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Amerikanische Burgerbezeichnung

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Patrick Jüngst

unread,
Aug 12, 2001, 6:26:35 AM8/12/01
to
Servus NG,

war grade mal kurz auf der amerikanischen McD HP.
Beim 'BigBrother' heisst unser hiesiger RoyalTS anscheinend "Quarter
Punder".
Quelle: http://www.mcdonalds.com/countries/germany/index.html

Kennt jemand die aktuell angebotenen Burger in den USA & ihre Namen?

Gruß,
Patrick


Thomas Purkert

unread,
Aug 12, 2001, 6:59:59 AM8/12/01
to
"Patrick Jüngst" schrieb:

>
> Servus NG,
>
> war grade mal kurz auf der amerikanischen McD HP.
> Beim 'BigBrother' heisst unser hiesiger RoyalTS anscheinend "Quarter
> Punder".

Frueher kann ich mich erinnern, vor der TS-Zeit, hiess der bei uns
auch "Viertelpfuender".

TP

Christian Klug

unread,
Aug 12, 2001, 2:03:04 PM8/12/01
to
On Sun, 12 Aug 2001 12:59:59 +0200, Thomas Purkert said

in N auch QuarterPounder (zumindest noch vor 4 Jahren) und in DK (letztes
Jahr) "McFeast" (allerdings nur der TS)

Die Amis haben eben andere Pfunde, deswegen heißt der dort so und hier
nicht.

Christian

Lutz Boden

unread,
Aug 12, 2001, 3:43:52 PM8/12/01
to
On Sun, 12 Aug 2001 20:03:04 +0200, Christian Klug
<ch...@ej-schweinfurt.de> wrote:

>Die Amis haben eben andere Pfunde, deswegen heißt der dort so und hier
>nicht.

Du meinst, aus wettbewerbsrechtlichen Gründen mußten sie hier die
Burger umbenennen? Könnte sein.

Gruß

Lutz
--
Ein Big King XXL Menue mit Cola ohne Eis
und einmal King des Monats, bitte.

Stefan Wust

unread,
Aug 12, 2001, 5:02:00 PM8/12/01
to
lutz....@gmx.de (Lutz Boden) schrieb am 12.08.01:

>> Die Amis haben eben andere Pfunde, deswegen heißt der dort so und
>> hier nicht.
> Du meinst, aus wettbewerbsrechtlichen Gründen mußten sie hier die
> Burger umbenennen? Könnte sein.

Kann nicht nur sein, ist sogar so.
Ein SI-Viertelpfünder müßte aus 125g Fleisch bestehen. Nur liegt der
Bezeichnung "Quarterpounder" nunmal das amerikanische Pfund zugrunde, das
nur 0,454kg entspricht. Ein amerikanischer Viertelpfünder hat also nur
113g Fleisch, was nunmal gegen §3 des UWG verstößt, da der deutsche
Verbraucher bei der Bezeichnung Viertelpfünder 125g Fleisch erwartet und
das fehlende Dutzend Gramm notfalls einklagt :-)
Deshalb heißt der Quarterpounder in allen Ländern mit entsprechenden
Wettbewerbsgesetzen eben nicht Quarterpounder, sondern irgendwie anders.

Stefan Wust

--
Nächste Termine für den Weltuntergang (Alle Angaben ohne Gewähr):
11.11.2001 (weitere Termine in Vorbereitung)

Frank Heidsick

unread,
Aug 13, 2001, 12:25:55 AM8/13/01
to
Christian Klug schrieb:

> Die Amis haben eben andere Pfunde, deswegen heißt der dort so und hier
> nicht.

"...wegen des metrischen Systems..." - da gibt's zwischen den beiden
Profikillern in Tarantino's "Pulp Fiction" eine nette Fast-Food-Diskussion,
die hier äußerst on topic wäre...

Mahlzeit,
Frank


Heinz D. Trost

unread,
Aug 13, 2001, 6:11:24 AM8/13/01
to
Patrick,

> Beim 'BigBrother' heisst unser hiesiger RoyalTS anscheinend "Quarter
> Punder".

so hiess der früher bei uns auch. ABER dann kriegte MD Ärger damit,-
denn "Pound" ist "Pfund" und Pfund ist bei uns 500g, ein Viertel Pfund
also 125g,-
das Pattie des Royal aber hat nur ein Viertel vom englischen Pfund, und
das engl. Pfund sind 455g...

Heinz


Paul J. Engst

unread,
Aug 12, 2001, 7:56:41 AM8/12/01
to

"Patrick Jüngst" <sir...@lagerfeuer.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9l5ln7$i0f$06$1...@news.t-online.com...

> Servus NG,
>
> war grade mal kurz auf der amerikanischen McD HP.
> Beim 'BigBrother' heisst unser hiesiger RoyalTS anscheinend "Quarter
> Punder".
> Quelle: http://www.mcdonalds.com/countries/germany/index.html
>

Das erinnert mich an den Dialog aus Pulp Fiction! Hm, sollte mir den Film
wirklich mal wieder ansehen. In diesem Film erfährst Du übrigens auch den
Grund für den anderen Namen!


cu
Paul
--
eMail: pa...@lach-dich-schief.de
Lustiges: http://www.lach-dich-schief.de/
Aktion gegen Filmzensur: http://www.filmzensur.org/


Christian Gramsch

unread,
Aug 13, 2001, 6:26:26 AM8/13/01
to
Lutz Boden <lutz....@gmx.de> ließ am 12 Aug 2001 in
news:9l6m0g$vd4$04$1...@news.t-online.com folgendes verlauten:

> Du meinst, aus wettbewerbsrechtlichen Gründen mußten sie hier die
> Burger umbenennen? Könnte sein.

Glaub ich nicht...schließlich könnte auch der ganze Burger gemeint
sein, oder Fleisch und noch irgendwas...irgendwie könnte man schon auf
125 Gramm kommen...
andererseits wirds schon irgendeinen Grund für die Umbenennung gegeben
haben...mein Vater hat mir auch schon erzählt das der Royal früher ein
Viertelpfünder war.


GRTZ Christian

--
E-Mail: Koz...@web.de
ICQ: 122512297
Geld fürs surfen: http://www.fairad.de/signon.asp?REF=WBM40700

Thomas Purkert

unread,
Aug 13, 2001, 7:32:02 AM8/13/01
to
"Heinz D. Trost" schrieb:

> so hiess der früher bei uns auch. ABER dann kriegte MD Ärger damit,-
> denn "Pound" ist "Pfund" und Pfund ist bei uns 500g, ein Viertel Pfund
> also 125g,-
> das Pattie des Royal aber hat nur ein Viertel vom englischen Pfund, und
> das engl. Pfund sind 455g...

Aber: Ist das nicht ein feststehender Name, also Markenschutz oder so?

TP

Lutz Boden

unread,
Aug 13, 2001, 1:29:31 PM8/13/01
to
On 12 Aug 2001 23:02:00 +0200, da...@stefanwust.de (Stefan Wust) wrote:

>Deshalb heißt der Quarterpounder in allen Ländern mit entsprechenden
>Wettbewerbsgesetzen eben nicht Quarterpounder, sondern irgendwie anders.

Schade, lieber wärs mir, wenn die Patties vergrößert worden wären.

Gruß

Lutz

(der sich erinnert, in grauer Vorzeit (1990?) einige "Pounder "
verspeist zu haben.

David Becker

unread,
Aug 15, 2001, 8:20:12 AM8/15/01
to

Frank Heidsick schrieb:

stimmt ;-)

Hab hier mal besagte Stelle rausgesucht:

===================== ORIGINAL-DIALOG =========================


VINCENT
.... But you
know what the funniest thing about
Europe is?

JULES
What?

VINCENT
It's the little differences. A
lotta the same shit we got here,
they got there, but there they're a
little different.

JULES
Examples?

VINCENT
Well, in Amsterdam, you can buy
beer in a movie theatre. And I
don't mean in a paper cup either.
They give you a glass of beer, like
in a bar. In Paris, you can buy
beer at MacDonald's. Also, you
know what they call a Quarter
Pounder with Cheese in Paris?

JULES
They don't call it a Quarter
Pounder with Cheese?

VINCENT
No, they got the metric system
there, they wouldn't know what the
fuck a Quarter Pounder is.

JULES
What'd they call it?

VINCENT
Royale with Cheese.

JULES
(repeating)
Royale with Cheese. What'd they
call a Big Mac?

VINCENT
Big Mac's a Big Mac, but they call
it Le Big Mac.

JULES
What do they call a Whopper?

VINCENT
I dunno, I didn't go into a Burger
King. But you know what they put
on french fries in Holland instead
of ketchup?

JULES
What?

VINCENT
Mayonnaise.

JULES
Goddamn!

VINCENT
I seen 'em do it. And I don't mean
a little bit on the side of the
plate, they fuckin' drown 'em in
it.

JULES
Uuccch!


===================== DIALOG ENDE =====================


MfG,

dgb

Sascha Loeffler

unread,
Aug 22, 2001, 4:56:30 AM8/22/01
to

David Becker <dgbe...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag: 3B7A68FB...@t-online.de...

>
> Hab hier mal besagte Stelle rausgesucht:
>
[ORIGINAL-DIALOG gesnipt]

Ich liebe Pulp Fiction ! Die Dialoge sind einfach grandios !

Cu

Sascha Loeffler


Till Hanisch

unread,
Aug 22, 2001, 8:33:04 PM8/22/01
to
On 12 Aug 2001 23:02:00 +0200, da...@stefanwust.de (Stefan Wust) wrote:

>Nur liegt der
>Bezeichnung "Quarterpounder" nunmal das amerikanische Pfund zugrunde, das
>nur 0,454kg entspricht. Ein amerikanischer Viertelpfünder hat also nur
>113g Fleisch, was nunmal gegen §3 des UWG verstößt, da der deutsche
>Verbraucher bei der Bezeichnung Viertelpfünder 125g Fleisch erwartet und
>das fehlende Dutzend Gramm notfalls einklagt :-)

Meiner Meinung nach ist das so einfach nicht. Erstens ist das Pfund im
SI nicht mehr definiert, es ist gesetzlich unzulaessig. Der
Verbraucher hat bei Pfund eigentlich gar nichts zu erwarten, ich sehe
das mehr als Produktnamen. Zweitens ist die Angabe "pound" eindeutig
aus dem englischen. Wenn man dieses Wort in's deutsche uebersetzt,
also zu "Pfund", sollte man die Mengenangabe mituebersetzen und so auf
453 Gramm kommen.

Ich vergleiche das so: liest man 1 Zoll, faengt man an, mit 2.54 CM zu
rechnen. Liest man 1 inch, fragt man sich, wieviel das in "metrisch"
ist und rechnet erstmal, um zum gleichen Ergebnis zu kommen. McDonalds
kann ja nichts dafuer, dass die Leute pound mit Pfund verwechseln und
eben nur die Einheit, nicht aber die Menge "konvertieren". Vielleicht
sollten sie lbs schreiben, dann muessten sich die Leute informieren,
wuerden rechnen und sehen, dass sie tatsaechlich ein viertel davon
bekommen.


Till

Heinz D. Trost

unread,
Aug 23, 2001, 4:26:54 AM8/23/01
to
Till,

> Meiner Meinung nach ist das so einfach nicht. Erstens ist das Pfund im
> SI nicht mehr definiert, es ist gesetzlich unzulaessig.

Aber im Umgangsgebrauch ist das Pfund weiterhin alltäglich,- man geht ja auch
zum Metzger und verlangt "ein halbes Pfund Bierschinken", "zwei Pfund
Hackfleisch",
beim Obststand und auf dem Markt: "ein Pfund Tomaten", "anderthalb Pfund
Zwetschgen", "zehn Pfund Kartoffeln".

Und Wettbewerbsrecht, sowie die Rechtsprechung gehen vom Verständnis und
Umgangsgebrauch des "billig und gerecht denkenden Menschen" aus.

Und der hat das Pfund noch im täglichen Gebrauch und will damit 500g,- genauso
wie er weiterhin Autos nach PS vergleicht, nicht nach KW, Nahrungsbrennwerte
nach Kalorien benennt und vergleicht,- nicht nach Joules, etc.

> Der
> Verbraucher hat bei Pfund eigentlich gar nichts zu erwarten, ich sehe
> das mehr als Produktnamen. Zweitens ist die Angabe "pound" eindeutig
> aus dem englischen. Wenn man dieses Wort in's deutsche uebersetzt,
> also zu "Pfund", sollte man die Mengenangabe mituebersetzen und so auf
> 453 Gramm kommen.
>

Nein, Pound ist Pfund und ist für den deutschen Verbraucher 1/2 Kilo.

Wie gesagt,- das ist auch höchstrichterlich abgesegneter Rechtsalltag und
gelebte Praxis.

> Ich vergleiche das so: liest man 1 Zoll, faengt man an, mit 2.54 CM zu
> rechnen. Liest man 1 inch, fragt man sich, wieviel das in "metrisch"
> ist und rechnet erstmal, um zum gleichen Ergebnis zu kommen.

deswegen muss in D bei allen Angaben in Zoll auch das metrische Äquivalent
angegeben werden.

> McDonalds
> kann ja nichts dafuer, dass die Leute pound mit Pfund verwechseln und
> eben nur die Einheit, nicht aber die Menge "konvertieren". Vielleicht
> sollten sie lbs schreiben, dann muessten sich die Leute informieren,
> wuerden rechnen und sehen, dass sie tatsaechlich ein viertel davon
> bekommen.
>

Nun, das Ding kam ja früher als "Viertelpfünder" in die MD Stores,- und das
war halt in D irritierend und deswegen verboten.

Vergessen wir nicht: Seit BK vor einigen Jahren seine Patties größer gemacht
hat, könnte BK seinen Whopper als Viertelpfünder verkaufen, tut das aber nicht
(vielleicht hat ja MD die eingetragene Marke "Viertelpfünder" und somit auf
Eis gelegt).

Heinz


Till Hanisch

unread,
Aug 23, 2001, 7:22:28 AM8/23/01
to
On Thu, 23 Aug 2001 10:26:54 +0200, "Heinz D. Trost"
<htr...@bigfoot.de> wrote:

>beim Obststand und auf dem Markt: "ein Pfund Tomaten", "anderthalb Pfund
>Zwetschgen", "zehn Pfund Kartoffeln".

In England wurde, nachdem die Leute per Gesetz zum Metersystem
verurteilt wurden, genau das verboten. Imperiale Einheiten duerfen nur
noch (von Verkehrszeichen abgesehen) beschreibenden Charakter haben.

>Und Wettbewerbsrecht, sowie die Rechtsprechung gehen vom Verständnis und
>Umgangsgebrauch des "billig und gerecht denkenden Menschen" aus.

Das bezweifele ich manchmal. Ich erinnere an den vor einigen Jahren
stattfindenden Streit um die Bezeichnung 3.5" Diskette. Der billig und
gerecht denkende Mensch weiss was damit gemeint ist, genauso wie bei
PC-Monitoren. Trotzdem wurde damals auf das Gesetz und auf die SI
Einheiten gepocht und Klage erhoben. Ich weiss nicht, wie die Sache
ausging, aber die Vernunft muss damals wohl doch gesiegt haben, oder
war's gewohnheitsrecht?

>Nein, Pound ist Pfund und ist für den deutschen Verbraucher 1/2 Kilo.

Das sehe ich eben anders, pound ist eben nicht Pfund. Kaufe ich etwas
mit der Bezeichnung Quarterpounder kann ich bestenfalls 4 oz erwarten,
aber nicht irgendwelchen metrischen Kram. Diese 4 oz kann ich dann
umrechnen. (oder das Teil gleich essen, so lange es noch warm ist ;-)
Wenn akzeptiert wird, dass im Ausland anders gesprochen wird, sollte
man akzeptieren, dass auch anders gemessen wird. Man muss also beides
uebersetzen.

>deswegen muss in D bei allen Angaben in Zoll auch das metrische Äquivalent
>angegeben werden.

Hm, wo ist dann das Problem? Der Kunde kommt, liest Quarterpounder,
weiss nicht, was das ist und schaut im Kleingedruckten nach. Dort
findet er die Bestandteile, die ganzen kuenstlichen E sowieso
Geschmacksverstaerker und Aromen und eben auch die Gewichtsangabe. Die
kann er dann gegebenenfalls einklagen, nicht aber die amerikanische
Typbezeichnung Quarterpounder.


Gruss
Till

Kai Rode

unread,
Aug 23, 2001, 8:04:18 AM8/23/01
to
Am Thu, 23 Aug 2001 13:22:28 +0200 schrieb Till Hanisch:

>Ich erinnere an den vor einigen Jahren
>stattfindenden Streit um die Bezeichnung 3.5" Diskette. Der billig und
>gerecht denkende Mensch weiss was damit gemeint ist, genauso wie bei
>PC-Monitoren. Trotzdem wurde damals auf das Gesetz und auf die SI
>Einheiten gepocht und Klage erhoben. Ich weiss nicht, wie die Sache
>ausging, aber die Vernunft muss damals wohl doch gesiegt haben, oder
>war's gewohnheitsrecht?

IIRC: 3.5" blieb zulässig weil Typangabe und nicht Größenbezeichnung.

Kai

Heinz D. Trost

unread,
Aug 23, 2001, 10:40:49 AM8/23/01
to
Till,


> In England wurde, nachdem die Leute per Gesetz zum Metersystem
> verurteilt wurden, genau das verboten. Imperiale Einheiten duerfen nur
> noch (von Verkehrszeichen abgesehen) beschreibenden Charakter haben.
>

nun, aber in England benutzt das Volk weiterhin die alten Maße, und die
Markthändler auch. Auch wenn hin und wieder jemand von der Obrigkeit versucht,
da mit Bußgeldern zu konntern. Zumal niemand einem englischen Kunden verbieten
kann, ein Pfund Tomaten zu wollen, und 455g zu meinen,- und nicht einem
deutschen, 500g zu meinen.

> Das bezweifele ich manchmal.

Ist aber nunmal gelebte Rechtsprechung.

> Ich erinnere an den vor einigen Jahren
> stattfindenden Streit um die Bezeichnung 3.5" Diskette. Der billig und
> gerecht denkende Mensch weiss was damit gemeint ist, genauso wie bei
> PC-Monitoren. Trotzdem wurde damals auf das Gesetz und auf die SI
> Einheiten gepocht und Klage erhoben. Ich weiss nicht, wie die Sache
> ausging, aber die Vernunft muss damals wohl doch gesiegt haben, oder
> war's gewohnheitsrecht?

Nun, ganz einfach: Festplatten wurden billiger, DFÜ und CDs auch,- nun braucht
man nur noch selten ne Diskette, und beworben werden sie nun schon gar nimmer.

> >Nein, Pound ist Pfund und ist für den deutschen Verbraucher 1/2 Kilo.
>
> Das sehe ich eben anders, pound ist eben nicht Pfund.

Für den deutschen Verbraucher und eben die aktuelle, höchstrichterliche
Rechtsprechung hierzulande schon.

Heinz


Till Hanisch

unread,
Aug 23, 2001, 11:09:20 AM8/23/01
to
On Thu, 23 Aug 2001 16:40:49 +0200, "Heinz D. Trost"
<htr...@bigfoot.de> wrote:


>nun, aber in England benutzt das Volk weiterhin die alten Maße, und die
>Markthändler auch.

Man ist gerade dabei, letzteren das zu verbieten. Siehe
http://www.bwmaonline.com/
Sogar das dual-labeling soll kuenftig nicht mehr erlaubt sein, es ist
unfassbar. Wen bitte kann denn eine zusaetzliche Mengenangabe stoeren?

>Nun, ganz einfach: Festplatten wurden billiger, DFÜ und CDs auch,- nun braucht
>man nur noch selten ne Diskette, und beworben werden sie nun schon gar nimmer.

Aber bei Monitoren darf die Inch-Angabe, oder meinetwegen die
Zoll-Angabe weiterhin verwendet werden. Allerdings mehr als
beschreibende Angabe, wie Flatscreen oder Lochmaske. Schert sich auch
keiner drum. In unserem Falle wuerde Quarterpounder dann eben fuer die
Zubereitung des Hamburgers stehen, nicht fuer die Menge.

>Für den deutschen Verbraucher und eben die aktuelle, höchstrichterliche
>Rechtsprechung hierzulande schon.

Das kann natuerlich sein, die Grundlagen kenne ich nicht. Ich habe
ueber mein Empfinden geschrieben, und danach hakt die Sache eben. Wer
das eine in Englisch will, muss das andere eben in Kauf nehmen.


Guten Hunger!
Till

Herbert Nowak

unread,
Aug 23, 2001, 11:54:51 AM8/23/01
to
Till Hanisch <t...@subdimension.com> schrieb:

>Das sehe ich eben anders, pound ist eben nicht Pfund. Kaufe ich etwas
>mit der Bezeichnung Quarterpounder kann ich bestenfalls 4 oz erwarten,
>aber nicht irgendwelchen metrischen Kram. Diese 4 oz kann ich dann
>umrechnen. (oder das Teil gleich essen, so lange es noch warm ist ;-)
>Wenn akzeptiert wird, dass im Ausland anders gesprochen wird, sollte
>man akzeptieren, dass auch anders gemessen wird. Man muss also beides
>uebersetzen.

Dem stimme ich zu, allerdings geht es hier auch nicht um den
Quarterpounder, sondern in D hieß das Teil "Viertelpfünder". Und das
bedeutet für jeden doch wohl 125 gr. Wenn ich im Steakhouse das 300gr.
Steak bestelle erwarte ich auch, daß das Stück Fleich auf meinem
Teller 300 gr. schwer war (zumindest vor dem Braten ;-)).

Herbert

Christian Feldhaus

unread,
Aug 23, 2001, 1:12:55 PM8/23/01
to
Heinz D. Trost <htr...@bigfoot.de> wrote:

> Und der hat das Pfund noch im täglichen Gebrauch und will damit 500g,-
> genauso wie er weiterhin Autos nach PS vergleicht, nicht nach KW,
> Nahrungsbrennwerte nach Kalorien benennt und vergleicht,- nicht nach
> Joules, etc.

Im "mündlichen Verkehr" dürfte all das kein Problem sein. Aber der
Händler wird kaum Preise pro Pfund auszeichnen, sondern natürlich pro
Kilo oder 100 g. Und wenn ich ich recht entsinne, ist die alleinige
Angabe von PS beim Autoverkauf ebenfalls unzulässig.

> deswegen muss in D bei allen Angaben in Zoll auch das metrische Äquivalent
> angegeben werden.

Darüber hab' ich mich vor kurzem in einer anderen NG aufgeregt <g>.
Genauer: Über die Tatsache, dass dem leider nicht so ist. Kauf einen
Fernseher, und in der Werbung wird von cm die Rede sein (wenn es um die
Bildschirmdiagonale geht). Kauf einen Computer bzw. einen Monitor, und
Du wirst in vielen Fällen ausschließlich Angaben in "Zoll" finden. Und
das obwohl es, anders als damals bei den Disketten, hier nicht um reine
Größenklassen, sondern durchaus um "echte Maße" geht ...

Tschüs,
Christian

Erik Meltzer

unread,
Aug 23, 2001, 2:04:37 PM8/23/01
to
Moin!

Christian Feldhaus wrote:
> Darüber hab' ich mich vor kurzem in einer anderen NG aufgeregt <g>.
> Genauer: Über die Tatsache, dass dem leider nicht so ist. Kauf einen
> Fernseher, und in der Werbung wird von cm die Rede sein (wenn es um die
> Bildschirmdiagonale geht). Kauf einen Computer bzw. einen Monitor, und
> Du wirst in vielen Fällen ausschließlich Angaben in "Zoll" finden. Und
> das obwohl es, anders als damals bei den Disketten, hier nicht um reine
> Größenklassen, sondern durchaus um "echte Maße" geht ...

Naja, schon, aber andererseits: wenn sich eine Größeneinheit
so sehr durchgesetzt hat, daß der normale Konsument [0] schon
in ihr denkt, spricht IMHO nix dagegen, sie auch weiterhin
zu verwenden. Das ist bei PS so (wer denkt schon in Kilowatt
über Leistung nach?), mehr noch aber bei Bildschirm-Zoll.

Wenn mir jemand was von einem 43-cm-Monitor erzählt, passieren
genau 2 Dinge: 1. weiß ich, daß der von nix nen Plan hat, und
2. versuche ich, im Kopf 43 durch gut 2,5 zu teilen.

F'up wohin?

Liebe Grüße,
Erik.

[0] Konsument? *grins* Wie mag so ein Monitor schmecken?
--
"Du überschätzt meine geistigen Fähigkeiten ziemlich. Ich bin
schon froh, wenn es mir gelingt, meinen Sätzen _einen_ Sinn zu
geben."
-- Michael Enezian in d.a.n.m.

Roland Harter

unread,
Aug 23, 2001, 3:47:24 PM8/23/01
to
Antwort auf Till Hanisch <t...@subdimension.com>:

>Sogar das dual-labeling soll kuenftig nicht mehr erlaubt sein, es ist
>unfassbar. Wen bitte kann denn eine zusaetzliche Mengenangabe stoeren?

Och, an solchen Lappalien sind schon Millionenprojekte gescheitert.
Wird langsam wirklich Zeit für eine Vereinheitlichung.

Jan Heichler

unread,
Aug 23, 2001, 4:09:11 PM8/23/01
to
On Thu, 23 Aug 2001 20:04:37 +0200, Erik Meltzer <er...@ermel.org>
wrote:

>Das ist bei PS so (wer denkt schon in Kilowatt
>über Leistung nach?),

Du! Bei den Energiekosten von Elektrogeräten....bei der Heizleistung
von Kochplatten....bei der Leistungsaufnahme von CPUs und bei der
Leistungsabgabe von Netzteilen...warum man ausgerechnet beim Auto die
"PS" verwendet ist mir ein Rätsel.

Wie ist eigentlich "ein PS" definiert?


>mehr noch aber bei Bildschirm-Zoll.
>Wenn mir jemand was von einem 43-cm-Monitor erzählt, passieren
>genau 2 Dinge: 1. weiß ich, daß der von nix nen Plan hat, und

Wieso hat jemand keinen Plan wenn er von einem 43cm Monitor redet?
Komischerweise sagt aber keiner das er sich nen 50" Rückpro TV
kauft....*wunder*

>2. versuche ich, im Kopf 43 durch gut 2,5 zu teilen.

Ich brauch für sowas immer nen taschenrechner....

bye Jan
--
Eine falsch abgetrennte Signatur ist keine Signatur und braucht deshalb
nicht richtig abgetrennt zu sein.

Andreas Kneib in de.comp.os.unix.linux.misc

Erik Meltzer

unread,
Aug 23, 2001, 4:18:52 PM8/23/01
to
Moin!

Jan Heichler wrote:
> On Thu, 23 Aug 2001 20:04:37 +0200, Erik Meltzer <er...@ermel.org>

> >Das ist bei PS so (wer denkt schon in Kilowatt
> >über Leistung nach?),
>
> Du! Bei den Energiekosten von Elektrogeräten....bei der Heizleistung
> von Kochplatten....bei der Leistungsaufnahme von CPUs und bei der
> Leistungsabgabe von Netzteilen...warum man ausgerechnet beim Auto die
> "PS" verwendet ist mir ein Rätsel.

Weil man die Leistung eines Autos selten mit der eines
Elektrogeräts vergleicht?



> Wie ist eigentlich "ein PS" definiert?

IIRC "die benötigte Leistung, um 75 kg binnen einer Sekunde
um einen Meter anzuheben". Pferde können deutlich mehr
Spitzenleistung erbringen, als Dauerleistung (ermittelt anno
knack bei pferdebetriebenen Pumpen zum Freihalten von
Bergbauschächten) kommt's aber AFAIR ganz gut hin.



> >mehr noch aber bei Bildschirm-Zoll.
> >Wenn mir jemand was von einem 43-cm-Monitor erzählt, passieren
> >genau 2 Dinge: 1. weiß ich, daß der von nix nen Plan hat, und
>
> Wieso hat jemand keinen Plan wenn er von einem 43cm Monitor redet?

Weil man Monitore in Zoll mißt und Fernseher in cm. Das
ist eben so. Und wer Monitore nach cm verkauft, hat ergo
bis neulich möglicherweise Fernseher verkauft... ;-)

Liebe Grüße,
Erik.
--
"Ich sehe nicht ein, warum es von nun an immer schieflaufen muß, nur weil
es jetzt einmal schiefgelaufen ist." -- Simon Paquet in d.a.n.r.

Jan Heichler

unread,
Aug 24, 2001, 2:31:52 AM8/24/01
to
On Thu, 23 Aug 2001 22:18:52 +0200, Erik Meltzer <er...@ermel.org>
wrote:

>> >Das ist bei PS so (wer denkt schon in Kilowatt


>> >über Leistung nach?),
>>
>> Du! Bei den Energiekosten von Elektrogeräten....bei der Heizleistung
>> von Kochplatten....bei der Leistungsaufnahme von CPUs und bei der
>> Leistungsabgabe von Netzteilen...warum man ausgerechnet beim Auto die
>> "PS" verwendet ist mir ein Rätsel.
>
>Weil man die Leistung eines Autos selten mit der eines
>Elektrogeräts vergleicht?

Und deswegen nehm ich ne neue Einheit dafür? Find ich unlogisch.
Wahrscheinlich ist es doch nur die "Gewohnheit", die aus der Tatsache
herrührt das sich das Auto mit Pferdekutschen messen mußte als es
entwickelt wurde...oder nicht?

[Definition "PS"]

Aha, wieder was dazugelernt.

>> Wieso hat jemand keinen Plan wenn er von einem 43cm Monitor redet?
>
>Weil man Monitore in Zoll mißt und Fernseher in cm. Das
>ist eben so.

Und Gold wird in Unzen verkauft und nicht in Milligramm? Und wer es
anders macht hat keine Ahnung? Komische Logik....

Heinz D. Trost

unread,
Aug 24, 2001, 4:20:23 AM8/24/01
to
Jan,

> warum man ausgerechnet beim Auto die
> "PS" verwendet ist mir ein Rätsel.
>

ganz einfach, weil früher Wagen/Kutschen von Pferden transportiert wurden,-
und "PS" heisst nunmal "Pferdestärke". Das passt natürlich nicht zur
Stromaufnahme von Netzteilen, etc.

Heinz


Klaus Schreiber

unread,
Aug 24, 2001, 6:13:27 PM8/24/01
to

>Vergessen wir nicht: Seit BK vor einigen Jahren seine Patties größer gemacht
>hat, könnte BK seinen Whopper als Viertelpfünder verkaufen, tut das aber nicht
>(vielleicht hat ja MD die eingetragene Marke "Viertelpfünder" und somit auf
>Eis gelegt).

Da hast du sogar recht.
Schau mal hier!

http://tess.uspto.gov

Gib mal "Quarter Pounder" ein!


Till Hanisch

unread,
Aug 24, 2001, 6:35:33 PM8/24/01
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On Thu, 23 Aug 2001 21:47:24 +0200, Roland Harter <isi...@gmx.de>
wrote:


>Och, an solchen Lappalien sind schon Millionenprojekte gescheitert.

Daraus koennen auch welche entstehen. Bislang konnte man z.B. dieselbe
Verpackung fuer England und die USA nehmen. Wird das dual-labeling
verboten, muss eine extra Packung fuer den Export her. Daraus folgt
dann natuerlich doppelte Lagerhaltung, Logistik und all das.

>Wird langsam wirklich Zeit für eine Vereinheitlichung.

Also mich stoert es nicht die Bohne, dass in einigen Laendern auf der
linken Seite gefahren wird, eine andere Sprache gesprochen wird und
auch anders gemessen wird.
Ich find's eben nicht so gut, wenn ich fuer eine Sache, die ich gar
nicht will, auch noch bezahlen muss, denn dass eine solche Umstellung
ein Heidengeld (Stichwort Millionenprojekt) kostet, ist ja wohl klar.

Und wer das bezahlen muss ist sicher nicht schwer zu erraten


Till

Till Hanisch

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Aug 24, 2001, 6:35:34 PM8/24/01
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On Thu, 23 Aug 2001 17:54:51 +0200, Herbert Nowak
<herber...@gmx.de> wrote:


>Dem stimme ich zu, allerdings geht es hier auch nicht um den
>Quarterpounder, sondern in D hieß das Teil "Viertelpfünder".

Das wiederum laesst die Sache in einem anderen Licht erscheinen. Dann
muessen es natuerlich 125 Gramm sein.


Till

Till Hanisch

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Aug 24, 2001, 6:35:35 PM8/24/01
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On Thu, 23 Aug 2001 20:04:37 +0200, Erik Meltzer <er...@ermel.org>
wrote:


>Naja, schon, aber andererseits: wenn sich eine Größeneinheit
>so sehr durchgesetzt hat, daß der normale Konsument [0] schon
>in ihr denkt, spricht IMHO nix dagegen, sie auch weiterhin
>zu verwenden.


Genau das ist das Argument der Amerikaner und eines grossen Teils der
Briten.

Ich finde sie haben recht. Wenn sie metrifiziert werden *wollen*,
bitte sehr, ansonsten sollte man sie in Ruhe lassen.


Till

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