1. Versuch: Die Kontaktflächen werden aufgeheizt bis der Thermostat
abschaltet und das nach dem ersten Abschalten eingebrachte Bratgut fängt
kurz an zu braten. Danach sind aber die Schaltwerte des Thermostates so
weit auseinander, dass selbst auf Maximaleinstellung keine für das
Braten geeignete Temperatur mehr erreicht wird. Dadurch, wird das
Bratgut (in diesem Fall Bratwürste) zwar irgendwie gegart. Sie bleiben
jedoch trotz Maximalstufe bis auf einen ganz geringe Bräunung an den
Kontaktstellen hell und waren an den Seiten runzlig. Die Grillzeit wurde
um mehr als das Doppelte der Angabe in der Bedienungsanleitung
überschritten. Mit einem Thermometer habe ich in den Würsten eine
Kerntemperatur von 87 Grad gemessen.
2. Versuch: Ich war der Meinung, daß vielleicht das Vorheizen nicht
ausgereicht hat. Zur Abwechslung habe ich es dann mal mit Grillsteaks
vom Schwein probiert. Das Gerät habe ich gut 20 Minuten auf Maximalstufe
vorgeheizt. Als ich das Fleisch einlegte, fing es auch direkt an zu
bruzzeln, wie erwartet. Das gab sich aber sehr schnell. Es dauerte,
obwohl die Temperatur der Platten schnell abgefallen war ziemlich lange,
bis der Thermostat wieder einschaltete. Wegen der zu geringen Temperatur
schlossen sich auch nicht die Poren und floss eine Menge Saft in die
Schale. Die Bratzeit betrug bis das Fleisch gar war, etwa 20 Minuten.
Das Fleisch war trocken und bleich. braune Streifen von den
Kontaktflächen konnte man gerade mal erahnen. Die Kerntemperatur der
Steaks in der Mitte betrug 93 Grad. Am Rand des Grilles waren es sogar
nur 82 Grad.
3. Versuch: Gestern abend habe ich mal versucht, so wie in der Abbildung
den Grill ohne Kontakt zum Überbacken zu verwenden. Ein Toast Hawaii
wurde zum Opfer auserkoren. Das war die absolute Lachnummer. Der Käse
begann zwar irgendwann zu ein bisschen zu laufen. Selbst nach 20 Minuten
war er nicht gratiniert, sondern hatte sich in eine angetrocknete
runzlige Masse verwandelt. Eine Messung der Temperatur in der Mitte
zwischen den Platten ergab eine Temperatur von 67 Grad.
Meine Frage: Ist das Geräte defekt, oder ist das Verhalten normal?
Wer kann mir von seinen Erfahrungen mit dem Gerät berichten?
--
Gruß
Peter Becker, der normalerweise mit dem Aldi-Zeugs (fast) immer
zufrieden war.
http://www.pferdeknipser.de/
Es gibt keine Fleischporen!
Hierzu z.B.
http://www.zeit.de/2000/48/200048_stimmts_fleischp.xml
>Man sollte Fleisch scharf anbraten, damit sich die Poren schnell
schließen und das Fleisch saftig und zart bleibt. Stimmt's? Markus
Knoll, per Email
Eine alte Küchenlegende, die gern in der Werbung für Frittierfett
verbreitet wird und ihren Weg auch in viele Kochbücher gefunden hat.
Aber erstens hat Fleisch keine "Poren", wie Wolfgang Lutz vom Institut
für Fleischforschung bestätigt, es gibt also keine Löcher, die es zu
schließen gälte. Fleisch besteht aus Muskelzellen. Beim Anbraten werden
die Oberflächenproteine der äußeren Zellen karamellisiert, diese so
genannte Maillard-Reaktion sorgt für die wohlschmeckende Kruste. Es gibt
aber keinerlei Anzeichen dafür, dass diese Kruste wasserdicht ist.
Hervé This-Benckhard, Autor des populärwissenschaftlichen Buches Rätsel
der Kochkunst, führt ein paar simple Indizien dagegen an: Der Fond, der
sich in der Pfanne sammelt, ist nichts weiter als eingedampfter
Fleischsaft. Und wenn man ein gebratenes Steak auf den Teller legt,
sammelt sich sofort eine kleine Saftlache.
Auch der Amerikaner Harold McGee hat in seinem Buch On Food and Cooking
die weit verbreitete Porenlegende widerlegt. Die Experten raten im
Gegenteil zum Garen bei niedrigen Temperaturen, wenn das Fleisch saftig
bleiben soll. Der einzige Vorteil des scharfen Anbratens liegt in der
kurzen Garzeit - der Saft hat dann nicht genügend Zeit, das Fleisch zu
verlassen.<
> und floss eine Menge Saft in die
> Schale. Die Bratzeit betrug bis das Fleisch gar war, etwa 20 Minuten.
> Das Fleisch war trocken und bleich. braune Streifen von den
> Kontaktflächen konnte man gerade mal erahnen.
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2005/1018/009_fleisch.jsp
sagt dazu:
>"Eine chemische Reaktion macht den Geschmack
Fleisch enthält immer auch Fett, und das trägt Aromastoffe in sich.
Aromen entwickeln sich aber auch beim Braten, Grillen oder Backen, und
zwar durch die so genannte Maillard-Reaktion. Bei der Maillard-Reaktion
entstehen aus Aminosäuren, Kohlenhydraten und Zucker Verbindungen, die
für den typischen Geschmack und Duft von gebratenem Fleisch
verantwortlich sind. Dazu bilden sich auch Pigmente, die dem gebratenen
Fleisch die braune Farbe geben. Benannt wurde die Reaktion nach dem
französischen Chemiker Louis Camille Maillard, der um 1912 mit diesen
Verbindungen experimentierte. Die Maillard-Reaktion benötigt sehr hohe
Temperaturen (rund 140 °C), weshalb in vielen Rezepten empfohlen wird,
den Braten zunächst in der Pfanne "scharf anzubraten" um ihn danach bei
niedrigen Temperaturen im Ofen weiterzugaren<
Soweit die Theorie.
Ich habe meinen Quelle-Kontaktgrill auch umgetauscht,
weil der erste mir nicht heiß genug wurde.
Beim zweiten wurde ich dann skeptisch, und habe künftig das Bratgut vor
dem Braten tüchtig mit Öl präpariert - seitdem bin ich ganz zufrieden.
In der Pfanne hat das Bratgut einfach viel engeren Kontakt mit der
Hitzequelle, die Rippen im Kontaktgrill schaffen IMHO zu großen Abstand
zum Bratgut.
Bratwürste werden in meinem K-Grill genau so merkwürdig wie bei Dir,
schmecken aber merkwürdigerweise.
Marinierte Rindersteaks (bei AN aus der Tiefkühltruhe) werden
fantastisch, wenn ich den Deckel anfangs mit einem 5-Kilo-Gewicht beschwere.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit
UG
Danke für die Lebensmittelchemische Lehrstunde...
War sehr interessant.
Ändert aber alles nix, ob Poren oder nicht, wenn das Fleisch nicht
schnell genug gart und danach trocken ist.
>
> Soweit die Theorie.
> Ich habe meinen Quelle-Kontaktgrill auch umgetauscht,
> weil der erste mir nicht heiß genug wurde.
Das scheint bei meinem auch der Fall zu sein.
> Beim zweiten wurde ich dann skeptisch, und habe künftig das Bratgut vor
> dem Braten tüchtig mit Öl präpariert -
Das ist genau dem Sinn der Sache entgegen, ist nicht mehr fettarm.
Nochmals danke...
--
Gruß
Peter Becker
http://www.pferdeknipser.de/
> 2. Versuch: (Mist)
> 3. Versuch:
> (Mist)
> Meine Frage: Ist das Geräte defekt, oder ist das Verhalten normal?
Is halt 'n Aldi Grill. Nicht alles, was Aldi verkauft, ist gut.
> Wer kann mir von seinen Erfahrungen mit dem Gerät berichten?
Ich empfehle den Kontaktgrill von boer. Hab'ch im Satu*n gekauft,
büsschen teurer, aber ist Klasse! Keine Klagen!
mfg
Claus
Nein, als Saarländer ganz sicher nicht. Und für die Bezeichnung
"Bubi(2)" bin ich schon zu alt. Wirkliches "Light" ist nicht mein Fall.
Fettreduziert wollte ich wenigstens teilweise mal versuchen.
> Vielleicht hast Du ein Erfolgserlebnis mit Pferdefleisch[1],
Ich kenne die Vorteile von Pferdefleisch...
Pferdefleisch habe ich auch schon einmal probiert.
Mit dem Ergebnis: Nein ich esse meine Models nicht!
> [1] Hast Du nur den Hauch einer Ahnung, wie ein
> triefend fetter Hammelgulasch mit grünen Bohnen mundet?
> Vermutlich nicht. Is' was für Männer.
Nein, aber Hammel vom Spieß mit Couscous kenne ich. So lange es heiß
ist, ist das sehr lecker.
Interessant ist, an was du Männlichkeit fest machst.
Stelle ich mir gerade mal bildhaft vor:
"Hey Süße, im Bett bin ich zwar eher mäßig, aber dafür kann ganz fettes
Hammelgulasch(3) ohne Wimperzucken wegschaufeln."
(2) Da ich deine gewöhnlich angewendete Ausdrucksweise nicht kenne, gehe
ich mal großzügig davon aus, dass das "Bubi" nicht abwertend (meiner
Person gegenüber) gemeint war.
(3) [das Gulasch]
Danke für den Tip, werde ich mir mal anschauen...
> Es gibt keine Fleischporen!
Natürlich nicht. Die sich schließenden Poren sind ein
uralter Running Gag in diversen NGs.
Ja, ist mir jetzt auch klar geworden. Google hat da Einiges gebracht.
Das ändert aber nichts am Ergebnis: Trockenes Fleisch (Zu lange Garzeit
durch zu geringe Temperatur) und Fehlen der Bräunung.
> oder 'der' Gulasch, zumindest nach geltender Rechtschreibung.
nö:
box_o:
-
Gu|lasch [auch '...], das, auch der; -[e]s, -e u. -s, österr. nur das;
-[e]s, -e <ung.>
© Duden - Die deutsche Rechtschreibung, 24. Aufl. Mannheim 2006 [CD-ROM]
-
--
dd
Da� die geltende Rechtschreibung fà r die Generation PISA
angepasst wurde, weiÃ?t Du aber?
Wenn schon Korinthen kacken, dann richtig:
Gu|lasch ['g?la?, 'gu:la?], das, auch: der; -[e]s, -e u. -s, österr. nur:
das; -[e]s, -e [ung. gulyás hús = Pfefferfleischgericht,
wie es von Rinderhirten im Kessel gekocht wird, zu: gulyás = Rinderhirt u.
hús = Fleisch(gericht)]: [scharf gewürztes] Gericht aus
klein geschnittenem Rind-, auch Schweine- od. Kalbfleisch,
das angebraten u. dann gedünstet wird: ungarisches G.; ein saftiges G.;
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 6. Aufl. Mannheim 2006 [CD-ROM].
mfg
Claus
Nein, war es nicht. Eher als Aufhänger für einen Seitenhieb
gegen das ganze Gedöns kastrierter, gepanschter und gestreckter
Lebensmittel.
(Guarkernmehl - man fällt nicht tot um davon,
aber was hat es in Brot zu verloren?)
> Wirkliches "Light" ist nicht mein
> Fall.
Da treffen wir uns.
> Fettreduziert wollte ich wenigstens teilweise mal versuchen.
*räusper*
Schaden würde es mir fettreduziert sicher auch nicht,
auch wenn ich das ungern zugebe.
>> Vielleicht hast Du ein Erfolgserlebnis mit Pferdefleisch[1],
>
> Ich kenne die Vorteile von Pferdefleisch...
> Pferdefleisch habe ich auch schon einmal probiert.
> Mit dem Ergebnis: Nein ich esse meine Models nicht!
Is klar. Ich hatte nicht auf deine Sig geachtet.
Es schmeckt auch IHMHO nicht wirklich,
aber das ist natürlich subjektiv.
(Es ist halt nur halbwegs fettarm )
>> [1] Hast Du nur den Hauch einer Ahnung, wie ein
>> triefend fetter Hammelgulasch mit grünen Bohnen mundet?
>> Vermutlich nicht. Is' was für Männer.
>
> Nein, aber Hammel vom Spieß mit Couscous kenne ich. So lange es heiß
> ist, ist das sehr lecker.
> Interessant ist, an was du Männlichkeit fest machst.
> Stelle ich mir gerade mal bildhaft vor:
> "Hey Süße, im Bett bin ich zwar eher mäßig, aber dafür kann ganz
> fettes Hammelgulasch(3) ohne Wimperzucken wegschaufeln."
> (3) [das Gulasch]
Shit, ertappt.
Ja, genauso häng' ich den Mann[tm] raus!
Na, wenigstens hast Du Humor!
mfg
Claus
Bingo!
>Guten Morgen,
>ich habe letzte Woche einen Tevion Kontaktgrill GT-KG-01 bei Aldi Süd
>gekauft. Leider funktioniert das Gerät nicht so, wie erwartet.
[deprimierende Erfahrungen]
Schau dir mal die technische Beschreibung dieses Grills an, dann wird
klar, warum das mit dem Grill auch nicht so richtig funktionieren kann:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=300262045686
Henning
--
dafa-Home: http://www.aldibaran.de
FAQ, Filialen, Preisuebersicht ...
Hmmm, dort steht aber nicht, warum der Tevion-Grill nicht grillt...
;-)
Im Ernst, zum mehr als zehnfachen Preis sollte man tatsächlich eine
bessere Leistung erwarten. Die Mindestleistung sollte jedoch auch bei
dem billigen Grill trotzdem immer vorhanden sein, um der beworbenen
Eigenschaft gerecht zu werden.
Dass es bessere Geräte gibt, ändert aber nichts daran, daß ein Gerät mit
der Eigenschaft "Grill" angeboten wurde und genau diese Eigenschaft
nicht besitzt. Bei der Tätigkeit Grillen erwartet man als Ergebnis
knusprig Gebräuntes in der Zeit, welche die Bedienungsanleitung angibt.
Und das kann das Gerät (so wie es ist) definitiv nicht
Die bei erheblich teureren Geräten sicher bessere Materialqualität tut
hierbei nichts zur Sache.
Positiv: Ich habe von der Firma Zeitlos-Vertrieb schon nach kurzer Zeit
Antwort auf meine Mail bekommen. Ich soll das Gerät unfrei zur
Überprüfung einschicken.
Ich überlege jetzt ernsthaft, ob ich denen den Grill wirklich schicke,
nur um zu sehen, ob sie dann wirklich einen Grill draus machen, oder ob
ich das Ding einfach zu Aldi zurück bringe.
>Mathias Fuhrmann:
>
>> oder 'der' Gulasch, zumindest nach geltender Rechtschreibung.
>
>nö:
?
>
>box_o:
>-
>Gu|lasch [auch '...], das, auch der;
Was genau hast Du hier nicht verstanden?
Oder meinst Du, Mathias läge flachs, weil er "oder" schreibt, der
Duden aber "auch"?
Gruß
Claus D.
Deine Umlaute schreien nach richtiger Einstellung Deines Newsagent.
>Mathias Fuhrmann wrote:
>> Peter Becker schrieb:
>>
>>> (3) [das Gulasch]
>>
>> oder 'der' Gulasch, zumindest nach geltender Rechtschreibung.
>
>DaÃ? die geltende Rechtschreibung fÃŒr die Generation PISA
>angepasst wurde, weiÃ?t Du aber?
>
>Wenn schon Korinthen kacken, dann richtig:
>
>Gu|lasch ['g?la?, 'gu:la?], das, auch: der;
Also für mich ist hier Peter der Korinthenk....., weil seine
"Korrektur" schlicht flasch und damit überflüssig war.
Darauf hat Mathias richtigerweise indirekt hingewiesen.
Ihn deshalb als Korinthenk..... zu bezeichnen ist noch überflüssiger.
Übrigens genauso wie Dein Hinweis auf PISA.
Gruß
Claus D.
Herrlich!
Der Tag ist gerettet...
:-)
Ich habe einen Ur-Backautomaten von Le Cave seit 15? Jahren im Einsatz.
Der macht knuspriges Brot und ist nach Hunderten Broten immer noch top.
> Was genau hast Du hier nicht verstanden?
flashcer Schnellschuß, ich hatte ganz einfach das 'oder' übersehen.
--
dd
...und ich mir heute ein Quigg-Gerᅵt bei AN.
Gegen eine Flasche "Gorch Fock Aquavit" gebe ich nun meinen alten
Kontaktgrill ab. (Privileg, funktioniert tadellos, einziges,
konstruktionsbedingtes Manko: Die beiden Platten lassen sich nicht
zwecks Reinigung abnehmen).
UG
[Bratgut einölen]
> Das ist genau dem Sinn der Sache entgegen, ist nicht mehr fettarm.
> Nochmals danke...
Wenn du so ein "Light"-Bubi bist, lass' es mit dem Grillen!
Vielleicht hast Du ein Erfolgserlebnis mit Pferdefleisch[1],
aber im allgemeinen gilt: Fett ist ein Geschmacksträger,
bzw. (siehe die vorangegangenen Beiträge).
Ist das zu fett, bist Du zu weich.
Dann grill Gemüse.
[1] Hast Du nur den Hauch einer Ahnung, wie ein
triefend fetter Hammelgulasch mit grünen Bohnen mundet?
Vermutlich nicht. Is' was für Männer.
mfg
Claus