, € 7,80, 160 S., ISBN: 3-928929-54-2
>
> Erscheint am 7. Oktober 2003
>
> Bestellen: Fe-Medienverlag, Friedrich-Wirth-Str. 4, D-88353 Kisslegg
> Fon: 07563-92006, Fax: 07563-3381, e-mail: reda...@pur-magazin.de

Hehe, das liegt seit heute bei mir vor. Ich hab schon die ersten fünfzig
Seiten gelesen und kann, meiner Rezension vorgreifend, schon mal sagen,
dass da würglich nur gequirlte Sche*** drinsteht. Natürlich wird der
Verlag das nicht gerne hören, aber wurscht. Die haben mir das Buch
geschickt und jetzt guck ich, was ich damit mache ;-)
Bei Interesse: Verleih im Raum FFM möglich....
mfg
Nico

--
Buchtips.net bietet mehr als 700 Rezensionen, darunter auch zu
"Tomcat - The Definitive Guide" von Jason Brittain & Ian E. Darwin
[http://www.buchtips.net/buch.php/706]

Ingeborg Denner

unread,
Nov 11, 2003, 4:04:53 AM11/11/03
to

"Mattias Schäfer" wrote:
>
> Stefan Drüke ließ uns wissen:
>
> >> Wo siehst Du pervertierte göttliche Symbole? Umgedrehte Kruzifixe
> >> sind mir jedenfalls in HP noch nicht begegnet!
> >
> > Ein umgedrehtest Kreuz ist aber immer noch ein christlichen Symbol,
>
> Naja, wird aber auch von diversen Satanischen Sekten verwendet, wenn ich
> mich nicht irre.

Ja, aber das ist neumodischer Kram. Kann sein, dass es auf Crowley
zurueckgeht, weiss ich gerade nicht genau.

BTW, IMO ist der ganze Satanismus eine Parodie des Christentums und
macht ohne selbiges keinen Sinn.

Eva Bausenhardt

unread,
Nov 11, 2003, 7:34:06 AM11/11/03
to
YooHoo Ingeborg!

> > > Ein umgedrehtest Kreuz ist aber immer noch ein christlichen Symbol,
> > Naja, wird aber auch von diversen Satanischen Sekten verwendet, wenn ich
> > mich nicht irre.
> Ja, aber das ist neumodischer Kram. Kann sein, dass es auf Crowley
> zurueckgeht, weiss ich gerade nicht genau.

Aik. <schüttel>
*Etwas* älter ist der Gebrauch von ungedrehten Kreuzen schon. Wie man Kreuze
umdrehen und anders zweckentfremden kann, das haben die Leute schnell
rausbekommen, sozusagen gleich nachdem man ihnen das Christentum auch die
Nase gedrückt hat.

> BTW, IMO ist der ganze Satanismus eine Parodie des Christentums und
> macht ohne selbiges keinen Sinn.

Und genau wie bei den Christen selbst sind die Satanisten in unheimlich
viele kleine Grüppchen gespalten, die sich untereinander beinah och mehr
hassen, als ihre "offiziellen" Feinde.IMO verbrachte Crowley mindestens die
Hälfte seiner Zeit damit völlig unkonstruktiv gegen andere esoterische
Grüppchen zu lästern, was auch erklärt, weshalb das Böse (soweit vorhanden)
nicht dauerhaft die Sache mit der Welteroberung in den Griff bekommt: Zuviel
damit zu tun andere schlecht zu machen. :-)=)

Eva


Stefan Drüke

unread,
Nov 11, 2003, 2:07:00 PM11/11/03
to
am 04.11.03 schrieb Mattias Schäfer:

>Naja, wird aber auch von diversen Satanischen Sekten verwendet, wenn ich
>mich nicht irre.

Ums es kurz aufzuklären, das heißt auch Petruskreuz. Und Petrus soll - auf
eigenen Wunsch - kopfüber gekreuzigt worden sein.

Georg Burkhard

unread,
Nov 11, 2003, 2:04:41 PM11/11/03
to

* Eva Bausenhardt schrieb:

> Und genau wie bei den Christen selbst sind die Satanisten in unheimlich
> viele kleine Grüppchen gespalten, die sich untereinander beinah och mehr
> hassen, als ihre "offiziellen" Feinde.IMO verbrachte Crowley mindestens die
> Hälfte seiner Zeit damit völlig unkonstruktiv gegen andere esoterische
> Grüppchen zu lästern,

Also wenn Du mich fragst, ist der ganze Satanismus-Kram ziemlich
unkonstruktiv.

F'up2 poster

Eva Bausenhardt

unread,
Nov 11, 2003, 5:15:50 PM11/11/03
to
YooHoo Georg!

> > Und genau wie bei den Christen selbst sind die Satanisten in unheimlich
> > viele kleine Grüppchen gespalten, die sich untereinander beinah och mehr
> > hassen, als ihre "offiziellen" Feinde.IMO verbrachte Crowley mindestens
die
> > Hälfte seiner Zeit damit völlig unkonstruktiv gegen andere esoterische
> > Grüppchen zu lästern,

> Also wenn Du mich fragst, ist der ganze Satanismus-Kram ziemlich
> unkonstruktiv.

Was dann auch genau der Punkt ist, weshalb es ziemlich lachhaft ist, immer
wieder HP satanistische Tendenzen und Motive zu unterstellen. Im Grunde geht
es in dessen Welt doch meistens vergleichsweise konstruktiv zu, jedenfalls
reicht es für einen echten Satanismusverdacht hinten und vorne nicht. Nicht
wenn man beide Themen auch nur im Ansatz ernst nimmt.
Andererseits: Wer nimmt schon die Satanisten ernst? ...

Eva


Oliver Gassner

unread,
Dec 30, 2003, 8:37:05 AM12/30/03
to
Max Huber <hube...@gmx.at> schrieb:

>1. Harry Potter ist ein globales Langzeitprojekt zur Veränderung der
>Kultur. Die Hemmschwelle gegenüber Magie wird in der jungen Generation
>zerstört. Damit dringen die Kräfte in die Gesellschaft ein, die das
>Christentum einst überwunden hat.

Viele der Grundvorstellungen des Christenmtums sind primär magisch.
Insofern...

>2. Hogwarts, die Schule für Zauberei und Hexerei, ist eine
>geschlossene Welt der Gewalt und des Grauens, der Verfluchung und der
>Verhexung, der Rassenideologie und des Blutopfers, des Ekels und der
>Besessenheit. Es herrscht eine Atmosphäre ständiger Bedrohung. Harry
>Potter will auf dieser Schule sein und bleiben.

Naja, ohen Bedrohung und angst kann man kaum en Abenteuergeschichte
schreiben, gell?

>3. Harry Potter kämpft nicht gegen das Böse.

Gut zu wissen.

>Von Band zu Band wird
>seine Verwandtschaft mit Voldemort, dem ganz und gar Bösen,
>deutlicher. Im V. Band wird er selbst von Voldemort besessen: Harry
>hat Angst, gegen seinen Willen zu töten und jubelt im größten Schmerz.

Also weill er nicht töten. Kannse das mit dem Jubeln mal zitieren?

>4. Die Menschenwelt wird erniedrigt, die Welt der Hexen und Zauberer
>glorifiziert.

Naja, das ist wirgendwie die Idee, dass sich die 'Insider' überlegen
fühlen. Allerdongs sidn bestimmte Zauberere (Rons Vater, Dumbledore)
auch von den errngenschaften der menschen fasziniert.

>5. Es gibt keine positive transzendente Dimension. Das Übernatürliche
>ist ausschließlich dämonisch. Göttliche Symbole werden pervertiert.

Dumbledore ist dämonisch? Er ist eher ne Art Nikolaus.
Kommen Dämonen vor? Teufel?

>6. Harry Potter ist kein modernes Märchen. Im Märchen sind Zauberer
>und Hexen eindeutig Gestalten des Bösen, aus deren Macht sich der Held
>durch die Ausübung von Tugenden befreit. Bei Harry Potter gibt es
>niemanden, der das Gute will.

Doch, Harry. Und der "Orden".
Buch lesen hilft.

>7. Die Unterscheidungsfähigkeit des Lesers zwischen Gut und Böse wird
>durch emotionale Manipulation und intellektuelle Verwirrung außer
>Kraft gesetzt.

Ja, alle finden Voldy und Snape sympathisch. Logo ;)
Buch lesen hilft.

>8. Es ist eine Vergehen an der jungen Generation, sie spielerisch zur
>Magie zu verführen und ihre Phantasie mit Bildern einer Welt
>anzufüllen, in der das Böse regiert, eine Welt, die nicht nur als
>ausweglos, sondern als erstrebenswert dargestellt wird.

Eine Welt in der Das Böse regiert wird _bekämpft_.
Buch lesen hilft.

>9. Jeder, dem an Meinungsvielfalt gelegen ist, sollte sich gegen die
>Massenverblendung und Meinungsdiktatur durch ein gigantisches
>Multimedia-Unternehmen zur Wehr setzen.

Ich find RTLII auch doof, ja ;) Dummerweise lief da meien
Lieblkingsserie: "24". Wo geh ich beichten?

>10. Da der Glaube an einen liebenden Gott systematisch zerstört wird,
>ist die schulische Indoktrination mit Harry Potter intolerant und
>widerspricht dem Geist unserer Verfassung. Die Teilnahme an
>schulischen Potter-Aktivitäten kann aus Glaubens- und Gewissensgründen
>verweigert werden.

Gute Idee. Potter-Urteil des BGH, ich warte ;)

>Die Begründung dieser Argumente finden Sie in dem Buch:
>
>Gabriele Kuby, Harry Potter - gut oder böse

Ah, daher weht der Wind.

Leute, dei so wie oben argumentieren verbrennen in den USA Bücher.
wenn man das prima findet... naja.

Man möge halt mal nach dem Namen der Autorin googeln.

OG


--
oliver gassner - radbrunnengasse 1/2 - D-71665 vaihingen an der enz
o...@carpe.com - mobil 0179 297 234 2 - http://www.oliver-gassner.de/
literatur: http://www.carpe.com/
literaturwelt-links: http://literaturwelt.de/links/

Bernd Pissny

unread,
Jan 4, 2004, 8:29:18 AM1/4/04
to
On Tue, 30 Dec 2003 14:37:05 +0100, Oliver Gassner <fra...@gmx.de>
wrote:

> >2. Hogwarts, die Schule für Zauberei und Hexerei, ist eine
> >geschlossene Welt der Gewalt und des Grauens, der Verfluchung und der
> >Verhexung, der Rassenideologie und des Blutopfers, des Ekels und der
> >Besessenheit. Es herrscht eine Atmosphäre ständiger Bedrohung. Harry
> >Potter will auf dieser Schule sein und bleiben.
>
> Naja, ohen Bedrohung und angst kann man kaum en Abenteuergeschichte
> schreiben, gell?

Genau :)
Die Gebrueder Grimm waren auch nicht besser.
Da wurden Kinder von Woelfen verschluckt, die dann aufgeschnitten, mit
Steinen vollgeschuettet und im Brunnen versenkt wurden.
Da wurden Kinder gemaestet, so dass sie als Hexenfrass dienen sollten.
Da wurden Hexen recht anschaulich im Ofen verbrannt.
Und vieles mehr, das man gar nicht auszusprechen wagt.
Bin dafuer, die Gebrueder Grimm zu verklagen. Da die ja nicht mehr
leben, sollte die VG-Wort die Millionen von Euronen zahlen. Am besten
an die Tausende von Hilfsbeduerftigen in Kinderheimen.

> >hat Angst, gegen seinen Willen zu töten und jubelt im größten Schmerz.
>
> Also weill er nicht töten. Kannse das mit dem Jubeln mal zitieren?

Ist wahrscheinlich nur absolut grottenschlecht uebersetzt aus dem
englischen...

> >4. Die Menschenwelt wird erniedrigt, die Welt der Hexen und Zauberer
> >glorifiziert.
>
> Naja, das ist wirgendwie die Idee, dass sich die 'Insider' überlegen
> fühlen. Allerdongs sidn bestimmte Zauberere (Rons Vater, Dumbledore)
> auch von den errngenschaften der menschen fasziniert.

Wie Wahr.
Setze Zauberer = Politiker, dann stimmt's auch in Etwa mit der realen
Welt ueberein ;)

> >5. Es gibt keine positive transzendente Dimension. Das Übernatürliche
> >ist ausschließlich dämonisch. Göttliche Symbole werden pervertiert.
>
> Dumbledore ist dämonisch? Er ist eher ne Art Nikolaus.
> Kommen Dämonen vor? Teufel?

Voldemort koennte man schon fast im Bereich Daemon ansiedeln.
Aber welche "Goettlichen Symbole" werden bitteschoen pervertiert?!
Und sind diese goettlichen Symbole nicht schon von anderen deutlichest
pervertiert worden? Dem Christentum beispielsweise (z.B. das Schwert
als umgedrehtes Kreuz in den Kreuzzuegen?)...

> >6. Harry Potter ist kein modernes Märchen. Im Märchen sind Zauberer
> >und Hexen eindeutig Gestalten des Bösen, aus deren Macht sich der Held
> >durch die Ausübung von Tugenden befreit. Bei Harry Potter gibt es
> >niemanden, der das Gute will.
>
> Doch, Harry. Und der "Orden".
> Buch lesen hilft.

Genau. Es gibt darueberhinaus in Sagen und Maerchen auch durchaus jede
Menge gute Zauberer.
Siehe die Sage um Merlin.
Siehe Gandalf im Herrn der Ringe.
Siehe den Magier Shmendrick im "Last unicorn"
Siehe "Wizard of Oz"

Spaetestens jetzt wird klar, dass hier nur Propaganda getrieben werden
soll. Erkennbar an der schlechten oder gaenzlich fehlenden recherche
im Vorfeld.

> >9. Jeder, dem an Meinungsvielfalt gelegen ist, sollte sich gegen die
> >Massenverblendung und Meinungsdiktatur durch ein gigantisches
> >Multimedia-Unternehmen zur Wehr setzen.

Ja, ich bin im allgemeinen auch gegen Microsoft, RIAA, MPA, GEMA und
diverse Verwertungsgesellschaften und Medienkonzerne. Vielen Dank auch
fuer die freundliche Unterstuetzung. :)

> >10. Da der Glaube an einen liebenden Gott systematisch zerstört wird,
> >ist die schulische Indoktrination mit Harry Potter intolerant und
> >widerspricht dem Geist unserer Verfassung. Die Teilnahme an
> >schulischen Potter-Aktivitäten kann aus Glaubens- und Gewissensgründen
> >verweigert werden.
>
> Gute Idee. Potter-Urteil des BGH, ich warte ;)

Einen Gott gibt es doch eh nicht. Das Universum ist aus dem Urknall
entstanden. :)

Und selbst wenn es einen Gott gaebe, so waere dieser auch nicht das
oberste Wesen, denn auch er muesste von irgendwem oder irgendwas
erschaffen worden sein. und jetzt komme bitte niemand mit "Der ist
einfach da gewesen" Weil dann waeren wir wieder beim Urknall ;))


> Leute, dei so wie oben argumentieren verbrennen in den USA Bücher.
> wenn man das prima findet... naja.

Sowas gab es in good old germany auch mal....
Mehr muss ich glaube ich nicht dazu sagen.


Ich schliesse mich Oliver an.

Wer sowas postet, der sollte am besten gar nicht mehr aus dem Haus
gehen, damit er nicht von irgendwelchen hoeheren Wesen verblendet
wird....


CU!
Berni

--
Bernd Pissny
http://www.bernisys.prima.de/

Murat Urkan

unread,
Jan 4, 2004, 9:37:40 AM1/4/04
to
"Bernd Pissny" schrieb

> Die Gebrueder Grimm waren auch nicht besser.

[..]

> Da wurden Kinder gemaestet, so dass sie als Hexenfrass dienen sollten.
> Da wurden Hexen recht anschaulich im Ofen verbrannt.

Na ja... dafür war aber "Urchristlich" immer klar, das eine Hexe böse und zu
verbrennen ist. Wenn man bei HP alle Hexen verbrennt bleibt nur noch die
Geschichte über Harrys Tante und Onkel die ihren Sohn verziehen. Nicht
wirklich abendfüllend.


> > >6. Harry Potter ist kein modernes Märchen. Im Märchen sind Zauberer
> > >und Hexen eindeutig Gestalten des Bösen, aus deren Macht sich der Held
> > >durch die Ausübung von Tugenden befreit. Bei Harry Potter gibt es
> > >niemanden, der das Gute will.
> >
> > Doch, Harry. Und der "Orden".
> > Buch lesen hilft.

>
> Genau. Es gibt darueberhinaus in Sagen und Maerchen auch durchaus jede
> Menge gute Zauberer.
> Siehe die Sage um Merlin.

Na ja... jenseits von Disney waren Merlin und seine Ziele immer recht
undurchsichtig, und spätestens Morgana war wieder die eindeutig Böse Hexe.


> Siehe Gandalf im Herrn der Ringe.

Soweit ich weiß, hat die Gute auch eine Hetzschrift gegen dieses
unchristliche Werk geschrieben.


> Siehe "Wizard of Oz"

Täusche ich mich, oder war da nicht auch der Zauberer der Böse?

Und die wollten alle das Hexen Brennen?


> > >10. Da der Glaube an einen liebenden Gott systematisch zerstört wird,
> > >ist die schulische Indoktrination mit Harry Potter intolerant und
> > >widerspricht dem Geist unserer Verfassung. Die Teilnahme an
> > >schulischen Potter-Aktivitäten kann aus Glaubens- und Gewissensgründen
> > >verweigert werden.
> >
> > Gute Idee. Potter-Urteil des BGH, ich warte ;)
>
> Einen Gott gibt es doch eh nicht. Das Universum ist aus dem Urknall
> entstanden. :)

Tja... Gott steht aber in der Verfassung. Wobei man sich fragen darf, ob
eine Verfassung im Namen einer Märchengestalt eine Rechtsgrundlage bildet.
Vielleicht kann man ja vor Gericht auch schwören "so wahr mit Micky Maus
helfe".


> Wer sowas postet, der sollte am besten gar nicht mehr aus dem Haus
> gehen, damit er nicht von irgendwelchen hoeheren Wesen verblendet
> wird....

Amen!


Oliver Gassner

unread,
Jan 4, 2004, 2:15:53 PM1/4/04
to
Bernd Pissny <bern...@prima.de> schrieb:

>Aber welche "Goettlichen Symbole" werden bitteschoen pervertiert?!

kelche. :)

Murat Urkan

unread,
Jan 4, 2004, 3:25:11 PM1/4/04
to
"Oliver Gassner" schrieb

> Bernd Pissny <bern...@prima.de> schrieb:
>
> >Aber welche "Goettlichen Symbole" werden bitteschoen pervertiert?!
>
> kelche. :)

Heißen die in der Kirche nicht Grahle?


Bernd Pissny

unread,
Jan 4, 2004, 2:52:03 PM1/4/04
to
On Sun, 04 Jan 2004 20:15:53 +0100, Oliver Gassner <fra...@gmx.de>
wrote:

> Bernd Pissny <bern...@prima.de> schrieb:


>
> >Aber welche "Goettlichen Symbole" werden bitteschoen pervertiert?!
>
> kelche. :)

Oh, Ja.
Ich vergass...

*LOL*

Bernd Pissny

unread,
Jan 5, 2004, 8:15:57 PM1/5/04
to
On Sun, 4 Jan 2004 15:37:40 +0100, "Murat Urkan" <Murat...@gmx.de>
wrote:

> Wenn man bei HP alle Hexen verbrennt bleibt nur noch die
> Geschichte über Harrys Tante und Onkel die ihren Sohn verziehen. Nicht
> wirklich abendfüllend.

Ja, dann waere das Ganze irgendwie recht kurzatmig geraten.
Wobei hier diese beiden wiederum in das Klischee von "boeser Hexe"
etc. passen wuerden. Alleine durch ihr Verhalten.

Dann hiesse das Ganze aber eher "Harry Sawyer und Huckleberry Ron"
oder aehnlich... Wobei da wiederum kein boeser Onkel vorkommt. Naja,
leasst sich ja alles auf "Neuzeitlich" anpassen.

> Na ja... jenseits von Disney waren Merlin und seine Ziele immer recht
> undurchsichtig, und spätestens Morgana war wieder die eindeutig Böse Hexe.

Es kommt halt immer auf den Bezugspunkt an. :)
Vor Morgana war halt keiner da, und Magie kann ja nur boese sein, weil
man es nicht versteht. Und alles was man nicht versteht, ist ja
bekanntlich boese. ;)

> > Siehe "Wizard of Oz"
>
> Täusche ich mich, oder war da nicht auch der Zauberer der Böse?

Du verwexelst das sicher mit der "Hexe des Nordens".
Der Wizad of Oz hatte der Vogelscheuche zu Hirn, dem Zinnmann zu einem
Herz und dem Loewen zu Mut verholfen, sowie die Kleine wieder nach
Hause geschickt.

> Und die wollten alle das Hexen Brennen?

Nee, die Hexe ist bei Beruehrung mit Wasser "geschmolzen". :)
Da war aunahmsweise kein Feuer im Spiel. :)
Aber die Hexe war mal wieder boese, ja.

> > > Gute Idee. Potter-Urteil des BGH, ich warte ;)
> >
> > Einen Gott gibt es doch eh nicht. Das Universum ist aus dem Urknall
> > entstanden. :)
>
> Tja... Gott steht aber in der Verfassung. Wobei man sich fragen darf, ob
> eine Verfassung im Namen einer Märchengestalt eine Rechtsgrundlage bildet.

Bestimmt. Warum sollte das nicht so sein?
Schau Dir beispielsweise die USA an, dort scheint momentan so ziemlich
jede Rechtsgrundlage so etwas wie ein Maerchen zu sein...

"Ja, der Praesident wurde demokratisch gewaehlt" ...

Hier empfehle ich das Buch von Michael Moore "Stupid White Men".

Okay, ist jetzt aber vielleicht ein wenig off-topic. ;)

> Vielleicht kann man ja vor Gericht auch schwören "so wahr mit Micky Maus
> helfe".

Die Idee waere ja niedlich, aber nein. Es hiesse richtig eher: "So
wahr mir der Knall helfe"
"Disney's Law" lassen wir jetzt auch besser aus dem Spiel, das wuerde
alles nur wahnsinnig verkomplizieren. :)

> Amen!

Danke fuer die Unterstuetzung. :)

Renata Kussack

unread,
Jan 6, 2004, 4:17:05 PM1/6/04
to
Bernd Pissny <bern...@prima.de> wrote:

> Du verwexelst das sicher mit der "Hexe des Nordens".

Meines Wissens war das die böse Hexe des Ostens (im Film grünstichig
eingefärbt)

Just my 2 cent,
Renata 8)

--
Hat sich die Katze in Ihrer Hand festgebissen,
läßt sie sich unter fließend Wasser leicht entfernen.

Heike Duerr

unread,
Jan 6, 2004, 5:10:42 PM1/6/04
to
Renata Kussack wrote:
> Bernd Pissny <bern...@prima.de> wrote:
>
>> Du verwexelst das sicher mit der "Hexe des Nordens".
> Meines Wissens war das die böse Hexe des Ostens (im Film grünstichig
> eingefärbt)

War es nicht die des Westens? Im Englischen hieß die "Wicked Witch of
the West" - das ist bei mir wegen der Alliteration hängengeblieben und
im englischsprachigen Raum ist das auch sowas wie ein geflügeltes Wort.

Gruß
Heike

Renata Kussack

unread,
Jan 6, 2004, 5:25:22 PM1/6/04
to
Heike Duerr <heike...@hotmail.com> wrote:

> War es nicht die des Westens? Im Englischen hieß die "Wicked Witch of
> the West" - das ist bei mir wegen der Alliteration hängengeblieben und
> im englischsprachigen Raum ist das auch sowas wie ein geflügeltes Wort.

Ich war mir im Nachhinein auch nicht mehr sicher (Westen ist
mythologisch gesehen auch eher böser als Osten). Jedenfalls nicht die
des Südens oder Nordens.

Gruß
Renata :)

Matthias Kroll

unread,
Jan 7, 2004, 5:06:21 AM1/7/04
to
Hallo,

"Bernd Pissny" <bern...@prima.de> schrieb im Newsbeitrag
news:c13kvv0s7fuf35jn4...@4ax.com...


> On Sun, 4 Jan 2004 15:37:40 +0100, "Murat Urkan" <Murat...@gmx.de>
> wrote:
>
> > Tja... Gott steht aber in der Verfassung. Wobei man sich fragen darf, ob
> > eine Verfassung im Namen einer Märchengestalt eine Rechtsgrundlage
bildet.
>
> Bestimmt. Warum sollte das nicht so sein?
> Schau Dir beispielsweise die USA an, dort scheint momentan so ziemlich
> jede Rechtsgrundlage so etwas wie ein Maerchen zu sein...
>

Hier empfehle ich die Seite http://www.dumblaws.com/.

Grüße

Matthias


--
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Joerg Ruedenauer

unread,
Jan 7, 2004, 1:22:43 PM1/7/04
to
Heike Duerr schrieb:

Es gibt zwei davon, Osten und Westen. Die eine wird vom herabfallenden
Haus gleich am Anfang getoetet, ich weiss aber auch nicht mehr, welche das
war. Dorothy bekommt ihre Schuhe.

Joerg
--
"Quoth the raven: Nevermore!" -- E.A. Poe

Renata Kussack

unread,
Jan 7, 2004, 3:28:33 PM1/7/04
to
Joerg Ruedenauer <nos...@ruedenauer.net> wrote:

> Es gibt zwei davon, Osten und Westen. Die eine wird vom herabfallenden
> Haus gleich am Anfang getoetet, ich weiss aber auch nicht mehr, welche das
> war. Dorothy bekommt ihre Schuhe.

Die des Westens lag, glaub ich, unter dem Haus, worauf die gute des
Ostens so dankbar war, daß sie die Schuhe spendiert hat (iiRC). Ach ja
<seufz>, das könnte ich mir eigentlich wirklich mal wieder ansehen.

Gruß
Renata :)

Rainer Behrendt

unread,
Jan 9, 2004, 4:46:17 AM1/9/04
to
r.ku...@snafu.de (Renata Kussack) schrieb folgendes:

>Meines Wissens war das die böse Hexe des Ostens (im Film grünstichig
>eingefärbt)

Sie ist der Matrix entkommen?

SCNR,
Rainer

Renata Kussack

unread,
Jan 9, 2004, 8:09:34 AM1/9/04
to
Rainer Behrendt <12000...@gmx.de> wrote:

>> (im Film grünstichig eingefärbt)
>
> Sie ist der Matrix entkommen?

Nein - den Borg.
SCNR2,

Renata :)


--
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by the letters B and T and the number 4.

Christian König

unread,
Jan 14, 2004, 4:10:45 PM1/14/04
to
"Murat Urkan" <Murat...@gmx.de> schriebselte:

> Na ja... jenseits von Disney waren Merlin und seine Ziele immer recht
> undurchsichtig, und spätestens Morgana war wieder die eindeutig Böse Hexe.

Kommt ganz darauf an, welche Seite man betrachtet.
Schon mal die Nebel von Avalon gelesen?

Greetz,

Christian König
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Jan Fischer

unread,
Jan 9, 2004, 6:56:45 AM1/9/04
to
Hallo!

> Wer sowas postet, der sollte am besten gar nicht mehr aus dem Haus
> gehen,

sondern in eine Nervenheilanstalt.

Tschuess

Jan

J.Seifert

unread,
Jan 24, 2004, 8:05:06 AM1/24/04
to
Hey, wer kann mir den von euch sagen, was die freien christen genau
sind und vielleicht weiß jemand ob die zu einer sekte gehören.


Danke schön

Jan Fischer <Jan.F...@E-Technik.TU-Chemnitz.de> wrote in message news:<tt4mtb...@127.0.0.1>...

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