Dorothee Hermann wrote:
> Am 19.10.2012 08:50, schrieb Claus Maier:
>
>> Hmm. Ich drᅵsel' dein Gejammer jetzt mal auf:
>> 1)Du mᅵchtest eine Matratze kaufen.
>> Arbeitshypothese: Du weisst, daᅵ Matratzen *etwas* sperrig sein
>> kᅵnnen. 2) Du besitzt ein Auto, kommst aber zu Fuᅵ?, jedenfalls
>> logistisch unvorbereitet zu Aldi.
>> 2a) Und ja, es kommt vor, daᅵ man Freiburg (wenn man denn dort
>> verweilen will - und ich kenne Freiburg, aber keine Grᅵnde, dort
>> lᅵnger als nᅵtig zu verweilen.) von Ost nach West durchqueren muᅵ.
>> Und?
>> Jetzt lass' dir das Szenario mal ganz unvoreingenommen durch den
>> Kopf gehen: Unfreundlicher Priester hin oder her - bist nicht eher
>> *du* dabei derjenige, der, Alles in Allem, den Vollidioten gibt?
>
> Ts, ts ... "etwas" einseitige Beurteilung!
>
> Anderes Szenario:
> OP will sich Angebot der Matratze "ansehen" und dann kaufen ("ist
> Angebot noch da", wie sieht Matratze aus, Geruchsprᅵfung") und da er
> dieses sofort nach Feierabend direkt von der Arbeit aus (er ist zu Fuᅵ
> in die Arbeit gekommen) macht - um dann erst, wenn mit der Matratze
> alles i.O., sein Auto zu holen - geht er zum ALDI.
Na, ja, ich weiᅵ nicht - bzw. ich wᅵrde es anders handhaben:
Wenn ich mich mit dem Gedanken trage, eine Matratze bei ALDI anzusehen
und evtl. auch zu kaufen, wᅵrde ich das Auto gleich mitnehmen.
Und - ja, es klingt verwegen - selbst auf die *Gefahr* hin, daᅵ mir die
Matratze nicht zusagt und ich das Auto unnᅵtig mitgenommen habe!
Die 2,- Euro Sprit kᅵnnte ich noch verschmerzen, echt jetzt.
Aber manche der eingefleischten Discounterkunden scheinen sowas von *klein-
kariert* zu sein und Schiᅵ in der Hose zu haben, daᅵ sie erstmal ansehen,
riechen, schmecken wollen, bevor sie *vielleicht* kaufen. Und dann stehen
sie, wie im Fall des OP, ohne Auto da.
[snip]
> "Jetzt lass' Du Dir das Szenario mal ganz unvoreingenommen durch den
> Kopf gehen" ... Wenn der OP hᅵtte 'erst' sein Auto geholt, um dann
> festzustellen, dass die Matratze nicht mehr da ist, sie vielleicht
> auch, aus welchen Grᅵnden auch immer, einfach nicht in Frage kommt,
> wᅵre er "sehr unᅵberlegt handelnd" gewesen - oder?
Nee, imho nicht, siehe oben.
*Sparen* gut und schᅵn, aber irgendwo ist auch die Grenze zur Wᅵrdelosigkeit
ᅵberschritten, imho. Wir haben keine pakistanischen Verhᅵltnisse, es geht uns
relativ gut, imho. Also warum nicht mal das Auto mitnehmen, selbst wenn es sich
im Nachhinein als nicht notwendig erweist?
Und: Versetzt sich mal jemand in die Lage der Mitarbeiter von Aldi & Co.?
Sicher, die machen das (zurᅵcklegen, aufbewahren, usw.) weil's meistens nette
Menschen sind. Aber sie haben zusᅵtzlichen Stress dadurch, denn vorgesehen ist das
nicht im Geschᅵftsmodell von Discountern, das da lautet: Kauf' deinen Kram, zahl'
und verpiss' dich, um fᅵr den nᅵchsten Kunden Platz zu machen! Entsprechend sind die
Arbeitsaufgaben- und Zeiten der Mitarbeiter getaktet - ᅵbrigens u.a. ein Grund dafᅵr,
daᅵ ihr dort so gᅵnstig kaufen kᅵnnt! D.h., z.B. eine Matratze ins Lager zu schleifen
und eine Stunde spᅵter wieder zurᅵck in den Laden, ist im Plan nicht vorgesehen.
Ihr wollt so billig wie mᅵglich kaufen, erwartet aber einen Service wie in $Kaufhaus,
und das find' ich schofel. In einem Kaufhaus (wo ich oft VerkᅵuferInnen quatschend
beieinander stehen sehe), hᅵtte ich keinerlei Hemmungen, einen Aufstand zu machen:
"Was, es ist Ihnen nicht mᅵglich, $Gegenstand eine Stunde aufzubewahren? Gut, es gibt
noch andere Hᅵndler."
Bei einem Discounter schon - ich weiᅵ, was die Mitarbeiter dort leisten mᅵssen.
mfg
Claus