Rüdiger Silberer schrieb:
> Am 28.05.2013 schrieb Heiko Neubauer:
>
>> Thomas Rechberger schrieb:
>> Bei uns (Neu-Ulm), ist das Leitungswasser im Moment in einem Hochhaus so gut, das für die
>> Bewohner seit 6 Monaten ein Duschverbot wegen Legionellen besteht.
>
> Ja und, für eure marode Wasserleitung *im Hause* kann der
> Wasserversorger aber nun wirklich nichts.
Wie, meinst Du die Legionellen fressen sich von außen durch die Wasserleitung?
>> Es stimmt, dass unser Leitungswasser den gesetzlichen Auflagen entspricht.
>> Die Frage ist nur: Entsprechen die gesetzlichen Auflagen der gesundheitlichen
>> Notwendigkeit.
>>
>> In einem 1997 erschienenen Artikel im "Deutschen Ärzteblatt" heißt es:
>> "Der Nachweis zahlreicher anthropogener Fremdstoffe im Rohwasser und im
>> Trinkwasser rechtfertigt Besorgnisse um die chemische Qualität des Trinkwassers."
>>
>> Um die Versorgung mit Trinkwasser aufrecht erhalten zu können, arbeiteten
>> zahlreiche Wasserwerke bereits direkt nach Einführung der neuen Trinkwasserverordnung
>> (1990) mit *Ausnahmegenehmigungen*; denn in dem von ihnen gelieferten Wasser konnten die
>> vorgeschriebenen Grenzwerte nicht mehr eingehalten werden.
>>
>> Darum werden die Grenzwerte immer weiter nach oben verschoben und die Zahl der
>> zu überprüfenden Inhaltsstoffe reduziert, damit sie ein gehalten werden können.
>
> Beweis durch Behauptung? Wo werden die Grenzwerte *immer weiter* nach
> oben verschoben, Dafür hätte ich gern einen Beleg bevor ich das glaube.
| 1980 vom Gesetzgeber der Grenzwert für den Gesamtgehalt an Fremdstoffen in
| unserem Trinkwasser auf 280 µS Mikrosiemens / 140 ppm festgelegt wurde.
|
| 1990, 10 Jahre später, dieser Grenzwert auf 1000 µS Mikrosiemens / 500 ppm
| erhöht wurde.
|
| weitere 10 Jahre später, also 2000 dieser Grenzwert erneut sogar auf
| 2000 µS Mikrosiemens / 1000 ppm erhöht wurde.
|
| der heutige Grenzwert sage und schreibe 2500 µS Mikrosiemens /1250 ppm beträgt.
|
| dass die in Deutschland geltenden Grenzwerte für Trinkwasser teilweise mehr
| als 6 x so hoch sind, als von der EU gefordert! Das bedeutet, dass Millionen Menschen
| tagtäglich Leitungswasser verzehren, dass in Wahrheit keine Trinkwasserqualität mehr besitzt!
aus:
http://www.inovida.de/Apas-Vital-Wasser/Wasserqualitaet.htm
>> Es ist schwer zu glauben, dass das Wasser in Deutschland so schlecht ist.
>> Das ist jedoch schon seit einigen Jahren offiziell.
>> Es wurde nämlich durch UNESCO festgestellt.
>>
>> Es wurden in den 122 Länder der Welt die Oberflächengewässer
>> (von denen hauptsächlich das Leitungswasser gewonnen wird) untersucht.
>> In diesem Vergleich befindet sich Deutschland auf Rang 57.
>
> Ist das tatsächlich so, das in DE das Trinkwasser hauptsächlich aus
> Oberflächenwasser gewonnen wird? Da wo ich wohne kommt es fast nur aus
> Tiefbrunnen.
z.B.
http://www.rww.de/index.php?id=104
http://www.sipplingen.de/tourismus/bodensee-wasserversorgung.html
http://www.stgt.com/brunnen/wasserd.htm
Heiko