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Fritierfett (Reines Pflanzenfett)

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Kevin (K4540)

unread,
Aug 3, 2022, 12:18:02 PM8/3/22
to
Ich wollte jetzt seit ungefähr 2 Monaten wie üblich das Fett in der
Friteuse wechseln, da wir so 1-2 mal wöchentlich fritieren und es dann
irgendwann einfach unschön wird.
Für gewöhnlich war es auch nie ein Problem, an diese 1kg
Pflanzenfett-Stangen für 1,99 Euro zu kommen, die eigentlich jeder Laden
vorrätig hatte. Daher habe ich auch nichts gehamstert.

Inzwischen ist das anders. Man bekommt es so gut wie nirgendwo mehr zu
kaufen. Verkäuferinnen sagen immer, sie bestellen es dauernd nach und es
kommt nichts mehr. Und wenn was kommt, ist es gleich wieder weg.

Wie kann das sein? Ist Deutschland plötzlich im Pommes-Fieber und jeder
fritiert wie bekloppt?

Zum braten wird es ja wahrscheinlich nicht häufiger hergenommen wie
vorher, Weil mit Öl sind die Hamster ja inzwischen gut eingedeckt.

Ich hab diese Fettbriketts jetzt bei Metro gekauft. Für 5,49€ je Stück,
weil die für 1,99€ auch dort ausverkauft waren.

Kann doch nicht sein, daß diese Teile nur in Rußland oder Ukraine
hergestellt werden, oder?

Marco Moock

unread,
Aug 3, 2022, 2:09:20 PM8/3/22
to
Am Mittwoch, 03. August 2022, um 18:18:00 Uhr schrieb Kevin (K4540):

> Wie kann das sein? Ist Deutschland plötzlich im Pommes-Fieber und
> jeder fritiert wie bekloppt?

Vermute ich kaum. Wir haben hier aber bei einigen Produkten einen
Mangel. Das will zwar die Politik nicht wahrhaben, ist aber halt so.
Vor ein paar Jahren war es ungewöhnlich, dass es mal kaum Mehl etc.
gab. Jetzt ist das wohl normal. Neben dem Mangel kommt noch das
Hamstern hinzu, was völlig normal ist. Wenn es dann was gibt kauft der
erste gleich mal ordentlich ein, denn wer weiß, ob es das morgen noch
gibt.

> Kann doch nicht sein, daß diese Teile nur in Rußland oder Ukraine
> hergestellt werden, oder?

In der Ukraine wird/wurde wohl recht viel Sonnenblumenöl hergestellt:
https://www.agrarheute.com/pflanze/sonnenblumen-wichtigsten-eu-anbaulaender-594126

Da jetzt durch Krieg und Sanktionen die Felder zerstört und der Markt
verzerrt wird, ist jetzt halt ein Mangel da.

Ulf Kutzner

unread,
Aug 4, 2022, 2:41:56 AM8/4/22
to
Marco Moock schrieb am Mittwoch, 3. August 2022 um 20:09:20 UTC+2:

> In der Ukraine wird/wurde wohl recht viel Sonnenblumenöl hergestellt:
> https://www.agrarheute.com/pflanze/sonnenblumen-wichtigsten-eu-anbaulaender-594126

Weiß nun gar nicht, wo die Ölmühlen für die
Bedienung des deutschen Marktes zu suchen
sind.

> Da jetzt durch Krieg und Sanktionen die Felder zerstört und der Markt
> verzerrt wird, ist jetzt halt ein Mangel da.

Ist mir neu, daß durch Sanktionen ukrainische
Sonnenblumenfelder zerstört worden wären.

Frank Hucklenbroich

unread,
Aug 4, 2022, 2:48:28 AM8/4/22
to
Am Wed, 3 Aug 2022 18:18:00 +0200 schrieb Kevin (K4540):

> Wie kann das sein? Ist Deutschland plötzlich im Pommes-Fieber und jeder
> fritiert wie bekloppt?

Nein, aber die Ukraine ist einer der wichtigsten Produzenten für
Sonnenblumenkerne, aus denen eben dieses Öl gewonnen wird.

Schon seit Monaten ist das im Handel streng rationiert, bei "unserem" Edeka
bekommt man pro Person nur eine Flasche, wenn mal welches da ist.

Mach es doch wie die Belgier und frittier die Pommes in Rinderfett?!

Grüße,

Frank

Marco Moock

unread,
Aug 4, 2022, 3:14:48 AM8/4/22
to
Am Mittwoch, 03. August 2022, um 23:41:55 Uhr schrieb Ulf Kutzner:

> Ist mir neu, daß durch Sanktionen ukrainische
> Sonnenblumenfelder zerstört worden wären.

Durch Krieg werden Felder zerstört, bei Weizenfeldern habe ich da schon
Bilder gesehen, bei Sonnenblumenfeldern noch nicht.
Russland blockiert teilweise die Exporte aus der Ukraine und verzerrt
damit den Markt. Die Sanktionen gegen Russland werden vermutlich die
Störungen seitens Russland noch verstärken, Stichwort Wirtschaftskrieg.

Karl-Josef Ziegler

unread,
Aug 4, 2022, 5:16:25 AM8/4/22
to
Am 04.08.2022 um 08:48 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Wed, 3 Aug 2022 18:18:00 +0200 schrieb Kevin (K4540):
>
>> Wie kann das sein? Ist Deutschland plötzlich im Pommes-Fieber und jeder
>> fritiert wie bekloppt?
>
> Nein, aber die Ukraine ist einer der wichtigsten Produzenten für
> Sonnenblumenkerne, aus denen eben dieses Öl gewonnen wird.

Hier gibt es seit einigen Wochen wieder Sonnenblumenöl, wenn auch zu
höheren Preisen. Meist importiert aus Italien oder Ungarn. Woher auch
immer diese Länder ihre Sonnenblumenkerne beziehen. Der Mangel scheint
eher ein Problem zu sein, welches nur Deutschland betrifft.

Heiko Schlichting

unread,
Aug 4, 2022, 6:53:12 AM8/4/22
to
Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:
> Mach es doch wie die Belgier und frittier die Pommes in Rinderfett?!

Ich glaube, es ging ihm darum, dass das Fett *günstig* sein soll und das
trifft bei Rinderfett nicht zu. Günstige Pflanzenfette wurden zu
maßgeblichen Anteilen in der Ukraine oder in Russland produziert. Und wo
das nicht der Fall war, gibt es jetzt so viel Nachfrage¹, dass die Sachen
knapp und/oder teuer werden.

¹ vor allem durch die Industrie, nicht wie der Ursprungsposter vermutete,
aufgrund von allgemein gesteigerter Fritierlust.

Heiko

Andy Angerer

unread,
Aug 4, 2022, 9:03:47 AM8/4/22
to
Am 04.08.22 um 08:48 schrieb Frank Hucklenbroich:
Ja; oder wie die Ostfriesen in Getriebeöl.


--
! NEU !
Kurzgeschichten
eine davon ist von mir
<http://www.amazon.de/dp/B09K26CCXH>

Ulf Kutzner

unread,
Aug 4, 2022, 10:18:52 AM8/4/22
to
Marco Moock schrieb am Donnerstag, 4. August 2022 um 09:14:48 UTC+2:
> Am Mittwoch, 03. August 2022, um 23:41:55 Uhr schrieb Ulf Kutzner:
>
> > Ist mir neu, daß durch Sanktionen ukrainische
> > Sonnenblumenfelder zerstört worden wären.

> Durch Krieg werden Felder zerstört, bei Weizenfeldern habe ich da schon
> Bilder gesehen, bei Sonnenblumenfeldern noch nicht.

Du nanntest neben dem Krieg noch Sanktionen als Grund.

> Russland blockiert teilweise die Exporte aus der Ukraine und verzerrt
> damit den Markt. Die Sanktionen gegen Russland werden vermutlich die

militärischen

> Störungen seitens Russland noch verstärken, Stichwort Wirtschaftskrieg.

Jetzt weiß ich nicht, ob ukrainische Sonnenbumenkerne bislang
auf dem Seeweg nach Deutschland gebracht wurden, einmal
durch Istanbul und an Portugal vorbei. Oder von Litauen über die Ostsee?

Henning Sponbiel

unread,
Aug 4, 2022, 10:23:19 AM8/4/22
to
On Thu, 4 Aug 2022 08:48:28 +0200, Frank Hucklenbroich wrote:

>Mach es doch wie die Belgier und frittier die Pommes in Rinderfett?!

Die Pommes schmecken dann auch vieeel besser.


Henning

Henning Sponbiel

unread,
Aug 4, 2022, 10:23:19 AM8/4/22
to
On Wed, 3 Aug 2022 20:09:18 +0200, Marco Moock wrote:

>Am Mittwoch, 03. August 2022, um 18:18:00 Uhr schrieb Kevin (K4540):
>
>> Wie kann das sein? Ist Deutschland plötzlich im Pommes-Fieber und
>> jeder fritiert wie bekloppt?
>
>Vermute ich kaum. Wir haben hier aber bei einigen Produkten einen
>Mangel. Das will zwar die Politik nicht wahrhaben, ist aber halt so.
>Vor ein paar Jahren war es ungewöhnlich, dass es mal kaum Mehl etc.
>gab. Jetzt ist das wohl normal.

Wo?

Hier in Köln und weiterer Umgebung ist mir das bisher noch nicht
aufgefallen.


Henning

Michael Pachta

unread,
Aug 4, 2022, 10:26:15 AM8/4/22
to
Am 04.08.2022 um 11:16 schrieb Karl-Josef Ziegler:
> Hier gibt es seit einigen Wochen wieder Sonnenblumenöl, wenn auch zu
> höheren Preisen.

"Höhere Preise" - hehe. Früher kostete der Liter Sonnenblumenöl IIRC
0,89 €, letztens sah ich es für 4,99 €. Ich nenne dies einen
"prohibitiven" Preis, der wohl die Hamsterer abschrecken soll.

Heiko Schlichting

unread,
Aug 4, 2022, 11:20:04 AM8/4/22
to
Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:
> Du nanntest neben dem Krieg noch Sanktionen als Grund.

Ich nehme mal an, dass er das genannt hat, weil auch Russland sehr viel
Raps und Sonnenblumenkerne exportiert hatte, was zu Pflanzenöl verarbeitet
wurde.

> Jetzt weiß ich nicht, ob ukrainische Sonnenbumenkerne bislang
> auf dem Seeweg nach Deutschland gebracht wurden, einmal
> durch Istanbul und an Portugal vorbei. Oder von Litauen über die Ostsee?

Wenn man es von der Ukraine auf dem Landweg um Weißrussland herum durch
Polen zur Küste von Litauen gebracht hätte, könnte man es auch gleich nach
Deutschland bringen können. Das kam wohl auf dem Seeweg vom Schwarzen Meer
um die iberische Halbinsel herum. Vermutlich ist das bei den Mengen, dem
Volumen und dem Gewicht immer noch wirtschaftlicher als mit Lastwagen.

Heiko

Heiko Schlichting

unread,
Aug 4, 2022, 11:35:11 AM8/4/22
to
Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:
> Du nanntest neben dem Krieg noch Sanktionen als Grund.

Ich nehme mal an, dass er das genannt hat, weil auch Russland sehr viel
Raps und Sonnenblumenkerne exportiert hatte, was zu Pflanzenöl verarbeitet
wurde.

> Jetzt weiß ich nicht, ob ukrainische Sonnenbumenkerne bislang
> auf dem Seeweg nach Deutschland gebracht wurden, einmal
> durch Istanbul und an Portugal vorbei. Oder von Litauen über die Ostsee?

Wenn man es von der Ukraine auf dem Landweg um Weißrussland herum durch
Polen zur Küste von Litauen gebracht hätte, könnte man es auch gleich nach
Deutschland bringen. Das kam wohl auf dem Seeweg vom Schwarzen Meer um die

Marco Moock

unread,
Aug 4, 2022, 11:43:41 AM8/4/22
to
Am Donnerstag, 04. August 2022, um 15:16:37 Uhr schrieb Henning
Sponbiel:

> Wo?

Vor ein paar Wochen bei SBK Walldorf. Dort war das Mehlregal fast leer.
Und das ist laut Aussagen diverse Leute auch bei anderen Läden der Fall
gewesen.

Marco Moock

unread,
Aug 4, 2022, 11:44:43 AM8/4/22
to
Am Donnerstag, 04. August 2022, um 16:26:15 Uhr schrieb Michael Pachta:

> "Höhere Preise" - hehe. Früher kostete der Liter Sonnenblumenöl IIRC
> 0,89 €, letztens sah ich es für 4,99 €. Ich nenne dies einen
> "prohibitiven" Preis, der wohl die Hamsterer abschrecken soll.

Das ist normales Marktgeschehen, wenn es einen Mangel gibt. Man kann
mehr verdienen, da es einer zu dem Preis kaufen wird. Da es aber wenig
gibt, werden andere das nicht zum alten, günstigen Preis anbieten. Das
pflanzt sich von den Zwischenhändlern zu den Supermärkten fort.

Ulf Kutzner

unread,
Aug 4, 2022, 12:26:36 PM8/4/22
to
Heiko Schlichting schrieb am Donnerstag, 4. August 2022 um 17:35:11 UTC+2:
> Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:

> > Du nanntest neben dem Krieg noch Sanktionen als Grund.

> Ich nehme mal an, dass er das genannt hat, weil auch Russland sehr viel
> Raps und Sonnenblumenkerne exportiert hatte, was zu Pflanzenöl verarbeitet
> wurde.

> > Jetzt weiß ich nicht, ob ukrainische Sonnenbumenkerne bislang
> > auf dem Seeweg nach Deutschland gebracht wurden, einmal
> > durch Istanbul und an Portugal vorbei. Oder von Litauen über die Ostsee?

> Wenn man es von der Ukraine auf dem Landweg um Weißrussland herum

Auch, Du meinst jetzt schon die neue [TM] Zeit. Ich meinte mit bislang
eben bislang, also die Zeit bis Februar 2022.

> durch
> Polen zur Küste von Litauen gebracht hätte, könnte man es auch gleich nach
> Deutschland bringen. Das kam wohl auf dem Seeweg vom Schwarzen Meer um die
> iberische Halbinsel herum. Vermutlich ist das bei den Mengen, dem Volumen
> und dem Gewicht immer noch wirtschaftlicher als mit Lastwagen.

Da fiele mir noch die Bahn ein, über die polnisch-ukrainische Grenze
und mit Umladen/Umspuren. Oder die Donau.

Die Sache mit dem Weizen ist die, daß der aufs Seschiff muß, denn
hier in Mittel- und Westeuropa erntet man selbst genug davon; die
Nachfrager sitzen in Übersee.

Heiko Schlichting

unread,
Aug 4, 2022, 1:01:03 PM8/4/22
to
Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:
> Heiko Schlichting schrieb am Donnerstag, 4. August 2022 um 17:35:11 UTC+2:
>> Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:
>> > Jetzt weiß ich nicht, ob ukrainische Sonnenbumenkerne bislang
>> > auf dem Seeweg nach Deutschland gebracht wurden, einmal
>> > durch Istanbul und an Portugal vorbei. Oder von Litauen über die Ostsee?
>
>> Wenn man es von der Ukraine auf dem Landweg um Weißrussland herum
>
> Auch, Du meinst jetzt schon die neue [TM] Zeit. Ich meinte mit bislang
> eben bislang, also die Zeit bis Februar 2022.

Meine Aussage war auch für die Zeit bis Februar 2022 richtig.

> Die Sache mit dem Weizen ist die, daß der aufs Seschiff muß, denn
> hier in Mittel- und Westeuropa erntet man selbst genug davon; die
> Nachfrager sitzen in Übersee.

Bisher waren Rohstoffe für Pflanzenfette Thema, nicht Weizen. Unabhängig
davon waren für Weizen wohl oft der Nahe Osten (z.B. Libanon) und Afrika
das Ziel, was beides aus unserer und ukrainischer Sicht nicht zu Übersee
("Gebiete jenseits des Ozeans") zählt.

Heiko

Ulf Kutzner

unread,
Aug 5, 2022, 2:44:44 AM8/5/22
to
Heiko Schlichting schrieb am Donnerstag, 4. August 2022 um 19:01:03 UTC+2:
> Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:
> > Heiko Schlichting schrieb am Donnerstag, 4. August 2022 um 17:35:11 UTC+2:
> >> Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:
> >> > Jetzt weiß ich nicht, ob ukrainische Sonnenbumenkerne bislang
> >> > auf dem Seeweg nach Deutschland gebracht wurden, einmal
> >> > durch Istanbul und an Portugal vorbei. Oder von Litauen über die Ostsee?
> >
> >> Wenn man es von der Ukraine auf dem Landweg um Weißrussland herum
> >
> > Auch, Du meinst jetzt schon die neue [TM] Zeit. Ich meinte mit bislang
> > eben bislang, also die Zeit bis Februar 2022.

> Meine Aussage war auch für die Zeit bis Februar 2022 richtig.

> > Die Sache mit dem Weizen ist die, daß der aufs Seschiff muß, denn
> > hier in Mittel- und Westeuropa erntet man selbst genug davon; die
> > Nachfrager sitzen in Übersee.

> Bisher waren Rohstoffe für Pflanzenfette Thema, nicht Weizen. Unabhängig
> davon waren für Weizen wohl oft der Nahe Osten (z.B. Libanon) und Afrika
> das Ziel, was beides aus unserer und ukrainischer Sicht nicht zu Übersee
> ("Gebiete jenseits des Ozeans") zählt.

Hm. Schon der Landweg in den Libanon ist sehr dornig;
der bestehende Landweg nach Afrika ist durch nicht
passierbare Grenzen versperrt.

Daher, auch wenn Schwarzes Meer und Mittelmeer nicht zu
den Ozeanen zählen...

Ulf Kutzner

unread,
Aug 5, 2022, 2:46:41 AM8/5/22
to
Bei Tegut längst wieder ab 2,99. Möchte sein, daß
die Aufmachung jeweils neu ist, um die Beschwerden
über den neuen Preis in Grenzen zu halten.

Thorsten Böttcher

unread,
Aug 5, 2022, 3:32:21 AM8/5/22
to
Am 04.08.2022 um 15:16 schrieb Henning Sponbiel:
> On Wed, 3 Aug 2022 20:09:18 +0200, Marco Moock wrote:
>
>> Am Mittwoch, 03. August 2022, um 18:18:00 Uhr schrieb Kevin (K4540):
>>
>>> Wie kann das sein? Ist Deutschland plötzlich im Pommes-Fieber und
>>> jeder fritiert wie bekloppt?
>>
>> Vermute ich kaum. Wir haben hier aber bei einigen Produkten einen
>> Mangel. Das will zwar die Politik nicht wahrhaben, ist aber halt so.
>> Vor ein paar Jahren war es ungewöhnlich, dass es mal kaum Mehl etc.
>> gab. Jetzt ist das wohl normal.
>
> Wo?

Wo nicht?
Hier im Ruhrgebiet gab es wochenlang kein oder nur ganz vereinzelt Mehl
und Sonneblumenöl. Und Klopapier. War aber eher so im Frühjahr, April, Mai.
Jetzt hat es sich wieder beruhigt. Dafür liegt aber teilweise polnisches
Mehl im Regal.

Und wenn man die Bilder in den sozialen Medien gesehen hat, war das kein
lokales Phänomen.

Beim Hollandaufenthalt im Mai bot sich dort ein ähnliches Bild, in
leicht abgeschwächter Form.

> Hier in Köln und weiterer Umgebung ist mir das bisher noch nicht
> aufgefallen.

Insel der Glückseeligen?
Oder lässt Du einkaufen?

Stefan Schmitz

unread,
Aug 5, 2022, 6:17:38 AM8/5/22
to
Am 05.08.2022 um 09:32 schrieb Thorsten Böttcher:
> Am 04.08.2022 um 15:16 schrieb Henning Sponbiel:
>> On Wed, 3 Aug 2022 20:09:18 +0200, Marco Moock wrote:
>>
>>> Am Mittwoch, 03. August 2022, um 18:18:00 Uhr schrieb Kevin (K4540):
>>>
>>>> Wie kann das sein? Ist Deutschland plötzlich im Pommes-Fieber und
>>>> jeder fritiert wie bekloppt?
>>>
>>> Vermute ich kaum. Wir haben hier aber bei einigen Produkten einen
>>> Mangel. Das will zwar die Politik nicht wahrhaben, ist aber halt so.
>>> Vor ein paar Jahren war es ungewöhnlich, dass es mal kaum Mehl etc.
>>> gab. Jetzt ist das wohl normal.
>>
>> Wo?
>
> Wo nicht?
> Hier im Ruhrgebiet gab es wochenlang kein oder nur ganz vereinzelt Mehl
> und Sonneblumenöl. Und Klopapier. War aber eher so im Frühjahr, April, Mai.
> Jetzt hat es sich wieder beruhigt. Dafür liegt aber teilweise polnisches
> Mehl im Regal.

Bei Kaufland finde ich immer noch kein Mehl. Neulich stand mal kurz eine
Palette mit Mehl da nebst Hinweis, dass nur zwei Packungen pro Kunde
verkauft werden.
Sonnenblumenöl habe seit Kriegsbeginn bis auf eine Ausnahme nie gesehen,
in keinem Laden.

> Und wenn man die Bilder in den sozialen Medien gesehen hat, war das kein
> lokales Phänomen.
>
> Beim Hollandaufenthalt im Mai bot sich dort ein ähnliches Bild, in
> leicht abgeschwächter Form.

Hier kaufen viele Niederländer und Belgier ein. Ob deswegen die Lage
schlechter ist?

Ulf Kutzner

unread,
Aug 5, 2022, 8:18:16 AM8/5/22
to
Heiko Schlichting schrieb am Donnerstag, 4. August 2022 um 12:53:12 UTC+2:
> Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net> wrote:

> > Mach es doch wie die Belgier und frittier die Pommes in Rinderfett?!

> Ich glaube, es ging ihm darum, dass das Fett *günstig* sein soll und das
> trifft bei Rinderfett nicht zu

Wobei es durchaus sein möchte, daß sich der relative Preisabstand
verringert hatte.

Gruß, ULF

Karl-Josef Ziegler

unread,
Aug 5, 2022, 8:45:10 AM8/5/22
to
Am 04.08.2022 um 18:26 schrieb Ulf Kutzner:

> Da fiele mir noch die Bahn ein, über die polnisch-ukrainische Grenze
> und mit Umladen/Umspuren. Oder die Donau.
>
> Die Sache mit dem Weizen ist die, daß der aufs Seschiff muß, denn
> hier in Mittel- und Westeuropa erntet man selbst genug davon; die
> Nachfrager sitzen in Übersee.

Zumindestens bis Ismajil kann die Donau sogar von Seeschiffen befahren
werden, sofern es sich nicht um 'Riesenpötte' handelt. Ein
Gleisanschluss wäre auch vorhanden. Da fehlt es wohl eher an
Verlademöglichkeiten.

Ulf Kutzner

unread,
Aug 6, 2022, 4:02:03 AM8/6/22
to
Und an Erreichungsmöglichkeiten auf dem Schienenweg, nachdem
zum Monatswechsel April/Mai diese Brücke
https://de.wikipedia.org/wiki/Satoka#/media/Datei:Zatoka_Bridge.JPG
zerstört worden sein soll.

Kevin (K4540)

unread,
Aug 6, 2022, 6:19:43 AM8/6/22
to
Am 04.08.22 um 15:16 schrieb Henning Sponbiel:
> On Thu, 4 Aug 2022 08:48:28 +0200, Frank Hucklenbroich wrote:
>
>> Mach es doch wie die Belgier und frittier die Pommes in Rinderfett?!
>
> Die Pommes schmecken dann auch vieeel besser.

Wirklich? Kann ich mir kaum vorstellen, wie das schmeckt. Ich war aber
auch noch nie in Belgien. Bislang habe ich auch noch nie zuvor davon gehört.

Dorothee Hermann

unread,
Aug 6, 2022, 7:56:51 AM8/6/22
to
Am 06.08.22 um 12:19 schrieb Kevin (K4540):
> Am 04.08.22 um 15:16 schrieb Henning Sponbiel:
>> On Thu, 4 Aug 2022 08:48 Frank Hucklenbroich wrote:
>>> Mach es doch wie die Belgier und frittier die Pommes in
>>> Rinderfett?!

>> Die Pommes schmecken dann auch vieeel besser.

> Wirklich? Kann ich mir kaum vorstellen, wie das schmeckt. Ich war
> aber auch noch nie in Belgien.

> Bislang habe ich auch noch nie zuvor davon gehört.

Na ja ... muss ja nichts heißen ;-)

"Belgische Fritten als Kulturerbe?"
https://www.proplanta.de/agrar-nachrichten/verbraucher/belgische-fritten-als-kulturerbe_article1407419181.html

"Nirgendwo auf der Welt werden Pommes Frites so genial zubereitet wie in
Belgien"
https://www.tagesspiegel.de/themen/genuss/pommes-aus-belgien-fein-und-fettig/7791416.html

Oder in de.rec.mampf nachlesen, z.B.
https://de.rec.mampf.narkive.com/6kp2WMRj/pommes-aus-frischen-kartoffeln

https://de.rec.mampf.narkive.com/LtcNnekS/fritteuse-fett


Dorothee

Michael Pachta

unread,
Aug 6, 2022, 1:50:34 PM8/6/22
to
Hinweis: Crosspost nach de.alt.fan.fastfood, FUp2 gesetzt auf
de.alt.fan.fastfood, d.h. Antworten erscheinen dort. Wer will, kann das
aber auch ignorieren und nach dafa posten.

[Belgische Pommes, frittiert in Rindernierenfett]

Am 06.08.2022 um 12:19 schrieb Kevin (K4540):
> Wirklich? Kann ich mir kaum vorstellen, wie das schmeckt. Ich war aber
> auch noch nie in Belgien. Bislang habe ich auch noch nie zuvor davon gehört.

In Belgien erfolgt die Zubereitung traditionell auch anders. Die
Pommesbude in Eynatten (nahe Aachen) nahm Pommes aus frischen Kartoffeln
und frittierte sie zunächst vor, bei einer bestimmten Temperatur und in
einem großen Bottich, sodass die Temperatur des Fettes nicht allzu sehr
sank. Diese Pommes wurden dann dem Fett entnommen und zum Abkühlen auf
ein Abtropfblech gegeben.

Wurden Pommes bestellt, nahm man von den vorfrittierten Pommes welche
und gab sie in eine andere Bottich-Fritteuse, die auch eine andere
Temperatur hatte als die erste. Ich weiß leider nicht mehr die
Temperaturen, glaube aber, dass die Temperatur der zweiten Fritteuse
höher war als die der ersten. Jedenfalls wurden die Pommes in dieser
zweiten Fritteuse fertig gebacken und anschließend dem Kunden serviert.

Das waren die besten Pommes, die je gegessen habe, knusprig und lecker.

Dorothee Hermann

unread,
Aug 6, 2022, 2:45:52 PM8/6/22
to
Am 06.08.22 um 19:50 schrieb Michael Pachta:
> Hinweis: Crosspost nach de.alt.fan.fastfood, FUp2 gesetzt auf
> de.alt.fan.fastfood, d.h. Antworten erscheinen dort. Wer will, kann das
> aber auch ignorieren und nach dafa posten.

Hab ich so gelassen.

> In Belgien erfolgt die Zubereitung traditionell auch anders. Die
> Pommesbude in Eynatten (nahe Aachen) nahm Pommes aus frischen Kartoffeln
> und frittierte sie zunächst vor, bei einer bestimmten Temperatur und in
> einem großen Bottich, sodass die Temperatur des Fettes nicht allzu sehr
> sank. Diese Pommes wurden dann dem Fett entnommen und zum Abkühlen auf
> ein Abtropfblech gegeben.

> Wurden Pommes bestellt, nahm man von den vorfrittierten Pommes welche
> und gab sie in eine andere Bottich-Fritteuse, die auch eine andere
> Temperatur hatte als die erste. Ich weiß leider nicht mehr die
> Temperaturen, glaube aber, dass die Temperatur der zweiten Fritteuse
> höher war als die der ersten. Jedenfalls wurden die Pommes in dieser
> zweiten Fritteuse fertig gebacken und anschließend dem Kunden serviert.

So kann man es auch nachlesen, sogar mit Temperaturangabe ;-)
in dafa v. 6.8.22, 13:56 Uhr
Message-ID: <jl7380...@mid.individual.net>

Ulf Kutzner

unread,
Aug 8, 2022, 7:01:37 AM8/8/22
to
Heiko Schlichting schrieb am Donnerstag, 4. August 2022 um 19:01:03 UTC+2:
> Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:
> > Heiko Schlichting schrieb am Donnerstag, 4. August 2022 um 17:35:11 UTC+2:
> >> Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:

> >> > Jetzt weiß ich nicht, ob ukrainische Sonnenbumenkerne bislang
> >> > auf dem Seeweg nach Deutschland gebracht wurden, einmal
> >> > durch Istanbul und an Portugal vorbei. Oder von Litauen über die Ostsee?
> >
> >> Wenn man es von der Ukraine auf dem Landweg um Weißrussland herum
> >
> > Auch, Du meinst jetzt schon die neue [TM] Zeit. Ich meinte mit bislang
> > eben bislang, also die Zeit bis Februar 2022.

> Meine Aussage war auch für die Zeit bis Februar 2022 richtig.

Da hätte man Weißrußland/Belarus auf dem Weg nach Litauen nicht umfahren.

Aber eben sehe ich, die Sojabohnenversorgung Ukraine -> Italien
läuft an.

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/frachter-polarnet-101.html
https://www.dw.com/de/ukraine-aktuell-guterres-nennt-angriffe-auf-atomkraftwerke-selbstm%C3%B6rderisch/a-62736902

Gruß, ULF

Martin Kobil

unread,
Aug 9, 2022, 3:59:09 PM8/9/22
to
Ich war heute bei REWE und dort gabs die Literflasche Sonnenblumenöl
für 1,99€. Die Knappheit scheint sich langsam wieder in Luft aufzulösen.

Matthias Frank

unread,
Aug 16, 2022, 3:45:23 AM8/16/22
to
Nur mal als Anmerkung das Geheimis eines guten Rotkrauts, ist das
Schweineschmalz. :-)
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