Hartmut Schiszler <
schi...@web.de> wrote:
> Einsicht durch Zureden, bei jemandem der sivh bei der Priesterin über die
> fehlende Visa-Bezahlmöglichkeit Gehör verschafft und dabei handelt es
> sich nur um einen Kleckerbetrag.
> Du glaubst nicht wirklich, dass du bei so einem Vollpfosten Einsicht
> durch zureden erreichst. Nein, da muss es weh tun.
Das ist ohnehin eine Beobachtung, die ich seit einigen Jahren verstärkt
mache: die zunehmende Aggressivität und mangelnde Einsicht in eigenes
Fehlverhalten bei Senioren. Typische Situation: Man steht bei Aldi in der
Schlange und fängt an, sein Zeug aufs Band zu räumen. Vor einem ist gerade
einer am Zahlen, der Einkauf des anderen liegt bereits komplett auf dem
Band. Mit anderen Worten: Selbst wenn jetzt alles flutscht, der
EC-Kartenleser nicht zickt und kein Storno kommt, wird es noch ein paar
Minuten dauern, zu Eile ist absolut kein Anlass. Was passiert: Während man
selbst seinen Kram aufs Band legt, fängt die ungeduldige Alte hinter einem
an, ihren Kram ebenfalls aufs Band zu legen, so dass alles durcheinander
gerät.
WTF?
Problem: Man kann tun, was man will, es wird von der Alten keine der
Situation angemessene Reaktion oder gar eine Entschuldigung für ihr
dreistes Vordrängeln geben. Nich etwa: "Oh, Entschuldigung, ich habe nicht
gesehen, dass Sie noch so viel in Ihrem Einkaufswagen hatten." oder so was.
Stattdessen irgendein unqualifiziertes Herumgenöle.
Na ja, man lernt. Nachdem die Androhung exzessiver Gewalt ("Pass auf, wenn
du nicht sofort deinen Scheiß von meinem Band nimmst, dann kommst du hier
nicht mehr auf eigenen Beinen raus, verstanden!") nicht zum gewünschten
Ergebnis führt, nimmt man einfach ihren Kram und wirft ihn in die
Quengelware. Dann mault sie zwar auch, aber das Leben ist eben kein
Wunschkonzert.
Das Verhalten des Benzfahrers ist natürlich indiskutabel, keine Frage, aber
ich halte Anzeige für overdone. Es ist de facto so, dass es eigentlich zu
viele Behindertenparkplätze gibt, da eine Behinderen-Parkerlaubnis nicht so
einfach zu kriegen ist. Und sollte tatsächlich der Fall eintreten, dass ein
Rollifahrer einkaufen will und alle B-Parkplätze dicht sind, dann weiß der
sich zu helfen: Er parkt einfach quer hinter den Parksündern und geht in
aller Ruhe seinen Besorgungen nach. Wie die güldenen Benze dann aus der
Nummer wieder rauskommen, müssen ihre Fahrer selbst sehen. Wenn sie schlau
sind, rufen sie NICHT die Polizei sondern üben sich in Demut und Geduld.
Disclaimer: Steht ein Nicht-Behinderten-Pkw in einem öffentlich Parkhaus
auf einem Behinderten-Parkplatz (gern ein Luden-SUV), dann reicht eine
straffe Ansage bei der Park-Aufsicht des Parkhauses. Die lassen ihn dann
umgehend abschleppen. Das tun die gern, weil es ihren öden Arbeitsalltag
aufhellt - und es wird für den Luden richtig teuer und lästig.
Frank
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